[0001] Die Erfindung betrifft eine Wendetraverse mit mindestens einem Schlaufenelement und
ein solches Element.
[0002] Wendetraversen mit mindestens einem Endlos-Schlaufenelement, welches drehbar gelagert
ist, über einen drehbar gelagerten radialsymmetrischen Rotationskörper laufen und
zur Handhabung von Lasten dienen, sind seit langem bekannt, so beispielsweise aus
der
DE 29 46 958 A1 oder der
DE 3007 289 A1.
[0003] In der Vergangenheit hat sich jedoch herausgestellt, dass die Handhabe der Last,
die aufgrund der eigenen Schwere in mindestens einem Endlos-Schlaufenelement ruht,
dahingehend problematisch verläuft, dass es bei einem Wendevorgang einer Last mangels
ausreichender Haftung zwischen einer Oberfläche der Last und einer Auflagefläche des
Schlaufenelements zu einer Schlupfbildung kommt und so eine synchrone Übertragung
der Drehbewegung des Rotationskörpers auf die Last nicht erfolgt. Das ist insbesondere
dann der Fall, wenn das mindestens eine Schlaufenelement an seiner Verschleißgrenze
angelangt, diese jedoch noch nicht erreicht ist.
[0004] Auch hat sich herausgestellt, dass sich eine Handhabe von nicht radialsymmetrischen
Lasten als schwierig herausstellt, weil bei einer nur punktuell vorliegenden Auflagefläche
der Last auf dem mindestens einen Schlaufenelement eine zu geringe Haftreibung zwischen
Last und Schlaufenelement besteht.
[0005] Ebenfalls ist problematisch, wenn das Endlos-Schlaufenelement mit einer Schutzhülle
versehen ist, welche eine äußere Oberflächenstruktur besitzt. Dann besteht nämlich
die Gefahr, dass Schutzschläuche oder Schutzhüllen verrutschen.
[0006] Die Erfindung hat die Aufgabe, die Handhabe einer Last, insbesondere einer nicht
radialsymmetrischen Last mittels einer Wendetraverse zu verbessern. Die Aufgabe wird
durch die Merkmale des Hauptanspruchs 1 und des Nebenanspruchs 6 verwirklicht, wobei
weitere Ausgestaltungen aus den Unteransprüchen folgen. Danach weist die erfindungsgemäße
Traverse zum Wenden von Lasten und das erfinderische Schlaufenelement folgende Merkmale
auf.
[0007] Die Traverse besteht aus einem Antriebselement, so einem Motor, mit mindestens einem
drehbar gelagerten radialsymmetrischen Rotationskörper und mindestens einem die Last
aufnehmenden Endlos-Schlaufenelement, wobei das mindestens eine Schlaufenelement über
mindestens einen Rotationskörper, ein oder mehrere Antriebsräder oder sonstige geeignete
Bauteile, läuft und von diesem angetrieben wird und die Last aufgrund der eigenen
Schwere in dem mindestens einen Schlaufenelement ruhen kann. Eine Handhabe der Last
kann dabei aufgrund einer Drehbewegung des Rotationskörpers erfolgen. Erfindungsgemäß
weist dabei eine Innenfläche des Schlaufenelements Erhebungen auf, welche im Wesentlichen
winklig zur Langseite des Schlaufenelements angeordnet sind und über die gesamte Breite
der Innenfläche des Schlaufenelements verlaufen.
[0008] Die Erhebungen können dabei beispielhaft quer, also 90° oder diagonal, ca. 45°, zur
Langseite des Schlaufenelements angeordnet sein. Auch können sich diese Anordnungen
abwechseln, so abschnittsweise.
[0009] In weiterer Ausgestaltung können sich die Erhebungen strahlenförmig, wellenförmig
und/oder kurvenförmig über die gesamte Breite der Innenfläche des Schlaufenelements
erstrecken, je nach Anforderung der Umgebungsbedingungen, so der zu transportierenden
Last.
[0010] Der mindestens eine Rotationskörper ist dabei angepasst. Seine Laufläche korrespondiert
mit der Formgebung der Innenfläche des Schlaufenelements wie bei einem Zahnriemen
und einem dazu korrespondierendem Riemenrad beziehungsweise Ritzel.
[0011] Die Erhebungen weisen im Querschnitt in Bezug zur Langseite des Schlaufenelements
eine konvexe Form auf.
[0012] Ebenfalls kann vorgesehen werden, dass die Erhebungen in Bezug zur Langseite des
Schlaufenelements einen halbkreisförmigen oder einen halbelliptischen Querschnitt
aufweisen.
[0013] Aufgrund der Ausgestaltung der Erfindung wird eine optimierte Traverse zur Verfügung
gestellt, bei der die Haftreibung zwischen Last und Schlaufenelement verbessert ist.
Da Schutzhüllen für Schlaufenelemente nicht bestehen, entfällt zum einen ein Bauteil.
Kosten werden dadurch minimiert und aufgrund der Reduzierung von Bauteilen besteht
auch keine Gefahr, dass ein Verrutschen der Bauteile relativ zueinander erfolgen kann.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Figuren weiter erläutert. Dabei ergeben sich weitere Vorteile, Merkmale und
Ausgestaltungen der Erfindung.
[0015] Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Teils einer Traverse mit einer Last,
Fig. 2 eine ausschnittweise Darstellung eines Schlaufenelements.
[0016] In
Fig 1. ist eine Traverse
1, eine erfindungsgemäße Wendetraverse, dargestellt, die aus einem Antriebselement
2 mit einem drehbar gelagerten radiälsymmetrischen Rotationskörper
3 und einem die Last
5 aufnehmenden Endlos-Schlaufenelement
4 besteht.
[0017] Das Schlaufenelement
4 läuft über den Rotationskörper
3 und wird von diesem angetrieben. Eine Last
5 ruht aufgrund der eigenen Schwere in dem Schlaufenelement
4.
[0018] Das Schlaufenelement
4 nimmt die Last
5 auf. Eine Handhabe der Last
5 kann aufgrund einer Drehbewegung des Rotationskörpers
3 erfolgen.
[0019] Erfindungsgemäß weist eine Innenfläche
6 des Schlaufenelements
4 Erhebungen
7, auf, welche rechtwinklig zur Langseite
8 des Schlaufenelements
4 angeordnet sind. Sie verlaufen strahlenförmig über die gesamte Breite der Innenfläche
6 des Schlaufenelements
4, Fig. 1.
[0020] Wie aus einer Schnittdarstellung,
Fig. 2, hervorgeht, verlaufen die Erhebungen
7, 7' und
7" des Schlaufenelements
4 in Bezug zur Langseite
8 des Schlaufenelements
4 in einem Querschnitt
9 konvex und sind im Ausführungsbeispiel im Wesentlichen halbkreisförmig ausgestaltet.
Der Rotationskörper
3 ist im Ausführungsbeispiel an den Querschnitt
9 der Erhebungen
7, also an die Form der Erhebungen
7 angepasst. Seine Laufläche korrespondiert so mit der Formgebung der Innenfläche
6 des Schlaufenelements
4 ähnlich wie bei einem Zahnriemen.
Bezugszeichenliste:
[0021]
- 1.
- Traverse
- 2.
- Antriebselement
- 3.
- Rotationskörper
- 4.
- Schlaufenelement
- 5.
- Last
- 6.
- Innenfläche
- 7.
- Erhebungen
- 8.
- Langseite
- 9.
- Querschnitt
1. Traverse (1) zum Wenden einer Last (5), bestehend aus einem Antriebselement (2) mit
mindestens einem drehbar gelagerten radialsymmetrischen Rotationskörper (3) und mindestens
einem die Last (5) aufnehmenden Endlos-Schlaufenelement (4), wobei das mindestens
eine Schlaufenelement (4) über mindestens einen Rotationskörper (3) läuft und von
diesem angetrieben wird und die Last (5) aufgrund der eigenen Schwere in dem mindestens
einen Schlaufenelement (4) ruhen und eine Handhabe der Last (5) aufgrund einer Drehbewegung
des Rotationskörpers (3) erfolgen kann, wobei eine Innenfläche (6) des Schlaufenelements
(4) Erhebungen (7) aufweist, welche im Wesentlichen winklig zur Langseite (8) des
Schlaufenelements (4) angeordnet sind und über die gesamte Breite der Innenfläche
(6) des Schlaufenelements (4) verlaufen.
2. Traverse (1) nach Anspruch 1, wobei die Erhebungen (7) quer und/oder diagonal zur
Langseite (8) des Schlaufenelements (4) angeordnet sind.
3. Traverse (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Erhebungen (7) sich strahlenförmig,
wellenförmig und/oder kurvenförmig über die gesamte Breite der Innenfläche (6) des
Schlaufenelements (4) erstrecken.
4. Traverse (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Erhebungen (7) einen konvex
verlaufenden Querschnitt (9) in Bezug zur Langseite (8) des Schlaufenelements (4)
aufweisen.
5. Traverse (1) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3, wobei die Erhebungen (7)
einen halbkreisförmigen oder einen halbelliptischen Querschnitt (9) in Bezug zur Langseite
(8) des Schlaufenelements (4) aufweisen.
6. Schlaufenelement (4) für eine Traverse (1) zum Wenden einer Last (5), wobei das Schlaufenelement
(4) über mindestens einen Rotationskörper (3) der Traverse (1) läuft und von diesem
angetrieben wird und die Last (5) aufgrund der eigenen Schwere in dem mindestens einen
Schlaufenelement (4) ruhen und eine Handhabe der Last (5) aufgrund einer Drehbewegung
des Rotationskörpers (3) erfolgen kann, wobei eine Innenfläche (6) des Schlaufenelements
(4) Erhebungen (7) aufweist, welche im Wesentlichen winklig zur Langseite (8) des
Schlaufenelements (4) angeordnet sind und über die gesamte Breite der Innenfläche
(6) des Schlaufenelements (4) verlaufen.
7. Schlaufenelement (4) nach Anspruch 6, wobei die Erhebungen (7) quer und/oder diagonal
zur Langseite (8) des Schlaufenelements (4) angeordnet sind.
8. Schlaufenelement (4) nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Erhebungen (7) sich strahlenförmig,
wellenförmig und/oder kurvenförmig über die gesamte Breite der Innenfläche (6) des
Schlaufenelements (4) erstrecken.
9. Schlaufenelement (4) nach einem der vorherigen Ansprüche 6 bis 8, wobei die Erhebungen
(7) einen konvex verlaufenden Querschnitt (9) in Bezug zur Langseite (8) des Schlaufenelements
(4) aufweisen.
10. Schlaufenelement (4) nach einem der vorherigen Ansprüche 6 bis 8, wobei die Erhebungen
(7) einen halbkreisförmigen oder einen halbelliptischen Querschnitt (9) in Bezug zur
Langseite (8) des Schlaufenelements (4) aufweisen.