[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Foliensicherheitselements
und betrifft insbesondere die Herstellung eines mehrschichtigen Foliensicherheitselements
mit einer strukturierten metallisierten Prägestruktur mit Aussparungen, bei dem die
metallisierten Bereiche der Prägestruktur auf zumindest einer Seite des Sicherheitselements
wenigstens teilflächig farbig ausgebildet sind.
[0002] Datenträger, wie etwa Wertdokumente oder Ausweisdokumente, aber auch andere Wertgegenstände,
wie etwa Markenartikel, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers gestatten und die zugleich als
Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Dabei gewinnen zunehmend Durchsichtssicherheitsmerkmale,
wie etwa Durchsichtsfenster in Banknoten, an Attraktivität.
[0003] Zur Fenstererzeugung wird beispielsweise eine auf einer Seite mit einer Kleberschicht
versehene Folie auf eine Banknote aufgebracht, um eine dort zuvor eingebrachte durchgehende
Öffnung zu verschließen. Typischerweise ist die Folie mit einem Sicherheitsmerkmal,
wie etwa einem Hologramm oder einer optisch variablen Beschichtung versehen und bildet
so ein Foliensicherheitselement. Doppelseitige beugungsoptische Sicherheitselemente
mit Aussparungen sind beispielsweise aus den Druckschriften
EP 1 476 315 B1,
EP 1 458 585 B1,
EP 2 448 766 B1 oder
EP 2 448 767 B1 bekannt.
[0004] Bekannt sind auch Sicherheitsfolien, die eine metallisierte Prägestruktur mit Aussparungen
tragen und bei denen die metallisierten Bereiche der Prägestruktur auf zumindest einer
Seite des Sicherheitselements wenigstens teilflächig farbig ausgebildet sind. Die
Herstellung solcher Sicherheitsfolien ist gegenwärtig allerdings sehr aufwendig und
erfordert mehrere Belichtungsschritte und sehr gut kontrollierte Herstellungsbedingungen.
[0005] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einfache und
kostengünstige Verfahren für die Herstellung von Foliensicherheitselementen der eingangs
genannten Art anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die Erfindung stellt zunächst ein Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen
Foliensicherheitselements für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere Datenträger
bereit, bei dem
- ein Folienträger bereitgestellt und mit einem farbigen Motivdruck versehen wird,
- der bedruckte Folienträger mit einer Prägelackschicht versehen wird, und die Prägelackschicht
mit einer Prägestruktur versehen wird,
- auf die Prägelackschicht im Register komplementär zu dem Motivdruck eine lösliche
Waschfarbe aufgebracht wird,
- die Prägelackschicht mit der aufgebrachten Waschfarbe mit einer Metallisierungsbeschichtung
beschichtet wird, und
- die beschichtete Prägelackschicht einem Waschschritt unterworfen wird, in dem die
Waschfarbe mit zumindest einem Teil der über der Waschfarbe angeordneten Schichtbereiche
durch ein Lösungsmittel abgewaschen wird.
[0008] Werden mehrere Schichten oder Prägungen in verschiedenen Arbeitsgängen in verschiedenen
Druckwerken einer Druckmaschine oder in verschiedenen Druckmaschinen erzeugt, so sind
selbst bei registriertem Aufbringen bzw. Prägen gewisse Passerschwankungen technisch
unvermeidlich. Typische Passerschwankungen liegen beim Einsatz verschiedener Druck-/Prägewerke
einer Druckmaschine in der Größenordnung von 0,1 mm. Bei einem sogenannten Insetterarbeitsgang,
bei dem ein Zwischenprodukt nach dem Bedrucken/Prägen in einer ersten Maschine in
einer weiteren Maschine registriert bedruckt/ geprägt wird, liegen die typische Passerschwankungen
in der Größenordnung von 0,2 mm.
[0009] Die Angabe, dass die lösliche Waschfarbe im Register komplementär zu dem Motivdruck
aufgebracht wird, bedeutet dabei, dass die Waschfarbe einerseits registriert zu dem
Motivdruck aufgebracht wird, dass dies allerdings im Rahmen der Passergenauigkeit
nur in solchen Bereichen geschieht, in denen kein Motivdruck vorliegt. Motivdruck
und Waschfarbe liegen dann komplementär zueinander vor.
[0010] In einer vorteilhaften Verfahrensvariante werden als Metallisierungsbeschichtung
eine oder mehrere Metallschichten, beispielsweise Aluminium, Chrom, Kupfer oder Legierungen
dieser Metalle, aufgebracht. Mit besonderem Vorteil kann als Metallisierungsbeschichtung
ein Mehrschichtaufbau, insbesondere mit einer Schichtenfolge Metall1, dielektrische
Abstandsschicht, Metall2 aufgebracht werden.
[0011] In einer vorteilhaften Variante ist vorgesehen, dass der Mehrschichtaufbau eine ultradünne
dielektrische Abstandsschicht mit einer Dicke unterhalb von 250 nm, insbesondere zwischen
50 nm und 250 nm enthält, um in Reflexion und/ oder Transmission eine Fixfarbe zu
erzeugen. Der Mehrschichtaufbau kann auch eine dickere dielektrische Abstandsschicht
mit einer Dicke oberhalb von 250 nm enthalten, wobei durch Interferenzeffekte typischerweise
ein farbkippender Mehrschichtaufbau entsteht. Der Mehrschichtaufbau kann mit besonderem
Vorteil eine dielektrische Abstandsschicht mit lokal variierender Schichtdicke enthalten,
um in Reflexion und/oder Transmission lokal unterschiedliche Farbeindrücke (unterschiedliche
Fixfarbeindrücke und/oder unterschiedliche kippwinkelabhängige Farbeindrücke) zu erzeugen.
Die dielektrische Abstandsschicht des Mehrschichtaufbaus kann wie die Metallschichten
aufgedampft werden, wird aber mit Vorteil aufgedruckt.
[0012] In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird das Foliensicherheitselement nach dem Aufbringen
der Metallisierungsbeschichtung dem genannten Waschschritt unterworfen, wobei bei
dem Waschschritt die Waschfarbe mit den über der Waschfarbe angeordneten Schichtbereichen
der Metallisierungsbeschichtung abgewaschen wird. In allen Ausgestaltungen kann eine
wasserlösliche Waschfarbe und als Lösungsmittel Wasser verwendet werden.
[0013] In einer anderen, ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung wird die Metallisierungsbeschichtung
vor dem Waschschritt mit einem zweiten farbigen Motivdruck versehen, der vorzugsweise
im Register zu dem ersten farbigen Motivdruck aufgebracht wird. Das Foliensicherheitselement
wird dann vorteilhaft nach dem Aufbringen des zweiten farbigen Motivdrucks dem genannten
Waschschritt unterworfen, wobei bei dem Waschschritt die Waschfarbe vorteilhaft mit
allen über der Waschfarbe angeordneten Schichtbereichen der Metallisierungsbeschichtung
und des zweiten farbigen Motivdrucks durch ein Lösungsmittel abgewaschen wird. Alternativ
kann auch vorgesehen sein, dass das Foliensicherheitselement nach dem Aufbringen des
zweiten farbigen Motivdrucks dem genannten Waschschritt unterworfen wird, wobei bei
dem Waschschritt die Waschfarbe nur in den nicht mit dem zweiten farbigen Motivdrucks
versehenen Bereichen mit den über der Waschfarbe angeordneten Schichtbereichen der
Metallisierungsbeschichtung abgewaschen wird.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung wird die Prägelackschicht im Register zu dem
Motivdruck mit einer Prägestruktur versehen, und die lösliche Waschfarbe wird registriert,
aber komplementär zu der Prägestruktur aufgebracht.
[0015] In allen Ausgestaltungen wird die Prägelackschicht mit Vorteil vollflächig aufgebracht.
Als Prägestruktur werden in die Prägelackschicht mit Vorteil ein Hologramm, eine Mikrospiegelstruktur,
eine Mikrokavitätenstruktur, eine Mikrolinsenstruktur, Nanostrukturen oder Fresnelstrukturen,
insbesondere Fresnel-Hohlspiegel oder Fresnel-Wölbspiegel, eingeprägt.
[0016] Der Folienträger wird vorteilhaft druckvorbehandelt und der farbige Motivdruck wird
auf einer druckvorbehandelten Oberfläche des Folienträgers aufgebracht.
[0017] Der erste, auf dem Folienträger bereitgestellte farbige Motivdruck und/ oder der
zweite farbige Motivdruck auf der Metallisierungsbeschichtung werden vorteilhaft mit
Buntfarben, insbesondere mit lasierenden Buntfarben ausgeführt.
[0018] Die Erfindung stellt auch ein Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Foliensicherheitselements
für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere Datenträger bereit, bei dem
- ein Folienträger bereitgestellt wird,
- der Folienträger auf einer Seite mit einer Prägelackschicht versehen und die Prägelackschicht
mit einer gewünschten Prägestruktur versehen und metallisiert wird,
- der Folienträger auf beiden Seiten im Supersimultandruck mit passgenau zueinander
angeordneten strukturierten Motivdrucken auf der metallisierten Seite mit ersten Druckfarben
und auf der nicht metallisierten Seite mit zweiten Druckfarben versehen wird, wobei
die auf der metallisierten Seite aufgebrachten ersten Druckfarben als Resistlack formuliert
sind, und
- in einem Ätzschritt die nicht mit als Resistlack formulierten Druckfarben bedeckten
Bereiche der Metallisierung entfernt werden.
[0019] Die Prägestruktur der Prägelackschicht wird dabei vorzugsweise vollflächig metallisiert.
Als Metallisierung kommen eine oder mehrere Metallschichten, aber auch Mehrschichtaufbauten
der oben beschriebenen Art in Betracht.
[0020] Die strukturierten Motivdrucke können jeweils mit verschiedenfarbigen Druckfarben
gedruckt werden, wobei insbesondere die auf der metallisierten Prägelackschicht aufgebrachten
Druckfarben auch teilweise farblos sein können.
[0021] Die Erfindung stellt weiter ein Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Foliensicherheitselements
für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und andere Datenträger bereit, bei dem
- ein Folienträger mit einer auf einer Seite des Folienträgers angeordneten strukturierten
Funktionsbeschichtung bereitgestellt wird, die in dieser Reihenfolge eine Prägelackschicht
mit gewünschten ersten Prägungen, eine erste Metallisierung, eine optisch trennende
Zwischenschicht mit einer zweiten Prägung und eine zweiten Metallisierung enthält,
- der Folienträger auf der Seite der strukturierten Funktionsbeschichtung oder der der
strukturierten Funktionsbeschichtung gegenüberliegenden Seite mit einer farbigen Photoresistschicht
in Form eines gewünschten Motivs versehen wird,
- die farbige Photoresistschicht von der ihr gegenüberliegenden Seite des Folienträgers
her belichtet wird, so dass die Metallisierungen der strukturierten Funktionsbeschichtung
als Belichtungsmaske wirken, und
- der belichtete Photoresist entwickelt wird, um zu der strukturierten Funktionsbeschichtung
gepasserte Farbbereiche zu erzeugen.
[0022] Der Folienträger kann nach der Beschichtung und Entwicklung des Photoresists auf
einer Seite auch in einem zweiten Schritt auf der anderen Seite mit einer zweiten
farbigen Photoresistschicht in Form eines gewünschten Motivs versehen werden. Auch
die zweite Photoresistschicht wird dann von der ihr gegenüberliegenden Seite des Folienträgers
her belichtet, wobei die Metallisierungen der strukturierten Funktionsbeschichtung
als Belichtungsmaske wirken. Der belichtete zweite Photoresist wird dann entwickelt,
um zu der strukturierten Funktionsbeschichtung gepasserte Farbbereiche zu erzeugen.
[0023] Der oder die Photoresists können zur Farbgebung insbesondere mit löslichen Farbstoffen
oder Farbpigmenten versetzt werden.
[0024] In allen in der Anmeldung beschriebenen Gestaltungen, in denen Photoresist verwendet
wird, kann es sich um einen Resist handeln, bei dem nach der Entwicklung die belichteten
Bereiche stehen bleiben (Negativresist) oder um einen Resist, bei dem die unbelichteten
Bereiche stehen bleiben (Positivresist). Es können also in allen Gestaltungen sowohl
Resiststrukturen erzeugt werden, die deckungsgleich mit den als Belichtungsmaske verwendeten
Strukturen sind, als auch Resiststrukturen, die komplementär zu den als Belichtungsmaske
verwendeten Strukturen sind.
[0025] Schließlich kann in allen Gestaltungen eine Farbgebung von strukturiertem Resistmaterial
auch dadurch erfolgen, dass ein Resist unter Druck und/ oder Temperatureinfluss in
einen klebrigen Zustand gebracht und der klebrige Resist mit einem Farbmittel, wie
etwa Farbpigmenten, in Kontakt gebracht wird.
[0026] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement
in Form eines aufgeklebten Folienstreifens,
- Fig. 2
- in (a) bis (c) Zwischenschritte bei der Herstellung einer Folie, die als Folienstreifen
auf ein Papier mit Loch aufgebracht werden soll,
- Fig. 3
- in (a) und (b) Zwischenschritte bei der Herstellung einer Folie, die wie in Fig. 2
als Folienstreifen auf ein Papier mit Loch aufgebracht werden soll, mit einem abgewandelten
Herstellungsverfahren,
- Fig. 4
- in (a) und (b) Zwischenschritte bei der Herstellung einer Folie, die als Transferstreifen
eingesetzt werden kann,
- Fig. 5
- in (a) und (b) Zwischenschritte bei eine Variante des Verfahrens der Fig. 4, bei dem
die Metallisierungsbeschichtung als Dreischichtaufbau ausgeführt ist,
- Fig. 6
- in (a) und (b) Zwischenschritte bei der Herstellung einer Folie, die als Folienstreifen
auf ein Substrat mit Durchsichtsfenster aufgebracht werden soll, wobei die Trägerfolie
des Sicherheitselements im Produkt verbleiben soll,
- Fig. 7
- in (a) bis (e) Zwischenschritte bei der Herstellung einer Folie, die zwei voneinander
unabhängige metallisierte Prägungen trägt, die von gegenüberliegenden Seiten der Folie
her sichtbar sind und die zur Erzeugung von Farbeffekten zusätzlich mit gepasserten
Buntfarbschichten versehen sind,
- Fig. 8
- in (a) bis (e) weitere Herstellungsvarianten von Foliensicherheitselementen, die über
einem Durchsichtsfenster aufgebracht werden sollen und bei denen die Trägerfolie des
Sicherheitselements im Produkt verbleiben soll, und
- Fig. 9
- in (a) bis (c) Zwischenschritte bei der Herstellung eines Foliensicherheitselements,
das mit Hilfe eines Transferverfahrens mit einer strukturierten farbigen Schicht versehen
wird.
[0028] Die Erfindung wird nun am Beispiel von Sicherheitselementen für Banknoten erläutert.
Figur 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10 mit einem erfindungsgemäßen
Sicherheitselement in Form eines aufgeklebten Folienstreifens 12, der eine durchgehende
Öffnung 14 im Banknotenpapier überdeckt. In dem dadurch geschaffenen Banknotenfenster
ist ein farbiges und zugleich metallisch glänzendes Motiv 16 sichtbar, das im Ausführungsbeispiel
in Form eines Ahornblatts dargestellt ist.
[0029] Eine Besonderheit des Folienstreifens 12 besteht dabei darin, dass das Motiv 16 im
Fenster 14 von den gegenüberliegenden Seiten der Banknote 10 her jeweils metallisch
glänzend, aber mit unterschiedlicher Farbe erscheint.
[0030] Nachfolgend werden verschiedenen Herstellungsverfahren zum Herstellen derartiger
Sicherheitselemente mit einem metallischen, aus gegenüberliegenden Betrachtungsrichtungen
unterschiedlichen Farbeindruck genauer beschrieben.
[0031] Mit Bezug auf Fig. 2 wird zunächst die Herstellung einer Folie beschrieben, die als
Folienstreifen auf ein Papier mit Loch aufgebracht werden soll, wie auch in Fig. 1
dargestellt. Zur Herstellung eines Folienstreifens 20 wird zunächst eine Polyesterfolie
22 mit einer Dicke zwischen 6 µm und 36 µm bereitgestellt. Vorzugsweise hat die Polyesterfolie
22 eine Dicke von etwa 12 µm und ist für eine gute Haftung der aufgebrachten Schichten
auf einer Seite druckvorbehandelt (Bezugszeichen 24). Ein gewünschter farbiger Motivdruck
28 wird mit Druckfarben 26 auf die druckvorbehandelte Seite der Polyesterfolie 22
aufgebracht, wobei ein beliebiges Druckverfahren, wie etwa Tiefdruck oder Flexodruck,
zum Einsatz kommen kann. Die Druckfarben 26 können wässrig, lösungsmittelbasiert und/
oder, besonders bevorzugt, UVvernetzend sein. Der Druck kann auch mehrfarbig ausgeführt
sein und mit mehreren Druckwerken erfolgen. Dabei kann auch eine Zwischenhärtung oder
Zwischentrocknung zuerst aufgebrachter Druckfarben erforderlich sein.
[0032] Auf den farbigen Motivdruck 28 wird dann eine Prägelackschicht 30 gedruckt, wobei
der Druck vorzugsweise vollflächig erfolgt, so dass keine besonderen Registeranforderungen
an den Prägelackdruck gestellt sind. Der Prägelack kann ein thermoplastischer Prägelack
sein, bevorzugt ist gegenwärtig allerdings die Verwendung eines UV-Prägelacks. Die
Prägelackschicht 30 wird mit einer Prägung 32 versehen, die im gezeigten Ausführungsbeispiel
im Register zu dem farbigen Motivdruck 28, also den mit Druckfarben 26 bedruckten
Teilbereichen steht. Bei der Prägung kann es sich beispielsweise um ein Hologramm,
eine Mikrospiegelstruktur, eine Mikrokavitätenstruktur, eine Mikrolinsenstruktur,
Nanostrukturen oder Fresnelstrukturen handeln.
[0033] Nun wird auf die Prägung 32 registriert komplementär, also im Wesentlichen gerade
in den ungeprägten Bereichen der Prägelackschicht 30, eine Waschfarbe 34 aufgedruckt,
so dass die in Fig. 2(a) dargestellte Schichtenfolge entsteht. Alle bisher beschriebenen
Arbeitsschritte erfolgen in einem einzigen Arbeitsgang, so dass eine Registergenauigkeit
von etwa 0,1 mm erreicht werden kann.
[0034] In anderen Ausgestaltungen kann die Prägung 32 auch über den farbigen Motivdruck
26 hinausgehen oder sich sogar über die gesamte Prägelackschicht 30 erstrecken. Wesentlich
ist dabei lediglich, dass die Waschfarbe 34 im Register komplementär zu dem farbigen
Motivdruck 26 aufgebracht wird.
[0035] Mit Bezug auf Fig. 2(b) werden nun in einem zweiten Arbeitsgang die Prägelackschicht
30 und die Waschfarbe 34 vollflächig mit einer Metallschicht 38 versehen. Dann wird
ein zweiter farbiger Motivdruck 40 mit zweiten Druckfarben 36 auf die Metallschicht
38 aufgedruckt. Auch der zweite farbige Motivdruck 40 kann mehrfarbig sein und mit
wässrigen, lösungsmittelbasierten und/oder UV-vernetzenden Druckfarben erfolgen. Allerdings
unterscheiden sich die Farben des zweiten Motivdrucks 40 vorzugsweise zumindest teilweise
von den Farben des ersten Motivdrucks 26, so dass unterschiedliche Farbeindrücke entstehen.
Der zweite farbige Motivdruck 40 kann in einem Insetter-Prozess registriert zum ersten
farbigen Motivdruck 28 gedruckt werden, wobei Registergenauigkeiten von etwa 0,2 mm
erreicht werden können. Die so entstandene Schichtenfolge ist in Fig. 2(b) dargestellt.
[0036] Nun wird ein Waschschritt durchgeführt, bei dem die Waschfarbe 34 mit den darüber
angeordneten Bereichen der Metallschicht 38 und den darüber angeordneten Bereichen
der zweiten Druckfarben 36 entfernt wird, so dass die in Fig. 2(c) gezeigte Situation
entsteht. Durch den Waschschritt wird eine perfekte Passerung der verbleibenden Bereiche
42 der Metallschicht 38 mit der Prägung 32 und mit den verbleibenden Bereichen 44
des zweiten farbigen Motivdrucks 40 erzeugt.
[0037] Im Ergebnis wird ein Folienstreifen 20 erhalten, bei dem eine metallisierte Prägestruktur
32, 42 passergenau mit einem farbigen ersten Motivdruck 28 und farbigen Bereichen
44 eines zweiten Motivdrucks 40 angeordnet ist. Von der Oberseite des Folienstreifens
20 sind die Farbbereiche 44 sichtbar, von der Unterseite die Farbbereiche 26. Die
Farbbereiche 26 und 44 sind in jedem Fall durch die metallisierte Prägestruktur 32,
42 getrennt.
[0038] Wie in Fig. 2(b) und (c) dargestellt, kann die Passerung der Farbbereiche 44 zu der
metallisierten Prägestruktur 32, 42 und damit zu den Farbbereichen 26 vollständig
sein (Bildmitte, Bezugszeichen 45A), oder sich auch nur auf einen Teil des Umrisses
der Farbbereiche 26 erstrecken (linke Bildseite, Bezugszeichen 45B). Die Farbbereiche
44 können auf diese Weise in einem Muster, wie etwa einem Streifenmuster, Punkt- oder
Linienmuster ausgebildet und dennoch entlang ihrer äußeren Umrisse mit den Farbbereichen
26 gepassert sein. Weiter können auch Bereiche ohne zweite Druckfarbe 36 vorgesehen
sein, in denen der Folienstreifen 20 von der Oberseite her das rein metallische Erscheinungsbild
der metallisierten Prägestruktur 32, 42 zeigt (rechte Bildseite, Bezugszeichen 45C).
[0039] In einer Abwandlung kann die zweite Druckfarbe 36 auch so beschaffen sein, dass sie
bei dem Waschschritt nicht zusammen mit der Metallisierung 38 entfernt wird. Insbesondere
kann in diesem Fall der von der zweiten Druckfarbe 36 bedeckte Bereich stets innerhalb
der Prägung 32 liegen, so dass nach dem Waschschritt farbige Bereiche mit metallischem
Rand stehen bleiben.
[0040] Anstelle des Waschprozesses kann für die Strukturierung der Metallschicht 38 auch
ein Ätzprozess eingesetzt werden, wie nunmehr mit Bezug auf Fig. 3 erläutert. Auch
bei dieser Verfahrensvariante wird zunächst eine Polyesterfolie 22 bereitgestellt,
die vorzugsweise auf einer Seite druckvorbehandelt (Bezugszeichen 24) ist. Dann wird
ein gewünschter farbiger Motivdruck 28 mit Druckfarben 26 auf die druckvorbehandelte
Seite der Polyesterfolie 22 aufgedruckt und auf diesen eine vollflächige Prägelackschicht
30 gedruckt. Die Prägelackschicht 30 wird mit einer Prägung 32 versehen, die im Register
zu dem farbigen Motivdruck 28 steht, und die geprägte Lackschicht 30 wird schließlich
vollflächig mit einer Metallschicht 38 versehen.
[0041] Dann wird im Insetter zur Prägung 32 ein Resistlack 50 und auf diesen ein zweiter
farbiger Motivdruck 52 mit einer oder mehreren zweiten Buntfarben 54 aufgedruckt,
so dass die in Fig. 3(a) gezeigte Schichtenfolge entsteht.
[0042] Konkret kommen für die Aufbringung der Buntfarben 52 mehrere unterschiedliche Vorgehensweisen
in Frage. Beispielsweise können die Buntfarben 54 nach dem Resistlack 50 aufgedruckt
werden und gute Haftung auf dem Resistlack 50, aber relativ schlechte Resistwirkung
auf der Metallschicht 38 zeigen. Beim anschließenden Ätzschritt werden die nicht auf
dem Resistlack 50 liegenden Teilbereiche der Buntfarbe 54 von dem Ätzmedium unterwandert
und können spätestens mit dem Spülen der geätzten Folie abgewaschen werden. Dabei
können Bürsten, Hochdruckdüsen, rotierende Filze und dergleichen zum Einsatz kommen,
um die Ablösung zu unterstützen. Durch den Ätzschritt entsteht eine Gestaltung wie
in Fig. 3(b) gezeigt, bei der die Buntfarben 54 passgenau mit dem Resistlack 50 angeordnet
sind.
[0043] Die Erfinder haben auch erkannt, dass bei Ätzprozessen bei erhöhter Temperatur ab
etwa 50 °C teilweise ein vollständiger Haftungsverlust von Resistlacken auftritt,
obwohl die Resistwirkung der Formulierungen an sich sehr gut ist. Gegenwärtig wird
dieser Effekt so erklärt, dass manche Resistlacke zwar eine gute Barriere gegen das
flüssiges Ätzmedium darstellen, aber keine ausreichende Barriere gegen Gase bilden
und das Ätzmedium, das beispielsweise Wasser und Alkohole enthalten kann, bei Temperaturen
oberhalb von 50 °C bereits einen merklichen Dampfdruck entwickelt. In Ausnutzung dieses
Effekts kann bei geeigneter Wahl der Buntfarben 54 bereits durch einen einfachen Ätzprozess
überstehende Buntfarbe zusammen mit der Metallisierung 38 von der Folie entfernt werden.
Dabei kann die Buntfarbe 54 sowohl vor, als auch nach einem farblosen Resistlack 50
gedruckt werden. Alternativ kann auch die Buntfarbe 54 selbst einen Resistlack darstellen,
wodurch sich beim Ätzen ebenfalls die gewünschte Passerung ergibt.
[0044] In allen geschilderten Varianten kann die Folie 22 auch auf einer ihrer Seiten mit
einer Druckannahmeschicht versehen werden, welche zu einem beliebigen Zeitpunkt und
vorteilhaft einschichtig oder mit einem Primer aufgebracht werden kann. Falls in bestimmten
Anwendungsfällen keine besonders hohen Anforderungen an die gegenseitige Passerung
von Buntfarben und Metallisierung bestehen, können im Fall des Drucks der Farbannahmeschicht
auf die Folienseite Motive in Buntfarben unter diese gedruckt werden. Auf der Gegenseite
können beispielsweise Primer und Heißsiegellacke gedruckt werden. Als Zwischenschichten
können insbesondere Buntfarben, Effektfarben und fluoreszierende Farben vorgesehen
sein. Auch die verwendeten Heißsiegellacke können mit Fluoreszenzstoffen ausgestattet
sein.
[0045] Figur 4 illustriert die Herstellung einer Folie, die als Transferstreifen eingesetzt
werden kann und beispielsweise für Papier-Folien-Verbundsubstrate und Polymersubstrate
gut geeignet ist. Mit Bezug auf Fig. 4(a) wird zur Herstellung eines Folienstreifens
60 zunächst eine Folie bereitgestellt, die einen zuverlässigen Release (bzw. ein zuverlässiges
Ablösen) des aufgebrachten Schichtaufbaus ermöglicht, beispielsweise eine Polyesterfolie
62 guter Qualität ohne Druckvorbehandlung. Um eine einheitliche, gut bedruckbare Oberfläche
bereitzustellen, kann die Polyesterfolie 62 mit einer ersten einheitlichen Schicht,
beispielsweise einer UV-vernetzenden Lackschicht 64 beschichtet sein. Der gewünschte
farbige Motivdruck 28 wird dann mit Druckfarben 26 auf die Lackschicht 64 in der grundsätzlich
bei Fig. 2 bereits beschriebenen Art aufgedruckt.
[0046] Auf den Motivdruck 28 wird, ebenfalls analog zu Fig. 2, eine Prägelackschicht 30
aufgedruckt, und diese mit einer Prägung 32 versehen, die im Register zu dem farbigen
Motivdruck 28, also den mit Druckfarben 26 bedruckten Teilbereichen steht. Im gleichen
Arbeitsgang wird auf die Prägung 32 registriert komplementär, also gerade in den ungeprägten
Bereichen der Prägelackschicht 30, Waschfarbe 34 aufgedruckt.
[0047] Im nächsten Arbeitsgang erfolgen ein oder mehrere Bedampfungsschritte zur Erzeugung
einer Metallisierungsbeschichtung 66, wobei die Metallisierungsbeschichtung 66 im
einfachsten Fall eine Metallschicht, beispielsweise eine Aluminiumschicht, gegebenenfalls
mit Bechromung, oder ein Chrom-Alu-Chrom-Aufbau ist. Die Metallisierungsbeschichtung
66 kann auch ein Mehrschichtaufbau sein, der neben einer oder mehreren Metallschichten
auch andere Schichtarten, insbesondere dielektrische Abstandsschichten enthält. Beispielsweise
kann der Mehrschichtaufbau ein farbkippender Dünnschichtaufbau (beispielsweise mit
Chrom, SiO
2 und Aluminium) sein, ein Gold-Blau-Aufbau (Alu, SiO
2, Alu), oder auch eine Dünnfilm-Fixfarbe, bestehend aus einer Schichtenfolge Metall1,
ultradünnes Dielektrikum mit d ≤ 250 nm, Metall2. Es versteht sich, dass die Metallisierungsbeschichtung
66 in mehreren Teilschritten aufgebracht werden kann und dass manche Schichten, beispielsweise
die Dielektrikumsschicht eines Mehrschichtaufbaus, auch aufgedruckt werden können.
Nach der Erzeugung der Metallisierungsbeschichtung 66 liegt die in Fig. 4(a) dargestellte
Schichtenfolge vor.
[0048] Dann wird ein Waschschritt durchgeführt, bei dem die Waschfarbe 34 mit den darüber
angeordneten Bereichen der Metallisierungsbeschichtung 66 entfernt wird. Dadurch wird
eine perfekte Passerung der verbleibenden Bereiche 68 der Metallisierungsbeschichtung
66 mit der Prägung 32 und mit den Farbbereichen 26 des ersten Motivdrucks 28 erzeugt.
Anschließend kann ein Druck von Primerschichten 70 und Heißsiegellacken 72 erfolgen,
so dass sich die in Fig. 4(b) dargestellte Schichtenfolge ergibt. Die Metallisierungsbeschichtung
66 kann dabei insbesondere einen Farbkippeffekt oder eine Fixfarbe erzeugen. Im Ergebnis
wird ein Folienstreifen 60 erhalten, bei dem der Farbeffekt der Metallisierungsbeschichtung
66 passergenau mit dem farbigen ersten Motivdruck 28 angeordnet ist. Von der Oberseite
des Folienstreifens 60 her sind die verbleibenden Bereiche 68 der Metallisierungsbeschichtung
66 sichtbar, von der Unterseite die Farbbereiche 26. Die Trägerfolie 62 kann nach
dem Übertragen der Schichtenfolge auf ein Zielsubstrat wieder abgezogen werden.
[0049] Figur 5(a) zeigt eine Darstellung wie Fig. 4(a) für eine Variante, in der die Metallisierungsbeschichtung
66 als Dreischichtaufbau mit einer ersten Metallisierung 74, einem gedruckten Dielektrikum
76 und einer zweiten Metallisierung 78 ausgebildet ist. Das Dielektrikum 76 ist dabei
als Motiv gedruckt, wobei der Druck möglichst komplementär zum Waschfarbendruck 34
erfolgt, was beispielsweise über einen Insetter-Prozess realisiert werden kann. Auch
die Schichtstärke des Dielektrikums 76 muss nicht konstant sein, sondern kann lokal
gezielt variiert werden, wie in Fig. 5(a) anhand zweier unterschiedlicher Schichtdicken
illustriert. Auf diese Weise können Dünnschichtelemente mit bereichsweise unterschieden
Fixfarben und/oder unterschiedlichen Farbkippeffekten realisiert werden. Die unterschiedlichen
Schichtdicken können beispielsweise durch unterschiedliche Näpfchengeometrien im Tiefdruck
realisiert werden. Da der Druck des Dielektrikums 76 auch bei unterschiedlichen Schichtdicken
mit einem einzigen Zylinder erfolgt, sind die Bereiche unterschiedlicher Schichtdicke
und damit die Bereiche mit unterschiedlichen Farbeffekten perfekt zueinander gepassert.
Anschließend wird eine zweite Metallisierung 78 aufgebracht, die aus demselben oder
einem anderen Metall als die erste Metallisierung 74 bestehen kann.
[0050] In dem bereits beschriebenen Waschschritt wird dann die Waschfarbe 34 mit den darüber
angeordneten Bereichen der Metallisierungsbeschichtung 66 entfernt und es erfolgt
ein Druck von Primerschichten 70 und Heißsiegellacken 72, so dass sich die in Fig.
5(b) dargestellte Schichtenfolge ergibt. Von der Oberseite des Folienstreifens 60
sind die verbleibenden Bereiche 68 der Metallisierungsbeschichtung 66 mit ihren, durch
die Dickenvariation der Dielektrikumsschicht 76 erzeugten, bereichsweise unterschiedlichen
Farbeffekten sichtbar, von der Unterseite in perfektem Passer dazu die Farbbereiche
26. Die Trägerfolie 62 kann nach dem Übertragen der Schichtenfolge auf ein Zielsubstrat
wieder abgezogen werden.
[0051] Eine weitere Verfahrensvariante ist in Fig. 6 illustriert, die die Herstellung einer
Folie zeigt, die als Folienstreifen 80 auf ein Substrat mit Durchsichtsfenster aufgebracht
werden soll, wobei die Trägerfolie des Sicherheitselements im Produkt verbleiben soll.
Mit Bezug auf das Beispiel der Fig. 6(a) wird hierzu eine PET-Trägerfolie 22 bereitgestellt,
die auf einer druckvorbehandelten Seite (Bezugszeichen 24) mit einer Prägelackschicht
30 mit gewünschten Prägungen 32 versehen wurde. Die geprägte Prägelackschicht 30 wurde
dann mit einer Metallschicht 38 metallisiert.
[0052] Auf die entstandene Schichtenfolge wurde dann auf beiden Seiten im Supersimultandruck
ein gepasserter Motivdruck mit ersten Druckfarben 82 bzw. zweiten Druckfarben 84 aufgebracht,
wobei die auf die metallisierte Seite aufgebrachten Druckfarben 82 als Resistlack
formuliert sind. Diese Resist-Druckfarben 82 umfassen eine oder mehrere Buntfarben
82A, können aber auch farblose Druckfarben 82B enthalten, die selbst keine Farbwirkung
entfalten, sondern nur als Resist dienen. Die Druckfarben 84 auf der nicht metallisierten
Seite stellten eine oder mehrere verschiedene Buntfarben dar.
[0053] Dann wird ein Ätzschritt durchgeführt, durch den die Metallschicht 38 an den nicht
mit Resist-Druckfarben 82 (82A, 82B) bedeckten Bereichen entfernt wird, so dass eine
perfekte Passerung zwischen den verbleibenden Bereichen 86 der Metallschicht 38 und
den Druckfarben 82 (82A, 82B) der metallisierten Seite bzw. den Druckfarben 84 der
nicht metallisierten Seite erzeugt wird, wie in Fig. 6(b) gezeigt. Die auf den gegenüberliegenden
Seiten vorliegenden Druckfarben 82, 84 sind auf diese Weise stets durch einen gepasserten
Metallbereich 86 voneinander getrennt und können von gegenüberliegenden Seiten metallisch
glänzende Erscheinungsbilder unterschiedlicher Farbe erzeugen. An den Stellen, an
denen die Druckfarbe 82 nicht durch eine Buntfarbe 82A, sondern durch einen farblosen
Resist 82B gebildet ist, ist von der Oberseite das rein metallische Erscheinungsbild
der Metallschicht 38 sichtbar.
[0054] Mit Bezug auf Fig. 7 wird nunmehr die Herstellung einer Folie beschrieben, die zwei
voneinander unabhängige metallisierte Prägungen, beispielsweise zwei Reflexionshologramme
trägt, die von gegenüberliegenden Seiten der Folie her sichtbar sind. Die metallisierten
Prägungen sind zumindest in Teilbereichen exakt zueinander gepassert, so dass bei
Betrachtung von einer Seite jeweils nur genau ein Motiv sichtbar ist. Zur Erzeugung
von zusätzlichen Farbeffekten sind die metallisierten Prägungen mit gepasserten Buntfarbschichten
versehen.
[0055] Als Ausgangspunkt des beschriebenen Verfahrens dient ein Folienaufbau 100 der in
Fig. 7(a) gezeigten Art mit einer PET-Trägerfolie 22, einer auf einer druckvorbehandelten
Seite (Bezugszeichen 24) aufgebrachten Prägelackschicht 30 mit gewünschten ersten
Prägungen 102, einer ersten Metallisierung 104, einer die beiden Prägungen optisch
trennenden Zwischenschicht 106 mit einer zweiten Prägung 108 und einer zweiten Metallisierung
110. Ein derartiger Folienaufbau kann beispielsweise mit einem Metalltransferverfahren
hergestellt werden, wie es etwa in den Druckschriften
WO 2011/138039 A1,
EP 2 340 175 B1,
EP 2 321131 B1 oder
EP 2 874 823 B1 beschrieben ist. Der Offenbarungsgehalt der genannten Druckschriften wird insoweit
in die vorliegende Anmeldung aufgenommen.
[0056] Vorliegend wird der Folienaufbau der Fig. 7(a) mit mindestens einer Buntfarbschicht
kombiniert, die eine Metallisierung teilflächig oder vollflächig abdeckt, aber gepassert
nur an den Stellen vorhanden sein soll, an denen sich bereits eine Metallisierung
befindet. Mit Bezug auf Fig. 7(b) wird hierzu ein Photoresist 112, der in gewünschter
Weise eingefärbt wurde, auf die metallisierte Seite der Trägerfolie 22 in Form eines
gewünschten Motivs aufgebracht. Zur Farbgebung kann der Resist 112 mit löslichen Farbstoffen,
beispielsweise Farbstoffen aus der Orasol- oder Neozaponreihe, oder auch mit Farbpigmenten
versetzt werden.
[0057] Nach einer physikalischen Trocknung und gegebenenfalls Rehydrierung wird der Resist
112 von der den Metallisierungen 104,110 gegenüberliegenden Seite her belichtet (Bezugszeichen
114), wobei die Metallisierungen 104, 110 als Belichtungsmaske wirken, so dass nur
die in nicht-metallisierten Teilbereichen des Folienaufbaus angeordneten Bereiche
des Resists 112 ausreichend stark belichtet werden. Besonders vorteilhaft ist dabei
die Belichtung mit LED-Strahlern, da bei geringem Wärmeintrag die für diesen Schritt
erforderliche Feuchtigkeit zu einem höheren Anteil in der Resistschicht 112 verbleibt.
[0058] Anschließend wird der belichtete Photoresist 112 in einer Entwicklerlösung entfernt,
so dass der in Fig. 7(c) dargestellte Folienaufbau entsteht, bei dem die verbleibenden
farbigen Resistbereiche 116 zu den metallisierten Teilbereichen 104, 110 gepassert
sind.
[0059] Der Photoresist 112 kann alternativ auch auf der der metallisierten Seite gegenüberliegenden
Seite 124 der Trägerfolie 22 aufgebracht werden, wobei die Belichtung dann von der
metallisierten Seite her erfolgt, so dass die Metallisierungen 104, 110 wieder als
Belichtungsmaske wirken. Die metallisierten Teilbereiche 104, 110 und die nach Entwicklung
verbleibenden, gepasserten Resistbereiche liegen dann auf gegenüberliegenden Seiten
der Trägerfolie 22 vor.
[0060] Es ist natürlich auch möglich, beide Seiten der Trägerfolie 22 mit zusätzlichen strukturierten
Buntfarbschichten zu versehen. Dazu wird beispielsweise ausgehend von der Gestaltung
der Fig. 7(c) die der Metallisierung 104, 110 abgewandte Seite 124 der Trägerfolie
22 mit einem weiteren farbigen Photoresist 118 beschichtet, wie in Fig. 7(d) gezeigt.
Der Photoresist 118 wird von der Seite der Metallisierungen 104,110 her belichtet
(Bezugszeichen 120), so dass die Metallisierungen wieder als Belichtungsmaske wirken.
Nach dem Entfernen des belichteten Photoresists entsteht der in Fig. 7(e) dargestellte
Folienaufbau, bei dem die verbleibenden farbigen Resistbereiche 122 zu den metallisierten
Teilbereichen 104, 110 und zu den farbigen Resistbereichen 116 gepassert sind.
[0061] Bei der Strukturierung des zweiten Photoresists 118 ist zu vermeiden, den ersten
Photoresist 116, der durch den Belichtungsschritt 120 nachbelichtet ist, abzuwaschen.
Dazu kann beispielsweise anstelle eines Tauchschrittes eine einseitige Beschichtung
der Folie mit Entwicklerlösung und entsprechendes Waschen erfolgen. Eine andere Möglichkeit
besteht darin, den Photoresist 116 durch Belichtung mit einem UV-Strahler, der auch
einen erheblichen Wärmeeintrag bewirkt, nachzubelichten und damit dessen Löslichkeit
zu reduzieren. Bei einer weiteren möglichen Vorgehensweise kann der Photoresist 116
durch entsprechende Dosierung bei dem Belichtungsschritt 120 so belichtetet werden,
dass er so weit austrocknet, dass er durch die Belichtung nicht mehr löslich wird,
während der Photoresist 118, abgeschirmt durch den zwischenliegenden Schichtaufbau,
löslich wird. Dieser Effekt kann durch die Wahl der Pigmentierung der beiden Photoresistschichten
116, 118 unterstützt werden.
[0062] Die einseitigen oder zweiseitigen Folienaufbauten der Figuren 7(c) oder 7(e) können
in der üblichen Weise mit Farbannahmeschichten und Heißsiegellacken ausgestattet oder
auf andere Weise weiterverarbeitet werden.
[0063] Figur 8 illustriert weitere Herstellungsvarianten von Foliensicherheitselementen,
die über einem Durchsichtsfenster aufgebracht werden sollen und bei denen die Trägerfolie
des Sicherheitselements im Produkt verbleiben soll.
[0064] Mit Bezug auf Fig. 8(a) wird zur Herstellung eines Foliensicherheitselements 130
eine Trägerfolie 22 mit einer Prägelackschicht 30 und einer eingeprägten Prägestruktur
32 bereitgestellt. Auf die geprägte Prägelackschicht 30 wird eine Waschfarbe 132 in
Form eines gewünschten Motivs aufgedruckt, und auf die der Prägelackschicht 30 gegenüberliegende
Seite der Trägerfolie 22 wird ein farbiger Photoresist 134 aufgebracht. Die Waschfarbe
132 enthält als Füllstoff beispielsweise zwischen 1% und 30% Titandioxid und kann
weitere UV-Absorber enthalten.
[0065] Nun wird der Photoresist 134 von der mit der Waschfarbe 132 versehenen Seite der
Trägerfolie 22 her belichtet (Bezugszeichen 136), wobei das von der Waschfarbe 132
gebildete Motiv als Belichtungsmaske wirkt. Dann wird der Photoresist 134 entwickelt,
wobei je nach Art des verwendeten Photoresists 134 entweder die belichteten Bereiche
138 stehen bleiben, wie in der Variante der Fig. 8(b) gezeigt (Negativresist), oder
die unbelichteten Bereiche 140 stehen bleiben, wie in der Variante der Fig. 8(d) dargestellt
(Positivresist).
[0066] Die mit der Waschfarbe 132 versehene Seite der Trägerfolie 22 wird nach der Belichtung
der Photoresists 134 zu einem beliebigen Zeitpunkt mit einer gewünschten Beschichtung
versehen, beispielsweise mit Metallen und/oder anderen Schichten beschichtet oder
bedampft. Die Waschfarbe wird dann in einem Waschprozess mit den darüber angeordneten
Teilen der Beschichtung entfernt. Im Ergebnis entsteht ein Foliensicherheitselement
130, bei dem die nach dem Waschschritt verbleibenden Bereiche 142 der Beschichtung
passgenau zu den verbleibenden Bereichen 138 bzw. 140 des Photoresists 134 angeordnet
sind. Dabei sind in der Variante mit Negativresist die verbleibenden Beschichtungsbereiche
142 deckungsgleich mit den verbleibenden Photoresist-Bereichen 138, wie in Fig. 8(c)
gezeigt, während in der Variante mit Positivresist die verbleibenden Beschichtungs-Bereiche
142 und die verbleibenden Photoresist-Bereichen 138 komplementär zueinander angeordnet
sind, wie in Fig. 8(e) dargestellt.
[0067] Die in Fig. 8 beschriebene Verwendung von Positiv- oder Negativresist kann auch auf
die anderen, in dieser Anmeldung beschriebenen Gestaltungen mit Photoresist übertragen
werden, so dass jeweils stehen gelassene Resistbereiche erzeugt werden können, die
deckungsgleich mit den als Belichtungsmaske eingesetzten Strukturen sind, oder die
komplementär zu den als Belichtungsmaske eingesetzten Strukturen sind.
[0068] Figur 9 beschreibt ein Ausführungsbeispiel, bei dem ein Foliensicherheitselement
150 mit Hilfe eines Transferverfahrens mit einer strukturierten farbigen Schicht versehen
wird. Mit Bezug auf Fig. 9(a) wird eine Trägerfolie 22 bereitgestellt, die auf einer
Seite mit einer Prägelackschicht 30 mit einer Prägestruktur 32 und einer strukturierten
Metallisierung 152 versehen ist. Die Erzeugung der strukturierten Metallisierung 152
kann beispielsweise mit Hilfe eines Waschverfahrens oder eines resistbasierten Ätzverfahrens
erfolgen, wie oben bereits mehrfach beschrieben. Auf die der Metallisierung 152 gegenüberliegende
Seite der Trägerfolie 22 wird ein farbiger Photoresist 154 aufgebracht und durch Belichtung
156 von der metallisierten Seite der Trägerfolie 22 her in eine lösliche Form überführt.
Die strukturierte Metallisierung 152 wirkt dabei als Belichtungsmaske.
[0069] Der Photoresist 154 wird entwickelt und dadurch so strukturiert, dass die verbleibenden
Bereiche 158 des Photoresists deckungsgleich zu der strukturierten Metallisierung
152 angeordnet sind, wie in Fig. 9(b) gezeigt. Der Photoresist 154 ist dabei so gewählt,
dass er unter Druck und/ oder Temperatureinfluss klebrig wird und auf unterschiedliche
Art Farbe 160 annehmen kann. Beispielsweise kann durch Druck auf ein geeignetes Farbband
erreicht werden, dass Farbe 160 bevorzugt auf den Resist 158 übertragen wird und nicht
auf den Prägelack 30, wie in Fig. 9(c) gezeigt. Auch bei einem In-Kontakt-bringen
mit Pigmenten, die beispielsweise trocken oder als Suspension in einem geeigneten
Lösungsmittel vorliegen, kann erreicht werden, dass die Pigmente auf dem Prägelack
30 nur oberflächlich liegen bleiben und später leicht abgewaschen werden können, während
sie am klebrigen Photoresist 158 anhaften und auch durch den Waschschritt nicht abgelöst
werden. Das In-Kontakt-bringen kann mit einem üblichen Druckverfahren, wie etwa Tiefdruck
oder Flexodruck und auch in Motivform erfolgen.
[0070] Im Ergebnis entsteht durch ein solches Transferverfahren ein Foliensicherheitselement
150, bei dem die mit Farbe 160 beschichteten Resistbereiche 158 passgenau zu der strukturierten
Metallisierung 152 angeordnet sind. Die Weiterverarbeitung des Elements kann in der
oben bereits beschriebenen Weise erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 10
- Banknote
- 12
- Folienstreifen
- 14
- durchgehende Öffnung
- 16
- Motiv
- 20
- Folienstreifens
- 22
- Polyesterfolie
- 24
- druckvorbehandelter Bereich
- 26
- Druckfarben
- 28
- erster farbiger Motivdruck
- 30
- Prägelackschicht
- 32
- Prägung
- 34
- Waschfarbe
- 36
- Druckfarben
- 38
- Metallschicht
- 40
- zweiter farbiger Motivdruck
- 42
- verbleibende Bereiche der Metallschicht
- 44
- verbleibende Bereiche des zweiten Motivdrucks
- 45A, 45B, 45C
- unterschiedliche Passerungen
- 50
- Resistlack
- 52
- zweiter farbiger Motivdruck
- 54
- zweite Buntfarben
- 60
- Folienstreifen
- 62
- Polyesterfolie
- 64
- UV-vernetzende Lackschicht
- 66
- Metallisierungsbeschichtung
- 68
- verbleibende Bereiche der Metallisierungsbeschichtung
- 70
- Primerschichten
- 72
- Heißsiegellacke
- 74
- erste Metallisierung
- 76
- gedrucktes Dielektrikum
- 78
- zweite Metallisierung
- 80
- Folienstreifen
- 82
- erste Druckfarben
- 82A
- Buntfarben
- 82B
- farblose Druckfarben
- 84
- zweite Druckfarben
- 86
- verbleibende Bereiche der Metallschicht
- 100
- Folienaufbau
- 102
- erste Prägungen
- 104
- erste Metallisierung
- 106
- Zwischenschicht
- 108
- zweite Prägung
- 110
- zweite Metallisierung
- 112
- Photoresist
- 114
- Belichtung
- 116
- verbleibende farbige Resistbereiche
- 118
- Photoresist
- 120
- Belichtung
- 122
- verbleibende farbige Resistbereiche
- 124
- gegenüberliegende Seite der Trägerfolie
- 130
- Foliensicherheitselement
- 132
- Waschfarbe
- 134
- farbiger Photoresist
- 136
- Belichtung
- 138
- verbleibende Resistbereiche
- 140
- verbleibende Resistbereiche
- 142
- verbleibende Bereiche der Beschichtung
- 150
- Foliensicherheitselement
- 152
- strukturierten Metallisierung
- 154
- farbiger Photoresist
- 156
- Belichtung
- 158
- verbleibende Resistbereiche
- 160
- Farbe
1. Verfahren zum Herstellen eines mehrschichtigen Foliensicherheitselements für Sicherheitspapiere,
Wertdokumente und andere Datenträger, bei dem
- ein Folienträger bereitgestellt und mit einem farbigen Motivdruck versehen wird,
- der bedruckte Folienträger mit einer Prägelackschicht versehen wird, und die Prägelackschicht
mit einer Prägestruktur versehen wird,
- auf die Prägelackschicht im Register komplementär zu dem Motivdruck eine lösliche
Waschfarbe aufgebracht wird,
- die Prägelackschicht mit der aufgebrachten Waschfarbe mit einer Metallisierungsbeschichtung
beschichtet wird, und
- die beschichtete Prägelackschicht einem Waschschritt unterworfen wird, in dem die
Waschfarbe mit zumindest einem Teil der über der Waschfarbe angeordneten Schichtbereiche
durch ein Lösungsmittel abgewaschen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallisierungsbeschichtung eine oder mehrere Metallschichten aufgebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Metallisierungsbeschichtung ein Mehrschichtaufbau, insbesondere mit einer Schichtenfolge
Metall1, dielektrische Abstandsschicht, Metall2, aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrschichtaufbau eine ultradünne dielektrische Abstandsschicht mit einer Dicke
unterhalb von 250 nm enthält, um in Reflexion und/oder Transmission eine Fixfarbe
darzustellen.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mehrschichtaufbau eine dielektrische Abstandsschicht mit lokal variierender Schichtdicke
enthält, um in Reflexion und/oder Transmission lokal unterschiedliche Farbeindrücke
zu erzeugen.
6. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die dielektrische Abstandsschicht des Mehrschichtaufbaus aufgedruckt wird.
7. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Foliensicherheitselement nach dem Aufbringen der Metallisierungsbeschichtung
dem Waschschritt unterworfen wird, bei dem die Waschfarbe mit den über der Waschfarbe
angeordneten Schichtbereichen der Metallisierungsbeschichtung abgewaschen wird.
8. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallisierungsbeschichtung vor dem Waschschritt mit einem zweiten farbigen Motivdruck
versehen wird, der vorzugsweise im Register zu dem ersten farbigen Motivdruck aufgebracht
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Foliensicherheitselement nach dem Aufbringen des zweiten farbigen Motivdrucks
einem Waschschritt unterworfen wird, in dem die Waschfarbe mit allen über der Waschfarbe
angeordneten Schichtbereichen der Metallisierungsbeschichtung und des zweiten farbigen
Motivdrucks durch ein Lösungsmittel abgewaschen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Foliensicherheitselement nach dem Aufbringen des zweiten farbigen Motivdrucks
einem Waschschritt unterworfen wird, in dem die Waschfarbe nur in den nicht mit dem
zweiten farbigen Motivdruck versehenen Bereichen mit den über der Waschfarbe angeordneten
Schichtbereichen der Metallisierungsbeschichtung abgewaschen wird.
11. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägelackschicht im Register zu dem Motivdruck mit einer Prägestruktur versehen
wird, und die lösliche Waschfarbe registriert, aber komplementär zu der Prägestruktur
aufgebracht wird.
12. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägelackschicht vollflächig aufgebracht wird.
13. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass als Prägestruktur ein Hologramm, eine Mikrospiegelstruktur, eine Mikrokavitätenstruktur,
eine Mikrolinsenstruktur, Nanostrukturen oder Fresnelstrukturen, insbesondere Fresnel-Hohlspiegel
oder Fresnel-Wölbspiegel, in die Prägelackschicht eingeprägt werden.
14. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Folienträger druckvorbehandelt und der farbige Motivdruck auf einer druckvorbehandelten
Oberfläche des Folienträgers aufgebracht wird.
15. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder zweite farbige Motivdruck mit Buntfarben, insbesondere mit lasierenden
Buntfarben erfolgt.