[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vakuumpumpe, insbesondere eine Turbomolekularpumpe,
sowie eine Anordnung und ein Verfahren zur Handhabung und/oder Montage einer Vakuumpumpe.
[0002] Vakuumpumpen werden häufig in Anlagen eingesetzt, die eine waagerechte Befestigung
der jeweiligen Vakuumpumpe erfordern. Dies gilt insbesondere für Turbomolekularpumpen
in Saugvermögensklassen größer als 1000 l/s. Als Saugvermögen wird vorliegend der
Volumenstrom angesehen, der pro Zeiteinheit durch eine Querschnittsfläche oder einen
pumpwirksamen Abschnitt gefördert werden kann. Solche Pumpen können baugrößenbedingt
ein hohes Eigengewicht aufweisen. Daher werden solche Pumpen üblicherweise nur mit
einer Hebehilfe angehoben. Ebenso erfordert die Ausrichtung der Pumpe sowie deren
Befestigung an einer jeweils vorgesehenen Anlage eine geeignete Hebehilfe.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Pumpen mit einem hohen Eigengewicht durch
Umlegen einer Schlaufe anzuheben. Dabei können Hebezeuge, wie zum Beispiel händisch
zu betätigende Kräne, zum Einsatz kommen. Allerdings ist das Heben einer Pumpe mit
Hilfe einer umgelegten Schlaufe riskant. So kann die Pumpe aus der Schlaufe herausrutschen
und herunterfallen, wodurch schwere Schäden oder sogar Verletzungen entstehen können.
[0004] Ferner ist es bekannt, in dem Gehäuse einer Pumpe zumindest ein Gewinde vorzusehen,
in das eine Augenschraube eingeschraubt werden kann. Für den jeweiligen Hebe- und
Montagevorgang kann dann ein Haken des Hebezeugs in die Augenschraube eingeklinkt
werden. Hierdurch wird ein verhältnismäßig sicherer Hebevorgang gewährleistet. Für
die Montage der Pumpe ist jedoch nicht nur das Anheben erforderlich, sondern auch
die Ausrichtung der Pumpe im Raum. Dies kann bei einer fest vorgegebenen Lage der
Augenschrauben am Gehäuse nur mit großen Schwierigkeiten bewerkstelligt werden. Insbesondere
ist hierfür erheblicher manueller Krafteinsatz erforderlich, wodurch die beschädigungsfreie
Montage der Pumpe in ihrer gewünschten Endstellung wiederum erschwert wird.
[0005] Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine
Vakuumpumpe anzugeben, die mit verringertem Handhabungsaufwand angehoben, ausgerichtet
und/oder montiert werden kann. Ebenso besteht die Aufgabe darin, eine Anordnung sowie
ein Verfahren zur Handhabung und/oder Montage einer Vakuumpumpe anzugeben.
[0006] Im Hinblick auf eine Vakuumpumpe ist diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst worden. Eine erfindungsgemäße Anordnung ist Gegenstand des Anspruchs 13 und
ein erfindungsgemäßes Verfahren ist in Anspruch 14 angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den abhängigen Ansprüchen spezifiziert und werden nachfolgend erörtert.
[0007] Eine erfindungsgemäße Vakuumpumpe, bei der es sich insbesondere um eine Turbomolekularpumpe
handeln kann, weist einen Pumpenkörper und eine daran ausgebildete Befestigungsvorrichtung
auf, die zumindest eine Eingriffsstruktur zur Verbindung eines Befestigungselements
mit dem Pumpenkörper aufweist. Bei dem Befestigungselement kann es sich beispielsweise
um einen Nutenstein handeln (siehe hierzu z.B. DIN 508), der in die Eingriffsstruktur
eingeführt wird und das Einschrauben einer sogenannten Augenschraube beziehungsweise
Ringschraube (siehe hierzu z.B. DIN 580) ermöglicht. Erfindungsgemäß verläuft die
Eingriffsstruktur am Außenumfang des Pumpenkörpers zumindest abschnittsweise unter
einem Winkel zu dessen Längserstreckung. Die Eingriffsstruktur verläuft also nicht
oder zumindest nicht genau entlang der Längserstreckung des Pumpenkörpers sondern
unter einem Winkel zu dieser. Hierdurch wird ermöglicht, dass der Pumpenkörper im
angehobenen Zustand um die Längserstreckung herum ausgerichtet wird, wenn ein Befestigungselement
innerhalb der Eingriffsstruktur verschoben wird.
[0008] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass eine Position und/oder Anordnung der Befestigungsvorrichtung
entlang der Längserstreckung, also in axialer Richtung, des Pumpenkörpers in Abhängigkeit
des Gewichtsschwerpunkts des Pumpenkörpers gewählt ist. Durch Wahl der Position und/oder
Anordnung der Befestigungsvorrichtung entlang der Längserstreckung des Pumpenkörpers
in Abhängigkeit des Gewichtsschwerpunkts kann sichergestellt werden, dass die jeweils
gewünschte Neigung des Pumpenkörpers im Raum auch mit nur geringem Kraftaufwand des
jeweiligen Bedieners beibehalten werden kann. Die Handhabung und damit letztlich auch
die Montage der Vakuumpumpe werden somit insgesamt erleichtert.
[0009] Erfindungsgemäß besteht demnach die Möglichkeit, ein Befestigungselement in oder
an der Eingriffsstruktur anzuordnen, insbesondere in formschlüssiger Verbindung, um
beispielsweise über eine Augenschraube eine Verbindung zu einem Hebezeug herzustellen.
In angehobenem Zustand kann dann eine Rotation des Pumpenkörpers um die Längsachse
herum bewerkstelligt werden, ohne dass die Aufrechterhaltung der Lage der Längsachse
des Pumpenkörpers im Raum einen hohen Kraftaufwand erfordert. Dementsprechend einfach
und ohne die Gefahr des Verkantens des jeweils eingesetzten Befestigungselements in
oder an der Eingriffsstruktur kann die Rotationslage des Pumpenkörpers um die Längsachse
oder Längserstreckung präzise eingestellt werden. Der gesamte Handhabungs- und Montageaufwand
kann daher mit geringem manuellem Kraftaufwand erfolgen.
[0010] In vorteilhafter Weise ist die Eingriffsstruktur zur verschiebbaren Führung eines
Befestigungselements ausgebildet, insbesondere für eine verschiebbare Führung entlang
einer Umfangsorientierung des Pumpenkörpers. Durch die verschiebbare Führung kann
die Ausrichtung der Rotationslage des Pumpenkörpers in angehobenem Zustand einfach
und ohne die Gefahr von Fehlbedienungen oder Verletzungen erfolgen. Insbesondere wird
durch die verschiebbare Führung gewährleistet, dass während einer Rotation des Pumpenkörpers
um die Längsachse und der damit einhergehenden Verschiebung eines Befestigungsmittels
in oder an der Eingriffsstruktur das Befestigungsmittel nicht verkantet.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung verläuft die zumindest eine Eingriffsstruktur
entlang einer Umfangsorientierung des Pumpenkörpers, insbesondere orthogonal oder
im Wesentlichen orthogonal zur Längserstreckung des Pumpenkörpers. Auf diese Weise
kann eine Ausrichtung des Pumpenkörpers um die Längsachse beziehungsweise um die Längserstreckung
besonders handhabungsfreundlich vorgenommen werden.
[0012] Die Eingriffsstruktur kann den Außenumfang des Pumpenkörpers abschnittsweise oder
auch vollständig umlaufen. Eine abschnittsweise vorgesehene Eingriffsstruktur ermöglicht
dabei eine Ausrichtung zwischen zwei Grenzwinkellagen, so dass durch die Position
der abschnittsweisen ausgebildeten Eingriffsstruktur eine Orientierungsvorgabe für
die Endmontagestellung geschaffen werden kann. Bei einer vollständig umlaufenden Eingriffsstruktur
lässt sich der Pumpenkörper im angehobenen Zustand vollständig um die eigene Längsachse
drehen, so dass sämtliche Rotationslagen für die Endmontagestellung eingestellt werden
können.
[0013] In vorteilhafter Weise umläuft die Eingriffsstruktur dabei den Außenumfang durchgehend.
Dementsprechend ist die Eingriffsstruktur ringförmig in den Außenumfang des Pumpenkörpers
eingebracht oder an diesem vorgesehen und damit endlos ausgebildet. Anfang und Ende
der Eingriffsstruktur gehen in letzterer Ausgestaltung also nahtlos ineinander über.
[0014] In besonders bevorzugter Weise ist die zumindest eine Eingriffsstruktur axial auf
der Höhe des Gewichtsschwerpunkts des Pumpenkörpers positioniert. Dementsprechend
ist die zumindest eine Eingriffsstruktur in Bezug auf die Längserstreckung oder Längsachse
des Pumpenkörpers in einer Position angeordnet, die mit der Position des Gewichtsschwerpunkts
des Pumpenkörpers entlang der Längserstreckung oder Längsachse übereinstimmt. Auf
diese Weise kann mit nur einer Eingriffsstruktur eine handhabungsfreundliche Montage
sichergestellt werden. So wird durch diese Anordnung der Eingriffsstruktur sichergestellt,
dass ohne zusätzlichen Stützaufwand durch den Bediener eine im Wesentlichen waagerechte
Ausrichtung des Pumpenkörpers in angehobenem Zustand der Vakuumpumpe beibehalten werden
kann.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe weist die
Befestigungsvorrichtung eine Mehrzahl von Eingriffsstrukturen auf. Durch eine Mehrzahl
von Eingriffsstrukturen lassen sich die Befestigungssicherheit für die jeweiligen
Hebemittel und auch die Lagestabilität im angehobenen Zustand der Pumpe erhöhen.
[0016] Dabei sind in vorteilhafter Weise zumindest zwei Eingriffsstrukturen axial beidseitig
des Gewichtsschwerpunkt des Pumpenkörpers positioniert. Insbesondere fassen die zwei
Eingriffsstrukturen den Gewichtsschwerpunkt axial ein. Entlang der Längsachse des
Pumpenkörpers gesehen ist somit eine Eingriffsstruktur vor dem Gewichtsschwerpunkt
und eine weitere Eingriffsstruktur hinter dem Gewichtsschwerpunkt angeordnet. Ein
unerwünschtes Neigen der Längsachse im Raum während des Anhebens und/oder des Montierens
der Vakuumpumpe kann auf diese Weise sicher vermieden werden.
[0017] In besonders vorteilhafter Weise ist der axiale Abstand einer Eingriffsstruktur zum
Gewichtsschwerpunkt mit dem axialen Abstand einer weiteren Eingriffsstruktur zum Gewichtsschwerpunkt
übereinstimmend ausgewählt. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Belastung der jeweils
eingesetzten Lastaufnahme- beziehungsweise Anschlagmittel und/oder der jeweiligen
Tragmittel des Hebezeugs. Ebenso ist es möglich, dass die Eingriffsstruktur unterschiedliche
axiale Abstände zum Gewichtschwerpunkt aufweisen, wodurch eine größere Gestaltungsfreiheit
bei der Wahl der Position der einzelnen Eingriffsstrukturen besteht.
[0018] Weiter bevorzugt ist die Eingriffsstruktur als nutartige Vertiefung und/oder zur
Aufnahme zumindest eines Nutensteins ausgebildet ist. Dabei kann bevorzugt ein Nutenstein
innerhalb der nutartigen Vertiefung verschiebbar sein. Die Verwendung von Nutensteinen
und die entsprechende Ausbildung der Eingriffsstruktur als nutartige Vertiefung erlaubt
ein zeitsparendes und handhabungsfreundliches Anheben des Pumpenkörpers, da etwaige
Nutensteine mit nur wenigen Handgriffen mit einer derartigen Eingriffsstruktur verbunden
werden können. Bei der nutartigen Vertiefung handelt es sich bevorzugt um eine T-Nut.
Dementsprechend weist die Nut im Querschnitt eine T-Form auf, wodurch in besonders
einfacher Weise eine formschlüssige Kopplung mit einem Befestigungselement, das insbesondere
als Nutenstein ausgebildet ist, erzeugt werden kann.
[0019] Ebenso kann es von Vorteil sein, wenn die zumindest eine Eingriffsstruktur als stegartiger
Vorsprung und/oder zur Führung eines komplementär geformten Befestigungselements ausgebildet
ist, insbesondere einem Nutenstein mit darin ausgebildeter nutartiger Vertiefung,
die einen beispielsweise T-förmigen Steg umgreift. Solche stegartigen Vorsprünge können
einfach gefertigt werden und gestatten ebenfalls eine sichere Befestigung und geeignete
Führung für komplementär geformte Befestigungselemente.
[0020] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die Eingriffsstruktur einen Einführabschnitt
für ein Befestigungselement aufweist und/oder wobei der Einführabschnitt zum Einführen
eines Befestigungselements quer zum Längsverlauf der Eingriffsstruktur ausgebildet
ist. Somit kann das jeweilige Befestigungselement nur für die Durchführung der jeweiligen
Handhabungs- und Montageaufgabe in die Eingriffsstruktur eingebracht oder an dieser
verbindend angeordnet werden. Nach der Handhabungs- und Montageaufgabe kann das Befestigungselement
wieder aus der Eingriffsstruktur entfernt und gegebenenfalls wiederverwendet werden.
[0021] Der Einführabschnitt kann durch eine Unterbrechung der Querschnittsform, insbesondere
durch eine Unterbrechung eines T-förmigen Querschnitts und/oder durch Weglassen von
Vorsprüngen zum formschlüssigen Hintergreifen eines Befestigungselements gebildet
sein. Beispielsweise im Fall einer nutartigen Vertiefung kann der Einführabschnitt
durch einen Nutabschnitt gebildet sein, der einen lediglich rechteckigen Querschnitt
ohne Vorsprünge beziehungsweise ohne T-Form aufweist.
[0022] Bei Vorhandensein eines Einführabschnitts kann die Eingriffsstruktur in vorteilhafter
Weise einen Vorsprung und/oder einen Absatz zur Verengung und/oder Verkleinung der
Querschnittsfläche der Eingriffsstruktur aufweisen. Ein derartiger Vorsprung und/oder
Absatz kann bevorzugt vor beziehungsweise hinter dem Einführabschnitt vorgesehen sein,
beispielsweise durch einen Absatz in der Oberfläche der umlaufenden Eingriffsstruktur.
Somit kann ein Nutenstein zwar lastfrei durch die Eingriffsstruktur geführt werden.
Unter Last, also mit daran hängender Pumpe, ist jedoch eine gesondert zugeführte Gegenkraft
oder ein leichtes Verkanten erforderlich, um die entsprechende Verengung zu überwinden.
Eine solche Ausgestaltung beugt dem versehentlichen Verlust und einem ungewollten
Sturz der hängenden Last bei Verschieben des Nutsteins in den Bereich eines Einführabschnitts
vor.
[0023] Um den Fertigungsaufwand für eine erfindungsgemäße Eingriffsstruktur gering zu halten,
kann diese durch Zerspanung erzeugt sein, bevorzugt durch Drehen und/oder Fräsen.
Für den Fall der Ausbildung der Eingriffsstruktur als T-Nut ist bevorzugt ein T-Nuten
Fräser zur Erzeugung einzusetzen, was kostengünstig zu bewerkstelligen ist.
[0024] Dabei kann die Eingriffsstruktur insbesondere durch spanende Bearbeitung des Pumpenkörpers
in diesen eingebracht werden. Dementsprechend lässt sich beispielsweise ein Teil des
Pumpenkörpers durch urformende und/oder umformende Verfahren in seiner Grundform erzeugen
und anschließend die Eingriffsstruktur durch einen Zerspanungsprozess in den Außenumfang
des Pumpenkörpers einbringen oder an diesem erzeugen. Dies kann mit nur geringem fertigungstechnischem
Aufwand realisiert werden.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe ist der
Pumpenkörper gebildet durch ein Gehäuse sowie zumindest einer in und/oder an dem Gehäuse
angeordneten Pumpenkomponente. Insbesondere ist eine Mehrzahl von Pumpenkomponenten
in und/oder an dem Gehäuse angeordnet. Da der Gewichtsschwerpunkt des gesamten Pumpenkörpers,
welcher das Gehäuse sowie die zumindest eine Pumpenkomponente einschließt, maßgeblich
ist für die Position und/oder Anordnung der Befestigungsvorrichtung, kann auch die
Balance des gesamten Pumpenkörpers in angehobenem Zustand mit besonders geringem manuellen
Krafteinsatz aufrecht erhalten werden. Insbesondere kann hierdurch vermieden werden,
dass einzelne Komponenten der Vakuumpumpe im angehobenen Zustand ein Ungleichgewicht
schaffen, wodurch sich in angehobener Stellung die Neigung der Längsachse im Raum
ungünstig oder in unerwünschter Weise einstellt.
[0026] In vorteilhafter Weise kann das Gehäuse der Vakuumpumpe mehrteilig ausgebildet werden,
wodurch die Montage der Einzelteile der Pumpe vereinfacht beziehungsweise der konstruktive
Gestaltungsspielraum vergrößert wird.
[0027] Zumindest eine Pumpenkomponente kann als Rotor ausgebildet sein und das Gehäuse kann
einen Stator bilden oder mit einem Stator verbunden sein, wodurch eine platzsparende
Konstruktion gewährleistet wird. In weiter bevorzugter Weise ist der Rotor der Vakuumpumpe
um eine Rotationsachse drehend gelagert, die entlang der Längserstreckung des Pumpenkörpers
und/oder durch dessen Gewichtsschwerpunkt verläuft, insbesondere mit einer Schwerachse
des Pumpenkörpers zusammenfällt. Durch eine solche Anordnung kann in besonders einfacher
Weise eine Ausrichtung des Pumpenkörpers um die Rotationsachse des Rotors erfolgen.
Der jeweilige Pumpeneinlass oder -auslass der Vakuumpumpe kann somit in einfacher
Weise an die jeweiligen Anlagen ausgerichtet werden, um anschließend die erforderlichen
Montagearbeiten durchzuführen.
[0028] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe weist das
Gehäuse eine Längserstreckung und/oder einen rechteckigen und/oder im Wesentlichen
runden Außenumfang auf, bevorzugt einen kreisrunden Außenumfang. Auf diese Weise lassen
sich die jeweiligen Pumpenkomponenten mit nur geringem Bauraum innerhalb eines kompakten
Gehäuses unterbringen. Für den Fall eines runden Außenumfangs kann der jeweilige Pumpenrotor
platzsparend in einem als Stator ausgebildeten Gehäuse untergebracht werden.
[0029] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die Längserstreckung des Gehäuses größer
ist als ein Gehäusedurchmesser, insbesondere als ein mittlerer und/oder als der größte
oder kleinste Gehäusedurchmesser. In diesem Fall hat das Gehäuse insgesamt eine längliche
Ausprägung, wodurch eine Mehrzahl von Pumpstufen beziehungsweise Rotoren in dem Gehäuse
angeordnet werden können und damit eine hohe Pumpenleistung erzielt werden kann.
[0030] In weiter vorteilhafter Weise kann der Pumpenkörper, insbesondere das Gehäuse der
Pumpe, angrenzend an die zumindest eine Eingriffsstruktur eine Verstärkung aufweisen.
Durch eine solche Verstärkung kann die Befestigungsstabilität erhöht werden. Insbesondere
kann hierdurch vermieden werden, dass sich ein Befestigungselement durch unerwünschte
Verformung der an die Eingriffsstruktur angrenzenden Bereiche des Pumpenkörpers verformt
und dadurch aus der Eingriffsstruktur herausgelöst wird. Die Gefahr des Herunterfallens
der Pumpe wird somit verringert. Eine derartige Verstärkung des Pumpenkörpers kann
dadurch erreicht werden, dass im Bereich der und/oder angrenzend an die Eingriffsstruktur
eine größere Wandstärke vorgesehen ist als in den übrigen Pumpenkörperabschnitten,
insbesondere Gehäuseabschnitten.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung zur Handhabung
und/oder Montage einer Vakuumpumpe vorgesehen, mit einem ein Tragmittel aufweisendes
Hebewerkzeug sowie mit einer voranstehend beschriebenen Vakuumpumpe. Ferner ist zumindest
ein in oder an der Eingriffsstruktur (z.B. eine Nut oder ein Steg) verschiebbar positioniertes
Befestigungselement, bevorzugt ein Nutenstein, sowie ein Lastaufnahmemittel vorgesehen,
das mit dem Befestigungselement verbunden oder einstückig ausgebildet und bevorzugt
als Augenschraube ausgebildet ist. Dabei ist das Lastaufnahmemittel bevorzugt mit
dem Tragemittel verbunden, entweder direkt oder indirekt über ein Anschlagmittel,
beispielsweise in Form eines Trage- oder Hebegurts.
[0032] Durch eine derartige Anordnung lässt sich eine voranstehend beschriebene Vakuumpumpe
mit geringem Aufwand und mit einem hohen Maß an Sicherheit anheben, handhaben und
schließlich in der gewünschten Endstellung an der jeweiligen Anlage montieren. Im
angehobenen Zustand kann mit nur geringem manuellen Krafteinsatz eine Rotation des
Pumpenkörpers um die Längserstreckung beziehungsweise Längsachse vorgenommen und somit
die gewünschte Ausrichtung beziehungsweise Rotationslage des Pumpenkörpers im Raum
eingestellt werden, wobei hierzu das Befestigungselement z.B. in einer nutartigen
Vertiefung oder an einem Vorsprung des Pumpenkörpers verschiebbar angeordnet ist und
somit die Rotationsbewegung während der Handhabung unterstützt.
[0033] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Handhabung
und/oder Montage einer Vakuumpumpe, bevorzugt einer voranstehend beschriebenen Vakuumpumpe.
Bevorzugt lässt sich ein solches Verfahren mit einer voranstehend beschriebenen Anordnung
vornehmen. Dabei wird erfindungsgemäß die Vakuumpumpe durch ein Hebezeug angehoben,
anschließend durch Rotation um eine Längs- und/oder Rotorachse im Raum ausgerichtet,
wobei durch die Rotation der Vakuumpumpe im Raum zumindest ein Befestigungselement,
bevorzugt ein Nutenstein, an und/oder in der Eingriffsstruktur der Vakuumpumpe geführt
verschoben wird. Durch die geführte Verschiebung des Befestigungselements wird eine
kontrollierte Rotation des Pumpenkörpers um die Längsachse ermöglicht, so dass eine
präzise Ausrichtung im Raum mit nur geringem manuellem Kraftaufwand sichergestellt
werden kann.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der Einführabschnitt als
abzweigende Nut zur umlaufenden Eingriffsstruktur ausgebildet, insbesondere in Form
eines Einführkanals. Ein solcher Einführkanal kann zum Beispiel an einer Stirnseite
des Pumpenkörpers austreten und/oder in einem zur Eingriffstruktur axial versetzten
Einführabschnitt münden. Ein Lastaufnahmemittel kann entweder direkt axial eingeschoben
oder durch Eintauchen eingesetzt werden.
[0035] Bei Vorsehen eines derartigen Einführkanals kann die umlaufende Positionierbarkeit
des Lastaufnahmemittels entlang der umlaufenden Eingriffsstruktur ohne Unterbrechung
erfolgen, da ein Herausfallen des Lastaufnahmemittels aus dem axial versetzten Einführabschnitt
vermieden wird. Gleichzeitig kann die Herstellung der Eingriffsstruktur vereinfachen
werden, da diese in einem rein umlaufend spanenden Prozess, beispielsweise durch Drehen
gefertigt werden kann. Absätze in der Kontur der Eingriffsstruktur, die einen ungewollten
Verlust des Lastaufnahmemittels am Einführabschnitts und damit den Sturz der Pumpe
verhindern sollen, können weggelassen werden. Ferner kann ein etwaiger Einführkanal
in vorteilhafter Weise durch die Stirnseite des Pumpenkörpers hindurch mit einem Werkzeug
in nur einem Vorgang und ohne kompliziertes axiales Eintauchen des Werkzeugs hergestellt
werden.
[0036] Bei einer Mehrzahl von Eingriffsstrukturen kann ein Einführkanal durch eine Eingriffsstruktur
hindurch zu einer weiteren Eingriffsstruktur fortgeführt werden oder auch mehrere
Einführkänale jeweils von verschiedenen Richtungen zu den Eingriffstrukturen geführt
werden. Ein solcher Einführkanal kann ferner in verschiedenen Winkeln zur Pumpenlängsachse
angeordnet sein beziehungsweise durch Versetzungen oder Winkel so gestaltet werden,
dass er vorteilhaft das Verlieren beziehungsweise ungewollte Herauswandern von Lastaufnahmemitteln
erschwert oder verhindert.
[0037] Ein Einführkanal kann innerhalb nur eines Bestandteils des Pumpenkörpers ausgebildet
sein, so dass vor Zusammensetzen der Bestandteile, beispielsweise dem Unterteil und
dem Gehäuse ein Einführen des Lastaufnahmemittels möglich ist. Ein solcher Einführkanal
kann nach Fügen der Bestandteile durch das jeweils angrenzende Teil überdeckt oder
blockiert sein, so dass das Lastaufnahmemittel nicht herausnehmbar und damit unverlierbar
dauerhaft in der Eingriffsstruktur beweglich eingesetzt bleibt. Eine solche Blockade
des Einführabschnitts oder Einführkanals ist auch durch das Einsetzen, Einpressen,
Einkleben und/oder das einmalige und/oder dauerhafte Befestigen eines Blockiermittels
in den Einführabschnitt oder Einführkanal möglich.
[0038] Die voranstehenden Ausführungen zu der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe geltend entsprechend
auch für die erfindungsgemäße Anordnung sowie das Verfahren zum Handhaben und/oder
Montieren einer Vakuumpumpe.
[0039] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand vorteilhafter Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen, jeweils schematisch:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Turbomolekularpumpe,
- Fig. 2
- eine Ansicht der Unterseite der Turbomolekularpumpe von Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Querschnitt der Turbomolekularpumpe längs der in Fig. 2 gezeigten Schnittlinie
A-A,
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht der Turbomolekularpumpe längs der in Fig. 2 gezeigten Schnittlinie
B-B,
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht der Turbomolekularpumpe längs der in Fig. 2 gezeigten Schnittlinie
C-C,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer Turbomolekularpumpe gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 7
- einen Querschnitt längs der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe,
- Fig. 8
- einen Detailquerschnitt der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe,
- Fig. 9
- einen Detailquerschnitt der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe mit eingefügten
Nutenstein und befestigter Augenschraube,
- Fig. 10
- einen Querschnitt längs der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe mit eingefügtem
Nutenstein und befestigter Augenschraube,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht einer Turbomolekularpumpe gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
[0040] Die in Fig. 1 gezeigte Turbomolekularpumpe 111 umfasst einen von einem Einlassflansch
113 umgebenen Pumpeneinlass 115, an welchen in an sich bekannter Weise ein nicht dargestellter
Rezipient angeschlossen werden kann. Das Gas aus dem Rezipienten kann über den Pumpeneinlass
115 aus dem Rezipienten gesaugt und durch die Pumpe hindurch zu einem Pumpenauslass
117 gefördert werden, an den eine Vorvakuumpumpe, wie etwa eine Drehschieberpumpe,
angeschlossen sein kann.
[0041] Der Einlassflansch 113 bildet bei der Ausrichtung der Vakuumpumpe gemäß Fig. 1 das
obere Ende des Gehäuses 119 der Vakuumpumpe 111. Das Gehäuse 119 umfasst ein Unterteil
121, an welchem seitlich ein Elektronikgehäuse 123 angeordnet ist. In dem Elektronikgehäuse
123 sind elektrische und/oder elektronische Komponenten der Vakuumpumpe 111 untergebracht,
z.B. zum Betreiben eines in der Vakuumpumpe angeordneten Elektromotors 125. Am Elektronikgehäuse
123 sind mehrere Anschlüsse 127 für Zubehör vorgesehen. Außerdem sind eine Datenschnittstelle
129, z.B. gemäß dem RS485-Standard, und ein Stromversorgungsanschluss 131 am Elektronikgehäuse
123 angeordnet.
[0042] Am Gehäuse 119 der Turbomolekularpumpe 111 ist ein Fluteinlass 133, insbesondere
in Form eines Flutventils, vorgesehen, über den die Vakuumpumpe 111 geflutet werden
kann. Im Bereich des Unterteils 121 ist ferner noch ein Sperrgasanschluss 135, der
auch als Spülgasanschluss bezeichnet wird, angeordnet, über welchen Spülgas zum Schutz
des Elektromotors 125 vor dem von der Pumpe geförderten Gas in den Motorraum 137,
in welchem der Elektromotor 125 in der Vakuumpumpe 111 untergebracht ist, gebracht
werden kann. Im Unterteil 121 sind ferner noch zwei Kühlmittelanschlüsse 139 angeordnet,
wobei einer der Kühlmittelanschlüsse als Einlass und der andere Kühlmittelanschluss
als Auslass für Kühlmittel vorgesehen ist, das zu Kühlzwecken in die Vakuumpumpe geleitet
werden kann.
[0043] Die untere Seite 141 der Vakuumpumpe kann als Standfläche dienen, sodass die Vakuumpumpe
111 auf der Unterseite 141 stehend betrieben werden kann. Die Vakuumpumpe 111 kann
aber auch über den Einlassflansch 113 an einem Rezipienten befestigt werden und somit
gewissermaßen hängend betrieben werden. Außerdem kann die Vakuumpumpe 111 so gestaltet
sein, dass sie auch in Betrieb genommen werden kann, wenn sie auf andere Weise ausgerichtet
ist als in Fig. 1 gezeigt ist. Es lassen sich auch Ausführungsformen der Vakuumpumpe
realisieren, bei der die Unterseite 141 nicht nach unten, sondern zur Seite gewandt
oder nach oben gerichtet angeordnet werden kann.
[0044] An der Unterseite 141, die in Fig. 2 dargestellt ist, sind noch diverse Schrauben
143 angeordnet, mittels denen hier nicht weiter spezifizierte Bauteile der Vakuumpumpe
aneinander befestigt sind. Beispielsweise ist ein Lagerdeckel 145 an der Unterseite
141 befestigt.
[0045] An der Unterseite 141 sind außerdem Befestigungsbohrungen 147 angeordnet, über welche
die Pumpe 111 beispielsweise an einer Auflagefläche befestigt werden kann.
[0046] In den Figuren 2 bis 5 ist eine Kühlmittelleitung 148 dargestellt, in welcher das
über die Kühlmittelanschlüsse 139 ein- und ausgeleitete Kühlmittel zirkulieren kann.
[0047] Wie die Schnittdarstellungen der Figuren 3 bis 5 zeigen, umfasst die Vakuumpumpe
mehrere Prozessgaspumpstufen zur Förderung des an dem Pumpeneinlass 115 anstehenden
Prozessgases zu dem Pumpenauslass 117.
[0048] In dem Gehäuse 119 ist ein Rotor 149 angeordnet, der eine um eine Rotationsachse
151 drehbare Rotorwelle 153 aufweist.
[0049] Die Turbomolekularpumpe 111 umfasst mehrere pumpwirksam miteinander in Serie geschaltete
turbomolekulare Pumpstufen mit mehreren an der Rotorwelle 153 befestigten radialen
Rotorscheiben 155 und zwischen den Rotorscheiben 155 angeordneten und in dem Gehäuse
119 festgelegten Statorscheiben 157. Dabei bilden eine Rotorscheibe 155 und eine benachbarte
Statorscheibe 157 jeweils eine turbomolekulare Pumpstufe. Die Statorscheiben 157 sind
durch Abstandsringe 159 in einem gewünschten axialen Abstand zueinander gehalten.
[0050] Die Vakuumpumpe umfasst außerdem in radialer Richtung ineinander angeordnete und
pumpwirksam miteinander in Serie geschaltete Holweck-Pumpstufen. Der Rotor der Holweck-Pumpstufen
umfasst eine an der Rotorwelle 153 angeordnete Rotornabe 161 und zwei an der Rotornabe
161 befestigte und von dieser getragene zylindermantelförmige Holweck-Rotorhülsen
163, 165, die koaxial zur Rotationsachse 151 orientiert und in radialer Richtung ineinander
geschachtelt sind. Ferner sind zwei zylindermantelförmige Holweck-Statorhülsen 167,
169 vorgesehen, die ebenfalls koaxial zu der Rotationsachse 151 orientiert und in
radialer Richtung gesehen ineinander geschachtelt sind.
[0051] Die pumpaktiven Oberflächen der Holweck-Pumpstufen sind durch die Mantelflächen,
also durch die radialen Innen- und/oder Außenflächen, der Holweck-Rotorhülsen 163,
165 und der Holweck-Statorhülsen 167, 169 gebildet. Die radiale Innenfläche der äußeren
Holweck-Statorhülse 167 liegt der radialen Außenfläche der äußeren Holweck-Rotorhülse
163 unter Ausbildung eines radialen Holweck-Spalts 171 gegenüber und bildet mit dieser
die der Turbomolekularpumpen nachfolgende erste Holweck-Pumpstufe. Die radiale Innenfläche
der äußeren Holweck-Rotorhülse 163 steht der radialen Außenfläche der inneren Holweck-Statorhülse
169 unter Ausbildung eines radialen Holweck-Spalts 173 gegenüber und bildet mit dieser
eine zweite Holweck-Pumpstufe. Die radiale Innenfläche der inneren Holweck-Statorhülse
169 liegt der radialen Außenfläche der inneren Holweck-Rotorhülse 165 unter Ausbildung
eines radialen Holweck-Spalts 175 gegenüber und bildet mit dieser die dritte Holweck-Pumpstufe.
[0052] Am unteren Ende der Holweck-Rotorhülse 163 kann ein radial verlaufender Kanal vorgesehen
sein, über den der radial außenliegende Holweck-Spalt 171 mit dem mittleren Holweck-Spalt
173 verbunden ist. Außerdem kann am oberen Ende der inneren Holweck-Statorhülse 169
ein radial verlaufender Kanal vorgesehen sein, über den der mittlere Holweck-Spalt
173 mit dem radial innenliegenden Holweck-Spalt 175 verbunden ist. Dadurch werden
die ineinander geschachtelten Holweck-Pumpstufen in Serie miteinander geschaltet.
Am unteren Ende der radial innenliegenden Holweck-Rotorhülse 165 kann ferner ein Verbindungskanal
179 zum Auslass 117 vorgesehen sein.
[0053] Die vorstehend genannten pumpaktiven Oberflächen der Holweck-Statorhülsen 163, 165
weisen jeweils mehrere spiralförmig um die Rotationsachse 151 herum in axialer Richtung
verlaufende Holweck-Nuten auf, während die gegenüberliegenden Mantelflächen der Holweck-Rotorhülsen
163, 165 glatt ausgebildet sind und das Gas zum Betrieb der Vakuumpumpe 111 in den
Holweck-Nuten vorantreiben.
[0054] Zur drehbaren Lagerung der Rotorwelle 153 sind ein Wälzlager 181 im Bereich des Pumpenauslasses
117 und ein Permanentmagnetlager 183 im Bereich des Pumpeneinlasses 115 vorgesehen.
[0055] Im Bereich des Wälzlagers 181 ist an der Rotorwelle 153 eine konische Spritzmutter
185 mit einem zu dem Wälzlager 181 hin zunehmenden Außendurchmesser vorgesehen. Die
Spritzmutter 185 steht mit mindestens einem Abstreifer eines Betriebsmittelspeichers
in gleitendem Kontakt. Der Betriebsmittelspeicher umfasst mehrere aufeinander gestapelte
saugfähige Scheiben 187, die mit einem Betriebsmittel für das Wälzlager 181, z.B.
mit einem Schmiermittel, getränkt sind.
[0056] Im Betrieb der Vakuumpumpe 111 wird das Betriebsmittel durch kapillare Wirkung von
dem Betriebsmittelspeicher über den Abstreifer auf die rotierende Spritzmutter 185
übertragen und in Folge der Zentrifugalkraft entlang der Spritzmutter 185 in Richtung
des größer werdenden Außendurchmessers der Spritzmutter 92 zu dem Wälzlager 181 hin
gefördert, wo es z.B. eine schmierende Funktion erfüllt. Das Wälzlager 181 und der
Betriebsmittelspeicher sind durch einen wannenförmigen Einsatz 189 und den Lagerdeckel
145 in der Vakuumpumpe eingefasst.
[0057] Das Permanentmagnetlager 183 umfasst eine rotorseitige Lagerhälfte 191 und eine statorseitige
Lagerhälfte 193, welche jeweils einen Ringstapel aus mehreren in axialer Richtung
aufeinander gestapelten permanentmagnetischen Ringen 195, 197 umfassen. Die Ringmagnete
195, 197 liegen einander unter Ausbildung eines radialen Lagerspalts 199 gegenüber,
wobei die rotorseitigen Ringmagnete 195 radial außen und die statorseitigen Ringmagnete
197 radial innen angeordnet sind. Das in dem Lagerspalt 199 vorhandene magnetische
Feld ruft magnetische Abstoßungskräfte zwischen den Ringmagneten 195, 197 hervor,
welche eine radiale Lagerung der Rotorwelle 153 bewirken. Die rotorseitigen Ringmagnete
195 sind von einem Trägerabschnitt 201 der Rotorwelle 153 getragen, welcher die Ringmagnete
195 radial außenseitig umgibt. Die statorseitigen Ringmagnete 197 sind von einem statorseitigen
Trägerabschnitt 203 getragen, welcher sich durch die Ringmagnete 197 hindurch erstreckt
und an radialen Streben 205 des Gehäuses 119 aufgehängt ist. Parallel zu der Rotationsachse
151 sind die rotorseitigen Ringmagnete 195 durch ein mit dem Trägerabschnitt 203 gekoppeltes
Deckelelement 207 festgelegt. Die statorseitigen Ringmagnete 197 sind parallel zu
der Rotationsachse 151 in der einen Richtung durch einen mit dem Trägerabschnitt 203
verbundenen Befestigungsring 209 sowie einen mit dem Trägerabschnitt 203 verbundenen
Befestigungsring 211 festgelegt. Zwischen dem Befestigungsring 211 und den Ringmagneten
197 kann außerdem eine Tellerfeder 213 vorgesehen sein.
[0058] Innerhalb des Magnetlagers ist ein Not- beziehungsweise Fanglager 215 vorgesehen,
welches im normalen Betrieb der Vakuumpumpe 111 ohne Berührung leer läuft und erst
bei einer übermäßigen radialen Auslenkung des Rotors 149 relativ zu dem Stator in
Eingriff gelangt, um einen radialen Anschlag für den Rotor 149 zu bilden, da eine
Kollision der rotorseitigen Strukturen mit den statorseitigen Strukturen verhindert
wird. Das Fanglager 215 ist als ungeschmiertes Wälzlager ausgebildet und bildet mit
dem Rotor 149 und/oder dem Stator einen radialen Spalt, welcher bewirkt, dass das
Fanglager 215 im normalen Pumpbetrieb außer Eingriff ist. Die radiale Auslenkung,
bei der das Fanglager 215 in Eingriff gelangt, ist groß genug bemessen, sodass das
Fanglager 215 im normalen Betrieb der Vakuumpumpe nicht in Eingriff gelangt, und gleichzeitig
klein genug, sodass eine Kollision der rotorseitigen Strukturen mit den statorseitigen
Strukturen unter allen Umständen verhindert wird.
[0059] Die Vakuumpumpe 111 umfasst den Elektromotor 125 zum drehenden Antreiben des Rotors
149. Der Anker des Elektromotors 125 ist durch den Rotor 149 gebildet, dessen Rotorwelle
153 sich durch den Motorstator 217 hindurch erstreckt. Auf den sich durch den Motorstator
217 hindurch erstreckenden Abschnitt der Rotorwelle 153 kann radial außenseitig oder
eingebettet eine Permanentmagnetanordnung angeordnet sein. Zwischen dem Motorstator
217 und dem sich durch den Motorstator 217 hindurch erstreckenden Abschnitt des Rotors
149 ist ein Zwischenraum 219 angeordnet, welcher einen radialen Motorspalt umfasst,
über den sich der Motorstator 217 und die Permanentmagnetanordnung zur Übertragung
des Antriebsmoments magnetisch beeinflussen können.
[0060] Der Motorstator 217 ist in dem Gehäuse innerhalb des für den Elektromotor 125 vorgesehenen
Motorraums 137 festgelegt. Über den Sperrgasanschluss 135 kann ein Sperrgas, das auch
als Spülgas bezeichnet wird, und bei dem es sich beispielsweise um Luft oder um Stickstoff
handeln kann, in den Motorraum 137 gelangen. Über das Sperrgas kann der Elektromotor
125 vor Prozessgas, z.B. vor korrosiv wirkenden Anteilen des Prozessgases, geschützt
werden. Der Motorraum 137 kann auch über den Pumpenauslass 117 evakuiert werden, d.h.
im Motorraum 137 herrscht zumindest annäherungsweise der von der am Pumpenauslass
117 angeschlossenen Vorvakuumpumpe bewirkte Vakuumdruck.
[0061] Zwischen der Rotornabe 161 und einer den Motorraum 137 begrenzenden Wandung 221 kann
außerdem eine sog. und an sich bekannte Labyrinthdichtung 223 vorgesehen sein, insbesondere
um eine bessere Abdichtung des Motorraums 217 gegenüber den radial außerhalb liegenden
Holweck-Pumpstufen zu erreichen.
[0062] Die Turbomolekularpumpe der Fig. 1 bis 5 bildet eine erfindungsgemäße Vakuumpumpe.
Die Fig. 6 bis 11 zeigen Einzelheiten, welche auch bei einer Turbomolekularpumpe gemäß
den Fig. 1 bis 5 vorgesehen sein können, auch wenn diese dort nicht ausdrücklich gezeigt
sind.
[0063] Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht einer Turbomolekularpumpe gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. Die in der Figur 6 gezeigte Turbomolekularpumpe 111 weist eine Eingriffsstruktur
225 auf. Die Eingriffsstruktur 225 ist als nutartige Vertiefung, insbesondere als
T-Nut, in den Außenumfang des Gehäuses 119 eingebracht. Dabei verläuft die Eingriffsstruktur
225 unter einem Winkel zur Längsachse 227 des Pumpengehäuses 119. Somit schließen
die Eingriffsstruktur 225 und die Längsachse 227 des Pumpengehäuses 119 in der in
Fig. 6 gezeigten Darstellung miteinander einen Winkel ein. Insbesondere verläuft die
Eingriffsstruktur 225 um die Längsachse 227 herum. Dabei verläuft die Eingriffsstruktur
225 in besonders vorteilhafter Weise entlang einer Ebene, die orthogonal zur Längsachse
227 des Gehäuses 119 ausgerichtet ist.
[0064] Erfindungsgemäß ist nun die Position der Eingriffsstruktur 225 entlang der Längsachse
227 des Gehäuses 119 in Abhängigkeit eines Gewichtsschwerpunkts 229 des Pumpenkörpers
der Turbomolekularpumpe 111 gewählt. Dabei bestimmt sich der Gewichtsschwerpunkt nach
sämtlichen Bauteilen der Turbomolekularpumpe 111, nämlich insbesondere dem Pumpengehäuse
119 sowie sämtlichen in und an dem Gehäuse 119 angeordneten Pumpenkomponenten, insbesondere
in der bei einer Montage der Pumpe 111 an einem Rezipienten vorliegenden Konfiguration.
Auf diese Weise kann die Turbomolekularpumpe 111 in besonders vorteilhafter Weise
über ein Befestigungselement in der Eingriffsstruktur 225 angehoben werden und in
angehobener Stellung durch Rotation um die Längsachse 227 ausgerichtet werden, ohne
dass zur Aufrechterhaltung der jeweils gewünschten Neigungslage der Längsachse 227
im Raum ein besonderer Kraftaufwand des Bedieners erforderlich ist.
[0065] Zum Einbringen eines Befestigungsmittels in die Eingriffsstruktur 225 kann die Eingriffsstruktur
225 mit einem Einführabschnitt 231 ausgestattet sein. Der Einführabschnitt kann beispielsweise
durch eine Unterbrechung einer T-Form und/oder durch Weglassen von Vorsprüngen 235
zum formschlüssigen Hintergreifen eines Befestigungselements - wie in der Fig. 8 gezeigt
und untenstehend näher ausgeführt - gebildet sein. Somit kann ein Befestigungselement
im Bereich des Einführabschnitts 231 in die Eingriffsstruktur 225 eingeführt und dann
durch Verschieben entlang des Verlaufs der Eingriffsstruktur 225 in formschlüssigen
Eingriff mit dieser gebracht werden.
[0066] Fig. 7 zeigt einen Querschnitt längs der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe
111 und Fig. 8 zeigt einen Detailquerschnitt der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe
111. In den Fig. 7 und 8 ist zu erkennen, dass die Eingriffsstruktur 225 im vorliegenden
Ausführungsbeispiel eine nutartige Vertiefung mit einem T-förmigen Querschnitt 233
ist. Insbesondere weist die Eingriffsstruktur dabei die Vorsprünge 235 auf, die ein
eingeführtes Befestigungselement, wie etwa einen Nutenstein, formschlüssig hintergreifen
können. Im Bereich des Einführabschnitts 231 kann der T-förmige Querschnitt 233 durch
Weglassen der Vorsprünge 235 unterbrochen werden, so dass ein Befestigungselement,
wie z.B. ein Nutenstein, handhabungsfreundlich eingeführt werden kann.
[0067] Fig. 9 zeigt einen Detailquerschnitt der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe
111 mit eingefügten Nutenstein 237 und befestigter oder einstückig mit dem Nutenstein
237 ausgebildeter Augenschraube 239. Zu erkennen ist, dass das als Nutenstein ausgebildete
Befestigungselement 237 in die Eingriffsstruktur 225 eingeführt ist und in die Vorsprünge
235 eingreift beziehungsweise die Vorsprünge 235 in das Befestigungselement 237 eingreifen.
[0068] In einer Richtung quer zur Längsachse 227 des Gehäuses 119 ist das als Nutenstein
ausgebildete Befestigungselement 237 somit formschlüssig mit der Eingriffsstruktur
225 verbunden. Gleichzeitig kann das Befestigungselement 237 entlang des Verlaufs
der Eingriffsstruktur 225, insbesondere entlang einer Umfangsorientierung beziehungsweise
Umfangsrichtung des Pumpenkörpers beziehungsweise des Gehäuses 119, verschoben werden,
so dass im angehobenen Zustand der Vakuumpumpe 111 eine handhabungsfreundliche Rotation
um die Längsachse 227 erfolgen kann. Durch die gezielte Führung des Befestigungselements
237 innerhalb der Eingriffsstruktur 225 wird die Rotationsbewegung um die Längsachse
227 geeignet unterstützt. In das Befestigungselement 237 kann dabei ein Lastaufnahmemittel
239, wie zum Beispiel eine Augenschraube, eingeschraubt werden.
[0069] Das Lastaufnahmemittel 239 kann dabei zur Verbindung mit einem Tragmittel eines Hebezeugs
oder einem gesonderten Anschlagmittel genutzt werden.
[0070] Fig. 10 zeigt einen Querschnitt längs der in Fig. 6 gezeigten Turbomolekularpumpe
111 mit eingefügtem Befestigungselement 237 sowie befestigtem Lastaufnahmemittel 239.
Zu erkennen ist, dass das als Nutenstein ausgebildete Befestigungselement 237 in die
Eingriffsstruktur 225 eingeführt ist und eine formschlüssige Verbindung zwischen dem
Befestigungselement 237 und der Eingriffsstruktur 225 hergestellt ist. Gleichzeitig
ist ein als Augenschraube ausgebildetes Lastaufnahmemittel 239 in das Befestigungselement
237 eingeschraubt, wobei eine einstückige Ausbildung der Komponenten 237 und 239 ebenfalls
möglich ist. An das Lastaufnahmemittel 239 kann ein Tragmittel eines Hebezeugs oder
ein gesondertes Anschlagmittel befestigt werden. Wie der Fig. 10 dabei zu entnehmen
ist, befindet sich damit der durch das Lastaufnahmemittel 239 gebildete Kraftangriffspunkt
für ein Anschlagmittel oder für ein Tragmittel eines Hebezeugs entlang der Längsachse
227 des Gehäuses 119 auf einer Höhe des Gewichtsschwerpunkts 229 des Pumpenkörpers.
[0071] Die Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht einer Turbomolekularpumpe gemäß einer weiteren
Ausführungsform der Erfindung. Die in der Fig. 11 gezeigte Turbomolekularpumpe 111
weist insgesamt zwei Eingriffsstrukturen 225 auf, die ebenfalls in Umfangsrichtung
des Gehäuses 119 an dessen Außenumfang verlaufen. Dabei verläuft jede Eingriffsstruktur
225 entlang einer Ebene, die zu der Längsachse 227 des Gehäuses 119 beziehungsweise
des Pumpenkörpers der Turbomolekularpumpe 111 orthogonal angeordnet ist. Jede Eingriffsstruktur
225 ist wiederum als nutartige Vertiefung, insbesondere mit einer T-Form, ausgebildet
und weist darüber hinaus einen Einführabschnitt 231 auf, in dem die T-Form unterbrochen
ist.
[0072] Der Fig. 11 ist ferner zu entnehmen, dass der Gewichtsschwerpunkt 229 des Pumpenkörpers
entlang der Längsachse 227 zwischen den beiden Eingriffsstrukturen 225 angeordnet
ist. Die beiden Eingriffsstrukturen 225 sind demnach axial beidseitig des Gewichtsschwerpunkts
229 angeordnet. Die Eingriffsstrukturen 225 weisen dabei unterschiedliche axiale Abstände
zum Gewichtsschwerpunkt 229 auf. Ebenso ist es möglich, dass der axiale Abstand einer
Eingriffsstruktur 225 zum Gewichtsschwerpunkt 229 mit dem axialen Abstand einer weiteren
Eingriffsstruktur 225 zum Gewichtsschwerpunkt 229 übereinstimmt ((quasi)-äquidistante
Anordnung), was hier nicht gezeigt ist.
[0073] Die in den Fig. 6 bis 11 beispielhaft gezeigten Eingriffsstrukturen 225 sowie die
in der Beschreibungseinleitung allgemein beschriebenen Konzepte können ebenso bei
den Ausführungsformen gemäß den Fig. 1 bis 5 vorgesehen sein, obwohl dort nicht näher
dargestellt beziehungsweise erläutert. Dies gilt für sämtliche Details bezüglich der
Anordnung und/oder Ausbildung der Eingriffsstruktur an dem Pumpenkörper beziehungsweise
dem Pumpengehäuse 119 der Turbomolekularpumpe 111. Ebenso können sämtliche oder einzelne
Details der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten und entsprechend beschriebenen Turbomolekularpumpe
111 auch bei den in den Fig. 6 bis 11 gezeigten Ausführungsformen der Turbomolekularpumpe
111 vorgesehen sein.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 111
- Turbomolekularpumpe
- 113
- Einlassflansch
- 115
- Pumpeneinlass
- 117
- Pumpenauslass
- 119
- Gehäuse
- 121
- Unterteil
- 123
- Elektronikgehäuse
- 125
- Elektromotor
- 127
- Zubehöranschluss
- 129
- Datenschnittstelle
- 131
- Stromversorgungsanschluss
- 133
- Fluteinlass
- 135
- Sperrgasanschluss
- 137
- Motorraum
- 139
- Kühlmittelanschluss
- 141
- Unterseite
- 143
- Schraube
- 145
- Lagerdeckel
- 147
- Befestigungsbohrung
- 148
- Kühlmittelleitung
- 149
- Rotor
- 151
- Rotationsachse
- 153
- Rotorwelle
- 155
- Rotorscheibe
- 157
- Statorscheibe
- 159
- Abstandsring
- 161
- Rotornabe
- 163
- Holweck-Rotorhülse
- 165
- Holweck-Rotorhülse
- 167
- Holweck-Statorhülse
- 169
- Holweck-Statorhülse
- 171
- Holweck-Spalt
- 173
- Holweck-Spalt
- 175
- Holweck-Spalt
- 179
- Verbindungskanal
- 181
- Wälzlager
- 183
- Permanentmagnetlager
- 185
- Spritzmutter
- 187
- Scheibe
- 189
- Einsatz
- 191
- rotorseitige Lagerhälfte
- 193
- statorseitige Lagerhälfte
- 195
- Ringmagnet
- 197
- Ringmagnet
- 199
- Lagerspalt
- 201
- Trägerabschnitt
- 203
- Trägerabschnitt
- 205
- radiale Strebe
- 207
- Deckelelement
- 209
- Stützring
- 211
- Befestigungsring
- 213
- Tellerfeder
- 215
- Not- beziehungsweise Fanglager
- 217
- Motorstator
- 219
- Zwischenraum
- 221
- Wandung
- 223
- Labyrinthdichtung
- 225
- Eingriffsstruktur
- 227
- Längsachse
- 229
- Gewichtsschwerpunkt
- 231
- Einführabschnitt
- 233
- T-förmiger Querschnitt
- 235
- Vorsprung
- 237
- Befestigungselement
- 239
- Lastaufnahmemittel
1. Vakuumpumpe (111), insbesondere Turbomolekularpumpe, mit einem Pumpenkörper und einer
daran ausgebildeten Befestigungsvorrichtung, die zumindest eine Eingriffsstruktur
(225) zur Verbindung eines Befestigungselements (237) mit dem Pumpenkörper aufweist,
wobei die Eingriffsstruktur (225) am Außenumfang des Pumpenkörpers zumindest abschnittsweise
unter einem Winkel zu dessen Längserstreckung (227) verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Position und/oder Anordnung der Befestigungsvorrichtung entlang der Längserstreckung
(227) des Pumpenkörpers in Abhängigkeit des Gewichtsschwerpunkts (229) des Pumpenkörpers
gewählt ist.
2. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffsstruktur (225) zur verschiebbaren Führung eines Befestigungselements
(237) ausgebildet ist, insbesondere für eine verschiebbare Führung entlang einer Umfangsorientierung
des Pumpenkörpers.
3. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) entlang einer Umfangsorientierung des Pumpenkörpers
verläuft, insbesondere orthogonal oder im Wesentlichen orthogonal zur Längserstreckung
(227) des Pumpenkörpers, und/oder wobei die Eingriffsstruktur (225) den Außenumfang
des Pumpenkörpers abschnittsweise oder vollständig und/oder durchgehend umläuft.
4. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) axial auf der Höhe des Gewichtsschwerpunkts
(229) des Pumpenkörpers positioniert ist.
5. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsvorrichtung eine Mehrzahl von Eingriffsstrukturen (225) aufweist und/oder
wobei zumindest zwei Eingriffsstrukturen (225) axial beidseitig des Gewichtsschwerpunkts
(229) des Pumpenkörpers positioniert sind, insbesondere den Gewichtsschwerpunkt (229)
des Pumpenkörpers axial einfassen, und/oder wobei der axiale Abstand einer Eingriffsstruktur
(225) zum Gewichtsschwerpunkt (229) mit dem axialen Abstand einer weiteren Eingriffsstruktur
(225) zum Gewichtsschwerpunkt (229) übereinstimmt und/oder wobei die Eingriffsstrukturen
(225) unterschiedliche axiale Abstände zum Gewichtsschwerpunkt (229) aufweisen.
6. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffsstruktur (225) als nutartige Vertiefung, bevorzugt als T-Nut, und/oder
zur Aufnahme zumindest eines Nutensteins ausgebildet ist und/oder wobei ein Nutenstein
innerhalb der nutartigen Vertiefung verschiebbar ist.
7. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur als stegartiger Vorsprung und/oder zur Führung
eines komplementär geformten Befestigungselements ausgebildet ist, insbesondere einem
Nutenstein mit darin ausgebildeter nutartiger Vertiefung.
8. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffsstruktur (225) einen Einführabschnitt (231) für ein Befestigungselement
(237) aufweist und/oder wobei der Einführabschnitt (231) zum Einführen eines Befestigungselements
(237) quer zum Längsverlauf der Eingriffsstruktur (225) ausgebildet ist und/oder wobei
der Einführabschnitt (231) durch eine Unterbrechung der Querschnittsform (233), insbesondere
durch eine Unterbrechung eines T-förmigen Querschnitts und/oder durch Weglassen von
Vorsprüngen (235) zum formschlüssigen Hintergreifen eines Befestigungselements (237)
gebildet ist.
9. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) durch Zerspanung erzeugt ist, bevorzugt
durch Drehen und/oder Fräsen, weiter bevorzugt mit einem T-Nuten Fräser, und/oder
wobei die Eingriffsstruktur (225) durch spanende Bearbeitung des Pumpenkörpers in
dieses eingebracht ist.
10. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Pumpenkörper gebildet ist durch ein Gehäuse (119, 121) sowie zumindest einer in
und/oder an dem Gehäuse (119, 121) angeordneten Pumpenkomponente, insbesondere einer
Mehrzahl von Pumpenkomponenten, und/oder wobei das Gehäuse (119, 121) mehrteilig ausgebildet
ist und/oder wobei zumindest eine Pumpenkomponente als Rotor (149) und/oder das Gehäuse
(119, 121) einen Stator bildet oder mit einem Stator verbunden ist und/oder wobei
der Rotor (149) um eine Rotationsachse (151) drehend gelagert ist, die entlang der
Längserstreckung des Pumpenkörpers und/oder durch dessen Gewichtsschwerpunkt (229)
verläuft, insbesondere die mit einer Schwerachse des Pumpenkörpers zusammenfällt.
11. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsvorrichtung an dem Gehäuse (119, 121) ausgebildet ist und/oder wobei
das Gehäuse (119, 121) die zumindest eine Pumpenkomponente einfasst und/oder wobei
das Gehäuse (119, 121) eine Längserstreckung und/oder einen eckigen und/oder im Wesentlichen
runden Außenumfang, bevorzugt einen kreisrunden Außenumfang, aufweist und/oder wobei
die Längserstreckung des Gehäuses (119, 121) größer ist als ein Gehäusedurchmesser,
insbesondere als ein mittlerer und/oder als der größte oder kleinste Gehäusedurchmesser.
12. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Pumpenkörper, insbesondere das Gehäuse (119, 121), im Bereich der und/oder angrenzend
an die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) eine Verstärkung aufweist und/oder wobei
das Gehäuse (119, 121) im Bereich der und/oder angrenzend an die Eingriffsstruktur
(225) eine größere Wandstärke aufweist als in den übrigen Gehäuseabschnitten.
13. Anordnung zur Handhabung und/oder Montage einer Vakuumpumpe (111), mit einem ein Tragmittel
aufweisendes Hebezeug, mit einer Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche, mit zumindest einem in oder an der Eingriffsstruktur (225) verschiebbar
positionierten Befestigungselement (237), bevorzugt einem Nutenstein, und mit einem
Lastaufnahmemittel (239), das mit dem Befestigungselement (237) verbunden und bevorzugt
als Augenschraube ausgebildet ist, wobei das Lastaufnahmemittel (239) bevorzugt mit
dem Tragmittel verbunden ist.
14. Verfahren zur Handhabung und/oder Montage einer Vakuumpumpe (111), vorzugsweise nach
einem der Ansprüche 1 bis 12 oder mit einer Anordnung nach Anspruch 13,
- bei dem die Vakuumpumpe (111) durch ein Hebezeug angehoben wird,
- bei dem die Vakuumpumpe (111) durch Rotation um eine Längs- und/oder Rotor- und/oder
Schwerachse (227) im Raum ausgerichtet wird und
- bei dem durch die Rotation der Vakuumpumpe (111) im Raum zumindest ein Befestigungselement
(237) in und/oder an der Eingriffsstruktur (225) der Vakuumpumpe (111) geführt verschoben
wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vakuumpumpe (111), insbesondere Turbomolekularpumpe, mit einem Pumpenkörper und einer
daran ausgebildeten Befestigungsvorrichtung zur Montage der Vakuumpumpe (111), wobei
die Befestigungsvorrichtung zumindest eine Eingriffsstruktur (225) zur Verbindung
eines Befestigungselements (237) mit dem Pumpenkörper aufweist, wobei die Eingriffsstruktur
(225) am Außenumfang des Pumpenkörpers zumindest abschnittsweise unter einem Winkel
zu dessen Längserstreckung (227) verläuft,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Position und/oder Anordnung der Befestigungsvorrichtung entlang der Längserstreckung
(227) des Pumpenkörpers in Abhängigkeit des Gewichtsschwerpunkts (229) des Pumpenkörpers
gewählt ist und dass die Eingriffsstruktur (225) zur verschiebbaren Führung eines
Befestigungselements (237) ausgebildet ist.
2. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffsstruktur (225) zur verschiebbaren Führung eines Befestigungselements
(237) entlang einer Umfangsorientierung des Pumpenkörpers ausgebildet ist.
3. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) entlang einer Umfangsorientierung des Pumpenkörpers
verläuft, insbesondere orthogonal oder im Wesentlichen orthogonal zur Längserstreckung
(227) des Pumpenkörpers, und/oder wobei die Eingriffsstruktur (225) den Außenumfang
des Pumpenkörpers abschnittsweise oder vollständig und/oder durchgehend umläuft.
4. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) axial auf der Höhe des Gewichtsschwerpunkts
(229) des Pumpenkörpers positioniert ist.
5. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsvorrichtung eine Mehrzahl von Eingriffsstrukturen (225) aufweist und/oder
wobei zumindest zwei Eingriffsstrukturen (225) axial beidseitig des Gewichtsschwerpunkts
(229) des Pumpenkörpers positioniert sind, insbesondere den Gewichtsschwerpunkt (229)
des Pumpenkörpers axial einfassen, und/oder wobei der axiale Abstand einer Eingriffsstruktur
(225) zum Gewichtsschwerpunkt (229) mit dem axialen Abstand einer weiteren Eingriffsstruktur
(225) zum Gewichtsschwerpunkt (229) übereinstimmt und/oder wobei die Eingriffsstrukturen
(225) unterschiedliche axiale Abstände zum Gewichtsschwerpunkt (229) aufweisen.
6. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffsstruktur (225) als nutartige Vertiefung, bevorzugt als T-Nut, und/oder
zur Aufnahme zumindest eines Nutensteins ausgebildet ist und/oder wobei ein Nutenstein
innerhalb der nutartigen Vertiefung verschiebbar ist.
7. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur als stegartiger Vorsprung und/oder zur Führung
eines komplementär geformten Befestigungselements ausgebildet ist, insbesondere einem
Nutenstein mit darin ausgebildeter nutartiger Vertiefung.
8. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingriffsstruktur (225) einen Einführabschnitt (231) für ein Befestigungselement
(237) aufweist und/oder wobei der Einführabschnitt (231) zum Einführen eines Befestigungselements
(237) quer zum Längsverlauf der Eingriffsstruktur (225) ausgebildet ist und/oder wobei
der Einführabschnitt (231) durch eine Unterbrechung der Querschnittsform (233), insbesondere
durch eine Unterbrechung eines T-förmigen Querschnitts und/oder durch Weglassen von
Vorsprüngen (235) zum formschlüssigen Hintergreifen eines Befestigungselements (237)
gebildet ist.
9. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) durch Zerspanung erzeugt ist, bevorzugt
durch Drehen und/oder Fräsen, weiter bevorzugt mit einem T-Nuten Fräser, und/oder
wobei die Eingriffsstruktur (225) durch spanende Bearbeitung des Pumpenkörpers in
dieses eingebracht ist.
10. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Pumpenkörper gebildet ist durch ein Gehäuse (119, 121) sowie zumindest einer in
und/oder an dem Gehäuse (119, 121) angeordneten Pumpenkomponente, insbesondere einer
Mehrzahl von Pumpenkomponenten, und/oder wobei das Gehäuse (119, 121) mehrteilig ausgebildet
ist und/oder wobei zumindest eine Pumpenkomponente als Rotor (149) und/oder das Gehäuse
(119, 121) einen Stator bildet oder mit einem Stator verbunden ist und/oder wobei
der Rotor (149) um eine Rotationsachse (151) drehend gelagert ist, die entlang der
Längserstreckung des Pumpenkörpers und/oder durch dessen Gewichtsschwerpunkt (229)
verläuft, insbesondere die mit einer Schwerachse des Pumpenkörpers zusammenfällt.
11. Vakuumpumpe (111) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Befestigungsvorrichtung an dem Gehäuse (119, 121) ausgebildet ist und/oder wobei
das Gehäuse (119, 121) die zumindest eine Pumpenkomponente einfasst und/oder wobei
das Gehäuse (119, 121) eine Längserstreckung und/oder einen eckigen und/oder im Wesentlichen
runden Außenumfang, bevorzugt einen kreisrunden Außenumfang, aufweist und/oder wobei
die Längserstreckung des Gehäuses (119, 121) größer ist als ein Gehäusedurchmesser,
insbesondere als ein mittlerer und/oder als der größte oder kleinste Gehäusedurchmesser.
12. Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Pumpenkörper, insbesondere das Gehäuse (119, 121), im Bereich der und/oder angrenzend
an die zumindest eine Eingriffsstruktur (225) eine Verstärkung aufweist und/oder wobei
das Gehäuse (119, 121) im Bereich der und/oder angrenzend an die Eingriffsstruktur
(225) eine größere Wandstärke aufweist als in den übrigen Gehäuseabschnitten.
13. Anordnung zur Handhabung und/oder Montage einer Vakuumpumpe (111), mit einem ein Tragmittel
aufweisendes Hebezeug, mit einer Vakuumpumpe (111) nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche, mit zumindest einem in oder an der Eingriffsstruktur (225) verschiebbar
positionierten Befestigungselement (237), bevorzugt einem Nutenstein, und mit einem
Lastaufnahmemittel (239), das mit dem Befestigungselement (237) verbunden und bevorzugt
als Augenschraube ausgebildet ist, wobei das Lastaufnahmemittel (239) bevorzugt mit
dem Tragmittel verbunden ist.
14. Verfahren zur Handhabung und/oder Montage einer Vakuumpumpe (111), vorzugsweise nach
einem der Ansprüche 1 bis 12 oder mit einer Anordnung nach Anspruch 13,
- bei dem ein Hebezeug über ein Befestigungselement (237), das in und/oder an einer
Eingriffsstruktur (225) der Vakuumpumpe (111) angeordnet ist, mit der Vakuumpumpe
(111) verbunden wird,
- bei dem die Vakuumpumpe (111) durch das Hebezeug angehoben wird,
- bei dem die Vakuumpumpe (111) durch Rotation um eine Längs- und/oder Rotor- und/oder
Schwerachse (227) im Raum ausgerichtet wird und
- bei dem durch die Rotation der Vakuumpumpe (111) im Raum das Befestigungselement
(237) in und/oder an der Eingriffsstruktur (225) der Vakuumpumpe (111) geführt verschoben
wird.