I. Anwendungsgebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebetüranordnung zum Trennen eines Innenraums
von einer Außenumgebung, die wenigstens einen bewegbaren Schiebeflügel sowie wenigstens
ein unbewegbares Fixteil aufweist.
II. Technischer Hintergrund
[0002] Bei bekannten Schiebetüranordnungen der in Rede stehenden Art erfolgt das Ableiten
von auf der Seite der Außenumgebung anfallendem Regenwasser beispielsweise mit Hilfe
von Schrägflächen, die im Bereich der unteren Rahmenkonstruktion der Schiebetüranordnung
das Regenwasser von der Schiebetüranordnung weg in einen Entwässerungsschacht leiten.
Bekannt sind außerdem Wasserauffangkanäle, die im Bereich der unteren Rahmenkonstruktion
der Schiebetüranordnung verlaufen, Regenwasser auffangen und es in einen Entwässerungsschacht
ableiten.
[0003] Es kommt bei den bekannten Entwässerungsvarianten für Schiebetüranordnungen immer
wieder vor, dass bei stürmischem Regenwetter der in der Außenumgebung wirkende Winddruck
dafür sorgt, dass das Regenwasser nicht von der Rahmenkonstruktion im unteren Bereich
der Schiebetüranordnung weggeführt wird. Dies kann je nach Intensität des stürmischen
Regenwetters dazu führen, dass eine größere Menge Regenwasser im unteren Bereich des
Schiebeflügels ansteht und ggf. zwischen den Schiebeflügel und der unteren Rahmenkonstruktion
hindurch in den Innenraum eindringt.
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schiebetüranordnung zum
Abtrennen eines Innenraums von einer Außenumgebung mit wenigstens einem bewegbaren
Schiebeflügel sowie wenigstens einem unbewegbaren Fixteil zu schaffen, bei welcher
während eines stürmischen Regenwetters auf der Seite der Außenumgebung anfallendes
Regenwasser wirksam von der Schiebetüranordnung weg geleitet wird.
b) Lösung der Aufgabe
[0005] Diese Aufgabe wird mittels einer Schiebetüranordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Erfindungsgemäß wird eine Schiebetüranordnung zum Trennen eines Innenraums von einer
Außenumgebung vorgeschlagen, die wenigstens einen bewegbaren Schiebeflügel, wenigstens
ein unbewegbares Fixteil sowie wenigstens eine Wasserauffangeinrichtung zum Auffangen
von Regenwasser umfasst. Die Wasserauffangeinrichtung weist einen Auffanghohlraum
zum Auffangen des Regenwassers auf und es ist eine Wasserleitung vorhanden, mit deren
Hilfe das Regenwasser schwerkraftbedingt aus dem Auffanghohlraum abgeleitet werden
kann. Hierzu ist ein erstes Ende der Wasserleitung an den Auffanghohlraum angeschlossen.
Ein zweites Ende der Wasserleitung weist eine Mündungsöffnung auf, die in einen vor
Winddruck geschützten Bereich mündet. Bei der Wasserleitung handelt es sich um eine
geschlossene Wasserleitung, die von der Umgebungsatmosphäre abgeschirmt ist.
[0007] Auf diese Weise wird verhindert, dass insbesondere bei stürmischem Regenwetter wirkender
Winddruck das in dem Auffanghohlraum der Wasserauffangeinrichtung aufgefangene Regenwasser
von dort nicht ablaufen lässt oder sogar zusätzliches Wasser in den Auffanghohlraum
hinein drückt. Erfindungsgemäß steht der Winddruck in dem Auffanghohlraum der Wasserauffangeinrichtung
schlicht nicht an, so dass ein von dem Winddruck unbeeinflusstes Ableiten des Regenwassers
von der Schiebetüranordnung auch bei stürmischem Regenwetter sicher gewährleistet
ist. Eine größere Ansammlung von Regenwasser im Bereich der unteren Rahmenkonstruktion
der Schiebetüranordnung tritt somit nicht auf.
[0008] Bei dem vor Winddruck geschützten Bereich im Sinne der vorliegenden Erfindung handelt
es sich vorzugsweise um ein Wasservolumen innerhalb eines Überlaufbeckens. Das zweite
Ende der geschlossenen Wasserleitung ist dabei derart geführt, dass sich ihre Mündungsöffnung
unterhalb eines Wasserspiegels in dem Überlaufbecken befindet. Die Mündungsöffnung
taucht in das in dem Überlaufbecken vorhandene Wasser ein und ist auf diese Weise
von einem auf die Oberfläche des Wasserspiegels wirkenden Winddruck isoliert. Der
statische Druck des in der Wasserleitung sowie in dem Überlaufbecken befindlichen
Wassers ist deutlich größer als bei stürmischem Regenwetter üblicherweise auftretende
Winddrücke. Ein Zurückdrücken von in der Wasserleitung und dem Überlaufbecken befindlichem
Wasser durch Winddruck in den Auffanghohlraum der Wasserauffangeinrichtung ist somit
ausgeschlossen. Stattdessen kann sich der Auffanghohlraum trotz Winddruck schwerkraftbedingt
in das Überlaufbecken entleeren. Das Überlaufbecken kann beispielsweise in einem Entwässerungsschacht
angeordnet sein, der sich in der Außenumgebung in unmittelbarer Nähe der Schiebetüranordnung
befindet.
[0009] Alternativ besteht die Möglichkeit, als einen vor Winddruck geschützten Bereich im
Sinne der vorliegenden Erfindung einen in der Nähe der Schiebetüranordnung vorhandenen
Gully zu nutzen, der sich an einem vor Wind geschützten Ort befindet und/oder in welchem
die Mündungsöffnung an dem zweiten Ende der Wasserleitung frei in einen vor Wind geschützten,
wasserleeren Gullyluftraum münden kann. Denkbar ist allerdings auch, ein in dem Gully
gegebenenfalls vorhandenes Wasservolumen mit einem Wasserspiegel dahingehend zu nutzen,
die Mündungsöffnung an dem zweiten Ende der geschlossenen Wasserleitung wie bei dem
Überlaufbecken unterhalb dieses Wasserspiegels anzuordnen.
[0010] Weiterhin alternativ besteht die Möglichkeit, als einen vor Winddruck geschützten
Bereich im Sinne der vorliegenden Erfindung einen Wasserablauf zu nutzen, der sich
in den Innenräumlichkeiten des Gebäudes befindet, welches mit der Schiebetüranordnung
versehen ist. Da der Innenraum des Gebäudes naturgemäß vor Wettereinwirkung geschützt
ist, kann er als ein vor Winddruck geschützter Bereich im Sinne der vorliegenden Erfindung
dienen. Die Mündungsöffnung an dem zweiten Ende der geschlossenen Wasserleitung muss
hier nicht zwingend in ein Wasservolumen unterhalb eines Wasserspiegels münden. Dies
ist zwar aus Gründen der Geruchsisolierung bevorzugt, jedoch wäre grundsätzlich denkbar,
die Mündungsöffnung an dem zweiten Ende der geschlossenen Wasserleitung einfach in
ein Abwasserrohr der Hausinstallation münden zu lassen.
[0011] Bei geschlossener Stellung des wenigstens einen Schiebeflügels gibt es in an sich
bekannter Weise einen Überlappungsbereich, in welchem der wenigstens eine Schiebeflügel
und das wenigstens eine Fixteil einander überlappen. In diesem Überlappungsbereich
befindet sich ein sich vertikal erstreckender Dichtungsverlauf. Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist zumindest ein Teilbereich der Wasserauffangeinrichtung unterhalb dieses
Überlappungsbereichs in einer unteren Rahmenkonstruktion der Schiebetüranordnung angeordnet,
um entlang des Dichtungsverlaufs herablaufendes Regenwasser aufzufangen.
[0012] Bei der Wasserleitung kann es sich in vorteilhafter Weise um einen flexiblen Schlauch
handeln. Er ermöglicht eine baulich einfache Verbindung des Auffanghohlraums der Wasserauffangeinrichtung
mit dem vor Winddruck geschützten Bereich. Denkbar sind jedoch auch vergleichsweise
starre Rohrleitungen. Mit Ausnahme ihrer Anschlussöffnung an ihrem ersten Ende und
ihrer Mündungsöffnung an ihrem zweiten Ende ist die Wasserleitung geschlossen, um
sie von Winddruck zu isolieren.
[0013] Bei der Wasserauffangeinrichtung kann es sich um einen Einbauklotz zum Einbauen in
die untere Rahmenkonstruktion der Schiebetüranordnung handeln, der sich mit seinem
Auffanghohlraum im Wesentlichen in dem Überlappungsbereich von Schiebeflügel und Fixteil
befindet. In diesem Fall fängt die Wasserauffangeinrichtung im Wesentlichen nur solches
Regenwasser auf, welches entlang des vertikalen Dichtungsverlaufs zwischen geschlossenem
Schiebeflügel und Fixteil herab läuft.
[0014] Alternativ kann die Wasserauffangeinrichtung jedoch auch andersartig ausgebildet
sein. Beispielsweise kann sie als nach oben offener Wasserauffangkanal gestaltet werden,
der sich in der unteren Rahmenkonstruktion mit einer Länge erstreckt, die wenigstens
der Breite des Schiebeflügels entspricht. Das erste Ende der geschlossenen Wasserleitung
wird dann an der tiefsten Stelle des Wasserauffangkanals angeschlossen, an welche
das aufgefangene Regenwasser schwerkraftbedingt fließt.
c) Ausführungsbeispiel
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend beispielhaft
an Hand der beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- Eine Innenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Schiebetüranordnung
mit vollständig geschlossenem Schiebeflügel;
- Fig. 2:
- Eine vergrößerte Darstellung des Details D aus Fig. 1;
- Fig. 3:
- Eine Prinzipzeichnung zur Erläuterung der Wirkungsweise des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels,
wobei die Blickrichtung der Fig. 3 einer Blickrichtung auf die in Fig. 1 gezeigte
Schiebetüranordnung von rechts entspricht;
- Fig. 4:
- Eine Schnittansicht gemäß Schnitt A-A in Fig. 1; und
- Fig. 5:
- Eine Schnittansicht gemäß Schnitt B-B in Fig. 1.
[0016] In Fig. 1 ist eine Innenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Schiebetüranordnung 1 dargestellt, die aus dem Innenraum eines Gebäudes sichtbar ist,
bei welchem die Schiebetüranordnung 1 den Innenraum von einer Außenumgebung trennt.
Die Schiebetüranordnung 1 weist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel einen einzigen
bewegbaren Schiebeflügel 2 sowie ein einziges unbewegbares Fixteil 3 auf. Der Schiebeflügel
2 und das Fixteil 3 sind jeweils mit einer Glasscheibe versehen, so dass die gesamte
Schiebetüranordnung 1 in an sich bekannter Weise durchsichtig ist. Denkbar ist auch,
zumindest das Fixteil 3 nicht durchsichtig zu gestalten, beispielsweise als Teil einer
Gebäudemauer.
[0017] Der Schiebeflügel 2 ist in Fig. 1 in seiner vollständig geschlossenen Stellung gezeigt.
Er kann in der eingezeichneten Schieberichtung SR in Fig. 1 von links nach rechts
in seine geöffnete Stellung verschoben werden. In seiner geöffneten Stellung befindet
sich der Schiebeflügel 2 in Blickrichtung der Fig. 1 im Wesentlichen vollständig vor
dem Fixteil 3. Bei geöffnetem Schiebeflügel 2 kann die in Fig. 1 links von dem Fixteil
3 entstandene Durchtrittsöffnung vom Innenraum in die Außenumgebung oder umgekehrt
durchschritten werden.
[0018] Die Schiebetüranordnung 1 weist in an sich bekannter Weise eine Rahmenkonstruktion
auf, von welcher in Fig. 1 nur die untere Rahmenkonstruktion 16 eingezeichnet ist.
Die untere Rahmenkonstruktion 16 enthält unter anderem eine hier nicht näher interessierende
Rollenführungsschiene zum Führen und Abstützen des Schiebeflügels 2. Der Schiebeflügel
2 weist einen vollständig umlaufenden Flügelrahmen 17 auf, der die Glasscheibe trägt.
[0019] Fig. 3 zeigt eine Prinzipzeichnung zur Erläuterung der Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels.
Dabei entspricht die Blickrichtung der Fig. 3 einer Blickrichtung auf die in Fig.
1 gezeigte Schiebetüranordnung 1 von rechts. Der Schiebeflügel 2 und das Fixteil 3
sind in Fig. 3 schematisch dargestellt. In der in Fig. 3 nicht eingezeichneten, unteren
Rahmenkonstruktion 16 befindet sich ein als Wasserauffangeinrichtung fungierender
Einbauklotz 4, der einen Auffanghohlraum 14 zum Auffangen von Regenwasser aufweist.
[0020] Wie in Fig. 1 und besser in der vergrößerten Darstellung gemäß Fig. 2 zu erkennen
ist, gibt es insbesondere bei vollständig geschlossener Stellung des Schiebeflügels
2 einen Überlappungsbereich 15, in welchem der Schiebeflügel 2 und das Fixteil 3 in
der Blickrichtung der Fig. 1 bzw. 2 hinter einander liegend überlappen. Genauer gesagt
überlappen der in Fig. 1 rechte vertikale Holm des Flügelrahmens 17 und ein in Fig.
2 eingezeichnetes vertikales Rahmenteil 18 des Fixteils 3 miteinander. Der Einbauklotz
4 mit seinem in Fig. 3 eingezeichneten Auffanghohlraum 14 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
in dem vorgenannten Überlappungsbereich 15 angeordnet.
[0021] Bei stürmischem Regenwetter in der Außenumgebung 12 wird insbesondere der geschlossene
Schiebeflügel 2 mit Regenwasser beregnet. Dabei kann ein Teil dieses Regenwassers
durch Winddruck in Richtung des Überlappungsbereichs 15 zwischen Schiebeflügel 2 und
Fixteil 3 gedrückt werden. Wie in Fig. 3 illustriert, wird ein Teil des in dem Überlappungsbereich
15 nach unten laufenden Regenwassers 19 in dem Auffanghohlraum 14 des Einbauklotzes
4 aufgefangen.
[0022] Ein vorzugsweise flexibler Schlauch 6 beispielsweise aus PVC dient als geschlossene
Wasserleitung im Sinne der vorliegenden Erfindung und leitet das in dem Auffanghohlraum
14 aufgefangene Regenwasser 19 schwerkraftbedingt in ein Überlaufbecken 5, das bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel in einem Entwässerungsschacht 20 angeordnet ist,
der sich in der Außenumgebung 12 befindet. Hierzu ist der Schlauch 6 mit seinem ersten
Ende 7 im unteren Bereich des Auffanghohlraums 14 angeschlossen. Ein zweites Ende
8 des Schlauches 6 ist in das Überlaufbecken 5 geführt, so dass eine Mündungsöffnung
9 an dem zweiten Ende 8 des Schlauches 6 unterhalb eines Wasserspiegels 10 zu liegen
kommt, der sich in dem Überlaufbecken 5 ausbildet. Das Wasservolumen, in welches die
Mündungsöffnung 9 unterhalb des Wasserspiegels 10 mündet, bildet einen vor Winddruck
geschützten Bereich im Sinne der vorliegenden Erfindung.
[0023] Das in dem Auffanghohlraum 14 aufgefangene Regenwasser 19 wird aufgrund seiner Schwerkraft
durch den Schlauch 6 hindurch in das Überlaufbecken 5 geleitet, wo es dann, wenn der
Wasserspiegel 10 die Überlaufhöhe des Überlaufbeckens 5 überschreitet, in den Entwässerungsschacht
20 gelangt. Von dem Entwässerungsschacht 20 kann das Regenwasser durch einen Ablauf
21 in eine nicht gezeigte Sickergrube, einen nicht gezeigten Abwasserkanal oder frei
in eine Umgebung ablaufen.
[0024] Der zu der Außenumgebung 12 nach oben offene Entwässerungsschacht 20 ist bei stürmischem
Regenwetter dem entsprechenden Winddruck ausgesetzt. Dieser Winddruck wirkt auf den
Wasserspiegel 10 des in dem Überlaufbecken 5 befindlichen Regenwassers. Winddrücke
in der üblicherweise auftretenden Größenordnung können bewirken, dass sich in dem
Schlauch 6 oberhalb des Wasserspiegels 10 eine Wassersäule 22 mit einer Höhe ausbildet,
die weit unterhalb des zweiten Endes 7 des Schlauchs 6 endet. Aus dem Auffanghohlraum
14 durch den Schlauch 6 nachlaufendes Regenwasser 19 erhöht diese Wassersäule 22 und
somit deren Gewicht. Das zunehmende Gewicht der Wassersäule 22 bewirkt schließlich,
dass trotz des auf den Wasserspiegel 10 wirkenden Winddrucks Regenwasser aus der Mündungsöffnung
9 in das Überlaufbecken 5 eintritt. Übliche Winddrücke sind nicht stark genug, um
der Gewichtskraft der Wassersäule 22 entgegen zu wirken und diese weiter ansteigen
zu lassen.
[0025] Auf diese Weise wird die Isolierung des Innenraums des Schlauches 6 sowie des Auffanghohlraums
14 von dem in dem Entwässerungsschacht 20 auf den Wasserspiegel 10 wirkenden Winddruck
erreicht. Das Regenwasser 19 kann problemlos schwerkraftbedingt in das Überlaufbecken
5 und schließlich den Entwässerungsschacht 20 abfließen, ohne dass es vom Winddruck
zurück in den Auffanghohlraum 14 oder sogar nach oben aus diesem heraus gedrückt wird.
Auf der unteren Rahmenkonstruktion 16 der Schiebetüranordnung 1 bildet sich somit
kein Regenwasserstau.
[0026] Wie in Fig. 3 zu erkennen ist, kann zusätzlich zu dem Einbauklotz 4 und dem Schlauch
6 ein in Richtung des Entwässerungsschachtes 20 geneigtes Entwässerungsblech 23 vorgesehen
werden, welches seinerseits Regenwasser 24 schwerkraftbedingt in das Überlaufbecken
5 ableitet.
[0027] Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht gemäß Schnitt A-A in Fig. 1. Wie zu erkennen ist,
befindet sich in Blickrichtung aus dem Innenraum 11 in die Außenumgebung 12, d. h.
in Fig. 4 von unten nach oben, das Rahmenteil 18 des Fixteils 3 fluchtend hinter dem
rechten Holm des Flügelrahmens 17 des Schiebeflügels 2 (vgl. auch Überlappungsbereich
15 in Fig. 2).
[0028] Zur Abdichtung des Überlappungsbereichs 15 sind in an sich bekannter Weise eine fixteilseitige
Dichtung 25 und eine flügelseitige Dichtung 26 vorgesehen. Gegen die fixteilseitige
Dichtung 25 drückt eine flügelseitige Dichtleiste 27, und gegen die flügelseitige
Dichtung 26 drückt eine fixteilseitige Dichtleiste 28. Die Dichtungsbestandteile 25/27
einerseits und 26/28 andererseits bilden bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel einen
sich vertikal erstreckenden, zweistufigen Dichtungsverlauf 13, entlang welchem das
aus der Außenumgebung 12 herangetragene Regenwasser nach unten, d. h. in Blickrichtung
der Fig. 4, abläuft. Das Regenwasser kommt dabei hauptsächlich mit der flügelseitigen
Dichtung 26 und der fixteilseitigen Dichtleiste 28 in Berührung.
[0029] Das entlang des Dichtungsverlaufs 13 herabfließende Regenwasser wird in dem Auffanghohlraum
14 des Einbauklotzes 4 aufgefangen und fließt von dort schwerkraftbedingt durch den
Schlauch 6 in das Überlaufbecken 5 und schließlich in den Entwässerungsschacht 20.
[0030] Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht gemäß Schnitt B-B in Fig. 1. Der Einbauklotz 4 mit
seinem Auffanghohlraum 14, der das entlang des Dichtungsverlaufs 13 herabfließende
Regenwasser auffängt, ist in Fig. 5 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet.
Gut zu erkennen ist jedoch der flexible Schlauch 6, der in Fig. 5 von seinem ersten
Ende 7 nach links abfallend in das Überlaufbecken 5 geführt ist, in welches seine
Mündungsöffnung 9 an seinem zweiten Ende 8 unterhalb des Wasserspiegels 10 mündet.
Dabei liegt der Schlauch 6 auf dem geneigt verlaufenden Entwässerungsblech 23 auf.
Der Schlauch 6 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel unterhalb eines begehbaren
Gitterrosts 29 angeordnet.
[0031] Es sei darauf hingewiesen, dass der Einbauklotz 4 mit seinem Aufnahmehohlraum 14
nur ein Beispiel einer Wasserauffangeinrichtung im Sinne der vorliegenden Erfindung
darstellt. Es sind verschiedene andere Ausführungen der Wasserauffangeinrichtung denkbar,
beispielsweise ein länglicher, nach oben offener Wasserauffangkanal, der in der unteren
Rahmenkonstruktion 16 angeordnet ist und sich in Fig. 1 wenigstens über die linke
Hälfte der unteren Rahmenkonstruktion 16 hinweg erstreckt. Der Schlauch 6 oder eine
andersartige geschlossene Wasserleitung wird dann vorzugsweise an dem tiefsten Punkt
des Wasserauffangkanals angeschlossen.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Schiebetüranordnung
- 2
- Schiebeflügel
- 3
- Fixteil
- 4
- Wasserauffangeinrichtung, Einbauklotz
- 5
- Überlaufbecken
- 6
- Wasserleitung, Schlauch
- 7
- erstes Ende des Schlauches 6
- 8
- zweites Ende des Schlauches 6
- 9
- Mündungsöffnung an dem zweiten Ende 8 des Schlauches 6
- 10
- Wasserspiegel in dem Überlaufbecken
- 11
- Innenraum
- 12
- Außenumgebung
- 13
- Dichtungsverlauf
- 14
- Auffanghohlraum
- 15
- Überlappungsbereich von Schiebeflügel 2 und Fixteil 3
- 16
- untere Rahmenkonstruktion der Schiebetüranordnung 1
- 17
- Flügelrahmen des Schiebeflügels 2
- 18
- Rahmenteil des Fixteils 3
- 19
- Regenwasser
- 20
- Entwässerungsschacht
- 21
- Ablauf
- 22
- Wassersäule
- 23
- Entwässerungsblech
- 24
- Regenwasser
- 25
- fixteilseitige Dichtung
- 26
- flügelseitige Dichtung
- 27
- flügelseitige Dichtleiste
- 28
- fixteilseitige Dichtleiste
- 29
- Gitterrost
- SR
- Schieberichtung
1. Schiebetüranordnung zum Trennen eines Innenraums (11) von einer Außenumgebung (12),
umfassend wenigstens einen bewegbaren Schiebeflügel (2), wenigstens ein unbewegbares
Fixteil (3) und eine Wasserauffangeinrichtung (4) zum Auffangen von Regenwasser,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schiebetüranordnung (1) eine Wasserleitung (6) zum schwerkraftbedingten Ableiten
des Regenwassers (19) von einem Auffanghohlraum (14) der Wasserauffangeinrichtung
(4) aufweist, wobei ein erstes Ende (7) der Wasserleitung (6) an den Auffanghohlraum
(14) angeschlossen ist und ein zweites Ende (8) der Wasserleitung (6) eine Mündungsöffnung
(9) aufweist, die in einen vor Winddruck geschützten Bereich mündet.
2. Schiebetüranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Überlaufbecken (5) vorhanden ist, in welches das zweite Ende (8) der Wasserleitung
(6) derart geführt ist, dass sich die Mündungsöffnung (9) unterhalb eines Wasserspiegels
(10) in dem Überlaufbecken (5) befindet, so dass der vor Winddruck geschützte Bereich
von einem Wasservolumen in dem Überlaufbecken (5) gebildet wird.
3. Schiebetüranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei geschlossener Stellung des Schiebeflügels (2) noch ein Überlappungsbereich (15)
zwischen dem Schiebeflügel (2) und dem Fixteil (3) vorhanden ist, in welchem sich
ein sich vertikal erstreckender Dichtungsverlauf (13) befindet, wobei die Wasserauffangeinrichtung
(4) unterhalb des Überlappungsbereichs (15) in einer Rahmenkonstruktion (16) der Schiebetüranordnung
(1) angeordnet ist, um entlang des Dichtungsverlaufs (13) herab laufendes Regenwasser
(19) aufzufangen.
4. Schiebetüranordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
es sich bei der Wasserleitung (6) um einen flexiblen Schlauch handelt.
5. Schiebetüranordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wasserauffangeinrichtung (4) in Form eines Einbauklotzes ausgebildet ist, der
den Auffanghohlraum (14) zum Auffangen des Regenwassers aufweist.