[0001] Die vorliegende Erfindung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldungen
DE 10 2017 221 459.7 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
[0002] Die Erfindung betrifft ein Kochfeldsystem.
[0003] Aus
US 2005/0188983 A1 ist ein Kochfeldsystem mit einer Abzugsvorrichtung, einem Kochgutträger in Form einer
Glas-Keramik-Platte und mehreren an dem Kochgutträger angeordneten Energiewandlern
bekannt. Mindestens zwei der Energiewandler unterscheiden sich voneinander hinsichtlich
der zu wandelnden Eingangs-Energieform und/oder der Ausgangs-Energieform. Damit steht
grundsätzlich eine Vielzahl möglicher und individuell wählbarer Anordnungen der unterschiedlichen
Energiewandler an dem Kochgutträger zur Verfügung. Eine Vorratsproduktion für eine
große Zahl unterschiedlicher Konfigurationsvarianten von Kochfeldsystemen erhöht jedoch
auch den logistischen Aufwand und bindet Kapital.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein Kochfeldsystem zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Kochfeldsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein Kochfeldsystem mit einer Abzugsvorrichtung
zum Abzug von Kochdünsten nach unten, einem einstückig ausgebildeten Kochgutträger
sowie mindestens zwei Energiewandlern, welche sich hinsichtlich einer zu wandelnden
Eingangs-Energieform und/oder einer Ausgangs-Energieform unterscheiden, derart ausgebildet
sein kann, dass die mindestens zwei Energiewandler an demselben Kochgutträger angeordnet
sind. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass schwer zu reinigende Spalte und Stufen,
insbesondere an einer Oberseite des Kochfeldsystems, vermieden werden. Das damit erzielte
ebenmäßige Erscheinungsbild des Kochfeldsystems fügt sich optisch zudem besonders
elegant in moderne Wohnküchen ein.
[0006] Wesentlich ist auch, dass die Energiewandler jeweils modular ausgebildet sind und
somit untereinander austauschbar an dem Kochgutträger anordenbar sind. Zur modularen
Ausbildung der Energiewandler können diese jeweils ein Gehäuse mit im Wesentlichen
identischen Abmessungen aufweisen und/oder eine Leistungs- und/oder eine Steuerschnittstelle
mit im Wesentlichen identischer Pin-Belegung und/oder konstruktiver Ausgestaltung
umfassen und/oder über eine Befestigungseinrichtung zur Anbringung an dem Kochgutträger
verfügen, die im Wesentlichen jeweils konstruktiv identisch ausgebildet ist. Vorteilhaft
wird durch die modulare Ausbildung der Energiewandler erreicht, dass das Kochfeldsystem
entsprechend der individuellen Kundenwünsche mit Energiewandlern bestückt werden kann.
Eine Vorratsproduktion mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Konfigurationsvarianten
von Kochfeldsystemen kann so durch eine wirtschaftliche und für den Kunden attraktive
Individualanpassung ersetzt werden. Die modulare Ausbildung der Energiewandler ermöglicht
zudem einen einfachen und wirtschaftlichen Austausch defekter Module. Das Kochfeldsystem
ist somit besonders wartungsfreundlich.
[0007] Der Kochgutträger ist zum Tragen von Kochgut, insbesondere von flüssigen oder festen
Lebensmitteln, und/oder von Kochgeschirr, insbesondere von Pfannen und Töpfen, ausgebildet.
Vorzugsweise ist der Kochgutträger als ebene Platte, insbesondere mit einer ebenen
Oberseite, ausgebildet. Die Reinigung des Kochgutträgers und das Bewegen des Kochguts
und/oder des Kochgeschirrs auf dem Kochgutträger werden somit erleichtert. Vorzugsweise
weist das Kochfeldsystem mindestens zwei, insbesondere mindestens drei, insbesondere
mindestens vier, insbesondere mindestens fünf, insbesondere mindestens sechs, insbesondere
mindestens acht, Energiewandler auf.
[0008] Vorzugsweise sind die Energiewandler zum Erwärmen von Kochgut und zum Wandeln einer
Eingangs-Energieform in eine zum Erwärmen des Kochgutträgers und/oder des Kochgeschirrs
bestimmte Ausgangs-Energieform ausgebildet. Die Eingangs-Energieform kann eine elektrische
oder eine chemische Energie sein. Die für das Erwärmen des Kochgutträgers und/oder
des Kochgeschirrs wesentliche Ausgangs-Energieform kann eine elektromagnetische Strahlung
und/oder eine Wärmeströmung und/oder eine erhitzte Masse sein. Die elektromagnetische
Strahlung kann eine Wärmestrahlung oder ein magnetisches Wechselfeld sein. Das magnetische
Wechselfeld wird im Folgenden auch als niederfrequente elektromagnetische Strahlung
bezeichnet.
[0009] Vorzugsweise bilden die Energiewandler zusammen mit dem Kochgutträger je eine Kochstelle
aus. Die Kochstellen, deren Energiewandler sich hinsichtlich der zu wandelnden Eingangs-Energieform
und/oder der Ausgangs-Energieform unterscheiden, können jeweils Wärmestrahlungs-Kochstellen
oder Induktions-Kochstellen oder Gas-Kochstellen oder Elektro-Masse-Kochstellen sein.
Das Kochfeldsystem kann zwei oder drei oder vier unterschiedliche Kochstellen umfassen,
welche als Induktions-Kochstelle, insbesondere als Flächeninduktions-Kochstelle, oder
als Wärmestrahlungs-Kochstelle, insbesondere als Flächenheizungs-Kochstelle, oder
als Gas-Kochstelle oder als Elektro-Masse-Kochstelle oder als Teppanyaki-Kochstelle
ausgebildet sind.
[0010] Die Abzugsvorrichtung kann als Muldenlüfter ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die
Abzugsvorrichtung unterhalb des Kochgutträgers angeordnet. Der Kochgutträger kann
die Abzugsvorrichtung in einer Draufsicht vollständig überdecken.
[0011] Die Abzugsvorrichtung ist vorzugsweise an mindestens eine Kochdunst-Eintrittsöffnung
angeschlossen. Die Kochdunst-Eintrittsöffnung ist, in einer Draufsicht, vorzugsweise
unmittelbar an einem Rand des Kochgutträgers angeordnet. Die mindestens eine Kochdunst-Eintrittsöffnung
kann von dem Kochgutträger zumindest teilweise umgeben sein. Vorteilhaft wird hierdurch
erreicht, dass die Kochdünste unmittelbar im Bereich ihres Entstehens von der Abzugsvorrichtung
abgesaugt werden können.
[0012] Gemäß einem Aspekt der Erfindung durchdringt die Kochdunst-Eintrittsöffnung den Kochgutträger.
Der Kochgutträger umschließt dabei die Kochdunst-Eintrittsöffnung, in einer Draufsicht,
vollständig. Vorzugsweise ist die Oberfläche des Kochgutträgers topologisch zusammenhängend,
insbesondere wegzusammenhängend, jedoch nicht einfach zusammenhängend.
[0013] Die Kochdunst-Eintrittsöffnung kann, in einer Draufsicht, im geometrischen Schwerpunkt
des Kochgutträgers angeordnet sein. Eine derartige Anordnung der Kochdunst-Eintrittsöffnung
ermöglicht den effizienten Abzug von Kochdünsten.
[0014] Das Kochfeldsystem kann ein Verschließelement zum Verschließen der Kochdunst-Eintrittsöffnung
aufweisen. Das Verschließelement kann dazu ausgebildet sein, die Kochdunst-Eintrittsöffnung
flüssigkeitsdicht und/oder gasdicht zu verschließen.
[0015] Die Kochdunst-Eintrittsöffnung kann in einer Draufsicht in dem Flächenschwerpunkt
des Kochgutträgers angeordnet sein. Die Kochdunst-Eintrittsöffnung kann in einer Draufsicht
in Form eines Vielecks, insbesondere in Form eines Vierecks, insbesondere in Form
eines Quadrates, ausgebildet sein. Alternativ kann die Eintrittsöffnung in einer Draufsicht
rund, insbesondere nicht kreisförmig, insbesondere oval, oder kreisförmig ausgebildet
sein.
[0016] Der Kochgutträger kann auch mehrere, insbesondere mindestens zwei, insbesondere mindestens
drei, insbesondere mindestens vier, Kochdunst-Eintrittsöffnungen aufweisen.
[0017] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Eingangs-Energieform mindestens
eines Energiewandlers elektrische Energie. Die Eingangs-Energieform sämtlicher der
Energiewandler kann elektrische Energie sein. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht,
dass das Kochfeldsystem besonders einfach mit einem in Küchen üblicherweise vorhandenen
Stromnetz-Anschluss verbunden werden kann. Die entsprechenden Kochstellen können dabei
Wärmestrahlungs-Kochstellen oder Induktions-Kochstellen oder Elektro-Masse-Kochstellen
sein.
[0018] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die Ausgangs-Energieform von mindestens einem
der Energiewandler Wärmestrahlung. Mindestens eine Kochstelle kann dabei als Wärmestrahlungs-Kochstelle
ausgebildet sein. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass wenigstens eine der Kochstellen
mit herkömmlichem Kochgeschirr, insbesondere ohne besondere Anforderungen an dessen
ferromagnetische Eigenschaften, betrieben werden kann.
[0019] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die Ausgangs-Energieform von mindestens einem
der Energiewandler niederfrequente elektromagnetische Strahlung. Unter einer niederfrequenten
elektromagnetischen Strahlung ist eine elektromagnetische Strahlung zu verstehen,
welche eine Frequenz von weniger als 500 kHz, insbesondere weniger als 100 kHz, aufweist.
Mindestens einer der Kochstellen kann demnach als Induktions-Kochstelle ausgebildet
sein. Derartige Kochfelder ermöglichen eine besonders energieeffiziente Erwärmung
von Kochgut und/oder von Kochgeschirr. Zudem kann eine Erwärmung des Kochgutträgers
weitgehend vermieden werden.
[0020] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist das Kochfeldsystem in einem vorderen Bereich
ausschließlich Energiewandler auf, deren Ausgangs-Energieform eine niederfrequente
elektromagnetische Strahlung ist. Unter dem vorderen Bereich des Kochfeldsystems ist
der dem Benutzer zugewandte Bereich, und/oder der einer Benutzer-Schnittstelle zugewandte
Bereich, des Kochfeldsystems zu verstehen. Der vordere Bereich umfasst in einer Draufsicht
höchstens 70 %, insbesondere höchstens 60 %, insbesondere höchstens 50 %, insbesondere
höchstens 30 %, der Fläche des Kochgutträgers. Durch die Anordnung dieser Energiewandler
an der, dem Benutzer zugewandten Vorderseite des Kochfeldsystems, kann eine aktive
Erwärmung des Kochgutträgers in diesem Bereich vermieden werden. Vorteilhaft wird
hierdurch erreicht, dass die Gefahr von Verbrennungen, insbesondere für Kleinkinder,
erheblich reduziert ist.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Kochgutträger als Glaskeramik-Platte
ausgebildet. Vorzugsweise weist das Kochfeldsystem mindestens eine Induktions-Stelle
und mindestens eine Wärmestrahlungs-Kochstelle auf. Die Glaskeramik-Platte kann eben
ausgebildet sein. Eine derartige Glaskeramik-Platte kann sowohl für niederfrequente
elektromagnetische Strahlung als auch für Wärmestrahlung durchlässig ausgebildet sein.
Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass das Kochfeldsystem besonders einfach reinigbar
ist und optisch ebenmäßig in eine Küchenarbeitsplatte integrierbar ist.
[0022] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist der Kochgutträger eine integrierte Benutzer-Schnittstelle
zur Steuerung der Energiewandler auf. Die Benutzer-Schnittstelle kann als Bildschirm,
insbesondere als berührungsempfindlicher Bildschirm, insbesondere als berührungsempfindlicher
LCD-Bildschirm, ausgebildet sein. Alternativ kann die Benutzer-Schnittstelle mindestens
einen berührungsempfindlichen Tastsensor und/oder einen Drehknopf und/oder einen relativ
zu dem Kochgutträger beweglichen Bedienknebel aufweisen. Die Benutzer-Schnittstelle
kann Leuchtmittel aufweisen, welche durch den Kochgutträger hindurchstrahlen. Vorteilhaft
wird hierdurch erreicht, dass die Benutzer-Schnittstelle unmittelbar an dem Kochfeldsystem
angebracht sein kann, wodurch der Aufwand zur Montage des Kochfeldsystems erheblich
reduziert ist und eine einfache Bedienbarkeit der Benutzer-Schnittstelle sichergestellt
ist.
[0023] Die Benutzer-Schnittstelle kann auch zur Steuerung der Abzugsvorrichtung ausgebildet
sein. Einzelne Sensoren der Benutzer-Schnittstelle können dabei sowohl zur Steuerung
der Energiewandler als auch zur Steuerung der Abzugsvorrichtung verwendbar sein. Hardware-Redundanzen
können somit vermieden werden.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Kochfeldsystem eine zur Steuerung
der Energiewandler ausgebildete und mit diesen in Signalverbindung stehende Steuereinrichtung
auf. Die sich hinsichtlich der zu wandelnden Eingangs-Energieform und/oder der Ausgangs-Energieform
unterscheidenden mindestens zwei Energiewandler können dabei an eine gemeinsame Steuereinrichtung
angeschlossen sein. Auch die Abzugsvorrichtung kann an diese Steuereinrichtung angeschlossen
sein. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass die Steuerung des gesamten Kochfeldsystems
über eine einzelne Steuereinrichtung erfolgen kann.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weisen die Energiewandler jeweils ein konstruktiv
identisch ausgebildetes Anschlussmittel zum Anschluss an die Steuereinrichtung auf.
Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass die Energiewandler an einer beliebigen Schnittstelle
der Steuereinrichtung anschließbar sind. Die Energiewandler sind somit an einer beliebigen
Position relativ zu dem Kochgutträger positionierbar. Ein fehlerhafter Anschluss an
der Steuereinrichtung und eine damit verbundene Beschädigung der Energiewandler sind
ausgeschlossen.
[0026] Die Anschlussmittel unterschiedlicher Energiewandler können sich beispielsweise in
einer Pinbelegung unterscheiden. Hierdurch kann analog, durch Verbindung unterschiedlicher
Schaltkreise, oder digital, durch Erkennung der an die Steuereinrichtung angeschlossenen
Energiewandler, eine auf den jeweiligen Energiewandler abgestimmte Steuerung desselben
erzielt werden.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die Energiewandler zum automatischen
Erkennen durch die Steuereinrichtung ausgebildet und weisen hierzu ein Identifikationsmittel
auf. Das Identifikationsmittel kann zur Speicherung und Ausgabe einer digitalen Kennung
ausgebildet sein. Es kann zur Speicherung und Ausgabe einer Typenkennzeichnung des
jeweiligen Energiewandlers ausgebildet sein. Das Identifikationsmittel kann hierzu
einen Datenspeicher aufweisen. Das Identifikationsmittel kann einen RFID-Tag aufweisen.
Die digitale Kennung kann kabelgebunden oder kabellos zwischen dem Identifikationsmittel
und der Steuereinrichtung übertragbar sein. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass
die Steuereinrichtung besonders einfach an die tatsächlich daran angeschlossenen Energiewandler
anpassbar ist.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Benutzer-Schnittstelle derart ausgebildet,
dass sie sich automatisch an die tatsächlich an die Steuereinrichtung angeschlossenen
Energiewandler anpasst. Vorzugsweise sind die Benutzerschnittstelle und die Steuereinrichtung
dazu ausgebildet, bestimmte, vom Benutzer erfassbare Merkmale, insbesondere optische
und/oder haptische Merkmale, der Benutzer-Schnittstelle zu verändern. Abhängig von
den tatsächlich an die Steuereinrichtung angeschlossenen Energiewandlern können beispielsweise
unterschiedliche Leuchtmittel der Benutzer-Schnittstelle aktiviert oder deaktiviert
werden. Auf dem Bildschirm der Benutzer-Schnittstelle können den jeweils angeschlossenen
Energiewandlern individuelle Symbole mit unterschiedlicher Farbe und/oder Form und/oder
Position zugeordnet werden. Vorteilhaft wird hierdurch erreicht, dass über die Benutzer-Schnittstelle
erkennbar dargestellt wird, welche Energiewandler tatsächlich an die Steuereinrichtung
angeschlossen sind.
[0029] Alternativ kann die Benutzer-Schnittstelle auch unabhängig von den daran angeschlossenen
Energiewandlern, insbesondere statisch, ausgebildet sein. Die Benutzer-Schnittstelle
kann beispielsweise als Bedienknebel ausgebildet sein. Die Steuereinrichtung kann
dazu ausgebildet sein die an der Benutzer-Schnittstelle erfassten Daten in die für
den jeweiligen Energiewandler benötigten Steuersignale zu wandeln.
[0030] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weisen die Energiewandler jeweils eine konstruktiv
identisch ausgebildete Befestigungseinrichtung zur Befestigung an dem Kochgutträger
auf. Der Kochgutträger kann beispielsweise mehrere Schienenmittel aufweisen, in welche
die Befestigungseinrichtungen der Energiewandler einführbar sind. Die Schienenmittel
können dabei ebenfalls identisch zueinander ausgebildet sein. Alternativ kann die
Verbindung zwischen dem mindestens einen Energiewandler und dem Kochgutträger als
Bolzenverbindung ausgebildet sein. Die jeweiligen Befestigungseinrichtungen können
dabei ein identisches Bohrmuster aufweisen. Die Befestigungsrichtung kann zur Ausbildung
einer Steckverbindung und/oder einer Schraubverbindung und/oder einer Rastverbindung
ausgebildet sein. Die Befestigungseinrichtung kann auch mit dem Kochgutträger verklebbar
sein. Die Befestigungseinrichtung kann eine Magnetverbindung aufweisen. Vorteilhaft
wird hierdurch erreicht, dass die Energiewandler an unterschiedlichen Positionen,
relativ zu dem Kochgutträger, befestigbar sind.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Kochfeldsystem als Montageeinheit
ausgebildet. Die Montageeinheit ist dadurch gekennzeichnet, dass diese als vollständig
vormontierte Baugruppe vorliegt. Vorzugsweise ist die Montageeinheit in eine Aussparung
der Küchenarbeitsplatte einsetzbar. Die Montageeinheit kann die Abzugsvorrichtung,
den Kochgutträger und die Energiewandler umfassen. Die Abzugsvorrichtung weist vorzugsweise
einen Unterdruck-Kanalabschnitt und/oder ein Lüfter-Gehäuse und/oder einen Lüftermotor
auf. Vorzugsweise sind die Abzugsvorrichtung und/oder die Energiewandler, in einer
Draufsicht, vollständig von dem Kochgutträger überdeckt. Hierdurch ist das Kochfeldsystem
besonders einfach in die Aussparung der Küchenarbeitsplatte einsetzbar. Das Kochfeldsystem
kann somit besonders schnell und kostengünstig verbaut werden. Der wirtschaftliche
und wenig zeitintensive Einbau des als Montageeinheit ausgebildeten Kochfeldsystems
macht dieses für den Kunden besonders attraktiv.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Abstand zwischen einer Unterseite
des Kochgutträgers und einer Unterseite der Abzugsvorrichtung und/oder eine Gesamtbauhöhe
des Kochfeldsystems geringer als 260 mm, insbesondere geringer als 220 mm, insbesondere
geringer als 180 mm, insbesondere geringer als 160 mm. Vorteilhaft wird hierdurch
erreicht, dass das Kochfeldsystem besonders kompakt ausgebildet ist. Hierdurch kann
eine besonders hohe Verfügbarkeit von Stauraum unterhalb des Kochfeldsystems gewährleistet
werden.
[0033] Weitere Vorteile und Details der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen anhand der Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Kochfeldsystems mit einer Abzugsvorrichtung und
vier Kochstellen, wobei die beiden vorderen Kochstellen als Induktions-Kochstellen
und die beiden hinteren Kochstellen als Wärmestrahlungs-Kochstellen ausgebildet sind,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung des Kochfeldsystems in Fig. 1, wobei die Energiewandler ein
Identifikationsmittel aufweisen, das mit einer Steuereinrichtung in Signalverbindung
steht,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,
wonach dieses als Montageeinheit ausgebildet ist und zwei Strahlungs-Kochfelder sowie
zwei Induktions-Kochfelder umfasst und
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines Kochfeldsystems gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel,
wonach dieses als Montageeinheit ausgebildet ist und zwei Gas-Kochstellen sowie zwei
Induktions-Kochstellen umfasst.
[0034] Im Folgenden werden unterschiedliche Details eines Kochfeldsystems 1 anhand der Fig.
1 bis Fig. 4 beschrieben.
[0035] In Fig. 1 ist ein Kochfeldsystem 1 mit einer Abzugsvorrichtung 2, einem Kochgutträger
3 sowie vier Energiewandlern 4 dargestellt. Das Kochfeldsystem 1 ist als Montageeinheit
ausgebildet und in eine Aussparung 5 einer Küchenarbeitsplatte 6 eingesetzt. Das Kochfeldsystem
1 ist über die Küchenarbeitsplatte 6 an einem Küchenunterschrank 7 befestigt. Eine
Benutzerschnittstelle 8 zur Steuerung des Kochfeldsystems 1 ist in Form von Bedienknebeln
über eine Blende 9 an dem Küchenunterschrank 7 angebracht. Die Benutzer-Schnittstelle
8 steht mit einer Steuereinrichtung 10 in Signalverbindung. Die Steuereinrichtung
10 ist zur Steuerung der Abzugsvorrichtung 2 und der Energiewandler 4 ausgebildet.
[0036] Der Kochgutträger 3 weist eine zentral angeordnete Kochdunst-Eintrittsöffnung 11
auf. Die Energiewandler 4 sind mittels einer nicht dargestellten Befestigungseinrichtung
an einer Unterseite des Kochgutträgers 3 angebracht. Der Kochgutträger 3 ist als Glaskeramik-Platte
ausgebildet. Der Kochgutträger 3 bildet zusammen mit den Energiewandlern 4 vier Kochstellen
12 zum Erwärmen von Kochgeschirr 13 aus. Innerhalb des Kochgeschirrs 13 angeordnetes
Kochgut 14 befindet sich dabei nicht in unmittelbarem Kontakt mit dem Kochgutträger
3.
[0037] Die beiden vorderen Kochstellen 12 sind als Induktions-Kochstellen und die beiden
hinteren Kochstellen 12 sind als Wärmestrahlungs-Kochstellen ausgebildet. Eine Eingangs-Energieform
15 sämtlicher der Energiewandler 4 der Kochstellen 12 ist eine elektrische Energie.
Die Energiewandler 4 der vorderen Kochstellen 12 sind dazu ausgebildet, die Eingangs-Energieform
15 in eine Ausgangs-Energieform 16 zu wandeln, wobei diese eine niederfrequente elektromagnetische
Strahlung ist. Die Energiewandler 4 der hinteren beiden Kochstellen 12 wandeln die
Eingangs-Energieform 15 in eine andere Form elektromagnetischer Strahlung, nämlich
in eine Wärmestrahlung.
[0038] Die Abzugsvorrichtung 2 weist einen Unterdruck-Kanalabschnitt 17 sowie ein Lüfter-Gehäuse
18 auf. Wie in Fig. 2 dargestellt, ist der Unterdruck-Kanalabschnitt 17 an der Kochdunst-Eintrittsöffnung
11 angeschlossen. An einem Rand der Kochdunst-Eintrittsöffnung des Kochgutträgers
3 ist ein Lüftungsgitter 19 angebracht. Innerhalb des Unterdruck-Kanalabschnitts 17
ist ein Fettfilter-Einsatz 20 angeordnet. Der Unterdruck-Kanalabschnitt 17 ist fluidführend
mit dem Lüfter-Gehäuse 18 verbunden. Innerhalb des Lüfter-Gehäuses 18 ist ein Lüfterrad
21 angeordnet, welches drehantreibbar mit einem Lüfter-Motor 22 verbunden ist.
[0039] Ein Abstand D zwischen einer Unterseite des Kochgutträgers 3 und einer Unterseite
der Abzugsvorrichtung 2, insbesondere des Unterdruck-Kanalabschnitts 17, beträgt 200
mm. Der Unterdruck-Kanalabschnitt 17 ist in einem Bereich unterhalb der Kochdunst-Eintrittsöffnung
11 als Flüssigkeits-Auffangwanne 23 ausgebildet.
[0040] Die Energiewandler 4 sind modular ausgebildet. Hierzu weisen die Energiewandler 4
jeweils ein identisch ausgebildetes Anschlussmittel 24 zum Anschluss an die Steuereinrichtung
10 auf. Über das Anschlussmittel 24 werden lediglich Steuersignale übertragen. Elektrische
Energie wird dem Energiewandler 4 als Eingangs-Energieform 15 über einen separaten
Anschluss zugeführt.
[0041] Die Energiewandler 4 umfassen ein Identifikationsmittel 25. Das Identifikationsmittel
25 steht über das Anschlussmittel 24 in Signalverbindung mit der Steuereinrichtung
10. Das Identifikationsmittel 25 ist zur Speicherung und Ausgabe einer digitalen Kennung
ausgebildet. Die Steuereinrichtung 10 ist zur Erfassung dieser digitalen Kennung ausgebildet.
[0042] Die Benutzer-Schnittstelle 8 ist automatisch an die tatsächlich an die Steuereinrichtung
10 angeschlossenen Energiewandler 4 anpassbar. Hierzu weist die Benutzer-Schnittstelle
8 mehrere farbvariable Leuchtmittel in Form von RGB-LEDs auf.
[0043] Sämtliche Energiewandler 4 sind hinsichtlich ihres jeweiligen mechanischen Anschlusses,
insbesondere der Befestigungseinrichtung, als auch hinsichtlich ihres Anschlusses
zur Signal- und Energieleitung, insbesondere des Anschlussmittels, identisch ausgebildet.
Jeder der Energiewandler 4 ist somit an jeder der Kochstellen 12 anbringbar und betreibbar.
[0044] Die Funktionsweise des Kochfeldsystems 1 ist wie folgt:
Zum Erwärmen des Kochguts 14 wird dieses in dem Kochgeschirr 13 angeordnet und auf
einer der Kochstellen 12 positioniert. Durch Betätigen der Benutzer-Schnittstelle
8 wird der jeweilige Energiewandler 4 der Kochstelle 12 aktiviert. Die zwischen der
Benutzer-Schnittstelle 8 und den Energiewandlern 4 angeordnete Steuereinrichtung 10
erfasst hierzu die Eingaben eines Benutzers über die Benutzer-Schnittstelle 8 und
stellt die zur Steuerung der Energiewandler 4 notwendigen Steuersignale bereit.
[0045] Der aktivierte Energiewandler 4 wandelt die als elektrische Energie vorliegende Eingangs-Energieform
15 in Wärmestrahlung bzw. in niederfrequente elektromagnetische Strahlung zur Erwärmung
des Kochgeschirrs 13. Über das somit erhitzte Kochgeschirr 13 wird das Kochgut 14
erwärmt.
[0046] Über die Benutzer-Schnittstelle 8 und die Steuereinrichtung 10 kann ebenso der Lüfter-Motor
22 zum Drehantreiben des Lüfterrads 21 aktiviert werden. Kochdünste können somit durch
die Kochdunst-Eintrittsöffnung 11, den Fettfilter-Einsatz 20 und den Unterdruck-Kanalabschnitt
17 in das Lüfter-Gehäuse 18 angesaugt werden.
[0047] Gemäß eines weiteren, in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiels ist die Benutzer-Schnittstelle
8 in den Kochgutträger 3 integriert. Die Benutzer-Schnittstelle 8 ist dabei als berührungsempfindlicher
LCD-Bildschirm ausgebildet. Zur Anpassung der Benutzer-Schnittstelle 8 an die tatsächlich
an der Steuereinrichtung 10 angeschlossenen Energiewandler 4 ist diese dazu ausgebildet,
die jeweiligen Energiewandler 4 repräsentierende und sich in Form, Farbe und Position
unterscheidende Symbole darzustellen.
[0048] Die Kochdunst-Eintrittsöffnung 11 ist in einer Draufsicht kreisförmig ausgebildet.
Das Kochfeldsystem 1 weist zu seiner Linken zwei Wärmestrahlungs-Kochstellen und zu
seiner Rechten zwei Induktions-Kochstellen auf. Das Kochfeldsystem 1 ist als Montageeinheit
ausgebildet und vollständig vormontiert in die Aussparung 5 der Küchenarbeitsplatte
6 einsetzbar.
[0049] Die Steuerung des Kochfeldsystems 1, insbesondere der Energiewandler 4 und der Abzugsvorrichtung
2, erfolgt über den berührungsempfindlichen LCD-Bildschirm. Zur Erwärmung des Kochgeschirrs
13 wird dieses oberhalb der Wärmestrahlungs-Kochstellen mit Wärmestrahlung und oberhalb
der Induktions-Kochstellen mit niederfrequenter elektromagnetischer Strahlung beaufschlagt.
[0050] Gemäß eines weiteren, in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiels weist das Kochfeldsystem
1 zwei Gas-Kochstellen und zwei Induktions-Kochstellen auf. Die Eingangs-Energieform
15 der Energiewandler 4 der Gas-Kochstellen ist eine chemische Energie. Die Ausgangs-Energieform
16 dieser Energiewandler 4 setzt sich zusammen aus einer Wärmestrahlung und einer
Wärmeströmung. Die Energiewandler 4 sind über die Bedienknebel der Benutzer-Schnittstelle
8, wie in Fig. 1 dargestellt, steuerbar.
[0051] Zur Erwärmung des Kochgeschirrs 13 wird dieses oberhalb der Gas-Kochstellen mit Wärmestrahlung
sowie Wärmeströmung und oberhalb der Induktions-Kochstellen mit niederfrequenter elektromagnetischer
Strahlung beaufschlagt.
1. Kochfeldsystem, umfassend
1.1. eine Abzugsvorrichtung (2) zum Abzug von Kochdünsten nach unten,
1.2. einen einstückig ausgebildeten Kochgutträger (3) zum Tragen von Kochgut (14)
und/oder von Kochgeschirr (13) und
1.3. eine Mehrzahl von an dem Kochgutträger (3) angeordneten Energiewandlern (4),
welche zum Wandeln einer Eingangs-Energieform (15) in eine zum Erwärmen des Kochgutträgers
(3) und/oder des Kochgeschirrs (13) bestimmte Ausgangs-Energieform (16) ausgebildet
sind,
1.4. wobei sich mindestens zwei der Energiewandler (4) hinsichtlich der zu wandelnden
Eingangs-Energieform (15) und/oder der Ausgangs-Energieform (16) unterscheiden und
1.5. wobei die Energiewandler (4) jeweils modular ausgebildet sind und somit untereinander
austauschbar an dem Kochgutträger (3) anordenbar sind.
2. Kochfeldsystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kochgutträger (3) eine diesen durchdringende Kochdunst-Eintrittsöffnung (11)
aufweist.
3. Kochfeldsystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangs-Energieform (15) von mindestens einem der Energiewandler (4) elektrische
Energie ist.
4. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangs-Energieform von mindestens einem der Energiewandler (4) Wärmestrahlung
ist.
5. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangs-Energieform (16) von mindestens einem der Energiewandler (4) niederfrequente
elektromagnetische Strahlung ist.
6. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem vorderen Bereich ausschließlich Energiewandler (4) angeordnet sind, deren
Ausgangs-Energieform (16) eine niederfrequente elektromagnetische Strahlung ist.
7. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kochgutträger (3) als Glaskeramik-Platte ausgebildet ist.
8. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kochgutträger (3) eine integrierte Benutzer-Schnittstelle (8) zur Steuerung der
Energiewandler (4) aufweist.
9. Kochfeldsystem (1), nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es eine zur Steuerung der Energiewandler (4) ausgebildete und mit diesen in Signalverbindung
stehende Steuereinrichtung (10) aufweist.
10. Kochfeldsystem (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiewandler (4) jeweils ein konstruktiv identisch ausgebildetes Anschlussmittel
(24) zum Anschluss an die Steuereinrichtung (10) aufweisen.
11. Kochfeldsystem (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiewandler (4) zum automatisierten Erkennen durch die Steuereinrichtung (10)
ein Identifikationsmittel (25) aufweisen, welches zur Speicherung und Ausgabe einer
digitalen Kennung ausgebildet ist.
12. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Benutzer-Schnittstelle (8) derart ausgebildet ist, dass sie sich automatisch
an die tatsächlich an die Steuereinrichtung (10) angeschlossenen Energiewandler (4)
anpasst.
13. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Energiewandler (4) jeweils eine konstruktiv identisch ausgebildete Befestigungseinrichtung
zur Befestigung an dem Kochgutträger (3) aufweisen.
14. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass es als Montageeinheit ausgebildet ist.
15. Kochfeldsystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsvorrichtung (2) einen Unterdruck-Kanalabschnitt (17) und ein daran angeschlossenes
Lüfter-Gehäuse (18) aufweist, wobei ein Abstand (D) zwischen einer Unterseite des
Kochgutträgers (3) und einer Unterseite der Abzugsvorrichtung (2) geringer ist als
260 mm.