| (19) |
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(11) |
EP 3 487 708 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.09.2020 Patentblatt 2020/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.07.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/066487 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/015134 (25.01.2018 Gazette 2018/04) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM BEDRUCKEN VON HOHLKÖRPERN MIT LINEAR VERSTELLBARER ZUFÜHREINRICHTUNG
DEVICE FOR PRINTING HOLLOW BODIES HAVING A LINEARLY ADJUSTABLE FEEDING DEVICE
DISPOSITIF À IMPRIMER DES ARTICLES CREUX COMPRENANT UN MÉCANISME D'ALIMENTATION RÉGLABLE
LINÉAIREMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.07.2016 DE 102016213214
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.05.2019 Patentblatt 2019/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Koenig & Bauer AG |
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97080 Würzburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RÖTHLEIN, Ewald
97282 Retzstadt (DE)
- SCHNEIDER, Thomas
97299 Zell am Main (DE)
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| (74) |
Vertreter: Koenig & Bauer AG |
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- Lizenzen - Patente -
Friedrich-Koenig-Straße 4 97080 Würzburg 97080 Würzburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 842 747 DE-A1- 10 108 753 US-A- 4 384 518
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WO-A1-2013/142614 US-A- 3 955 496 US-A- 5 771 798
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern gemäß Anspruch
1.
[0002] Durch die
WO 2016/008702 A1 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern bekannt, aufweisend einen Plattenzylinder
und ein Druckfarbe auf den Plattenzylinder auftragendes Farbwerk, wobei das Farbwerk
eine an den Plattenzylinder angestellte oder zumindest anstellbare Farbauftragswalze,
eine an die Farbauftragswalze angestellte oder zumindest anstellbare Rasterwalze und
ein Druckfarbe auf die Rasterwalze auftragendes Kammerrakelsystem aufweist.
[0003] Durch die
US 5 771 798 A ist ein Dosen-Dekorator bekannt, bei dem zu bedruckende Dosen an ein druckendes Rad
herangeschwenkt werden.
[0004] Durch die
EP 2 842 747 A1 ist eine Rotationstampondruckmaschine zum Bedrucken einer im Wesentlichen zylinderförmigen
Außenseite eines zu bedruckenden Objekts bekannt, das eine durch die im Wesentlichen
zylinderförmige Außenseite definierte Längsmittelachse hat, aufweisend eine Klischeerolle,
einen Rundtampon mit einer zumindest teilzylinderförmigen Außenfläche, eine erste
Antriebseinheit zum Antreiben des Rundtampons, sowie eine Druckguthalterung zum Halten
des zu bedruckenden Objekts während des Bedruckens, wobei die Druckguthalterung an
einem ringförmigen Rundschalttisch angebracht ist, wobei das zu bedruckende Objekt
durch eine Drehbewegung des Rundschalttisches dem Rundtampon tangential zugeführt
wird. Durch die
WO 2013/142614 A1 ist eine Anordnung mit einem Spanndorn bekannt, wobei der Spanndorn senkrecht zu
seiner Längsachse bewegbar gelagert ist.
[0005] Durch die
US 4 384 518 A ist eine Trockenoffset-Druckvorrichtung zum Bedrucken zylindrischer Objekte bekannt,
aufweisend einen Plattenzylinder und einen Gummituchzylinder, wobei eine die zu bedruckenden
Objekte an den Gummituchzylinder heranführende Zuführeinrichtung vorhanden ist, wobei
die Zuführeinrichtung die zu bedruckenden Objekte jeweils einzeln radial an den Gummituchzylinder
anstellt.
[0006] Durch die
DE 10 2010 045 255 A1 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken balliger und/oder taillierter rotationssymmetrischer
Behälter mit einem um die Behälterachse drehbaren Aufspanndorn zum Aufspannen und
zum Andrücken des Behälters und zum synchronen Mitbewegen mit einem Druckzylinder
bekannt, wobei ein starrer Druckzylinder mindestens ein radial elastisch und reversibel
nachgiebig ausgebildetes, Druckbild übertragendes Element trägt, welches eine das
Druckbild übertragende radial äußere Oberflächenschicht als integralen Bestandteil
oder als gesonderte Schicht, wie ein Drucktuch, umfasst, wobei jedes der Druckbild
übertragenden Elemente sich lediglich über einen Teilumfang des Druckzylinders erstreckt,
wobei ein Druckdorn zur Aufnahme und zur Rotation des zu bedruckenden Behälters einer
konvexen, konkaven oder konvex-konkaven Behälterkontur entsprechend formangepasst
ist.
[0007] Durch die
US 6 550 389 B1 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken von Dosen bekannt, aufweisend einen Plattenzylinder
und einen Gummituchzylinder, wobei eine zu bedruckende Dose auf einem Spanndorn gehalten
und an den Gummituchzylinder angestellt wird.
[0008] Durch die
DE 42 01 377 C1 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken von Dosen bekannt, wobei die Dosen radial an einen
Druckfarbe übertragenden Hilfsträger herangeführt werden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bedrucken von zylindrischen
Hohlkörpern zu schaffen, wobei diese Vorrichtung zur Ausführung von Testdrucken unter
praxisnahen Bedingungen geeignet ist.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Die
abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen und/oder Weiterbildungen
der gefundenen Lösung.
[0011] Mit der Erfindung erzielbare Vorteile sind aus der nachfolgenden Beschreibung ersichtlich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern;
- Fig. 2
- eine Steuerung für eine einen Hohlkörper in seine Druckposition bringende Zuführeinrichtung;
- Fig. 3
- die Vorrichtung gemäß Fig. 1 für den Mehrfarbendruck.
[0013] Fig. 1 zeigt beispielhaft, schematisch und stark vereinfacht eine Vorrichtung zum
Bedrucken von Hohlkörpern. Bei den Hohlkörpern handelt es sich insbesondere um Dosen,
vorzugsweise um Dosen mit einem Dosenmantel aus Aluminium oder Stahlblech, insbesondere
Weißblech, d. h. verzinntes Stahlblech. Derartige Dosen bilden einen i. d. R. zylindrischen
Behälter oder eine Verpackung jeweils für Lebensmittel und werden z. B. als Getränkedosen
verwendet. Getränkedosen haben z. B. eine Packungsgröße von 330 ml oder 500 ml. Getränkedosen
mit der Packungsgröße von 330 ml oder 500 ml weisen jeweils einen Durchmesser i. d.
R. von 67 mm auf. Die Höhe der 330-ml-Variante beträgt i. d. R. 115 mm, die der 500-ml-Variante
i. d. R. 168 mm. Daraus ergibt sich, dass bei diesen Hohlkörpern deren zu bedruckende
Mantelfläche ein Maß von ca. 210 mm x 115 mm bzw. ca. 210 mm x 168 mm aufweist. Ein
z. B. mehrfarbiges Druckmotiv, d. h. mindestens ein Druckbild, wird in einer Produktionsanlage
vorzugsweise in einem Hochdruckverfahren auf der Mantelfläche der betreffenden Hohlkörper
aufgebracht. Alternative Druckverfahren sind z. B. ein Siebdruckverfahren oder ein
Offsetdruckverfahren oder ein druckformloses Digitaldruckverfahren.
[0014] Da in der Verpackungsindustrie derartige Hohlkörper in einer Produktionsanlage massenhaft
mit einer Stückzahl z. B. zwischen 1.500 und 3.000 Stück pro Minute zu bedrucken sind,
empfiehlt es sich, vor einer Freigabe einer Produktion Testdrucke unter praxisnahen
Bedingungen auszuführen, um z. B. einen Farbfluss im Farbwerk und/oder eine Verdruckbarkeit
einer in der betreffenden Produktionsanlage bisher nicht verwendeten Farbzusammensetzung
und/oder eine Qualität von Druckformen bzw. Druckplatten und/oder eine Eignung von
Gummitüchern zu erproben. Diese Erprobung zum Zwecke einer wirtschaftlichen Optimierung
des Produktionsprozesses erfolgt z. B. in einer Andruckmaschine. Die vorgeschlagene
Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern und das entsprechende vorgeschlagene Verfahren
beziehen sich vornehmlich auf eine solche Andruckmaschine. Die in Rede stehende Vorrichtung
zum Bedrucken von Hohlkörpern ist z. B. als eine Rotationsdruckmaschine ausgebildet.
[0015] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, weist die vorgeschlagene Vorrichtung zum Bedrucken
von Hohlkörpern mindestens einen Plattenzylinder 01, einen Gummituchzylinder 02 und
einen Gegendruckzylinder 03 auf, wobei der Gummituchzylinder 02 sowohl gegen den Plattenzylinder
01 als auch gegen den Gegendruckzylinder 03 angestellt oder zumindest anstellbar ist.
Es ist ein Druckfarbe auf den betreffenden Plattenzylinder 01 auftragendes Farbwerk
04 vorgesehen, wobei der betreffende Plattenzylinder 01 mindestens ein mit Druckfarbe
eingefärbtes Druckbild auf den Gummituchzylinder 02 überträgt bzw. derart übertragend
angeordnet ist. In der bevorzugten Ausführung weist das insbesondere als ein Kurzfarbwerk
ausgebildete Farbwerk 04 eine an den betreffenden Plattenzylinder 01 angestellte oder
zumindest anstellbare Farbauftragswalze 06, eine an die Farbauftragswalze 06 angestellte
oder zumindest anstellbare Näpfchen oder eine Haschur aufweisende Rasterwalze 07 und
ein Druckfarbe auf die Rasterwalze 07 auftragendes Kammerrakelsystem 08 auf. Zu dem
Kammerrakelsystem 08 gehören außer einer Druckfarbe vorhaltenden Rakelkammer und mindestens
einer Rakel u. a. auch eine Farbwanne und eine Farbpumpe. Die Farbpumpe fördert Druckfarbe
aus der Farbwanne in die Rakelkammer und hält die Druckfarbe in der Rakelkammer unter
Druck, um ein möglichst gleichmäßiges Befüllen der Näpfchen oder Haschur der Rasterwalze
07 mit Druckfarbe zu gewährleisten. Die Farbpumpe ist z. B. in Abhängigkeit vom Betriebszustand
der Rasterwalze 07 gesteuert, wobei die Drehzahl der Farbpumpe vorzugsweise konstant
gehalten wird und die in das Farbwerk 04 abgegebene Farbmenge in Abhängigkeit von
der Temperatur der Rasterwalze 07 gesteuert ist. Die Farbpumpe ist z. B. als eine
Impellerpumpe oder als eine rotierende Verdrängerpumpe, vorzugsweise als eine Exzenterschneckenpumpe
mit einer Schnecke als Rotor und einem Schneckengewinde als Stator ausgebildet. Die
Farbpumpe hält die Druckfarbe im Kammerrakelsystem 08 vorzugsweise kontinuierlich
in Bewegung, um zu vermeiden, dass die Druckfarbe ihre physikalischen Eigenschaften
ändert. Die von der mindestens einen Rakel des Kammerrakelsystems 08 auf die Rasterwalze
07 ausgeübte Anpresskraft ist vorzugsweise z. B. durch mindestens einen den Stellweg
der Rakel begrenzenden Anschlag begrenzt und/oder geregelt. Von der Rasterwalze 07
abgerakelte, d. h. für den Druckprozess überschüssige Druckfarbe wird dem Kammerrakelsystem
08 bevorzugt wieder zugeführt. Die Mantelfläche der Rasterwalze 07 ist vorzugsweise
temperiert und wird durch eine Temperiereinrichtung in einem Temperaturbereich von
z. B. 20°C bis 40°C insbesondere für eine konstante Farbabgabe an das Farbwerk 04
konstant gehalten.
[0016] Die Farbauftragswalze 06 und die Rasterwalze 07 weisen für ihre jeweilige Rotation
jeweils einen eigenen Antrieb auf. Ebenso weisen auch der Plattenzylinder 01, der
Gummituchzylinder 02 und der Gegendruckzylinder 03 für ihre jeweilige Rotation jeweils
einen eigenen Antrieb auf. Die Antriebe sind jeweils z. B. als elektrische, insbesondere
als drehzahl- und/oder lagegeregelte Motoren ausgebildet, z. B. jeweils als ein Servomotor.
Eine jeweils bevorzugte Drehrichtung von Plattenzylinder 01, Gummituchzylinder 02,
Gegendruckzylinder 03, Farbauftragswalze 06 und Rasterwalze 07 ist in der Fig. 1 jeweils
durch einen Drehrichtungspfeil angedeutet. Die jeweiligen Drehzahlen von Plattenzylinder
01, Gummituchzylinder 02, Gegendruckzylinder 03, Farbauftragswalze 06 und Rasterwalze
07 sind steuerungstechnisch aufeinander abgestimmt.
[0017] Der Durchmesser des Gummituchzylinders 02 ist vorzugsweise doppelt so groß ausgebildet
wie der Durchmesser des Plattenzylinders 01. Dadurch kann vorgesehen sein, dass am
Umfang des Gummituchzylinders 02 hintereinander mehrere, insbesondere zwei Gummitücher
09 angeordnet sind. Die Gummitücher 09 sind auf der Mantelfläche des Gummituchzylinders
02 z. B. aufgeklebt. Der Gummituchzylinder 02 ist z. B. als ein insbesondere massiver
Stahlzylinder ausgebildet. Am Umfang des Plattenzylinders 01 ist vorzugsweise eine
einzige Druckform 11 oder Druckplatte 11 z. B. in Form eines zur Ausführung eines
Hochdruckverfahrens geeigneten Druckklischees angeordnet. Die betreffende Druckform
11 oder Druckplatte 11 umspannt den Umfang des Plattenzylinders 01 in einem Winkel
von z. B. mindestens 270°. Die Anordnung der betreffenden Druckform 11 oder der betreffenden
Druckplatte 11 auf der Mantelfläche des Plattenzylinders 01 erfolgt z. B. mit Hilfe
eines in eine Wirkverbindung mit diesem Plattenzylinder 01 gebrachten oder zumindest
bringbaren Plattenwechslers.
[0018] Überdies ist eine mindestens einen Hohlkörper an den Gummituchzylinder 02 heranführende
Zuführeinrichtung 12 vorhanden. Dabei weist die Zuführeinrichtung 12 erfindungsgemäß
einen von einem eigenem Antrieb rotativ angetriebenen Spanndorn 13 auf, wobei der
Spanndorn 13 auch als Mandrell 13 bezeichnet wird, wobei der betreffende zu bedruckende
Hohlkörper koaxial auf diesem Spanndorn 13 angeordnet ist bzw. wird. Der Gummituchzylinder
02 überträgt das auf ihn vom Plattenzylinder 01 übertragene Druckbild seinerseits
auf die Mantelfläche des an diesen Gummituchzylinder 02 herangeführten Hohlkörpers.
Die Zuführeinrichtung 12 ist insbesondere in einer Andruckmaschine als ein die Hohlkörper
jeweils einzeln und nacheinander dem Gummituchzylinder 02 radial zuführendes Linearsystem
ausgebildet.
[0019] Die Zuführeinrichtung 12 positioniert einen auf dem Spanndorn 13 angeordneten zu
bedruckenden Hohlkörper entlang eines Stellweges S nacheinander jeweils für eine gewisse
Bearbeitungszeit an mehreren, z. B. an drei verschiedenen Positionen A; B; C, wobei
diese Positionen A; B; C in einem jeweils unterschiedlichen radialen Abstand zum Gummituchzylinder
02 angeordnet sind, indem die Zuführeinrichtung 12 ihren Spanndorn 13 nacheinander
an den verschiedenen Positionen A; B; C anordnet. Ein Achsabstand zwischen dem Spanndorn
13 und dem Gummituchzylinder 02 ist somit zufolge einer linearen, insbesondere von
einer Steuereinrichtung gesteuerten Stellbewegung der Zuführeinrichtung 12 veränderlich.
Eine von den verschiedenen Positionen A; B; C vom Gummituchzylinder 02 fernste erste
Position A der Zuführeinrichtung 12 ist eine Ladeposition, an der der Spanndorn 13
mit dem zu bedruckenden Hohlkörper vorzugsweise manuell bestückt wird. Eine bereits
kürzer vom Gummituchzylinder 02 beabstandete, d. h. zum Gummituchzylinder 02 näher
als die erste Position A angeordnete zweite Position B der Zuführeinrichtung 12 ist
eine Warteposition, an der der vom Spanndorn 13 insbesondere durch einen zugeschalteten
Unterdruck gehaltene, d. h. angesaugte zu bedruckende Hohlkörper um seine Längsachse
durch den rotativen Antrieb des Spanndorns 13 auf eine bestimmte Drehzahl gebracht
wird. Eine von den drei verschiedenen Positionen A; B; C dem Gummituchzylinder 02
am nächsten angeordnete dritte Position C der Zuführeinrichtung 12 ist eine Druckposition,
an der der vom Spanndorn 13 gehaltene rotierende Hohlkörper, d. h. insbesondere dessen
Mantelfläche durch ein auf der Mantelfläche des Gummituchzylinders 02 angeordnetes
Gummituch 09 bedruckt wird. Die dritte Position C der Zuführeinrichtung 12, d. h.
die Druckposition ist z. B. in einem radialen Abstand von weniger als 1 mm, insbesondere
von weniger als 0,5 mm zur Oberfläche des betreffenden auf der Mantelfläche des Gummituchzylinders
02 angeordneten Gummituches 09 angeordnet. Die Drehzahl, auf die der vom rotierenden
Spanndorn 13 gehaltene zu bedruckende Hohlkörper in der Warteposition der Zuführeinrichtung
12 beschleunigt wird, ist z. B. geringer eingestellt als die insbesondere zum gleichen
Zeitpunkt eingenommene Drehzahl des Gummituchzylinders 02. Die Drehzahl des Spanndorns
13 ist z. B. um fünf Umdrehungen pro Minute geringer eingestellt als die Drehzahl
des Gummituchzylinders 02. Nach dem Bedrucken der Mantelfläche des Hohlkörpers führt
die Zuführeinrichtung 12 den bedruckten Hohlkörper wieder in seine Ladeposition zurück,
in welcher der bedruckte Hohlkörper nach Beendigung seiner Rotation und nach einer
Abschaltung des ihn haltenden Unterdrucks vorzugsweise manuell vom Spanndorn 13 abgenommen
wird. Ein vom Spanndorn 13 anzunehmender bedruckter Hohlkörper wird vor seiner Abnahme
vom Spanndorn 13 gegebenenfalls durch eine in der Druckmaschine vorgesehene Lackiereinrichtung
lackiert und/oder durch eine in der Druckmaschine vorgesehene Trocknungseinrichtung
getrocknet. Der von der Zuführeinrichtung 12 von ihrer ersten Position A über ihre
zweite Position B zu ihrer dritten Position C bidirektional zurücklegbare Stellweg
S ist in der Fig. 1 durch einen Doppelpfeil angedeutet. Die Zuführeinrichtung 12 wird
entlang ihres Stellweges S insbesondere aus ihrer Warteposition in ihre Druckposition
automatisiert, z. B. durch einen vorzugsweise von der Steuereinrichtung gesteuerten
oder zumindest steuerbaren Antrieb, z. B. durch einen Pneumatikzylinder 19 bewegt,
z. B. durch ein von einem Bediener durch Eingabe in die Steuereinrichtung ausgelöstes
Steuersignal, wohingegen die Bewegung aus der Ladeposition in die Warteposition insbesondere
nicht automatisiert, sondern manuell erfolgt. Der auf dem Spanndorn 13 angeordnete
zu bedruckende Hohlkörper ist nur dann zufolge der linearen, insbesondere von der
Steuereinrichtung gesteuerten Stellbewegung der Zuführeinrichtung 12 in seinem geringsten
Abstand zum Gummituchzylinder 02 angeordnet, wenn der jeweilige druckende Bereich
des rotierenden Gummituchzylinders 02 dem Spanndorn 13 zugewandt ist. Die Steuereinrichtung
ist z. B. auch zur Steuerung weiterer Funktionen dieser Vorrichtung zum Bedrucken
von Hohlkörpern vorgesehen, z. B. zur Steuerung der Antriebe und/oder Pumpen.
[0020] Es ergibt sich damit auch ein Verfahren zum Bedrucken von Hohlkörpern, mit einem
Gummituchzylinder 02 mit mindestens einem druckenden Bereich und einem nicht-druckenden
Bereich und mit einer jeweils einen einzelnen Hohlkörper auf einem Spanndorn 13 an
den Gummituchzylinder 02 heranführenden Zuführeinrichtung 12, wobei der zu bedruckende
Hohlkörper von der Zuführeinrichtung 12 entlang eines linearen radial auf den Gummituchzylinder
02 gerichteten Stellweges S von einer vom Gummituchzylinder 02 fernsten ersten Position
A über eine näher als die erste Position A zum Gummituchzylinder 02 angeordnete zweite
Position B an eine dem Gummituchzylinder 02 nächste dritte Position C bidirektional
bewegt wird, wobei der Spanndorn 13 in der ersten Position A der Zuführeinrichtung
12 mit dem zu bedruckenden Hohlkörper bestückt wird, wobei der zu bedruckende Hohlkörper
in der zweiten Position B der Zuführeinrichtung 12 durch eine Rotation des Spanndorns
13 auf eine bestimmte Drehzahl beschleunigt wird und wobei der rotierende zu bedruckende
Hohlkörper in der dritten Position C der Zuführeinrichtung 12 durch einen Berührungskontakt
mittels des druckenden Bereiches des rotierenden Gummituchzylinders 02 bedruckt wird
bzw. zumindest bedruckbar ist. Dabei wird der zu bedruckende Hohlkörper vorzugsweise
durch einen zugeschalteten Unterdruck, d. h. durch Saugluft auf dem Spanndorn 13 gehalten.
In der bevorzugten Ausführung wird der zu bedruckende Hohlkörper von der Zuführeinrichtung
12 von der ersten Position A zu der zweiten Position B manuell und von der zweiten
Position B zu der dritten Position C automatisiert bewegt.
[0021] Auf der Mantelfläche des Gummituchzylinders 02 sind vorzugsweise mindestens zwei
teilumfängliche Gummitücher 09 angeordnet. In einer vorteilhaften Ausführung weisen,
wie in der Fig. 2 dargestellt, der Gummituchzylinder 02 an einer seiner Stirnseiten
koaxial eine mindestens zwei Bogenabschnitte 22; 23 aufweisende Kurvenscheibe 21 und
die Zuführeinrichtung 12 an ihrer dem Gummituchzylinder 02 zugewandten Seite eine
auf der Kurvenscheibe 21 abrollende oder zumindest abrollbare Laufrolle 24 auf, wobei
ein erster Bogenabschnitt 22 der Kurvenscheibe 21 den druckenden Bereich des Gummituchzylinders
02 und ein zweiter Bogenabschnitt 23 der Kurvenscheibe 21 einen nicht-druckenden Bereich
des Gummituchzylinders 02 festlegen. Der einen druckenden Bereich des Gummituchzylinders
02 festlegende erste Bogenabschnitt 22 der Kurvenscheibe 21 und der einen nicht-druckenden
Bereich des Gummituchzylinders 02 festlegende zweite Bogenabschnitt 23 der Kurvenscheibe
21 sind am Umfang der Kurvenscheibe 21 jeweils alternierend angeordnet. In der bevorzugten
Ausführung weist die Kurvenscheibe 21 ebenso viele erste Bogenabschnitte 22 auf, wie
Gummitücher 09 hintereinander auf der Mantelfläche des Gummituchzylinders 02 angeordnet
sind. Der auf dem Mandrell 13 angeordnete zu bedruckende Hohlkörper ist nur dann durch
die entlang des Stellweges S ausgeführte lineare Stellbewegung der Zuführeinrichtung
12 an der dem Gummituchzylinder 02 nächsten dritten Position C in einem Berührungskontakt
mit dem betreffenden Gummituch 09 des rotierenden Gummituchzylinders 02 angeordnet,
wenn die Laufrolle 24 der Zuführeinrichtung 12 auf dem den druckenden Bereich des
Gummituchzylinders 02 festlegenden ersten Bogenabschnitt 22 der Kurvenscheibe 21 abrollend
angeordnet ist.
[0022] Der vorzugsweise vollmassiv ausgebildete Gegendruckzylinder 03 weist vollumfänglich
eine mit einer Keramik beschichtete Mantelfläche auf. Damit ist die Mantelfläche des
Gegendruckzylinders 03 farbfreundlich ausgebildet. Druckfarbe, die die Druckform 11
oder Druckplatte 11 des Plattenzylinders 01 nicht auf die Mantelfläche des zu bedruckenden
Hohlkörpers überträgt, wird auf die Mantelfläche des gegen den Plattenzylinder 01
angestellten Gegendruckzylinders 03 übertragen. An den Gegendruckzylinder 03 sind
in dessen Drehrichtung nacheinander jeweils eine ein Druckfarbe von der Mantelfläche
des Gegendruckzylinders 03 lösendes Lösemittel auf die Mantelfläche des Gegendruckzylinders
03 auftragende Auftrageinrichtung 14, ein das Lösemittel und Druckfarbenreste von
der Mantelfläche des Gegendruckzylinders 03 aufnehmendes Rakelsystem 16 und eine Reinigungseinrichtung
17 mit einem gegen die Mantelfläche des Gegendruckzylinders 03 angestellten Trockentuch
18 angestellt oder zumindest anstellbar.
[0023] Die Lösemittel auf die Mantelfläche des Gegendruckzylinders 03 auftragende Auftrageinrichtung
14 weist z. B. eine mit dem Lösemittel gefüllte Rakelkammer auf, wobei das Lösemittel
durch eine Pumpe in der Rakelkammer umgewälzt wird. Das aus der Rakelkammer auf die
Mantelfläche des Gegendruckzylinders 03 auftragende Lösemittel löst auf der Mantelfläche
des Gegendruckzylinders 03 befindliche Druckfarbe an und z. B. eine zur Rakelkammer
gehörende Rakel und/oder eine andere Rakel zieht bzw. ziehen die vom Lösemittel gelöste
Druckfarbe von der Mantelfläche des Gegendruckzylinders 03 ab. In der bevorzugten
Ausführung ist ein weiteres das Lösemittel und gegebenenfalls verbliebene Druckfarbenreste
von der Mantelfläche des Gegendruckzylinders 03 aufnehmendes Rakelsystem 16 vorgesehen,
wobei dieses Rakelsystem 16 z. B. mit einem Absaugsystem verbunden ist, um das Lösemittel
und gegebenenfalls verbliebene Druckfarbenreste von der Mantelfläche des Gegendruckzylinders
03 abzusaugen.
[0024] Die Reinigungseinrichtung 17 weist z. B. zwei Tuchspindeln und ein z. B. als eine
Andrückwalze ausgebildetes Andrückelement auf, wobei das gegen die Mantelfläche des
Gegendruckzylinders 03 angestellte oder zumindest anstellbare Trockentuch 18 von der
einen Tuchspindel abgewickelt und von der anderen Tuchspindel aufgewickelt wird, wobei
das im Transportweg des Trockentuches 18 zwischen den beiden Tuchspindeln angeordnete
Andrückelement das Trockentuch 18 beim Reinigungsvorgang an die Mantelfläche des Gegendruckzylinders
03 andrückend angeordnet ist. Die Andrückwalze weist vorzugsweise eine gummierte Mantelfläche
auf. Das Andrückelement der Reinigungseinrichtung 17 drückt das Trockentuch 18 beim
Reinigungsvorgang z. B. derart an die Mantelfläche des Gegendruckzylinders 03 an,
dass durch das Andrücken der Andrückwalze an der Mantelfläche des Gegendruckzylinders
03 ein Walzenstreifen mit einer Breite von z. B. mindestens 2 mm ausgebildet wird,
wobei das Trockentuch 18 diesen Walzenstreifen entgegen der Drehrichtung des Gegendruckzylinders
03 überquerend geführt ist bzw. wird, wobei sich die Breite des Walzenstreifens in
Transportrichtung des Trockentuches 18 erstreckt.
[0025] Fig. 3 zeigt die in der Fig. 1 dargestellte Vorrichtung zum Bedrucken von insbesondere
zylindrischen Hohlkörpern mit mehreren, z. B. drei Plattenzylindern 01, wobei an jeden
dieser Plattenzylinder 01 jeweils ein Farbwerk 04 vorzugsweise der beschriebenen Bauart
angestellt oder zumindest anstellbar ist. Die Plattenzylinder 01 mit ihrem jeweiligen
Farbwerk 04 sind vorzugsweise jeweils sternförmig an den Gummituchzylinder 02 angestellt
oder zumindest anstellbar. Der zu bedruckende Hohlkörper wird - wie bereits beschrieben
- auf der Mandrell 13 fixiert und gegen den Gummituchzylinder 02 angestellt. Auf den
jeweiligen Plattenzylindern 01 sind jeweils eine Druckplatte 11 registergenau angeordnet.
Diese registergenaue Anordnung der Druckplatte 11 erfolgt jeweils z. B. mit Hilfe
eines Registersystems, z. B. unter Verwendung mindestens eines Registerstiftes. An
den Farbwerken 04 wird ein Farbwechsel z. B. dadurch ausgeführt, dass das jeweilige
Kammerrakelsystem 08, insbesondere die jeweilige Farbwanne ausgetauscht und das Farbwerk
04 anschließend gereinigt wird.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 01
- Plattenzylinder
- 02
- Gummituchzylinder
- 03
- Gegendruckzylinder
- 04
- Farbwerk
- 05
- -
- 06
- Farbauftragswalze
- 07
- Rasterwalze
- 08
- Kammerrakelsystem
- 09
- Gummituch
- 10
- -
- 11
- Druckform; Druckplatte
- 12
- Zuführeinrichtung
- 13
- Spanndorn, Mandrell
- 14
- Auftrageinrichtung
- 15
- -
- 16
- Rakelsystem
- 17
- Reinigungseinrichtung
- 18
- Trockentuch
- 19
- Pneumatikzylinder
- 20
- -
- 21
- Kurvenscheibe
- 22
- erster Bogenabschnitt
- 23
- zweiter Bogenabschnitt
- 24
- Laufrolle
- A
- erste Position
- B
- zweite Position
- C
- dritte Position
- S
- Stellweg
1. Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern, mit einem Gummituchzylinder (02), wobei
eine die Hohlkörper an den Gummituchzylinder (02) heranführende Zuführeinrichtung
(12) vorgesehen ist, wobei die Zuführeinrichtung (12) einen von einem Antrieb rotativ
angetriebenen Spanndorn (13) aufweist, wobei einer der zu bedruckenden Hohlkörper
koaxial auf dem Spanndorn (13) angeordnet ist, wobei ein Achsabstand zwischen dem
Spanndorn (13) und dem Gummituchzylinder (02) zufolge einer Stellbewegung der Zuführeinrichtung
(12) veränderlich ist, wobei die Zuführeinrichtung (12) als ein die Hohlkörper einzeln
und nacheinander dem Gummituchzylinder (02) zuführendes System ausgebildet ist, wobei
die Zuführeinrichtung (12) entlang ihres Stellweges (S) mehrere verschiedene den betreffenden
zu bedruckenden Hohlkörper jeweils positionierende Positionen (A; B; C) aufweist,
wobei diese Positionen (A; B; C) in einem jeweils unterschiedlichen radialen Abstand
zum Gummituchzylinder (02) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (12) als ein die Hohlkörper dem Gummituchzylinder (02) radial
zuführendes Linearsystem ausgebildet ist, wobei die Stellbewegung dieser Zuführeinrichtung
(12) eine lineare Stellbewegung ist, wobei der Gummituchzylinder (02) eine mindestens
zwei Bogenabschnitte (22; 23) aufweisende Kurvenscheibe (21) aufweist, wobei der druckende
Bereich des Gummituchzylinders (02) durch einen ersten Bogenabschnitt (22) der Kurvenscheibe
(21) und der nicht-druckende Bereich des Gummituchzylinders (02) durch einen zweiten
Bogenabschnitt (23) der Kurvenscheibe (21) festgelegt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummituchzylinder (02) entlang seines Umfangs hintereinander jeweils mindestens
einen druckenden Bereich und einen nicht-druckenden Bereich aufweist, wobei der auf
dem Spanndorn (13) angeordnete zu bedruckende Hohlkörper nur dann in seinem geringsten
Abstand zum Gummituchzylinder (02) angeordnet ist, wenn der jeweilige druckende Bereich
des rotierenden Gummituchzylinders (02) dem Spanndorn (13) zugewandt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der betreffende zu bedruckende Hohlkörper an jeder der Positionen (A; B; C) des Stellweges
(S) jeweils für eine gewisse Bearbeitungszeit verharrend angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Gummituchzylinder (02) fernste erste Position (A) der Zuführeinrichtung (12)
eine Ladeposition zum Bestücken des Spanndorns (13) mit dem zu bedruckenden Hohlkörper
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine näher als die erste Position (A) an dem Gummituchzylinder (02) angeordnete zweite
Position (B) der Zuführeinrichtung (12) eine Warteposition ist, an der der vom Spanndorn
(13) gehaltene zu bedruckende Hohlkörper um seine Längsachse durch den rotativen Antrieb
des Spanndorns (13) auf eine bestimmte Drehzahl gebracht oder zumindest bringbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Gummituchzylinder (02) nächste dritte Position (C) der Zuführeinrichtung
(12) eine Druckposition ist, an der der jeweilige vom Spanndorn (13) gehaltene rotierende
Hohlkörper mittels des druckenden Bereiches des rotierenden Gummituchzylinders (02)
bedruckbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Zuführeinrichtung (12) zwischen den verschiedenen Positionen (A; B; C)
zurückgelegte oder zumindest zurücklegbare Stellweg (S) bidirektional ausführbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (12) eine auf der Kurvenscheibe (21) abrollende Laufrolle (24)
aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zu bedruckende Hohlkörper nur dann durch die Stellbewegung der Zuführeinrichtung
(12) an der dem Gummituchzylinder (02) nächsten dritten Position (C) angeordnet ist,
wenn die Laufrolle (24) der Zuführeinrichtung (12) auf dem den druckenden Bereich
des Gummituchzylinders (02) festlegenden ersten Bogenabschnitt (22) der Kurvenscheibe
(21) abrollend angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder
9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gegendruckzylinder (03) vorhanden ist, wobei der Gegendruckzylinder (03) gegen
den Gummituchzylinder (02) angestellt oder zumindest anstellbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegendruckzylinder (03) vollumfänglich eine mit einer Keramik beschichtete Mantelfläche
aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass an den Gegendruckzylinder (03) in dessen Drehrichtung nacheinander jeweils eine ein
Druckfarbe von der Mantelfläche des Gegendruckzylinders (03) lösendes Lösemittel auf
die Mantelfläche des Gegendruckzylinders (03) auftragende Auftrageinrichtung (14),
ein das Lösemittel und Druckfarbenreste von der Mantelfläche des Gegendruckzylinders
(03) aufnehmendes Rakelsystem (16) und eine Reinigungseinrichtung (17) mit einem gegen
die Mantelfläche des Gegendruckzylinders (03) angestellten Trockentuch (18) angeordnet
sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder
9 oder 10 oder 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Spanndorns (13) geringer eingestellt ist als eine Drehzahl des Gummituchzylinders
(02).
14. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder
9 oder 10 oder 11 oder 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass am Umfang des Gummituchzylinders (02) hintereinander mehrere Gummitücher (09) angeordnet
sind, wobei jedes Gummituch (09) jeweils einen druckenden Bereich des Gummituchzylinders
(02) ausbildet.
1. A device for printing hollow bodies, having a rubber blanket cylinder (02), wherein
a feed mechanism (12) for advancing the hollow bodies to the rubber blanket cylinder
(02) is provided, wherein the feed mechanism (12) is equipped with a clamping mandrel
(13) driven rotationally by a drive, wherein one of the hollow bodies to be printed
is arranged coaxially on the clamping mandrel (13), wherein an axial distance between
the clamping mandrel (13) and the rubber blanket cylinder (02) can be varied by way
of an adjusting movement of the feed mechanism (12), wherein the feed mechanism (12)
is configured as a system for radially feeding the hollow bodies, one at a time in
succession, to the rubber blanket cylinder (02), wherein the feed mechanism (12) has
along its travel path (S) a plurality of different positions (A; B; C) each for the
positioning of said hollow body to be printed, wherein each of these positions (A;
B; C) is located at a different radial distance from the rubber blanket cylinder (02),
characterized in that the feed mechanism (12) is configured as a linear system for feeding the hollow bodies
radially to the rubber blanket cylinder (02), wherein the adjusting movement of this
feed mechanism (12) is a linear adjusting movement, wherein the rubber blanket cylinder
(02) has a cam disk (21) having at least two curved sections (22; 23), wherein the
printing region of the rubber blanket cylinder (02) is defined by a first curved section
(22) of the cam disk (21) and the non-printing region of the rubber blanket cylinder
(02) is defined by a second curved section (23) of the cam disk (21).
2. The device according to claim 1, characterized in that the rubber blanket cylinder (02) has at least one printing region and one non-printing
region, one behind the other along its periphery, wherein the hollow body to be printed,
arranged on the clamping mandrel (13), is located at its shortest distance from the
rubber blanket cylinder (02) only when said printing region of the rotating rubber
blanket cylinder (02) is facing the clamping mandrel (13).
3. The device according to claim 1 or 2, characterized in that the relevant hollow body to be printed is held for only a certain processing time
at each of the positions (A; B; C) along the travel path (S).
4. The device according to claim 1 or 2 or 3, characterized in that the first position (A) of the feed mechanism (12), located the farthest from the
rubber blanket cylinder (02), is a loading position for loading the clamping mandrel
(13) with the hollow body to be printed.
5. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4, characterized in that a second position (B) of the feed mechanism (12), located closer to the rubber blanket
cylinder (02) than the first position (A), is a holding position, at which the hollow
body to be printed, which is held by the clamping mandrel (13), is or at least can
be brought to a certain rotational speed about its longitudinal axis by the rotational
drive of the clamping mandrel (13).
6. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5, characterized in that a third position (C) of the feed mechanism (12), which is the position closest to
the rubber blanket cylinder (02), is a printing position at which the rotating hollow
body, held by the clamping mandrel (13), can be printed by means of the printing region
of the rotating rubber blanket cylinder (02).
7. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6, characterized in that the travel path (S) between the different positions (A; B; C) that is or at least
can be traversed by the feed mechanism (12) can be configured as bidirectional.
8. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7, characterized in that the feed mechanism (12) has a roller (24) which rolls along the cam disk (21).
9. The device according to claim 8, characterized in that the hollow body to be printed is located at the third position (C) closest to the
rubber blanket cylinder (02) as a result of the adjusting movement of the feed mechanism
(12) only when the roller (24) of the feed mechanism (12) is positioned rolling along
the first curved section (22) of the cam disk (21) which defines the printing region
of the rubber blanket cylinder (02).
10. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or 9, characterized in that an impression cylinder (03) is provided, wherein the impression cylinder (03) is
or at least can be thrown onto the rubber blanket cylinder (02).
11. The device according to claim 10, characterized in that the entire circumferential surface of the impression cylinder (03) is coated with
a ceramic.
12. The device according to claim 10 or 11, characterized in that an applicator device (14) for applying a solvent to the lateral surface of the impression
cylinder (03) for the purpose of removing printing ink from the lateral surface of
the impression cylinder (03), a doctor blade system (16) for removing the solvent
and residual printing ink from the lateral surface of the impression cylinder (03),
and a cleaning system (17) having a drying cloth (18) placed against the lateral surface
of the impression cylinder (03) are each arranged on the impression cylinder (03),
one behind the other in the direction of rotation thereof.
13. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or 9 or 10 or 11
or 12, characterized in that the rotational speed of the clamping mandrel (13) is set as lower than the rotational
speed of the rubber blanket cylinder (02).
14. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or 9 or 10 or 11
or 12 or 13, characterized in that on the periphery of the rubber blanket cylinder (02), a plurality of rubber blankets
(09) are arranged one behind the other, wherein each rubber blanket (09) forms a printing
region of the rubber blanket cylinder (02).
1. Dispositif pour imprimer des corps creux, avec un cylindre porte-blanchet (02), dans
lequel un dispositif d'amenée (12) rapprochant les corps creux du cylindre porte-blanchet
(02) est prévu, dans lequel le dispositif d'amenée (12) présente un mandrin de serrage
(13) entraîné en rotation par un entraînement, dans lequel un des corps creux à imprimer
est disposé de manière coaxiale sur le mandrin de serrage (13), dans lequel un espacement
axial entre le mandrin de serrage (13) et le cylindre porte-blanchet (02) est variable
suite à un mouvement de réglage du dispositif d'amenée (12), dans lequel le dispositif
d'amenée (12) est réalisé sous la forme d'un système amenant les corps creux un à
un et les uns après les autres au cylindre porte-blanchet (02), dans lequel le dispositif
d'amenée (12) présente le long de sa course de réglage (S) plusieurs positions (A
; B ; C) différentes positionnant respectivement le corps creux à imprimer concerné,
dans lequel ces positions (A ; B ; C) sont disposées à une distance radiale respectivement
différente du cylindre porte-blanchet (02), caractérisé en ce que le dispositif d'amenée (12) est réalisé sous la forme d'un système linéaire amenant
radialement les corps creux au cylindre porte-blanchet (02), dans lequel le mouvement
de réglage de ce dispositif d'amenée (12) est un mouvement de réglage linéaire, dans
lequel le cylindre porte-blanchet (02) présente une came (21) présentant au moins
deux parties arquées (22 ; 23), dans lequel la zone imprimante du cylindre porte-blanchet
(02) est définie par une première partie arquée (22) de la came (21) et la zone non
imprimante du cylindre porte-blanchet (02) par une deuxième partie arquée (23) de
la came (21).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre porte-blanchet (02) présente le long de sa périphérie respectivement
au moins une zone imprimante et une zone non imprimante l'une derrière l'autre, dans
lequel le corps creux à imprimer disposé sur le mandrin de serrage (13) ne peut être
disposé dans sa distance la plus petite par rapport au cylindre porte-blanchet (02)
que lorsque la zone imprimante respective du cylindre porte-blanchet (02) rotatif
est tournée vers le mandrin de serrage (13).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps creux à imprimer concerné est disposé de manière à rester respectivement
pendant un certain temps de traitement dans chacune des positions (A ; B ; C) de la
course de réglage (S).
4. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3, caractérisé en ce que la première position (A) du dispositif d'amenée (12) la plus éloignée du cylindre
porte-blanchet (02) est une position de chargement permettant de munir le mandrin
de serrage (13) du corps creux à imprimer.
5. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4, caractérisé en ce qu'une deuxième position (B) du dispositif d'amenée (12) située sur le cylindre porte-blanchet
(02) de manière plus proche que la première position (A) est une position d'attente,
dans laquelle le corps creux à imprimer retenu par le mandrin de serrage (13) est
amené ou peut au moins être amené à une vitesse de rotation définie autour de son
axe longitudinal par l'entraînement rotatif du mandrin de serrage (13).
6. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5, caractérisé en ce qu'une troisième position (C) du dispositif d'amenée (12) la plus proche du cylindre
porte-blanchet (02) est une position d'impression dans laquelle le corps creux rotatif
respectif retenu par le mandrin de serrage (13) peut être imprimé au moyen de la zone
imprimante du cylindre porte-blanchet (02) rotatif.
7. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6, caractérisé en ce que la course de réglage (S) parcourue ou pouvant au moins être parcourue par le dispositif
d'amenée (12) entre les différentes positions (A ; B ; C) peut être effectuée de manière
bidirectionnelle.
8. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée (12) présente un galet de roulement (24) roulant sur la came
(21).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le corps creux à imprimer n'est disposé dans la troisième position (C) la plus proche
du cylindre porte-blanchet (02) par le mouvement de réglage du dispositif d'amenée
(12) que lorsque le galet de roulement (24) du dispositif d'amenée (12) est disposé
de manière à pouvoir rouler sur la première partie arquée (22), définissant la zone
imprimante du cylindre porte-blanchet (02), de la came (21).
10. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7 ou 8 ou 9, caractérisé en ce qu'un cylindre de contre-pression (03) est présent, dans lequel le cylindre de contre-pression
(03) est appuyé ou au moins peut être appuyé contre le cylindre porte-blanchet (02).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le cylindre de contre-pression (03) présente sur toute sa périphérie une surface
extérieure revêtue d'une céramique.
12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que respectivement un appareil d'application (14) appliquant sur la surface extérieure
du cylindre de contre-pression (03) un solvant détachant une encre d'impression de
la surface extérieure du cylindre de contre-pression (03), un système de raclage (16)
recevant le solvant et les résidus d'encre d'impression de la surface extérieure du
cylindre de contre-pression (03) et un appareil de nettoyage (17) avec un chiffon
sec (18) appuyé contre la surface extérieure du cylindre de contre-pression (03) sont
disposés les uns après les autres sur le cylindre de contre-pression (03) dans le
sens de rotation de celui-ci.
13. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7 ou 8 ou 9 ou 10
ou 11 ou 12, caractérisé en ce que la vitesse de rotation du mandrin de serrage (13) est réglée de manière à être inférieure
à une vitesse de rotation du cylindre porte-blanchet (02).
14. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7 ou 8 ou 9 ou 10
ou 11 ou 12 ou 13, caractérisé en ce que plusieurs blanchets (09) sont disposés les uns derrière les autres sur la périphérie
du cylindre porte-blanchet (02), dans lequel chaque blanchet (09) réalise respectivement
une zone imprimante du cylindre porte-blanchet (02).
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