[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dunstabzugsvorrichtung, ein Küchengerät mit
Kochfeld und Dunstabzugsvorrichtung und ein Verfahren zum Betreiben einer Dunstabzugsvorrichtung.
[0002] Zum Reinigen von Dünsten und Wrasen, die beim Kochen auf einem Kochfeld entstehen,
ist es bekannt, Dunstabzugshauben zu verwenden, die oberhalb des Kochfeldes beispielsweise
an einer Raumwand befestigt sind. Diese Dunstabzugshauben saugen die Dünste und Wrasen
nach oben ab. Zudem sind auch sogenannte Muldenlüftungen oder Downdraft-Vorrichtungen
bekannt, bei denen Dünste und Wrasen nach unten abgesaugt werden. Eine Muldenlüftung
ist beispielsweise in der
DE 10 2010 042 436 A1 beschrieben. Bei dieser Muldenlüftung wird eine vertikal aus einem Kochfeld ausfahrbare
Dunstabzugshaube verwendet.
[0003] Ein Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, dass die Effizienz der Dunstabzugsvorrichtung
gering ist, da die Absaugöffnung groß ist und somit neben dem zu erfassenden Wrasen
auch reine Luft eingesaugt wird und die Dunstabzugshaube schwer zu reinigen ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Lösung zu schaffen, mit der
auf einfache Weise die Effizienz der Wrasenerfassung gesteigert werden kann und die
zudem leicht zu reinigen ist.
[0005] Gemäß einem ersten Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch eine Dunstabzugsvorrichtung
mit einem Absaugschacht, in dessen oberen Ende eine Lufteintrittsöffnung und mindestens
eine Auslassöffnung gebildet ist, und mindestens einem in dem Absaugschacht verschiebbar
gelagerten Wrasenfang mit mindestens einem Absaugspalt. Die Dunstabzugsvorrichtung
ist dadurch gekennzeichnet, dass der Wrasenfang aus mindestens zwei flächigen Schirmelementen
besteht, zwischen den Schirmelementen der Absaugspalt gebildet ist, mindestens eines
der mindestens zwei Schirmelemente in zumindest einer Stellung des Wrasenfangs teilweise
über eine Auslassöffnung des Absaugschachtes hinaus ragt und die mindestens zwei Schirmelemente
lösbar in dem Absaugschacht gelagert sind.
[0006] Als Dunstabzugsvorrichtung wird eine Vorrichtung bezeichnet, mittels derer Dünste
und Wrasen von einem Kochfeld oder einer Arbeitsfläche abgesaugt und vorzugsweise
gereinigt werden können. Die Dunstabzugsvorrichtung umfasst dabei einen Absaugschacht
und einen Wrasenfang. Zusätzlich umfasst die Dunstabzugsvorrichtung vorzugsweise zumindest
ein Gebläse oder ist mit einem Gebläse verbunden, über das Unterdruck erzeugt wird,
mittels dessen die Dünste und Wrasen in den Wrasenfang und darüber in den Absaugschacht
angesaugt werden können. Zudem umfasst die Dunstabzugsvorrichtung vorzugsweise mindestens
ein Filterelement, das beispielsweise in dem Absaugschacht angeordnet sein kann und
an dem Verunreinigungen, wie Fett oder Flüssigkeitspartikel aus den Dünsten und Wrasen
abgeschieden werden können.
[0007] Der Absaugschacht weist erfindungsgemäß eine Lufteintrittsöffnung auf. Die Lufteintrittsöffnung
ist im oberen Ende des Absaugschachtes gebildet. Zudem weist der Absaugkanal mindestens
eine Auslassöffnung auf, die ebenfalls in dem oberen Ende des Absaugschachtes gebildet
ist. Über die mindestens eine Auslassöffnung kann der Wrasenfang zumindest bereichsweise
aus dem Absaugschacht herausgefahren, das heißt herausgelassen, werden. Die Bewegung
des Herausfahrens stellt vorzugsweise ein Verschieben des Wrasenfangs nach oben gegenüber
dem Absaugschacht dar. Dabei wird der Wrasenfang über die Auslassöffnungen nach oben
herausgefahren. Da mindestens zwei Schirmelemente vorgesehen sind, sind in dem oberen
Ende des Absaugschachtes mindestens zwei Auslassöffnungen gebildet. Ist der Absaugschacht
nach oben offen, so liegen die Auslassöffnungen und die Lufteintrittsöffnung beide
in der durch den oberen Rand des Absaugschachtes gebildeten Öffnung, das heißt bilden
gemeinsam diese Öffnung. Die Schirmelemente, aus denen der Wrasenfang besteht, werden
dabei vorzugsweise jeweils an einem Rand der Öffnung, die durch den oberen Rand des
Absaugschachtes gebildet ist, nach oben ausgefahren. Die Randbereiche dieser Öffnung
werden daher als Auslassöffnungen bezeichnet. Die Lufteintrittsöffnung wird daher
durch den Abstand zwischen den ausgefahrenen Schirmelementen in der Öffnung, die durch
den oberen Rand des Absaugschachtes gebildet ist, gebildet. Ein Rahmen oder eine andere
Trennung liegt bei dieser Ausführungsform zwischen der Lufteintrittsöffnung und den
Auslassöffnungen nicht vor. Erfindungsgemäß ist es allerdings auch möglich, dass das
obere Ende des Absaugschachtes durch eine Deckplatte abgedeckt ist, in der zumindest
zwei Schlitze, die die Auslassöffnungen darstellen, eingebracht sind, durch die jeweils
mindestens ein Schirmelement aus dem Absaugschacht nach oben ausgefahren werden kann.
Zusätzlich ist bei dieser Ausführungsform eine Öffnung in die Deckplatte eingebracht,
die die Lufteintrittsöffnung darstellt. Diese kann zu den Auslassöffnungen benachbart
liegen und die Lufteintrittsöffnung liegt zwischen den Auslassöffnungen.
[0008] Richtungsangaben, wie oben und unten beziehen sich - soweit nicht anders angegeben
- auf eine Dunstabzugsvorrichtung im montierten Zustand. Insbesondere beziehen sich
diese Angaben auf eine Dunstabzugsvorrichtung, bei der das obere Ende des Absaugschachtes
und damit auch die mindestens eine Auslassöffnung in der Horizontalen liegt.
[0009] Der Absaugschacht erstreckt sich von der Auslassöffnung aus vorzugsweise in der Vertikalen
nach unten. Der Absaugschacht kann auch als Absaugkanal bezeichnet werden und ist
an dem Ende, das dem oberen Ende abgewandt ist, mit dem Gebläse der Dunstabzugsvorrichtung
oder dem daran angeschlossenen Gebläse verbunden. In dem Absaugschacht ist ein Wrasenfang
verschiebbar gelagert. Der Wrasenfang weist mindestens einen Absaugspalt auf, der
auch als Ansaugspalt bezeichnet werden kann. Als Wrasenfang wird erfindungsgemäß der
Teil der Dunstabzugsvorrichtung bezeichnet, über den von einem oder mehreren Absaugspalten
Luft zu der Lufteintrittsöffnung und damit in den Absaugschacht geleitet wird. Der
Wrasenfang ist in dem Absaugschacht verschiebbar gelagert. Vorzugsweise ist der Wrasenfang
hierbei vertikal verschiebbar in dem Absaugschacht gelagert.
[0010] Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Wrasenfang aus mindestens zwei
flächigen Schirmelementen besteht, die bezüglich des Absaugschachtes verschiebbar
sind. Als Schirmelemente werden die Teile bezeichnet, die gemeinsam den Ansaugtrakt
des Wrasenfangs bilden. Insbesondere werden als Schirmelemente die Teile bezeichnet,
die den mindestens einen Absaugspalt sowie eine Luftleitung zu dem Absaugschacht bilden.
Die Schirmelemente stellen vorzugsweise Platten dar, die eben sein können oder um
eine horizontale oder eine vertikale Achse gekrümmt sein können. Die Schirmelemente
sind vorzugsweise so angeordnet, dass der Abstand zwischen den Schirmelementen über
deren Höhe gleich ist. Bei ebenen Schirmelementen sind diese daher vorzugsweise parallel
zueinander ausgerichtet. Die Schirmelemente bestehen vorzugsweise aus einem durchsichtigen
Material. Beispielsweise können die Schirmelemente aus Glas oder Kunststoff bestehen.
Die Schirmelemente werden im Folgenden auch als Scheiben bezeichnet.
[0011] Zwischen den Schirmelementen ist bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung
der Absaugspalt gebildet. Der Absaugspalt kann hierbei durch den Abstand der Flächen
der Schirmelemente gebildet sein. Vorzugsweise wird der Absaugspalt durch den Abstand
der entsprechenden Kanten zweier Schirmelemente gebildet. Beispielsweise kann ein
Teil des Absaugspaltes oder der gesamte Absaugspalt durch den Abstand der Oberkanten
zweier benachbarter Schirmelemente gebildet sein. Der Abstand kann in der Horizontalen
liegen oder zu dieser geneigt sein. Ein weiterer Teil des Absaugspaltes kann beispielsweise
durch den Abstand der Seitenkanten zweier Schirmelemente gebildet sein. Dieser Teil
des Absaugspaltes kann in der Vertikalen oder dazu geneigt liegen.
[0012] Erfindungsgemäß ragt mindestens eines der mindestens zwei Schirmelemente in zumindest
einer Stellung des Wrasenfangs teilweise über eine Auslassöffnung des Absaugschachtes
hinaus. Das mindestens eine Schirmelement ragt hierbei nach oben über die Auslassöffnung
hinaus. Als Stellung des Wrasenfangs wird zum einen dessen Position in dem Zustand,
in dem die Dunstabzugsvorrichtung nicht betrieben wird, das heißt die Ruhestellung,
bezeichnet. Zudem wird als Stellung des Wrasenfangs auch dessen Position in einem
Zustand in dem die Dunstabzugsvorrichtung betrieben wird, das heißt eine Betriebsstellung,
bezeichnet. Der Wrasenfang kann mehrere unterschiedliche Betriebsstellungen aufweisen,
das heißt Ausrichtungen, in denen mittels eines Gebläses Dünste und Wrasen von einer
Arbeitsfläche oder einem Kochfeld abgesaugt werden. Die Position des oder der Schirmelemente
in den unterschiedlichen Stellungen des Wrasenfangs wird eingestellt, das heißt die
Schirmelemente können in die jeweilige Position verschoben und dort gehalten werden.
[0013] Zudem sind die mindestens zwei Schirmelemente erfindungsgemäß lösbar in dem Absaugschacht
gelagert. Als lösbare Lagerung wird eine Befestigung bezeichnet, die ohne Werkzeuge
gelöst werden kann. Jedes Schirmelement ist vorzugsweise separat in dem Absaugschacht
gelagert. Die Befestigung kann beispielsweise ein Einschieben, ein Einklemmen oder
ein Verrasten des Schirmelementes mit einem Befestigungselement sein.
[0014] Indem erfindungsgemäß mindestens zwei flächige Schirmelemente verwendet werden, zwischen
den Schirmelementen der Absaugspalt gebildet ist, in mindestens einer Stellung des
Wrasenfangs die Schirmelemente zumindest teilweise über die Auslassöffnungen des Absaugschachtes
herausragen und die mindestens zwei Schirmelemente lösbar in dem Absaugschacht gelagert
sind, kann eine Reihe von Vorteilen erzielt werden. Durch die Flächen der Schirmelemente,
die über die Auslassöffnung des Absaugschachtes hinausragen, wird die Luftführung
der Luft von dem Ansaugspalt zu dem Absaugschacht, insbesondere zu der Lufteintrittsöffnung,
gebildet. Da der Wrasenfang in dem Absaugschacht verschiebbar gelagert ist, kann zudem
der Ansaugspalt zumindest teilweise in unterschiedliche Höhen gebracht werden und
in eine Position gebracht werden, die der Höhe des Entstehungsorts der Dünste und
Wrasen entspricht. Insbesondere kann zumindest der obere Teil des Absaugspaltes auf
eine Höhe gebracht werden, die der Höhe eines Gargefäßes, insbesondere eines Topfes
oder einer Pfanne entspricht. Damit kann die Effizienz des Absaugens von Dünsten und
Wrasen gesteigert werden. Indem zudem die Schirmelemente lösbar in dem Absaugschacht
gelagert sind, können diese auf einfache Weise von der Dunstabzugsvorrichtung entnommen
werden. Im entnommenen Zustand können die Schirmelemente, beispielsweise in einer
Spülmaschine gereinigt werden. Beim Absaugen von Dünsten und Wrasen werden sich an
den Schirmelementen Verunreinigungen ablagern. Indem die Schirmelemente werkzeuglos
von der Dunstabzugsvorrichtung abgenommen werden und gereinigt werden können, können
diese als Filter fungieren, das heißt zur Abscheidung der Verunreinigungen verwendet
werden. Besonders bevorzugt werden die Schirmelemente zumindest teilweise durch ihr
Eigengewicht in dem Absaugschacht und insbesondere an dem Befestigungselement gehalten.
Insbesondere bei Schirmelementen, die aus Glas bestehen, kann durch das hohe Eigengewicht
ein sicherer Halt, beispielsweise in einer Schiene gewährleistet werden.
[0015] Jedes Schirmelement ist vorzugsweise an einem Befestigungselement, insbesondere einer
Schiene, lösbar befestigt, das in dem Absaugschacht verschiebbar gelagert ist. Indem
das Schirmelement an einem Befestigungselement, das verschiebbar gelagert ist, lösbar
befestigt ist, wird beim Abnehmen des Schirmelementes nur das Schirmelement selber
von der Dunstabzugsvorrichtung getrennt. Das Befestigungselement hingegen kann in
der Dunstabzugsvorrichtung verbleiben.
Stellt das Befestigungselement eine Schiene dar, so kann das flächige Schirmelement,
das vorzugsweise eine Scheibe darstellt, auf einfache Weise von oben in die Schiene
eingeschoben und zum Entnehmen aus der Schiene herausgezogen werden. Stellt die Schiene
eine horizontal verlaufende Schiene dar, kann das Schirmelement zumindest an der gesamten
Unterkante und vorzugsweise dem unteren Bereich der Seitenflächen von der Schiene
gehalten werden. Stellt die Schiene eine vertikal verlaufende Schiene dar, so ist
diese an deren unteren Ende vorzugsweise geschlossen. An dieser Schiene werden daher
der seitliche Bereich der Unterkante des Schirmelementes und der untere Bereich der
Seitenkante des Schirmelementes gehalten.
[0016] Vorzugsweise ist das Befestigungselement mit einer Bewegungsvorrichtung zum vertikalen
Verschieben des mindestens einen Schirmelementes verbunden. Die Befestigungselemente
können so an der Bewegungsvorrichtung befestigt sein, dass diese separat voneinander
bewegt werden können. Alternativ können die Befestigungselemente auch gemeinsam bewegt
werden. Die Bewegungsvorrichtung kann beispielsweise eine Spindel oder ein Zahnantrieb,
beispielsweise mit Zahnriemen oder Zahnstange sein.
[0017] Die mindestens zwei Schirmelemente können separat zueinander bezüglich des Absaugschachtes
verschiebbar gelagert sein oder gemeinsam bezüglich des Absaugschachtes verschiebbar
gelagert sein. Insbesondere sind die Schirmelemente vertikal verschiebbar.
[0018] Als separat zueinander verschiebbar werden Schirmelemente bezeichnet, bei denen ein
Schirmelement bewegt werden kann, ohne dass das mindestens eine andere Schirmelement
ebenfalls bewegt wird, oder die Schirmelemente jeweils um einen unterschiedlichen
Betrag bewegt werden. Die Schirmelemente liegen zumindest in einer Stellung der Dunstabzugsvorrichtung
zumindest teilweise in dem Absaugschacht. Die Verschiebung der Schirmelemente kann
über eine Bewegungsvorrichtung erfolgen, die beispielsweise einen Hebemechanismus
mittels Spindeln darstellen kann. Es können allerdings auch andere Bewegungsvorrichtungen,
die auch Motoren umfassen können, verwendet werden.
[0019] Indem die Schirmelemente separat zueinander verschiebbar sind, kann die Größe und
Position des Absaugspaltes flexibel eingestellt werden. Somit kann den Bedingungen
auf dem Kochfeld oder einer Arbeitsplatte in der Umgebung der Dunstabzugsvorrichtung
noch besser Rechnung getragen werden und damit die Wrasenfangrate und die Effizienz
der Dunstabzugsvorrichtung weiter gesteigert werden.
[0020] Als gemeinsam verschiebbar werden Schirmelemente bezeichnet, die gleichzeitig und
um den gleichen Betrag bewegt werden. Die Schirmelemente liegen zumindest in einer
Stellung der Dunstabzugsvorrichtung zumindest teilweise in dem Absaugschacht. Die
Verschiebung der Schirmelemente kann über eine Bewegungsvorrichtung erfolgen, die
beispielsweise einen Hebemechanismus mittels Spindeln darstellen kann. Es können allerdings
auch andere Bewegungsvorrichtungen, die auch Motoren umfassen können, verwendet werden.
Die Schirmelemente können an einem gemeinsamen Befestigungselement befestigt werden.
Beispielsweise kann das Befestigungselement eine Schienenkonstruktion mit zwei fest
miteinander verbundenen Schienen sein, in die jeweils eines der Schirmelemente eingeschoben
werden kann. Die Schirmelemente können auch bei dieser Ausführungsform separat voneinander
von dem Befestigungselement und damit von der Dunstabzugsvorrichtung gelöst werden.
[0021] Bei der Ausführungsform mit gemeinsam verschiebbaren Schirmelementen ist die Größe
des Absaugspaltes fest eingestellt. Lediglich die Höhe, in die dieser Absaugspalt
gebracht wird, wird durch das Bewegen der Schirmelemente verändert. Die Ausführungsform,
bei der die Schirmelemente gemeinsam verschiebbar gelagert sind, weist den Vorteil
auf, dass der Aufbau der Dunstabzugsvorrichtung weiter vereinfacht ist und dennoch
die Schirmelemente auf einfache Weise von der Dunstabzugsvorrichtung entnommen und
gereinigt werden können.
[0022] Die Dunstabzugsvorrichtung kann zwei Schirmelemente aufweisen, die den Wrasenfang
bilden. Die Erfindung wird daher im Folgenden vorwiegend anhand einer Dunstabzugsvorrichtung
mit zwei Schirmelementen beschrieben.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform weist die Dunstabzugsvorrichtung aber drei Schirmelemente
auf. Bei dieser Ausführungsform sind die Schirmelemente so angeordnet, dass zwei seitlich
zueinander benachbart und zu dem dritten Schirmelement horizontal versetzt liegen.
Ist am oberen Ende des Absaugschachtes eine Deckplatte vorgesehen, so sind in dieser
vorzugsweise eine Auslassöffnung für ein hinteres Schirmelement und für jedes vordere
Schirmelement jeweils eine separate Auslassöffnung oder eine gemeinsame Auslassöffnung
vorgesehen vorgesehen.
[0024] Richtungsangaben, wie vorne oder hinten beziehen sich - soweit nicht anders angegeben
- auf eine Dunstabzugsvorrichtung, die in oder an einem Kochfeld montiert ist. Als
Vorne wird dabei die Richtung bezeichnet, die dem Kochfeld oder einer Kochzone zugewandt
ist und als Hinten die Richtung, die dem Kochfeld oder einer Kochzone abgewandt ist.
[0025] Bei der Ausführungsform der Dunstabzugsvorrichtung mit drei Schirmelementen sind
die zwei seitlich zueinander benachbarten Schirmelemente vorzugsweise die vorderen
Schirmelemente und das dritte Schirmelement stellt das hintere Schirmelement dar.
Insbesondere liegen die zwei seitlich zueinander benachbarten Schirmelemente vor der
Lufteinlassöffnung der Dunstabzugsvorrichtung und das hintere Schirmelement hinter
der Lufteinlassöffnung. Als seitlich benachbart werden Schirmelemente bezeichnet,
bei denen eine Seitenkante eines Schirmelementes einer Seitenkante eines weiteren
Schirmelementes zugewandt ist und die beiden Schirmelemente in einer gemeinsamen Ebene
liegen. Das dritte Schirmelement liegt bei dieser Ausführungsform vorzugsweise in
einer Ebene, die zu der Ebene der ersten zwei Schirmelemente nach hinten versetzt
ist. Besonders bevorzugt ist zwischen den zueinander seitlich benachbarten Schirmelementen
ein Abstand gegeben. Durch diesen Abstand wird ein weiterer Teil des Ansaugspaltes
gebildet. Insbesondere kann über diesen Teil des Ansaugspaltes Luft, die die Dunstabzugsvorrichtung
von vorne anströmt, in der Waagerechten eingesaugt werden und damit die zu dem Ansaugspalt
gerichtete Strömung verstärkt werden. Bei dieser Ausführungsform wird der Ansaugspalt
somit zumindest durch den Abstand der oberen Kanten der vorderen Schirmelemente zu
der oberen Kante des hinteren Schirmelementes sowie durch den Abstand zwischen den
vorderen Schirmelementen gebildet. Zudem kann auch zwischen den Seitenkanten der vorderen
Schirmelemente, die dem jeweils anderen vorderen Schirmelement abgewandt sind, und
den Seitenkanten des hinteren Schirmelementes ein weiterer Teil des Ansaugspaltes
gebildet werden.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist eines der mindestens zwei Schirmelemente
eine größere Fläche auf als das mindestens eine weitere Schirmelement. Insbesondere
ist das hintere Schirmelement, das heißt das einem Kochfeld abgewandte Schirmelement
größer als das oder die vorderen Schirmelement(e). Insbesondere weist das größere
Schirmelement eine größere Breite und größere Höhe als das mindestens eine weitere
Schirmelement auf. In einem Zustand, in dem die Unterkanten der mindestens zwei Schirmelemente
auf einer gemeinsamen Höhe liegen, liegt damit die Oberkante des oder der vorderen
Schirmelemente(s) tiefer als die Oberkante des hinteren Schirmelementes. Sind nur
zwei Schirmelemente vorgesehen, so sind die Schirmelemente so zueinander angeordnet,
dass deren Breitenmitten auf einer Linie liegen. Sind zwei vordere Schirmelemente
vorgesehen, so ist deren Breite vorzugsweise so gewählt, dass die Summe der Breiten
und des zwischen den vorderen Schirmelementen vorliegenden Abstandes geringer ist
als die Breite des hinteren Schirmelementes.
[0027] Indem ein Schirmelement, vorzugsweise das hintere Schirmelement eine größere Fläche
aufweist, wird der Absaugspalt in dessen Höhenrichtung vergrößert. Insbesondere liegt
der Absaugspalt bei dieser Ausführungsform aus der Horizontalen geneigt und erstreckt
sich von den Kanten des oder der kleineren Schirmelemente zu den Kanten des größeren
Schirmelementes. Zudem wird durch diese Ausführungsform auch ein seitlicher Einzug
von Luft, das heißt über die Abstände zwischen den äußeren Seitenkanten des oder der
vorderen Schirmelemente und den Seitenkanten des hinteren Schirmelementes, ermöglicht.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform liegen in einer Betriebsstellung des Wrasenfangs die
oberen Kanten der mindestens zwei Schirmelemente in unterschiedlichen Höhen oberhalb
der Auslassöffnung des Absaugschachtes. Das Schirmelement, dessen obere Kante in einer
geringeren Höhe liegt, ist dabei vorzugsweise dem Kochfeld zugewandt und das Schirmelement,
dessen Oberkante in einer größeren Höhe liegt, liegt hinter diesem Schirmelement.
Hierdurch wird das zuverlässige Einsaugen von Wrasen gewährleistet. Zum einen ist
die Größe des Absaugspaltes, der zwischen den Oberkanten der Schirmelemente gebildet
ist, größer als bei Schirmelementen, deren oberen Kanten in der gleichen Höhe liegen.
Der Absaugspalt liegt hierbei nämlich aus der Horizontalen geneigt und weist bei gleichem
Abstand der Schirmelemente zueinander eine größere Größe auf. Zudem wird das Ansaugen
bei dieser Ausführungsform auch dadurch unterstützt, dass ein Vorbeistreifen von Wrasen
an dem hinteren Schirmelement durch dessen größere Höhe oberhalb der Lufteintrittsöffnung
verhindert werden kann. Zudem kann das vordere Schirmelement, das dem Kochfeld zugewandt
ist, bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung in eine solche Position gebracht
werden, dass dessen Oberkante auf einer Höhe liegt, die der Höhe eines auf dem Kochfeld
befindlichen Gargefäßes entspricht. Somit wird der Absaugspalt der Dunstabzugsvorrichtung
in die Nähe der Oberkante des Gargefäßes gebracht und damit ein zuverlässiges Absaugen
gewährleistet. Die unterschiedlichen Positionen der Oberkanten der Schirmelemente
können bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung gezielt eingestellt indem
die Schirmelemente separat zueinander bewegt werden. Bei einer Ausführungsform, bei
der die Schirmelemente gemeinsam bewegbar gelagert sind, kann die unterschiedliche
Position der Oberkanten durch entsprechende Größen der Schirmelemente eingestellt
werden.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform kann in der Ruhestellung oder in einer Betriebsstellung
des Wrasenfangs ein Schirmelement vollständig in dem Absaugschacht aufgenommen ist
und mindestens ein weiteres Schirmelement über die Auslassöffnungen des Absaugschachtes
teilweise nach oben hinausragen. Handelt es sich bei der Stellung der Dunstabzugsvorrichtung
um eine Ruhestellung, ist vorzugsweise das dem Kochfeld zugewandte Schirmelement,
das im Folgenden auch als vorderes Schirmelement bezeichnet wird, in einer Position,
in der dieses über die Auslassöffnung teilweise nach oben ragt. Das hintere Schirmelement
kann dabei in einer Position liegen, in dem dieses vollständig in dem Absaugschacht
aufgenommen ist. Durch das hochstehende vordere Schirmelement kann hierbei das Eintreten
von Verunreinigungen in die Auslassöffnung, beispielsweise von verschütteten Flüssigkeiten
verhindert werden.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform, bei der es sich bei der Stellung des Wrasenfangs
um eine Ruhestellung handelt, kann das dem Kochfeld abgewandte Schirmelement, das
heißt das hintere Schirmelement in der Position sein, in der dieses über die Auslassöffnung
teilweise nach oben ragt. Das vordere Schirmelement kann dabei in einer Position liegen,
in der dieses vollständig in dem Absaugschacht aufgenommen ist. Hierbei kann durch
das hochstehende hintere Schirmelement beispielsweise ein Spritzschutz für eine Raumwand,
die hinter der Dunstabzugsvorrichtung liegt, geschaffen werden. Um auch bei dieser
Ausführungsform das Eintreten von Verunreinigungen in die Lufteintrittsöffnung verhindern
zu können, kann die Lufteintrittsöffnung des Absaugschachtes beispielsweise durch
eine Abdeckung, beispielsweise Klappe verdeckt werden.
[0031] Handelt es sich bei der Stellung des Wrasenfangs um eine Betriebsstellung, ist vorzugsweise
das dem Kochfeld abgewandte Schirmelement, das heißt das hintere Schirmelement, in
der Position, in der dieses über die Auslassöffnung teilweise nach oben ragt. Das
vordere Schirmelement kann dabei in einer Position liegen, in der dieses vollständig
in dem Absaugschacht aufgenommen ist. Hierbei kann durch das hochstehende hintere
Schirmelement weiterhin ein Spritzschutz für eine Raumwand, die hinter der Dunstabzugsvorrichtung
liegt, geschaffen werden. Bei dieser Betriebsstellung wird der Absaugspalt durch das
hintere Schirmelement und das in dem Absaugschacht aufgenommene vordere Schirmelement
gebildet. Somit liegt der Absaugspalt relativ nahe an der Lufteintrittsöffnung. Diese
Betriebsstellung ist daher geeignet für Kochvorgänge, bei denen flache Gargefäße,
wie beispielsweise Pfannen verwendet werden.
[0032] Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass die Oberkanten der mindestens zwei
Schirmelemente in einer Betriebsstellung und/oder der Ruhestellung in der gleichen
Höhe liegen. Bei dieser Ausführungsform können insbesondere in der Ruhestellung die
mindestens zwei Schirmelemente vollständig in dem Absaugschacht aufgenommen sein.
Die Lufteintrittsöffnung und die Auslassöffnungen können in dieser Stellung durch
eine Abdeckung abgedeckt werden. Diese kann beispielsweise als Klappe ausgestaltet
sein. Handelt es sich bei der Stellung um eine Betriebsstellung können die mindestens
zwei Schirmelemente ebenfalls vollständig in dem Absaugschacht aufgenommen sein. Diese
Betriebsstellung ist geeignet für Kochvorgänge, bei denen flache Gargefäße, wie beispielsweise
Pfannen verwendet werden. Werden hingegen höhere Gargefäße, wie beispielsweise Töpfe
verwendet, können die mindestens zwei Schirmelemente mit deren Oberkante auf der gleichen
Höhe oberhalb der Auslassöffnungen liegen. Diese Ausführungsform ist besonders bevorzugt,
wenn die Dunstabzugsvorrichtung zwischen benachbarten Kochfeldern angeordnet ist,
da dabei von beiden Kochfeldern zuverlässig Dünste und Wrasen eingesaugt werden können.
[0033] Der Absaugspalt verläuft vorzugsweise zumindest entlang der oberen Kante zumindest
eines der Schirmelemente. Zusätzlich kann der Absaugspalt sich vorzugsweise auch entlang
der Seitenkanten der Schirmelemente erstrecken. Bei der Ausführungsform, bei der zwei
vordere Schirmelemente vorgesehen sind, erstreckt sich der Absaugspalt auch entlang
des Abstandes der beiden vorderen Schirmelemente.
[0034] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Dunstabzugsvorrichtung zumindest
einen Sensor zum Erfassen der Höhe von Gegenständen in der Umgebung der Dunstabzugsvorrichtung
auf. Insbesondere kann die Höhe von Gegenständen auf einem zu der Dunstabzugsvorrichtung
benachbarten Kochfeld erfasst werden. Hierdurch kann die Position, an der der Absaugspalt
vorzugsweise, insbesondere zwischen den Oberkanten der Schirmelemente liegen muss,
um ein zuverlässiges Absaugen zu gewährleisten, bestimmt werden. Alternativ oder zusätzlich
kann die Dunstabzugsvorrichtung zumindest einen Sensor zum Erfassen des Wrasenaufkommens
in der Umgebung der Dunstabzugsvorrichtung aufweisen. Auch hierdurch kann die Position,
an der vorzugsweise der Absaugspalt, insbesondere zwischen den Oberkanten der Schirmelemente
liegen muss, um ein zuverlässiges Absaugen zu gewährleisten, bestimmt werden. Zudem
kann durch das Vorsehen eines Sensors, beispielsweise des Sensors zum Erfassen des
Wrasenaufkommens, auch das Gebläse der Dunstabzugsvorrichtung aktiviert werden. Indem
eine Sensorik an der Dunstabzugsvorrichtung vorgesehen ist, kann die Dunstabzugshaube
in einem vollautomatischen Modus betrieben werden. Hierbei kann die Höhe der Gargefäße
über die Sensorik detektiert werden und der Wrasenfang, insbesondere die Schirmelemente
so verfahren werden, dass eine optimale Wrasenerfassung gewährleistet ist.
[0035] Gemäß einer Ausführungsform weist die Dunstabzugsvorrichtung eine Steuereinheit auf,
die auf der Basis der erfassten Sensordaten die Ausrichtung der mindestens zwei Schirmelemente
verändert. Insbesondere können die relative Position der einzelnen Schirmelemente
zu den Auslassöffnungen und die relative Position der Schirmelemente zueinander eingestellt
werden.
[0036] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinheit daher so ausgelegt,
dass auf der Basis der erfassten Sensordaten der Betrag, um den mindestens ein Schirmelement
über die Auslassöffnung nach oben übersteht, verändert wird und/oder die Höhendifferenz
der Oberkanten der mindestens zwei Schirmelemente verändert wird. Das Ansteuern der
Bewegungsvorrichtung, über die die Schirmelemente bewegt werden, kann so erfolgen,
dass die mindestens zwei Schirmelemente zeitgleich bewegt werden. Die Bewegung eines
der Schirmelemente kann aber beispielsweise beendet werden, während das mindestens
eine weitere Schirmelement noch bewegt wird.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Dunstabzugsvorrichtung mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung.
Die Beleuchtungsvorrichtung kann beispielsweise an der Oberkante oder Unterkante zumindest
eines der Schirmelemente vorgesehen sein und beispielsweise aus Leuchtdioden bestehen.
Bei einem transparenten Material der Schirmelemente kann durch eine an der Unterkante
angeordneten Beleuchtungsvorrichtung das Licht in das Schirmelement eingekoppelt werden
und das gesamte Schirmelement das Licht abgeben und somit eine flächige Beleuchtung
bilden. Diese Ausführungsform kann bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung
besonders vorteilhaft genutzt werden, da beispielsweise in einer Ruheposition der
Dunstabzugsvorrichtung das vordere oder das hintere Schirmelement über die Auslassöffnung
nach oben ausgefahren sein kann und somit als Beleuchtungs- oder Design-Element fungieren
kann.
[0038] Bei geeigneter Bearbeitung der Kanten und insbesondere der Oberkante eines oder der
Schirmelemente, das aus transparentem Material besteht, kann das Licht aber auch nur
über die Kanten abgegeben werden und somit als Funktionslicht dienen. Das oder die
Schirmelemente dienen auch hierbei als Lichtleiter.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Dunstabzugsvorrichtung einen Lichtsensor,
der auch als Fotosensor bezeichnet wird und zu den Schirmelementen und der Auslassöffnungen
beabstandet angeordnet ist. Beispielsweise kann der Lichtsensor an der Vorderseite
eines Kochfeldes angeordnet sein. Hierdurch kann durch den Lichtsensor erkannt werden,
ob das von der Beleuchtungsvorrichtung der Dunstabzugsvorrichtung und insbesondere
von der Oberkante des Schirmelementes abgegebene Licht empfangen wird und dadurch
die Anwesenheit eines Gegenstandes auf dem Kochfeld erkannt werden. Zudem kann insbesondere,
wenn die obere Kante des Schirmelementes, dessen Oberkante auf der größten Höhe liegt,
zur Lichtabgabe verwendet wird, auch die Höhe des Gegenstandes, insbesondere Gargefäßes
bestimmt werden und die Schirmelemente entsprechend verfahren werden.
[0040] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Küchengerät mit mindestens
einem Kochfeld und einer erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung. Die Dunstabzugsvorrichtung
kann mit dem Kochfeld verbunden sein. Insbesondere kann die Steuerung der Dunstabzugsvorrichtung
mit der Steuerung des Kochfeldes verbunden sein. Die Dunstabzugsvorrichtung ist vorzugsweise
hinter der Rückseite des Kochfeldes angeordnet und erstreckt sich in Breitenrichtung
des Kochfeldes. Vorzugsweise erstreckt sich die Dunstabzugsvorrichtung über die gesamte
Breite des Kochfeldes. Als Rückseite des Kochfeldes wird die Seite bezeichnet, die
der Seite des Kochfeldes, die dem Benutzer zugewandt ist und an der vorzugsweise Bedienelemente
des Kochfeldes vorgesehen sind, abgewandt ist. Die Dunstabzugsvorrichtung kann in
einem geringen Abstand zu der Rückseite des Kochfeldes liegen oder an die Rückseite
angrenzen. Vorzugsweise ist das Kochfeld in eine Arbeitsplatte eines Küchenschrankes,
insbesondere Küchenunterschrankes eingesetzt. Für die Dunstabzugsvorrichtung ist dabei
in der Arbeitsplatte eine Aussparung hinter dem Kochfeld eingebracht. In der Aussparung
liegt vorzugsweise die Öffnung des Absaugschachtes der Dunstabzugsvorrichtung, in
der die Auslassöffnung(en) vorgesehen sind.
[0041] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Dunstabzugsvorrichtung in das Kochfeld
integriert. Bei dieser Ausführungsform liegt das obere Ende des Absaugschachtes in
der Fläche des Kochfeldes. Insbesondere liegen die mindestens eine Auslassöffnung
und die Lufteintrittsöffnung des Absaugschachtes vorzugsweise in der Mitte der Breite
der Fläche des Kochfeldes und erstrecken sich in Tiefenrichtung des Kochfeldes. In
dem Kochfeld kann dazu eine entsprechende Aussparung eingebracht sein. In dieser Aussparung
liegt das obere Ende des Absaugschachtes, in dem die mindestens eine Auslassöffnung
ausgebildet ist, über die die mindestens zwei Schirmelemente nach oben ausgefahren
werden können. Die Schirmelemente werden bei dieser Ausführungsform vorzugsweise in
einer Betriebsstellung der Dunstabzugsvorrichtung so ausgefahren, dass die Oberkanten
der mindestens zwei Schirmelemente in der gleichen Höhe liegen. Es liegt aber auch
im Rahmen der Erfindung, dass die Schirmelemente in einer Betriebsstellung unterschiedlich
hoch ausgefahren sind. Indem die Dunstabzugsvorrichtung in dem Kochfeld integriert
ist und insbesondere in der Mitte der Breite des Kochfeldes vorgesehen ist, kann durch
die Dunstabzugsvorrichtung Wrasen von Gargefäßen von allen Kochzonen des Kochfeldes
zuverlässig abgesaugt werden. Die Dunstabzugsvorrichtung und insbesondere die Schirmelemente
liegen nämlich bei dieser Ausführungsform in der unmittelbaren Nähe von beispielsweise
vier Kochzonen. Wenn die Schirmelemente separat verschiebbar in der Dunstabzugsvorrichtung
vorgesehen sind, kann in dem Fall, in dem beispielsweise nur auf einer Seite der Dunstabzugsvorrichtung
Gargefäße vorgesehen sind, das dieser Seite zugewandte Schirmelement auf eine geringere
Höhe ausgefahren werden, als das mindestens eine weitere Schirmelement.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer
erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
dass die relative Position von zumindest einem Schirmelement zu der Auslassöffnung
und die relative Position der Oberkanten der Schirmelemente zueinander eingestellt
werden. Hierdurch kann der Verwendung von unterschiedlich hohen Gargefäßen Rechnung
getragen werden und Dünste und Wrasen zuverlässig abgesaugt werden.
[0043] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird zumindest die relative Position von
zumindest einem Schirmelement zu der Auslassöffnung beim Übergang von einer Betriebsstellung
zu einer weiteren Betriebsstellung der Dunstabzugsvorrichtung verändert. Insbesondere
können bei der Verwendung höherer Gargefäße die mindestens zwei Schirmelemente von
einer ersten Betriebsstellung für flache Gargefäße nach oben verfahren werden, bis
die Oberkante des vorderen Schirmelementes auf der Höhe der oberen Kante des Gargefäßes
liegt. Zudem kann hierbei auch der Abstand zwischen den Oberkanten der Schirmelemente
vergrößert werden.
[0044] Gemäß einer Ausführungsform erfolgt die Einstellung der Positionen der mindestens
zwei Schirmelemente voll-automatisch, halbautomatisch oder manuell.
[0045] Gemäß einer Ausführungsform erfolgt die Einstellung der Positionen der mindestens
zwei Schirmelemente voll-automatisch auf der Basis von Sensordaten. Für den vollautomatischen
Modus wird die Höhe der verwendeten Töpfe über Sensorik detektiert. Die Dunstabzugsvorrichtung
verfährt die Schirmelemente so, dass eine optimale Wrasenerfassung gewährleistet wird.
Höhenvorgaben für die Schirmelemente können über die sich bewegende Beleuchtung und
einen gegenüber dem Kochfeld platzierten Photosensor erzeugt werden. Alternativ oder
zusätzlich kann die Dunstabzugsvorrichtung zumindest einen Sensor zum Erfassen des
Wrasenaufkommens in der Umgebung der Dunstabzugsvorrichtung aufweisen.
[0046] Für einen halbautomatischen Modus könnten zum Beispiel drei ideale Positionen der
Schirmelemente abgespeichert werden. Wobei jede Position ein gewisses Spektrum des
Kochverhaltens abdeckt. Die Schirmelemente werden dann je nach Situation zu einer
von diesen drei Positionen hoch oder runter gefahren.
[0047] Für die manuelle Lösung, die auch als simple Lösung bezeichnet werden kann, werden
beispielsweise keine Sensoren verwendet, sondern dem Benutzer erklärt und überlassen,
wann dieser die Dunstabzugsvorrichtung über eine Bedienung, beispielsweise mittels
Touchelementen, Tastenelementen, und/oder über Gestik-/Voice-Steuerung, auf welche
Höhe bringen will. Die Erklärung erfolgt über die Höhe der Töpfe und Wrasenumfang.
Man kann dem Benutzer beispielsweise drei Einstellmöglichkeiten ermöglichen. Diese
können sein: komplett eingefahren, ein niedriger Wraseneinzug und ein höherer Wraseneinzug.
[0048] Vorteile und Merkmale, die bezüglich der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung
beschrieben werden und wurden, gelten - soweit anwendbar - auch für das erfindungsgemäße
Küchengerät und das erfindungsgemäße Verfahren und jeweils umgekehrt und werden daher
gegebenenfalls nur einmalig beschrieben.
[0049] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Figuren beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1:
- eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Küchengerätes;
- Figur 2:
- eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform nach Figur 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung
in Ruhestellung;
- Figur 3:
- eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform nach Figur 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung
in einer ersten Betriebsstellung;
- Figur 4:
- eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform nach Figur 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung
in einer zweiten Betriebsstellung;
- Figur 5:
- eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform nach Figur 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung
in einer dritten Betriebsstellung;
- Figur 6:
- eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Ruhestellung;
- Figur 7:
- eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Ruhestellung;
- Figur 8:
- eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Betriebsstellung;
- Figur 9:
- eine schematische Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Betriebsstellung;
- Figur 10:
- eine schematische Perspektivansicht des Küchengerätes nach Figur 8 mit der Dunstabzugsvorrichtung
in einer Betriebsstellung;
- Figur 11:
- eine schematische Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Betriebsstellung;
- Figur 12:
- eine schematische Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Betriebsstellung;
- Figur 13:
- eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Küchengerätes
nach Figur 12 mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Betriebsstellung;
- Figur 14:
- eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Betriebsstellung;
- Figur 15:
- eine schematische Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes mit der Dunstabzugsvorrichtung in einer Betriebsstellung; und
- Figuren 16 bis 18:
- schematische Schnittdarstellungen einer weiteren Ausführungsform der Dunstabzugsvorrichtung
in unterschiedlichen Betriebspositionen.
[0050] In Figur 1 ist eine schematische Perspektivansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Küchengerätes 1 gezeigt. Das Küchengerät 1 besteht aus einem Kochfeld 3 und eine Dunstabzugsvorrichtung
2. Das Kochfeld 3 ist in einer Arbeitsplatte 40 eines Küchenschranks 4 eingebaut.
Zudem ist in der Arbeitsplatte 40 eine Aussparung 41 vorgesehen. Die Aussparung 41
liegt an der rückwärtigen Seite des Kochfeldes 3 zwischen dem Kochfeld 3 und einer
Raumwand. In die Aussparung 41 ist die Dunstabzugsvorrichtung 2 eingebracht. In der
Ansicht in Figur 1 ist von der Dunstabzugsvorrichtung 2 lediglich die Abdeckung 23
zu sehen. Die Dunstabzugsvorrichtung 2 befindet sich in der Figur 1 in einer Ruhestellung.
In der dargestellten Ausführungsform ist im vorderen Bereich des Kochfeldes 3 ein
Sensor 28 in dem Kochfeld 3 integriert. Der Sensor 28 kann aber auch separat zu dem
Kochfeld 3 vorliegen und beispielsweise vor dem vorderen Rand des Kochfeldes 3 angeordnet
sein. Die Funktion des Sensors 28 wird später genauer erläutert.
[0051] In Figur 2 ist eine schematische Schnittansicht der Ausführungsform des Küchengerätes
1 nach Figur 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung 2 in Ruhestellung gezeigt. Wie sich
aus der Ansicht der Figur 2 ergibt, weist die Dunstabzugsvorrichtung 2 einen Absaugschacht
24 auf. Das obere Ende des Absaugeschachtes 24 liegt in der Aussparung 41, die in
der Arbeitsplatte 40 eingebracht ist. In diesem oberen Ende sind die Auslassöffnungen
29 des Absaugschachtes 24 der Dunstabzugsvorrichtung 2 gebildet. Zwischen den Auslassöffnungen
29, das heißt den Teilen der Öffnung an dem oberen Ende des Absaugschachtes 24, ist
die Lufteintrittsöffnung 290 gebildet. Die Auslassöffnungen 29 und die Lufteintrittsöffnung
290 sind durch die Abdeckung 23 verschlossen. Im Inneren des Absaugschachtes 24 sind
zwei Schirmelemente 21, 22 angeordnet. Das Schirmelement 22 liegt an der vorderen
und das Schirmelement 21 an der hinteren Wand des Absaugschachtes 24 an. Das Schirmelement
21 wird daher im Folgenden als hinteres Schirmelement bezeichnet und das Schirmelement
22 als vorderes Schirmelement. Die Schirmelemente 21,22 stehen in der Vertikalen.
Die Höhenabmessung des Schirmelementes 22 ist in der gezeigten Ausführungsform geringer
als die Höhenabmessung des Schirmelementes 21. In der gezeigten Ruhestellung liegen
die oberen Kanten der Schirmelemente 21,22 auf einer gemeinsamen Höhe und unterhalb
der Auslassöffnungen 29. Die Schirmelemente 21,22 sind somit in den Absaugschacht
24 eingefahren. Die Schirmelemente 21,22 können separat zueinander bezüglich des Absaugschachtes
24 verschiebbar oder gemeinsam verschiebbar gelagert sein. Die Schirmelemente 21,
22 bilden den Wrasenfang der Dunstabzugsvorrichtung, der in dem Absaugschacht 24 verschiebbar
gelagert ist.
[0052] Wird die Dunstabzugsvorrichtung 2 aktiviert, das heißt eingeschaltet, so wird die
Abdeckung 23 nach unten geklappt. Die Abdeckung 23 wird so weit nach unten geklappt,
bis diese an der vorderen Wand des Absaugschachtes 24 anliegt. Diese Bewegung ist
in Figur 3 schematisch gezeigt. Wie sich aus Figur 3 ergibt, wird Wrasen, der beim
Kochen mit einem Topf T entsteht, durch ein Gebläse (nicht gezeigt) in den Absaugschacht
24 eingesaugt. Der eingesaugte Wrasen wird hierbei zwischen den Schirmelementen 21,22
nach unten geleitet. Zwischen den Oberkanten der Schirmelemente 21,22 wird somit der
Absaugspalt 20 gebildet. In Figur 3 ist in dem Absaugschacht 24 schematisch ein Filter
26 gezeigt, über den der Wrasen gereinigt wird.
[0053] Kommt es zu einem höheren Wrasenaufkommen, so kann die Dunstabzugsvorrichtung 2 in
eine zweite Betriebsstellung bewegt werden. Diese Betriebsstellung ist in Figur 4
schematisch gezeigt. In dieser Betriebsstellung ist das hintere Schirmelement 21 bezüglich
des Absaugschachtes 24 nach oben verschoben. Das Verschieben erfolgt mittels einer
Bewegungsvorrichtung 25, von der in Figur 4 lediglich eine Führungsschiene für das
hintere Schirmelement 21 zu sehen ist. Auch für das vordere Schirmelement 22 ist vorzugsweise
eine Führungsschiene vorgesehen, die in der Figur 4 nicht gezeigt ist. Zusätzlich
weist die Bewegungsvorrichtung 25 vorzugsweise einen Antrieb, beispielsweise Spindeln
(nicht gezeigt) auf. Über diesen Antrieb können die Führungsschienen einzelnen bewegt,
insbesondere nach oben verschoben werden. Alternativ ist es aber auch möglich, dass
die Bewegungsvorrichtung und insbesondere der Antrieb nicht an einer der Führungsschienen,
sondern an dem jeweiligen Schirmelement selber angreift und dieses nach oben verschiebt.
Eine Bewegung nach unten erfolgt bei der Bewegungsvorrichtung 25 entweder ebenfalls
über den Antrieb, oder zumindest teilweise durch das Eigengewicht des jeweiligen Schirmelementes
21, 22. Die Schirmelemente 21, 22 sind von der Bewegungsvorrichtung 25 lösbar. Insbesondere
können die Schirmelemente 21, 22 einzeln aus der jeweiligen Führungsschiene nach oben
herausgezogen werden, ohne dass Werkzeug benötigt wird. In der gezeigten Ausführungsform
liegt das hintere Schirmelement 21 somit in einer größeren Höhe gegenüber der Auslassöffnung
29 als das vordere Schirmelement 22.
[0054] Wird zum Kochen ein höheres Gargefäß, beispielsweise ein höherer Topf T verwendet,
so kann die Dunstabzugsvorrichtung 2 in eine weitere Betriebsstellung verfahren werden.
Diese Betriebsstellung ist in Figur 5 schematisch gezeigt. In dieser Betriebsstellung
wird zusätzlich zu dem hinteren Schirmelement 21 auch das vordere Schirmelement 22
nach oben verschoben. Die obere Kante des hinteren Schirmelementes 21 liegt hierbei
höher als die obere Kante des vorderen Schirmelementes 22. Zwischen den beiden oberen
Kanten der Schirmelemente 21,22 wird der Absaugspalt 20 gebildet. Dieser liegt in
der Betriebsstellung nach Figur 5 nicht in der Horizontalen, sondern zu dieser geneigt.
Das vordere Schirmelement 22 ist soweit über die Auslassöffnung 29 nach oben verschoben,
dass die obere Kante des vorderen Schirmelementes 22 auf der Höhe des oberen Endes
des Gargefäßes, insbesondere des Topfes T, liegt. Somit kann über den Absaugspalt
20 der entstehende Wrasen zuverlässig eingesaugt und in dem Absaugschachtes 24 geleitet
werden. Da die Schirmelemente 21,22 separat zueinander bezüglich des Absaugschachtes
24 verschiebbar sind, kann den unterschiedlichen Bedingungen, die in Figur 4 und Figur
5 gezeigt sind, Rechnung getragen werden.
[0055] In Figur 6 ist eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Küchengerätes 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung 2 in einer Ruhestellung
gezeigt. In dieser Ruhestellung ist das hintere Schirmelement 21 gegenüber dem Absaugschacht
24 und insbesondere der Auslassöffnung 29 nach oben verschoben. Das vordere Schirmelement
22 ist hingegen in dem Absaugschacht 24 aufgenommen. Das hintere Schirmelement 21
kann bei dieser Ruhestellung als Spritzschutz für die Raumwand dienen.
[0056] In Figur 7 ist eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Küchengerätes 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung 2 in einer Ruhestellung
gezeigt. In dieser Ruhestellung ist das vordere Schirmelement 22 gegenüber dem Absaugschacht
24 und damit der Auslassöffnung 29 nach oben verfahren. Das hintere Schirmelement
21 ist hingegen in dem Absaugschacht 24 aufgenommen.
[0057] Bei den Ruhestellungen nach Figur 6 und Figur 7 kann eine Abdeckung (nicht gezeigt)
vorgesehen sein, die die Lufteintrittsöffnung 290 in dem Bereich, in dem keines der
Schirmelemente 21,22 durch diese Auslassöffnungen 29 nach oben ragt, abdeckt. In der
Lufteintrittsöffnung 290 ist in der gezeigten Ausführungsform ein Filterelement 26
angedeutet.
[0058] In Figur 8 ist eine schematische Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Küchengerätes 1 mit der Dunstabzugsvorrichtung 2 in einer Betriebsstellung
gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß
den Figuren 1-7 die Dunstabzugsvorrichtung 2 in dem Kochfeld 3 integriert. Diese Ausführungsform
ist in Figur 10 in perspektivischer Ansicht gezeigt. Das obere Ende des Absaugschachtes
24 liegt bei dieser Ausführungsform somit in dem Kochfeld 3. Das obere Ende des Absaugschachtes
24 und damit die Auslassöffnungen 29 erstrecken sich somit über die gesamte Tiefe
des Kochfeldes 3 und ist in Breitenrichtung mittig angeordnet. In der gezeigten Ausführungsform
weisen beide Schirmelemente 21,22 die gleichen Höhenabmessungen auf. Zudem sind in
der gezeigten Betriebsstellung der Dunstabzugsvorrichtung 2 die beiden Schirmelemente
21,22 um die gleiche Höhe gegenüber der jeweiligen Auslassöffnung 29 oben verschoben.
Mit dieser Dunstabzugsvorrichtung 2 kann somit Wrasen von Gargefäßen, insbesondere
Töpfen T, von beiden Seiten der Dunstabzugsvorrichtung 2 abgesaugt werden. Wird auf
einer Seite der Dunstabzugsvorrichtung 2 allerdings ein Gargefäß, insbesondere Topf
T, verwendet, das eine geringere Höhe hat, als die Höhe, um die die Schirmelemente
21, 22 aus den Auslassöffnungen 29 überstehen, so kann das jeweilige Schirmelement
21,22, das zu diesem Gargefäß benachbart ist, um einen gewissen Betrag nach unten
verfahren werden. In dieser Stellung ragt das nach unten verfahrene Schirmelement
21, 22 weiterhin über die Auslassöffnungen 29 der Dunstabzugsvorrichtung 2, die in
dem Kochfeld 3 liegen, nach oben.
[0059] In Figur 9 ist eine weitere Ausführungsform des Küchengerätes 1 in Perspektivansicht
gezeigt. Die Dunstabzugsvorrichtung 2 des Küchengerätes 1 befindet sich hierbei in
einer Betriebsstellung. Insbesondere sind die Schirmelemente 21,22 nach oben ausgefahren.
Die Ausführungsform nach Figur 9 unterscheidet sich von der Ausführungsform gemäß
Figuren 8 und 10 dadurch, dass die Dunstabzugsvorrichtung 2 zu dem Kochfeld 3 beabstandet
ist. Insbesondere ist in der Figur 9 das Kochfeld 3 zweiteilig aufgebaut und die Dunstabzugsvorrichtung
2 liegt zwischen diesen beiden Teilen des Kochfeldes 3. Für die Dunstabzugsvorrichtung
2 ist daher in der Arbeitsplatte 40 des Küchenschrankes 4 einer Aussparung 41 eingebracht.
Auch bei der Ausführungsform nach Figur 9 werden die beiden Schirmelemente 21,22 vorzugsweise
auf die gleiche Höhe gegenüber dem Absaugschacht 24 nach oben verfahren. Wird auf
einer Seite der Dunstabzugsvorrichtung 2 allerdings ein Gargefäß, insbesondere Topf
T, verwendet, das eine geringere Höhe hat, als die Höhe, um die die Schirmelemente
21, 22 aus den Auslassöffnungen 29 überstehen, so kann das jeweilige Schirmelement
21,22, das zu diesem Gargefäß benachbart ist, um einen gewissen Betrag nach unten
verfahren werden. In dieser Stellung ragt das nach unten verfahrene Schirmelement
21, 22 weiterhin über die Auslassöffnungen 29 der Dunstabzugsvorrichtung 2, die in
der Aussparung 41 liegen, nach oben.
[0060] In Figur 11 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Küchengerätes
1 mit der Dunstabzugsvorrichtung 2 in einer Betriebsstellung gezeigt. Bei dieser Ausführungsform
weisen die Schirmelemente 21,22 unterschiedliche Größen auf. Insbesondere ist in der
dargestellten Ausführungsform das vordere Schirmelement 22 kleiner als das hintere
Schirmelement 21. Insbesondere weist das vordere Schirmelement 22 eine geringere Breite
auf, als das hintere Schirmelement 21. Zudem ist das vordere Schirmelement 22 in der
gezeigten Betriebsstellung um einen geringeren Betrag über die Auslassöffnung 29 nach
oben verschoben, als das hintere Schirmelement 21. Die Höhenabmessung der Schirmelemente
21,22 kann bei dieser Ausführungsform gleich sein. In diesem Fall ist das vordere
Schirmelement 22 lediglich um einen geringeren Betrag nach oben verschoben, als das
hintere Schirmelement 21. Zusätzlich ist bei der Ausführungsform nach Figur 11 eine
Beleuchtungseinrichtung (nicht sichtbar) vorgesehen. Über die Beleuchtungsvorrichtung
27 wird Licht in die Schirmelemente 21,22 von unten eingeleitet. Durch entsprechende
Oberflächenbehandlung der Schirmelemente 21,22 oder aufgrund der Materialeigenschaft
der Schirmelemente 21,22 wird das eingebrachte Licht flächig über die Schirmelemente
21,22 abgegeben. Die Schirmelemente 21,22 können beispielsweise aus Glas bestehen.
[0061] In Figur 12 ist eine Perspektivansicht einer weiteren Ausführungsform des Küchengerätes
1 mit der Dunstabzugsvorrichtung 2 in der Betriebsstellung gezeigt. Diese Ausführungsform
unterscheidet sich von der in Figur 11 gezeigten Ausführungsform dadurch, dass an
der Oberkante des hinteren Schirmelementes 21 eine Beleuchtungseinrichtung 27 vorgesehen
ist. Diese kann beispielsweise ein LED Streifen sein. Alternativ ist es aber auch
möglich, dass die Beleuchtungseinrichtung 27 von unten an dem hinteren Schirmelement
21 angebracht ist und die Oberkante des hinteren Schirmelementes 22 so behandelt ist,
dass das eingeleitete Licht über diese Oberkante abgegeben wird. In Figur 13 ist eine
schematische Schnittansicht dieser Ausführungsform des Küchengerätes 1 gezeigt. Wie
sich aus dieser Ansicht ergibt, wird das Licht von der Oberkante des hinteren Schirmelementes
21 nach unten geneigt abgegeben. Im vorderen Bereich des Küchengerätes 1, insbesondere
vor dem Kochfeld 3 ist ein Sensor 28 vorgesehen. Dieser stellt in der dargestellten
Ausführungsform einen Fotosensor dar. Durch diesen Fotosensor kann das von dem hinteren
Schirmelement 21 abgegebene Licht erkannt werden. Wird auf das Kochfeld 3 einen Topf
T gestellt, so kann durch den Fotosensor 28 die Höhe des Topfes T bestimmt werden.
Diese Höhenbestimmung ist insbesondere möglich, da die Schirmelemente 21,22 separat
zueinander verfahren werden können.
[0062] In der Figur 14 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung
2 gezeigt. In dieser Ausführungsform ist das obere Ende des Absaugschachtes 24 durch
eine Deckplatte 200 abgedeckt. In der Deckplatte 200 sind eine Aussparung, die die
Lufteintrittsöffnung 290 bildet, und zwei Aussparungen, die jeweils eine Auslassöffnung
29 bilden, eingebracht. Die Auslassöffnungen 29 sind zu der Lufteintrittsöffnung 290
benachbart angeordnet und die Lufteintrittsöffnung 290 liegt zwischen den Auslassöffnungen
29. Die Dunstabzugsvorrichtung 2 weist zwei Schirmelemente 21, 22 auf, die sich in
dem gezeigten Zustand durch die Auslassöffnungen 29 hindurch erstrecken und nach oben
herausragen. Das untere Ende jedes der Schirmelemente 21, 22 ist jeweils in einem
Befestigungselement 250 gehalten. In der dargestellten Ausführungsform stellt das
Befestigungselement 250 eine nach oben offene Schiene dar, in die das untere Ende
des jeweiligen Schirmelementes 21, 22 eingeführt werden kann. Das Befestigungselement
250 ist mit einer Bewegungsvorrichtung 25 verbunden, die in Figur 14 nur schematisch
angedeutet ist. Die Bewegungsvorrichtung 25 kann beispielsweise eine Spindel umfassen
und kann beispielsweise an einer Seitenwand des Absaugschachtes 24 vorgesehen sein.
Über die Bewegungsvorrichtung 25 kann das damit verbundene Befestigungselement 250
vertikal verschoben werden. Hierdurch kann das in das Befestigungselement 250 eingeführte
Schirmelement 21 oder 22, nach oben ausgefahren oder nach unten eingefahren werden.
Die Bewegungsvorrichtungen 25 können separat zueinander fungieren. Hierdurch können
die Schirmelemente 21, 22 separat zueinander bewegt werden. Es liegt aber auch im
Rahmen der Erfindung, dass die Bewegungsvorrichtungen 25 miteinander verbunden oder
gekoppelt sind und dadurch die Schirmelemente 21, 22 gleichzeitig bewegt werden. In
diesem Fall können die gezeigten zwei Bewegungsvorrichtungen 25 auch durch eine einzige
Bewegungsvorrichtung ersetzt werden, mit der die Befestigungselemente 250 verbunden
sind.
[0063] Die Betätigung einer Dunstabzugsvorrichtung 2 mit einer gemeinsamen Bewegungsvorrichtung
25 für die beiden Schirmelemente 21, 22 ist in den Figuren 16 bis 18 schematisch gezeigt.
Hierbei ist die relative Position der Schirmelemente 21, 22 zueinander in jeder der
gezeigten Stellungen gleich. Figur 16 zeigt eine Betriebsstellung zum Absaugen von
Luft von einer Pfanne oder einem anderen flachen Gargefäß. Figur 17 zeigt eine Betriebsstellung
zum Absaugen von Luft von einem kleinen Topf und Figur 18 zeigt eine Betriebsstellung
zum Absaugen von Luft von einem höheren Topf.
[0064] In Figur 15 ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Küchengerätes
1 gezeigt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der in Figur 11 gezeigten
Ausführungsform dadurch, dass die Dunstabzugsvorrichtung 2 drei Schirmelemente 21,
22, 22' aufweist. Insbesondere weist die Dunstabzugsvorrichtung ein hinteres Schirmelement
21 und zwei vordere Schirmelemente 22, 22' auf. Die vorderen Schirmelemente 22, 22'
sind zueinander seitlich benachbart in einer Ebene angeordnet. Zwischen den einander
zugewandten Seitenkanten der beiden Schirmelemente 22, 22' liegt ein Abstand. Die
Höhe der vorderen Schirmelemente 22, 22' ist jeweils geringer als die Höhe des hinteren
Schirmelementes 21. Die Breite der beiden vorderen Schirmelemente 22, 22' ist zusammen
mit dem Abstand zwischen den Schirmelementen 22, 22' kleiner als die Breite des hinteren
Schirmelementes 21. Bei dieser Ausführungsform erstreckt sich der Ansaugspalt 20,
über den Luft eingesaugt wird, sowohl zwischen der jeweiligen Oberkante jedes der
vorderen Schirmelemente 22, 22' und der Oberkante des hinteren Schirmelementes 21
als auch entlang der Seitenkanten der vorderen Schirmelemente 22, 22'. Insbesondere
ist zwischen der äußeren Seitenkante des jeweiligen vorderen Schirmelementes 22, 22'
und den jeweiligen äußeren Seitenkante des hinteren Schirmelementes 21 ein weiterer
Teil des Ansaugspaltes 20 gebildet. Auch zwischen der jeweiligen Seitenkante der vorderen
Schirmelemente 22, 22', die einander zugewandt sind, und dem mittleren Bereich des
hinteren Schirmelementes 21 ist ein weiterer Teil des Ansaugspalts 20 gebildet. Die
Strömung der Luft ist in der Figur 15 schematisch durch Blockpfeile angedeutet. Die
vorderen Schirmelemente 22, 22' sind wie das hintere Schirmelement 21 lösbar an der
Dunstabzugsvorrichtung 2 gehalten. Die vorderen Schirmelemente 22, 22' können gemeinsam
oder separat voneinander aus- und eingefahren werden. Vorzugsweise werden die Schirmelemente
22, 22' bei dieser Ausführungsform aber gemeinsam aus- und eingefahren.
[0065] Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt. Es liegt
beispielsweise auch im Rahmen der Erfindung, dass einzelne Merkmale einer Ausführungsform
mit denen einer anderen Ausführungsform kombiniert werden. Beispielsweise können die
in Figur 14 gezeigten Befestigungselemente 250 auch in einer anderen Ausführungsform
verwendet werden.
[0066] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Dunstabzugsvorrichtung geschaffen, die zwar
wie bekannte Dunstabzugsvorrichtungen, die Downdraft-Vorrichtung darstellen, beispielsweise
hinter dem Kochfeld angeordnet sein kann und dort herausfahren kann. Insbesondere
bei der Ausführungsform der Schirmelemente aus transparentem Material, insbesondere
Glas, besteht allerdings bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung keine optische
Barriere. Die Anordnung der Schirmelemente bildet einen höhenverstellbaren Wrasenfang,
durch den eine optimale Wrasen-Erfassung gewährleistet wird. Die Ansaugströmung der
Dunstabzugsvorrichtung wird dadurch optimiert. Zudem kann insbesondere bei Schirmelementen
aus Glas ein Arbeitslicht erzeugt werden, indem Licht in die Schirmelemente eingekoppelt
wird. Zudem kann mindestens eines der Schirmelemente als Spritzschutz dienen. Auch
für diese Funktion ist vorteilhaft, wenn die Schirmelemente aus Glas bestehen.
[0067] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden bei der erfindungsgemäßen Dunstabzugsvorrichtung
als Schirmelemente zwei Glasplatten verwendet, die hintereinander angeordnet sind
und jeweils plan oder gekrümmt sein können. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung
die Schirmelemente aus einem anderen Material herzustellen. Die Schirmelemente sind
vorzugsweise hinter dem Kochfeld angeordnet und werden mechanisch ausgefahren. Die
Höhe, um die das oder die Schirmelemente ausgefahren werden, sowie die Anzahl der
Schirmelemente, die ausgefahren werden, passen sich an die aktuelle Kochsituation
an. Hierbei erfolgt die Anpassung so, dass der Ansaugspalt, der zwischen den Schirmelementen
entsteht, möglichst nahe an die Topfoberkante geführt wird. Die Höhe der verwendeten
Töpfe kann über eine Sensorik detektiert werden. Entsprechend der detektierten Höhe
verfahren die Schirmelemente so, dass eine optimale Wrasenerfassung gewährleistet
ist. Vorgaben für die jeweilige Höhe, auf die die einzelnen Schirmelemente verfahren
werden sollen, können über die sich bewegende Beleuchtung, die durch die Schirmelemente
erfolgt, und einen gegenüber dem Kochfeld platzierten Fotosensor erzeugt werden.
[0068] Die Anordnung der Glasscheiben bildet einen Absaugtrakt, der in der Höhe hoch und
runter gefahren werden kann, um den Ansaugspalt in der Höhe der gegebenen Wrasensituation
anzupassen. Auch über die Seiten dieses Absaugtraktes sowie gegebenenfalls bei einer
getrennten vorderen Scheibe auch über die Mitte kann zudem weiterer Wrasen angesaugt
werden.
[0069] Durch das zusätzliche Ansaugen an der Seite wird die Luft von der Topfumgebung abgesaugt.
Dies hilft frühzeitig eine Strömung auszubilden und so den Wrasen abzulenken. Durch
die Größe und Anordnung der Scheiben wird der Ansaugbereich nach vorne gerichtet.
Je breiter und höher eine hintere Scheibe ist, desto mehr entsteht eine mögliche Aufprall-/Auffangfläche
für den Wrasen. Die Größe der vorderen Scheibe(n) beeinflusst den Wraseneinzug und
die Strömungsbildung. Je näher sich die seitlichen Kanten der vorderen Scheibe(n)
sich dem seitlichen Rand vom Topf annähern, desto besser ist der Einzug.
[0070] Das Glasmaterial oder das andere Plattenmaterial, beispielsweise Kunststoff, aus
dem die Schirmelemente bestehen, kann sowohl als Spritzschutz als auch als Lichtwellenleiter
dienen. Das Licht kann hierbei von unten über die untere Kante der Schirmelemente
eingekoppelt werden. Durch eine geeignete Kantenbearbeitung der oberen Kante kann
die Auskopplung und Richtung des Lichtstrahls, der von den Schirmelementen abgegeben
wird, eingestellt werden. Im passiven Zustand der Dunstabzugsvorrichtung, das heißt
in der Ruhestellung der Dunstabzugsvorrichtung, ist die Dunstabzugsvorrichtung vorzugsweise
nicht zu sehen, sondern befindet sich beispielsweise unter einer Arbeitsplatte hinter
dem Kochfeld. Bei niedrigen Töpfen und normalem Wrasen kann es genügen, wenn nur das
hintere Schirmelement hochfährt. Bei höheren Töpfen, wird das vordere Schirmelement
hochgefahren, um den Absaugspalt, der auch als Wraseneinzug bezeichnet werden kann,
auf die optimale Höhe zu bringen. Die Höhe der Schirmelemente, um die diese über einen
Absaugschacht nach oben stehen, variiert und passt sich der Situation an.
[0071] Die vorliegende Erfindung weist eine Reihe von Vorteilen auf. Insbesondere können
die Schirmelemente, die auch als Platten oder Scheiben bezeichnet werden können, weniger
hoch raus fahren, als herkömmliche Downdraft-Vorrichtungen und mit der Dunstabzugsvorrichtung
dennoch eine ausreichende Wrasenfangrate erzielt werden. Da die Schirmelemente komplett
voneinander getrennt sind und beispielsweise auch nicht in der Mitte miteinander verbunden
sind, können die Schirmelemente auch separat in die gewünschte Position gebracht werden.
Zudem wird durch die getrennten Schirmelemente, insbesondere, wenn diese aus Glas
bestehen, der Dunstabzugsvorrichtung in optischer Hinsicht eine Leichtigkeit verliehen.
Diese wird noch dadurch unterstützt, dass je nach aktuellen Bedingungen gegebenenfalls
nur ein Schirmelement hochgefahren werden muss. Insbesondere bei aus Glas oder Kunststoff
bestehenden Schirmelementen kann ein Arbeitslicht in die Schirmelemente, beispielsweise
durch Lichteinkopplung integriert werden. Zudem kann auch Licht für Ambiente und Stimmung
durch die Schirmelemente erzeugt werden. Das Licht wird dabei vorzugsweise von unten
in das jeweilige Schirmelement eingekoppelt. Zudem kann bei der Erfindung nicht nur
Wrasen über einen oberen horizontalen Spalt sondern auch seitlich und gegebenenfalls
zusätzlich mittig, das heißt von vorne zwischen zwei vorderen Scheiben eingesaugt
werden. Hierdurch wird eine bessere Einsaugleistung erzielt als bei herkömmlichen
Downdrafts, die Wrasen nur von oben einziehen. Zudem kann, da die Schirmelemente lösbar
befestigt sind und damit ohne Werkzeug entnommen werden können, das Fettlabel verbessert
werden, da die an den Schirmelementen abgesetzten Verunreinigungen zusammen mit den
Verunreinigungen an Filtern berechnet werden.
BEZUGSZEICHEN
[0072]
- 1
- Küchengerät
- 2
- Dunstabzugsvorrichtung
- 200
- Deckplatte
- 20
- Absaugspalt
- 21
- Schirmelement
- 22, 22'
- Schirmelement
- 23
- Abdeckung
- 24
- Absaugschacht
- 25
- Bewegungsvorrichtung
- 250
- Befestigungselement
- 26
- Filter
- 27
- Beleuchtungseinrichtung
- 28
- Sensor
- 29
- Auslassöffnung
- 290
- Lufteintrittsöffnung
- 3
- Kochfeld
- 4
- Küchenschrank
- 40
- Arbeitsplatte
- 41
- Aussparung
- T
- Topf
- R
- Raumwand
1. Dunstabzugsvorrichtung mit einem Absaugschacht (24), in dessen oberen Ende eine Lufteintrittsöffnung
und mindestens eine Auslassöffnung (29) gebildet ist, und mindestens einem in dem
Absaugschacht (24) verschiebbar gelagerten Wrasenfang mit mindestens einem Absaugspalt
(20), dadurch gekennzeichnet, dass der Wrasenfang aus mindestens zwei flächigen Schirmelementen (21, 22, 22') besteht,
zwischen den Schirmelementen (21, 22, 22') der Absaugspalt (20) gebildet ist, mindestens
eines der mindestens zwei Schirmelemente (21, 22, 22') in zumindest einer Stellung
des Wrasenfangs teilweise über eine Auslassöffnung (29) des Absaugschachtes (24) hinaus
ragt und die mindestens zwei Schirmelemente (21, 22, 22') lösbar in dem Absaugschacht
(24) gelagert sind.
2. Dunstabzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Schirmelement (21, 22, 22') an einem Befestigungselement (250), insbesondere
einer Schiene, lösbar befestigt ist, das in dem Absaugschacht (24) verschiebbar gelagert
ist.
3. Dunstabzugsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (250) mit einer Bewegungsvorrichtung (25) zum vertikalen
Verschieben des mindestens einen Schirmelementes (21, 22, 22') verbunden ist.
4. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Schirmelemente (21, 22, 22') gemeinsam bezüglich des Absaugschachtes
(24) verschiebbar gelagert sind.
5. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugsvorrichtung (2) drei Schirmelemente (21, 22, 22') aufweist, von denen
zwei (22, 22') seitlich zueinander benachbart und zu dem dritten Schirmelement (21)
horizontal versetzt angeordnet sind.
6. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eines der mindestens zwei Schirmelement (21, 22, 22') eine größere Fläche aufweist
als das mindestens eine weitere Schirmelement (21, 22, 22').
7. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Betriebsstellung des Wrasenfangs die oberen Kanten der mindestens zwei Schirmelemente
(21, 22, 22') in unterschiedlichen Höhen oberhalb der Auslassöffnungen (29) des Absaugschachtes
(24) liegen.
8. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ruhestellung oder in einer Betriebsstellung des Wrasenfangs ein Schirmelement
(21, 22, 22') vollständig in dem Absaugschacht (24) aufgenommen ist und mindestens
ein weiteres Schirmelement (21, 22, 22') über die Auslassöffnung (29) des Absaugschachtes
(24) teilweise nach oben hinausragt.
9. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Absaugspalt (20) vorzugsweise zumindest entlang der oberen Kante zumindest eines
der Schirmelemente (21, 22, 22') verläuft.
10. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugsvorrichtung (2) zumindest einen Sensor (28) zum Erfassen der Höhe
von Gegenständen (T) und / oder des Wrasenaufkommens in der Umgebung der Dunstabzugsvorrichtung
(2) aufweist.
11. Dunstabzugsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugsvorrichtung (2) eine Steuereinheit aufweist, die auf der Basis der
erfassten Sensordaten die Ausrichtung der mindestens zwei Schirmelemente (21, 22,
22') verändert.
12. Dunstabzugsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Basis der erfassten Sensordaten der Betrag, um den mindestens ein Schirmelement
(21, 22, 22') über die Auslassöffnung (29) nach oben übersteht, verändert wird und/oder
die Höhendifferenz der Oberkanten der mindestens zwei Schirmelemente (21, 22, 22')
verändert wird.
13. Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugsvorrichtung (2) mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung (27) umfasst.
14. Dunstabzugsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugsvorrichtung (2) zusätzlich einen Lichtsensor (28) umfasst, mittels
dessen die Höhe von Gegenständen (T) in der Umgebung der Dunstabzugsvorrichtung (2)
erfasst werden kann.
15. Küchengerät mit mindestens einem Kochfeld (3) und einer Dunstabzugsvorrichtung (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Dunstabzugsvorrichtung (2) eine Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 14 darstellt.
16. Küchengerät nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des Absaugschachtes (24) in der Fläche des Kochfeldes (3), vorzugsweise
in der Mitte der Breite der Fläche des Kochfeldes (3) liegt.
17. Verfahren zum Betreiben einer Dunstabzugsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
14, dadurch gekennzeichnet, dass die relative Position von zumindest einem Schirmelement (21, 22, 22') zu der Auslassöffnung
(29) und die relative Position der Oberkanten der Schirmelemente (21, 22, 22') zueinander
eingestellt werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die relative Position von zumindest einem Schirmelement (21, 22, 22') zu
der Auslassöffnung (29) beim Übergang von einer Betriebsstellung zu einer weiteren
Betriebsstellung der Dunstabzugsvorrichtung (2) verändert wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Positionen der mindestens zwei Schirmelemente (21, 22, 22') voll-automatisch,
halbautomatisch oder manuell erfolgt.