[0001] Die Erfindung betrifft einen Kolben für eine Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine.
[0002] Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus der Offenlegungsschrift
DE 10 2014 010 106 A1, sind Kolben für eine Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine bekannt. Ein derartiger
Kolben wird üblicherweise in einem Zylinder einer Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine
angeordnet. Der Kolben weist ein Kolbenhemd auf, das üblicherweise auch als "Schaft"
oder "Kolbenschaft" bezeichnet wird. Im Englischen wird das Kolbenhemd als "piston
skirt" bezeichnet. Darüber hinaus weist der Kolben eine sich in axialer Richtung des
Kolbens an das Kolbenhemd anschließende Ringpartie mit wenigstens einer Ringnut für
einen Kolbenring auf. Die Ringpartie ist Teil des Kolbenkopfs.
[0003] Zur Schmierölversorgung wird bei aus der Praxis bekannten Kolben der Kolben von unten
mittels einer Ölspritzdüse mit Schmiermittel bespritzt. Der Kolbenbolzen wird hierbei
nur passiv von Ölnebel von außen beschmiert. Aus der
DE 10 2011 012 686 A1 ist ein Kolben bekannt, mit einem Kolbenkopf und einem Kolbenschaft, wobei der Kolbenkopf
eine umlaufende Ringpartie sowie im Bereich der Ringpartie einen umlaufenden Kühlkanal
aufweist und der Kolbenschaft jeweils eine seiner Druckseite und eine seiner Gegendruckseite
zugeordnete Lauffläche aufweist. Hierbei ist eine vom Kühlkanal ausgehende Bohrung
vorgesehen, die in Form einer Bohrungsöffnung in die der Gegendruckseite zugeordnete
Lauffläche mündet und geneigt angeordnet ist, derart, dass sie mit der Kolbenmittelachse
einen spitzen Winkel einschließt, und dass die der Gegendruckseite zugeordnete Lauffläche
im Bereich der mindestens einen Bohrungsöffnung eine Vertiefung aufweist. Hierdurch
wird eine Verbesserung der Schmierölversorgung der Lauffläche des Kolbens ermöglicht,
jedoch nicht die Schmierölversorgung des Kolbenbolzens.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Kolben für eine Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine
bereitzustellen, mit dem Nachteile herkömmlicher Kolben vermieden werden können. Die
Aufgabe der Erfindung ist es insbesondere, einen Kolben für eine Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine
bereitzustellen, mit dem eine verbesserte Schmierölversorgung ermöglicht wird.
[0005] Diese Aufgaben werden durch einen Kolben für eine Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine
mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
und Anwendungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche und werden
in der folgenden Beschreibung unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
[0006] Gemäß allgemeinen Gesichtspunkten der Erfindung wird ein Kolben für eine Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine
bereitgestellt, der in einer Laufbuchse eines Zylinders der Verbrennungskraftmaschine
gleitbeweglich geführt ist und in an sich bekannter Weise einen Kolbenkopf und ein
Kolbenhemd umfasst. Das Kolbenhemd dient zur Führung des Kolbens im Zylinderrohr.
Das Kolbenhemd schließt sich in axialer Richtung des Kolbens an die Ringpartie an.
Hierbei entspricht die Axialrichtung der Bewegungsrichtung des Kolbens im Zylinder.
Vorstehend wurde bereits festgestellt, dass das Kolbenhemd auch als Kolbenschaft bezeichnet
wird.
[0007] Der Kolbenkopf wird auch als Kolbenboden bezeichnet. Der Kolbenkopf umfasst eine
umlaufende Ringpartie mit wenigstens einer Ringnut für einen Kolbenring und einen
umlaufenden Kühlkanal. Der Kühlkanal ist vorzugsweise auf Höhe der Ringpartie angeordnet.
Der erste Kühlkanal ist ausgeführt, um von einem Medium, insbesondere einem Schmiermittel,
z. B. Öl, durchströmt zu werden. Der Kühlkanal weist hierzu eine Zulauföffnung, über
die Schmiermittel in den Kühlkanal eintreten kann, und eine Ablauföffnung, über die
Schmiermittel aus dem Kühlkanal ablaufen kann, auf. Der Kühlkanal kann zur Kühlung
der Brennraummulde, die auch als Kolbenmulde bezeichnet wird, dienen. Die durch den
Verbrennungsprozess erwärmte Brennraummulde erwärmt dabei das Medium, z. B. das Schmiermittel.
[0008] Erfindungsgemäß ist mindestens eine vom Kühlkanal ausgehende Bohrung vorgesehen,
die vom Kühlkanal zu einer Lagerstelle eines oberen Pleuellagerbolzens des Kolbens
führt und in der Lagerstelle in Form einer Bohrungsöffnung mündet. Diese Bohrung wird
nachfolgend als "erste Bohrung" bezeichnet, um diese von einer in der Folge noch beschriebenen
weiteren Bohrung, die als zweite Bohrung bezeichnet wird, zu unterscheiden. Die mindestens
eine erste Bohrung dient zur Versorgung des Kolbenbolzens mit Schmiermittel aus dem
Kühlkanal, d. h., der Kolben ist so ausgeführt, dass Schmiermittel aus dem ersten
Kühlkanal über die erste Bohrung direkt der Lagerstelle des oberen Pleuellagerbolzens
des Kolbens zugeführt werden kann, d. h., der erste Kühlkanal endet unmittelbar bzw.
direkt in der Lagerstelle des oberen Pleuellagerbolzens. Über die erste Bohrung in
Verbindung mit dem Kühlkanal kann somit eine aktive Versorgung des oberen Pleuellagerbolzens
mit Schmiermittel bereitgestellt werden, um die Verschleißfestigkeit des Kolbens,
insbesondere des Pleuellagerbolzens, maßgeblich zu verbessern.
[0009] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform der ersten Bohrung, bei der diese
von einer Unterseite des Kühlkanals ausgeht, wodurch eine gute Versorgung der ersten
Bohrung mit Schmiermittel aus dem Kühlkanal bei der Hin- und Herbewegung des Kolbens
erzielt wird. Die mindestens eine erste Bohrung verläuft gemäß einer Ausführungsform
in axialer Richtung des Kolbens.
Im Rahmen der Erfindung besteht die Möglichkeit, dass lediglich eine erste Bohrung
vorgesehen ist. Alternativ können auch mehrere erste Bohrungen vorgesehen sein, um
die Schmiermittelversorgung des oberen Kolbenbolzens aus dem Kühlkanal des Kolbenkopfes
zu erhöhen.
[0010] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann zur Verbesserung der Schmiermittelversorgung
mindestens eine vom Kühlkanal ausgehende weitere Bohrung, nachfolgend als zweite Bohrung
bezeichnet, vorgesehen sein, die ausgehend von einer Kühlkanalunterseite in Form einer
Auslauf-Bohrungsöffnung in einer Lauffläche des Kolbens mündet, wobei die Auslauf-Bohrungsöffnung
unterhalb eines Ölabstreifrings der Ringpartie in die Lauffläche mündet. Der Ölabstreifring
ist der unterste Ring der Ringpartie. Das Vorsehen der mindestens einen zweiten Bohrung
ist jedoch optional.
[0011] Dadurch kann eine aktive Schmiermittelversorgung der Lauffläche des Kolbens über
den Kühlkanal realisiert werden. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Auslauf-Bohrungsöffnung
der zweiten Bohrung unmittelbar unterhalb des Ölabstreifrings der Ringpartie in die
Lauffläche mündet.
[0012] Ferner besteht die Möglichkeit, dass mehrere zweite Bohrungen vorgesehen sind, die
über eine Breite der Lauffläche verteilt angeordnet sind. Anders ausgedrückt sind
radial im Bereich des Kolbenkopfs mehrere zweite Bohrungen vorgesehen, um einen dickeren
Schmierfilm für das Kolbenhemd zu ermöglichen. Hierdurch kann eine Feinabstimmung
des Ölfilms in radialer Richtung (die senkrecht zur Axialrichtung des Kolbens ist),
vorgenommen werden, um die Reibleistung des Motors zu optimieren.
[0013] Gemäß einem weiteren Aspekt kann die Unterseite des Kühlkanals in Axialrichtung des
Kolbens oberhalb der Auslauf-Bohrungsöffnung der zweiten Bohrungen angeordnet sein,
so dass der mindestens eine zweite Kühlkanal geneigt angeordnet ist, so dass aus dem
Kühlkanal in die zweite Bohrung eintretendes Schmiermittel schräg nach unten zur Auslauf-Bohrungsöffnung
geführt ist. "Nach unten" bedeutet hier weg vom Kolbenkopf in Richtung Kurbelwellenpleuel
bzw. in Richtung Kolbenbolzen.
[0014] Ferner wird ein Kraftfahrzeug bereitgestellt, mit einem Kolben, wie in diesem Dokument
beschrieben. Das Kraftfahrzeug kann ein Nutzfahrzeug sein, beispielsweise ein Lastkraftwagen
oder Omnibus.
[0015] Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung
sind beliebig miteinander kombinierbar. Es wird betont, dass der Kolben auch lediglich
mit der mindestens einen zweiten Bohrung, d. h. ohne die mindestens eine erste Bohrung,
bereitgestellt werden kann und vice versa. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung
werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Teilschnitt eines Kolbens gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Figur 2
- einen Querschnitt eines Kolbens gemäß einer zweiten Ausführungsform; und
- Figur 3
- eine Kolbendraufsicht im Schnitt gemäß der zweiten Ausführungsform.
[0016] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet und werden zum Teil nicht gesondert beschrieben.
[0017] Figur 1 zeigt einen Teilschnitt einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Der Kolben
1 umfasst einen Kolbenkopf 7, der eine umlaufende Ringpartie 6 aufweist. Die Ringpartie
6 umfasst mehrere Ringnuten zur Aufnahme von Kolbenringen (nicht dargestellt). Mit
dem Bezugszeichen 6a ist die Ringnut für den Ölabstreifring (nicht dargestellt) bezeichnet.
In Axialrichtung A schließt sich an die Ringpartie 6 nach unten das Kolbenhemd 5 an,
das im Gegensatz zur Ringpartie 6 nicht vollständig umlaufend ausgeführt sein kann.
Das Kolbenhemd 1 ist in der Laufbuchse des Zylinders gleitgelagert, wobei eine Wandung
des Kolbenhemds entlang der Laufbuchse bei der Bewegung des Kolbens hin und her gleitet.
Der Kolben 11 ist in einem korrespondierenden Zylinder (nicht dargestellt) eines Zylinderkolbengehäuses
(nicht dargestellt) einer Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine gelagert. Das Kolbenhemd
1 weist dabei mindestens ein Bolzenauge 4 als Lagerstelle zur Aufnahme des oberen
Pleuellagerbolzens (nicht dargestellt) auf. Ein an der Kurbelwelle gelagerter Pleuel
(nicht dargestellt) ist über einen solchen Pleuellagerbolzen gelenkig mit dem Kolben
1 verbunden, um infolge dieser gelenkigen Kopplung die translatorischen Bewegungen
des Kolbens 1 im Zylinder in rotatorische Bewegungen der Kurbelwelle um ihre Drehachse
umzuwandeln.
[0018] Der Kolben 1 umfasst ferner einen Kühlkanal 2, der auf Höhe der Ringpartie 6 im Kolbenkopf
7 angeordnet ist.
[0019] Der Koben 1 weist ferner mindestens eine vom Kühlkanal 2 ausgehende erste Bohrung
10 auf, die vom Kühlkanal 2 zu einer Lagerstelle 4 des oberen Pleuellagerbolzens des
Kolbens führt und in der Lagerstelle 4 in Form einer Bohrungsöffnung 12 mündet. Diese
erste Bohrung 10 dient zur Versorgung des Kolbenbolzens mit Schmiermittel aus dem
Kühlkanal 2. Die erste Bohrung verläuft nach unten, parallel zur axialen Richtung
A und geht von der Unterseite 3 des Kühlkanals 2 aus und mündet direkt in der Lagerstelle
4 des oberen Pleuellagerbolzens.
[0020] Während der beschleunigten Aufwärtsbewegung und der verzögernden Kolbenabwärtsbewegung
liegt das Öl auf der Kühlkanalunterseite 3 an und während der verzögernden Aufwärtsbewegung
und der beschleunigten Kolbenabwärtsbewegung auf der Kanaloberseite der Kühlkanals
2 an. Während der beschleunigten Aufwärtsbewegung und der verzögernden Kolbenabwärtsbewegung
wird Schmieröl aus dem Kühlkanal somit in die erste Bohrungen 10 gedrückt und tritt
durch die Austrittsöffnung 12 wieder aus zur aktiven Schmierölversorgung des oberen
Pleuellagerbolzens mit Schmieröl. Auf diese Weise kann eine aktive Schmierung über
den Kühlkanal 2 des oberen Pleuellagerbolzens (Kolbenbolzens) sichergestellt werden,
um die Verschleißfestigkeit im Vergleich zu einer passiven Schmierung durch Ölnebel
von außen maßgeblich zu verbessern.
[0021] Die Figuren 2 und 3 illustrieren ein zweites Ausführungsbeispiel eines Kolbens 20,
bei dem eine oder mehrere zweite Bohrungen 21 vorgesehen sind, die alternativ oder
vorzugsweise zusätzlich zu der ersten Bohrung 10 vorgesehen sind.
[0022] Die mindestens eine zweite Bohrung 21 geht ebenfalls von einer Unterseite 3 des Kühlkanals
2 aus und mündet in Form einer Auslauf-Bohrungsöffnung 22 in einer Lauffläche des
Kolbens 20, wobei die Auslauf-Bohrungsöffnung 22 unmittelbar unterhalb einer Ringnut
6a zur Aufnahme des Ölabstreifrings der Ringpartie 6 in die Lauffläche mündet. Im
Bereich der Auslauf-Bohrungsöffnung 22 kann eine Vertiefung vorgesehen sein. Es kann
aber auch keine Vertiefung vorgesehen sein.
[0023] Bei heutigen Verbrennungsmotoren mit Kolben ohne derartige zweite Bohrung 21 wird
der Schmierfilm auf der Laufbuchse durch den Ölabstreifring und zum Teil durch den
Minutenring eingestellt. Die Laufbuchse wird bis zu dem Bereich mit Öl benetzt, wo
das Kolbenhemd im oberen Totpunkt endet. Das Öl für die Benetzung der Laufbuchse ist
zum Teil Öl aus den Pleuellagern aufgrund der Schleuderwirkung und Öl von der Ölspritzdüse,
welches nicht im Kühlkanal 2 landet.
[0024] Der Bereich, in welchen aktiv kein Öl gelangt, beträgt circa 50 % des Kolbenweges.
Hierhin müssen die Kolbenringe das Öl für die Schmierung bei der Aufwärtsbewegung
transportieren. Hierbei ist die Abstimmung der Kolbenringe extrem wichtig, um nicht
zu viel und nicht zu wenig Öl auf der Laufbuchse zu verteilen.
[0025] Gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel kann auch der obere Bereich der Laufbuchse
aktiv mit Öl benetzt werden, indem im Kolben 20 die Bohrungen 21 eingebracht werden,
die von der Kolbenkühlkanalunterseite 4 zur Außenseite kurz unter dem Ölabstreifring
bzw. unter dessen Ringnut 6a gehen. Hierdurch wird es möglich, das Ringpaket anders
auszulegen, um Reibleistung einzusparen und den Ölverbrauch des Motors zu minimieren.
[0026] Durch Vorsehen der zweiten Bohrungen 21 wird während der beschleunigten Kolbenaufwärtsbewegung
und der verzögernden Kolbenabwärtsbewegung eine Ölspur auf der Laufbuchse gelegt,
die während der Abwärtsbewegung vom Ölabstreifring radial verteilt wird. Somit wird
der aktiv benetzte Bereich maximiert. Während der beschleunigten Aufwärtsbewegung
und der verzögernden Kolbenabwärtsbewegung liegt das Öl auf der Kühlkanalunterseite
3 an und während der verzögernden Aufwärtsbewegung und der beschleunigten Kolbenabwärtsbewegung
auf der Kanaloberseite der Kühlkanals 2 an. Während der beschleunigten Aufwärtsbewegung
und der verzögernden Kolbenabwärtsbewegung wird Schmieröl aus dem Kühlkanal somit
in die zweiten Bohrungen 21 gedrückt und tritt durch die Auslauf-Bohrungsöffnung 22
wieder aus zur aktiven Schmierölversorgung des oberen Bereichs der Laufbuchse mit
Schmieröl.
[0027] Eine weitere positive Wirkung der Zwangsschmierung aus dem Kühlkanal ist die Tatsache,
dass dieses Motorenöl eine höhere Temperatur als das Spritzöl aufweist. Somit ist
die Viskosität geringer und reduziert somit die Kolbenschaftreibung nochmals.
[0028] Wie in der Kolbendraufsicht der Figur 3 erkennbar ist, sind mehrere zweite Bohrungen
vorgesehen, die über eine Breite der Lauffläche zweckmäßigerweise verteilt angeordnet
sind. In Figur 3 sind hier die entsprechenden Eintrittsöffnungen 23 der zweiten Bohrungen
erkennbar, über die Schmiermittel aus dem Kühlkanal in die zweiten Bohrungen 21 eintreten
kann. Hierdurch kann eine Feinabstimmung des Ölfilms in radialer Richtung vorgenommen
werden, um die Reibleistung des Motors zu optimieren. Ferner sind die Zulauföffnung
24, über die Schmiermittel in den Kühlkanal 2 eintreten kann, und die Ablauföffnung
25, über die Schmiermittel aus dem Kühlkanal austreten kann, dargestellt. Die Durchmesser
der Zulauföffnung 24 und der Ablauföffnung 25 sind größer als die Durchmesser der
zweiten Bohrungen 23.
[0029] Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsbeispiele beschrieben
worden ist, ist es für einen Fachmann ersichtlich, dass verschiedene Änderungen ausgeführt
werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können, ohne den Bereich
der Erfindung zu verlassen. Zusätzlich können viele Modifikationen ausgeführt werden,
ohne den zugehörigen Bereich zu verlassen. Folglich soll die Erfindung nicht auf die
offenbarten Ausführungsbeispiele begrenzt sein, sondern soll alle Ausführungsbeispiele
umfassen, die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen. Insbesondere
beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche
unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Kolben
- 2
- Kühlkanal
- 3
- Unterseite des Kühlkanals
- 4
- Bolzenauge, Lagerstelle des oberen Pleuellagerbolzens
- 5
- Kolbenhemd
- 6
- Ringpartie
- 6a
- Ringnut für Ölabstreifring
- 7
- Kolbenkopf
- 10
- Erste Bohrung
- 11
- Bohrungsöffnung, Eintrittsöffnung
- 12
- Bohrungsöffnung, Austrittsöffnung
- 20
- Kolben
- 21
- Zweite Bohrung
- 22
- Bohrungsöffnung, Austrittsöffnung
- 23
- Bohrungsöffnung, Eintrittsöffnung
- 24
- Zulauföffnung
- 25
- Ablauföffnung
- A
- Axiale Richtung
1. Kolben (1; 20) für eine Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine, umfassend einen Kolbenkopf
(7) und ein Kolbenhemd (5), wobei der Kolbenkopf (7) eine umlaufende Ringpartie (6)
mit wenigstens einer Ringnut (6a) für einen Kolbenring und einen umlaufenden Kühlkanal
(2) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine vom Kühlkanal (2) ausgehende erste Bohrung (10) vorgesehen ist, die
vom Kühlkanal (2) zu einer Lagerstelle (4) eines oberen Pleuellagerbolzens des Kolbens
führt und in der Lagerstelle (4) in Form einer Bohrungsöffnung (12) mündet zur Versorgung
des Kolbenbolzens mit Schmiermittel aus dem Kühlkanal (2).
2. Kolben (1; 20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine erste Bohrung (10) von einer Unterseite des Kühlkanals (2) ausgeht.
3. Kolben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine erste Bohrung (10) in axialer Richtung (A) des Kolbens verläuft.
4. Kolben nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass lediglich eine erste Bohrung (10) vorgesehen ist; oder
b) dass mehrere erste Bohrungen (10) vorgesehen sind.
5. Kolben (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine vom Kühlkanal (2) ausgehende zweite Bohrung (21) vorgesehen ist,
die ausgehend von einer Kühlkanalunterseite (3) in Form einer Auslauf-Bohrungsöffnung
(22) in einer Lauffläche des Kolbens (20) mündet, wobei die Auslauf-Bohrungsöffnung
unterhalb eines Ölabstreifrings der Ringpartie (6) in die Lauffläche mündet.
6. Kolben nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslauf-Bohrungsöffnung (22) unmittelbar unterhalb des Ölabstreifrings der Ringpartie
(6) in die Lauffläche mündet.
7. Kolben nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere zweite Bohrungen (21) vorgesehen sind, die über eine Breite der Lauffläche
verteilt angeordnet sind.
8. Kolben nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der Kühlkanal auf Höhe der Ringpartie (6) angeordnet ist; und/oder
b) dass die Unterseite des Kühlkanals (2) in Axialrichtung (A) des Kolbens oberhalb der Auslauf-Bohrungsöffnung
der zweiten Bohrungen (21) angeordnet ist, so dass der mindestens eine zweite Kühlkanal
geneigt angeordnet ist.
9. Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem Kolben nach einem der Ansprüche
1 bis 8.