TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sanitärinstallation in einer Nische einer
Gebäudewand, insbesondere für die Unterbringung der Ausziehbrause einer Dusche nach
Anspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] In der Wand eingelassene Sanitärinstallationen sind seit langem in vielfältigen Ausführungen
bekannt. Bei herkömmlichen Duschschläuchen befinden sich der Schlauchanschluss, der
Schlauch und der Schlauchhalter vor der Deckschicht der Wand. Die sich dadurch ergebenden
Nachteile sind einerseits, dass der Duschschlauch in der Duschkabine bzw. in der Badewanne
hängt, den Nutzer stört und allenfalls die Deckschicht der Wand oder die Wanne zerkratzt.
Ausserdem hat dies erhöhte Kalkablagerungen am Duschschlauch zur Folge, was einen
erhöhten Reinigungsaufwand zur Folge hat. Wird der Duschschlauch in den Unterputz
verlegt, muss der Schlauch umgelenkt werden, um Verwicklungen zu verhindern. Dies
kann mit Hilfe einer dem Fachmann bekannten Umlenkvorrichtung gelöst werden.
[0003] Die
EP 1 609 918 offenbart eine in einer Wandausnehmung angebrachte Sanitärinstallation mit einer
Haltevorrichtung für eine aus der Wand austretenden Duschbrause, wobei der an der
Duschbrause befestigte Schlauch eine Aufwickelvorrichtung zur automatischen Schlauchrückführung
aufweist, welche in einem Einbaukasten eingesetzt ist.
[0004] In der
DE 201 13 857 U1 wird eine Schlauchbrausegarnitur für die Unterputz-Montage vorgestellt, welche einen
Einbaukasten umfasst, in dessen Innern eine Führungsschiene für den Duschschlauch
mit einer daran laufenden gewichteten Laufrolle installiert ist. Die im Hintergrund
installierte Rückzugsvorrichtung ermöglicht die Anordnung des Duschschlauchs hinter
der Duschwand.
[0005] Problematisch an dieser Anordnung ist, dass bei der Rückführung des Duschschlauchs
Wasser und Schmutz, wie beispielsweise Haare etc. in den Einbaukasten gelangen können.
Zum Abführen von Kondenswasser wird in der
EP 1 609 918 ein Abwasseranschluss an der Rückseite des Einbaukastens vorgestellt. In der
DE 201 13 857 U1 wird eine Auslauftülle im Boden des Einbaukastens vorgesehen.
[0006] Auch die Wartung einer hinter der Duschwand liegenden Installation ist aufgrund der
Unzugänglichkeit problematisch. Zwar offenbart die
EP 1 609 918, dass eine Revisionsöffnung für die Inspektion oder Reparatur der Sanitärinstallation
vorhanden sein sollte, bietet aber keine konkrete Lösung dafür an.
[0007] Die
EP 0 703 323 offenbart eine Sanitärinstallation für die höhenverstellbare Befestigung einer Duschbrause,
wobei die Befestigungsvorrichtung seitlich von der Führungsstange angebrachte Regale
für die Unterbringung von Duschutensilien aufweist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Ausgehend vom genannten Stand der Technik besteht Bedarf für eine verbesserte Ausführungsform
einer hinter einer Duschwand angeordneten Sanitärinstallation, welche die Nachteile
des Standes der Technik überwindet. Insbesondere soll die Sanitärinstallation derart
ausgebildet sein, dass die Wartung und Reinigung der Sanitärinstallation verbessert
wird. Besonders bevorzugt soll die verbesserte Installation einen Führungsmechanismus
für einen Duschschlauch und eine Lösung für den Abfluss von Abwasser bieten, welches
sich durch den Rückzug des Duschschlauches zurück in den hinter bzw. in der Wand gelegenen
Aufnahmeraum ansammelt.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Sanitärinstallation für die Anordnung in einer
Aussparung oder Nische einer Wand eines Duschraums, beispielsweise einer Duschkabine
oder der Wand neben bzw. über einer Badewanne bzw. Duschwanne oder der Wand eines
anderen Sanitärraums nach dem Anspruch 1. Die erfindungsgemässe Sanitärinstallation
weist einen Montagebehälter mit einem Aufnahmeraum bzw. einer Zugangsöffnung auf,
welcher durch eine umlaufende Seitenwand, sowie durch eine Rückwand begrenzt ist.
In den ersten Aufnahmeraum des Montagebehälters ist ein Einsatzbehälter lösbar eingesetzt.
Der Einsatzbehälter weist ebenfalls einen Aufnahmeraum auf, welcher ebenfalls durch
eine umlaufende Seitenwand und durch eine Rückwand begrenzt ist. Dabei weist der Einsatzbehälter
vorzugsweise eine geringere Tiefe auf als die Tiefe des Montagebehälters. Vorzugsweise
ist der Einsatzbehälter bis zu einem Anschlag an dem den zweiten Aufnahmeraum des
Einsatzbehälters begrenzenden Rand in den ersten Aufnahmeraum des Montagebehälters
eingeschoben.
[0010] Erfindungsgemäss ist zwischen der Rückwand des Montagebehälters und der Rückwand
des Einsatzbehälters ein Zwischenraum vorhanden. Dieser ist zur Wand hin durch die
Rückwand des Montagebehälters und auf der dem Duschraum zugewandten Seite durch die
Rückwand des Einsatzbehälters begrenzt. Seitlich ist der Zwischenraum durch die umlaufende
Seitenwand des Montagebehälters begrenzt.
[0011] Die Innenmass-Höhe des Montagebehälters entspricht vorzugsweise der Höhe des Zwischenraums.
Die Innenmass-Breite des Montagebehälters entspricht auch der Breite des Zwischenraums.
Die Tiefe des Zwischenraums liegt vorzugsweise im Bereich von ca. 3 bis 6 cm. Die
Höhe des Zwischenraums liegt vorzugsweise im Bereich von ca. 60 bis 80 cm.
[0012] Vorteilhafterweise ist der Einsatzbehälter reibschlüssig im Montagebehälter befestigt.
Durch Überwinden der Reibkraft kann der Einsatzbehälter herausgezogen werden, um Zugang
zum dahinter liegenden Montagebehälter zu erlangen.
[0013] Der Montagebehälter und/oder der Einsatzbehälter können beispielsweise jeweils mindestens
teilweise, vorzugsweise vollständig aus Kunststoff und/oder Metall ausgebildet sein.
[0014] Der Zwischenraum kann vielseitig genutzt werden. Erfindungsgemäss ist im Zwischenraum
ein Duschschlauch angeordnet, welcher zwecks Benutzung mindestens teilweise bzw. abschnittsweise
aus dem Zwischenraum hinaus gezogen werden kann. Der Duschschlauch kann entweder lose
im Zwischenraum verstaut sein, oder mittels einer an der Rückwand des Montagebehälters
oder am Boden der Wandnische montierten Führungsvorrichtung im Zwischenraum geordnet
bzw. geführt sein. Der Duschschlauch lässt sich dann durch Zug an seinem nicht im
Zwischenraum befestigten, freien Ende via eine Austrittsöffnung in den Duschraum hinein
ziehen.
[0015] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist im Zwischenraum eine Führungsvorrichtung
für den Duschschlauch angeordnet. Dabei handelt es sich vorzugsweise um eine Umlenkvorrichtung,
und/oder eine Aufrollvorrichtung, und/oder eine Rückzugsvorrichtung für den Duschschlauch.
[0016] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Sanitärinstallation
weist eine Führungsvorrichtung auf, welche mindestens eine erste Umlenkrolle für den
Duschschlauch aufweist, welche an einer ersten Drehachse rotierbar ist. Vorteilhafterweise
wird der Duschschlauch nach beendeter Benutzung gewissermassen automatisch aus dem
Duschraum in den Zwischenraum zurückgezogen. Dazu weist die Führungsvorrichtung vorzugsweise
eine Führungsschiene auf, an welcher die erste Umlenkrolle höhenverstellbar und drehbar
gelagert ist, und an welcher vorzugsweise ein Gewicht befestigt ist. Die Umlenkrolle
und das Gewicht können durch ein Gehäuse umschlossen sein.
[0017] Der Duschschlauch lässt sich besonders gut im Zwischenraum führen, wenn die Führungsvorrichtung
zusätzlich zur ersten, in der Höhe beweglichen Umlenkrolle eine zweite, vorzugsweise
fest installierte, an einer zweiten Drehachse rotierbare Umlenkrolle für den Duschschlauch
aufweist. Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die erste Umlenkrolle
im Bodenbereich des Montagebehälters, d.h. in der Nähe des Bodenbereichs des Zwischenraums
angeordnet und die zweite Umlenkrolle im Bereich des oberen Abschnittes der umlaufenden
Seitenwand des Montagebehälters bzw. in der Nähe der Decke des Zwischenraums.
[0018] Vorzugsweise ist die zweite Umlenkrolle an der Rückwand des Montagebehälters befestigt.
Alternativ kann die zweite Umlenkrolle auch am oberen Abschnitt oder im Bodenbereich
der umlaufenden Seitenwand des Montagebehälters befestigt sein.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird der Duschschlauch aus dem Zwischenraum
in den Aufnahmeraum des Einsatzbehälters geleitet, von wo aus er durch den Benutzer
in den Duschraum gezogen werden kann. Dazu weist der Einsatzbehälter an seiner Rückwand
eine Ausnehmung auf, durch welche der Duschschlauch geführt werden kann. Die Umlenkung
des Duschschlauchs erfolgt vorzugsweise mittels einer dritten Umlenkrolle, welche
an einer dritten Drehachse rotierbar montiert ist. Diese dritte Umlenkrolle durchragt
vorzugsweise die Ausnehmung der Rückwand des Einsatzbehälters und ragt vorzugsweise
mit einem ersten Abschnitt in den Montagebehälter und mit einem zweiten Abschnitt
in den Einsatzbehälter ein. Alternativ kann die dritte Umlenkrolle auch vollständig
im Zwischenraum, d.h. vollständig im Aufnahmeraum des Montagebehälters, oder aber
vollständig im Aufnahmeraum des Einsatzbehälters, angeordnet sein. Der Duschschlauch
wird vorzugsweise unter der dritten Umlenkrolle hindurch in den Einsatzbehälter hinein
geführt und endet dort vorzugsweise mit einem Anschluss an eine Duschbrause. Vorteilhafterweise
ist im Einsatzbehälter eine Halterung für die Duschbrause bzw. Ausziehbrause vorgesehen,
von wo die Duschbrause zur Benutzung in den Duschraum gezogen werden kann. Dabei kann
an der Brausenhalterung ein Element zur Verhinderung eines übermässigen Rückzugs angeordnet
sein.
[0020] Die dritte Umlenkrolle ist vorzugsweise am Einsatzbehälter befestigt, insbesondere
an der umlaufenden Seitenwand des Einsatzbehälters, vorzugsweise an einem der beiden
lateralen Abschnitte. Der im Aufnahmeraum des Einsatzbehälters angeordnete Abschnitt
der dritten Umlenkrolle ist gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform in einem
Gehäuse aufgenommen bzw. mindestens teilweise von einem Gehäuse abgedeckt.
[0021] Die Führung des Duschschlauchs in den Einsatzbehälter hinein erfolgt auf besonders
vorteilhafte Weise, wenn die Drehachse der dritten Umlenkrolle senkrecht zur Drehachse
der ersten Umlenkrolle und - falls die Führungsvorrichtung auch eine zweite Umlenkrolle
aufweist - auch senkrecht zu der Drehachse der zweiten Umlenkrolle angeordnet ist.
[0022] Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Montagebehälter in sich
vollständig abgedichtet ausgebildet. Das heisst, die Rückwand und die umlaufende Seitenwand
sind bezüglich Wasser dicht miteinander verbunden. Dadurch kann der Eintritt von Wasser,
Feuchtigkeit oder Schmutz aus der umgebenden Wand und direkt vom Duschraum in die
Montagevorwand verhindert werden. Wie oben erwähnt sind auch bei einer bevorzugten
Ausführungsform des Montagebehälters die einzelnen Abschnitte der umlaufenden Seitenwand
einstückig miteinander verbunden und/oder einstückig mit der Rückwand ausgebildet
bzw. dicht mit der Rückwand verbunden.
[0023] Vorzugsweise befindet sich zwischen dem Montagebehälter und der Wand eine Dichtebene,
indem vorzugsweise mindestens ein Dichtungselement an mindestens einer der Grenzflächen,
vorzugsweise an sämtlichen Grenzflächen zwischen der Wand bzw. dem Unterputz und dem
Montagebehälter angeordnet ist. Weitere Dichtelemente können im Bereich zwischen Deckschicht
und Montagebehälter angeordnet sein, und allenfalls auch zwischen dem Montagebehälter
und dem Einsatzbehälter.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Sanitärinstallation
weist der Montagebehälter an seiner Peripherie einen umlaufenden Flansch auf. Dabei
kann der Montagebehälter in einem Bereich dieses Flansches an der Wand bzw. am Unterputz
befestigt sein, insbesondere mittels mindestens eines Befestigungselementes.
[0025] Vorzugsweise ist der Flansch gegenüber der Wand abgedichtet. Der Flansch wird dabei
vorzugsweise durch eine Deckschicht, insbesondere durch Fliesen, abgedeckt. Vorzugsweise
ist an einer Grenzfläche zwischen dem Flansch und der Wand und/oder zwischen dem Flansch
und der Deckschicht ein Dichtungselement angeordnet, z.B. eine Dichtfolie.
[0026] Des Weiteren ist es bevorzugt, wenn der Einsatzbehälter an seiner Peripherie einen
umlaufenden Flansch aufweist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn sowohl der Montagebehälter
als auch der Einsatzbehälter beide einen umlaufenden Flansch aufweisen. Zwischen diese
beiden Flansche kommt dann die Deckschicht der Wand und allenfalls zusätzlich ein
Dichtungselement, wie oben beschrieben, zu liegen. Gleichzeitig dient der umlaufende
Flansch des Einsatzbehälters dem Anschlag des Einsatzbehälters an der Deckschicht
beim Einsetzen in den Montagebehälter und bestimmt somit die Einsatztiefe des Einsetzbehälters
im Montagebehälter und somit auch die Tiefe des Zwischenraums.
[0027] Vorzugsweise weist der Montagebehälter, und vorzugsweise auch der Einsatzbehälter
jeweils eine im Wesentlichen rechtwinklige Grundfläche auf, wobei die Ecken auch abgerundet
sein können. Der Montagebehälter und auch der Einsatzbehälter sind somit vorzugsweise
als einseitig offene Hohlquader ausgebildet. In diesem bevorzugten Fall weist die
umlaufende Seitenwand des Montagebehälters einen ersten lateralen Abschnitt und einen
zweiten lateralen Abschnitt auf, wobei der erste laterale Abschnitt und der zweite
laterale Abschnitt einander vorzugsweise parallel gegenüberstehen. Des Weiteren weist
die umlaufende Seitenwand eines solchen bevorzugten Montagebehälters zwischen den
lateralen Abschnitten einen oberen Abschnitt und einen Bodenbereich auf.
[0028] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Montagebehälters sind die einzelnen Abschnitte
der umlaufenden Seitenwand einstückig miteinander verbunden und/oder einstückig mit
der Rückwand des Montagebehälters ausgebildet bzw. dicht mit der Rückwand des Montagebehälters
verbunden. Der obere Abschnitt der umlaufenden Seitenwand des Montagebehälters ist
vorzugsweise senkrecht zu den beiden lateralen Abschnitten der umlaufenden Seitenwand
angeordnet. Die lateralen Abschnitte und/oder der obere Abschnitt der umlaufenden
Seitenwand können aber auch winklig bzw. geneigt zueinander ausgebildet sein. Ebenso
kann der Bodenbereich in einer winkligen Anordnung bzw. geneigt zur Rückwand bzw.
zu den lateralen Abschnitten stehen.
[0029] Die bevorzugten Innenmasse des Montagebehälters liegen im Bereich von 15 bis 20 cm
für die Tiefe, 60 bis 80 cm für die Höhe, und 30 bis 50 cm für die Breite.
[0030] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des Einsatzbehälters hat ebenfalls die
Form eines einseitig offenen Hohlquaders. In diesem bevorzugten Fall weist die umlaufende
Seitenwand des Einsatzbehälters einen ersten lateralen Abschnitt und einen zweiten
lateralen Abschnitt auf, wobei der erste laterale Abschnitt und der zweite laterale
Abschnitt einander vorzugsweise parallel gegenüberstehen. Des Weiteren weist die umlaufende
Seitenwand eines solchen bevorzugten Einsatzbehälters zwischen den lateralen Abschnitten
einen oberen Abschnitt und einen Bodenbereich auf, wobei diese beiden vorzugsweise
ebenfalls senkrecht zu den lateralen Abschnitten angeordnet sind.
[0031] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Einsatzbehälters sind die einzelnen Abschnitte
der umlaufenden Seitenwand einstückig ausgebildet und/oder dicht miteinander verbunden
und einstückig mit der Rückwand des Einsatzbehälters ausgebildet und/oder dicht mit
der Rückwand des Einsatzbehälters verbunden.
[0032] Die bevorzugten Innenmasse des Einsatzbehälters liegen im Bereich von 10 bis 17 cm
für die Tiefe, 60 bis 80 cm für die Höhe, und 30 bis 50 cm für die Breite.
[0033] Vorteilhafterweise weist der Montagebehälter einen Medienanschluss, insbesondere
einen Wasseranschluss für den Duschschlauch auf. Der Medienanschluss ist vorzugsweise
in einer Öffnung des oberen Abschnittes der umlaufenden Seitenwand des Montagebehälters
angeordnet und dort dicht befestigt, insbesondere dicht zwischen dem oberen Abschnitt
der umlaufenden Seitenwand und dem Medienanschluss. Der Medienanschluss weist vorzugsweise
die Gestalt eines Anschlussfittings auf. Alternativ kann der Medienanschluss auch
an der Rückwand oder im Bodenbereich des Montagebehälters angeordnet sein.
[0034] Im Falle der Anordnung eines Wasseranschlusses für den Duschschlauch erstreckt sich
dann in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Duschschlauch vom Wasseranschluss
aus via Umlenkvorrichtung zum Einsatzbehälter hin. Gemäss einer besonders bevorzugten
Ausführungsform erstreckt sich der Duschschlauch vom Wasseranschluss aus mit einem
ersten Abschnitt bis zur ersten, unteren Umlenkrolle, um diese herum, dann mit einem
zweiten Abschnitt zur zweiten, oberen Umlenkrolle und um diese herum, und mit einem
dritten Abschnitt in den Einsatzbehälter hinein via die dritte Umlenkrolle, welche
vorzugsweise im Bodenbereich des Einsatzbehälters angeordnet ist. Der vierte Abschnitt
des Duschschlauchs ist dann vorzugsweise im Einsatzbehälter angeordnet und endet mit
der Duschbrause.
[0035] Vorzugsweise weist der Einsatzbehälter in seinem Aufnahmeraum eine Halterungsvorrichtung
für die Duschbrause auf.
[0036] Alternativ kann der Duschschlauch anstatt via Einsatzbehälter auch an einer Stelle
der Wand neben, über oder unter dem Einsatzbehälter direkt aus der Wand in den Duschraum
eintreten und die Duschbrause kann somit an jener Stelle an der Deckschicht der Wand
lösbar bzw. abnehmbar oder fest befestigt sein. Im Falle einer fest installierten
Duschbrause ist kein Rückzugsmechanismus im Zwischenraum nötig. Wird die Duschbrause
ausserhalb des Einsatzbehälters direkt an der Duschwand montiert, wird der Duschschlauch
nicht in den Einsatzbehälter geführt, sondern aus dem Zwischenraum direkt an die gewünschte
Austrittsstelle aus der Wand. Hier dient der Einsatzbehälter dann auch nicht als Aufnahmeraum
für die Duschbrause, sondern lediglich als Abtrennung bzw. Abdichtung des Zwischenraums
vom Duschraum und allenfalls als Ablage für Duschutensilien.
[0037] Gemäss einer weiter bevorzugten Ausführungsform kann im Zwischenraum alternativ oder
zusätzlich eine Funktionseinheit, vorzugsweise eine elektrische Funktionseinheit angeordnet
sein. Zur Nützung einer solchen Funktionseinheit müssten allenfalls Energie- bzw.
Wasserleitungen durch den Einsatzbehälter und/oder durch den Montagebehälter durchgeführt
werden. Zu diesem Zweck kann der oben erwähnte Medienanschluss auch der Versorgung
der Funktionseinheit dienen. In einem solchen Fall kann der Montagebehälter sowohl
einen Medienanschluss für die Funktionseinheit als auch einen Wasseranschluss für
den Duschschlauch aufweisen. Der Zwischenraum kann aber nebst der Funktion als Aufnahmeraum
für den Duschschlauch auch einfach als Stauraum verwendet werden.
[0038] Durch den Rückzug des Duschschlauchs in den Zwischenraum kann Wasser in den Zwischenraum
gelangen und sich im Bodenbereich des Montagebehälters ansammeln. Der Bodenbereich
des Montagebehälters kann zur Lösung dieses Problems beispielsweise einen Abwasseranschluss
am tiefsten Punkt des Montagebehälters aufweisen, der mit einem Schlauch z.B. an einem
Überlaufrohr der Duschkabine oder Badewanne angeschlossen ist.
[0039] Alternativ oder zusätzlich dazu kann, wie bereits oben erwähnt, der Bodenbereich
des Montagebehälters eine nach unten gerichtete Neigung aufweisen, sodass sich im
Zwischenraum angesammeltes Wasser selbständig durch die zwischen dem Bodenbereich
des Montagebehälters und dem Bodenbereich des Einsatzbehälters angeordnete Spalte
in den Duschraum bzw. in die Duschkabine oder die Badewanne entleeren kann.
[0040] Eine besonders praktische Variante eines Einsatzbehälters weist mindestens einen
Regalboden auf, welcher zwischen dem oberen Abschnitt der umlaufenden Seitenwand des
Einsatzbehälters und dem Bodenbereich des Einsatzbehälters angeordnet ist. Vorzugsweise
weist der Einsatzbehälter mindestens ein oder mindestens zwei Regalböden auf, welche
beabstandet voneinander den Aufnahmeraum des Einsatzbehälters durchragen und der Ablage
z.B. von Duschutensilien dienen.
[0041] Die Sanitärinstallation kann dahingehend verbessert werden, indem der Aufnahmeraum
des Einsatzbehälters zum Duschraum hin eine Abdeckung aufweist, sodass der Inhalt
des Einsatzbehälters vom Duschraum her bei geschlossener Abdeckung vor Eintritt von
Wasser geschützt ist. Die Abdeckung kann auch als Sichtschutz dienen. Die Abdeckung
ist vorzugsweise als Klappe bzw. Tür, und dabei insbesondere als Schwenktüre oder
Schiebetüre ausgebildet. Diese kann beispielsweise mindestens teilweise aus Glas,
z.B. Spiegelglas, oder aus Kunststoff ausgebildet sein, oder aber beispielsweise mindestens
teilweise aus dem gleichen Material wie die Deckschicht, z.B. aus Fliesenmaterial,
bzw. Stein oder Keramik. Die Klappe kann am Montagebehälter oder am Einsatzbehälter
montiert sein, beispielsweise am jeweiligen Flansch.
[0042] Die vorgestellte zweischalige Sanitärinstallation ermöglicht es einerseits, den Rückzugsmechanismus
für den Duschschlauch ins Wandinnere bzw. in einen abgedichteten Raum zu verlegen,
und bietet gleichzeitig eine einfache Lösung für die Reinigung, Revision bzw. Reparatur
des Montagebehälters und des Führungs- bzw. Rückzugsmechanismus' des Duschschlauchs
oder der daran gekoppelten Anschlüsse. Dazu kann der Einsatzbehälter einfach aus dem
Montagebehälter herausgezogen werden. Ausserdem kann der Einsatzbehälter gleichzeitig
als Regal zur Aufnahme von Duschutensilien und allenfalls auch für die Aufnahme und
Befestigung der Duschbrausenhalterung dienen.
[0043] Weitere Ausführungsbeispiele sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0044] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen vertikalen Schnitt durch die Sanitärinstallation gemäss einem ersten bevorzugten
Ausführungsbeispiel quer zur Wandoberfläche;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht der Sanitärinstallation von Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Seitenansicht der Sanitärinstallation von Fig. 1 in schematischer
Darstellung;
- Fig. 4
- schematische Darstellung einer Frontansicht des Montagebehälters mit darin aufgenommener
Schlauchrückzugsvorrichtung ohne Einsatzbehälter;
- Fig. 5
- schematische Darstellung der Frontansicht von Fig. 4, ergänzt durch die Führungsschiene
und das Gehäuse für die Umlenkrolle mit Gewicht;
- Fig. 6
- schematische Explosionsdarstellung der Sanitärinstallation von Fig. 1 mit aus dem
Montagebehälter heraus gezogenem Einsatzbehälter, wobei der Duschschlauch nicht in
den Einsatzbehälter eingeführt ist;
- Fig. 7
- schematische Darstellung einer Klappe zum optionalen Verschluss der Sanitärinstallation
von Fig. 1;
- Fig. 8
- schematische perspektivische Darstellung des Einsatzbehälters der Sanitärinstallation
von Fig. 1 mit geöffneter Klappe ohne Darstellung des Montagebehälters.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0045] Die in Figur 1 dargestellte Sanitärinstallation weist eine zweischalige Bauweise
auf. Dazu ist ein Montagebehälter 2 in einer (nicht dargestellten) Wandnische einer
bzw. in den Unterputz eingesetzt. Der Grundriss dieses Montagebehälters 2 ist dabei
im Wesentlichen rechteckig, sodass der Montagebehälter 2 in Form eines einseitig offenen
Hohlquaders ausgebildet ist. Der Montagebehälter 2 weist einen Aufnahmeraum 19 auf,
der durch eine Rückwand 25 mit einer Höhe H2, und durch eine umlaufende Seitenwand
2a-2d begrenzt ist. Die umlaufende Seitenwand 2a-2d des Montagebehälters 2 weist in
dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei einander parallel gegenüberstehende laterale
Abschnitte 2a, 2b auf, sowie einen oberen Abschnitt 2c und einen Bodenbereich 2d.
Im darstellten Ausführungsbeispiel ist der obere Abschnitt 2c rechtwinklig zum ersten
und zweiten lateralen Abschnitt 2a, 2b angeordnet, und auch der Bodenbereich 2d ist
im Wesentlichen rechtwinklig zum ersten und zweiten lateralen Abschnitt 2a, 2b und
somit im Wesentlichen parallel zum oberen Abschnitt 2c des Montagebehälters angeordnet.
Ein umlaufender Flansch 17 ist an der der Rückwand 25 gegenüberliegenden Seite des
Montagebehälters 2 an dessen Rand angeformt oder befestigt. Dieser erstreckt sich
quer zur Ausdehnungsrichtung der beiden lateralen Abschnitte 2a, 2b und dem oberen
Abschnitt 2c, und auch im Wesentlichen quer zur Ausdehnungsrichtung des Bodenbereichs
2d. Der Flansch 17 liegt somit am Rand der Wandnische an, bzw. umschliesst diesen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel von Figur 1 ist die Wand bzw. der Unterputz 5
durch eine Deckschicht 6, z.B. aus Fliesen, bedeckt. In diesem Ausführungsbeispiel
bedeckt diese Deckschicht 6 auch den Flansch 17 und erstreckt sich bis zum Rand des
ersten Aufnahmeraums 19 des Montagebehälters 2.
[0046] Der Montagebehälter 2 ist, wie in Fig. 2 dargestellt, mit Befestigungsmitteln 21
an der Wand 5 bzw. am Unterputz befestigt. Im Bereich des Flansches 17 ist ein Dichtungselement
28, z.B. in Form einer Dichtungsmembran oder einer Dichtfolie etc. vorgesehen. Das
Dichtungselement 28 wird vorzugsweise auf den Flansch aufgeklebt. Die Dichtfolie kann
eine Folie oder ein Vlies sein.
[0047] Der Montagebehälter 2 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel einstückig und dicht
ausgebildet und daher gegen den Eintritt von Wasser oder Feuchtigkeit aus der Wand
5 bzw. aus dem Unterputz und/oder aus dem Duschraum geschützt.
[0048] In diesen Montagebehälter 2 ist ein Einsatzbehälter 3 eingesetzt. Dieser weist im
Wesentlichen die gleiche Grundform auf wie der Montagebehälter 2, ist aber im vorliegenden
Ausführungsbeispiel weniger tief ausgebildet und mit geringfügig kleineren Massen,
sodass er in den Montagebehälter 2 einsetzbar ist. Somit ist der Einsatzbehälter 3
ebenfalls als Hohlquader mit einer Höhe H3 ausgebildet, mit einem Aufnahmeraum 20,
welche durch Rückwand 26, einen lateralen Abschnitt 3a, einen gegenüberstehenden bzw.
parallel dazu angeordneten lateralen Abschnitt 3b, sowie durch einen oberen Abschnitt
3c und einen Bodenbereich 3d begrenzt. Der obere Abschnitt 3c und der Bodenbereich
3d des Einsatzbehälters 3 sind im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet, ein
geneigter Bodenbereich 3d kann aber dem vereinfachten Wasserabfluss zurück in den
Duschraum dienen. Der Einsatzbehälter 3 weist hier eine Tiefe T3 auf, welche kleiner
ist als die Tiefe T2 des Montagebehälters 2. Der Einsatzbehälter 3 weist hier ebenso
einen umlaufenden Flansch 18 auf, welcher an der der ersten Rückwand 25 gegenüber
liegenden Seite des Einsatzbehälters 3 an dessen Rand angeformt oder befestigt ist.
Dieser Flansch 18 erstreckt sich quer zur Ausdehnungsrichtung der lateralen Abschnitte
3a, 3b und des oberen Abschnittes 3c, und auch im Wesentlichen quer zur Ausdehnungsrichtung
des Bodenbereichs 3d des Einsatzbehälters 3. Der Flansch 18 liegt somit aussen an
der Deckschicht 6 bzw. an den Fliesen an, bzw. umschliesst dessen Anschlagsfläche
zum Einsatzbehälter 3. Dadurch entsteht, wenn der Einsatzbehälter 3 im Montagebehälter
2 eingesetzt ist, zwischen der ersten Rückwand 25 des Montagebehälters 2 und der zweiten
Rückwand 26 des Einsatzbehälters 3 ein Zwischenraum 4, welcher sich über die gesamte
Fläche der Rückwand 25 des Montagebehälters 2 erstreckt.
[0049] Wie in Figur 2 dargestellt, ist der erste umlaufende Flansch 17 des Montagebehälters
2 breiter als der zweite umlaufende Flansch 18 des Einsatzbehälters 3. Die hinter
der Rückwand 26 des Einsatzbehälters 3 liegenden und daher von aussen nicht sichtbaren
Elemente sind in Figur 2 mit gestrichelten Linien dargestellt.
[0050] Im Zwischenraum 4 zwischen der Rückwand 25 des Montagebehälters 2 und der Rückwand
26 des Einsatzbehälters 3 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel von Figur 1 eine
Umlenkvorrichtung 30 für einen Wasser- bzw. Duschschlauch aufgenommen. Diese Umlenkvorrichtung
umfasst gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel von Figur 1 eine erste Umlenkrolle
9, sowie eine zweite Umlenkrolle 10, sowie eine vertikal angeordnete Führungsschiene
12. Im oberen Abschnitt 2c der umlaufenden Seitenwand 2a-2d des Montagebehälters 2
ist ein Wasseranschluss 7 für die Versorgung des Wasser-/Duschschlauchs 8 angeordnet.
Dieser ist in dicht zwischen dem oberen Abschnitt 2c und dem Fitting befestigt. Am
Wasseranschluss ist ein erstes Ende des Duschschlauchs 8 angeschlossen. Der Duschschlauch
8 erstreckt sich dann mit einem ersten Abschnitt 8a nach unten zum Bodenbereich 2d
des Montagebehälters 2 hin, dort um die erste Umlenkrolle 9 herum und wird dann als
ein zweiter Schlauchabschnitt 8b zwischen der ersten, unteren Umlenkrolle 9 und der
zweiten, oberen Umlenkrolle 10, welche an der Rückwand 25 des Montagebehälters 2 befestigt
ist, nach oben geführt. Der Duschschlauch 8 wird dann um die zweite Umlenkrolle 10
herum geführt und verläuft als dritter Schlauchabschnitt 8c zwischen der zweiten Umlenkrolle
10 und der dritten Umlenkrolle 11. Dann führt ein vierter Schlauchabschnitt 8d durch
eine Aussparung 14 der Rückwand 26 des Einsatzbehälters und unter der dritten Umlenkrolle
11 durch in den Einsatzbehälter 3 hinein.
[0051] Die dritte Umlenkrolle 11 ist somit mindestens teilweise im Einsatzbehälter 3 angeordnet.
Der in den Einsatzbehälter 3 hineinragende Abschnitt der dritten Umlenkrolle 11, ist,
wie in Fig. 8 gezeigt, teilweise von einem Gehäuse 22 überdeckt, welches eine Eintrittsöffnung
und eine Austrittsöffnung 24 für den vierten Abschnitt 8d des Duschschlauchs 8 aufweist.
Die dritte Umlenkrolle 11 ist in einer Ausrichtung quer zur Ausrichtung der ersten
und zweiten Umlenkrollen 9, 10 angeordnet. Das heisst, die Drehachse D9 der ersten
Umlenkrolle 9 und die Drehachse D10 der zweiten Umlenkrolle 10 sind parallel zu einander
angeordnet und dabei senkrecht zu einer durch die Rückwand 25 des Montagebehälters
2 aufgespannten Ebene. Die Drehachse D11 der dritten Umlenkrolle 11 ist senkrecht
zu den Drehachsen D9, D10 der im Zwischenraum 4 angeordneten ersten und zweiten Umlenkrolle
9, 10 angeordnet und verläuft parallel zu der durch die Rückwand 25 des Montagebehälters
2 aufgespannten Ebene. Die dritte Umlenkrolle 11 ragt beim dargestellten Ausführungsbeispiel
von Fig. 1 teilweise, bzw. mit einem kleineren Abschnitt bzw. Kreissektor in den Zwischenraum
4 hinein und mit einem grösseren Abschnitt in den Aufnahmeraum 20 des Einsatzbehälters
3 hinein. Die Führungsschiene 12 ist dabei am Montagebehälter 2 befestigt, ob an dessen
Rückwand 25 und/oder an am oberen Abschnitt 2c und/oder in dessen Bodenbereich 2d.
In dieser Führungsschiene 12 ist ein Gleitelement (nicht dargestellt) angeordnet,
an welchem die erste Umlenkrolle 9 und ein Gewicht (nicht dargestellt) drehbar befestigt
ist. Dabei ermöglicht das Gleitelement die vertikale Bewegung der ersten Umlenkrolle
9 und des Gewichts. Die gewichtete Umlenkrolle ermöglicht nach Beendigung der Benutzung
des Duschschlauchs 8 durch Wirkung der Schwerkraft eine selbständige Rückführung des
Duschschlauchs aus der Duschkabine bzw. der Badewanne via Einsatzbehälter 3 zurück
in den Zwischenraum 4.
[0052] In Figur 1 ist der Duschschlauch 8 in teilweise heraus gezogener Position zu erkennen.
Beim Herausziehen des Duschschlauchs 8 aus der in Figur 8 schematisch dargestellten
Halterungsvorrichtung 23 drehen sich die drei Umlenkrollen 9, 10, 11 und ermöglichen
ein reibungsloses Ausziehen des Duschschlauchs 8. Dabei schiebt sich die erste Umlenkrolle
9 mit dem daran sich befindenden Gewicht in der Führungsschiene 12 nach oben, bis
das Gewicht an einem Anschlag (nicht dargestellt) ankommt. Wird die am freien Ende
des Duschschlauchs 8 befestigte Duschbrause 27 nicht mehr benötigt, wird sie wieder
in der Halterungsvorrichtung 23 eingehängt, und der vierte Abschnitt 8d des Duschschlauchs
8 wird durch eine Aussparung 14 der Rückwand 26 des Einsatzbehälters 3 zurück hinter
die zweite Rückwand 26 des Einsatzbehälters 3 in den Zwischenraum 4 geschoben. Durch
den verringerten Zug am Duschschlauch 8 drückt das Gewicht die erste Umlenkrolle 9
durch die Schwerkraft nach unten und zieht dadurch den Duschschlauch 8 wieder in den
Zwischenraum 4 zurück.
[0053] In Figur 3 ist der in den Montagebehälter 2 eingesetzte Einsatzbehälter 3 dargestellt.
Zwischem dem Flansch 17 des Montagebehälters 2 und dem Flansch 18 des Einsatzbehälters
3 ist Raum für die Deckschicht 6 der Wand, z.B. Fliesen. Durch das Entfernen des Einsatzbehälters
3 aus dem Montagebehälter 2 lässt sich der Bodenbereich 2d des Montagebehälters 2
auf einfach Weise reinigen. Dabei kann Wasser, das sich durch das wiederholte Rückziehen
des Duschschlauchs 8 in den Zwischenraum 4 im Bodenbereich 2d des Montagebehälters
2 angesammelt hat, oder aber auch Haare und anderer Schmutz, weggewischt werden. Auch
wird die Umlenkvorrichtung 30 dadurch für eine Reparatur/Wartung oder Reinigung zugänglich
gemacht.
[0054] Der Bodenbereich 2d des Montagebehälters 2 ist derart ausgebildet, dass Wasser durch
eine zwischen dem Bodenbereich 2d des Montagebehälters 2 und dem Bodenbereich 3d des
Einsatzbehälters angeordnete Spalte 29 fortlaufend in den Duschraum abfliessen kann,
wobei ein Anstauen von Wassermengen im Zwischenraum vermieden wird.
[0055] In dem in den Figuren 1-3, 6 und 8 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Einsatzbehälter
3 zwei zwischen dem oberen Abschnitt 3c und dem Bodenbereich 3d der umlaufenden Seitenwand
3a-3d des Einsatzbehälters 3 angeordnete Regalböden 16 auf, welche den Aufnahmeraum
20 des Einsatzbehälters 3 in horizontaler Richtung durchspannen und als Ablage für
Duschutensilien dienen. Die Regalböden 16 können durch Befestigungsmittel wie Stifte,
Schrauben, Winkel etc. an/in der jeweiligen Seitenwand 3a, 3b des Einsatzbehälters
3 fest oder lösbar befestigt sein, oder daran angeformt sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Aufnahmeraum 20 durch eine Tür 15 abgedeckt bzw. vom Duschraum abgetrennt,
wie in Fig. 7 und 8 dargestellt. Diese Tür 15 kann als Schwenktür oder Schiebetür
ausgebildet sein und aus Glas, z.B. Spiegelglas, Metall oder Kunststoff ausgebildet
sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Sanitärinstallation |
11 |
dritte Umlenkrolle für 8 |
| 2 |
Montagebehälter |
12 |
Führungsschiene |
| 2a-d |
umlaufende Seitenwand von 2 |
13 |
Gewichtseinheit |
| 14 |
Aussparung für 11 &8d in 3 |
| 2a |
erster lateraler Abschnitt von 2 |
15 |
Abdeckung, Tür |
| 16 |
Regalboden |
| 2b |
zweiter lateraler Abschnitt von 2 |
17 |
erster umlaufender Flansch |
| 18 |
zweiter umlaufender Flansch |
| 2c |
oberer Abschnitt von 2 |
19 |
erster Aufnahmeraum |
| 2d |
Bodenbereich von 2 |
20 |
zweiter Aufnahmeraum |
| 3 |
Einsatzbehälter |
21 |
Befestigungselement (???) |
| 3a-d |
umlaufende Seitenwand von 3 |
22 |
Gehäuse für 11 in 2 |
| 3a |
erster lateraler Abschnitt von 3 |
23 |
Halterungsvorrichtung für 8d in 2 bzw. 22 |
| 24 |
Öffnung von 22 für 8d |
| 3b |
zweiter lateraler Abschnitt von 3 |
25 |
erste Rückwand von 2 |
| 26 |
zweite Rückwand von 3 |
| 3c |
oberer Abschnitt von 3 |
27 |
Duschbrause |
| 3d |
Bodenbereich von 3 |
28 |
Dichtungselement |
| 4 |
Zwischenraum |
29 |
Abwasseröffnung / Spalte |
| 5 |
Wand, Unterputz |
30 |
Führungsvorrichtung für 8 |
| 6 |
Deckschicht, Fliese |
31 |
Gehäuse für 9 in 2 |
| 7 |
Wasseranschluss |
D9 |
erste Drehachse für 9 |
| 8 |
Wasserschlauch, |
D10 |
zweite Drehachse für 10 |
| |
Duschschlauch |
D11 |
dritte Drehachse für 11 |
| 8a |
erster Abschnitt von 8 in 4 |
H2 |
Höhe von 2 |
| 8b |
zweiter Abschnitt von 8 in 4 |
H3 |
Höhe von 3 |
| 8c |
dritter Abschnitt von 8 in 4 |
H4 |
Höhe von 4 |
| 8d |
vierter Abschnitt von 8 in 3 |
T2 |
Tiefe von 2 |
| 9 |
erste Umlenkrolle für 8 |
T3 |
Tiefe von 3 |
| 10 |
zweite Umlenkrolle für 8 |
T4 |
Tiefe von 4 |
1. Sanitärinstallation (1) für die Anordnung in einer Aussparung einer Wand (5) eines
Duschraums, umfassend
einen Montagebehälter (2) mit einem Aufnahmeraum (19), welcher durch eine umlaufende
Seitenwand (2a, 2b, 2c, 2d), sowie durch eine Rückwand (25) begrenzt ist,
sowie einen in den Aufnahmeraum (19) des Montagebehälters lösbar eingesetzten Einsatzbehälter
(3) mit einem Aufnahmeraum (20), welcher durch eine umlaufende Seitenwand (3a, 3b,
3c, 3d), und durch eine Rückwand (26) begrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Rückwand (25) des Montagebehälters (2) und der Rückwand (26) des Einsatzbehälters
(3) ein Zwischenraum (4) vorhanden ist, und
dass im Zwischenraum (4) ein Duschschlauch (8) angeordnet ist, welcher mindestens teilweise
aus dem Zwischenraum herausziehbar ist.
2. Sanitärinstallation (1) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Zwischenraum (4) eine Führungsvorrichtung (30) für den Duschschlauch (8) angeordnet
ist, wobei es sich bei der Führungsvorrichtung (30) vorzugsweise um eine Umlenkvorrichtung
und/oder eine Aufrollvorrichtung und/oder eine Rückzugsvorrichtung für den Duschschlauch
(8) handelt.
3. Sanitärinstallation (1) gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung (30) mindestens eine erste Umlenkrolle (9) für den Duschschlauch
(8) aufweist, sowie vorzugsweise eine Führungsschiene (12) aufweist, an welcher die
erste Umlenkrolle (9) höhenverstellbar und drehbar gelagert ist, und an welcher vorzugsweise
ein Gewicht befestigt ist, und/oder wobei die Führungsvorrichtung (30) vorzugsweise
eine zweite Umlenkrolle (10) für den Duschschlauch (8) aufweist.
4. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Umlenkrolle (10) an der Rückwand (25) des Montagebehälters (2) befestigt
ist.
5. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Duschschlauch (8), vorzugsweise mittels einer dritten Umlenkrolle (11), aus dem
Zwischenraum (4) in den Einsatzbehälter (3) geleitet wird, wobei vorzugsweise die
dritte Umlenkrolle (11) mit einem ersten Abschnitt im Montagebehälter (2) und mit
einem zweiten Abschnitt im Einsatzbehälter (3) liegt.
6. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Montagebehälter (2) als auch der Einsatzbehälter (3) jeweils in Form eines
einseitig offenen Hohlquaders ausgebildet sind.
7. Sanitärinstallation (1) gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Umlenkrolle (11) am Einsatzbehälter (3), insbesondere an einem lateralen
Abschnitt (3a, 3b) der umlaufenden Seitenwand (3a-3d) des Einsatzbehälters (3) befestigt
ist, wobei vorzugsweise der zweite Abschnitt der Umlenkrolle (11) in einem im Aufnahmeraum
(20) des Einsatzbehälters (3) angeordneten Gehäuse (22) aufgenommen ist.
8. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Umlenkrolle (11) eine dritte Drehachse (D11) aufweist, welche senkrecht
zu einer ersten Drehachse (D9) der ersten Umlenkrolle (9) und zu einer zweiten Drehachse
(D10) der zweiten Umlenkrolle (10) angeordnet ist.
9. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Seitenwand (2a-2d) des Montagebehälters (2) dicht mit der Rückwand
(25) verbunden ist, sodass der Montagebehälter (2) gegen einen Eintritt von Wasser
und/oder Feuchtigkeit aus dem Duschraum und/oder aus der Wand abgedichtet ist, wobei
vorzugsweise zwischen dem Montagebehälter (2) und der Wand (5) und/oder zwischen dem
Montagebehälter (3) und dem Duschraum mindestens ein Dichtungselement (28) angeordnet
ist, wobei vorzugsweise der Montagebehälter (2) an seiner Peripherie einen umlaufenden
Flansch (17) aufweist, welcher zum Duschraum hin abgedichtet ist, wobei der Flansch
(17) vorzugsweise durch eine Deckschicht (6), insbesondere durch Fliesen, abgedeckt
ist, und wobei vorzugsweise an einer Grenzfläche zwischen dem Flansch (17) und der
Wand (5) und/oder zwischen dem Flansch (17) und der Deckschicht (6) ein Dichtungselement
(28) angeordnet ist.
10. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzbehälter (3) an seiner Peripherie einen umlaufenden Flansch (18) aufweist.
11. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Zwischenraum (4) eine Funktionseinheit, vorzugsweise eine elektrische Funktionseinheit,
angeordnet ist.
12. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Montagebehälter (2) einen Medienanschluss, insbesondere einen Wasseranschluss
(7) für den Duschschlauch (8) und/oder einen Medienanschluss für eine Funktionseinheit
aufweist, wobei der Medienanschluss vorzugsweise in einer Öffnung eines oberen Abschnittes
(2c) der umlaufenden Seitenwand (2a-d) des Montagebehälters (2) dicht befestigt ist.
13. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzbehälter (3) eine Aussparung (14) aufweist, für das Hindurchführen des
Duschschlauches (8) in den Aufnahmeraum (20) des Einsatzbehälters (3), und/oder wobei
vorzugsweise im Aufnahmeraum (20) des Einsatzbehälters (3) eine Halterungsvorrichtung
(23) für eine Duschbrause (27) angeordnet ist.
14. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Bodenbereich (2d) des Montagebehälters (2) und dem Bodenbereich (3d)
des Einsatzbehälters (3) eine Spalte (29) zwecks Ablauf von Wasser in den Duschraum
angeordnet ist, wobei vorzugsweise der Bodenbereich (2d) des Montagebehälters (2)
eine nach unten gerichtete Neigung aufweist.
15. Sanitärinstallation (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzbehälter (3) eine lösbare Abdeckung (15) aufweist, vorzugsweise in Form
einer Klappe.