GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Presse mit einer hydraulischen, insbesondere druckspeicherlosen,
Antriebsanordnung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren
zum Betreiben einer Presse mit einer hydraulischen Antriebsanordnung mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 5.
[0002] Demnach geht die Erfindung von einer hydraulischen Antriebsanordnung mit mindestens
einem Arbeitskolben und, ggf., einem ergänzenden Eilgangkolben und, ggf., einem ringartigen,
Rückholkolben aus, insbesondere wenn sie eine doppelt wirksame, mindestens einen reversierend
verfahrbaren Arbeitskolben und mindestens einen Zylinderraum umfassende Kolben/Zylinder-Anordnung
umfasst, bei der der mindestens eine Zylinderraum oder die Zylinderräume mindestens
einen den Arbeitskolben mit Fluiddruck beaufschlagenden (ersten) Kolbenraum und, vorzugsweise,
mindestens einen zweiten Kolbenraum umfasst/umfassen. Die Kolbenräume können über
Druckleitungen mit einem Druckmittel versorgt werden. Mindestens eine Pumpenanordnung
ist mit mindestens einer, vorzugsweise zumindest drehzahlvariabel angetriebenen, Pumpe
und mit mindestens einem die mindestens eine Pumpe antreibenden, vorzugsweise drehzahlvariablen,
Antrieb versehen. Es kann mindestens ein mit der Kolben/Zylinder-Anordnung und der
Pumpenanordnung hydraulisch verbundener oder verbindbarer Druckmittel-Tank vorgesehen
sein. Die mindestens eine Pumpe kann über eine erste Druckleitung mit dem ersten Kolbenraum
verbunden oder verbindbar sein, so dass die hydraulische Antriebsanordnung mittels
mindestens eines einzigen einmotorigen Antriebsstrangs in beiden Bewegungsrichtungen
betreibbar ist und, vorzugsweise, auch im Arbeitsgang hohe Arbeitsdrücke erreicht.
Es kann eine Verstelleinrichtung der mindestens einen Pumpe mit einem Stellmittel
für diese vorgesehen sein, wobei der Förderstrom der mindestens einen Pumpe mittels
der von dem Stellmittel betätigbaren Verstelleinrichtung veränderbar ist, Die druckspeicherlose
hydraulische Antriebsanordnung kann einen den ersten Kolbenraum ergänzenden dritten
Kolbenraum umfassen, der durch eine Druckleitung versorgt wird. Die den oder die Kolbenraum/-räume
mit Druckmittel versorgende/n Pumpe/n können drehzahl- und gewünschtenfalls auch drehrichtungsvariabel
antreibbar bzw. angetrieben sein.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND
[0003] Drehzahlvariable Hydraulikantriebe, insbesondere für große Zylinder, werden etwa
entsprechend der
WO 2010/020427 oder
WO 2012/110259 ausgeführt. Bei ersterer sind zwei getrennte Pumpenantriebsanordnungen für den Arbeitshub
einerseits und den Rückholhub andererseits vorgesehen um großvolumige Druckspeicher
einzusparen. Der Hydraulikzylinder kann mit einem zusätzlichen Eilgang-Kolbenraum
ausgestattet sein. Nachteilig ist der hohe Bauaufwand für die beiden Motor-Pumpenstationen.
Insbesondere bei großen Verbrauchern sind die für den Motorantrieb eingesetzten Umrichtersteuerungen
und Netzteile recht kostenintensiv. Auch die großen Wegeventile zum Umschalten des
Pumpenförderstroms vom Eilgangkolben auf die große Kolbenfläche sind kostenintensiv.
[0004] Zweitere basiert, ausgehend von der
WO2010/020427, auf dem Konzept, bei einer druckspeicherlosen hydraulischen Antriebsanordnung mit
Arbeitskolben, ergänzendem Eilgangkolben und ringartigem Rückholkolben eine drehrichtungsvariable
Pumpenanordnung aus einem drehzahlvariablen Motor mit mindestens zwei Pumpen vorzusehen
und die drei Zylinder- (oder Kolben-) Räume über drei Druckleitungen einzeln und direkt
mit den Pumpen derart zu verbinden, dass in beide Richtungen eine Eilgangfahrt erfolgt.
[0005] Die derzeit eingesetzten, als Antriebe dienenden Servomotoren und die zugehörigen
Umrichter sind sehr kostenintensiv; eine Reduktion des Antriebsmoments würde die Kosten
für den Einsatz von sogenannten Verstellpumpen in drehzahlvariablen Hydraulikantrieben
deutlich reduzieren. Die bislang ausgeführten Verstellpumpen basieren auf einer pumpeninternen,
meist rein hydromechanischen Momenten- oder Druck-Regelung des Förderstroms. Die Verstelleinrichtung
(das Verstellsystem) der Verstellpumpe/n für den Kolben- und ggf. den Ringraum des
Arbeitszylinders ist durch ein Stellmittel in Gestalt eines Hydraulikzylinders mit
Federrückstellung charakterisiert, Bei zunehmendem Betriebsdruck der Verstellpumpe
schwenkt die Verstellpumpe gegen die Feder vor und schwenkt die Verstellpumpe zurück,
so dass der Förderstrom je Pumpenumdrehung (Hubraum) geringer wird. Das Antriebsmoment
des Antriebsmotors ist proportional zum Produkt aus Hydraulikdruck und Hubraum des
angetriebenen Arbeitskolbens. Durch geeignete Wahl der Federcharakteristik ist es
möglich, das Motor-Antriebsmoment druckunabhängig fast konstant zu halten und das
Nennmoment des Motors nicht zu überschreiten. Bei ansteigendem Betriebsdruck der (Verstell-)Pumpe
wird ihr Förderstrom so weit zurückgenommen, dass das Antriebsmoment ihres Antriebsmotors
weitgehend konstant bleibt. Alternativ ist eine elektrische Verstelleinrichtung der
Verstellpumpe bekannt.
[0006] Es wurde ferner gefunden, dass die meisten Einsatzfälle von hydraulischen Antriebsanordnungen
lange Eilgang-Wege mit wenig Last erfordern, während die Phasen großer Belastung nur
geringe Zeitanteile ausmachen. Beispiele für solche Prozesse sind etwa Umform- oder
Richtaufgaben, bei denen nur für weniger als 10 Prozent der gesamten Taktzeit hohe
Prozesskräfte benötigt werden. Eine Verbesserte Nutzung des verfügbaren Antriebsmomentes
des Motors wäre demnach ebenfalls erwünscht.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es demnach, eine gattungsgemäße Presse so weiterzuentwickeln,
dass die Auslastung des Antriebsmotors und möglichst auch dessen Umrichters verbessert
werden kann.
[0008] Zur Lösung des Problems wird eine Presse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und ein
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 5 vorgeschlagen. Demnach basiert die Erfindung,
ausgehend von der
WO 2010/020427 auf dem Verfahrens-Konzept (Anspruch 5), dass bei einer gattungsgemäßen hydraulischen
Antriebsanordnung eine durch eine hydromechanische Pumpenregelung oder -verstellung
bewirkte Veränderung, insbesondere Verringerung, des Förderstromes der mindestens
einen Pumpe mittels einer die hydromechanische Pumpenregelung überlagernden oder die
Pumpenverstellung bewirkenden, extern ansteuerbaren hydraulischen Antriebseinrichtung
so weit hinausgezögert wird, bis das Antriebsmoment des Motors so weit wie gewünscht
ausgelastet ist.
[0009] Durch die Erfindung kann u. A. der Förderstrom der Pumpe dem aktuellen Zustand des
Motors bzw. des Umrichters zeitlich angepasst werden. Insbesondere können das Antriebsmoment
des Motors und die thermischen oder elektrischen Grenzen von Motor oder Umrichter
so weit wie gewünscht ausgenutzt werden. So kann u. A. eine Verringerung des Förderstromes
der Pumpe so weit hinausgezögert werden, bis die thermischen oder elektrischen Grenzen
von Motor oder Umrichter so weit wie gewünscht ausgenutzt sind. Es kann auch eine
Kombination aus Antriebsanordnung und nachgeschalteter Ventilsteuerungen vorgesehen
sein. Die Drehzahlvariabilität kann mit zumindest einem Asynchronmotor und zumindest
einem Frequenzumrichter erreichbar sein. Gewünschten Falls kann eine Umkehrung der
Drehrichtung der Pumpe erreicht werden, ohne dass der Motor selbst eine Drehrichtungsumkehr
vollziehen muss. Gewünschtenfalls kann ferner die Schwenkscheibe der (Axialkolben-)Pumpe
über den Winkel "0°" hinaus, insbesondere in den negativen Winkelbereich, gedreht
werden, sodass die (Gang- und Druck-)Anschlüsse der Pumpe jeweils ihre Funktion umkehren.
[0010] Gemäß einer (ersten) Realisierung der Erfindung ist es bei einer bekannten autarken
rein hydromechanischen, eine Pumpenverstell-, insbesondere -Verschwenkeinrichtung,
und einen Stellkolben hierfür umfassenden Regelung des Förderstromes der mindestens
einen Pumpe vorgesehen, den Eingangsdruck des Stellkolbens mittels eines elektrisch
gesteuerten Proportionalventils derart überlagernd zu verändern, dass durch die Variation
der Stellung dieses Hydraulikventils der Stellkolben der Pumpenverstelleinrichtung
mittels des elektrischen Stellsignals mit einem variablen Druck beaufschlagt wird.
[0011] Das Verstellsystem der Pumpe kann demnach einen an sich bekannten Hydraulikzylinder
umfassen, ggf. mit (Feder-)Rückstellung. Bei zunehmendem Betriebsdruck schwenkt die
Pumpe gegen die Rückstellung (Feder). Beim Vor- und/oder Zurückschwenken wird der
Förderstrom je Pumpenumdrehung (Hubraum) verändert.
[0012] Der Einsatz der erfindungsgemäßen Förderstrom-Verstelltechnik kann mit den verschiedensten
Schaltungskonzepten drehzahlvariabler Motor-Pumpen-Kombinationen verwirklicht werden,
wie z.B. mit einer einzigen Motor-Pumpenstation mit einer oder mehreren Pumpen von
denen zumindest an einer Pumpe eine Verstellung nach der Erfindung erfolgt oder mit
mehreren Motor-Pumpenstationen mit je einer oder mehreren Pumpen wobei zumindest an
einer Motor-Pumpenstation eine Förderstrom-Verstellung nach der Erfindung vorgesehen
ist.
[0013] Bekannte drehzahlvariable Hydraulikantriebe verfügen über Antriebsmotoren, die kurzzeitig
deutlich über das Nennmoment hinaus belastet werden können. So ist beispielsweise
ein um den Faktor vier höheres Moment für rund zwei Sekunden abrufbar, eine 10-prozentige
Überschreitung ist über mehrere Minuten hinweg zulässig. Die höheren Grenzen werden
durch die thermische Belastbarkeit der Motorwicklungen und der Leistungshalbleiter
des Umrichters bestimmt. Dabei geht der Strom I quadratisch, die Dauer t des Stroms
linear ein. Für die Bewertung der Grenzen des Systems wird das jeweilige Lastkollektiv
bewertet ("I
2t-Rechnung"). Dieses Potential kann durch die Erfindung auf einfache und kostengünstige
Weise genutzt werden, wohingegen bekannte Hydraulikantriebe das Motormoment durch
das Einschwenken der Pumpe selbsttätig begrenzen, so dass ein höheres Moment ohne
Nutzung der Auslastungswerte von Umrichter und Motor daher auch kurzzeitig nur bedingt
genutzt werden kann.
[0014] Verstellbare Pumpenregler nach der Erfindung, können ohne weitere Steuerbaugruppen
und Sensoren z. B. direkt vom Umrichter gesteuert werden. Dabei sollte die Regelung
vorzugsweise dergestalt erfolgen, dass entsprechend dem mit der umrichter-internen
I
2-t-Rechnung durch den Umrichter ermittelten aktuellen Auslastungsfaktor von Motor
und Antrieb die Pumpe möglichst lange mit hohem Schwenkwinkel betrieben wird, um Motor
und Umrichter optimal auszulasten. Der auf diese Weise erhöhte Förderstrom erlaubt
es, die Anlagentaktzeit deutlich zu verkürzen oder alternativ einen kleineren Antriebsmotor
zu wählen. Es wurde zudem erkannt, dass die oben genannten, typischen Lastprofile
einer Presse mit den nur kurzzeitig höheren Kräften es erlauben, während des Arbeitsprozesses
deutlich höhere Momente abzurufen, wenn die anschließende Eilgangfahrt und auch Pausen
zum Be- und Entladen der Anlage wieder zur Abkühlung genutzt werden.
[0015] Nach der Erfindung kann es demnach vorteilhaft sein, den aktuellen Auslastungsgrad
als Regelgröße zu verwenden. Vorzugsweise wird dabei einerseits der Auslastungswert
von Motor und Umrichter betrachtet, andererseits aber auch die Änderungsgeschwindigkeit
dieses Werts. Mit schnell steigendem Auslastungswert wird die Verstellung der Pumpe,
wie der Schwenkwinkel, zur Senkung des Motormoments relativ rasch zurückgenommen,
während bei einem langsam steigenden Auslastungswert eine Anpassung langsamer erfolgen
oder gar ganz unterbleiben kann.
[0016] Neben dem Auslastungsfaktor für Motor und Antrieb kann nach der Erfindung als weitere
Regelgröße zur Verstellung der Pumpe auch die Kenntnis des jeweiligen Arbeitsprozesses
der Gesamtanlage berücksichtigt werden. Ist etwa bekannt, dass ein besonders hoher
Leistungsbedarf nur noch für einen kurze Zeitabschnitt benötigt wird, so kann ein
hoher Verstellungsgrad, wie ein hoher Schwenkwinkel, beibehalten werden, obwohl der
Verlauf des Auslastungsfaktors eine baldige Notabschaltung erkennen lässt.
[0017] Die bislang nach dem Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht, ausgeführten
drehzahlvariablen Antriebe basieren demgegenüber - wie eingangs bereits erwähnt -
lediglich auf einer pumpeninternen, meist rein hydromechanischen Regelung des Förderstroms.
Bei ansteigendem Druck wird der Förderstrom der Pumpe selbsttätig so weit zurückgenommen,
dass das Antriebsmoment des Motors, welches proportional zum Produkt aus Hydraulikdruck
und Hubraum ist, weitgehend konstant bleibt. Damit war es durch geeignete Wahl der
Federcharakteristik möglich, das Motor-Antriebsmoment druckunabhängig fast konstant
zu halten und das Nennmoment des Motors nicht zu überschreiten. Beispiele für eine
solche hydromechanisch momentengeregelte Pumpe ist etwa der Typ A4VSO-LR2 der Firma
BoschRexroth. Charakteristisch für diese bekannte Regelung ist die Tatsache, dass
die Verstellung pumpenintern erfolgt und der für die Bewegungssteuerung verantwortliche
Umrichter keinen Einfluss darauf hat. Diese autarken, rein hydromechanischen Regler
konnten alternativ aber beispielsweise auch so ausgelegt sein, dass als Stellgröße
für die Variation des Hubraums der Betriebsdruck konstant gehalten wird (Druckregler).
Dies war bei solchen Steuerung sinnvoll für diejenige Pumpe, die mit dem Ringraum
des Zylinders verbunden war. Sie hatte lediglich die Aufgabe, den Zylinder und eventuell
anhängende Massen gegen die Schwerkraft abzustützen und bei der Aufwärtsfahrt eine
Kavitation der mit dem Ringraum verbundenen Pumpe zu verhindern.
[0018] Neben diesen hydromechanischen Reglern sind aktuell auch elektrisch beeinflussbare
Regler bekannt. So können z. B. heute eingesetzte Umrichter die Auslastung des Motors
und des Umrichters selbst ständig verfolgen und sie begrenzen den Strom selbsttätig,
sobald die thermischen Grenzen erreicht werden. Auch kann der jeweilige Auslastungsgrad
von Umrichter und Motor an einer elektrischen Schnittstelle als Zahlenwert für die
Maschinensteuerung zur Verfügung gestellt werden. Verfügbar für die oben genannte
Pumpe sind auch solche Regler - z.B. in Gestalt des Reglertyps DFE1 - welche die Beeinflussung
der Pumpe durch externe Steuersignale für Förderstrom oder Druck gestatten. Die elektrisch
beeinflussbaren Regler benötigen eine eigene Steuerelektronik und verfügen über Sensoren
für die Istwerte z.B. von Schwenkwinkel und Druck. Die zusätzlichen Einrichtungen
und Kosten des Regelsystems verteuern die Pumpe allerdings deutlich.
[0019] Durch die Erfindung werden dem gegenüber u. A. folgende Vorteile erzielt:
- Bessere Ausnutzung von Motor und Umrichter;
- Geringer Anschaffungspreis durch Entfall einer eigenen Pumpensteuerung und Sensoren
für Schwenkwinkel und Druck;
- Günstigere Taktzeiten;
- Anwahl energieoptimaler Betriebspunkte für Motor und Pumpe möglich (schlechte Wirkungsgrade
bei sehr geringer Drehzahl);
- Erhöhung der Maschinensicherheit: Gezieltes Schwenken der Pumpen auf "0" mindert die
Gefahr einer ungewollten Bewegung;
- Ggf. Verzicht auf Umkehrung der Drehrichtung des Motors, insbesondere durch Schwenken
der Pumpe über "0°" hinaus.
[0020] Die vorgenannten sowie die beanspruchten und in den Ausführungsbeispielen beschriebenen
erfindungsgemäß zu verwendenden Bauteile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung,
Materialauswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen,
so dass die in dem Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung
finden können.
[0021] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnung und Tabelle, in der - beispielhaft - ein Ausführungsbeispiel einer druckspeicherlosen
hydraulischen Antriebsanordnung dargestellt sind.
FIGURENKURZBESCHREIBUNG
[0022] In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine (erste) Ausführungsform einer druckspeicherlosen hydraulischen Antriebsanordnung
mit einer externen, insbesondere elektrisch gesteuerten, Antriebseinrichtung zur Beeinflussung
der Stellung (Position) eines hydromechanischen Antriebsgliedes (Stellmittels) der
Verstelleinrichtung der mindestens einen Pumpe der Antriebsanordnung, wobei die Antriebseinrichtung
die Position des Stellmittels zur Beeinflussung des Förderstroms der mindestens einen
Pumpe mittels des Arbeitsdrucks der Antriebsanordnung hydraulisch überlagernd verändert
- als Blockschaltbild; und
Fig. 2 eine (zweite) Ausführungsform einer druckspeicherlosen hydraulischen Antriebsanordnung
mit einer externen, insbesondere elektrisch gesteuerten, Antriebseinrichtung zur Beeinflussung
der Stellung (Position) eines hydromechanischen Antriebsgliedes (Stellmittels) der
Verstelleinrichtung der mindestens einen Pumpe der Antriebsanordnung, wobei die Antriebseinrichtung
die Position des Stellmittels zur Beeinflussung des Förderstroms der mindestens einen
Pumpe mittels des Arbeitsdrucks der Antriebsanordnung hydraulisch überlagernd verändert
- als Blockschaltbild;
Fig. 3 eine alternative, nicht erfindungsgemäße Realisierung einer hydraulischen Antriebsanordnung
mit einer externen, insbesondere elektrisch gesteuerten, Antriebseinrichtung zur Beeinflussung
der Stellung (Position) eines hydromechanischen Antriebsgliedes (Stellmittels) der
Verstelleinrichtung der mindestens einen Pumpe der Antriebsanordnung, wobei die Antriebseinrichtung
die Position des Stellmittels zur Beeinflussung des Förderstroms der mindestens einen
Pumpe mittels des Arbeitsdrucks einer gesonderten Pumpe hydraulisch verändert - als
Blockschaltbild;
Fig. 4 eine weitere alternative, nicht erfindungsgemäße Realisierung einer hydraulischen
Antriebsanordnung mit einer externen, insbesondere elektrisch gesteuerten, Antriebseinrichtung
zur Beeinflussung der Stellung (Position) eines mechanischen Antriebsgliedes (Stellmittels)
der Verstelleinrichtung der mindestens einen Pumpe der Antriebsanordnung, wobei die
Antriebseinrichtung die Position des mechanischen Antriebsgliedes zur Beeinflussung
des Förderstroms der mindestens einen Pumpe mittels eines dem mechanischen Antriebsglied
zugeordneten Antriebsmittels mechanisch verändert - als Blockschaltbild;
Fig. 5 eine gegenüber der weiteren alternativen Realisierung nach Fig. 4 geänderte
(zweite) Ausführungsform - als Blockschaltbild,
Fig. 6 eine gegenüber der weiteren alternativen Realisierung nach Fig. 4 oder 5 geänderte
(dritte) Ausführungsform - als Blockschaltbild
Fig. 7 eine gegenüber der weiteren alternativen Realisierung nach Fig. 4, 5 oder 6
geänderte (vierte) Ausführungsform - als Blockschaltbild.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0023] Aus der Figur 1 ist eine doppelt wirksame, einen Arbeitskolben 21, eine Kolbenstange
22 und einen Zylinderraum umfassende Kolben/Zylinder-Anordnung 20 ersichtlich, in
der der reversierend verfahrbare Arbeitskolben 21 den Zylinderraum einerseits in einen
ersten Kolbenraum 23A (oder Arbeitszylinder) und andererseits in einen die Kolbenstange
22 umgebenden zweiten Kolbenraum 23C (oder Ringraum oder Rückholzylinder) unterteilt.
Ein in dieser und den weiteren Figuren nicht dargestellter aber verwendbarer Eilgangkolben
kann in eine zur Kolbenstange 22 entgegengesetzt weisenden Richtung, oder in eine
mit der Kolbenstange gleichen Richtung orientiert sein. Die Kolben/Zylinder-Anordnung
20 ist an eine den ersten Kolbenraum 23A mit einem Druckmittel versorgende erste Druckleitung
D1 sowie an eine optionale, den optionalen Ringraum 23C mit Druckmittel versorgende
zweite Druckleitung D3 angeschlossen.
[0024] Ein einziger, als Servomotor gestalteter Antrieb 33 treibt eine Doppelpumpe in Gestalt
von zwei, insbesondere drehzahlvariablen Pumpen 31, 32 auf einer einzigen Antriebswelle
33A an. Beide Pumpen sind mit je einer Einrichtung (50, 51, D1'; D3') zum Verstellen
ihres Fördervolumens ausgestattet. Die Verstellung erfolgt einerseits, insbesondere
pumpenintern, jeweils durch eine Regeleinrichtung (Verstelleinrichtung 38; 38A,38B),
insbesondere in Gestalt von Stellzylindern 51; 51A, 51B, die die Fördermenge in bekannte
Weise dem aktuellen, über die Verbindungsleitungen D1' bzw. D3' an ihr anstehenden
Betriebsdruck der zugeordneten Pumpe 31 bzw. 32 folgend, z.B. mittels eines PumpenVerschwenkmechanismus
52, verändert. Zusätzlich wird erfindungsgemäß eine hydraulisch vorgeschaltete Verstelleinrichtung
50 (Hydraulikventil) in Gestalt eines Proportionalventils; 50A, 50B je Pumpe eingesetzt,
die auf hydraulische oder, insbesondere, elektrische Stellgrößen einer externen Steuerung,
wie in einem Umrichter, reagiert/en. Damit kann der Pumpen-Förderstrom in Abhängigkeit
von einem externen Eingangssignal bis zum maximalen Förderstrom - den Betriebsdruck
der zugeordneten Pumpe 31 und/oder 32 überlagernd - hydraulisch verstellt werden.
Die Antriebseinrichtung 60 für diese überlagernde Förderstrom-Verstellung ist demgemäß
hydromechanischer Natur und umfasst - neben den Verbindungsleitungen D1' bzw. D3'
für die Versorgung der Hydraulikventile 50 mit Druckfluid - die über Signalleitungen
150A bzw. 150B extern angesteuerten und elektrisch verstellbaren Hydraulikventile
50. Letztere drosseln - wie weiter unten näher beschrieben - in Abhängigkeit vom Zustand
des Antriebs 33 und/oder des Umrichters U die Fluidmenge zum Verstellen der Fördermenge
der zugeordneten Pumpe 31 bzw. 32 durch das hydromechanische Antriebsglied 51A bzw.
51B.
[0025] Die dem Servomotor 33 nächstliegende Pumpe 32 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit dem als Arbeitszylinder dienenden Kolbenraum 23A und die andere Pumpe 31 mit dem
gegenüber liegenden Kolbenraum 23C hydraulisch verbunden. Die Pumpen 31, 32 sind auf
ihrer einen Seite mit einem Tank 40 und auf der anderen Seite mit dem Kolbenraum 23A
bzw. mit dem Ringraum 23C fluidisch verbunden. Der an der Kolbenstange 22 installierte
Weggeber 36 meldet die aktuelle Kolbenposition an einen den Antrieb 33 mit elektrischer
Spannung versorgenden Umrichter U.
[0026] Ein ggf. vorhandenes mechanisches Getriebe 37 für die Drehmomentübertragung vom Antrieb
33, wie es auch in den weiteren Figuren als Option dargestellt ist, ist beiden Pumpen
desselben Antriebsstrangs zugeordnet, insbesondere, um Motoren mit im Vergleich zu
den Pumpen relativ höheren Drehzahlen einsetzen zu können. Ebenso ist es hilfreich,
wenn die Pumpenanordnung eine Bremse umfasst, insbesondere um einen schaltventillosen
Betrieb zu begünstigen.
Folgende/r Arbeitsweise/Aufbau sind bevorzugt:
A) Pumpen-, insbesondere Schwenkwinkel-, -Verstellsystem
[0027] Ausgehend von dem hydraulischen Antriebssystem gemäß
WO 2012/110259 ist in oder z.B. an den Enden mindestens einer Verbindungsleitung D1', D3' mindestens
ein Hydraulikventil, insbesondere ein Proportionalventil 50A bzw. 50B hydraulisch
verbindend eingebaut. Die mindestens eine Verbindungsleitung D1', D3' ist vorgesehen
zwischen dem/denn mindestens einer der Pumpen 32 bzw. 31 zugeordneten, Stellzylinder/n
51A bzw. 51B und den Druckleitungen D1 bzw. D3 der Pumpen 32 bzw. 31. Die Stellzylinder
51A bzw. 51B können in die jeweils ihnen zugeordnete Pumpe 32 bzw. 31 integriert sein.
Durch Variation der Kolbenstellung dieser Hydraulikventile können die Stellzylinder
51A bzw. 51B mit einem variablen Druck beaufschlagt werden, der in den Grenzen von
0 bis zum anliegenden Pumpendruck verstellt werden kann. Damit kann die jeweilige
Pumpe mit, insbesondere je einem, z.B. elektrischen, Stellsignal extern über die Proportionalventile
50A bzw. 50B verstellt werden. Für die Steuerung der beiden Hydraulik-/Proportionalventile
können in aktuell verfügbaren Umrichtern standardmäßig installierte, frei programmierbare
Steuerungssysteme eingesetzt werden. Der Regelalgorithmus kann auf alle Systemgrößen
des Antriebs zugreifen (beispielsweise Auslastungsgrad des Motors, Motortemperatur,
Wegposition des Stößels, Drehmoment und Drehzahl des Motors), um sie für eine optimale
Steuerung der Pumpenverstellung, insbesondere des Pumpenschwenkwinkels, zu nutzen.
Die bei üblichen Reglern vorhandenen Sensoren für die Stellung, insbesondere den Schwenkwinkel,
und Druck können entfallen, weil mit den aktuellen Signalen des Zylinder-Weggebers
und den umrichter-intern verfügbaren Werten für Motorstrom und -drehzahl sowie nach
Bedarf auch einem rechnerischen Modell des Pumpenverhaltens Schwenkwinkel und Systemdruck
indirekt berechnet werden/werden können. Zudem wird es möglich und insoweit bevorzugt,
die Pumpe ohne Instandhaltungsprobleme platzsparend und lärmdämmend unterhalb des
Ölspiegels einzubauen.
[0028] Die mit dem Kolbenraum 23A verbundene Pumpe 32 wird beispielsweise erst dann verstellt,
insbesondere zurückgeschwenkt, wenn der Auslastungsgrad des Motors 33 dies erfordert.
Die mit dem Ringraum 23C verbundene Pumpe 31 wird beispielsweise so verschwenkt, dass
der ringraumseitige Druck zur Kompensation der Schwerkraft rund 20 bar beträgt.
[0029] Für die Steuerung der beiden Proportionalventile können in aktuell verfügbaren Umrichtern
standardmäßig installierte, frei programmierbare Systeme eingesetzt werden. Der Regelalgorithmus
kann, insbesondere, auf alle Systemgrößen des Antriebs 33 zugreifen (Beispielsweise
Auslastungsgrad des Motors, Motortemperatur, Wegposition des Stößels, Drehmoment und
Drehzahl des Motors), um sie für eine optimale Steuerung der Pumpen(ver)stellung,
insbesondere des Pumpenschwenkwinkels, zu nutzen.
[0030] Zum
Ausfahren der an dem Arbeitskolben 21 vorgesehenen Kolbenstange 22 mit Eilganggeschwindigkeit
fördert bei Drehung des Servomotors 33 die Pumpe 32 Öl in den Kolbenraum 23A. Zeitgleich
saugt die Pumpe 31 Öl aus der Ringraum 23C. Der zur Füllung des als Arbeitszylinders
dienenden Kolbenraums 23A erforderliche Ölstrom kann aus dem Tank 40 nachgesaugt werden.
Die Pumpe 31 wird z. B. durch die gemeinsame Welle 33A zur Pumpe 32 durch den Servomotor
33 mit derselben Drehzahl wie die Pumpe 32 aber mit entgegengesetztem Drehsinn angetrieben.
Der Förderstrom wird über die Verstelleinrichtung jeder Pumpe vorzugsweise auf das
Maximum eingestellt. Das geschieht bei vergleichsweise geringem Pumpendruck.
[0031] Zum
Umschalten auf Arbeitsgeschwindigkeit füllt die Pumpe 32 den großen Kolbenraum 23A allein. Das Fördervolumen der Pumpe
32 wird dabei zurückgenommen, wahlweise druckabhängig oder mit überlagernder Hilfe
des über den Umrichter langesteuerten Proportionalventils 50A auf einen vorgebbaren
Wert.
[0032] Der Positioniervorgang erfolgt in gewohnter Weise durch Anhalten des Servomotors
33.
[0033] Zum
Dekomprimieren wird die Drehrichtung des Servomotors 33 umgekehrt. Das unter Druck stehende Öl treibt
den Servomotor an, der nun als Generator wirkt. Die entstehende elektrische Energie
kann ins elektrische Netz zurückgespeist werden.
[0034] Für die
Aufwärtsfahrt wird ein etwa vorhandenes Füllventil geöffnet, die reversierte Pumpe 31 fördert nun
in den Ringraum 23C der Kolben/Zylinder-Anordnung 20, so dass die Kolbenstange 22
mit Eilganggeschwindigkeit einfährt. Zudem saugt die Pumpe 32 das Öl aus dem Kolbenraum
23A. Die Pumpe 31 wird vorzugsweise mit vollem Förderstrom betrieben, um ein ggf.
vorgesehenes schaltbares Füllventil beim Entleeren des Arbeitszylinders zu unterstützen.
B) Pumpen-, insbesondere Schwenkwinkel-Regelung, nach Antriebsauslastung
[0035] Dabei wird einerseits der Auslastungswert von Motor und Umrichter betrachtet, andererseits
aber auch die Änderungsgeschwindigkeit dieses Werts. Mit schnell steigendem Auslastungswert
muss der Schwenkwinkel zur Senkung des Motormoments relativ rasch zurückgenommen werden,
während bei einem langsam steigenden Auslastungswert eine Anpassung langsamer erfolgen
oder gar ganz unterbleiben kann.
C) Optimierte Pumpen-, insbesondere Schwenkwinkel-Regelung aus Prozessdaten
[0036] Eine zusätzliche Möglichkeit der Regelung der Pumpen(ver)stellung, insbesondere des
Schwenkwinkels, ist möglich, wenn der eigentliche Prozessablauf für die einzelnen
Arbeitsspiele der Gesamtanlage sich in Bezug auf das Kraft-Geschwindigkeitsprofil
immer wieder in sehr ähnlicher Form wiederholt. Das ist beispielsweise bei Umform-
oder Richtvorgängen der Fall. Hierbei kann neben den aktuellen Messdaten auch die
Kenntnis über die nächsten Zeitabschnitte wertvolle Informationen zur optimalen Schwenkwinkeleinstellug
der Pumpe geben. Die Kenntnisse über den Prozessablauf können beispielsweise aus für
den jeweiligen Prozess erstellten Parameterlisten entnommen werden.
[0037] Möglich ist auch, für die Optimierung selbstlernende Algorithmen zu verwenden, die
die Schwenkwinkeleinstellung ausgehend von einer eher "vorsichtigen" Einstellung bis
zum Auslastungsoptimum immer weiter verbessern. Die mit dem Ringraum verbundene Pumpe
wird beispielsweise so verschwenkt, dass der ringraumseitige Druck zur Kompensation
der Schwerkraft rund 20 bar beträgt.
[0038] Die Ausführungsform nach Figur 2 enthält je eine Motor-Pumpenstation für den Kolben-
und den Ringraum. Hier sind ein erster und ein zweiter Antriebsmotor 33C bzw.33B samt
Umrichter vorgesehen. Die für die Ringraumseite 23C deutlich geringeren Anforderungen
an Fördermenge und Druck erfordern jedoch nur eine geringe Motorleistung und kleine
Pumpen. Zudem kann eine einfache Konstantpumpe 34 für die Ringraumseite 23C eingesetzt
werden. Die Variation des Förderstroms zur Ringraumseite 23C wird ausschließlich über
die Motordrehzahl erreicht. Bei vertikal angeordnetem Zylinderraum ist es besonders
vorteilhaft, den Ringraumdruck durch die Regelung des Motormoments konstant zu halten.
- Im Einzelnen ist aus Figur 2 eine doppelt wirksame, einen Arbeitskolben 21, eine
Kolbenstange 22 und einen Zylinderraum umfassende Kolben/Zylinder-Anordnung 20 ersichtlich,
in der der reversierend verfahrbare Arbeitskolben 21 den Zylinderraum einerseits in
einen ersten Kolbenraum 23A (oder Arbeitszylinder) und andererseits in einen die Kolbenstange
22 umgebenden Ringraum 23C (oder Rückholzylinder) unterteilt. Ein etwa vorgesehener
Eilgangkolben kann, wie nicht dargestellt, in eine zur Kolbenstange entgegengesetzt
weisende Richtung, oder in eine mit der Kolbenstange gleiche Richtung orientiert sein.
Die Kolben/Zylinder-Anordnung 20 ist an eine den ersten Kolbenraum 23A mit einem Druckmittel
versorgende erste Druckleitung D1 sowie eine den Ringraum 23C mit Druckmittel versorgende
Druckleitung D3 angeschlossen.
[0039] Zwei, je als mit drehzahlvariablen Motoren gestaltete Antriebe 33B und 33C treiben
je eine, insbesondere drehzahlvariable Pumpe 32 bzw. 34 an. Allein die Pumpe 33C ist
mit einer Einrichtung 50, 51 zum Verstellen ihres Fördervolumens ausgestattet. Die
Verstellung erfolgt einerseits, insbesondere pumpenintern, durch eine Regeleinrichtung,
insbesondere in Gestalt eines Stellzylinders 51A, der die Fördermenge in bekannte
Weise dem aktuellen Druck folgend verändert. Zusätzlich wird eine hydraulisch vorgeschaltete
Verstelleinrichtung (Hydraulikventil) in Gestalt eines Proportionalventils 50 eingesetzt,
die auf hydraulische oder, insbesondere, elektrische Stellgrößen einer externen Steuerung,
wie in einem Umrichter U, reagiert. Damit kann der Pumpen-Förderstrom in Abhängigkeit
von einem externen Eingangssignal bis zum maximalen Förderstrom hydraulisch verstellt
werden.
[0040] Die dem Motor 33C zugeordnete Pumpe 32 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit dem als Arbeitszylinder dienenden Kolbenraum 23A hydraulisch verbunden. Beide
Pumpen 32 und 34 sind auf ihrer einen Seite mit einem Tank 40 und auf der anderen
Seite mit dem Kolbenraum 23A bzw. mit dem Ringraum 23C fluidisch verbunden. Der an
der Kolbenstange 22 installierte Weggeber 36 meldet die aktuelle Kolbenposition an
einen den Antrieb 33B bzw. 33C mit elektrischer Spannung versorgenden Umrichter U.
[0041] Die Ausstattung der beiden Motoren 33C und 30 mit geeigneten (in keiner der Figuren
dargestellten, optionalen) Bremsen kann ein gefahrbringendes Absinken des Kolbens
21 unter Schwerkrafteinfluss bei vertikal installierter Zylindereinheit 20, beispielsweise
bei Netzausfall verhindern. Auf bisher in solchen Fällen eingesetzte Schaltventile
kann so verzichtet werden.
[0042] Während die Verstellung der mindestens einen Pumpe 31; 32 gemäß der vorangehenden
Realisierung der Erfindung (Figuren 1 und 2) über ein Proportionalventil ausgeführt
ist, wird gemäß der Realisierungen nach Figuren 3 bis 7 ein kleines, insbesondere
mechanisches, Antriebsmittel 62; 62A, 62B, vorzugsweise in Gestalt eines Servomotors,
für die Verstelloperation benutzt. Er wirkt entweder über eine weitere Pumpe 61, vorzugsweise
in Gestalt einer kleinen Zahnradpumpe, auf den Verstellkolben, d.h. auf ein hydromechanisches
Antriebsglied 51A, 51B, welches vorzugsweise als Stellzylinder ausgeführt ist (Figur
3), oder es wirkt auf ein mechanisches Antriebsglied 51C, welches vorzugsweise als
Stellspindel ausgeführt ist (Figuren 4 bis7).
[0043] Die Realisierungen nach Figuren 3 bis 7 betreffen nicht den Schutzbereich, dennoch
sind eine Reihe von Vorteilen erzielbar: So ist die mindestens eine Pumpe 31, 32 auch
ohne einen anstehenden Hydraulikdruck schwenkbar. Der Energieverbrauch ist deutlich
geringer. Die Regelung (x Motorumdrehungen erzeugen y Grad Pumpenschwenkwinkel) ist
einfacher. Eine Nutzung der gezielten Schwenkung auf "0" als überwachbare Sicherheitsfunktion
ist möglich. Es besteht eine Fixierungsmöglichkeit des Pumpenschwenkwinkels durch
eine motorseitige Bremse. Ferner ist es bei allen in den Ausführungsformen nach Figuren
1 bis 7 eingesetzten, elektrisch schwenkbaren Pumpen möglich, diese über den Nullpunkt
hinauszuschwenken. Es wechseln dann Saug- und Druckseite. Man kann auf diese Weise
auch eine Drehrichtungsumkehr des Motors vermeiden und statt dessen die Pumpe, insbesondere,
"durchschwenken". In diesem Fall ist statt des Servomotors ein einfacher Asynchronmotor
mit Frequenzumrichter einsetzbar.
[0044] Bei den Realisierungen nach Figuren 5 und 7 (exemplarische und insoweit bevorzugten
Darstellungen) ist vorteilhafter Weise ein Nutzung der den Ringraum 23C versorgenden
Pumpe (Pumpe 31) auch für Füllung des ersten Kolbenraums 23A möglich. Bislang waren
Ring- und erster Kolbenraum jeweils mit einer eigenen Pumpe ausgestattet. Dies war
notwendig, weil beide Räume unterschiedliche Flächen aufweisen. Verbindet man den
zweiten Druckfluid-Ausgang 31B der Ringraumpumpe 31, anstatt mit dem Druckfluid-Tank,
über eine Rohrleitung ebenfalls mit dem ersten Kolbenraum 23A, so können u. A. die
unterschiedlichen Flächenverhältnisse ausgeglichen werden, indem die Pumpen 31 und/oder
32 in ihrem Fördervolumen an diese (Flächenverhältnisse) angepasst werden.
[0045] Beispiel: Für einen Zylinder mit dem Flächenverhältnis Kolben/Ring von 2:1 würden
zwei gleiche Pumpen mit einem Fördervolumen von beispielsweise maximal 40 cm
3 gewählt. Bei Ausfahren des Kolbens ergibt sich kolbenseitig ein Fördervolumen von
40 + 40 = 80 cm
3. Die Kolbenpumpe kann also deutlich kleiner dimensioniert werden. Durch Veränderung
des Schwenkwinkels der mit dem Ringraum verbundenen Pumpe kann das Fördervolumen so
verstellt werden, dass der Druck im Ringraum den gewünschten Wert annimmt (z.B. ca.
5 bar bei der Abwärtsfahrt, 20 bar bei der Aufwärtsfahrt). Da beide Pumpen unabhängig
voneinander geschwenkt werden können - wie z.B. in Figur 6 dargestellt, kann auch
die Schwenkwinkelveränderung bei steigender Motor-Auslastung realisiert werden. Auch
vorübergehende Änderungen des Förderstrom-Verhältnisses Kolben/Ring z.B. während der
Kompressions- oder Dekompressionsphase sind durch Schwenkwinkelkorrekturen ausgleichbar.
Besondere Vorteile: Die Pumpen können kleiner dimensioniert werden (40 + 40 statt
80 + 40). Geräuschpegel und Verlustleistung und Pumpenpreis sinken.
[0046] In der zu Figur 6 alternativen Ausführungsform gemäß Figur 7 wird auf einen eigenständig
gesteuerten Motor für die zweite Antriebseinrichtung 60B verzichtet. Stattdessen ist
ein Getriebe 63 vorgesehen, dass den (einzigen) Motor 62A und das zugehörende Antriebsglied,
wie eine Stellspindel, mit dem anderen Antriebsglied in einem, insbesondere festen,
Drehzahlverhältnis koppelt. Die Verstellung der, z.B. auf den Ringraum 23C einwirkenden,
Pumpe 31 folgt dann, insbesondere den Flächenverhältnissen am Arbeitskolben 21 entsprechend,
der Verstellung der auf, z.B. den ersten Kolbenraum 23A einwirkenden, Pumpe 32.
[0047] Es ist wichtig zu betonen, dass es dem Fachmann auf dem vorliegenden Sachgebiet ohne
weiteres möglich ist, auch die übrigen Merkmale der Realisierungen nach Figuren 1
und 2 und die übrigen Merkmale der Realisierungen nach Figuren 3 bis 7 im Wesentlichen
auch bei den jeweils anderen Realisierungen anzuwenden.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 10 |
Antriebsanordnung |
51 |
Stellmittel |
| 20 |
Kolben/Zylinder-Anordnung |
51A, 51B |
hydromechanisches Antriebsglied, wie Stellzylinder |
| 21 |
Arbeitskolben |
| 22 |
Kolbenstange |
51C |
mechanisches Antriebsglied, wie Stellspindel |
| 23A |
(erster) Kolbenraum oder Arbeitszylinder |
| 51C' |
mechanisches Antriebsglied, wie Stellspindel |
| 23C |
(zweiter) Kolbenraum oder Ringraum oder Rückholzylinder |
| 51C" |
mechanisches Antriebsglied, wie Stellspindel |
| 30 |
Pumpenanordnung |
| 31 |
(erste) Pumpe |
52 |
Pumpenverschwenkmechanismus |
| 31A |
(erster) Druckfluid-Ausgang |
60 |
Antriebseinrichtung |
| 31B |
(zweiter) Druckfluid-Ausgang |
60A |
Antriebseinrichtung |
| 32 |
zweite Pumpe |
60B |
Antriebseinrichtung |
| 33 |
Antrieb |
61 |
weitere Pumpe |
| 33A |
Antriebswelle |
62 |
Antriebsmittel |
| 33B |
Antrieb |
63 |
Getriebe |
| 33C |
Antrieb |
150 |
Signalleitung |
| 34 |
Pumpe |
150A |
Signalleitung |
| 36 |
Weggeber |
150B |
Signalleitung |
| 37 |
Getriebe |
|
|
| 38 |
Verstelleinrichtung |
D1 |
(erste) Druckleitung |
| 38A |
Verstelleinrichtung |
D1' |
Verbindungsleitung |
| 38B |
Verstelleinrichtung |
D3 |
(zweite) Druckleitung |
| 40 |
Druckmittel-Tank |
D3' |
Verbindungsleitung |
| 50 |
Hydraulikventil |
U |
Umrichter |
| 50A, 50B |
Proportionalventil/e |
|
|
1. Presse mit einer hydraulischen druckspeicherlosen Antriebsanordnung (10),
mit einer doppelt wirksamen Kolben-/Zylinder-Anordnung (20), die zumindest einen reversierend
verfahrbaren Arbeitskolben (21) und zumindest einen Zylinderraum umfasst und bei der
der zumindest eine Zylinderraum oder die Zylinderräume zumindest einen den Arbeitskolben
(21) mit Fluiddruck beaufschlagenden, ersten Kolbenraum (23A), und zumindest einen
zweiten Kolbenraum (23C) umfasst,
mit die Kolbenräume mit einem Druckmittel versorgende Druckleitungen (D1, D3),
mit zumindest einer Pumpenanordnung (30), welche zumindest eine drehzahlvariabel und
drehrichtungsvariabel angetriebene Pumpe (31; 32) und zumindest einen die zumindest
eine Pumpe (31, 32) antreibenden drehzahlvariablen Antrieb (33) umfasst,
mit zumindest einem mit der Kolben-/Zylinder-Anordnung (20) und der Pumpenanordnung
(30) hydraulisch verbundenen oder verbindbaren Druckmittelvorrat,
bei der die zumindest eine Pumpe (32) über eine erste Druckleitung (D1) mit dem ersten
Kolbenraum (23A) verbunden ist, so dass die hydraulische Antriebsanordnung (10) vorzugsweise
mittels eines einzigen einmotorigen Antriebsstrangs in zumindest einer Bewegungsrichtung
betreibbar ist und auch im Arbeitsgang hohe Arbeitsdrücke erreicht,
gekennzeichnet durch
eine Verstelleinrichtung (38) mit zumindest einem hydromechanischen Stellzylinder
(51; 51A) der zumindest einen Pumpe (32),
eine hydraulische Verbindung/Verbindungsleitung (D1'), die zwischen dem Stellzylinder
(51; 51A) und der zwischen der zumindest einen Pumpe (32) und dem ihr zugeordneten
Kolbenraum (23A) vorgesehenen Druckleitung (D1) wirksam ist, sowie zumindest ein als
Proportionalventil (50; 50A) gebildetes Hydraulikventil,
wobei das zumindest eine Hydraulikventil in der zumindest einen Verbindungsleitung
(D1') zwischen dem Stellzylinder (51; 51A) und der Druckleitung (D1) derart hydraulisch
wirksam ist, dass durch Variation der Stellung dieses Hydraulikventils mittels eines
elektrischen die Stellung des Hydraulikventils beeinflussenden Stellsignals der Stellzylinder
(51; 51A) mit einem variablen Druck beaufschlagbar ist.
2. Presse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest zwei, je aus zumindest einer Pumpe (32; 34) und einem Antrieb (33C; 33B)
bestehende, gesonderte Motor-Pumpenstationen für den ersten Kolbenraum (23A) und für
den zweiten Kolbenraum (23C).
3. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Pumpe (31) über einen zweiten Druckfluid-Ausgang (31B) mit dem ersten Kolbenraum
(23A) der Kolben/Zylinder-Anordnung (20) zu dessen zusätzlicher DruckmittelBeaufschlagung
verbunden ist.
4. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der zweite Kolbenraum (23C) von einer
ersten Pumpe (31) der Pumpenanordnung (30) gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass, unter Verzicht auf ein eigenständig gesteuertes Antriebsmittels für eine zweite
Antriebseinrichtung (60B), ein Getriebe (63) vorgesehen ist, dass das Antriebsmittel
des zugehörenden Antriebsglieds der ersten Antriebseinrichtung (60A) mit dem anderen
Antriebsglied in einem festen Drehzahlverhältnis koppelt.
5. Verfahren zum Betreiben einer Presse mit einer hydraulischen druckspeicherlosen Antriebsanordnung,
mit einer doppelt wirksamen zumindest einen reversierend verfahrbaren Arbeitskolben
(21) und zumindest einen Zylinderraum umfassenden Kolben/Zylinder-Anordnung (20),
bei der der zumindest eine Zylinderraum oder die Zylinderräume zumindest einen den
Arbeitskolben (21) mit Fluiddruck beaufschlagenden, ersten Kolbenraum (23A), und zumindest
einen zweiten Kolbenraum (23C) umfasst/umfassen,
mit die Kolbenräume mit einem Druckmittel versorgenden Druckleitungen (D1, D3),
mit zumindest einer Pumpenanordnung (30), welche zumindest eine, drehzahlvariabel
und drehrichtungsvariabel angetriebene, Pumpe (31; 32) und zumindest einen die zumindest
eine Pumpe (31, 32) antreibenden drehzahlvariablen Antrieb (33) umfasst,
nämlich, wenn eine Verstelleinrichtung (38) der zumindest einen Pumpe und einem Stellmittel
(51) für diese vorgesehen ist, wobei der Förderstrom der zumindest einen Pumpe mittels
der von dem Stellmittel (51) betätigbaren Verstelleinrichtung (38) veränderbar ist,
mit zumindest einem mit der Kolben-/Zylinder-Anordnung (20) und der Pumpenanordnung
(30) hydraulisch verbundenen oder verbindbaren Druckmittelvorrat,
bei der die zumindest eine Pumpe (32) über eine erste Druckleitung (D1) mit dem ersten
Kolbenraum (23A) verbunden ist, so dass die hydraulische Antriebsanordnung (10) vorzugsweise
mittels eines einzigen einmotorigen Antriebsstrangs in zumindest einer Bewegungsrichtung
betreibbar ist und, auch im Arbeitsgang hohe Arbeitsdrücke erreicht,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein hydromechanischer Stellzylinder (51; 51A) der zumindest einen Pumpe
(32) vorgesehen wird,
eine hydraulische Verbindung/Verbindungsleitung (D1'), die zwischen dem Stellzylinder
(51; 51A) und der zwischen der zumindest einen Pumpe (32) und dem ihr zugeordneten
Kolbenraum (23A) vorgesehenen Druckleitung (D1) wirksam ist, vorgesehen wird, sowie
zumindest ein als Proportionalventil (50; 50A) gebildetes Hydraulikventil vorgesehen
wird,
wobei das zumindest eine Hydraulikventil in der zumindest einen Verbindungsleitung
(D1') zwischen dem Stellzylinder (51; 51A) und der Druckleitung (D1) derart hydraulisch
wirksam wird, dass durch Variation der Stellung dieses Hydraulikventils mittels eines
elektrischen die Stellung des Hydraulikventils beeinflussenden Stellsignals der Stellzylinder
(51; 51A) mit einem variablen Druck beaufschlagt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch eine hydromechanische Pumpenverstellung oder -regelung bewirkte Verringerung
des Förderstromes der zumindest einen Pumpe mittels einer die hydromechanische Pumpenverstellung
bewirkenden oder die Pumpenregelung überlagernden hydraulischen Antriebseinrichtung
(60) so weit hinausgezögert wird, bis das Antriebsmoment des Motors ausgelastet ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor des drehzahlvariablen Hydraulikantriebes mittels der Antriebseinrichtung
(60) kurzzeitig gezielt über sein Nennmoment hinaus belastet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch Verwenden des aktuellen Auslastungsgrades des Antriebsmotors als Regelgröße für die
zu geordnete Pumpe.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Wiederabkühlung des zuvor gezielt überlasteten Antriebsmotors eine Eilgangfahrt
und/oder Pausen zum Be- und Entladen des Verbrauchers genutzt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein hoher Schwenkwinkel der zumindest einen Pumpe beibehalten wird, obwohl der Verlauf
des Auslastungsfaktors eine baldige Notabschaltung erkennen lässt.
1. A press with a hydraulic drive arrangement (10) without a pressure accumulator,
with a double-acting piston/cylinder arrangement (20), which comprises at least one
reversibly movable working piston (21) and at least one cylinder chamber and in which
the at least one cylinder chamber or the cylinder chambers comprise/s at least one
first piston chamber (23A) that acts upon the working piston (21) with fluid pressure
and at least one second piston chamber (23C),
with pressure lines (D1, D3) that supply the piston chambers with a pressure medium,
with at least one pump arrangement (30), which comprises at least one pump (31; 32)
that is driven with variable speed and in variable rotating directions and at least
one variable-speed drive (33) that drives the at least one pump (31, 32),
with at least one pressure medium reservoir that is or can be hydraulically connected
to the piston/cylinder arrangement (20) and the pump arrangement (30),
wherein the at least one pump (32) is connected to the first piston chamber (23A)
by means of a first pressure line (D1) such that the hydraulic drive arrangement (10)
can be operated in at least one direction of movement, preferably by means of a single
one-motor drivetrain, and also reaches high operating pressures during working operation,
characterized by
an adjustment device (38) with at least one hydromechanical actuating cylinder (51;
51A) of the at least one pump (32),
a hydraulic connection/connecting line (D1'), which is active between the actuating
cylinder (51; 51A) and the pressure line (D1) provided between the at least one pump
(32) and the piston chamber (23A) assigned thereto, and
at least one hydraulic valve that is realized in the form of a proportional valve
(50; 50A),
wherein the at least one hydraulic valve is hydraulically active in the at least one
connecting line (D1') between the actuating cylinder (51; 51A) and the pressure line
(D1) in such a way that the actuating cylinder (51; 51A) can be acted upon with a
variable pressure by varying the position of this hydraulic valve with the aid of
an electrical control signal that influences the position of the hydraulic valve.
2. The press according to claim 1, characterized by at least two separate motor-pump stations, which respectively consist of at least
one pump (32; 34) and a drive (33C; 33B), for the first piston chamber (23A) and for
the second piston chamber (23C).
3. The press according to claim 1 or 2, characterized in that the first pump (31) is connected to the first piston chamber (23A) of the piston/cylinder
arrangement (20) by means of a second pressure medium outlet (31B) for the purpose
of acting upon said first piston chamber with additional pressure medium.
4. The press according to one of claims 1 to 3, in which the second piston chamber (23C)
is supplied by a first pump (31) of the pump arrangement (30), characterized in that a transmission (63) is provided while forgoing an independently controlled driving
means for a second drive device (60B), wherein said transmission couples the driving
means of the associated driving member of the first drive device (60A) to the other
driving member at a fixed speed ratio.
5. A method for operating a press with a hydraulic drive arrangement without a pressure
accumulator,
with a double-acting piston/cylinder arrangement (20), which comprises at least one
reversibly movable working piston (21) and at least one cylinder chamber and in which
the at least one cylinder chamber or the cylinder chambers comprise/s at least one
first piston chamber (23A) that acts upon the working piston (21) with fluid pressure
and at least one second piston chamber (23C), with pressure lines (D1, D3) that supply
the piston chambers with a pressure medium,
with at least one pump arrangement (30), which comprises at least one pump (31; 32)
that is driven with variable speed and in variable rotating directions and at least
one variable-speed drive (33) that drives the at least one pump (31, 32), namely if
an adjustment device (38) of the at least one pump and an actuating means (51) for
said adjustment device are provided, wherein the delivery rate of the at least one
pump can be varied by means of the adjustment device (38) that can be actuated with
the aid of the actuating means (51),
with at least one pressure medium reservoir that is or can be hydraulically connected
to the piston/cylinder arrangement (20) and the pump arrangement (30),
wherein the at least one pump (32) is connected to the first piston chamber (23A)
by means of a first pressure line (D1) such that the hydraulic drive arrangement (10)
can be operated in at least one direction of movement, preferably by means of a single
one-motor drivetrain, and also reaches high operating pressures during working operation,
characterized in that
at least one hydromechanical actuating cylinder (51; 51A) of the at least one pump
(32) is provided,
a hydraulic connection/connecting line (D1') is provided and active between the actuating
cylinder (51; 51A) and the pressure line (D1) provided between the at least one pump
(32) and the piston chamber (23A) assigned thereto, and
at least one hydraulic valve is provided and realized in the form of a proportional
valve (50; 50A),
wherein the at least one hydraulic valve is hydraulically active in the at least one
connecting line (D1') between the actuating cylinder (51; 51A) and the pressure line
(D1) in such a way that the actuating cylinder (51; 51A) can be acted upon with a
variable pressure by varying the position of this hydraulic valve with the aid of
an electrical control signal that influences the position of the hydraulic valve.
6. The method according to claim 5, characterized in that a reduction of the delivery rate of the at least one pump, which is caused by a hydromechanical
pump adjustment or control, is delayed by means of a hydraulic drive device (60) that
causes the hydromechanical pump adjustment or overrides the pump control until the
driving torque of the motor is fully utilized.
7. The method according to claim 6, characterized in that the driving motor of the variable-speed hydraulic drive is briefly and purposefully
subjected to a load beyond its nominal torque by means of the drive device (60).
8. The method according to one of claims 5 to 7, characterized by using the current degree of utilization of the driving motor as control variable
for the assigned pump.
9. The method according to claim 7 or 8, characterized in that a high-speed run and/or pauses for loading and unloading the consumer are used for
once again cooling down the driving motor, which previously was purposefully overloaded.
10. The method according to one of claims 5 to 9, characterized in that a high pivoting angle of the at least one pump is maintained although the progression
of the utilization factor indicates an imminent emergency shutdown.
1. Presse avec un dispositif d'entraînement hydraulique sans accumulateur (10),
avec un ensemble piston-cylindre à double effet (20), qui comprend au moins un piston
de travail (21) inversement déplaçable et au moins une chambre de cylindre et pour
laquelle au moins une chambre de cylindre ou les chambres de cylindre comprend/comprennent
au moins une première chambre de piston (23A) sollicitant au moins le piston de travail
(21) avec une pression de fluide, et au moins une deuxième chambre de piston (23C),
avec des conduits de pression (D1, D3) alimentant les chambres de piston avec un moyen
de pression,
avec au moins un ensemble de pompage (30), lequel comprend au moins une pompe (31
; 32) entraînée à vitesse variable et sens de rotation variable et au moins un entraînement
(33) à vitesse variable entraînant au moins une pompe (31, 32),
avec au moins une réserve de moyen de pression reliée ou pouvant être reliée hydrauliquement
à l'ensemble piston-cylindre (20) et à l'ensemble de pompage (30),
pour laquelle au moins une pompe (32) est reliée par un premier conduit de pression
(D1) à la première chambre de piston (23A) de telle manière que le dispositif d'entraînement
hydraulique (10) peut être utilisé de préférence au moyen d'une chaîne cinématique
unique monomoteur dans au moins un sens de déplacement et atteint également des pressions
de travail élevées dans le cycle de travail,
caractérisée par
un système de réglage (38) avec au moins un vérin de réglage hydromécanique (51 ;
51A) d'au moins une pompe (32),
une liaison/conduite de liaison hydraulique (D1'), qui intervient entre le vérin de
réglage (51 ; 51A) et le conduit de pression (D1) prévu entre au moins une pompe (32)
et la chambre de piston (23A) qui lui est attribuée, ainsi
qu'au moins une soupape hydraulique formée sous la forme d'une soupape proportionnelle
(50 ; 50A),
sachant qu'au moins une soupape hydraulique intervient de façon hydraulique dans au
moins une conduite de liaison (D1') entre le vérin de réglage (51 ; 51A) et le conduit
de pression (D1) de telle manière que par la variation de la position de cette soupape
hydraulique au moyen d'un signal de réglage électrique influençant la position de
la soupape hydraulique, le vérin de réglage (51 ; 51A) peut être sollicité par une
pression variable.
2. Presse selon la revendication 1, caractérisée par au moins deux, postes de pompage motorisés spéciaux, composés respectivement d'au
moins une pompe (32 ; 34) et d'un entraînement (33C ; 33B) pour la première chambre
de piston (23A) et pour la deuxième chambre de piston (23C).
3. Presse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la première pompe (31) est reliée par une deuxième sortie de fluide de pression (31B)
à la première chambre de piston (23A) de l'ensemble piston/cylindre (20) à des fins
de sollicitation supplémentaire de celle-ci par moyen de pression.
4. Presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, sachant que la deuxième chambre
de piston (23C) est alimentée par une première pompe (31) de l'ensemble de pompage
(30), caractérisée en ce qu'en renonçant à un moyen d'entraînement commandé de façon propre pour un deuxième dispositif
d'entraînement (60B), un mécanisme (63) est prévu de sorte que le moyen d'entraînement
de l'organe d'entraînement correspondant du premier dispositif d'entraînement (60A)
est couplé à l'autre organe d'entraînement dans un rapport de vitesse fixe.
5. Procédé d'utilisation d'une presse avec un dispositif d'entraînement hydraulique sans
accumulateur
avec un ensemble piston/cylindre (20) comprenant un piston à double effet inversement
déplaçable (21) et au moins une chambre de cylindre, pour lequel au moins une chambre
de cylindre ou des chambres de cylindre comprend/comprennent au moins une première
chambre de piston (23A) sollicitant le piston de travail (21) avec une pression de
fluide et au moins une deuxième chambre de piston (23C),
avec des conduits de pression (D1, D3) alimentant les chambres de piston avec un moyen
de pression,
avec au moins un ensemble de pompage (30), lequel comprend au moins une pompe (31
; 32) entraînée à vitesse variable et sens de rotation variable et au moins un entraînement
(33) à vitesse variable entraînant au moins une pompe (31, 32),
notamment, lorsqu'un système de réglage (38) d'au moins une pompe et un moyen de réglage
(51) est prévu pour celle-ci, sachant que le débit d'au moins une pompe peut être
modifié par le système de réglage (38) pouvant être actionné par le moyen de réglage
(51),
avec au moins une réserve de moyen de pression reliée ou pouvant être reliée hydrauliquement
à l'ensemble piston-cylindre (20) et à l'ensemble de pompage (30),
pour lequel au moins une pompe (32) est reliée par un premier conduit de pression
(D1) à la première chambre de piston (23A) de telle manière que le dispositif d'entraînement
hydraulique (10) peut être de préférence utilisé au moyen d'une chaîne cinématique
unique monomoteur dans au moins une direction de déplacement et atteint également
des pressions de travail élevées dans le cycle de travail,
caractérisé en ce qu'
au moins un vérin de réglage hydromécanique (51 ; 51A) d'au moins une pompe (32) est
prévu,
une liaison/conduite de liaison hydraulique (D1'), est prévue, qui intervient entre
le vérin de réglage (51 ; 51A) et le conduit de pression (D1) prévu entre au moins
une pompe (32) et la chambre de piston (23A) qui lui est attribuée, ainsi
qu'au moins une soupape hydraulique formée sous la forme d'une soupape proportionnelle
(50 ; 50A) est prévue,
sachant qu'au moins une soupape hydraulique intervient de façon hydraulique dans au
moins une conduite de liaison (D1') entre le vérin de réglage (51 ; 51A) et le conduit
de pression (D1) de telle manière que par variation de la position de cette soupape
hydraulique au moyen d'un signal de réglage électrique influençant la position de
la soupape hydraulique, le vérin de réglage (51 ; 51A) peut être sollicité par une
pression variable.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'une réduction causée par un réglage ou une régulation hydromécanique du débit d'au
moins une pompe est retardée au moyen d'un dispositif d'entraînement hydraulique (60)
causant le réglage de pompage hydromécanique ou superposant la régulation de pompage
jusqu'à ce que le couple d'entraînement du moteur soit pleinement utilisé.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le moteur d'entraînement de l'entraînement hydraulique à vitesse variable est précisément
chargé brièvement au-delà de son couple nominal au moyen du dispositif d'entraînement
(60).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé par l'utilisation du degré d'utilisation actuel du moteur d'entraînement en tant que
valeur normale pour la pompe attribuée.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce qu'un cycle de fonctionnement rapide et/ou des pauses pour le chargement et déchargement
de l'élément consommateur sont utilisés pour refroidir à nouveau le moteur d'entraînement
précisément surchargé au préalable.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 9, caractérisé en ce qu'un angle de pivotement élevé d'au moins une pompe est maintenu, bien que le profil
du facteur d'utilisation permette d'identifier un arrêt d'urgence proche.