Stand der Technik
[0001] Aus der
US 2009/0090428 A1 ist bereits ein Verfahren zur Kalibrierung von Handwerkzeugmaschinen bekannt, durch
welches eine Beschädigung eines zu verdrehenden Objekts vermieden wird.
[0002] Aus
EP0822304 A1 sind ein Verfahren zum Betrieb von Handwerkzeugmaschinen und eine Handwerkzeugmaschine
bekannt.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Kalibrierung und/oder zu einem Betrieb
einer Handwerkzeugmaschine, insbesondere eines Bewehrungsbinders, welche dazu vorgesehen
ist, wenigstens ein zu verdrehendes Objekt zu verdrehen.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass das Verfahren zumindest einen Testschritt umfasst, bei
welchem ein dem zu verdrehenden Objekt entsprechendes Testobjekt zumindest so weit
verdreht wird, bis dieses durch das Verdrehen beschädigt wird. Hierdurch kann vorteilhaft
eine Effizienz, insbesondere eine Kosteneffizienz, der Handwerkzeugmaschine verbessert
werden. Insbesondere kann die Handwerkzeugmaschine durch das Verfahren zur Kalibrierung
und/oder zum Betrieb an verschiedene zu verdrehende Objekte angepasst werden. Ferner
können Kosten eingespart werden, da zu verdrehende Objekte aus verschiedenen und insbesondere
besonders kostengünstigen Materialien und/oder geringeren Materialdicken verwendet
werden können. Besonders vorteilhaft kann eine Betriebssicherheit erhöht werden, da
insbesondere ein unkontrollierter Fehlbetrieb, welcher zu einer unkontrollierten Beschädigung
des zu verdrehenden Objekts führt, vermieden werden kann.
[0005] Unter einer "Handwerkzeugmaschine" soll insbesondere eine tragbare Werkzeugmaschine
verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, wenigstens in einem Betriebszustand
zumindest teilweise, vorzugsweise zumindest zu einem Großteil und besonders bevorzugt
vollständig von Hand geführt und vorteilhaft getragen zu werden. Unter dem Ausdruck
"zumindest zu einem Großteil" sollen dabei insbesondere zumindest 55 %, vorteilhaft
zumindest 65 %, vorzugsweise zumindest 75 %, besonders bevorzugt zumindest 85 % und
besonders vorteilhaft zumindest 95 % verstanden werden. Vorzugsweise ist die Handwerkzeugmaschine
als tragbare Werkzeugmaschine ausgebildet. Unter einer "tragbaren Werkzeugmaschine"
soll hier insbesondere eine Werkzeugmaschine zu einer Bearbeitung von Werkstücken
verstanden werden, die von einem Bediener transportmaschinenlos transportiert werden
kann. Die tragbare Werkzeugmaschine weist insbesondere eine Masse auf, die kleiner
ist als 40 kg, bevorzugt kleiner ist als 10 kg und besonders bevorzugt kleiner ist
als 5 kg. Insbesondere kann die Handwerkzeugmaschine als eine Bohrmaschine, ein Bohrhammer,
eine Säge, ein Hobel, ein Schrauber, eine Fräse, ein Schleifer, ein Winkelschleifer,
ein Gartengerät und/oder ein Multifunktionswerkzeug ausgebildet sein. Besonders bevorzugt
ist die Handwerkzeugmaschine als ein Bewehrungsbinder ausgebildet, welcher insbesondere
zur Verbindung von Bewehrungen mittels des zu verdrehenden Objekts, insbesondere eines
Drahts, vorgesehen ist.
[0006] Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0007] Insbesondere umfasst die Handwerkzeugmaschine zumindest eine Antriebseinheit, welche
vorzugsweise dazu vorgesehen ist, zumindest das zu verdrehende Objekt zu verdrehen.
Unter einer "Antriebseinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche
dazu vorgesehen ist, zumindest einer Einheit, vorzugsweise mehreren weiteren Einheiten,
als Antrieb zu dienen. Vorzugsweise weist die Antriebseinheit zumindest eine erste
Antriebsrichtung und eine zweite, von der ersten Antriebsrichtung verschiedene Antriebsrichtung
auf, wobei die Antriebseinheit abhängig von der Antriebsrichtung dazu vorgesehen ist,
verschiedene weitere Einheiten der Handwerkzeugmaschine anzutreiben. Die Antriebseinheit
umfasst vorzugsweise zumindest eine Elektromotoreinheit.
[0008] Insbesondere weist die Handwerkzeugmaschine eine Verdreheinheit auf, welche insbesondere
von der Antriebseinheit in der zweiten Antriebsrichtung angetrieben wird und mittels
welcher die Antriebseinheit das zu verdrehende Objekt verdreht. Ferner umfasst die
Handwerkzeugmaschine insbesondere eine Steuereinheit, welche dazu vorgesehen ist,
in wenigstens einem Betriebszustand zumindest die Antriebseinheit anzusteuern. Die
Steuereinheit ist insbesondere in zumindest einem Kalibrierungsbetriebszustand und/oder
in einem Normalbetriebszustand der Handwerkzeugmaschine zur Ausführung des Verfahrens
zur Kalibrierung und/oder zum Betrieb vorgesehen. Unter einer "Steuereinheit" soll
insbesondere eine Einheit mit zumindest einer Steuerelektronik verstanden werden.
Unter einer "Steuerelektronik" soll insbesondere eine Einheit mit wenigstens einer
Prozessoreinheit und mit wenigstens einer Speichereinheit sowie vorzugsweise mit einem
in der Speichereinheit gespeicherten Betriebsprogramm verstanden werden, welches insbesondere
zumindest mittels der Prozessoreinheit ausführbar ist. Vorzugsweise umfasst das Betriebsprogramm
das Verfahren zur Kalibrierung.
[0009] Unter einem "Verfahren zur Kalibrierung und/oder zum Betrieb" soll insbesondere ein,
vorzugsweise zumindest mittels der Steuereinheit, ausführbares und vorteilhaft automatisiertes
Verfahren verstanden werden, welches dazu vorgesehen ist, die Handwerkzeugmaschine
zu kalibrieren und/oder zu betreiben. Das Verfahren zur Kalibrierung und/oder zum
Betrieb ist insbesondere dazu vorgesehen, die Handwerkzeugmaschine an zumindest ein
zu verdrehendes Objekt und vorzugsweise an mehrere insbesondere verschieden ausgebildete
zu verdrehende Objekte anzupassen. Die Kalibrierung und/oder der Betrieb der Handwerkzeugmaschine
ist insbesondere abhängig von zumindest einem Objektparameter, welcher vorzugsweise
das zu verdrehende Objekt charakterisiert und welcher insbesondere im Laufe einer
Standzeit und/oder eines Betriebs veränderbar ist. Der Objektparameter ist insbesondere
eine Form, vorzugsweise eine Dicke, eine Temperatur, eine Materialart und/oder eine
Materialeigenschaft, wie beispielsweise eine elastische Verformbarkeit, eine plastische
Verformbarkeit und/oder insbesondere ein Elastizitätsmodul. Das Verfahren zur Kalibrierung
und/oder zum Betrieb, insbesondere der Testschritt, kann insbesondere ausgeführt werden,
wenn insbesondere ein Benutzer das Verfahren, insbesondere durch Betätigung eines
Betätigungselements, initiiert, wenn insbesondere ein Rohling, welcher zur Herstellung
des zu verdrehenden Objekts ausgetauscht wird, wenn insbesondere die Handwerkzeugmaschine
in einen Betriebszustand, vorzugsweise aus einem Bereitschaftsmodus, übergeht und/oder
insbesondere wenn ein Fehlbetrieb auftritt, wie insbesondere dann, wenn das zu verdrehende
Objekt in einem Normalbetriebszustand beschädigt wird.
[0010] Unter einem "Testschritt" soll insbesondere ein Verfahrensschritt verstanden werden,
welcher von einem Normalbetrieb verschieden ist und welcher insbesondere speziell
zu einem Test des Testobjekts vorgesehen ist. Insbesondere wird das Testobjekt vor
Ausführung des Testschritts hergestellt. Unter einem "entsprechenden Testobjekt" soll
insbesondere ein Testobjekt verstanden werden, welches zumindest im Wesentlichen äquivalente
Objektparameter zu einem zu verdrehenden Objekt aufweist und vorzugsweise zumindest
im Wesentlichen äquivalent zu einem zu verdrehenden Objekt ausgebildet ist. Unter
"zumindest im Wesentlichen äquivalent" soll in diesem Zusammenhang insbesondere bis
auf Herstellungs- und/oder Materialtoleranzen identisch verstanden werden.
[0011] Darunter, dass "ein zu verdrehendes Objekt verdreht wird", soll in diesem Zusammenhang
insbesondere verstanden werden, dass das zu verdrehende Objekt insbesondere zumindest
teilweise um sich oder mit sich selbst und/oder vorzugsweise mit um einem weiteren
weiteres Objekt, insbesondere einer Bewehrung, verdreht, verwickelt und/oder verdrillt
wird. Darunter, dass "ein Objekt beschädigt wird", soll insbesondere verstanden werden,
dass das Objekt zumindest plastisch verformt wird und vorteilhaft zumindest teilweise,
insbesondere zumindest zu einem Großteil und besonders bevorzugt vollständig zerbrochen
und/oder zerrissen wird. Das Verdrehen erfolgt insbesondere abhängig von zumindest
einem Kennwert. Der Kennwert ist insbesondere ein Wert, welcher mit einem Drehmoment,
welches auf das zu verdrehende Objekt bei dem Verdrehen wirkt und insbesondere von
der Antriebseinheit erzeugt wird, korreliert ist. Insbesondere kann anhand des Kennwerts
auf das Drehmoment geschlossen und/oder mittels diesem bestimmt werden. Denkbar ist,
dass der Kennwert mit dem Drehmoment identisch ist. Vorteilhaft entspricht der Kennwert
jedoch einem das Drehmoment abbildenden Kennwert. Insbesondere entspricht der Kennwert
einer, insbesondere direkten, Steuer- und/oder Regelgröße der Antriebseinheit. Vorteilhaft
handelt es sich bei dem Kennwert um ein, insbesondere von einer Sensoreinheit der
Handwerkzeugmaschine, messbares Signal. Vorteilhaft ist der Kennwert ein Strom, eine
Spannung und/oder eine Drehzahl der Antriebseinheit. In einem Normalbetrieb der Handwerkzeugmaschine
wird der Kennwert erhöht, bis dieser Kennwert einen Referenzbetriebskennwert erreicht
und/oder überschreitet.
[0012] Bei dem zu verdrehenden Objekt kann es sich insbesondere um ein Werkzeugelement,
wie beispielsweise ein Bohrer, ein Schleifblatt, ein Sägeblatt, eine Werkzeugklinge
und/oder ein Werkzeugbit, handeln. Vorzugsweise ist das zu verdrehende Objekt ein
Verbindungsobjekt, welches zu einer Verbindung zumindest zweier Bauteile vorgesehen
ist, wie beispielsweise eine Schraube. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das zu verdrehende Objekt ein Draht zur Verbindung
von Bewehrungen ist. Hierdurch können Bewehrungen auf einfache Art und Weise miteinander
mittels des Drahts verbunden werden.
[0013] Es wird ferner vorgeschlagen, dass das Verfahren wenigstens einen Ermittlungsschritt
umfasst, bei welchem wenigstens ein Destruktionskennwert, bei dem das Testobjekt durch
das Verdrehen beschädigt wird, ermittelt wird. In einem Kalibrierungsbetrieb wird
der Kennwert insbesondere erhöht, bis der Destruktionskennwert erreicht und/oder überschritten
wird. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise eine Abschätzung der auf das zu verdrehende
Objekt bei einer Beschädigung wirkenden Kraft, insbesondere des wirkenden Drehmoments,
erfolgen.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass zur Ermittlung
des Destruktionskennwerts eine Torsionskennlinie erfasst wird. Unter einer "Torsionskennlinie"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest eine Kurve und/oder eine Tabelle
mit Werten verstanden werden, welche dazu vorgesehen ist, zumindest zwei Größen einander
zuzuordnen. Insbesondere kann die Torsionskennlinie in der Speichereinheit als Wertetabelle
und/oder als eine mathematische Funktion hinterlegt sein. Vorzugsweise ist die Torsionskennlinie
ein zeitlicher Verlauf des Kennwerts und ordnet vorzugsweise jedem Zeitpunkt einen
Kennwert zu. Hierdurch kann vorteilhaft ein zeitlicher Verlauf des Kennwerts während
eines Betriebs der Handwerkzeugmaschine bestimmt werden.
[0015] Ferner wird insbesondere vorgeschlagen, dass als Destruktionskennwert zumindest ein
lokales Maximum der Torsionskennlinie verwendet wird. Ferner weist die Torsionskennlinie
ein weiteres lokales Maximum auf, welches von dem lokalen Maximum, welches dem Destruktionskennwert
entspricht, verschieden ist. Das weitere lokale Maximum liegt zeitlich vor dem lokalen
Maximum, welches dem Destruktionskennwert entspricht. Das lokale Maximum wird insbesondere
zur Bestimmung des Destruktionskennwerts verwendet. Bevorzugt liegt der Destruktionskennwert
zeitlich nach zumindest einem lokalen Minimum der Torsionskennlinie. Hierdurch kann
der Destruktionskennwert mit größerer Genauigkeit bestimmt werden.
[0016] Des Weiteren wird insbesondere vorgeschlagen, dass das Testobjekt an zumindest einem
Zeitpunkt durch Ablängen hergestellt wird, wobei die Torsionskennlinie zeitlich nach
diesem Zeitpunkt das lokale Minimum aufweist. Vorzugsweise wird eine Erfassung des
lokalen Maximums nach dem lokalen Minimum gestartet. Insbesondere weist die Torsionskennlinie
zum Zeitpunkt des Ablängens das weitere lokale Maximum auf. Vorzugsweise wird das
Objekt von der Handwerkzeugmaschine in zumindest einem Herstellungsschritt aus einem
Rohling hergestellt. Als Rohling für das Objekt ist insbesondere eine Drahtspule vorgesehen,
von welcher insbesondere ein Stück zur Herstellung des Drahts abgelängt wird. Die
Handwerkzeugmaschine umfasst insbesondere zumindest eine Zuführeinheit, welche in
zumindest einem Zuführschritt den Rohling zumindest teilweise für die Herstellung
des Objekts zuführt. Hierdurch kann vorteilhaft eine Bestimmung des Destruktionskennwerts
vereinfacht werden.
[0017] Um eine Beschädigung des zu verdrehenden Objekts in einem Normalbetriebszustand zu
vermeiden, wird insbesondere vorgeschlagen, dass das Verfahren wenigstens einen Kalibrierungsschritt
umfasst, bei welchem ein Torsionsbetriebskennwert, welcher zum Verdrehen des Objekts
in einem Normalbetriebszustand der Handwerkzeugmaschine vorgesehen ist, abhängig von
dem Destruktionskennwert erzeugt wird. Der Torsionsbetriebskennwert ist insbesondere
in einem Normalbetriebszustand der ReferenzbetriebskennwertReferenzwert. Insbesondere
beim und/oder nach Erreichen des Torsionsbetriebskennwerts in dem Normalbetriebszustand
wird der Kennwert der Antriebseinheit nicht weiter erhöht und vorzugsweise ein Verdrehen
beendet. Insbesondere ist der Torsionsbetriebskennwert kleiner, insbesondere betragsmäßig
kleiner, als der Destruktionskennwert. Besonders bevorzugt wird zur Erzeugung des
Torsionsbetriebskennwerts der Destruktionskennwert mittels einer Funktion gewichtet.
Bei der Funktion kann es sich insbesondere um eine Polynominalfunktion n-ter Ordnung
handeln, wobei n eine beliebige natürliche Zahl darstellt. Vorzugsweise ist die Funktion
ein konstanter Faktor, welcher insbesondere kleiner als eins ist, was vorzugsweise
einer Polynominalfunktion null-ter Ordnung entspricht. Insbesondere wird der Destruktionskennwert
zur Gewichtung und Erzeugung des Torsionsbetriebskennwerts mit der Funktion multipliziert.
Hierdurch kann der Destruktionskennwert bei einem Normalbetrieb berücksichtigt werden,
um eine Beschädigung des zu verdrehenden Objekts zu vermeiden.
[0018] Um eine insbesondere fehlerhafte Kalibrierung zu vermeiden, wird vorgeschlagen, dass
für den Fall, dass der Torsionsbetriebskennwert kleiner ist als ein, insbesondere
in der Speichereinheit, hinterlegter Nominalkennwert zum Verdrehen des Objekts in
einem Normalbetrieb der Handwerkzeugmaschine, ein alternativer Torsionsbetriebskennwert
erzeugt wird, welcher zumindest größer ist als der Nominalkennwert. Zusätzlich oder
alternativ wird vorgeschlagen, dass für den Fall, dass der Torsionsbetriebskennwert
kleiner ist als der hinterlegte Nominalkennwert, zumindest der Testschritt und vorzugsweise
das Verfahren zurder Kalibrierungsschritt Kalibrierung zumindest teilweise wiederholt
wird.
[0019] Es wird insbesondere vorgeschlagen, dass der Destruktionskennwert ein Strom und/oder
eine Drehzahl der Antriebseinheit der Handwerkzeugmaschine ist. Hierdurch kann der
Destruktionskennwert auf einfache Art und Weise einer Steuer- und/oder Regelungskenngröße
zugeordnet werden.
[0020] Des Weiteren wird insbesondere vorgeschlagen, dass zumindest ein in einem Kalibrierungsschritt
erzeugter Torsionsbetriebskennwert, welcher zum Verdrehen des Objekts in einem Normalbetriebszustand
der Handwerkzeugmaschine vorgesehen ist, im Normalbetriebszustand, insbesondere ständig,
überwacht wird und in Abhängigkeit von einem Unterschreiten oder einem Überschreiten
von einem Grenzwert im Normalbetriebszustand geändert wird. Es kann vorteilhaft auf
sich während eines Normalbetriebszustands ändernde Gegebenheiten reagiert werden,
um eine vortielhaft zuverlässige Umwicklung von Bewehrungen mittels eines als Draht
ausgebildeten Objekts zu gewährleisten.
[0021] Ferner wird insbesondere vorgeschlagen, dass zumindest ein Belastungskennwert zu
einer Erzeugung und/oder zu einer Änderung eines Torsionsbetriebskennwerts, welcher
zum Verdrehen des Objekts in einem Normalbetriebszustand der Handwerkzeugmaschine
vorgesehen ist, berücksichtigt wird. Vorzugsweise ist der Belastungskennwert als eine
mit einer einer Verdrehung und/oder Verdrillung des Objekts entgegenwirkenden Kenngröße,
insbesondere einer Kraft und/oder eines Drehmoments, korrelierten Spannungskenngröße
und/oder Stromkenngröße ausgebildet. Bevorzugt wird zu einer Erzeugung und/oder zu
einer Änderung des Torsionsbetriebskennwerts zumindest ein Verdrillungsparameter berücksichtigt.
Der Verdrillungsparameter ist vorzugsweise eine Anzahl an Verdrehungen und/oder Verdrillungen
des Objekts, insbesondere um sich selbst. Alternativ oder zusätzlich ist es denkbar,
dass eine Anzahl an gewickelten Schlaufen des Objekts überwacht wird, insbesondere
um eine quntizierbare Aussage hinsichtlich eines Versagens des Objekts, insbesondere
des Drahts, zu bekommen. Mittels der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kann vorteilhaft
ein Belastungszustand des Objekts zu einer Erzeugung und/oder zu einer Änderung eines
Torsionsbetriebskennwerts berücksichtigt werden. Es kann vorteilhaft während einer
Erzeugung und/oder einer Änderung eines Torsionsbetriebskennwerts eine Anordnung des
zu verdrehende Objekts an einem Werkstück, insbesondere an einer Bewehrung, berücksichtigt
werden. Es können vorteilhaft zuverlässige Grenzwerte bestimmt werden, um eine sichere
Umwicklung von Bewehrungen mittels eines als Draht ausgebildeten Objekts zu gewährleisten.
[0022] In einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Handwerkzeugmaschine insbesondere
vorgeschlagen mit zumindest einer Antriebseinheit, welche dazu vorgesehen ist, zumindest
ein Objekt zu verdrehen, und mit zumindest einer Steuereinheit, welche dazu vorgesehen
ist, in wenigstens einem Betriebszustand zumindest die Antriebseinheit anzusteuern,
und welche in zumindest einem Kalibrierungsbetriebszustand zur Ausführung eines Verfahrens
zur Kalibrierung, insbesondere des zuvor beschriebenen Verfahrens, vorgesehen ist,
wobei die Steuereinheit in dem Kalibrierungsbetriebszustand dazu vorgesehen ist, ein
dem Objekt entsprechendes Testobjekt mittels der Antriebseinheit zumindest so weit
zu verdrehen, bis dieses durch das Verdrehen beschädigt ist. Hierdurch kann vorteilhaft
eine Effizienz, insbesondere eine Kosteneffizienz, der Handwerkzeugmaschine verbessert
werden. Darunter, dass "ein Objekt beschädigt ist" soll insbesondere verstanden werden,
dass das Objekt zumindest plastisch verformt und vorteilhaft zumindest teilweise,
insbesondere zumindest zu einem Großteil und besonders bevorzugt vollständig gebrochen
und/oder gerissen ist.
Zeichnung
[0023] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Handwerkzeugmaschine mit einer Antriebseinheit und einer Steuereinheit in einer
schematischen Seitenansicht,
- Fig. 2
- einen schematischen Ablaufplan eines Betriebs der Handwerkzeugmaschine, welcher ein
Verfahren zur Kalibrierung umfasst,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Torsionskennlinie.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0025] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Handwerkzeugmaschine 10 in einer
Seitenansicht. Die Handwerkzeugmaschine 10 ist zum Verdrehen eines zu verdrehenden
Objekts vorgesehen. Im vorliegenden Fall ist die Handwerkzeugmaschine 10 als ein Bewehrungsbinder
ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich könnte die Handwerkzeugmaschine 10 als eine
Bohrmaschine, ein Bohr- und/oder Schlaghammer, eine Säge, ein Hobel, ein Schrauber,
eine Fräse, ein Schleifer, ein Winkelschleifer, ein Gartengerät und/oder ein Multifunktionswerkzeug
ausgebildet sein.
[0026] Die Handwerkzeugmaschine 10 weist zumindest eine Steuereinheit 38 auf. Die Steuereinheit
38 umfasst zumindest eine Steuerelektronik. Die Steuerelektronik weist zumindest eine
Prozessoreinheit auf. Die Prozessoreinheit ist zumindest zur Ausführung eines Betriebsprogramms
vorgesehen. Ferner weist die Steuerelektronik eine Speichereinheit auf. In der Speichereinheit
ist ein Betriebsprogramm hinterlegt.
[0027] Die Handwerkzeugmaschine 10 weist eine Antriebseinheit 36 auf. Die Steuereinheit
38 ist dazu vorgesehen, in wenigstens einem Betriebszustand zumindest die Antriebseinheit
36 anzusteuern. Die Antriebseinheit 36 wird abhängig von zumindest einem Kennwert
betrieben. Die Antriebseinheit 36 weist eine erste Antriebsrichtung auf. Ferner weist
die Antriebseinheit 36 eine zweite Antriebsrichtung auf. Die zweite Antriebsrichtung
ist von der ersten Antriebsrichtung verschieden. Im vorliegenden Fall entspricht die
erste Antriebsrichtung einem Antrieb im Uhrzeigersinn. Die zweite Antriebsrichtung
entspricht einem Antrieb entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Antriebseinheit 36 ist zumindest
zum Antrieb wenigstens einer weiteren Einheit der Handwerkzeugmaschine 10 vorgesehen.
Die Antriebseinheit 36 wird abhängig von einem Kennwert betrieben. Der Kennwert ist
ein Strom, eine Spannung und/oder eine Drehzahl.
[0028] Die Handwerkzeugmaschine 10 weist eine Zuführeinheit 42 auf. Die Zuführeinheit 42
wird von der Antriebseinheit 36 angetrieben. Die Antriebseinheit 36 ist dazu vorgesehen,
in der ersten Antriebsrichtung zumindest die Zuführeinheit 42 anzutreiben. Die Zuführeinheit
42 ist zur Zuführung eines Rohlings vorgesehen. Der Rohling ist zur Herstellung des
zu verdrehenden Objekts 12 vorgesehen. Der Rohling ist eine Drahtspule. Die Handwerkzeugmaschine
10 stellt das zu verdrehende Objekt 12 aus dem Rohling her.
[0029] Die Handwerkzeugmaschine 10 weist eine Formeinheit 44 auf. Die Zuführeinheit 42 führt
der Formeinheit 44 den Rohling zumindest teilweise zu. Die Formeinheit 44 weist einen
schnabelförmigen Fortsatz auf. Die Formeinheit 44 verformt, insbesondere mittels des
Fortsatzes, den zugeführten Teil des Rohlings. Die Formeinheit 44 formt den zugeführten
Teil des Rohlings zumindest zu einer Schlaufe. Je nach Anforderung und insbesondere
Länge des zugeführten Teils des Rohlings, formt die Formeinheit 44 eine unterschiedliche
Anzahl von Schlaufen. Das zu verdrehende Objekt 12 ist ein Draht zur Verbindung von
Bewehrungen.
[0030] Die Handwerkzeugmaschine 10 weist eine Schneideinheit 46 auf. Die Schneideinheit
46 wird von der Antriebseinheit 36, insbesondere in der zweiten Antriebsrichtung,
angetrieben. Die Schneideinheit 46 ist dazu vorgesehen, den zugeführten Teil es Rohlings
abzulängen. Die Schneideinheit 46 stellt aus dem zugeführten Teil des Rohlings das
zu verdrehende Objekt 12 her. Insbesondere längt die Schneideinheit 46 den zugeführten
Teil des Rohlings während eines Verdrehens des zugeführten Teils des Rohlings ab.
[0031] Die Handwerkzeugmaschine 10 weist eine Verdreheinheit 40 auf. Die Verdreheinheit
40 ist von der Antriebseinheit 36, insbesondere in der zweiten Antriebsrichtung, angetrieben.
Mittels der Verdreheinheit 40 verdreht die Antriebseinheit 36 das zu verdrehende Objekt
12.
[0032] Fig. 2 zeigt einen schematischen Ablaufplan eines Betriebs der Handwerkzeugmaschine
10, welcher ein Verfahren zur Kalibrierung und/oder zum Betrieb der Handwerkzeugmaschine
10 umfasst.
[0033] Das Verfahren umfasst einen Einschaltschritt 50. Vor dem Einschaltschritt 50 ist
die Steuereinheit 38 ausgeschaltet. Bei dem Einschaltschritt 50 wird die Steuereinheit
38 eingeschaltet.
[0034] Das Verfahren umfasst einen Initialisierungsschritt 52. Bei dem Initialisierungsschritt
52 geht die Steuereinheit 38 in einen Bereitschaftsmodus über.
[0035] Das Verfahren umfasst einen Aktivierungsschritt 54. Bei dem Aktivierungsschritt 54
wird die Steuereinheit 38 von dem Bereitschaftsmodus in einen Betriebszustand überführt.
Im vorliegenden Fall wird die Steuereinheit 38 von einem Benutzer in den Betriebszustand
überführt. Der Benutzer überführt die Steuereinheit 38 in den Betriebszustand durch
Betätigung eines Betätigungselements der Handwerkzeugmaschine 10. Wird das Betätigungselement
nicht gedrückt, bleibt die Handwerkzeugmaschine 10 im Bereitschaftsmodus.
[0036] Das Verfahren umfasst einen ersten Abfrageschritt 56. Bei dem ersten Abfrageschritt
56 wird abgefragt, ob eine Kalibrierung durchgeführt werden soll. Zum Betrieb der
Handwerkzeugmaschine 10 wird von der Steuereinheit 38 ein Referenzbetriebskennwert
vorgegeben, mit welchem die Antriebseinheit 36 betrieben wird. Ist eine Kalibrierung
nicht initiiert, ist der Referenzbetriebskennwert ein Torsionsbetriebskennwert 30.
Der Referenzbetriebskennwert der Antriebseinheit 36 kann bei einem Betrieb bis zu
dem Torsionsbetriebskennwert 30 erhöht werden, ohne dass das zu verdrehende Objekt
12 beschädigt wird. Der Torsionsbetriebskennwert 30 kann beispielsweise bei einer
vorhergehenden Ausführung des Verfahrens zur Kalibrierung und/oder zum Betrieb ermittelt
worden sein. Eine Kalibrierung soll erfolgen, wenn ein Benutzer dieses, beispielsweise
durch Betätigung eines Betätigungselements, initiiert. Alternativ oder zusätzlich
ist es denkbar, dass eine Kalibrierung erfolgt, wenn ein Rohling, welcher zur Herstellung
des zu verdrehenden Objekts 12 vorgesehen ist, ausgetauscht wird, wenn die Steuereinheit
36 in den Betriebszustand, insbesondere aus dem Bereitsschaftsmodus, übergeht und/oder
wenn ein Fehlbetrieb auftritt, wie beispielsweise dann, wenn das zu verdrehende Objekt
12 insbesondere in einem Normalbetriebszustand beschädigt wird.
[0037] Das Verfahren weist einen Einstellschritt 58 auf. Der Einstellschritt 58 wird ausgeführt,
wenn eine Kalibrierung initiiert ist. Ist eine Kalibrierung nicht initiiert, ist der
Referenzbetriebskennwert durch einen Maximalkennwert ersetzt. Der Maximalkennwert
entspricht einem maximalen Kennwert, bis zu welchem die Antriebseinheit 36 betreibbar
ist.
[0038] Das Verfahren umfasst einen Zuführschritt 60. In dem Zuführschritt 60 wird der Rohling
zugeführt. Dazu wird die Zuführeinheit 42, insbesondere in der ersten Antriebsrichtung,
von der Antriebseinheit 36 angetrieben. Die Zuführeinheit 42 führt den Rohling der
Formeinheit 44 zu. Die Formeinheit 44 verformt den zugeführten Teil des Rohlings zumindest
zu einer Schlaufe.
[0039] Das Verfahren umfasst einen zweiten Abfrageschritt 62. In dem zweiten Abfrageschritt
62 wird eine Anzahl der Schlaufen des Rohlings bestimmt. Ist die Anzahl der Schlaufen
kleiner als eine angeforderte Anzahl, wird der Zuführschritt 60 weitergeführt. Der
Zuführschritt 60 wird beendet, wenn die Anzahl an Schlaufen größer oder gleich der
angeforderten Anzahl ist.
[0040] Das Verfahren umfasst einen Verdrehschritt 64. Der Verdrehschritt 64 wird durchgeführt,
wenn der Zuführschritt 60 beendet ist. In dem Verdrehschritt 64 wird der zugeführte
Teil des Rohlings verdreht. Dazu treibt die Antriebseinheit 36 die Verdreheinheit
40, insbesondere in der zweiten Antriebsrichtung, an. Der zugeführte Teil des Rohlings
wird mittels der Antriebseinheit 36 verdreht.
[0041] Das Verfahren umfasst einen dritten Abfrageschritt 66. Bei dem dritten Abfrageschritt
66 wird abgefragt, ob eine Anzahl an Verdrehungen des zugeführten Teils des Rohlings
und/oder eine für die Verdrehungen vorgesehene Zeit einen Referenzwert überschreitet.
Für einen Fall, dass dieser unterschritten ist, wird der Verdrehschritt 64 weitergeführt.
Ist der Referenzwert überschritten, wird der Verdrehschritt 64 beendet.
[0042] Das Verfahren umfasst einen Testschritt 14. Der Testschritt 14 wird durchgeführt,
wenn der Verdrehschritt 64 beendet ist. Der Testschritt 14 umfasst einen ersten Teilschritt.
Bei dem ersten Teilschritt wird der zugeführte Teil des Rohlings weiter verdreht.
Vorzugsweise wird zumindest ein Belastungskennwert zu einer Erzeugung und/oder zu
einer Änderung des Torsionsbetriebskennwerts 30, welcher zum Verdrehen des Objekts
12 in einem Normalbetriebszustand der Handwerkzeugmaschine 10 vorgesehen ist, berücksichtigt
wird. Die Antriebseinheit 36 treibt die Schneideinheit 46, insbesondere in der zweiten
Antriebsrichtung, an. Die Schneideinheit 46 längt den zugeführten Teil des Rohlings
ab und stellt das zu verdrehende Objekt 12 und/oder ein dem zu verdrehenden Objekt
12 entsprechendes Testobjekt her. Im vorliegenden Fall ist das zu verdrehende Objekt
12 ein Testobjekt. In einem weiteren Teilschritt wird das Testobjekt verdreht bis
dieses beschädigt ist. Dazu wird ein Kennwert, mit welchem die Antriebseinheit 36
betrieben wird, erhöht, bis das Testobjekt beschädigt ist und/oder bis der Referenzbetriebskennwert
erreicht ist. Im vorliegenden Fall ist der Kennwert ein Strom, mit dem die Antriebseinheit
36 betrieben wird. Alternativ oder zusätzlich kann der Kennwert eine Drehzahl sein,
mit der die Antriebseinheit 36 betrieben wird.
[0043] Das Verfahren umfasst einen vierten Abfrageschritt 68. Bei dem vierten Abfrageschritt
68 wird ermittelt, ob der Referenzbetriebskennwert erreicht ist. Ist der Referenzbetriebskennwert
noch nicht erreicht, wird der Testschritt 14 weitergeführt. Ist der Referenzbetriebskennwert
erreicht, wird der Testschritt 14 beendet. Alternativ oder zusätzlich kann eine Beschädigung
des Testobjekts untersucht werden. Ist das Testobjekt beschädigt, kann der Testschritt
beendet werden. Ist das Testobjekt nicht beschädigt, wird der Testschritt 14 fortgeführt.
[0044] Das Verfahren umfasst einen Stoppschritt 70. Der Stoppschritt 70 wird durchgeführt,
wenn der Testschritt 14 beendet ist. In dem Stoppschritt 70 wird die Antriebseinheit
36 gestoppt.
[0045] Das Verfahren umfasst einen vierten Abfrageschritt 72. Im vierten Abfrageschritt
72 wird abgefragt, ob eine Kalibrierung initiiert wurde. Ist keine Kalibrierung initiiert,
wird der Aktivierungsschritt 54 erneut durchgeführt. Ist eine Kalibrierung initiiert,
wird ein Ermittlungsschritt 18 des Verfahrens durchgeführt.
[0046] Das Verfahren umfasst einen den Ermittlungsschritt 18. Bei dem Ermittlungsschritt
18 wird ein Destruktionskennwert 20 ermittelt. Der Destruktionskennwert 20 ist der
Kennwert, bei welchem das Testobjekt durch das Verdrehen beschädigt wird. Zur Ermittlung
des Destruktionskennwerts 20 wird in den vorangegangenen Verfahrensschritten, insbesondere
in dem Testschritt 14, eine Torsionskennlinie 22 erfasst. Eine beispielhafte Torsionskennlinie
22 ist in einem Diagramm 82 in Fig. 3 dargestellt. Das Diagramm 82 weist eine Abszissenachse
78 auf. Auf der Abszissenachse 78 ist eine Zeit in Sekunden aufgetragen. Das Diagramm
82 weist eine Ordinatenachse 80 auf. Auf der Ordinatenachse 80 ist der Kennwert aufgetragen.
Im vorliegenden Fall ist der Kennwert ein Strom, mit welchem die Antriebseinheit 36
betrieben wird. Alternativ oder zusätzlich kann der Kennwert eine Drehzahl der Antriebseinheit
36 sein. Die Torsionskennlinie 22 weist ein lokales Maximum 24 auf. Der Destruktionskennwert
20 ist ein lokales Maximum 24 der Torsionskennlinie 22. Die Torsionskennlinie 22 weist
ein lokales Minimum 26 auf. Der Destruktionskennwert 20 liegt zeitlich nach dem lokalen
Minimum 26. Die Torsionskennlinie 22 weist zeitlich nach dem Zeitpunkt, an dem das
Testobjekt durch Ablängen hergestellt ist, das lokale Minimum 26 auf. Ferner weist
die Torsionskennlinie 22 ein weiteres lokales Maximum 27 auf. Das zweite lokale Maximum
27 liegt zeitlich vor dem lokalen Minimum 26. Der Destruktionskennwert 20 wird bestimmt,
indem nach durchlaufen des lokalen Minimums 26 der Kennwert erfasst wird, bis das
lokale Maximum 26 erreicht wird. Alternativ oder zusätzlich kann der Destruktionskennwert
20 durch Kombination mehrerer Torsionskennlinien erfasst werden. Beispielsweise kann
eine erste Torsionskennlinie einen zeitlichen Stromverlauf der Antriebseinheit 36
abbilden. Eine zweite Torsionskennlinie kann einen zeitlichen Verlauf der Drehzahl
der Antriebseinheit 36 abbilden. Die zweite Torsionskennlinie weist ein lokales Minimum
auf. Das lokale Minimum ist zeitlich vor dem Zeitpunkt, wo die erste Torsionskennlinie
das lokale Maximum aufweist.
[0047] Das Verfahren weist einen Kalibrierungsschritt 28 auf. Bei dem Kalibrierungsschritt
28 wird ein der Torsionsbetriebskennwert 30 erzeugt. Der Torsionsbetriebskennwert
30 ist zum Verdrehen des zu verdrehenden Objekts 12 in einem Normalbetriebszustand
der Handwerkzeugmaschine 10 vorgesehen. Der Torsionsbetriebskennwert 30 wird abhängig
von dem Destruktionskennwert 20 erzeugt. Zur Erzeugung des Torsionsbetriebskennwerts
30 wird der Destruktionskennwert 20 mittels einer Funktion gewichtet. Die Funktion
ist im vorliegenden Fall ein Faktor. Der Faktor ist kleiner als eins. Der Destruktionskennwert
20 wird mit der Funktion multipliziert, um den Torsionsbetriebskennwert 30 zu erzeugen.
[0048] Das Verfahren umfasst einen fünften Abfrageschritt 74. In der Speichereinheit ist
ein Nominalkennwert hinterlegt. Für den Fall, dass der erzeugte Torsionsbetriebskennwert
30 größer ist als der Nominalkennwert, geht die Steuereinheit 38 in den Bereitschaftsmodus,
insbesondere in den Initialisierungsschritt 52 über.
[0049] Das Verfahren umfasst einen Überschreibungsschritt 76. Ist der erzeugte Torsionsbetriebskennwert
30 kleiner als der Nominalkennwert, wird ein alternativer Torsionsbetriebskennwert
erzeugt. Der alternative Torsionsbetriebskennwert ist zumindest größer als der Nominalkennwert.
Alternativ oder zusätzlich kann, wenn der ermittelte Torsionsbetriebskennwert 30 kleiner
ist als der hinterlegt Nominalkennwert, zumindest der Testschritt 14 wiederholt werden.
[0050] Bei einem möglichen Ablauf des Verfahrens wird die Steuereinheit 38 im Einschaltschritt
50 eingeschaltet. Im Initialisierungsschritt 52 geht die Steuereinheit 38 in einen
Bereitschaftsmodus über. Infolge einer Betätigung des Betätigungselements durch einen
Benutzer wird die Steuereinheit 38 im Aktivierungsschritt 54 von dem Bereitschaftsmodus
in einen Betriebszustand überführt. Es wird überprüft, ob die Handwerkzeugmaschine
10 in einem Kalibrierungsbetriebszustand unter Last oder ohne Last ist. Sollte die
Handwerkzeugmaschine 10 in dem Kalibrierungsbetriebszustand sein, wird zumindest der
Torsionsbetriebskennwert 30 mittels des Testschritts 14 und/oder mittels eines alternativen
Verfahrensablaufs bestimmt. Im Testschritt 14 und/oder im alternativen Verfahrensablauf
wird im Zuführschritt 60 das, insbesondere als Draht ausgebildete, Objekt 12 mittels
der Zuführeinheit 42 der Formeinheit 44 zugeführt. Es wird vorzugsweise eine Anzahl
an gewickelten Schlaufen des Objekts 12 überwacht, insbesondere während einer Zuführung
des Objekts 12 zur Formeinheit 44. Sollte eine Anzahl an gewickelten Schlaufen des
Objekts 12 kleiner sein als eine vorgegebene Anzahl, so erfolgt weiterhin eine Zuführung
des Objekts 12 zur Formeinheit 44, um weitere gewickelte Schlaufen des Objekts 12
zu erhalten. Sollte eine Anzahl an gewickelten Schlaufen des Objekts 12 größer oder
gleich sein als eine vorgegebene Anzahl, so wird eine Zuführung gestoppt und es erfolgt
eine Verdrehung des Objekts 12 mittels der Verdreheinheit 40. Während der Verdrehung
des Objekts 12 mittels der Verdreheinheit 40 wird vorzugsweise eine Drehzahl und/oder
ein Strom der Antriebseinheit 36 überwacht. Bei einer Erkennung eines wiederholten
Drehzahleinbruchs der Antriebseinheit 36, wie beispielsweise fünf Drehzahleinbrüche
in Folge o. dgl., werden ein während der Drehzahleinbrüche erfasster maximaler Stromkennwert
der Antriebseinheit 36 und eine bis zu den Drehzahleinbrüchen erfasste Anzahl an Verdrehungen
des Objekts 12 in der Speichereinheit abgelegt. Es ist denkbar, dass der Testschritt
14 entfallen kann oder alternativ nach einer Erkennung von wiederholten Drehzahleinbrüchen
durchgeführt wird. Der in der Speichereinheit abgelegte maximale Stromkennwert wird
als oberer Grenzwert für einen Strom der Antriebseinheit 36 in der Speichereinheit
abgelegt, wobei der Grenzwert als Bezugsgröße zu einer Erkennung und/oder zu einer
Vermeidung einer Beschädigung des Objekts 12 während eines Normalbetriebszustands
heranziehbar ist. Insbesondere bildet der obere Grenzwert für einen Strom der Antriebseinheit
36 den Destruktionskennwert 20. Die in der Speichereinheit abgelegte Anzahl an Verdrehungen
wird als oberer Grenzwert für eine Anzahl an Verdrehungen in der Speichereinheit abgelegt,
wobei der Grenzwert als Bezugsgröße zu einer Erkennung und/oder zu einer Vermeidung
einer Beschädigung des Objekts 12 während eines Normalbetriebszustands heranziehbar
ist. Vorzugsweise werden der obere Grenzwert für einen Strom der Antriebseinheit 36
und der obere Grenzwert für eine Anzahl an Verdrehungen während einer Verdrehung des
Objekts 12 zu einer Verbindung von Werkstücken, insbesondere Bewehrungen, überwacht.
[0051] In dem Kalibrierungsbetriebszustand wird zumindest ein Belastungskennwert der Handwerkzeugmaschine
10 erfasst, der eine Aussage darüber ermöglicht, ob die Handwerkzeugmaschine 10 an
einem Werkstück, insbesondere an einer Bewehrung, angeordnet ist oder nicht. Es kann
vorteilhaft erfasst werden, ob die Handwerkeugmaschine 10 unter Last oder ohne Last
betrieben wird. Beispielsweise ist es denkbar, dass die Handwerkzeugmaschine 10 einen
Abstandssensor, einen Kontaktsensor oder einen anderen, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinenden Sensor aufweist, mittels dessen eine Anordnung der Handwerkzeugmaschine
10 an einem Werkstück erfassbar ist. Bei einer Erkennung einer Anordnung der Handwerkzeugmaschine
10 an einem Werkstück, insbesondere an einer Bewehrung, und einer Durchführung einer
Verdrehung des Objekts 12 am Werkstück erfolgt vorzugsweise ein Abgleich der in der
Speichereinheit hinterlegten oberen Grenzwerte mit neu erfassten Werten. Bei einer
Abweichung der neu erfassten Werte von den in der Speichereinheit hinterlegten oberen
Grenzwerte über einen Toleranzbereich hinaus wird vorzugsweise eine neue Festlegung
der oberen Grenzwerte in der Speichereinheit durchgeführt, insbesondere analog zu
dem bereits oben beschriebenen Verfahrensablauf, wie beispielsweise durch Überwachung
einer Drehzahl und/oder eines Stroms der Antriebseinheit 36 und einer daran anschließenden
Auswertung sowie Hinterlegung in der Speichereinheit. Es ist denkbar, dass lediglich
einer der oberen Grenzwerte geändert wird oder dass beide obere Grenzwerte geändert
werden.
[0052] In einem Normalbetriebszustand unter Last oder ohne Last wird vorzugsweise zumindest
ein in einem Kalibrierungsschritt 28 erzeugter Torsionsbetriebskennwert 30, welcher
zum Verdrehen des Objekts 12 im Normalbetriebszustand der Handwerkzeugmaschine 10
vorgesehen ist, im Normalbetriebszustand überwacht und in Abhängigkeit von einem Unterschreiten
oder einem Überschreiten von einem, insbesondere in der Speichereinheit hinterlegten
oberen, Grenzwert im Normalbetriebszustand geändert. Im Normalbetriebszustand wird
zumindest ein Belastungskennwert der Handwerkzeugmaschine 10 erfasst, der eine Aussage
darüber ermöglicht, ob die Handwerkzeugmaschine 10 an einem Werkstück, insbesondere
an einer Bewehrung, angeordnet ist oder nicht. Es kann vorteilhaft erfasst werden,
ob die Handwerkeugmaschine 10 unter Last oder ohne Last betrieben wird. Vorzugsweise
wird automatisch zwischen den Betriebszuständen Normalbetriebszustand und Kalibrierungsbetriebszustand
von der Steuereinheit 38 in Abhängigkeit von einer Erstinbetriebnahme, von einer Änderung
einer Werkstückkenngröße, wie beispielsweise eine Durchmesseränderung, einer Werkstückmaterialänderung
o. dgl., von Umwelteinflüssen, von einer Energieversorgungskenngröße der Handwerkzeugmaschine
10 o. dgl.
[0053] Bei einer Erkennung einer Anordnung der Handwerkzeugmaschine 10 an einem Werkstück,
insbesondere an einer Bewehrung, und einer Durchführung einer Verdrehung des Objekts
12 am Werkstück in einem Normalbetriebszustand erfolgt vorzugsweise ein Abgleich der
in der Speichereinheit hinterlegten oberen Grenzwerte mit neu erfassten Werten. Bei
einer Abweichung der neu erfassten Werte von den in der Speichereinheit hinterlegten
oberen Grenzwerten über einen Toleranzbereich hinaus, wird vorzugsweise eine neue
Festlegung der oberen Grenzwerte in der Speichereinheit durchgeführt, insbesondere
analog zu dem bereits oben beschriebenen Verfahrensablauf, wie beispielsweise durch
Überwachung einer Drehzahl und/oder eines Stroms der Antriebseinheit 36 und einer
daran anschließenden Auswertung sowie Hinterlegung in der Speichereinheit. Es ist
denkbar, dass lediglich einer der oberen Grenzwerte geändert wird oder dass beide
obere Grenzwerte geändert werden.
[0054] Bei einer Erkennung einer Beschädigung des Objekts 12, insbesondere eines Bruchs
des Objekts 12 infolge einer Verdrehung, ist vorzugsweise im Normalbetriebszustand
der alternative Torsionsbetriebskennwert erzeugbar. Der alternative Torsionsbetriebskennwert
ist vorzugsweise kleiner als der Torsionsbetriebskennwert 30, insbesondere um eine
Reduzierung eines in der Speichereinheit hinterlegten oberen Grenzwerts zu ermöglichen,
der eine Beschädigung des Objekts 12 infolge einer Verdrehung des Objekts 12 vermeiden
kann. Vorzugsweise ist der alternative Torsionsbetriebskennwert dadurch erzeugbar,
dass der im Ermittlungsschritt 18 erzeugte Destruktionskennwert 20 mit einem alternativen
Faktor multiplizierbar ist, der kleiner ist als eins und größer ist als der Faktor,
mit dem der Destruktionskennwert 20 zur Erzeugung des Torsionsbetriebskennwerts 30
multiplizierbar ist.
[0055] Bei einer Erkennung eines lockeren Anliegens des um das Werkstück gewickelten Objekts
12, insbesondere infolge einer Verdrehung des Objekts 12 mit einer zu geringen Anzahl
an Verdrehungen oder mit einer zu geringen Leistung der Antriebseinheit 36, ist vorzugsweise
im Normalbetriebszustand ein zusätzlicher Torsionsbetriebskennwert erzeugbar. Der
zusätzliche Torsionsbetriebskennwert ist vorzugsweise größer als der Torsionsbetriebskennwert
30, insbesondere um eine Erhöhung eines in der Speichereinheit hinterlegten oberen
Grenzwerts zu ermöglichen, der ein sicheres und festes Anliegen des Objekts 12 an
dem Wersktück infolge einer Verdrehung des Objekts 12 ermöglicht. Vorzugsweise ist
der zusätzliche Torsionsbetriebskennwert dadurch erzeugbar, dass der im Ermittlungsschritt
18 erzeugte Destruktionskennwert 20 mit einem zusätzlichen Faktor multiplizierbar
ist, der größer ist als eins. Es kann vorteilhaft eine individuelle Änderung von Kennwerten
zu einem Betrieb der Handwerkzeugmaschine 10 im laufenden Betrieb realisiert werden.
1. Verfahren zur Kalibrierung und/oder zum Betrieb einer Handwerkzeugmaschine (10), insbesondere
eines Bewehrungsbinders, welche dazu vorgesehen ist, wenigstens ein zu verdrehendes
Objekt (12) zu verdrehen, wobei das Verfahren wenigstens einen Testschritt (14) aufweist,
bei welchem ein dem zu verdrehenden Objekt (12) entsprechendes Testobjekt zumindest
so weit verdreht wird, bis dieses durch das Verdrehen beschädigt wird, gekennzeichnet durch wenigstens einen Ermittlungsschritt (18), bei welchem wenigstens ein Destruktionskennwert
(20), bei dem das Testobjekt durch das Verdrehen beschädigt wird, ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu verdrehende Objekt (12) ein Draht zur Verbindung von Bewehrungen ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung des Destruktionskennwerts (20) eine Torsionskennlinie (22) erfasst
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Destruktionskennwert (20) zumindest ein lokales Maximum (24) der Torsionskennlinie
(22) verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Destruktionskennwert (20) ein Wert verwendet wird, der zeitlich nach zumindest
einem lokalen Minimum (26) der Torsionskennlinie (22) liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Testobjekt an zumindest einem Zeitpunkt durch Ablängen hergestellt wird, wobei
die Torsionskennlinie (22) zeitlich nach diesem Zeitpunkt das lokale Minimum (26)
aufweist.
7. Verfahren zumindest nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, gekennzeichnet durch wenigstens einen Kalibrierungsschritt (28), bei welchem ein Torsionsbetriebskennwert
(30), welcher zum Verdrehen des Objekts (12) in einem Normalbetriebszustand der Handwerkzeugmaschine
(10) vorgesehen ist, abhängig von dem Destruktionskennwert (20) erzeugt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des Torsionsbetriebskennwerts (30) der Destruktionskennwert (20) mittels
einer Funktion gewichtet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass, für den Fall, dass der Torsionsbetriebskennwert (30) kleiner ist als ein hinterlegter
Nominalkennwert, zum Verdrehen des Objekts (12) in einem Normalbetriebszustand der
Handwerkzeugmaschine (10) ein alternativer Torsionsbetriebskennwert erzeugt wird,
welcher zumindest größer ist als der Nominalkennwert.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass, für den Fall, dass der Torsionsbetriebskennwert (30) kleiner ist als ein hinterlegter
Nominalkennwert, zumindest der Testschritt (14) wiederholt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Destruktionskennwert (20) ein Strom und/oder eine Drehgeschwindigkeit einer Antriebseinheit
(36) der Handwerkzeugmaschine (10) ist.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein in einem Kalibrierungsschritt (28) erzeugter Torsionsbetriebskennwert
(30), welcher zum Verdrehen des Objekts (12) in einem Normalbetriebszustand der Handwerkzeugmaschine
(10) vorgesehen ist, im Normalbetriebszustand überwacht wird und in Abhängigkeit von
einem Unterschreiten oder einem Überschreiten von einem Grenzwert im Normalbetriebszustand
geändert wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Belastungskennwert zu einer Erzeugung und/oder zu einer Änderung eines
Torsionsbetriebskennwerts (30), welcher zum Verdrehen des Objekts (12) in einem Normalbetriebszustand
der Handwerkzeugmaschine (10) vorgesehen ist, berücksichtigt wird.
14. Handwerkzeugmaschine (10), insbesondere Bewehrungsbinder, mit zumindest einer Antriebseinheit
(36), welche dazu vorgesehen ist, zumindest ein zu verdrehendes Objekt (12) zu verdrehen,
und mit zumindest einer Steuereinheit (38), welche dazu vorgesehen ist, in wenigstens
einem Betriebszustand zumindest die Antriebseinheit (36) anzusteuern, und welche in
zumindest einem Kalibrierungsbetriebszustand zur Ausführung eines Verfahrens zur Kalibrierung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (38) in dem Kalibrierungsbetriebszustand dazu vorgesehen ist, ein
dem Objekt (12) entsprechendes Testobjekt mittels der Antriebseinheit (36) zumindest
so weit zu verdrehen, bis dieses durch das Verdrehen beschädigt ist.
1. Method for calibrating and/or operating a hand-held power tool (10), in particular
a rebar tier, which is intended to rotate at least one object (12) to be rotated,
wherein the method has at least one test step (14) in which a test object corresponding
to the object (12) to be rotated is rotated at least to such an extent that it is
damaged by the rotation, characterized by at least one determining step (18) in which at least one destruction characteristic
value (20), at which the test object is damaged by the rotation, is determined.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the object (12) to be rotated is a wire for connecting rebars.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that, to determine the destruction characteristic value (20), a torsion characteristic
curve (22) is identified.
4. Method according to Claim 3, characterized in that at least one local maximum (24) of the torsion characteristic curve (22) is used
as the destruction characteristic value (20).
5. Method according to Claim 3 or 4, characterized in that a value which lies chronologically after at least one local minimum (26) of the torsion
characteristic curve (22) is used as the destruction characteristic value (20).
6. Method according to Claim 5, characterized in that the test object is produced at at least one time by cutting to length, wherein the
torsion characteristic curve (22) has the local minimum (26) chronologically after
this time.
7. Method at least according to one of the preceding claims, characterized by at least one calibrating step (28) in which a torsion operation characteristic curve
(30), which is provided for rotating the object (12) in a normal operating state of
the hand-held power tool (10), is generated depending on the destruction characteristic
value (20) .
8. Method according to Claim 7, characterized in that, to generate the torsion operation characteristic value (30), the destruction characteristic
value (20) is weighted by means of a function.
9. Method according to Claim 7 or 8, characterized in that, if the torsion operation characteristic value (30) is lower than a stored nominal
characteristic value, to rotate the object (12) in a normal operating state of the
hand-held power tool (10), an alternative torsion operation characteristic value is
generated, which is at least higher than the nominal characteristic value.
10. Method according to Claim 7 or 8, characterized in that, if the torsion operation characteristic value (30) is lower than a stored nominal
characteristic value, at least the test step (14) is repeated.
11. Method according to one of Claims 2 to 10, characterized in that the destruction characteristic value (20) is a current and/or a rotational speed
of a drive unit (36) of the hand-held power tool (10).
12. Method according to one of the preceding claims, characterized in that at least one torsion operation characteristic value (30) which is generated in a
calibrating step (28) and is provided for rotating the object (12) in a normal operating
state of the hand-held power tool (10), is monitored in the normal operating state
and is modified depending on whether a limit value in the normal operating state is
dropped below or exceeded.
13. Method according to one of the preceding claims, characterized in that at least one load characteristic value for generating and/or for modifying a torsion
operation characteristic value (30), which is provided for rotating the object (12)
in a normal operating state of the hand-held power tool (10), is taken into consideration.
14. Hand-held power tool (10), in particular rebar tier, having at least one drive unit
(36) which is intended to rotate at least one object (12) to be rotated, and having
at least one control unit (38) which is intended to control at least the drive unit
(36) in at least one operating state and which, in at least one calibrating operating
state, is intended to carry out a calibrating method according to one of the preceding
claims, characterized in that the control unit (38) is intended, in the calibrating operating state, to rotate
a test object corresponding to the object (12) by means of the drive unit (36) at
least to such an extent that it is damaged by the rotation.
1. Procédé d'étalonnage et/ou de fonctionnement d'une machine-outil à main (10), notamment
d'un lieur d'armature, qui est prévue pour tordre au moins un objet à tordre (12),
le procédé comportant au moins une étape de test (14) dans laquelle un objet de test,
correspondant à l'objet à tordre (12), est tordu au moins jusqu'à ce qu'il soit endommagé
par la torsion, caractérisé par au moins une étape de détermination (18) dans laquelle au moins une valeur caractéristique
de destruction (20) est déterminée à laquelle l'objet de test est endommagé par torsion.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'objet à tordre (12) est un fil métallique de liaison d'armatures.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une caractéristique de torsion (22) est détectée pour déterminer la valeur caractéristique
de destruction (20).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'au moins un maximum local (24) de la caractéristique de torsion (22) est utilisé comme
valeur caractéristique de destruction (20).
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la valeur caractéristique de destruction (20) utilisée est une valeur qui est située
dans le temps après au moins un minimum local (26) de la caractéristique de torsion
(22).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'objet de test est réalisé au moins à un instant donné par tronçonnage, la caractéristique
de torsion (22) présentant le minimum local (26) après cet instant.
7. Procédé selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé par au moins une étape d'étalonnage (28) dans laquelle une valeur caractéristique de
fonctionnement en torsion (30), qui est prévue pour tordre l'objet (12) dans un état
de fonctionnement normal de la machine-outil à main (10), est générée en fonction
de la valeur caractéristique de destruction (20).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la valeur caractéristique de destruction (20) est pondérée au moyen d'une fonction
afin de générer la valeur caractéristique de fonctionnement en torsion (30) .
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que, dans le cas où la valeur caractéristique de fonctionnement en torsion (30) est inférieure
à une valeur caractéristique nominale mémorisée, une valeur caractéristique de fonctionnement
en torsion alternative, qui est au moins supérieure à la valeur caractéristique nominale,
est générée afin de tordre l'objet (12) dans un état de fonctionnement normal de la
machine-outil à main (10).
10. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que, dans le cas où la valeur caractéristique de fonctionnement en torsion (30) est inférieure
à une valeur caractéristique nominale mémorisée, au moins l'étape de test (14) est
répétée.
11. Procédé selon l'une des revendications 2 à 10, caractérisé en ce que la valeur caractéristique de destruction (20) est un courant et/ou une vitesse de
rotation d'une unité d'entraînement (36) de la machine-outil à main (10).
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une valeur caractéristique de fonctionnement en torsion (30), qui est générée
lors d'une étape d'étalonnage (28) et qui est prévue pour tordre l'objet (12) dans
un état de fonctionnement normal de la machine-outil à main (10), est surveillée dans
l'état de fonctionnement normal et est modifiée en fonction d'un franchissement vers
le bas ou vers le haut d'une valeur limite dans l'état de fonctionnement normal.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une valeur caractéristique de charge est prise en compte pour générer et/ou
modifier une valeur caractéristique de fonctionnement en torsion (30) qui est prévue
pour tordre l'objet (12) dans un état de fonctionnement normal de la machine-outil
à main (10).
14. Machine-outil à main (10), en particulier lieur d'armature, comprenant au moins une
unité d'entraînement (36) qui est prévue pour tordre au moins un objet à tordre (12)
et au moins une unité de commande (38) qui est prévue pour commander au moins l'unité
d'entraînement (36) dans au moins un état de fonctionnement et qui est prévue dans
au moins un état de fonctionnement d'étalonnage pour mettre en œuvre un procédé d'étalonnage
selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de commande (38) est prévue dans l'état de fonctionnement d'étalonnage pour
tordre un objet de test correspondant à l'objet à tordre (12) au moyen de l'unité
d'entraînement (36) au moins jusqu'à endommager celui-ci endommagé par torsion.