Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zum Halten eines weichmagnetischen Transformatorenstapelkerns
mit Schichten mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer
Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, wobei der Transformatorenstapelkern
wenigstens zwei parallel zueinander verlaufende Spulenschenkel und zwei mit einander
gegenüberliegenden Enden der Spulenschenkel verbundene Joche aufweist, und wobei die
Haltevorrichtung wenigstens zwei Halteeinheiten, die jeweils derart an einem der beiden
Joche anordbar sind, dass die Halteeinheiten an einander gegenüberliegenden Endbereichen
des Transformatorenstapelkerns angeordnet sind, und wenigstens ein an den beiden Halteeinheiten
angreifendes mechanisches Fixiermittel, über das die beiden Halteeinheiten zerstörungsfrei
lösbar miteinander verbunden sind, aufweist.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Transformator, insbesondere Drehstromtransformator,
aufweisend wenigstens einen weichmagnetischen Transformatorenstapelkern mit Schichten
mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, wobei der Transformatorenstapelkern wenigstens
zwei parallel zueinander verlaufende Spulenschenkel und zwei mit einander gegenüberliegenden
Enden der Spulenschenkel verbundene Joche aufweist, und wenigstens eine Haltevorrichtung
zum Halten des Transformatorenstapelkerns.
Stand der Technik
[0003] Transformatoren wandeln eine Eingangswechselspannung in eine von der Eingangswechselspannung
abweichende Ausgangswechselspannung. Transformatoren werden beispielsweise zur Spannungswandlung
in Energieversorgungsanlagen und in elektrischen Geräten eingesetzt.
[0004] Ein Transformator weist für jede Phase der zu wandelnden Eingangswechselspannung
eine Primärspule und eine Sekundärspule auf, die an einem gemeinsamen Transformatorenkern
angeordnet sind, der aus ferromagnetischen Werkstoffen oder Ferriten hergestellt ist.
Der Transformatorenkern bündelt in Verbindung mit den Spulen den magnetischen Fluss
und vergrößert die Induktivität und die magnetische Flussdichte des Transformators.
Der Transformatorenkern kann aus einem Blechpaket aus mehreren elektrisch voneinander
isolierten Transformatorblechen gebildet sein. Hierdurch können Wirbelstromverluste
des Transformators bei der Spannungswandlung reduziert werden.
[0005] Ein Drehstromtransformator weist einen weichmagnetischen Transformatorenkern auf,
der drei parallel zueinander verlaufende Spulenschenkel und zwei jeweils endseitig
mit den Spulenschenkeln verbundene Joche aufweist. An jedem Spulenschenkel sind eine
Primärspule und eine Sekundärspule derselben Stromphase angeordnet. Eines der Joche
kann monolithisch mit den drei Spulenschenkeln verbunden sein, wodurch ein E-förmig
ausgebildeter Abschnitt des Transformatorenkerns gebildet wird. Nachdem die Spulen
an den Spulenschenkeln angeordnet worden sind, kann das zweite Joch mit den freien
Enden der Spulenschenkel verbunden werden.
[0006] DE 10 2009 048 658 A1 offenbart einen herkömmlichen Transformatorstapelkern, aufweisend weichmagnetische
Schichten eines elektrisch leitfähigen Kernmaterials mit einer amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur, die durch Trennschichten eines elektrisch isolierenden Materials voneinander
getrennt sind. Mehrere der weichmagnetischen Schichten bilden zumindest mit den zwischen
ihnen liegenden Trennschichten einen monolithischen Verbund. Der Transformatorstapelkern
besteht also aus einem Blechpaket, wobei die Transformatorbleche jeweils vollständig
aus einem monolithischen Verbund weichmagnetischer Schichten und Trennschichten besteht.
Zur Herstellung des Transformatorenstapelkerns wird eine weichmagnetische Schicht
aus einem elektrisch leitfähigen Kernmaterial elektrochemisch auf einem Grundkörper
abgeschieden. Auf der weichmagnetischen Schicht wird eine elektrisch isolierende Trennschicht
erzeugt. Diese Vorgänge werden wiederholt, bis der Transformatorstapelkern die vorgesehene
Gestalt erreicht hat. Als weichmagnetische Schicht werden mindestens ein weichmagnetisches
Element, insbesondere eines oder mehrere der Elemente Eisen (Fe), Nickel (Ni) oder
Cobalt (Co), und mindestens ein glasbildendes Element, insbesondere Phosphor (P) und/oder
Bor (B), gemeinsam abgeschieden.
[0007] Die Ausbildung eines Transformatorenstapelkerns unter Verwendung von weichmagnetischen
amorphen Schichten geht mit einer Verringerung der Verluste am Transformatorenstapelkern
während seines Einsatzes in einem Transformator einher. Dies liegt an der geringeren
magnetischen Koerzitivfeldstärke, so dass Hystereseverluste beim Ummagnetisieren des
Transformatorenstapelkerns kleingehalten werden können.
[0008] DE 10 2011 083 521 A1 betrifft eine herkömmliche Pressrahmenstruktur für einen Transformator mit mehreren
Zugelementen, mit mehreren Verstrebungen, die zumindest teilweise schräg von einem
Kern des Transformators abstehend ausgeführt sind, und mit mehreren Zugpressplatten,
die an oder in der Nähe des Kerns des Transformators angeordnet sind. Die Zugelemente
sind außerhalb von Wicklungen des Transformators angeordnet. Anhand der Verstrebungen
sind die Zugelemente mit den Zugpressplatten verbunden. Die Zugelemente verbinden
den oberen Pressrahmen des Transformators mit dem unteren Pressrahmen des Transformators.
Die Zugelemente bewirken, dass der Kern zwischen den beiden Pressrahmen eingespannt
wird.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, einen energieeffizienteren Transformator, insbesondere
Drehstromtransformator, der eingangs genannten Art bereitzustellen.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den abhängigen Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren
wiedergegeben, wobei diese Ausgestaltungen jeweils für sich genommen oder in verschiedener
Kombination von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander einen vorteilhaften
und/oder weiterbildenden Aspekt der Erfindung darstellen können. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Haltevorrichtung können dabei vorteilhaften Ausgestaltungen des Transformators
entsprechen, und umgekehrt, selbst wenn hierauf im Folgenden nicht explizit hingewiesen
wird.
[0011] Eine erfindungsgemäße Haltevorrichtung dient zum Halten eines weichmagnetischen Transformatorenstapelkerns
mit Schichten mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer
Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, wobei der Transformatorenstapelkern
wenigstens zwei parallel zueinander verlaufende Spulenschenkel und zwei mit einander
gegenüberliegenden Enden der Spulenschenkel verbundene Joche aufweist. Die Haltevorrichtung
weist wenigstens zwei Halteeinheiten, die jeweils derart an einem der beiden Joche
anordbar sind, dass die Halteeinheiten an einander gegenüberliegenden Endbereichen
des Transformatorenstapelkerns angeordnet sind, und wenigstens ein an den beiden Halteeinheiten
angreifendes mechanisches Fixiermittel, über das die beiden Halteeinheiten zerstörungsfrei
lösbar miteinander verbunden sind, auf. Des Weiteren weist die Haltevorrichtung wenigstens
einen zwischen den Halteeinheiten eingespannten Abstandhalter und wenigstens ein zwischen
wenigstens einer Halteeinheit und dem Transformatorenstapelkern anordbares Federelement
auf, wobei die Haltevorrichtung derart ausgebildet ist, dass das Federelement bei
an der Haltevorrichtung angeordnetem Transformatorenstapelkern durch einen dabei gegebenen
zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern elastisch verformt
ist.
[0012] Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung ist als eigenstabile Haltevorrichtung ausgebildet,
was bedeutet, dass die Haltevorrichtung in ihren Haltezustand gebracht und in diesem
gehalten werden kann, ohne dass anderweitige Bauteile, wie beispielsweise der Transformatorenstapelkern,
unterstützend erforderlich sind, um der Haltevorrichtung eine Stabilität zu verleihen.
Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung ist also insbesondere nicht entsprechend einem
herkömmlichen Pressrahmen ausgebildet, wie er beispielsweise in
DE 10 2011 083 521 A1 offenbart ist. Bei einem solchen herkömmlichen Pressrahmen ist es in der Regel erforderlich,
den Pressrahmen mit Hilfe des Transformatorenkerns in einen Haltezustand zu bringen
und zu halten. Hierbei wird der Transformatorenkern zwischen zwei Rahmenelementen
eingespannt, wodurch relativ hohe Spannkräfte, beispielsweise in Höhe von einigen
10.000 N, auf den Transformatorenkern einwirken, insbesondere um einen ausreichenden
Kraftschluss beziehungsweise Reibschluss zwischen den Lagen eines herkömmlichen Elektroblechpaketes
sicherstellen zu können.
[0013] Entsprechend hohe Spannkräfte führen zu mechanischen Spannungen innerhalb des Transformatorenkerns.
Bei einem Transformatorenstapelkern, also einem Transformatorkern aus mehreren gestapelten
Schichten, die gegeneinander elektrisch isoliert sind und mit einer amorphen und/oder
nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung,
hergestellt sind, führen solche mechanische Spannungen zu einer Verschlechterung der
Energieeffizienz und somit zu höheren Verlusten des Transformators. Dies ist insbesondere
so, da mechanische Spannungen in weichmagnetischen Eisenlegierungen die magnetische
Permeabilität der Eisenlegierungen herabsetzen. Die magnetische Permeabilität ist
ein wesentlicher Einflussfaktor auf den materialspezifischen Ummagnetisierungsverlust
(Hystereseverlust). Insbesondere die sehr hohe magnetische Permeabilität von Eisenlegierungen
mit amorpher und/oder nanokristalliner Gefügestruktur wird durch einwirkende mechanische
Spannungen überproportional stark beeinträchtigt. Dadurch werden die Energieeffizienz
des Transformatorenstapelkerns und der Wirkungsgrad des Transformators reduziert.
Dies wird mit der vorliegenden Erfindung vermieden, da mit der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung
lediglich die durch die elastische Verformung des wenigstens einen Federelements erzeugte
Rückstellkraft auf den Transformatorenstapelkern einwirkt, die im Vergleich zu den
beschriebenen herkömmlichen mechanischen Spannkräften deutlich reduziert sind. Zudem
ist erfindungsgemäß durch die gegebene Eigenstabilität der Haltevorrichtung kein herkömmlich
zwischen den am Joch und an den Verbindungsstellen der Spulenschenkel anliegenden
Presseisen und den einzelnen Lagen des aus kornorientierten Elektroblechen geschichteten
Kerns erforderlicher Reibschluss notwendig. Zudem werden mittels des wenigstens einen
Federelements lediglich spezifizierte, voreingestellte Kräfte zur Fixierung bzw. zum
Halten von Transformatorenstapelkern bzw. von Spulenwicklungen in den eigenstabilen
Rahmen eingeleitet, die den Transformatorenstapelkern minimal beeinflussen. Die Krafteinleitung
zum Halten des Transformatorenstapelkerns ist sehr gering (kann beispielsweise etwa
0,5 N/mm
2 betragen) und erfolgt voreingestellt über das wenigstens eine Federelement. Daher
wird die Energieeffizienz eines mit einem Transformatorenstapelkern mit Schichten,
die gegeneinander elektrisch isoliert sind und mit einer amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, hergestellt
sind, nicht durch die erfindungsgemäße Haltevorrichtung beeinträchtigt.
[0014] Dieser Vorteil wird erfindungsgemäß insbesondere dadurch erreicht, dass die beiden
Halteeinheiten zur Herstellung des Haltezustands der Haltevorrichtung mittels des
wenigstens einen an den beiden Halteeinheiten angreifenden mechanischen Fixiermittels
über den wenigstens einen starren Abstandhalter gegeneinander verspannt werden, so
dass die mechanischen Spannkräfte von dem Abstandhalter aufgenommen und nicht auf
den Transformatorenstapelkern übertragen werden. Die beiden Halteeinheiten können
auch über zwei oder mehrere, beispielsweise vier, mechanische Fixiermittel entsprechend
gegeneinander verspannt sein. Zwischen den beiden Halteeinheiten können auch zwei
oder mehrere, beispielsweise vier, Abstandhalter entsprechend eingespannt sein. Der
Abstandhalter kann hierzu beispielsweise aus einem Metall, einer Metalllegierung oder
einem anderen starren bzw. formstabilen Werkstoff hergestellt sein. Der Abstandhalter
kann in unmittelbarer Nähe eines Spulenschenkels verlaufen bzw. in Kontakt mit einem
Spulenschenkel stehen, oder derart beabstandet zu dem Spulenschenkel angeordnet sein,
dass zwischen dem Abstandhalter und dem Spulenschenkel ein Bauraum für die an dem
Spulenschenkel anzuordnenden Spulen vorhanden ist.
[0015] Die einzigen Kräfte, die auf den von der erfindungsgemäßen Haltevorrichtung gehaltenen
Transformatorenstapelkern einwirken, sind die durch die elastische Verformung des
wenigstens einen Federelements erzeugten Rückstellkräfte. Derartige Rückstellkräfte
sind deutlich geringer als die herkömmlich mit einem Pressrahmen aufgebrachten mechanischen
Spannkräfte. Die auf den Transformatorenstapelkern einwirkenden Kräfte können gemäß
der vorliegenden Erfindung also durch die Wahl der Art und Ausgestaltung des Federelements
festgelegt werden, dessen Federkonstante bzw. Elastizitätsmodul die gewünschten Haltekräfte
hervorruft. Das Federelement kann insbesondere einen linearen oder nichtlinearen Kraft-Weg-Verlauf
aufweisen. Der Transformatorenstapelkern kann mittels entsprechender Federelemente
beispielsweise in x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung mit Kraft beaufschlagt werden.
Beispielsweise kann ein Federelement im Bereich eines stumpfen Stoßes zwischen einem
Spulenschenkel und einem Joch angeordnet sein.
[0016] Die Haltevorrichtung kann auch zwei oder mehrere entsprechende Federelemente aufweisen,
die an verschiedenen Stellen zwischen der jeweiligen Halteeinheit bzw. den Halteeinheiten
und dem Transformatorenstapelkern angeordnet werden können. Das Federelement kann
beispielsweise ein aus einem Elastomer gebildeter Körper sein, der an einer einzigen
Seite des Transformatorenstapelkörpers oder an zwei oder mehreren Seiten des Transformatorenstapelkörpers
angeordnet bzw. an dessen Formgebung angepasst ist. Der Elastomerkörper kann beispielsweise
quaderförmig, plattenförmig oder dergleichen ausgebildet sein. Alternativ kann das
Federelement als Druckfeder, beispielweise Schraubenfeder, Spiralfeder oder Tellerfeder,
ausgebildet sein.
[0017] Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung ist in seinem Haltezustand derart ausgebildet,
dass der Transformatorenstapelkern ohne das wenigstens eine Federelement mit einem
bestimmten Spiel an der Haltevorrichtung angeordnet ist. Erst durch die Anordnung
des wenigstens einen Federelements an der Haltevorrichtung und einen unmittelbaren
oder über wenigstens ein weiteres Bauteil realisierten mittelbaren Kontakt des Transformatorenstapelkerns
mit dem Federelement und die damit einhergehende elastische Verformung des Federelements
wird ein Formschluss zwischen dem Transformatorenstapelkern und der Haltevorrichtung
hergestellt.
[0018] Das wenigstens eine mechanische Fixiermittel kann beispielsweise als Schraubverbindung
ausgebildet sein. Ein Gewindeschaft einer solchen Schraubverbindung kann durch den,
beispielsweise hülsenförmig ausgebildeten, Abstandhalter verlaufen oder außerhalb
und beabstandet zu dem Abstandhalter angeordnet sein. Der hülsenförmig ausgebildete
Abstandhalter kann langgestreckt und mit einer polygonalen, beispielsweise quadratischen
oder rechteckigen, oder einer runden, beispielsweise kreisrunden, elliptischen oder
ovalen, Querschnittsfläche ausgebildet sein.
[0019] Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung bringt zudem den Vorteil, dass eine Montage
von Spulen an einem an der Haltevorrichtung angeordneten Transformatorenstapelkern
relativ einfach durchgeführt werden kann, indem zunächst das bzw. die mechanischen
Fixiermittel gelöst werden, so dass anschließend eine Halteeinheit entfernt werden
kann, wonach das mit dieser Halteeinheit vorab gehaltene Joch von dem übrigen Transformatorenstapelkern
entfernt werden kann. Dann können die Spulen auf die Spulenschenkel des Transformatorenstapelkerns
aufgebracht werden, wonach zuerst wieder das zuvor entfernte Joch an dem übrigen Transformatorenstapelkern
und anschließend wieder die zuvor entfernte Halteeinheit an der übrigen Haltevorrichtung
angeordnet werden kann. Zuletzt werden die mechanischen Fixiermittel wieder angezogen,
um den Haltezustand der Haltevorrichtung herbeizuführen.
[0020] Die beiden Halteeinheiten können jeweils im Querschnitt im Wesentlichen U-förmig
ausgebildet und derart an dem jeweiligen Joch angeordnet sein, dass sie jeweils nicht
ausschließlich auf einer dem jeweils anderen Joch abgewandten Seite des jeweiligen
Jochs angeordnet sind, sondern zusätzlich einen Abschnitt des jeweiligen Jochs beidseitig
seitlich umgreifen, jedoch ohne dass ein Formschluss zwischen der jeweiligen Halteeinheit
und dem jeweiligen Joch gegeben ist. Hierdurch kann das jeweilige Joch sowohl an seiner
dem jeweils anderen Joch abgewandten Seite, als auch an seinen beiden Längsseiten
seitlich abgestützt werden, insbesondere über wenigstens ein zwischen der jeweiligen
Halteeinheit und dem jeweiligen Joch angeordnetes Federelement, das bei an der Haltevorrichtung
angeordnetem Transformatorenstapelkern durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren
Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern, insbesondere mit dessen jeweiligem Joch,
elastisch verformt ist. Alternativ können auch zwei oder mehrere Federelemente zu
dieser Abstützung des Jochs vorhanden sein.
[0021] Das bzw. die Federelemente bewirken zusätzlich einen Ausgleich von Fertigungstoleranzen,
wodurch die erforderliche Fertigungsgenauigkeit aller Komponenten der Haltevorrichtung
und des Transformatorstapelkerns kostensenkend reduziert werden kann.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weist wenigstens eine Halteeinheit wenigstens
zwei Halteelemente, die an einander gegenüberliegenden Jochendbereichen des jeweiligen
Jochs anordbar sind, wenigstens ein an den beiden Halteelementen angreifendes mechanisches
Fixiermittel, über das die beiden Halteelemente zerstörungsfrei lösbar miteinander
verbunden sind, wenigstens einen zwischen den Halteelementen eingespannten Abstandhalter
und wenigstens ein zwischen wenigstens einem Halteelement und dem jeweiligen Joch
anordbares Federelement auf, wobei die Halteeinheit derart ausgebildet ist, dass das
Federelement bei an der Haltevorrichtung angeordnetem Transformatorenstapelkern durch
einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern
elastisch verformt ist. Hierdurch kann das jeweilige Joch auch in Querrichtung fixiert
werden, indem das Joch unter elastischer Verformung des Federelements an der jeweiligen
Halteeinheit eingespannt wird. Das wenigstens eine Federelement zwischen dem wenigstens
einen Halteelement und dem jeweiligen Joch bewirkt zusätzlich einen Ausgleich von
Fertigungstoleranzen, wodurch die erforderliche Fertigungsgenauigkeit aller Komponenten
der Haltevorrichtung und des Transformatorenstapelkerns kostensenkend reduziert werden
kann.
[0023] Auch gemäß dieser Ausgestaltung wirkt lediglich die durch die elastische Verformung
des wenigstens einen Federelements zwischen wenigstens einem Halteelement und dem
jeweiligen Joch erzeugte Rückstellkraft auf den Transformatorenstapelkern ein, die
im Vergleich zu den oben beschriebenen herkömmlichen mechanischen Spannkräften deutlich
reduziert sind. Die beiden Halteelemente werden zur Herstellung des Haltezustands
der Haltevorrichtung mittels des wenigstens einen an den beiden Halteelementen angreifenden
mechanischen Fixiermittels über den wenigstens einen starren Abstandhalter zwischen
den Halteelementen gegeneinander verspannt, so dass die mechanischen Spannkräfte von
dem Abstandhalter aufgenommen und nicht auf den Transformatorenstapelkern übertragen
werden.
[0024] Die beiden Halteelemente können auch über zwei oder mehrere, beispielsweise vier,
mechanische Fixiermittel entsprechend gegeneinander verspannt sein. Zwischen den beiden
Halteelementen können auch zwei oder mehrere, beispielsweise vier, Abstandhalter entsprechend
eingespannt sein. Der Abstandhalter zwischen den Halteelementen kann hierzu beispielsweise
aus einem Metall, einer Metalllegierung oder einem anderen starren bzw. formstabilen
Werkstoff hergestellt sein.
[0025] Die auf den Transformatorenstapelkern einwirkenden Kräfte können durch die Wahl der
Art und Ausgestaltung des Federelements zwischen dem jeweiligen Halteelement und dem
Joch festgelegt werden, dessen Federkonstante bzw. Elastizitätsmodul die gewünschten
Kräfte hervorruft. Die Haltevorrichtung kann auch zwei oder mehrere entsprechende
Federelemente aufweisen, die an verschiedenen Stellen zwischen den Halteelementen
und dem Transformatorenstapelkern angeordnet werden können. Das Federelement kann
beispielsweise ein aus einem Elastomer gebildeter Körper sein, der an einer einzigen
Seite des Transformatorenstapelkörpers oder an zwei oder mehreren Seiten des Transformatorenstapelkörpers
angeordnet bzw. an dessen Formgebung angepasst ist. Alternativ kann das Federelement
als Druckfeder, beispielweise Schraubenfeder, Spiralfeder oder Tellerfeder, ausgebildet
sein.
[0026] Das wenigstens eine an den Halteelementen angreifende mechanische Fixiermittel kann
beispielsweise als Schraubverbindung ausgebildet sein. Ein Gewindeschaft einer solchen
Schraubverbindung kann durch den, beispielsweise hülsenförmig ausgebildeten, Abstandhalter
zwischen den Halteeinheiten verlaufen oder außerhalb und beabstandet zu diesem Abstandhalter
angeordnet sein.
[0027] Die beiden Halteelemente können jeweils im Querschnitt beispielsweise im Wesentlichen
S-förmig ausgebildet und derart an dem jeweiligen Joch angeordnet sein, dass sie jeweils
nicht ausschließlich auf einer dem jeweils anderen Joch abgewandten Seite des jeweiligen
Jochs angeordnet sind, sondern zusätzlich einen Abschnitt des jeweiligen Jochs einseitig
seitlich umgreifen. Hierdurch kann das jeweilige Joch sowohl an seiner dem jeweils
anderen Joch abgewandten Seite, als auch an seiner jeweiligen Längsseite seitlich
abgestützt werden, insbesondere über wenigstens ein zwischen der jeweiligen Halteelement
und dem jeweiligen Joch angeordnetes Federelement, das bei an der Haltevorrichtung
angeordnetem Transformatorenstapelkern durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren
Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern, insbesondere mit dessen jeweiligem Joch,
elastisch verformt ist.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist wenigstens ein Federelement
derart U-förmig ausgebildet, dass es den Transformatorenstapelkern entlang zumindest
eines Abschnitts des jeweiligen Jochs derart formschlüssig umgreift, dass sich ein
Verbindungsbereich zwischen wenigstens einem Spulenschenkel und dem jeweiligen Joch
zwischen parallelen Schenkeln des Federelements befindet. Hierdurch kann die Anzahl
der erforderlichen Federelemente reduziert werden, was die Montage eines entsprechend
ausgestatteten Transformators vereinfacht. Das U-förmig ausgebildete Federelement
kann das jeweilige Joch beispielsweise auf der dem jeweils anderen Joch abgewandten
Seite und an Abschnitten der sich daran seitlich anschließenden Längsseiten umgreifen.
Da der Verbindungsbereich zwischen dem Spulenschenkel und dem Joch zwischen parallelen
Schenkeln des Federelements befindet, wird dieser Verbindungsbereich durch das Federelement
im Zuge eines Formschlusses gesichert, was insbesondere bei einer Verbindung des Spulenschenkels
mit dem Joch über einen stumpfen Stoß von Vorteil ist.
[0029] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Haltevorrichtung wenigstens
ein zumindest teilweise zwischen dem Abstandhalter und dem Transformatorenstapelkern
anordbares Federelement auf, wobei die Haltevorrichtung derart ausgebildet ist, dass
das Federelement bei an der Haltevorrichtung angeordnetem Transformatorenstapelkern
durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern
elastisch verformt ist. Hierdurch kann beispielsweise ein mit gleichseitigen Endabschnitten
der Joche verbundener Spulenschenkel seitlich abgestützt werden. Zusätzlich kann der
Endabschnitt von einem dieser Joche stirnseitig abgestützt werden, wobei sich das
Federelement über einen Verbindungsbereich zwischen dem Joch und dem Spulenschenkel
erstreckt. Das Federelement kann sich unmittelbar oder mittelbar an dem Abstandhalter
und/oder dem Transformatorenstapelkern abstützen und kann hierbei einen Formschluss
mit dem Abstandhalter und/oder dem Transformatorenstapelkern ausbilden.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Haltevorrichtung wenigstens
ein zwischen zwei benachbart zueinander angeordneten Spulenschenkeln anordbares Distanzstück
auf, an dem die beiden Spulenschenkel seitlich aneinander abgestützt sind. Hierdurch
können sich die Spulenschenkel mittelbar aneinander abstützen, was insbesondere bei
einem stumpfen Stoß zwischen dem jeweiligen Spulenschenkel und dem jeweiligen Joch
von Vorteil ist, da dann die, insbesondere formschlüssige, Verbindung zwischen dem
Spulenschenkel und dem Joch keinen seitlichen Halt bietet. Das Distanzstück ist vorzugsweise
aus einem nichtleitenden Werkstoff hergestellt. Das Distanzstück kann aus einem starren
oder federnden, insbesondere elastischen, Material hergestellt sein.
[0031] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Haltevorrichtung wenigstens
zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten eines Spulenschenkels anordbare Stützelemente
auf, die jeweils endseitig, insbesondere formschlüssig, mit den beiden Halteeinheiten
verbunden sind. Die Stützelemente stützen den Spulenschenkel über einen Formschluss
seitlich ab und übertragen hierbei die Stützkräfte auf die Halteeinheiten. Jedes Stützelement
kann beispielsweise plattenförmig bzw. stabförmig ausgebildet sein. An den Halteeinheiten
sind Ausnehmungen ausgebildet, in die die Endabschnitte der Stützelemente eingreifen,
um auf einander abgewandten Seiten seitlich abgestützt zu sein.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Haltevorrichtung wenigstens
vier Spulenstützelemente zum axialen Abstützen von an einem Spulenschenkel angeordneten
Spulen auf, wobei zwei Spulenstützelemente an der einen Halteeinheit und die beiden
anderen Spulenstützelemente an der anderen Halteeinheit angeordnet sind, wobei die
Spulenstützelemente paarweise auf einander gegenüberliegenden Seiten des Spulenschenkels
anordbar sind. Des Weiteren weist die Haltevorrichtung gemäß dieser Ausgestaltung
pro Spulenstützelement wenigstens ein entweder zwischen der jeweiligen Halteeinheit
und dem jeweiligen Spulenstützelement oder zwischen dem jeweiligen Spulenstützelement
und den jeweiligen Spulen angeordnetes bzw. anordbares Federelement auf, wobei die
Haltevorrichtung derart ausgebildet ist, dass das Federelement bei an der Haltevorrichtung
angeordnetem Transformatorenstapelkern mit daran angeordneten Spulen durch einen dabei
gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit den Spulen elastisch verformt ist. Hierdurch
stützen sich die Spulen separat von dem Transformatorenstapelkern an der Haltevorrichtung
ab. Dies ist von Vorteil, da die Spulen, insbesondere wenn es sich um Spulen mit nicht
verklebten bzw. losen Wicklungen handelt, im Vergleich zu dem Transformatorenstapelkern
mit deutlich höheren mechanischen Spannkräften an der Haltevorrichtung festgelegt
werden müssen. Entsprechend hohe mechanische Spannkräfte wirken durch die Entkopplung
der mechanischen Fixierungen von Transformatorenstapelkern einerseits und Spulen andererseits
an der Haltevorrichtung also nicht auf den Transformatorenstapelkern ein. Die Federelemente
gemäß dieser Ausgestaltung können jeweils beispielsweise aus Körpern aus einem Elastomer
oder als Druckfeder ausgebildet sein. Alternativ können die Spulenstützelemente, die
in der Nähe der jeweiligen Halteeinheit angeordnet sind, miteinander verbunden sein,
um einen monolithischen Spulenabstützkörper auszubilden, an dem für jeden Spulenschenkel
eine eigene Durchbrechung ausgebildet ist.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist eine mit dem jeweiligen Federelement
aufbringbare Rückstellkraft separat einstellbar. Hierdurch kann die Rückstellkraft
beispielsweise im Nachhinein geändert, beispielsweise nachgestellt oder erhöht, bzw.
optimiert werden. Hierzu kann sich das Federelement an einem Bauteil der Haltevorrichtung
abstützen, dessen Stellung relativ zu der übrigen Haltevorrichtung variierbar ist.
Dieses Bauteil kann beispielsweise ein in eine Schraubbohrung an einer Halteeinheit
bzw. an einem Halteelement eingeschraubter Schraubenkörper sein. Es können auch zwei
oder mehrere, insbesondere alle, mit den Federelementen aufbringbaren Rückstellkräfte
entsprechend separat einstellbar sein.
[0034] Ein erfindungsgemäßer Transformator, insbesondere Drehstromtransformator, weist wenigstens
einen weichmagnetischen Transformatorenstapelkern mit Schichten mit einer amorphen
und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer
FeSiB-Legierung, auf, wobei der Transformatorenstapelkern wenigstens zwei parallel
zueinander verlaufende Spulenschenkel und zwei mit einander gegenüberliegenden Enden
der Spulenschenkel verbundene Joche aufweist. Des Weiteren weist der Transformator
wenigstens eine Haltevorrichtung zum Halten des Transformatorenstapelkerns auf, wobei
die Haltevorrichtung nach einer der oben genannten Ausgestaltungen oder einer beliebigen
Kombination von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander ausgebildet ist.
[0035] Mit dem Transformator sind die oben mit Bezug auf die Haltevorrichtung genannten
Vorteile entsprechend verbunden. Die Eisenlegierung enthält vorzugsweise wenigstens
ein weichmagnetisches Element, insbesondere eines oder mehrere der Elemente Fe, Silicium
(Si), Ni oder Co, und wenigstens ein glasbildendes Element, insbesondere P und/oder
B. Das glasbildenden Element dient der Ausbildung der amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur der jeweiligen amorphen Schicht. Die amorphen Schichten sind vorzugsweise
elektrisch voneinander getrennt.
[0036] Wenigstens ein Spulenschenkel kann stoffschlüssig und/oder formschlüssig mit wenigstens
einem Joch verbunden sein. Zur Herstellung des Transformatorenstapelkerns kann beispielsweise
ein E-förmig ausgebildetes Bauteil hergestellt werden, das einen als Joch ausgebildeten
Abschnitt und drei als Spulenschenkel ausgebildete Abschnitte aufweist. Ein separates
Joch kann nach Anordnung der Spulen an den Spulenschenkeln mit den freien Enden der
Spulenschenkel verbunden werden. Die Joche können quaderförmig ausgebildet sein, während
die Spulenschenkel jeweils eine abgestufte Querschnittsfläche aufweisen können. Durch
die quaderförmige Ausgestaltung der Joche können diese unter geringerem Materialaufwand
hergestellt werden, was die Kosten zur Herstellung des Transformators reduziert.
[0037] Wenigstens ein Spulenschenkel kann über einen stumpfen Stoß, also bei einem Schnittwinkel
von 90°, mit dem jeweiligen Joch verbunden sein. Jedoch kann wenigstens ein Spulenschenkel
auch unter Verwendung eines anderen Schnittwinkels, beispielsweise eines Schnittwinkels
von 45°, mit dem jeweiligen Joch verbunden sein. Alternativ können die Verbindungsabschnitte
des jeweiligen Spulenschenkels und des jeweiligen Jochs derart ausgebildet werden,
dass sich Abschnitte von Spulenschenkel und Joch gegenseitig überlappen. Die einander
überlappenden Abschnitte können stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Alternativ
kann ein Verbindungsabschnitt eines Spulenschenkels sogenannte Step-Lap-Schichtung
aufweisen. Die einzelnen Spulenschenkel eines Transformatorenstapelkerns können auf
verschiedene Art und Weise ausgebildet und mit dem jeweiligen Joch verbunden sein.
Zudem kann wenigstens ein Spulenschenkel auf wenigstens zwei verschiedene der genannten
Arten mit wenigstens einem Joch verbunden sein.
[0038] Wenigstens eine Stoßfläche von miteinander zu verbindenden Stoßflächen eines Spulenschenkels
und eines Jochs können zumindest teilweise physikalisch und/oder chemisch behandelt
sein. Hierdurch kann die Stoßfläche beispielsweise mit einer gewünschten Oberflächenrauhigkeit
versehen werden. Zudem kann die Behandlung der Stoßfläche zur Herstellung einer Planparallelität
zwischen miteinander zu verbindenden Stoßflächen dienen. Es können auch beide miteinander
zu verbindenden Stoßflächen entsprechend behandelt werden. Die physikalische Behandlung
kann beispielsweise mechanisch, insbesondere spanend, und/oder thermisch und/oder
chemisch, beispielsweise ein Ätzen, sein.
[0039] Bei dem erfindungsgemäßen Transformator ist es möglich, zur Montage von Spulen an
den Spulenschenkeln zunächst, das bzw. die mechanischen Fixiermittel, über die die
beiden Halteeinheiten miteinander verbunden sind, zu lösen, und anschließend nach
einem Entfernen der jeweiligen Halteeinheit das damit gehaltene Joch von dem übrigen
Transformatorstapelkern zu lösen. Dann können die Spulen an den Spulenschenkeln angeordnet
werden. Dieser Vorgang ist deutlich einfacher und schneller durchführbar als ein herkömmlicher
Montagevorgang, bei dem zum Anordnen von Spulen an Spulenschenkeln zunächst tausende
Wicklungen eines Transformatorenkerns mühsam manuell abgeschichtet und nach Anordnung
der Spulen an den Spulenschenkeln mühsam manuell wieder aufgeschichtet werden müssen.
Durch die deutlich schneller mögliche Herstellung des erfindungsgemäßen Transformators
kann der Durchsatz eines Werks zur Herstellung entsprechender Transformatoren deutlich
erhöht werden.
[0040] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Spulenschenkel und die Joche jeweils
durch einen Stapel aus stoffschlüssig miteinander verbundenen Verbundkörpern gebildet,
wobei jeder Verbundkörper aus stoffschlüssig miteinander verbundenen, abgelängten
Verbundabschnitten eines bandförmigen Mehrkomponentenverbunds gebildet ist, wobei
der Mehrkomponentenverbund wenigstens zwei stoffschlüssig miteinander verbundene Verbundlagen
aufweist, wobei jede Verbundlage aus einem Folienverbund gebildet ist, wobei jeder
Folienverbund wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische Folien mit einer amorphen
und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer
FeSiB-Legierung, aufweist, wobei die Folien stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
Jede amorphe Folie bildet eine amorphe Schicht des Transformatorenstapelkerns. Hierdurch
kann der Transformator kostengünstiger und schneller hergestellt werden, als beispielsweise
der in
DE 10 2009 048 658 A1 offenbarte Transformator, insbesondere da die einzelnen Schichten eines Transformatorstapelkerns
nicht entsprechend
DE 10 2009 048 658 A1 nacheinander abgeschieden werden, was sehr zeitaufwändig ist.
[0041] Die jeweilige bandförmige, weichmagnetische Folie mit einer amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, kann
unter Verwendung eines Gießverfahrens kontinuierlich hergestellt werden, was deutlich
schneller ist ein herkömmliches sukzessives Abscheiden einzelner Schichten bestimmter
Form und Größe. Zum kontinuierlichen Herstellen der amorphen Folie kann zunächst eine
Schmelze aus der Eisenlegierung hergestellt werden, beispielsweise unter Verwendung
eines Induktionsschmelzofens. Die Schmelze kann anschließend auf eine sich drehende
Walze aufgegossen werden, wo die Schmelze unter Bildung der amorphen Folie fortschreitend
abgekühlt wird bzw. unter Bildung der amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur
erstarrt. Die so gebildete amorphe Folie kann von der Walze abgezogen und nach eventuellen
weiteren Ver- und/oder Bearbeitungsschritten zu einer Folienrolle aufgehaspelt werden.
Für weitere Verfahrensschritte kann dann die amorphe Folie wieder abgehaspelt werden.
[0042] Dass die amorphe Folie kontinuierlich hergestellt wird, bedeutet, dass die amorphe
Folie nicht in bestimmter Größe und Formgebung, die an eine Größe und eine Formgebung
eines herzustellenden weichmagnetischen Bauteils angepasst ist, sondern als langgestreckt
ausgebildetes Band ausgebildet wird, das eine Länge von beispielsweise mehreren 10.000
m aufweisen kann. Die Dicke der amorphen Folie kann beispielsweise in einem Bereich
von etwa 20 µm bis etwa 60 µm liegen. Die maximale Breite der amorphen Folie kann
beispielsweise in einem Bereich von etwa 180 mm bis etwa 300 mm, insbesondere bis
etwa 400 mm, liegen. Bei einer Dicke von etwa 25 µm kann die Länge der amorphen Folie
beispielsweise 35.000 m betragen.
[0043] Des Weiteren kann der bandförmige Folienverbund durch kontinuierliches, insbesondere
flächiges oder lokales, stoffschlüssiges Verbinden der amorphen Folie mit wenigstens
einer entsprechend hergestellten weiteren amorphen Folie kontinuierlich hergestellt
werden, was ebenfalls deutlich schneller durchführbar ist als die herkömmliche Herstellung
eines speziellen Folienverbunds durch Abscheiden einzelner Schichten, wie es beispielsweise
DE 10 2009 048 658 A1 offenbart. Die beiden amorphen Folien können zum kontinuierlichen Herstellen des
bandförmigen Folienverbunds beispielsweise gleichzeitig von verschiedenen Folienrollen
abgehaspelt werden.
[0044] Auf wenigstens einen der beiden abgehaspelten Folienabschnitte kann zur Ausbildung
des Stoffschlusses zwischen den amorphen Folien beispielsweise ein Klebstoff während
des weitergehenden Abhaspeln der amorphen Folien kontinuierlich aufgebracht werden,
beispielsweise mittels einer Auftragsrolle oder durch Aufsprühen des Klebstoffs. Der
Klebstoff kann alternativ punktförmig oder in Linien aufgebracht werden. Der Klebstoff
bildet eine Klebstoffschicht zwischen jeweils zwei benachbart zueinander angeordneten
amorphen Folien des Folienverbunds, die elektrisch isolierend sein kann, um die amorphen
Folien elektrisch voneinander zu trennen. Hierdurch können Wirbelstromverluste an
dem Transformatorenstapelkern möglichst geringgehalten werden.
[0045] Alternativ kann die Klebstoffschicht keine oder nur eine geringe elektrische Isolation
bewirken, wobei die elektrische Trennung der amorphen Folien untereinander auf eine
andere Art und Weise erfolgen kann. Beispielsweise kann wenigstens eine Hauptseite
einer amorphen Folie, beispielsweise durch einen Diffusionsvorgang oder dergleichen,
derart behandelt werden, dass ein an die Hauptseite angrenzender Abschnitt der amorphen
Folie im Vergleich zu der übrigen amorphen Folie eine reduzierte elektrische Leitfähigkeit
aufweist, die zur elektrischen Isolierung zwischen miteinander verbundenen amorphen
Folien verwendet wird.
[0046] Alternativ kann während des weitergehenden Abhaspeln der amorphen Folien ein anderes
Mittel, beispielsweise ein Öl, auf wenigstens einen der beiden abgehaspelten Folienabschnitte
kontinuierlich aufgebracht werden, das eine Adhäsion zwischen den amorphen Folien
erzeugt oder verstärkt. Das Mittel kann alternativ punktförmig oder in Linien aufgebracht
werden. Weiter alternativ kann der Stoffschluss zwischen den amorphen Folien dadurch
erzeugt werden, dass zumindest eine Verbindungsseite von wenigstens einer amorphen
Folie vor dem Zusammenführen der amorphen Folien zumindest bereichsweise erwärmt und
dadurch teilweise geschmolzen wird, so dass der geschmolzene Werkstoff dieser amorphen
Folie an der anderen amorphen Folie erstarrt und den Stoffschluss bewirkt.
[0047] Die amorphe Folie kann zur Herstellung des Folienverbunds auch mit zwei oder mehreren,
beispielsweise zwei bis sieben, weiteren amorphen Folien verbunden werden, wobei der
Folienverbund dadurch eine entsprechende Anzahl von Folienschichten aufweist. Der
Folienverbund kann anschließend zu einer Folienverbundrolle aufgehaspelt werden, um
für weitere Ver- und/oder Bearbeitungsschritte zur Verfügung zu stehen. Ein Folienverbund
mit fünf Schichten aus amorphen Folien mit einer jeweiligen Dicke von etwa 25 µm kann
beispielsweise mit einer Länge von etwa 7.000 m hergestellt werden. Die Dicke des
Folienverbunds kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 40 µm bis etwa 400 µm
liegen.
[0048] Vor dem Aufhaspeln des Folienverbunds kann wenigstens eine elektrisch isolierende
Trennschicht zumindest einseitig kontinuierlich flächig auf den Folienverbund aufgebracht
oder an dem Folienverbund ausgebildet werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn
der Folienverbund später mit wenigstens einem entsprechend hergestellten weiteren
Folienverbund verbunden werden soll, da dann die Folienverbunde zur Reduzierung von
Wirbelstromverlusten elektrisch voneinander getrennt sind. Alternativ kann auch zum
Verbinden der Folienverbunde ein elektrisch isolierender Klebstoff eingesetzt werden.
Es kann auch an jeder Seite des Folienverbunds jeweils eine elektrisch isolierende
Trennschicht angeordnet werden. Der mit der wenigstens einen Trennschicht versehene
Folienverbund kann anschließend zu einer Folienverbundrolle aufgehaspelt werden, um
für eine weitere Ver- und/oder Bearbeitung zur Verfügung zu stehen. Die Trennschicht
kann beispielsweise derart einseitig an dem Folienverbund ausgebildet werden, indem
die entsprechende Hauptseite des Folienverbunds, beispielsweise durch einen Diffusionsvorgang
oder dergleichen, derart behandelt werden, dass ein an die Hauptseite angrenzender
Abschnitt des Folienverbunds im Vergleich zu dem übrigen Folienverbund eine reduzierte
elektrische Leitfähigkeit aufweist, die zur elektrischen Isolierung zwischen miteinander
verbundenen Folienverbunden verwendet wird.
[0049] Das kontinuierliche Aufbringen oder Ausbilden von wenigstens einer elektrisch isolierenden
Trennschicht zumindest einseitig flächig auf den bzw. an dem Folienverbund ist deutlich
schneller durchführbar als beispielsweise das Abscheiden von Trennschichten entsprechend
DE 10 2009 048 658 A1. Das Aufbringen der elektrisch isolierenden Trennschicht auf den Folienverbund kann
durch ein kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden, beispielsweise unter Verwendung
eines aufgesprühten Klebstoffs oder anderweitigen Adhäsionsmittels, des Folienverbunds
mit einer die Trennschicht bildenden Folie erfolgen. Das Ausbilden der elektrisch
isolierenden Trennschicht an dem Folienverbund kann beispielsweise durch ein kontinuierliches
Auftragen, beispielsweise mittels einer Auftragsrolle oder durch Aufsprühen, eines
Isolationswerkstoffs auf den Folienverbund erfolgen, der nach seinem Auftragen möglichst
schnell unter Bildung der Trennschicht aushärtet. Alternativ kann das Ausbilden der
Trennschicht an dem Folienverbund durch das oben beschriebene Behandeln einer Hauptseite
des Folienverbunds erfolgen.
[0050] Vor der Herstellung des Folienverbunds kann wenigstens einer elektrisch isolierenden
Trennschicht zumindest einseitig kontinuierlich flächig auf jede der Folien aufgebracht
oder an jeder der Folien ausgebildet werden. Auch das kontinuierliche Aufbringen oder
Ausbilden von wenigstens einer elektrisch isolierenden Trennschicht zumindest einseitig
flächig auf die bzw. an der jeweiligen amorphen Folie ist deutlich schneller durchführbar
als beispielsweise das Abscheiden von Trennschichten entsprechend
DE 10 2009 048 658 A1. Das Aufbringen der elektrisch isolierenden Trennschicht auf die jeweilige amorphe
Folie kann durch ein kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden, beispielsweise unter
Verwendung eines aufgesprühten Klebstoffs oder eines anderen Adhäsionsmittels, der
amorphen Folie mit einer die Trennschicht bildenden Folie erfolgen. Das Ausbilden
der elektrisch isolierenden Trennschicht an der jeweiligen amorphen Folie kann beispielsweise
durch ein kontinuierliches Auftragen, beispielsweise mittels einer Auftragsrolle oder
durch Aufsprühen, eines Isolationswerkstoffs auf die amorphe Folie erfolgen, der nach
seinem Auftragen möglichst schnell unter Bildung der Trennschicht aushärtet. Alternativ
kann das Ausbilden der Trennschicht an der jeweiligen amorphen Folie durch das oben
beschriebene Behandeln einer Hauptseite der amorphen Folie erfolgen. Es kann auch
an jeder Seite der jeweiligen amorphen Folie jeweils eine elektrisch isolierende Trennschicht
angeordnet bzw. ausgebildet werden. Die jeweilige mit der wenigstens einen Trennschicht
versehene amorphe Folie kann anschließend zu einer Folienrolle aufgehaspelt werden,
um für eine weitere Ver- und/oder Bearbeitung zur Verfügung zu stehen.
[0051] Das kontinuierliche stoffschlüssige Verbinden der Folienverbunde miteinander kann
mittels eines Klebstoffs oder eines anderen Adhäsionsmittels erfolgen, der bzw. das
mittels einer Auftragsrolle oder durch Aufsprühen kontinuierlich auf wenigstens einen
der Folienverbunde aufgetragen wird. Der Klebstoff bzw. das Adhäsionsmittel kann elektrisch
isolierend ausgebildet sein. Die Breite des Mehrkomponentenverbunds kann beispielsweise
in einem Bereich von etwa 200 mm bis etwa 1000 mm liegen. Die Dicke des Mehrkomponentenverbunds
kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 40 µm bis etwa 2000 µm liegen.
[0052] Die Dicke eines Verbundkörpers kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 3 mm
bis etwa 400 mm liegen. Die Breite eines Verbundkörpers kann beispielsweise in einem
Bereich von etwa 30 mm bis 1000 mm liegen. Die Länge eines Verbundkörpers kann beispielsweise
in einem Bereich von etwa 100 mm bis 2500 mm liegen. Die Verbundabschnitte können
beispielsweise derart ausgewählt, gestapelt und stoffschlüssig miteinander verbunden
werden, dass der jeweilig daraus gebildete Verbundkörper beispielsweise eine rechteckige,
trapezförmige oder anderweitig ausgebildete Schnittfläche aufweist. Auch kann an wenigstens
einer Seitenfläche des jeweilig gebildeten Verbundkörpers wenigstens eine Nut oder
dergleichen ausgebildet sein. Die Verbundabschnitte können unterschiedlich dick, lang
und/oder breit ausgebildet sein, um eine stufenartige Abschrägung des jeweilig daraus
gebildeten Verbundkörpers zu erzeugen. Eine Breite und/oder Länge der Verbundkörper
ist über eine Höhe des Stapels gleich oder nimmt in wenigstens einem bezüglich der
Höhe gegebenen Endbereich des Stapels zumindest teilweise zu dem freien Ende des Endbereichs
hin stufenartig ab.
[0053] Der jeweilige Spulenschenkel bzw. das jeweilige Joch kann durch stoffschlüssiges
Verbinden von Verbundkörpern gleicher oder verschiedener Breite und/oder Länge hergestellt
werden, wobei eine Querschnittsfläche des Spulenschenkels bzw. Jochs durch die Verwendung
von Verbundkörpern verschiedener Breite bzw. Länge an wenigstens einem Eckbereich
mit einer Abstufung ausgebildet wird. Hierdurch kann dem Spulenschenkel beispielsweise
eine im Querschnitt annähernd kreisförmige, elliptische oder ovale Querschnittsfläche
verliehen werden, wozu jeder Eckbereich mit einer entsprechenden Abstufung ausgebildet
wird. Dem Joch kann beispielsweise eine rechteckige Querschnittsfläche aufweisen.
Die Verbundkörper können über einen Klebstoff oder ein anderes Adhäsionsmittel miteinander
verbunden werden. Der Klebstoff bzw. das Adhäsionsmittel kann elektrisch isolierend
ausgebildet sein.
[0054] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Verbundlagen jeweils aus
einem längsgeteilten Folienverbund gebildet, wobei der eine Folienverbund bezüglich
einer Querschnittsbreite des jeweiligen Mehrkomponentenverbunds an einer anderen Stelle
längsteilt ist als der benachbart zu dem Folienverbund angeordnete weitere Folienverbund.
Durch ein versetztes Anordnen von durch die jeweilige Längsteilung des jeweiligen
Folienverbunds erzeugten Verbundabschnitten und stoffschlüssiges Verbinden der Verbundabschnitte
kann ein Mehrkomponentenverbund beliebiger Breite hergestellt werden. Der eine Folienverbund
kann beispielsweise an einer einzelnen Stelle seiner Querschnittsfläche längsgeteilt
sein, während der weitere Folienverbund beispielsweise an zwei Stellen seiner Querschnittsfläche,
die der Querschnittsfläche des erstgenannten Folienverbunds entspricht, längsgeteilt
sein kann. Der Mehrkomponentenverbund kann durch eine abwechselnde Anordnung dieser
beiden Folienverbunde ausgebildet werden, wobei der Mehrkomponentenverbund auch aus
mehr als zwei Folienverbunden gebildet sein kann. Die einzelnen Folienverbunde können
auch eine andere Anzahl an Längsteilungen aufweisen. Für die Ausbildung des Mehrkomponentenverbunds
ist es wesentlich, dass Längsteilungen von benachbart angeordneten Folienverbunden
bezüglich der Längserstreckung des Mehrkomponentenverbunds versetzt zueinander angeordnet
sind bzw. in Dickenrichtung des Mehrkomponentenverbunds nicht fluchtend zueinander
angeordnet sind. Alternativ sind die Folienverbunde der Verbundlagen nicht entsprechend
längsgeteilt ausgebildet.
[0055] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren anhand
bevorzugter Ausführungsformen beispielhaft erläutert, wobei die nachfolgend erläuterten
Merkmale sowohl jeweils für sich genommen als auch in unterschiedlicher Kombination
miteinander einen vorteilhaften und/oder weiterbildenden Aspekt der Erfindung darstellen
können.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0056] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für einen
erfindungsgemäßen Transformator;
- Fig. 2
- eine schematische und perspektivische Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Haltevorrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische und perspektivische Teilschnittdarstellung eines Abschnitts des
in Fig. 1 gezeigten Transformators;
- Fig. 4
- eine schematische und perspektivische Schnittdarstellung eines weiteren Abschnitts
des in Fig. 1 gezeigten Transformators in einer ersten Variante;
- Fig. 5
- eine schematische und perspektivische Schnittdarstellung eines weiteren Abschnitts
des in Fig. 1 gezeigten Transformators in einer weiteren Variante;
- Fig. 6
- eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels für einen
erfindungsgemäßen Transformator;
- Fig. 7
- eine weitere schematische Schnittdarstellung des in Fig. 6 gezeigten Transformators;
und
- Fig. 8
- eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels für einen
erfindungsgemäßen Transformator.
Ausführliche Beschreibung der Figuren
[0057] In den Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Bauteile mit denselben Bezugszeichen
versehen. Eine wiederholte Beschreibung dieser Bauteile kann weggelassen sein.
[0058] Fig. 1 zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels
für einen erfindungsgemäßen Transformator 1 in Form eines Drehstromtransformators.
[0059] Der Transformator 1 weist einen weichmagnetischen Transformatorenstapelkern 2 mit
nicht gezeigten Schichten mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur
aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, auf. Der Transformatorenstapelkern
2 weist drei parallel zueinander verlaufende Spulenschenkel 3 und zwei mit einander
gegenüberliegenden Enden der Spulenschenkel 3 verbundene Joche 4 auf. An jedem Spulenschenkel
3 sind zwei Spulen 18 und 19 angeordnet.
[0060] Die Spulenschenkel 3 und die Joche 4 sind jeweils durch einen Stapel aus stoffschlüssig
miteinander verbundenen, nicht gezeigten Verbundkörpern gebildet, wobei jeder Verbundkörper
aus stoffschlüssig miteinander verbundenen, abgelängten, nicht gezeigten Verbundabschnitten
eines bandförmigen, nicht gezeigten Mehrkomponentenverbunds gebildet ist. Der jeweilige
Mehrkomponentenverbund weist wenigstens zwei stoffschlüssig miteinander verbundene,
nicht gezeigte Verbundlagen auf, wobei jede Verbundlage aus einem nicht gezeigten
Folienverbund gebildet ist, wobei jeder Folienverbund wenigstens zwei bandförmige,
weichmagnetische, nicht gezeigte Folien mit einer amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist,
wobei die Folien stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
[0061] Die Verbundlagen des Mehrkomponentenverbunds können jeweils aus einem nicht gezeigten
längsgeteilten Folienverbund gebildet sein, wobei der eine Folienverbund bezüglich
einer nicht gezeigten Querschnittsbreite des jeweiligen Mehrkomponentenverbunds an
einer anderen Stelle längsteilt ist als der benachbart zu dem Folienverbund angeordnete
weitere Folienverbund.
[0062] Der Transformator 1 weist zudem eine Haltevorrichtung 5 zum Halten des Transformatorenstapelkerns
2 auf. Die Haltevorrichtung 5 weist zwei Halteeinheiten 6 und 7 auf, die jeweils derart
an einem der beiden Joche 4 angeordnet sind, dass die Halteeinheiten 6 und 7 an einander
gegenüberliegenden Endbereichen des Transformatorenstapelkerns 2 angeordnet sind.
[0063] Des Weiteren weist die Haltevorrichtung 5 vier an den beiden Halteeinheiten 6 und
7 angreifende mechanische Fixiermittel 8 auf, über die die beiden Halteeinheiten 6
und 7 zerstörungsfrei lösbar miteinander verbunden sind. Jedes Fixiermittel 8 ist
als Schraubverbindung ausgebildet. Die Fixiermittel 8 sind jeweils in einem Eckbereich
der Haltevorrichtung 5 angeordnet.
[0064] Zudem weist die Haltevorrichtung 5 vier zwischen den Halteeinheiten 6 und 7 eingespannten
Abstandhalter 9 auf, die in dem Ausführungsbeispiel hülsenförmig ausgebildet sind,
wobei ein Gewindeschaft 39 des jeweiligen Fixiermittels 8 durch den jeweiligen Abstandhalter
9 hindurchgeführt ist. Die Gewindeschäfte 39 der Fixiermittel 8 können über die Halteeinheit
6 hinaus derart nach oben verlängert sein, dass sie zusätzlich zum Halten eines nicht
gezeigten Deckels eines nicht gezeigten Transformatorenkessels verwendet werden.
[0065] Des Weiteren weist die Haltevorrichtung 5 mehrere zwischen der jeweiligen Halteeinheit
6 bzw. 7 und dem Transformatorenstapelkern 2 angeordnete, nicht gezeigte Federelemente
auf. Die Haltevorrichtung 5 ist derart ausgebildet, dass die Federelemente bei an
der Haltevorrichtung 5 angeordnetem Transformatorenstapelkern 2 durch einen dabei
gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern 2 elastisch
verformt sind. Wenigstens ein Federelement kann derart U-förmig ausgebildet sein,
dass es den Transformatorenstapelkern 2 entlang zumindest eines Abschnitts des jeweiligen
Jochs 4 derart formschlüssig umgreift, dass sich ein nicht gezeigter Verbindungsbereich
zwischen wenigstens einem Spulenschenkel 3 und dem jeweiligen Joch 4 zwischen nicht
gezeigten parallelen Schenkeln des Federelements befindet. Eine mit dem jeweiligen
Federelement aufbringbare Rückstellkraft kann separat einstellbar sein.
[0066] Jede Halteeinheit 6 bzw. 7 weist zwei Halteelemente 10 und 11 auf, die an einander
gegenüberliegenden Jochendbereichen des jeweiligen Jochs 4 angeordnet sind. Des Weiteren
weist jede Halteeinheit 6 bzw. 7 zwei an den beiden Halteelementen 10 und 11 angreifende
mechanische Fixiermittel 12 auf, über das die beiden Halteelemente 11 und 12 zerstörungsfrei
lösbar miteinander verbunden sind. Zudem weist jede Halteeinheit 6 bzw. 7 zwei zwischen
den Halteelementen 10 und 11 eingespannte Abstandhalter 13 auf, die in dem Ausführungsbeispiel
hülsenförmig ausgebildet sind, wobei ein Gewindeschaft 40 des jeweiligen Fixiermittels
12 durch den jeweiligen Abstandhalter 13 hindurchgeführt ist. Jede Halteeinheit 6
bzw. 7 weist des Weiteren mehrere zwischen dem jeweiligen Halteelement 11 bzw. 12
und dem jeweiligen Joch 4 angeordnete, nicht gezeigte Federelemente auf. Die jeweilige
Halteeinheit 6 bzw. 7 ist derart ausgebildet, dass das jeweilige Federelement bei
an der Haltevorrichtung 5 angeordnetem Transformatorenstapelkern 2 durch einen dabei
gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern 2 elastisch
verformt ist. Eine mit dem jeweiligen Federelement aufbringbare Rückstellkraft kann
separat einstellbar sein.
[0067] Die Haltevorrichtung 5 kann zudem wenigstens ein zumindest teilweise zwischen dem
jeweiligen Abstandhalter 9 und dem Transformatorenstapelkern 2 angeordnetes, nicht
gezeigtes Federelement aufweisen, wobei die Haltevorrichtung 5 derart ausgebildet
sein kann, dass das Federelement bei an der Haltevorrichtung 5 angeordnetem Transformatorenstapelkern
2 durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern
2 elastisch verformt ist.
[0068] Des Weiteren kann die Haltevorrichtung 5 wenigstens ein zwischen zwei benachbart
zueinander angeordneten Spulenschenkeln 3 angeordnetes, nicht gezeigtes Distanzstück
aufweisen, an dem die beiden Spulenschenkel 3 seitlich aneinander abgestützt sind.
Entsprechende Distanzstücke sind beispielsweise in Fig. 6 gezeigt.
[0069] Die Haltevorrichtung 5 weist zudem drei Paare aus jeweils zwei auf einander gegenüberliegenden
Seiten des jeweiligen Spulenschenkels 3 angeordneten Stützelementen 14 auf, die jeweils
endseitig mit den beiden Halteeinheiten 6 und 7 verbunden sind.
[0070] Zudem weist die Haltevorrichtung 5 pro Spulenschenkel 3 vier Spulenstützelemente
15 zum axialen Abstützen der an dem jeweiligen Spulenschenkel 3 angeordneten Spulen
18 und 19 auf. Pro Spulenschenkel 3 sind zwei Spulenstützelemente 15 an der einen
Halteeinheit 6 und die beiden anderen Spulenstützelemente 15 an der anderen Halteeinheit
7 angeordnet. Pro Spulenschenkel 3 sind die Spulenstützelemente 15 paarweise auf einander
gegenüberliegenden Seiten des jeweiligen Spulenschenkels 3 angeordnet. Wie an der
Halteeinheit 7 durch strichpunktierte Linien angedeutet, können zwischen benachbart
angeordneten Spulenschenkeln 3 verlaufende Spulenstützelemente 15 monolithisch miteinander
verbunden sein.
[0071] Ferner weist die Haltevorrichtung 5 pro Spulenstützelement 15 zwei zwischen der jeweiligen
Halteeinheit 6 bzw. 7 und dem jeweiligen Spulenstützelement 15 angeordnete, nicht
gezeigte Federelemente auf, die jeweils in eine Durchbrechung 16 an der jeweiligen
Halteeinheit 6 bzw. 7 eingreifen. Die Haltevorrichtung 5 ist derart ausgebildet, dass
die Federelemente bei an der Haltevorrichtung 5 angeordnetem Transformatorenstapelkern
2 mit daran angeordneten, durch strichpunktierte Linien angedeuteten Spulen 18 und
19 durch einen dabei gegebenen mittelbaren Kontakt über die Spulenstützelemente 15
mit wenigstens einer Spule 18 bzw. 19 elastisch verformt sind.
[0072] Fig. 2 zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung des in Fig. 1 gezeigten
Haltevorrichtung 5. Es sind insbesondere alle vier Abstandhalter 9 gezeigt.
[0073] Fig. 3 zeigt eine schematische und perspektivische Teilschnittdarstellung eines Abschnitts
des in Fig. 1 gezeigten Transformators 1. Es sind die Spulen weggelassen, wodurch
die Stützelemente 14 und deren jeweilige Anordnung an dem jeweiligen Spulenschenkel
3 besser zu erkennen sind.
[0074] Fig. 4 zeigt eine schematische und perspektivische Schnittdarstellung eines weiteren
Abschnitts des in Fig. 1 gezeigten Transformators 1 im Bereich des Halteelements 11
der Halteeinheit 6 in einer ersten Variante. Es ist eine an dem Halteelement 11 ausgebildete
Durchbrechung 16 gezeigt, in die ein Zapfen 20 des gezeigten Federelements 21 eingreift.
An einer Stützplatte 22, die durch monolithisches Verbinden von zwischen benachbart
angeordneten Spulenschenkeln 3 angeordneten, nicht gezeigten Spulenstützelementen
gebildet ist, wie es in Fign. 1 und 3 angedeutet ist, ist für jedes Federelement 21
eine eigene Vertiefung 23 ausgebildet, in der das jeweilige Federelement 21 teilweise
aufgenommen ist. An einem Boden 24 der Vertiefung 23 ist eine Ausnehmung 25 ausgebildet,
in die ein weiterer Zapfen 26 des jeweiligen Federelements 21 eingreift. Jedes Federelement
21 ist monolithisch aus einem Elastomer hergestellt.
[0075] Fig. 5 zeigt eine schematische und perspektivische Schnittdarstellung eines weiteren
Abschnitts des in Fig. 1 gezeigten Transformators 1 im Bereich des Halteelements 11
der Halteeinheit 6 in einer zweiten Variante. Es ist eine an dem Halteelement 11 ausgebildete
Durchbrechung 16 gezeigt, in die ein Zapfen 17 des gezeigten plattenförmigen Federelements
27 eingreift. Das Federelement 27 stützt sich einseitig an einer Stützplatte 28 ab,
die durch monolithisches Verbinden von zwischen benachbart angeordneten Spulenschenkeln
3 angeordneten, nicht gezeigten Spulenstützelementen gebildet ist, wie es in Fign.
1 und 3 angedeutet ist. Jedes Federelement 27 ist monolithisch aus einem Elastomer
hergestellt.
[0076] Fig. 6 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
für einen erfindungsgemäßen Transformator 29 in Form eines Drehstromtransformators.
Der Transformator 29 unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch von dem in den Fign.
1 bis 5 gezeigten Ausführungsbeispiel, dass der Transformatorenstapelkern 2 über großflächiger
ausgebildete Federelemente 30 und 31 an der Halteeinheit 6 bzw. 7 und über jeweils
zwei weitere Federelemente 32 an den Abstandhaltern 33 abgestützt ist, die separat
zu den Fixiermitteln 8 angeordnet sind. Im Übrigen kann der Transformator 29 entsprechend
den Fign. 1 bis 5 ausgebildet sein, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen im Übrigen
auf die obige Beschreibung zu den Fign. 1 bis 5 verwiesen wird. Die Haltevorrichtung
5 weist zudem vier paarweise zwischen zwei benachbart zueinander angeordneten Spulenschenkeln
3 angeordnete Distanzstücke 34 auf, an dem die jeweiligen beiden Spulenschenkel 3
seitlich aneinander abgestützt sind.
[0077] Fig. 7 zeigt eine weitere schematische Schnittdarstellung des in Fig. 7 gezeigten
Transformators 29 gemäß der Schnittebene A-A aus Fig. 6. Es ist zu sehen, dass die
Federelemente 30 und 31 jeweils im Querschnitt U-förmig ausgebildet sind. Jeweils
ein Verbindungsbereich 35 zwischen dem jeweiligen Joch 4 und dem jeweiligen Spulenschenkel
3 ist zwischen parallelen Schenkeln 36 des jeweiligen Federelements 36 angeordnet.
Statt des jeweiligen U-förmig ausgebildeten Federelements 30 bzw. 31 können drei nicht
gezeigte separat hergestellte Elemente entsprechend U-förmig angeordnet sein, wobei
ein einen Schenkel ausbildendes Element als Federelement und das andere einen Schenkel
ausbildende Element als Gleitkörper ausgebildet sein kann, während das diese beiden
Elemente miteinander verbindende Element als Federelement ausgebildet sein kann.
[0078] Fig. 8 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
für einen erfindungsgemäßen Transformator 37 in Form eines Drehstromtransformators.
Der Transformator 35 unterscheidet sich insbesondere dadurch von dem in den Fign.
6 und 7 gezeigten Ausführungsbeispiel, dass jede Halteeinheit 6 bzw. 7 im Querschnitt
U-förmig ausgebildet ist und somit zwei parallel verlaufende Schenkel 38 aufweist,
zwischen denen das jeweilige Federelement 30 bzw. 31 aufgenommen ist. Die mechanischen
Fixiermittel der Halteeinheit 5 sind nicht gezeigt. Zwischen den freien Enden der
Schenkel 38 und wenigstens einer Spule 18 bzw. 19 ist jeweils ein Federelement 41
angeordnet, das durch den Kontakt mit der jeweiligen Spule 18 bzw. 19 elastisch verformt
ist.
Bezugszeichenliste
[0079]
- 1
- Transformator
- 2
- Transformatorenstapelkern
- 3
- Spulenschenkel
- 4
- Joch
- 5
- Haltevorrichtung
- 6
- Halteeinheit
- 7
- Halteeinheit
- 8
- Fixiermittel von 5
- 9
- Abstandhalter von 5
- 10
- Halteelement
- 11
- Halteelement
- 12
- Fixiermittel von 6, 7
- 13
- Abstandhalter von 6, 7
- 14
- Stützelement
- 15
- Spulenstützelement
- 16
- Durchbrechung an 10, 11
- 17
- Zapfen von 27
- 18
- Spule
- 19
- Spule
- 20
- Zapfen von 21
- 21
- Federelement
- 22
- Stützplatte
- 23
- Vertiefung an 22
- 24
- Boden von 23
- 25
- Ausnehmung an 23
- 26
- Zapfen von 21
- 27
- Federelement
- 28
- Stützplatte
- 29
- Transformator
- 30
- Federelement
- 31
- Federelement
- 32
- Federelement
- 33
- Abstandhalter
- 34
- Distanzstück
- 35
- Verbindungsbereich zwischen 3 und 4
- 36
- Schenkel von 30, 31
- 37
- Transformator
- 38
- Schenkel von 6, 7
- 39
- Gewindestange von 8
- 40
- Gewindestange von 12
- 41
- Federelement
1. Haltevorrichtung (5) zum Halten eines weichmagnetischen Transformatorenstapelkerns
(2) mit Schichten mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus
einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, wobei der Transformatorenstapelkern
(2) wenigstens zwei parallel zueinander verlaufende Spulenschenkel (3) und zwei mit
einander gegenüberliegenden Enden der Spulenschenkel (3) verbundene Joche (4) aufweist,
aufweisend
- wenigstens zwei Halteeinheiten (6, 7), die jeweils derart an einem der beiden Joche
(4) anordbar sind, dass die Halteeinheiten (6, 7) an einander gegenüberliegenden Endbereichen
des Transformatorenstapelkerns (2) angeordnet sind, und
- wenigstens ein an den beiden Halteeinheiten (6, 7) angreifendes mechanisches Fixiermittel
(8), über das die beiden Halteeinheiten (6, 7) zerstörungsfrei lösbar miteinander
verbunden sind, gekennzeichnet durch
- wenigstens einen zwischen den Halteeinheiten (6, 7) eingespannten Abstandhalter
(9, 33) und
- wenigstens ein zwischen wenigstens einer Halteeinheit (6, 7) und dem Transformatorenstapelkern
(2) anordbares Federelement (21, 27, 30, 31, 32),
- wobei die Haltevorrichtung (5) derart ausgebildet ist, dass das Federelement (21,
27, 30, 31, 32) bei an der Haltevorrichtung (5) angeordnetem Transformatorenstapelkern
(2) durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern
(2) elastisch verformt ist.
2. Haltevorrichtung (5) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Halteeinheit (6, 7) aufweist
- wenigstens zwei Halteelemente (10, 11), die an einander gegenüberliegenden Jochendbereichen
des jeweiligen Jochs (4) anordbar sind,
- wenigstens ein an den beiden Halteelementen (10, 11) angreifendes mechanisches Fixiermittel
(12), über das die beiden Halteelemente (10, 11) zerstörungsfrei lösbar miteinander
verbunden sind,
- wenigstens einen zwischen den Halteelementen (10, 11) eingespannten Abstandhalter
(13) und
- wenigstens ein zwischen wenigstens einem Halteelement (10, 11) und dem jeweiligen
Joch (4) anordbares Federelement (21, 27, 30, 31),
- wobei die Halteeinheit (6, 7) derart ausgebildet ist, dass das Federelement (21,
27, 30, 31) bei an der Haltevorrichtung (5) angeordnetem Transformatorenstapelkern
(2) durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern
(2) elastisch verformt ist.
3. Haltevorrichtung (5) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Federelement (30, 31) derart U-förmig ausgebildet ist, dass es den
Transformatorenstapelkern (2) entlang zumindest eines Abschnitts des jeweiligen Jochs
(4) derart formschlüssig umgreift, dass sich ein Verbindungsbereich (35) zwischen
den Spulenschenkeln (3) und dem jeweiligen Joch (4) zwischen parallelen Schenkeln
(36) des Federelements (35) befindet.
4. Haltevorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch wenigstens ein zumindest teilweise zwischen dem Abstandhalter (33) und dem Transformatorenstapelkern
(2) anordbares Federelement (32), wobei die Haltevorrichtung (5) derart ausgebildet
ist, dass das Federelement (32) bei an der Haltevorrichtung (5) angeordnetem Transformatorenstapelkern
(2) durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren Kontakt mit dem Transformatorenstapelkern
(2) elastisch verformt ist.
5. Haltevorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch wenigstens ein zwischen zwei benachbart zueinander angeordneten Spulenschenkeln anordbares
Distanzstück (34), an dem die beiden Spulenschenkel (3) seitlich aneinander abgestützt
sind.
6. Haltevorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch wenigstens zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten eines Spulenschenkels (3)
anordbare Stützelemente (14), die jeweils endseitig mit den beiden Halteeinheiten
(6, 7) verbunden sind.
7. Haltevorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
gekennzeichnet durch
- wenigstens vier Spulenstützelemente (15) zum axialen Abstützen von an einem Spulenschenkel
(3) angeordneten Spulen (18, 19), wobei zwei Spulenstützelemente (15) an der einen
Halteeinheit (6, 7) und die beiden anderen Spulenstützelemente (15) an der anderen
Halteeinheit (6, 7) angeordnet sind, wobei die Spulenstützelemente (15) paarweise
auf einander gegenüberliegenden Seiten des Spulenschenkels (3) anordbar sind, und
- pro Spulenstützelement (15) wenigstens ein entweder zwischen der jeweiligen Halteeinheit
(6, 7) und dem jeweiligen Spulenstützelement (15) oder zwischen dem jeweiligen Spulenstützelement
(15) und den jeweiligen Spulen (18, 19) angeordnetes bzw. anordbares Federelement
(21, 27, 41),
- wobei die Haltevorrichtung (5) derart ausgebildet ist, dass das Federelement (21,
27, 41) bei an der Haltevorrichtung (5) angeordnetem Transformatorenstapelkern (2)
mit daran angeordneten Spulen (18, 19) durch einen dabei gegebenen zumindest mittelbaren
Kontakt mit wenigstens einer Spule (18, 19) elastisch verformt ist.
8. Haltevorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem jeweiligen Federelement (21, 27, 30, 31, 32, 41) aufbringbare Rückstellkraft
separat einstellbar ist.
9. Transformator (1, 29, 37), insbesondere Drehstromtransformator, aufweisend
- wenigstens einen weichmagnetischen Transformatorenstapelkern (2) mit Schichten mit
einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, wobei der Transformatorenstapelkern (2) wenigstens
zwei parallel zueinander verlaufende Spulenschenkel (3) und zwei mit einander gegenüberliegenden
Enden der Spulenschenkel (3) verbundene Joche (4) aufweist, und
- wenigstens eine Haltevorrichtung (5) zum Halten des Transformatorenstapelkerns (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (5) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet ist.
10. Transformator (1, 29, 37) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenschenkel (3) und die Joche (4) jeweils durch einen Stapel aus stoffschlüssig
miteinander verbundenen Verbundkörpern gebildet sind, wobei jeder Verbundkörper aus
stoffschlüssig miteinander verbundenen, abgelängten Verbundabschnitten eines bandförmigen
Mehrkomponentenverbunds gebildet ist, wobei der Mehrkomponentenverbund wenigstens
zwei stoffschlüssig miteinander verbundene Verbundlagen aufweist, wobei jede Verbundlage
aus einem Folienverbund gebildet ist, wobei jeder Folienverbund wenigstens zwei bandförmige,
weichmagnetische Folien mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur
aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist, wobei die
Folien stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
11. Transformator (1, 29, 37) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, die Verbundlagen jeweils aus einem längsgeteilten Folienverbund gebildet sind, wobei
der eine Folienverbund bezüglich einer Querschnittsbreite des jeweiligen Verbundkörpers
an einer anderen Stelle längsteilt ist als der benachbart zu dem Folienverbund angeordnete
weitere Folienverbund.