[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türgriff für eine Fahrzeugtür oder eine
Fahrzeugklappe eines Kraftfahrzeuges nach Anspruch 1. Der Türgriff ist dabei mit einem
bewegbaren Notöffnungselement, welches in eine mechanische Wirkverbindung mit einem
Schließsystem der Fahrzeugtür bringbar ist, wobei das Notöffnungselement ein Zugmittel
zum Betätigen des Schließsystems, insbesondere zum Entriegeln und/oder zum Öffnen
der Fahrzeugtür, aufweist, und wobei das Notöffnungselement zwischen mindestens zwei
Positionen bewegbar ist, nämlich einer Ruheposition, in welcher das Notöffnungselement
an der Türgriffvorrichtung befestigt ist, und einer Betriebsposition, in welcher das
Notöffnungselement durch einen Benutzer betätigbar ist, um durch Ziehen am Zugmittel
das Schließsystem zu betätigen, und einer Auslösevorrichtung für das Notöffnungselement
ausgebildet ist, um das Notöffnungselement, insbesondere in einer Notfallsituation,
automatisch aus der Ruheposition in die Betriebsposition zu überführen. Zudem betrifft
die Erfindung ein Notöffnungssystem für eine Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges nach
Anspruch 18.
[0002] Es sind bewegbare Türgriffe für Kraftfahrzeuge bekannt, die zwischen einer Schließstellung
und einer ausgezogenen Offenstellung bewegbar sind, um eine Fahrzeugtür manuell zu
öffnen. Außerdem sind feststehende Türgriffe mit Sensoren bekannt, die ohne aktive
Bewegung des Türgriffs betätigt werden, bspw. durch Eingreifen mit einer Hand in eine
Türgriffmulde, um die Fahrzeugtür automatisch zu öffnen. Zum Öffnen der Fahrzeugtür
muss zuvor ein Schließsystem betätigt werden, um die Fahrzeugtür zu entriegeln. Dabei
sind mechanische Schließsysteme bekannt, die durch Betätigung eines Schließzylinders
mechanisch betätigt werden können. Außerdem sind automatische Schließsysteme für Fahrzeugtüren
bekannt, die ohne Benutzung eines mechanischen Schließzylinders betätigt werden können.
Solche Schließsysteme können als aktive oder passive Keyless-Entry-Systeme ausgebildet
sein, die es erlauben, die Fahrzeugtür ohne aktives Zutun eines berechtigten Fahrers
zu entriegeln und durch Ziehen am Türgriff manuell oder durch Betätigung eines Sensors
am Türgriff automatisch zu öffnen. Auch können solche Schließsysteme als Keyless-Go-Systeme
ausgebildet sein, die vollautomatisiert sind und zudem ein Starten des Kraftfahrzeuges
durch ein einfaches Betätigen eines Startknopfes ermöglichen. Hierzu muss der Fahrer
einen elektronischen Schlüssel in Form eines ID-Gebers mit sich tragen, um sich bei
einem Sicherheitssystem im Kraftfahrzeug zu identifizieren. Meistens werden in solchen
Türgriffen Näherungssensoren verwendet, die zuerst eine Präsenz eines Benutzers detektieren
und danach eine Identifizierungsabfrage starten, um die Berechtigung des Benutzers
zu verifizieren. Dabei kann das Sicherheitssystem mit dem ID-Geber kommunizieren,
um einen Identifizierungs-Code abzufragen. Bei einer erfolgreichen Authentisierung
des berechtigten Benutzers entriegelt das Schließsystem die Fahrzeugtür automatisch
und ermöglicht somit, durch Ziehen an einem beweglichen Türgriff oder durch Aktivieren
eines Sensors an einem feststehenden Türgriff die Fahrzeugtür zu öffnen.
[0003] In modernen Kraftfahrzeugen wird meistens ein Notöffnungssystem für die Fahrzeugtür
vorgesehen, um in einer Notfallsituation, bspw. bei einem Unfall oder dergleichen,
wenn die Elektronik und/oder die Energieversorgung für das Schließsystem und/oder
für die Sensoren am Türgriff versagen, das Schließsystem dennoch betätigt und die
Fahrzeugtür geöffnet werden kann. Um die Fahrzeugtür ggf. zuvor zu entriegeln und
schließlich zu öffnen, kann ein Notöffnungselement am Türgriff der Fahrzeugtür vorgesehen
sein, welches mit einem Zugmittel ausgeführt sein kann. Das Zugmittel kann dabei in
einer mechanischen Wirkverbindung mit dem Schließsystem stehen, um durch Ziehen am
Zugmittel die Fahrzeugtür ggf. zunächst zu entriegeln und danach zu öffnen. Hierzu
kann ein Schlitz am Türgriff vorgesehen sein, um durch Eingreifen in den Schlitz mit
Hilfe eines Werkzeugs, bspw. eines Schraubenziehers oder eines Notschlüssels, das
Notöffnungselement anzuheben und das Zugmittel freizugeben, sodass am Zugmittel gezogen
werden kann. Bei den feststehenden Türgriffen und/oder automatischen Schließsystemen
ohne einen Schließzylinder hat sich dabei als Nachteil herausgestellt, dass bei einem
Unfall, wenn die Elektronik versagt und/oder die Energieversorgung unterbrochen wird,
die Unfallhelfer daran gehindert sind, die Fahrzeugtür zu öffnen, um den Fahrzeuginsassen
erste Hilfe leisten zu können. Aber auch bei beweglichen Türgriffen kann es dazu kommen,
dass der Türgriff klemmen kann und somit die Fahrzeugtür in einer Notfallsituation
nachteiligerweise nicht geöffnet werden kann. Außerdem können die Notöffnungselemente,
die oftmals in Wagenfarbe lackiert sind, nicht leicht gefunden werden. Zudem ist es
von Nachteil, dass das Notöffnungselement durch den Unfall beschädigt werden und am
Türgriff verharren kann, sodass es nicht mehr richtig funktionieren kann. Im schlimmsten
Falle kann dann die erste Hilfe zu spät geleistet werden. Ein solcher Türgriff ist
beispielsweise aus
DE 10 2015 119 443 bekannt.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Türgriff für eine Fahrzeugtür
zu schaffen, der zumindest einen der oben genannten Nachteile zumindest zum Teil überwindet.
Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, einen Türgriff bereitzustellen, der eine
verbesserte, insbesondere sicherere und einfachere Betätigung des Schließsystems und/oder
des Türgriffes der Fahrzeugtür in einer Notfallsituation gewährleistet.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Türgriff mit den technischen Merkmalen des Anspruches
1 und ein Notöffnungssystem nach Anspruch 18 vorgeschlagen, denen nachfolgende besondere
Bedeutung zukommt. Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen
Unteransprüchen aufgeführt. Dabei gelten technische Merkmale, die im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Türgriff offenbart werden selbstverständlich auch in Verbindung
mit dem erfindungsgemäßen Notöffnungssystem und umgekehrt, so dass diesbezüglich wechselseitig
Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0006] Die Erfindung schlägt dabei einen Türgriff für eine Fahrzeugtür eines Kraftfahrzeuges
vor, der mit einem bewegbaren Notöffnungselement, welches in eine mechanische Wirkverbindung
mit einem Schließsystem der Fahrzeugtür bringbar ist, wobei das Notöffnungselement
ein Zugmittel zum Betätigen des Schließsystems, insbesondere zum Entriegeln und/oder
zum Öffnen der Fahrzeugtür, aufweist, und wobei das Notöffnungselement zwischen mindestens
zwei Positionen bewegbar ist, nämlich einer Ruheposition, in welcher das Notöffnungselement
am Türgriff befestigt ist, und einer Betriebsposition, in welcher das Notöffnungselement
durch einen Benutzer betätigbar ist, um durch Ziehen am Zugmittel das Schließsystem
zu betätigen, und einer Auslösevorrichtung für das Notöffnungselement ausgeführt ist,
wobei um das Notöffnungselement, insbesondere in einer Notfallsituation, automatisch
aus der Ruheposition in die Betriebsposition zu überführen, wobei das Notöffnungselement
an einer Unterseite des Türgriffes angeordnet ist.
[0007] Dabei kann der vorgeschlagene Türgriff für Kraftfahrzeugtüren auf der Fahrerseite
und auf der Beifahrerseite sowie an den hinteren Fahrzeugtüren oder an der Kofferraumtür
bzw. - klappe eingesetzt werden. Es ist ebenfalls möglich, zunächst das Zugmittel
vom Notöffnungselement zu lösen, bspw. durch Lösen einer entsprechenden Verbindung
zwischen dem Zugmittel und dem Notöffnungselement, wie Form- und/oder Kraftschluss,
Clips- und/oder Klemmverbindung, Bajonettverschluss oder dergleichen, und anschließend
den Öffnungsvorgang direkt am Zugmittel einzuleiten. Erfindungsgemäß ist eine Auslösevorrichtung
für das Notöffnungselement vorgesehen, um das Notöffnungselement, insbesondere in
einer Notfallsituation, automatisch in die Betriebsposition zu überführen. Unter einer
Notfallsituation kann beispielsweise ein Unfall, ein Elektronikausfall, ein Kurzschluss,
eine gefährliche Seitenlage, zu hohe Beschleunigungen usw. verstanden werden. In einer
solchen Situation kann es wichtig sein, die Fahrzeugtüren zunächst zu entriegeln und
ein vereinfachtes, quasi intuitives Betätigen des Schließsystems zu ermöglichen.
[0008] Erfindungsgemäß wird das Notöffnungselement in einer Notfallsituation automatisch
(gemeint ist selbstständig, ohne weitere Tätigkeit einer Person) durch eine extra
vorgesehene Auslösevorrichtung in die Betriebsposition überführt. Hierzu ist erfindungsgemäß
vorgesehen, dass das Notöffnungselement an einer Unterseite des Türgriffes angeordnet
ist. Der Erfindungsgedanke liegt dabei darin, dass in dieser Position das Notöffnungselement
am sichersten in die Betriebsposition überführt werden kann. In dieser Position ist
die Gefahr minimiert, dass das Notöffnungselement am Türgriff verharren kann. Dabei
ist es von Vorteil, dass das Notöffnungselement aus der Ruheposition in die Betriebsposition
nach unten in Richtung Boden bewegt werden kann. So ist es für das erfindungsgemäße
Notöffnungselement einfacher, sich vom Türgriff zu lösen, als für ein Notöffnungselement
an der Oberseite oder an einer Frontseite des Türgriffes, da das Notöffnungselement
einfach nach unten fallen und dabei seine eigene Schwerkraft ausnutzen kann. Außerdem
ist es von Vorteil, dass es somit für einen Unfallhelfer einfacher ist, am Notöffnungselement
und/oder am Zugmittel zu ziehen, indem der Unfallhelfer einen Zug nach unten zum Boden
mit Hilfe des eigenen Gewichtes leichter aufbauen kann als zur Seite oder gar nach
oben. Zudem ist es vorteilhaft, dass weniger Platz um das Fahrzeug herum zum Betätigen
des Notöffnungselementes benötigt wird, weil das Notöffnungselement entlang der Außenfläche
der Fahrzeugtür betätigt werden kann. Insbesondere bei Unfällen, bei denen das Kraftfahrzeug
mit der Fahrzeugtür nahe zu einem Hindernis stehen bleibt, kann dies von entscheidendem
Vorteil sein, ob die erste Hilfe überhaupt geleistet werden kann. So kann sichergestellt
werden, dass der Zugang zum Innenraum trotz aller möglichen denkbar ungünstigen Umstände
gewährleistet werden kann, um den Insassen nach einer Unfallsituation schnellstmöglich
zu helfen. Somit wird erreicht, dass das Notöffnungselement nicht nur leicht gefunden
und einfach gehandhabt, sondern auch leichter greifbar für eine Hilfsperson gemacht
werden kann, um durch Ziehen am Notöffnungselement das Schließsystem zu betätigen.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass, sollte sich eine Notfallsituation ereignen
und ein Normalbetrieb des Türschlosses nicht möglich sein, weder ein manuelles Herausziehen
des Notöffnungselementes notwendig ist, noch dass die Hilfspersonen lange suchen müssen,
wie sie das Türschloss betätigen können, um die Fahrzeugtür nach Bedarf leicht öffnen
zu können. Die Auslösevorrichtung kann vorzugsweise an einer nicht direkt einsehbaren
geschützten Position im Türgriff angeordnet sein, was auch ästhetischen Gesichtspunkten
Rechnung tragen kann.
[0009] Das Schließsystem kann als ein Keyless-Go-System ausgebildet sein.
[0010] Alternativ kann das Schließsystem als ein Keyless-Entry-System ausgebildet sein.
Gemäß beider Alternativen, können entsprechende Sensoren, bspw. berührungslose Näherungssensoren,
wie z. B. kapazitive Sensoren, im Türgriff integriert sein. Ferner ist es denkbar,
dass ein Sicherheitssystem für das Schließsystem mit einer entsprechenden Sende- und
Empfangseinheit für eine Identifizierungsabfrage ganz oder zum Teil im Türgriff integriert
sein kann. Vorteilhafterweise ist dabei, dass ein solches Schließsystem ohne einen
mechanischen Schließzylinder die Fahrzeugtür verriegeln und/oder entriegeln kann,
wenn die Berechtigung des Benutzers verifiziert wurde. Danach kann ein solches Schließsystem
die Fahrzeugtür automatisch öffnen und/oder schließen, wenn entsprechende Sensoren
im oder am Türgriff betätigt wurden. Somit kann ein vollautomatisiertes Schließsystem
für das Kraftfahrzeug bereitgestellt werden. Bei solchen Schließsystemen ist es normalerweise
vorgesehen, dass das Schließsystem in einer Notfallsituation automatisch alle Fahrzeugtüren
entriegelt. Sollte jedoch die Elektronik oder die Energieversorgung eines solchen
Schließsystems versagen, so steht kein mechanischer Schließzylinder für eine Notentriegelung
bereit. Erfindungsgemäß wird der Vorteil erreicht, dass trotz eines Unfalls oder eines
Energieausfalls dennoch eine Möglichkeit geschaffen wird, das Schließsystem alternativ,
insbesondere mechanisch, zu betätigen. Hierzu wird das Notöffnungselement in einer
Notfallsituation automatisch in die Betriebsposition überführt, bspw. aufgeklappt,
um das Schließsystem mittels des durch das Notöffnungselement freigelegten Zugmittels
zu betätigen. Durch Ziehen am Zugmittel kann dann ggf. zunächst die Fahrzeugtür entriegelt
werden. Anschließend kann durch ein weiteres Ziehen am Zugmittel die Fahrzeugtür geöffnet
werden.
[0011] Weiterhin kann der Türgriff als feststehender, insbesondere relativ zur Tür bzw.
Klappe unbeweglicher KFZ-Türaußengriff ausgebildet sein. In diesem Fall ist der Türgriff
fest an der Tür oder Klappe montierbar. Solche Türgriffe können in einer Notfallsituation,
wenn die Elektronik ausfällt und/oder bei einem bloßen Stromausfall oder beim Entladen
der Batterie, nicht mehr automatisch geöffnet werden. Auch wenn das Schließsystem
nach einer solchen Notfallsituation automatisch entriegelt (jedoch nicht geöffnet)
wird, so ist ein Ziehen an einem feststehenden Türgriff zwecklos. Das Türschloss bleibt
dabei immer noch verschlossen. Danach kann das Notöffnungselement nur noch durch einen
geübten Eingriff unter den oder in den Türgriff mit Hilfe eines speziellen Werkzeuges
herausgehoben werden, um durch Ziehen am Notöffnungselement das Türschloss zu öffnen.
Sollten sich die Personen mit der Technologie jedoch nicht auskennen, so besteht die
Gefahr, dass in einer Stresssituation die Tür nicht geöffnet werden kann. Dem wirkt
die Erfindung entgegen, indem sie eine spezielle Auslösevorrichtung vorschlägt, um
das Notöffnungselement völlig automatisch, ohne manuelles Eingreifen in die Betriebsposition
zu überführen. Der Rest des Vorganges kann danach absolut intuitiv durchgeführt werden.
Hierzu müssen die Hilfspersonen am Notöffnungselement nur noch ziehen, um über das
daran angeschlossene Zugmittel das Türschloss insbesondere rein mechanisch zu betätigen
und die Fahrzeugtür zu öffnen.
[0012] Ferner kann es im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass das Notöffnungselement
mit Hilfe eines Aktuators, insbesondere eines Federelementes, aus der Ruheposition
in die Betriebsposition beaufschlagt sein kann. Somit kann der Vorteil erreicht werden,
dass das die Auslösevorrichtung zusätzlich durch den Aktuator unterstützt werden kann,
um in einer Notfallsituation das Notöffnungselement in die Betriebsposition zu überführen.
Dadurch kann sogar bei einem in der Ruheposition feststeckenden oder eingefrorenen
Notöffnungselement stets genügend Auslöseenergie bereitgestellt werden, um das Notöffnungselement
in die Betriebsposition zu überführen. Mit Hilfe eines Federelementes kann ein einfacher
und günstiger Aktuator geschaffen werden, der das Notöffnungselement in die Betriebsposition
vorspannen kann. Alternativ sind aber verschiedene Ausführungsformen eines Aktuators
denkbar, die das Überführen des Notöffnungselementes aus der Ruheposition in die Betriebsposition
unterstützen können.
[0013] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass das Zugmittel zum mechanischen Betätigen
des Schließsystems ausgelegt ist. Daneben kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein,
dass die Fahrzeugtür durch ein zentrales Schließsystem des Kraftfahrzeuges verriegelt
wird. Ferner ist es denkbar, dass das Schließsystem mechanisch und/oder elektrisch
betätigbar ausgebildet sein kann. Das Zugmittel ermöglicht vorteilhafterweise ein
mechanisches Betätigen des Schließsystems, wenn die Elektronik versagt oder keine
Energie zur Verfügung steht, um das Türschloss im Normalbetrieb zu betätigen. Dabei
ist die Erfindung gleichermaßen für rein mechanische oder rein elektrische sowie Kombischließsysteme
anwendbar. Auch für andere Technologien, wie sensor-, druckknopf-, oder piezoelementgesteuerte
Schließsysteme, die zum Teil eine elektrische Ansteuerung des Schließsystems erfordern,
ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Türgriffes vorteilhaft. Dabei kann das Zugmittel
in Wirkverbindung mit einem Sensor, einem Druckknopf, oder einem Piezoelement stehen,
um in der Betriebsposition des Notöffnungselementes durch Zeihen am Zugmittel eine
alternative, rein mechanische Betätigung des jeweiligen Elementes und/oder des entsprechenden
Schließsystems zu ermöglichen. So kann es gemäß der Erfindung immer möglich sein,
die Fahrzeugtür im Notfall zu öffnen. Gemäß der Erfindung kann der Türgriff ein Teil
eines Sicherheitssystems des Kraftfahrzeuges bilden, welches für das Schließsystem
der Fahrzeugtür oder aller Türen vorgesehen sein kann, um eine berechtigte und sichere
Betätigung des Türschlosses zu gewährleisten.
[0014] Vorteilhafterweise kann das Zugmittel flexibel in Form eines Bowdenzuges, Draht-
oder Kunststoffseils oder einer Kette ausgebildet sein. Zudem ist es denkbar, dass
das Zugmittel aus einem flexiblen, beispielsweise elastischen, Material ausgebildet
sein kann. Dabei sind als geeignete Materialien nicht nur biegsame Metalle, wie z.
B. Stahl, denkbar, sondern auch Kunststoffe, wie z. B. faserverstärkte Kunststoffe.
Hierbei kann der Vorteil erreicht werden, dass beim Anheben des Notöffnungselementes
über das Zugmittel ein einfacher Zugriff zu einer in dem Türaußengriff angeordneten
Not-Betätigung des Schließsystems und somit eines Öffnungsmechanismus bzw. eines Türschlosses
der Fahrzeugtür realisiert werden kann.
[0015] Vorteilhafterweise kann das Notöffnungselement einen, bspw. form- und/oder kraftschlüssigen,
Verlierschutz, insbesondere in Form eines Rast- , Clips- und/oder Klemmelementes,
eines Bajonettverschlusses, eines Gelenkes oder eines Scharniers aufweisen, um das
Notöffnungselement in der Betriebsposition verlierfest am Türgriff zu halten. Dadurch
ergibt sich der Vorteil, dass das Notöffnungselement in der Betriebsposition form-
und/oder kraftschlüssig abgesichert werden kann, sodass bei einem Abnehmen oder Entfernen
das Notöffnungselement nicht ungewollt herausfallen oder verloren gehen kann. So kann
das Notöffnungselement in der Betriebsstellung zunächst am Türgriff lose gehalten
werden und für eine Betätigung bereit sein. Ferner ist es denkbar, dass insbesondere
der Verlierschutz eine Verlängerung des Zugmittels sein kann. Dadurch kann eine vereinfachte
Verbindung zwischen dem Notöffnungselement und dem Zugmittel geschaffen werden, die
gleichzeitig als Verlierschutz und/oder als Montagehilfe für das Notöffnungselement
dienen kann.
[0016] Vorteilhafterweise kann im Rahmen der Erfindung die Auslösevorrichtung ein Arretierelement
für das Notöffnungselement, insbesondere in Form zumindest eines Klemm-, eines Rast-
oder eines Clipelementes aufweisen, welches zwischen mindestens zwei Lagen bewegbar
sein kann, nämlich einer Arretierlage, in welcher das Notöffnungselement in der Ruheposition
durch das Arretierelement, insbesondere kraft- und/oder formschlüssig, abgesichert
sein kann, und einer Freigabelage, in welcher das Notöffnungselement zum Überführen
in die Betriebsposition durch das Arretierelement freigegeben sein kann. Dadurch ergibt
sich zum einen der Vorteil, dass das Notöffnungselement auch während des Fahrbetriebs
des Kraftfahrzeugs trotz der Einwirkung von Vibrationen innerhalb des Türgriffs immer
fest und sicher an einer Position am Türgriff, nämlich der Ruheposition, fixiert verbleibt.
Zum anderen ergibt sich dadurch eine Reduzierung von Geräuschen, die durch Bewegung
eines losgelösten Notöffnungselementes innerhalb des Türgriffs entstehen können.
[0017] Zudem kann vorgesehen sein, dass das Arretierelement mit Hilfe eines Aktuators, insbesondere
eines Federelementes, aus der Freigabelage in die Arretierlage beaufschlagt sein kann.
Somit kann der Vorteil erreicht werden, dass in einem Normalbetrieb des Kraftfahrzeuges
das Arretierelement sicher in der Arretierlage gehalten werden kann, um das Klappern
und Lösen des Arretierelementes innerhalb des Türgriffes zu vermeiden. Mit Hilfe eines
Federelementes kann ein einfacher und günstiger Aktuator geschaffen werden, der das
Arretierelement in die Arretierlage vorspannen kann.
[0018] Weiterhin ist es im Rahmen der Erfindung denkbar, dass das Arretierelement mit Hilfe
eines Aktuators, insbesondere eines Federelementes, am Notöffnungselement gehalten
werden kann, wobei beim Überführen des Arretierelementes aus der Arretierlage in die
Freigabelage der Aktuator eine Auslösekraft auf das Notöffnungselement erzeugen kann,
welche das Notöffnungselement aus der Ruheposition in die Betriebsposition befördern
kann. Der Aktuator löst dabei vorteilhafterweise eine zusätzliche Auslösekraft, die
aus der Bewegung des Arretierelementes durch den Aktuator gewonnen werden kann, um
die Vorspannung auf das Notöffnungselement zu erhöhen und ein sprunghaftes Überführen
des Notöffnungselementes in die Betriebsposition zu ermöglichen. Somit kann der Vorteil
erreicht werden, dass das Notöffnungselement in die Betriebsposition herausspringen
kann, um für den Notfallhelfer gut sichtbar und einfach greifbar zu sein.
[0019] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass das Notöffnungselement einen Schlitz aufweist,
um durch Einführung eines Öffnungsmittels, bspw. eines Schlüsselbarts eines Notschlüssels,
in den Schlitz mechanisch auf das Notöffnungselement, insbesondere auf das Arretierelement,
einzuwirken und das Notöffnungselement in die Betriebsposition, insbesondere das Arretierelement
in die Freigabelage, zu überführen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass das Notöffnungselement
bei einem bloßen Stromausfall rein manuell betätigt werden kann. Dabei kann das Notöffnungselement
durch Einführen eines geeigneten Gegenstands in den Schlitz von dem Türaußengriff
"aufgekantet" oder "aufgehebelt" werden. Gleichzeitig ist es denkbar, dass durch Einführen
eines geeigneten Gegenstands in den Schlitz das Arretierelement betätigt werden kann,
um das Arretierelement aus der Arretierlage in die Freigabelage zu überführen. Dann
kann das Notöffnungselement automatisch in die Betriebsposition aufspringen, beispielsweise
durch Einwirkung eines Entspannungsdruckes eines Aktuators, beispielsweise in Form
eines Federelementes, welches das Notöffnungselement in seine Betriebsposition vorspannen
kann.
[0020] Die Auslösevorrichtung kann ein Auslösemittel aufweisen, um bei einem Unfall oder
einer Notsituation auf das Notöffnungselement, insbesondere auf das Arretierelement,
direkt oder indirekt, automatisch, insbesondere mechanisch, elektrisch, elektro-magnetisch,
elektro-mechanisch oder pyrotechnisch, einwirken zu können und das Notöffnungselement
in die Betriebsposition, insbesondere das Arretierelement in die Freigabelage, zu
überführen. Die Erfindung geht dabei von dem Gedanken aus, dass neben einem normalen
Betriebsmodus des Schließsystems, wenn alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren und
genug Energie für ein automatisches Betätigen des Schließsystems vorhanden ist, und
neben dem Betriebsmodus, wenn die Energie nicht zur Verfügung steht, insbesondere
wenn die Autobatterie entladen ist und nur ein manuelles Betätigen des Notöffnungselementes
möglich ist, ein weiterer Notfall-Betriebsmodus vorgesehen sein kann. Dieser Notfall-Betriebsmodus
ist für die Fälle vorgesehen, wenn sich eine Notfallsituation ereignet, aber auch
für die Fälle, wenn lediglich die Energie verbraucht ist. Gemäß der Erfindung wird
dabei durch die Auslösevorrichtung, insbesondere durch das Auslösemittel, bewirkt,
dass das Notöffnungselement oder das Arretierelement direkt oder indirekt betätigt
wird, um das Notöffnungselement in die Betriebsposition bzw. das Arretierelement in
die Freigabelage zu überführen. Dabei ist es denkbar, dass das Auslösemittel dann
aktiviert werden kann, wenn alle weiteren Systeme versagt haben oder vorübergehend
nicht funktionsfähig sind. Das Auslösemittel kann unterschiedliche Technologien ausnutzen,
um in einer Notfallsituation auszulösen. Denkbar ist dabei eine mechanische Funktion
des Auslösemittels, wenn beispielsweise bei einem Unfall die Verformungsenergie der
Fahrzeugaußenhaut oder die Bewegung eines Crashhebels dazu genutzt wird, um das Auslösemittel
zu betätigen. Eine elektrische Funktion des Auslösemittels ist bspw. denkbar, wenn
die Notfallsituation zum Aktivieren eines Notenergiespeichers dient, um das Auslösemittel
zu aktivieren. Kombinierte elektro-magnetische oder elektro-mechanische Funktion des
Auslösemittels ist dabei ebenfalls denkbar, wenn die mechanische Verformung ein elektrisches
oder magnetisches Aktivieren des Auslöseelementes bewirken kann. Zunächst aber nicht
zuletzt ist eine pyrotechnische Funktion des Auslösemittels möglich, wenn durch eine
gezielte minimale Sprengung, ausgelöst durch die Notfallsituation, ein Aktivieren
des Auslöseelementes nach sich ziehen kann. Als ein Auslösesensor (auch Notfallsituationssensor
bzw. Crashsensor genannt) für die elektrische Funktion des Auslösemittels kann ein
Crashsensor, ein Beschleunigungssensor, ein Neigungssensor oder dergleichen zum Einsatz
kommen.
[0021] Im Rahmen der Erfindung kann zudem vorgesehen sein, dass das Auslösemittel in Form
eines Form-Gedächtnis-Legierungs-Elementes (FGL-Elementes), eines permanenten oder
elektrischen Magneten, z. B. einer Spule, eines Piezoelementes oder eines pyrotechnischen
Elementes ausgebildet sein kann. Vorteilhafterweise kann das Form-Gedächtnis-Legierungs-Element
nach dem Erkennen einer Notfallsituation unter Strom gestellt werden, wodurch es sich
erwärmen und sich dadurch mechanisch zusammenziehen kann. Die mechanische Verformung
des Form-Gedächtnis-Legierungs-Elementes kann dann dazu genutzt werden, die Auslösevorrichtung
zu aktivieren, um das Arretierelement in die Freigabelage und/oder das Notöffnungselement
in die Betriebsposition zu überführen. Vorteilhafterweise kann dabei das Auslösemittel
in Form eines Drahtes aus einer Form-Gedächtnis-Legierung hergestellt sein, der einen
Durchmesser zwischen 0,1 mm und 1 mm, insbesondere zwischen 0,2 mm und 0,8 mm, insbesondere
0,4 mm, aufweisen kann. Hierbei kann in allen Temperaturbereichen, von -40 bis +85
°C, eine Zugkraft von mindestens 20 bis 80 N, insbesondere 25 N, durch das Form-Gedächtnis-Legierungs-Element
erzeugt werden, um das Notöffnungselement bzw. das Arretierelement zu betätigen. Diese
Zugkraft kann nach einem kurzen Stromanlegen von 0,1 bis 2 s, insbesondere von 0,5
s erzeugt werden. Dabei muss der Strom nicht über 3,5 A angelegt werden, bei einer
bevorzugten Spannung im Kraftfahrzeug, die vorzugsweise 12 V beträgt. Ein Auslösemittel
in Form eines permanenten Magneten kann beispielsweise durch die Verformung des Türbleches
den permanenten Magneten derart verschieben, um das Arretierelement und/oder das Notöffnungselement
und/oder ein Druckmittel oder ein Haltemittel für das Arretierelement oder für das
Notöffnungselement anzuziehen oder abzustoßen, um entsprechend das Arretierelement
und/oder das Notöffnungselement zu betätigen. Anstelle des permanenten Magneten kann
auch eine Spule für die erforderliche Magnetkraft genutzt werden, die ebenfalls bestromt
werden kann. Ein Piezoelement kann ggf. die mechanische Verformungsenergie des Türbleches
in elektrische Energie umwandeln, um das Arretierelement und/oder das Notöffnungselement
zu betätigen. Auch kann das Piezoelement durch den Auslösesensor bestromt werden.
Schließlich ist es denkbar, dass ein pyrotechnisches Element durch mechanische Verformungsenergie
des Türbleches aktiviert werden kann, wodurch eine gezielte kontrollierte Sprengung
eingeleitet werden kann, um das Arretierelement und/oder das Notöffnungselement zu
betätigen. Hierbei ist es ebenfalls denkbar, dass der Auslösesensor das pyrotechnische
Element aktivieren kann.
[0022] Hierzu kann vorgesehen sein, dass die Auslösevorrichtung mit mindestens einem Notfallsituationssensor
bzw. Crashsensor in Verbindung bringbar sein kann, wobei insbesondere beim Detektieren
einer Notfallsituation durch den mindestens einen Notfallsituationssensor die Auslösevorrichtung
aktiviert werden kann, um das Notöffnungselement in die Betriebsposition, insbesondere
das Arretierelement in die Freigabelage, zu überführen. Dabei sind unterschiedliche
Notfallsensoren denkbar, die die unfallbedingt herausragenden Werte detektieren können,
wie einen zu großen Neigungswinkel, eine zu hohe Geschwindigkeit oder Beschleunigung
oder eine zu starke mechanische Verformung des Kraftfahrzeuges oder dergleichen.
[0023] Zudem können das Notöffnungselement und das Zugmittel direkt oder über ein Verbindungsmittel
miteinander verbunden sein. Dabei kann das Verbindungsmittel in Form einer Aufnahme,
eines Hakens, einer Öse, einer Klemme oder eines Clips, insbesondere an dem Notöffnungselement,
ausgebildet sein, um am Zugmittel einzugreifen. Dadurch ergibt sich beispielsweise
der Vorteil, dass das Verbinden des Zugmittels mit dem Notöffnungselement auf einfache
Art und Weise erfolgen kann. Insbesondere im Rahmen der Montage kann ein Ende des
Zugmittels schnell und einfach mit dem Verbindungselement verbunden werden. Dadurch
kann sowohl das rein mechanische Betätigen des Zugmittels als auch das notfallsituationsbedingte
Aktivieren des Zugmittels über das Notöffnungselement durch die Auslösevorrichtung
vereinfacht werden.
[0024] Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn das Notöffnungselement und das Verbindungselement
materialeinheitlich, insbesondere als ein monolithisches Bauteil, ausgebildet sind.
Mit anderen Worten können das Notöffnungselement und das Verbindungselement als ein
integrales Bauteil, bspw. ein Spritzgussteil, gefertigt sein. Dadurch ergibt sich
der Vorteil, dass sich der Aufwand in der Herstellung der beiden Elemente als nur
ein Bauteil reduziert werden kann, da zumindest ein Arbeitsschritt des Zusammenfügens
von Verbindungselement und Notöffnungselement erspart bleibt. Weiterhin ergibt sich
dadurch der Vorteil, dass im Falle der Notwendigkeit des Betätigens des Zugmittels
eine verbesserte Zugkraft vom Notöffnungselement auf das Zugmittel übertragen werden
kann. Folglich muss ein Nutzer beim Bedienen bzw. Betätigen des Zugmittels nicht erst
das Notöffnungselement betätigen und danach das Ende des Zugmittels suchen, um das
Türschloss betätigen zu können, sondern kann einfach durch Greifen und Ziehen am Notöffnungselement
das Zugmittel herausziehen und ein Notöffnen der Fahrzeugtür bewirken.
[0025] Vorteilhafterweise können der Türgriff und/oder das Notöffnungselement aus einem
Kunststoff, insbesondere in Form eines Kunststoffspritzgussteils, ausgebildet sein.
Dies ermöglicht eine kostengünstige und einfache Herstellung sowie Reduktion des Gewichts
dieser Elemente.
[0026] Weiterhin kann das Notöffnungselement in einer Öffnung des Türgriffes angeordnet
sein, wobei am Notöffnungselement und/oder am Türgriff ein, insbesondere die Öffnung
umlaufendes, Dichtungselement vorgesehen sein kann. Durch das Dichtungselement kann
der Vorteil erreicht werden, dass keine Feuchtigkeit oder Schmutz von außen in das
Innere des Türgriffes gelangen können. Durch eine Öffnung im Türgriff kann ein Zugriff
auf das Zugmittel freigelegt werden, welches im Normalbetrieb des Kraftfahrzeuges
im Inneren des Türgriffes verborgen ist.
[0027] Es kann vorteilhaft sein, dass das Notöffnungselement ein Abdeckelement aufweisen
kann, um eine Öffnung des Türgriffes abzudecken, in welcher das Notöffnungselement
angeordnet ist. Die Form des Abdeckelementes kann dabei vorteilhafterweise an die
Außenfläche des Griffes angepasst sein, um einen fließenden und bündigen Übergang
zwischen dem Abdeckelement und der Außenseite des Türgriffes zu ermöglichen. Dabei
ist es denkbar, dass das Abdeckelement in Form eines geraden oder leicht konkaven
Plättchens bzw. eines Plateaus ausgebildet sein kann. Somit kann das Notöffnungselement
optisch an die Form des Griffes angepasst sein, um im Normalbetrieb des Kraftfahrzeuges
das äußere Bild des Türgriffes nicht zu beeinträchtigen. Ferner kann das Notöffnungselement
ein Befestigungselement, bspw. in Form eines vorsprungsartigen Stiftes, aufweisen,
welches in mechanische Verbindung mit der Auslösevorrichtung und dem Zugmittel bringbar
sein kann. Das Befestigungselement kann dabei vorteilhafterweise vollständig innerhalb
des Türgriffes angeordnet sein und entsprechende Mittel aufweisen, um mit dem Zugmittel,
mit der Auslösevorrichtung und ggf. mit einem Aktuator sowie mit einem Verlierschutz
funktionsgemäß verbunden zu werden. Somit können alle wesentlichen funktionsgemäßen
Verbindungen geschützt im Türgriff hergestellt werden. Des Weiteren ist es dabei von
Vorteil, dass nur das Abdeckelement an die Optik und die Form des Türgriffes angepasst
werden muss. Dadurch können die Kosten bei der Herstellung des Notöffnungselementes
reduziert und die Herstellung selbst vereinfacht werden. Dabei ist es denkbar, dass
das Abdeckelement und das Befestigungselement monolithisch und/oder materialeinheitlich
als ein integrales Spritzgussbauteil ausgeführt sein können.
[0028] Ferner ist es im Rahmen der Erfindung möglich, dass der Türgriff und/oder das Notöffnungselement,
und insbesondere das Abdeckelement, eine, insbesondere metallische, Beschichtung aufweisen
können. Dabei ist es denkbar, dass der Türgriff und/oder das Notöffnungselement von
außen verchromt und/oder lackiert sein können, um ein ebenmäßiges, hochwertiges Erscheinungsbild
der Fahrzeugtür zu gewährleisten. Zudem ist es denkbar, dass durch die Beschichtung
eine Abdichtung des Innenraums des Türgriffes erfolgen kann.
[0029] Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn im oder am Türgriff, insbesondere unterhalb
des Notöffnungselementes, mindestens ein Näherungssensor, insbesondere in Form eines
kapazitiven, eines optischen, eines akustischen Sensors oder eines Drucksensors, integriert
sein kann, um eine Annäherung eines Benutzers an das Kraftfahrzeug zu erfassen. Nach
dem Erkennen einer Annäherung kann das Sicherheitssystem im Kraftfahrzeug aktiviert
werden, um eine Berechtigungsabfrage mit einem ID-Geber durchzuführen. Daraufhin kann
im Falle einer positiven Authentifizierung mittels eines weiteren Sensors im Türgriff
die Absicht des berechtigten Benutzers detektiert werden, die Fahrzeugtür zu öffnen,
bspw. wenn ein Eingreifen einer Hand des Benutzers in die Griffmulde des Türgriffes
sensiert wird. Vorteilhafterweise können dabei im Türgriff, insbesondere unterhalb
des Notöffnungselementes, zwei Näherungssensoren, insbesondere zwei kapazitive Sensoren
integriert sein, um einen vom Türgriff nach außen gerichteten Bereich zum Erfassen
einer Annäherung eines Benutzers und einen vom Türgriff nach innen gerichteten Bereich
in der Griffmulde zum Erfassen einer Öffnungsabsicht überwachen zu können.
[0030] Im Rahmen der Erfindung ist es zudem denkbar, dass eine Steuereinheit für die Auslösevorrichtung
vorgesehen sein kann, um die Auslösevorrichtung anzusteuern. Hierbei kann die Steuereinheit
als eine separate Steuereinheit ausgebildet und im Türgriff integriert sein. Vorteilhaft
ist dabei, dass somit eine autonome Einheit zu einer Notfall-Betätigung des Schließsystems
geschaffen werden kann. Hierzu müsste nur noch das Zugmittel zum Schließsystem geführt
werden.
[0031] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass eine Notstromversorgung für die Auslösevorrichtung
und insbesondere für die Steuereinheit vorgesehen sein kann. Dabei ist es denkbar,
dass die Notstromversorgung zumindest einen Kondensator, einen Goldcap-Kondensator,
einen Akkumulator oder einen Folienakkumulator aufweisen kann, um die Auslösevorrichtung
und insbesondere die Steuereinheit mit Energie zu versorgen. Vorteilhaft ist dabei,
dass die Auslösevorrichtung und insbesondere die Steuereinheit somit mit einer eigenen
Notenergiequelle ausgestaltet sein können. Die Notstromversorgung kann dabei über
einen Mechanismus verfügen, der die Notsituation ausnutzt, um Energie zu schaffen,
wie beispielsweise durch Ausnutzen von Beschleunigungs-, Brems- und/oder Verformungsenergie.
Dabei ist es vorteilhaft, dass die Steuereinheit und die Auslösevorrichtung somit
von sämtlichen anderen Fahrzeugsystemen unabhängig agieren und auch im Notfall störungsfrei
funktionieren können. Vorteilhafterweise können dabei die entsprechende Elektronik
und die dazugehörigen Notfallsituationssensoren zusammen mit der Steuereinheit im
Türgriff integriert sein.
[0032] Ferner wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch ein Notöffnungssystem für eine Fahrzeugtür
eines Kraftfahrzeuges nach Anspruch 18 gelöst, welches mit einem Türgriff, der oben
beschrieben wurde, und einem Schließsystem zum Ver- und/oder Entriegeln und/oder zum
Öffnen und/oder Schließen der Fahrzeugtür ausgelegt ist. Dabei können unterschiedliche
Technologien für das Schließsystem zum Verriegeln und Entriegeln der Fahrzeugtür,
bspw. automatisch nach einer Berechtigungsanfrage mit Hilfe einer Zentralverriegelung
oder manuell mit Hilfe eines Schließzylinders verwendet werden. Auch können verschiedene
Technologien zum Öffnen und Schließen der Fahrzeugtür, bspw. automatisch durch Betätigen
eines Sensors am Türgriff oder manuell durch Ziehen am Türgriff, vorgesehen sein.
Der erfindungsgemäße Türgriff ist dabei mit unterschiedlichen Technologien kompatibel.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass durch ein Ziehen am Zugmittel das Schließsystem
betätigt werden kann, wobei zunächst ggf. die Fahrzeugtür entriegelt und nachfolgend,
bspw. durch ein weiteres Ziehen am Zugmittel, die Fahrzeugtür geöffnet werden kann.
Wenn das Fahrzeug über eine automatische Notentriegelung der Fahrzeugtüren verfügt,
bspw. wenn ein Zündschlüssel aus einem Zündschloss gezogen wird, wenn eine der Türen
von innen geöffnet wird oder im Falle eines Unfalls, der von einem Notfallsituationssensor
registriert wird, so kann das Zugmittel nur zum Öffnen der Fahrzeugtür eingesetzt
werden. Allerdings kann auch in solchen Fahrzeugen die automatische Notentriegelung
nach einem Unfall versagen, sodass es vorteilhaft ist, eine Möglichkeit zu schaffen,
die Fahrzeugtür mit Hilfe des Notöffnungselementes zunächst zu entriegeln. Wenn die
Fahrzeugtür dann entriegelt ist, kann durch ein weiteres Ziehen am Zugmittel die Fahrzeugtür
geöffnet werden. Insbesondere vorteilhaft ist dabei, dass das erfindungsgemäße Notöffnungssystem
für ein Schließsystem ohne einen Schließzylinder verwendet werden kann, da bei einem
solchen Schließsystem die Möglichkeit geschaffen wird, das Schließsystem auch ohne
des Schließzylinders mechanisch zu entriegeln. Solche Schließsysteme ohne Schließzylinder
können nur einen Türschloss an der Fahrertür aufweisen, welches entfernt von dem Türgriff
an der Fahrertür und entfernt von den Türgriffen an anderen Fahrzeugtüren oder Klappen
liegen kann. Das erfindungsgemäße Notöffnungssystem ermöglicht dabei vorteilhafterweise
eine entfernte mechanische Verbindung zum Türschloss von dem jeweiligen Türgriff bzw.
von dem jeweiligen Notöffnungselement, sodass mit Hilfe der mechanischen Betätigung
des Notöffnungselementes an jedem Türgriff jede Fahrzeugtür in einer Notfallsituation
ggf. entriegelt und geöffnet werden kann. Das Schließsystem bzw. das Türschloss an
sich kann dabei im Normalbetrieb elektrisch durch einen Schalter oder in einer Notfallsituation
mechanisch durch das Ziehen am Zugmittel betätigt werden. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Notöffnungssystems werden außerdem die gleichen Vorteile erreicht, die oben im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Türgriff beschrieben wurden. Zur Vermeidung von Wiederholung
wird vorliegend auf die Vorteile des erfindungsgemäßen Türgriffes vollumfänglich Bezug
genommen.
[0033] Ferner ist es denkbar, dass ein Sicherheitssystem für das Schließsystem vorgesehen
sein kann, um eine Berechtigung eines Benutzers abzufragen. Dabei ist es denkbar,
dass eine entsprechende Sende- und Empfangseinheit des Sicherheitssystems bereits
im Türgriff implementiert sein kann. Auch kann eine Steuereinheit für das Sicherheitssystem
im Türgriff implementiert sein. Alternativ ist es jedoch im Sinne der Erfindung möglich,
dass das Sicherheitssystem und/oder die Steuereinheit an eine zentrale Stelle im Kraftfahrzeug
ausgelagert sein können und ein Teil des erfindungsgemäßen Notöffnungssystems darstellen
können. Außerdem ist es denkbar, dass eine Steuereinheit für das Schließsystem, insbesondere
für die Auslösevorrichtung, vorgesehen sein kann, die in einer zentralen Steuereinheit
des Kraftfahrzeuges integriert sein kann. Somit kann der Vorteil erreicht werden,
dass das erfindungsgemäße Notöffnungssystem mit einem zentralen und/oder automatischen
Schließsystem der Fahrzeugtür kompatibel sein kann. Dadurch kann der Aufbau des Türgriffes
vereinfacht werden.
[0034] Weitere Maßnahmen und Vorteile sowie technische Merkmale der Erfindung ergeben sich
aus den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei können
unterschiedliche Merkmale für sich alleine und in einer beliebigen Kombination vorteilhaft
sein, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, wobei der Schutzumfang der Erfindung
allein durch die anhängigen Ansprüche definiert wird. In den nachstehenden Figuren
ist der erfindungsgemäße Türgriff in mehreren Ausführungsbeispielen detailliert dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Türgriffes an einer Fahrzeugtür,
- Fig. 2a
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Notöffnungselementes in einer
Seitenansicht,
- Fig. 2b
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Notöffnungselementes in einer
Vorderansicht,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Notöffnungselementes in einer
Ruheposition am Türgriff, und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Notöffnungselementes in einer
Betriebsposition losgelöst vom Türgriff.
[0035] In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.
[0036] In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Türgriff 10 an einer Fahrzeugtür 100 gezeigt,
der mit einem bewegbaren Notöffnungselement 11 ausgelegt ist. Ferner ist ein Schließsystem
101 schematisch an der Fahrzeugtür 100 angedeutet. Das Schließsystem 101 kann dabei
zum Ent- und Verriegeln eines nicht dargestellten Türschlosses und/oder zum Öffnen
und Schließen der Fahrzeugtür 100 ausgelegt sein. Der Türgriff 10 kann dabei ein Teil
eines Sicherheitssystems im Kraftfahrzeug darstellen.
[0037] Erfindungsgemäß ist es wesentlich, dass das Notöffnungselement 11 an einer Unterseite
des Türgriffes 10 angeordnet ist. Aus dieser Position unterhalb des Türgriffes 10
kann das Notöffnungselement 11 am sichersten in eine Betriebsposition II überführt
werden, die bereits in der Figur 1 gezeigt ist. Dabei kann das Notöffnungselement
11 in die Betriebsposition II nach unten in Richtung Boden befördert werden, sodass
das Notöffnungselement 11 nicht verharren und einfacher vom Türgriff 10 gelöst werden
kann. Auch ist es somit für einen Unfallhelfer einfacher, am Notöffnungselement 11
zu ziehen. Dabei kann der Unfallhelfer einfach und bequem einen Zug nach unten mit
Hilfe des eigenen Gewichtes aufbauen. Weiterhin kann dadurch dem Umstand Rechnung
getragen werden, dass bei einem begrenzten Platz um das Fahrzeug herum das Notöffnungselementes
11 platzsparend entlang der Außenfläche der Fahrzeugtür 100 betätigt werden kann.
Insbesondere bei Unfällen, bei denen das Kraftfahrzeug mit der Fahrzeugtür 100 nahe
zu einem Hindernis stehen bleibt, kann dies wichtig sein, um die Fahrzeugtür 100 mechanisch
mit Hilfe des Notöffnungselementes 11 öffnen zu können. Durch seine Anordnung unterhalb
des Türgriffes 10 kann das Notöffnungselement 11 außerdem leichter gefunden werden.
Dies geschieht, weil sich ein nach unten erstreckendes Notöffnungselement 11 optisch
stärker vom Türgriff 10 absetzten kann als ein Notöffnungselement 11 an der Vorderseite
oder oberhalb des Türgriffes 10, wenn man von oben auf den Türgriff 10 sieht.
[0038] Das Notöffnungselement 11 ist gemäß der Erfindung zwischen mindestens zwei Positionen
beweglich gelagert: einer Ruheposition I, in welcher das Notöffnungselement 11 am
Türgriff 10 befestigt ist und welche in der Figur 3 gezeigt ist, und einer Betriebsposition
II, in welcher das Notöffnungselement 11 von außen frei zugänglich ist, wie es in
der Figur 1 und nachfolgend in der Figur 4 gezeigt ist. In der Betriebsposition II
ist das Notöffnungselement 11 durch einen Benutzer betätigbar, um durch ein Ziehen
am Notöffnungselement 11 und/oder an einem daran befestigten Zugmittel 12, welches
in den Figuren 2 bis 4 gezeigt ist, das Schließsystem 101 zu betätigen.
[0039] Bei dem gezeigten Türgriff 10 kann es sich um einen feststehenden Türgriff 10 handeln,
der mit Hilfe von Sensoren, bspw. berührungslos, betätigt werden kann, um die Fahrzeugtür
100 zu öffnen. Das Schließsystem 101 kann als ein Keyless-Entry-System oder ein Keyless-Go-System
ohne einen Schließzylinder an der Fahrzeugtür 100 ausgebildet sein und mit einem Sicherheitssystem
für eine Berechtigungsabfrage verbunden sein. Das Schließsystem 101 dient im Normalbetrieb
dazu, die Fahrzeugtür 100 ohne aktives Zutun eines berechtigten Benutzers zu entriegeln
und die Fahrzeugtür 100 automatisch zu öffnen. Wenn in Folge eines Unfalls die Elektronik
20 im Kraftfahrzeug nicht mehr funktioniert und/oder die Fahrzeugbatterie entladen
ist, kann die automatische Betätigung des Schließsystems 101 nicht realisiert werden,
da die Energie zum Betreiben der Näherungssensoren 23 oder für die Sicherheitsabfrage
fehlt. In diesem Falle schafft die Erfindung eine sichere Möglichkeit, auch ohne einen
Schließzylinder, das Schließsystem 101 zu betätigen, wie es nachfolgend anhand der
Figuren 3 und 4 im Detail erklärt wird.
[0040] Die Figuren 2a und 2b zeigen das erfindungsgemäße Notöffnungselement 11, welches
in eine mechanische Wirkverbindung mit einem Schließsystem 101 der Fahrzeugtür 100
bringbar ist. Das Notöffnungselement 11 weist dabei ein Abdeckelement 11a auf, um
eine Öffnung im Türgriff 10 flächig abzudecken, in welcher ein Befestigungselement
11b des Notöffnungselementes 11 angeordnet wird. Das Abdeckelement 11a ist dabei an
die Form des Türgriffes 10 angepasst, um einen glatte, bündige Oberfläche des Türgriffes
11 zu bilden. Das Abdeckelement 11a ist dabei in Form eines flachen oder leicht gebogenen
Plateaus ausgebildet, an welchem ein Befestigungselement 11b vorsprungartig angeformt
ist, welches in die entsprechende Öffnung an einem Montageelement 10.1 des Türgriffes
10 als ein Stift eingeführt werden kann. Dadurch kann die Montage des Notöffnungselementes
11 am Türgriff 10 erheblich vereinfacht werden. Am Befestigungselement 11b sind verschiedene
mechanische Mittel 11.1, 11.2, 11.3 ausgebildet, die mit einer Auslösevorrichtung
14, einem Zugmittel 12 und einem Federelement 18 zusammenwirken können. Das Abdeckelement
11a und das Befestigungselement 11b bilden dabei ein monolithisches und materialeinheitliches
Bauteil, welches bspw. mit Hilfe eines Spritzgussverfahrens aus einem Kunststoff ausgeformt
sein kann. Außenseitig können dabei der Türgriff 10 und das Abdeckelement 11a eine
Beschichtung aus Chrom oder Lack aufweisen, die ggf. für eine Abdichtung des Innenraums
des Türgriffes 10 dienen kann. Zudem ist es denkbar, dass innenseitig am Abdeckelement
11a oder an einer komplementären Fläche am Montageelement 10.1 zusätzlich eine Dichtung
19 vorgesehen sein kann.
[0041] Am Abdeckelement 15 kann ein Schlitz 16 vorgesehen sein, um durch Eingreifen in den
Schlitz 16, beispielsweise mit einer Kante eines Notschlüssels oder einem anderen
geeigneten Werkzeug, das Notöffnungselement 11 anzuheben und dann bequemer an diesem
ziehen zu können. Am Befestigungselement 11b kann ein Verbindungsmittel 11.1 zum Zugmittel
12, bspw. in Form einer durchgehenden Öffnung 11.1 vorgesehen sein, durch welche das
Zugmittel 12, bspw. in Form eines Bowdenzuges 12, durchgeführt und mit Hilfe eines
komplementären Verbindungsmittels 12.1, bspw. in Form einer Schlaufe 12.1, befestigt
wird. Das Verbindungsmittel 11.1 am Notöffnungselement 11 und das komplementäre Verbindungsmittel
12.1 am Zugmittel 12 bilden zusammen einen Verlierschutz 13 für das Notöffnungselement
11, der dafür sorgt, dass das Notöffnungselement 11 in der Betriebsposition II am
Türgriff 10 gehalten wird und nicht verloren geht, sogar dann, wenn das Notöffnungselement
11 herausgezogen wird. Das Verbindungsmittel 11.1 kann alternativ zu den Figuren 2a,
2b in Form eines Hakens ausgebildet sein, an welchem die Schlaufe 12.1 befestigt werden
kann. Daneben sind viele weitere Ausführungsformen für das Verbindungsmittel 11.1
und das komplementäre Verbindungsmittel 12.1 denkbar, die einen Verlierschutz 13 herstellen
können und die eine, bspw. form- und/oder kraftschlüssige, bevorzugt eine lösbare
Verbindung zwischen dem Notöffnungselement 11 und dem Zugmittel 12 gewährleisten können.
Alternativ ist es jedoch ebenfalls denkbar, dass das Notöffnungselement 11 und das
Zugmittel 12 stoffschlüssig miteinander verbunden, bspw. mittels eines Klebers, oder
gar als ein einziges integrales Bauteil aus einem Material oder aus einem Verbundmaterial
ausgebildet sein können. Zudem ist es denkbar, dass das Zugmittel 12 aus einem elastischen
Material ausgebildet ist, welches eine Zugkraft über eine ungerade Strecke übertragen
kann. Als ein zusätzlicher Verlierschutz 13 kann ferner ein Rastelement 13 dienen,
welches beispielhaft in der Figur 4 zwischen dem Montageelement 10.1 und dem Abdeckelement
11a angedeutet ist. Das Zugmittel 12 führt erfindungsgemäß aus dem Türgriff 10 zum
Schließsystem 101, um durch Ziehen am Zugmittel 12 das Schließsystem 101 mechanisch
zu betätigen. Die betriebsbedingte Wirkungsweise des Schließsystems 101 an sich kann
gleichermaßen mechanisch, elektrisch oder elektro-mechanisch sein.
[0042] Zudem kann am Befestigungselement 11b ein Gegenrastmittel 11.2, bspw. in Form einer
Einkerbung 11.2, vorgesehen sein, um mit einem Arretierelement 15 form- und/oder kraftschlüssig
in der Ruheposition I des Notöffnungselementes 11 zusammenzuwirken. Alternativ zu
einer Einkerbung 11.2 ist ein beliebiges form- und/oder kraftschlüssiges Mittel denkbar,
welches mit dem Arretierelement 15 zusammenwirken kann. Weiterhin kann das Befestigungselement
11b mit einem Federhaltemittel 11.3 ausgeführt sein, um ein Federelement 18 daran
zu halten. Das Federhaltemittel 11.3 ist dabei in Form eines Vorsprunges 11.3 ausgebildet,
an welchem das Federelement 18 abstützen kann. Alternativ dazu kann das Federhaltemittel
11.3 in Form eines Hakens ausgebildet sein, in welchen das Federelement 18 anliegen
kann. Die Funktionsweise des Arretierelementes 15 und des Federelementes 18 wird nachfolgend
anhand der Figuren 3 und 4 erklärt.
[0043] Die Figur 3 zeigt dabei das erfindungsgemäße Notöffnungselement 11 in der Ruheposition
I und die Figur 4 in der Betriebsposition II. Ferner zeigt die Figur 3 eine Auslösevorrichtung
14 mit einem Arretierelement 15, mit welchem das Notöffnungselement 11 gesichert ist,
indem ein Rastmittel 15.1, bspw. in Form einer Rastnase 15.1, in die Einkerbung 11.2
am Notöffnungselement 11 als ein Gegenrastmittel 11.2 eingreift. Das Arretierelement
15 kann aus der Einkerbung 11.2 angehoben werden, um das Notöffnungselement 11 freizugeben.
Das Arretierelement 15 weist erfindungsgemäß zwei Lagen auf: eine Arretierlage 1,
in welcher das Notöffnungselement 11 in der Ruheposition I durch das Arretierelement
15 kraft- und/oder formschlüssig gehalten ist (siehe die Figur 3), und eine Freigabelage
2, in welcher das Notöffnungselement 11 zum Überführen in die Betriebsposition I durch
das Arretierelement 15 freigegeben ist (siehe die Figur 4). Vorteilhaft ist dabei,
dass das Notöffnungselement 11 auch während des Fahrbetriebs des Kraftfahrzeugs sicher
in der Ruheposition II fixiert bleibt und keine Klappergeräusche entstehen. Wird das
Arretierelement 15 in Richtung -R gezogen, wie in der Figur 4 gezeigt ist, so wird
das Arretierelement 15 aus der Arretierlage 1 in die Freigabelage 2 überführt. Das
Arretierelement 15 wird dabei auf speziellen Schienen 10.2 am Montageelement 10.1
bzw. am Türgriff 10 linear bewegbar geführt, um eine stabile Überführung des Arretierelementes
15 aus der Arretierlage 1 in die Freigabelage 2 zu ermöglichen und somit das Notöffnungselement
11 sicher aus der Ruheposition I in die Betriebsposition II zu überführen. Das Notöffnungselement
11 wird dadurch frei und durch Einwirkung einer Auslösekraft K vom Federelement 18
in die Betriebsposition II befördert, sodass das Notöffnungselement 11 sprunghaft
vom Türgriff 10 gelöst wird. Alternativ ist es aber gleichwohl denkbar, dass das Notöffnungselement
11 durch das passende Werkzeug angehoben werden kann, welches im Schlitz 16 in Richtung
B eingreifen kann.
[0044] Das Notöffnungselement 11 ist durch das Federelement 18 aus der Ruheposition I in
die Betriebsposition II in Richtung A belastet. Das Federelement 18 ist dabei in Form
einer Schenkelfeder ausgebildet, wobei ein Schenkel des Federelementes 18 am Federhaltemittel
11.3 des Notöffnungselementes 11 und ein anderer Schenkel des Federelementes 18 am
Arretierelement 15 abgestützt sind. Somit belastet das Federelement 18 das Arretierelement
15 aus der Freigabelage 2 in die Arretierlage 1 in Richtung R. Zwischen den beiden
Schenkeln ist eine Vorspannkraft erzeugt, die dafür sorgt, dass beim Lösen des Rastmittels
15.1 am Arretierelement 15 aus dem Gegenrastmittel 11.2 am Notöffnungselement 11 eine
Auslösekraft K auf das Notöffnungselement 11 wirkt, die ein sprunghaftes Abspringen
des Notöffnungselementes 11 vom Türgriff 10 ermöglicht. Das Federelement 18 ist dabei
an einem Nocken 18.1 am Montageelement 10.1 angeordnet.
[0045] Ein speziell ausgebildetes Auslösemittel 17, bspw. als ein Form-Gedächtnis-Legierungs-Element
kann bewirken, dass das Arretierelement 15 in die Freigabelage 2, d. h. in die entgegengesetzte
Richtung -R zur Spannkraft R des Federelementes 18, bewegt werden kann, um das Notöffnungselement
11 freizugeben. Das Auslösemittel 17 ist dabei in Form eines Drahtes aus einer Form-Gedächtnis-Legierung
ausgeformt, welches an entsprechenden Führungsmitteln 17.1, 17.2, bspw. in Form von
Haken, im Inneren des Türgriffes 10 geführt wird. Das Auslösemittel 17 kann nach einem
Erkennen einer Notfallsituation durch einen schematisch dargestellten Notfallsituationssensor
22 durch eine Steuereinheit 20 unter Strom gestellt werden, wodurch es sich erwärmen
und sich dadurch mechanisch verformen, insbesondere sich zusammenziehen, kann. Die
mechanische Verformung des Form-Gedächtnis-Legierungs-Elementes 17 wird dazu genutzt,
das Arretierelement 15 in die Freigabelage 2 zu überführen. Um die notwendige Energie
zu erhalten, kann im Türgriff 10 eine Notstromversorgung 21, bspw. in Form einer Batterie,
vorgesehen sein. Alternativ ist es ebenfalls denkbar, dass für die Notstromversorgung
21 die Notfallsituation ausgenutzt werden kann, beispielsweise die Verformungsenergie
des Türbleches in elektrische Energie umgewandelt werden kann oder Ähnliches. In die
Richtung -R wird das Gegenrastmittel 15.1 aus dem Rastmittel 11.1 losgelöst und gibt
somit das Notöffnungselement 11 frei. Daneben kann erfindungsgemäß vorgesehen sein,
dass das Auslösemittel 17 unterschiedliche Technologien ausnutzen kann, um in einer
Notfallsituation angesteuert zu werden. Denkbar ist dabei eine mechanische, elektrische,
kombinierte elektro-magnetische oder elektro-mechanische sowie pyrotechnische Ansteuerung
des Auslösemittels 17.
[0046] Die im Türgriff 10 gezeigte Steuereinheit 20 kann dabei als eine spezielle Steuereinheit
20 für die Auslösevorrichtung 14 dienen. Alternativ ist aber denkbar, dass die Steuereinheit
20 in einer zentralen Steuereinheit 20 des Kraftfahrzeuges integriert sein kann. Die
Steuereinheit 20 kann dabei zudem zur Ansteuerung des Notfallsituationssensors 22
und des Näherungssensors 23 ausgelegt sein. Der Näherungssensor 23 kann dabei ein
Teil eines Sicherheitssystems im Kraftfahrzeug bilden, um eine Berechtigungsabfrage
auszuführen.
[0047] Abschließend ist noch zu erwähnen, dass die hier dargestellten Ausführungsbeispiele
und Varianten des erfindungsgemäßen Türgriffes 10 beliebig miteinander kombinierbar
sind, sofern sich diese nicht explizit ausschließen, wobei der Schutzumfang der Erfindung
allein durch die anhängigen Ansprüche definiert wird.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 10
- Türgriff
- 10.1
- Montageelement
- 10.2
- Schienen am Montageelement für ein Arretierelement
- 11
- Notöffnungselement
- 11.1
- Verbindungsmittel
- 11.2
- Gegenrastmittel / Einkerbung
- 11.3
- Federhaltemittel
- 11a
- Abdeckelement
- 11b
- Befestigungselement
- 12
- Zugmittel
- 12.1
- komplementäres Verbindungsmittel / Schlaufe
- 13
- Verlierschutz
- 14
- Auslösevorrichtung
- 15
- Arretierelement
- 15.1
- Rastmittel / Rastnase
- 16
- Schlitz
- 17
- Auslösemittel / Form-Gedächtnis-Legierungs-Element
- 17.1
- Führungsmittel
- 17.2
- Führungsmittel
- 18
- Federelement
- 19
- Dichtungselement
- 20
- Steuereinheit / Elektronik
- 21
- Notstromversorgung
- 22
- Notfallsituationssensor
- 23
- Näherungssensor
- 100
- Fahrzeugtür, Fahrzeugklappe, Karosserie
- 101
- Schließsystem
- I
- Ruheposition des Notöffnungselementes
- II
- Betriebsposition des Notöffnungselementes
- 1
- Arretierlage des Arretierelementes
- 2
- Freigabelage des Arretierelementes
- A
- Richtung zum automatischen Überführen des Notöffnungselementes in die Betriebsposition
- B
- Richtung zum Eingreifen in den Schlitz
- K
- Auslösekraft
- R
- Spannkraft
1. Türgriff (10) für eine Fahrzeugtür (100) eines Kraftfahrzeuges, mit
einem bewegbaren Notöffnungselement (11), welches in eine mechanische Wirkverbindung
mit einem Schließsystem (101) der Fahrzeugtür (100) bringbar ist, wobei das Notöffnungselement
(11) ein Zugmittel (12) zum Betätigen des Schließsystems (101), insbesondere zum Entriegeln
und/oder zum Öffnen der Fahrzeugtür (100), aufweist,
und wobei das Notöffnungselement (11) zwischen mindestens zwei Positionen (I, II)
bewegbar ist, nämlich
einer Ruheposition (I), in welcher das Notöffnungselement (11) am Türgriff (10) befestigt
ist,
und einer Betriebsposition (II), in welcher das Notöffnungselement (11) durch einen
Benutzer betätigbar ist, um durch Ziehen am Zugmittel (12) das Schließsystem (101)
zu betätigen,
und einer Auslösevorrichtung (14) für das Notöffnungselement (11), um das Notöffnungselement
(11), insbesondere in einer Notfallsituation, automatisch aus der Ruheposition (I)
in die Betriebsposition (II) zu überführen,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Notöffnungselement (11) an einer Unterseite des Türgriffes (10) angeordnet ist.
2. Türgriff (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schließsystem (101) als ein Keyless-Go-System oder ein Keyless-Entry-System ausgebildet
ist und/oder dass der Türgriff (10) als feststehender, insbesondere relativ zur Fahrzeugtür
unbeweglicher KFZ-Türaußengriff (10) ausgebildet ist.
3. Türgriff (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Notöffnungselement (11) mit Hilfe eines Aktuators (18), insbesondere eines Federelementes
(18), aus der Ruheposition (I) in die Betriebsposition (II) beaufschlagt ist und/oder
dass das Zugmittel (12) zum mechanischen Betätigen des Schließsystems (101) ausgelegt
ist,
wobei insbesondere das Schließsystem (101) mechanisch und/oder elektrisch betätigbar
ausgebildet ist.
4. Türgriff (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zugmittel (12) in Form eines Bowdenzuges oder einer Kette ausgebildet ist, und
dass insbesondere das Zugmittel (12) aus einem flexiblen Material ausgebildet ist.
5. Türgriff (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Notöffnungselement (11) einen, insbesondere form- und/oder kraftschlüssigen,
Verlierschutz (13), bevorzugt in Form eines Rast-, Clips- und/oder Klemmelementes,
eines Bajonettverschlusses, eines Gelenkes oder eines Scharniers aufweist, um das
Notöffnungselement (11) in der Betriebsposition (II) verlierfest zu halten,
und dass insbesondere der Verlierschutz (13) eine Verlängerung des Zugmittels (12) ist.
6. Türgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslösevorrichtung (14) ein Arretierelement (15) für das Notöffnungselement (11),
insbesondere in Form eines Klemm- eines Rast- oder eines Clipelementes, aufweist,
weiches zwischen mindestens zwei Lagen (1, 2) bewegbar ist, nämlich einer Arretierlage
(1), in welcher das Notöffnungselement (11) in der Ruheposition (I) durch das Arretierelement
(15), insbesondere kraft- und/oder formschlüssig, abgesichert ist,
und einer Freigabelage (2), in welcher das Notöffnungselement (11) zum Überführen
in die Betriebsposition (II) durch das Arretierelement (15) freigegeben ist und/oder
dass das Arretierelement (15) mit Hilfe eines Aktuators (18), insbesondere eines Federelementes
(18), aus der Freigabelage (2) in die Arretierlage (1) beaufschlagt ist.
7. Türgriff (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Arretierelement (15) mit Hilfe eines Aktuators (18), insbesondere eines Federelementes
(18), am Notöffnungselement (11) gehalten ist, wobei beim Überführen des Arretierelementes
(15) aus der Arretierlage (1) in die Freigabelage (2) der Aktuator (18) eine Auslösekraft
auf das Notöffnungselement (11) erzeugt, welche das Notöffnungselement (11) aus der
Ruheposition (I) in die Betriebsposition (II) befördert.
8. Türgriff (10) nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Notöffnungselement (11) einen Schlitz aufweist, um durch Einführung eines Öffnungsmittels,
insbesondere eines Schlüsselbarts eines Notschlüssels, in den Schlitz (16) mechanisch
auf das Notöffnungselement (11), insbesondere auf das Arretierelement (15), einzuwirken
und das Notöffnungselement (11) in die Betriebsposition (II), insbesondere das Arretierelement
(15) in die Freigabelage (2), zu überführen.
9. Türgriff (10) nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslösevorrichtung (14) ein Auslösemittel (17) aufweist, um bei einem Unfall
auf das Notöffnungselement (11), insbesondere auf das Arretierelement (15), automatisch,
insbesondere mechanisch, elektrisch, elektro-magnetisch, elektro-mechanisch oder pyrotechnisch,
einzuwirken und das Notöffnungselement (11) in die Betriebsposition (II), insbesondere
das Arretierelement (15) in die Freigabelage (2), zu überführen, wobei insbesondere
das Auslösemittel (17) in Form eines Form-Gedächtnis-Legierungs-Elementes (FGL-Elementes),
eines permanenten oder elektrischen Magneten oder eines Piezo-Elementes ausgebildet
ist.
10. Türgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auslösevorrichtung (14) mit mindestens einem Notfallsituationssensor (22) bzw.
einem Crashsensor in Verbindung bringbar ist, wobei insbesondere bei Detektieren einer
Notfallsituation durch den mindestens einen Notfallsituationssensor (22) die Auslösevorrichtung
(14) aktivierbar ist, um das Notöffnungselement (11) in die Betriebsposition (I),
insbesondere das Arretierelement (15) in die Freigabelage (1), zu überführen.
11. Türgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Notöffnungselement (11) und das Zugmittel (12) direkt oder über ein Verbindungsmittel
(11.1) miteinander verbunden sind,
wobei insbesondere das Verbindungsmittel (11.1) in Form einer Aufnahme, eines Hakens,
einer Öse, einer Klemme oder eines Clips ausgebildet ist, um am Zugmittel (12) einzugreifen
und/oder
wobei das Notöffnungselement (11) und das Zugmittel (12) materialeinheitlich, insbesondere
als ein monolithisches Bauteil, ausgebildet sind.
12. Türgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Türgriff (10) und/oder das Notöffnungselement (11) aus einem Kunststoff, insbesondere
in Form eines Kunststoffspritzgussteils, ausgebildet sind/ist und/oder
dass das Notöffnungselement (11) in einer Öffnung des Türgriffes (10) angeordnet ist,
wobei am Notöffnungselement (11) und/oder am Türgriff (10) ein, insbesondere die Öffnung
umlaufendes, Dichtungselement (19) vorgesehen ist.
13. Türgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Notöffnungselement (11) ein Abdeckelement (11a) aufweist, um eine Öffnung des
Türgriffes (10) abzudecken, in weicher das Notöffnungselement (11) angeordnet ist,
und dass das Notöffnungselement (11) ein Befestigungselement (11b) aufweist, welches
in mechanische Verbindung mit der Auslösevorrichtung (14) und dem Zugmittel (12) bringbar
ist.
14. Türgriff (10) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Türgriff (10) und/oder das Notöffnungselement (11), und insbesondere das Abdeckelement
(11a), eine, insbesondere metallische, Beschichtung aufweisen.
15. Türgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Türgriff (10), insbesondere unterhalb des Notöffnungselementes (11), mindestens
ein Näherungssensor (23), insbesondere in Form eines kapazitiven, optischen, akustischen
Sensors oder eines Drucksensors, integriert ist, um eine Annäherung eines Benutzers
an das Kraftfahrzeug zu erfassen.
16. Türgriff (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Steuereinheit (20) für die Auslösevorrichtung (14) vorgesehen ist, um die Auslösevorrichtung
(14) anzusteuern.
17. Türgriff (10) nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Notstromversorgung (21) für die Auslösevorrichtung (14), und insbesondere für
die Steuereinheit (20), vorgesehen ist,
und dass insbesondere die Notstromversorgung (21) zumindest einen Kondensator, einen Goldcap-Kondensator,
einen Akkumulator oder einen Folienakkumulator aufweist, um die Auslösevorrichtung
(14), und insbesondere die Steuereinheit (20), mit Energie zu versorgen.
18. Notöffnungssystem für eine Fahrzeugtür (100) eines Kraftfahrzeuges, mit einem Türgriff
(10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einem Schließsystem (101) zum Ver-
und Entriegeln und/oder zum Öffnen und Schließen der Fahrzeugtür (100).
19. Notöffnungssystem nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sicherheitssystem für das Schließsystem (101) vorgesehen ist, um eine Berechtigung
eines Benutzers abzufragen.
20. Notöffnungssystem nach Anspruch18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Steuereinheit (20) für das Schließsystem (101), insbesondere für die Auslösevorrichtung
(14), vorgesehen ist, die in einer zentralen Steuereinheit des Kraftfahrzeuges integriert
ist.
1. Door handle (10) for a vehicle door (100) of a motor vehicle, with
a movable emergency opening element (11) which can be brought into a mechanical operative
connection with a locking system (101) of the vehicle door (100),
wherein the emergency opening element (11) comprises a pulling means (12) for actuating
the locking system (101), in particular for unlocking and/or opening the vehicle door
(100), and wherein the emergency opening element (11) is movable between at least
two positions (I, II), namely
a rest position (I) in which the emergency opening element (11) is fixed to the door
handle (10),
and an operating position (II) in which the emergency opening element (11) can be
actuated by a user to actuate the locking system (101) by pulling on the pulling means
(12),
and a release device (14) for the emergency opening element (11) in order to automatically
transfer the emergency opening element (11) from the rest position (I) to the operating
position (II), in particular in an emergency situation,
characterized in that
the emergency opening element (11) is arranged on a bottom side of the door handle
(10).
2. Door handle (10) according to claim 1,
characterized in that
the locking system (101) is designed as a keyless go system or a keyless entry system
and/or the door handle (10) is designed as a fixed motor vehicle door outer handle
(10) which, in particular, is immovable relative to the vehicle door.
3. Door handle (10) according to any of the preceding claims,
characterized in that
the emergency opening element (11) is urged from the rest position (I) into the operating
position (II) with the aid of an actuator (18), in particular a spring element (18),
and/or the pulling means (12) is designed for mechanically actuating the locking system
(101), wherein in particular the locking system (101) is designed to be mechanically
and/or electrically actuated.
4. Door handle (10) according to any of the preceding claims,
characterized in that
the pulling means (12) is in the form of a Bowden cable or a chain, and, in particular,
the pulling means (12) is formed from a flexible material.
5. Door handle (10) according to any of the preceding claims,
characterized in that
the emergency opening element (11) comprises a loss protection (13), in particular
a form- and/or force-locking manner, preferably in the form of an engaging, clip and/or
clamping element, a bayonet catch, a joint or a hinge, in order to hold the emergency
opening element (11) in the operating position (II) in a loss-proof manner, and, in
particular, the loss protection (13) is an extension of the pulling means (12).
6. Door handle (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the release device (14) comprises a locking element (15) for the emergency opening
element (11), in particular in the form of a clamping, an engaging or a clip element,
which can be moved between at least two poses (1, 2), namely
a locking pose (1) in which the emergency opening element (11) is secured in the rest
position (I) by the locking element (15), in particular in a force- and/or form-locking
manner, and a release pose (2) in which the emergency opening element (11) is released
by the locking element (15) for transfer to the operating position (II)
and/or
the locking element (15) is urged out of the release pose (2) into the locking pose
(1) with the aid of an actuator (18), in particular a spring element (18).
7. Door handle (10) according to claim 6,
characterized in that
the locking element (15) is held on the emergency opening element (11) with the aid
of an actuator (18), in particular a spring element (18), wherein the actuator (18)
generates a release force on the emergency opening element (11) when the locking element
(15) is transferred from the locking pose (1) into the release pose (2), which release
force conveys the emergency opening element (11) from the rest position (I) into the
operating position (II).
8. Door handle (10) according to any one of claims 6 or 7,
characterized in that
the emergency opening element (11) comprises a slot in order to act mechanically on
the emergency opening element (11), in particular on the locking element (15), by
introducing an opening means, in particular a key bit of an emergency key, into the
slot (16) and to transfer the emergency opening element (11) into the operating position
(II), in particular the locking element (15) into the release pose (2).
9. Door handle (10) according to any one of claims 6 to 8,
characterized in that
the release device (14) comprises a release means (17) in order to act automatically,
in particular mechanically, electrically, electro-magnetically, electro-mechanically
or pyrotechnically, on the emergency opening element (11), in particular on the locking
element (15), in the event of an accident and to transfer the emergency opening element
(11) into the operating position (II), in particular the locking element (15) into
the release pose (2), wherein in particular the release means (17) is designed in
the form of a shape memory alloy element (FGL element), a permanent or electrical
magnet or a piezo element.
10. Door handle (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the release device (14) can be brought into connection with at least one emergency
situation sensor (22) or a crash sensor, wherein the release device (14) can be activated,
in particular when an emergency situation is detected by the at least one emergency
situation sensor (22), in order to transfer the emergency opening element (11) into
the operating position (I), in particular the locking element (15) into the release
pose (1).
11. Door handle (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the emergency opening element (11) and the pulling means (12) are connected to each
other directly or via a connecting means (11.1),
wherein in particular the connecting means (11.1) is formed in the form of a receptacle,
a hook, an eye, a clamp or a clip to engage the pulling means (12) and/or
wherein the emergency opening element (11) and the pulling means (12) are formed of
the same material, in particular as a monolithic component.
12. Door handle (10) according to anyone of the preceding claims,
characterized in that
the door handle (10) and/or the emergency opening element (11) are/is formed from
a plastic, in particular in the form of a plastic injection-molded part
and/or
the emergency opening element (11) is arranged in an opening of the door handle (10),
wherein a sealing element (19), in particular one which surrounds the opening, is
provided on the emergency opening element (11) and/or on the door handle (10).
13. Door handle (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the emergency opening element (11) comprises a cover element (11a) for covering an
opening of the door handle (10) in which the emergency opening element (11) is arranged,
and the emergency opening element (11) comprises a fixing element (11b) which can
be brought into mechanical connection with the release device (14) and the pulling
means (12).
14. Door handle (10) according to claim 13,
characterized in that
the door handle (10) and/or the emergency opening element (11), and in particular
the cover element (11a), comprise a coating, in particular a metallic coating.
15. Door handle (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
at least one proximity sensor (23), in particular in the form of a capacitive, optical,
acoustic sensor or a pressure sensor, is integrated in the door handle (10), in particular
below the emergency opening element (11), in order to detect an approach of a user
to the motor vehicle.
16. Door handle (10) according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a control unit (20) for the release device (14) is provided in order to control the
release device (14).
17. Door handle (10) according to claim 16,
characterized in that
an emergency power supply (21) is provided for the release device (14), and in particular
for the control unit (20),
and in particular the emergency power supply (21) comprises at least one capacitor,
a gold-cap capacitor, an accumulator or a foil accumulator in order to supply the
release device (14), and in particular the control unit (20), with energy.
18. Emergency opening system for a vehicle door (100) of a motor vehicle, comprising a
door handle (10) according to any one of the preceding claims and a locking system
(101) for locking and unlocking and/or opening and closing the vehicle door (100).
19. Emergency opening system of claim 18,
characterized in that
a security system for the locking system (101) is provided to query an authorization
of a user.
20. Emergency opening system according to claim 18 or 19,
characterized in that
a control unit (20) is provided for the locking system (101), in particular for the
release device (14), which is integrated in a central control unit of the motor vehicle.
1. Poignée de porte (10) pour une porte de véhicule (100) d'un véhicule automobile, comprenant
un élément d'ouverture d'urgence (11) mobile qui peut être mis en liaison opérationnelle
mécanique avec un système de verrouillage (101) de la porte de véhicule (100),
dans lequel l'élément d'ouverture d'urgence (11) comprend un moyen de traction (12)
pour actionner le système de verrouillage (101), en particulier pour déverrouiller
et/ou ouvrir la porte de véhicule (100),
et dans lequel l'élément d'ouverture d'urgence (11) est mobile entre au moins deux
positions (I, II), à savoir
une position de repos (I) dans laquelle l'élément d'ouverture d'urgence (11) est fixé
à la poignée de porte (10),
et une position de fonctionnement (II) dans laquelle l'élément d'ouverture d'urgence
(11) peut être actionné par un utilisateur pour actionner le système de verrouillage
(101) en tirant sur le moyen de traction (12),
et un dispositif de déverrouillage (14) pour l'élément d'ouverture d'urgence (11),
afin de faire passer automatiquement l'élément d'ouverture d'urgence (11) de la position
de repos (I) à la position de fonctionnement (II), en particulier dans une situation
d'urgence,
caractérisé en ce que
l'élément d'ouverture d'urgence (11) est disposé sur une face inférieure de la poignée
de porte (10).
2. Poignée de porte (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le système de verrouillage (101) est conçu comme un système de démarrage sans clé
ou un système d'entrée sans clé et/ou la poignée de porte (10) est conçue comme une
poignée de porte extérieure (10) fixe du véhicule automobile qui est, en particulier,
immobile par rapport à la porte de véhicule.
3. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément d'ouverture d'urgence (11) est poussé de la position de repos (I) dans la
position de fonctionnement (II) à l'aide d'un actionneur (18), en particulier un élément
à ressort (18), et/ou
le moyen de traction (12) est conçu pour actionner mécaniquement le système de verrouillage
(101),
dans laquelle, en particulier, le système de verrouillage (101) est conçu pour être
actionné mécaniquement et/ou électriquement.
4. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le moyen de traction (12) se présente sous la forme d'un câble Bowden ou d'une chaîne,
et en ce que, en particulier, le moyen de traction (12) est constitué d'un matériau flexible.
5. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément d'ouverture d'urgence (11) présente un moyen de protection contre les pertes
(13), en particulier un moyen de protection contre les pertes par complémentarité
de formes et/ou par force, de préférence sous la forme d'un élément d'encliquetage,
d'un clip et/ou d'un serrage, d'un verrouillage à baïonnette, d'une articulation ou
d'une charnière, afin de maintenir l'élément d'ouverture d'urgence (11) dans la position
de fonctionnement (II) de manière à ce qu'il ne subisse aucune perte,
et en particulier le moyen de protection contre les pertes (13) est une extension
du moyen de traction (12).
6. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de déverrouillage (14) comporte un élément de verrouillage (15) pour
l'élément d'ouverture d'urgence (11), en particulier sous la forme d'un élément de
serrage, d'un élément d'encliquetage ou d'un élément de clip, qui peut être déplacé
entre au moins deux places (1, 2), à savoir
une place de verrouillage (1) dans laquelle l'élément d'ouverture d'urgence (11) est
bloqué en position de repos (I) par l'élément de verrouillage (15), en particulier
par force et/ou par forme,
et une place de libération (2) dans laquelle l'élément d'ouverture d'urgence (11)
est libéré par l'élément de verrouillage (15) pour être transféré en position de fonctionnement
(II) et/ou
l'élément de verrouillage (15) est poussé de la place de libération (2) à la place
de verrouillage (1) au moyen d'un actionneur (18), en particulier un élément à ressort
(18).
7. Poignée de porte (10) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
l'élément de verrouillage (15) est maintenu sur l'élément d'ouverture d'urgence (11)
à l'aide d'un actionneur (18), en particulier un élément à ressort (18), l'actionneur
(18) générant une force de libération sur l'élément d'ouverture d'urgence (11) lorsque
l'élément de verrouillage (15) est transféré de la place de verrouillage (1) à la
place de libération (2), laquelle force de libération fait passer l'élément d'ouverture
d'urgence (11) de la position de repos (I) à la position de fonctionnement (II).
8. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
l'élément d'ouverture d'urgence (11) présente une fente afin d'agir mécaniquement
sur l'élément d'ouverture d'urgence (11), en particulier sur l'élément de verrouillage
(15), en introduisant un moyen d'ouverture, en particulier un panneton d'une clé d'urgence,
dans la fente (16) et de transférer l'élément d'ouverture d'urgence (11) dans la position
de fonctionnement (II), en particulier l'élément de verrouillage (15) dans la place
de libération (2).
9. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que
le dispositif de déverrouillage (14) comprend un moyen de déverrouillage (17) pour,
en cas d'accident, agir automatiquement, en particulier de manière mécanique, électrique,
électromagnétique, électromécanique ou pyrotechnique, sur l'élément d'ouverture d'urgence
(11), en particulier sur l'élément de verrouillage (15), et pour transférer l'élément
d'ouverture d'urgence (11) en position de fonctionnement (II), en particulier l'élément
de verrouillage (15) dans la place de libération (2), dans lequel en particulier le
moyen de déverrouillage (17) est sous la forme d'un élément en alliage à mémoire de
forme (élément FGL), d'un aimant permanent ou électrique ou d'un élément piézoélectrique.
10. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de déverrouillage (14) peut être mis en liaison avec au moins un capteur
de situation d'urgence (22) ou un capteur de collision, le dispositif de déverrouillage
(14) pouvant être activé, en particulier lorsqu'une situation d'urgence est détectée
par le au moins un capteur de situation d'urgence (22), afin de faire passer l'élément
d'ouverture d'urgence (11) dans la position de fonctionnement (I), en particulier
l'élément de verrouillage (15) dans la place de libération (1).
11. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément d'ouverture d'urgence (11) et le moyen de traction (12) sont reliés entre
eux directement ou par un moyen de connexion (11.1),
le moyen de connexion (11.1) se présentant en particulier sous la forme d'un réceptacle,
d'un crochet, d'un œillet, d'un serrage ou d'un clip pour engager le moyen de traction
(12) et/ou
dans lequel l'élément d'ouverture d'urgence (11) et le moyen de traction (12) sont
formés d'un seul matériau, en particulier d'un composant monolithique.
12. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la poignée de porte (10) et/ou l'élément d'ouverture d'urgence (11) est/sont en matière
plastique, en particulier sous la forme d'une pièce en matière plastique moulée par
injection
et/ou
l'élément d'ouverture d'urgence (11) est disposé dans une ouverture de la poignée
de porte (10), un élément d'étanchéité (19), en particulier un élément qui entoure
l'ouverture, étant prévu sur l'élément d'ouverture d'urgence (11) et/ou sur la poignée
de porte (10).
13. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément d'ouverture d'urgence (11) présente un élément de recouvrement (11a) pour
recouvrir une ouverture de la poignée de porte (10) dans laquelle est disposé l'élément
d'ouverture d'urgence (11), et en ce que l'élément d'ouverture d'urgence (11) présente un élément de fixation (11b) qui peut
être amené en liaison mécanique avec le dispositif de déverrouillage (14) et le moyen
de traction (12).
14. Poignée de porte (10) selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la poignée de porte (10) et/ou l'élément d'ouverture d'urgence (11), et en particulier
l'élément de recouvrement (11a), sont munis d'un revêtement, en particulier métallique.
15. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins un capteur de proximité (23), en particulier sous la forme d'un capteur capacitif,
optique, acoustique ou d'un capteur de pression, est intégré dans la poignée de porte
(10), en particulier sous l'élément d'ouverture d'urgence (11), afin de détecter l'approche
d'un utilisateur vers le véhicule automobile.
16. Poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une unité de commande (20) du dispositif de déverrouillage (14) est prévue pour commander
le dispositif de déverrouillage (14).
17. Poignée de porte (10) selon la revendication 16,
caractérisé en ce qu'
une alimentation électrique d'urgence (21) est prévue pour le dispositif de déverrouillage
(14), et en particulier pour l'unité de commande (20),
et en ce que, en particulier, l'alimentation électrique d'urgence (21) comprend au moins un condensateur,
un condensateur à bouchon d'or, un accumulateur ou un accumulateur à film pour alimenter
en énergie le dispositif de déverrouillage (14), et en particulier l'unité de commande
(20).
18. Système d'ouverture d'urgence pour une porte de véhicule (100) d'un véhicule automobile,
comprenant une poignée de porte (10) selon l'une des revendications précédentes et
un système de verrouillage (101) pour verrouiller et déverrouiller et/ou ouvrir et
fermer la porte de véhicule (100).
19. Système d'ouverture d'urgence selon la revendication 18,
caractérisé en ce qu'
un système de sécurité est prévu pour que le système de verrouillage (101) pour interroger
une autorisation d'un utilisateur.
20. Système d'ouverture d'urgence selon la revendication 18 ou 19,
caractérisé en ce qu'
une unité de commande (20) est prévue pour le système de verrouillage (101), en particulier
pour le dispositif de déverrouillage (14), qui est intégré dans une unité de commande
centrale du véhicule automobile.