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(11) |
EP 3 494 855 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.2020 Patentblatt 2020/42 |
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Anmeldetag: 23.11.2018 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM AUSTAUSCH VON FUNKTIONSMODULEN EINES HAUSHALTSROBOTERS
METHOD AND DEVICE FOR EXCHANGE OF FUNCTIONAL MODULES OF A DOMESTIC ROBOT
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF D'ÉCHANGE DE MODULES FONCTIONNELS D'UN ROBOT ÉLECTROMÉNAGER
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
06.12.2017 DE 102017222044
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.06.2019 Patentblatt 2019/24 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Fremerey, Maximilian
97616 Bad Neustadt/Saale (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 759 965 US-B1- 6 338 013
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WO-A1-2017/177672
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und Vorrichtung zum Austausch von
Funktionsmodulen eines modular aufgebauten Haushaltsroboters.
STAND DER TECHNIK
[0002] Es sind diverse autonom agierende Roboter der genannten Art bekannt, die als Assistenten
oder zur selbstständigen Erledigung auch von Reinigungsaufgaben in einem Haushalt
ausgebildet sind. Um unterschiedliche Aufgaben und Funktionen bei geringen Kosten
erfüllen zu können, schlägt u.a. die
EP 1 759 965 A1 ein mobiles Robotersystem mit einer Vielzahl auswechselbarer Arbeitsmodule mit einem
Betriebs- und Kontrollsystem vor. Das Dokument
US 6 338 013 B1 beschreibt ein Verfahren zum Austausch eines Funktionsmoduls eines modular aufgebauten
Haushaltsroboters nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0003] Bekannt ist ein nach einem Baukastensystem aufgebauter Haushaltsroboter mit mehreren
Funktionsmodulen, die jeweils einer Reinigungsaufgabe zugeordnet sind und entsprechend
einer anstehenden Aufgabe gewechselt werden. Ein jeweiliges Funktionsmodul ist an
einem Basismodul, das zum Fahren und Navigieren auf einer vorbestimmten Oberfläche
eines Raumes bzw. einer Ebene verwendet wird, gesichert und verbunden. Das Funktionsmodul
wird zum Austausch gegen ein anderes Funktionsmodul durch Entsichern und Trennen freigegeben
und kann dann schnell gewechselt werden.
[0004] Die vorliegende Erfindung wird in Bezug auf ein Bodenpflege- und Reinigungsgerät
für einen Haushalt als modular aufgebauten Haushaltsroboter dargestellt. Hiermit ist
aber grundsätzlich keine Beschränkung der Erfindung nur auf diesen Verwendungs- und
Einsatzzweck gegeben, da auch andersartige Anwendungsfelder z. B. für Assistenzsysteme
innerhalb wie außerhalb einer häuslichen Umgebung und/oder jenseits von Reinigungsaufgaben
denkbar sind.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine entsprechende
Vorrichtung zum effizienteren Austausch von Funktionsmodulen eines modularen Roboters
unter Anpassung und Reduzierung eines Platzbedarfs für einen Tausch sowie eine Lagerung
von Funktionsmodulen zu verbessern. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche gelöst.
ERFINDUNGSGEMÄßE LÖSUNG
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 5.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren löst diese Aufgabe dadurch, dass der Austausch eines
Funktionsmoduls nach Aufnahme des Haushaltsroboters in einer Basisstation und der
Freigabe des Funktionsmoduls an der Basisstation automatisiert ausgeführt wird, indem
das Funktionsmodul entriegelt und nach der Freigabe von dem modular aufgebauten Haushaltsroboter
in z-Richtung in eine Art von Hochregallager verbracht und in einer vorbestimmten
Höhe auf einer Ebene zwischengelagert wird. Dazu wird das Funktionsmodul in einer
anderen Raumrichtung, die im Wesentlichen orthogonal zu der z-Richtung steht, auf
einer der Ebenen an einen jeweils vorbestimmten Ort verschoben. Anschließend wird
auf eine bestimmte Anforderung hin ein bestimmtes Funktionsmodul durch Verschieben
von einem vorbestimmten Ort und nach Entnahme in z-Richtung aus dem Hochregallager
an dem Basismodul eingesetzt, gesichert und verbunden. Dabei wird unter dem Begriff
"Verbinden" ein Anbinden des Funktionsmoduls mit allen elektrischen, mechanischen
oder sonstigen Anschlüssen an dem Basismodul verstanden, so dass der Haushaltsroboter
aus der Basisstation heraus mit neuer Funktionalität direkt einsetzbar ist. Damit
ist ein automatischer Wechsel eines Funktionsmoduls mit Änderung einer funktionellen
Eigenschaft des Haushaltsroboters beschrieben worden, durch den eine Änderung einer
Funktionalität des Haushaltsroboters, wie auch ein Wechsel von Verschleißteilen o.
ä. realisierbar ist. Eine Raumbeanspruchung in einer Operationsebene des Basismoduls
ist durch Verwendung einer Art von Hochregallager in z-Richtung auf den Raum der Basisstation
reduziert und fällt damit möglichst gering aus. Im Zuge des beschriebenen Wechsels
von Funktionsmodulen ist insbesondere keine Verschiebung des Basismoduls erforderlich,
es kann vielmehr über den ganzen Vorgang hinweg unbewegt in der Basisstation verbleiben,
wodurch an dem Basismodul neben Platz in der Arbeitsebene des Haushaltsroboters auch
elektrische Energie und Prozesszeit eingespart werden können.
[0008] Dementsprechend weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Anspruch 5 als Lösung
dieser Aufgabe eine Basisstation auf, die zur Aufnahme des modular aufgebauten Haushaltsroboters
derart ausgebildet ist, dass an der Basisstation eine Art von Hochregallager zur Auf-
und Entnahme sowie Zwischenlagerung von Funktionsmodulen in z-Richtung angeschlossen
ist. Während in genannten bekannten Vorrichtungen bislang nur eine Lagerung diverser
Funktionsmodule in einer horizontal angeordneten Zeile bekannt ist, die im Wesentlichen
in einer Arbeitsebene liegen, ist erfindungsgemäß nun ein Platzbedarf in der Arbeitsebene
des Haushaltsroboters durch die Basisstation im Wesentlichen auf die deutlich geringeren
Außenabmessungen des autonom agierenden Haushaltsroboters beschränkt. Die vorstehend
skizzierte Art von Hochregallager kann den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten unter
Verwendung von Ebenen jenseits der Arbeitsebene sowie einer Anzahl von zu lagernden
Funktionsmodulen des modular aufgebauten Haushaltsroboters flexibel angepasst werden,
ohne zusätzlichen Raum in der Arbeitsebene zu beanspruchen.
BEVORZUGE AUSGESTALTUNG DER ERFINDUNG
[0009] Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander
eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird das vom modular aufgebauten Haushaltsroboter
entnommene Funktionsmodul zur Lagerung in einer anderen Raumrichtung, die im Wesentlichen
orthogonal zu der z-Richtung steht, auf einer Ebene an einen jeweils vorbestimmten
Ort verschoben, wobei auf einer Ebene jeweils mehrere vorbestimmte Orte zur Zwischenlagerung
von Funktionsmodulen verwendet werden. Damit ist in einer jeden Ebene auch eine Zwischenlagerung
von mehr als nur einem Funktionsmodul möglich. Eine deutliche Reduktion eines Platzbedarfs
wird also nicht nur durch mehrere in Abständen zu einer Arbeits- bzw. Null-Ebene des
Haushaltsroboters vorgesehene Zwischenlager-Ebenen, sondern auch durch deren Mehrfachnutzung
erzielt. Diese Ebenen können auch unter einem Winkel zur Arbeits- bzw. Null-Ebene
stehen. Zudem werden gemäß einer wesentlichen Weiterbildung der Erfindung für eine
Positionierung der Funktionsmodule in z-Richtung sowie eine anschließende Verschiebung
der Funktionsmodule im Wesentlichen orthogonal zu der z-Richtung getrennte Antriebe
verwendet. Diese Antriebe arbeiten bei einfachem Aufbau sehr präzise und auch miteinander
zur gezielten Einlagerung und Entnahme eines jeweiligen Funktionsmoduls zuverlässig.
Dementsprechend weist eine Vorrichtung in einer Weiterbildung der Erfindung in dem
Hochregallager mehrere Ebenen auf, die jeweils über eine Vertikal-Transporteinheit
verfügen.
[0011] Zweckmäßiger Weise ist in dem Hochregallager ein Greifer vorgesehen, der zum Eingreifen
an oder in ein Freigabeelement jedes Funktionsmoduls zum Ver- und Entriegeln des Funktionsmoduls
an dem Basismodul ausgebildet ist.
[0012] Das Freigabeelement ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit dem
Greifer nach Art eines Bajonett-Verschlusses ausgebildet. An einer entsprechend ausgebildeten
vertikalen Transporteinheit fixiert ist dadurch eine sichere Verlagerung des Funktionsmoduls
in z-Richtung in dem Hochregallager zur Auf- und Entnahme sowie Zwischenlagerung gewährleistet.
[0013] In einer wesentlichen Weiterbildung ist der Greifer mit dem Freigabeelement eines
Funktionsmoduls ausgebildet, um nach einer verliersicheren Fixierung eine Entriegelung
und Lösung von Verbindungen von Daten- und/oder Medienleitungen des Funktionsmoduls
zu dem Basismodul und in umgekehrter Richtung erst eine Verriegelung und erst anschließend
eine Lösung der Fixierung des jeweiligen Funktionsmoduls mit der Aufnahme in dem Basismodul
oder Übergabe an eine Vertikal-Transporteinheit herzustellen. Beim Aufsetzen eines
Funktionsmoduls in oder auf ein Basismodul wird der Prozess nach der Verriegelung
und vor dem Lösen der Fixierung der Aufnahme an dem jeweiligen Funktionsmodul um eine
Herstellung von Verbindungen von Daten- und/oder Medienleitungen erweitert.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Greifer in Abstimmung
mit dem Freigabeelement eines Funktionsmoduls in einem bestimmten Maß drehbar ausgebildet,
wobei das Funktionsmodul selber um die z-Achse verdrehsicher gelagert oder gehalten
ist, insbesondere durch Führungen an dem Basismodul und/oder des Hochregellagers oder
der jeweiligen Vertikal-Transporteinheit.
[0015] Es hat sich grundsätzlich bewährt, eine Basisstation eines autonom arbeitenden Haushaltsroboters
als Ladebucht auszubilden. Unter Anwendung bekannter Techniken kann damit in der Basisstation
ein Aufladen des Haushaltsroboters u.a. mit elektrischer Energie erfolgen. Aufgrund
der generell erwünschten hohen Verfügbarkeit und entsprechend langen Einsatz- bzw.
Arbeitszeiten des Haushaltsroboters sind gemäß einer wesentlichen Weiterbildung der
Erfindung die vorbestimmten Lagerorte an den vorbestimmten Orten der jeweiligen Funktionsmodule
selber zur Ver- und Entsorgung der jeweiligen Funktionsmodule ausgebildet. Die Funktionsmodule
werden mit Erreichen einer Position zur Zwischenlagerung unter Verwendung eines Interfaces
ver- und/oder entsorgt. Damit können die Funktionsmodule selber während einer Zwischenlagerung
mit Verbrauchsstoffen versorgt, verschlissene oder aufgebrauchte Elemente sowie Abfälle,
Staub und/oder Abwässer entnommen und/oder eine eigene Energieversorgung des Funktionsmoduls
aufgeladen werden. Letztere Variante hat den Vorteil, dass ein Funktionsmodul über
einen eigenen Vorrat an elektrischer Energie verfügt, der zur Deckung eines eigenen
Energiebedarfs und/oder als Zusatzenergiespeicher für das Basismodul einsetzbar ist.
In jedem Fall können damit Ladezeiten des Basismoduls in der Basisstation verkürzt
werden, was eine generelle Verfügbarkeit und auch eine Einsatzbereitschaft des autonom
arbeitenden Haushaltsroboters in vorteilhafter Weise erhöht.
[0016] Ein großer Vorteil eines modularen Reinigungsroboters besteht darin, dass dieser
Roboter in Abhängigkeit des jeweils verwendeten Funktionsmoduls bzw. der jeweiligen
funktionellen Einheit viele verschiedene Funktionen ausführen kann. Somit muss sich
der Kunde neben einer sog. mobilen Basisplattform lediglich die für die jeweilig gewünschte
Aufgabe geeigneten Funktionsmodule beschaffen, und nicht für jede neue Aufgabe einen
neuen Roboter. Allerdings kommen die Vorteile eines solch vielseitig einsetzbaren
modularen Reinigungsroboters erst dann vollständig zum Tragen, wenn der Austausch
von Funktionsmodulen des Reinigungsroboters und damit der Aufgabenwechsel automatisiert
und selbstständig erfolgt. Die vorliegende Erfindung schafft nun ein System mit einem
Betriebsverfahren, das einen automatisierten Austausch von Funktionsmodulen eines
modular aufgebauten Haushaltsroboters ermöglicht. Eine Lagerung von Funktionsmodulen
wird dabei in einer um eine Art von Hochregellager als Zwischenlager erweiterten Basisstation
mit einfachen konstruktiven und kostengünstigen Mitteln realisiert. Dabei kann in
Ausführungsformen der Erfindung zwischen der Basisstation und den Funktionsmodulen
des modularen Roboters sowie den in dem Hochregallager zwischengelagerten Funktionsmodulen
ein Austausch und Fluss von
- Energie, z. B.. Laden mindestens eines Akkumulators,
- Informationen, z. B.. welches Funktionsmodul aktuell verwendet worden ist bzw. wie
und wo das Funktionsmodul einzulagern ist, und
- Stoffen, z. B.. Abreinigen von Funktionsmodulen, Nachfüllen von Reinigungsmittel und/oder
Austausch von Verschleißteilen
stattfinden.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend an Hand eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben, auf welches
die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Einlagerung von Funktionsmodulen eines modularen Reinigungsroboters in Ebenen
parallel zur Nullebene;
- Figuren 2a - 2d
- Arbeitsabläufe bei einer Entnahme eines Funktionsmoduls bis zu einer Zwischenlagerung;
- Fig. 3
- eine alternative Ausführungsform eines an eine Basisstation 4 angeschlossenen Hochregallagers
5 mit einer Funktionsstruktur eines Greif- und Einlagerungsmechanismus innerhalb des
Hochregal-Zwischenlagers;
- Fig. 4
- eine Übergabe eines Funktionsmoduls von dem Greifmechanismus an den Einlagerungsmechanismus
in einer weiteren Ausführungsform eines an eine Basisstation 4 angeschlossenen Hochregallagers
5 und
- Fig. 5
- eine Funktionsstruktur eines Lagerungssystems für Funktionsmodule eines modularen
Reinigungsroboters.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG ANHAND VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0018] Bei der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung
bezeichnen stets gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten und
Verfahrensschritte.
[0019] Fig. 1 zeigt einen modular aufgebauten Reinigungsroboter 1. Der Reinigungsroboter
1 umfasst ein Basismodul 2 mit nicht weiter im Detail dargestellten Einheiten für
Antrieb, Steuerung, Ortung und Energieversorgung, wie insbesondere in der
DE 10 2016 213 920.7 offenbart. Auf das Basismodul 2 ist ein Funktionsmodul 3 aufgesetzt und verriegelt,
wobei über Schnittstellen Daten- und/oder Medienleitungen des Funktionsmoduls 3 mit
denen des Basismoduls 2 verbunden sind. Um eine jeweilige Funktionalität des Funktionsmoduls
3 erweitert bewegt sich der Reinigungsroboter 1 selbstständig in einer Arbeitsebene,
die nachfolgend als Nullebene E0 bezeichnet wird.
[0020] Ein großer Vorteil eines modularen Reinigungsroboters 1 besteht darin, dass dieser
Reinigungsroboter 1 in Abhängigkeit des jeweils verwendeten Funktionsmoduls 3 als
funktioneller Einheit viele verschiedene Funktionen ausführen kann. Somit muss sich
der Kunde neben einer sog. mobilen Basisplattform bzw. dem Basismodul 2 lediglich
die für die jeweilig gewünschte Aufgabe geeigneten Funktionsmodule 3 beschaffen, und
nicht für jede neue Aufgabe einen neuen Roboter. diese Vorteile eines solch vielseitig
einsetzbaren modularen Reinigungsroboters 1 kommen aber erst dann voll zum Tragen,
wenn ein Austausch eines jeweiligen Funktionsmoduls des Reinigungsroboters 1 und damit
der Aufgabenwechsel automatisiert und selbstständig erfolgt. Ein sprechendes Verfahren
und verschiedene Formen von Vorrichtungen dazu werden nun beschrieben:
[0021] In der in Fig. 1 dargestellten Situation ist der Reinigungsroboter 1 auf der Nullebene
E0 in eine Basisstation 4 eingefahren. Die Basisstation 4 ist dadurch zu mehr als
einer Parkposition zum "Aufräumen" des Reinigungsroboters 1 ausgebildet, dass an der
Basisstation 4 eine Art von Hochregallager 5 zur Auf- und Entnahme sowie Zwischenlagerung
von Funktionsmodulen 3 angeschlossen ist. Dabei erfolgen Auf- und Entnahme sowie Zwischenlagerung
der Funktionsmodule 3 in z-Richtung mit Verschiebung der Funktionsmodule in x-Richtung
auf verschiedenen Ebenen E1 bis E3, die hier im Wesentlichen äquidistant und parallel
zu der Nullebene E0 verlaufend vorgesehen sind.
[0022] Einzelne Arbeitsabläufe von einer Entnahme eines Funktionsmoduls bis zu einer Zwischenlagerung
sind anhand der Abbildungsfolge der Figuren 2a bis 2d zu einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. In Figur 2a fährt der modular aufgebaute Reinigungsroboter 1 mit dem
Funktionsmodul 3 auf dem Basismodul 2 in die Basisstation 4 ein. Ein Greifer 6 mit
Hebevorrichtung befindet sich in einer Bereitschaftsstellung. Zur Figur 2b hin ist
der Reinigungsroboter 1 in der Basisstation 4 geparkt und der Greifer 6 ist auf das
Funktionsmodul 3 abgesenkt. Dort wird der Greifer durch eine Drehung erst an dem Funktionsmodul
3 arretiert, löst beim weiteren Drehen Fixierungen des Funktionsmoduls 3 zum Basismodul
2 und trennt damit schließlich auch Kontakte an Schnittstellen auf. Stoff-, Energie-
und Informationsflüsse zwischen dem Basismodul 2 und dem Funktionsmodul 3 finden damit
nicht mehr statt.
[0023] Damit ist das Funktionsmodul 3 zu Figur 2c hin frei von dem Basismodul 2 entnehmbar.
Das Funktionsmodul 3 wird in z-Richtung in das Hochregallager 5 hinein verfahren bzw.
angehoben. Bei Figur 2d hat das Funktionsmodul 3 in z-Richtung in dem Hochregallager
5 eine vorbestimmte Ebene mit einem freien Platz erreicht, in der das Funktionsmodul
3 zwischengelagert werden soll. Jetzt wird ein Kraft- und/oder Formschluss des Greifers
6 zu dem Funktionsmodul 3 aufgelöst, nachdem das Funktionsmodul 3 an eine Vertikal-Transporteinheit
7 übergeben worden ist.
[0024] Damit ist der Greifer 6 nun frei, um ein bestimmtes anderes Funktionsmodul 3 aus
dem Hochregallager 5 heraus auf das Basismodul 2 in der Basisstation 4 zu transportieren,
dort zu fixieren und über Schnittstellen anzuschließen. Dazu werden ohne weitere zeichnerische
Darstellung folgende Schritte durchlaufen:
- 1.) Festlegung, welches eingelagerte Funktionsmodul 3 auf den mobilen Reinigungsroboter
1 verwendet werden soll
- 2.) Mechanismus stellt temporär mittels Kraft- oder Formschluss Kontakt zu dem eingelagerten
Funktionsmodul 3 in dem Hochregallager 5 her
- 3.) Mechanismus verschiebt das Funktionsmodul 3 in die Nullebene E0 und setzt das
Funktionsmodul 3 auf das mobile Basismodul 2 des modularen Reinigungsroboters 1 auf.
- 4.) Ein Mechanismus in dem Greifer 6 löst den temporären Kraft- und/oder Formschluss
zum Funktionsmodul 3.
[0025] Damit sind ab Teilschritt 4 erforderliche Stoff-, Energie- und Informationsflüsse
zwischen dem Basismodul 2 und dem Funktionsmodul 3 durch eine Kontrolleinheit des
Basismoduls 2 des modularen Reinigungsroboters 1 hergestellt. So ist die volle Einsatzbereitschaft
des modularen Reinigungsroboters 1 bei neuer Funktionalität gegeben.
[0026] Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform eines an eine Basisstation 4 angeschlossenen
Hochregallagers 5. Hier sind je Lagerebene E1, E2, E3 nun dadurch zwei Zwischenlagerplätze
geschaffen worden, dass jeweils links und rechts Funktionsmodule 3 zwischengelagert
und voneinander unabhängig von den jeweiligen Speicherplätzen in z-Richtung entnommen
werden können. Für eine Positionierung eines jeweiligen Funktionsmoduls 3 in z-Richtung
sowie eine anschließende Verschiebung im Wesentlichen orthogonal zu der z-Richtung
werden getrennte Antriebe für Horizontal-Transporteinheiten 7 verwendet. Jeder dieser
Antriebe positioniert bei einfachem Aufbau sehr exakt.
[0027] Fig. 4 stellt eine Übergabe eines Funktionsmoduls 3 von dem Greifmechanismus 6 an
den Einlagerungsmechanismus in Form einer Horizontal-Transporteinheit 7 in einer weiteren
Ausführungsform eines an eine Basisstation 4 angeschlossenen Hochregallagers 5 dar.
Von dem Haushaltsroboter 1 verbleibt in diesem Zustand eines Tauschs eines Funktionsmoduls
nur das Basismodul 2 in der Basisstation. In diesem Ausführungsbeispiel sind je Ebene
E1 bis E3 in dem Hochregallager 5 drei Zwischenlagerplätze L1_1 bis L3_3 vorgesehen,
die Horizontal-Transporteinheiten 7 in Form elektromotorisch angetriebener Schlitten
oder kurzer Züge aufweisen. Durch die Aufteilung in einen gekoppelten Doppelschlitten
zur Aufnahme zweier Funktionsmodule 3 und einen nur ein Funktionsmodul 3 aufnehmenden
Einzelschlitten können unter Minderung einer horizontalen Weite des Hochregallagers
5 alle drei Zwischenlagerplätze jeder der Ebenen E1 bis E3 frei und unabhängig voneinander
durch die Vertikal-Transporteinheit 6 mit Funktionsmodulen 3 bestückt bzw. beladen
und auch entladen werden.
[0028] Des Weiteren werden die Funktionsmodule 3 in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 mit
Erreichen einer jeweiligen Position L1_1, L1_3, L2_1, L2_3, L3_1 und L3_3 zur Zwischenlagerung
unter Verwendung eines Interfaces 8 ver- und/oder entsorgt. In diesem Sinne ist hier
vorgesehen, dass z. B. ein Reinigungsfluid in einem Funktionsmodul 3 "Nass-Reiniger"
nachgefüllt und verbrauchtes Wischwasser entnommen wird. Und in einem Funktionsmodul
3 "Staubsauger" wird ein Staubbeutel automatisch entleert, während bei einem Funktionsmodul
3 "Trocken-Wischer" ein benutztes Wischtuch gegen ein neues ersetzt wird. Zusätzliche
in den jeweiligen Funktionsmodulen 3 enthaltene und hier nicht weiter dargestellte
eigene Energiespeicher werden über das Interface 8 zudem kontrolliert und ggf. wird
elektrische Energie nachgeladen.
[0029] Fig. 5 zeigt schließlich eine Funktionsstruktur eines Lagerungssystems für Funktionsmodule
3 des modularen Reinigungsroboters 1 in einem Hochregallager 5. Zur Realisierung der
oben beschriebenen Spezifika und Bewegungsabläufe wird eine Basisstation vorgeschlagen,
deren Funktionsstruktur in dieser Abbildung dargestellt ist: Die Basisstation 4 besitzt
somit eine definierte "Parkposition", auf welche sich der modulare Reinigungsroboter
1 im Falle eines Wechsels eines jeweiligen Funktionsmoduls 3 begibt. Idealerweise
wird diese Parkposition selber auch als Ladestation verwendet, d.h. die Energiereservoirs
des Basismoduls 2 des modularen Reinigungsroboters 1 werden auf dieser Parkposition
geladen. Somit stellt die Parkposition gemäß obiger Terminologie die Nullebene E0
dar.
[0030] Wird nun manuell durch den Kunden oder automatisiert aufgrund von beispielsweise
Sensorsignalen der Tausch eines Funktionsmoduls 3 des modularen Reinigungsroboters
1 initialisiert, beendet der Reinigungsroboter 1 seine aktuelle Tätigkeit und begibt
sich zu der Basisstation 4 auf der Nullebene E0 in eine Parkposition. Sobald der Reinigungsroboter
1 die Parkposition in der Basisstation 4 erreicht hat, so unterbricht eine Kontrolleinheit
in dem Basismodul 2 den Fluss von Information, Energie und Stoffen, welcher zwischen
dem Basismodul 2 und dem aktuell noch daran fixierten Funktionsmodul 3 ausgetauscht
werden.
[0031] Zudem wird durch den initiierten Austausch der Funktionsmodul 3 eine Kontrolleinheit
der Basisstation 4 auf den bevorstehenden Tausch des Funktionsmoduls vorbereitet.
In der Parkposition übernimmt diese Kontrolleinheit die Koordination der im vorherigen
Abschnitt beschriebenen Abläufe zur Entnahme, Einlagerung und der Bestückung mit einem
Funktionsmodul. Hierzu wird das Funktionsmodul 3 in einem nächsten Schritt zunächst
durch einen Mechanismus in vertikaler Richtung entnommen, dem Greifer mit Hebevorrichtung
als Mechanismus einer Vertikal-Transporteinheit. Dieser Mechanismus ist im vorliegenden
Beispielfall ein Spindelantrieb nebst entsprechenden seitlichen Führungen, welcher
gemäß Fig. 4 in positiver und negativer z-Richtung verfahrbar ist. Über den Greifer
6 wird ein Kraft-, Stoff-, Formschluss oder Kombination aus diesen als temporärer
Kontakt zu dem Funktionsmodul 3 aufgebaut. Alternativ zu einem vorstehend beschriebenen
Bajonett-Verschluss kann dies mittels Fingergreifer und entsprechenden Mulden im Funktionsmodul
3 durch Formschluss oder aber Magnetgreifer und entsprechender magnetischer Metalle
in dem Funktionsmodul 3 durch Kraftschluss erfolgen.
[0032] Nach erfolgreicher Entnahme verfährt der Greifmechanismus 6 das Funktionsmodul 3
auf eine Ebene parallel zur Nullebene E0 aber in einem anderen Abstand in z-Richtung.
Die Kontrolleinheit gibt dabei die freien Lagerplätze innerhalb des an die Basisstation
4 angeschlossenen Hochregallagers 5 für die Einlagerung des gerade entnommenen Funktionsmoduls
3 vor. Wird die entsprechende Höhe einer vorbestimmten Ebene erreicht, übernimmt ein
zweiter Mechanismus die Einlagerung, wie in Ebene E3 der Figur 4 angedeutet, nachfolgend
Einlagerungsmechanismus genannt. Der Einlagerungsmechanismus besteht gemäß Figur 3
ebenfalls aus einem Spindelantrieb nebst entsprechender Führung, welcher in positiver
und negativer y-Richtung verfahren werden kann. In dem Ausführungsbeispiel von Figur
4 sind jedoch verschiebbare Wagen bzw. kurze Züge mit jeweils einem eigenen elektrischen
Antrieb vorgesehen.
[0033] Befindet sich nun der Einlagerungsmechanismus unterhalb des durch den Greifmechanismus
gehaltenen Funktionsmoduls, löst der Greifmechanismus die temporäre Verbindung zum
Funktionsmodul. Das Funktionsmodul befindet sich nun auf dem Einlagerungsmechanismus.
Durch Verfahren dieses Mechanismus in y-Richtung wird das Funktionsmodul in die finale
Lagerposition gebracht. Nach Erreichen der entsprechenden Endposition melden Sensoren,
dass der aktuelle Lagerplatz durch ein Funktionsmodul 3 mit einer ein-eindeutigen
Kennung xy belegt ist. Lautet die Kennung eines Funktionsmoduls 3 z. B. auf "L3_1"
und wäre der Einfachheit halber mit der Zwischenlager-Position in Figur 4 identisch,
so würde das geladene Funktionsmodul 3 in der Lagerebene E3 auf den entsprechenden
Schiebewagen platziert und abschließend an die Zwischenlager-Position L3_1 verschoben.
Dabei ist eine starre Zuordnung durchaus sinnvoll, da so spezielle Funktionsmodule
wie z. B., Staubsauge-Module nur an gewissen vorbestimmten Positionen eingelagert
werden, um beispielsweise deren Abreinigung, Wartung und Neuversorgung mit Verbrauchsstoffen
innerhalb des Hochregallagers 5 durch ein jeweils angepasstes Interface 8 zu ermöglichen.
[0034] Für eine Bestückung mit einem Funktionsmodul wird der obige beschriebene Ablauf in
umgekehrter Reihenfolge durchlaufen. Aufgrund der Analogie wird auch eine Wiederholung
der Beschreibung daher verzichtet.
[0035] Die Unterscheidung in Greifmechanismus bzw. eine Vertikal-Transporteinheit 6 und
Einlagerungsmechanismus bzw. Horizontal-Transporteinheit 7 ist dabei wie folgt begründet:
- Eindimensional verfahrbare Antriebe sind heutzutage Standard und günstig in der Herstellung
und einfach anzusteuern.
- Infolge der Unterteilung in Greifmechanismus und Einlagerungsmechanismus ist das an
die Basisstation 4 anzuschließende Hochregallager 5 einfach skalierbar, um eine variable
Anzahl von Funktionsmodulen 3 gemäß Kundenwunsch einzulagern.
So können beispielsweise Basisstationen 4 mit Hochregallagern 5 mit 4 Lagerplätzen
6, 8 oder mehr Einlagerplätze kostengünstig gefertigt werden. Das Ausführungsbeispiel
von Fig. 4 zeigt eine Realisierung ungeradzahliger Lagerplätze je Lagerebene. Denn
es werden gemäß Figur 3 lediglich zusätzliche Einlagerplätze mit Einlagerungsmechanismus
benötigt sowie z. B. eine längere Spindel für den Greifmechanismus, so dass dieser
auch die neu hinzugekommenen Ebenen erreicht, oder anpasste Schiebe-Züge nach Figur
4.
[0036] Bezüglich einer ansprechenden Optik ist die gesamte Basisstation idealerweise mit
einer blickdurchlässigen Außenhülle versehenen, die durchaus die Erscheinung eines
Möbels haben kann, z. B. einer Kommode oder eines Hochschranks. Somit kann die Basisstation
eines modularen Reinigungsroboters homogen in bestehende Wohnkonzepte integriert werden.
Es empfiehlt sich hierbei, verschiedene Materialien und Farben für die Außenhülle
anzubieten, um dem individuellen Geschmack des Kunden zu genügen.
[0037] Es ergeben sind durch Verwirklichung der vorliegenden Erfindung mithin u.a. folgende
Vorteile:
- Das vorstehend beschriebene Lagerungssystem der Basisstation ist gemäß Kundenwunsch
in Abhängigkeit der gewünschten Anzahl eingelagerter Funktionsmodule erweiterbar;
- Innerhalb des vorstehend beschriebenen Lagerungssystems werden die Funktionsmodule
eines modularen Roboters platzsparend aufbewahrt.
- Die vorstehend beschriebene Basisstation lässt sich innenraumfreundlich als Möbel
tarnen und/oder in eine Möbelwand integrieren.
- Die beschriebene Basisstation ermöglicht eine für den Kunden komfortable automatische
Abreinigung der verschiedenen Reinigungsmodule oder Ver- und Entsorgung von Verbrauchsstoffen,
z. B. die Abreinigung eines Staubsauge- eines Nasswisch- oder eines Luftreinigungsmoduls.
[0038] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen und den Zeichnungen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0039]
- 1
- Haushaltsroboter
- 2
- Basismodul
- 3
- Funktionsmodul
- 4
- Basisstation
- 5
- Hochregallager
- 6
- drehbarer Greifer mit Hebevorrichtung als Vertikal-Transporteinheit
- 7
- Horizontal-Transporteinheit
- 8
- Interface zur Ver-/Entsorgung an einem jeweiligen Zwischenlagerplatz
- E0
- Nullebene
- E1
- Ebene 1
- E2
- Ebene 2
- E3
- Ebene 3
- E1_1
- Ebene 1 links
- E1_2
- Ebene 1 rechts
- E2_1
- Ebene 2 links
- E2_2
- Ebene 2 rechts
- E3_1
- Ebene 3 links
- E3_2
- Ebene 3 rechts
- L1_1
- Zwischenlagerplatz 1 auf Ebene E1
- L1_2
- Zwischenlagerplatz 2 auf Ebene E1
- L1_3
- Zwischenlagerplatz 3 auf Ebene E1
- L2_1
- Zwischenlagerplatz 4 auf Ebene E2 ...
1. Verfahren zum Austausch eines Funktionsmoduls (3) eines modular aufgebauten Haushaltsroboters
(1),
bei dem ein Funktionsmodul (3) mit einem Basismodul (2), das zum Fahren und Navigieren
auf einer vorbestimmten Oberfläche einer Ebene (E0) eines Raumes verwendet wird, gesichert
und verbunden wird, und das Funktionsmodul (3) zum Austausch durch Entsichern und
Trennen an einer Basisstation (4) eine Freigabe erfolgt, wobei der Austausch nach
der Freigabe des Funktionsmoduls (3), nach Aufnahme des Haushaltsroboters (1) in der
Basisstation (4) und Freigabe des Funktionsmoduls (3) an dem Basismodul (2) automatisiert
ausgeführt wird, indem das Funktionsmodul (3) entriegelt und von dem modular aufgebauten
Haushaltsroboter (1) in z-Richtung in eine Art von Hochregallager (5) verbracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Funktionsmodul (3) in einer bestimmten Höhe auf einer Ebene (E1, E2, E3) zwischengelagert
wird, indem das Funktionsmodul (3) in einer anderen Raumrichtung, die im Wesentlichen
orthogonal zu der z-Richtung steht, auf einer der Ebenen (E1, E2, E3) an einen jeweils
vorbestimmten Ort (L1, L2, L3, L4) verschoben wird und
auf eine Anforderung hin ein bestimmtes Funktionsmodul durch Verschieben von einem
vorbestimmten Ort (L1, L2, L3, L4) und nach Entnahme in z-Richtung aus dem Hochregallager
(5) an dem Basismodul (2) eingesetzt, gesichert und verbunden wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Ebene (E1, E2, E3) jeweils mehrere vorbestimmte Orte (L1_1, L1_2, L1_3,
L2_1, ...) zur Zwischenlagerung von Funktionsmodulen (3) verwendet werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für eine Positionierung der Funktionsmodule (3) in z-Richtung sowie eine anschließende
Verschiebung der Funktionsmodule (3) im Wesentlichen orthogonal zu der z-Richtung
getrennte Antriebe verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsmodule (3) mit Erreichen einer Position zur Zwischenlagerung unter Verwendung
eines Interfaces (8) ver- und/oder entsorgt werden.
5. Vorrichtung zum Austausch eines an einem Basismodul (2) fixierten Funktionsmoduls
(3) eines modular aufgebauten Haushaltsroboters (1), bei der eine Basisstation (4)
zur Aufnahme des Haushaltsroboters (1) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung zur Umsetzung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch besonders ausgebildet ist, dass an der Basisstation (4) eine Art von Hochregallager
(5) zur Auf- und Entnahme sowie Zwischenlagerung von Funktionsmodulen (3) in z-Richtung
angeschlossen ist.
6. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hochregallager (5) mehrere Ebenen (E1, E2, E3) vorgesehen sind, die jeweils
über eine Horizontal-Transporteinheit (7) verfügen.
7. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Horizontal-Transporteinheiten (7) als verschiebbare Wagen oder kurze Züge mit
jeweils eigenen elektrischen Antrieben ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hochregallager (5) ein Greifer (6) vorgesehen ist, der zum Eingreifen an einem
und/oder in ein Freigabeelement jedes Funktionsmoduls (3) zum Ver- und Entriegeln
des Funktionsmoduls (3) an dem Basismodul (2) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vier vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Freigabeelement eines Funktionsmoduls (3) mit dem Greifer (6) nach Art eines
Bajonett-Verschlusses ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der fünf vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer (6) mit dem Freigabeelement eines Funktionsmoduls (3) ausgebildet ist,
um nach einer verliersicheren Fixierung eine Entriegelung und Lösung von Verbindungen
von Daten- und/oder Medienleitungen des Funktionsmoduls (3) zu dem Basismodul (2)
und in umgekehrter Richtung erst eine Verriegelung und dann anschließend eine Lösung
der Fixierung des jeweiligen Funktionsmoduls (3) mit der Aufnahme in dem Basismodul
(2) oder Übergabe an eine Vertikal-Transporteinheit herzustellen.
1. Method for replacing a functional module (3) of a modularly constructed household
robot (1),
in which a functional module (3) is locked and connected to a base module (2), which
is used to move and navigate on a predetermined surface of a plane (E0) of a space,
and the functional module (3) performs a release for the replacement by unlocking
and separating at a base station (4),
wherein the replacement is carried out in an automated manner following the release
of the functional module (3), once the household robot (1) has been received in the
base station (4) and the functional module (3) has been released at the base module
(2), by the functional module (3) being unlocked and removed from the modularly constructed
household robot (1) in the z direction in a kind of high-bay storage (5), characterised in that the functional module (3) is intermediately stored at a particular height on a plane
(E1, E2, E3) by the functional module (3) being displaced in another spatial direction,
which is substantially orthogonal to the z direction, on one of the planes (E1, E2,
E3) at a predetermined location (L1, L2, L3, L4) in each case, and
on request, a particular functional module is used, locked and connected on the base
module (2) by way of displacement from a predetermined location (L1, L2, L3, L4) and
following removal from the high-bay storage (5) in the z direction.
2. Method according to claim 1, characterised in that a plurality of predetermined locations (L1_1, L1_2, L1_3, L2_1, ...) for the intermediate
storage of functional modules (3) can be used on a plane (E1, E2, E3) in each case.
3. Method according to one of the preceding claims, characterised in that separate drives are used for positioning the functional modules (3) in the z direction
and subsequently displacing the functional modules (3) substantially orthogonally
to the z direction.
4. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the functional modules (3) are supplied and/or disposed of upon reaching a position
for intermediate storage by using an interface (8).
5. Apparatus for replacing a functional module (3), fixed to a base module (2), of a
modularly constructed household robot (1), in which a base station (4) is embodied
for receiving the household robot (1),
characterised in that
the apparatus embodied for implementing a method according to one of the preceding
claims particularly in that a type of high-bay storage (5) for receiving and removing and intermediately storing
functional modules (3) in the z direction is attached to the base station (4).
6. Apparatus according to the preceding claim, characterised in that a plurality of planes (E1, E2, E3), which in each case possess a horizontal transport
unit (7), are provided in the high-bay storage (5).
7. Apparatus according to one of the preceding claims, characterised in that the horizontal transport units (7) are embodied as displaceable trolleys or short
trains, each with their own electrical drives.
8. Apparatus according to one of the three preceding claims, characterised in that provided in the high-bay storage (5) is a gripper (6), which is embodied for engaging
on or into a release element of each functional module (3) for locking and unlocking
the functional module (3) on the base module (2).
9. Apparatus according to one of the four preceding claims, characterised in that the release element of a functional module (3) is embodied with the gripper (6) in
the manner of a bayonet closure.
10. Apparatus according to one of the five preceding claims, characterised in that the gripper (6) is embodied with the release element of a functional module (3),
in order, following an anti-loss fixing, to establish an unlocking and releasing of
connections of data and/or media lines of the functional module (3) to the base module
(2) and, in the reverse direction, to first establish a locking and then, subsequently,
a releasing of the fixing of the respective functional module (3) with the receiving
in the base module (2) or transfer to a vertical transport unit.
1. Procédé d'échange d'un module fonctionnel (3) d'un robot électroménager (1) construit
de façon modulaire,
dans lequel un module fonctionnel (3) est attaché et connecté à un module de base
(2) utilisé pour circuler et naviguer sur une surface prédéterminée d'un plan (E0)
d'une salle et une libération du module fonctionnel (3) s'effectue, pour permettre
l'échange, par un déblocage et une séparation sur une station de base (4),
dans lequel l'échange est exécuté automatiquement après la libération du module fonctionnel
(3), après réception du robot électroménager (1) dans la station de base (4) et libération
du module fonctionnel (3) sur le module de base (2), en déverrouillant le module fonctionnel
(3) et en le transférant du robot électroménager (1) construit de façon modulaire
dans la direction Z dans une sorte de magasin à rayonnages en hauteur (5),
caractérisé en ce que le module fonctionnel (3) est stocké de façon temporaire à une certaine hauteur sur
un niveau (E1, E2, E3), en déplaçant le module fonctionnel (3) dans une autre direction
spatiale qui est essentiellement orthogonale à la direction Z, sur un des niveaux
(E1, E2, E3) à un emplacement respectivement prédéterminé (L1, L2, L3, L4), et
en réponse à une demande, un certain module fonctionnel est monté sur, attaché et
connecté au module de base (2) par déplacement à partir d'un emplacement prédéterminé
(L1, L2, L3, L4) et après prélèvement, dans la direction Z, hors du magasin à rayonnages
en hauteur (5).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à chaque niveau (E1, E2, E3), plusieurs emplacements prédéterminés (L1_1, L1_2, L1_3,
L2_1, ...) sont utilisés pour le stockage temporaire des modules fonctionnels (3).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des dispositifs d'actionnement séparés sont utilisés pour positionner les modules
fonctionnels (3) dans la direction Z et pour déplacer ensuite les modules fonctionnels
(3) de façon essentiellement orthogonale à la direction Z.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les modules fonctionnels (3) sont approvisionnés et/ou débarrassés en atteignant
une position de stockage temporaire, en utilisant une interface (8).
5. Dispositif d'échange d'un module fonctionnel (3) fixé à un module de base (2) d'un
robot électroménager (1) construit de façon modulaire, dans lequel une station de
base (4) est configurée pour recevoir le robot électroménager (1),
caractérisé en ce que le dispositif est conçu pour mettre en œuvre un procédé selon l'une des revendications
précédentes, en particulier de telle manière qu'une sorte de magasin à rayonnages
en hauteur (5) pour recevoir et prélever des modules fonctionnels (3) dans la direction
Z et pour permettre leur stockage temporaire est raccordé à la station de base (4).
6. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que plusieurs niveaux (E1, E2, E3) sont prévus dans le magasin à rayonnages en hauteur
(5), lesquels disposent chacun d'une unité de transport horizontal (7).
7. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les unités de transport horizontal (7) sont conçues sous forme de chariots déplaçables
ou de trains courts possédant chacun leur propre dispositif d'actionnement électrique.
8. Dispositif selon l'une des trois revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un préhenseur (6) est prévu dans le magasin à rayonnages en hauteur (5), lequel est
conçu pour engrener sur et/ou dans un élément de libération de chaque module fonctionnel
(3) afin de verrouiller et déverrouiller le module fonctionnel (3) sur le module de
base (2).
9. Dispositif selon l'une des quatre revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de libération d'un module fonctionnel (3) est formé avec le préhenseur
(6) sous forme d'une fermeture à baïonnette.
10. Dispositif selon l'une des cinq revendications précédentes, caractérisé en ce que le préhenseur (6) est configuré, conjointement avec l'élément de libération d'un
module fonctionnel (3), pour produire, après une fixation sûre, un déverrouillage
et un détachement des connexions des lignes de données et/ou des conduites de milieu
du module fonctionnel (3) vis-à-vis du module de base (2) et, dans le sens inverse,
d'abord un verrouillage et ensuite un détachement de la fixation du module fonctionnel
(3) respectif avec la réception dans le module de base (2) ou une transmission à une
unité de transport vertical.
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