Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Kupplungsteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 sowie ein Dichtelement. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer elektrischen Leitung mit einem erfindungsgemäßen Kupplungsteil.
Hintergrund
[0002] Eine solche Anordnung geht beispielsweise aus der
EP 2 099 099 B1 hervor.
[0003] "Kupplungsteil" im Sinne der Erfindung können ein Stecker mit Steckerstiften oder
eine Dose mit Dosenkontakten sein. "Kontaktelemente" sind also entweder die Steckerstifte
oder die Dosenkontakte. Neben Konstruktionen, bei denen diese Kontaktelemente fest
in Isolierstoffträger eingebettet sind, gibt es Anordnungen, bei denen die Kontaktelemente
in Durchgangslöcher von vorgefertigten Kontaktträgern aus Isoliermaterial eingesetzt
werden. Die aus Kostengründen meist sehr einfach, beispielsweise aus Blechstreifen,
geformten Kontaktelemente können mit einem Rastelement ausgerüstet sein, durch welches
sie nach dem Einsetzen in den Kontaktträger gegen axiale Verschiebung gesichert sind.
Bei derartigen Kontaktträgern müssen Maßnahmen getroffen werden, um insbesondere die
Verbindungsstellen von Kontaktelementen und Leitern einer angeschlossenen Leitung
vor Feuchtigkeit und die Kontaktelemente gegebenenfalls vor dem Spritzmaterial eines
durch Spritzgießen hergestellten Schutzkörpers zu schützen.
[0004] Aus der
US 5,590,463 A geht ein Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Verbinders mit einem aus thermoplastischem
Material bestehenden Gehäuse hervor, das eine durchgehende Öffnung hat. In der Öffnung
des Gehäuses ist ein Kontakt angeordnet. An den Kontakt kann ein Verbindungsdraht
angeschlossen werden, über den der Kontakt mit einer gedruckten Schaltung verbunden
werden kann. Der Verbindungsdraht kann der Leiter eines Kabels sein. Der Kontakt wird
in der Öffnung des Gehäuses durch den Einsatz eines beheizten Werkzeugs festgelegt,
mittels dessen Material des Gehäuses so verschoben wird, dass es gegen den Kontakt
drückt.
[0005] Dadurch ist die Öffnung des Gehäuses so abgedichtet, dass Verunreinigungen nicht
hindurchtreten können. Danach wird der Draht an dem aus dem Gehäuse herausragenden
Ende des Kontakts angelötet. Ein Isolierkörper wird daraufhin um die Verbindungsstelle
zwischen Kontakt und Draht herumgespritzt, welcher sich bis zum Gehäuse erstreckt
und an dessen Stirnseite anliegt.
[0006] Die eingangs erwähnte
EP 2 099 099 B1 beschreibt eine Anordnung mit einem elektrischen Kupplungsteil mit angeschlossener
elektrischer Leitung, die mindestens zwei als isolierte Leiterausgeführte Adern aufweist.
Das Kupplungsteil hat einen Kontaktträger aus mechanisch stabilem Isoliermaterial
mit mindestens zwei Durchgangslöchern, in denen jeweils ein elektrisches Kontaktelement
angeordnet ist, das mit einem der elektrischen Leiter der mit einem Mantel aus Isoliermaterial
versehenen Leitung verbunden ist. Innerhalb des Kontaktträgers wird bei der Herstellung
des-Kupplungsteils auf jeder Ader ein Dichtelement mit Klemmsitz angebracht, durch
welches das jeweilige Durchgangsloch des Kontaktträgers dicht verschlossen ist. Der
Kontaktträger hat außerdem einen in Richtung der Leitung weisenden Ansatz, an dem
ein Klemmkörper angebracht ist, welcher die Adern der Leitung einklemmt. Um den Klemmkörper
herum wird ein durch Spritzgießen erzeugter Schutzkörper aus Isoliermaterial herumgeformt,
der sich bis über den Mantel der Leitung erstreckt. Durch die Anordnung nach der Erfindung
sollen die Durchgangslöcher des Kontaktträgers auf einfache Art und Weise abgedichtet
werden können.
[0007] Hiervon ausgehend ist es eine Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Kupplungsteil
und ein Dichtelement für Einzeladern zu schaffen.
Zusammenfassung der Erfindung
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung nach einem ersten Aspekt ein elektrisches
Kupplungsteil nach Anspruch 1 vor.
[0009] Das erfindungsgemäße elektrische Kupplungsteil weist einen aus Kunststoff bestehenden
Kontaktträger auf. In dem Durchgangsloch ist ein elektrisches Kontaktelement an eine
Ader einer elektrischen Leitung angeschlossen. Die Ader weist einen von einer Isolierung
umgebenen elektrischen Leiter auf. Indem Durchgangsloch ist ein Kontaktelement und
die an das Kontaktelement angeschlossene Ader angeordnet. Die Ader sind an einem Ende
des Kontaktträgers aus dem Durchgangsloch des Kontaktträgers herausgeführt. Das elektrische
Kupplungsteil gemäß der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass auf der Ader ein
mit radial nach außen abstehenden Dichtlippen ausgerüstetes Dichtelement angebracht
ist, das in Montageposition an der Wandung des entsprechenden Durchgangslochs des
Kontaktträgers anliegt, und dass an dem Ende eines des Dichtelements, das in Montageposition
dem an die entsprechenden Ader geschlossenen Kontaktelement abgewandt ist, ein Stützkörper
in das Dichtelement eingesetzt ist, der eine Durchgangsöffnung für die Ader und mindestens
drei in Umfangsrichtung voneinander beanstandete, sich radial nach außen erstreckende
Arme aufweist, die in radialer Richtung über das Dichtelement hinausragen.
[0010] Nach einem zweiten Aspekt schlägt die Erfindung ein Dichtelement für eine Ader mit
einem Durchgangsloch für die Ader sowie mit radial nach außen abstehenden Dichtlippen
und mit einem in das Dichtelement eingesetzten Stützkörper vor. Der Stützkörper weist
eine Durchgangsöffnung für die Ader und mindestens drei in Umfangsrichtung voneinander
beanstandete, sich radial nach außen erstreckende Arme auf, die in radialer Richtung
über das Dichtelement hinausragen.
[0011] Gemäß einer Weiterbildung hat das elektrische Kupplungsteil mindestens zwei mit Abstand
und parallel zueinander verlaufende Durchgangslöcher. In jedem Durchgangsloch ist
ein elektrisches Kontaktelement an jeweils eine Ader einer elektrischen Leitung angeschlossen.
Jede Ader ist mit einem Dichtelement nach nach dem zweiten Aspekt der Erfindung abgedichtet.
[0012] Der Stützkörper stützt die Ader und wirkt Schwingungen, Leitungsbruch und einer vorzeitigen
Abnutzung der Kontakte entgegen. Die Einzeladerabdichtung in dem erfindungsgemäßen
Kupplungsteil ist universell einsetzbar und darüber hinaus automatenfähig, d.h. die
Montage ist vollautomatisch durchführbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Abdichtung
bei dem erfindungsgemäßen Kupplungsteil nur geringfügig mehr Bauraum erfordert.
[0013] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung ist der Stützkörper ringförmig ausgebildet.
Diese Gestaltung ist vorteilhaft, weil die meisten Adern in elektrischen Leitungen
einen runden Querschnitt haben und der ringförmige Stützkörper eine gute Auflage auf
der Ader sicherstellt.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Stützkörper einen zentralen Ring
auf, an dem die sich radial nach außen erstreckenden Arme angeordnet sind. Die Arme
sind in Kontakt mit der Wandung der Durchgangslöcher in den Kontaktträger und gewährleisten
so eine wirksame Abstützung der Ader in den Kontaktträger.
[0015] Mit Vorteil weist das Dichtelement einen Flansch mit Zwischenräumen auf, durch die
sich die Arme erstrecken.
[0016] Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel verlaufen die Arme in Längsrichtung
des Dichtelementes wenigstens abschnittsweise schräg, so dass eine Enveloppe um die
Stirnflächen der Arme des Stützkörpers eine konische Mantelfläche bildet. Die Stirnflächen
der Arme bilden auf diese Weise eine Einlaufschräge für das Dichtelement bei der Montage
in dem Kontaktträger. Bei dem Einsetzen des Dichtelementes wird wegen der überstehenden
Arme der Stützkörper komprimiert. Aus diesem Grund weist der Stützkörper mit Vorteil
in dem Stützkörper in Längsrichtung Schlitze auf. In diesem Fall haben sich keilförmige
Schlitze als besonders vorteilhaft erwiesen, die eine konzentrische Kompression des
Stützkörpers in Bezug auf die Ader ermöglichen.
[0017] Bei einer Weiterbildung des Kupplungsteils ist die Durchlassöffnung des Stützkörpers
konisch ausgebildet. Auf diese Weise wird ein straffer Sitz des Stützkörpers auf der
Ader zusätzlich gefördert.
[0018] Mit Vorteil sind in dem Dichtelement Längsnuten vorgesehen. Die Längsnuten gestatten
es, dass das Dichtelement beim Einsetzen in eine Kammer in dem Kontaktträger konzentrisch
komprimiert wird und die Dichtlippen für eine Abdichtung gegenüber der Kammerwand
sorgen.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf
die begleitenden Figuren exemplarisch näher erläutert. Alle Figuren sind rein schematisch
und nicht maßstäblich. Es zeigen:
- Fig.1
- ein elektrisches Kupplungsteil mit einer angeschlossenen Leitung im Querschnitt;
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt eines Kontaktträgers des elektrischen Kupplungsteils
aus Figur 1;
- Fig. 3A
- ein Dichtelement in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 3B
- das Dichtelement aus Figur 3A in einer Ansicht von vorn;
- Fig. 3C
- das Dichtelement aus Figur 3A im Querschnitt entlang der Linie A-A aus Figur 3B; und
- Fig. 3D
- eine perspektivische Ansicht eines vergrößerten Ausschnittes aus dem Dichtelement
aus Figur 3A.
[0020] Gleiche oder ähnliche Elemente sind in den Figuren mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen
versehen.
Ausführungsbeispiel
[0021] Ein bei der Anordnung nach der Erfindung eingesetzter Kontaktträger besteht aus einem
mechanisch stabilen Kunststoff, wie beispielsweise Polyamid oder Polypropylen oder
Polybutylenterephthalat. "Leitung" im Sinne der Erfindung kann eine Leitung mit einem
die Adern umgebenden gemeinsamen Mantel sein. Sie kann aber auch nur aus den in Längsrichtung
miteinander verbundenen Adern bestehen.
[0022] Mit dem Bezugszeichen 1 ist ein Kontaktträger bezeichnet, der zwei parallele und
mit Abstand zueinander verlaufende Durchgangslöcher 2 und 3 aufweist. In den Durchgangslöchern
2 und 3 sind Kontaktelemente 4 und 5 angeordnet. Die Kontaktelemente 4 und 5 können
als Steckerstifte oder als Buchsen ausgeführt sein. An die Kontaktelemente 4 und 5
sind elektrische Leiter 6 und 7 von zwei Adern 8 und 9, das sind isolierte elektrische
Leiter, einer elektrischen Leitung 10 angeschlossen. Als Isoliermaterialien für die
Adern können beispielsweise Polyvinylchlorid oder vernetztes Polyethylen eingesetzt
werden. Die Leitung 10 hat im dargestellten Ausführungsbeispiel einen aus Isoliermaterial,
wie beispielsweise Polyvinylchlorid oder Polyurethan, bestehenden Mantel 11, der die
beiden Adern 8 und 9 als gemeinsamer Mantel umgibt.
[0023] Figur 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt 201 des Kontaktträgers 1 mit drei Durchgangslöchern
202-204. Der Ausschnitt 201 zeigt nur den Bereich des Kontaktträgers 1, wo die Adern
in den Kontaktträger 1 eintreten. In Figur 2 ist beispielhaft eine Ader 206 dargestellt.
Auf der Ader 206 sitzt ein Dichtelement 207, das die Ader 206 gegenüber dem Kontaktträger
1 abdichtet. Das Durchgangsloch 202 bildet eine Kammer, in der das Dichtelement 207
mit einem leichten Presssitz eingefügt ist. Das Dichtelement 207 ist zum Beispiel
aus Silikon-Kautschuk VMQ hergestellt.
[0024] Das Dichtelement 207 ist in Figur 3A in einer perspektivischen Ansicht in größerer
Einzelheit dargestellt. Das Dichtelement 207 hat eine im wesentlichen zylindrische
Form mit einem Durchgangsloch 301 (Figur 3B, Figur 3C), für den Durchtritt einer Ader,
beispielsweise der Ader 206. Auf einem Mantel 302 sind Dichtlippen 303a-303c angeordnet,
die in Montageposition an der Wandung der Durchgangslöcher 202-204 Kontaktkörpers
201 anliegen. An der in Montageposition (Figur 2) in den Kontaktteil innen liegenden
Ende weist der Mantel 302 des Dichtelementes 207 einen Rand 304 auf, der die Stabilität
des Mantels 302 verbessert. An dem in Montageposition (Figur 2) an dem Kontaktteil
201 außenliegenden Ende des Dichtelementes 207 ist ein dreiteiliger Flansch 306 angeordnet,
der einen umlaufenden Rand aus drei Segmenten 307a-307c bildet, die voneinander durch
drei Zwischenräume 308a-308b getrennt sind. In dem Bereich des Flansches 306 ist eine
ringförmige Ausnehmung 309 in dem Dichtelement 207 vorgesehen. Der Durchmesser der
Ausnehmung 309 ist größer als der Durchmesser des Durchgangsloches 301, sodass an
dem Übergang zwischen der ringförmigen Ausnehmung 309 und dem Durchgangsloch ein Sitz
311 für einen Stützkörper 312 gebildet ist. Der Stützkörper 312 ist aus hartem Kunststoffmaterial
Polyamid oder Polypropylen oder Polybutylenterephthalat hergestellt. Der Stützkörper
312 weist einen zentralen Ring 313 mit drei in radialer Richtung abstehenden Armen
314 auf, die untereinander einen Winkelabstand von 120° bilden. In dem zentralen Ring
313 ist eine Durchgangsöffnung 315 vorgesehen, deren Durchmesser im Wesentlichen dem
Durchmesser des Durchgangsloches 301 entspricht. Zwischen den Armen 314 sind in gleichmäßigem
Winkelabstand voneinander Schlitze 316 angeordnet. Die Schlitze 316 sind keilförmig,
deren breite Seite sich an der in Montageposition außenliegenden Seite des Stützkörpers
312 befindet, wie in Figur 3A ersichtlich ist. In dem Mantel 302 sind an den Umfangspositionen,
wo sich die Schlitze 316 in dem Stützkörper 312 befinden, keilförmige Längsnuten 317
in dem Mantel angeordnet. Die Längsnuten 317 gestatten es, dass das Dichtelement 207
beim Einsetzen in eine Kammer in dem Kontaktträger konzentrisch komprimiert wird und
die Dichtlippen 303a bis 303c für eine Abdichtung gegenüber der Kammerwand sorgen.
[0025] Zwischen dem Rand 304 und der Dichtlippe 303a ist im endmontierten Zustand des Dichtelementes
207 ein ISO Crimp 318 angeordnet, der für einen festen Sitz des Dichtelementes 207
auf der Ader sorgt, auf der das Dichtelement 207 montiert ist, und gleichzeitig eine
gute Abdichtung zwischen dem Dichtelement 207 und der Ader gewährleistet.
[0026] Wie aus Figur 3B und insbesondere Figur 3C ersichtlich ist, ragen die Arme 314 über
den Außenumfang des Flansches 306 bzw. der Segmente 307a bis 307c an der in Montageposition
außenliegenden Seite hinaus, während die Arme 314 auf der innen liegenden Seite bündig
mit dem Flansch 306 sind. Die in Montageposition außen- bzw. innen liegende Seite
des Flansches 306 wird im Folgenden auch kurz als Außen- bzw. Innenseite bezeichnet.
Von der Innenseite zu der Außenseite des Flansches 306 hin steht die radiale Stirnfläche
der Arme 314 linear zunehmend über den Außenumfang der Segmente 307a bis 307c über
und zwar bis zu einem Abstand I von der Innenseite. Der Überstand erreicht an dieser
Stelle eine Höhe d. Mit anderen Worten erzeugen die Arme 314 bis zu dieser Stelle
eine konische Enveloppe, die eine Einlaufschräge für die Montage des Dichtelementes
207 in den Kontaktträger bildet. Weiter nach außen hin nimmt der Abstand zwischen
dem Außenumfang des Flansches 306 und der Stirnflächen der Arme 314 nicht weiter zu.
[0027] Die Einlassöffnung in dem zentralen Ring 313 ist ebenfalls leicht konisch und zwar
ist der Durchmesser des zentralen Ringes auf der Außenseite etwas kleiner als auf
seiner Innenseite. Dieses Merkmal verbessert die Klemmwirkung des zentralen Ringes
auf einer darin befindlichen Ader, wie weiter unten noch beschrieben wird.
[0028] Wenn das Dichtelement in eine Kammer in einem Kontaktträger eingesetzt wird bewirken
die überstehenden Arme 314, dass der Stützkörper 312, insbesondere der zentrale Ring
313 konzentrisch komprimiert wird, wobei die Schlitze 316 enger werden. Dabei klemmt
der zentrale Ring 313 die Ader fest. Auf diese Weise stützt der Stützkörper 312 die
Ader und wirkt Schwingungen, Leitungsbruch und einer vorzeitigen Abnutzung der Kontakte
entgegen.
[0029] Das erfindungsgemäße elektrische Kupplungsteil wird wie folgt montiert:
Von einer Leitung wird ein Stück eines Außenmantels entfernt und die einzelnen Adern
werden abisoliert. Dann wird ein Dichtungselement 207 auf jede Ader mit dem Flansch
306 voran auf die Ader geschoben und dort geparkt. An das abisolierte Ende der Ader
wird ein Kontaktteil angeschlossen und danach das Dichtungselement 207 in einem vorbestimmten
Abstand von dem Kontaktteil mit einem Isocrimp 318 befestigt. Dieser Vorgang wird
für jede Ader wiederholt. Wenn alle Adern insoweit vorbereitet sind, werden sie in
den Kontaktträger 1 eingesetzt, wo die Kontaktteile verrasten und die Dichtelemente
207 in die Kammern aufgenommen sind, sodass die Stützkörper 312 der Dichtelemente
207 jeweils eine Ader festklemmen und die oben genannten Vorteile erzielt werden.
[0030] Die beschriebene Einzeladerabdichtung ist universell einsetzbar und darüber hinaus
automatenfähig, d.h. die Montage ist vollautomatisch durchführbar. Ein weiterer Vorteil
ist das die Abdichtung bei dem erfindungsgemäßen Kupplungsteil nur geringfügig mehr
Bauraum erfordert.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Kontaktträger
- 2,3
- Durchgangsloch
- 4,5
- Kontaktelemente
- 6,7
- Leiter
- 8,9
- Ader
- 10
- Leitung
- 11
- Mantel
- 201
- Ausschnitt Kontaktträger
- 202-204
- Durchgangslöcher
- 206
- Ader
- 207
- Dichtelement
- 301
- Durchgangsloch
- 302
- Mantel
- 303a- 303c
- Dichtlippen
- 304
- Rand
- 306
- Flansch
- 307a- 307c
- Segmente
- 308a- 308c
- Zwischenräume
- 309
- Ringförmige Ausnehmung
- 311
- Sitz
- 312
- Stützkörper
- 313
- Zentraler Ring
- 314
- Arme
- 315
- Durchgangsöffnung
- 316
- Schlitz
- 317
- Längsnuten
- 318
- Isocrimp
1. Elektrisches Kupplungsteil, das einen aus Kunststoff bestehenden Kontaktträger (1)
aufweist, und ein Durchgangsloch (2, 3; 202-204) hat, wobei in dem Durchgangsloch
ein elektrisches Kontaktelement (4, 5) an eine Ader (8, 9; 206) einer elektrischen
Leitung (10) angeschlossen ist, wobei die Ader einen von einer Isolierung umgebenen
elektrischen Leiter (6, 7) aufweist, wobei in dem Durchgangsloch ein Kontaktelement
und die an das Kontaktelement angeschlossene Ader angeordnet ist, und wobei die Ader
an einem Ende des Kontaktträgers aus dem Durchgangsloch des Kontaktträgers herausgeführt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass auf der Ader ein mit radial nach außen abstehenden Dichtlippen (303a-303c) ausgerüstetes
Dichtelement (207) angebracht ist, das in Montageposition an der Wandung des entsprechenden
Durchgangslochs (202-204) des Kontaktträgers (201) anliegt, und
- dass an dem Ende des Dichtelements (207), das in Montageposition dem an die entsprechenden
Ader geschlossenen Kontaktelement abgewandt ist, ein Stützkörper (312) in das Dichtelement
eingesetzt ist, der eine Durchgangsöffnung (315) für die Ader und mindestens drei
in Umfangsrichtung voneinander beanstandete, sich radial nach außen erstreckende Arme
(314) aufweist, die in radialer Richtung über das Dichtelement (207) hinausragen.
2. Dichtelement (207) für eine Ader (206) mit einem Durchgangsloch (301) für die Ader
(206) sowie mit radial nach außen abstehenden Dichtlippen (303a-303c) und mit einem
in das Dichtelement (207) eingesetzten Stützkörper (312), der eine Durchgangsöffnung
(315) für die Ader (206) und mindestens drei in Umfangsrichtung voneinander beanstandete,
sich radial nach außen erstreckende Arme (314) aufweist, die in radialer Richtung
über das Dichtelement (207) hinausragen.
3. Elektrisches Kupplungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsteil mindestens zwei mit Abstand und parallel zueinander verlaufende
Durchgangslöcher (2, 3; 202-204) hat, wobei in jedem Durchgangsloch ein elektrisches
Kontaktelement (4, 5) an jeweils eine Ader (8, 9; 206) einer elektrischen Leitung
(10) angeschlossen ist, und wobei jede Ader mit einem Dichtelement nach Anspruch 2
abgedichtet ist.
4. Kupplungsteil nach Anspruch 1 oder 3 oder Dichtelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (312) ringförmig ausgebildet ist.
5. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (312) einen zentralen Ring (313) aufweist, an dem die sich radial
nach außen erstreckenden Arme (314) angeordnet sind.
6. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement einen Flansch (306, 307a-307c) mit Zwischenräumen (308a-308c) aufweist,
durch die sich die Arme (314) erstrecken.
7. Kupplungsteil nach Anspruch 1 oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (314) in Längsrichtung des Dichtelementes (207) wenigstens abschnittsweise
schräg verlaufen, so dass eine Enveloppe um die Stirnflächen der Arme (314) des Stützkörpers
(312) eine konische Mantelfläche bildet.
8. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (312) in Längsrichtung Schlitze (316) aufweist.
9. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (316) keilförmig verlaufen und eine konzentrische Kompression des Stützkörpers
(312) in Bezug auf die Ader (206) ermöglichen.
10. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (315) des Stützkörpers konisch ist.
11. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Dichtelement (207) Längsnuten (317) vorgesehen sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Elektrisches Kupplungsteil, das einen aus Kunststoff bestehenden Kontaktträger (1)
aufweist, und ein Durchgangsloch (2, 3; 202-204) hat, wobei in dem Durchgangsloch
ein elektrisches Kontaktelement (4, 5) an eine Ader (8, 9; 206) einer elektrischen
Leitung (10) angeschlossen ist, wobei die Ader einen von einer Isolierung umgebenen
elektrischen Leiter (6, 7) aufweist, wobei in dem Durchgangsloch ein Kontaktelement
und die an das Kontaktelement angeschlossene Ader angeordnet ist, und wobei die Ader
an einem Ende des Kontaktträgers aus dem Durchgangsloch des Kontaktträgers herausgeführt
ist,
- wobei auf der Ader ein mit radial nach außen abstehenden Dichtlippen (303a-303c)
ausgerüstetes Dichtelement (207) angebracht ist, das in Montageposition an der Wandung
des entsprechenden Durchgangslochs (202-204) des Kontaktträgers (201) anliegt, und
- wobei an dem Ende des Dichtelements (207), das in Montageposition dem an die entsprechenden
Ader geschlossenen Kontaktelement abgewandt ist, ein Stützkörper (312) in das Dichtelement
eingesetzt ist, der eine Durchgangsöffnung (315) für die Ader und mindestens drei
in Umfangsrichtung voneinander beanstandete, sich radial nach außen erstreckende Arme
(314) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (312) in Längsrichtung verlaufende keilförmige Schlitze (316) aufweist
und dass die Arme in radialer Richtung über das Dichtelement (207) hinausragen, sodass
der Außendurchmesser der Arme wenigstens abschnittsweise größer ist als der Innendurchmesser
des Durchgangslochs (2, 3; 202-204) des Kontaktträgers (1).
2. Elektrisches Kupplungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsteil mindestens zwei mit Abstand und parallel zueinander verlaufende
Durchgangslöcher (2, 3; 202-204) hat, wobei in jedem Durchgangsloch ein elektrisches
Kontaktelement (4, 5) an jeweils eine Ader (8, 9; 206) einer elektrischen Leitung
(10) angeschlossen ist, und wobei jede Ader mit einem Dichtelement nach Anspruch 2
abgedichtet ist.
3. Kupplungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (312) ringförmig ausgebildet ist.
4. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (312) einen zentralen Ring (313) aufweist, an dem die sich radial
nach außen erstreckenden Arme (314) angeordnet sind.
5. Kupplungsteil oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement einen Flansch (306, 307a-307c) mit Zwischenräumen (308a-308c) aufweist,
durch die sich die Arme (314) erstrecken.
6. Kupplungsteil nach Anspruch 1 oder Dichtelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Arme (314) in Längsrichtung des Dichtelementes (207) wenigstens abschnittsweise
schräg verlaufen, so dass eine Enveloppe um die Stirnflächen der Arme (314) des Stützkörpers
(312) eine konische Mantelfläche bildet.
7. Kupplungsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (315) des Stützkörpers konisch ist.
8. Kupplungsteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Dichtelement (207) Längsnuten (317) vorgesehen sind.