[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Dichtbahn.
[0002] Dichtbahnen der in Rede stehenden Art dienen dazu, strukturelle Bestandteile von
Gebäuden, insbesondere die Gebäudehülle aber auch Zwischenwände, abzudichten.
[0003] Nach dem Stand der Technik werden derartige Dichtbahnen vor Ort auf der Baustelle
verarbeitet. Dabei wird die Dichtbahn in Abschnitte zurechtgeschnitten. Häufig werden
die Abschnitte überlappend verlegt und miteinander verklebt. Der Zuschnitt kann sich
hierbei vergleichsweise kompliziert gestalten, beispielsweise wenn Durchbrüche in
der Dichtbahn geschaffen werden müssen oder wenn die Abschnitte der Dichtbahn an die
Struktur des Gebäudes angepasst werden müssen. Diese Zuschnittarbeiten gestalten sich
in der Praxis oft umständlich, insbesondere dann, wenn sie vor Ort unter erschwerten
Bedingungen vorgenommen werden müssen. Erschwerte Bedingungen bestehen insbesondere
dann, wenn die Zuschnittarbeiten in beengten Räumen, beispielsweise klein bemessenen
Badezimmer, oder auf Gerüsten, beispielsweise zum Abdichten einer Außenfassade, vorgenommen
werden müssen.
[0004] Um diese Zuschnittarbeiten zu vereinfachen, ist es nach dem Stand der Technik bekannt,
die Dichtbahnen zu bedrucken. So ist es beispielsweise bekannt, längs verlaufende
Randmarkierungen vorzusehen. Diese erleichtern es, die Dichtbahnen in überlappender
Weise zu verlegen. Auch sind Gitternetzlinien bekannt, die das Zuschneiden der Dichtbahnen
auf bestimmte Maße erleichtern sollen.
[0005] Fehler bei der Verarbeitung derartiger Dichtbahnen führen hierbei oft zu Verzögerungen
und Materialverlusten. Auch ist das Vermessen der mit den Dichtbahnen abzudichten
Flächen vergleichsweise aufwendig und fehleranfällig. Derartige Arbeiten müssen daher
von entsprechend qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden. Die Realität auf
Baustellen ist jedoch, dass - aufgrund des herrschenden Kostendrucks und des Fachkräftemangels
- häufig oder gar überwiegend Hilfspersonal zum Einsatz kommt, welches nicht oder
nur unzureichend geschult ist. Dieses Personal bedarf bei derartigen Arbeiten oft
der Anleitung und Überwachung durch geschulte Fachkräfte, deren Fähigkeiten dann nicht
für andere Aufgaben auf der Baustelle zur Verfügung stehen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Dichtbahn
und eine Dichtbahn anzugeben, die eine einfachere Verarbeitung der Dichtbahn auf der
Baustelle ermöglichen.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren ist mit den Merkmalen des Anspruchs 1 definiert und
sieht vor, dass zunächst die Verarbeitung der Dichtbahn in einem bestimmten Gebäude
geplant wird. Aufgrund dieser Planung wird ein Datensatz erzeugt.
[0009] Im Rahmen der Herstellung der erfindungsgemäßen Dichtbahn wird nun zunächst eine
herkömmliche Dichtbahn bereitgestellt. Diese Dichtbahn wird bearbeitet, um eine für
die geplante Verarbeitung auf der Baustelle vorbereitete Dichtbahn zu erhalten. Der
Datensatz wird dabei genutzt, um die Bearbeitung der Dichtbahn zu steuern. Nach der
Bearbeitung kann die Dichtbahn zu dem Ort der geplanten Verarbeitung auf der Baustelle
transportiert und dort bereitgestellt werden.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, Arbeitsschritte, die nach dem Stand
der Technik bei der Verarbeitung in Rede stehender Dichtbahnen vor Ort auf der Baustelle
erfolgen, bereits im Rahmen der Herstellung der Dichtbahn durchzuführen und/oder im
Rahmen der Herstellung der Dichtbahn diese im Rahmen der Bearbeitung auf die Verarbeitung
auf der Baustelle vorzubereiten, sodass diese Verarbeitung erleichtert wird.
[0011] Bei der Dichtbahn, die als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren dient,
kann es sich beispielsweise um eine Dichtbahn aus einem Kunststoffmaterial handeln.
Die Dichtbahn kann dabei diffusionsoffen, als Dampfbremse oder als Dampfsperre ausgebildet
sein. Derartige Dichtbahnen sind im Handel erhältlich. Sie können auf Rollen konfektioniert
sein und/oder können Längen zwischen 2,5 und 50 m aufweisen. Die Dichtbahnen können
Dicken von wenigstens 0,1 mm, bevorzugt wenigstens 0,3 mm und/oder höchstens 1,5 mm,
bevorzugt höchstens 0,6 mm, aufweisen. Insbesondere bei der geplanten Verarbeitung
im Bereich eines Daches können auch Dichtbahnen mit größeren Dicken zum Einsatz kommen.
Die Dichtbahn kann eine Breite von wenigstens 70 cm, bevorzugt wenigstens 90 cm, und/oder
eine Breite von höchstens 220 cm, bevorzugt höchstens 110 cm, aufweisen.
[0012] Die Erzeugung des Datensatzes kann beispielsweise während der Planung eines Gebäudes
durch ein CAD-System erfolgen. Auf diese Weise können Datensätze erzeugt werden, welche
die konstruktiven Details des Gebäudes, in dem die Dichtbahn verarbeitet werden soll,
berücksichtigen. Dies sind beispielsweise die Abmessungen der Flächen, auf die die
Dichtbahn aufgebracht werden soll. Aber auch Positionen und Abmessungen von Bauelementen,
die bei der Verarbeitung der Dichtbahn berücksichtigt werden müssen. Dabei kann es
sich beispielsweise um Steckdosen, Lichtschalter, Anschlüsse für Wasser, Gas o. ä.
handeln. Die Positionen und Abmessungen anderer Elemente, die einen Durchbruch durch
die von der Dichtbahn gebildete Isolationsschicht erfordern, wie beispielsweise Öffnungen
von Lüftungseinrichtungen oder Klimaanlagen, Rauchrohren von Kaminöffnungen etc. können
in dem Datensatz erfasst werden.
[0013] Weiterhin kann bereits bei der Planung die Geometrie der Fläche, auf die die Dichtbahn
aufgebracht werden soll, derart berücksichtigt werden, dass die Dichtbahn in möglichst
wenige Abschnitte aufgeteilt werden muss.
[0014] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden diese so gewonnenen Daten der Bearbeitung
einer Dichtbahn zugrunde gelegt. Die Daten können beispielsweise in die Steuerung
einer Bearbeitungseinrichtung eingelesen werden. Diese kann dazu eingerichtet sein,
die Daten auszuwerten und in Steuersignale für die Bearbeitungseinrichtung umzuwandeln.
Ebenso ist es denkbar, dass bereits bei der Erzeugung des Datensatzes die entsprechenden
Steuerbefehle für die Bearbeitungseinrichtung in den Datensatz geschrieben werden.
[0015] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es, dass die Erzeugung des Datensatzes
zeitlich und/oder räumlich getrennt von der Verwendung des Datensatzes zur Steuerung
der Bearbeitung der Dichtbahn erfolgen kann. So kann der Datensatz beispielsweise
während der Planung eines Gebäudes durch den Architekten in dessen Büro erzeugt werden.
Der Datensatz kann entweder auf einem Datenträger zum Ort der Herstellung der Dichtbahn
transportiert werden oder über geeignete Kommunikationsmittel, insbesondere Telekommunikationsleitungen,
an die Bearbeitungseinrichtung übermittelt werden. Insbesondere ist eine Übertragung
über den Weg des Internets möglich.
[0016] Die Erzeugung des Datensatzes kann insbesondere im Wege einer geeigneten Software
implementiert sein. So kann beispielsweise eine CAD-Software, die der Architekt nutzt,
erweitert werden, um einen für die Steuerung der Bearbeitungseinrichtung geeigneten
Datensatz zu erzeugen. Alternativ und/oder ergänzend ist es möglich, die Software
einer Steuereinrichtung einer entsprechenden Bearbeitungseinrichtung zu nutzen, um
CAD-Datensätze, wie sie von üblichen CAD-Programmen erzeugt werden, einzulesen und
aus diesen Datensätzen die bei der jeweiligen Dichtbahn durchzuführende Bearbeitung
zu ermitteln.
[0017] Bei der Erstellung des Datensatzes kann auch auf bestehende Datenbestände zurückgegriffen
werden. So können Datensätze mehrfach verwendet werden, um gleichartige Planungen
für die Verarbeitung der Dichtbahn mit geringem Aufwand zu erstellen. Dies kann beispielsweise
sinnvoll sein, wenn beim Bau eines Gebäudes eine große Anzahl gleicher Räume geplant
wird. Beispielsweise kann es sich um ein Hotel mit einer Mehrzahl gleichen Badezimmern
handeln. In solchen Fällen kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren eine Mehrzahl
gleicher Dichtbahnen für die Bearbeitung in den einzelnen Räumen in einfacher Weise
hergestellt werden.
[0018] Auch können standardisierte Datensätze verwendet werden, wenn beispielsweise Gebäude
in Fertigbauweise hergestellt werden sollen. In diesen Fällen lässt sich die Erfindung
besonders vorteilhaft einsetzen, da die Planungsarbeiten lediglich einmal anfallen,
es aber ermöglichen, gebäudespezifisch vorbereitete Dichtbahnen im Sinne der vorliegenden
Erfindung für eine Vielzahl Gebäude bereitzustellen.
[0019] Ebenfalls können Daten, die Komponenten, die für die Verarbeitung in dem Gebäude
vorgesehen sind, betreffen, zur Erstellung des Datensatzes genutzt werden. Bei diesen
Daten kann es sich beispielsweise um Abmessungen industriell hergestellter Produkte,
beispielsweise im Sanitärbereich, wie Badewannen, WCs, Duschwannen und dergleichen,
handeln. Auf diese Weise können beispielsweise mit der Dichtbahn verbundene Dichtungen,
Ausschnitte für Anschlüsse o. ä. in einfacher Weise bei der Planung berücksichtigt
werden.
[0020] Die Bearbeitung kann dabei beispielsweise mit einem Schneidplotter erfolgen. Der
Schneidplotter kann beispielsweise als Flachbettplotter ausgeführt sein. Der Schneidplotter
kann mit unterschiedlichen Werkzeugen ausgestattet sein. So kann der Schneidplotter
ein Schneidwerkzeug, ein Perforationswerkzeug, eine Fräse, und/oder ein Lasersystem
aufweisen. Weiterhin kann der Schneidplotter Einrichtungen zum Bemalen und/oder Bedrucken
der Dichtbahn aufweisen. Es versteht sich, dass eine Mehrzahl der jeweiligen Werkzeuge
bzw. Einrichtungen vorhanden sein kann.
[0021] Die Bearbeitung eine Dichtbahn kann das Einbringen einer Materialschwächung umfassen.
Bei der Materialschwächung kann es sich um eine lokale, insbesondere linienförmige,
Ausdünnung des Materials handeln. Ebenfalls ist das Einbringen einer Perforation als
Materialschwächung möglich. Derartige Materialschwächungen ermöglichen beispielsweise
das einfache Zerteilen der Dichtbahn entlang der Materialschwächung vor Ort auf der
Baustelle. Auf diese Weise kann beispielsweise der Zuschnitt vereinfacht werden, da
das Material lediglich noch entlang der Materialschwächung getrennt werden muss. Die
umständlichen Vermessungsarbeiten, dass Anzeichnen von Schnitten etc. vor Ort auf
der Baustelle kann entfallen. Ebenfalls kann die Bearbeitung eine Verformung der Dichtbahn
umfassen. Das gezielte Einbringen von Verformungen in die Dichtbahn erleichtert es
beispielsweise, die Dichtbahn im Bereich einer Ecke oder eines Stoßes zu verlegen.
[0022] Die Bearbeitung der Dichtbahn umfasst das Aufbringen von Markierungen.
[0023] Bei den Markierungen kann es sich beispielsweise um Positionsmarkierungen handelt.
Die Markierungen können beispielsweise Schnitte vorgeben, die auf der Baustelle auszuführen
sind. Auch können bei überlappender Verarbeitung von Dichtbahnen die relativen Positionen
der Dichtbahnen zueinander durch entsprechende Markierungen vorgegeben werden.
[0024] Auch können die Markierungen Informationen über die geplante Verarbeitung enthalten.
So können beispielsweise Bereiche der Dichtbahn, die bei der Verarbeitung auf der
Baustelle aus der Dichtbahn herausgetrennt werden sollen, als solche bezeichnet werden.
Auch können Orientierungsrichtungen bei der Verarbeitung, beispielsweise "oben" oder
"unten", vorgegeben werden. Auch kann der Ort, an dem die jeweilige Dichtbahn verarbeitet
werden soll, näher bezeichnet werden. So kann beispielsweise der Raum, in dem die
Dichtbahn verarbeitet werden soll, beispielsweise in Gestalt einer Nummer, angegeben
werden. Ebenfalls sind beschreibende Angaben wie beispielsweise "Badezimmer, Erdgeschoss"
oder "Außenfassade, West" möglich. Auch können bereits Informationen über weitere
Arbeitsschritte nach dem Verarbeiten der Dichtbahn auf der Baustelle auf der Dichtbahn
aufgebracht werden. Auch Anweisungen zur Verarbeitung Dichtbahn selber, beispielsweise
Anweisungen über die bei dem Verlegen der Dichtbahn zu verwendenden Klebstoffe, können
auf die Dichtbahn aufgebracht werden.
[0025] Auch können Markierungen auf der Dichtbahn genutzt werden, um andere auf der Baustelle
anfallende Tätigkeiten zu unterstützen. So können beispielsweise Hinweise für Elektriker
auf die Dichtbahn aufgebracht werden. Dabei kann es sich um Hinweise darüber handeln,
welche Bauelemente - wie beispielsweise Lichtschalter oder Steckdosen - an bestimmten
Stellen der mit der Dichtbahn bedeckten Fläche zu verarbeiten sind. Ebenfalls können
die aufgebracht Markierungen Informationen hinsichtlich der zu verlegenden Kabel und/oder
deren Isolation, beispielsweise gegen Feuchtigkeit, enthalten.
[0026] Weiterhin können die Markierungen Informationen in codierter bzw. maschinenlesbarer
Form enthalten. So können beispielsweise QR-Codes oder Barcodes auf die Dichtbahn
aufgebracht werden. Diese codierten Informationen können dann mit einem geeigneten
Lesegerät, beispielsweise mit einem Smartphone, das bevorzugt über eine entsprechende
Software verfügt, eingelesen und ausgewertet werden. Auf diese Weise kann eine große
Menge Informationen auf der Baustelle bereitgestellt werden. Die Lesegeräte, insbesondere
die Smartphones, können in Abhängigkeit der in den codierten Markierungen enthaltenen
Informationen weitere Daten, beispielsweise Anleitungen zur Verarbeitung der Dichtbahn,
bereitstellen. Diese können in lokalen Speichern der Lesegeräte gespeichert sein und
von dort abgerufen werden, die Daten können jedoch auch über eine, vorzugsweise drahtlose,
Datenverbindungen, beispielsweise eine Internetverbindung, von einer externen Datenquelle,
beispielsweise einem Server des Herstellers der Dichtbahn, bezogen werden.
[0027] Die Bearbeitung kann das Ausschneiden von Teilen der Bahn umfassen. Auf diese Weise
kann die Kontur der Dichtbahn an die Kontur der Fläche, auf die die Dichtbahn aufgebracht
werden soll, angepasst werden. Auch können Ausschnitte - beispielsweise für Lichtschalter
- auf diese Weise bereits während der Herstellung der Dichtbahn erzeugt werden. Einschnitte
können auch, insbesondere in Gestalt von Perforationen oder Mikroperforationen, vorgenommen
werden, um die Trocknung eines Klebstoffes zu erleichtern. Derartige Einschnitte sind
insbesondere im Bereich von Überlappungen von Vorteil.
[0028] Ebenfalls ist es möglich, dass die Bearbeitung das Verbinden von Dichtelementen mit
der Dichtbahn umfasst. Auf diese Weise kann eine Dichtbahn erzeugt werden, mit der
komplexe Dichtungsaufgaben auf der Baustelle erfüllt werden können. So kann es sich
bei den Dichteelementen, die im Rahmen der Bearbeitung mit der Dichtbahn verbunden
werden, um Dichtelemente zur Herstellung einer Abdichtung zwischen der Dichtbahn und
aus einer Wand hervortretenden Bauteilen handeln. Diese Bauteile können beispielsweise
Rohre und/oder Leitungen sein, die aus der Wand hervortreten. Bei den Dichtelementen
handelt es sich dann bevorzugt um sogenannte Dichtmanschetten. Ebenfalls können Elemente
zum Herstellen eines dichten Übergangs zwischen der Dichtbahn und einem der Wand vorgelagerten
Objekt mit der Dichtbahn verbunden werden. Bei diesem Objekt kann es sich beispielsweise
um eine Badewanne und/oder eine Duschwanne handeln.
[0029] Die Dichtbahn wird nach der erfolgten Bearbeitung aufgerollt. Dies ermöglicht insbesondere
den einfachen Transport und/oder die platzsparende Lagerung der Dichtbahn auf der
Baustelle.
[0030] Die Dichtbahn weist eine Mehrzahl Abschnitte auf. Die Abschnitte sind durch Markierungen,
Schnitte und/oder Materialschwächungen voneinander und/oder umliegenden Bereichen
des Materials der Dichtbahn getrennt. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die
einzelnen Abschnitte der Dichtbahn, die im Rahmen eines Bauabschnitts verarbeitet
werden sollen, ist in einem Gebinde zusammenzufassen. So kann beispielsweise eine
Dichtbahn erzeugt werden, die aus einer Mehrzahl Abschnitten besteht, wobei die Abschnitte
des Gewindes in einem bestimmten Bauabschnitt verarbeitet werden sollen. Bei dem Bauabschnitt
kann es sich beispielsweise um einen Raum eines geplanten Gebäudes, beispielsweise
einer Nasszelle, oder die Außenfassade bzw. einen Teil der Außenfassade handeln. Auf
diese Weise kann bei der Verarbeitung eine einfache Zuordnung der Gebinde, beispielsweise
zu einzelnen Räumen und/oder einzelnen Bereichen der äußeren Gebäudehülle, erfolgen.
Die Gebinde können Markierungen aufweisen, die deren Zuordnung entsprechend ermöglichen.
[0031] Die Abschnitte in einer Reihenfolge angeordnet sind, die der geplanten Verarbeitungsreihenfolge
entspricht. Die Abschnitte können so hintereinander in einfacher Weise verarbeitet
werden, indem sie nacheinander aus dem Gebinde entnommen, abgerollt und gegebenenfalls
abgetrennt, und verarbeitet werden. Die einzelnen Abschnitte können Markierungen aufweisen,
welche die Verarbeitungsreihenfolge der Abschnitte betreffen. Auf diese Weise kann
sichergestellt werden, dass die Verarbeitung auf der Baustelle auch tatsächlich in
bestimmungsgemäßer Art und Weise erfolgt.
[0032] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1-3 schematisch näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine beispielhafte Darstellung einer geplanten Verarbeitung einzelner
Abschnitte einer Dichtbahn in einem beispielhaften Raum.
Fig. 2 zeigt eine Detaildarstellung eines Ausschnitts aus Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen beispielhaften Abschnitt der Dichtbahn.
[0033] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt zunächst eine Planung der Verarbeitung
der Dichtbahn in einem bestimmten Gebäude. Im gezeigten Beispiel soll die Dichtbahn
zum Abdichten der Wände eines beispielhaften Raumes 1 verwendet werden. Dabei wird
ein Datensatz erzeugt, der die geplante Verarbeitung der Dichtbahn beschreibt. Diese
soll, wie in der Fig. 1 dargestellt, derart erfolgen, dass Abschnitte 2 der Dichtbahn
auf die Wände des Raumes 1 aufgebracht werden. Dort werden sie im gezeigten Beispiel
verklebt, wobei sich die Dichtbahnen an ihren vertikalen Rändern in Überlappungsbereichen
3 überlappen sollen.
[0034] Bei der Planung der Verarbeitung der Dichtbahn werden ebenfalls Bauelemente im Bereich
der Wände berücksichtigt, aus denen sich besondere Anforderungen an die Gestaltung
der Dichtbahn ergeben, wie beispielsweise Lichtschalter und/oder aus der Wand hervortretende
Bauteile, wie Leitungen. Diese und die daraus resultierenden Anforderungen an die
Gestaltung der Dichtbahn werden ebenfalls durch den Datensatz beschrieben.
[0035] Die Dichtbahn soll im gezeigten Beispiel weiterhin eine Abdichtung des Übergangs
zwischen Wänden und Boden des Raumes 1 ermöglichen. Hierfür sollen die Abschnitte
2 der Dichtbahn Bereiche 4 aufweisen, die in einem Winkel zum jeweiligen übrigen Abschnitt
2 der Dichtbahn im Bereich des Bodens verarbeitet werden.
[0036] Weiterhin sind einzelne Abschnitte 2 der Dichtbahn im Bereich der Ecken des Raumes
zu verarbeiten, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Einzelne Abschnitte 2 der Dichtbahn
müssen sich hinsichtlich ihrer Abmessungen, beispielsweise ihrer Breite, von anderen
Abschnitten 2 der Dichtbahn unterscheiden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden,
dass die nebeneinander verlegten Abschnitte der Dichtbahn in ihrer Gesamtbreite den
Abmessungen der Wand entsprechen. Weiterhin können Elemente, wie die beispielhaft
dargestellte Tür 5 und/oder das beispielhaft dargestellte Fenster 6, berücksichtigt
werden. Diese würden nach dem Stand der Technik einen gesonderten Zuschnitt der benachbarten
Abschnitte 2 der Dichtbahn erfordern, nach der vorliegenden Erfindung können diese
Elemente bereits bei der Planung und der Erstellung des beschreibenden Datensatzes
berücksichtigt werden.
[0037] Bei der Herstellung der Dichtbahn wird zunächst ein Ausgangsmaterial bereitgestellt.
Bei diesen kann es sich um eine nach dem Stand der Technik bekannte Dichtbahn handeln.
Diese wird mit einer Bearbeitungseinrichtung bearbeitet. Bei der Bearbeitungseinrichtung
kann es sich beispielsweise um einen Schneidplotter handeln, der dafür eingerichtet
ist, Materialschwächungen, beispielsweise in Gestalt von Perforationen und/oder ausgedünnten
Linien und/oder Falzlinien in die Dichtbahn einzubringen, Schnitte an der Dichtbahn
vorzunehmen und/oder Markierungen auf die Dichtbahn aufzubringen. Die Bearbeitungseinrichtung
wird durch eine Steuereinrichtung auf der Basis des bei der Planung der Verarbeitung
der Dichtbahn erzeugten Datensatzes angesteuert.
[0038] Die Bearbeitungseinrichtung nimmt die Bearbeitungen an der Dichtbahn vor, sodass
die Dichtbahn einzelne Abschnitte 2 aufweist, die durch Materialschwächungen, Schnitte
und/oder Markierungen voneinander und/oder von umliegenden Bereichen der Dichtbahn
getrennt sind. Die Abschnitte 2 können Markierungen aufweisen, die deren Verarbeitungsreihenfolge
wiedergeben. Bevorzugt sind die einzelnen Abschnitte 2 entsprechend ihrer Bearbeitungsreihenfolge
auf der durch die Bearbeitung erzeugten Dichtbahn angeordnet. Im Rahmen der weiteren
Bearbeitung können Dichtelemente wie beispielsweise elastische Manschetten zur Herstellung
einer Abdichtung zwischen der Dichtbahn und aus der Wand hervortretenden Bauelementen,
mit der Dichtbahn verbunden, beispielsweise verklebt, werden.
[0039] Ein beispielhafter Abschnitt der Dichtbahn ist in Fig. 3 dargestellt. Der Abschnitt
2 weist einen Überlappungsbereich 3 auf. Der Überlappungsbereich 3 dient dazu, in
überlappende Weise mit dem bei der Verarbeitung der Dichtbahn folgenden Abschnitt
2 überklebt zu werden. Im gezeigten Beispiel ist eine Markierung 7 auf den Abschnitt
2 der Dichtbahn aufgebracht, der die Grenze des Überlappungsbereichs 3 markiert. Ein
Abschnitt 4 ist im gezeigten Beispiel zur Verarbeitung im Bereich des Bodens des Raumes
1 vorgesehen. Der Abschnitt 2 weist hierfür eine Falzlinie 8 auf, die den Bereich
4 begrenzt. Um die Abdichtung der Dichtbahn an aus der Wand hervortretenden Bauelementen
zu ermöglichen, sind Ausschnitte 9 in der Dichtbahn vorgesehen. Im Bereich der Ausschnitte
9 sind Dichtelemente 10 mit der Dichtbahn verbunden, beispielsweise verklebt. Perforationen
11 können zur Unterstützung einer Verklebung der Dichtbahn, beispielsweise mithilfe
von Dichtbändern, in die Dichtbahn eingebracht werden.
[0040] Nach der Bearbeitung wird die Dichtbahn zu einem Gebinde aufgerollt, auf die Baustelle
transportiert und dort entsprechend der Planung verarbeitet werden, indem die einzelnen
Abschnitte 2 nacheinander auf die jeweils vorgesehenen Flächen aufgebracht, insbesondere
mit diesen verklebt, werden.
Bezugszeichen:
[0041]
- 1
- Raum
- 2
- Abschnitt
- 3
- Überlappungsbereich
- 4
- Bereich
- 5
- Tür
- 6
- Fenster
- 7
- Markierungen
- 8
- Falzlinie
- 9
- Ausschnitt
- 10
- Dichtelement
- 11
- Perforation
1. Verfahren zur Herstellung einer Dichtbahn um strukturelle Bestandteile von Gebäuden,
insbesondere die Gebäudehülle aber auch Zwischenwände, abzudichten, wobei die Verarbeitung
der Dichtbahn in einem bestimmten Gebäude geplant und aufgrund der Planung ein Datensatz
erzeugt wird, wobei eine Dichtbahn zur Erzeugung einer für die geplante Verarbeitung
vorbereiteten Dichtbahn bearbeitet wird, wobei der Datensatz zur Steuerung der Bearbeitung
genutzt wird, wobei die Bearbeitung das Aufbringen von Markierungen (7) auf die Dichtbahn,
das Einbringen von Schnitten (9) in die Dichtbahn und/oder das Einbringen einer Materialschwächung
in die Dichtbahn umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtbahn nach der Bearbeitung aufgerollt wird und eine Mehrzahl Abschnitte (2)
aufweist, die durch Schnitte und/oder Materialschwächungen voneinander und/oder von
der umliegenden Dichtbahn getrennt und/oder durch Markierungen abgegrenzt sind, wobei
die Abschnitte (2) in der Reihenfolge ihrer geplanten Verarbeitung aneinandergereiht
sind, wobei die Abschnitte verarbeitet werden, indem sie nacheinander aus einem Gebinde
entnommen, abgerollt und gegebenenfalls abgetrennt und verarbeitet werden, wobei die
Dichtbahn in Abschnitte zurechtgeschnitten und die Abschnitte überlappend verlegt
und miteinander verklebt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung der Dichtbahn mit einem Schneidplotter erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung das Einbringen einer Perforation in die Dichtbahn umfasst.
4. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung eine Verformung der Dichtbahn, insbesondere das Einbringen einer
Falzlinie (8) zum Vorbereiten der Dichtbahn für die Verarbeitung in einer Ecke, umfasst.
5. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung das Aufbringen von Markierungen (7) auf die Dichtbahn, die Informationen
über die geplante Verarbeitung enthalten, umfasst.
6. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung das Verbinden von Dichtelementen (10), insbesondere von Dichtelementen
(10) zur Herstellung einer Abdichtung zwischen der Dichtbahn und aus einer Wand hervortretenden
Bauteilen, mit der Dichtbahn umfasst.
7. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung das Ausschneiden von Teilen der Dichtbahn umfasst.
8. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufrollen zum Transport auf die Baustelle erfolgt.
1. Method for manufacturing a sealing sheet for sealing structural components of buildings,
in particular the building envelope, but also partition walls, wherein use of the
sealing sheet in a certain building is planned and on the basis of the planning a
data set is generated, wherein a sealing sheet for producing a sealing sheet prepared
for the planned use is processed, wherein the data set is used for controlling the
processing, wherein the processing includes applying markings (7) to the sealing sheet,
introducing cuts (9) into the sealing sheet and/or introducing a material weakening
into the sealing sheet, characterized in that after processing the sealing sheet is rolled up and has a plurality of sections (2)
separated by cuts and/or material weakenings from each other and/or from the surrounding
sealing sheet and/or delimited by markings, wherein the sections (2) are lined up
in the order in which they are planned to be used, wherein the sections are used by
extracting them one after the other from an arrangement, unrolling them and, as the
case may be, cutting them off and using them, wherein the sealing sheet is cut into
sections and the sections are placed overlapping each other and are glued together.
2. Method according to claim 1, characterized in that processing of the sealing sheet is effected by means of a cutting plotter.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that processing includes introducing a perforation into the sealing sheet.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that processing includes a deformation of the sealing sheet, in particular introducing
a fold line (8) for preparing the sealing sheet for use in one corner.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that processing includes applying markings (7) containing information on the planned use
to the sealing sheet.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that processing includes connecting sealing elements (10), in particular sealing elements
(10) for establishing a seal between the sealing sheet and building components protruding
from a wall, with the sealing sheet.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that processing includes cutting out parts of the sealing sheet.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that rolling up is effected for shipment to the construction site.
1. Procédé de fabrication d'une bande d'étanchéité permettant d'étanchéifier des composants
structurels de bâtiments, en particulier le clos et le couvert, mais aussi les cloisons,
desdits bâtiments,
dans lequel le traitement de la bande d'étanchéité est planifié dans un bâtiment donné
et un ensemble de données est généré sur la base de ladite planification, dans lequel
une bande d'étanchéité est façonnée afin de produire une bande d'étanchéité préparée
pour ledit traitement planifié, dans lequel l'ensemble de données est utilisé pour
piloter le façonnage, dans lequel le façonnage comprend l'application de marquages
(7) sur la bande d'étanchéité, l'introduction de découpes (9) dans la bande d'étanchéité
et/ou l'introduction d'un affaiblissement de matériau dans la bande d'étanchéité,
caractérisé en ce que la bande d'étanchéité est enroulée après le façonnage et présente une pluralité de
sections (2) qui sont séparées les unes des autres et/ou de la bande d'étanchéité
environnante par des découpes et/ou des affaiblissements de matériau et/ou sont délimitées
par des marquages, dans lequel les sections (2) sont juxtaposées dans l'ordre de leur
traitement planifié, dans lequel les sections sont traitées en les retirant les unes
après les autres d'un emballage, en les déroulant et, le cas échéant, en les séparant
et en les traitant, dans lequel la bande d'étanchéité est retaillée en sections et
les sections sont superposées et collées les unes aux autres.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le façonnage de la bande d'étanchéité a lieu au moyen d'un traceur de coupe.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le façonnage comprend l'introduction d'une perforation dans la bande d'étanchéité.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le façonnage comprend une déformation de la bande d'étanchéité, en particulier l'introduction
d'une ligne de pliage (8) permettant de préparer la bande d'étanchéité pour son traitement
dans un coin.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le façonnage comprend l'application, sur la bande d'étanchéité, de marquages (7)
contenant des informations sur le traitement planifié.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le façonnage comprend la liaison, à la bande d'étanchéité, d'éléments d'étanchéité
(10), en particulier d'éléments d'étanchéité (10) permettant de créer une étanchéité
entre la bande d'étanchéité et des composants dépassant d'une paroi.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le façonnage comprend la découpe de parties de la bande d'étanchéité.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'enroulement est effectué en vue du transport vers le chantier.