[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaufelanordnung mit einer verstellbaren
Schaufel für eine Turbomaschine, eine Turbomaschinenbaugruppe mit der Schaufelanordnung
sowie eine Schaufel und ein Stellmittel für die Schaufelanordnung und ein Verfahren
zu deren Montage.
[0002] Aus betriebsinterner Praxis sind Gasturbinen mit verstellbaren Leitschaufeln bekannt,
deren Schaufelschäfte Lageröffnungen im Turbomaschinengehäuse durchgreifen. Auf diese
Schaufelschäfte werden bzw. sind in deren Längs- bzw. Axialrichtung Stellhebel aufgesetzt,
die durch Muttern in der Längsrichtung gegen Absätze der Schaufelschäfte verspannt
werden bzw. sind.
[0003] Insbesondere bei schlanken Schaufelschäften reduzieren sich die Durchmesser solcher
Absätze aufgrund der mindestens notwendigen Gewindedurchmesser zum Verschrauben der
Muttern nachteilig.
[0004] Eine Aufgabe einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist es, Turbomaschinen mit
verstellbaren Schaufeln und/oder deren Montage zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Schaufelanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
bzw. ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Ansprüche 12-14 stellen
eine Turbomaschinenbaugruppe mit bzw. eine Schaufel und ein Stellmittel für eine hier
beschriebene Schaufelanordnung unter Schutz. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist eine Schaufelanordnung für
eine Turbomaschine, insbesondere wenigstens eine Schaufelanordnung einer Turbomaschinenbaugruppe,
insbesondere (wenigstens) eine Schaufelanordnung für eine bzw. wenigstens einer Verdichter-
oder Turbinenstufe für eine bzw. einer Gasturbine, insbesondere für ein bzw. eines
Flugtriebwerk(s), eine Schaufel auf, die verstellbar, insbesondere drehbar, an, insbesondere
in, der Turbomaschine(nbaugruppe) gelagert wird bzw. ist bzw. die hierzu eingerichtet
ist bzw. verwendet wird.
[0007] In einer Ausführung ist die Schaufel eine Leitschaufel und/oder weist ein Schaufelblatt
bzw. -profil zur Strömungsumlenkung und/oder einen ein- oder mehrteiligen Schaufelschaft
auf, der in einer Ausführung verstellbar, insbesondere drehbar, an, insbesondere in,
der Turbomaschine(nbaugruppe) gelagert wird bzw. ist bzw. der hierzu eingerichtet
ist bzw. verwendet wird. Solche Schaufeln stellen besonders vorteilhafte Anwendungen
der vorliegenden Erfindung dar.
[0008] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung weist die Schaufel, insbesondere
ihr Schaufelschaft, wenigstens eine erste, insbesondere ebene oder gekrümmte, Anlagefläche
auf, mit der bzw. gegen die ein Stellmittel der Schaufelanordnung, durch das die Schaufel
verstellbar ist bzw. verstellt wird bzw. das hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet
wird, insbesondere formschlüssig und/oder kontaktierend und/oder spielfrei, verspannt,
insbesondere gepresst, wird bzw. ist bzw. die hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet
wird.
[0009] Durch eine gekrümmte, insbesondere konvexe, Anlagefläche kann in einer Ausführung
vorteilhaft eine Selbstzentrierung erfolgen, durch eine ebene Anlagefläche in einer
Ausführung vorteilhaft eine Kraftübertragung verbessert werden.
[0010] Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist die erste Anlagefläche gegen
eine Längs-, insbesondere Verstell- bzw. Drehachse der Schaufel, insbesondere des
Schaufelschafts, nicht oder um höchstens 15°, insbesondere um höchstens 10°, in einer
Ausführung um höchstens 5° geneigt.
[0011] Zusätzlich oder alternativ weist die Schaufelanordnung nach einer Ausführung der
vorliegenden Erfindung ein ein- oder mehrteiliges Spannmittel auf, wobei in einer
Ausführung durch bzw. mittels dessen teil- oder vollelastischer Kompression quer zur
Längsachse der Schaufel und in einer Ausführung zusätzlich oder alternativ durch bzw.
mittels dessen Zustellen, insbesondere Ausdehnen und/oder Verschieben, insbesondere
Verschrauben, bzw. Montieren, in einer Spannmittelrichtung das Stellmittel gegen die
erste Anlagefläche verspannt, insbesondere gepresst, wird bzw. ist bzw. das in einem
quer zur Längsachse wenigstens teilelastisch komprimierten und/oder in der Spannmittelrichtung
zugestellten, insbesondere ausgedehnten und/oder verschobenen, insbesondere verschraubten,
bzw. montierten Zustand das Stellmittel gegen die erste Anlagefläche verspannt, insbesondere
presst, bzw. das hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet wird, wobei in einer Ausführung
die Spannmittelrichtung mit der Längsachse der Schaufel einen Winkel von wenigstens
45°, in einer Ausführung wenigstens 60°, insbesondere wenigstens 75° und in einer
Ausführung wenigstens 85°, einschließt.
[0012] In einer Ausführung wird somit das Stellmittel nicht mehr, wenigstens überwiegend,
in Längsachsrichtung der Schaufel bzw. - bezogen auf die Schaufellängsachse - axial
und/oder mit einem Absatz der Schaufel verspannt, sondern, wenigstens überwiegend,
senkrecht bzw. quer zur Längsachsrichtung bzw. - bezogen auf die Schaufellängsachse
- radial und/oder mit einer bzw. gegen eine seitlich angeordnete(n) Anlagefläche bzw.
Längsseite der Schaufel, insbesondere des Schaufelschaftes.
[0013] Hierdurch kann, insbesondere auch bei Schaufeln mit schlanke(re)n Schaufelschäften,
eine (größere) Anlagefläche zur Verfügung gestellt und dadurch insbesondere deren
Belastung reduziert und so die Montage und/oder Zuverlässigkeit verbessert werden.
Zusätzlich oder alternativ kann hierdurch in einer Ausführung die Anlagefläche zum
Verspannen zugleich als Abstützfläche zum Aktuieren bzw. Verstellen der Schaufel durch
das Stellmittel fungieren. Zusätzlich oder alternativ kann hierdurch in einer Ausführung
die Schaufelanordnung in Richtung der Längsachse der Schaufel kompakter bauen.
[0014] Unter einer (teil)elastischen Kompression quer zur Längsachse der Schaufel wird vorliegend
insbesondere eine, in einer Ausführung formschlüssig bewirkte bzw. -dingte, (teil)elastische,
insbesondere mikroskopische, Verkürzung bzw. Stauchung ε des Spannmittels verstanden,
die aufgrund des Elastizitätsgesetzes σ = σ(E, ε) mit dem Elastizitätsmodul E entsprechende
Verspannungskräfte bzw. -spannungen aufprägt bzw. bewirkt. In einer Ausführung wird
die Kompression durch das Zustellen des Spannmittels in der Spannmittelrichtung bewirkt.
[0015] In einer Ausführung weist die Schaufel bzw. der Schaufelschaft wenigstens eine zweite,
insbesondere ebene, Anlagefläche auf, mit der bzw. gegen die das Stellmittel, insbesondere
formschlüssig und/oder kontaktierend, verspannt, insbesondere gepresst, wird bzw.
ist, bzw. die hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet wird.
[0016] In einer Ausführung wird bzw. ist das Stellglied nur mit bzw. gegen die erste und
gegebenenfalls zweite Anlagefläche verspannt, in einer anderen Ausführung auch noch
gegen eine oder mehrere weitere Anlageflächen, die von der ersten und/oder gegebenenfalls
zweiten Anlagefläche beabstandet oder, insbesondere stetig, in (wenigstens eine) diese(r)
übergehen können.
[0017] In einer Ausführung ist die zweite Anlagefläche gegen die erste Anlagefläche geneigt,
in einer Ausführung um wenigstens 30°, insbesondere um wenigstens 60°, und/oder um
höchstens 120°, insbesondere um weniger als 90°. In einer Ausführung wird bzw. ist
das Stellglied durch die erste und zweite Anlagefläche, insbesondere hierdurch, spielfrei
verspannt bzw. sind diese hierzu eingerichtet.
[0018] In einer Ausführung ist auch die zweite Anlagefläche gegen die Längsachse der Schaufel
bzw. des Schaufelschafts nicht oder um höchstens 15°, insbesondere um höchstens 10°,
in einer Ausführung um höchstens 5° geneigt. Zusätzlich oder alternativ wird bzw.
ist in einer Ausführung das Stellmittel durch das wenigstens teilelastische Komprimieren
quer zur Längsachse der Schaufel und/oder das Zustellen des bzw. das quer zur Längsachse
der Schaufel wenigstens teilelastisch komprimierte und/oder in der Spannmittelrichtung
zugestellte Spannmittel(s) auch gegen die zweite Anlagefläche verspannt, insbesondere
gepresst, bzw. Spannmittel und zweite Anlagefläche hierzu verwendet bzw. eingerichtet.
[0019] Hierdurch kann in einer Ausführung die Montage, Stabilität, Belastung und/oder Zuverlässigkeit
(weiter) verbessert werden.
[0020] In einer Ausführung sind die erste und zweite Anlagefläche symmetrisch zueinander.
Hierdurch kann in einer Ausführung die Belastung (weiter) verbessert werden.
[0021] In einer anderen Ausführung sind die erste und zweite Anlagefläche nicht symmetrisch
zueinander. Hierdurch kann in einer Ausführung die Montage (weiter) verbessert, insbesondere
eine eindeutige Montage(orientierung) sichergestellt werden. Allgemein ist in einer
Ausführung das Stellmittel nur in einer, insbesondere durch eine Kontaktgeometrie,
vorgegebenen Orientierung an der Schaufel montierbar.
[0022] In einer Ausführung wird bzw. ist das Spannmittel an, insbesondere wenigstens teilweise
in, dem Stellmittel, insbesondere zerstörungsfrei lösbar, insbesondere form- und/oder
reibschlüssig, insbesondere selbsthemmend, befestigt, insbesondere in der Spannmittel-
oder einer anderen Richtung montiert, insbesondere in das Stellmittel eingeführt,
in einer Ausführung mit diesem verschraubt, verrastet, verkeilt und/oder in dieses
eingepresst. In einer Ausführung wird bzw. ist das Spannmittel an, insbesondere wenigstens
teilweise in, dem Stellmittel nicht zerstörungsfrei lösbar, insbesondere stoffschlüssig,
insbesondere mittels Schweißen, Löten und/oder Kleben, befestigt,
[0023] In einer Weiterbildung kann das Spannmittel eine Schraube aufweisen, insbesondere
sein, insbesondere eine in der Spannmittelrichtung eingeschraubte Schraube und/oder
eine Schraube mit einem Mehrkant-, insbesondere Vier-, Sechs- oder Achtkantkopf bzw.
eine Vier-, Sechs- oder Achtkantschraube, was insbesondere zur Sicherung durch ein
oder mehrere nachfolgend erläuterte Sicherungsmittel vorteilhaft sein kann.
[0024] In einer Weiterbildung kann das Spannmittel ein(en) Keil aufweisen, insbesondere
sein, und/oder sich auf einer Keilfläche des Stellmittels und/oder einer Keilfläche
der Schraube abstützen, die gegen die Längsachse der Schaufel geneigt ist, so dass
ein Verschieben dieses Spannmittels (auch) in Richtung der Längsachse der Schaufel
das Stellmittel gegen die Schaufel, insbesondere deren erste Anlagefläche, verspannt.
[0025] Zusätzlich oder alternativ drückt das Spannmittel in einer Ausführung gegen eine,
in einer Ausführung ebene, Kontaktfläche der Schaufel, insbesondere des Schaufelschaftes,
und verspannt bzw. presst hierdurch das Stellmittel gegen die Schaufel bzw. den Schaufelschaft
bzw. die erste und gegebenenfalls zweite Anlagefläche.
[0026] In einer Ausführung ist bzw. wird das Spannmittel quer zur Längsachse der Schaufel
(gesehen) zwischen einer Längsseite, insbesondere Kontaktfläche, der Schaufel und
einer, insbesondere in Richtung quer zur Längsachse der Schaufel (gesehen), gegenüberliegenden
Stützfläche des Stellmittels angeordnet, insbesondere abgestützt, insbesondere zum
Verspannen des Stellmittels gegen die Schaufel wenigstens teilelastisch komprimiert,
in einer Ausführung durch Abstützen auf einer Keilfläche des Stellmittels und/oder
einer Keilfläche der Schraube, die gegen die Längsachse der Schaufel geneigt ist.
[0027] Das Stellmittel kann in einer Ausführung ein(en) Stellhebel aufweisen, insbesondere
sein. In einer Ausführung weist Stellmittel bzw. -hebel wenigstens einen Punkt auf,
der bei an der Schaufel montiertem Stellmittel von der Längsachse der Schaufel bzw.
des Schaufelschafts maximal entfernt liegt, wobei eine Normale bzw. Senkrechte auf
der Längsachse von der Längsachse zu diesem Punkt eine Maximalerstreckung(srichtung)
des Stellmittels bzw. -hebels (von der Schaufel weg) im Sinne der vorliegenden Erfindung
definiert.
[0028] In einer Ausführung liegen das Spannmittel und diese Maximalerstreckungsrichtung
des Stellmittels in Umfangsrichtung um die Längsachse der Schaufel (gesehen) in demselben
Halb-, insbesondere demselben Viertelkreissektor bzw. in demselben Kreissektor von
180°, insbesondere 90°. Somit wird bzw. ist das Spannmittel in einer Ausführung, wenigstens
im Wesentlichen, in Richtung der maximalen Erstreckung des Stellmittels angeordnet,
insbesondere in dieses eingeschraubt.
[0029] Hierdurch kann in einer Ausführung Bauraum in Richtung der Längsachse eingespart
und/oder die Montage (weiter) verbessert werden.
[0030] In einer anderen Ausführung liegen das Spannmittel und diese Maximalerstreckungsrichtung
des Stellmittels von der Schaufel weg in Umfangsrichtung um die Längsachse der Schaufel
(gesehen) in einander gegenüberliegenden Halb-, insbesondere Viertelkreissektoren
bzw. in einander gegenüberliegenden Kreissektoren von je 180°, insbesondere je 90°,
die in Umfangsrichtung um 180° gegeneinander verdreht sind. Somit wird das Spannmittel
in einer Ausführung, wenigstens im Wesentlichen, entgegen der Richtung der maximalen
Erstreckung des Stellmittels angeordnet, insbesondere in dieses eingeschraubt.
[0031] Hierdurch kann in einer Ausführung Bauraum auf der der Maximalerstreckungsrichtung
gegenüberliegenden Seite eingespart werden.
[0032] In einer anderen Ausführung liegen das Spannmittel und die Maximalerstreckungsrichtung
des Stellmittels von der Schaufel weg in Umfangsrichtung um die Längsachse der Schaufel
(gesehen) in Halb-, insbesondere Viertelkreissektoren bzw. Kreissektoren von je 180°,
insbesondere je 90°, die in Umfangsrichtung um 90° gegeneinander verdreht sind.
[0033] Hierdurch kann in einer Ausführung Bauraum in Richtung der Längsachse und auf der
der Maximalerstreckungsrichtung gegenüberliegenden Seite eingespart und/oder die Montage
(weiter) verbessert werden.
[0034] In einer Ausführung weist die Schaufelanordnung eine Sicherungsmittelanordnung mit
einem oder mehreren Sicherungsmitteln auf, durch die das Spannmittel, insbesondere
gegen ein Lösen, gesichert wird bzw. ist bzw. die hierzu eingerichtet sind bzw. verwendet
werden, insbesondere ein oder mehrere Sicherungsmittel zum formschlüssigen Sichern
und/oder ein oder mehrere Sicherungsmittel zum reibschlüssigen Sichern.
[0035] In einer Ausführung wird bzw. ist wenigstens ein Sicherungsmittel der Sicherungsmittelanordnung
mit dem Stellmittel und/oder Spannmittel verschraubt bzw. hierzu verwendet bzw. eingerichtet.
In einer Weiterbildung kann ein solches Sicherungsmittel einen selbstsichernden Gewindeeinsatz
aufweisen, der mit dem Stellmittel und dem Spannmittel verschraubt wird bzw. ist,
insbesondere ein solcher sein.
[0036] Zusätzlich oder alternativ wird bzw. ist wenigstens ein Sicherungsmittel der Sicherungsmittelanordnung
plastisch deformiert und/oder zwischen Spannmittel und Stellmittel, insbesondere in
der Spannmittelrichtung, federnd gehalten, und/oder integral mit dem Spannmittel ausgebildet
bzw. hierzu verwendet bzw. eingerichtet. In einer Weiterbildung kann ein solches Sicherungsmittel
ein Sicherungsblech aufweisen, insbesondere ein solches sein.
[0037] Hierdurch kann in einer Ausführung die Montage, Stabilität, Belastung und/oder Zuverlässigkeit
(weiter) verbessert werden.
[0038] In einer Ausführung weist die Schaufelanordnung wenigstens ein an der Schaufel und/oder
dem Stellmittel, insbesondere lösbar, befestigtes Positioniermittel und/oder wenigstens
einen, insbesondere integral ausgebildeten oder unlösbar befestigten, Vorsprung an
der Schaufel und/oder dem Stellmittel auf, durch das bzw. den das Stellmittel an der
Schaufel in Richtung ihrer Längsachse, insbesondere form- und/oder reibschlüssig,
axial positioniert wird bzw. ist bzw. das bzw. der hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet
wird.
[0039] In einer Ausführung sind das bzw. wenigstens ein Sicherungs- und Positioniermittel
integral miteinander ausgebildet. In einer Weiterbildung fungiert das bzw. wenigstens
ein Sicherungsblech zugleich als axiales Positioniermittel.
[0040] In einer Ausführung weist die Schaufel, insbesondere ihr Schaufelschaft, wenigstens
eine Vertiefung auf, in die das Spannmittel eingreift, bzw. die hierzu eingerichtet
ist bzw. verwendet wird.
[0041] Zusätzlich oder alternativ weist die Schaufel, insbesondere ihr Schaufelschaft, in
einer Ausführung wenigstens eine Vertiefung auf, in die das wenigstens eine Sicherungs-
und/oder Positioniermittel eingreift, bzw. die hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet
wird.
[0042] In einer Ausführung weist das Stellmittel eine Aussparung bzw. Innenfläche auf, die
gegen die erste und/oder zweite Anlagefläche der Schaufel bzw. des Schaufelschaftes
verspannt bzw. gepresst wird bzw. hierzu eingerichtet ist bzw. verwendet wird.
[0043] Hierdurch kann in einer Ausführung jeweils, insbesondere in Kombination, die Montage,
Stabilität, Belastung und/oder Zuverlässigkeit (weiter) verbessert werden.
[0044] In einer Weiterbildung ist die Aussparung des Stellmittels zum Verspannen gegen die
erste und/oder zweite Anlagefläche der Schaufel beidseitig offen bzw. durchgängig
ausgebildet, in einer Ausführung mittels eines elektrochemischem Abtragen und/oder
Funkenerosion.
[0045] Hierdurch kann in einer Ausführung deren Herstellung und/oder die Montage (weiter)
verbessert werden.
[0046] In einer anderen Weiterbildung ist die Aussparung des Stellmittels zum Verspannen
gegen die erste und/oder zweite Anlagefläche der Schaufel einseitig geschlossen bzw.
(nur) einseitig offen ausgebildet, in einer Ausführung mittels eines elektrochemischem
Abtragen und/oder Funkenerosion.
[0047] Hierdurch kann in einer Ausführung an der Schaufel ein besonders zuverlässiger Anschlag
zum axialen Positionieren des Stellmittels an der Schaufel in Richtung ihrer Längsachse
ausgebildet werden.
[0048] In einer Ausführung ragen bzw. stehen die erste und/oder zweite Anlagefläche der
Schaufel aus der Aussparung des Stellmittels ein- oder beidseitig hervor.
[0049] Hierdurch können in einer Ausführung die Montage verbessert, insbesondere Toleranzen
ausgeglichen werden.
[0050] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungen. Hierzu
zeigt, teilweise schematisiert:
- Fig. 1
- eine Schaufelanordnung mit einer verstellbaren Schaufel und einem Stellmittel nach
einer Ausführung der vorliegenden Erfindung in einer Seitansicht;
- Fig. 2
- eine perspektivische Teilansicht der Schaufel;
- Fig. 3
- einen Schnitt längs A-A in Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Schaufelanordnung der Fig. 1;
- Fig. 5
- einen Schnitt längs B-B in Fig. 4;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine Schaufelanordnung mit einer verstellbaren Schaufel und einem
Stellmittel nach einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung in Fig. 4 entsprechender
Darstellung;
- Fig. 7
- einen Schnitt längs C-C in Fig. 6;
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf eine Schaufelanordnung mit einer verstellbaren Schaufel und einem
Stellmittel nach einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung in Fig. 4, 6
entsprechender Darstellung;
- Fig. 9
- einen Schnitt längs D-D in Fig.8;
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf eine Schaufelanordnung mit einer verstellbaren Schaufel und einem
Stellmittel nach einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung in Fig. 4, 6,
8 entsprechender Darstellung; und
- Fig. 11
- einen Schnitt längs E-E in Fig. 10.
[0051] Fig. 1-5 zeigen eine Schaufelanordnung mit einer verstellbaren Schaufel und einem
Stellmittel 20 nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung in einer Seitansicht
(Fig. 1), Draufsicht (Fig. 4) bzw. Schnittansichten (Fig. 3, 5) bzw. die Schaufel
in einer perspektivischen Teilansicht (Fig. 2).
[0052] Die Schaufel weist ein Schaufelblatt 15 und einen Schaufelschaft 10 auf, der in einem
Gehäuse einer Verdichter- oder Turbinenstufe um eine Längsachse L der Schaufel bzw.
des Schaufelschaftes drehbar gelagert wird bzw. ist bzw. hierzu vorgesehen ist. Dies
ist an sich bekannt und daher hier nicht dargestellt.
[0053] Schaufel bzw. Schaufelschaft weisen eine erste Anlagefläche 11 und eine hierzu symmetrische
zweite Anlagefläche 12 auf, die gegeneinander geneigt sind, im Ausführungsbeispiel
um etwa 70°.
[0054] Beide sind im Ausführungsbeispiel parallel zur Längsachse L, d. h. gegen diese nicht
geneigt. In einer nicht dargestellten Abwandlung sind die beiden Anlageflächen 11,
12 nicht symmetrisch zueinander und/oder leicht gegen die Längsachse L geneigt.
[0055] Auf der den beiden Anlageflächen 11, 12 gegenüberliegenden Seite weist die Schaufel
bzw. der Schaufelschaft eine Vertiefung mit einer ebenen Grundfläche 13 und eine Schlitznut
14 auf (vgl. Fig. 5).
[0056] Das Stellmittel 20 weist eine Aussparung in Form einer Durchgangsöffnung 21 auf,
mit der es auf den Schaufelschaft 10 aufgesteckt wird bzw. ist, so dass dieser bzw.
seine Anlageflächen 11, 12 die Durchgangsöffnung 21 durchgreifen.
[0057] Ein Spannmittel in Form einer Sechskantschraube 30 ist bzw. wird in einer Spannmittelrichtung
S, die auf der Längsachse L wenigstens im Wesentlichen senkrecht steht, d. h. mit
dieser einen Winkel von etwa 90° einschließt, in das Stellmittel 20 eingeschraubt
(horizontal von links nach rechts in Fig. 1, 3-5), so dass die Schraube 30 in die
Vertiefung mit der ebenen Grundfläche 13 eingreift und in der Spannmittelrichtung
S gegen die Grundfläche drückt und dadurch das Stellmittel 20 gegen die Anlageflächen
11, 12 zieht und spielfrei gegen diese verspannt bzw. presst, wobei die Schraube 30
quer zur Längsachse L der Schaufel wenigstens teilelastisch komprimiert wird.
[0058] Die Schraube 30 wird bzw. ist durch ein erstes Sicherungsmittel in Form eines mit
bzw. zwischen Stellmittel 20 und Schraube 30 verschraubten selbstsichernden Gewindeeinsatzes
41 und ein zweites Sicherungsmittel in Form eines Sicherungsbleches 42 gesichert,
das hierzu teilweise plastisch umgebogen wird bzw. ist.
[0059] Wie insbesondere in Fig. 5 erkennbar, wird bzw. ist das Sicherungsblech 42 zwischen
dem Kopf der Schraube 30 und dem Stellmittel 20 federnd gehalten, so dass die Schraube
30 das Stellmittel 20 gegen die Anlageflächen 11, 12 ziehen und so gegen diese verspannen
kann. Mit anderen Worten ist das Sicherungsblech hier zum Ausgleich von Toleranzen
flexibel.
[0060] Zudem greift das Sicherungsblech 42 in die Schlitznut 14 ein und positioniert das
Stellmittel 20 so an der Schaufel axial in Richtung ihrer Längsachse L. Entsprechend
bildet das Sicherungsblech 42 ein integral ausgebildetes Sicherungs- und Positioniermittel.
[0061] Fig. 6, 7 zeigen in Fig. 4, 5 entsprechender Weise eine Schaufelanordnung nach einer
weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung. Einander entsprechende Merkmale sind
durch identische Bezugszeichen identifiziert, so dass auf die vorhergehende Beschreibung
Bezug genommen und nachfolgend nur auf Unterschiede eingegangen wird.
[0062] Das Stellmittel 20 weist eine Maximalerstreckungsrichtung M von der Schaufel weg
auf (horizontal von links nach rechts in Fig. 4-7).
[0063] In der Ausführung der Fig. 4, 5 liegen das Spannmittel 30 und diese Maximalerstreckungsrichtung
Min Umfangsrichtung um die Längsachse L gesehen in einander gegenüberliegenden Halbkreissektoren,
da die Schraube 30 sozusagen von der dem Stellmittel 20 bzw. seiner Maximalerstreckung
gegenüberliegenden Seite in dieses eingeschraubt wird bzw. ist.
[0064] In der Ausführung der Fig. 6, 7 liegen das Spannmittelrichtung 30 und die Maximalerstreckungsrichtung
M hingegen in Umfangsrichtung um die Längsachse L gesehen in demselben Halbkreissektor,
da die Schraube 30 sozusagen von der Seite der Maximalerstreckung des Stellmittels
20 in dieses eingeschraubt wird bzw. ist.
[0065] Wie der Vergleich der Fig. 5, 7 veranschaulicht, kann durch das Einschrauben entgegen
der Maximalerstreckungsrichtung M links in Fig. 7 Bauraum gespart werden, durch das
Einschrauben in der Maximalerstreckungsrichtung M Bauraum oben in Fig. 5.
[0066] Fig. 8, 9 zeigen in Fig. 4, 5 entsprechender Weise eine Schaufelanordnung nach einer
weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung. Einander entsprechende Merkmale sind
wieder durch identische Bezugszeichen identifiziert, so dass auf die vorhergehende
Beschreibung Bezug genommen und nachfolgend nur auf Unterschiede eingegangen wird.
[0067] In der Ausführung der Fig. 8, 9 weist das Stellmittel einen integral ausgebildeten
Vorsprung 22 in der beidseitig offenen Aussparung 21 auf, der in die keilförmige Nut
14 im Schaufelschaft 10 eingreift, wodurch das Stellmittel 20 an der Schaufel bzw.
ihrem Schaufelschaft 10 in Richtung ihrer Längsachse L axial positioniert wird. In
nicht dargestellten Abwandlungen kann die Aussparung 21 auch einseitig (oben in Fig.
9) geschlossen sein oder umgekehrt die Schaufel bzw. ihr Schaufelschaft 10 einen Vorsprung
zum axialen Positionieren aufweisen.
[0068] Fig. 10, 11 zeigen in Fig. 4, 5 entsprechender Weise eine Schaufelanordnung nach
einer weiteren Ausführung der vorliegenden Erfindung. Einander entsprechende Merkmale
sind wieder durch identische Bezugszeichen identifiziert, so dass auf die vorhergehende
Beschreibung Bezug genommen und nachfolgend nur auf Unterschiede eingegangen wird.
[0069] In der Ausführung der Fig. 10, 11 ist das Spannmittel nicht als Schraube 30, sondern
als Keil 31 ausgebildet, der sich auf einer Keilfläche 23 des Stellhebels 20 selbsthemmend
abstützt, dadurch zwischen dieser Stützfläche 23 und der dieser quer zur Längsachse
L gegenüberliegenden Längsseite bzw. Kontaktfläche 13 der Schaufel bzw. des Schaufelschafts
10 wenigstens teilelastisch komprimiert ist und so den Stellhebel gegen die erste
Anlagefläche 11' verspannt, die in der Ausführung der Fig. 10, 11 gekrümmt ist.
[0070] Integral mit dem Keil 31 ist ein Sicherungsmittel in Form einer Lasche 43 ausgebildet,
die zum Sichern des Keils unter dem Stellhebel plastisch umgebogen ist.
[0071] Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Ausführungen erläutert wurden,
sei daraufhingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist.
[0072] So können insbesondere die Ausführungen der Fig. 6-9 kombiniert sein oder die Spannmittelrichtung
S auch beispielsweise senkrecht auf der Zeichenebene der Fig. 5, 7 bzw. 9 stehen bzw.
in Fig. 4, 6 bzw. 8 vertikal sein.
[0073] Gleichermaßen kann in der Ausführung der Fig. 10, 11 der Keil 31 auch im Halbkreissektor
der Maximalerstreckungsrichtung (vgl. 6) oder einem gegen dessen Halbkreissektor um
90° verdrehten Halbkreissektor angeordnet und/oder zusätzlich oder alternativ zur
integralen Lasche 43 durch ein separates Sicherungsmittel gesichert sein bzw. werden.
[0074] Auch kann zusätzlich oder alternativ zur Keilfläche 23 auch der Schaufelschaft eine
Keilfläche aufweisen, so dass der Stellhebel durch Einschieben des Keils 31 oder eines
anders geformten Spannmittels gegen die erste Anlagefläche 11' verspannt wird, die
in einer Abwandlung zusätzlich oder alternativ auch eben sein kann.
[0075] In der Ausführung der Fig. 10, 11 schließt aufgrund des spitzen Winkels der Keilfläche
23 die Spannmittelrichtung, in der der Keil 31 zum Verspannen des Stellhebels 20 gegen
die erste Anlagefläche 11' zugestellt wird, einen Winkel von weniger als 45° mit der
Längsachse L der Schaufel ein.
[0076] In einer nicht dargestellten Abwandlung der Ausführung der Fig. 5 oder 7 kann anstelle
eines Einschraubens der Schraube 30 in der Spannmittelrichtung mit entsprechender
wenigstens teilelastischer Kompression beispielsweise ein Spannmittel verwendet werden,
dass sich in Spannmittelrichtung ausgedehnt hat und hierdurch den Stellhebel 20 gegen
die erste Anlagefläche 11' verspannt.
[0077] Außerdem sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen
lediglich um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau
in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende
Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemplarischen Ausführung
gegeben, wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung
der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich
zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen
ergibt.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 10
- Schaufelschaft
- 11; 11'
- erste Anlagefläche
- 12
- zweite Anlagefläche
- 13
- Vertiefung/Kontaktfläche
- 14
- Nut
- 15
- Schaufelblatt
- 20
- Stellmittel
- 21
- Aussparung
- 22
- Vorsprung
- 23
- Keil-/Stützfläche
- 30
- Schraube (Spannmittel)
- 31
- Keil (Spannmittel)
- 41
- selbstsichernder Gewindeeinsatz
- 42
- Sicherungsblech
- 43
- Sicherungslasche
- L
- Längsachse
- M
- Maximalerstreckungsrichtung
- S
- Spannmittelrichtung
1. Schaufelanordnung mit einer verstellbaren Schaufel (10-15) für eine Turbomaschine,
die wenigstens eine erste, insbesondere ebene oder gekrümmte, Anlagefläche (11; 11')
zum, insbesondere spielfreien, Verspannen eines Stellmittels (20) der Schaufelanordnung
zum Verstellen der Schaufel aufweist, wobei diese erste Anlagefläche gegen eine Längsachse
(L) der Schaufel nicht oder um höchstens 15° geneigt ist und/oder die Schaufelanordnung
ein Spannmittel (30; 31) zum Verspannen des Stellmittels gegen die erste Anlagefläche
durch wenigstens teilelastische Kompression des Spannmittels quer zur Längsachse der
Schaufel und/oder durch Zustellen des Spannmittels in einer Spannmittelrichtung (S)
aufweist, die mit der Längsachse der Schaufel einen Winkel von wenigstens 45° einschließt.
2. Schaufelanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufel wenigstens eine zweite, insbesondere ebene, Anlagefläche (12) zum, insbesondere
spielfreien, Verspannen des Stellmittels aufweist, die gegen die erste Anlagefläche
geneigt ist, wobei die zweite Anlagefläche gegen die Längsachse der Schaufel nicht
oder um höchstens 15° geneigt ist und/oder das Stellmittel durch wenigstens teilelastische
Kompression des Spannmittels quer zur Längsachse der Schaufel und/oder durch Zustellen
des Spannmittels in der Spannmittelrichtung gegen die zweite Anlagefläche verspannbar
ist.
3. Schaufelanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Anlagefläche symmetrisch oder nicht symmetrisch zueinander sind.
4. Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel zerstörungsfrei lösbar, insbesondere selbsthemmend, oder nicht zerstörungsfrei
lösbar an dem Stellmittel befestigt ist und/oder dass das Spannmittel zum Verspannen
des Stellmittels gegen eine, insbesondere ebene, Kontaktfläche (13) der Schaufel drückt
und/oder quer zur Längsachse der Schaufel zwischen einer Längsseite der Schaufel und
einer gegenüberliegenden Stützfläche (23) des Stellmittels wenigstens teilelastisch
komprimiert ist.
5. Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel und eine Maximalerstreckungsrichtung (M) des Stellmittels von der
Schaufel weg in Umfangsrichtung um die Längsachse der Schaufel in demselben Halb-,
insbesondere Viertelkreissektor, in einander gegenüberliegenden Halb-, insbesondere
Viertelkreissektoren, oder in gegeneinander um 90° verdrehten Halb-, insbesondere
Viertelkreissektoren liegen.
6. Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Sicherungsmittelanordnung mit wenigstens einem Sicherungsmittel (41, 42; 43)
zum, insbesondere form- und/oder reibschlüssigen, Sichern des Spannmittels.
7. Schaufelanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Sicherungsmittel der Sicherungsmittelanordnung mit dem Stellmittel
und/oder Spannmittel verschraubt (41) und/oder plastisch deformiert (42; 43) und/oder
zwischen Spannmittel und Stellmittel federnd gehalten (42) und/oder integral mit dem
Spannmittel ausgebildet (43) ist.
8. Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens ein an der Schaufel und/oder dem Stellmittel befestigtes Positioniermittel
(42) und/oder wenigstens einen Vorsprung (22) an der Schaufel und/oder dem Stellmittel
zum, insbesondere form- und/oder reibschlüssigen, axialen Positionieren des Stellmittels
an der Schaufel in Richtung ihrer Längsachse.
9. Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein integral ausgebildetes Sicherungs- und Positioniermittel (42) zum, insbesondere
form- und/oder reibschlüssigen, Sichern des Spannmittels und axialen Positionieren
des Stellmittels an der Schaufel in Richtung ihrer Längsachse.
10. Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufel wenigstens eine Vertiefung (13) zur wenigstens teilweisen Aufnahme des
Spannmittels und/oder wenigstens eine Vertiefung (14) zur wenigstens teilweisen Aufnahme
des Sicherungs- und/oder Positioniermittels aufweist.
11. Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellmittel eine beidseitig offene oder einseitig geschlossene Aussparung (21)
zum Verspannen gegen die erste und/oder zweite Anlagefläche der Schaufel aufweist.
12. Turbomaschinenbaugruppe, insbesondere Verdichter- oder Turbinenstufe einer Gasturbine,
insbesondere eines Flugtriebwerks, oder Turbomaschine, insbesondere Gasturbine, insbesondere
eines Flugtriebwerks, mit wenigstens einer Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
13. Verstellbare Schaufel (10-15) für eine Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, die die erste Anlagefläche (11) zum Verspannen des Stellmittels (20) aufweist.
14. Stellmittel (20) für eine Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zum Verstellen der Schaufel (10-15) nach dem vorhergehenden Anspruch.
15. Verfahren zum Montieren einer Schaufelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei Schaufel (10-15) und Stellmittel (20), insbesondere durch wenigstens teilelastische
Kompression des Spannmittels quer zur Längsachse der Schaufel und/oder durch Zustellen
des Spannmittels (30) in der Spannmittelrichtung (S), verspannt werden.