[0001] Die Erfindung betrifft einen Scheinwerfer, der insbesondere für eine Beleuchtung
einer Bühne oder einer Gebäudefassade vorgesehen ist.
[0002] Aus dem allgemeinen Stand der Technik sind bewegliche Scheinwerferköpfe bekannt,
die dem englischen Sprachgebrauch folgend häufig als Moving Heads bezeichnet werden.
Derartige Scheinwerfer finden beispielsweise bei der szenischen Beleuchtung Verwendung
und werden dort als sogenannte Wash-Lights oder Projektoren eingesetzt. Des Weiteren
sind Spiegelscanner bekannt, bei denen ein beweglicher Spiegel so ansteuerbar ist,
dass das von einem Leuchtmittel erzeugte Licht entsprechend einer Steuerung durch
einen Benutzer abgelenkt wird. Außerdem sind balkenförmige Scheinwerfer in Form von
länglichen Mehrfachanordnungen bekannt, die eine Vielzahl von Leuchtmitteln enthalten.
[0003] Während die erstgenannten Scheinwerfer üblicherweise zur Beleuchtung einer Bühne,
eines Veranstaltungsorts oder dergleichen eingesetzt werden, sind die letztgenannten
Scheinwerfer im Rahmen der Architekturbeleuchtung zur Erzielung von optischen Effekten
an Gebäuden bzw. Gebäudefassaden gebräuchlich.
[0004] Bei diesen Scheinwerfern werden als Leuchtmittel zunehmend Leuchtdioden (LEDs) oder
Gruppen von LEDs eingesetzt, da diese im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln die Vorteile
einer hohen Lebensdauer bei geringer Degradation der Helligkeit und hoher Stabilität
des Farbortes über diese Lebensdauer bei gleichzeitig hoher Effizienz (Lichtausbeute
bezogen auf die zugeführte elektrische Energie) bieten können.
[0005] Für LEDs lassen sich nachfolgend beschriebene Zusammenhänge feststellen. Die Effizienz
einer LED sinkt mit zunehmender Stromstärke durch die LED. Die Lebensdauer der LED
wird durch deren Sperrschichttemperatur und die Stromstärke durch die LED definiert
und reduziert sich mit steigender Sperrschichttemperatur und Stromstärke. Die von
der LED abgestrahlte Lichtmenge wird ebenfalls durch deren Sperrschichttemperatur
und die Stromstärke durch die LED definiert. Auch diese reduziert sich mit steigender
Sperrschichttemperatur, erhöht sich jedoch mit steigender Stromstärke.
[0006] Es ist daher wichtig die Verlustwärme mittels eines leistungsfähigen Kühlkonzepts
effizient abzuführen und somit die Sperrschichttemperatur möglichst niedrig zu halten.
[0007] Eine Möglichkeit zur Kühlung von Leuchtdioden bei Scheinwerfern der genannten Art
ist in der
DE10 2011 053 493 A1 gezeigt. Dort wird für einen Scheinwerfer mit einer Mehrzahl von an einer Trägerplatte
flächig verteilt angeordneten Leuchtdioden eine Kühleinrichtung zur Abführung von
in den einzelnen Leuchtdiodenanordnungen anfallenden Verlustwärmeleistungen beschrieben,
bei welcher eine Mehrzahl von strömungstechnisch parallel verlaufenden Strömungskanälen
vorgesehen ist. Die einzelnen Strömungskanäle enthalten jeweils einen Kühlkörper,
welcher von dem Teil-Luftstrom durch den Strömungskanal zur Übertragung von Wärme
umströmt ist und welcher gut wärmeleitend mit der jeweils zugeordneten Leuchtdiodenanordnung
in Verbindung steht.
[0008] Üblicherweise wird der Maximalstrom durch die LED so festgelegt, dass ein akzeptabler
Kompromiss zwischen Helligkeit und Lebensdauer erreicht wird, welcher je nach Anwendung
variieren kann. So kann zum Beispiel für Architekturscheinwerfer eine Optimierung
bezüglich Lebensdauer, und bei Bühnenscheinwerfern für kurze Stroboskopeinsätze eine
Optimierung bezüglich Helligkeit erfolgen. Dieser Maximalstrom wird bei bisher bekannten
Scheinwerferausführungen bereits bei der Entwicklung des Scheinwerfers definiert und
ist in der späteren Anwendung nicht mehr änderbar.
[0009] Die vom Anwender zumeist geforderte Regelung der Lichtintensität wird beispielsweise
über eine Modulationsschaltung vorgenommen, bei welcher mittels Pulsbreitenmodulation
der festgelegte Maximalstrom der LED moduliert wird.
[0010] So ist aus der
EP1195740 B2 eine Vorrichtung zur Beleuchtung bekannt, umfassend eine Vielzahl von Lichtstrahlern
in zwei verschiedenen Farben, die an einen Stromkreis gekoppelt werden, der eine Stromquelle
und eine gemeinsame Potenzialreferenz aufweist, einen Treiber für die Lichtstrahler,
der zwei Schalter umfasst, die mit der Mehrzahl von Lichtstrahlern und dem Stromkreis
und entsprechend mit jeweiligen Strompfaden der Lichtstrahler verbunden sind, ein
Steuergerät zum periodischen und unabhängigen Öffnen und Schließen der zwei Schalter,
wobei das Steuergerät eine veränderliche Adresse hat, um einen jeweiligen Anteil eines
darauf zugewiesenen Eingangsdatenstroms zu identifizieren, wobei jeder Lichtstrahler
eine LED ist und das Steuergerät eine Vielzahl von PWM-Signalen erzeugt, die eine
einheitliche Frequenz haben, wobei jedes Signal einer jeweiligen Farbe der Mehrzahl
von LEDs verschiedener Farben entspricht, wobei jedes genannte PWM-Signal bewirkt,
dass jeder der zwei Schalter bei der einheitlichen Frequenz gemäß unabhängigen Arbeitszyklen
geöffnet und geschlossen wird, und wobei der genannte Datenflussanteil Daten zum Bestimmen
der jeweiligen Arbeitszyklen der zumindest zwei LEDs verschiedener Farbe umfasst.
[0011] Vor diesem Hintergrund hat sich der Erfinder nun die Aufgabe gestellt, derartige
Scheinwerfer weiter zu verbessern, ohne dabei signifikante Änderungen in der maximalen
Lebensdauer vorzusehen.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche. Diese können
in technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden. Die Beschreibung
insbesondere im Zusammenhang mit der Zeichnung charakterisiert und spezifiziert die
Erfindung zusätzlich.
[0013] Gemäß der Erfindung wird ein Scheinwerfer angegeben, insbesondere für eine Beleuchtung
einer Bühne oder einer Gebäudefassade, der eine Vielzahl von Leuchtdioden als Lichtquellen
enthält. Über eine oder mehrere Steuereinheiten ist die abgestrahlte Lichtintensität
bis zu einer Maximalintensität durch die Vielzahl von Leuchtdioden veränderbar. Wenigstens
ein Teil der Leuchtdioden ist zwischen einem Betrieb in einem ersten Modus mit einer
ersten Maximalintensität sowie einem Betrieb in einem zweiten Modus mit einer von
der ersten Maximalintensität abweichenden zweiten Maximalintensität umschaltbar.
[0014] Demnach wird beispielsweise in einem ersten Modus, der einem Normalbetrieb entspricht,
eine übliche Begrenzung der Maximalintensität und des damit einhergehenden Maximalstroms
so vorgenommen, dass eine angemessene Lebensdauer für den dauerhaften Betrieb mit
Maximalintensität für die jeweilige Anwendung erreicht wird. Dies entspricht der an
sich bereits bekannten Begrenzung des Betriebsstroms bezüglich des Normalbetriebs.
Um nun jedoch die Möglichkeit für einen Betrieb mit einer geänderten Maximalintensität
zu schaffen, kann der Scheinwerfer in einen zweiten Modus umgeschaltet werden, in
dem die Leuchtdiode entweder mit höherer Maximalintensität bei gleichzeitig verringerter
Lebensdauer und Effizienz oder mit niedrigerer Maximalintensität bei gleichzeitig
erhöhter Lebensdauer und Effizienz betrieben wird.
[0015] Der Betrieb im zweiten Modus mit höherer Maximalintensität und dem damit einhergehenden
höheren Maximalstrom verringert zwar die Lebensdauer der Leuchtdiode, kann aber durch
lediglich kurzfristiges Aktivieren besondere Lichteffekte bewirken, die mit konventionellen
Scheinwerfern nicht erreicht werden. Beispielsweise könnte zu Ende einer Veranstaltung
eine Abschlusssequenz mit deutlich erhöhter Intensität dargestellt werden, was bei
Besuchern einen besonderen Eindruck hinterlässt. Sofern sich der Betrieb in diesem
zweiten Modus auf derartige kurzfristige Sequenzen beschränkt, ist die insgesamt zu
erwartende Reduzierung der Lebensdauer typischerweise nicht signifikant. In anderen
Anwendungsfällen wäre es möglich, beispielsweise bei starker Sonneneinstrahlung eine
entsprechend höhere Lichtintensität bereitzustellen.
[0016] Ein weiteres Beispiel für den Betrieb im zweiten Modus mit höherer Maximalintensität
wäre eine Architekturanwendung, bei welcher jeweils zur vollen Stunde ein Gebäude
für wenige Sekunden mit hellen Lichtblitzen in Szene gesetzt werden soll, der Scheinwerfer
grundsätzlich jedoch nicht mit einem erhöhten Maximalstrom betrieben wird. Die im
Stand der Technik auftretenden Nachteile einer reduzierten Lebensdauer durch den dauerhaft
erhöhten Maximalstrom sowie ein erhöhter Energieverbrauch, da die Effizienz der LED
während der Betriebszeiten mit geringerer Helligkeit nicht optimal genutzt werden
könnte, werden gemäß der Erfindung vermieden.
[0017] Alternativ könnte ein zweiter Modus mit niedrigerer Maximalintensität bezüglich Effizienz
und Lebensdauer der Leuchtdiode sowie bezüglich Geräuschentwicklung des Scheinwerfers
optimiert sein. Dieser würde dem Anwender in Einsatzgebieten, welche eine reduzierte
Maximalintensität zulassen, die Möglichkeit geben, den Energieverbrauch und somit
die Energiekosten zu reduzieren und durch die verbundene Reduzierung der Verlustleistung
die Lautstärke eines beispielsweise für die Kühlung eingesetzten Lüfters zu verringern,
was wiederum den Einsatz des Scheinwerfers in geräuschempfindlichen Umgebungen ermöglichen
würde. Auch für diese Auslegung des zweiten Modus wären Anwendungen denkbar, welche
von der Umschaltung in diesen Modus nur zeitweise Gebrauch machen.
[0018] So könnte z.B. für die Beleuchtung eines Theaterstücks für ruhigere Szenen, welche
weniger Lichtintensität erfordern und weniger Geräuschkulisse tolerieren, vorübergehend
in diesen effizienteren Modus mit geringerer Geräuschentwicklung gewechselt werden.
Eine signifikantere Farbortverschiebung durch Änderung des Maximalstroms tritt bei
Moduswechsel allenfalls bei geringen Intensitäten auf, wobei innerhalb eines Betriebsmodus
eine Helligkeitsregelung farbtreu beispielsweise mittels zuvor erwähnter Modulationsschaltung
erfolgen kann.
[0019] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann jede Leuchtdiode mit einer Steuereinheit
versehen sein. Ebenso ist es denkbar, Gruppen von Leuchtdioden mit einer Steuereinheit
zu versehen oder entsprechend Leuchtdioden einer Farbcharakteristik mit einer Steuereinheit
auszustatten.
[0020] Demnach ist es möglich, die Steuerung der maximalen Lichtintensität unterschiedlich
komplex aufzubauen, wobei neben einer gruppenweisen Zuordnung insbesondere die Auswahl
von bestimmten Leuchtdioden mit der gleichen Farbcharakteristik vorgesehen ist. So
wäre es beispielsweise möglich, die weißes Licht abstrahlenden Leuchtdioden mit einer
höheren Maximalintensität auszustatten, um beispielsweise Lichtblitze in weißer Farbe
besonders eindrücklich auf die Besucher wirken zu lassen. Für andere Farben oder Farbmischungen
wäre dies selbstverständlich ebenfalls möglich.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Maximalintensität einzeln
oder gruppenweise gleich festgelegt.
[0022] Demnach kann jede Leuchtdiode bezüglich ihres Maximalstroms im zweiten Modus mit
einem individuellen Betriebsstrom beaufschlagt werden oder aber Betriebsströme gruppenweise
gleich oder in etwa gleich gewählt werden, so dass die Verschleißwerte auch in etwa
gleich sind.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist im ersten Betriebsmodus und
im zweiten Betriebsmodus als Modulationsschaltung eine Schaltung zur Pulsbreitenmodulation
vorgesehen, die mit jeweils einstellbarem Maximalstrom betreibbar ist.
[0024] Demnach erfolgt innerhalb eines jeden Betriebsmodus die farbtreue Regelung der Beleuchtungsstärke
durch eine Pulsbreitenmodulationsschaltung. Eine derartige Modulationsschaltung erlaubt
auf einfache Weise eine Regelung der Lichtintensität, ohne dass dabei Farbverschiebungen
auftreten. Die abgestrahlte Lichtintensität kann beispielsweise mittels einer Modulationsschaltung
farbtreu gesteuert werden. Somit ist die abgestrahlte Lichtintensität der Leuchtdioden
in jedem Betriebsmodus bis zu der über den Maximalstrom einstellbaren Maximalintensität
regelbar, ohne dass es dabei zu Farbabweichungen bei Variation der Helligkeit kommt.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann darüber hinaus ein dritter Betriebsmodus
vorgesehen sein.
[0026] Somit können die Betriebsmodi z.B. so gewählt sein, dass zwischen einem Normalbetrieb,
einem Betrieb mit erhöhter Intensität und einem Stroboskopbetrieb umgeschaltet werden
kann.
[0027] Dies ermöglicht es, den Scheinwerfer flexibel zwischen unterschiedlichen Helligkeiten
zu betreiben, wobei der Stroboskopbetrieb hier so verstanden werden soll, dass nur
ein sehr kurzer Lichtpuls mit großer Intensität erzeugt werden soll.
[0028] Dabei kann die Steuereinheit über eine Schnittstelle bezüglich der Maximalintensität
programmierbar sein.
[0029] Die Verwendung einer programmierbaren Schnittstelle ist bei Scheinwerfern standardmäßig
vorgesehen, so dass die vorgesehenen Maximalintensitäten und die damit einhergehenden
Maximalströme auch seitens eines Benutzers oder einer Benutzerin programmierbar ausgestaltet
werden können. Durch die programmierbare Schnittstelle kann somit ausgewählt werden,
welche Maximalintensität beziehungsweise welcher damit einhergehende Maximalstrom
vorgegeben werden soll, wodurch wiederum mehrere Modi realisierbar sind. Die unterschiedlichen
Modi können somit nicht nur als diskrete Werte des Maximalstroms der Leuchtdioden
verstanden werden, sondern durchaus auch kontinuierlich von außen veränderbar sein.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Steuereinheit mit einer
Überwachungseinheit ausgestattet, die eine Betriebsdauer in einem Betriebsmodus mit
reduzierter Lebensdauer aufzeichnet. Dabei kann beispielsweise bei Erreichen einer
festlegbaren Schwelle ein Umschalten in einen Betriebsmodus mit geringerer Lebensdauer
verhindert werden.
[0031] Um die Lebensdauer der Leuchtdioden des Scheinwerfers nicht über ein gewisses Maß
zu reduzieren ist es gemäß dieser Ausführungsform vorgesehen, eine Überwachungseinheit
in die Steuereinheit zu integrieren, so dass die Betriebsdauer im Betriebsmodus mit
reduzierter Lebensdauer aufgezeichnet wird. Somit kann beispielsweise verhindert werden,
dass der zweite Betriebsmodus zu häufig oder versehentlich aktiviert wird, was eine
signifikante Reduktion der Lebensdauer zur Folge hätte.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Scheinwerfer einen Temperatursensor
auf, der zur Festlegung der Maximalintensitäten heranziehbar ist.
[0033] Da auch die Temperatur der Leuchtdiode einen Einfluss auf die Lebensdauer hat, ist
es gemäß dieser Vorgehensweise möglich, Maximalströme der Leuchtdiode in Abhängigkeit
der Temperatur anzupassen.
[0034] Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Leuchtdiode mit einer Steuerschaltung als Bestandteil eines Scheinwerfers
gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 2
- schematisch eine Leuchtdiode mit einer Steuerschaltung als Bestandteil eines Scheinwerfers
gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 3
- ein Teil einer Steuereinheit nach Fig. 1 in einer schematischen Darstellung, und
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform einer Steuereinheit nach Fig. 1 oder 2 in einer schematischen
Darstellung.
[0035] In den Figuren sind gleiche oder funktional gleich wirkende Bauelemente mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0036] In Fig. 1 ist schematisch eine Leuchtdiode 5 dargestellt, die Bestandteil eines erfindungsgemäßen
Scheinwerfers bildet. Es versteht sich von selbst, dass ein tatsächlicher Scheinwerfer
eine Vielzahl derartiger Leuchtdioden 5 umfassen kann. Die Leuchtdiode 5 ist mit einem
Anschluss mit einem Potential verbunden, das in Fig. 1 mit V
1 bezeichnet ist. Der andere Anschluss der Leuchtdiode 5 ist mit einer Steuereinheit
verbunden, deren erster Teil als erste Steuereinheit 10, deren zweiter Teil als zweite
Steuereinheit 12 und deren dritter Teil als dritte Steuereinheit 14 bezeichnet wird.
[0037] Die Ausgänge der ersten, zweiten und dritten Steuereinheit 10, 12, 14 sind wiederum
mit einem Potential verbunden, das in Fig. 1 mit V
2 bezeichnet ist. Die erste Steuereinheit 10, die zweite Steuereinheit 12 und die dritte
Steuereinheit 14 sind jeweils mit einem Eingangssignal 16, 18 und 20 verbunden, die
ihrerseits von einer programmierbaren Schnittstelle 22 gespeist werden. Durch entsprechende
Steuersignale kann somit die programmierbare Schnittstelle 22 eine der ersten, zweiten
oder dritten Steuereinheiten 10, 12 oder 14 auswählen, so dass dieser Zweig aktiviert
ist.
[0038] Jede der ersten, zweiten oder dritten Steuereinheiten 10, 12 oder 14 kann einen Maximalstrom
vorgeben, mit dem die Leuchtdiode 5 zwischen dem Potentialunterschied zwischen den
Potentialen V
1 und V
2 betrieben wird. Im einfachsten Fall kann daher jede der ersten, zweiten oder dritten
Steuereinheiten 10, 12 oder 14 einen Widerstand beinhalten, so dass durch Umschalten
mittels der Schnittstelle 22 ein entsprechender Betriebsmodus auswählbar ist, wie
unten unter Bezugnahme auf Fig. 3 näher erläutert wird. Zwischen den Potentialen V
1 und V
2 kann beispielsweise eine Spannungsquelle angebracht sein, so dass durch die Leuchtdiode
5 ein mittels des Widerstands vorgebbarer Maximalstrom fließt. V
2 könnte dabei einem Masseanschluss entsprechen, und V
1 mit einer positiven Spannung beaufschlagt werden. Für jeden Betriebsmodus kann über
eine analoge Stromregelung oder über eine Modulationsschaltung die Helligkeit der
Leuchtdiode 5 einstellbar sein.
[0039] Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wird eine zweite Ausführungsform der Erfindung erläutert.
Es ist wiederum eine Leuchtdiode 5 dargestellt, die einen Bestandteil eines erfindungsgemäßen
Scheinwerfers bildet. Die Leuchtdiode 5 ist mit der Steuereinheit 10 verbunden, die
hier als einstellbare Stromquelle aufgebaut ist, so dass der zwischen den Punkten
V
1 und V
2 fließende Strom mittels des Eingangssignals 16 vorgegeben wird. Das Eingangssignal
16 kann wiederum von einer programmierbaren Schnittstelle 22 gespeist werden. Durch
entsprechende Steuersignale kann somit die programmierbare Schnittstelle 22 auswählen,
welcher Strom vorgegeben werden soll, wodurch wiederum mehrere Modi realisierbar sind.
Die unterschiedlichen Modi können somit nicht nur als diskrete Werte des Betriebsstroms
der Leuchtdiode 5 verstanden werden, sondern durchaus auch kontinuierlich von außen
veränderbar sein.
[0040] Unter Bezugnahme auf Fig. 3 wird ein beispielhafter Aufbau der ersten Steuereinheit
10 aus Fig. 1 näher erläutert. Man erkennt, dass der mit der Leuchtdiode verbundene
Anschluss mit einem Widerstand RI verbunden ist, der über einen Schalter SI mittels
einer Pulsbreitenmodulationsschaltung 24, die vom Signal 16 der programmierbaren Schnittstelle
22 gespeist wird, wechselseitig zwischen V
1 und V
2 hin und her schaltbar ist. Somit würde bei Potentialverhältnissen wie oben in Zusammenhang
mit Fig. 1 angegeben nur dann Strom durch die Leuchtdiode 5 fließen, wenn der Schalter
mit V
2 verbunden ist. Dies entspricht einem pulsbreitenmodulierten Maximalstrom durch den
Widerstand RI, der über eine weitere Leitung 26 auch von außen einstellbar sein kann.
Die erste Steuereinheit 10, die zweite Steuereinheit 12 und die dritte Steuereinheit
14 sind identisch aufgebaut, wobei lediglich für jede der ersten, zweiten und dritten
Steuereinheit 10, 12 und 14 ein unterschiedlicher Widerstand RI vorgesehen ist, so
dass die Leuchtdiode 5 je nach aktivierter erster, zweiter oder dritter Steuereinheit
10, 12 oder 14 mit einem unterschiedlichen Maximalstrom betreibbar ist. Bei diesem
Maximalstrom wird die Leuchtdiode 5 mittels der Pulsbreitenmodulationsschaltung 24
in ihrer Intensität entsprechend gesteuert.
[0041] Im gezeigten Beispiel kann beispielsweise die erste Steuereinheit 10 dem Normalbetrieb
der Leuchtdiode 5 entsprechen. Die zweite Steuereinheit 12 kann dabei eine höhere
Lichtintensität aufweisen, was über einen geringeren Widerstand RI erzeugt werden
kann. Dies ist jedoch statistisch betrachtet mit einer geringeren Lebensdauer verbunden.
Die dritte Steuereinheit 14 kann wiederum einen noch geringeren Innenwiderstand aufweisen,
so dass bei deren Aktivierung über das Signal 20 eine Art Stroboskopbeleuchtung mittels
der Leuchtdiode 5 erreicht werden kann. Die zweite Steuereinheit 12 und die dritte
Steuereinheit 14 sind dabei bis auf den Wert des Widerstands RI identisch zur ersten
Steuereinheit 10 aufgebaut.
[0042] Erfindungsgemäß wird beispielsweise im ersten Modus, der einem Normalbetrieb entspricht,
über die erste Steuereinheit 10 eine Einstellung des Maximalstroms so vorgenommen,
dass eine angemessene Lebensdauer der Leuchtdiode 5 bei der gewählten Maximalintensität
der abgestrahlten Lichtmenge erreicht wird. Dies entspricht der an sich bereits bekannten
Begrenzung des Betriebsstroms bezüglich des Normalbetriebs mittels des Widerstands
RI. Um nun jedoch die Möglichkeit einer höheren Maximalintensität zu schaffen, kann
der Scheinwerfer in einen zweiten Modus umgeschaltet werden, in dem die Leuchtdiode
mit höherer Maximalintensität mittels der zweiten Steuereinheit 12 bei gleichzeitig
verringerter Lebensdauer betrieben wird. Der Betrieb im zweiten Modus verringert zwar
die Lebensdauer der Leuchtdiode, kann aber durch lediglich kurzfristiges Aktivieren
besondere Lichteffekte bewirken, die mit konventionellen Scheinwerfern nicht erreicht
werden können. Sofern sich der Betrieb im zweiten Modus auf derartige kurzfristige
Sequenzen beschränkt, ist die insgesamt zu erwartende Reduzierung der Lebensdauer
der Leuchtdiode 5 typischerweise nicht signifikant. Ein Betreib im dritten Modus kann
mittels der dritten Steuereinheit 14 erfolgen, beispielsweise um noch höhere oder
auch geringere Intensitäten bereitzustellen. Letzteres entspricht beispielsweise einem
Betrieb mit reduzierter Energieaufnahme oder einem Betrieb mit reduzierter Geräuschentwicklung
durch geringeren Kühlbedarf, was üblicherweise mit reduzierten Geräuschen eines Lüfters
einhergeht.
[0043] In jedem der Betriebsmodi kann bis zu dem jeweiligen Maximalstrom zusätzlich eine
Intensitätssteuerung durchgeführt werden, wofür beispielsweise eine Schaltung zur
Strombegrenzung, eine Modulationsschaltung, insbesondere eine Schaltung zur Pulsbreitenmodulation,
oder eine Kombination aus beiden Schaltungen vorgesehen sein kann, die mit dem einstellbarem
Maximalstrom betreibbar ist.
[0044] In Fig. 4 ist in einer weiteren Ausführungsform die erste Steuereinheit 10 gezeigt,
die um eine Überwachungseinheit 28 erweitert ist. Die Überwachungseinheit 28 wird
beispielsweise mit einem Stromsignal 30 verbunden. Neben dem Aktivieren über ein Signal
32 kann die Überwachungseinheit 28 selbstverständlich noch mit weiteren Steuersignalen
versehen sein. Die Überwachungseinheit 28 signalisiert an ihrem Ausgang 34 beispielsweise
das Erreichen einer maximalen Betriebsdauer im vorgesehenen Betriebszustand. In wiederum
anderen Ausführungsformen kann die Steuereinheit gemäß Fig. 4 noch um einen Temperatursensor
erweitert werden, der ebenfalls für die Überwachung der Lebensdauer herangezogen werden
kann. Des Weiteren ist es denkbar, über die Schnittstelle 22 einen programmierbaren
Wechsel von Betriebsmodi auch über die Steuerung beispielsweise einer Stromquelle
für die Leuchtdiode bereitzustellen.
[0045] Anstelle der gezeigten ersten, zweiten und dritten Steuereinheit 10, 12 und 14 ist
es selbstverständlich auch möglich, lediglich zwei Steuereinheiten oder mehr als drei
Steuereinheiten für eine Leuchtdiode vorzusehen. Somit ist es möglich, von einem Normalbetrieb
mittels der ersten Steuereinheit 10 in wenigstens einen weiteren Betriebsmodus mittels
der zweiten Steuereinheit 12 oder einen dritten Betriebsmodus mittels der dritten
Steuereinheit 14 umzuschalten. Die weiteren Betriebsmodi können dabei eine höhere
Lichtintensität aufweisen, so dass bei bestimmten szenischen Beleuchtungen besondere
optische Effekte erzielt werden können.
[0046] Die vorstehend und die in den Ansprüchen angegebenen sowie die den Abbildungen entnehmbaren
Merkmale sind sowohl einzeln als auch in verschiedener Kombination vorteilhaft realisierbar.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
im Rahmen fachmännischen Könnens in mancherlei Weise abwandelbar.
1. Scheinwerfer, insbesondere für eine Beleuchtung einer Bühne oder einer Gebäudefassade,
der eine Vielzahl von Leuchtdioden (5) als Lichtquellen enthält, wobei über eine oder
mehrere Steuereinheiten (10; 12; 14) die abgestrahlte Lichtintensität bis zu einer
Maximalintensität durch die Vielzahl von Leuchtdioden (5) veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil der Leuchtdioden (5) zwischen einem Betrieb in einem ersten Modus
mit einer ersten Maximalintensität sowie einem Betrieb in einem zweiten Modus mit
einer von der ersten Maximalintensität abweichenden zweiten Maximalintensität umschaltbar
ist.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1, bei dem jede Leuchtdiode (5) mit einer Steuereinheit
(10; 12; 14) versehen ist, Gruppen von Leuchtdioden (5) mit einer Steuereinheit (10;
12; 14) versehen sind oder Leuchtdioden (5) einer Farbcharakteristik mit einer Steuereinheit
(10; 12; 14) versehen sind.
3. Scheinwerfer nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Maximalintensität der Leuchtdioden
(5) einzeln oder gruppenweise gleich festgelegt ist.
4. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem zur Steuerung der abgestrahlten
Lichtintensität, eine Schaltung zur Strombegrenzung, eine Modulationsschaltung, insbesondere
eine Schaltung zur Pulsbreitenmodulation (24), oder eine Kombination aus beiden Schaltungen
vorgesehen ist, die mit einem einstellbarem Maximalstrom betreibbar ist.
5. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem darüber hinaus ein dritter
Betriebsmodus vorgesehen ist.
6. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Betriebsmodi so gewählt
sind, dass zwischen einem Normalbetrieb, einem Betrieb mit erhöhter Intensität, einem
Betrieb mit reduzierter Energieaufnahme, einem Betrieb mit reduzierter Geräuschentwicklung
oder einem Stroboskopbetrieb umschaltbar ist.
7. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Steuereinheit (10; 12;
14) über eine Schnittstelle (22) bezüglich der Maximalintensität programmierbar ist.
8. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Steuereinheit (10; 12;
14) mit einer Überwachungseinheit (28) ausgestattet ist, die eine Betriebsdauer in
einem Betriebsmodus mit reduzierter Lebensdauer aufzeichnet.
9. Scheinwerfer nach Anspruch 8, bei dem bei Erreichen einer festlegbaren Schwelle ein
Umschalten in einen Betriebsmodus mit geringerer Lebensdauer verhinderbar ist.
10. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 9, der einen Temperatursensor aufweist,
der zur Festlegung der Maximalintensitäten heranziehbar ist.