Einleitung
[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Verbindungseinrichtung zur kraftübertragenden
Verbindung eines Anbauteils mit einem Medizinmöbel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1. Das Medizinmöbel kann insbesondere von einem Operationstisch gebildet sein, der
je nach durchzuführender Operation mit verschiedenen Anbauteilen versehen werden kann.
Hierzu sind beispielsweise Armauflagen, Beinauflagen und dergleichen zu nennen.
[0002] Weiterhin betrifft die vorliegende Anmeldung ein Verfahren zur Verbindung eines solchen
Anbauteils mit einem Medizinmöbel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 11.
[0003] Die Verbindungseinrichtung umfasst einen Verbindungszapfen, der mit einem Sicherungselement
ausgestattet ist. Das Sicherungselement verhindert, dass der Verbindungszapfen unbeabsichtigter
Weise aus einer zugehörigen, komplementären Ausnehmung des Medizinmöbels herausgezogen
werden kann. Hierzu rastet das Sicherungselement formschlüssig an dem Medizinmöbel
ein, wobei das Sicherungselement radial beweglich an dem Verbindungszapfen gelagert
ist. Auf diese Weise kann es radial über einen äußeren Mantel des Verbindungszapfens
hinaus vorstehen und mit dem Medizinmöbel eingreifen. Dabei versteht es sich, dass
zur Lösung des Anbauteils von dem Medizinmöbel die Möglichkeit bestehen muss, der
Sicherungseinrichtung radial in den Verbindungszapfen einzufahren, auf diese Weise
den beschriebenen Formschluss zu lösen und schließlich den Verbindungszapfen aus der
Ausnehmung des Medizinmöbels herauszuziehen. Hierfür verfügt die Verbindungseinrichtung
über einen Auslösemechanismus, der mit dem Sicherungselement auf eine Weise zusammenwirkt,
dass das Sicherungselement entgegen einer Spannkraft eines Spannelements in den Verbindungszapfen
einfahrbar ist. Das Spannelement kann insbesondere von einer Feder gebildet sein,
die das Sicherungselement aus dem Verbindungszapfen "herausgedrückt". Das Spannelement
sorgt dafür, dass das Sicherungselement in seiner Rastposition gehalten wird, solange
keine entgegenstehenden Kräfte auf das Sicherungselement ausgeübt werden.
Stand der Technik
[0004] Verbindungseinrichtungen der eingangs beschriebenen Art sind im Stand der Technik
bereits bekannt. Hierzu wird beispielhaft auf die Internationale Patentanmeldung
WO 2015/055817 A1 verwiesen. Diese beschreibt eine Befestigungseinheit zur Befestigung einer Vorrichtung
an einem Operationstisch. Das genannte Dokument beschreibt ein Kopplungsmittel, mittels
dessen ein Anbauteil an einem Operationstisch montierbar ist. Das Kopplungsmittel
bildet somit gewissermaßen eine Art Erweiterung für das Anbauteil, sodass das Anbauteil
an dem Operationstisch anschließbar ist.
[0005] Weiterhin offenbart die
DE 101 96 592 T1 eine Anordnung aus zwei Teilen, deren eines fest und deren anderes lösbar ist. Die
Anordnung ist z.B. für die Ausstattung eines chirurgischen Tisches verwendbar. Aus
der genannten Schrift ergibt sich ein Rastmechanismus, mittels dessen das eine Teil
in Kraft übertragender Weise an dem anderen Teil anschließbar ist. Hierbei wird ein
Raststift mittels einer vorgespannten Druckfeder hinter einer Rastschulter verspannt,
sodass ein "Abziehen" des einen Teils von dem anderen Teil blockiert ist. Zur Auflösung
des so erzielten Formschlusses muss der Raststift entgegen der Federkraft angehoben
und das abzuziehende Teil in dem angehobenen Zustand des Raststifts von dem anderen
Teil abgezogen werden.
[0006] Weiterhin wird auf die
WO 2013/069952 A1 verwiesen, die einen modular aufgebauten Operationstisch beschreibt. Dieser Verfügt
über eine Mehrzahl von Tischteilen, die zerstörungsfrei lösbar miteinander verbindbar
sind. Zur Herstellung einer solchen Verbindung weist ein jeweiliges Tischteil eines
miteinander zu verbindenden Tischteilpaares einen Verbindungszapfen auf, der in eine
korrespondierende Ausnehmung des anderen Tischteils des Tischteilpaares einführbar
ist. In der Ausnehmung ist der Verbindungszapfen mittels eines Raststifts formschlüssig
verrastbar, sodass der Verbindungszapfen nicht unbeabsichtigt aus der Ausnehmung entnehmbar
ist. Die formschlüssige Verbindung ist Anheben des Raststifts auflösbar, sodass das
eine Tischteil von dem anderen demontiert werden kann.
[0007] Schließlich wird auf die
US 5,754,997 A verwiesen, die ebenfalls einen Operationstisch beschreibt. Dieser verfügt vergleichbar
zu den vorstehenden Dokumenten über ein Anbauteil, das formschlüssig unter Verwendung
eines in eine Ausnehmung einführbaren Zapfens in Kraft übertragender Weise an dem
Operationstisch montierbar ist.
[0008] Das Montieren sowie Demontieren von Anbauteilen an einem Medizinmöbel, beispielsweise
einem Operationstisch, gehört in einem Operationssaal zum klinischen Alltag. Typischerweise
werden die verschiedenen Anbauteile je nach Bedarf individuell für eine jeweils durchzuführende
Operation an dem jeweiligen Operationstisch montiert und nach Beendigung der Operation
wieder entfernt.
[0009] Aufgrund der besonderen medizintechnischen Anforderungen sind zum einen die jeweiligen
Anbauteile typischerweise sehr massiv und zum anderen die Verbindung zwischen dem
Anbauteil und dem Operationstisch besonders steif. Die Sicherung des Anbauteils an
dem Operationstisch ist zudem von besonderer Bedeutung, um ein versehentliches Lösen
des Anbauteils von dem Operationstisch, beispielsweise während einer Operation, unbedingt
zu vermeiden. Dies führt gleichwohl zu dem Nachteil, dass die beabsichtigte Demontage
des jeweiligen Anbauteils von dem Medizinmöbel äußerst beschwerlich ist. Hierzu ist
es nämlich in aller Regel erforderlich, das Sicherungselement der Verbindungseinrichtung
ausgehend von seiner Rastposition in seine Freigabeposition zu verfahren, in der Freigabeposition
zu halten und gleichzeitig das Anbauteil mit seinem oder seinen Verbindungszapfen
von dem Medizinmöbel zu entfernen.
[0010] Typischerweise ist ein jeweiliges Anbauteil mittels zweier Verbindungseinrichtungen
und mithin mittels zweier Verbindungszapfen an dem jeweiligen Medizinmöbel befestigt,
sodass zudem eine gleichzeitige Auslösung mehrerer Sicherungselemente erforderlich
ist, um den Formschluss zwischen dem jeweiligen Anbauteil und dem Medizinmöbel zu
lösen. Die in aller Regel große Masse des Anbauteils erschwert zudem die Handhabung
desselben, wobei es insbesondere im Moment des vollständigen Herausziehens des Verbindungszapfens
aus der komplementären Ausnehmung des Medizinmöbels zu einer ruckartigen Veränderung
der Lastverteilung kommt, wobei in dem beschriebenen Moment unmittelbar die gesamte
Masse des Anbauteils von der Person getragen werden muss, die das Anbauteil entfernt.
Dies ist insbesondere insoweit problematisch, als die Angriffstelle zur Auslösung
der Sicherungselemente an dem Anbauteil in aller Regel besonders ungünstig ist bezogen
auf eine geeignete Griffposition zum Tragen des Anbauteils nach dessen vollständiger
Entfernung von dem Medizinmöbel. Letztlich ist folglich im Stand der Technik zu beklagen,
dass die Demontage eines jeweiligen Anbauteils von einem Medizinmöbel oftmals äußerst
beschwerlich ist und zudem mitunter zu Unfällen und damit einhergehenden Verletzungen
des medizintechnischen Personals führt.
Aufgabe
[0011] Der vorliegenden Anmeldung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, eine Verbindungseinrichtung
sowie ein Verfahren zur Kraft übertragenden Verbindung eines Anbauteils mit einem
Medizinmöbel und zur Lösung des Anbauteils von dem Medizinmöbel mittels einer Verbindungseinrichtung
bereitzustellen, mittels derer ein Anbauteil im Vergleich zum Stand der Technik leichter
und sicherer von einem jeweiligen Medizinmöbel entfernt werden kann.
Lösung
[0012] Die zugrunde liegende Aufgabe wird in vorrichtungstechnischer Hinsicht erfindungsgemäß
mittels einer Verbindungseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 10.
[0013] Die Verbindungseinrichtung verfügt erfindungsgemäß über ein Halteelement, mittels
dessen der Auslösemechanismus zumindest zeitweise in seiner Auslösestellung haltbar
ist. Dies hat zur Folge, dass das Sicherungselement, das mit dem Auslösemechanismus
zusammenwirkt, in seiner Freigabeposition gehalten wird, und zwar entgegen der Spannkraft
des Spannelements. Mit anderen Worten bewirkt das Halteelement, dass eine selbsttätige
Rückführung des Sicherungselements von seiner Freigabeposition in seine Rastposition
aufgrund der Wirkung des Spannelements unterbunden ist, wobei eine anhaltende Ausübung
einer Kraft, insbesondere durch eine das Anbauteil entfernende Person, nicht stattfinden
muss.
[0014] Die erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung hat viele Vorteile. Insbesondere bewirkt
sie die Entkoppelung der Auflösung des Formschlusses zwischen dem Anbauteil und dem
Medizinmöbel und der Entfernung des Anbauteils von dem Medizinmöbel. Mit anderen Worten
erlaubt das erfindungsgemäße Halteelement, das zunächst in einem ersten Arbeitsschritt
durch Betätigen des Auslösemechanismus, das heißt dessen Überführung von seiner Verbindungsstellung
in seine Auslösestellung, das Sicherungselement von seiner Rastposition in seine Freigabeposition
verfahren werden kann, wodurch der Formschluss zwischen dem Anbauteil und dem Medizinmöbel
gelöst wird. Das Halteelement hält nunmehr den Auslösemechanismus in dessen Auslösestellung
und "konserviert" auf diese Weise gewissermaßen den nunmehr gelösten Zustand des Formschlusses.
Daraufhin kann in einem zweiten Arbeitsschritt, der losgelöst von dem ersten Arbeitsschritt
stattfinden kann, das Anbauteil von dem Medizinmöbel entfernt werden, wobei der Verbindungszapfen
aus der komplementär ausgebildeten Ausnehmung des Medizinmöbels herausgezogen wird.
Da die fortwährende Ausübung einer Haltekraft auf den Auslösemechanismus zwecks Halten
des Sicherungselements in seiner Freigabeposition erfindungsgemäß nicht erforderlich
ist, ist es der das Anbauteil entfernenden Person ohne Weiteres möglich, nach Betätigung
des Auslösemechanismus das Anbauteil neu zu greifen und von dem Medizinmöbel zu entfernen.
Hierbei kann die Person insbesondere das Anbauteil an einer statisch günstigen Angriffstelle
greifen, sodass im Moment des vollständigen Herausziehens des Verbindungszapfens aus
der Ausnehmung die fortan vollständig von der Person zu tragende Last des Anbauteils
besser, das heißt insbesondere bequemer und sicherer, getragen werden kann. Auf diese
Weise wird insgesamt das Entfernen des jeweiligen Anbauteils von dem zugehörigen Medizinmöbel
sowohl angenehmer als auch sicherer gestaltet.
[0015] Dabei ist es für die erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung üblich, dass sie "horizontal"
verwendet wird. Das heißt, dass die Längsachse der Ausnehmung des Medizinmöbels in
aller Regel horizontal orientiert ist und folglich der Verbindungszapfen entsprechend
in eine horizontale Montagerichtung in die Ausnehmung eingeführt wird. Analog wird
der Verbindungszapfen bei einer Demontage des Anbauteils auch wieder in horizontale
Richtung aus der Ausnehmung entnommen.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung
umfasst diese ein Aufnahmeteil, in oder an dem sowohl der Auslösemechanismus als auch
zumindest ein proximales Ende des Verbindungszapfens gelagert sind. Das Aufnahmeteil
bildet mithin gewissermaßen eine Art Korpus, in dem insbesondere die Mechanik des
Auslösemechanismus gelagert ist.
[0017] Bei Verwendung eines Aufnahmeteils ist es weiterhin von Vorteil, wenn das Halteelement
in oder an dem Aufnahmeteil beweglich gelagert ist. Auf diese Weise ist das Halteelement
besonders gut dazu geeignet, mit dem gleichermaßen in oder an dem Aufnahmeteil gelagerten
Auslösemechanismus zusammenzuwirken. Insbesondere ist es denkbar, dass die Fixierung
des Auslösemechanismus in dessen Auslösestellung mittels eines formschlüssigen Eingriffs
des Halteelements mit dem Auslösemechanismus bzw. zumindest einem Teil desselben erfolgt.
[0018] Vorzugsweise steht das Halteelement zumindest teilweise über eine äußere Oberfläche
des Aufnahmeteils hinaus vor, sodass das Halteelement im Zuge eines vollständigen
Einfahrens des Verbindungszapfens in die Ausnehmung des Medizinmöbels in Kontakt mit
dem Medizinmöbel treten kann. Auf diese Weise ist das Halteelement gewissermaßen mit
einer Art "Detektion" versehbar, wobei zwischen einem Verbindungszustand des Verbindungszapfens,
in dem der Verbindungszapfen vollständig in die zugehörige Ausnehmung des Medizinmöbels
eingefahren ist, und einem Losezustand, in dem der Verbindungszapfen aus der Ausnehmung
entfernt ist, unterschieden werden kann. In Abhängigkeit dieser Zustände des Verbindungszapfens
kann das Halteelement sinnvollerweise verschiedenartig funktionieren, wobei insbesondere
denkbar ist, dass das Halteelement nur dann wirkt und den Auslösemechanismus in seiner
Auslösestellung halten kann, wenn der Verbindungszapfen in seinem Verbindungszustand
vorliegt und das Anbauteil an dem zugehörigen Medizinmöbel angeschlossen ist. Auf
diese Weise kann sodann beispielsweise verhindert werden, dass das Halteelement versehentlich
den Auslösemechanismus fixiert und es im Zuge der Montage des Anbauteils nicht wie
vorgesehen zu dem formschlüssigen Eingriff des Sicherungselements mit dem Medizinmöbel
kommt.
[0019] Alternativ oder zusätzlich zu dem Vorstehen zumindest eines Teils des Halteelements
über eine äußere Oberfläche eines Aufnahmeteils hinaus, kann es besonders vorteilhaft
sein, wenn das Halteelement eine Feder umfasst. Diese wirkt in solcher Weise mit dem
Halteelement zusammen, dass sie bei Vorliegen in einem komprimierten Zustand das Halteelement
dazu befähigt, den Auslösemechanismus in seiner Auslösestellung zu halten. Insbesondere
ist die Feder dazu geeignet, das Halteelement entgegen einer auf den Auslösemechanismus
wirkenden Rückstellkraft, die bestrebt ist, den Auslösemechanismus ausgehend von seiner
Auslösestellung zurück in seine Verbindungsstellung zu überführen, derart zu fixieren,
dass das Halteelement den Auslösemechanismus in dessen Auslösestellung halten kann.
Liegt die Feder hingegen in einem entspannten Zustand vor, ist besagte Haltekraft,
die auf das Halteelement wirkt, nicht ausreichend ausgebildet, um den Auslösemechanismus
zu fixieren, sodass letzterer infolge der Wirkung besagter Rückstellkraft zurück in
seine Verbindungsstellung verfährt. Die auf den Auslösemechanismus wirkende Rückstellkraft
kann insbesondere durch ein Spannelement, beispielsweise eine Feder, bewirkt werden.
[0020] Die Überführung der Feder des Halteelements zwischen ihrem komprimierten Zustand
und ihrem entspannten Zustand kann insbesondere von einer Relativstellung des Anbauteils
zu dem Medizinmöbel abhängen. Hierzu kommt beispielsweise die vorstehend beschriebene
Ausgestaltung infrage, bei der das Halteelement zumindest teilweise über die äußere
Oberfläche des Aufnahmeteils hinaus vorsteht und damit dazu geeignet ist, mit dem
Medizinmöbel einzugreifen. Somit ist es beispielsweise denkbar, dass mittels Eingreifens
des Halteelements mit dem Medizinmöbel die Feder des Halteelements komprimiert wird
und daraufhin eine vergleichsweise große Druckkraft ausbildet, mittels derer das Halteelement
dazu geeignet ist, den Auslösemechanismus in dessen Auslösestellung zu fixieren. Sobald
jedoch das Halteelement im Zuge der Demontage des Anbauteils von dem Medizinmöbel
seinen Kontakt mit dem Medizinmöbel verliert, wird die Feder des Halteelements entspannt,
woraufhin das Halteelement den Auslösemechanismus nicht länger halten kann und dieser
automatisch zurück in seine Verbindungsstellung bewegt wird. Das heißt, dass bei einer
solchen Ausgestaltung das Personal nicht gesondert darauf achten muss, dass nach der
Entfernung des Anbauteils von dem Medizinmöbel der Auslösemechanismus zurück in seine
Verbindungsstellung überführt wird, sodass eine abermalige Montage des Anbauteils
an einen jeweiligen Medizinmöbel ohne Weiteres erfolgen kann. Insbesondere ist damit
ausgeschlossen, dass der Auslösemechanismus versehentlich in seiner Auslösestellung
verbleibt und im Zuge des sich als nächstes anschließenden Verbindens des Anbauteils
mit einem jeweiligen Medizinmöbel eine Verbindung zwischen beiden Teilen ausbleibt.
[0021] Die erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung weiter ausgestaltend umfasst der Auslösemechanismus
einen langgestreckten Auslösestößel, der sich senkrecht zu einer Längsachse des Verbindungszapfens
sowie vorzugsweise durch den Verbindungszapfen hindurch erstreckt. Eine solche Ausgestaltung
ist hinsichtlich einer Betätigung des Auslösemechanismus von einer Seite der Verbindungseinrichtung
bzw. des damit zusammenwirkenden Anbauteils her besonders günstig. Eine Koppelung
des Auslösemechanismus mit dem Sicherungselement kann zudem besonders einfach mittels
eines verschwenkbaren Kopplungselements erfolgen, wie nachstehend gesondert erläutert
wird.
[0022] Vorteilhafterweise umfasst der beschriebene Auslösestößel mindestens einen radialen
Rücksprung, in den das Halteelement zumindest teilweise radial einfahren und auf diese
Weise den Auslösemechanismus in seiner Auslösestellung halten kann. Eine Bewegungsrichtung
des Halteelements ist bei dieser Ausgestaltung vorzugsweise parallel zu der Längsachse
des Verbindungszapfens orientiert. Der radiale Rücksprung des Auslösestößels ist vorteilhafterweise
gefast ausgeführt und bildet mithin gewissermaßen einen Einlaufbereich aus. Auf diese
Weise ist es in Anlehnung an den vorstehend beschriebenen Mechanismus denkbar, dass
das Zusammenspiel zwischen Halteelement und Auslösemechanismus in Abhängigkeit der
zwischen beiden Teilen wirkenden Kräfte erfolgt. Insbesondere ermöglicht der gefaste
Rücksprung gewissermaßen eine "Verdrängung" des Halteelements aus dem Rücksprung,
sofern die auf das Halteelement wirkende Kraft nicht ausreichend ist, um letzteres
entgegen einer auf den Auslösemechanismus bzw. den Auslösestößel wirkenden Rückstellkraft
in dem Rücksprung und damit den Auslösemechanismus in seiner Auslösestellung zu halten.
Umgekehrt kann bei ausreichender Ausübung einer entsprechenden Kraft auf das Halteelement
der Auslösemechanismus trotz der auf ihn einwirkenden Rückstellkraft nicht zurück
in seine Verbindungsstellung verfahren, da das Halteelement ihn mittels formschlüssigen
Eingriffs mit dem Rücksprung daran hindert. Die verschieden ausgebildeten Kräfte,
die auf das Halteelement einwirken, können besonders einfach mittels einer vorstehend
beschriebenen Feder bewirkt werden.
[0023] Bei Verwendung des genannten Rücksprungs kann es weiterhin von Vorteil sein, diesen
derart an dem Auslösestößel zu positionieren, dass das Zusammenwirken des Halteelements
mit dem Rücksprung, das heißt gewissermaßen ein Einrasten des Halteelements an dem
Auslösestößel, erst in einer Position des Auslösestößels erfolgt, die bereits mit
einer über die Freigabeposition hinausgehenden Position des Sicherungselements korrespondiert.
Auf diese Weise ist es möglich, den Auslösemechanismus zu betätigen, wodurch der Auslösestößel
und aufgrund der Koppelung von Auslösemechanismus und Sicherungselement letzteres
ausgehend von seiner Rastposition in Richtung seiner Freigabeposition bewegt werden.
Ab einem bestimmten Weg, den das Sicherungselement zurücklegt, ist der Formschluss
desselben mit dem Medizinmöbel gelöst. Das Sicherungselement hat mithin seine Freigabeposition
erreicht. Die vorteilhafte Positionierung des Rücksprungs an dem Auslösestößel führt
jedoch dazu, dass das Halteelement noch nicht die Fixierung des Auslösemechanismus
bewirkt. Hierfür muss der Auslösestößel noch weiter bewegt werden, bis schließlich
Halteelement und Rücksprung in Überdeckung geraten. Diese "Wegdifferenz" zwischen
Erreichen der Freigabeposition des Sicherungselements und Fixierung des Auslösemechanismus
mittels des Halteelements ermöglicht es dem Anwender der erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung,
das Anbauteil von dem jeweiligen Medizinmöbel zu lösen ohne den Auslösemechanismus
zu fixieren. Mit anderen Worten wird dem Anwender eine Wahlfreiheit eröffnet, ob er
den Auslösemechanismus fixieren möchte oder nicht, da das Erreichen der Freigabeposition
des Sicherungselements und das Einrasten des Halteelements in den Rücksprung des Auslösestößels
entkoppelt sind.
[0024] Wie vorstehend bereits angedeutet, verfügt die Verbindungseinrichtung vorteilhafterweise
über ein Kopplungselement, mittels dessen das Sicherungselement mit dem Auslösemechanismus,
insbesondere dem Auslösestößel, gekoppelt ist. Das Kopplungselement bewirkt, dass
im Zuge einer Bewegung des Auslösemechanismus von seiner Verbindungsstellung in seine
Auslösestellung des Sicherungselements analog zwischen seiner Rastposition und seiner
Freigabeposition überführbar ist. Insbesondere kann das Kopplungselement mit dem Auslösestößel
zusammenwirken wobei bei Vorliegen einer senkrechten Ausrichtung des Auslösestößels
relativ zu der Längsachse des Verbindungszapfens das Kopplungselement gewissermaßen
von dem Auslösestößel "mitgeschleppt" werden kann, worauf hin sich das Kopplungselement
innerhalb des Verbindungszapfens bewegt, vorzugsweise verschwenkt, und im Zuge dessen
das Sicherungselement entgegen der Spannkraft des Spannelements mitnimmt. Eine entsprechende
Ausgestaltung ist dem nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel entnehmbar.
[0025] Vorzugsweise ist das Kopplungselement stabförmig ausgebildet und in formschlüssiger
Weise sowohl mit dem Sicherungselement als auch mit dem Auslösemechanismus, insbesondere
einem Auslösestößel desselben, gekoppelt. Beispielsweise ist es denkbar, dass das
Kopplungselement sowohl das Sicherungselement als auch den Auslösestößel durchdringt.
Eine Bewegung des Sicherungselements kann auf diese Weise unmittelbar auf den Auslösestößel
und umgekehrt übertragen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Eingriff des
Kopplungselements mit dem Sicherungselement spielfrei ausgebildet ist, sodass das
Kopplungselement - ebenso wie der Auslösemechanismus - im Zuge einer Bewegung des
Sicherungselements zwangsweise mitgeschleppt wird bzw. werden.
[0026] In einer weiterhin vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung
ist der Verbindungszapfen zylindrisch sowie vorzugsweise hohl ausgebildet. Die hohle
Ausgestaltung ist insoweit vorteilhaft, als innerhalb des Verbindungszapfens Elemente
angeordnet werden können, die die Funktion der Verbindungseinrichtung sicherstellen.
Insbesondere ist es denkbar, zumindest ein Kopplungselement innerhalb des Verbindungszapfens
anzuordnen, das den Auslösemechanismus mit dem Sicherungselement koppelt.
[0027] Weiterhin kann eine solche Verbindungseinrichtung von Vorteil sein, bei der ein Auslösetaster
des Auslösemechanismus und das Halteelement auf einander gegenüberliegenden Seiten
des Verbindungszapfens an oder in dem Aufnahmeteil angeordnet sind. Auf diese Weise
wird der Raum an dem Aufnahmeteil optimal ausgenutzt.
[0028] In einer weiterhin vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung
mindestens ein Indikatorelement, das bei Vorliegen des Auslösemechanismus in dessen
Verbindungsstellung optisch verdeckt ist und bei Vorliegen des Auslösemechanismus
in dessen Auslösestellung optisch freigegeben ist. Unter "optisch verdeckt" ist in
diesem Zusammenhang zu verstehen, dass das Indikatorelement bei Betrachtung der Verbindungseinrichtung
von außen nicht sichtbar ist. Umgekehrt bedeutet "optisch freigegeben", dass das Indikatorelement
entsprechend sichtbar ist. Das Indikatorelement ermöglicht eine unmittelbare optische
Kontrolle des Zustands des Auslösemechanismus und damit der Position des Sicherungselements.
Dies ist unter sicherheitstechnischen Aspekten besonders zu bevorzugen, um auszuschließen,
dass die Verbindungseinrichtung versehentlich nicht an dem zugehörigen Medizinmöbel
in Kraft übertragender Weise befestigt ist, sondern sich versehentlich lösen könnte.
[0029] Insbesondere kann das Indikatorelement von einem Farbring gebildet sein, der einen
Auslösetaster des Auslösemechanismus zumindest teilweise umgibt. Sollte der Auslösemechanismus
sich in seiner Auslösestellung befinden und entsprechend der Auslösetaster in die
Verbindungseinrichtung eingefahren sein, wird der Farbring umlaufend an dem Auslösetaster
sichtbar. Der Farbring kann beispielsweise in roter Farbe gehalten sein, sodass er
dem Benutzer der Verbindungseinrichtung direkt auffällt und damit eine optische Rückmeldung
über den Zustand des Auslösemechanismus gibt. Sofern der Auslösemechanismus sich in
seiner Verbindungsstellung befindet, die mit der Rastposition des Sicherungselements
korrespondiert, ist der Farbring durch den Auslösetaster verdeckt und mithin unsichtbar,
wodurch optisch auf die erfolgte formschlüssige Verbindung zwischen Sicherungselement
und Medizinmöbel hingewiesen wird.
[0030] In verfahrenstechnischer Hinsicht wird die zugrunde liegende Aufgabe erfindungsgemäß
durch das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen 12 bis 15.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass der Auslösemechanismus entgegen der
Spannkraft des Spannelements mittels des Halteelements in seiner Auslösestellung gehalten
wird. Dieses Verfahren ist mittels der erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung besonders
einfach durchführbar. Die sich ergebenden Vorteile sind vorstehend bereits im Zusammenhang
mit der Verbindungseinrichtung erläutert. Insbesondere ist es möglich, die Auflösung
des Formschlusses zwischen dem Anbauteil und dem Medizinmöbel und die Entfernung des
Anbauteils von dem Medizinmöbel zu entkoppeln, sodass zwischenzeitlich ein Umgreifen
an dem Anbauteil möglich ist. Hierdurch wird die Demontage des Anbauteils von dem
Medizinmöbel sowohl vereinfacht als auch sicherer gestaltet.
[0032] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Halteelement
im Zuge der Überführung des Verbindungszapfens in dessen Verbindungszustand vorgespannt.
Dies hat zur Folge, dass im Anschluss an diese Vorspannung eine Rückstellkraft auf
das Halteelement wirkt, die wiederum das Halteelement dazu befähigt, den Auslösemechanismus
nach dessen Betätigung in seiner Auslösestellung zu halten. Ein denkbarer Mechanismus
hierfür ist vorstehend bereits dargelegt worden. Die Vorspannung des Halteelements
kann insbesondere mittels einer Feder erfolgen, die im Zuge der Überführung des Verbindungszapfens
in dessen Verbindungszustand komprimiert wird. Hierzu ist es insbesondere denkbar,
dass das Halteelement zumindest teilweise über eine äußere Oberfläche eines Aufnahmeteils
hinaus vorsteht, sodass es mit dem Medizinmöbel eingreifen kann.
[0033] In diesem Zusammenhang ist es gleichermaßen von Vorteil, wenn sich das Halteelement
im Zuge der Entfernung des Verbindungszapfens aus der Aufnahme entspannt, worauf hin
die Rückstellkraft abnimmt, sodass das Halteelement schließlich seine Haltewirkung
auf den Auslösemechanismus verliert. Letzterer wird sodann automatisch aufgrund der
auf ihn wirkenden Rückstellkraft ausgehend von seiner Auslösestellung zurück in seine
Verbindungsstellung überführt. Hierzu kann der Auslösemechanismus insbesondere mit
einem entsprechenden Spannelement, beispielsweise einer Feder, zusammenwirken.
[0034] Zusätzlich oder alternativ ist es ebenso denkbar, dass der Auslösemechanismus derart
mit dem Sicherungselement gekoppelt ist, dass der Auslösemechanismus mittelbar mittels
des mit dem Sicherungselement zusammenwirkenden Spannelements gekoppelt ist. Besagtes
Spannelement ist sodann dazu geeignet, den Auslösemechanismus mit einer Rückstellkraft
zu beaufschlagen und auf diese Weise ausgehend von seiner Auslösestellung in seine
Verbindungsstellung zu überführen.
Ausführungsbeispiele
[0035] Die erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung sowie das erfindungsgemäße Verfahren
werden nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren dargestellt
ist, näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung,
- Fig. 2:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1 vor einer Verbindung mit einem Medizinmöbel,
- Fig. 3:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1 im Moment der Verbindung mit einem Medizinmöbel,
- Fig. 4:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1 in einem mit dem Medizinmöbel verbundenen Zustand,
- Fig. 5:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1 im Moment einer Lösung eines Formschlusses der Verbindungseinrichtung von dem Medizinmöbel,
- Fig. 6:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1, wobei ein Auslösemechanismus in seiner Auslösestellung gehalten ist,
- Fig. 7:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1 im Moment eines Herausziehens aus dem Medizinmöbel,
- Fig. 8:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1, wobei ein an der Verbindungseinrichtung angeordnetes Halteelement seinen Kontakt
mit dem Medizinmöbel verliert, und
- Fig. 9:
- Eine kombinierte Ansicht-Schnittdarstellung der Verbindungseinrichtung gemäß Figur
1 im Moment eines Austritts eines Sicherungselements aus einer Ausnehmung des Medizinmöbels.
[0036] Ein Ausführungsbeispiel, das in den
Figuren 1 bis 9 dargestellt ist, umfasst eine erfindungsgemäße Verbindungseinrichtung
1, die dazu geeignet ist, mit einem Medizinmöbel
2 zusammenzuwirken. Das Medizinmöbel
2 ist in dem gezeigten Beispiel lediglich idealisiert in Form eines Quaders veranschaulicht.
Insbesondere kann das Medizinmöbel
2 von einem Operationstisch gebildet sein. Die Verbindungseinrichtung
1 umfasst in dem gezeigten Beispiel ein zentrales Aufnahmeteil
10, das einen Korpus der Verbindungseinrichtung
1 bildet. In dem Aufnahmeteil
10 ist ein proximales Ende eines Verbindungszapfens
3 gelagert, der in dem gezeigten Beispiel in Form eines zylindrischen Rohres ausgebildet
ist. Weiterhin umfasst das Aufnahmeteil
10 einen Auslösemechanismus
6 sowie ein Halteelement
9. Der Verbindungszapfen
3 ist mittels einer Halteschraube
19 in Kraft übertragender Weise an dem Aufnahmeteil
10 fixiert. Das Halteelement
9 umfasst seinerseits einen Montagemantel
25, innerhalb dessen die einzelnen Teile des Halteelements
9 lagerbar sind. Der Montagemantel
25 ist mittels einer Madenschraube
22 an dem Aufnahmeteil
10 fixiert.
[0037] Der Auslösemechanismus
6 umfasst einen Auslösetaster
17 sowie einen Auslösestößel
13. Der Auslösestößel
13 erstreckt sich senkrecht zu einer Längsachse
14 des Verbindungszapfens
3 sowie durch den Verbindungszapfen
3 hindurch. Hierzu verfügt der Verbindungszapfen
3 über entsprechende radiale Bohrungen
26, durch die hindurch sich der Auslösestößel
13 erstreckt. Der Auslösestößel
13 umfasst an einem dem Auslösetaster
17 abgewandten Endabschnitt einen radialen Rücksprung
15, der dazu geeignet ist, mit einem Eingriffteil
27 des Halteelements
9 formschlüssig zusammenzuwirken.
[0038] Das Halteelement
9 umfasst neben dem bereits genannten Eingriffteil
27 ferner einen Taststößel
21 sowie eine Feder
12. Der Taststößel
21 weist ein gegenüber dem Montagemantel
25 verjüngtes Ende auf, mittels dessen der Taststößel
21 durch eine stirnseitige Öffnung des Montagemantels
25 hindurchtreten kann. Auf diese Weise ist der Taststößel
21 dazu geeignet, sich über eine äußere Oberfläche
11 des Aufnahmeteils
10 hinaus zu erstrecken, sodass das Halteelement
9 insgesamt mit dem Medizinmöbel
2 eingreifen kann, sobald der Verbindungszapfen
3 vollständig in eine komplementäre Ausnehmung
4 des Medizinmöbels
2 eingefahren ist. Die Feder
12 bewirkt eine auf das Eingriffteil
27 wirkende Druckkraft, die je nach Stellung des Taststößels
21 verschieden groß ausfällt. Hierdurch wird die Funktion des Halteelements
9 gesteuert. Dies wird nachstehend detailliert dargelegt.
[0039] Der Verbindungszapfen
3 wirkt mit einem Sicherungselement
5 zusammen, das wiederum mit einem Spannelement
8 zusammenwirkt. Letzteres ist in dem gezeigten Beispiel gleichermaßen von einer Feder
gebildet. Das Sicherungselement
5 ist radial an dem Verbindungszapfen
3 gelagert, wobei es über einen äußeren Mantel
7 des Verbindungszapfens
3 hinaus vorstehen kann. Das Spannelement
8 ist mit einer Spannkraft vorgespannt, die bewirkt, dass das Sicherungselement
5 in Abwesenheit sonstiger äußerer Kräfte automatisch in einer "ausgefahrenen Position"
vorliegt, die hier als Rastposition bezeichnet ist. Entgegen der Spannkraft des Spannelements
8 kann das Sicherungselement
5 radial in den Verbindungszapfen
3 eingefahren werden, sodass es nicht länger über den äußeren Mantel
7 vorsteht. In besagter Stellung befindet sich das Sicherungselement
5 in seiner Freigabeposition.
[0040] Der Auslösemechanismus
6 ist in dem gezeigten Beispiel mittels eines langgestreckten Kopplungselements
16 mit dem Sicherungselement
5 gekoppelt. Das Kopplungselement
16, das hier als Kopplungsstab ausgebildet ist, bewirkt, dass eine axiale Bewegung des
Auslösestößels
13 auf das Sicherungselement
5 übertragen wird, sodass die Betätigung des Auslösemechanismus
6 zu einem Einfahren des Sicherungselements
5 in den Verbindungszapfen
3 entgegen der Kraft des Spannelements
8 führt. Umgekehrt wird mittels des Kopplungselements
16 auch eine Bewegung des Sicherungselements
5 auf den Auslösemechanismus
6 übertragen. Dies bewirkt zum Beispiel, dass der Auslösemechanismus
6 automatisch in das Aufnahmeteil
10 einfährt, während der Verbindungszapfen
3 in das Aufnahmeteil
10 eingefahren und im Zuge dessen das Sicherungselement
5 radial eingefahren bzw. eingedrückt wird. Das Kopplungselement
16 ist mittels eines Widerlagerelements
24 schwenkbar innerhalb des Verbindungszapfens
3 gelagert, wobei eine Betätigung des Auslösemechanismus
6 zu einer Verschwenkung des Kopplungselements
16 um einen Drehpunkt
23 führt, der an einem oberen Ende des Widerlagerelements
24 ausgebildet ist. Diese Verschwenkung übersetzt die Bewegung des Auslösemechanismus
6 in eine entsprechende Parallelbewegung des Sicherungselements
5 entgegen der Spannkraft des Spannelements
8 und umgekehrt. Auf diese Weise wirkt die Spannkraft des Spannelements
8 zudem mittelbar auf den Auslösemechanismus
6 und bewirkt eine ständige Rückstellkraft, die den Auslösemechanismus
6 antreibt, sich in dessen Verbindungsstellung zu bewegen bzw. in der Verbindungsstellung
zu verbleiben.
[0041] Die Betriebsweise der erfindungsgemäßen Verbindungseinrichtung
1 ergibt sich besonders gut anhand der Darstellungen gemäß den
Figuren 2 bis 9. Hierbei wird zunächst von einem Zustand ausgegangen, in dem die Verbindungseinrichtung
1 und das Medizinmöbel
2 getrennt voneinander vorliegen. Das heißt, dass der Verbindungszapfen
3 der Verbindungseinrichtung
1 sich vollständig außerhalb der Ausnehmung
4 des Medizinmöbels
2 befindet. Der Auslösemechanismus befindet sich in seiner Verbindungsstellung, die
mit einer Rastposition des Sicherungselements
5 korrespondiert. Entsprechend erstreckt sich das Sicherungselement
5 radial über den Mantel
7 des Verbindungszapfens
3 hinaus. Ein Durchmesser der Ausnehmung
4 ist derart auf den Verbindungszapfen
3 abgestimmt, dass letzterer passgenau in die Ausnehmung
4 einführbar ist. Das Sicherungselement
5 ist mit einem Einlaufabschnitt versehen, der dazu führt, dass das Sicherungselement
5 im Zuge der Einführung des Verbindungszapfens
3 in die Ausnehmung
4 automatisch entgegen der Spannkraft des Spannelements
8 heruntergedrückt wird. Dies ist besonders gut anhand des Übergangs von
Figur 2 zu
Figur 3 erkennbar. Aufgrund der Koppelung des Auslösemechanismus
6 mit dem Sicherungselement
5 mittels des Kopplungselements
16 führt das Eindrücken des Sicherungselements
5 unmittelbar zu einer Überführung des Auslösemechanismus
6 ausgehend von seiner Verbindungsstellung in seiner Auslösestellung. Dies ist insbesondere
anhand von
Figur 3 erkennbar.
[0042] Im Zuge des Einführens des Verbindungszapfens
3 in die Ausnehmung
4 tritt das mittels des Taststößel
21 über das Aufnahmeteil
10 vorstehende Halteelement
9 in unmittelbaren Kontakt mit einer komplementären Kontaktfläche des Medizinmöbels
2. Dies hat zur Folge, dass die Feder
12 des Halteelements
9 vorgespannt wird, wodurch sie gleichermaßen auf den Taststößel
21 auf der einen Seite sowie auf das Eingriffteils
27 auf der anderen Seite drückt. Die Einführung des Verbindungszapfens
3 in die Ausnehmung
4 geht mithin gewissermaßen automatisch mit einer Vorspannung des Halteelements
9 einher.
[0043] Sobald der Verbindungszapfen
3 in seinem Verbindungszustand vorliegt, das heißt maximal in die Ausnehmung
4 eingefahren ist, wirkt das Sicherungselement
5 mit einem Rücksprung
18 des Medizinmöbels
2 zusammen. Besagter Rücksprung
18 bildet eine radiale Aufweitung der Ausnehmung
4, in die das Sicherungselement
5 einfahren kann und auf diese Weise eine formschlüssige Verbindung der Verbindungseinrichtung
1 mit dem Medizinmöbel
2 ausbildet. Infolge dieser Verbindung ist es nicht ohne Weiteres möglich, den Verbindungszapfen
3 entlang seiner Längsachse
14 aus der Ausnehmung
4 herauszuziehen. Das Spannelement
8 bewirkt automatisch, dass das Sicherungselement
5 in den Rücksprung
18 einfährt, sobald der Verbindungszapfen
3 entsprechend weit in die Ausnehmung
4 eingeschoben ist. Entsprechend wird auch automatisch der Auslösemechanismus
6 ausgehend von seiner Auslösestellung zurück in seine Verbindungsstellung überführt,
da er mittels des Kopplungselements
16 mitgeschleppt wird. In diesem Zustand ist das Halteelement
9 maximal vorgespannt, sodass die auf das Eingriffteil
27 wirkende Druckkraft maximal ist.
[0044] Zur Lösung der Verbindung zwischen der Verbindungseinrichtung
1 und dem Medizinmöbel
2 ist es nunmehr erforderlich, den zwischen dem Sicherungselement
5 und dem Medizinmöbel
2 ausgebildeten Formschluss aufzulösen. Hierzu wird der Auslösemechanismus
6 entgegen der Spannkraft des Spannelements
8 betätigt, indem Druck auf den Auslösetaster
17 ausgeübt wird. Die Spannkraft des Spannelements
8 wirkt mittelbar auf den Auslösemechanismus
6, was durch die Koppelung des Sicherungselements
5 mit dem Auslösemechanismus
6 bedingt ist. Aufgrund besagter Koppelung führt die Überführung des Auslösemechanismus
6 von dessen Verbindungsstellung hin zu dessen Auslösestellung dazu, dass auch das
Sicherungselement
5 entgegen der Spannkraft des Spannelements
8 ausgehend von seiner Rastposition in seine Freigabeposition gezwungen wird. Dies
ist insbesondere anhand von
Figur 5 erkennbar.
[0045] Da das Halteelement
9 ortsfest an dem Aufnahmeteil
10 ausgebildet ist, führt die Betätigung des Auslösemechanismus
6 ferner zu einer Bewegung des Auslösestößels
13 relativ zu dem Halteelement
9. Aufgrund der in der Feder
12 des Halteelements
9 gespeicherten Druckkraft ist das Eingriffteil
27 bestrebt, sich in Richtung des Auslösestößels
13 zu bewegen. Bei vollständiger Betätigung des Auslösemechanismus
6 befindet sich der Auslösestößel
13 in einer solchen Stellung, dass dessen radialer Rücksprung
15 in den Bereich des Eingriffteils
27 vorgedrungen ist. Sobald dies der Fall ist, dringt das Eingriffteil
27 mit seiner zugehörigen Eingriffsspitze unmittelbar in den Rücksprung
15 ein und bildet auf diese Weise einen Formschluss mit dem Auslösestößel
13 aus. Ein entsprechender Zustand ist in
Figur 6 dargestellt.
[0046] Dabei ist das gezeigte Ausführungsbeispiel derart ausgebildet, dass das Sicherungselement
5 seine Freigabeposition bereits erreicht, bevor er Auslösemechanismus
6 mittels des Halteelements
9 fixiert wird. Dies ergibt sich insbesondere aus dem Vergleich der
Figuren 5 und 6, wobei in dem in
Figur 5 dargestellten Stadium das Sicherungselement
5 bereits seine Freigabestellung erreicht hat und sich folglich nicht länger in Eingriff
mit dem Rücksprung
18 des Medizinmöbels
2 befindet. Gleichwohl ist das Halteelement
9 bzw. dessen Eingriffteil
27 noch nicht in den Rücksprung
15 vorgedrungen, da der Auslösestößel
13 noch nicht weit genug bewegt wurde. Hierzu bedarf es einer minimalen weiteren Bewegung
des Auslösestößels, damit der in
Figur 6 dargestellte Zustand erreicht wird.
[0047] Aufgrund der erheblichen Spannkraft, die in der Feder
12 des Halteelements
9 gespeichert ist, ist es dem Auslösestößel
13 nunmehr nicht ohne Weiteres möglich, trotz der in dem Spannelement
8 gespeicherten Spannkraft zurück in seine ursprüngliche Lage zu verfahren. Folglich
ist der Auslösemechanismus
6 somit zunächst in seiner Auslösestellung fixiert. Dies hat zur Folge, dass eine fortwährende
Ausübung von Druck auf den Auslösetaster
17 nicht erforderlich ist, um den Auslösemechanismus
6 in seiner Auslösestellung und mithin das Sicherungselement
5 in dessen Freigabeposition zu halten. In diesem Moment ist es der jeweiligen die
Verbindungseinrichtung
1 bedienenden Person möglich, den Auslösetaster
17 loszulassen und das jeweilige Anbauteil, das mit der Verbindungseinrichtung
1 zusammenwirkt, an anderer Stelle zu greifen. Hierin ist die beschriebene Entkoppelung
von Auslösung der Verbindungseinrichtung
1 und Entfernen des jeweiligen Anbauteils von dem Medizinmöbel
2 zu sehen.
[0048] In dem gezeigten Beispiel ist der Auslösemechanismus
6 mit einem Indikatorelement
20 ausgestattet, das hier in Form eines Farbrings ausgebildet ist. Besagtes Indikatorelement
20 umgibt den Auslösetaster
17, wobei es zumindest ein Stück weit in das Aufnahmeteil
10 eingelassen ist. Dies hat zur Folge, dass das Indikatorelement
20 von außen betrachtet nicht sichtbar ist, wenn sich der Auslösemechanismus
6 in seiner Verbindungsstellung befindet und mithin der Auslösetaster
17 maximal an dem Aufnahmeelement
10 ausgefahren ist. Bei Betätigung des Auslösemechanismus inkl. der erfindungsgemäßen
Fixierung desselben mittels des Halteelements
9 wird der Auslösetaster
17 in das Aufnahmeteil
10 eingefahren, wobei das Indikatorelement
20 derart positioniert ist, dass eine äußere Oberfläche des Auslösetasters
17 - am Aufnahmeteil
10 betrachtet - unterhalb zumindest eines oberen Abschnitts des Indikatorelements
20 angeordnet ist. Auf diese Weise wird der Blick so weit freigegeben, dass das Indikatorelement
20 sichtbar ist. Auf diese Weise kann anhand der Sichtbarkeit/Unsichtbarkeit des Indikatorelements
20, das beispielsweise rot ausgeführt sein kann, unmittelbar die Stellung des Auslösemechanismus
6 abgelesen werden. Dies ist - wie vorstehend beschrieben - der Sicherheit der Verbindungseinrichtung
1 zuträglich, da insbesondere eine nicht erfolgte Einrastung des Sicherungselements
5 an dem Medizinmöbel
2 aufgrund der komplementären Stellung des Auslösemechanismus
6 direkt erkannt werden kann.
[0049] Im Zuge der Entfernung des Anbauteils
10 wird die Verbindungseinrichtung
1 von dem Medizinmöbel
2 entfernt, wobei der Verbindungszapfen
3 aus der Ausnehmung
4 herausgezogen wird. Dies führt dazu, dass der Taststößel
21 des Halteelements
9 aufgrund der in der Feder
12 gespeicherten Rückstellkraft innerhalb des Montagemantels
25 nach außen bewegt werden kann. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Rückstellkraft
der Feder
12 sukzessive abnimmt, wodurch gleichermaßen die auf das Eingriffteil
27 wirkende Kraft geringer wird. Zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Entnahme
des Verbindungszapfens
3 aus der Ausnehmung
4 ist die Rückstellkraft der Feder
12 in solchem Umfang abgebaut, dass das Eingriffelement
27 nicht länger dazu in der Lage ist, den Auslösestößel
13 entgegen der Spannkraft des Spannelements
8 zu halten. Entsprechend wird der Auslösemechanismus
6 insgesamt mittels des Spannelements
8 automatisch mittelbar ausgehend von seiner Auslösestellung zurück in seine Verbindungsstellung
überführt. Der radiale Rücksprung
15 des Auslösestößels
13 ist in dem gezeigten Beispiel gefast ausgeführt, wodurch die Verdrängung des Eingriffteils
27 des Halteelements
9 vereinfacht wird. Auf diese Weise ist eine zuverlässige automatische Rückführung
des Auslösemechanismus
6 besonders einfach kontrollierbar.
[0050] Nach vollständiger Entfernung des Verbindungsteils
1 von den Medizinmöbel
2 liegt letztlich der Auslösemechanismus
6 wieder in seiner ursprünglichen Verbindungsstellung vor und ist unmittelbar und ohne
weiteres Zutun zur abermaligen Verwendung geeignet. Insbesondere ist eine Kontrolle
oder manuelle Rückführung des Auslösemechanismus
6 nicht notwendig, um die Verbindungseinrichtung
1 mit einem Medizinmöbel
2 zu verbinden.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Verbindungseinrichtung
- 2
- Medizinmöbel
- 3
- Verbindungszapfen
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Sicherungselement
- 6
- Auslösemechanismus
- 7
- Mantel
- 8
- Spannelement
- 9
- Halteelement
- 10
- Aufnahmeteil
- 11
- Oberfläche
- 12
- Feder
- 13
- Auslösestößel
- 14
- Längsachse des Verbindungszapfens
- 15
- Rücksprung
- 16
- Kopplungselement
- 17
- Auslösetaster
- 18
- Rücksprung
- 19
- Halteschraube
- 20
- Indikatorelement
- 21
- Taststößel
- 22
- Madenschraube
- 23
- Drehpunkt
- 24
- Widerlagerelement
- 25
- Montagemantel
- 26
- Bohrung
- 27
- Eingriffteil
1. Verbindungseinrichtung (1) zur Kraft übertragenden Verbindung eines Anbauteils mit
einem Medizinmöbel (2), insbesondere eines Fußteils mit einem Operationstisch, umfassend
- mindestens einen Verbindungszapfen (3), der in eine komplementäre Ausnehmung (4)
des Medizinmöbels (2) einführbar ist,
- mindestens ein Sicherungselement (5), mittels dessen der Verbindungszapfen (3) formschlüssig
in der Ausnehmung (4) fixierbar ist, sowie
- mindestens einen Auslösemechanismus (6) zur Bewegung des Sicherungselements (5)
relativ zu dem Verbindungszapfen (3),
wobei das Sicherungselement (5) radial beweglich in dem Verbindungszapfen (3) gelagert
ist, sodass es zwischen einer Rastposition, in der es radial über einen äußeren Mantel
(7) des Verbindungszapfens (3) vorsteht, und einer Freigabeposition, in der es in
den Verbindungszapfen (3) eingefahren ist, bewegbar ist,
wobei das Sicherungselement (5) mit einem Spannelement (8) zusammenwirkt, mittels
dessen eine radial nach außen wirkende Spannkraft auf das Sicherungselement (5) ausübbar
ist, sodass das Sicherungselement (5) in einem im Übrigen kraftfreien Zustand mittels
des Spannelements (8) in seiner Rastposition haltbar ist,
wobei der Auslösemechanismus (6), der mit dem Sicherungselement (5) zusammenwirkt,
zwischen einer Verbindungsstellung und einer Auslösestellung überführbar ist,
wobei das Sicherungselement (5) mittels Überführung des Auslösemechanismus (6) von
dessen Verbindungsstellung in dessen Auslösestellung entgegen der Spannkraft des Spannelements
(8) ausgehend von seiner Rastposition in seine Freigabeposition überführbar ist,
gekennzeichnet durch
ein Halteelement (9), mittels dessen der Auslösemechanismus (6) zumindest zeitweise
in seiner Auslösestellung haltbar ist, sodass der Auslösemechanismus (6) in seiner
Auslösestellung und zugleich das Sicherungselement (5) trotz Wirkung der Spannkraft
des Spannelements (8) in seiner Freigabeposition verbleiben.
2. Verbindungseinrichtung (1) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Aufnahmeteil (10), in oder an dem sowohl der Auslösemechanismus (6) als auch
ein proximales Ende des Verbindungszapfens (3) gelagert sind.
3. Verbindungseinrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) in oder an dem Aufnahmeteil (10) beweglich gelagert ist und
sich zumindest teilweise über eine äußere Oberfläche (11) des Aufnahmeteils (10) hinaus
von dem Aufnahmeteil (10) weg erstreckt, sodass das Halteelement (9) im Zuge eines
vollständigen Einfahrens des Verbindungszapfens (3) in die Ausnehmung (4) des Medizinmöbels
(2) in Kontakt mit dem Medizinmöbel (2) treten kann.
4. Verbindungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) eine Feder (12) umfasst, wobei bei Vorliegen der Feder (12)
in einem komprimierten Zustand das Halteelement (9) dazu befähigt ist, den Auslösemechanismus
(6) in seiner Auslösestellung zu halten, und wobei bei Vorliegen der Feder (12) in
einem entspannten Zustand das Halteelement (9) den Auslösemechanismus (6) freigibt,
sodass er ausgehend von seiner Auslösestellung in seine Verbindungsstellung überführbar
ist.
5. Verbindungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösemechanismus (6) einen langgestreckten Auslösestößel (13) umfasst, der
sich senkrecht zu einer Längsachse (14) des Verbindungszapfens (3) sowie vorzugsweise
durch den Verbindungszapfen (3) hindurch erstreckt.
6. Verbindungseinrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösestößel (13) mindestens einen radialen Rücksprung (15) aufweist, in den
das Halteelement (9) zumindest teilweise radial einfahren und auf diese Weise den
Auslösemechanismus (6) in seiner Auslösestellung halten kann.
7. Verbindungseinrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch ein Kopplungselement (16), mittels dessen das Sicherungselement (5) mit dem Auslösestößel
(13) gekoppelt ist, sodass eine Bewegung des Auslösestößels (13) im Zuge der Überführung
des Auslösemechanismus (6) zwischen seiner Verbindungsstellung und seiner Auslösestellung
mittels des Kopplungselements (16) auf das Sicherungselement (5) übertragbar ist,
sodass das Sicherungselement (5) zwischen seiner Rastposition und seiner Freigabeposition
überführbar ist.
8. Verbindungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungszapfen (3) zylindrisch ausgebildet ist, wobei der Verbindungszapfen
(3) vorzugsweise zumindest entlang eines Teils seiner Länge hohl ausgebildet ist.
9. Verbindungseinrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch mindestens ein Indikatorelement (20), das bei Vorliegen des Auslösemechanismus (6)
in dessen Verbindungsstellung derart optisch verdeckt ist, dass es von außen auf die
Verbindungseinrichtung (1) betrachtet unsichtbar ist, und bei Vorliegen des Auslösemechanismus
(6) in dessen Auslösestellung optisch freigegeben ist, sodass es von außen auf die
Verbindungseinrichtung (1) betrachtet sichtbar ist.
10. Verbindungseinrichtung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Indikatorelement (20) von einem Farbring gebildet ist, der einen Auslösetaster
(17) des Auslösemechanismus (6) zumindest teilweise umgibt.
11. Verfahren zur Kraft übertragenden Verbindung eines Anbauteils mit einem Medizinmöbel
(2) und zur Lösung des Anbauteils von dem Medizinmöbel (2) mittels einer Verbindungseinrichtung
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
a) Der Verbindungszapfen (3) wird in eine komplementäre Ausnehmung (4) des Medizinmöbels
(2) eingeführt, wobei im Zuge der Einführung das Sicherungselement (5) automatisch
entgegen der Spannkraft des Spannelements (8) ausgehend von seiner Rastposition in
seine Freigabeposition bewegt wird.
b) Bei Erreichen eines Verbindungszustands, bei dessen Vorliegen der Verbindungszapfen
(3) vollständig in die Ausnehmung (4) eingeführt ist, wird das Sicherungselement (5)
automatisch infolge der Spannkraft des Spannelements (8) ausgehend aus seiner Freigabeposition
in seine Rastposition überführt, wobei das Sicherungselement (5) in einen radialen
Rücksprung (18) der Ausnehmung (4) formschlüssig einrastet.
c) Zur Lösung des Anbauteils wird der Auslösemechanismus (6) ausgehend von seiner
Verbindungsstellung in seine Auslösestellung überführt, wodurch das mit dem Auslösemechanismus
(6) zusammenwirkende Sicherungselement (5) entgegen der Spannkraft des Spannelements
(8) ausgehend von seiner Rastposition in seine Freigabeposition überführt wird, sodass
der Formschluss des Sicherungselements (5) mit dem Rücksprung (18) der Ausnehmung
(4) aufgehoben wird.
d) Der Verbindungszapfen (3) wird aus der Ausnehmung (4) des Medizinmöbels (2) entfernt,
gekennzeichnet durch den folgenden Verfahrensschritt:
e) Der Auslösemechanismus (6) wird mittels eines Halteelements (9) entgegen der Spannkraft
des Spannelements (8) in seiner Auslösestellung gehalten.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) im Zuge der Überführung des Verbindungszapfens (3) in dessen
Verbindungszustand vorgespannt wird, sodass das Halteelement (9) infolge einer sich
im Zuge der Vorspannung einstellenden Rückstellkraft dazu befähigt wird, den Auslösemechanismus
(6) in dessen Auslösestellung zu halten.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9) im Zuge seiner Vorspannung zumindest teilweise in eine Richtung
parallel zu einer Längsachse (14) des Verbindungszapfens (3) komprimiert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Halteelement (9) im Zuge der Entfernung des Verbindungszapfens (3) aus der
Aufnahme (4) entspannt, woraufhin die Rückstellkraft des Halteelements (9) abnimmt
bis das Halteelement (9) seine Haltewirkung auf den Auslösemechanismus (6) verliert
und der Auslösemechanismus (6) schließlich automatisch ausgehend von seiner Auslösestellung
zurück in seine Verbindungstellung überführt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslösemechanismus (6) mittelbar mittels des mit dem Sicherungselement (5) zusammenwirkenden
Spannelements (8) ausgehend von seiner Auslösestellung in seine Verbindungsstellung
überführt wird.