[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Vereinzelung für das Frankieren/Bedrucken
von flachen, in Förderrichtung F an einer Seitenkante geführten Versandstücken, wie
Briefumschläge, Versandtaschen, Karten, Druckprodukte, Hüllen, Etiketten oder dgl.,
die in einem Anleger einzeln angelegt oder als Stapel aufeinanderliegend an einer
Vorderkante lagegenau geführt sind und jeweils an der Stapelunterseite durch eine
Vereinzelungsvorrichtung erfasst, vereinzelt und in eine Förderrichtung F weitertransportiert
werden.
[0002] Die
CH 650 995 A5 beschreibt eine Zuführeinrichtung für eine Frankiermaschine, die an der Förderbahn
zwei hintereinander angeordnete Sensoren aufweist. Der erste Sensor schaltet beim
Passieren der Vorderkante eines Briefumschlages den Antrieb einer in einem Stapelraum
angeordneten Förderstrecke ab, so dass ein Mitreissen weiterer Briefumschläge verhindert
wird. Weiterhin gibt es beim Passieren der Hinterkante des Briefumschlages ein Signal
ab, durch das - ein zweiter Antrieb der zweiten Förderstrecke verlangsamt wird, um
anschliessend einen Stillstand zu ermöglichen.
[0003] Eine Einrichtung einer Frankiermaschine nach der
EP 1 882 536 A1 weist eine aus übereinander angeordneten Förderrollen gebildete Fördervorrichtung
auf, mit der Versandstücke aus einem Anleger an der Unterseite eines Stapels entnommen
werden. Hierzu ist der Anleger mit einer vorderen Wand zur Positionierung der gestapelten
ausgebildet. Einer unmittelbar hinter der Entnahmeöffnung positionierten Förderrolle
ist eine mit dieser zusammenwirkende, darüber leicht vorgelagerte Führungsrolle angeordnet.
Die Führungsrolle ist mit einer gegen die gleichsinnig zur Förderrichtung wirkend
beaufschlagenden Kraft drehbar gelagert und hält an der Entnahmeöffnung überzählig
ankommende Versandstücke auf.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung zur Vereinzelung von
flachen Versandstücken der eingangs genannten Art zu schaffen, die auf einem einfachen
Verarbeitungsvorgang physikalisch begründeter und mechanisch ausgeführten Abläufen
beim Vereinzeln und Weitertransportieren zur Weiterverarbeitung beruht, sodass eine
zuverlässige Verarbeitung vornehmlich unterschiedlich dicker Versandstücke bis zum
Frankieren in einer nachgeschalteten Frankiereinrichtung entsteht.
[0005] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Vereinzelungsvorrichtung
durch eine das jeweils unterste Versandstück an dem in Förderrichtung vorderen Ende
transportierend aufnehmende, aus quer zur Förderrichtung gelagerten und hintereinander
unterhalb des Stapels angeordneten, eine Förderebene bildenden angetriebenen Fördertrommeln
und einem mit dem unteren Ende einer Anstellwand des Anlegers und der Förderebene
eine Durchtrittsöffnung bildend, sowie einer nach der Durchtrittsöffnung wenigstens
auf das unterste Versandstück einwirkenden Anstreichvorrichtung ausgebildet ist.
[0006] Zur weiteren Optimierung der Vereinzelung ist die in Förderrichtung F der vorderen
Fördertrommel nachgeschaltete Fördertrommel unterhalb der Anstreichvorrichtung mit
dieser zusammenwirkend angeordnet.
[0007] Vorteilhaft sind für ein optimales Erfassen und Fördern der in einem Stapel untersten
Versandstücke durch die die Förderebene im oberen Umfangsbereich bildenden Fördertrommeln
in Förderrichtung betrachtet an der Durchtritts-resp. Austrittsöffnung etwa gleichmässig
verteilt angeordnet, sodass ein schonender Abzugsvorgang in der Förderebene entsteht,
wobei die Reibung zwischen zweitunterstem Versandstück und einer Anstellvorrichtung
der Vereinzelungsvorrichtung grösser ist als die Reibung zwischen unterstem und zweitunterstem
Versandstück.
[0008] Vorzugsweise ist die Anstreichvorrichtung durch jeweils ein mit der in Förderrichtung
betrachtet vorderen Fördertrommel auf das unterste Versandstück einwirkendes Anstreichelement
und einem dazwischen angeordneten, auf die aufliegenden Versandstücke zurückhaltend
einwirkenden Abtast- und Rückhalteelement ausgebildet, die auf diese Art eine regelmässige
und zuverlässige Vereinzelung der jeweils untersten Versandstücke und das Zurückhalten
der darüber liegenden Versandstücke gewährleisten, und sich auf die Breite eines Versandstücks
schonend auswirken bzw. zur Formstabilität der Versandstücke beitragen.
[0009] Im Sinn einer günstigen Anpassung der Fördertrommeln an die zum Teil labile Oberfläche
eines Versandstücks, sind die Fördertrommeln an einer in einem Maschinengestell quer
zur Förderrichtung F gelagerten, angetriebenen Welle befestigt, an der entlang mit
seitlichem Abstand Einzelrollen befestigt sind.
[0010] Die vorzugsweise die gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisenden Fördertrommeln besitzen
der einfachheithalber den gleichen Durchmesser, der sich günstig auf die gebildete
Förderebene und die erforderlichen Antriebselemente auswirkt.
[0011] Als angetriebene Fördertrommeln weisen diese am Umfang einen die Friktion begünstigenden
Belag, beispielsweise aus einem gummiähnlichen Material, für eine bessere Reibungsverbindung
mit den Versandstücken auf.
[0012] Zur Verbindung mit einer der Vereinzelungsvorrichtung nachgeschalteten weiteren Verarbeitungseinrichtung
, beispielsweise einem Frankieraggregat ist den Fördertrommeln vorzugsweise eine gleichartige
Fördertrommel nachgeschaltet, die die Förderebene in Förderrichtung verlängert und
dadurch die Weiterförderung sichert und den Anstreichbereich freistellt.
[0013] Es erweist sich als vorteilhaft, wenn die an der in Förderrichtung F vorderen Fördertrommel
auf das unterste Versandstück anstreichend einwirkenden Anstreichelemente der Anstreichvorrichtung
ein in einem spitzen Winkel gegen die Förderrichtung zur Förderebene angestelltes,
elastisch biegsames Anstreichorgan aufweisen, das mit einer unteren Vorderkante an
dem untersten Versandstück streichend ansteht und etwa-die Wirkung eines Pinsels überträgt,
wobei es sich auch um ein lappenähnliches Anstreichelement aus einem biegeweichen
Werkstoff handeln kann, das mittels einer festschraubbaren Platte im Sinn einer Unterlagscheibe
am Kopf eines Hebelarms befestigt ist.
[0014] Zweckmässig ist das Anstreichorgan an einem schwenkbaren Ende eines im Maschinengestell
quer zur Förderrichtung F der Versandstücke angeordneten, um eine horizontale Achse
gelagerten Hebelarm eines Anstreichelementes befestigt und liegt an einem aus einer
Platte gebildeten E-förmig geschlitzten Anschlag derart an, dass sich die Vorderkante
des Anstreichorgans beim Auftreffen auf das unterste Versandstück an der vorderen
Fördertrommel anheben kann.
[0015] Bei der Ausbildung der Anstreichvorrichtung kommt es darauf an, dass zwischen den
Anstreichelementen ein Abtast- und Rückhalteelement vorgesehen ist, das die dem jeweils
untersten Versandstück aus dem übergeordneten Stapel nachfolgenden Versandstücke zurückhält
resp. das unterste Versandstück zur Vereinzelung freistellt.
[0016] Das Maschinengestell kann zur Begünstigung der Eigenstabilität und Steifigkeit mit
einem unterhalb der Förderebene eine horizontale Fläche bildenden Boden ausgestattet
sein, der rechteckige Ausnehmungen für die zur Bildung der Förderebene bestimmten,
nach oben teilweise herausragenden Fördertrommeln aufweist, und zur Optimierung der
Führung der Versandstücke entlang der Förderebene vorgesehen sind.
[0017] Im Sinn einer einfachen Einstellung des Abtast- und Rückhalteelementes ist ein um
eine quer zur Förderrichtung angeordnete Achse angelenkter Hebelarm vorgesehen, an
dessen schwenkbarem Ende ein für die dem untersten Versandstück nachfolgenden Versandstücke
zum Zurückhalten bestimmtes Anstellelement in einem spitzen Winkel zur Förderebene
befestigt ist.
[0018] Die Schwenkbarkeit der Hebelarme der Anstreichelemente und des Abtast- und Rückhalteelementes
ist dafür geeignet, dass sie an einer über der Förderebene das Maschinengestell durchquerenden,
gemeinsamen Antriebswelle nebeneinander in Abständen angeordnet sind und der Hebelarm
des Abtast- und Rückhalteelementes an dem Maschinengestell ein- und verstellbar abgestützt
ist.
[0019] Vorzugsweise sind die Hebelarme der Anstreichelemente mit dem Hebelarm des Abtast-
und Rückhalteelementes ein- und verstellbar verbunden, sodass bei einem Nachstellen
des Abtast- und Rückhalteelementes auch die Anstreichelemente verstellt werden.
[0020] Es ist möglich, die Hebelarme der Anstreichelemente und des Abtast- und Rückhalteelementes
jeweils separat an dem Maschinengestell einzustellen, insbesondere dann, wenn sich
die Formate und Dicken der Versandstücke erheblich ändern resp. Abtast- und Rückhalteelement
und die Anstreichelemente neu anzupassen sind.
[0021] Bei einem gemeinsamen Ein- oder Verstellen der Abtast- und Rückhalte- sowie Anstreichelemente
ist es sinnvoll, wenn die Anstreichelemente durch eine Schleppvorrichtung mit dem
Abtast- und Rückhalteelement verbunden oder gekoppelt sind, sodass eine gleichmässige
Veränderung an der Anstreichvorrichtung eintreten kann.
[0022] Für ein gemeinsames Verstellen der Hebelarme durch die Schleppvorrichtung, weist
der Hebelarm des Anstell- und Rückhalteelementes seitlich abstehende, die Hebelarme
der benachbarten Anstreichelemente bewegungswirksam untergreifend anliegende Mitnehmer
auf.
[0023] Zu diesem Zweck sind die Hebelarme der Anstreichelemente mittels Federkraft an den
Hebelarm des Abtast- und Rückhalteelementes gehalten.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf den zitierten bzw. den zitierenden
Stand der Technik und die Zeichnung, auf die bezüglich aller in der Beschreibung nicht
näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen auszugsweisen Längsschnitt durch eine Vereinzelungsvorrichtung, vornehmlich
für Versandstücke,
- Fig. 2
- eine räumliche Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Vereinzelungsvorrichtung,
- Fig. 3
- eine räumliche Darstellung der in den Fig. 1 und 2 veranschaulichten Vereinzelungsvorrichtung
aus einer der Förderrichtung F entgegen gerichteten Betrachtung und
- Fig. 4
- eine Seitenansicht mit längsgeschnittenen Details der in den Fig. 1 bis 3 ersichtlichen
Vereinzelungsvorrichtung.
[0025] Fig. 1 zeigt eine Vereinzelungsvorrichtung zur Verarbeitung von in einem Anleger
2 gestapelt vorkommenden, flächigen Versandstücken 3, wie beispielsweise Briefumschläge,
Versandtaschen, Karten, Druckprodukte, Hüllen, Etiketten oder dgl., die ein unterschiedliches
oder gleiches flächiges Format, unterschiedliche oder gleiche Dicke aufweisen. Der
Anleger 2 weist eine vordere Anstellwand, die in Förderrichtung F der zu vereinzelnden
Versandstücke 3 nach hinten geneigt in einem Maschinengestell 5 der Vereinzelungsvorrichtung
1 höhenverstellbar angeordnet ist.
Eine Unterkante 6 der Anstellwand des Anlegers 2 ist in Förderrichtung F abgekröpft
ausgebildet, sodass die aus dem Anleger 2 austretenden Versandstücke 3 an der Oberseite
nicht beschädigt resp. hindernisfrei transportiert werden können.
Im Abstand zur Unterkante 6 der Anstellwand 4 bilden zwei gemeinsam verteilt angeordnete
Förderrollen 7, 8 eine horizontale Förderebene 9, auf der das jeweils unterste Versandstück
3 eines Stapels beim Verlassen des Anlegers 2 bzw. beim Vereinzelungsvorgang aufliegt
und transportiert wird. Die in Förderrichtung F vordere 7 und die hintere Förderrolle
8 weisen vorzugsweise den gleichen Durchmesser und die gleiche Umfangsgeschwindigkeit
sowie die gleiche Drehrichtung auf.
Zweckmässig ist die förderwirksame Breite einer Förderrolle 7, 8 aus mehreren seitlich
beabstandeten Einzelrollen 11 gebildet, sodass die transportierten Versandstücke 3
mit der Oberfläche anschmiegen können.
Die Laufflächen der Förderrollen 7, 8 sind mit einem reibungswirkenden Belag ausgestattet,
der eine weitgehend gleichmässig auf ein Versandstück verteilte und schlupffreie Förderwirkung
der an im Maschinengestell 5 gelagerten Wellen 13, 14 befestigten Einzelrollen 11
ausübt.
Fig. 1 vermittelt weiterhin mit strichpunktierter Linie die Förderebene 9, auf der
sich das unterste Versandstück 3 mittelbar vor der Entnahme aus dem Anleger 2 befindet.
Dagegen liegt der im Stapel verbliebene Reststapel 10 mit dem hinteren Ende auf einer
nicht ersichtlichen Stützrolle auf, sodass sich das unterste Versandstück 17 von dem
Stapellösen konnte, wie in Fig. 1 ersichtlich.
Mit der Förderebene 9 bildet die Unterkante 6 der Anstellwand 4 eine Durchtrittsöffnung
15 für die aus dem Anleger 2 zu entnehmenden Versandstücke 3. Die Durchtrittsöffnung
15 erstreckt sich über die Förderbreite der Fördertrommeln 7, 8 und ist in der Höhe
variierbar, d.h., an das jeweils sich im Anleger 2 befindende dickste Versandstück
3 angepasst.
Gemäss Fig. 1 befinden sich, den Anleger 2 verlassend, neun unterschiedlich dicke
Versandstücke 3, die die Durchtrittsöffnung 15 am unteren Ende des Anlegers 2 erreicht
haben, wobei sich das unterste Versandstück 17 vom Reststapel schon gelöst hat und
an dem in Förderrichtung F vorderen Ende von der vorderen Fördertrolle 7 erfasst ist.
Vorgeschobene, auf dem untersten 17 aufliegende Versandstücke 3, deren hintere Enden
auf der erwähnten , nicht ersichtlichen Stützrolle in einer leichten Schräglage aufliegen,
unterstützen durch ihr Gewicht die förderwirksame Antriebsverbindung des untersten
Versandstücks 3 an den Fördertrommeln 7 und 8, von denen die Fördertrommel 7 und das
unterste Versandstück 17 bereits mit einer anstehenden Anstreichvorrichtung 16 in
Kontakt steht. Die auf das unterste Versandstück 17 anstreichend wirkende Anstreichvorrichtung
16 begünstigt den schonenden Kontakt zur Fördertrommel 7 durch ein in einem spitzen
Winkel gegen die Förderrichtung F zur Förderebene 9 elastisch biegsames Anstreichorgan
18, dessen untere Vorderkante 19 sich am vorderen Ende auf das an der Fördertrommel
7 aufliegende unterste Versandstück 17 anhebt und einen Anstreicheffekt ausübt, solang,
bis das jeweils nächste Versandstück 3 die Vorderkante 19 des Anstreichorgans 18 erreicht.
Letzteres 18 ist aus einem elastisch biegsamen Material oder einem aus Borsten gebildeten
Pinsel gebildet und wird an dem vorderen Ende jeweils je nach Dicke des Versandstücks
3 gegen einen Anschlag 20 an- bzw. ausgehoben und durch die eigene Elastizität wieder
in die Ausgangslage -wie gezeigt- zurückversetzt. Der Anschlag 20 ist so ausgebildet,
dass an ihm das Anstreichelement 18 durch eine Schraubenverbindung 21 austauschbar
befestigt sein kann.
Das mit der Fördertrommel 7 über das jeweils unterste Versandstück 17 in Kontakt kommende
Anstreichelement 18 ist am Ende eines Hebelarms 22 der Anstreichvorrichtung 16 befestigt.
Die Fig. 2 bis 4 verweisen detailliert auf die Anstreichvorrichtung 16, die aus einem
mittleren Abtast- und Rückhalteelement 23 und beidseits davon angeordneten Anstreichelementen
24, 25 besteht und übrigens verteilt auf die Breite der Förderebene angeordnet ist.
Fig. 2 zeigt die im Maschinengestell 5 gelagerten Fördertrommeln 7, 8, die durch an
den Wellen 13, 14 befestigte Einzelrollen 11 gebildet sind. Den Fördertrommeln 7,
8 resp. Fördertrommel 7 ist in Förderrichtung F der Versandstücke 17, 3 eine weitere
angetriebene Fördertrommel 26 mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit und vorzugsweise
gleichem Durchmesser nachgeschaltet, die der Förderebene 9 zum Transport der Versandstücke
3 zugeordnet ist. Die weitere Fördertrommel 26 ist am Umfang ebenso mit einem Friktionsbelag
12 versehen. Mit dem Maschinengestell 5 ist ein eine etwa horizontale Oberfläche bildender
Boden 27 oder Tisch verbunden, der die Stabilität des Maschinengestells 5 begünstigt
und einen Schutz für die Antriebselemente, insbesondere der Fördereinrichtung und
eine sichere Zugänglichkeit im Zusammenhang mit der Vereinzelungseinrichtung 1 gewährt.
Die erhöhte Förderebene 9 wird durch die in Ausnehmungen 28 des Bodens 27 nach oben
teilweise hinausragenden Fördertrommeln 7, 8, 26 gebildet.
Zum leichteren Verständnis ist in den Fig. 2 bis 4 die Anstellwand 4 nicht dargestellt.
Das Abtast- und Rückhalteelement 23 zwischen den Anstreichelementen 24, 25 sorgt dafür,
dass unterschiedlich dicke Versandstücke 3 über dem untersten Versandstück 17 zurückgehalten
werden. Überdies ist die Anstreichvorrichtung 16 in Förderrichtung F betrachtet auf
die verfügbare Förderbreite der Fördertrommeln 7, 8, 26 etwa gleichmässig verteilt
angeordnet.
[0026] Auf der Fördertrommel 26 stützt sich eine frei drehbare Führungstrommel 29 ab, die
im Maschinengestell 5 gelagert und mit einzelnen, an einer Welle 31 befestigten Führungsrollen
30 ausgebildet ist, die mit den Einzelrollen 11 der angetriebenen Fördertrommel 26
einen Förderspalt bildend zusammenwirken. Die auf der Fördertrommel 26 angeordnete
Führungstrommel 29 ist gegenüber ersterer in Förderrichtung F geringfügig vorgelagert.
Die Führungstrommel 30 ist jeweils am freien Ende eines Hebelarms 48 eines abgewinkelt
ausgebildeten, zweiarmigen Doppelhebels 49 durch die Welle 31 gelagert. Der Doppelhebel
49 wiederum ist an einer quer zur Förderrichtung F angeordneten Welle 50 befestigt
und durch den anderen Hebelarm 51 mittel Feder 52 an der Strebe 38 schwenkbar eingespannt.
[0027] Das Abtast- und Rückhalteelement 23 besteht aus einem am schwenkbaren Ende eines
Hebelarms 32 befestigten Anstellelement 33, das eine gegen die dem untersten Versandstück
17 nachkommend folgenden Versandstücke 3 gerichtete, spitzwinklig gegen die Förderrichtung
F geneigte Abweisfläche 34 aufweist und mittels Platte 35 mit dem Hebelende verbunden
ist. Der Hebelarm 32 des Abtast- und Rückhalteelementes 23 ist an einer im Abstand
oberhalb der Förderebene 9 und quer zur Förderrichtung F der Versandstücke angeordneten
Welle 36 schwenkbar gelagert und stützt sich mittels Einstellschraube 37 am Maschinengestell
5 ab. Hierzu ist eine das Maschinengestell 5 quer zur Förderrichtung F durchsetzende
Strebe 38 vorgesehen, auf der sich eine in den Hebelarm 32 eingeschraubte Schraube
39 verstellbar abstützt. Damit kann das Abtast- und Rückhalteelement 23 an der Fördertrommel
7 an die Dicke der ankommenden untersten Versandstücke 17 angepasst bzw. eingestellt
und ein optimierter Vereinzelungsvorgang erzielt werden.
Aufgrund des eingestellten Wertes an dem Abtast- und Rückhalteelement 23 werden auch
die seitlichen Anstreichelemente 24, 25 entsprechend positioniert. Dazu ist an dem
Hebelarm 32 des Abtast- und Rückhalteelement 23 ein Auge 40 befestigt, das von der
Einstellschraube 37 durchsetzt wird, die an der Strebe 39 verstellbar ansteht (siehe
Fig. 4). Die Strebe 38 ist in Fig. 3 nicht ersichtlich. Die Hebelarme 22 der Anstreichelemente
24, 25 und Hebelarm 32 des Abtast- und Rückhalteelementes 23 sind an ihrer Unterseite
mit seitlichen Längsrippen 41 ausgebildet, an denen bei dem Abtast- und Rückhalteelement
23 jeweils ein quer zur Förderrichtung F der Versandstücke 3 zur Seite vorstehender
Mitnehmer 42 einer Schleppvorrichtung 43 befestigt ist. An den Mitnehmern 42 stehen
die Hebelarme 22 der Anstreichelemente 24, 25 unter Federdruck an, wozu eine in Fig.
4 eingezeichnete, am Maschinengestell 5 befestigte Feder 44 vorgesehen ist.
Die von den Längsrippen 41 des Hebelarms 32 des Abtast- und Rückhalteelementes 23
seitlich gegen die benachbarten Hebelarme 22 der Anstreichelemente 24, 25 gerichteten
Mitnehmer 42 sind unter Berücksichtigung eines geringen Reibungskontaktes zylindrisch
ausgebildet und liegen durch Federkraft an der jeweils durch eine Längsrippe 41 des
Hebelarms 22 eines Anstreichelementes 24, 25 gebildeten und dem Abtast- und Rückhalteelement
23 zugewandten Randunterseite 45 der Hebelarme 22 der Anstreichelemente 24, 25 an
einer vorstehenden Auflage 46 an.
1. Einrichtung zur Vereinzelung für das Frankieren/Bedrucken von flachen, in Förderrichtung
F an einer Seitenkante geführten Versandstücken (3), wie Briefumschläge, Versandtaschen,
Karten, Druckprodukte, Hüllen, Etiketten oder dgl., die in einem Anleger (2) einzeln
angelegt oder als Stapel (10) aufeinanderliegend an einer Vorderkante geführt sind
und jeweils an der Stapelunterseite durch eine Vereinzelungsvorrichtung (1) erfasst,
vereinzelt und in einer Förderrichtung F weitertransportiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelungsvorrichtung (1) durch eine das jeweils unterste Versandstück (17)
an dem in Förderrichtung (F) vorderen Ende transportierend aufnehmende, aus quer zur
Förderrichtung (F) gelagerten und hintereinander unterhalb des Stapels (10) angeordneten,
eine Förderebene (9) bildend, angetriebenen Fördertrommeln (7, 8) und einem mit dem
unteren Ende einer Anstellwand (4) des Anlegers (2) und der Förderebene (9) eine Durchtrittsöffnung
(15) bildend, sowie einer nach der Durchtrittsöffnung (15) wenigstens auf das unterste
Versandstück (17) einwirkenden Anstreichvorrichtung (16) ausgebildet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Förderrichtung (F) nachgeschaltete Fördertrommel (7) unterhalb derr Anstreichvorrichtung
(16) mit dieser zusammenwirkend angeordnet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anstreichvorrichtung (16) durch jeweils ein mit der in Förderrichtung (F) betrachtet
vorderen Fördertrommel (7) auf das unterste Versandstück (17) einwirkendes Anstreichelement
(24, 25) und einem dazwischen angeordneten, die aufliegenden Versandstücke (3) zurückhaltende
Abtast- und Rückhalteelement (23) ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördertrommeln (7, 8) am Umfang der Einzelrollen (11) einen Friktionsbelag (12)
aufweisen.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fördertrommel (7) eine gleichartige, angetriebene Fördertrommel (26) nachgeschaltet
ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Fördertrommel (7) auf das unterste Versandstück (17) anstreichend wirkenden
Anstreichelemente (24, 25) der Anstreichvorrichtung (16) ein in einem spitzen Winkel
gegen die Förderrichtung (F) zur Förderebene (9) angestelltes, elastisch biegsames
Anstreichorgan (18) aufweisen, das mit einer unteren Vorderkante (19) an dem untersten
Versandstück (17) anstreichend ansteht.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anstreichorgan (18) an einem schwenkbaren Ende eines im Maschinengestell (5)
quer zur Förderrichtung (F) angeordneten horizontalen Achse gelagerten Hebelarm (22)
eines Anstreichelementes (24, 25) befestigt ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anstreichvorrichtung (16) durch eine zwischen zwei Anstreichelementen (24, 25)
angeordnete Abtast- und Rückhaltevorrichtung (23) ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtast- und Rückhalteelement (23) einen um eine quer zur Förderrichtung (F) angeordnete
Achse angelenkten Hebelarm (32) aufweist, an dessen schwenkbarem Ende ein für die
dem untersten Versandstück (17) nachfolgenden Versandstücke (3) bestimmtes Anstellelement
(33) in einem spitzen Winkel zur Förderebene (9) befestigt ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (22, 32) der Anstreichelemente (24, 25) und des Abtast- und Rückhalteelementes
(23) an einer über der Förderebene (9) das Maschinengestell (5) durchquerenden, gemeinsamen
Welle (36) gelagert sind und der Hebelarm (32) des Abtast- und Rückhalteelementes
(23) an dem Maschinengestell (5) ein- und verstellbar abgestützt sind.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anstreichelemente (24, 25) der Anstreichvorrichtung (16) an resp. mit dem Abtast-
und Rückhalteelement (23) einstell- und verstellbar verbunden sind.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (22, 32) der Anstreichelemente (24, 25) und/oder des Abtast- und Rückhalteelementes
(23) jeweils einzeln an dem Maschinengestell (5) einstell- und verstellbar sind.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Anstreichelemente (24, 25) durch eine Schleppvorrichtung (43) mit dem Abtast-
und Rückhalteelement (23) verbunden sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelarm (32) des Abtast- und Rückhalteelementes (23) seitlich abstehende, die
Hebelarme (22) der benachbarten Anstreichelemente (24, 25) bewegungswirksam untergreifende
Mitnehmer (42) aufweist.
15. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme (22) der Anstreichelemente (24, 25) jeweils mittels Federkraft gegen
den Hebelarm (22) des Abtast- und Rückhalteelementes (23) gehalten sind.