[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Glasfalzeinlage zum Einlegen in einen Glasfalz
eines Fenster- oder Türflügels, wobei die Glasfalzeinlage eine Auflageplatte und mindestens
ein Längswand-Federelement, das im Bereich einer der Längswände an der Auflageplatte
angeordnet ist und die Glasfalzeinlage im eingesetzten Zustand im Glasfalz zwischen
zwei einander gegenüberliegenden Profilwandungen des Fenster- oder Türflügels klemmend
festlegt, umfasst. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung auch einen Fenster-
oder Türflügel, der mindestens eine derartige Glasfalkeinlage umfasst.
[0002] Derartige Glasfalzeinlagen sind aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus der
DE 87 03 052 U1 sowie der
DE 39 23 288 A1 bekannt. Solche Glasfalzeinlagen werden mittels-Spritzguss aus einem thermoplastischen
Material hergestellt und werden in den Glasfalz eines Fenster- oder Türflügelprofils
klemmend eingesetzt, um die einzusetzende Isolierverglasung in der erforderlichen
Position im Rahmen zu halten. Das von der Glasfalzeinlage zu überbrückende Maß entspricht
der Differenz des lichten Rahmenmaßes und dem Maß der einzusetzenden Isolierverglasung.
Beim Einsetzen der Glasfalzeinlage lässt es sich nicht umgehen, dass ein zusätzliches
Spiel eingehalten werden muss, um Wärmedehnungen auffangen zu können. Bedingt durch
dieses Spiel besteht jedoch die Gefahr, dass etwa beim Transport verglaster Fenster,
Türen o. dgl. bei deren bestimmungsgemäßen Gebrauch ein Lockern eintritt, so dass
die Stabilität des im Wesentlichen durch die Verglasung und die eingebrachte Spannung
gehaltenen Rahmens beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund wird für einen besseren Halt
der Glasfalzeinlage im Glasfalz gemäß der
DE 199 20 866 A1 die Glasfalzeinlage durch ein Federelement aus wenigstens zwei elastischen Stegen
aus einem thermoplastischen Material, aus dem auch der Rest der Glasfalzeinlage ausgebildet
ist, im Glasfalz zwischen den Wandungen des Profilrahmens verspannt. Die elastischen
Stege sind an einer Längswandung der Glasfalzeinlage angeformt und über einen quer
verlaufenden Klemmsteg miteinander verbunden. Nachteilig an der in der
DE 199 20 866 A1 beschriebenen Glasfalzeinlage wird jedoch angesehen, dass insbesondere bei schmalen
Glasfalzeinlagen eine Neigung dazu besteht, dass ein auf die Glasfalzeinlage aufgestellter
Glasklotz in den senkrechten Bereichen des Fenster- oder Türflügels herausfällt.
[0003] Dementsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Glasfalzeinlage
zur Verfügung zu stellen, der die Nachteile des Stands der Technik überwindet. Insbesondere
soll bei der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage die Gefahr eines Herausfallens des
auf die Glasfalzeinlage aufgestellten Glasklotzes insbesondere in den senkrechten
Bereichen eines Fenster- oder Türflügels, der eine erfindungsgemäße Glasfalzeinlage
umfasst, reduziert sein. Ferner liegt die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der
Bereitstellung eines Fenster- oder Türflügels, der eine erfindungsgemäße Glasfalzeinlage
umfasst.
[0004] Diese und andere Aufgaben werden erfindungsgemäß durch eine Glasfalzeinlage mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch einen Fenster- oder Türflügel mit den Merkmalen
des Anspruchs 7 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0005] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass das Herausfallen der Glasklötze aus dem jeweiligen
Flügel insbesondere in den senkrechten Bereichen eines Fenster- oder Türflügels wirksam
dadurch verhindern kann, dass die Glasklötze von der Glasfalzeinlage gegen das Flächenelement
gedrückt werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung geschieht dies dadurch, dass die
Glasfalzeinlage an ihrer dem Flächenelement zugewandten Oberfläche der Auflageplatte
ein Federelement aufweist, dessen Federwirkung von der Auflageplatte weg wirkt und
dadurch den auf die Glasfalzeinlage aufgestellten Glasklotz gegen das Flächenelement,
das bevorzugt als Isolierverglasung ausgebildet ist, drückt. Auf diese Weise wird
insbesondere in den Bereichen, in denen die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage und der
darauf aufgestellte Glasklotz aufgrund der Schwerkraft nach unten fallen können, als
in den Bereichen des erfindungsgemäßen Fenster- oder Türflügels, in denen die Profilholme
vertikal verlaufen, ein Herausfallen der Glasklötze wirksam verhindert.
[0006] Dementsprechend liegt die vorliegende Erfindung in der Bereitstellung einer Glasfalzeinlage
zum Einlegen in einen Glasfalz eines Fenster- oder Türflügels, wobei die Glasfalzeinlage
eine Auflageplatte und mindestens ein Längswand-Federelement, das im Bereich einer
der Längswände an der Auflageplatte angeordnet ist und die Glasfalzeinlage im eingesetzten
Zustand im Glasfalz zwischen zwei einander gegenüberliegenden Profilwandungen des
Fenster- oder Türflügelprofils klemmend festlegt, umfasst, wobei sich die Glasfalzeinlage
erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, dass die Glasfalzeinlage an ihrer vom Glasfalz
wegweisenden Oberfläche der Auflageplatte mindestens ein Auflageplatten-Federelement
umfasst. Darüber hinaus liegt die vorliegende Erfindung auch in der Bereitstellung
eines Fenster- oder Türflügels, der ein Fenster- oder Türflügelprofil; mindestens
eine in einen Glasfalz eingelegte erfindungsgemäße Glasfalzeinlage, wobei die Glasfalzeinlage
zwischen zwei einander gegenüberliegenden Profilwandungen des Fenster- oder Türflügelprofils
klemmend festgelegt ist; einen auf die Glasfalzeinlage aufgelegten Glasklotz sowie
ein in den Glasfalz aufgenommenes Flächenelement, insbesondere eine in den Glasfalz
aufgenommene Isolierverglasung, umfasst.
[0007] Wie hierin verwendet bezieht sich der Begriff "Fenster- oder Türflügel" bevorzugt
auf einen Flügel eines Kunststofffensters oder einer Kunststofftür. Es kommen aber
auch Metallfenster oder Metalltüren, Holzfenster oder Holztüren sowie Verbundfenster
und Verbundtüren in Betracht. Handelt es sich um den Flügel eines Kunststofffensters
oder einer Kunststofftür, so ist als Hauptmaterial des Flügelprofils des erfindungsgemäßen
Fenster- oder Türflügels Polyvinylchlorid (PVC), insbesondere Hart-PVC (PVC-U) oder
glasfaserverstärktes PVC, dem zusätzlich Zusatzstoffe, wie z. B. Stabilisatoren, Weichmacher,
Pigmente und dergleichen zugesetzt sind, bevorzugt. PVC kann gut eingefärbt bzw. gefärbt
werden und nimmt kaum Wasser auf.
[0008] Hinsichtlich der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage kann es bevorzugt sein, das Auflageplatten-Federelement
als Federzunge ausgebildet ist. Eine derartige Ausgestaltung des Auflageplatten-Federelements
als Federzunge lässt sich einfach realisieren und bietet eine hohe Federwirkung. Alternativ
oder zusätzlich dazu ist es besonders günstig, wenn das Auflageplatten-Federelement
mit einem dreiseitigen Freistich ausgebildet ist.
[0009] Es ist auch hilfreich, wenn die Federwirkung des Auflageplatten-Federelements von
der Auflageplatte weg gerichtet ist, vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zur Auflageplatte
gerichtet ist.
[0010] Erfindungsgemäß kann es auch von Nutzern sein, wenn die Auflageplatten-Federelemente
der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage aus einem elastisch verformbaren, insbesondere
elastomeren oder thermoplastisch-elastomeren Material, bevorzugt als Noppen aus einem
elastisch verformbaren Material ausgebildet sind. Beim Einklemmen des Glasklotzes
zwischen der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage und dem Flächenelement des Flügels
wird die Elastizitätsgrenze dieser Materialien nicht überschritten, so dass ihre Federwirkung
in vollem Umfang erhalten bleibt. Darüber hinaus weisen derartige elastisch verformbare
Materialien einen höheren Reibungskoeffizienten gegenüber dem Material des Glasklotzes
auf, so dass zwischen der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage und dem Glasklotz eine
höhere Haftreibung auftritt. So wird die Wahrscheinlichkeit des Herausfallens der
erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage aus dem jeweiligen Flügel weiter reduziert werden
kann. Als elastisch verformbaren Materialien des Federelements bzw. der Federelemente
sind thermoplastische Elastomere, insbesondere thermoplastische Elastomere auf Basis
von PVC, PP/EPDM sowie TPS, SBS und ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Terpolymer),
sowie Elastomere wie Gummi oder Kautschuk bevorzugt. Das elastisch verformbare Material
des Federelements bzw. der Federelemente verfügt bevorzugt über eine Shore-Härte im
Bereich von 50 Shore A bis 80 Shore A. Dabei sind elastisch verformbare Materialien
mit einer Shore-Härte (Shore A) im Bereich von 60 Shore A bis 80 Shore A und insbesondere
im Bereich von 65 Shore A bis 75 Shore A bevorzugt. Ein ganz besonders bevorzugtes
Material besitzt eine Härte von etwa 70 Shore A (im Bereich von 68 Shore A bis 72
Shore A). Die angegeben Werte der Shore-Härte beziehen sich dabei auf die Normen DIN
53505 und DIN 7868.
[0011] In bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage weist das
elastisch verformbare Material mindestens eines der Längswand-Federelemente an seiner
von der Auflageplatte wegweisenden Seite eine Einwölbung auf. Auf diese Weise entsteht
ein "Saugnapf"-Effekt zwischen dem elastisch verformbaren Material der erfindungsgemäßen
Glasfalzeinlage oder Innenwand des Flügelprofils. Dieser trägt zusätzlich dazu bei,
dass die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage nicht aus dem Flügelprofil herausfällt.
[0012] Zusätzlich oder alternativ dazu kann es auch von Vorteil sein, wenn die erfindungsgemäße
Glasfalzeinlage an ihrer vom Glasfalz wegweisenden Oberfläche zumindest teilweise
eine geriffelte Oberflächenstruktur aufweist. Dies verhindert ein Verrutschen des
Glasklotzes nach dem Aufsetzen auf die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage.
[0013] Hinsichtlich des erfindungsgemäßen Fenster- oder Türflügels kann es bevorzugt sein,
wenn der Glasfalz auf einer Seite durch eine Innenwand des Fenster- oder Türflügelprofils,
insbesondere durch die Innenwand eines Außenüberschlags des Fenster- oder Türflügelprofils,
begrenzt ist und die Innenwand des Fenster- oder Türflügelprofils ein sich in dessen
Längsrichtung erstreckendes Halteelement umfasst, das mit dem elastisch verformbaren
Material der erfindungsgemäßen Glasklotzbrücke im Eingriff steht. Dadurch kann das
Halteelement das elastisch verformbare Material der Glasklotzbrücke eine zur Aufsetzplatte
der erfindungsgemäßen Glasklotzbrücke gerichtete Wölbung des elastisch verformbaren
Materials bewirken und so einen Formschluss erzeugen, der wiederum dazu beiträgt,
die Gefahr des Herausfallens der Glasklotzbrücke aus dem Flügelprofil erheblich zu
verringern.
[0014] Die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage und der erfindungsgemäße Fenster- oder Türflügel
sowie einzelne Teile davon können auch zeilenweise oder schichtweise unter Verwendung
eines zeilenaufbauenden oder schichtaufbauenden Fertigungsverfahrens (z. B. 3D-Druck)
hergestellt werden, bevorzugt ist jedoch die Herstellung des Fenster- oder Türflügelprofils
mittels Extrusion sowie die Herstellung der der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage
mittels Spritzguss.
[0015] Im Folgenden soll die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen im Detail erläutert werden. Dabei wird die Erfindung
in Bezug auf einen erfindungsgemäßen Fensterflügel erläutert. Es versteht sich, dass
diese Ausführungen für einen erfindungsgemäßen Türflügel entsprechend gelten. In den
Figuren zeigen
- Figur 1
- eine Querschnittsdarstellung eines Fensterflügelprofils mit eingelegter Glasfalzeinlage
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht einer Glasfalzeinlage gemäß der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines Fensterflügelprofils mit eingelegter Glasfalzeinlage
gemäß der in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
und
- Figur 4
- eine Querschnittsdarstellung eines Fensterflügelprofils mit auf die eingelegte Glasfalzeinlage
aufgesetztem Glasklotz gemäß der in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung.
[0016] In Figur 1 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fenster- oder Türflügels
1 am Beispiel eines erfindungsgemäßen Fensterflügels 1 für ein Kunststofffenster in
einer Querschnittsansicht gezeigt. Der erfindungsgemäße Fensterflügel 1 umfasst ein
Fensterflügelprofil 2, eine erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3, einen auf die Glasfalzeinlage
3 aufgesetzten Glasklotz 4 sowie ein Flächenelement 5, das in der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform als Isolierverglasung 5 ausgebildet ist. In der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform ist das Fensterflügel 2 ein extrudiertes Profil aus einem thermoplastischen
Polymermaterial, vorzugsweise Polyvinylchlorid, insbesondere Hart-PVC (PVC-U) oder
glasfaserverstärktem PVC, dem zusätzlich Zusatzstoffe, wie z. B. Stabilisatoren, Weichmacher,
Pigmente, insbesondere Weißpigmente und dergleichen zugesetzt sind. Das Fensterflügelprofil
2 ist aus einer Vielzahl von Hohlkammern 6, 6', 6", 6''' aufgebaut, die jeweils von
Stegen des Fensterflügelprofils 2 umgeben sind. Zentral umfasst das Fensterflügelprofil
2 eine Haupthohlkammer 7, in der ein Armierungselement (nicht dargestellt), vorzugsweise
eine Stahlarmierung aufgenommen werden kann. Der obere Steg 8 der Haupthohlkammer
7 bildet zusammen mit einem Außenüberschlag 9 einen Glasfalz 10. An der dem Außenüberschlag
9 gegenüberliegenden Seite weist das Fensterflügelprofil 2 eine Glasleistennut 11
auf, in der eine Glasleiste 12 verankert ist, durch die die in den Glasfalz 10 aufgenommene
Isolierverglasung 4 des erfindungsgemäßen Fensterflügels 1 stabilisiert wird.
[0017] Die in dem erfindungsgemäßen Fensterflügels 1 gemäß Fig. 1 eingesetzte, erfindungsgemäße
Glasfalzeinlage 3 ist in Fig. 2 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Die
erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3 selbst umfasst in der dargestellten Ausführungsform
eine in ihrer Grundform im Wesentlichen rechtwinklig ausgebildete Auflageplatte 13.
Die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3 ist klemmend in den Glasfalz 10 eingelegt.
Dazu umfasst die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3 an ihrer dem Außenüberschlag 9
zugewandten Längswand zwei Längswand-Federelemente 14, 14', durch die sie klemmend
zwischen den Profilwänden 15 und 16 des Fensterflügelprofils 2 gehalten wird (vgl.
Fig. 3) und dadurch gegen das Fensterflügelprofil 2 verspannt wird. Dazu drücken die
Längswand-Federelemente 14, 14' federnd gegen die dem Glasfalz 8 zugewandte Profilwand
15 des Fensterflügelprofils 2.
[0018] Die Profilwand 16 teilt den Glasfalz 10 dabei in zwei Abschnitte auf, einen zum Überschlag
9 gerichteten überschlagseitigen Falzabschnitt 17 und einen zur Glasseiste 12 gerichteten
glasleistenseitigen Falzabschnitt 18. Dabei ist die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage
3 klemmend im überschlagseitigen Falzabschnitt 17 angeordnet, wobei die erfindungsgemäße
Glasfalzeinlage 3 einen Niveauunterschied zwischen dem überschlagseitigen Falzabschnitt
17 und dem glasleistenseitigen Falzabschnitt 18 ausgleicht.
[0019] An der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage 3 ist zwischen den Längswand-Federelementen
14, 14' und der Auflageplatte 13 jeweils ein Spalt 19, 19' ausgebildet, der für den
Federweg des jeweiligen Längswand-Federelements 14, 14' zur Verfügung steht. In alternativen
Ausführungsformen kann die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3 auch nur ein Längswand-Federelement
14 aufweisen, das sich dann bevorzugt annähernd entlang einer gesamten Längsseite
der Auflageplatte 13 erstreckt. Etwa in der Mitte der Auflageplatte 13 weist die erfindungsgemäße
Glasfalzeinlage 3 ein Auflageplatten-Federelement 20 auf. In der in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsform ist das Auflageplatten-Federelement 20 als Federzunge ausgebildet.
Die Federzunge ist dabei durch einen dreiseitigen Freistich aus der Auflageplatte
13 herausgebildet. In alternativen Ausführungsformen kann die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage
3 auch mehrere Auflageplatten-Federelemente aufweisen. Beispielsweise können auch
mehrere Federnoppen aus einem aus einem elastisch verformbaren Material, vorzugsweise
aus einem thermoplastischen Elastomer, als Auflageplatten-Federelemente fungieren.
Die Shore-Härte (Shore A) des elastisch verformbaren Materials der Federnoppen liegt
vorzugsweise in einem Bereich von 60 Shore A bis 80 Shore A. An ihrer vom Glasfalz
10 wegweisenden Oberfläche weist die Auflageplatte 13 der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage
3 eine geriffelte Oberflächenstruktur auf. Das Auflageplatten-Federelement 20 übt
eine von der Auflageplatte 13 wegweisende Federwirkung aus.
[0020] Die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3 ist bevorzugt mittels Spritzguss aus einem
geeigneten Thermoplastischen Material, insbesondere aus ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Terpolymer),
hergestellt.
[0021] Aus Fig. 3, die eine perspektivische Ansicht des Fensterflügelprofils 2 mit eingelegter
erfindungsgemäßer Glasfalzeinlage 3 gemäß der in Fig. 1 zeigt, ist deutlich zu erkennen,
dass die Längswand-Federelemente 14, 14' gegen die Profilwand 15 drücken und dadurch
die erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3 klemmend in dem Flügelprofil 2 halten. Die
erfindungsgemäße Glasfalzeinlage 3 ist dabei ausschließlich im überschlagseitigen
Falzabschnitt 17 angeordnet. Der Niveauunterschied zwischen dem überschlagseitigen
Falzabschnitt 17 und dem glasleistenseitigen Falzabschnitt 18 wird durch die erfindungsgemäße
Glasfalzeinlage 3 ausgeglichen.
[0022] In Figur 4 ist die Ansicht gemäß Fig. 3 noch einmal mit auf die erfindungsgemäßer
Glasfalzeinlage 3 aufgesetztem Glasklotz 4 in einer Querschnittsdarstellung gezeigt.
Daraus geht die Wechselwirkung zwischen der erfindungsgemäßen Glasfalzeinlage 3 und
dem darauf aufgesetzten Glasklotz 4 deutlich hervor. Das Auflageplatten-Federelement
20 drückt den Glasklotz 4 nach oben und damit gegen die Isolierverglasung 5 (vgl.
Fig. 1). Auf diese Weise wird insbesondere in den Bereichen, in denen die erfindungsgemäße
Glasfalzeinlage 3 und der darauf aufgestellte Glasklotz 4 aufgrund der Schwerkraft
nach unten fallen können, also in den Bereichen des erfindungsgemäßen Fenster- oder
Türflügels 1, in denen die Holme des Flügelprofils 2 vertikal verlaufen, ein Herausfallen
der Glasklötze 4 wirksam verhindert.
[0023] Die vorliegende Erfindung wurde exemplarisch unter Bezugnahme auf Fensterflügel beschrieben.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung auch auf Türflügel entsprechend anwendbar
ist.
1. Glasfalzeinlage (3) zum Einlegen in einen Glasfalz (10) eines Fenster- oder Türflügels
(1), wobei die Glasfalzeinlage (3) eine Auflageplatte (13) und mindestens ein Längswand-Federelement
(14, 14'), das im Bereich einer der Längswände an der Auflageplatte (13) angeordnet
ist und die Glasfalzeinlage (3) im eingesetzten Zustand im Glasfalz (10) zwischen
zwei einander gegenüberliegenden Profilwandungen (15, 16) des Fenster- oder Türflügelprofils
(2) klemmend festlegt, umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Glasfalzeinlage (3) an ihrer vom Glasfalz (8) wegweisenden Oberfläche der Auflageplatte
(13) mindestens ein Auflageplatten-Federelement (20) umfasst.
2. Glasfalzeinlage (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflageplatten-Federelement (20) als Federzunge ausgebildet ist.
3. Glasfalzeinlage (3) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflageplatten-Federelement (20) mit einem dreiseitigen Freistich ausgebildet
ist.
4. Glasfalzeinlage (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflageplatten-Federelement (20) aus einem elastisch verformbaren Material gebildet
ist.
5. Glasfalzeinlage (3) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das elastisch verformbare Material ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus thermoplastischen
Elastomeren, insbesondere thermoplastischen Elastomeren auf Basis von PVC, PP/EPDM
sowie TPS, SBS und ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Terpolymer) sowie Copolymere
und Blends der genannten Materialien, sowie Elastomeren wie Gummi oder Kautschuk.
6. Glasfalzeinlage (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasfalzeinlage (3) an ihrer vom Glasfalz (10) wegweisenden Oberfläche der Auflageplatte
(13) zumindest teilweise eine geriffelte Oberflächenstruktur aufweist
7. Fenster- oder Türflügel (1), umfassend ein Fenster- oder Türflügelprofil (2); mindestens
eine in einen Glasfalz (10) eingelegte Glasfalzeinlage (3) nach einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei die Glasfalzeinlage (3) zwischen zwei einander gegenüberliegenden Profilwandungen
(15, 16) des Fenster- oder Türflügelprofils (2) klemmend festgelegt ist; einen auf
die Glasfalzeinlage (3) aufgelegten Glasklotz (4) sowie ein in den Glasfalz (10) aufgenommenes
Flächenelement (5), insbesondere eine in den Glasfalz (10) aufgenommene Isolierverglasung
(5).
8. Fenster- oder Türflügel (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflageplatten-Federelement (20) der Glasfalzeinlage (3) den Glasklotz (4) klemmend
gegen das Flächenelement (5) festlegt.