Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rührvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Rührorgane mit einer Nabe und mit an die Nabe angeschweißten
Trägerholmen, an welchen jeweils ein Rührblatt befestigt ist, bekannt. Die Nabe wird
dabei an einer Antriebswelle eines Rührers befestigt. Ferner sind Rührorgane bekannt,
bei welchen Rührblätter direkt an eine Nabe angeschweißt sind.
[0003] Des Weiteren ist aus der Druckschrift
EP 2 364 770 A1 eine Rührvorrichtung bekannt, welche zur Vermeidung von Anbackungen von Material
sowie einer verbesserten Mischwirkung durch Streben gelöst wird, welche Rührblätter
mit einem Anbindungselement verbinden, wobei die Streben auch als ein eigenes Rührblatt
fungieren.
[0004] Ferner offenbart die Druckschrift
CH 690 835 A5 ein Rührwerk umfassend eine Welle und eine Trägereinheit mit zwei Holmen, wobei die
Holme in radialer Richtung an dem Wellenteil befestigt sind.
[0005] Zudem ist bereits ein Verfahren ähnlich wie in Anspruch 8 definiert aus der Druckschrift
US 1 506 937 A bekannt. Diese Druckschrift
US 1 506 937 A offenbart eine Vorrichtung enstprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Rührvorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Bauweise bereitzustellen. Die Aufgabe
wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 8 gelöst, während
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die Erfindung geht aus von einer Rührvorrichtung mit zumindest einer Trägereinheit,
die zumindest ein Anbindungselement zur lösbaren Anbindung an eine Antriebswelle und
zumindest ein Holmelement zur Befestigung zumindest eines Rührblatts aufweist, wobei
das Holmelement und das Anbindungselement einteilig miteinander verbunden sind.
[0008] Erfindungsgemäß weist das Holmelement zumindest einen Abschnitt mit einem zumindest
im Wesentlichen viereckigen, vorteilhaft zumindest im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
auf.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann eine vorteilhafte Bauweise erzielt
werden. Ferner kann eine kostengünstig und/oder einfach zu fertigende Rührvorrichtung
bereitgestellt werden. Weiterhin kann eine Rührvorrichtung bereitgestellt werden,
die aus einem Blech geschnitten werden kann, wobei insbesondere eine Anzahl nötiger
Schweißvorgänge reduziert und/oder eine Festigkeit erhöht werden kann. Insbesondere
können eine Nabe sowie Holme einer Rührvorrichtung aus einem gemeinsamen Werkstück
gefertigt werden, wobei die Rührvorrichtung vorteilhaft nahtlos ausgebildet ist. Außerdem
kann eine hohe Flexibilität hinsichtlich einer Anbindung eines Rührblatts erzielt
werden. Insbesondere kann ein Rührblatt auf einfache Weise an einem Tragholm angebunden
werden. Vorteilhaft kann bei einer Herstellung zumindest nahezu vollständig auf eine
fräsende Bearbeitung verzichtet werden. Weiterhin kann ein Holm mit einer vorteilhaften
Geometrie, insbesondere hinsichtlich einer einfachen Herstellung und/oder einer flexiblen
und/oder einfachen Anbindung eines Rührblatts bereitgestellt werden.
[0010] Unter einer "Rührvorrichtung" soll insbesondere ein, insbesondere funktionstüchtiger,
Bestandteil, insbesondere eine Konstruktions- und/oder Funktionskomponente, eines
Rührgeräts, beispielsweise eines Mischers und/oder eines Rührwerks, insbesondere für
ein Fluid, insbesondere mit einer maximalen Drehzahl von 500 rpm, vorteilhaft von
200 rpm, besonders vorteilhaft von 100 rpm, vorzugsweise von 50 rpm, verstanden werden.
Insbesondere kann die Rührvorrichtung auch das gesamte Rührgerät umfassen. Vorteilhaft
ist die Rührvorrichtung ein Bestandteil eines Rührorgans oder als ein Rührorgan ausgebildet.
Besonders vorteilhaft ist die Rührvorrichtung dazu vorgesehen, um eine Rotationsachse
rotiert zu werden, insbesondere bei einem Rühren. Vorzugsweise ist die Rührvorrichtung
punktsymmetrisch, insbesondere bezüglich eines Mittelpunkts des Anbindungselements,
ausgebildet. Besonders bevorzugt verläuft in einem montierten Zustand der Rührvorrichtung
die Rotationsachse der Rührvorrichtung durch den Mittelpunkt des Anbindungselements.
Vorteilhaft verläuft in einem montierten Zustand die Rotationsachse parallel zu einer
Vertikalrichtung, insbesondere in einem Normalbetriebszustand des Rührgeräts, wobei
die Vertikalrichtung vorzugsweise senkrecht zu einem Untergrund verläuft.
[0011] Vorzugsweise ist die Trägereinheit einteilig ausgebildet. Besonders bevorzugt ist
die Trägereinheit wenigstens zu einem Großteil und insbesondere vollständig aus einem
Metall ausgebildet, beispielsweise aus Stahl und/oder Edelstahl und/oder einer Legierung
und/oder einem beliebigen anderen Metall wie beispielsweise Aluminium und/oder Titan.
Es ist aber auch denkbar, dass die Rühreinheit wenigstens zu einem Großteil aus einem
Kunststoff gefertigt ist. Ferner ist denkbar, dass die Rühreinheit eine, insbesondere
zusätzliche, zumindest teilweise Beschichtung aufweist, beispielsweise mit einem Metalloxid
und/oder einem, insbesondere korrosionsfesten, Polymer, und/oder gummiert ausgebildet
ist. Unter dem Ausdruck "wenigstens zu einem Großteil" soll dabei insbesondere zumindest
zu 55 %, vorteilhaft zumindest zu 65 %, vorzugsweise zumindest zu 75 %, besonders
bevorzugt zumindest zu 85 % und besonders vorteilhaft zumindest zu 95 % verstanden
werden. Vorzugsweise bilden das Anbindungselement beziehungsweise sämtliche Anbindungselemente
der Trägereinheit sowie das Holmelement beziehungsweise sämtliche Holmelemente der
Trägereinheit die Trägereinheit aus.
[0012] Vorteilhaft bildet das Anbindungselement einen Teil, insbesondere einen oberen Teil,
einer Nabe aus. Besonders vorteilhaft ist das Anbindungselement wenigstens zu einem
Großteil, insbesondere vollständig, aus einem Metall, beispielsweise aus Stahl und/oder
aus Edelstahl, und/oder aus demselben Material wie die Trägereinheit ausgebildet.
Es ist denkbar, dass die Trägereinheit mehrere vorteilhaft übereinander angeordnete
Anbindungselemente, insbesondere mit sich entsprechenden Querschnitten, aufweist,
die gemeinsam die Nabe ausbilden. Vorteilhaft ist das Holmelement wenigstens zu einem
Großteil, insbesondere vollständig aus einem Metall, beispielsweise aus Stahl und/oder
aus Edelstahl, und/oder aus demselben Material wie die Trägereinheit ausgebildet.
Insbesondere ist das Holmelement länglich ausgebildet. Vorzugsweise ist das Holmelement
gerade ausgebildet. Erfindungsgemäss ist das Holmelement stabartig ausgebildet. Insbesondere
erstreckt sich das Holmelement, insbesondere eine Längsrichtung des Holmelements,
ausgehend von einem Mittelpunkt des Anbindungselements insbesondere gerade in eine
radiale Richtung der Rührvorrichtung. Vorzugsweise verläuft das Holmelement in einer
Ebene, insbesondere in einer Ebene senkrecht zu der Rotationsachse. Insbesondere weist
das Holmelement eine Längserstreckung auf, die zumindest 5 %, vorteilhaft zumindest
10 %, besonders vorteilhaft zumindest 20 % und bevorzugt zumindest 30 % einer maximalen
Erstreckung, insbesondere einem Durchmesser, der Rührvorrichtung entspricht. Es ist
auch denkbar, dass das Holmelement gebogen ausgebildet ist, wobei das Holmelement
innerhalb der Ebene und/oder aus der Ebene heraus gekrümmt ausgebildet sein kann.
Vorteilhaft weist das Holmelement zumindest einen Anbindungsbereich für das Rührblatt
auf, wobei der Anbindungsbereich besonders vorteilhaft für ein Anschweißen und/oder
ein Anschrauben und/oder ein Annieten und/oder ein einteiliges Verbinden und/oder
ein anderes Verbinden mit dem Rührblatt vorgesehen ist. Vorzugsweise bildet das Holmelement
einen Holm aus, an welchen ein Rührblatt anbindbar beziehungsweise angebunden ist.
Insbesondere entspricht der Holm dem Holmelement. Es ist auch denkbar, dass die Trägereinheit
eine Mehrzahl von vorteilhaft übereinander angeordneten Holmelementen, insbesondere
mit sich entsprechenden Querschnitten, aufweist, die gemeinsam einen Holm ausbilden.
Dabei kann die Trägereinheit eine Mehrzahl von Holmen aufweisen, die insbesondere
jeweils von mehreren, vorzugsweise übereinander angeordneten Holmelementen ausgebildet
werden. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgelegt und/oder ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0013] Unter "einteilig" soll insbesondere in einem Stück geformt verstanden werden. Vorzugsweise
wird dieses eine Stück aus einem einzelnen Werkstück und/oder einem einzelnen Rohling
und/oder einer Masse und/oder einem Guss, oder in einem Spritzgussverfahren, insbesondere
einem Ein- und/oder Mehrkomponenten-Spritzgussverfahren, hergestellt. Beispielsweise
ist denkbar dass die Trägereinheit als ein einzelnes Schmiedeteil fertigbar ausgebildet
ist. Es ist auch denkbar, dass die Trägereinheit als ein Gussteil ausgebildet ist.
[0014] Unter einem "zumindest im Wesentlichen viereckigen/rechteckigen Querschnitt" eines
Objekts soll dabei insbesondere verstanden werden, dass für wenigstens 60 %, vorteilhaft
für wenigstens 70 %, besonders vorteilhaft für wenigstens 80 % und bevorzugt für wenigstens
90 % aller Querschnitte des Objekts entlang zumindest einer Richtung ein Flächeninhalt
einer Differenzfläche des Querschnitts und eines kleinsten den Querschnitt umgebenden,
vorteilhaft nichtüberschlagenen Vierecks/Rechtecks maximal 30 %, vorteilhaft maximal
20 %, besonders vorteilhaft maximal 10 %, bevorzugt maximal 5 % und besonders vorteilhaft
maximal 3 % des Flächeninhalts des Vierecks/Rechtecks beträgt.
[0015] Vorzugsweise ist der Abschnitt quaderartig ausgebildet. Besonders bevorzugt umfasst
der Abschnitt wenigstens einen Großteil des Holmelements und insbesondere das gesamte
Holmelement. Vorteilhaft ist das Holmelement rechteckig. "Rechteckig" soll dabei grundsätzlich
auch geometrische Formen umfassen, die Rechtecken mit angerundeten und/oder abgeschrägten
Ecken entsprechen. Besonders vorteilhaft ist das Holmelement quaderartig ausgebildet,
wobei insbesondere ebenfalls abgerundete und/oder gefaste Kanten denkbar sind. Durch
eine Abrundung oder eine entsprechende Fase kann insbesondere eine Kerbwirkung reduziert
werden.
[0016] Das Holmelement kann auch einen Querschnitt aufweisen, der von einem Rechteck verschieden
ist. Insbesondere kann der Querschnitt ein von einem Rechteck verschiedenes Viereck
sein, wie beispielsweise ein Parallelogramm mit von 90° verschiedenen Innenwinkeln
oder ein Trapez oder ein beliebiges, vorteilhaft nicht-überschlagenes Viereck.
[0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Holmelement
und das Anbindungselement in einem gemeinsamen Verbindungsbereich insbesondere in
einer Betrachtung senkrecht zu der Rotationsachse, eine zumindest im Wesentlichen
identische Materialdicke aufweisen. Insbesondere entspricht in dem Verbindungsbereich
eine Materialdicke des Holmelements einer Materialdicke des Anbindungselements. Vorteilhaft
weisen das Holmelement und das Anbindungselement in dem Verbindungsbereich entlang
der Rotationsachse eine zumindest im Wesentlichen identische Erstreckung auf. Vorteilhaft
geht das Anbindungselement nahtlos in das Holmelement über. Besonders vorteilhaft
weist das Anbindungselement, insbesondere in einer Betrachtung senkrecht zu der Rotationsachse,
eine zumindest im Wesentlichen konstante Materialdicke auf. Vorzugsweise entspricht
die Materialdicke des Anbindungselements einer Materialdicke des Abschnitts des Holmelements,
der einen zumindest im Wesentlichen viereckigen Querschnitt aufweist. Unter "zumindest
im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass
eine Abweichung von einem vorgegebenen Wert insbesondere weniger als 15 %, vorzugsweise
weniger als 10 % und besonders bevorzugt weniger als 5 % des vorgegebenen Werts entspricht.
Hierdurch kann eine einfach zu fertigende Geometrie bereitgestellt werden. Ferner
kann hierdurch eine hohe Belastbarkeit, insbesondere einer Verbindung zwischen einer
Nabe und einem Holm, erzielt werden.
[0018] Das Anbindungselement und das Holmelement sind aus einem gemeinsamen plattenartigen
Werkstück, insbesondere einem Blech oder einer Platte, vorteilhaft einem Metallblech
oder einer Metallplatte hergestellt. Das plattenartige Werkstück weist insbesondere
dasselbe Material auf wie die Trägereinheit und kann beispielsweise auch zumindest
teilweise, insbesondere vollständig, aus einem Kunststoff oder einem Verbundmaterial
ausgebildet sein. Vorteilhaft ist die gesamte Trägereinheit aus dem plattenartigen
Werkstück hergestellt. Besonders vorteilhaft sind das Holmelement und das Anbindungselement,
vorteilhaft die gesamte Trägereinheit oder zumindest ein entsprechender Rohling als
ein gemeinsames Flachteil ausgebildet, beispielsweise als ein Schnittflachteil oder
als ein Stanzflachteil. Hierdurch kann vorteilhaft eine kostengünstige Herstellbarkeit
erzielt werden. Ferner kann hierdurch eine hohe Flexibilität hinsichtlich verwendbarer
Herstellungsverfahren und/oder verwendbarer Materialien erzielt werden.
[0019] Das Anbindungselement bildet zumindest einen Anbindungsflansch aus, der zur lösbaren
Anbindung an einen Wellenflansch, insbesondere einen Wellenflansch der Antriebswelle,
vorgesehen ist. Erfindungsgemäß ist der Anbindungsflansch dazu vorgesehen, an einen
Wellenflansch angeschraubt zu werden. Vorteilhaft weist das Anbindungselement eine
insbesondere zylinderförmige Ausnehmung auf, welche der Anbindungsflansch vorteilhaft
umgibt. Besonders vorteilhaft verläuft in einem montierten Zustand die Rotationsachse
durch die Ausnehmung. Hierdurch können vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer
Montierbarkeit und/oder einer einfachen Wartung und/oder einer Möglichkeit eines flexiblen
Umbaus erzielt werden.
[0020] Es ist denkbar, dass eine Verbindung zwischen dem Anbindungselement und der Antriebswelle
zumindest eine Kraftschraube und/oder zumindest eine Passfederverbindung umfasst.
Es ist auch denkbar, dass das Anbindungselement dazu vorgesehen ist, mittels zumindest
einer Klemmverbindung mit der Antriebswelle verbunden zu werden. Alternativ oder zusätzlich
ist denkbar, dass das Anbindungselement an die Antriebswelle angeklebt ist. Ferner
sind selbstverständlich weitere, einem Fachmann geeignet erscheinende Verbindungsvarianten
denkbar.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Holmelement
in zumindest eine Richtung einen sich verjüngenden Querschnitt aufweist. Insbesondere
verjüngt sich der Querschnitt des Holmelements in einer vorteilhaft radial verlaufenden
Richtung weg von dem Anbindungselement. Vorteilhaft weist das Holmelement zumindest
einen ersten Abschnitt mit einem konstanten, insbesondere zumindest im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt auf, der besonders vorteilhaft an das Anbindungselement angrenzt.
Besonders vorteilhaft weist das Holmelement zumindest einen zweiten Abschnitt mit
einem, insbesondere zumindest im Wesentlichen rechteckigen, sich verjüngenden Querschnitt
auf. Es ist denkbar, dass der erste Abschnitt und der zweite Abschnitt aneinander
angrenzen. Vorzugsweise weist das Holmelement zumindest einen dritten Abschnitt mit
einem insbesondere zumindest im Wesentlichen rechteckigen konstanten Querschnitt auf,
der kleiner ist als ein Querschnitt des ersten Abschnitts. Es ist denkbar, dass der
zweite Abschnitt und der dritte Abschnitt aneinander angrenzen. Hierdurch kann vorteilhaft
eine Geometrie einer Belastung angepasst werden. Insbesondere kann hierdurch eine
flexibel an eine entsprechende Anforderung anpassbare Geometrie bereitgestellt werden.
[0022] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Holmelement zumindest abschnittsweise tordiert
ausgebildet ist, beispielsweise um einen Winkel von wenigstens 5° oder von wenigstens
10° oder von wenigstens 15° oder von wenigstens 20° oder von wenigstens 30° oder von
wenigstens 45° oder von wenigstens 60° oder von wenigstens 75° oder um einen größeren
Winkel. Insbesondere ist das Holmelement zumindest abschnittsweise in sich verdreht.
Vorteilhaft weist das Holmelement zumindest einen ersten Abschnitt auf, der bezüglich
des Anbindungselements gerade ausgerichtet ist. Besonders vorteilhaft weist das Holmelement
zumindest einen zweiten Abschnitt auf, der bezüglich des Anbindungselements verkippt
angeordnet ist. Vorzugsweise ist der zweite, verkippte Abschnitt zu einer Befestigung
des Rührblatts vorgesehen, sodass dieses vorteilhaft bei einem Rühren bezüglich einer
Rührrichtung angestellt ausgerichtet ist. Besonders bevorzugt ist ein dem Holmelement
gegenüberliegend angeordnetes weiteres Holmelement der Trägereinheit in eine entgegengesetzte
Richtung, insbesondere um denselben Winkel tordiert ausgebildet. Vorzugsweise ist
der Holm durch ein Ausschneiden/Ausstanzen aus dem plattenartigen Werkstück und ein
anschließendes Tordieren herstellbar ausgebildet. Hierdurch kann vorteilhaft ein Anstellwinkel
eines Rührblatts auf einfache und/oder kostengünstige und/oder variable Weise angepasst
werden.
[0023] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Rührvorrichtung zumindest ein Rührblatt umfasst,
das mit dem Holmelement verbunden ist. Besonders bevorzugt umfasst die Trägereinheit
zumindest ein, insbesondere dem Holmelement gegenüberliegend angeordnetes, zweites
Holmelement. Vorteilhaft umfasst die Rührvorrichtung zumindest ein an dem zweiten
Holmelement befestigtes weiteres Rührblatt. Bevorzugt umfasst die Rührvorrichtung
je Holmelement zumindest ein, vorteilhaft genau ein an dem entsprechenden Holmelement
befestigtes Rührblatt. Besonders bevorzugt umfasst die Trägereinheit genau zwei Holmelemente
und die Rührvorrichtung genau zwei Rührblätter, die vorteilhaft an jeweils einem der
Holmelemente befestigt sind. Es ist denkbar, dass die Rührvorrichtung eine Mehrzahl
von insbesondere übereinander angeordneten Trägereinheiten aufweist. Eine Rührvorrichtung
mit einer Gesamtzahl von N Rührblättern kann dabei vorteilhaft eine Anzahl von N/2
Trägereinheiten mit jeweils zwei Rührblättern umfassen, die besonders vorteilhaft
in gleichen Winkeln zueinander angeordnet sind, beispielsweise in Winkeln von 720°/N,
wobei die Rührblätter insbesondere in diesem Fall in einer Betrachtung parallel zu
der Rotationsachse auf einem Kreis vorzugsweise in regelmäßigen Abständen angeordnet
sind. Insbesondere im Fall eines Stapels mehrerer Trägereinheiten sind untere Trägereinheiten
derart ausgebildet, dass sie in einem mittleren Bereich, insbesondere in einem Bereich
ihres jeweiligen Anbindungselements, an einer jeweils darüber angeordneten Trägereinheit
und/oder an der Antriebswelle befestigt und/oder befestigbar sind. Es ist aber auch
denkbar, dass die Trägereinheit drei oder vier oder fünf oder sechs oder mehr Holmelemente
und vorteilhaft eine entsprechende Anzahl an Rührblättern umfasst. Hierdurch kann
eine einfach zu fertigende Geometrie bereitgestellt werden. Ferner können hierdurch
Eigenschaften hinsichtlich eines Rührens an einen Bedarf angepasst werden.
[0024] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Rührblatt
entlang einer Längsseite des Holmelements mit diesem verbunden ist. Insbesondere ist
das Rührblatt entlang seiner vorderen Längsseite mit dem Holmelement verbunden. Das
Rührelement kann an das Holmelement angeschweißt und/oder angeschraubt und/oder angeklebt
und/oder auf eine andere Weise mit diesem verbunden sein. Vorzugsweise weist das Rührblatt
zumindest eine insbesondere L-förmige Außenkontur auf, in deren Bereich es mit dem
Holmelement verbunden ist. Dabei ist insbesondere denkbar, dass die Außenkontur L-artig
ist, wobei Schenkel des gedachten "L" einen von 90° verschiedenen Winkel einschließen,
beispielsweise einen, insbesondere erheblich, kleineren Winkel wie beispielsweise
75° oder 60° oder 45° oder einen, insbesondere erheblich, größeren Winkel wie beispielsweise
105° oder 120° oder 150°. Besonders vorteilhaft verläuft ein längerer Abschnitt der
Außenkontur zumindest im Wesentlichen parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung
des Holmelements. Insbesondere liegt der längere Abschnitt der Außenkontur, vorzugsweise
über seine gesamte Länge, an der Längsseite des Holmelements an. Unter "zumindest
im Wesentlichen parallel" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung relativ
zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei die
Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere kleiner als 8°,
vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Unter
einer "Haupterstreckungsrichtung" eines Objekts soll dabei insbesondere eine Richtung
verstanden werden, welche parallel zu einer längsten Kante eines kleinsten gedachten
Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt. Hierdurch
kann vorteilhaft eine hohe Belastbarkeit einer Rührblattanbindung erzielt werden.
[0025] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass eine Vorderkante des Rührblatts zumindest abschnittsweise bündig mit zumindest
einer Kante des Holmelements abschließt. Vorzugsweise erstreckt sich die Vorderkante
ausgehend von einer Stirnseite des Holmelements in eine dem Anbindungselement abgewandte
Richtung und insbesondere parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des Holmelements.
Besonders bevorzugt bildet die Vorderkante des Rührblatts eine Verlängerung der Kante
des Holmelements aus. Vorteilhaft ist die Vorderkante dazu vorgesehen, bei einem Rühren
in Rührrichtung vorne angeordnet zu sein. Hierdurch kann vorteilhaft ein günstiges
Rührverhalten erzielt werden.
[0026] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Rührblatt
und das Holmelement an einer Stirnseite des Holmelements miteinander verbunden sind.
Insbesondere liegt das Rührblatt mit einem kürzeren Abschnitt der insbesondere L-förmigen
Außenkontur, vorzugsweise über dessen gesamte Länge, an der Stirnseite des Holmelements
an. Vorzugsweise ist das Rührblatt entlang der Außenkontur mit dem Holmelement verbunden.
Besonders bevorzugt ist das Rührblatt entlang seiner Außenkontur an das Holmelement
angeschweißt, insbesondere entlang der gesamten Länge der Außenkontur. Hierdurch kann
vorteilhaft eine hohe Biegesteifigkeit einer Rührblattanbindung erzielt werden.
[0027] Alternativ oder zusätzlich wird vorgeschlagen, dass das Holmelement und das Rührblatt
einteilig miteinander verbunden sind. Insbesondere sind das Holmelement und das Rührblatt
aus einem gemeinsamen, vorzugsweise plattenartigen Werkstück gefertigt, wobei das
Rührblatt vorteilhaft relativ zu dem Holmelement aus einer Ebene herausgebogen ausgebildet
ist. Vorteilhaft entspricht eine Materialdicke des Rührblatts zumindest im Wesentlichen
einer Materialdicke des Holmelements. Es ist denkbar, dass die Trägereinheit oberhalb
und/oder unterhalb des Holmelements vorteilhaft plattenartige und/oder flache Verstärkungselemente
aufweist, die insbesondere parallel zu einer Haupterstreckungsrichtung des Holmelements
angeordnet und/oder mit diesem verbunden sind. Ferner ist denkbar, dass die gesamte
Rührvorrichtung aus einem einzigen plattenartigen Werkstück gefertigt ist, aus welchem
insbesondere das Anbindungselement, das Holmelement und das Rührblatt beziehungsweise
sämtliche Holmelemente sowie sämtliche Rührblätter der Rührvorrichtung ausgeschnitten
oder ausgestanzt werden. Hierdurch kann vorteilhaft eine einfache und/oder schnelle
und/oder kosteneffiziente Herstellbarkeit erzielt werden.
[0028] Vorzugsweise ist zumindest ein Teil der Trägereinheit, insbesondere die gesamte Trägereinheit,
von einer Schichtstruktur mit wenigstens zwei Blechen gebildet. Beispielsweise können
mehrere Bleche übereinanderliegend und insbesondere miteinander verbunden angeordnet
sein und insbesondere die gesamte Trägereinheit ausbilden. Beispielsweise kann die
Trägereinheit ein Zentralblech umfassen, welches das Holmelement und das Anbindungselement
ausbildet. Ferner kann die Trägereinheit zumindest ein Verstärkungsblech umfassen,
welches das Zentralblech verstärkt, vorzugsweise in einem Bereich des Anbindungselements
und/oder in einem Bereich des Holmelements und insbesondere plan auf dem Zentralblech
aufliegt und/oder über und/oder unter diesem angeordnet ist. Grundsätzlich sind auch
mehrere Zentralbleche und/oder mehrere Verstärkungsbleche denkbar. So ist beispielsweise
denkbar, dass die Trägereinheit nach Art einer Sperrholzplatte aus einer Mehrzahl
von parallel angeordneten Blechen aufgebaut ist. Auftretende Kanten können dabei abgerundet
oder gefast sein. Ferner können schräge Flächen von mehreren schräg übereinander angeordneten
Blechen mit insbesondere abgeschrägten Kanten gebildet sein. Hierdurch kann vorteilhaft
eine hohe Flexibilität hinsichtlich einer Bauweise erzielt werden. Ferner können hierdurch
einfache und/oder kostengünstige Herstellungsverfahren zur Herstellung einer Rührvorrichtung
verwendet werden.
[0029] Vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich einer Bauweise und insbesondere einer kostengünstigen
Herstellbarkeit können mit einem Rührgerät mit zumindest einer erfindungsgemäßen Rührvorrichtung
erzielt werden.
[0030] Ferner geht die Erfindung aus von einem Verfahren zur Herstellung einer Rührvorrichtung,
und zwar der zuvor genannten Rührvorrichtung, mit zumindest einer Trägereinheit, die
zumindest ein Anbindungselement zur Anbindung an eine Antriebswelle und zumindest
ein Holmelement zur Befestigung zumindest eines Rührblatts aufweist, wobei das Anbindungselement
und das Holmelement aus einem gemeinsamen plattenartigen Werkstück hergestellt werden,
und wobei das Anbindungselement zumindest als ein Anbindungsflansch ausgebildet wird,
der zur Anbindung an einen Wellenflansch vorgesehen ist.
[0031] Durch ein erfindungsgemäßes Verfahren können vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich
einer fertigungstechnisch günstigen Herstellung erzielt werden. Ferner kann eine kostengünstig
und/oder einfach zu fertigende Rührvorrichtung bereitgestellt werden. Weiterhin kann
eine Rührvorrichtung bereitgestellt werden, die aus einem Blech geschnitten werden
kann, wobei insbesondere eine Anzahl nötiger Schweißvorgänge reduziert und/oder eine
Festigkeit erhöht werden kann. Insbesondere können eine Nabe sowie Holme einer Rührvorrichtung
aus einem gemeinsamen Werkstück gefertigt werden, wobei die Rührvorrichtung vorteilhaft
nahtlos ausgebildet ist. Außerdem kann eine hohe Flexibilität hinsichtlich einer Anbindung
eines Rührblatts erzielt werden. Insbesondere kann ein Rührblatt auf einfach Weise
an einen Tragholm angebunden werden. Vorteilhaft kann bei einer Herstellung zumindest
nahezu vollständig auf eine fräsende Bearbeitung verzichtet werden. Weiterhin kann
ein Holm mit einer vorteilhaften Geometrie, insbesondere hinsichtlich einer einfachen
Herstellung und/oder einer flexiblen und/oder einfachen Anbindung eines Rührblatts
bereitgestellt werden.
[0032] Vorzugsweise wird die gesamte Trägereinheit aus dem plattenartigen Werkstück hergestellt.
Besonders bevorzugt wird ein Trägereinheitsrohling aus dem plattenartigen Werkstück
ausgeschnitten oder ausgestanzt und vorteilhaft anschließend bearbeitet, indem beispielsweise
Kanten angefast und/oder abgerundet werden. Ferner wird beispielsweise die Ausnehmung
im Bereich des Anbindungsflanschs des Anbindungselements ausgeschnitten oder ausgestanzt.
Vorteilhaft findet ein Ausschneiden mittels eines Ausbrennens statt, wodurch insbesondere
eine Notwendigkeit einer Kantenbearbeitung und/oder eine Notwendigkeit einer fräsenden
Bearbeitung zumindest teilweise und vorteilhaft vollständig entfällt. Vorteilhaft
werden anschließend etwaige Rührblätter der Rührvorrichtung an die entsprechenden
Holmelemente angeschweißt. Es ist auch denkbar, dass zumindest ein Zentralblech ausgeschnitten
oder ausgestanzt wird, welches einen Rohling für das Anbindungselement, das Holmelement
und das Rührblatt und insbesondere für die gesamte Trägereinheit sowie sämtliche Rührblätter
bildet. Vorteilhaft wird das Zentralblech in bestimmten Bereichen gebogen, um die
Rührblätter zu formen. Es ist denkbar, dass anschließend Verstärkungsbleche ausgeschnitten
und/oder ausgestanzt und mit dem Zentralblech und/oder miteinander verbunden werden.
[0033] Insbesondere kann das erfindungsgemäße Verfahren spezielle Verfahrensschritte beinhalten,
in welchen jeweils zumindest eines der oben beschriebenen Merkmale der erfindungsgemäßen
Rührvorrichtung und/oder des erfindungsgemäßen Rührgeräts erzeugt und/oder hinzugefügt
und/oder implementiert wird, insbesondere durch eine geeignete Fertigungsmethode.
[0034] Die erfindungsgemäße Rührvorrichtung beziehungsweise das erfindungsgemäße Verfahren
sollen hierbei nicht auf die oben beschriebenen Anwendungen und Ausführungsformen
beschränkt sein. Insbesondere können die erfindungsgemäße Rührvorrichtung beziehungsweise
das erfindungsgemäße Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise
eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen und/oder Bauteilen
und/oder Einheiten und/oder Verfahrensschritten abweichende Anzahl aufweisen.
[0035] Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen Wertebereichen auch innerhalb
der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnungen
[0036] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind fünf Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0037] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Rührgerät mit einer ersten Rührvorrichtung in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- eine Oberseite der ersten Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 3
- eine Unterseite der ersten Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 4
- die erste Rührvorrichtung in einer schematischen Draufsicht,
- Fig. 5
- die erste Rührvorrichtung in einer schematischen Vorderansicht,
- Fig. 6
- die erste Rührvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht,
- Fig. 7
- eine Oberseite einer zweiten Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 8
- eine Unterseite der zweiten Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 9
- eine dritte Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 10
- eine vierte Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 11
- die vierte Rührvorrichtung in einer schematischen Vorderansicht,
- Fig. 12
- eine Oberseite einer fünften Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 13
- eine Unterseite der fünften Rührvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 14
- die fünfte Rührvorrichtung in einer schematischen Vorderansicht,
- Fig. 15
- die fünfte Rührvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht und
- Fig. 16
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung einer Rührvorrichtung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0038] Fig. 1 zeigt ein Rührgerät 44a mit einer ersten Rührvorrichtung 10a in einer schematischen
Darstellung. Die erste Rührvorrichtung 10a ist im vorliegenden Fall als ein Rührorgan
ausgebildet. Die erste Rührvorrichtung 10a ist an einer Antriebswelle 16a des Rührgeräts
44a befestigt. Die erste Rührvorrichtung 10a ist an einem Wellenflansch 28a der Antriebswelle
16a befestigt. Die erste Rührvorrichtung 10a ist um eine Rotationsachse 46a rotierbar
ausgebildet. Insbesondere ist die Rührvorrichtung 10a dazu vorgesehen, bei einem Rühren
um die Rotationsachse 46a zu rotieren. Die Rotationsachse 46a verläuft durch einen
Mittelpunkt 48a der ersten Rührvorrichtung 10a. Die Rotationsachse 46a verläuft parallel
zu einer Längsrichtung der Antriebswelle 16a.
[0039] Die Figur 2 zeigt eine Oberseite der Rührvorrichtung 10a in einer perspektivischen
Darstellung. Die Figur 3 zeigt eine Unterseite der ersten Rührvorrichtung 10a in einer
perspektivischen Darstellung. Die Figuren 4 bis 6 zeigen zusätzliche verschiedene
schematische Darstellungen der ersten Rührvorrichtung 10a. Die erste Rührvorrichtung
10a weist eine Trägereinheit 12a auf. Die Trägereinheit 12a umfasst ein Anbindungselement
14a zur Anbindung an die Antriebswelle 16a. Ferner umfasst die Trägereinheit 12a ein
Holmelement 18a zur Befestigung zumindest eines Rührblatts 20a. Das Holmelement 18a
bildet einen Holm für das Rührblatt 20a aus. Das Holmelement 18a und das Anbindungselement
14a sind einteilig miteinander verbunden. Im vorliegenden Fall ist die Trägereinheit
12a einteilig ausgebildet. Ferner ist die Trägereinheit 12a aus Edelstahl ausgebildet.
Es sind aber auch andere Materialien und/oder Materialkombinationen denkbar.
[0040] Das Holmelement 18a weist einen Abschnitt 22a mit einem zumindest im Wesentlichen
viereckigen Querschnitt auf. Im vorliegenden Fall weist der Abschnitt 22a einen rechteckigen
Querschnitt auf. Ferner weist im vorliegenden Fall das gesamte Holmelement 18a einen
im Wesentlichen viereckigen, insbesondere rechteckigen Querschnitt auf. Zumindest
abschnittsweise sind die Kanten des Holmelements 18a abgeschrägt.
[0041] Im vorliegenden Fall umfasst die Trägereinheit 12a ein weiteres Holmelement 50a.
Das weitere Holmelement 50a ist zu dem Holmelement 18a punktsymmetrisch bezüglich
des Mittelpunkts 48a der Rührvorrichtung 10a ausgebildet. Die erste Rührvorrichtung
10a weist das Rührblatt 20a auf. Das Rührblatt 20a ist an dem Holmelement 18a befestigt.
Ferner weist im vorliegenden Fall die erste Rührvorrichtung 10a ein weiteres Rührblatt
52a auf. Das weitere Rührblatt 52a ist an dem weiteren Holmelement 50a befestigt.
Das weitere Rührblatt 52a ist bezüglich des Mittelpunkts 48a der ersten Rührvorrichtung
10a punktsymmetrisch zu dem Rührblatt 20a ausgebildet. Das Holmelement 18a, das weitere
Holmelement 50a und das Anbindungselement 14a bilden gemeinsam die Trägereinheit 12a
aus. Die Trägereinheit 12a, das Rührblatt 20a und das weitere Rührblatt 52a bilden
gemeinsam die Rührvorrichtung 10a aus.
[0042] Die erste Rührvorrichtung 10a weist im vorliegenden Fall eine Längserstreckung von
etwa 4 m auf. Die Längserstreckung entspricht einem Durchmesser der Rührvorrichtung
10a. Es sind aber auch andere Dimensionen einer Rührvorrichtung denkbar, insbesondere
auch andere Verhältnisse einer Länge, einer Breite und einer Höhe. Beispielsweise
kann eine Längserstreckung einer Rührvorrichtung 0,1 m oder 0,5 m oder 1 m oder 2
m oder 3 m oder 5 m oder 6 m oder noch mehr betragen. Ferner weist im vorliegenden
Fall das Holmelement 18a eine Längserstreckung von etwa 1 m auf. Es sind aber auch
andere Längserstreckungen eines Holmelements denkbar, insbesondere in einem ähnlichen
Längenverhältnis relativ zu der Längserstreckung der Rührvorrichtung 10a wie im vorliegenden
Fall, oder auch in einem anderen Längenverhältnis.
[0043] Das Anbindungselement 14a und das Holmelement 18a sind aus einem gemeinsamen plattenartigen
Werkstück hergestellt. Im vorliegenden Fall ist das gemeinsame Werkstück eine Edelstahlplatte.
Selbstverständlich sind auch andere geeignete Materialien denkbar. Eine Dicke des
Werkstücks beträgt ferner im vorliegenden Fall etwa 7 cm. Es sind aber auch andere
Dicken denkbar, wie beispielsweise 0,1 cm oder 1 cm oder 2 cm oder 4 cm oder 6 cm
oder 8 cm oder 10 cm oder 15 cm oder mehr oder weniger oder beliebig zwischen den
angegebenen Werten liegende Dicken. Im vorliegenden Fall ist zusätzlich das weitere
Holmelement 50a aus dem gemeinsamen plattenartigen Werkstück hergestellt. Die Trägereinheit
12a ist aus dem gemeinsamen plattenartigen Werkstück hergestellt, insbesondere ausgeschnitten
oder ausgestanzt.
[0044] Das Holmelement 18a und das Anbindungselement 14a weisen in einem gemeinsamen Verbindungsbereich
24a eine zumindest im Wesentlichen identische Materialdicke auf. Die Materialdicke
beträgt im vorliegenden Fall etwa 7 cm. Die Materialdicke entspricht zumindest im
Wesentlichen einer Dicke des gemeinsamen plattenartigen Werkstücks. Das Anbindungselement
14a geht in dem Verbindungsbereich 24a in das Holmelement 18a über. Ferner weisen
das Anbindungselement 14a und das Holmelement 18a in dem Verbindungsbereich 24a eine
zumindest im Wesentlichen identische Breite auf. Außerdem weisen das Anbindungselement
14a und das Holmelement 18a in dem Verbindungsbereich 24a einen zumindest im Wesentlichen
identischen Querschnitt auf.
[0045] Das Anbindungselement 14a bildet einen Anbindungsflansch 26a aus, der zur Anbindung
an den Wellenflansch 28a vorgesehen ist. In einem montierten Zustand ist der Anbindungsflansch
26a mit dem Wellenflansch 28a verschraubt.
[0046] Das Holmelement 18a weist in zumindest eine Richtung 54a einen sich verjüngenden
Querschnitt auf. Im vorliegenden Fall entspricht die Richtung 54a einer radialen Richtung
bezüglich der Rotationsachse 46a. Ferner weist das Holmelement 18a im vorliegenden
Fall einen ersten Abschnitt 56a mit einem konstanten rechteckigen Querschnitt und
einen daran angrenzenden zweiten Abschnitt 58a mit einem sich verjüngenden rechteckigen
Querschnitt auf.
[0047] Das Rührblatt 20a ist entlang einer Längsseite 30a des Holmelements 18a mit diesem
verbunden. Das Rührblatt 20a ist an das Holmelement 18a angeschweißt. Es sind aber
auch andere Verbindungsarten denkbar, wie oben beschrieben. Das Rührblatt 20a weist
eine L-förmige Außenkontur 60a auf, welche mit dem Holmelement 18a verbunden ist.
Die L-förmige Außenkontur 60a ist an eine Außenkontur des Holmelements 18a angepasst.
Ein langer Schenkelabschnitt der Außenkontur 60a liegt an der Längsseite 30a des Holmelements
18a an.
[0048] Das Rührblatt 20a und das Holmelement 18a sind an einer Stirnseite 36a des Holmelements
18a miteinander verbunden. Im vorliegenden Fall ist das Rührblatt 20a an die Stirnseite
36a des Holmelements 18a angeschweißt. Ein kurzer Schenkelabschnitt der Außenkontur
60a des Rührblatts 20a liegt an der Stirnseite 36a des Holmelements 18a an. Alternativ
oder zusätzlich ist denkbar, dass ein Holmelement insbesondere an einer Stirnseite
einen Schlitz ausbildet, in welchen zumindest ein Teil des Rührblatts eingeschoben
ist. Das Rührblatt kann dann an das Holmelement geklemmt und/oder angeschweißt sein.
[0049] Eine Vorderkante 32a des Rührblatts 20a schließt zumindest abschnittsweise bündig
mit einer Kante 34a des Holmelements 18a ab. Die Kante 34a ist eine Vorderkante des
Holmelements 18a. Im vorliegenden Fall bildet die Vorderkante 32a des Rührblatts 20a
eine Verlängerung der Kante 34a des Holmelements 18a.
[0050] In den Figuren 7 bis 15 sind vier weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter
Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele,
insbesondere der Figuren 1 bis 6, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen den Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 bis
6 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 7 bis 15 ist der Buchstabe
a durch die Buchstaben b bis f ersetzt.
[0051] Die Figuren 7 und 8 zeigen perspektivische Darstellungen einer zweiten Rührvorrichtung
10b. Die zweite Rührvorrichtung 10b weist eine Trägereinheit 12b auf. Die Trägereinheit
12b umfasst ein Anbindungselement 14b zur Anbindung an eine nicht gezeigte Antriebswelle.
Ferner umfasst die Trägereinheit 12b ein Holmelement 18b zur Befestigung zumindest
eines Rührblatts 20b. Die zweite Rührvorrichtung 10b weist das Rührblatt 20b auf.
Das Holmelement 18b und das Anbindungselement 14b sind einteilig miteinander verbunden.
Im vorliegenden Fall ist die Trägereinheit 12b einteilig ausgebildet.
[0052] Das Holmelement 18b weist einen Abschnitt 22b mit einem zumindest im Wesentlichen
viereckigen Querschnitt auf. Im vorliegenden Fall weist der Abschnitt 22b einen rechteckigen
Querschnitt auf. Ferner weist im vorliegenden Fall das gesamte Holmelement 18b einen
im Wesentlichen viereckigen, insbesondere rechteckigen Querschnitt auf. Zumindest
abschnittsweise sind die Kanten des Holmelements 18b abgeschrägt.
[0053] Das Rührblatt 20b ist im vorliegenden Fall gummiert. Das Rührblatt 20b ist grundsätzlich
analog zu dem Rührblatt 20a aus dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 6 ausgebildet
und an dem Holmelement 18b befestigt. Über einen metallischen Grundkörper des Rührblatts
20b ist im vorliegenden Fall allerdings ein Gummiüberzug 62b gezogen. Material und
Materialstärke des Gummiüberzugs 62b sowie dessen Größe können in einfacher und/oder
kostengünstiger Weise an eine Anwendung angepasst werden.
[0054] Die Figur 9 zeigt eine dritte Rührvorrichtung 10c in einer perspektivischen Darstellung.
Die dritte Rührvorrichtung 10c weist eine Trägereinheit 12c auf. Die Trägereinheit
12c umfasst ein Anbindungselement 14c zur Anbindung an eine Antriebswelle 16c. Ferner
umfasst die Trägereinheit 12c ein Holmelement 18c zur Befestigung zumindest eines
Rührblatts 20c. Die dritte Rührvorrichtung 10c weist das Rührblatt 20c auf. Das Holmelement
18c und das Anbindungselement 14c sind einteilig miteinander verbunden. Im vorliegenden
Fall ist die Trägereinheit 12c einteilig ausgebildet.
[0055] Das Holmelement 18c weist einen Abschnitt 22c mit einem zumindest im Wesentlichen
viereckigen Querschnitt auf. Im vorliegenden Fall weist der Abschnitt 22c einen rechteckigen
Querschnitt auf. Ferner weist im vorliegenden Fall das gesamte Holmelement 18c einen
im Wesentlichen viereckigen, insbesondere rechteckigen Querschnitt auf. Zumindest
abschnittsweise sind die Kanten des Holmelements 18c abgeschrägt.
[0056] Im vorliegenden Fall ist das Holmelement 18c quaderförmig ausgebildet. Ein Querschnitt
des Holmelements 18c ist konstant. Der Querschnitt des Holmelements 18c ist entlang
einer Längsrichtung 64c des Holmelements 18c unverändert. Die Längsrichtung 64c des
Holmelements 18c entspricht einer radialen Richtung. Eine derartige Ausgestaltung
ist besonders einfach herstellbar. Insbesondere kann die Trägereinheit 12c aus einem
plattenartigen Werkstück ausgeschnitten oder ausgestanzt werden, vorteilhaft ohne
dass eine Abschrägung an bestimmten Stellen vorzunehmen ist.
[0057] Die Figuren 10 und 11 zeigen unterschiedliche Darstellungen einer vierten Rührvorrichtung
10d. Die vierte Rührvorrichtung 10d weist eine Trägereinheit 12d auf. Die Trägereinheit
12d umfasst ein Anbindungselement 14d zur Anbindung an eine nicht gezeigte Antriebswelle.
Ferner umfasst die Trägereinheit 12d ein Holmelement 18d zur Befestigung zumindest
eines Rührblatts 20d. Die vierte Rührvorrichtung 10d weist das Rührblatt 20d auf.
Das Holmelement 18d und das Anbindungselement 14d sind einteilig miteinander verbunden.
Im vorliegenden Fall ist die Trägereinheit 12d einteilig ausgebildet.
[0058] Das Holmelement 18d weist einen Abschnitt 22d mit einem zumindest im Wesentlichen
viereckigen Querschnitt auf. Im vorliegenden Fall weist der Abschnitt 22d einen rechteckigen
Querschnitt auf. Ferner weist im vorliegenden Fall das gesamte Holmelement 18d einen
im Wesentlichen viereckigen, insbesondere rechteckigen Querschnitt auf. Zumindest
abschnittsweise sind die Kanten des Holmelements 18d abgeschrägt.
[0059] Zumindest ein Teil der Trägereinheit 12d ist von einer Schichtstruktur 38d mit wenigstens
zwei Blechen 40d, 42d, 43d gebildet. Im vorliegenden Fall ist die gesamte Trägereinheit
12d von der Schichtstruktur 38d gebildet. Ferner umfasst im vorliegenden Fall die
Schichtstruktur 38d ein erstes Blech 40d, ein zweites Blech 42d und ein drittes Blech
43d. Die Bleche 40d, 42d, 43d sind aus Edelstahl ausgebildet. Das zweite Blech 42d
ist im vorliegenden Fall als ein Zentralblech ausgebildet. Das zweite Blech 42d weist
das Anbindungselement 14d und das Holmelement 18d auf.
[0060] Das erste Blech 40d ist als ein oberes Verstärkungsblech ausgebildet. Das dritte
Blech 43d ist als ein unteres Verstärkungsblech ausgebildet. Das erste Blech 40d und
das dritte Blech 43d weisen jeweils weitere Holmelemente 66d, 68d und weitere Anbindungselemente
70d, 72d auf. Die Holmelemente 18d, 66d, 68d bilden gemeinsam einen Holm 74d der Trägereinheit
12d aus. Die Anbindungselemente 14d, 70d, 72d bilden gemeinsam eine Wellenanbindungseinheit
76d der Trägereinheit 12d zur Anbindung an die Antriebswelle aus. Die Trägereinheit
12d ist nach Art einer Sperrholzplatte aus den Blechen 40d, 42d, 43d aufgebaut.
[0061] Das Holmelement 18d und das Rührblatt 20d sind einteilig miteinander verbunden. Das
Rührblatt 20d ist Teil des zweiten Blechs 42d. Bei einer Herstellung der vierten Rührvorrichtung
10d werden das erste Blech 40d, das zweite Blech 42d und das dritte Blech 43d aus
einem Ausgangsblech ausgeschnitten oder ausgestanzt. Bedarfsweise können Ecken abgerundet
oder gefast werden. Anschließend werden die Bleche 40d, 42d, 43d übereinander angeordnet
und miteinander verklebt und/oder verschweißt und/oder verschraubt und/oder vernietet.
Das zweite Blech 42d wird gezielt verformt, um das Rührblatt 20d auszubilden. Das
Rührblatt 20d ist aus einer Ebene das Holmelements 18d und des Anbindungselements
14d heraus gekrümmt.
[0062] Die Figuren 12 bis 15 zeigen unterschiedliche Darstellungen einer fünften Rührvorrichtung
10e. Die fünfte Rührvorrichtung 10e weist eine Trägereinheit 12e auf. Die Trägereinheit
12e umfasst ein Anbindungselement 14e zur Anbindung an eine nicht gezeigte Antriebswelle.
Ferner umfasst die Trägereinheit 12e ein Holmelement 18e zur Befestigung zumindest
eines nicht gezeigten Rührblatts. Das Holmelement 18e und das Anbindungselement 14e
sind einteilig miteinander verbunden. Im vorliegenden Fall ist die Trägereinheit 12e
einteilig ausgebildet.
[0063] Das Holmelement 18e weist einen Abschnitt 22e mit einem zumindest im Wesentlichen
viereckigen Querschnitt auf. Im vorliegenden Fall weist der Abschnitt 22e einen rechteckigen
Querschnitt auf.
[0064] Das Holmelement 18e ist zumindest abschnittsweise tordiert ausgebildet. Im vorliegenden
Fall ist das Holmelement 18e in einem Verbindungsbereich 78e zu dem Anbindungselement
14e tordiert ausgebildet. Der Verbindungsbereich 78e entspricht einem Torsionsbereich.
Ein gerader Bereich 80e des Holmelements 18e grenzt an den Verbindungsbereich 78e
an. Der gerade Bereich 80e des Holmelements 18e ist gegenüber dem Anbindungselement
14e um etwa 20° verdreht. Wie oben angegeben sind aber auch andere Winkel denkbar.
Ein angebundenes Rührblatt ist aufgrund des Torsionsbereichs der Trägereinheit 12e
bei einem Rühren angestellt. Eine Anstellung eines Rührblatts kann durch eine Anpassung
eines Tordierungswinkels in einfacher Weise vorgenommen werden. Die Trägereinheit
12e ist beispielsweise durch ein Ausschneiden oder ein Ausstanzen eines Rohlings aus
einem plattenartigen Werkstück und ein anschließendes gezieltes Tordieren von Teilen
des Rohlings herstellbar.
[0065] Die Figur 16 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung
einer Rührvorrichtung, beispielsweise einer der Rührvorrichtungen der vorhergehenden
Ausführungsbeispiele. Die Rührvorrichtung weist eine Trägereinheit auf, welche ein
Anbindungselement zur Anbindung an eine Antriebswelle sowie zumindest ein Holmelement
zur Befestigung zumindest eines Rührblatts aufweist. In einem ersten Verfahrensschritt
82f wird ein gemeinsames plattenartiges Werkstück, beispielsweise ein Blech, einer
geeigneten Dicke bereitgestellt. In einem zweiten Verfahrensschritt 84f werden das
Anbindungselement und das Holmelement aus dem gemeinsamen plattenartigen Werkstück
hergestellt. Im vorliegenden Fall wird in dem zweiten Verfahrensschritt 84f ein Trägereinheitsrohling
aus dem Werkstück ausgeschnitten. In einem dritten Verfahrensschritt 86f wird der
Trägereinheitsrohling nachbearbeitet, um die Trägereinheit und insbesondere die Rührvorrichtung
zu fertigen. Beispielsweise können in dem dritten Verfahrensschritt 86f Kanten der
Trägereinheit abgerundet und/oder angefast werden. Ferner ist denkbar, dass in dem
dritten Verfahrensschritt 86f Rührblätter an die Trägereinheit angeschweißt und/oder
Rührblätter durch Biegen eines Blechs gefertigt werden. Selbstverständlich ist auch
denkbar, dass der dritte Verfahrensschritt 86f eine Mehrzahl von entsprechenden Unterschritten
umfasst.
Bezugszeichen
[0066]
- 10
- Rührvorrichtung
- 12
- Trägereinheit
- 14
- Anbindungselement
- 16
- Antriebswelle
- 18
- Holmelement
- 20
- Rührblatt
- 22
- Abschnitt
- 24
- Verbindungsbereich
- 26
- Anbindungsflansch
- 28
- Wellenflansch
- 30
- Längsseite
- 32
- Vorderkante
- 34
- Kante
- 36
- Stirnseite
- 38
- Schichtstruktur
- 40
- Blech
- 42
- Blech
- 43
- Blech
- 44
- Rührgerät
- 46
- Rotationsachse
- 48
- Mittelpunkt
- 50
- Holmelement
- 52
- Rührblatt
- 54
- Richtung
- 56
- Abschnitt
- 58
- Abschnitt
- 60
- Außenkontur
- 62
- Gummiüberzug
- 64
- Längsrichtung
- 66
- Holmelement
- 68
- Holmelement
- 70
- Anbindungselement
- 72
- Anbindungselement
- 74
- Holm
- 76
- Wellenanbindungseinheit
- 78
- Verbindungsbereich
- 80
- Bereich
- 82
- Verfahrensschritt
- 84
- Verfahrensschritt
- 86
- Verfahrensschritt
1. Rührvorrichtung (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) mit zumindest einem Rührblatt (20a, 20b;
20c; 20d) und mit zumindest einer Trägereinheit (12a; 12b; 12c; 12d; 12e), die zumindest
ein Anbindungselement (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) zur Anbindung an eine Antriebswelle
(16a; 16c) und zumindest ein Holmelement (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) zur Befestigung
zumindest eines Rührblatts (20a, 20b; 20c; 20d) aufweist, wobei das Holmelement (18a;
18b; 18c; 18d; 18e) und das Anbindungselement (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) einteilig
miteinander verbunden sind und das Anbindungselement (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) zumindest
einen Anbindungsflansch (26a) ausbildet, der zur lösbaren Anbindung an einen Wellenflansch
(28a) vorgesehen ist, wobei das Holmelement (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) zumindest einen
Abschnitt (22a) mit einem zumindest im Wesentlichen viereckigen Querschnitt aufweist,
wobei das Anbindungselement (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) und das Holmelement (18a; 18b;
18c; 18d; 18e) aus einem gemeinsamen plattenartigen Werkstück hergestellt sind, wobei
das Holmelement stabartig ausgebildet ist, und wobei das zumindest eine Rührblatt
(20a; 20b; 20c; 20d) mit dem Holmelement (18a; 18b; 18c; 18d) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anbindungsflansch (26a) dazu vorgesehen ist, an den Wellenflansch (28a) angeschraubt
zu werden.
2. Rührvorrichtung (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Holmelement (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) und das Anbindungselement (14a; 14b; 14c;
14d; 14e) in einem gemeinsamen Verbindungsbereich (24a) eine zumindest im Wesentlichen
identische Materialdicke aufweisen.
3. Rührvorrichtung (10e) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Holmelement (18e) zumindest abschnittsweise tordiert ausgebildet ist.
4. Rührvorrichtung (10a; 10b; 10c; 10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rührblatt (20a; 20b; 20c; 20d) entlang einer Längsseite (30a) des Holmelements
(18a; 18b; 18c; 18d) mit diesem verbunden ist.
5. Rührvorrichtung (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Rührblatt (20a; 20b; 20c; 20d) und das Holmelement (18a; 18b; 18c; 18d) an einer
Stirnseite (36a) des Holmelements (18a; 18b; 18c; 18d) miteinander verbunden sind.
6. Rührvorrichtung (10d) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Holmelement (18d) und das Rührblatt (20d) einteilig miteinander verbunden sind.
7. Rührgerät mit zumindest einer Rührvorrichtung (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
8. Verfahren zur Herstellung einer Rührvorrichtung (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) nach einem
der Ansprüche 1 bis 6, mit zumindest einer Trägereinheit (12a; 12b; 12c; 12d; 12e),
die zumindest ein Anbindungselement (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) zur Anbindung an eine
Antriebswelle (16a; 16c) und zumindest ein Holmelement (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) zur
Befestigung zumindest eines Rührblatts (20a; 20b; 20c; 20d) aufweist, wobei das Anbindungselement
(14a; 14b; 14c; 14d; 14e) und das Holmelement (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) aus einem
gemeinsamen plattenartigen Werkstück hergestellt werden, wobei das Anbindungselement
(14a; 14b; 14c; 14d; 14e) zumindest als ein Anbindungsflansch (26a) ausgebildet wird,
der zur Anbindung an einen Wellenflansch (28a) vorgesehen ist.
1. Agitator device (10a; 10b; 10c; 10d; 10e)
having at least one agitator blade (20a, 20b; 20c; 20d)
and having at least one carrier unit (12a; 12b; 12c; 12d; 12e) which has at least
one connection element (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) for a connection to a drive shaft
(16a; 16c) and at least one beam element (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) for the fastening
of at least one agitator blade (20a, 20b; 20c; 20d),
wherein the beam element (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) and the connection element (14a;
14b; 14c; 14d; 14e) are connected to one another in a one-part implementation and
the connection element (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) forms at least one connection flange
(26a) which is configured for a releasable connection to a shaft flange (28a),
wherein the beam element (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) has at least one portion (22a)
with an at least substantially quadrilateral cross section, wherein the connection
element (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) and the beam element (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) are
produced from a common plate-like workpiece, wherein the beam element is of rod-like
design,
and wherein the at least one agitator blade (20a; 20b; 20c; 20d) is connected to the
beam element (18a; 18b; 18c; 18d),
characterized in that the connection flange (26a) is configured to be screwed onto the shaft flange (28a).
2. Agitator device (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) according to claim 1, characterized in that the beam element (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) and the connection element (14a; 14b;
14c; 14d; 14e) have an at least substantially identical material thickness in a common
connection region (24a).
3. Agitator device (10e) according to any one of the preceding claims, characterized in that the beam element (18e) is realized so as to be twisted at least section-wise.
4. Agitator device (10a; 10b; 10c; 10d) according to any one of the preceding claims,
characterized in that the agitator blade (20a; 20b; 20c; 20d) is connected to the beam element (18a; 18b;
18c; 18d) along a longitudinal side (30a) of said beam element (18a; 18b; 18c; 18d).
5. Agitator device (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) according to any one of the preceding claims,
characterized in that the agitator blade (20a; 20b; 20c; 20d) and the beam element (18a; 18b; 18c; 18d)
are connected to one another on a front side (36a) of the beam element (18a; 18b;
18c; 18d).
6. Agitator device (10d) according to any one of the preceding claims, characterized in that the beam element (18d) and the agitator blade (20d) are connected to one another
in a one-part implementation.
7. Agitator appliance having at least one agitator device (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) according
to any one of the preceding claims.
8. Method for producing an agitator device (10a; 10b; 10c; 10d; 10e) according to any
one of claims 1 to 6,
having at least one carrier unit (12a; 12b; 12c; 12d; 12e) which has at least one
connection element (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) for a connection to a drive shaft (16a;
16c) and at least one beam element (18a; 18b; 18c; 18d; 18e) for the fastening of
at least one agitator blade (20a; 20b; 20c; 20d),
wherein the connection element (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) and the beam element (18a;
18b; 18c; 18d; 18e) are produced from a common plate-like workpiece,
wherein the connection element (14a; 14b; 14c; 14d; 14e) is realized at least as a
connection flange (26a) which is configured for a connection to a shaft flange (28a).
1. Dispositif agitateur (10a ; 10b ; 10c ; 10d ; 10e)
avec au moins une pale d'agitation (20a, 20b ; 20c ; 20d)
et avec au moins une unité porteuse (12a ; 12b ; 12c ; 12d ; 12e) comprenant au moins
un élément de liaison (14a ; 14b ; 14c ; 14d ; 14e) pour la liaison à un arbre d'entraînement
(16a ; 16c) et au moins un élément longeron (18a ; 18b ; 18c ; 18d ; 18e) pour la
fixation d'au moins une pale d'agitation (20a, 20b ; 20c ; 20d),
où l'élément longeron (18a ; 18b ; 18c ; 18d ; 18e) et l'élément de liaison (14a ;
14b ; 14c ; 14d ; 14e) sont reliés l'un à l'autre d'une seule pièce et l'élément de
liaison (14a ; 14b ; 14c ; 14d ; 14e) forme au moins une bride de liaison (26a) prévue
pour la liaison détachable à une bride d'arbre (28a),
où l'élément longeron (18a ; 18b ; 18c ; 18d ; 18e) présente au moins une section
(22a) ayant une coupe transversale au moins sensiblement carrée,
où l'élément de liaison (14a ; 14b ; 14c ; 14d ; 14e) et l'élément longeron (18a ;
18b ; 18c ; 18d ; 18e) sont fabriqués d'une pièce commune en forme de plaque, l'élément
longeron étant réalisé en forme de barre et où l'au moins une pale d'agitation (20a
; 20b ; 20c ; 20d) est reliée à l'élément longeron (18a ; 18b ; 18c ; 18d),
caractérisé en ce que la bride de liaison (26a) est prévue pour être vissée sur la bride d'arbre (28a)..
2. Dispositif agitateur (10a ; 10b ; 10c ; 10d ; 10e) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément longeron (18a ; 18b ; 18c ; 18d ; 18e) et l'élément de liaison (14a ; 14b
; 14c ; 14d ; 14e) ont une épaisseur de matériau au moins sensiblement identique dans
une zone commune de liaison (24a).
3. Dispositif agitateur (10e) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément longeron (18e) est tordu au moins par sections.
4. Dispositif agitateur (10a ; 10b ; 10c ; 10d) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que la pale d'agitation (20a ; 20b ; 20c ; 20d) est reliée à l'élément longeron (18a
; 18b ; 18c ; 18d) le long d'un côté longitudinal (30a) de celui-ci.
5. Dispositif agitateur (10a ; 10b ; 10c ; 10d ; 10e) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que la pale d'agitation (20a ; 20b ; 20c ; 20d) et l'élément longeron (18a ; 18b ; 18c
; 18d) sont reliés l'une à l'autre sur un côté frontal (36a) de l'élément longeron
(18a ; 18b ; 18c ; 18d).
6. Dispositif agitateur (10d) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élément longeron (18d) et la pale d'agitation (20d) sont reliés l'un à l'autre
d'une seule pièce.
7. Appareil agitateur comprenant au moins un dispositif agitateur (10a ; 10b ; 10c ;
10d ; 10e) selon l'une quelconque des revendications précédentes.
8. Procédé de fabrication d'un dispositif agitateur (10a ; 10b ; 10c ; 10d ; 10e) selon
l'une quelconque des revendications 1 à 6,
avec au moins une unité porteuse (12a ; 12b ; 12c ; 12d ; 12e) comprenant au moins
un élément de liaison (14a ; 14b ; 14c ; 14d ; 14e) pour la liaison à un arbre d'entraînement
(16a ; 16c) et au moins un élément longeron (18a ; 18b ; 18c ; 18d ; 18e) pour la
fixation d'au moins une pale d'agitation (20a ; 20b ; 20c ; 20d),
où l'élément de liaison (14a ; 14b ; 14c ; 14d ; 14e) et l'élément longeron (18a ;
18b ; 18c ; 18d ; 18e) sont fabriqués d'une pièce commune en forme de plaque,
où l'élément de liaison (14a ; 14b ; 14c ; 14d ; 14e) est formé au moins comme une
bride de liaison (26a) prévue pour la liaison à une bride d'arbre (28a).