[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Identifikation von Druckprodukten
in der Druckweiterverarbeitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 38 06 125 A1 ist eine Zusammentragmaschine bekannt, welche aus einer Vielzahl von Magazinen jeweils
einen Buchblock bildende Druckbogen vereinzelt und zusammenführt. Um Ausschuss durch
fehlerhaftes Beschicken der Magazine zu verhindern, ist eine Bilderkennung vorgesehen,
welche das gelesene Bild einer vereinzelten Lage kontrolliert. Dazu wird das gelesene
Bild mit einem zuvor eingelernten Soll-Bild verglichen. Nachteilig ist hier, dass
das Soll-Bild erzeugt wird, indem im Rahmen des Rüstens mehrere gleiche Lagen des
folgenden Fertigungsauftrages in der Zusammentragmaschine eingelesen werden. Die einzulernenden
Lagen sind manuell in korrekter Orientierung dem Magazin zuzuführen. Zum einen ist
ein solches Verfahren für Einzelprodukte nicht und für Kleinstauflagen nur sehr eingeschränkt
möglich. Darüber hinaus ist das Einlernen aufgrund des manuellen Eingreifens sehr
aufwendig und fehleranfällig. Darüber hinaus ist das zu verarbeitende Datenvolumen
aus den Bildinformationen beträchtlich und schränkt die Produktionsleistung ein bzw.
erfordert eine entsprechend leistungsfähige Datenverarbeitung.
[0003] Eine Verbesserung wird in der
DE 100 24 070 A1 vorgeschlagen, indem die eingesetzte Kamera in der Lage ist, zwischen einem Bild
und einem Barcode zu unterscheiden. Damit ist bei Verwendung von Barcodes eine vereinfachte
Bildverarbeitung möglich. Darüber hinaus kann mittels des gelesenen Codes auf einen
Datenbankeintrag zugegriffen werden. Barcodes werden oftmals in einem separaten Druckprozess
aufgebracht. Daraus ergeben sich jedoch weitere Fehlerquellen. Außerdem stört der
Barcode meist die ästhetische Erscheinung des Druckproduktes, ohne dem Verbraucher
einen zusätzlichen Nutzen zu bieten.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gegenüber dem Stand der
Technik verbessertes Verfahren zu schaffen, welches zumindest einen der aufgezeigten
Nachteile des Standes der Technik überwindet und die gesteigerten Anforderungen an
die zu erzielende Produktivität bei geringer Stückzahl befriedigt.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die in den Unteransprüchen
angegebenen Merkmale gekennzeichnet.
[0006] Das Papier oder ein anderer bedruckbarer Stoff wird dabei durch Druckverfahren in
bekannter Weise auf einer oder mehrerer seiner Außenflächen jeweils mit einem optisch
erfassbaren Druckbild versehen. Dieses Druckbild ist derart visuell erfassbar, dass
es für den Menschen ohne Hilfsmittel sichtbar ist. Es kann aber auch teilweise oder
komplett für den Menschen unsichtbar sein, etwa indem es Farben außerhalb des sichtbaren
Farbspektrums enthält.
[0007] Dieses Druckbild enthält als Identifikationsmerkmal genutzte Bildinformationen. Dieses
Identifikationsmerkmal erlaubt das Identifizieren des Druckproduktes, derart dass
es eindeutig einem jeweiligen Produktionsauftrag zugeordnet werden kann. Dazu wird
als Identifikationsmerkmal ein nutzbarer Bereich des originär aufgebrachten Druckbildes
genutzt. Eine für die Weiterverarbeitung aufgebrachte zusätzliche, die ästhetische
Erscheinung störende Marke zum Identifizieren des Druckproduktes wie etwa ein Barcode
oder Datamatrix-Code ist dadurch nicht erforderlich.
[0008] Das Identifikationsmerkmal unterteilt sich in einen Bereich resp. Bildausschnitt
des Druckbildes und in eine Ausprägung innerhalb dieses Bereiches. Der Bereich ist
durch seine Anordnung und seine Ausdehnung festgelegt. Entsprechend der Festlegung
des das Identifikationsmerkmal bildenden Bildausschnittes wird die für die Identifikation
zu verarbeitende Bildinformation gegenüber dem erfassten Druckbild stark reduziert.
Damit verringert sich die für die Übertragung und die Verarbeitung der erforderlichen
Information benötigte Zeit, ohne die Funktionssicherheit der Identifikation zu beeinträchtigen.
Die Ausprägung des Identifikationsmerkmales ist durch eine optische Eigenschaft wie
Kontrast, Helligkeit, Farbwert, Sättigung oder Muster gekennzeichnet oder durch eine
Kombination mehrerer solcher optischen Eigenschaften, bzw. deren Verteilung über den
Bereich des Identifikationsmerkmales.
[0009] Nach dem Drucken wird das Druckprodukt einer Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung
zugeführt, um durch diese weiter bearbeitet zu werden. Dabei ist es unerheblich, ob
das Druckwerk und die Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung im Sinne einer Inline-Fertigung
miteinander verbunden sind oder ob eine Trennung zwischen Druck und Weiterverarbeitung
besteht, etwa indem die Druckprodukte in einem Zwischenlager gespeichert werden.
[0010] Die Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung erfasst dasjenige Druckbild des zugeführten
Druckproduktes, welches das Identifikationsmerkmal beinhaltet mit einer geeigneten
Leseeinrichtung. In einfacher Weise ist dies eine Digitalkamera. Die Bildaufnahme
kann dabei abhängig von der Vorrichtung entweder am ruhenden oder aber am bewegten
Druckprodukt erfolgen.
[0011] Die Leseeinrichtung übermittelt das aufgenommene Bild einer nachgeschalteten Auswerteeinrichtung.
Die Auswerteeinrichtung ermittelt aus dem aufgenommenen Bild die erforderlichen Informationen.
Dabei können die Leseeinrichtung und die Auswerteeinrichtung in einem Gerät vereint
sein. Digitalkameras weisen meist eine Software auf, die verschiedene Möglichkeiten
der Bildbearbeitung oder auch Bildauswertung bietet.
[0012] Vor der Auswertung wird zumindest ein Teil der Festlegungen des Identifikationsmerkmales
an die Auswerteeinrichtung übermittelt. Die übermittelte Festlegung dient der Auswerteeinrichtung
als Grundlage für die Bildauswertung. Dies kann die Definition des das Identifikationsmerkmal
tragenden Bereiches des Druckbildes betreffen. Damit ist es der Auswerteeinrichtung
möglich, nicht relevante Bildbereiche zu ignorieren. Diese Datenreduktion verringert
den Zeitbedarf für die weitere das Identifikationsmerkmal betreffende Bildverarbeitung
und die Leistung der Vorrichtung kann entsprechend gesteigert werden.
[0013] Besonders vorteilhaft ist die Festlegung des Identifikationsmerkmales anhand eines
digitalen Abbildes des Druckbildes, welches unabhängig von dem physischen Druckprodukt
oder der Existenz eines physischen Druckproduktes erzeugt ist. Insbesondere eignen
sich aus der Druckvorstufe stammende Bilddaten. In besonders einfacher Weise erfolgt
diese Festlegung durch eine geeignete Software. Diese identifiziert anhand der vorliegenden
Bilddaten markante Bereiche des Druckbildes und legt diese als Identifikationsmerkmal
fest. Diese getroffene Festlegung wird vorzugsweise automatisch der Auswertung des
durch eine Kamera erfassten Druckbildes zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise kann
auf das heute übliche und aufwendige Einlernen durch Lesen mehrerer Musterdrucke verzichtet
werden.
[0014] Damit ist es auf einfache Weise möglich, das Identifikationsmerkmal bereits vor dem
Drucken des dieses Identifikationsmerkmal enthaltenden Druckbildes festzulegen und
für die Druckweiterverarbeitung erforderlichen Prozessen frühzeitig zur Verfügung
zu stellen. Die Identifikation in der Druckweiterverarbeitung wird spätestens während
des Druckens derart vorbereitet, dass die Herstellung insgesamt beschleunigt wird.
[0015] In einer Weiterführung des Verfahrens wird das von der Leseeinrichtung erfasste Identifikationsmerkmal
von der Auswerteeinrichtung mit einem in einem Datenspeicher hinterlegten Identifikationsmerkmal
verglichen. Die Auswerteeinrichtung liefert zumindest eine Information über die Übereinstimmung
des erfassten Identifikationsmerkmales mit dem hinterlegten Identifikationsmerkmal.
Dabei ist es unerheblich, ob das hinterlegte Identifikationsmerkmal unmittelbar in
dem Arbeitsspeicher der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung abgelegt ist oder
in einer übergeordneten, eine Vielzahl Arbeitsaufträge enthaltenden Datenbank. Der
Vergleich erhöht den Automatisierungsgrad der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung.
Anhand des Ergebnisses dieses Vergleiches entscheidet eine Steuerung der Vorrichtung
zur Weiterverarbeitung über die Ausführung von Folgeprozessen wie etwa Anzeige zur
Information des Bedienpersonals, Maschinenhalt, Ausschleusen des betreffenden Druckproduktes,
Verstellung der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung oder Durchführung der Bearbeitung
des Druckproduktes.
[0016] In einer ersten Ausgestaltung des Verfahrens wird das von der Leseeinrichtung erfasste
Identifikationsmerkmal mit erwartetem Identifikationsmerkmal eines erwarteten Druckproduktes
verglichen. Dadurch erfolgt eine automatische Kontrolle, ob das zugeführte Druckprodukt
dem abzuarbeitenden Fertigungsauftrag entspricht. Bei positivem Ergebnis werden die
zur planmäßigen Weiterverarbeitung erforderlichen Prozesse angestoßen bzw. der Produktionsfluss
aufrecht erhalten. Während bei negativem Ergebnis eine entsprechende Anzeige für das
Bedienpersonal erfolgt und das als falsch erkannte Druckprodukt aus dem planmäßigen
Produktionsfluss ausgeschleust wird. Produktionsfehler aufgrund zugeführter falscher
Druckprodukte werden so zuverlässig vermieden.
[0017] Eine zweite Ausgestaltung sieht einen Vergleich des durch die Leseeinrichtung zuletzt
erfassten Identifikationsmerkmales mit einem vorgängig erfassten, insbesondere einem
unmittelbar vorgängig erfassten Identifikationsmerkmal vor. Damit wird durch die Auswerteeinrichtung
festgestellt, ob das zuletzt erfasste Druckprodukt zu dem momentan bearbeiteten oder
zu einem neuen Fertigungsauftrag gehört. Bei fehlender Übereinstimmung werden automatisch
aus einer Fertigungsdatenbank die für den neuen Fertigungsauftrag erforderlichen Prozessparameter
gelesen und entsprechende Verstellungen der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung
vorgenommen. Auf diese Weise wird der manuelle Aufwand für das Rüsten und das Zuführen
der Druckprodukte deutlich reduziert. Selbstredend ist auch eine Kombination beider
Vergleiche möglich.
[0018] Die Festlegung des Identifikationsmerkmales erfolgt vorzugsweise anhand einer allgemeinen
auf das jeweilige Druckbild angewandten Regel, derart dass sich die Festlegung aus
dem Druckbild selbst ergibt. Es werden signifikante Bereiche bzw. Eigenschaften des
Druckbildes gefunden und als Identifikationsmerkmal festgelegt. Die Anwendung der
allgemeinen Regel ermöglicht einen hohen Automatisierungsgrad, insbesondere da auch
für die Auswertung des von der Leseeinrichtung erfassten Druckbildes eine gleichbleibende
Regel angewandt wird und diese in der Auswerteeinrichtung fest hinterlegt sein kann.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass das Identifikationsmerkmal mit dem Druckbild
skalierbar ist. So kann die Festlegung des Identifikationsmerkmals anhand eines für
ein erstes Format, bspw. DIN A4 gestaltetes Layout erfolgen, während der Druck tatsächlich
in einem abweichenden zweiten Format, bspw. DIN A5 erfolgt und die Leseeinrichtung
damit ein entsprechend verkleinertes Identifikationsmerkmal erfasst.
[0019] Der Erfassungsbereich der Leseeinrichtung entspricht vorzugsweise einem Vielfachen
der Ausdehnung des zu erfassenden Identifikationsmerkmales. Besonders vorteilhaft
ist ein Erfassungsbereich, welcher das gesamte Druckbild erfasst. So kann auf eine
Verstellung der Leseeinrichtung verzichtet werden, und Positionierungsfehler des zu
erfassenden Druckproduktes beeinträchtigen nicht das Erfassen der Identifikationsmerkmale.
[0020] Der Aufwand für die Festlegung des jeweiligen Identifikationsmerkmales kann reduziert
werden, wenn die Eindeutigkeit des Identifikationsmerkmales begrenzt bleibt. Damit
werden größere Unterschiede zwischen den einzelnen Identifikationsmerkmalen möglich
und die Prozesssicherheit hinsichtlich der Identifikation wird gesteigert.
[0021] In einer ersten Ausführungsform ist die Eindeutigkeit des Identifikationsmerkmales
auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Dieser Zeitraum kann bspw. eine Arbeitsschicht
oder eine Arbeitswoche sein. Anschließend sind die Eigenschaften des Identifikationsmerkmales
für neue Identifikationsmerkmale freigegeben. In einer alternativen Ausführungsform
ist die Eindeutigkeit auf eine abzuarbeitende Auftragsliste eingeschränkt. Sobald
eine Auftragsliste als komplett abgearbeitet gekennzeichnet ist, werden die Eigenschaften
der zugehörigen Identifikationsmerkmale freigegeben.
[0022] Die Anordnung des zu erfassenden Identifikationsmerkmales ist in einer ersten Weiterführung
relativ der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung festgelegt. Damit kann der Erfassungsbereich
der Leseeinrichtung ortsfest festgelegt sein. Darüber hinaus erfolgt auch die Auswertung
ortsfest zu der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung und kann so vereinfacht werden.
[0023] In einer zweiten Weiterführung ist die Anordnung des zu erfassenden Identifikationsmerkmales
relativ zu der Kontur des jeweiligen Druckproduktes festgelegt. Damit ist das Erfassen
des Identifikationsmerkmales von der Positionierung des Druckproduktes während der
Erfassung unabhängig. Positionierungsfehler des Druckproduktes wirken sich damit nicht
auf dessen Identifikation aus.
[0024] Besonders vorteilhaft sind Identifikationsmerkmale, welche zwei oder mehr nicht zusammenhängende,
jeweils zueinander einen Abstand aufweisende Bereiche des Druckbildes umfassen. Auf
diese Weise ergeben sich zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten zur Festlegung und entsprechen
viele unterscheidbare Identifikationsmerkmale. In Weiterführung ist die Anordnung
dieser gemeinsam ein Identifikationsmerkmal bildenden Bereiche relativ zueinander
festgelegt.
[0025] Anschließend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren, auf die bezüglich
aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand
von Ausführungsbeispielen erläutert. Die Figuren zeigen:
- Fig. 1
- ein zu identifizierendes Druckprodukt und eine digital erzeugte Repräsentation des
zu identifizierenden Druckbildes;
- Fig. 2
- ein Klebebinder;
- Fig. 3
- ein vereinfachtes Ablaufschema zur Herstellung von Büchern;
- Fig. 4
- ein erstes vereinfachtes Ablaufschema zur Herstellung von Buchdecken;
- Fig. 5
- ein zweites vereinfachtes Ablaufschema zur Herstellung von Buchdecken.
[0026] In einem ersten Ausführungsbeispiel werden klebegebundene Broschuren hergestellt,
welche aus jeweils klebeweise mit einem Umschlag 1 verbundenen Buchblock bestehen.
Vorab hilfsweise gebundene Buchblöcke werden mit gleicher Orientierung in einer Reihe
liegend mittels einer Blockzufuhr 33 einzeln dem in Fig. 2 gezeigten Klebebinder 31
einer Klebebinderanlage zugeführt. Jeweils auf der Oberseite dieser Buchblöcke ist
ein auf einen zugehörigen Fertigungsauftrag verweisender Barcode 10' aufgedruckt.
In dieser Blockzufuhr 33 ist eine Kamera 52 zum Lesen 115 dieser Auftragscodes 10'
angeordnet.
[0027] Eine dieser Kamera 52 zur Blockerfassung nachgeschaltete Auswerteeinrichtung vergleicht
den von der Kamera 52 gelesenen Auftragscode 10' mit einem erwarteten Auftragscode
10. Liefert dieser Vergleich 126 eine Übereinstimmung des gelesenen Ist-Codes 10'
mit dem erwarteten Soll-Code 10, wird der eingelesene Buchblock für eine auftragsmäßige
Verarbeitung an eine Transportklammer 42 des Klebebinders 31 übergeben. Daraufhin
wird der Buchblock von der Transportklammer 42 an mehreren Bearbeitungsstationen 43
wie etwa Blockrückenbearbeitungsstationen und Leimwerken bekannter Art vorbeigeführt.
Anschließend wird der noch von der Transportklammer 42 gehaltene Buchblock in einer
Fügestation mit einem bereitgestellten Umschlag 1 durch klebeweises Fügen 206 verbunden.
Auf dieses Einhängen 206 wird der Rückenbereich der Broschur abgepresst und zur Endverarbeitung
aus dem Klebebinder 31 geführt.
[0028] Stimmen der von der Kamera 52 gelesene Ist-Code 10' und der erwartete Soll-Code 10
dagegen nicht überein, wird gemäß des in Fig. 3 gezeigten Ablaufschemas der betreffende
Buchblock stattdessen mittels einer dem Klammertransport 41 des Klebebinders 31 vorgelagerten
Produktweiche 34 durch Ausschleusen 204 der unmittelbaren Weiterverarbeitung durch
den Klebebinder 31 entzogen.
[0029] Vor der Weiterverarbeitung werden mehrere zu verarbeitende Umschläge 1 magaziniert
201 und als Stapel dem Umschlagmagazin 37 des Klebebinders 31 zugeführt. Ein jeweils
endseitig in diesem Magazin 37 befindlicher Umschlag 1 wird nach dem Vereinzeln 202
von dem Vorrat einer Transporteinrichtung übergeben. Diese Transporteinrichtung führt
den jeweils vereinzelten Umschlag 1 der genannten Fügestation zu. Dazu umfasst diese
Transporteinrichtung Schieber 46, welche jeweils paarweise einen vereinzelten Umschlag
1 an dessen nachlaufender Kante förderwirksam erfassen und entlang von die Umschläge
ausrichtenden Führungen 45 transportieren.
[0030] Außerdem umfasst die Einrichtung für den Umschlagtransport eine weitere Kamera 53.
Diese weitere Kamera 53 dient dem Erfassen 121 des Druckbildes 2 des jeweils einzeln
transportierten Umschlages 1. Dabei enthält das gelesene Druckbild 2 die in Fig. 1
dargestellten Bereiche 12.1, 12.2, 12.3, welche gemeinsam das Identifikationsmerkmal
11' bilden. Sämtliche Bereiche 12.1, 12.2, 12.3 des Identifikationsmerkmales 11' liegen
innerhalb des räumlichen Erfassungsbereiches 54 der Kamera 53. Die Kamera 53 stellt
das erfasste Bild einer Bildauswerteeinrichtung 63 zur Verfügung. Aufgrund der Leistungsfähigkeit
moderner Kameras ist diese Bildauswerteeinrichtung 63 in der Kamera 53 integriert.
[0031] Die Bildauswerteeinrichtung 63 liest die relevanten Bildbereiche 12.1, 12.2, 12.3
aus 120 und vergleicht das von der Kamera 53 erfasste Ist-Identifikationsmerkmal 11'
mit einem erwarteten Soll-Identifikationsmerkmal 11 und übermittelt das Ergebnis dieses
Vergleiches 127 einer Steuerung 61 der Klebebinderanlage 31. Nur bei Übereinstimmung
des ermittelten Ist-Identifikationsmerkmales 11' mit dem erwarteten Soll-Identifikationsmerkmal
11 wird der Umschlag 1 durch die Umschlagzufuhr 36 weiteren Bearbeitungsstationen
bekannter Art für Vorarbeiten 205 wie dem Rillen zugeführt. Nach dem Fügen 206 erfolgt
bereits im Klebebinder 31 eine Nachbearbeitung 207 durch Pressen des Rückenbereiches
des Druckproduktes.
[0032] Stimmt das gelesene Ist-Identifikationsmerkmal 11' jedoch nicht mit dem erwarteten
Soll-Identifikationsmerkmal 11 überein, wird der betroffene Umschlag 1 durch eine
Umschlagweiche 38 der Umschlagzufuhr 36 dem Produktstrom entzogen und in eine Umschlagauslage
39 verbracht. Dort wird sie von dem Bedienpersonal entnommen. Für eine bessere Übersichtlichkeit
der Figuren ist das Ausschleusen 204 des Umschlages 1 bei als "falsch" identifiziertem
Buchblock sowie das Ausschleusen 204 des Buchblocks bei als "falsch" identifiziertem
Umschlag 1 nicht dargestellt.
[0033] Das erwartete Soll-Identifikationsmerkmal 11 des Umschlages 1 ist wie der erwartete
Soll-Barcode 10 des Buchblocks in einem Auftragsdatensatz 22 hinterlegt und repräsentiert
den Auftragscode 23. Das Soll-Identifikationsmerkmal 11 und der Soll-Barcode 10 sind
hinsichtlich des Fertigungsauftrages derart eindeutig, dass durch deren Identifikation
jeweils der zugehörige Fertigungsauftrag fehlerfrei bestimmt werden kann. Der jeweils
einem Fertigungsauftrag zugeordnete Datensatz 22 enthält jeweils noch weitere den
Fertigungsauftrag bzw. das Produkt beschreibende Informationen 24, 25. Diese werden
für die Fertigungsplanung und Fertigungsvorbereitung aber auch für Kontrollen genutzt.
Ein Auftragscode 23 wird in bekannter Weise aus einer zählenden Nummerierung und Kenngrößen
des jeweiligen Auftrags abgeleitet 104 oder willkürlich zugewiesen und als Barcode
10 auf den Buchblock oder den Buchblock bildende Seiten gedruckt 105.
[0034] Dagegen wird das Identifikationsmerkmal 11 des Umschlages 1 aus der Gestaltung 100
dessen Druckbildes 2 abgeleitet 112. Dies erfolgt anhand einer im rechten Teil der
Fig. 1 gezeigten digitalen Repräsentation 8 des Druckbildes 2 aus Eigenschaften des
repräsentierten Druckbildes. Zunächst erfolgt das Identifizieren 111 markanter Bildbereiche,
um daraus die das Identifikationsmerkmal 11 bestimmenden Bildbereiche 12.1, 12.2,
12.3 festzulegen 113, welche gemeinsam den Bildbereich 12 des Identifikationsmerkmales
11 bilden. Anschließend erfolgt eine Festlegung 114 der für das Identifikationsmerkmal
11 genutzten Ausprägung 19 dieser festgelegten Bildbereiche 12.1, 12.2, 12.3. Indem
für das weitere Vorgehen nur diese festgelegten Bildbereiche 12.1, 12.2, 12.3 und
deren inhaltlichen Ausprägungen 19 genutzt werden, reduzieren sich die zu verarbeitenden
Bildinformationen und damit die erforderliche Rechenleistung bzw. der Zeitbedarf deutlich.
[0035] Anhand der digitalen Repräsentation 8 wird das Identifikationsmerkmal 11 unabhängig
von dem gedruckten Umschlag 1 gebildet. Trotzdem ist das lesbare Identifikationsmerkmal
11' in jedem Fall automatisch mit dem Drucken 103 des Umschlages 1 durch eine Druckmaschine
30 bekannter Art in dessen Druckbild 2 vorhanden. Indem die digitale Repräsentation
8 des Druckbildes als Grundlage zur Festlegung 110 des Identifikationsmerkmales 11
genutzt wird, ist es auf einfache Weise möglich, das Identifikationsmerkmal 11 unabhängig
von der tatsächlichen Skalierung des Druckes festzulegen. Dies ermöglicht wiederum,
das Identifikationsmerkmal 11 sehr frühzeitig, vor dem Drucken 103 des Umschlages
1 festzulegen und trotzdem die Skalierung des Druckes noch sehr kurzfristig ändern
zu können. Außerdem erlaubt es, dasselbe Identifikationsmerkmal 11 bei unterschiedlich
skalierten Drucken zu nutzen. Der erheblichste Vorteil ist jedoch der Verzicht auf
zusätzliche Merkmale zum Zweck der Identifikation ohne für eine Identifikation das
tatsächliche Druckbild 2 einlernen zu müssen. Als digitale Repräsentation 8 für die
Festlegung 110 des Identifikationsmerkmales 11 wird, wie in Fig. 3 gezeigt eine für
die Datenaufbereitung 102 in der Druckvorstufe ohnehin vorhandene genutzt.
[0036] In einem in Fig. 4 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel wird die Identifikation
für die Herstellung von Buchdecken aus Deckelpappen und einem bedruckten Nutzen 3
als Bezugsmaterial eingesetzt. In einer Datenbank 20 ist eine Auftragsliste 21 mit
mehreren Auftragsdatensätzen 22, 22
n-1, 22
n gespeichert. Jeder dieser Auftragsdatensätze 22, 22
n-1, 22
n beinhaltet eine fortlaufende Nummer, für die Bearbeitung des Fertigungsauftrages
erforderliche Formatdaten 24, 24
n und das sich aus dem festgelegten Bildbereich 12, 12
n-1 und der Ausprägung 19, 19
n-1, 19
n, 19
n+1 innerhalb dieses Bildbereiches 12, 12
n-1 zusammensetzende Identifikationsmerkmal 11, 11
n-1. Darüber hinaus enthalten die Auftragsdatensätze 22, 22
n-1, 22
n jeweils einen den Auftragsdatensatz 22, 22
n-1, 22
n identifizierenden Code, welcher gemäß des ersten Ausführungsbeispieles als Barcode
10, 10' oder Matrixcode darstellbar ist, sowie sonstige auftragsbezogene Daten.
[0037] Das jeweilige Identifikationsmerkmal 11, 11
n-1 wird anhand der durch das Gestalten 100 der Buchdecke gebildeten digitalen Repräsentation
8 des Druckbildes 4 festgelegt. Dieses Festlegen 110 des Identifikationsmerkmales
11, 11
n-1 untergliedert sich in das Identifizieren 111 markanter Bildbereiche innerhalb der
digitalen Repräsentation 8 und das Ableiten 112 des Identifikationsmerkmales 11, 11
n-1. Das Festlegen 113 der Bildbereiche 12, 12
n-1 durch Auswahl einzelner der als markant festgestellten Bildbereiche stellt gemeinsam
mit dem Festlegen 114 der erwarteten Ausprägung 19, 19
n-1, 19
n, 19
n+1 des Druckbildes innerhalb der festgelegten Bildbereiche 12, 12
n-1 das Ableiten 112 des erwarteten Identifikationsmerkmales 11, 11
n-1 dar. Nach dem Festlegen 110 dieses erwarteten Identifikationsmerkmales 11, 11
n-1 wird es innerhalb des zugehörigen Auftragsdatensatz 22, 22
n-1, 22
n in der Auftragsdatenbank 20 abgelegt.
[0038] Durch einen Vergleich 127 wird das tatsächlich auf dem zu verarbeitenden Nutzen 3
vorhandene Druckbild 4 auf das Vorhandensein dieses erwarteten Identifikationsmerkmales
11, 11
n-1 überprüft. Dazu wird das vorhandene Druckbild durch eine Kamera erfasst 121 und die
als Identifikationsmerkmal 11, 11
n-1 bestimmten Bildbereiche 12, 12
n-1 geprüft. Nur bei positivem Ergebnis wird der jeweilige Nutzen 3 magaziniert 201
und anschließend ggf. nach einer Lagerzeit der weiteren Verarbeitung stapelweise zugeführt
203. Andernfalls wird der geprüfte Nutzen 3 ausgeschleust 204 und so der Deckenfertigung
entzogen.
[0039] Die positiv getesteten Nutzen 3 werden nach dem Zuführen 203 von einer Buchdeckenmaschine
32 zunächst vereinzelt 202. Anschließend erfasst 121 eine Kamera das jeweilige Druckbild
4. Anhand dieses aufgenommenen Druckbildes 4 erfolgt durch eine Bildauswerteeinrichtung
63 der Buchdeckenmaschine 32 das Festlegen 113 von Bildbereichen. Diese Festlegung
113 erfolgt nach derselben Regel, nach der bereits das erwartete Identifikationsmerkmal
11, 11
n-1 festgelegt wurde. Die Steuerung stellt die tatsächliche Ausprägung 19' des Druckbildes
4 innerhalb dieser festgelegten Bildbereiche fest 124. Ein Vergleich 127 der festgestellten
tatsächlichen Ausprägung 19' mit den in der Datenbank 20 hinterlegten erwarteten Ausprägungen
19
n-1, 19
n, 19
n+1 liefert den jeweils zu dem zu verarbeitenden Nutzen 3 gehörenden Auftragsdatensatz
22
n.
[0040] Nachdem die Buchdeckenmaschine 32 den zugehörigen Auftragsdatensatz 22
n-1, 22n festgestellt hat, liest sie die Formatdaten 24
n dieses Auftragsdatensatzes 22
n und führt anhand dieser Vorgaben automatisch die erforderlichen Formatverstellungen
128 durch. Auf die Formatverstellung 128 folgt das Zuführen 203 der erforderlichen
Pappenelemente aus entsprechenden Magazinen der Buchdeckenmaschine 32 und die abschließende
Verarbeitung 206 des jeweiligen Nutzens 3 und der Pappenelemente zu einer Buchdecke.
Diese Fertigstellung 206 findet in bekannter Weise statt und wird daher nicht weiter
erläutert.
[0041] Die Auftragsdatenbank 20 eines in Fig. 5 gezeigten dritten Ausführungsbeispieles
enthält eine Vielzahl unterschiedlicher Auftragsdatensätze 22
n-1, 22
n, 22
n bereits beschriebener Art. Aus den Einträgen dieser Datenbank 20 wird eine Liste
21 der Auftragsdatensätze 22
n-1, 22
n, 22
n mehrerer als nächstes abzuwickelnder Fertigungsaufträge erzeugt. Diese Liste 21 wartender
Fertigungsaufträge wird einer Buchdeckenmaschine 32 verfügbar gemacht.
[0042] Die Buchdeckenmaschine 32 verfügt über einen Auftragsspeicher 62, welcher das von
einer Kamera gelesene Ist-Identifikationsmerkmal 11'
k-1 eines unmittelbar vorgängig bearbeiteten Nutzens 3 enthält. Ein als nächstes zu verarbeitender
Nutzen 3 wird einzeln von derselben Kamera erfasst und die für das Identifikationsmerkmal
11 festgelegten Bildbereiche 12 ausgelesen 124. Dieses Ist-Identifikationsmerkmal
11'
k des als nächstes zu verarbeitenden und als letztes gelesenen Nutzens 3 wird mit dem
in dem Auftragsspeicher 62 hinterlegten vorgängigen Ist-Identifikationsmerkmal 11'
k-1 verglichen 128.
[0043] Sind diese Ist-Identifikationsmerkmale 11'
k-1, 11'
k identisch, ist dies gleichbedeutend, dass die beiden jeweiligen Nutzen zu demselben
Fertigungsauftrag zählen. Eine Formatverstellung 208 erübrigt sich damit. Das Zuführen
203 der Pappenelemente und das Fertigen 206 der Buchdecke erfolgt unmittelbar.
[0044] Unterscheiden sich jedoch die beiden aufeinanderfolgend gelesenen Ist-Identifikationsmerkmale
11'
k-1, 11'
k, kann nicht automatisch von gleichen Formaten der beiden zugehörigen Buchdecken und
deren Bestandteile ausgegangen werden. Daher werden die zu dem zuletzt erfassten Identifikationsmerkmal
11'
k gehörigen Formatdaten in der anhand des zweiten Ausführungsbeispieles beschriebenen
Weise ausgelesen. Die Formatverstellung 208 wird entsprechend vor dem Zuführen 203
der Pappenelemente und Fertigen 206 der Buchdecke durchgeführt.
[0045] Ist die geforderte Anzahl Buchdecken eines Fertigungsauftrages gefertigt, wird der
zugehörige Auftragsdatensatz 22
n-1, 22
n, 22
n+1 abgemeldet und aus der genannten Auftragsliste gelöscht. Nutzen 3 mit einem Ist-Identifikationsmerkmal
11' welches nicht in den Daten der Auftragsliste 21 gefunden wird, werden anlog zu
dem ersten Ausführungsbeispiel ausgeschleust.
1. Verfahren zum Identifizieren von Druckprodukten (1) in der Druckweiterverarbeitung, wenigstens
umfassend die Schritte
• Drucken (103) wenigstens eines zu verarbeitenden Druckproduktes (1), wobei wenigstens
eine Außenseite des zu verarbeitenden Druckproduktes (1) mit einem optisch erfassbaren
Druckbild (2) versehen wird,
• Zuführen (203) des wenigstens einen Druckproduktes (1) in eine Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung
(31, 32),
• Erfassen (121) wenigstens eines Druckbildes (2) des wenigstens einen zugeführten
Druckproduktes (1) durch eine Leseeinrichtung (52) der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung
(31, 32),
• Festlegen (110) von wenigstens einem optisch erfassbaren Identifikationsmal (11,
11') innerhalb dieses wenigstens einen Druckbildes (2), welches dazu dient, das jeweilige
Druckprodukt (1) und/oder wenigstens einen diesem wenigstens einen Druckprodukt (1)
zugeordneten Prozess (204, 205, 206) eindeutig zu identifizieren, wobei diese Festlegung
die den räumlichen Bereich (12, 12.1, 12.2, 12.3) des Identifikationsmerkmales (11,
11') bestimmende Anordnung (13, 14, 17, 18) und Ausdehnung (15, 16) und/oder die inhaltliche
Ausprägung (19) innerhalb eines räumlichen Bereiches (12, 12.1, 12.2, 12.3) des Identifikationsmerkmales
(11, 11') umfasst,
• Übermitteln dieser Festlegung an eine Auswerteeinrichtung (63) der Vorrichtung zur
Weiterverarbeitung (31, 32) des Druckproduktes (1),
• Übermitteln des von der Leseeinrichtung (53) erfassten Druckbildes (2) an die Auswerteeinrichtung
(63) und
• Auswerten (124) optischer Eigenschaften des von der Leseeinrichtung (53) übermittelten
Druckbildes (2) in dem wenigstens einen festgelegten räumlichen Bereich (12, 12.1,
12.2, 12.3) des Identifikationsmerkmales (11, 11') mittels der Auswerteeinrichtung
(63) der Vorrichtung zur Druckweiterverarbeitung,
dadurch gekennzeichnet, dass das Identifikationsmerkmal (11, 11') durch wenigstens einen Teil des originären Druckbildes
(2) gebildet ist, welches auf Bildelemente verzichtet, die vorrangig der Herstellung
dienen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Vergleich (127, 128) des jeweils von der Leseeinrichtung (53) der Vorrichtung
zur Druckweiterverarbeitung erfassten Identifikationsmerkmales (11', 11'k-1, 11'k) des zugeführten zu verarbeitenden Druckproduktes (1) mit wenigstens einem in einem
Datenspeicher (62) der Vorrichtung (31, 32) zur Druckweiterverarbeitung und/oder in
einer Datenbank (20) hinterlegten Identifikationsmerkmal (11, 11n-1), welches genau einem Fertigungsauftrag zugeordnet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen ersten Vergleich (127) des von der Leseeinrichtung (53) der Vorrichtung (31,
32) zur Druckweiterverarbeitung erfassten Identifikationsmerkmales (11') des zugeführten
zu verarbeitenden Druckproduktes (1) mit einem erwarteten Identifikationsmerkmal (11)
eines erwarteten zu verarbeitenden Druckproduktes.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch einen zweiten Vergleich (128) des zuletzt von der Leseeinrichtung (53) der Vorrichtung
zur Druckweiterverarbeitung erfassten Identifikationsmerkmales (11'k) mit einem vorgängig von dieser Leseeinrichtung (53) erfassten und in einem Datenspeicher
(62) der Vorrichtung (31, 32) zur Druckweiterverarbeitung und/oder in einer Datenbank
(20) hinterlegten Identifikationsmerkmal (11'k-1) eines vorgängig von der Vorrichtung (31, 32) zur Druckweiterverarbeitung bearbeiteten
oder zu bearbeitenden Druckproduktes (1).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass anhand des Ergebnisses aus dem wenigstens einen Vergleich (127, 128) jeweils über
das Ausführen von Prozessen (204, 205, 206) durch eine Steuerung (61) der Vorrichtung
(31, 32) zur Druckweiterverarbeitung entschieden wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (13, 14, 17, 18) und/oder Ausdehnung (15, 16) des wenigstens einen
Identifikationsmerkmales (11, 11') automatisch anhand einer allgemeinen auf das erfassbare
Druckbild (2) angewandten Regel aus dem Druckbild (2) selbst abgeleitet wird.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausdehnung des von der Leseeinrichtung (53) der Vorrichtung (31, 32) zur Druckweiterverarbeitung
erfassten Bereiches (54) des Druckbildes (2) einem Vielfachen der Ausdehnung des in
diesem Druckbild (2) enthaltenen und durch die Auswerteeinrichtung (63) der Vorrichtung
(31, 32) zur Druckweiterverarbeitung ausgewerteten Identifikationsmerkmales (11')
entspricht.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindeutigkeit des abgeleiteten Identifikationsmerkmales (11, 11') zeitlich begrenzt
ist.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindeutigkeit des abgeleiteten Identifikationsmerkmales (11, 11') auf eine vorbestimmte
Auftragsliste (21) begrenzt ist.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (13, 14, 17, 18) und/oder Ausdehnung (15, 16) des wenigstens einen
Identifikationsmerkmales (11, 11') relativ zu einer Vorrichtung (31, 32) zur Durchführung
des Verfahrens ortsfest festgelegt ist.
11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (13, 14, 17, 18) und/oder Ausdehnung (15, 16) des wenigstens einen
Identifikationsmerkmales (11, 11') relativ zu der Kontur des Druckproduktes (1) festgelegt
ist.
12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Identifikationsmerkmal (11, 11') über wenigstens zwei voneinander getrennte
Bereiche (12.1, 12.2, 12.3) des Druckbildes (2) erstreckt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (17, 18) der wenigstens zwei voneinander getrennten Bereiche (12.1,
12.2, 12.3) des wenigstens einen Identifikationsmerkmales (11, 11') relativ zueinander
festgelegt ist.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Festlegen (110) des wenigstens einen optisch erfassbaren Identifikationsmerkmales
(11) anhand einer digital erzeugten Repräsentation (8) desjenigen das Identifikationsmerkmal
(11) tragenden Druckbildes (2) erfolgt.
15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Identifikationsmerkmal (11) zeitlich vordem Drucken (103) desjenigen
dieses Identifikationsmerkmal (11) beinhaltenden Druckbildes (2) auf das jeweilige
Druckprodukt (1) festgelegt wird und dass wenigstens ein Teil (12, 12.1, 12.2, 12.3,
19) dieser Festlegung (110) vor Beginn einer Druckweiterverarbeitung des jeweiligen
Druckproduktes (1) an die Vorrichtung (31, 32) zur Durchführung dieser Druckweiterverarbeitung
übermittelt wird.