[0001] Die Erfindung betrifft eine nach dem Stirling-Kreisprozess arbeitende Wärmekraftmaschine
mit Multivalenzcharakter, d. h. Nutzung unterschiedlicher Energiequellen (Sonne, Verbrennung
vorhandener Materialien), zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme, die speziell
als unabhängige Energieversorgung von Haushalten, insbesondere als Insellösung, geeignet
ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Wärmezyklusmaschinen bekannt, die auf dem Stirlingmotor,
der mehr als ein Jahrhundert lang unter Einsatz immer modernerer Werkstoffe weiterentwickelt
und optimiert wurde, basieren. Diesen Maschinen gemeinsam ist das Prinzip der Kreisprozessarbeit,
wie sie durch Gustav Schmidt in den 1870er Jahren unter Berücksichtigung von Totvolumen,
verschiedener Ladedrücke, diverser Temperaturunterschiede, Laufgeschwindigkeiten u.v.a.m.
vorausberechnet wurde.
[0003] Der bekannte Aufbau von Stirlingmotoren, bei dem Verdränger- und Arbeitskolben mechanisch,
z. B. mittels eines Gestänges, gekoppelt werden, wurde dabei weitestgehend beibehalten.
Eine Ausnahme hiervon bilden der Ringbom·Motor und die neuesten Niedrigtemperatur-Stirlingmotoren.
[0004] Die Umwandlung von Wärmeenergie in mechanische Arbeit unter Verwendung von Kolben
zieht zwangsläufig eine zyklische Beschleunigung und Abbremsung der Kolbenmasse nach
sich, wodurch der Wirkungsgrad reduziert wird. Die
DE 10 2008 048 633 B4 und
DE 10 2008 048 639 B4 beschreiben ein kolbenloses System, das nach dem Stirlingprinzip arbeitet, wobei
zwei Kammern, die abwechselnd gekühlt und erwärmt werden, jeweils über eine Fluidleitung
mit einer von dem zwischen den beiden Kammern hin und her strömenden Arbeitsgas angetriebenen
Turbine verbunden sind.
[0005] Aus
EP 2 037 113 A2 ist weiterhin eine Wärmekraftmaschine mit zwei Verdrängerkolben in zwei Kammern mit
je unterschiedlich temperierten Seiten bekannt, die ein Arbeitsgas zu einem Kolben
einer Arbeitsmaschine fördern. Beide nebeneinander angeordnete Kammern besitzen einen
doppelwandigen Aufbau mit darin zirkulierenden Kühl- bzw. Heizmedien. Die vertikal
bewegten Verdrängerkolben sind - beispielsweise mittels einer Steuerkette - gekoppelt.
[0006] Ein weiteres Problem von insbesondere unter Ladedruck arbeitenden Wärmezyklusmaschinen
ist deren Dichtigkeit, da aufgrund ihres Konstruktionsprinzips ständig das Arbeitsgas
(meist Helium) entweicht und somit entsprechend nachgefüllt werden muss. Das Drehmoment,
das letztlich in elektrische oder mechanische Antriebsleistung zu wandeln ist, wird
nämlich außerhalb der eigentlichen Maschine über einen auf der Arbeitswelle angebrachten
Generator, Pumpe o.ä. abgenommen, d. h., die ständig rotierende Welle muss an der
Durchtrittsöffnung, an der sie aus dem Maschinengehäuse geführt wird, heliumdicht
abgedichtet werden. Einzige Ausnahme ist hier die Nutzung eines Lineargenerators zur
Stromerzeugung, der direkt in die Wandung eines Arbeitszylinders eingebracht wird,
wobei hier jedoch wieder bewegte Kolben zum Einsatz kommen.
[0007] Um einen nennenswerten Anteil an mechanischer Energie zu erzielen, sind ein hohes
Temperaturgefälle, hohe Ladedrücke und daraus resultierende hohe Ansprüche an die
Materialien erforderlich, die ihrerseits nicht geschmiert werden können. Entsprechend
hoch sind die Kosten für eine Maschine, die meist fest an eine dedizierte Energiequelle
montiert ist, um optimiert eingestellt zu sein.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist, eine kostengünstige, langlebige und wartungsarme Wärmezyklusmaschine
für z. B. die Energieversorgung eines Haushaltes bereitzustellen, mit welcher eine
effiziente Umwandlung von Wärme aus einer beliebigen externen Wärmequelle ermöglicht
sein soll, wobei ein allmählicher Leckageverlust von Arbeitsgas vermieden werden soll.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Wärmezyklusmaschine mit den kennzeichnenden Merkmalen
nach Patentanspruch 1 gelöst; zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung finden sich
in den Unteransprüchen.
[0010] Gemäß der Erfindung wird für eine dezentrale Energieversorgung eine hermetisch dichte
Wärmezyklusmaschine mit zwei, als geteilte Doppelwandgefäße ausgeführten Kammern (d.
h. Verdrängerzylinder), deren Doppelwand jeweils von heißem Öl bzw. kaltem Wasser
durchströmt wird, zwei gegenläufig arbeitenden Verdrängern und einem radial durchströmten
Arbeitsrotor bereitgestellt, wobei alle bewegten Teile in einem abgeschlossenen, insbesondere
hermetisch dichten, Gehäuse angeordnet sind.
[0011] Die Wärmezyklusmaschine weist in grundsätzlich bekannter Weise eine Kammeranordnung
auf, die zwei zylinderförmige Kammern mit im Wesentlichen identischem Fassungsvermögen
umfasst. Jede der Kammern ist von einem aus zwei, thermisch gegeneinander isolierten
Teilgehäusen aufgebauten, doppelwandigen Kammergehäuse, jeweils umfassend eine innere
und eine äußere Gehäusewand, umschlossen. Durch die inneren und die äußeren Teilgehäusewände
ist jeweils ein Hohlraum gebildet, der von einem Wärmefluid durchströmbar ist. Hierzu
weist jedes der Teilgehäuse in seiner äußeren Gehäusewand einen Wärmefluideingang
zur Einleitung eines Wärmefluids in den zwischen der inneren und der äußeren Teilgehäusewand
ausgebildeten Hohlraum sowie einen Wärmefluidausgang zur Ausleitung des Wärmefluids
aus dem Hohlraum auf.
[0012] Indem in die Doppelwand des ersten Teilgehäuses ein heißes Wärmefluid (z. B. 300
°C heißes Öl) und in die Doppelwand des zweiten Teilgehäuses ein kaltes Wärmefluid
(z. B. Wasser mit einer Temperatur von weniger als 50 °C) eingeleitet werden, sind
in der Kammer ein heißer und ein kalter Bereich ausgebildet.
[0013] Weiterhin beinhaltet die Wärmezyklusmaschine jeweils eine oder (vorzugsweise) mehrere,
mit einem Ventil verschließbare Arbeitsgaszuleitungen von jeder Kammer zu einem den
Arbeitsrotor umhausenden Rotorgehäuse und Arbeitsgasableitung von dem Rotorgehäuse
zu den Kammern, wobei jeweils ein Absperrventil in die Arbeitsgasableitung vor ihrem
Eintritt in jede der Kammern eingebracht ist. Diese Arbeitsgasableitung ist in Form
eines zwischen den beiden Kammern entlang der Rotationsache des Arbeitsrotors verlaufenden
Hohlzylinders ausgebildet, wobei der Arbeitsrotor drehbar, z. B. mittels Wälzlagern,
auf der Arbeitsgasableitung gelagert ist. An der Position, an der der Rotor angeordnet
ist, sind Durchbrüche in die Arbeitsgasableitung eingebracht, sodass das aus dem Rotor
ausströmende Arbeitsgas radial in die Arbeitsgasableitung einströmen kann.
[0014] Innerhalb jeder der Kammern ist ein für das Arbeitsgas durchlässiger Verdrängerkolben,
dessen Durchmesser kleiner als der Innendurchmesser der Kammer ist, beweglich angeordnet.
Vorzugsweise ist hierbei der Durchmesser des Verdrängerkolbens nur geringfügig kleiner
als der Kammerinnendurchmesser, um den Strömungsquerschnitt für das an der Kammerinnenwand
entlang strömende Arbeitsgas klein zu halten. Die Länge des Verdrängerkolbens entspricht
vorzugsweise in etwa der halben Kammerlänge. Somit kann der Verdrängerkolben den heißen
bzw. den kalten Bereich innerhalb einer Kammer (nahezu) vollständig ausfüllen, sodass
ein in der Kammer befindliches Arbeitsgas in den jeweilig anderen, d. h. den nicht
von dem Verdrängerkolben ausgefüllten Bereich, der Kammer hineingedrängt wird.
[0015] Erfindungsgemäß sind beide zylinderförmige Kammern durch eine jeweils an einer ihrer
Stirnseiten angeordnete, mittels eines Absperrventils verschließbare Hydraulikleitung
verbunden. Jeder Verdrängerkolben ist starr mit einem in der Hydraulikleitung beweglich
angeordneten Schubkolben verbunden, wobei der Schubkolben dicht mit der Innenwandung
der Hydraulikleitung abschließt; sodass er diese gegen die Kammer abdichtet.
[0016] Von den Kammern, den Schubkolben, den Arbeitsgaszuleitungen, der Arbeitsgasableitung
und dem Rotorgehäuse ist hierbei ein hermetisch dichter Arbeitsgasraum gebildet. Eventuelle
Leckagen von Arbeitsgas in die Hydraulikleitung, d. h. an den Schubkolben vorbei,
beeinträchtigt die Dichtigkeit nicht, da die Hydraulikleitung nur mit den Kammern
verbunden ist.
[0017] Die Funktionsweise der Wärmezyklusmaschine ergibt sich wie folgt:
Durch das erste Teilgehäuse jeder Kammer wird ein von einer externen Wärmequelle,
z. B. ein Öl- oder Gasbrenner, ein Holzvergaser oder eine solare Parabolrinne, erhitztes
Wärmefluid, durch das zweite Teilgehäuse ein kaltes, d. h. als Kühlmittel wirkendes,
Wärmefluid durchgeleitet. Somit bilden sich in jeder Kammer ein heißer und ein kalter
Bereich aus.
[0018] Die Verdrängerkolben pendeln in den Kammern zwischen diesen beiden Bereichen, d.
h. zwischen heißem und kaltem Bereich, hin und her, wobei sich der eine Verdrängerkolben
in seiner Kammer z. B. im heißen Bereich und der andere Verdrängerkolben zur selben
Zeit in seiner Kammer im kalten Bereich befindet. Durch die Kopplung über Hydraulikleitung
und Schubkolben bewegen sich die Verdrängerkolben nahezu gleichzeitig in den jeweils
anderen Bereich ihrer Kammer, wobei durch Schließen und Öffnen des Absperrventils
in der Hydraulikleitung eine gewisse Zeitverzögerung bis zum Verschieben der einzelnen
Verdrängerkolben ermöglicht ist, d. h., die Verdrängerkolben können erst dann von
einem Bereich, z. B. dem heißen Bereich, der Kammer in den anderen Bereich, z. B.
kalten Bereich, verschoben werden, wenn das Absperrventils in der Hydraulikleitung
geöffnet ist.
[0019] Das Arbeitsgas, welches sich im heißen Bereich einer Kammer befindet, wird entsprechend
erhitzt und dehnt sich somit aus. Hiermit geht, da das Kammervolumen konstant bleibt,
eine Druckerhöhung einher. Durch entsprechendes Öffnen der Ventile der Arbeitsgaszuleitungen
von der Kammer in das Arbeitsrotorgehäuse und Schließen des Ventils der Arbeitsgasableitung
zu der Kammer strömt das heiße Arbeitsgas - ggf. durch den gasdurchlässigen Verdrängerkolben
bzw. zwischen Gehäusewand und Verdrängerkolben vorbei - in das Arbeitsrotorgehäuse,
wo es den Arbeitsrotor antreibt, und von dort schließlich in den kalten Bereich der
anderen Kammer.
[0020] Das erhitzte Arbeitsgas wirkt aber auch auf den Schubkolben und drückt denselben
in die Hydraulikleitung. Durch Schließen des Absperrventils in der Hydraulikleitung
wird dieser Schubaufbau (vorläufig) jedoch nicht auf den anderen Verdrängerkolben
übertragen. Nach einer gewissen Zeit, z. B. wenn der Massestrom des heißen Arbeitsgases
zum Antrieb des Arbeitsrotors nachlässt, wird das Absperrventil der Hydraulikleitung
geöffnet, sodass beide Verdrängerkolben in den jeweils anderen Bereich ihrer Kammer
verschoben werden.
[0021] Entsprechend der Bewegung der Verdrängerkolben wird das Arbeitsgas in den Kammern
in den jeweils anderen Bereich gedrängt, d. h., das heiße Arbeitsgas wandert in den
kalten Bereich und das in der anderen Kammer befindliche kalte Arbeitsgas wandert
in den heißen Bereich seiner Kammer. Das noch heiße Arbeitsgas wird beim Durchgang
durch den Verdrängerkolben, der aus einem Regeneratormaterial besteht, d. h. er kann
Wärmeenergie speichern, abgekühlt, während das (noch kalte) Arbeitsgas in der anderen
Kammer beim Durchgang durch den Verdrängerkolben vorgewärmt wird. Im heißen Bereich
der Kammer wird das vorgewärmte Arbeitsgas weiter erhitzt, während das Arbeitsgas
in der anderen Kammer in deren kaltem Bereich weiter abgekühlt wird.
[0022] Somit ändern sich die Druckverhältnisse in den Kammern. In derjenigen Kammer, die
zuvor unter hohem Druck stand, sinkt der Gasdruck, während der Gasdruck in der anderen
Kammer durch das Erhitzen des Arbeitsgases ansteigt. Nun werden die Ventile der zu
dem Rotorgehäuse führenden Arbeitsgaszuleitungen von der Kammer, in der der Druck
angestiegen ist, geöffnet (die Ventile der Arbeitsgaszuleitungen der anderen Kammer
wurden zuvor geschlossen) und das Ventil der Arbeitsgasableitung zu der Kammer (mit
dem nun hohen Druck) wird geschlossen bzw. das zu der anderen, nunmehr unter geringem
Druck stehenden Kammer geöffnet. Somit strömt das Arbeitsgas - ggf. durch den gasdurchlässigen
Verdrängerkolben bzw. zwischen Gehäusewand und Verdrängerkolben - in das Arbeitsrotorgehäuse,
wo es den Arbeitsrotor antreibt, und von dort schließlich in den kalten Bereich der
anderen Kammer.
[0023] Durch das zyklische Strömen von Arbeitsgas zwischen den beiden Kammern wird der Arbeitsrotor
ständig angetrieben, wobei die Antriebskraft zum Antrieb des Arbeitsrotors aufgrund
der einzelnen Zyklen ebenfalls zyklisch schwankt.
[0024] Auf dem Arbeitsrotor können Permanentmagnete befestigt sein, wobei ein im Arbeitsrotorgehäuse
angeordneter Stator Induktionsspulen aufweisen kann. Dadurch ist es möglich, mittels
Induktion direkt innerhalb des Arbeitsrotorgehäuses Strom zu erzeugen, sodass eine
nach außen geführte, rotierende Welle entfallen kann.
[0025] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Wärmezyklusmaschine ist somit ihre hermetische
Dichtigkeit aufgrund der geschlossenen Konstruktion, d. h., alle beweglichen Teile
inklusive Generator verbleiben im Inneren der Maschine. Lediglich die Stromleitungen
des Generators werden nach außen aus dem Gehäuse herausgeführt.
[0026] Ein weiterer Vorteil ist die Multivalenz der Wärmezyklusmaschine durch die Möglichkeit
der Anbindung an einen Heißölkreislauf eines vorhandenen Heizgerätes, bspw. Öl- oder
Gasbrenner, Holzvergaser, solare Parabolrinne etc., wobei beliebig wechselnde Wärmeenergiequellen
zuschaltbar sind, sodass auf - je nach örtlichen Gegebenheiten - vorhandene Energiequellen
zurückgreifbar ist. Zusätzlich ist die durch die Kühlung des Arbeitsgases anfallende
Abwärme für z. B. eine Warmwasserheizung nutzbar.
[0027] Indem die Verdränger als Kolben ausgeführt sind, ist ein kurzes Verweilen an den
Totpunkten (d. h. Endpositionen der zyklischen Hin und Her Bewegung) gewährleistet,
wodurch eine effizientere Erhitzung bzw. Abkühlung des Arbeitsgases ermöglicht ist.
Zudem ist die Verweilzeit der Verdrängerkolben an den Totpunkten mittels des Absperrventils
der Hydraulikleitung steuerbar.
[0028] Zusätzlich ist die mechanische Effizienz durch die Verwendung eines Arbeitsrotors
(d. h. Aufhebung des Arbeitskolbenprinzips) und durch eine Vermeidung des Kontakts
der Verdrängerkolben zu den Kammergehäusewänden erhöht.
[0029] Auch ist die Wärmezyklusmaschine von einer langen Lebensdauer gekennzeichnet, da
auf Maximaltemperaturen bzw. -drücke verzichtet werden kann, und somit aufgrund geringerer
Materialbelastung ein geringerer Wartungsaufwand erforderlich ist.
[0030] Die Erfindung kann weiter derart ausgebildet sein, dass der Verdrängerkolben mittels
Rädern, die auf beispielsweise drei, innerhalb der Kammer an deren Innenwand angeordneten
Schienen laufen, beweglich gelagert ist. Hierbei sind die Schienen in vorteilhafter
Weise in der Kammermitte unterbrochen, d. h. sie verlaufen nicht durchgängig von einer
Stirnseite zu der gegenüberliegenden Stirnseite der Kammer, sodass zwar jedes Rad
über seine gesamte Lauflänge immer auf einer Schiene läuft, jedoch kein Wärmetransport
innerhalb der Kammer über die Schienen vom heißen in den kalten Bereich möglich ist.
Durch die Verwendung dieses Rad-Schiene-Systems sind die Reibungskräfte zwischen Verdrängerkolben
und Kammerinnenwand stark verringert, sodass der mechanische Wirkungsgrad verbessert
ist.
[0031] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der Arbeitsrotor zwei Paare parallel zueinander
angeordneter, kreisrunder Scheiben aufweist, wobei zwischen den Scheiben jedes Paares
spiralförmig vom Außenrand zum Zentrum verlaufende Strömungskanäle ausgebildet sind,
durch welche das Arbeitsgas strömt, um den Rotor in Rotation zu versetzen.
[0032] In vorteilhafter Weise sind auf jedem Rotorscheibenpaar, z. B. jeweils auf der dem
anderen Rotorscheibenpaar zugewandten Außenseite, Permanentmagnete angeordnet, z.
B. aufgeklebt. Ein als kreisrunde Platte ausgebildeter Stator kann zwischen den beiden
Rotorscheibenpaaren angeordnet sein, wobei die Statorplatte (in ihrem Inneren oder
auf ihrer Oberfläche) über Induktionsspulen zur Erzeugung von elektrischem Strom verfügen
kann. Somit ist der elektrische Strom innerhalb des Arbeitsrotorgehäuses erzeugbar,
sodass keine rotierende Welle aus dem Arbeitsrotorgehäuse herauszuführen ist - das
Arbeitsrotorgehäuse bleibt hermetisch dicht.
[0033] Zu Verringerung des Totraumes für das Arbeitsgas kann die Erfindung derart ausgestaltet
sein, dass die Anzahl der Arbeitsgaszuleitungen von einer Kammer zu dem Rotorgehäuse
der Anzahl der spiralförmig vom Außenrand zum Zentrum verlaufenden Strömungskanäle
eines Rotorscheibenpaares entspricht. Insbesondere können die Anschlüsse für die Arbeitsgaszuleitungen
zu dem Rotorgehäuse auf der Stirnseite jeder Kammer auf einem Kreis gleichmäßig beabstandet
angeordnet sein.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform ist der Arbeitsrotor mittels wenigstens zweier Kugellager,
beispielsweise zweier Schrägkugellager mit einem Druckwinkel von z. B. 10° in O-Ausführung,
auf der Arbeitsgasableitung gelagert, wobei die Wandung der Arbeitsgasableitung radial
durch leicht zentripetal gerichtete Laminarprofile unterbrochen, d. h. im Bereich
des Arbeitsrotors, beispielsweise zwischen den Platten jedes Rotorplattenpaares, spiralförmig
von der Außenwand zu der Innenwand verlaufende Durchbrüche aufweist. Das Arbeitsgas
kann hierdurch ungebremst und laminar von den z. B. spiralförmig vom Außenrand zum
Zentrum verlaufenden Strömungskanälen des Arbeitsrotors in die Arbeitsgasableitung
hineinströmen sowie mit hoher Geschwindigkeit (unterhalb Schallgeschwindigkeit) und
hoher Drallwirkung durch das Innere der Arbeitsgasableitung zurück über das jeweils
geöffnete Absperrventil in die jeweilige Kammer strömen. Die hohe Geschwindigkeit
sorgt dabei für hohen Impuls des Gases und damit für einen guten Füllungsgrad der
Kammern.
[0035] Die Erfindung kann weiter derart ausgebildet sein, dass die zu dem Arbeitsgasraum
gerichtete Innenseite, d. h. die innere Gehäusewand, jeder Kammer eine aufgeraute
bzw. grobkörnige Oberfläche aufweist, um die zur Wärmeübertragung nutzbare Fläche
zu vergrößern.
[0036] Außerdem kann vorgesehen sein, dass die inneren Gehäusewände auf den Stirnflächen
der Kammern in das Innere der Kammern gerichtete, z. B. stabförmige Auswölbungen aufweisen,
die von dem durch die doppelwandige Gehäusewand der Kammern durchgeleiteten Wärmefluid
durchströmbar sind. Hierbei weisen die Verdrängerkolben an den entsprechenden Positionen
in Größe und Form übereinstimmende Ausnehmungen auf, sodass die Auswölbungen der Gehäuseinnenwand
bei der im Betrieb der Wärmezyklusmaschine pendelnden Bewegung der Verdrängerkolben
nahezu passgenau in die Ausnehmungen der Verdrängerkolben "einfahren". Dieses konstruktive
Merkmal vergrößert ebenfalls die zur Wärmeübertragung von der Kammergehäusewand auf
das Arbeitsgas nutzbare Fläche.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform bestehen die Verdrängerkolben im Wesentlichen aus einem
offenporigen Metall- oder Keramikschaum, dessen Porengröße vom Rand zum Zentrum stetig
abnimmt. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Zylindermantel massiv ausgebildet
ist, während innerhalb des massiven Zylindermantels ein offenporiger Metall- oder
Keramikschaum angeordnet ist, dessen Porengröße vom Zylindermantel zur Zylinderlängsachse
stetig zunimmt, d. h. die Poren werden vom Rand zum Zentrum hin größer.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
wobei gleiche oder ähnliche Merkmale mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Dazu
zeigen in schematischer Darstellung die
Fig. 1: ein Ausführungsbeispiel der Wärmezyklusmaschine als Blockheizkraftwerk im
Längsschnitt;
Fig. 2: den Arbeitsrotor gemäß dieses Ausführungsbeispiels im Längs- und Querschnitt;
und
Fig. 3: die Arbeitsgasableitung im Längs- und Querschnitt.
[0039] Die Wärmezyklusmaschine gemäß Figur 1 umfasst die beiden zylinderförmigen Kammern
2, deren Stirnwände zur Erhöhung der Festigkeit (bei hohen Innendrücken) eingewöblt
sind. Zusätzlich weisen die Stirnwände der Kammern 2 die in den Kammerinnenraum ragenden,
stabförmigen Auswölbungen 26 auf. In den Kammern 2 ist jeweils der aus Regeneratormaterial
bestehende, gasdurchlässige Verdrängerkolben 1 mittels des Lauflagers 3, umfassend
die Räder 3.2 und die Schienen 3.1, beweglich gelagert. Das Gehäuse jeder Kammer 2
ist doppelwandig ausgeführt, sodass der Hohlraum 23 gebildet ist, wobei durch die
Dämm- und Dichtungsschicht 8 jeweils zwei Teilgehäuse 24.1 und 24.2 mit jeweils eigenem
Hohlraum 23 gebildet sind. Das Teilgehäuse 24.1 weist den Heißöl-Vorlauf 4 und den
Heißöl-Rücklauf 5 auf, sodass heißes Öl durch den Hohlraum 23 des Teilgehäuses 24.1
geleitet werden kann. Das Teilgehäuse 24.2 weist den Kaltwasser-Vorlauf 7 und den
Kaltwasser-Rücklauf 6 auf, sodass Wasser, welches für eine Raumheizung verwendbar
ist, durch die Wandung des Teilgehäuses 24.2, d. h. dessen Hohlraum 23, geleitet werden
kann.
[0040] Der in dem Rotorgehäuse 15 angeordnete Arbeitsrotor 13 umfasst die Strömungskanäle
10 sowie die Permanentmagneten 11. Der Stator 14 umfasst die Induktionsspulen 12.
Der Arbeitsrotor 13 ist mittels der Wälzlager 19 auf der Arbeitsgasableitung 20 drehbar
gelagert. An der Position, an der das Arbeitsgas aus den Strömungskanälen 10 des Arbeitsrotors
13 austritt, sind in die Arbeitsgasableitung 20 die Durchbrüche 16 eingebracht. Die
Arbeitsgasableitung 20 kann jeweils mit dem zwischen der Kammer 2 und dem Arbeitsrotor
13 eingebrachten Absperrventil 9 geschlossen bzw. geöffnet werden.
[0041] Von den Kammern 2 sind jeweils 24 Arbeitsgaszuleitungen 18 zu dem Rotorgehäuse 15
geführt, wobei jeweils mittels eines Wechselventils 17 der Arbeitsgaszufluss von der
einen Kammer 2 zu dem Arbeitsrotor 13 geöffnet und von der anderen Kammer 2 unterbrochen
werden kann.
[0042] Die beiden Verdrängerkolben 1 sind über die Hydraulikleitung 21, in welcher ein jeweils
mit einem Verdrängerkolben 1 starr verbundener Schubkolben 22 vor und zurück bewegbar
ist, in ihrem Bewegungsablauf miteinander gekoppelt. Um hierbei die Verweildauer der
Verdrängerkolben 1 an ihren jeweiligen Endpositionen zu erhöhen, ist die Hydraulikleitung
21 durch das Absperrventil 25 quasi "blockierbar".
[0043] Figur 2 zeigt den Arbeitsrotor 13 in seinem Rotorgehäuse 15 gemäß Figur 1 im Querschnitt
(Fig. 2a) im Detail sowie im Längsschnitt (Fig. 2b). Im Längsschnitt sind insbesondere
die spiralförmig von außen zum Zentrum, d. h. Rotationsachse, verlaufenden Strömungskanäle
10 zu sehen.
[0044] In Figur 3a ist der Längsschnitt der Arbeitsgasableitung 20 vergrößert, und in Figur
3b ein Querschnitt durch die Arbeitsgasableitung 20 im Bereich der Durchbrüche 16
dargestellt. Die Durchbrüche 16 sind spiralförmig von außen in Richtung Zentrum der
Arbeitsgasableitung 20 eingebracht, sodass sie quasi als Verlängerung der spiralförmigen
Strömungskanäle 10 des Arbeitsrotors 13 ausgeführt sind.
Liste der verwendeten Bezugszeichen:
[0045]
- 1
- Verdrängerkolben
- 2
- Kammer
- 3
- Lauflager für Verdrängerkolben
- 3.1
- Schiene
- 3.2
- Rad
- 4
- Heißöl Vorlauf
- 5
- Heißöl Rücklauf
- 6
- Kaltwasser Rücklauf / Heizung Vorlauf
- 7
- Kaltwasser Vorlauf / Heizung Rücklauf
- 8
- Dämm- und Dichtungsschicht
- 9
- Absperrventil der Arbeitsgasableitung
- 10
- Strömungskanal
- 11
- Permanentmagnet
- 12
- Induktionsspule
- 13
- Arbeitsrotor
- 14
- Stator
- 15
- Rotorgehäuse
- 16
- Durchbruch (Laminarprofil)
- 17
- Wechselventil
- 18
- Arbeitsgaszuleitung
- 19
- Wälzlager
- 20
- Arbeitsgasableitung
- 21
- Hydraulikleitung
- 22
- Schubkolben
- 23
- Hohlraum
- 24.1
- Teilgehäuse
- 24.2
- Teilgehäuse
- 25
- Absperrventil
- 26
- Auswölbung
1. Wärmezyklusmaschine zur Umwandlung von Wärme in elektrischen Strom mittels eines von
einem Arbeitsgas anströmbaren Arbeitsrotors (13), umfassend
- eine Kammeranordnung, welche zwei zylinderförmige Kammern (2) mit im Wesentlichen
identischem Fassungsvermögen aufweist, wobei jede der Kammern (2) von einem doppelwandigen
Kammergehäuse, umfassend eine innere und eine äußere Gehäusewand, umschlossen ist,
das aus zwei, thermisch gegeneinander isolierten Teilgehäusen (24.1, 24.2) mit jeweils
einem eigenen, zwischen der inneren und der äußeren Teilgehäusewand ausgebildeten
Hohlraum (23), besteht, wobei jedes der Teilgehäuse (24.1, 24.2) in seiner äußeren
Gehäusewand einen Wärmefluideingang zur Einleitung eines Wärmefluids in den zwischen
der inneren und der äußeren Teilgehäusewand ausgebildeten Hohlraum (23) sowie einen
Wärmefluidausgang zur Ausleitung des Wärmefluids aus dem Hohlraum (23) aufweist;
- jeweils wenigstens eine Arbeitsgaszuleitung (18) von jeder Kammer (2) zu einem den
Arbeitsrotor (13) umhausenden Rotorgehäuse (15) und eine Arbeitsgasableitung (20)
von dem Rotorgehäuse (15) zu den Kammern (2);
dadurch gekennzeichnet, dass
- innerhalb jeder der Kammern (2) ein für ein Arbeitsgas durchlässiger Verdrängerkolben
(1) beweglich angeordnet ist, dessen Durchmesser kleiner als der Innendurchmesser
der Kammer (2) ist;
- beide zylinderförmige Kammern (2) durch eine jeweils an einer ihrer Stirnseiten
angeordneten, mittels eines Absperrventils (25) verschließbaren Hydraulikleitung (21)
miteinander verbunden sind;
- jeder Verdrängerkolben (1) starr mit einem in der Hydraulikleitung (21) beweglich
angeordneten Schubkolben (22) verbunden ist, wobei der Schubkolben (22) dicht mit
der Innenwandung der Hydraulikleitung (21) abschließt;
- die Arbeitsgasableitung (20) ein zwischen den beiden Kammern (2) entlang der Rotationsache
des Arbeitsrotors (13) verlaufender Hohlzylinder ist, auf dem der Arbeitsrotor (13)
drehbar gelagert ist; und
- von den Kammern (2), den Schubkolben (22), den Arbeitsgaszuleitungen (18), der Arbeitsgasableitung
(20) und dem Rotorgehäuse (15) ein hermetisch dichter Arbeitsgasraum gebildet ist.
2. Wärmezyklusmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdrängerkolben (1) innerhalb der Kammer (2) auf drei an der Innenwand des ersten
Teilgehäuses (24.1) und drei an der Innenwand des zweiten Teilgehäuses (24.2) angeordneten
Schienen (3.1) beweglich gelagert ist.
3. Wärmezyklusmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsrotor (13) zwei Paare parallel zueinander angeordneter, kreisrunder Scheiben
aufweist, wobei zwischen den Scheiben jedes Paares spiralförmig vom Außenrand zum
Zentrum verlaufende Strömungskanäle (10) ausgebildet sind.
4. Wärmezyklusmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein als kreisrunde Platte ausgebildeten Stator (14) zwischen den beiden Rotorscheibenpaaren
angeordnet ist, wobei auf jedem Rotorscheibenpaar Permanentmagnete (11) und innerhalb
der Statorplatte Induktionsspulen (12) angeordnet sind.
5. Wärmezyklusmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsrotor (13) mittels wenigstens zweier Wälzlager (19) auf der Arbeitsgasableitung
(20) gelagert ist, wobei die Wandung der Arbeitsgasableitung (20) jeweils im Bereich
zwischen den Platten jedes Rotorplattenpaares spiralförmig von der Außenwand zu der
Innenwand verlaufende Durchbrüche (16) aufweist.
6. Wärmezyklusmaschine nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Arbeitsgaszuleitungen (18) von einer Kammer (2) zu dem Rotorgehäuse
(15) der Anzahl der spiralförmig vom Außenrand zum Zentrum verlaufende Strömungskanäle
(10) eines Rotorscheibenpaares entspricht.
7. Wärmezyklusmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kammer (2) 24 Anschlüsse für Arbeitsgaszuleitungen (18) zu dem Rotorgehäuse
(15) aufweist, wobei die Anschlüsse der Arbeitsgaszuleitungen (18) auf einem Kreis
gleichmäßig beabstandet auf der Stirnseite der Kammer (2) angeordnet sind.
8. Wärmezyklusmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu dem Arbeitsgasraum gerichtete Innenseite jeder Kammer (2) eine aufgeraute
Oberfläche aufweist.
9. Wärmezyklusmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Gehäusewände auf den Stirnflächen der Kammern (2) in das Innere der Kammern
(2) gerichtete, von dem Wärmefluid durchströmbare Auswölbungen (26) aufweisen, wobei
die Verdrängerkolben (1) an den entsprechenden Positionen in Größe und Form entsprechende
Ausnehmungen aufweisen.
10. Wärmezyklusmaschine nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängerkolben (1) im Wesentlichen aus einem offenporigen Metall- oder Keramikschaum
bestehen, dessen Porengröße vom Rand zum Zentrum stetig abnimmt.
1. Heat cycle machine for converting heat into electrical power by means of a working
rotor (13) onto which a working gas can flow, comprising
- a chamber arrangement, which has two cylindrical chambers (2) with substantially
identical capacities, wherein each of the chambers (2) is enclosed by a double-walled
chamber housing, comprising an inner and an outer housing wall, which consists of
two partial housings (24.1, 24.2) thermally insulated from one another and each comprising
its own cavity (23) formed between the inner and outer partial housing wall, wherein
each of the partial housings (24.1, 24.2) has a thermal fluid inlet in its outer housing
wall for introducing a thermal fluid into the cavity (23) formed between the inner
and the outer partial housing wall, as well as a thermal fluid outlet for discharging
the thermal fluid from the cavity (23);
- at least one working gas supply line (18) from each chamber (2) to a rotor housing
(15) enclosing the working rotor (13), and a working gas discharge line (20) from
the rotor housing (15) to the chambers (2); characterised in that
- a displacement piston (1) that is permeable to a working gas is movably arranged
inside each of the chambers (2), the diameter of which is smaller than the inner diameter
of the chamber (2);
- both cylindrical chambers (2) are connected to one another by a hydraulic line (21)
that is arranged on one of their end faces and can be closed by means of a shut-off
valve (25);
- each displacement piston (1) is rigidly connected to a thrust piston (22) movably
arranged in the hydraulic line, wherein the thrust piston (22) seals tightly with
the inner wall of the hydraulic line (21);
- the working gas discharge line (20) is a hollow cylinder extending between the two
chambers (2) along the axis of rotation of the working rotor (13), on which the working
rotor (13) is rotatably mounted; and
- a hermetically sealed working gas space is formed by the chambers (2), the thrust
pistons (22), the working gas supply lines (18), the working gas discharge line (20)
and the rotor housing (15).
2. Heat cycle machine according to claim 1, characterised in that the displacement piston (1) is movably mounted inside the chamber (2) on three rails
(3.1) arranged on the inner wall of the first partial housing (24.1) and three rails
(3.1) arranged on the inner wall of the second partial housing (24.2).
3. Heat cycle machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the working rotor (13) has two pairs of circular discs arranged parallel to one another,
wherein flow channels (10) extend spirally between the discs of each pair, from the
outer edge to the centre.
4. Heat cycle machine according to claim 3, characterised in that a stator (14) designed as a circular plate is arranged between the two rotor disc
pairs, wherein permanent magnets (11) are arranged on each rotor disc pair and induction
coils (12) are arranged inside the stator plate.
5. Heat cycle machine according to either of claims 3 or 4, characterised in that the working rotor (13) is mounted on the working gas discharge line (20) by means
of at least two roller bearings (19), wherein the wall of the working gas discharge
line (20) has openings (16) extending spirally from the outer wall to the inner wall
in the region between the plates of each rotor disc pair.
6. Heat cycle machine according to any one of claims 3 to 5, characterised in that the number of working gas supply lines (18) from a chamber (2) to the rotor housing
(15) corresponds to the number of spiral flow channels (10) of a rotor disc pair extending
from the outer wall to the centre.
7. Heat cycle machine according to any one of the preceding claims, characterised in that each chamber (2) has 24 connections for working gas supply lines (18) to the rotor
housing (15), wherein the connections of the working gas supply lines (18) are arranged
uniformly spaced on a circle on the end face of the chamber (2).
8. Heat cycle machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the inner side of each chamber (2) directed towards the working gas space has a roughened
surface.
9. Heat cycle machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the inner housing walls have bulges (26) directed into the inside of the chambers
(2) on the end faces of the chambers (2), through which thermal fluid can flow, wherein
the displacement pistons (1) have recesses corresponding in size and shape, at the
corresponding positions.
10. Heat cycle machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the displacement pistons (1) consist substantially of an open-pore metal or ceramic
foam, the pore size of which decreases steadily from the edge to the centre.
1. Machine à cycle de chaleur pour la conversion de chaleur en courant électrique au
moyen d'un rotor de travail (13) pouvant être traversé par un gaz de travail, comprenant
- un agencement de chambre qui présente deux chambres (2) cylindriques avec une capacité
de charge sensiblement identique, dans laquelle chacune des chambres (2) est entourée
par un boîtier de chambre à double paroi, comprenant une paroi de boîtier intérieure
et une paroi de boîtier extérieure, qui se compose de deux boîtiers partiels (24.1,
24.2) isolés thermiquement l'un de l'autre avec respectivement un propre espace creux
(23) réalisé entre la paroi de boîtier partiel intérieure et la paroi de boîtier partiel
extérieure, dans laquelle chacun des boîtiers partiels (24.1, 24.2) présente dans
sa paroi de boîtier extérieure une entrée de fluide thermique pour l'introduction
d'un fluide thermique dans l'espace creux (23) réalisé entre la paroi de boîtier partiel
intérieure et la paroi de boîtier partiel extérieure ainsi qu'une sortie de fluide
thermique pour l'évacuation du fluide thermique de l'espace creux (23) ;
- respectivement au moins une conduite d'amenée de gaz de travail (18) de chaque chambre
(2) à un boîtier de rotor (15) encadrant le rotor de travail (13) et une conduite
de sortie de gaz de travail (20) du boîtier de rotor (15) aux chambres (2) ;
caractérisée en ce que
- à l'intérieur de chacune des chambres (2), un piston de déplacement (1) perméable
pour un gaz de travail est agencé de manière mobile, dont le diamètre est inférieur
au diamètre intérieur de la chambre (2) ;
- les deux chambres cylindriques (2) sont reliées entre elles par une conduite hydraulique
(21) agencée respectivement au niveau de l'un de leurs côtés avant, refermable au
moyen d'une soupape de verrouillage (25) ;
- chaque piston de déplacement (1) est relié rigidement à un piston de poussée (22)
agencé de manière mobile dans la conduite hydraulique (21), dans laquelle le piston
de poussée (22) se termine de manière étanche par la paroi intérieure de la conduite
hydraulique (21) ;
- la conduite de sortie de gaz de travail (20) est un cylindre creux s'étendant entre
les deux chambres (2) le long de l'axe de rotation du rotor de travail (13), sur lequel
le rotor de travail (13) est logé de manière à pouvoir tourner ; et
- un espace de gaz de travail hermétiquement étanche est formé par les chambres (2),
les pistons de poussée (22), les conduites d'amenée de gaz de travail (18), la conduite
de sortie de gaz de travail (20) et le boîtier de rotor (15).
2. Machine de cycle de chaleur selon la revendication 1, caractérisée en ce que le piston de déplacement (1) est logé de manière mobile à l'intérieur de la chambre
(2) sur trois rails (3.1) agencés au niveau de la paroi intérieure du premier boîtier
partiel (24.1) et trois rails (3.1) agencés au niveau de la paroi intérieure du second
boîtier partiel (24.2).
3. Machine de cycle de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le rotor de travail (13) présente deux paires de disques ronds et circulaires, agencés
parallèlement l'un à l'autre, dans laquelle des canaux d'écoulement (10) s'étendant
entre les disques de chaque paire en spirale du bord extérieur au centre sont réalisés.
4. Machine de cycle de chaleur selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un stator (14) réalisé comme plaque ronde et circulaire est agencé entre les deux
paires de disques de rotor, dans laquelle des aimants permanents (11) sont agencés
sur chaque paire de disques de rotor et des bobines d'induction (12) sont agencées
à l'intérieur de la plaque de stator.
5. Machine de cycle de chaleur selon l'une quelconque des revendications 3 à 4, caractérisée en ce que le rotor de travail (13) est logé au moyen d'au moins deux paliers de roulement (19)
sur la conduite de sortie de gaz de travail (20), dans laquelle la paroi de la conduite
de sortie de gaz de travail (20) présente des percements (16) s'étendant respectivement
dans la zone entre les plaques de chaque paire de plaques de rotor en spirale de la
paroi extérieure à la paroi intérieure.
6. Machine de cycle de chaleur selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que le nombre des conduites d'amenée de gaz de travail (18) d'une chambre (2) au boîtier
de rotor (15) correspond au nombre des canaux d'écoulement (10) s'étendant en spirale
du bord extérieur au centre d'une paire de disques de rotor.
7. Machine de cycle de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que chaque chambre (2) présente 24 raccordements pour des conduites d'amenée de gaz de
travail (18) au boîtier de rotor (15), dans laquelle les raccordements des conduites
d'amenée de gaz de travail (18) sont agencés espacés uniformément sur un cercle sur
le côté avant de la chambre (2).
8. Machine de cycle de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le côté intérieur dirigé vers l'espace de gaz de travail de chaque chambre (2) présente
une surface rendue rugueuse.
9. Machine de cycle de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les parois de boîtier intérieures présentent des saillies (26) pouvant être traversées
par le fluide thermique, dirigées sur les surfaces avant des chambres (2) vers l'intérieur
des chambres (2), dans laquelle les pistons de déplacement (1) présentent au niveau
des positions correspondantes des évidements correspondant en grandeur et forme.
10. Machine de cycle de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les pistons de déplacement (1) se composent sensiblement d'une mousse métallique
ou céramique à pores ouverts, dont la grandeur de pore diminue en permanence du bord
au centre.