[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Ausübung von Wettflügen im Brieftaubensport.
[0002] Zur Zeiterfassung der Wettflüge wird eine Konstatieruhr oder ein Konstatierapparat
verwendet, um die Ankunftszeiten der von einem Wettflug heimkehrenden Brieftaube manipulationssicher
festzuhalten (zu "konstatieren").
[0003] Seit 1993 werden herkömmliche Konstatieruhren immer mehr durch elektronische Konstatiersysteme
ersetzt, bei denen die Erfassung der Fußringnummern und der Ankunftszeiten mittels
RFID-Chip-Ringen und Sensorantennen erfolgt.
[0004] Zum Begriff des Abschlages im Brieftaubensport ist folgendes bekannt:
Jede Brieftaube bekommt nach der Geburt einen Lebensring vom Züchter an den Fuß angesteckt.
Das ist normalerweise ein Kunststoffring auf dem eine eindeutige Kennung (Buchstaben
und Zahlen), im Folgenden Lebensringnummer genannt, aufgedruckt ist. Möchte der Züchter
später dann mit dieser Taube Wettflüge bestreiten, wird zusätzlich ein elektronischer
RFID-Ring am Fuß der Taube befestigt. Dieser Ring hat eine Chipring-ID Nummer programmiert
die mit einem entsprechenden Lesegerät ausgelesen werden kann.
[0005] Neben der Chripring-ID besitzt der RFID-Ring eine Seriennummer, die sogenannte UID-Cod
(Unique Identification, im Folgenden Chripring-UID genannte) der unveränderbar eingebrannt
ist.
[0006] Jeder Züchter hat Zuhause eine Konstatieruhr (das zentrale Steuer- und Speichergerät)
an der RFID-Antennen angeschlossen sind. Die Daten (Lebensringnummer, Chipring-ID,
Chipring-UID) der Taube werden am Anfang der Saison in die Konstatieruhr des Züchters
geladen und dort in einer Datenbank hinterlegt.
[0007] In einer Taubenverwaltungssoftware in einem Taubenzüchter- oder Wettflugverein wird
dann die Chipring-ID der Lebensringnummer der Taube zugeordnet, damit über den RFID-Ring
eine eindeutige Identifikation der Taube möglich ist. Dazu wird über ein spezielles
Lese- und Schreibgerät im Verein die Chipring-ID des RFID-Rings jeder teilnehmenden
Taube des Züchters ausgelesen und in einer Datenbank des Vereins gespeichert.
[0008] Daher wird im Brieftaubensport zusätzlich als Sicherheitsmaßnahme eine Geheimnummer
auf den RFID-Ring und auch in der Konstatieruhr des Züchters gespeichert, wie es beispielsweise
in der
DE 101 54 009 C1 offenbart ist. Eine solche Geheimnummer wird durch ein im Club befindliches Lese-und
Schreibgerät erzeugt und beispielsweise in einem Speicher des Ringes geschrieben,
ohne dass der Züchter Kenntnis von dieser Geheimnummer erlangt. Diese beiden Nummern
aus Ring und Konstatieruhr werden bei der Ankunft der Taube im Schlag des Züchters
wieder miteinander verglichen. Dies dient zur Verhinderung, dass ein anderer RFID-Ring
mit der gleichen Chipring-ID (Clone) zu Hause vom Züchter zum Simulieren einer Ankunft
verwendet werden kann.
[0009] Direkt vor einem Rennen bringt der Züchter die Tauben mit denen er bei einem Rennen
teilnehmen möchte zusammen mit seiner Konstatieruhr in das Vereinshaus.
[0010] Zuerst wird die Uhrzeit der Konstatieruhr mit der Masterzeit des Vereins (GPS, Funkuhr)
synchronisiert. Dann werden die tauben eingekorbt und die Geheimnummer gespeichert.
und anschließend mit einem Transportauto zum Auslassort gebracht, von wo alle an dem
Rennen teilnehmende Tauben von allen Züchtern gleichzeitig zu einem bestimmten Zeitpunkt
ausgelassen werden.
[0011] Zu dem Zeitpunkt zu welchem die Taube beim Schlag des Züchters einfliegt und von
der Konstatierantenne detektiert wird, wird der RFID-Datenträger mit der Chipring-ID
des Rings zusammen mit der im Ring gespeicherten Geheimnummer ausgelesen und mit der
in der Konstatieruhr gespeicherten Geheimnummer verglichen. Falls diese beiden Geheimnummern
nicht übereinstimmen, werden die Daten als ungültig markiert. Damit ist die Taube
identifiziert und der genaue Zeitpunkt der Ankunft in der Konstatieruhr gespeichert.
[0012] Nach Ankunft der Taube und Beendigung des Wettfluges der Brieftauben ist es notwendig
die Konstatieruhr mit den gespeicherten Daten wieder in den Verein zu bringen, um
im Vereinssystem die Ankunftszeit aus der Konstatieruhr auszulesen, damit eine offizielle
Ankunftsliste ausgegeben werden kann.
[0013] Zusätzlich wird im Vereinssystem die aktuelle Uhrzeit der Konstatieruhr (KU) mit
einer Vergleichszeit (Funkuhr, GPS) verglichen, wie es beispielsweise in der
EP 2 597 625 A2 offenbart ist. Die sich daraus ergebende Zeitdifferenz wird ebenfalls ausgegeben
(dies ist der Abschlag im Brieftaubensport).
[0014] In einem weiteren Schritt werden dann die Ankunftszeiten um die oben angegebene Zeitdifferenz
korrigiert, um die offiziellen Zeiten zu ermitteln.
[0015] Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Konstatieruhr (KU) nach dem Wettflug in
das Vereinsheim gebracht werden muss, um die oben genannten Schritte der Synchronisation
der Zeit und Übertragung der Tauben- Ankunftsdaten.
[0016] In der heutigen Zeit wird erwartet dass sämtliche Informationen online abrufbar sind.
Die Züchter- und Taubendaten eines Clubs sind oft bereits online verfügbar, jedoch
sind diese ab dem "Einkorben" der Tauben nicht mehr in Echtzeit verfügbar. Erst bei
der Ankunft der Taube im Schlag wird die Ankunftszeit zum Teil in Echtzeit übertragen.
Mit Echtzeit ist die Arbeitsweise der elektronischen Messvorrichtung (hier Konstatieruhr)
gemeint, bei der das Programm oder die Datenverarbeitung (nahezu) simultan mit den
entsprechenden Prozessen in der Realität abläuft.
[0017] Das Dokument
DE 10 2015 116523 A1 beschreibt ein Taubensport-Abfragesystem mit der Möglichkeit zur genauen Positionsanalyse,
bei dem eine elektronische Taubenuhr zum Einsatz kommt, durch die je eine Kurznachricht
bei der Rückkehr von Wettkampftauben an einen Fernserver übermittelbar wird, wobei
nach der wirksamen, wiederholten Kontrolle durch eine Kontrolleinheit auf die Richtigkeit
der Kurznachricht diese in die wettkampfmäßigen Taubensportinformationen integriert
und zusammen mit den offiziellen Wetterdaten im Internet veröffentlicht wird, damit
sich die Taubensportteilnehmer über die aktuellen Echtzeit-Wettkampfinformationen
und die offiziellen Wetterdaten informieren können.
[0018] Die
DE 100 24 805 A1 zeigt wie zur genauen Zeitbestimmung in einer Konstatieruhr eine GPS Vorrichtung
an ein Modem angeschlossen wird. Jedoch ist es hierbei möglich die GPS-Zeit durch
einen Eingriff in die Hardware zu manipulieren, so dass kein Schutz gegen Manipulation
der Konstatieruhr gegeben ist.
[0019] Im Brieftaubensport geht es zum Teil um sehr viel Geld. Aus diesem Grund wird immer
wieder versucht die Ergebnisse eines Wettfluges zu manipulieren. Bei den Tauben direkt
durch Doping und bei der Zeiterfassung durch andere Methoden.
[0020] So kann man heutzutage immer einfacher auf die Elektronik, die Software und den Speicher
der Konstatieruhren zugreifen um die Daten auszulesen und um diese zu verändern.
[0021] Auf diese Weise ist z.B. möglich die Chipring-ID zu kopieren, welche normalerweise
durch den Chipringhersteller programmiert wird. Mit genügend Fachwissen kann jedoch
ein leerer Datenträger mit der gleichen Chipring-ID programmieren werden um so die
Ankunft einer Brieftaube zu simulieren.
[0022] Auch die Geheimnummer, welche heutzutage eine Art zweite Sicherheitshürde darstellt,
ist vor Manipulation nicht sicher, da auch sie mit genügend Fachwissen aus dem Speicher
der Konstatieruhr auszulesen.
[0023] Da die Konstatieruhr unter der Woche immer im Besitz des Züchters ist, hat er genügend
Zeit sich Zugriff auf den Speicher der Konstatieruhr zu verschaffen und somit beispielsweise
die Geheimnummer auslesen.
[0024] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Synchronisation der Uhrzeit zum Zwecke des Online-Abschlags im Brieftaubensport
so weiterzubilden, dass ein Verbringen der Konstatieruhr nach dem Wettflug in das
Vereinsheim und ein dort stattfindender Zeitvergleich (Abschlag) entfallen kann und
ein verbessertes Sicherheitsverfahren gegen unerlaubten Zugriff und Manipulation gegeben
ist.
[0025] Die vorliegende Erfindung löst diese Aufgabe indem vorsätzlich oder als Ersatz die
im Chipring gespeicherte Geheimnummer vor dem Wettflug online in Echtzeit zu einem
externen Server übertragen und dort sicher hinterlegt wird. Zusätzlich wird wie auch
bisher die Chipring-ID aber auch die Chipring-UID des RFID Chips mit an diesen Server
übertragen.
[0026] Die Übertragung der Daten zum Server findet in Echtzeit statt, d.h. in dem Moment
wenn die Taube mit mindestens einem Chipring über das Lese-Schreibgerät im Club gehalten
wird, also dort wo die Geheimnummer vergeben wird, werden die Daten zu dem Server
geschickt. Gleichzeitig wird auf einer Homepage angezeigt, dass dieser Züchter gerade
diese Taube zu diesem Flug eingekauft hat.
[0027] Somit wird mit der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Durchführung eines Fernabschlages
im Brieftaubensport nach den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0028] Zusätzliche Merkmale sind im abhängigen Anspruch 2 definiert.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird vor dem Auflass
der Tauben ein Onlinecheck durchgeführt. Dazu wird in einem Transportfahrzeugt, welches
alle Tauben an den Auflassort bringt, zu verschiedenen Zeitpunkten die Daten aller
Tauben im Transportfahrzeugt überprüfen.
[0030] Solche Stichproben können beispielsweise durch ein starkes Lesegerät durchgeführt
werden.
[0031] Beim Auflassen können dann mit einem solchen Lesegerät die GPS-Koordinaten ermittelt
und zusammen mit dem Auflass-Zeitpunkt online an den oben genannten Server übermittelt
werden.
[0032] Bei der Ankunft der Tauben im Schlag werden dann die Chipring-ID, die Geheimnummer
und optional die Chipring-UID des Datenträgers ausgelesen und nicht mehr wie beim
Stand der Technik in der Konstatieruhr verglichen, sondern online in Echtzeit an den
externen Server übertragen.
[0033] Die Daten werden anschließend von einem Datenverarbeitungsprogramm des Servers verglichen
und falls diese nicht mit den vor dem Auflass der Tauben an den Server übermittelten
Daten übereinstimmen entsprechend gekennzeichnet.
[0034] Somit können alle Daten von konstatierten Tauben unmittelbar und weltweit über eine
serverbasierte Datenbank bzw. eine Webseite abgerufen werden, da die Ergebnisse dort
hinterlegt und somit sofort d.h. in Echtzeit verfügbar sind.
[0035] Die Daten der Homepage bzw. des Server können dann über einen Monitor im Vereinsheim
sichtbar gemacht werden und jeder Betrachter sieht den aktuellen Status des Wettfluges.
[0036] Damit ist es beispielsweise möglich in einem Vereinsheim die Ankunft der Tauben im
jeweiligen Schlag live mitzuverfolgen und gleichzeitig können sich die Züchter mit
anderen Züchtern auf der ganzen Welt über die Flugzeit der Tauben sportlich messen.
[0037] Erfindungsgemäß wird die vor dem Auslass der Tauben vergebene Geheimnummer nicht
mehr wie beim Stand der Technik in der Konstatieruhr beim Züchter hinterlegt, sondern
an einen externen Server gesendet, wobei der Züchter keinen Zugriff und keine Kenntnis
der Geheimnummer erlangen kann.
[0038] Bisher wurde diese Geheimnummer nur in der Konstatieruhr gespeichert und der Züchter
hatte die Möglichkeit diese zurückzuhalten oder zu manipulieren.
[0039] Wenn die Taube nach dem Rennen im Schlag ankommt, wird wie bisher die Chipring-ID,
die Chipring-UID und zusätzlich die Geheimnummer aus dem Chipring der Taube von einer
Messvorrichtung ausgelesen und sofort an den Onlineserver übermittelt und dort mit
den hinterlegten Daten verglichen.
[0040] Der Sicherheitsvergleich der Geheimnummern geschieht somit nicht mehr in der angeschlossenen
Konstatieruhr beim Züchter, sondern auf dem externen Onlineserver. Zusätzlich kann
man zur Identifikation des Ringes auch noch der Messvorrichtung ausgelesene Chipring-UID
mit der auf dem Server hinterlegten Chipring-UID vergleichen.
[0041] Damit erreicht man gegenüber dem herkömmlich Verfahren eine höhere Sicherheit, denn
die Datenbank in der Konstatieruhr lässt sich beim herkömmlichen Verfahren nur sehr
schwer gegen externe Manipulation schützen. Die Sicherheit auf dem Onlineserver kann
heutzutage besser gewährleistet werden und bei Sicherheitsproblemen kann auch schneller
reagiert werden.
[0042] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren besteht der Vorteil, dass in dem Moment, in dem
eine falsche Geheimnummer vom System erkannt wurde, diese Information bereits an den
Server übermittelt ist.
[0043] Zusätzlich wird auch die Chipring-UID übermittelt und mit der auf dem Server hinterlegten
Chipring-UID verglichen. Diese Nummer kann im Gegensatz der Chipring-ID nicht verändert
werden und ist somit eine weitere Sicherheitsvorkehrung gegen Kopien und Manipulation.
[0044] Weite Vorteile der vorliegenden Erfindung sind, dass eine nationale oder internationale
Datenbank alle Daten der Züchter, sowie der Tauben (Lebensringe) und der RFID-Chipringe
speichert und verwaltet.
[0045] Somit kann beispielsweise ein Diebstahl eines Chipringes leichter erkannt werden,
wenn dieser von einem fremden Lesegerät erkannt wird.
[0046] Neben der erfindungsgemäßen Übermittlung der Geheimnummer kann zusätzlich eine verwendete
Konstatieruhr nach dem Flug in den Club gebracht werden, um hier nochmals die Zeiten
mit der Masterzeit im Club zu vergleichen und diese online an den Server zu übertragen.
[0047] Somit wird keine Konstatieruhr mehr als trusted server verwendet, sondern eine über
eine Online-Funktschnittstelle erreichbaren trusted server.
[0048] Die Erfindung betrifft somit ein System das die Ankunftszeiten online überträgt und
gleichzeitig auch die Zeitvarianz zwischen Konstatieruhr und die bei Ankunft der der
Taube im Chipring gespeicherte Geheimnummer. Alle relevanten Daten sind online verfügbar
und können unverfälscht für eine offizielle Ergebnisliste herangezogen werden.
[0049] Dazu wird ein zusätzliches Gerät (ein Modem) an die Konstatieruhr angeschlossen.
Das Modem kann jedoch auch dort integriert sein. Das Modem verbindet sich mit dem
Internet (z. B. Mobilfunk, Bluetooth, WLAN oder LAN/Breitbandanschluss) und führt
die erfindungsgemäßen Schritte zur Übermittlung der Daten an den Server aus.
[0050] Das GPS-Modem ist die Hardwareplattform, die mit folgenden Funktionsteilen eingesetzt
wird:
- Microprocessor
- RS485 Schnittstelle oder gleichwertige Schnittstelle
- USB
- GPS Modul
- GSM Modul
- GSM Antenne
- GPS Antenne
- Die komplette Kommunikation mit dem Server erfolgt verschlüsselt
- Vor dem Wettflug wird die Konstatieruhr (KU) in einer kontrollierten Umgebung, z.
B. im Vereinshaus, mit einer Masterzeit synchronisiert. Die Masterzeit kann die GPS-Zeit
oder von einer Funkuhr abgeleiteten Zeit sein.
- Beim Anstecken der Konstatieruhr werden die Wettflugdaten mit einem Server synchronisiert.
- Bei der Ankunft einer Taube werden die Ankunftszeit und zusätzliche Informationen
(Chip-ID, UID, Geheimnummer) an den Server übertragen.
- In regelmäßigen Abständen (10 bis 30 Minuten) werden die aktuelle Uhrzeit und die
aktuelle GPS Zeit zum gleichen Zeitpunkt übermittelt, um einen Zeitvergleich zu haben.
Zusätzliche gibt es noch die Serverzeit als dritte Vergleichszeit. Der Empfang einer
Ankunftszeit muss in einem bestimmten Zeitfenster zum Server liegen (z. B. 1 Minute)
[0051] Für die Zeitnehmung wird einerseits die Ankunftszeiten online übertragen und andererseits
werden die aktuelle Zeit der Konstatieruhr zusammen mit der aktuellen GPS-Zeit und
der Geheimnummer an den Server übermittelt. Diese genannten Zeiten müssen innerhalb
einer vorgegebenen Toleranz liegen. Zusätzlich kann noch eine weitere Vergleichszeit
herangezogen werden (z. B. Internet-Zeit, Telekom-Zeitsignal, Funkuhr). Bei der Erfindung
wird die Internetzeit heran gezogen. Weiteres Merkmal der Erfindung ist, dass insgesamt
ein Zeitvergleich zwischen 3 verschiedenen Zeiten stattfindet und der Zeitvergleich
zwischen 3 verschiedenen Zeiten in einer Auswerteeinheit ausgewertet und bewertet
wird.
[0052] Die entscheidende Zeit, auf die es ankommt, ist die Zeit der Konstatieruhr (KU-Zeit),
die später auch als Wettbewerbszeit bezeichnet wird.
[0053] Wichtig ist, dass diese allein gültige Wettbewerbszeit in das an die Vorrichtung
angeschlossene Modem in Echtzeit mit einem Synchronisationsbefehl übermittelt wird,
wobei die Übermittlung über eine derart schnelle Datenübertragung erfolgt, dass die
Laufzeit dieses Synchronisationsbefehls in Verbindung mit der Zeitverarbeitung vernachlässigbar
klein ist.
[0054] Das GPS-Modem erfasst kontinuierlich (oder von Zeit zu Zeit) die GPS-Zeit, die von
einem GPS-Satelliten entnommen wird.
[0055] Danach überträgt das GPS-Modem über eine Internet-Verbindung beide Zeiten und die
Geheimnummer auf einen Internet-Webserver, über den die aktuelle Internetzeit abgefragt
wird. Die aktuelle Internetzeit wird z. B. im Internet durch Abfrage eines Servers
generiert, der z. B. mit der Normalzeituhr in Braunschweig in Verbindung steht.
[0056] Daher ist die Internetzeit sehr genau und kann mit der aktuellen GPS-Zeit verglichen
werden.
[0057] Es ist zwar vorherzusehen, dass die aktuelle GPS-Zeit mit der Internetzeit übereinstimmt,
jedoch ist dies nicht zwangsläufig, weil es möglich wäre, die GPS-Zeit durch einen
Hardware-Eingriff zu manipulieren, so dass mit dem Vergleich der aktuellen GPS-Zeit
und der Internetzeit ein zusätzlicher Schutz gegen Manipulationen der Konstatieruhr
gegeben ist.
[0058] Nun werden die drei Zeiten miteinander verglichen. Zu diesem Zweck werden die 3 Zeiten
in eine Datenbank eingestellt. Zur Zertifizierung (Zulassung oder Genehmigung) der
KU-Zeit muss die Forderung erfüllt sein, dass die KU-Zeit (Wettbewerbszeit) nur dann
akzeptiert wird, wenn die Differenz aus der GPS-Zeit und der Internetzeit kleiner
als z. B.: 1 Sekunde ist.
[0059] Die webbasierte Auswerteeinheit mit einer geeigneten Visualisierung wird über eine
Internetverbindung von einem Webbrowser abgefragt. Der hierzu notwendige Computer
kann beim Benutzer stehen. Er kann aber auch im Vereinsheim angesiedelt sein oder
bei dem privaten Brieftaubenzüchter vorhanden sein. Auf dessen Display werden die
korrigierten Ankunftszeiten dargestellt, die nach dem oben genannten Verfahren korrigiert
wurde.
[0060] Die Auswertungseinheit setzt in Abhängigkeit von der Auswertung fest, dass die Wettbewerbszeit
um einen Korrekturfaktor von z. B. 0,5 + korrigiert wird.
[0061] Die Korrektur ist die Differenz zwischen der Wettbewerbszeit und der online erfassten
GPS-Zeit.
[0062] Mit der technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass es nicht mehr notwendig ist,
dass der Brieftaubenzüchter seine KU (Konstatieruhr) nach dem Wettflug in das Vereinsheim
bringt, um dort eine Abschlag und Ergebnisübertragung sowie einen Geheimnummernvergleich
durchzuführen, weil dies nun internetbasiert über einen Server stattfindet und entsprechend
dem oben genannten Verfahren korrigiert werden kann sowie ein Vergleich der Geheimnummern
durchgeführt werden kann.
[0063] Eine das Verfahren ausübende Vorrichtung sieht vor, dass an die üblicherweise vorhandene
Konstatieruhr ein Modem angeschlossen wird, das im Wesentlichen aus einem Mikroprozessor,
einem GPS-Empfänger, einem Datenübertragungsmodul (z. B. nach dem UMTS- oder einem
GPRS-Übertragungsverfahren) oder einer Schnittstelle zu einem externen Datenübertragungsmodul
(z. B. ADSL Modem über einen PC) besteht.
[0064] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0065] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0066] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0067] Es zeigen:
- Figur 1:
- Blockschaltbild einer Konstatieruhr mit einem erfindungsgemäß angeschlossenen Modem
- Figur 2:
- Blockschaltbild einer Clubantenne
- Figur 3:
- Funktionsschaltbild des Modems nach Figur 1
- Figur 4:
- der Verfahrensablauf bei der Übertragung (Synchronisation) der verschiedenen Zeiten
(Online-Abschlag).
- Figur 5:
- Datensatz
[0068] In Figur 1 ist eine Konstatieruhr 1 dargestellt, die aus einem elektronischen Gerät
mit einem Display 2 und einem Mikroprozessor besteht. Am Display 2 ist eine Anzeige
3 für die Art des durchgeführten (Wettflug-)Modus vorhanden ist, ferner eine Anzeige
4 für die Anzeige der aktuellen Ankunftszeit (KU-Zeit) und eine Anzeige 5 für die
Anzeige des aktuellen Status der Konstatieruhr 1.
[0069] Die Konstatieruhr 1 kann allein stehend betrieben werden; sie kann jedoch auch über
eine Steckverbindung 7 mit einer Docking-Station 6 verbunden werden, in der weitere
Einzelheiten der Schaltung, wie z. B. eine Stromversorgung oder ein Backup-Medium
oder ein Interface vorhanden ist.
[0070] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Konstatieruhr 1 mit der Docking-Station
6 verbunden. Die Konstatieruhr 1 wird über ein Datenkabel 8 an eine Antenne 9 angeschlossen,
die drahtlos die Ankunft der Taube erfasst. Am Fuß oder Körper einer Taube ist ein
Chipring 40 befestigt, der bei Ankunft der Taube einen Impuls in der Antenne auslöst.
[0071] Über die Kommunikationsverbindung 46 zwischen Chipring 40 und Antenne 9 wird beispielsweise
die Geheimnummer und die Chipring-UID übertragen.
[0072] Über ein weiteres Datenkabel 10 ist ein Modem 11 angeschlossen, das nicht notwendigerweise
mit der Antenne 9 verbunden ist. Es ist mit der Konstatieruhr 1 oder mit der Docking-Station
6 verbunden.
[0073] Das Modem 11 ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung und arbeitet mit einer Empfangs-
und Sendeantenne 12 über eine Kommunikationsverbindung 13 auf einen Web-Server 14.
[0074] Mit dem Bezugszeichen 15 ist noch der Stand der Technik angedeutet, der mit dem Pfeil
bei 15 einen Verbringungsort zeigt, an dem die Konstatieruhr 1 am Ort des Züchters
und am Ort der Abflug der Tauben abgenommen wird und ins Vereinsheim zur Synchronisation
und Vergleich der Geheimnummern verbracht wird. Dies ist nun nicht mehr erforderlich.
[0075] Figur 2 zeigt eine Clubantenne 47 welche beispielsweise beim Einkorben verwendet
wird. Kommt der Chipring 40 in Nähe der Clubantenne 47 wird über die Kommunikationsverbindung
41 zwischen Chipring und Clubantenne eine Geheimnummer auf den Chipring 40 gespeichert.
Diese Geheimnummer wird anschließend über das Modem 48 über eine Kommunikationsverbindung
49 auf einen Web-Server 14 übertragen und dort hinterlegt.
[0076] In Figur 3 ist der Aufbau des Modems 11 nach Figur 1 dargestellt. Es sind ein oder
mehrere Busanschlüsse 17 vorhanden, die mit einer CPU 16 verbunden sind. Über einen
Busanschluss 17 ist das Modem mit der Antenne 9 verbunden, welche die Daten des Chiprings
empfängt.
[0077] An die CPU ist ein GPS-Empfänger 18 angeschlossen, über dessen Antenne 19 die aktuelle
GPS-Zeit von einem GPS-Satelliten empfangen und in die CPU 16 eingespeist wird.
[0078] Die CPU steht über eine Signalverbindung mit einem GPRS-Modem und einer dort eingebauten
SIM-Karte in Verbindung, so dass das Modem mobilfunkfähig ist. Erfindungsgemäß ist
in einer anderen Ausführung vorgesehen, dass das Datenübertragungs-Modem 20 als Mobilfunkgerät
(Handy) oder als internetfähiges Smartphone ausgebildet ist.
[0079] Es kann nach dem GPRS-Standard, dem G3-Standard, dem UMTS-Standard oder dergleichen
eine Datenübertragung über seine bidirektionale Antenne 21 über die Kommunikationsverbindung
13 auf einen sicheren Webserver 14 vornehmen, der seinerseits mit einer bidirektionalen
Antenne 22 verbunden sein kann.
[0080] Statt des funkgestützten Datenübertragungsweges kann es jedoch auch vorgesehen sein,
dass die genannten Teile 11 und 14 über eine drahtgebundene Signalverbindung miteinander
verbunden sind.
[0081] Es ist selbstverständlich möglich, statt der Datenübertragung per Modem 11 auch die
Daten per Schnittstelle an einen Rechner (PC) zu senden. Dieser übernimmt dann mit
einer eigenen Internetverbindung die Überwachung zum Webserver 14.
[0082] Es wird darauf hingewiesen, dass das Datenübertragungs-Modem 20 in verschiedener
Weise ausgebildet sein kann, nämlich auch als ADSL-Modem oder auch als Smartphone
oder Handy.
[0083] In Figur 4 wird die Funktion des Online-Abschlags näher erläutert. Entscheidend ist,
dass die Wettbewerbszeit 24 die Uhrzeit der Konstatieruhr 23 ist, die nachfolgend
auch als KU-Zeit 23 bezeichnet wird.
[0084] Neben der Wettbewerbszeit 24 wird von der Konstatieruhr 1 auch die Geheimnummer 42,
Die Chipring ID 50 und optional Chipring-UID 43 erfasst. Die Geheimnummer 42, Chipring
ID 50 und die Chipring-UID 43 sind im Chipring der Taube gespeichert und werden erst
bei Ankunft der Taube im Schlag an die Konstatieruhr 1 übermittelt.
[0085] Diese KU-Zeit 23 wird als Wettbewerbszeit 24 mit bestimmten Korrektur-Faktoren versehen,
wie nachfolgend dargestellt wird.
[0086] Nachdem die Wettbewerbszeit 24 von der GPS-Zeit abweichen kann wird über die Signalverbindung
25 zunächst ein Synchronisations-Befehl von der Konstatieruhr 1 an das Modem 11 erteilt.
Inhalt ist die aktuelle Wettbewerbszeit 24. Gleichzeitig wird die GPS Zeit 36 von
dem GPS-Empfänger im Modem 11 empfangen.
[0087] Beide Zeiten (die GPS-Zeit 36 und die Wettbewerbszeit 24), sowie die Geheimnummer
42, Chipring-ID 50 und optional die Chipring-UID 43, werden mit einem weiteren Synchronisations-Befehl
über die Kommunikationsverbindung 13 auf einem Server (Web-Server 14) übermittelt,
der seinerseits eine internetbasierte Zeit (Internet-Zeit 27) erfasst und zur Verfügung
stellt.
[0088] Im Webserver 14 sind insgesamt drei Zeiten vorhanden, nämlich die Wettbewerbszeit
24, die GPS-Zeit 36 und die vom Webserver über das Web abgefragte Internet-Zeit 27,
sowie die Geheimnummer 42, Chipring-ID 50 und optional die Chipring-UID 43.
[0089] Der Webserver 14 steht über eine Signalverbindung 28 mit einer Datenbank 29 in Verbindung,
in der die drei verschiedenen Zeiten 24, 36, 27 und die Geheimnummer 42, die Chipring-ID
50 sowie die Chipring-UID 43 gespeichert werden. Die Speicherung erfolgt in regelmäßigen
Abständen, so dass nacheinander folgend Datentripletten gespeichert werden, welche
die drei genannten Zeiten beinhalten.
[0090] Auf diese Datenbank 14 befindet sich bereits die über die Kommunikationsverbindung
49 aus dem Club übertragene Geheimnummer 42, Chipring-ID 50 und optional die Chipring-UID
43. Auch können die Einkorbzeit 44 und ein Zeitvergleich 45 hinterlegt sein.
[0091] In dieser Datenbank 14 wird dann bei Erhalt der Geheimnummer 42 über die Kommunikationsverbindung
13 (bei Ankunft der Taube) diese Geheimnummer mit der bereits über die Kommunikationsverbindung
49 übertragene Geheimnummer verglichen.
[0092] Auf diese Weise kann auch eine bereits hinterlegte Chipring-UID 43 und Chipring-ID
50 mit der bei der Ankunft der Taube detektierten Chipring-UID 43 und Chipring ID
50 verglichen werden.
[0093] Zusätzliche wenn alle drei Zeiten jede halbe Stunde abgespeichert und später verglichen
werden, ist eine Schwankung der Konstatier-Uhrzeit 23 und damit der Wettbewerbszeit
24 erkennbar.
[0094] Zu jeder Datentriplette wird zusätzlich jeweils immer noch die aktuelle Ankunftszeit
der Taube abgespeichert, die in der Konstatieruhr 1 automatisch erfasst wird und mit
einem Befehl über die Signalverbindung 25 von der Konstatieruhr 1 auf das GPS-Modem
11 übertragen wird. Dies ist eine vierte Zeit (aktuelle Ankunftszeit), die ebenfalls
in der Datenbank zusammen mit den drei angegebenen Zeiten als Datensatz hinterlegt
wird.
[0095] Diese Ankunftszeit wird nun über die Kommunikationsverbindung 37, die webbasiert
ist, in einer Auswertung 30 korrigiert, wobei in der Auswertung eine webbasierte Visualisierung
stattfindet. Hierzu ist vorgesehen, dass in die Auswertung 30 auch eine Ländertabelle
31 einfließt, in der bestimmte Korrektur-Faktoren länderbezogen eingegeben werden.
[0096] In der Auswertung findet die Bestimmung der korrigierten Ankunftszeit statt, die
nur dann akzeptiert wird, wenn die ermittelte KU-Zeit 23 bzw. die Wettbewerbszeit
24 eine bestimmte Differenz unterschreitet, die sich aus der GPS-Zeit 36 und der Internetzeit
27 ergibt.
[0097] Nur wenn diese Differenz einen bestimmten Wert unterschreitet, wird die Uhrzeit der
Konstatieruhr akzeptiert, und die Ankunftszeit wird mit diesem Zeit-Faktor korrigiert.
[0098] Die korrigierte Ankunftszeit wird in der Auswertung 30 zur Verfügung gestellt und
kann jederzeit über eine Internetverbindung 32 von einem Taubenzüchter über seinen
Webbrowser 33, seinem PC oder seinem Handy von jedem beliebigen Ort abgefragt werden,
wobei die Werte der Auswertung 30 auf einem Display 34 dargestellt werden und die
Abfrage auch über eine Tastatur 35 gesteuert werden kann.
[0099] Die korrigierten Daten der korrigierten Ankunftszeit, die in der Auswertung 30 ermittelt
und visualisiert wurden, werden weiter verarbeitet.
[0100] Figur 5 zeigt die Daten die über das Modem 48 vom Club an den Server 14 übertragen
werden. Bevorzugt wird zur Erfassung der Daten die in Figur 2 gezeigte Clubantenne
47 verwendet, wobei eine Kommunikationsverbindung 41 zwischen dem nicht gezeigten
Chipring 40 hergestellt wird.
[0101] Seitens des Clubs werden nach Erfassung der Chipringdaten, Chipring UID 43, Chipring
ID 50 die Geheimnummer 42 zusammen mit der Einkorbzeit 44 und den Zeitvergleich 45
über das Modem 48 und die Kommunikationsverbindung 49 an den Server 14 übermittelt.
[0102] Mit der vorliegenden Erfindung ist es somit nicht mehr notwendig, dass der Taubenzüchter
die Konstatieruhr nach dem Wettbewerb nochmals in das Vereinsheim bringt, um dort
den Abschlag durchzuführen und die Ankunftszeiten zu übertragen und um die Geheimnummern
zu vergleichen, weil dieser Synchronisations- und Vergleichsvorgang nach dem Wettflug
webbasiert nach dem oben genannten Verfahren und den oben beschriebenen Vorrichtungen
erfolgt.
[0103] Die Erfindung liegt also darin, dass man eine korrigierte Ankunftszeit online übertragen
kann und zusätzlich ein online Vergleich der Geheimnummer stattfindet, ohne dass es
notwendig ist, die Konstatieruhr nachträglich zu synchronisieren.
[0104] Es handelt sich also um zwei additiv zu erfüllende Forderungen 1 und 2. Die Forderung
1 betrifft die Akzeptanz der KU-Zeit plus Forderung 2 betrifft die Übereinstimmung
von Geheimnummer 42, Chipring-ID 50 und optional Chip-UID 43 am Server, deren additive
Erfüllung die Sicherheit der Datenübertragung erhöhen.
Zeichnungslegende
[0105]
- 1
- Konstatieruhr
- 2
- Display
- 3
- Anzeige (Modus)
- 4
- Anzeige (Ankunftszeit)
- 5
- Anzeige (Status)
- 6
- Docking-Station
- 7
- Steckverbindung
- 8
- Datenkabel
- 9
- Antenne
- 10
- Datenkabel
- 11
- Modem
- 12
- Antenne
- 13
- Kommunikationsverbindung
- 14
- Web-Server
- 15
- Verbringungsort
- 16
- CPU
- 17
- Busanschluß
- 18
- GPS-Empfänger
- 19
- Antenne
- 20
- Datenübertragungsmodem
- 21
- bidirektionale Antenne
- 22
- bidirektionale Antenne
- 23
- KU-Zeit
- 24
- Wettbewerbszeit
- 25
- Signalverbindung
- 26
- Signalverbindung
- 27
- Internet-Zeit
- 28
- Signalverbindung
- 29
- Datenbank
- 30
- Auswertung
- 31
- Ländertabelle
- 32
- Internet-Verbindung
- 33
- Webbrowser
- 34
- Display
- 35
- Tastatur
- 36
- GPS-Zeit
- 37
- Komm.Verbindung
- 38 39 40
- Chipring
- 41
- Kommunikationsverbindung
- 42
- Geheimnummer
- 43
- Chipring-UID
- 44
- Einkorbzeit
- 45
- Zeitvergleich
- 46
- Kommunikationsverbindung
- 47
- Clubantenne
- 48
- Modem
- 49
- Kommunikationsverbindung
- 50
- Chipring ID
1. Verfahren zur Durchführung eines Fernabschlages im Brieftaubensport mit einer elektronischen
Konstatieruhr (1) mit dem die Ankunftszeiten der von einem Wettflug heimkehrenden
Brieftaube manipulationssicher festgehalten wird, wobei die aktuelle Uhrzeit der Konstatieruhr
(1) mit einer Masterzeit (z.B. einer Funkuhr oder GPS-Zeit) verglichen wird und die
Differenz aus dem Zeitvergleich der Uhrzeit der Konstatieruhr (1) und der Vergleichszeit
zur Korrektur der Konstatieruhr zwecks Ermittlung der wahren Ankunftszeit (24) verwendet
wird,
a1) vor dem Wettflug die Taube samt Chipring (40) über ein Lese-und Schreibgerät im
Club registriert wird, wobei zusätzliche Informationen, nämlich eine Chipring-ID (50)
und eine Geheimnummer (42) erfasst werden und wobei die Geheimnummer durch das im
Club befindliche Lese- und Schreibgerät erzeugt wird,
a2) und bei Registrierung (bzw. beim Einkorben) der Taube im Club die Chipring-ID
(50) und die Geheimnummer (42) in Echtzeit an einen externen, sicheren Server (14)
über eine sichere Datenverbindung geschickt werden,
b1) bei der Ankunft einer Taube beim Züchter die Ankunftszeit und zusätzliche Informationen,
nämlich die Chipring-ID (50) und die Geheimnummer (42) zur Verifizierung der Taube
verwendet werden,
b2) und bei detektieren der Ankunft der Taube beim Züchter über die Antenne (9) an
der Konstatieruhr (1) die im Chipring (40) gespeicherten Informationen, nämlich die
Chipring-ID (50) und die Geheimnummer (42) an den externen Server (14) über eine sichere
Datenverbindung geschickt werden, und diese vom Server (14) mit den Daten aus Schritt
a2) verglichen werden
b3) und wobei bei einem gültigen Vergleich der verglichenen Daten aus Schritt a2)
und b2) der Server eine Rückmeldung an den Club erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt
a1) vor dem Wettflug die Taube samt Chipring (40) über ein Lese-und Schreibgerät im
Club registriert wird, wobei zusätzlich eine Chipring-UID (43) erfasst wird
a2) bei Registrierung (bzw. beim Einkorben) der Taube im Club die Chipring-UID (43)
an den Server (14) geschickt wird,
b1) bei der Ankunft einer Taube beim Züchter die Chipring-UID (43) zur Verifizierung
der Taube verwendet wird
b2) bei detektieren der Ankunft der Taube beim Züchter über die Antenne (9) an der
Konstatieruhr (1) die im Chipring (40) gespeicherten Informationen, nämlich die Chipring-ID
(50), die Geheimnummer (42) und Chipring-UID (43) an den externen Server (14) über
eine sichere Datenverbindung geschickt werden, wo vom Server (14) mit den Daten aus
Schritt a2) verglichen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Server eine Datenbank (29) zur Verfügung stellt, in der alle Daten der Züchter
und der Tauben mit den dazugehörigen Daten der Chipringen (40) online abrufbar sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen (Chipring-ID (50), Chipring-UID (43) und Geheimnummer (42) an den
Server (14) in Echtzeit übertragen werden, wenn alle Tauben eingekorbt wurden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Transportfahrzeug, welches die Tauben zu einem Ausbringungsort befördert,
eine online-Check durchgeführt wird, bei dem die Informationen (Chipring-ID (50),
Chipring-UID (43) und Geheimnummer (42)) aller anwesenden Tauben an den Server (14)
übermittelt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen (Chipring-ID, Chipring-UID (43) und Geheimnummer (42)) aller im
Transportfahrzeug anwesenden Tauben, zusammen mit den GPS-Koordinaten des Transportfahrzeuges
an den Server (14) übermittelt werden.
1. Method for carrying out a remote time comparison in pigeon racing using an electronic
counting clock (1) with which the arrival times of the racing pigeon returning from
a race is recorded in a manipulation-secure manner, wherein the current time of the
counting clock (1) is compared with a master time (for example a radio clock or GPS
time) and the difference between the time comparison of the time of the counting clock
(1) and the comparison time is used to correct the counting clock for the purpose
of determining the true arrival time (24),
a1) before the race, the pigeon together with chip ring (40) is registered via a read-and
write device at the club, wherein additional information, namely a chip ring ID (50)
and a secret number (42), is recorded and wherein the secret member is generated by
the read-and-write device located at the club,
a2) and on registration (or on basketing) of the pigeon at the club, the chip ring
ID (50) and the secret number (42) are sent in real time to an external, secure server
(14) via a secure data connection,
b1) on arrival of a pigeon at the breeder, the arrival time and additional information,
namely the chip ring ID (50) and the secret number (42), are used to verify the pigeon,
b2) and on detecting the arrival of the pigeon at the breeder via the antenna (9)
on the counting clock (1), the information stored in the chip ring (40), namely the
chip ring ID (50) and the secret number (42), is sent to the external server (14)
via a secure data connection, and this is compared by the server (14) with the data
from step a2),
b3) and wherein in the case of a valid comparison of the compared data from step a2)
and b2), the server generates an acknowledgement at the club.
2. Method according to claim 1,
characterised in that in step
a1) before the race, the pigeon together with the chip ring (40) is registered via
a read-and-write device at the club, wherein additionally a chip ring UID (43) is
recorded
a2) on registration (or on basketing) of the pigeon at the club, the chip ring UID
(43) is sent to the server (14),
b1) on arrival of a pigeon at the breeder, the chip ring UID (43) is used to verify
the pigeon,
b2) on detecting the arrival of the pigeon at the breeder via the antenna (9) on the
counting clock (1), the information stored in the chip ring (40), namely the chip
ring ID (50), the secret number (42) and the chip ring UID (43), is sent to the external
server (14) via a secure data connection, where a comparison is carried out by the
server (14) with the data from step a2).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the server makes available a database (29) in which all data of the breeder and of
the pigeons with the associated data of the chip rings (40) can be retrieved online.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the information (chip ring ID (50), chip ring UID (43) and secret number (42)) is
transferred in real time to the server (14) when all pigeons have been basketed.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that in a transport vehicle, which carries the pigeons to a take-off site, an online check
is carried out in which the information (chip ring ID (50), chip ring UID (43) and
secret number (42)) of all pigeons present is conveyed to the server (14).
6. Method according to claim 5, characterised in that the information (chip ring ID, chip ring UID (43) and secret number (42)) of all
pigeons present in the transport vehicle, together with the GPS coordinates of the
transport vehicle, is conveyed to the server (14).
1. Procédé pour la réalisation d'un déclenchement à distance en sport colombophile avec
un constateur électronique (1) avec lequel les heures d'arrivée du pigeon voyageur
de retour d'un vol de course sont consignées sans risque de manipulation, dans lequel
l'heure actuelle du constateur (1) est comparée à une heure de référence (par exemple
une horloge radio ou l'heure GPS), et la différence résultant de la comparaison de
l'heure du constateur (1) et de l'heure de comparaison est utilisée pour la correction
du constateur afin de déterminer la véritable heure d'arrivée (24),
a1) avant le vol de course, le pigeon avec une bague à puce (40) est enregistré au
club par un appareil de lecture-écriture, des informations supplémentaires, à savoir
une ID de bague à puce (50) et un numéro secret (42), étant acquises, et le numéro
secret étant généré par l'appareil de lecture-écriture situé au club,
a2) et lors de l'enregistrement (ou lors de l'enlogement) du pigeon dans le club,
l'ID de bague à puce (50) et le numéro secret (42) sont envoyés en temps réel à un
serveur externe sécurisé (14) par une liaison de données sécurisée,
b1) à l'arrivée d'un pigeon chez l'éleveur, l'heure d'arrivée et des informations
supplémentaires, à savoir une ID de bague à puce (50) et un numéro secret (42), sont
utilisées pour la vérification du pigeon,
b2) et lors de la détection de l'arrivée du pigeon chez l'éleveur par l'intermédiaire
de l'antenne (9) sur le constateur (1), des informations stockées dans la bague à
puce (40), à savoir l'ID de bague à puce (50) et le numéro secret (42), sont envoyées
au serveur externe (14) par une liaison de données sécurisée, et sont comparées par
le serveur (14) aux données résultant de l'étape a2)
b3) et dans lequel dans le cas d'une comparaison valide des données comparées résultant
de l'étape a2) et b2), le serveur génère un retour au club.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que dans l'étape
a1) avant la course, le pigeon avec une bague à puce (40) est enregistré au club par
un appareil de lecture-écriture, une UID de bague à puce (43) étant acquise en supplément
a2) lors de l'enregistrement (ou lors de l'enlogement) du pigeon dans le club l'UID
de bague à puce (43) est envoyée au serveur externe (14),
b1) à l'arrivée d'un pigeon chez l'éleveur, l'UID de bague à puce (43) est utilisée
pour la vérification du pigeon,
b2) lors de la détection de l'arrivée du pigeon chez l'éleveur, par l'intermédiaire
de l'antenne (9) au constateur (1), les informations stockées dans la bague à puce
(40), à savoir l'ID de bague à puce (50), le numéro secret (42) et l'UID de bague
à puce (43), sont envoyées par une liaison de données sécurisée au serveur externe
(14), où elles sont comparées par le serveur (14) aux données résultant de l'étape
a2).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le serveur met à disposition une banque de données (29) dans laquelle toutes les
données des éleveurs et des pigeons avec les données associées des bagues à puce (40)
peuvent être consultées en ligne.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les informations (ID de bague à puce (50), UID de bague à puce (43) et numéro secret
(42)) sont communiquées en temps réel au serveur (14) quand tous les pigeons ont été
enlogés.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que dans un véhicule de transport qui achemine les pigeons jusqu'à un endroit de sortie,
un contrôle en ligne est réalisé, lors duquel les informations (ID de bague à puce
(50), UID de bague à puce (43) et numéro secret (42)) de tous les pigeons présents
sont transmises au serveur (14).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les informations (ID de bague à puce, UID de bague à puce (43) et numéro secret (42))
de tous les pigeons présents dans le véhicule de transport sont transmises, avec les
coordonnées de GPS du véhicule de transport, au serveur (14).