[0001] Die Erfindung betrifft ein Befestigungssystem zur Befestigung eines Werkzeugs an
einer Werkzeugaufnahme, umfassend das Werkzeug und einen Werkzeugschlüssel, wobei
das Werkzeug ein Innengewinde aufweist, mittels dem es auf einen an der Werkzeugaufnahme
vorgesehenen Gewindebolzen aufschraubbar ist und wobei das Werkzeug um seine Achse
herum angeordnete Betätigungsabschnitte aufweist, die beim Aufschrauben des Werkzeugs
zur Drehmomentübertragung mit am Werkzeugschlüssel vorgesehenen Vorsprüngen zusammenwirken
[0002] Ein derartiges Befestigungssystem ist beispielsweise aus der
DE 10 2014 225 909 B3 bekannt. Die Werkzeugaufnahme kann dabei an eine Antriebsspindel einer Werkzeugmaschine
angeordnet werden. Das Werkzeug dient dann zur spanabhebenden Bearbeitung und weist
Schneidelemente auf, die an der Stirnseite des Werkzeugs und/oder an dessen Umfang
vorgesehen sein können. Zur sicheren Befestigung des Werkzeugs an der Werkzeugaufnahme
wird das Werkzeug mit vergleichsweise hohen Drehmomenten auf die Werkzeugaufnahme
aufgeschraubt. Je nach Durchmesser des vorzusehenden Werkzeuges können Drehmomente
erforderlich werden, die im Bereich von 100 Nm oder höher liegen. Bei den Werkzeugen
handelt es sich insbesondere um Präzisionswerkzeuge, mit denen eine hochgenaue Bearbeitung
eines Werkstücks möglich ist. Insofern ist ein sicheres Austauschen des Werkzeugs
an der Werkzeugaufnahme bereitzustellen, ohne dass das Werkzeug, bzw. dessen Betätigungsabschnitte
beim Aufschrauben oder Abschrauben des Werkzeugs an der Werkzeugaufnahme beschädigt
wird.
[0003] Ein als geschlossener Ringschlüssel ausgebildeter Werkzeugschlüssel ist beispielsweise
aus der
DE 10 2014 225 916 B4 bekannt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs beschriebenes
Befestigungssystem bereitzustellen, bei dem das Werkzeug sicher und beschädigungsfrei
an der Werkzeugaufnahme befestigt und wieder gelöst werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Befestigungssystem mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Folglich ist insbesondere vorgesehen, dass der Werkzeugschlüssel als einseitig
offener Maulschlüssel ausgebildet ist, an dessen Innenumfang die Vorsprünge entlang
einer Kreisbahn vorgesehen sind, wobei sich die Kreisbahn mit den Vorsprüngen über
einen Winkelbereich erstreckt, der größer als 180° ist.
[0007] Dadurch, dass der Werkzeugschlüssel als Maulschlüssel ausgebildet ist, kann er von
der Seite her an das Werkstück herangeführt werden. Der Werkzeugschlüssel hat dabei
die Besonderheit, dass die Vorsprünge sich nicht nur über einen Winkelbereich von
180° erstrecken, sondern über einen Winkelbereich, der größer als 180° ist. Dadurch
kann ein Abrutschen des Werkzeugschlüssels am Werkstück sicher verhindert werden.
Anders als bei einem Gabelschlüssel, der ein Maul mit zwei parallel zueinander vorgesehenen
Anlageflächen aufweist, die sich letztlich über einen Winkelbereich von nur 180° erstrecken,
wird hier das Werkstück, bzw. dessen Betätigungsabschnitte sicher umschlossen. Hierdurch
kann das Werkstück mit entsprechend hohen Drehmomenten an der Werkstückaufnahme befestigt
werden, ohne dass es zu Beschädigungen an den Befestigungsabschnitten und/oder am
Werkzeugschlüssel kommt.
[0008] Vorteilhafterweise ist der Winkelbereich größer als 190° und liegt weiter vorzugsweise
im Bereich zwischen 190° und 270° und weiter vorzugsweise im Bereich zwischen 200°
und 250° und weiter im Bereich von 230°. Durch Vorsehen eines derartigen Winkelbereichs
ergibt sich ein ausreichendes Umschließen des Werkzeugschlüssels um die Betätigungsabschnitte
des Werkzeugs.
[0009] Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, dass das Werkzeug in dem den Betätigungsabschnitten
benachbarten Bereichen eine Einschnürung aufweist, die einen Durchmesser vorsieht,
der geringfügig kleiner ist als das Öffnungsmaß des Maulschlüssels ist. Das Öffnungsmaß
des Maulschlüssels ist folglich das Maß des geringsten Abstandes der beiden freien
Endbereich der Maulöffnung. Dadurch kann erreicht werden, dass der Maulschlüssel von
der Seite her im Bereich der Einschnürung auf das Werkstück aufgeschoben werden kann,
und dann, wenn der Maulschlüssel die Einschnürung umgibt, in axialer Richtung hin
zu den Betätigungsabschnitten bewegt werden kann, so dass letztlich die Vorsprünge
mit den Betätigungsabschnitten in Eingriff gelangen. Dadurch können insbesondere Werkzeuge
vorgesehen werden, die eine Aufnahme für die Schneidelemente aufweisen, welche einen
Durchmesser aufweist, der deutlich größer sein kann als der Durchmesser des Werkzeugs
im Bereich der Betätigungsabschnitte. Folglich können insbesondere kelchartige Werkzeuge
bereitgestellt werden, die im Bereich ihrer Schneidelemente einen vergleichsweise
großen Durchmesser und die im Bereich der Betätigungsabschnitte einen deutlich geringeren
Durchmesser aufweisen. Dennoch können diese Werkzeuge mit dem entsprechenden Werkzeugschlüssel
mit vergleichsweise hohen Drehmomenten an der Werkzeugaufnahme befestigt werden.
[0010] Weiterhin ist der Werkzeugschlüssel so aufgebaut, dass die Vorsprünge auf der Kreisbahn
entlang eines in axialer Richtung betrachteten, ersten Abschnitts liegen und dass
sich an diesen ersten Abschnitt in axialer Richtung ein zweiter Abschnitt anschließt,
welcher keine Vorsprünge aufweist. Dieser zweite Abschnitt kann zur Stabilität des
Werkzeugschlüssels und einer homogenen Kraftverteilung beim Aufbringen des Drehmoments
im Werkzeugschlüssel beitragen.
[0011] Gemäß der Erfindung ist ebenfalls vorgesehen, dass die axiale Erstreckung des Maulschlüssels
mit dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt größer ist als die axiale Erstreckung
der Einschnürung.
[0012] Das Öffnungsmaß des Maulschlüssels ist vorzugsweise im Bereich von 0,1 mm bis 2 mm
und weiter vorzugsweise im Bereich von 0,2 mm bis 0,5 mm größer als der Durchmesser
der Einschnürung. Als besonders vorteilhaft hat sich ein Wert von 0,3 mm herausgestellt.
Dadurch kann zum einen der Maulschlüssel sicher in die Einschnürung eingeführt werden;
dennoch können die Vorsprünge zur Übertragung des Drehmoments sicher mit den Betätigungsabschnitten
zusammenwirken.
[0013] Ferner ist vorteilhaft, wenn die Vorsprünge eine radial innere, eben ausgebildete
Anlagefläche zur Anlage an die Betätigungsabschnitte aufweisen, die in einem Winkel
von etwa 1° bis 3° und vorzugsweise in einem Winkel von 2° zur Mittelachse geneigt
sind. Dies hat den Vorteil, dass dann, wenn der Maulschlüssel von der Einschnürung
in axialer Richtung hin zu den Betätigungsabschnitten verlagert wird, die plan ausgebildeten
Anlageflächen der Vorsprünge sicher an den vorzugsweise dazu komplementär ausgebildeten
Betätigungsabschnitten zum Anliegen kommen.
[0014] Dabei ist vorteilhaft, wenn die Betätigungsabschnitte komplementär zu den Anlageflächen
ausgebildete Ausnehmungen aufweisen. Die Ausnehmungen sind dann vorzugsweise ebenfalls
eben bzw. plan ausgebildet und sind zur Mittellängsachse entsprechend geneigt. Die
Vorsprünge können dann auf besonders geeignete Art und Weise in axialer Richtung in
die Betätigungsabschnitte einrutschen und dort aufgrund insbesondere der geneigten
und ebenen Anlageflächen sowie Ausnehmungen sicher und spielfrei zur Anlage kommen.
D
[0015] Ferner ist vorteilhaft, wenn die Vorsprünge in Umfangsrichtung von Kanten begrenzt
werden und wenn die Ausnehmungen in Umfangsrichtung von Schultern derart begrenzt
werden, dass bei einer Drehmomentübertragung die Kanten mit den Schultern zusammenwirken.
Hierdurch kann eine günstige Kraftübertragung bereitgestellt werden, insbesondere
dann, wenn, wie oben beschrieben, geneigte Anlageflächen und entsprechend komplementär
ausgebildete Ausnehmungen vorgesehen sind.
[0016] Zudem ist denkbar, dass zwischen den Vorsprüngen des Werkzeugschlüssels Ausbuchtungen
vorgesehen sind, wobei die Ausbuchtungen die Vorsprünge wenigstens abschnittsweise
in Umfangsrichtung hinterschneiden. Dadurch kann erreicht werden, dass die Betätigungsabschnitte,
und insbesondere deren Kannten, beim Aufsetzen und Abnehmen des Werkzeugschlüssels
nicht beschädigt werden.
[0017] Die eingangs genannte Aufgabe wird auch gelöst durch ein Werkzeug und/oder durch
einen Werkzeugschlüssel eines erfindungsgemäßen Befestigungssystems.
[0018] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung zu entnehmen, anhand derer ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
beschrieben und erläutert ist.
[0019] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch ein Werkzeug;
- Figur 2
- das Werkzeug gemäß Figur 1 mit Werkzeugschlüssel;
- Figur 3
- das Werkzeug mit Werkzeugschlüssel gemäß Figur 2 in seitlicher Ansicht;
- Figur 4
- das Werkzeug mit Werkzeugschlüssel gemäß Figur 2, wobei der Schlüssel mit dem Werkstück
zusammenwirkt;
- Figur 5
- die Draufsicht auf den Werkzeugschlüssel; und
- Figur 6
- die Unteransicht des Werkzeugschlüssels.
[0020] In den Figuren 1 bis 4 ist ein Werkzeug 10 gezeigt, das zur Befestigung an einer
Werkzeugaufnahme, die in den Figuren nicht gezeigt ist, vorgesehen ist. Eine Werkzeugaufnahme,
an der das Werkzeug 10 befestigt werden kann, ist beispielsweise in der
DE 10 2014 225 909 B3, dort Figur 5, gezeigt.
[0021] Das Werkzeug 10 weist im Bereich seiner oberen Stirnseite Schneidelemente 12 auf,
die zur spanabhebenden Bearbeitung eines Werkstücks dienen. Im Betrieb des Werkzeugs
10 rotiert dieses um seine Mittelachse 14. Entlang der Mittelachse 14 ist eine im
Schnitt gemäß Figur 1 deutlich zu erkennende Stufenbohrung 16 vorgesehen, die einen
ersten Stützabschnitt 18, einen zweiten Stützabschnitt 20 und ein zwischen den beiden
Stützabschnitten 18 und 20 vorgesehenes Innengewinde 22 aufweist. Mit dem Innengewinde
22 kann das Werkzeug 10 auf den Werkstückträger, der einen Gewindebolzen aufweist,
aufgeschraubt werden. Beim Aufschrauben des Werkstücks 10 wird dessen den Schneidelementen
12 abgewandte Unterseite 24, die einen Zentrierkonus 26 vorsieht, gegen einen komplementär
dazu ausgebildeten Gegenkonus an der Werkzeugaufnahme beaufschlagt.
[0022] Das Werkzeug 10 weist im Bereich seiner Unterseite eine Mantelfläche 28 auf, an der,
um die Mittelachse 14 herum angeordnete Betätigungsabschnitte 30 vorgesehen sind.
[0023] Wie aus dem Schnitt gemäß Figur 1 deutlich wird, sind im Werkzeug 10 zudem Kühlkanäle
32 vorgesehen, durch welche im Betrieb Kühlflüssigkeit zur Kühlung des Werkzeugs 10,
der Schneidelemente 12 und des zu bearbeitenden Werkstücks dienen. Die Kühlmittelkanäle
32 münden dabei in Kühlöffnungen 34.
[0024] Zur sicheren Befestigung des Werkzeugs 10 ist dieses mit einem entsprechend hohen
Drehmoment auf die Werkzeugaufnahme aufzuschrauben. Dazu ist, wie in den Figuren 2
bis 6 dargestellt, ein Werkzeugschlüssel 36 vorgesehen.
[0025] In den Figuren 2, 3 und 4 ist das Werkzeug 10 ohne die Schneidelemente 12 gezeigt.
Deutlich zu erkennen sind Plattensitze 38, an welchen die Schneidelemente 12 befestigt
werden können.
[0026] Wie aus den Figuren 2 bis 5 deutlich wird, ist der Werkzeugschlüssel 36 als offener
Maulschlüssel, der ein Öffnungsmaß M vorsieht, ausgebildet, an dessen Innenumfang
Vorsprünge 40 entlang einer Kreisbahn 42 vorgesehen sind. Insgesamt sind bei der Ausführungsform,
die in den Figuren gezeigt ist, fünf Vorsprünge 40 gezeigt, die sich über einen Winkelbereich
α erstrecken, der größer als 180° ist. Bei der in den Figuren gezeigten Ausführungsform
beträgt der Winkelbereich α ca. 230°. Die Vorsprünge 40 sind äquidistant auf der Kreisbahn
42 zueinander angeordnet. Jeder Vorsprung 40 erstreckt sich, wie aus Figur 5 deutlich
wird, über einen Winkelbereich β, der im Bereich von 25° liegt.
[0027] Zum Ansetzen des Werkzeugschlüssels 36 am Werkzeug 10 weist das Werkzeug 10 eine
in axialer Richtung benachbart zu den Betätigungsabschnitten 30 angeordnete Einschnürung
44 auf. Die Einschnürung 44 weist einen Durchmesser D auf, der geringfügig kleiner
ist als das Öffnungsmaß M des Werkzeugschlüssels 36. Der Außendurchmesser A des Betätigungsabschnitts
30 ist dabei größer als der Durchmesser D sowie größer als das Öffnungsmaß M.
[0028] Die Vorsprünge 40 weisen jeweils eine radial innere, ebene und plane Anlagefläche
46 auf. Die Anlageflächen 46 sind dabei zur Mittelachse 48 der Kreisbahn 42 unter
einem Winkel β von 1° bis 3° und insbesondere von 2° geneigt angeordnet. Dazu ist
in der Figur 3 eine Gerade 50 gezeigt, die in der Ebene der Anlagefläche 46 liegt
und die Mittelachse 48 unter dem Winkel β, der vorzugsweise 2° beträgt, schneidet.
[0029] Wie ebenfalls aus den Figuren 2 und 3 deutlich wird, weisen die Betätigungsabschnitte
30 Ausnehmungen 52 auf, die komplementär zu den Vorsprüngen 40 ausgebildet sind. Die
Ausnehmungen weisen folglich ebenfalls jeweils eine ebene und plane Fläche auf, die
um den Winkel β zur Mittelachse 14 geneigt ist.
[0030] Die werkzeugschlüsselseitigen Vorsprünge 40 sind in Umfangsrichtung von Kanten 54
begrenzt. Die werkzeugseitigen Ausnehmungen 52 sind ihrerseits in Umfangsrichtung
von Schultern 56 begrenzt. Die Kanten 54 und Schultern 56 sind derart angeordnet,
dass sie bei einer Drehmomentübertragung zusammenwirken.
[0031] Aufgrund der beschriebenen Neigung der Anlageflächen 46 und der Flächen der Ausnehmungen
52 sowie aufgrund des passgenauen Zusammenwirkens der Kanten 54 mit den Schultern
56 kann erreicht werden, dass beim Einsetzen des Schlüssels 36, bzw. deren Vorsprünge
40, die Vorsprünge 40 auf geeignete Art und Weise in die Ausnehmungen 52 einrutschen
bzw. dort sicher verharren.
[0032] Zum Ansetzen des Werkzeugschlüssels 36 am Werkzeug 10 wird der Werkzeugschlüssel
36 mit seiner Öffnung über die Einschnürung 44 geschoben. Danach wird der Werkzeugschlüssel
36, wie in Figur 4 dargestellt, nach axial unten verlagert, so dass die Vorsprünge
40 in die komplementär dazu ausgebildeten Ausnehmungen 52 eingreifen. Aufgrund des
"satten" Anliegens der Vorsprünge 40 in den Ausnehmungen 52 kann dann in einem nächsten
Schritt der Werkzeugschlüssel 36 um die Mittelachse 14 bzw. 48 zur Aufbringung eines
Drehmoments verdreht werden.
[0033] Der Werkzeugschlüssel 36 sieht dabei einen Betätigungsabschnitt 58 vor, an welchem
beispielsweise ein Drehmomentmesshebel zur Aufbringung und Kontrolle eines geeigneten
Drehmoments angesetzt werden kann.
[0034] Wie aus den Figuren 5 und 6 deutlich wird, weist der Werkzeugschlüssel 36 in axialer
Richtung gesehen einen ersten Abschnitt 60 auf, an welchem die Vorsprünge vorgesehen
sind. Daran anschließend ist ein zweiter Abschnitt 62 vorgesehen, welcher frei von
Vorsprüngen 40 ist. Die axiale Erstreckung x des Maulschlüssels mit dem ersten Abschnitt
61 und dem zweiten Abschnitt 62 größer ist als die axiale Erstreckung y der Einschnürung.
[0035] Wie ferner insbesondere aus Figur 5 deutlich wird, ist zwischen zwei Vorsprüngen
40 jeweils eine radial zurückversetzte Ausbuchtung 64 vorgesehen, wobei die Ausbuchtungen
64 derart sind, dass sie die Vorsprünge 40 in Umfangsrichtung geringfügig hinterschneiden.
Hierdurch können beim Aufsetzen die Kanten 52 an den Betätigungsabschnitten 30 geschont
werden.
[0036] Das erfindungsgemäße Befestigungssystem mit dem Werkzeug 10 und dem zugehörigen Werkzeugschlüssel
36 hat den Vorteil, dass die Vorsprünge des Werkzeugschlüssels 36 über den Winkelbereich
von 230° angeordnet sind, so dass ein Abrutschen des Schlüssels 36 von den Befestigungsabschnitten
beim Betätigen des Schlüssels 36 nicht erfolgen kann. Dennoch kann der Schlüssel seitlich,
über die Einschnürung 42, am Werkzeug 10 angesetzt werden und muss nicht, wie beispielsweise
ein Ringschlüssel von oben oder unten in axialer Richtung, auf den entsprechend ausgebildeten
Gegenabschnitt aufgesetzt werden.
[0037] Insgesamt können durch das erfindungsgemäße Befestigungssystem vergleichsweise hohe
Drehmomente sicher übertragen werden. Dies hat zudem den Vorteil, dass der Bereich
des Werkzeugs 10, an dem die Schneidelemente 12 vorgesehen sind, einen weitaus größeren
Durchmesser aufweisen kann, als der Bereich der Einschnürung 44 bzw. der Bereich,
an dem die Betätigungsabschnitte 30 vorgesehen sind.
1. Befestigungssystem zur Befestigung eines Werkzeugs (10) an einer Werkzeugaufnahme,
umfassend das Werkzeug (10) und einen Werkzeugschlüssel (36), wobei das Werkzeug (10)
ein Innengewinde (22) aufweist, mittels dem es auf einen an der Werkzeugaufnahme vorgesehenen
Gewindebolzen aufschraubbar ist und wobei das Werkzeug (10) um seine Achse (14) herum
angeordnete Betätigungsabschnitte (30) aufweist, die beim Aufschrauben des Werkzeugs
(10) zur Drehmomentübertragung mit am Werkzeugschlüssel (36) vorgesehenen Vorsprüngen
(40) zusammenwirken, wobei der Werkzeugschlüssel (36) als einseitig offener Maulschlüssel
ausgebildet ist, an dessen Innenumfang die Vorsprünge (40) entlang einer Kreisbahn
(42) vorgesehen sind, wobei sich die Kreisbahn (42) mit den Vorsprüngen über einen
Winkelbereich (α) erstreckt, der größer als 180° ist, wobei das Werkzeug (10) in dem
den Betätigungsabschnitten (30) benachbarten Bereich eine Einschnürung (44) aufweist,
die einen Durchmesser (D) vorsieht, der geringfügig kleiner als das Öffnungsmaß (M)
des Maulschlüssels (36) ausgebildet ist, wobei die Vorsprünge (40) entlang eines ersten
Abschnitts (61) des Maulschlüssels vorgesehen sind, wobei sich an diesen ersten Abschnitt
(61) in axialer Richtung ein zweiter Abschnitt (62) anschließt, welcher frei von Vorsprüngen
ist, und dass die axiale Erstreckung (x) des Maulschlüssels mit dem ersten Abschnitt
(61) und dem zweiten Abschnitt (62) größer ist als die axiale Erstreckung (y) der
Einschnürung (44).
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelbereich (α) größer 190° ist und vorzugsweise im Bereich zwischen 190° und
270° liegt und weiter vorzugsweise im Bereich zwischen 200° und 250° liegt.
3. Befestigungssystem (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnungsmaß (M) des Mausschlüssels im Bereich von 0,1 mm - 2 mm und weiter im
Bereich von 0,2 mm - 0,5 mm größer ist als der Durchmesser (D) der Einschnürung.
4. Befestigungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (40) eine radial innere, eben ausgebildete Anlagefläche (46) zur Anlage
an die Betätigungsabschnitte (30) aufweisen, die in einem Winkel (β) von etwa 1° und
3° und vorzugsweise in einem Winkel (β) von 2° zur Mittelachse (48) geneigt sind.
5. Befestigungssystem (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsabschnitte (30) komplementär zu den Anlageflächen (46) ausgebildete
Ausnehmungen (52) aufweisen.
6. Befestigungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Vorsprünge (40) in Umfangsrichtung von Kanten (54) begrenzt werden und dass
die Ausnehmungen (52) in Umfangsrichtung von Schultern (56) derart begrenzt werden,
dass bei einer Drehmomentübertragung die Kanten (54) mit den Schultern (56) zusammenwirken.
7. Befestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Vorsprüngen (40) Ausbuchtungen (64) vorgesehen sind, wobei die Ausbuchtungen
(64) die Vorsprünge (40) wenigstens abschnittsweise hinterschneiden.
8. Werkzeug (10) und/oder Werkzeugschlüssel (36) eines Befestigungssystems nach wenigstens
einem der vorhergehenden Ansprüche.
1. Fastening system for fastening a tool (10) to a tool holder, the system comprising
the tool (10) and a tool wrench (36), wherein the tool (10) has an internal thread
(22) by means of which said tool can be screwed onto a threaded bolt provided on the
tool holder and wherein the tool (10) has actuating portions (30) which are arranged
about the axis (14) of said tool and which interact with projections (40) provided
on the tool wrench (36) when the tool (10) is being screwed on, wherein the tool wrench
(36) is in the form of a single open-end wrench, on the inner circumference of which
the projections (40) are provided along a circular path (42), wherein the circular
path (42) having the projections extends over an angular range (α) which is greater
than 180°, wherein the tool (10) has a constriction (44) in the region adjacent to
the actuating portions (30), which constriction provides a diameter (D) that is slightly
smaller than the opening dimension (M) of the open-end wrench (36), wherein the projections
(40) are provided along a first portion (61) of the open-end wrench, wherein a second
portion (62) having no projections adjoins this first portion (61) in the axial direction,
and wherein the axial extent (x) of the open-end wrench having the first portion (61)
and the second portion (62) is greater than the axial extent (y) of the constriction
(44).
2. Fastening system according to claim 1, characterized in that the angular range (a) is greater than 190° and is preferably in the range between
190° and 270° and more preferably in the range between 200° and 250°.
3. Fastening system (10) according to claim 1 or claim 2, characterized in that the opening dimension (M) of the open-end wrench is greater, in the range of from
0.1 mm to 2 mm and further in the range of from 0.2 mm to 0.5 mm, than the diameter
(D) of the constriction.
4. Fastening system (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the projections (40) have a radially inner, planar bearing surface (46) for bearing
against the actuating portions (30), which bearing surfaces are inclined at an angle
(β) of approximately 1° and 3° and preferably at an angle (β) of 2° with respect to
the central axis (48).
5. Fastening system (10) according to claim 4, characterized in that the actuating portions (30) have recesses (52) which are complementary to the bearing
surfaces (46).
6. Fastening system according to claim 5, characterized in that the projections (40) are delimited in the circumferential direction by edges (54)
and in that the recesses (52) are delimited in the circumferential direction by shoulders (56)
such that the edges (54) interact with the shoulders (56) when a torque is transmitted.
7. Fastening system according to any of the preceding claims, characterized in that indentations (64) are provided between the projections (40), the indentations (64)
undercutting the projections (40) at least in portions.
8. Tool (10) and/or tool wrench (36) of a fastening system according to at least one
of the preceding claims.
1. Système de fixation permettant de fixer un outil (10) sur un porte-outil, comprenant
l'outil (10) et une clé d'outil (36), dans lequel l'outil (10) présente un filetage
intérieur (22) au moyen duquel il peut être vissé sur un boulon fileté prévu au niveau
du porte-outil, et dans lequel l'outil (10) présente des sections d'actionnement (30)
disposées autour de son axe (14), qui, lorsque l'outil (10) est vissé, coopèrent avec
des saillies (40) prévues au niveau de la clé d'outil (36) pour la transmission de
couple, dans lequel la clé d'outil (36) est réalisée sous la forme d'une clé à fourche
ouverte d'un côté, au niveau de la circonférence intérieure de laquelle les saillies
(40) sont prévues le long d'une trajectoire circulaire (42), dans lequel la trajectoire
circulaire (42) s'étend avec les saillies sur une plage angulaire (α) qui est supérieure
à 180°,
dans lequel l'outil (10) présente, dans la zone adjacente aux sections d'actionnement
(30), un rétrécissement (44) qui fournit un diamètre (D) légèrement inférieur à la
dimension d'ouverture (M) de la clé à fourche (36), dans lequel les saillies (40)
sont prévues le long d'une première section (61) de la clé à fourche, dans lequel
une seconde section (62), exempte de saillies, se raccorde à ladite première section
(61) dans la direction axiale, et l'extension axiale (x) de la clé à fourche avec
la première section (61) et la seconde section (62) étant supérieure à l'extension
axiale (y) du rétrécissement (44).
2. Système de fixation selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plage angulaire (a) est supérieure à 190° et se situe de préférence dans la plage
comprise entre 190° et 270° et plus préférablement dans la plage comprise entre 200°
et 250°.
3. Système de fixation (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la dimension d'ouverture (M) de la clé à fourche est supérieure au diamètre (D) du
rétrécissement dans la plage de 0,1 mm à 2 mm et en outre dans la plage de 0,2 mm
à 0,5 mm.
4. Système de fixation (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les saillies (40) présentent une surface d'appui (46) plane, radialement intérieure,
destinée à venir en appui contre les sections d'actionnement (30), lesquelles sont
inclinées d'un angle (β) d'environ 1° et 3° et de préférence d'un angle (β) de 2°
par rapport à l'axe central (48).
5. Système de fixation (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que les sections d'actionnement (30) présentent des évidements (52) réalisés de manière
complémentaire aux surfaces d'appui (46).
6. Système de fixation selon la revendication 5, caractérisé en ce que les saillies (40) sont limitées par des bords (54) dans la direction circonférentielle
et en ce que les évidements (52) sont limités par des épaulements (56) dans la direction circonférentielle,
de sorte que, lors d'une transmission de couple, les bords (54) coopèrent avec les
épaulements (56).
7. Système de fixation selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des indentations (64) sont prévues entre les saillies (40), dans lequel les indentations
(64) forment une contre-dépouille pour les saillies (40) au moins dans certaines régions.
8. Outil (10) et/ou clé d'outil (36) d'un système de fixation selon au moins l'une des
revendications précédentes.