[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Feinstbearbeitungsmaschine,
mit der eine zumindestens abschnittsweise kugelförmige oder plane Werkstückoberfläche
eines Werkstückes mittels einer Wirkfläche des Werkzeuges spanend bearbeitet wird,
wobei das Werkzeug für seine Schneidfähigkeit in einem Bindemittel gebundene Körner
aufweist und wobei zum spanenden Feinstbearbeiten der Werkstückoberfläche die Wirkfläche
mit der Werkstückoberfläche in Kontakt ist und die Wirkfläche mit einer Zustellgeschwindigkeit
als ein Bearbeitungsparameter auf die Werkstückoberfläche gedrückt wird und wobei
ferner das Werkstück mit einer Werkstückwinkelgeschwindigkeit als Bearbeitungsparameter
rotatorisch angetrieben wird und/oder das Werkzeug mit einer Werkzeugwinkelgeschwindigkeit
als Bearbeitungsparameter rotatorisch angetrieben wird. Die vorliegende Erfindung
betrifft ferner eine Feinstbearbeitungsmaschine zur spanenden Feinstbearbeitung eines
eine zumindestens abschnittsweise kugelförmige oder plane Oberfläche aufweisenden
Werkstückes mittels eines Werkzeuges zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Ein solches Feinstbearbeitungsverfahren ist auch als Finishbearbeitung bekannt. Während
der Bearbeitung nimmt die Schneidfähigkeit des Werkzeuges ab. Die Abnahme der Schneidfähigkeit
kann einerseits auf Abstumpfung der Schneidflächen der Körner zurückgeführt werden
und andererseits auf ein Absetzen des von der Werkstückoberfläche abgetragenen Materials
zwischen den Körnern. Zur Erhöhung der Schneidfähigkeit oder zur Wiederherstellung
der Schneidfähigkeit ist es daher bekannt, dass das Werkzeug mit einem Abrichtwerkzeug
aufgeschärft wird oder dass das abgesetzte Material in einem Spülschritt von der Wirkfläche
des Werkzeuges entfernt wird. In beiden Fällen muss allerdings das spanende Bearbeiten
unterbrochen werden und das Werkzeug einer Abrichtstation oder einer Spülstation zugeführt
werden, so dass sich die Gesamtbearbeitungszeit verlängert.
[0005] Aus
US 7,645,180 B2 ist zudem bekannt, dass Bearbeitungsparameter während des spanenden Bearbeitens so
geregelt werden, dass das Werkzeug nicht zu schnell abstumpft. Hierzu wird beispielsweise
der zeitliche Verlauf der Andrückkraft zwischen Wirkfläche und Werkstückoberfläche
geregelt. Aus
US 7,645,180 B2 ist allerdings nicht bekannt, wie ein abgestumpftes Werkzeug wieder aufgeschärft
werden kann.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die mit Bezug zum Stand der Technik
geschilderten Nachteile zu beheben und insbesondere ein Verfahren zum Betreiben einer
Feinstbearbeitungsmaschine anzugeben, mit welchem die Schneidfähigkeit des Werkzeuges
zumindest erhöht oder wiederhergestellt werden kann, ohne dass sich die Gesamtbearbeitungszeit
wesentlich verlängert.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen und
in der Beschreibung angegeben, wobei einzelne Merkmale der vorteilhaften Weiterbildungen
in technisch sinnvoller Weise beliebig miteinander kombinierbar sind.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe insbesondere durch ein Verfahren mit den eingangs genannten
Merkmalen, bei dem während des Inkontaktsstehens von Wirkfläche und Werkstückoberfläche
wenigstens ein Bearbeitungsparameter derart geändert wird, dass Körner und/oder Bindemittel
aus der Wirkfläche gelöst werden, sodass die Schneidfähigkeit des Werkzeuges erhöht
wird.
[0009] Die Aufgabe wird auch durch eine Feinstbearbeitungsmaschine zur spanenden Feinstbearbeitung
eines eine insbesondere sphärische oder plane Werkstückoberfläche aufweisenden Werkstücks
mittels eines Werkzeuges gelöst, wobei das Werkzeug für seine Schneidfähigkeit in
einem Bindemittel gebundene Körner aufweist, umfassend eine Werkstückaufnahme, eine
Werkzeugaufnahme und mindestens einen Antrieb, mittels welchem die Werkstückaufnahme
und/oder die Werkzeugaufnahme rotatorisch antreibbar ist, sowie eine Steuerung, die
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eingerichtet ist.
[0010] Die Erfindung betrifft also ein Endbearbeitungsverfahren, welches auch als Finishbearbeitungsverfahren
bekannt ist. Die Erfindung betrifft insbesondere ein solches Verfahren zur Bearbeitung
einer zumindest abschnittsweise kugelförmigen Werkstückoberfläche, bei dem als Werkzeug
beispielsweise eine Topfscheibe zur Bearbeitung der Werkstückoberfläche eingesetzt
wird. Mit diesem Verfahren wird beispielsweise eine Kugeloberfläche von Prothesen
oder von Pumpenkolben bearbeitet. Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zur Bearbeitung
einer planen Werkstückoberfläche, bei dem als Werkzeug beispielsweise eine Scheibe
zur Bearbeitung der planen Werkstückoberfläche eingesetzt wird. Die Erfindung betrifft
also insbesondere solche Endbearbeitungsverfahren, bei denen die Wirkfläche des Werkzeugs
während der Bearbeitung vollständig in Kontakt mit dem Werkstück ist, bei denen also
das Werkzeug während der Endbearbeitung nicht über eine Kante des Werkstücks hinausbewegt
wird.
[0011] Bei diesen Verfahren kann das Werkstück von einem Werkstückantrieb rotatorisch um
eine Werkstückrotationsachse angetrieben werden, wobei die sich gegebenenfalls während
Schritt a) ändernde Winkelgeschwindigkeit der Rotation des Werkstückes als Bearbeitungsparameter
aufzufassen ist. Zusätzlich oder alternativ kann das Werkzeug von einem Werkzeugantrieb
rotatorisch um eine Werkzeugrotationsachse angetrieben werden, sodass auch die sich
in Schritt a) unter Umständen ändernde Winkelgeschwindigkeit des Werkzeuges als Bearbeitungsparameter
aufzufassen ist. Es kann also vorgesehen sein, dass in Schritt a) entweder nur das
Werkzeug rotatorisch angetrieben wird oder nur das Werkstück rotatorisch angetrieben,
in welchem Fall in Schritt b) entweder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit oder die
Werkstückwinkelgeschwindigkeit geändert werden. Es können aber auch sowohl das Werkzeug
als auch das Werkstück rotatorisch angetrieben werden, in welchem Fall in Schritt
b) entweder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit oder die Werkstückwinkelgeschwindigkeit
oder sowohl die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit als auch die Werkstückwinkelgeschwindigkeit
geändert werden kann.
[0012] Darüber hinaus wird die Wirkfläche des Werkzeuges während der spanenden Bearbeitung
auf die Werkstückoberfläche gedrückt, sodass dieser Druck ebenfalls als Bearbeitungsparameter
aufgefasst werden kann. Zur Erhöhung der Abtragsrate ist es zudem bekannt, die Wirkfläche
mit einer zu der Werkstückoberfläche orthogonalen, oszillierenden Bewegung oder Kraft
auf die Werkstückoberfläche zu drücken, in welchem Fall die Oszillationsfrequenz dieser
Andrückbewegung als Bearbeitungsparameter aufzufassen ist.
[0013] Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, dass zumindest ein Bearbeitungsparameter,
bevorzugt genau zwei Bearbeitungsparameter, besonders bevorzugt genau drei Bearbeitungsparameter
so geändert werden, dass sich aufgrund des mindestens einen geänderten Bearbeitungsparameters
die Kräfte auf die Körner und/oder das Bindemittel der Wirkfläche so ändern, dass
die Körner und/oder das Bindemittel ausbrechen. Somit werden unterhalb der anfänglichen
Wirkfläche angeordnete Körner freigelegt, welche aufgrund ihrer nichtabgestumpften
Schneidflächen eine höhere Schneidfähigkeit des Werkzeuges bei einer nachfolgenden
spanenden Bearbeitung bedingen. Für diese Schärfung des Werkzeuges ist es also nicht
erforderlich, dass das Werkzeug von dem Werkstück abgehoben und einer gesonderten
Station zur Aufschärfung des Werkzeuges zugeführt wird. Das Werkzeug richtet sich
somit gegebenenfalls an der Werkstückoberfläche selbst ab. Während also gemäß dem
Stand der Technik die Bearbeitungsparameter gegebenenfalls unter einer zeitlichen
Änderung so eingestellt wurden, dass eine optimale spanende Bearbeitung erfolgt, schlägt
die Erfindung vor, dass zumindest kurzfristig ein Bearbeitungsparameter so eingestellt
wird, dass eine spanende Bearbeitung gar nicht oder zumindest nicht optimal erfolgt,
wobei die oberste Schicht der Wirkfläche des Werkzeuges entfernt wird.
[0014] Um sicher zu stellen, dass das Werkzeug regelmäßig aufgeschärft wird, kann Schritt
b) nach vorgebbaren Zeitintervallen durchgeführt werden. Diese Zeitintervalle können
je nach Art der Bearbeitung gleichlang oder unterschiedlich lang sein.
[0015] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Schneidfähigkeit des Werkzeuges ermittelt
und Schritt b) nach Unterschreiten einer vorgebbaren kritischen Schneidfähigkeit durchgeführt
wird. Insbesondere wird die Schneidfähigkeit während Durchführung des Schritts a)
ermittelt. So kann beispielsweise anhand der Ermittlung der Andrückkraft zwischen
Wirkfläche und Werkstückoberfläche bei ansonsten vorgegebenen Bearbeitungsparametern
durch Vergleich mit hinterlegten Druckwerten für diese Bearbeitungsparameter festgestellt
werden, ob und gegebenenfalls zu welchem Grade die Wirkfläche abgestumpft ist. Alternativ
kann die Schneidfähigkeit auch durch Ermittlung des Drehmoments des das Werkzeug oder
des das Werkstück antreibenden Antriebs durch Vergleich mit entsprechend hinterlegten
Daten ermittelt werden.
[0016] In einer Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass im Schritt b) die Werkstückwinkelgeschwindigkeit
und/oder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit insbesondere um mindestens 25%, bevorzugt
mindestens 30 % und besonders bevorzugt um mindestens 40% gegenüber dem Wert der Werkstückwinkelgeschwindigkeit
beziehungsweise gegenüber dem Wert der Werkzeugwinkelgeschwindigkeit im Schritt a)
geändert, insbesondere abgesenkt wird. Durch diese relativ große und insbesondere
schlagartige Absenkung der Winkelgeschwindigkeit ändern sich auf die Körner wirkenden
Kräfte so stark, dass diese aus dem Bindemittel beziehungsweise mit dem Bindemittel
von der Wirkfläche gelöst werden.
[0017] Prinzipiell könnte die Werkstückwinkelgeschwindigkeit und/oder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit
in Schritt b) auch gegenüber dem Wert in Schritt a) erhöht werden.
[0018] Es wäre auch vorstellbar, dass der Wert des mindestens einen Bearbeitungsparameters
während des Schritts b) schnell oszillierend geändert wird.
[0019] Das Ändern der Werte der Bearbeitungsparameter aus Schritt a) zu dem Wert des Bearbeitungsparameters
in Schritt b) erfolgt bevorzugt in höchstens 1 s (Sekunde), besonders bevorzugt in
höchstens 0,1 s.
[0020] In einer alternativen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass in Schritt b) zusätzlich
oder ausschließlich die Zustellgeschwindigkeit geändert wird. Die Zustellgeschwindigkeit
wird in Schritt b) insbesondere um mindestens 25 %, bevorzugt um mindestens 30 % und
besonders bevorzugt um mindestens 40 % gegenüber dem Wert der Zustellgeschwindigkeit
in Schritt a) geändert. Insbesondere wenn sonst kein anderer Bearbeitungsparameter
geändert wird, wird die Zustellgeschwindigkeit in Schritt b) gesenkt oder ganz abgeschaltet.
Auf diese Weise wird ebenfalls die Kraft auf die Körner so verändert, dass sie sich
aus der Wirkfläche lösen.
[0021] Für eine einfache Feststellung der Abstumpfung des Werkzeuges kann eine Kraft zwischen
dem Werkzeug und dem Werkstück gemessen werden und Schritt b) bei Überschreiten oder
Unterschreiten einer vorgebbaren kritischen Kraft durchgeführt werden. Somit lässt
sich das erfindungsgemäße Verfahren auch einfach auf bereits vorhandenen Maschinen
nachrüsten, die eine Kraftsteuerung aufweisen.
[0022] Mit der Zustellgeschwindigkeit ist diejenige Geschwindigkeit gemeint, mit der das
Werkzeug während der spanenden Bearbeitung auf das Werkstück zu bewegt wird, während
Wirkfläche und Werkstückoberfläche bereits in Kontakt miteinander sind. Die Zustellgeschwindigkeit
korreliert also mit der zwischen Wirkfläche und Werkstückoberfläche wirkenden Andrückkraft.
Die Zustellgeschwindigkeit kann auch auf null eingestellt sein, sodass aufgrund des
fortwährenden Materialabtrags die Andrückkraft mit der Zeit abnimmt. Während der aktivierten
Zustellung beträgt die Zustellgeschwindigkeit mindestens 0,1 µm/s [Mikrometer pro
Sekunde], besonders bevorzugt mindestens 1 µm/s aber höchstens 10 µm/s.
[0023] In diesem Zusammenhang ist insbesondere vorgesehen, dass nach Überschreiten der vorgebbaren
kritischen Kraft die Zustellgeschwindigkeit abgesenkt wird und dass nach Unterschreiten
einer vorgebbaren minimalen Kraft die Zustellgeschwindigkeit erhöht wird. Insbesondere
wird die Zustellgeschwindigkeit zwischenzeitlich auf null abgesenkt.
[0024] Zusätzlich oder alternativ kann auch vorgesehen sein, dass nach Überschreiten der
vorgebbaren kritischen Kraft die Werkstückwinkelgeschwindigkeit und/oder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit
reduziert wird und wobei nach Unterschreiten einer vorgebbaren minimalen Kraft die
Werkstückwinkelgeschwindigkeit und/oder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit erhöht wird.
Durch die sich insbesondere wiederholende Änderung der Zustellgeschwindigkeit, der
Werkstückwinkelgeschwindigkeit und/oder der Werkzeugwinkelgeschwindigkeit wird besonders
effektiv erreicht, dass sich Körner und/oder Bindemittel aus der Wirkfläche lösen
und darunterliegende Körner mit frischen Schneidkanten freilegen.
[0025] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden im Folgenden anhand der Figur beispielhaft
erläutert.
[0026] Die Figur zeigt ein Werkstück 1 in Form einer kugelförmigen Hüftgelenksprothese.
Das Werkstück 1 weist eine sphärische Werkstückoberfläche 2 auf, welche mittels eines
als Topfscheibe ausgebildeten Werkzeuges 3 bearbeitet wird. Eine Wirkfläche 4 des
Werkzeuges 3 drückt hierzu auf der Werkstückoberfläche 2 auf. Die Wirkfläche 4 des
Werkzeugs 3 umfasst in Bindemittel gebundene Körner.
[0027] Während der Endbearbeitung wird das Werkstück 1 mit einer Werkstückwinkelgeschwindigkeit
6 und das Werkzeug 3 mit einer Werkzeugwinkelgeschwindigkeit 7 rotatorisch angetrieben,
während das Werkzeug 3 mit einer Andrückkraft 5 auf die Werkstückoberfläche 2 gedrückt
wird. Zudem kann sich der Winkel der Rotationsachsen des Werkstücks 1 und des Werkzeuges
3 zueinander ändern.
[0028] Die Erfindung sieht nun vor, dass die Werkstückwinkelgeschwindigkeit 6 des Werkstücks
1, die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit 7 des Werkzeugs 3 und/oder die Andrückkraft 5
in einem solchen Maße geändert werden, dass sich abgestumpfte Körner aus der Wirkfläche
4 des Werkzeuges 3 lösen und dahinter angeordnete scharfe Körner freilegen.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Werkstück
- 2
- Werkstückoberfläche
- 3
- Werkzeug
- 4
- Wirkfläche
- 5
- Andrückkraft
- 6
- Werkstückwinkelgeschwindigkeit
- 7
- Werkzeugwinkelgeschwindigkeit
1. Verfahren zum Betreiben einer Feinstbearbeitungsmaschine, mit der eine zumindestens
abschnittsweise kugelförmige oder plane Werkstückoberfläche (2) eines Werkstückes
(1) mittels einer Wirkfläche (4) eines Werkzeugs (3) spanend bearbeitbar ist, wobei
das Werkzeug (3) für seine Schneidfähigkeit in einem Bindemittel gebundene Körner
aufweist, umfassend zumindest die folgenden Schritte:
a) Spanendes Feinstbearbeiten der Werkstückoberfläche (2), wobei die Wirkfläche (4)
mit der Werkstückoberfläche (2) in Kontakt ist und die Wirkfläche (4) mit einer Zustellgeschwindigkeit
als ein Bearbeitungsparameter auf die Werkstückoberfläche (2) gedrückt wird und wobei
das Werkstück (1) mit einer Werkstückwinkelgeschwindigkeit (6) als Bearbeitungsparameter
rotatorisch angetrieben wird und/oder das Werkzeug (3) mit einer Werkzeugwinkelgeschwindigkeit
(7) als Bearbeitungsparameter rotatorisch angetrieben wird,
b) Ändern wenigstens eines Bearbeitungsparameters, während die Wirkfläche (4) mit
der Werkstückoberfläche (2) in Kontakt ist, derart, dass Körner und/oder Bindemittel
aus der Wirkfläche (4) gelöst werden, so dass die Schneidfähigkeit des Werkzeuges
(3) erhöht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei Schritt b) nach vorgebbaren Zeitintervallen durchgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Schneidfähigkeit des Werkzeuges (3) ermittelt
wird und Schritt b) nach Unterschreiten einer vorgebbaren kritischen Schneidfähigkeit
durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in Schritt b) die Werkstückwinkelgeschwindigkeit
(6) und/oder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit (7) um mindestens 25 % gegenüber dem
Wert der ersten Relativgeschwindigkeit in Schritt a) geändert wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in Schritt b) die Zustellgeschwindigkeit
geändert wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine zwischen dem Werkzeug
(3) und dem Werkstück (1) wirkende Kraft gemessen wird und Schritt b) bei Überschreiten
oder Unterschreiten einer vorgebbaren kritischen Kraft durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei nach Überschreiten der vorgebbaren kritischen Kraft
die Zustellgeschwindigkeit abgsenkt wird und wobei nach Unterschreiten einer vorgebbaren
minimalen Kraft die Zustellgeschwindigkeit erhöht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei nach Überschreiten der vorgebbaren kritischen
Kraft die Werkstückwinkelgeschwindigkeit (6) und/oder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit
(7) reduziert wird und wobei nach Unterschreiten einer vorgebbaren minimalen Kraft
die Werkstückwinkelgeschwindigkeit (6) und/oder die Werkzeugwinkelgeschwindigkeit
(7) wieder erhöht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zu bearbeitende Oberfläche
des Werkstücks (1) sphärisch gekrümmt ist oder plan ist.
10. Feinstbearbeitungsmaschine zur spanenden Feinstbearbeitung eines eine zumindestens
abschnittsweise kugelförmige oder plane Werkstückoberfläche aufweisenden Werkstücks
(1) mittels eines Werkzeuges (3), wobei das Werkzeug (3) für seine Schneidfähigkeit
in einem Bindemittel gebundene Körner aufweist, umfassend eine Werkstückaufnahme,
eine Werkzeugaufnahme und mindestens einen Antrieb, mittels welchem die Werkstückaufnahme
und/oder die Werkzeugaufnahme rotatorisch antreibbar ist, sowie eine Steuerung, die
zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 eingerichtet ist.