Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von wenigstens einem Paketabschnitt
eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine, ein Halbzeug zur Herstellung
von wenigstens einem Paketabschnitt eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen
Maschine, einen Paketabschnitt für ein weichmagnetisches Bauteil einer elektrischen
Maschine und ein weichmagnetisches Bauteil für eine elektrische Maschine.
Stand der Technik
[0002] Elektrische Maschinen in Form von Transformatoren wandeln eine Eingangswechselspannung
in eine von der Eingangswechselspannung abweichende Ausgangswechselspannung. Transformatoren
werden beispielsweise zur Spannungswandlung in Energieversorgungsanlagen und in elektrischen
Geräten eingesetzt.
[0003] Ein Transformator weist für jede Phase der zu wandelnden Eingangswechselspannung
eine Primärspule und eine Sekundärspule auf, die an einem gemeinsamen Transformatorenkern
angeordnet sind, der aus ferromagnetischen Werkstoffen oder Ferriten hergestellt ist.
Der Transformatorenkern bündelt in Verbindung mit den Spulen den magnetischen Fluss
und vergrößert die Induktivität und die magnetische Flussdichte des Transformators.
Der Transformatorenkern kann aus einem Blechpaket aus mehreren elektrisch voneinander
isolierten Transformatorblechen aufweisen. Hierdurch können Wirbelstromverluste des
Transformators bei der Spannungswandlung reduziert werden.
[0004] Ein Drehstromtransformator weist einen weichmagnetischen Transformatorenkern auf,
der drei parallel zueinander verlaufende Schenkel und zwei jeweils endseitig mit den
Schenkeln verbundene Joche aufweist. An jedem Schenkel sind eine Primärspule und eine
Sekundärspule derselben Stromphase angeordnet. Eines der Joche kann monolithisch mit
den drei Schenkeln verbunden sein, wodurch ein E-förmig ausgebildeter Abschnitt des
Transformatorenkerns gebildet wird. Nachdem die Spulen an den Schenkeln angeordnet
worden sind, kann das zweite Joch mit den freien Enden der Schenkel verbunden werden.
[0005] DE 10 2009 048 658 A1 offenbart einen Transformatorkern, aufweisend weichmagnetische Schichten eines elektrisch
leitfähigen Kernmaterials mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur,
die durch Trennschichten eines elektrisch isolierenden Materials voneinander getrennt
sind. Mehrere der weichmagnetischen Schichten bilden zumindest mit den zwischen ihnen
liegenden Trennschichten einen monolithischen Verbund. Der Transformatorkern besteht
also aus einem Blechpaket, wobei die Transformatorbleche jeweils vollständig aus einem
monolithischen Verbund weichmagnetischer Schichten und Trennschichten besteht. Zur
Herstellung des Transformatorenkerns wird eine weichmagnetische Schicht aus einem
elektrisch leitfähigen Kernmaterial elektrochemisch auf einem Grundkörper abgeschieden.
Auf der weichmagnetischen Schicht wird eine elektrisch isolierende Trennschicht erzeugt.
Diese Vorgänge werden wiederholt, bis der Transformatorkern die vorgesehene Gestalt
erreicht hat. Als weichmagnetische Schicht werden mindestens ein weichmagnetisches
Element, insbesondere eines oder mehrere der Elemente Eisen (Fe), Nickel (Ni) oder
Cobalt (Co), und mindestens ein glasbildendes Element, insbesondere Phosphor (P) und/oder
Bor (B), gemeinsam abgeschieden.
[0006] Die Ausbildung eines Transformatorenkerns unter Verwendung von weichmagnetischen
amorphen Schichten geht mit einer Verringerung der Verluste am Transformatorenkern
während seines Einsatzes in einem Transformator einher. Dies liegt an der geringeren
magnetischen Koerzitivfeldstärke, so dass Hystereseverluste beim Ummagnetisieren des
Transformatorenkerns kleingehalten werden können.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, die Kosten zur Herstellung von weichmagnetischen
Bauteilen energieeffizienter elektrischer Maschinen zu reduzieren.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den abhängigen Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren
wiedergegeben, wobei diese Ausgestaltungen jeweils für sich genommen oder in verschiedener
Kombination von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander einen vorteilhaften
und/oder weiterbildenden Aspekt der Erfindung darstellen können. Vorteilhafte Ausgestaltungen
des Verfahrens können dabei vorteilhaften Ausgestaltungen des Halbzeugs, des Paketabschnitts
und/oder des weichmagnetischen Bauteils entsprechen, und umgekehrt, selbst wenn hierauf
im Folgenden nicht explizit hingewiesen wird.
[0009] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Herstellen von wenigstens einem Paketabschnitt
eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine umfasst die Schritte:
- kontinuierliches Herstellen einer bandförmigen, weichmagnetischen Folie mit einer
amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere
einer FeSiB-Legierung, unter Verwendung eines Gießverfahrens;
- kontinuierliches Herstellen eines bandförmigen Folienverbunds durch kontinuierliches
stoffschlüssiges Verbinden der Folie mit wenigstens einer entsprechend hergestellten
weiteren Folie; und
- Herstellen des Paketabschnitts unter Verwendung des Folienverbunds.
[0010] Erfindungsgemäß kann ein Halbzeug zur Herstellung von wenigstens einem Paketabschnitt
eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine im Vergleich zum Stand
der Technik relativ schnell hergestellt werden, bei dem beispielsweise die einzelnen
Schichten eines Transformatorkernpakets nacheinander abgeschieden werden, wie es beispielsweise
aus
DE 10 2009 048 658 A1 bekannt ist. Hierzu muss deutlich mehr Zeit aufgewendet werden als bei der erfindungsgemäßen
Herstellung von wenigstens einem Paketabschnitt des weichmagnetischen Bauteils der
elektrischen Maschine. Dies macht die erfindungsgemäße Herstellung von wenigstens
einem Paketabschnitt des weichmagnetischen Bauteils der elektrischen Maschine deutlich
kostengünstiger als die herkömmliche Herstellung eines Transformatorenkernpakets.
[0011] Unter einem Paketabschnitt ist im Rahmen der Erfindung ein Abschnitt des weichmagnetischen
Bauteils zu verstehen, bei dem wenigstens zwei verschiedene Schichten im Wechsel übereinandergeschichtet
sind, wodurch ein Schichtverbund gebildet wird, der im Rahmen der Erfindung als Paket
bezeichnet wird.
[0012] Die elektrische Maschine kann eine ruhende elektrische Maschine sein, beispielsweise
ein Transformator, ein Relais, ein Schaltschütz, eine Drosselspule, eine Zündspule,
ein Stromzähler oder ein steuerbarer Ablenkmagnet. Hierbei ist das weichmagnetische
Bauteil als weichmagnetischer Kern der ruhenden elektrischen Maschine ausgebildet,
der durch wenigstens eine elektrische Spule der ruhenden elektrischen Maschine verläuft.
Alternativ kann die elektrische Maschine eine rotierende elektrische Maschine sein,
beispielsweise ein Elektromotor oder ein elektrischer Generator. Hierbei ist das weichmagnetische
Bauteil der rotierenden elektrischen Maschine als Rotorbauteil oder Statorbauteil
ausgebildet.
[0013] Schon das kontinuierliche Herstellen der bandförmigen, weichmagnetischen Folie mit
einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, unter Verwendung eines Gießverfahrens kann schneller
durchgeführt werden als ein herkömmliches sukzessives Abscheiden einzelner Schichten
bestimmter Form und Größe. Zum erfindungsgemäßen kontinuierlichen Herstellen der amorphen
Folie wird zunächst eine Schmelze aus der Eisenlegierung hergestellt, beispielsweise
unter Verwendung eines Induktionsschmelzofens. Die Schmelze kann anschließend auf
eine sich drehende Walze aufgegossen werden, wo die Schmelze unter Bildung der amorphen
Folie fortschreitend abgekühlt wird bzw. unter Bildung der amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur erstarrt. Die so gebildete amorphe Folie kann von der Walze abgezogen
und nach eventuellen weiteren Ver- und/oder Bearbeitungsschritten zu einer Folienrolle
aufgehaspelt werden. Für weitere Verfahrensschritte kann dann die amorphe Folie wieder
abgehaspelt werden.
[0014] Dass die amorphe Folie kontinuierlich hergestellt wird, bedeutet im Rahmen der Erfindung
also, dass die amorphe Folie nicht in bestimmter Größe und Formgebung, die an eine
Größe und eine Formgebung eines herzustellenden weichmagnetischen Bauteils angepasst
ist, sondern als langgestreckt ausgebildetes Band ausgebildet wird, das eine Länge
von beispielsweise mehreren 10.000 m aufweisen kann. Die Dicke der amorphen Folie
kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 20 µm bis etwa 60 µm liegen. Die maximale
Breite der amorphen Folie kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 180 mm bis
etwa 300 mm, insbesondere bis etwa 400 mm, liegen. Bei einer Dicke von etwa 25 µm
kann die Länge der amorphen Folie beispielsweise 35.000 m betragen.
[0015] Die Eisenlegierung enthält vorzugsweise wenigstens ein weichmagnetisches Element,
insbesondere eines oder mehrere der Elemente Fe, Silicium (Si), Ni oder Co, und wenigstens
ein glasbildendes Element, insbesondere P und/oder B. Die bei der Abkühlung der oben
genannten Schmelze Glas bildenden Elemente dienen der Ausbildung der amorphen und/oder
nanokristallinen Gefügestruktur der Folie.
[0016] Zudem ist das kontinuierliche Herstellen des bandförmigen Folienverbunds durch kontinuierliches,
insbesondere flächiges oder lokales, stoffschlüssiges Verbinden der amorphen Folie
mit wenigstens einer entsprechend hergestellten weiteren amorphen Folie deutlich schneller
durchführbar als die herkömmliche Herstellung eines speziellen Folienverbunds durch
Abscheiden einzelner Schichten, wie es beispielsweise
DE 10 2009 048 658 A1 offenbart. Die beiden amorphen Folien können zum kontinuierlichen Herstellen des
bandförmigen Folienverbunds beispielsweise gleichzeitig von verschiedenen Folienrollen
abgehaspelt werden.
[0017] Auf wenigstens einen der beiden abgehaspelten Folienabschnitte kann zur Ausbildung
des Stoffschlusses zwischen den amorphen Folien beispielsweise ein Klebstoff während
des weitergehenden Abhaspeln der amorphen Folien kontinuierlich aufgebracht werden,
beispielsweise mittels einer Auftragsrolle oder durch Aufsprühen des Klebstoffs oder
durch kontinuierliches Abscheiden, beispielsweise Gasphasenabscheiden oder plasmainduziertes
Materialabscheiden, insbesondere von Aluminiumoxid oder dergleichen. Der Klebstoff
kann alternativ punktförmig oder in Linien aufgebracht werden. Der Klebstoff bildet
eine Klebstoffschicht zwischen jeweils zwei benachbart zueinander angeordneten amorphen
Folien des Folienverbunds, die elektrisch isolierend sein kann, um die amorphen Folien
elektrisch voneinander zu trennen. Hierdurch können Wirbelstromverluste einer elektrischen
Maschine mit einem entsprechend aufgebauten weichmagnetischen Bauteil möglichst geringgehalten
werden.
[0018] Alternativ kann die Klebstoffschicht keine oder nur eine geringe elektrische Isolation
bewirken, wobei die elektrische Trennung der amorphen Folien untereinander auf eine
andere Art und Weise erfolgen kann. Beispielsweise kann wenigstens eine Hauptseite
einer amorphen Folie, beispielsweise durch einen Diffusionsvorgang oder dergleichen,
derart behandelt werden, dass ein an die Hauptseite angrenzender Abschnitt der amorphen
Folie im Vergleich zu der übrigen amorphen Folie eine reduzierte elektrische Leitfähigkeit
aufweist, die zur elektrischen Isolierung zwischen miteinander verbundenen amorphen
Folien verwendet wird.
[0019] Alternativ kann während des weitergehenden Abhaspeln der amorphen Folien ein anderes
Mittel, beispielsweise ein Öl, auf wenigstens einen der beiden abgehaspelten Folienabschnitte
kontinuierlich aufgebracht werden, das eine Adhäsion zwischen den amorphen Folien
erzeugt oder verstärkt. Das Mittel kann alternativ punktförmig oder in Linien aufgebracht
werden. Weiter alternativ kann der Stoffschluss zwischen den amorphen Folien dadurch
erzeugt werden, dass zumindest eine Verbindungsseite von wenigstens einer amorphen
Folie vor dem Zusammenführen der amorphen Folien zumindest bereichsweise erwärmt und
dadurch teilweise geschmolzen wird, so dass der geschmolzene Werkstoff dieser amorphen
Folie an der anderen amorphen Folie erstarrt und den Stoffschluss bewirkt.
[0020] Erfindungsgemäß werden also wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische Folien
jeweils mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, unter Verwendung eines Gießverfahrens kontinuierlich
hergestellt. Dies kann bedeuten, dass die beiden amorphen Folien in voneinander getrennten
Herstellungsprozessen separat oder in einem gemeinsamen Herstellungsprozess unmittelbar
aufeinanderfolgend hergestellt werden, wobei in letzterem Fall die beiden amorphen
Folien abgetrennte Abschnitte desselben Gussstrangs sind.
[0021] Die amorphe Folie kann zur Herstellung des Folienverbunds auch mit zwei oder mehreren,
beispielsweise zwei bis sieben, weiteren amorphen Folien verbunden werden, wobei der
Folienverbund dadurch eine entsprechende Anzahl von Folienschichten aufweist. Der
Folienverbund kann anschließend zu einer Folienverbundrolle aufgehaspelt werden, um
für weitere Ver- und/oder Bearbeitungsschritte zur Verfügung zu stehen. Ein Folienverbund
mit fünf Schichten aus amorphen Folien mit einer jeweiligen Dicke von etwa 25 µm kann
beispielsweise mit einer Länge von etwa 7.000 m hergestellt werden. Die Dicke des
Folienverbunds kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 40 µm bis etwa 400 µm
liegen. Der Folienverbund stellt im Rahmen der Erfindung ein erstes Halbzeug zur Herstellung
eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine dar.
[0022] Vor dem Aufhaspeln des Folienverbunds kann wenigstens eine elektrisch isolierende
Trennschicht zumindest einseitig kontinuierlich flächig auf den Folienverbund aufgebracht
oder an dem Folienverbund ausgebildet werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn
der Folienverbund später mit wenigstens einem entsprechend hergestellten weiteren
Folienverbund verbunden werden soll, da dann die Folienverbunde zur Reduzierung von
Wirbelstromverlusten elektrisch voneinander getrennt sind. Alternativ kann auch zum
Verbinden der Folienverbunde ein elektrisch isolierender Klebstoff eingesetzt werden.
Es kann auch an jeder Seite des Folienverbunds jeweils eine elektrisch isolierende
Trennschicht angeordnet werden. Der mit der wenigstens einen Trennschicht versehene
Folienverbund kann anschließend zu einer Folienverbundrolle aufgehaspelt werden, um
für eine weitere Ver- und/oder Bearbeitung zur Verfügung zu stehen. Der mit der wenigstens
einen Trennschicht versehene Folienverbund stellt eine Ausführungsvariante des oben
genannten ersten Halbzeugs dar. Die Trennschicht kann beispielsweise derart einseitig
an dem Folienverbund ausgebildet werden, indem die entsprechende Hauptseite des Folienverbunds,
beispielsweise durch einen Diffusionsvorgang oder dergleichen, derart behandelt werden,
dass ein an die Hauptseite angrenzender Abschnitt des Folienverbunds im Vergleich
zu dem übrigen Folienverbund eine reduzierte elektrische Leitfähigkeit aufweist, die
zur elektrischen Isolierung zwischen miteinander verbundenen Folienverbunden verwendet
wird.
[0023] Das kontinuierliche Aufbringen oder Ausbilden von wenigstens einer elektrisch isolierenden
Trennschicht zumindest einseitig flächig auf den bzw. an dem Folienverbund ist deutlich
schneller durchführbar als beispielsweise das Abscheiden von Trennschichten entsprechend
DE 10 2009 048 658 A1. Das Aufbringen der elektrisch isolierenden Trennschicht auf den Folienverbund kann
durch ein kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden, beispielsweise unter Verwendung
eines aufgesprühten Klebstoffs oder anderweitigen Adhäsionsmittels, des Folienverbunds
mit einer die Trennschicht bildenden Folie erfolgen. Das kontinuierliche Aufbringen
der Trennschicht kann alternativ durch kontinuierliches Auftragen einer elektrisch
isolierenden Schicht auf die jeweilige amorphe Folie beispielsweise mittels einer
Auftragsrolle oder durch Aufsprühen des Klebstoffs oder durch kontinuierliches Abscheiden,
beispielsweise Gasphasenabscheiden oder plasmainduziertes Materialabscheiden, insbesondere
von Aluminiumoxid oder dergleichen, erfolgen. Das Ausbilden der elektrisch isolierenden
Trennschicht an dem Folienverbund kann beispielsweise durch ein kontinuierliches Auftragen,
beispielsweise mittels einer Auftragsrolle oder durch Aufsprühen, eines Isolationswerkstoffs
auf den Folienverbund erfolgen, der nach seinem Auftragen möglichst schnell unter
Bildung der Trennschicht aushärtet. Alternativ kann das Ausbilden der Trennschicht
an dem Folienverbund durch das oben beschriebene Behandeln einer Hauptseite des Folienverbunds
erfolgen. Die hier zur der kontinuierlichen Aufbringung bzw. Ausbildung der Trennschicht
gemachten Ausführungen und Ausgestaltungen sind entsprechend auf die in der übrigen
Anmeldung genannten Trennschichten übertragbar.
[0024] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein einzelner Paketabschnitt des weichmagnetischen
Bauteils der elektrischen Maschine hergestellt werden. Alternativ können mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren auch zwei oder mehrere Paketabschnitte des weichmagnetischen Bauteils der
elektrischen Maschine oder sogar alle Paketabschnitte des weichmagnetischen Bauteils
der elektrischen Maschine hergestellt werden. Des Weiteren kann mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren das gesamte weichmagnetische Bauteil der elektrischen Maschine hergestellt
werden.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung wird vor der Herstellung des Folienverbunds
wenigstens einer elektrisch isolierenden Trennschicht zumindest einseitig kontinuierlich
flächig auf jede der Folien aufgebracht oder an jeder der Folien ausgebildet. Auch
das kontinuierliche Aufbringen oder Ausbilden von wenigstens einer elektrisch isolierenden
Trennschicht zumindest einseitig flächig auf die bzw. an der jeweiligen amorphen Folie
ist deutlich schneller durchführbar als beispielsweise das Abscheiden von Trennschichten
entsprechend
DE 10 2009 048 658 A1. Das Aufbringen der elektrisch isolierenden Trennschicht auf die jeweilige amorphe
Folie kann durch ein kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden, beispielsweise unter
Verwendung eines aufgesprühten Klebstoffs oder eines anderen Adhäsionsmittels, der
amorphen Folie mit einer die Trennschicht bildenden Folie erfolgen. Das Ausbilden
der elektrisch isolierenden Trennschicht an der jeweiligen amorphen Folie kann beispielsweise
durch ein kontinuierliches Auftragen, beispielsweise mittels einer Auftragsrolle oder
durch Aufsprühen, eines Isolationswerkstoffs auf die amorphe Folie erfolgen, der nach
seinem Auftragen möglichst schnell unter Bildung der Trennschicht aushärtet. Alternativ
kann das Ausbilden der Trennschicht an der jeweiligen amorphen Folie durch das oben
beschriebene Behandeln einer Hauptseite der amorphen Folie erfolgen. Es kann auch
an jeder Seite der jeweiligen amorphen Folie jeweils eine elektrisch isolierende Trennschicht
angeordnet bzw. ausgebildet werden. Die jeweilige mit der wenigstens einen Trennschicht
versehene amorphe Folie kann anschließend zu einer Folienrolle aufgehaspelt werden,
um für eine weitere Ver- und/oder Bearbeitung zur Verfügung zu stehen. Die Anordnung
bzw. Ausbildung von wenigstens einer Trennschicht an jeder der amorphen Folien stellt
eine Ausführungsvariante des oben genannten ersten Halbzeugs zur Herstellung des Paketabschnitts
eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine dar.
[0026] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung umfasst das Verfahren die weiteren
Schritte: kontinuierliches Längsteilen des Folienverbunds an wenigstens einer Stelle
eines Querschnitts des Folienverbunds; kontinuierliches Längsteilen von wenigstens
einem entsprechend hergestellten weiteren Folienverbund an wenigstens einer Stelle
eines Querschnitts des weiteren Folienverbunds, wobei der Folienverbund bezüglich
einer Querschnittsbreite an einer anderen Stelle längsteilt wird als der weitere Folienverbund;
und kontinuierliches Herstellen eines wenigstens zweilagigen, bandförmigen Mehrkomponentenverbunds
durch kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden der längsgeteilten Folienverbunde
miteinander. Der bandförmige Mehrkomponentenverbund stellt im Rahmen der Erfindung
ein zweites Halbzeug zur Herstellung des Paketabschnitts eines weichmagnetischen Bauteils
einer elektrischen Maschine dar. Der Mehrkomponentenverbund kann zu einer Verbundrolle
aufgehaspelt werden, um für eine spätere Ver- und/oder Bearbeitung zur Verfügung zu
stehen. Durch ein versetztes Anordnen von durch die jeweilige Längsteilung des jeweiligen
Folienverbunds erzeugten Verbundabschnitten und stoffschlüssiges Verbinden der Verbundabschnitte
kann ein Mehrkomponentenverbund beliebiger Breite hergestellt werden.
[0027] Der Folienverbund kann beispielsweise an einer einzelnen Stelle seiner Querschnittsfläche
längsgeteilt sein, während der weitere Folienverbund beispielsweise an zwei Stellen
seiner Querschnittsfläche, die der Querschnittsfläche des erstgenannten Folienverbunds
entspricht, längsgeteilt sein kann. Der Mehrkomponentenverbund kann durch eine abwechselnde
Anordnung dieser beiden Folienverbunde ausgebildet werden, wobei der Mehrkomponentenverbund
auch aus mehr als zwei Folienverbunden gebildet sein kann. Die einzelnen Folienverbunde
können auch eine andere Anzahl an Längsteilungen aufweisen. Für die Ausbildung des
Mehrkomponentenverbunds ist es wesentlich, dass Längsteilungen von benachbart angeordneten
Folienverbunden bezüglich der Längserstreckung des Mehrkomponentenverbunds versetzt
zueinander angeordnet sind bzw. in Dickenrichtung des Mehrkomponentenverbunds nicht
fluchtend zueinander angeordnet sind.
[0028] Das kontinuierliche stoffschlüssige Verbinden der Folienverbunde miteinander kann
mittels eines Klebstoffs oder eines anderen Adhäsionsmittels erfolgen, der bzw. das
mittels einer Auftragsrolle oder durch Aufsprühen kontinuierlich auf wenigstens einen
der Folienverbunde aufgetragen wird. Der Klebstoff bzw. das Adhäsionsmittel kann elektrisch
isolierend ausgebildet sein. Die Breite des Mehrkomponentenverbunds kann beispielsweise
in einem Bereich von etwa 200 mm bis etwa 1000 mm liegen. Die Dicke des Mehrkomponentenverbunds
kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 40 µm bis etwa 2000 µm liegen.
[0029] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird ein wenigstens zweilagiger,
bandförmiger Mehrkomponentenverbund durch kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden
des Folienverbunds mit wenigstens einem entsprechend hergestellten weiteren Folienverbund
hergestellt. Dieser bandförmige Mehrkomponentenverbund stellt im Rahmen der Erfindung
ein zum oben genannten zweiten Halbzeug alternatives Halbzeug zur Herstellung des
Paketabschnitts eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine dar.
Der Mehrkomponentenverbund kann auch aus mehr als zwei Folienverbunden gebildet sein.
Der Mehrkomponentenverbund kann zu einer Verbundrolle aufgehaspelt werden, um für
eine spätere Ver- und/oder Bearbeitung zur Verfügung zu stehen.
[0030] Das stoffschlüssige Verbinden der Folienverbunde kann mittels eines Klebstoffs oder
eines anderen Adhäsionsmittels erfolgen, der bzw. das mittels einer Auftragsrolle
oder durch Aufsprühen kontinuierlich auf wenigstens einen der Folienverbunde aufgetragen
wird. Der Klebstoff bzw. das Adhäsionsmittel kann elektrisch isolierend ausgebildet
sein. Die Breite des Mehrkomponentenverbunds kann beispielsweise in einem Bereich
von etwa 40 mm bis etwa 250 mm liegen. Die Dicke des Mehrkomponentenverbunds kann
beispielsweise in einem Bereich von etwa 40 µm bis etwa 2000 µm liegen.
[0031] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird wenigstens ein Verbundkörper
hergestellt, indem Verbundabschnitte des Mehrkomponentenverbunds von dem übrigen Mehrkomponentenverbund
abgetrennt, gestapelt und stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Hierdurch können
Halbzeuge zur Herstellung des Paketabschnitts eines weichmagnetischen Bauteils einer
elektrischen Maschine in Form monolithische Verbundkörper mit bestimmter Größe und
Formgebung hergestellt werden. Die Dicke eines solchen Verbundkörpers kann beispielsweise
in einem Bereich von etwa 3 mm bis etwa 400 mm liegen. Die Breite eines solchen Verbundkörpers
kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 30 mm bis 1000 mm liegen. Die Länge
eines solchen Verbundkörpers kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 100 mm
bis 2500 mm liegen. Die Verbundabschnitte können beispielsweise derart ausgewählt,
gestapelt und stoffschlüssig miteinander verbunden werden, dass der jeweilig daraus
gebildete Verbundkörper beispielsweise eine rechteckige, trapezförmige oder anderweitig
ausgebildete Schnittfläche aufweist. Auch kann an wenigstens einer Seitenfläche des
jeweilig gebildeten Verbundkörpers wenigstens eine Nut oder dergleichen ausgebildet
sein. Die Verbundabschnitte können unterschiedlich dick, lang und/oder breit ausgebildet
sein, um eine stufenartige Abschrägung des jeweilig daraus gebildeten Verbundkörpers
zu erzeugen.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird der Paketabschnitt durch stoffschlüssiges
Verbinden von Verbundkörpern gleicher oder verschiedener Breite und/oder Länge hergestellt,
wobei eine Querschnittsfläche des Paketabschnitts durch die Verwendung von Verbundkörpern
verschiedener Breite bzw. Länge an wenigstens einem Eckbereich mit einer Abstufung
ausgebildet wird. Hierdurch kann einem Paketabschnitt beispielsweise in Form eines
spulenaufnehmenden Schenkels des Transformatorenkerns eine im Querschnitt annähernd
kreisförmige, elliptische oder ovale Querschnittsfläche verliehen werden, wozu jeder
Eckbereich mit einer entsprechenden Abstufung ausgebildet wird. Ein als Joch des Transformatorenkerns
ausgebildeter Paketabschnitt kann beispielsweise eine rechteckige Querschnittsfläche
aufweisen. Die Verbundkörper können über einen Klebstoff oder ein anderes Adhäsionsmittel
miteinander verbunden werden. Der Klebstoff bzw. das Adhäsionsmittel kann elektrisch
isolierend ausgebildet sein.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung werden wenigstens zwei Paketabschnitte
entsprechend hergestellt und stoffschlüssig und/oder formschlüssig miteinander verbunden.
Der eine Paketabschnitt kann beispielsweise ein Joch des Transformatorenkerns sein,
während der andere Paketabschnitt beispielsweise ein Schenkel zur Anordnung von Spulen
sein kann. Das weichmagnetische Bauteil kann auch mehr als zwei entsprechende Paketabschnitte
aufweisen und beispielsweise vollständig aus entsprechenden Paketabschnitten gebildet
sein. Zur Herstellung eines weichmagnetischen Bauteils in Form eines Transformatorenkerns
für einen Drehstromtransformator kann beispielsweise ein E-förmig ausgebildetes Bauteil
gebildet werden, das einen als Joch ausgebildeten Paketabschnitt und drei als Schenkel
ausgebildete Paketabschnitte aufweist. Ein weiterer Paketabschnitt des Transformatorenkerns
ist ebenfalls als Joch ausgebildet, das nach Anordnung der Spulen an den Schenkeln
mit den freien Enden der Schenkel verbunden wird.
[0034] Wenigstens ein Schenkel kann über einen stumpfen Stoß, also bei einem Schnittwinkel
von 90°, und stoffschlüssig mit dem jeweiligen Joch verbunden sein. Jedoch kann wenigstens
ein Schenkel auch unter Verwendung eines anderen Schnittwinkels, beispielsweise eines
Schnittwinkels von 45°, mit dem Joch verbunden sein. Alternativ können die Verbindungsabschnitte
des jeweiligen Schenkels und des jeweiligen Jochs derart ausgebildet werden, dass
sich Abschnitte von Schenkel und Joch gegenseitig überlappen. Die einander überlappenden
Abschnitte können stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Alternativ kann ein
Verbindungsabschnitt eines Schenkels sogenannte Step-Lap-Schichtung aufweisen. Die
einzelnen Schenkel eines Transformatorenkerns können auf verschiedene Art und Weise
ausgebildet und mit dem jeweiligen Joch verbunden sein. Zudem kann wenigstens ein
Schenkel auf wenigstens zwei verschiedene der genannten Arten mit wenigstens einem
Joch verbunden sein.
[0035] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird wenigstens eine Stoßfläche
von miteinander zu verbindenden Stoßflächen der Paketabschnitte vor dem Verbinden
der Paketabschnitte zumindest teilweise physikalisch und/oder chemisch behandelt.
Hierdurch kann die Stoßfläche beispielsweise mit einer gewünschten Oberflächenrauhigkeit
versehen werden. Zudem kann die Behandlung der Stoßfläche zur Herstellung einer Planparallelität
zwischen miteinander zu verbindenden Stoßflächen dienen. Es können auch beide miteinander
zu verbindenden Stoßflächen entsprechend behandelt werden. Die physikalische Behandlung
kann beispielsweise mechanisch, insbesondere spanend, oder thermisch sein.
[0036] Ein erfindungsgemäßes Halbzeug zur Herstellung von wenigstens einem Paketabschnitt
eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine weist wenigstens einen
bandförmigen Folienverbund auf, der wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische
Folien mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist, die stoffschlüssig miteinander verbunden
sind. Dieses Halbzeug entspricht dem oben mit Bezug auf das Verfahren genannten ersten
Halbzeug. Daher sind die oben mit Bezug auf das erste Halbzeug genannten Vorteile
und Ausführungsvarianten entsprechend mit dem erfindungsgemäßen Halbzeug verbindbar.
Insbesondere kann an jeder Folie zumindest einseitig eine elektrisch isolierende Trennschicht
angeordnet oder ausgebildet sein. Alternativ oder additiv kann ein zur Ausbildung
des Stoffschlusses zwischen den amorphen Folien verwendeter Klebstoff oder ein anderes
dazu verwendetes Adhäsionsmittel elektrisch isolierend ausgebildet sein. An dem Folienverbund
kann zumindest einseitig eine elektrisch isolierende Trennschicht angeordnet bzw.
ausgebildet sein.
[0037] Ein weiteres erfindungsgemäßes Halbzeug zur Herstellung von wenigstens einem Paketabschnitt
eines weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine weist wenigstens einen
bandförmigen Mehrkomponentenverbund auf, der wenigstens zwei stoffschlüssig miteinander
verbundene Verbundlagen aufweist, die jeweils aus einem längsgeteilten Folienverbund
gebildet sind, wobei der eine Folienverbund bezüglich einer Querschnittsbreite des
Mehrkomponentenverbunds an einer anderen Stelle längsteilt ist als der benachbart
zu dem ersten Folienverbund angeordnete weitere Folienverbund, wobei jeder Folienverbund
wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische Folien mit einer amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist,
die stoffschlüssig miteinander verbunden sind. Dieses Halbzeug entspricht dem oben
mit Bezug auf das Verfahren genannten zweiten Halbzeug. Daher sind die oben mit Bezug
auf das zweite Halbzeug genannten Vorteile und Ausführungsvarianten entsprechend mit
dem erfindungsgemäßen Halbzeug verbindbar.
[0038] Ein erfindungsgemäßer Paketabschnitt für ein weichmagnetisches Bauteil einer elektrischen
Maschine ist durch einen Stapel aus stoffschlüssig miteinander verbundenen Verbundkörpern
gebildet, die jeweils aus abgelängten Verbundabschnitten eines bandförmigen Mehrkomponentenverbunds
gebildet sind, der wenigstens zwei stoffschlüssig miteinander verbundene Verbundlagen
aufweist, die jeweils aus einem längsgeteilten Folienverbund gebildet sind, wobei
der eine Folienverbund bezüglich einer Querschnittsbreite des jeweiligen Verbundkörpers
einer anderen Querschnittsstelle längsteilt ist als der benachbart zu dem ersten Folienverbund
angeordnete weitere Folienverbund, wobei jeder Folienverbund wenigstens zwei bandförmige,
weichmagnetische Folien mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur
aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist, die stoffschlüssig
miteinander verbunden sind.
[0039] Mit dem Paketabschnitt sind die oben mit Bezug auf das Verfahren genannten Vorteile
entsprechend verbunden. Insbesondere kann der Paketabschnitt unter Verwendung des
Verfahrens gemäß einer der oben genannten Ausgestaltungen oder einer Kombination von
wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander hergestellt werden. Insofern können
Ausgestaltungen des oben genannten Verfahrens Ausgestaltungen des Paketabschnitts
entsprechen.
[0040] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist eine Breite und/oder Länge der Verbundkörper
über eine Höhe des Stapels gleich oder nimmt in wenigstens einem bezüglich der Höhe
gegebenen Endbereich des Stapels zumindest teilweise zu dem freien Ende des Endbereichs
hin stufenartig ab. Mit dieser Ausgestaltung sind die oben mit Bezug auf die entsprechende
Ausgestaltung des Verfahrens genannten Vorteile und Ausführungsvarianten entsprechend
verbindbar.
[0041] Ein erfindungsgemäßes weichmagnetisches Bauteil einer elektrischen Maschine weist
wenigstens zwei Paketabschnitte nach einer der vorgenannten Ausgestaltungen oder einer
Kombination von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander auf, die stoffschlüssig
und/oder formschlüssig miteinander verbunden sind.
[0042] Mit dem weichmagnetischen Bauteil sind die oben mit Bezug auf das Verfahren genannten
Vorteile entsprechend verbunden.
[0043] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren anhand
bevorzugter Ausführungsformen beispielhaft erläutert, wobei die nachfolgend erläuterten
Merkmale sowohl jeweils für sich genommen als auch in unterschiedlicher Kombination
miteinander einen vorteilhaften und/oder weiterbildenden Aspekt der Erfindung darstellen
können.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0044] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ablaufdiagramm eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Verfahren;
- Fig. 2(a)
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein
erfindungsgemäßes Halbzeug;
- Fig. 2(b)
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes Halbzeug;
- Fig. 3(a)
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes Halbzeug;
- Fig. 3(b)
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes Halbzeug;
- Fig. 4(a)
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für einen
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verbundkörper;
- Fig. 4(b)
- eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels für einen mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verbundkörper;
- Fig. 4(c)
- eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels für einen mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verbundkörper;
- Fig. 5(a)
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes
weichmagnetisches Bauteil;
- Fig. 5(b)
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines in Fig. 5(a) gezeigten Paketabschnitts
in Form eines Jochs;
- Fig. 5(c)
- eine schematische und perspektivische Darstellung eines in Fig. 5(a) gezeigten Paketabschnitts
in Form eines Schenkels;
- Fig. 6(a)
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines Ausführungsbeispiels für einen erfindungsgemäßen
Paketabschnitt in Form eines Schenkels;
- Fig. 6(b)
- eine schematische Querschnittsdarstellung eines Ausführungsbeispiels für einen erfindungsgemäßen
Paketabschnitt in Form eines Jochs;
- Fig. 7(a)
- eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes
weichmagnetisches Bauteil;
- Fig. 7(b)
- eine schematische Darstellung eines Abschnitts eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes weichmagnetisches Bauteil; und
- Fig. 7(c)
- eine schematische Darstellung eines Abschnitts eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes weichmagnetisches Bauteil.
Ausführliche Beschreibung der Figuren
[0045] In den Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Bauteile mit denselben Bezugszeichen
versehen. Eine wiederholte Beschreibung dieser Bauteile kann weggelassen sein.
[0046] Fig. 1 zeigt ein Verfahren zum Herstellen von wenigstens einem Paketabschnitt eines
weichmagnetischen Bauteils einer elektrischen Maschine.
[0047] In Verfahrensschritt 100 werden wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische Folien
jeweils mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, unter Verwendung eines Gießverfahrens kontinuierlich
hergestellt. Die beiden amorphen Folien können in voneinander getrennten Herstellungsprozessen
separat oder in einem gemeinsamen Herstellungsprozess unmittelbar aufeinanderfolgend
hergestellt werden, wobei in letzterem Fall die beiden amorphen Folien abgetrennte
Abschnitte desselben Gussstrangs sind. Die beiden amorphen Folien können nach ihrer
Herstellung jeweils zu einer Folienrolle aufgehaspelt werden.
[0048] In Verfahrensschritt 200 wird ein bandförmiger Folienverbund durch kontinuierliches
stoffschlüssiges Verbinden der beiden amorphen Folien miteinander kontinuierlich hergestellt,
wobei zur stoffschlüssigen Verbindung der amorphen Folien auf wenigstens eine amorphe
Folie ein Klebstoff oder ein anderes Adhäsionsmittel kontinuierlich aufgebracht wird.
Vor der Herstellung des Folienverbunds kann wenigstens eine elektrisch isolierende
Trennschicht zumindest einseitig kontinuierlich auf jede der Folien aufgebracht oder
an jeder der Folien ausgebildet werden. Bei Verwendung eines elektrisch isolierenden
Klebstoffs oder anderen Adhäsionsmittels und ohne zusätzliche elektrisch isolierende
Trennschichten an den einzelnen amorphen Folien kann wenigstens eine elektrisch isolierende
Trennschicht wenigstens einseitig an dem Folienverbund angeordnet bzw. ausgebildet
werden. Der Folienverbund kann nach seiner Herstellung aufgehaspelt werden. In Verfahrensschritt
200 wird ein erstes Halbzeug hergestellt, das entsprechend Fig. 2(a) oder 2(b) ausgebildet
sein kann.
[0049] In Verfahrensschritt 300 wird der in Verfahrensschritt 200 hergestellte Folienverbund
an wenigstens einer Stelle eines Querschnitts des Folienverbunds kontinuierlich längsgeteilt.
Zudem wird wenigstens ein entsprechend dem Verfahrensschritt 200 hergestellter weiterer
Folienverbund an wenigstens einer Stelle eines Querschnitts des weiteren Folienverbunds
kontinuierlich längsgeteilt, wobei der Folienverbund bezüglich einer Querschnittsbreite
an einer anderen Stelle längsteilt wird als der weitere Folienverbund. Alternativ
kann Verfahrensschritt 300 weggelassen werden.
[0050] In Verfahrensschritt 400 wird ein wenigstens zweilagiger, bandförmiger Mehrkomponentenverbund
durch kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden der in Verfahrensschritt 300 längsgeteilten
Folienverbunde oder nicht längsgeteilter Folienverbunde miteinander kontinuierlich
hergestellt. Der Mehrkomponentenverbund kann nach seiner Herstellung aufgehaspelt
werden. In Verfahrensschritt 400 wird ein zweites Halbzeug hergestellt, das entsprechend
Fig. 3(a) ausgebildet sein kann.
[0051] Alternativ zu Verfahrensschritt 400 kann in Verfahrensschritt 500 ein wenigstens
zweilagiger, bandförmiger Mehrkomponentenverbund durch kontinuierliches stoffschlüssiges
Verbinden des Folienverbunds mit wenigstens einem entsprechend hergestellten weiteren
Folienverbund kontinuierlich hergestellt werden. In Verfahrensschritt 500 wird ein
zweites Halbzeug hergestellt, das entsprechend Fig. 3(b) ausgebildet sein kann.
[0052] In Verfahrensschritt 600 wird wenigstens ein Verbundkörper hergestellt, indem Verbundabschnitte
des Mehrkomponentenverbunds von dem übrigen Mehrkomponentenverbund abgetrennt, gestapelt
und stoffschlüssig miteinander verbunden werden. In Verfahrensschritt 600 wird ein
Halbzeug hergestellt, das entsprechend Fig. 4(a), 4(b) oder 4(c) ausgebildet sein
kann.
[0053] In Verfahrensschritt 700 wird der Paketabschnitt durch stoffschlüssiges Verbinden
von Verbundkörpern gleicher oder verschiedener Breite und/oder Länge hergestellt,
wobei eine Querschnittsfläche des Paketabschnitts durch die Verwendung von Verbundkörpern
verschiedener Breite bzw. Länge an wenigstens einem Eckbereich mit einer Abstufung
ausgebildet wird. In Verfahrensschritt 700 können Paketabschnitte hergestellt werden,
die entsprechend den in den Fign. 5 bis 7 gezeigten Ausführungsbeispielen ausgebildet
sein können. In Verfahrensschritt 700 können zudem wenigstens zwei Paketabschnitte
entsprechend hergestellt und stoffschlüssig und/oder formschlüssig miteinander verbunden
werden.
[0054] In Verfahrensschritt 800 wird wenigstens eine Stoßfläche von miteinander zu verbindenden
Stoßflächen der Paketabschnitte vor dem Verbinden der Paketabschnitte zumindest teilweise
physikalisch und/oder chemisch behandelt.
[0055] Fig. 2(a) zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes Halbzeug 1 zur Herstellung von wenigstens einem nicht gezeigten
weichmagnetischen Bauteil einer nicht gezeigten elektrischen Maschine.
[0056] Das Halbzeug 1 weist einen bandförmigen Folienverbund 2 auf. Der Folienverbund 2
weist fünf bandförmige, weichmagnetische Folien 3 mit einer amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, auf.
Benachbart zueinander angeordnete amorphe Folien 3 sind über einen Klebstoff 4 stoffschlüssig
miteinander verbunden. An dem Folienverbund 2 kann optional wenigstens einseitig eine
elektrisch isolierende Trennschicht 5 angeordnet oder ausgebildet sein, die in Fig.
2(a) durch eine Strichlinie angedeutet ist.
[0057] Fig. 2(b) zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Halbzeug 6 zur Herstellung von wenigstens
einem nicht gezeigten Paketabschnitt eines nicht gezeigten weichmagnetischen Bauteils
einer nicht gezeigten elektrischen Maschine.
[0058] Das Halbzeug 6 weist einen bandförmigen Folienverbund 7 auf. Der Folienverbund 7
weist fünf bandförmige, weichmagnetische Folien 3 mit einer amorphen und/oder nanokristallinen
Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, auf.
Benachbart zueinander angeordnete amorphe Folien 3 sind über einen Klebstoff 4 stoffschlüssig
miteinander verbunden. An jeder amorphen Folie 3 ist einseitig eine elektrisch isolierende
Trennschicht 8 angeordnet oder ausgebildet. An dem Folienverbund 2 kann optional eine
elektrisch isolierende Trennschicht 5 entsprechend Fig. 2(b) angeordnet oder ausgebildet
sein, die in Fig. 2(b) durch eine Strichlinie angedeutet ist.
[0059] Fig. 3(a) zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Halbzeug 9 zur Herstellung von wenigstens
einem nicht gezeigten Paketabschnitt eines nicht gezeigten weichmagnetischen Bauteils
einer nicht gezeigten elektrischen Maschine.
[0060] Das Halbzeug 9 weist einen bandförmigen Mehrkomponentenverbund 10 auf. Der Mehrkomponentenverbund
10 weist drei stoffschlüssig miteinander verbundene Verbundlagen 11 bis 13 auf. Jede
Verbundlage 11 bzw. 12 bzw. 13 ist aus einem längsgeteilten Folienverbund 14 bzw.
15 bzw. 16 gebildet. Der mittlere Folienverbund 15 ist bezüglich einer Querschnittsbreite
B des Mehrkomponentenverbunds 10 an einer anderen Stelle längsteilt als die beiden
benachbart zu dem Folienverbund 15 angeordneten weiteren Folienverbunde 14 und 16.
Insbesondere ist der Folienverbund 15 lediglich in einem mittleren Bereich einfach
längsgeteilt, während die beiden weiteren Folienverbunde 14 und 16 zweifach längsgeteilt
sind. Die Verbundlagen 11 und 13 bzw. die Folienverbunde 14 und 16 sind gleich ausgebildet.
Jeder Folienverbund 14 bzw. 15 bzw. 16 weist wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische,
nicht gezeigte Folien mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur
aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist, die stoffschlüssig
miteinander verbunden sind. Insbesondere können die Folienverbunde 14 bis 16 vor ihrer
jeweiligen Längsteilung entsprechend Fig. 2(a) oder 2(b) ausgebildet sein. An dem
Halbzeug 9 kann wenigstens einseitig eine nicht gezeigte elektrische Isolierung, beispielsweise
in Form einer nicht gezeigten Trennschicht, angeordnet oder ausgebildet sein.
[0061] Fig. 3(b) zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Halbzeug 17 zur Herstellung von wenigstens
einem nicht gezeigten Paketabschnitt eines nicht gezeigten weichmagnetischen Bauteils
einer nicht gezeigten elektrischen Maschine.
[0062] Das Halbzeug 17 weist einen bandförmigen Mehrkomponentenverbund 18 auf. Der Mehrkomponentenverbund
18 weist drei stoffschlüssig miteinander verbundene Verbundlagen 19 auf. Die Verbundlagen
19 sind jeweils aus einem Folienverbund 20 gebildet. Die Verbundlagen 19 sind gleich
ausgebildet. Jeder Folienverbund 20 weist wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische,
nicht gezeigte Folien mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur
aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, auf, die stoffschlüssig
miteinander verbunden sind. Insbesondere können die Folienverbunde 20 entsprechend
Fig. 2(a) oder 2(b) ausgebildet sein. An dem Halbzeug 17 kann wenigstens einseitig
eine nicht gezeigte elektrische Isolierung, beispielsweise in Form einer nicht gezeigten
Trennschicht, angeordnet oder ausgebildet sein.
[0063] Fig. 4(a) zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels
für einen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verbundkörper 21. Der
Verbundkörper 21 wird hergestellt, indem nicht gezeigte Verbundabschnitte eines nicht
gezeigten Mehrkomponentenverbunds von dem übrigen Mehrkomponentenverbund abgetrennt,
gestapelt und stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Der Mehrkomponentenverbund
kann entsprechend Fig. 3(a) oder 3(b) ausgebildet sein. Der Verbundkörper 21 ist Quaderförmig
ausgebildet. An dem Verbundkörper 21 kann wenigstens einseitig eine nicht gezeigte
elektrische Isolierung, beispielsweise in Form einer nicht gezeigten Trennschicht,
angeordnet oder ausgebildet sein.
[0064] Fig. 4(b) zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für einen
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verbundkörper 22. Der Verbundkörper
22 wird hergestellt, indem nicht gezeigte Verbundabschnitte eines nicht gezeigten
Mehrkomponentenverbunds von dem übrigen Mehrkomponentenverbund abgetrennt, gestapelt
und stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Der Mehrkomponentenverbund kann entsprechend
Fig. 3(a) oder 3(b) ausgebildet sein. Der Verbundkörper 22 weist eine trapezförmig
ausgebildete Schnittfläche auf. An dem Verbundkörper 22 kann wenigstens einseitig
eine nicht gezeigte elektrische Isolierung, beispielsweise in Form einer nicht gezeigten
Trennschicht, angeordnet oder ausgebildet sein.
[0065] Fig. 4(c) zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für einen
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Verbundkörper 23. Der Verbundkörper
23 wird hergestellt, indem nicht gezeigte Verbundabschnitte eines nicht gezeigten
Mehrkomponentenverbunds von dem übrigen Mehrkomponentenverbund abgetrennt, gestapelt
und stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Der Mehrkomponentenverbund kann entsprechend
Fig. 3(a) oder 3(b) ausgebildet sein. Der Verbundkörper 23 weist eine trapezförmig
ausgebildete Schnittfläche mit einer einseitigen Vertiefung 24 auf. An dem Verbundkörper
23 kann wenigstens einseitig eine nicht gezeigte elektrische Isolierung, beispielsweise
in Form einer nicht gezeigten Trennschicht, angeordnet oder ausgebildet sein.
[0066] Fig. 5(a) zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein
erfindungsgemäßes weichmagnetisches Bauteil 25 in Form eines Transformatorenkerns
für einen nicht gezeigten Drehstromtransformator.
[0067] Das weichmagnetische Bauteil 25 weist drei parallel zueinander verlaufende Paketabschnitte
26 in Form von Schenkeln auf, die gleich ausgestaltet sind und jeweils zur Aufnahme
einer nicht gezeigten Primärspule und einer nicht gezeigten Sekundärspule derselben
Stromphase dienen. Des Weiteren weist das weichmagnetische Bauteil 25 zwei jeweils
endseitig mit den Paketabschnitten 26 verbindbare Paketabschnitte 27 in Form von Jochen
auf. Die Paketabschnitte 26 sind jeweils entsprechend Fig. 5(c) ausgebildet und die
Paketabschnitte 27 sind entsprechend Fig. 5(b) ausgebildet. Jeder Paketabschnitt 26
bzw. 27 ist durch einen Stapel aus stoffschlüssig miteinander verbundenen, nicht gezeigten
Verbundkörpern gebildet. Die Verbundkörper können beispielsweise entsprechend Fig.
4(a), 4(b) oder 4(c) ausgebildet sein.
[0068] Fig. 5(b) zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines in Fig. 5(a)
gezeigten Paketabschnitts 27 in Form eines Jochs. Der Paketabschnitt 27 ist quaderförmig
ausgebildet. Wenigstens eine Kante des Paketabschnitts 27 können zur Materialeinsparung
abgeschrägt ausgebildet sein.
[0069] Fig. 5(c) zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung eines in Fig. 5(a)
gezeigten Paketabschnitts 26 in Form eines Schenkels. Eine Querschnittsfläche des
Paketabschnitts 26 ist durch die Verwendung von Verbundkörpern verschiedener Breite
an allen Eckbereichen jeweils mit einer Abstufung ausgebildet.
[0070] Fig. 6(a) zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eines Ausführungsbeispiels
für einen erfindungsgemäßen Paketabschnitt 28 in Form eines Schenkels. Der Paketabschnitt
28 ist durch einen Stapel aus stoffschlüssig miteinander verbundenen Verbundkörpern
29 gebildet. Eine Querschnittsfläche des Paketabschnitts 28 ist durch die Verwendung
von Verbundkörpern 29 verschiedener Breite an allen Eckbereichen jeweils mit einer
Abstufung ausgebildet.
[0071] Fig. 6(b) zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eines Ausführungsbeispiels
für einen erfindungsgemäßen Paketabschnitt 30 in Form eines Jochs. Der Paketabschnitt
30 ist durch einen Stapel aus stoffschlüssig miteinander verbundenen Verbundkörpern
31 gebildet. Eine Querschnittsfläche des Paketabschnitts 30 ist durch die Verwendung
von Verbundkörpern 31 gleicher Breite rechteckig ausgebildet.
[0072] Fig. 7(a) zeigt eine schematische Darstellung eines Abschnitts eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes weichmagnetisches Bauteil 32 in Form eines Transformatorkerns,
von dem in Fig. 7(a) nur ein Abschnitt gezeigt ist. Insbesondere ist der Verbindungsbereich
zwischen einem Paketabschnitt 33 in Form eines äußeren Schenkels und einem Paketabschnitt
34 in Form eines Jochs gezeigt. Der Paketabschnitt 33 ist über einen stumpfen Stoß
(Schnittwinkel 90°) mit dem Paketabschnitt 34 verbunden. Hierzu kann wenigstens eine
Stoßfläche 35 bzw. 36 von miteinander zu verbindenden Stoßflächen 35 und 36 der Paketabschnitte
33 und 34 vor dem Verbinden der Paketabschnitte 33 und 34 zumindest teilweise physikalisch
und/oder chemisch behandelt worden sein.
[0073] Fig. 7(b) zeigt eine schematische Darstellung eines Abschnitts eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes weichmagnetisches Bauteil 37 in Form eines Transformatorkerns,
von dem in Fig. 7(b) nur ein Abschnitt gezeigt ist. Insbesondere ist der Verbindungsbereich
zwischen einem Paketabschnitt 38 in Form eines äußeren Schenkels und einem Paketabschnitt
39 in Form eines Jochs gezeigt. Die nicht genauer dargestellten Verbindungsabschnitte
der Paketabschnitte 38 und 39 sind derart ausgebildet, dass sich Verbindungsabschnitte
gegenseitig überlappen bzw. zur Herstellung eines Formschlusses ineinandergreifen.
Die ineinandergreifenden Verbindungsabschnitte sind stoffschlüssig miteinander verbunden.
[0074] Fig. 7(c) zeigt eine schematische Darstellung eines Abschnitts eines weiteren Ausführungsbeispiels
für ein erfindungsgemäßes weichmagnetisches Bauteil in Form eines Transformatorkerns,
von dem in Fig. 7(c) nur ein Abschnitt gezeigt ist. Insbesondere ist der Verbindungsbereich
zwischen einem Paketabschnitt 41 in Form eines äußeren Schenkels und einem Paketabschnitt
42 in Form eines Jochs gezeigt. Die Verbindungsabschnitte der Paketabschnitte 41 und
42 sind jeweils durch eine Step-Lap-Schichtung der nicht gezeigten Bestandteile der
Paketabschnitte 41 und 42 gebildet, wodurch eine Gehrungsverbindung zwischen den Paketabschnitten
41 und 42 realisiert wird.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 1
- Halbzeug
- 2
- Folienverbund
- 3
- amorphe Folie
- 4
- Klebstoff
- 5
- Trennschicht an 2
- 6
- Halbzeug
- 7
- Folienverbund
- 8
- Trennschicht an 3
- 9
- Halbzeug
- 10
- Mehrkomponentenverbund
- 11
- Verbundlage
- 12
- Verbundlage
- 13
- Verbundlage
- 14
- Folienverbund
- 15
- Folienverbund
- 16
- Folienverbund
- 17
- Halbzeug
- 18
- Mehrkomponentenverbund
- 19
- Verbundlage
- 20
- Folienverbund
- 21
- Verbundkörper
- 22
- Verbundkörper
- 23
- Verbundkörper
- 24
- Vertiefung an 23
- 25
- weichmagnetisches Bauteil
- 26
- Paketabschnitt (Schenkel)
- 27
- Paketabschnitt (Joch)
- 28
- Paketabschnitt (Schenkel)
- 29
- Verbundkörper von 28
- 30
- Paketabschnitt (Joch)
- 31
- Verbundkörper von 30
- 32
- weichmagnetisches Bauteil
- 33
- Paketabschnitt (Schenkel)
- 34
- Paketabschnitt (Joch)
- 35
- Stoßfläche von 33
- 36
- Stoßfläche von 34
- 37
- weichmagnetisches Bauteil
- 38
- Paketabschnitt (Schenkel)
- 39
- Paketabschnitt (Joch)
- 40
- weichmagnetisches Bauteil
- 41
- Paketabschnitt (Schenkel)
- 42
- Paketabschnitt (Joch)
- 100
- Verfahrensschritt
- 200
- Verfahrensschritt
- 300
- Verfahrensschritt
- 400
- Verfahrensschritt
- 500
- Verfahrensschritt
- 600
- Verfahrensschritt
- 700
- Verfahrensschritt
- 800
- Verfahrensschritt
- B
- Querschnittsbreite von 9
1. Verfahren zum Herstellen von wenigstens einem Paketabschnitt (26, 27, 28, 30, 33,
34, 38, 39, 41, 42) eines weichmagnetischen Bauteils (25, 32, 37, 40) einer elektrischen
Maschine, aufweisend die Schritte:
- kontinuierliches Herstellen einer bandförmigen, weichmagnetischen Folie (3) mit
einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, unter Verwendung eines Gießverfahrens;
- kontinuierliches Herstellen eines bandförmigen Folienverbunds (2, 7, 11, 12, 13,
19) durch kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden der Folie (3) mit wenigstens
einer entsprechend hergestellten weiteren Folie (3); und
- Herstellen des Paketabschnitts (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) unter Verwendung
des Folienverbunds (2, 7, 11, 12, 13, 19).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Herstellung des Folienverbunds (2, 7, 11, 12, 13, 19) wenigstens eine elektrisch
isolierende Trennschicht (8) zumindest einseitig kontinuierlich flächig auf jede der
Folien (3) aufgebracht oder an jeder der Folien (3) ausgebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch die weiteren Schritte:
- kontinuierliches Längsteilen des Folienverbunds (2, 7, 11, 12, 13) an wenigstens
einer Stelle eines Querschnitts des Folienverbunds (2, 7, 11, 12, 13);
- kontinuierliches Längsteilen von wenigstens einem entsprechend hergestellten weiteren
Folienverbund (2, 7, 11, 12, 13) an wenigstens einer Stelle eines Querschnitts des
weiteren Folienverbunds (2, 7, 11, 12, 13), wobei der Folienverbund (2, 7, 11, 12,
13) bezüglich einer Querschnittsbreite (B) an einer anderen Stelle längsteilt wird
als der weitere Folienverbund (2, 7, 11, 12, 13); und
- kontinuierliches Herstellen eines wenigstens zweilagigen, bandförmigen Mehrkomponentenverbunds
(9) durch kontinuierliches stoffschlüssiges Verbinden der längsgeteilten Folienverbunde
(2, 7, 11, 12, 13) miteinander.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein wenigstens zweilagiger, bandförmiger Mehrkomponentenverbund (17) durch kontinuierliches
stoffschlüssiges Verbinden des Folienverbunds (2, 7, 19) mit wenigstens einem entsprechend
hergestellten weiteren Folienverbund (2, 7, 19) hergestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Verbundkörper (21, 22, 23) hergestellt wird, indem Verbundabschnitte
des Mehrkomponentenverbunds (9, 17) von dem übrigen Mehrkomponentenverbund (9, 17)
abgetrennt, gestapelt und stoffschlüssig miteinander verbunden werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Paketabschnitt (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) durch stoffschlüssiges
Verbinden von Verbundkörpern (21, 22, 23) gleicher oder verschiedener Breite und/oder
Länge hergestellt wird, wobei eine Querschnittsfläche des Paketabschnitts (26, 27,
28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) durch die Verwendung von Verbundkörpern (21, 22, 23)
verschiedener Breite bzw. Länge an wenigstens einem Eckbereich mit einer Abstufung
ausgebildet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Paketabschnitte (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) entsprechend
hergestellt und stoffschlüssig und/oder formschlüssig miteinander verbunden werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Stoßfläche (35, 36) von miteinander zu verbindenden Stoßflächen (35,
36) der Paketabschnitte (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) vor dem Verbinden
der Paketabschnitte (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) zumindest teilweise physikalisch
und/oder chemisch behandelt wird.
9. Halbzeug (1, 6) zur Herstellung von wenigstens einem Paketabschnitt (26, 27, 28, 30,
33, 34, 38, 39, 41, 42) eines weichmagnetischen Bauteils (25, 32, 37, 40) einer elektrischen
Maschine, gekennzeichnet durch wenigstens einen bandförmigen Folienverbund (2, 7), der wenigstens zwei bandförmige,
weichmagnetische Folien (3) mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur
aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist, die stoffschlüssig
miteinander verbunden sind.
10. Halbzeug (9, 17) zur Herstellung von wenigstens einem Paketabschnitt (26, 27, 28,
30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) eines weichmagnetischen Bauteils (25, 32, 37, 40) einer
elektrischen Maschine, gekennzeichnet durch wenigstens einen bandförmigen Mehrkomponentenverbund (10, 18), der wenigstens zwei
stoffschlüssig miteinander verbundene Verbundlagen (11, 12, 13) aufweist, die jeweils
aus einem längsgeteilten Folienverbund (14, 15, 16) gebildet sind, wobei der eine
Folienverbund (11, 12, 13) bezüglich einer Querschnittsbreite (B) des Mehrkomponentenverbunds
(10, 18) an einer anderen Stelle längsteilt ist als der benachbart zu dem ersten Folienverbund
(11, 12, 13) angeordnete weitere Folienverbund (11, 12, 13), wobei jeder Folienverbund
(11, 12, 13) wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische Folien (3) mit einer amorphen
und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung, insbesondere einer
FeSiB-Legierung, aufweist, die stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
11. Paketabschnitt (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) für ein weichmagnetisches
Bauteil (25, 32, 37, 40) einer elektrischen Maschine, dadurch gekennzeichnet, dass der Paketabschnitt (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) durch einen Stapel aus
stoffschlüssig miteinander verbundenen Verbundkörpern (21, 22, 23) gebildet ist, die
jeweils aus stoffschlüssig miteinander verbundenen, abgelängten Verbundabschnitten
eines bandförmigen Mehrkomponentenverbunds (10, 18) gebildet sind, der wenigstens
zwei stoffschlüssig miteinander verbundene Verbundlagen (11, 12, 13) aufweist, die
jeweils aus einem längsgeteilten Folienverbund (14, 15, 16) gebildet sind, wobei der
eine Folienverbund (14, 15, 16) bezüglich einer Querschnittsbreite (B) des jeweiligen
Verbundkörpers (21, 22, 23) an einer anderen Stelle längsteilt ist als der benachbart
zu dem Folienverbund (14, 15, 16) angeordnete weitere Folienverbund (14, 15, 16),
wobei jeder Folienverbund (14, 15, 16) wenigstens zwei bandförmige, weichmagnetische
Folien (3) mit einer amorphen und/oder nanokristallinen Gefügestruktur aus einer Eisenlegierung,
insbesondere einer FeSiB-Legierung, aufweist, die stoffschlüssig miteinander verbunden
sind.
12. Paketabschnitt (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite und/oder Länge der Verbundkörper (21, 22, 23) über eine Höhe des Stapels
gleich ist oder in wenigstens einem bezüglich der Höhe gegebenen Endbereich des Stapels
zumindest teilweise zu dem freien Ende des Endbereichs hin stufenartig abnimmt.
13. Weichmagnetisches Bauteil (25, 32, 37, 40) für eine elektrische Maschine, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Paketabschnitte (26, 27, 28, 30, 33, 34, 38, 39, 41, 42) nach Anspruch
11 oder 12, die stoffschlüssig und/oder formschlüssig miteinander verbunden sind.