[0001] Die Erfindung betrifft eine Staubsaugerdüsenanordnung und umfasst eine Staubsaugerdüse
zur Bildung einer ersten Saugkonfiguration sowie eine Erweiterungsdüse zur Bildung
einer zweiten Saugkonfiguration, welche eine Aufnahme zur Verbindung mit der Staubsaugerdüse
aufweist.
[0002] Staubsaugerdüsen dienen der Formung und Führung eines Saugluftstromes an zu reinigenden
Oberflächen. Der Saugluftstrom wird dabei von einem Staubsauger mittels eines Gebläses
erzeugt und tritt durch die Staubsaugerdüse in eine Saugluftführung ein. Dabei zieht
der Saugluftstrom Schmutzpartikel von der zu reinigenden Oberfläche ab und führt diese
mit sich, bis sie in einer Schmutzsammelvorrichtung aus dem Saugluftstrom abgetrennt
werden. Je nach Anwendungsgebiet haben sich unterschiedliche Düsenformen herausgebildet,
beispielsweise Staubsaugerdüsen für Glattböden und/oder Teppichböden, Polsterdüsen,
Fugendüsen usw., welche für die verschiedenen Reinigungszenarien mitgeführt und bereitgestellt
werden müssen.
[0003] Um hierbei den Aufwand zu reduzieren, ist es bekannt, Staubsaugerdüsen an mehrere
Einsatzsituationen anpassbar zu gestalten etwa dergestalt, dass der Bodenabstand der
Staubsaugerdüse durch verstellbare Abstandselemente zwischen einer Glattbodenstellung
und einer Teppichbodenstellung umgeschaltet werden kann. Die hierdurch erreichbaren
Veränderungen der Geometrie - insbesondere der Gleitsohle und des Saugmundes - sind
jedoch sehr begrenzt. Daher wurden auch modulare Staubsaugerdüsensysteme vorgeschlagen,
bei denen eine kleine Staubsaugerdüse in einem Erweiterungskörper zur Bildung einer
größeren Gesamtdüse einsetzbar ist.
[0004] Beispielsweise aus
EP 1 364 608 A2 ist eine modulare Staubsaugerdüse mit einer Staubsaugerbodendüse und einer darin
einsetzbaren Minidüse bekannt.
[0005] Um den Einsatzbereich einer modularen Düse zu erweitern, schlägt
EP 2 636 349 A1 vor, mehrere Ausbaustufen einer modularen Düse vor, welche parallel nebeneinander
und/oder seriell hintereinander an einen Grundkörper angeschlossen werden können.
Die verschiedenen Anschlussstellen bringen einen hohen konstruktiven Aufwand und eine
hohe Störungsanfälligkeit mit sich. Die so erzielbaren Reinigungskonfigurationen sind
nur bedingt nützlich.
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein System von Staubsaugerdüsen
anzugeben, welches mit geringem konstruktiven Aufwand und geringem Materialeinsatz
eine große Anzahl an unterschiedlichen Saugkonfigurationen bereitstellen soll. Diese
sollen sich durch eine große Robustheit auszeichnen und auch für den professionellen
Einsatz geeignet sein.
[0007] Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Staubsaugerdüsenanordnung
nach Anspruch 1. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Unteransprüchen
angegeben.
[0008] Die gattungsgemäße Staubsaugerdüsenanordnung, von der die Erfindung ausgeht, umfasst
eine Staubsaugerdüse zur Bildung einer ersten Saugkonfiguration mit einem Düsenkörper,
einem daran unterseitig angeordneten und mit einem Saugkanal verbundenen Saugmund,
welcher eine erste Arbeitsbreite definiert, und einem Sauganschlussstutzen zur Verbindung
des Saugkanals mit einer Saugluftführung. Weiterhin umfasst es eine erste Erweiterungsdüse
zur Bildung einer zweiten Saugkonfiguration mit einem ersten Erweiterungskörper, einem
daran unterseitig angeordneten und mit einem Saugkanal verbundenen Saugmund, welche
eine gegenüber der ersten Arbeitsbreite vergrößerte zweite Arbeitsbreite definiert,
und einer Aufnahme zur Verbindung mit der Staubsaugerdüse, wobei der Saugkanal des
ersten Erweiterungskörpers an den Saugmund der Staubsaugerdüse anschließbar ist. Erfindungsgemäß
ist eine zweite Erweiterungsdüse zur Bildung einer dritten Saugkonfiguration mit einem
zweiten Erweiterungskörper, der in seinen Abmessungen von dem ersten Erweiterungskörper
abweicht, einem daran unterseitig angeordneten und mit einem Saugkanal verbundenen
Saugmund und einer Aufnahme zur Verbindung mit der Staubsaugerdüse vorgesehen, wobei
der Saugkanal des zweiten Erweiterungskörpers an den Saugmund der Staubsaugerdüse
anschließbar ist.
[0009] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Staubsaugerdüsenanordnung sind insgesamt zumindest
drei unterschiedliche Saugkonfigurationen umsetzbar. Einerseits ist die Staubsaugerdüse
unmittelbar zur Saugreinigung verwendbar, wobei ein Saugluftstrom von einer zu reinigenden
Oberfläche abgezogen und durch den Saugmund der Staubsaugerdüse in deren Saugkanal
eingeleitet und über den Sauganschlussstutzen an eine Saugluftführung weitergegeben
wird. Vor abweichende Reinigungsszenarien - insbesondere wenn eine größere Arbeitsbreite
benötigt wird - kann die Staubsaugerdüse mit der Aufnahme eines ersten Erweiterungskörpers
verbunden werden. Hierbei wird die Saugluftführung derart gestaltet, dass der Saugmund
der Staubsaugerdüse an den Saugkanal des ersten Erweiterungskörpers angeschlossen
ist. Zumindest der überwiegende Teil des in den Saugmund der Staubsaugerdüse eintretenden
Saugluftstromes hat daher zuvor den Saugmund des ersten Erweiterungskörpers und den
daran anschließenden Saugkanal passiert. Die Reinigungseigenschaften dieser im Rahmen
der zweiten Saugkonfiguration gebildeten Gesamtanordnung werden maßgeblich durch den
ersten Erweiterungskörper und seine Saugmundgestaltung bestimmt.
[0010] Im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, dass alternativ zu dem ersten Erweiterungskörper
auch ein zweiter Erweiterungskörper mit der Staubsaugerdüse verbindbar ist. Dabei
wird die Saugluftführung ebenfalls derart an den zweiten Erweiterungskörper angeschlossen,
dass der überwiegende Teil des Saugluftstromes durch den Saugmund des zweiten Erweiterungskörpers
in den dahinter angeordneten Saugkanal eintritt und von dort aus in den Saugmund der
Staubsaugerdüse weitergeleitet wird. Die zweite Erweiterungsdüse weist eine von der
ersten Erweiterungsdüse abweichende Geometrie auf, wodurch im Rahmen der dritten Saugkonfiguration
andere Reinigungsszenarien bevorzugt abgearbeitet werden können. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass der Saugmund des zweiten Erweiterungskörpers eine gegenüber
der zweiten Arbeitsbreite vergrößerte dritte Arbeitsbreite definiert. Somit können
gegenüber der zweiten Saugkonfiguration noch breitere Bahnen auf einer zu reinigenden
Oberfläche abgesaugt werden, was insbesondere je nach Korngrößenverteilung des zu
entfernenden Schmutzes und der Quadratmeterzahl der zu reinigenden Oberfläche hilfreich
sein kann.
[0011] Alternativ oder zusätzlich kann sich jedoch die Geometrie der dritten Saugkonfiguration
in anderen Aspekten von der zweiten Saugkonfiguration unterscheiden. Beispielsweise
kann eine vergrößerte Grundfläche des zweiten Erweiterungskörpers vorgesehen sein,
eine größere Tiefe in Arbeitsrichtung oder beispielsweise auch eine veränderte Gleitsohlengestaltung,
welche für den Einsatz auf bestimmten Bodenbelägen, beispielsweise Teppichböden, insbesondere
hochflorigen Teppichen, optimiert ist.
[0012] Gegenüber Staubsaugerdüsensystemen, bei denen mehrere vollständige, gegeneinander
austauschbare spezialisierte Staubsaugerdüsen vorgesehen sind, ergibt sich im Rahmen
der Erfindung eine erhebliche Materialersparnis. Insbesondere im Bereich des Sauganschlussstutzens
sowie dessen gelenkiger Verbindung mit dem Staubsaugerdüsenkörper wird eine doppelte
Ausführung an verschiedenen Staubsaugerdüsen vermieden. Entsprechend der Materialreduzierung
lässt sich die Staubsaugerdüsenanordnung auch aufgrund eines verringerten Platzbedarfs
leichter transportieren, was insbesondere bei einem professionellen Einsatz vorteilhaft
ist. Gegenüber der Ausgestaltung einer Staubsaugerdüse mit mehreren parallel und seriell
einsetzbaren Erweiterungen kann im Rahmen der Erfindung eine erhöhte Effektivität
und Stabilität der jeweiligen Saugkonfigurationen erhöht werden. Hierbei ist von Vorteil,
dass es jeweils nur eine einzige Anschlussstelle an der Verbindung zwischen der Aufnahme
der Erweiterungskörper und der Staubsaugerdüse gibt. Entsprechend treten an nur einer
einzigen Übergangsstelle mögliche Fehlluftströme auf, welche ebenfalls mit geringerem
konstruktivem und materiellem Aufwand abgedichtet werden können.
[0013] Vorzugsweise weist die Aufnahme des ersten Erweiterungskörpers und/oder die Aufnahme
des zweiten Erweiterungskörpers ein Dichtelement auf. Hierdurch wird im verbundenen
Zustand eine Abdichtung bereitgestellt um Fehlluftströme zu vermeiden. Mit einer Abdichtung
kann nahezu der gesamte Saugluftstrom durch den Saugmund und den Saugkanal des entsprechenden
Erweiterungskörpers geleitet werden.
[0014] Besonders bevorzugt lässt sich die Erfindung bei Staubsaugerdüsenanordnungen einsetzen,
bei denen die Staubsaugerdüse in der Querrichtung eine größere Erstreckung aufweist
als in der Arbeitsrichtung. Hierbei ist eine besonders stabile Verbindung zu einer
Staubsaugerdüse und den Erweiterungskörpern möglich. Auch die Saugluftführung lässt
sich so besser ausgestalten, da der Saugmund der Staubsaugerdüse so bereits eine große
Quererstreckung aufweist. Infolgedessen lässt sich der Saugmund der Staubsaugerdüse
besonders einfach an die Saugluftführung einer Querrichtung breiteren Erweiterungsdüse
anschließen.
[0015] Zweckmäßigerweise sind die Aufnahmen der ersten Erweiterungsdüse und die Aufnahme
der zweiten Erweiterungsdüse identisch ausgebildet. Auf diese Weise wird eine besonders
leichte Austauschbarkeit der beiden Erweiterungsdüsen gewährleistet, wobei die Verbindung
zur Staubsaugerdüse in beiden Fällen optimal und gleich gut funktionieren kann.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung umschließen die Aufnahme der ersten
Erweiterungsdüse und/oder die Aufnahme der zweiten Erweiterungsdüse die Staubsaugerdüse
im verbundenen Zustand in der Horizontalebene (das heißt in der Querrichtung und in
der Arbeitsrichtung) formschlüssig. Besonders bevorzugt wird der Formschluss dadurch
hergestellt, dass die Aufnahme der ersten Erweiterungsdüse und/oder die Aufnahme der
zweiten Erweiterungsdüse in der Horizontalebene umlaufend an der Staubsaugerdüse anliegt.
Hierdurch kann eine optimale Kraftübertragung sowohl in der Querrichtung als auch
in der Arbeitsrichtung erfolgen. Das Einsetzen der Staubsaugerdüse aus den Aufnahmen
erfolgt dabei in vertikaler Richtung. Bei einer formschlüssigen Aufnahme wird auch
bereits eine gewisse Abdichtung bereitgestellt, so dass ein zusätzliches Dichtelement
zur Vermeidung von Fehlluftströmen entfallen kann. Besonders zweckmäßigerweise ist
die Staubsaugerdüse in der Aufnahme der ersten Erweiterungsdüse und/oder in der Aufnahme
der zweiten Erweiterungsdüse in vertikaler Richtung durch eine Rastverbindung arretierbar.
Bei einer Rastverbindung wird zumindest ein Rastkörper durch das Einschieben der Staubsaugerdüse
in die Aufnahme verformt und/oder verlagert, wobei der Rastkörper beim Erreichen der
endgültigen Aufnahmeposition der Staubsaugerdüse in der Aufnahme zumindest teilweise
rückverformt und/oder rückverlagert wird, wodurch die Staubsaugerdüse in der Aufnahme
form- und/oder kraftschlüssig gehalten wird.
[0017] Beispielsweise kann die Rastverbindung durch eine elastisch verformbare Halteleiste
gebildet werden, welche beim Einschieben der Staubsaugerdüse in die Aufnahme beiseitegeschoben
wird und nach Erreichen der endgültigen Aufnahmeposition innerhalb der Aufnahme sich
zumindest teilweise rückverformt. Zum Entnehmen der Staubsaugerdüse aus der Aufnahme
muss ein erhöhter Kraftaufwand aufgewendet werden, um die Halteleiste erneut zu verformen.
Eine separate Entriegelung ist nicht notwendig.
[0018] Ebenso kann die Rastverbindung durch einen unverformbaren Rastkörper bereitgestellt
werden, welcher verschiebbar an der Aufnahme gelagert ist. Durch eine elastische Kraftbeaufschlagung
wird der Rastkörper derart in die Aufnahme eingedrückt, dass die Staubsaugerdüse gegenüber
die durch den Rastkörper verkleinerte Aufnahme ein gewisses Übermaß aufweist. Beim
Einschieben der Staubsaugerdüse wird der Rastkörper durch die Staubsaugerdüse gegen
die Kraftbeaufschlagung zurückgeschoben, so dass der Rastkörper den Weg in die Aufnahme
freigibt. Nach Erreichen der endgültigen Aufnahmeposition der Staubsaugerdüse in der
Aufnahme - wobei die zweite bzw. dritte Saugkonfiguration gebildet wird - kann der
Rastkörper zumindest teilweise in seine Ausgangsposition zurückbewegt werden, wodurch
an einem Entnehmen der Staubsaugerdüse aus der Aufnahme zumindest durch Kraftbeaufschlagung
hemmt, vorzugsweise jedoch durch Form sperrt. Im zweiten Fall muss das Rastelement
durch Zurückziehen aus der Sperrposition entsperrt werden, um die Staubsaugerdüse
aus der Aufnahme entnehmen zu können.
[0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung wird die Staubsaugerdüse in der Querrichtung durch
eine erste Schmalseite und eine gegenüberliegende zweite Schmalseite begrenzt. Zur
Arretierung in der Vertikalrichtung innerhalb der Aufnahme hintergreift die Staubsaugerdüse
mit der ersten Schmalseite einen Überhang der Aufnahme der ersten Erweiterungsdüse
bzw. der zweiten Erweiterungsdüse. Gleichzeitig ist die Staubsaugerdüse an der zweiten
Schmalseite durch ein an der Aufnahme angeordnetes Rastelement arretierbar. Hierbei
wird die Arretierung in vertikaler Richtung auch an zumindest einer Seite durch Formschluss
gelöst, was einen geringen konstruktiven Aufwand und eine hohe Robustheit mit sich
bringt.
[0020] Vorzugsweise ist das Rastelement durch ein Schaltelement, insbesondere einen Fußdruckschalter
entriegelbar. Dieser kann während der Benutzung durch geringen Aufwand von einem Bediener
mit dem Fuß ausgelöst werden, um die Staubsaugerdüse aus der Aufnahme der jeweiligen
Erweiterungsdüse entnehmen zu können. Das Rastelement und das Schaltelement können
vorzugsweise einstückig ausgebildet sein.
[0021] Vorzugsweise ist an der Staubsaugerdüse zumindest ein Fadenheber angeordnet. Somit
ist diese innerhalb der ersten Saugkonfiguration insbesondere als Polsterdüse einsetzbar.
[0022] Zweckmäßigerweise sind jedoch auch an der ersten Erweiterungsdüse und/oder an der
zweiten Erweiterungsdüse Dicht-, Trag- und/oder Reinigungselemente angeordnet. Hierbei
kann es sich insbesondere um Borstenleisten, Dichtlippen, Fadenheber und/oder mit
fadenheberplüsch flächig besetzte Gummileisten und/oder -lippen handeln. Durch geeignete
Auswahl kann die Effektivität der zweiten und/oder dritten Saugkonfiguration für bestimmte
Arten und/oder Größen von Schmutzpartikeln gezielt eingestellt werden.
[0023] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist an der ersten Erweiterungsdüse und/oder an
der zweiten Erweiterungsdüse zumindest eine Laufrolle angeordnet. Auch Rollen dienen
der Abstützung einer Staubsaugerdüse auf glatten Hartböden, wobei sich der Bodenabstand
präzise einstellen lässt. Gleichzeitig können Laufrollen auch dazu genutzt werden,
zumindest in begrenzten Rahmen eine selbsttätige Einstellung an unterschiedliche Bodenbeläge
zu gewährleisten. Dies beruht darauf, dass zumindest schmale Laufrollen mit einer
Laufbreite von wenigen Millimetern in weichen Teppichböden einsinken und dort keine
Tragwirkung entfalten.
[0024] Besonders bevorzugt ist der Sauganschlussstutzen mittels einer Gelenkanordnung an
den Düsenkörper beweglich angeordnet. Dabei ist der Sauganschlussstutzen um zumindest
eine Achse schwenkbar gelagert, um eine Steuerung der Staubsaugerdüse und/oder eine
Anpassung an den Boden zu ermöglichen. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
umfasst die Staubsaugerdüsenanordnung ferner eine alternative Staubsaugerdüse, welche
gleichermaßen mit der Aufnahme der ersten Erweiterungsdüse und/oder der Aufnahme der
zweiten Erweiterungsdüse alternativ verbindbar ist. Die alternative Staubsaugerdüse
kann zusätzliche Saugöffnungen, welche nicht mit der Aufnahme gekoppelt werden, und/oder
Abstützelemente aufweisen. Beispielsweise ist es möglich die alternative Staubsaugerdüse
derart auszugestalten, dass im Rahmen von Saugkonfigurationen in Verbindung mit der
ersten Erweiterungsdüse oder der zweiten Erweiterungsdüse eine Doppelgelenksanordnung
gebildet wird, bei der die Erweiterungsdüse gegenüber dem Sauganschlussstutzen um
zwei voneinander beabstandete, parallele und in der Querrichtung verlaufende Schwenkachsen
beweglich verbunden ist.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die alternative Staubsaugerdüse
einen zu der Staubsaugerdüse identischen Düsenkörper und einen abweichenden Sauganschlussstutzen
und/oder eine abweichende Gelenkanordnung zur Verbindung des Sauganschlussstutzens
an dem Düsenkörper auf. Durch entsprechend abgestimmte Sauganschlussstutzen und/oder
Gelenkanordnungen lässt sich die erfindungsgemäße Staubsaugerdüsenanordnung besonders
einfach für Anwendungen mit unterschiedlicher Steuerbarkeit der Saugkonfigurationen
anpassen. Ebenso lassen sich dieselben Erweiterungsdüsen problemlos mit verschiedenen
Formaten der Saugluftführung - beispielsweise unterschiedlichen Rohrdurchmessern eines
Saugrohrs - einsetzen. Die alternative Staubsaugerdüse fungiert mit ihrer abweichenden
Ausgestaltung des Sauganschlussstutzens gleichzeitig als Adapter. Dies erleichtert
den Einsatz im professionellen Bereich, wo nebeneinander Staubsauggeräte unterschiedlicher
Hersteller und Modelle zum Einsatz kommen.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von lediglich Ausführungsbeispiel darstellenden
Figuren erläutert. Das zeigen schematisch:
- Fig. 1
- Eine Oberansicht einer erfindungsgemäßen Staubsaugerdüsenanordnung,
- Fig. 2
- eine zweite, im Rahmen der erfindungsgemäßen Staubsaugerdüsenanordnung gebildete Saugkonfiguration,
- Fig. 3
- eine dritte, im Rahmen der Erfindung gebildete Saugkonfiguration,
- Fig. 4A
- eine Unteransicht der Staubsaugerdüse aus Fig. 1,
- Fig. 4B
- eine Unteransicht der dritten Saugkonfiguration aus Fig. 3 und
- Fig. 5
- eine zweite Saugkonfiguration entsprechend Fig. 2 mit einer alternativen Staubsaugerdüse.
[0027] In der Fig. 1 sind die einzelnen Teile der erfindungsgemäßen Staubsaugeranordnung
nebeneinander dargestellt. Die Staubsaugerdüsenanordnung umfasst eine Staubsaugerdüse
1 mit einem Düsenkörper 2 und einem daran unterseitig, in der Darstellung nicht sichtbaren
und mit einem Saugkanal 17 verbundenen Saugmund 16, welcher in einer Querrichtung
x eine erste Arbeitsbreite a
1 definiert. In der Arbeitsrichtung y rückwärtig schließt an den Düsenkörper 2 ein
Sauganschlussstutzen 3 an. Der Sauganschlussstutzen ist dabei um eine paralle zur
Arbeitsrichtung y verlaufende Schwenkachse drehbar an dem Düsenkörper 2 befestigt.
[0028] Weiterhin dargestellt ist eine erste Erweiterungsdüse 4, welche einen ersten Erweiterungskörper
5 mit einem daran unterseitig angeordneten und in einem Saugkanal 6 mündenden Saugmund
7 aufweist. Der Saugmund 7 definiert in der Querrichtung x verlaufende Arbeitsbreite
a
2, welche gegenüber der ersten Arbeitsbreite a
1 vergrößert ist. An der Oberseite des ersten Erweiterungskörpers 5 ist eine Aufnahme
8 zur Verbindung mit der Staubsaugerdüse 1 vorgesehen. Die Aufnahme ist so ausgebildet,
dass die Staubsaugerdüse 1 darin in Arbeitsrichtung y und in der Querrichtung x formschlüssig
gehalten wird. Dabei wird die Staubsaugerdüse 1 von der Aufnahme 8 an drei Seiten
umlaufend umschlossen. Bei der in die Aufnahme 8 eingesetzte Staubsaugerdüse ist der
Saugkanal 6 des ersten Erweiterungskörpers 5 an den Saugmund der Staubsaugerdüse 1
angeschlossen.
[0029] Zur Befestigung in vertikaler Richtung ist an der einen Schmalseite der Aufnahme
8 ein Überhang 9 vorgesehen, welcher von einer Schmalseite der Staubsaugerdüse 1 hintergriffen
werden kann. An der gegenüberliegenden zweiten Schmalseite der Aufnahme 8 ist ein
Rastelement 10 vorgesehen, durch welches die zweite Schmalseite der Staubsaugerdüse
1 in der Aufnahme arretierbar ist. Im verbundenen Zustand hält das Rastelement 10
die Staubsaugerdüse 1 durch Formschluss innerhalb der Aufnahme 8. Das Rastelement
10 kann durch ein als Fußdruckschalter 11 ausgebildetes Schaltelement entriegelt werden.
[0030] Erfindungsgemäß weist die Staubsaugerdüsenanordnung weiterhin eine zweite Erweiterungsdüse
12 mit einem zweiten Erweiterungskörper 13 und einem daran unterseitig angeordneten
und mit einem Saugkanal 14 verbundenen Saugmund 15 auf. Die Abmessung des zweiten
Erweiterungskörpers 13 unterscheidet sich von dem ersten Erweiterungskörper 5 dergestalt,
dass der Saugmund 15 eine gegenüber der zweiten Arbeitsbreite a
2 vergrößerte dritte Arbeitsbreite a
3 definiert. Sowohl die Staubsaugerdüse 1 als auch die erste Erweiterungsdüse 4 als
auch die zweite Erweiterungsdüse 12 weisen in der Querrichtung x eine größere Erstreckung
als in der Arbeitsrichtung y auf.
[0031] An der Oberseite des zweiten Erweiterungskörpers 13 ist ebenfalls eine Aufnahme 8'
angeordnet, welche im Vergleich zur Aufnahme 8 der ersten Erweiterungsdüse 4 identisch
ausgebildet ist. Die Festlegung der Staubsaugerdüse in horizontaler Richtung erfolgt
ebenfalls durch Formschluss. Die Festlegung in vertikaler Richtung durch einen Überhang
9' sowie ein durch ein Schaltelement 11' entriegelbares Rastelement 10'.
[0032] Die in Fig. 1 dargestellte Staubsaugerdüse 1 kann im Rahmen einer ersten Saugkonfiguration
ohne weitere Anbauteile verwendet und direkt an eine Saugluftführung mittels des Anschlussstutzens
3 angeschlossen werden.
[0033] Fig. 2 zeigt eine zweite Saugkonfiguration, bei der die Staubsaugerdüse 1 mit ihrem
Düsenkörper 2 in die Aufnahme 8 des ersten Erweiterungskörpers 5 der Erweiterungsdüse
4 eingesetzt ist. Dabei sind die Staubsaugerdüse 1 und die erste Erweiterungsdüse
4 durch Formschluss fest miteinander und wieder lösbar arretiert und bilden eine gemeinsame
Einheit.
[0034] In Fig. 3 ist in entsprechenderweise die dritte Saugkonfiguration dargestellt: Hierbei
ist die Staubsaugerdüse 1 mit ihrem Düsenkörper 2 in die Aufnahme 8' des zweiten Erweiterungskörpers
13 der zweiten Erweiterungsdüse 12 eingesetzt. Hierdurch wird eine statische Staubsaugerdüse
besonders großer Arbeitsbreite a
3 gebildet.
[0035] In den Figuren 4A und 4B sind die Unterseiten der Staubsaugerdüse 1 und exemplarisch
der zweiten Erweiterungsdüse 12 dargestellt. An dem Saugmund 16 der Staubsaugerdüse
1 schließt vorderseitig und rückseitig in der Arbeitsrichtung y jeweils ein Fadenheberstreifen
18 an. Die Staubsaugerdüse 1 ist somit insbesondere als Polsterdüse einsetzbar.
[0036] In Fig. 4B erkennt man, dass unterseitig an der zweiten Erweiterungsdüse 12 zwei
Laufrollen 19 angeordnet sind. Durch diese kann ein geeigneter Bodenabstand beim Betrieb
auf Hartböden erreicht werden. Weiterhin schließen an den Saugmund 15 vorderseitig
und rückseitig jeweils eine Borstenleiste 20 an. Die in Arbeitsrichtung vorderseitige
Borstenleiste weist dabei Unterbrechungen zum Durchtritt von Grobschmutz auf.
[0037] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform angedeutet. Hierbei ist mit der ersten
Erweiterungsdüse 4 eine Alternative Staubsaugerdüse 21 verbunden. Diese weist einen
im Vergleich zum Düsenkörper 2 der Staubsaugerdüse 1 identischen Düsenkörper 2' auf.
Daran schließt rückwärtig ein alternativer Sauganschlussstutzen 3' an, welcher sich
von dem ersten Sauganschlussstutzen 3 unterscheidet.
1. Staubsaugerdüsenanordnung umfassend eine sich in einer Arbeitsrichtung (y) und in
einer dazu senkrecht stehenden Querrichtung (x) erstreckenden Staubsaugerdüse (1)
zur Bildung einer ersten Saugkonfiguration mit einem Düsenkörper (2), einem daran
unterseitig angeordneten und mit einem Saugkanal (17) verbundenen Saugmund (16), welcher
in der Querrichtung (x) eine erste Arbeitsbreite (a1) definiert, und einem Sauganschlussstutzen (3) zur Verbindung des Saugkanals (17)
mit einer Saugluftführung, ferner umfassend eine erste Erweiterungsdüse (4) zur Bildung
einer zweiten Saugkonfiguration mit einem ersten Erweiterungskörper (5), einem daran
unterseitig angeordneten und mit einem Saugkanal (6) verbundenen Saugmund (7), welcher
in der Querrichtung (x) eine gegenüber der ersten Arbeitsbreite (a1) vergrößerte zweite Arbeitsbreite (a2) definiert, und eine Aufnahme (8) zur Verbindung mit der Staubsaugerdüse (1), wobei
der Saugkanal (6) des ersten Erweiterungskörpers (4) an den Saugmund (16) der Staubsaugerdüse
(1) anschließbar ist, gekennzeichnet durch eine zweite Erweiterungsdüse (12) zur Bildung einer dritten Saugkonfiguration mit
einem zweiten Erweiterungskörper (13), der in seinen Abmessungen von dem ersten Erweiterungskörper
(5) abweicht, einem daran unterseitig angeordneten und mit einem Saugkanal (14) verbundenen
Saugmund (15) und einer Aufnahme (8') zur Verbindung mit der Staubsaugerdüse (1),
wobei der Saugkanal (14) des zweiten Erweiterungskörpers (13) an den Saugmund (16)
der Staubsaugerdüse (1) anschließbar ist.
2. Staubsaugerdüsenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen des zweiten Erweiterungskörpers (13) dergestalt von dem ersten Erweiterungskörper
(5) abweichen, dass der Saugmund (15) des zweiten Erweiterungskörpers (13) in der
Querrichtung (x) eine gegenüber der zweiten Arbeitsbreite (a2) vergrößerte dritte Arbeitsbreite (a3) definiert.
3. Staubsaugerdüsenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsaugerdüse (1) in der Querrichtung (x) eine größere Erstreckung aufweist
als in der Arbeitsrichtung (y).
4. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (8) der ersten Erweiterungsdüse (4) und die Aufnahme (8') der zweiten
Erweiterungsdüse (12) identisch ausgebildet sind.
5. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (8) der ersten Erweiterungsdüse (4) und/oder die Aufnahme (8') der zweiten
Erweiterungsdüse (12) die Staubsaugerdüse (1) im verbundenen Zustand in der Querrichtung
(x) und der Arbeitsrichtung (y) formschlüssig, insbesondere umlaufend umschließt.
6. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsaugerdüse (1) in der Aufnahme (8) der ersten Erweiterungsdüse (4) und/oder
in der Aufnahme (8') der zweiten Erweiterungsdüse (12) in vertikaler Richtung (2)
durch eine Rastverbindung (10) arretierbar ist.
7. Staubsaugerdüsenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper (2) der Staubsaugerdüse (1) in der Querrichtung (x) durch eine erste
Schmalseite und eine gegenüberliegende zweite Schmalseite begrenzt wird, dass der
Düsenkörper (2) zur Arretierung in der Vertikalrichtung (2) mit einer ersten Schmalseite
einen Überhang (9) der Aufnahme (8, 8') der ersten Erweiterungsdüse (4) oder der zweiten
Erweiterungsdüse (12) hintergreift und dass der Düsenkörper (2) an der zweiten Schmalseite
durch ein an der Aufnahme (8, 8') angeordnetes Rastelement (10) arretierbar ist.
8. Staubsaugerdüsenanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (10) durch ein Schaltelement (11), insbesondere durch einen Fußdruckschalter,
entriegelbar ist.
9. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Staubsaugerdüse (1) ein Fadenheber (18) angeordnet ist.
10. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Erweiterungsdüse (4) und/oder an der zweiten Erweiterungsdüse (12)
zumindest ein Dicht- und/oder Tragelement (20) angeordnet ist.
11. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Erweiterungsdüse (4) und/oder an der zweiten Erweiterungsdüse (12)
zumindest eine Laufrolle (19) angeordnet ist.
12. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauganschlussstutzen (3) mittels einer Gelenkanordnung an dem Düsenkörper (2)
beweglich angeordnet ist.
13. Staubsaugerdüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Staubsaugerdüsenanordnung ferner eine alternative Staubsaugerdüse (21) umfasst,
welche gleichermaßen mit der Aufnahme (8) der ersten Erweiterungsdüse (4) oder der
Aufnahme (8') der zweiten Erweiterungsdüse (12) alternativ verbindbar ist.
14. Staubsaugerdüsenanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die alternative Staubsaugerdüse (21) einen zu der Staubsaugerdüse 1 identischen Düsenkörper
(2') und einen abweichenden Sauganschlussstutzen (3') und/oder eine abweichende Gelenkanordnung
aufweist.