[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum maschinellen Stechen und Ablegen
von Torfsoden, eine Vorrichtung zum maschinellen Stechen und Ablegen von Torfsoden
und einen Lader oder Bagger, insbesondere Hydraulikbagger.
[0002] Verfahren und Vorrichtungen zum maschinellen Stechen und Ablegen von Torfsoden sind
seit langem grundsätzlich bekannt. Bei einigen dieser bekannten Vorrichtungen kommt
ein sogenannter Stechkasten zum Einsatz. Bislang werden die mittels des Stechkastens
gestochenen Torfsoden in Form von unterteilten Blöcken abgelegt und zur besseren Trocknung
anschließend manuell mehrfach umgeschichtet. Dies ist sehr zeit- und personalaufwendig.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, den Anteil der manuellen
Tätigkeiten beim Trocknen von Torfsoden zu reduzieren.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum maschinellen Stechen
und Ablegen von Torfsoden, umfassend a) Herausschneiden eines quaderförmigen Torfkörpers
aus einem Moorprofil, insbesondere mit senkrechtem Vorstechen in das Moorprofil auf
eine Tiefe von einer Torfsodenhöhe und horizontales Abtrennen vom Moorprofil über
mehrere Torfsodenbreiten, b) Unterteilen des herausgeschnittenen Torfkörpers in mehrere
Torfsoden und c) Ablegen der Torfsoden in einer Ebene mit seitlichem Abstand zueinander.
Der Schritt c) kann auch als ein Spreizen der Anordnung der Torfsoden vor oder während
des Ablegens derselben in einer Ebene angesehen bzw. bezeichnet werden. Durch den
seitlichen Abstand der Torfsoden zueinander können die Torfsoden schneller trocknen.
Es ist darauf hinzuweisen, dass der Abstand nicht in allen Richtungen und/oder untereinander
konstant bzw. identisch sein muss.
[0005] Des Weiteren wird diese Aufgabe gelöst durch eine Vorrichtung, insbesondere ein Anbaugerät
für einen Lader oder Bagger, zum maschinellen Stechen und Ablegen von Torfsoden, insbesondere
gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend ein Gestell, ein
an dem Gestell feststehend befestigtes, insbesondere senkrechtes, vorderes Vorstechmesser,
einen relativ zum Gestell gesteuert, insbesondere horizontal, beweglichen Stechkasten
mit einem horizontalen Haupttrennmesser, und in den Stechkasten gesteuert absenkbare
und anhebbare sowie seitlich voneinander separierbare Gefache zum Unterteilen eines
in dem Stechkasten befindlichen herausgeschnittenen Torfkörpers in mehrere Torfsoden.
Unter "Gefache" sollen "Stechformen" verstanden werden, die dicht nebeneinander angeordnet
Ähnlichkeit mit Gefachen aus Wellpappe haben.
[0006] Darüber hinaus liefert die vorliegende Erfindung einen Lader oder Bagger, insbesondere
Hydraulikbagger, mit einer Vorrichtung nach Anspruch 10.
[0007] Vorteilhafterweise umfasst das Ablegen der Torfsoden ein gleichzeitiges Ablegen der
Torfsoden in der Ebene.
[0008] Alternativ kann das Ablegen der Torfsoden ein sukzessives Ablegen der Torfsoden in
der Ebene umfassen.
[0009] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass die Torfsoden schon vor dem Ablegen mit seitlichem
Abstand räumlich voneinander separiert werden.
[0010] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Torfsoden vor dem Ablegen zu einem Ablageort
gefördert, insbesondere durch Um- bzw. Übersetzen, wie z.B. Hochheben und Absetzen,
werden. Dabei befindet sich der Ablageort vorteilhafterweise seitlich von der "Verfahrrichtung"
der Vorrichtung, in der die Vorrichtung über ein Moorprofil bzw. ein Moorfeld bewegt
wird.
[0011] Vorteilhafterweise wird ein zum Herausschneiden verwendetes Mittel oder ein Teil
davon auch zum Fördern der Torfsoden verwendet. Insbesondere kann das zum Herausschneiden
verwendete Mittel ein Stechkasten sein.
[0012] Zweckmäßigerweise werden die Torfsoden auf einer Palette abgesetzt.
[0013] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass die Schritte a) - c) mehrfach wiederholt
und die Torfsoden in mehreren Ebenen gestapelt werden.
[0014] Vorteilhafterweise werden die Torfsoden von aufeinanderfolgenden Stapelebenen um
90° um die Stapelachse versetzt angeordnet. Dies fördert zusätzlich eine schnelle
Trocknung der Torfsoden.
[0015] Vorteilhafterweise weist der Hydraulikbagger eine hydrostatische Energieversorgung
auf, die gestaltet ist, um auch die Vorrichtung zu betreiben.
[0016] Ferner weist der Hydraulikbagger vorteilhafterweise einen Hydraulikschaltplan auf,
in dem eine stufenlose Druckbegrenzung für mechanische Schneid- und Separiervorgänge
der Vorrichtung vorgesehen ist. Dies ist besonders vorteilhaft, da das Moorprofil
Wurzeln und andere Holzkörper aufweisen kann. Durch die stufenlose Druckbegrenzung
kann einer Selbstschädigung der Vorrichtung bzw. des Hydraulikbaggers beim Erfassen
von Holzstücken etc. im Feld vorgebeugt werden. Es kann in diesem Zusammenhang ratsam
sein, einen horizontalen Schnitt mit dem Hauptabtrennmesser durchzuführen, bevor die
einzelnen Torfsoden geschnitten werden. Alternativ kann die Initiierung der einzelnen
Schritte oder eines Teils davon über Endlagenschalter erfolgen.
[0017] Schließlich umfasst der Hydraulikbagger vorteilhafterweise eine Steuereinrichtung
zum manuell oder automatisch gesteuerten Durchführen eines Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 9.
[0018] Der vorliegenden Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass durch
das "Separieren" der Torfsoden, d.h. "auf Lücke setzen" derselben, eine schnellere
Trocknung ohne den bisher benötigten Handarbeitsschritt des "Splittens" automatisiert
möglich ist.
[0019] Zudem lässt sich in einer besonderen Ausführungsform, bei der die zweite Lage von
Torfsoden um 90° versetzt auf die erste Lage von Torfsoden abgesetzt wird, sodass
je nach Konsistenz des Torfes mehrere Lagen hochgestapelt werden kann, der bisher
benötigte Handarbeitsschritt des "Wallens" ebenfalls automatisieren. Andererseits
kann es aber auch von Vorteil sein, die Torfsoden aller Lagen in Längsrichtung zu
stapeln. Es hat sich gezeigt, dass dann die Stabilität die gleiche ist, aber die Trocknung
besser ist.
[0020] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Ansprüchen
und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele anhand der schematischen
Zeichnungen im Einzelnen erläutert werden. Dabei zeigt:
- Figur 1A
- einen Hydraulikbagger gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
- Figur 1B
- eine hydrostatische Energieversorgung des Hydraulikbaggers von Fig. 1 gemäß einer
besonderen Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht von einer Vorrichtung zum maschinellen Stechen und Ablegen
von Torfsoden gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, beispielsweise
zum Hydraulikbagger von Figur 1 gehörend;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht von einem Gestell der Vorrichtung von Figur 2;
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht (unten links), eine Seitenansicht (oben links), eine
Schnittansicht (oben rechts) und eine Draufsicht (Mitte rechts) von einem Gefach der
Vorrichtung von Figur 2;
- Figur 5
- eine Vorrichtung zum maschinellen Stechen und Ablegen von Torfsoden gemäß einer besonderen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, insbesondere gemäß Figur 2, im Einsatz
über einem Moorprofil (Boden) zu Beginn der Durchführung eines Verfahrens zum maschinellen
Stechen und Ablegen von Torfsoden gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in Seitenansicht;
- Figur 6A
- die Vorrichtung von Figur 5 in einem späteren Stadium des Verfahrens beim Schließen
eines Stechkastens in Seitenansicht;
- Figur 6B
- Details der Vorrichtung von Figur 6A in perspektivischer Ansicht;
- Figur 7A
- die Vorrichtung der Figuren 6A und 6B in einem späteren Stadium des Verfahrens beim
Absenken und Separieren von Gefachen in Seitenansicht und in Schnittansicht (A-A);
- Figur 7B
- eine Einzelansicht eines Teils der Vorrichtung von Figur 7A in perspektivischer Ansicht;
- Figur 8
- die Vorrichtung von Figur 7 in einem späteren Stadium des Verfahrens beim Öffnen des
Stechkastens in Seitenansicht und in Schnittansicht (A-A);
- Figur 9
- die Vorrichtung von Figur 8 in einem späteren Stadium des Verfahrens beim Anheben
des Gefaches in die Ausgangsposition zurück in Seitenansicht; und
- Figur 10
- eine perspektivische Ansicht von einem Stapel aus Torfsoden, in diesem Beispiel aus
Weisstorf.
[0021] Figur 1 zeigt einen Hydraulikbagger 10, der einen Auslegerarm 12 aufweist, an dessem
freien Ende sich ein Traglager 14 befindet, in dem ein Traggelenk 16 einer Vorrichtung
18 zum maschinellen Stechen und Ablegen von Torfsoden gemäß einer besonderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung mittels eines Tragbolzens 20 und Bolzensicherungen (nicht
gekennzeichnet) befestigt und gesichert ist. Die Vorrichtung 18 ist somit ein Anbaugerät
für den Hydraulikbagger 10.
[0022] Der Hydraulikbagger 10 weist eine hydrostatische Energieversorgung (nicht gezeigt)
auf, die gestaltet ist, um auch die Vorrichtung 18 zu betreiben. In diesem Beispiel
sind zwei Hydraulikschläuche 22 (s. Figur 1B) der Arbeitshydraulik (nicht gezeigt)
des Hydraulikbaggers 10 an ein elektronisch schaltbares Zwei-Wege-Ventil 22A angebracht.
Die eine Schaltrichtung des Ventils ist für das Drehen des Schwenkmotors 32 (Links/Rechts)
und somit der Vorrichtung 18 zuständig. Die andere Schaltrichtung ist für die Arbeitsschritte
(Stechen und Ablegen) der Vorrichtung 18 verantwortlich, wobei dann die einzelnen
Arbeitsschritte Stechen (Schließen, Stechen, Separieren) und Ablegen (Öffnen, Stechen
zurück, Separierung zurück) durch Endlagenschalter ausgelöst werden.
[0023] Zwei 24, 26 der vier Anschlüsse 24, 26, 28, 30 am Ausgang des elektrischen Ventils
22A der Vorrichtung sind für das Drehen der Vorrichtung 18 zuständig. Die damit verbundenen
Hydraulikschläuche dienen in diesem Beispiel normalerweise zum Drehen eines Greifers
(nicht gezeigt), der hier durch die Vorrichtung ersetzt ist. Die beiden anderen 28,
30 der vier Anschlüsse auf der gegenüberliegenden Seite sind für die Arbeitshydraulik
eines zur Vorrichtung gehörenden Stechkastens 34 zuständig. Die damit verbundenen
Hydraulikschläuche dienen in diesem Beispiel normalerweise zum Öffnen und Schließen
eines Greifers, der hier durch die Vorrichtung ersetzt ist.
[0024] Der Hydraulikbagger 10 befindet sich auf einem Moorprofil 36. Das Moorprofil 36 kann
zum Beispiel mäanderförmig bearbeitet werden. Der Hydraulikbagger 10 fährt dazu in
einem mäanderförmigen Muster über das Moorprofil 36 und sticht dabei Torfsoden und
legt diese, vorzugsweise seitlich von seiner "Verfahrrichtung" ab.
[0025] Vorteilhafterweise weist der Hydraulikbagger 10 einen Hydraulikschaltplan auf, in
dem eine stufenlose Druckbegrenzung für mechanische Schneid- und Separiervorgänge
der Vorrichtung vorgesehen ist.
[0026] Figur 2 zeigt die Vorrichtung 18 des Hydraulikbaggers 10. Es ist deutlich zu erkennen,
dass die Vorrichtung 18 ein Gestell 38 aufweist. Dies ist in der Figur 3 noch einmal
einzeln dargestellt. Wie sich insbesondere anhand der Figur 3 ergibt, weist das Gestell
38 einen unteren Rahmen 40 aus Stahl und einen oberen Rahmen 42 aus Stahl auf, die
durch vertikale Streben 44 aus Stahl und zwei Diagonalstreben 46 aus Stahl miteinander
verbunden sind. An der in "Verfahrrichtung" vorderen Seite ist ein senkrechtes vorderes
Vorstechmesser 48 (s. Figur 2 (Darstellung als Rohkörper) und Figur 3 (Darstellung
mit Abdeckung gegen Verschmutzung)) angeschweißt. Das Vorstechmesser 48 ragt an der
Unterseite des unteren Rahmens 40 nach unten vor.
[0027] Der obere Rahmen 42 weist zwei parallel zueinander verlaufende innere Streben 50
aus Stahl auf, an deren Oberseite eine Platt 54 aus Stahl beispielsweise durch Anschweißen
angebracht ist. Auf der Oberseite der Platte 54 ist der Schwenkmotor 32 befestigt
(s. Figur 2).
[0028] Des Weiteren befindet sich an der Unterseite des unteren Rahmens 40 der Stechkasten
34. Dieser ist über die Arbeitshydraulik zwischen der Rückseite (in Figur 2 links)
und der Vorderseite (in Figur 2 rechts) der Vorrichtung 18 gesteuert beweglich. Er
weist ein U-förmiges Profil auf. Seine Vorderkante 56 weist ein horizontales Haupttrennmesser
58 auf. Zusätzlich sind an der Vorderkante 56 noch seitliche vertikale Nebentrennmesser
60 vorgesehen. Diese Nebentrennmesser können einfach von der Vorderkante 56 gebildet
sein. Die Abmessungen des U-förmigen Profils des Stechkastens 34 sind so gewählt,
dass sie im Prinzip mit den äußeren Abmessungen des an der Unterseite des unteren
Rahmens 40 vertikal nach unten vorstehenden Vorstechmessers 48 übereinstimmen, um
damit einen Aufnahmeraum für einen (herausgeschnittenen) Torfkörper zu bilden.
[0029] Zum Bewegen des Stechkastens 34 sind sich parallel zur Unterseite des unteren Rahmens
40 erstreckende Hydraulikzylinder (siehe Figuren 6A und 6B) 62 vorgesehen. Ferner
weist die Vorrichtung 18 in dem Stechkasten 34 gesteuert absenkbare und anhebbare
sowie seitlich voneinander separierbare Gefache 64 zum Unterteilen eines in dem Stechkasten
34 befindlichen herausgeschnittenen Torfkörpers in mehrere Torfsoden auf. Ein derartiges
Gefache ist in der Figur 4 dargestellt. Wie sich insbesondere aus der Figur 7A ergibt,
lassen sich die Gefache 64 mittels eines vertikalen Hydraulikzylinders 66, dessen
eines Ende an der Unterseite des oberen Rahmens 66A befestigt ist und dessen anderes
Ende an der Grundplatte66Bbefestigt ist, absenken und anheben und mittels eines horizontalen
Hydraulikzylinders 68 (s. Figur 7B), dessen eines Ende 68Aan der Grundplatte befestigt
ist und dessen anderes Ende 68B am äußersten Gefache befestigt ist, in einer horizontalen
Ebene separieren.
[0030] Jedes Gefache 64 ist durch eine mittlere Trennwand 70, das wie ein Messer wirkt,
in zwei gleichgroße Untergefache 72 und 74 unterteilt (siehe Figur 4). An der Oberseite
weist jedes Gefache 64 quer zur Längserstreckung mittig angeordnete Führungsrohre
auf.
[0031] Die Figuren 5 bis 9 sollen ein Beispiel einer Arbeitsweise des Hydraulikbaggers 10
zeigen. Figur 5 zeigt die Vorrichtung 18 alleine, das heißt ohne die übrigen Komponenten
des Hydraulikbaggers 10 im Einsatz über einem Moorprofil (Boden) 36 zu Beginn des
Einstechens des vorderen Vorstechmessers 48. Der Stechkasten 34 befindet sich in hinterer
Position. Sobald das Vorstechmesser 48 auf die Tiefe von einer Torfsodenhöhe in das
Moorprofil 36 eingestochen worden ist, schließt der Stechkasten 34 durch Bewegen desselben
nach vorne in Richtung zum Vorstechmesser 48. Auf diese Weise wird ein quaderförmiger
Torfkörper (nicht gezeigt) aus dem Moorprofil 36 durch das senkrechte Vorstechen in
das Moorprofil auf die Tiefe von einer Torfsodenhöhe und horizontales Abtrennen vom
Moorprofil 36 über mehrere Torfsodenbreiten herausgeschnitten.
[0032] Wie sich aus den Figuren 7A und 7B ergibt, wird nachfolgend der herausgeschnittene
quaderförmige Torfkörper durch Absenken der Gefache 64 aus einer oberen Position in
den Stechkasten 34 hinein in mehrere Torfsoden 78 unterteilt, wobei die Torfsoden
78 durch Separieren der Gefache 64 (nachfolgend) in Abstand zueinander gebracht werden.
[0033] Nachfolgend kann die Vorrichtung 18 mit geschlossenem Stechkasten 34 und mittels
der Gefache 64 separierten Torfsoden 78 zu einem Ablageort, vorzugsweise seitlich
von der Verfahrrichtung des Hydraulikbaggers, befördert werden. Dort wird dann der
Stechkasten 34 durch Zurückbewegen desselben in die hintere Position geöffnet und
werden die Torfsoden 78, vorzugsweise in einer Ebene, mit seitlichem Abstand zueinander
abgelegt (siehe Figur 9). Der Ablageort kann zum Beispiel eine Palette (nicht gezeigt)
sein. Die Gefache 64 werden dann wieder angehoben, damit die Vorrichtung dann zum
maschinellen Stechen und Ablegen von Torfsoden in einer weiteren Lage bereit ist.
[0034] Figur 10 zeigt ein Stapelschema. Mit jedem Durchgang werden in diesem Beispiel zehn
Torfsoden 78 gestochen und in einer Ebene (Lage) mit Abstand zueinander abgelegt.
Die Lagen sind untereinander immer um 90° zueinander versetzt angeordnet. Im vorliegenden
Beispiel weisen die Torfsoden 78 eine Breit b von 200mm, eine Höhe h von 250mm und
eine Länge l von 600mm auf. Es besteht ein Abstand a von 50mm zwischen den Torfsoden
78. Der Torfkörper, aus dem die Torfsoden 78 herausgeschnitten sind, weist in diesem
Beispiel folgende Abmessungen auf: L x B x H : 1200mm x 1000mm x 250mm.
[0035] Das sich kreuzende Stapelschema (Crosswise) dient einer besseren Stabilität.
[0036] Es sollte erkennbar sein, dass das "Spreizen" der Torfsoden 78 auch erst kurz vor
dem Ablegen der Torfsoden 78 oder beim Ablegen derselben erfolgen kann.
[0037] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in den beliebigen
Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0038]
10 Hydraulikbagger
12 Auslegerarm
14 Traglager
16 Traggelenk
18 Vorrichtung
20 Tragbolzen
22 Hydraulikschläuche
24, 26, 28, 30 Anschlüsse
32 Schwenkmotor
34 Stechkasten
36 Moorprofil
38 Gestell
40 unterer Rahmen
42 oberer Rahmen
44 vertikale Streben
46 diagonale Streben
48 Vorstechmesser
50 innere Streben
52 Streben
54 Platte
56 Vorderkante
58 Haupttrennmesser
60 Nebentrennmesser
62 Hydraulikzylinder
64 Gefache
66 Hydraulikzylinder
68 Hydraulikzylinder
70 Trennwand
72, 74 Untergefache
76 Führungsrohre
78 Torfsoden
1. Verfahren zum maschinellen Stechen und Ablegen von Torfsoden (78), umfassend:
a) Herausschneiden eines quaderförmigen Torfkörpers aus einem Moorprofil (36), insbesondere
mit senkrechtem Vorstechen in das Moorprofil auf eine Tiefe von einer Torfsodenhöhe
h und horizontales Abtrennen vom Moorprofil über mehrere Torfsodenbreiten b,
b) Unterteilen des herausgeschnittenen Torfkörpers in mehrere Torfsoden (78) und
c) Ablegen der Torfsoden (78) in einer Ebene mit seitlichem Abstand a zueinander.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ablegen der Torfsoden (78) ein gleichzeitiges
Ablegen der Torfsoden in der Ebene umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Ablegen der Torfsoden (78) ein sukzessives Ablegen
der Torfsoden in der Ebene umfasst.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Torfsoden (78) schon vor
dem Ablegen mit seitlichem Abstand räumlich voneinander separiert werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Torfsoden (78) vor dem
Ablegen zu einem Ablageort gefördert, insbesondere durch Um- bzw. Übersetzen, wie
z.B. Hochheben und Absetzen, werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei ein zum Herausschneiden verwendetes Mittel oder ein
Teil davon auch zum Fördern der Torfsoden (78) verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Torfsoden (78) auf einer Palette abgesetzt
werden.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Schritte a) - c) mehrfach
wiederholt und die Torfsoden (78) in mehreren Ebenen gestapelt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die Torfsoden (78) von aufeinanderfolgenden Stapelebenen
um 90° um die Stapelachse versetzt angeordnet werden.
10. Vorrichtung (18), insbesondere Anbaugerät für einen Lader oder Bagger, zum maschinellen
Stechen und Ablegen von Torfsoden, insbesondere gemäß einem Verfahren nach einem der
vorangehenden Ansprüche, umfassend:
- ein Gestell (38),
- ein an dem Gestell (38) feststehend befestigtes, insbesondere senkrechtes, vorderes
Vorstechmesser (48),
- einen relativ zum Gestell (38) gesteuert, insbesondere horizontal, beweglichen Stechkasten
(34) mit einem horizontalen Haupttrennmesser (58), und
- in den Stechkasten (34) gesteuert absenkbare und anhebbare sowie seitlich voneinander
separierbare Gefache (64) zum Unterteilen eines in dem Stechkasten (34) befindlichen
herausgeschnittenen Torfkörpers in mehrere Torfsoden (78).
11. Lader oder Bagger, insbesondere Hydraulikbagger (10), mit einer Vorrichtung (18) nach
Anspruch 10.
12. Hydraulikbagger (10) nach Anspruch 11, wobei der Hydraulikbagger eine hydrostatische
Energieversorgung aufweist, die gestaltet ist, um auch die Vorrichtung (18) zu betreiben.
13. Hydraulikbagger (10) nach Anspruch 12, wobei der Hydraulikbagger einen Hydraulikschaltplan
aufweist, in dem eine stufenlose Druckbegrenzung für mechanische Schneid- und Separiervorgänge
der Vorrichtung (18) vorgesehen ist.
14. Hydraulikbagger (10) nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Hydraulikbagger eine Steuereinrichtung
zum manuell oder automatisch gesteuerten Durchführen eines Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 9 umfasst.