[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verschlussmittel für Beutel, insbesondere
Abfallbeutel umfassend zwei Halbelemente mit je einem ersten und einem zweiten in
axialer Richtung beabstandeten Rand und mit einer sich in axialer Richtung zwischen
dem ersten und dem zweiten Rand erstreckenden Wandung, und wobei die Halbelemente
über Scharniere miteinander verbunden sind und sich in einer ersten Position ringartig
ergänzen und so um die Scharniere in eine zweite Position verschwenkbar sind, dass
die Halbelemente mit ihrem ersten Rand aufeinander zu liegen kommen, und wobei Verschlusselemente
vorgesehen sind, die die Halbelemente in der zweiten Position aufeinander verriegeln.
[0002] Derartige Verschlussmittel für Beutel, insbesondere Abfallbeutel sind im Stand der
Technik bekannt. Ein häufiges Einsatzgebiet stellt die Reisekrankheit dar, jedoch
auch sonstige Fälle von Erbrechen. Daneben kommen weitere Einsatzgebiete für Beutel,
insbesondere Abfallbeutel in Betracht, bei denen eine sichere Aufhaltung der Öffnung
des Beutels oder Abfallbeutels durch Aufspannen derselben erwünscht ist und anschließend
ein sicherer Verschluss des Inhalts, insbesondere des Abfalls erreicht wird.
[0003] Derartige Verschlussmittel weisen einen ersten und einen zweiten Rand auf, wobei
der erste Rand der im Gebrauchsfall obere Rand ist, der die eigentliche Öffnung für
einen Anwender bestimmt. Wird ein Beutel bzw. Abfallbeutel mit einem derartigen Verschlussmittel
verwandt, so wird der Beutel bzw. Abfallbeutel im Bereich seines offenen Endes durch
das Innere des Verschlussmittels hindurchgeführt und dieser Bereich des Beutels bzw.
Abfallbeutels wird über den ersten Rand des Verschlussmittels umgelegt. Dabei wird
der erste Rand des Verschlussmittels durch den Beutel bzw. Abfallbeutel von innen
nach außen übergriffen. Hierbei wird der Beutel bzw. Abfallbeutel vorzugsweise unter
Verformung in elastischer und/oder plastischer Weise festgelegt.
[0004] Bei derartigen Verschlussmitteln kann die Öffnung des Beutels bzw. Abfallbeutels
sicher offengehalten werden, wodurch Verschmutzungen des Öffnungsbereiches eines so
aufgehaltenen Beutels bzw. Abfallbeutels besser vermieden werden können. Eine Vermeidung
der Verschmutzung ist insbesondere bei Inhalten, insbesondere Abfällen, die anschließend
sicher und kontaktfrei verschlossen werden sollen, erwünscht.
[0005] So sind beispielsweise im Stand der Technik, wie in
US4610039 oder
US20070031068 beschrieben oder auch im Einsatz Verschlussmittel bekannt, wobei ein Verschließen
des Beutels dadurch erfolgt, dass der Beutel unterhalb des unteren zweiten Randes
des Verschlussmittels verdrillt wird und der verdrillte Bereich dann in einer am zweiten
Rand vorgesehenen Kerbe des Verschlussmittels eingehakt wird. Nachteilig bei dieser
Gestaltung ist, dass Verschmutzungen, die sich im unmittelbaren Bereich des Verschlussmittels
befinden, durch ein solches Verschließen des Abfallbeutels nicht sicher miterfasst
werden. Die Entsorgung eines solchen Abfallbeutels kann weiterhin als unhygienisch
empfunden werden.
[0006] Die
WO 2009/021268 A1 beschreibt einen wegwerfbaren Abfallbehälter für die Verwendung in Ambulanzen, Krankenhäusern,
aber auch für Reiseanwendungen umfassend einen Abfallbeutel und ein Verschlussmittel.
Die Anmeldung beschreibt dabei verschiedene Möglichkeiten des Verschlusses des Beutels.
Dabei ist es aus dem Stand der Technik zum einen vorbekannt, eine Gestaltung vorzusehen,
bei der ebenfalls ein verdrillter Abfallbeutel in eine Kerbe eingehakt wird. Des Weiteren
ist beschrieben, ein Filmscharnier im Bereich des ersten Randes vorzusehen und eine
zerstörbare Verbindung im Bereich des zweiten Randes, so dass ein Zusammenklappen
der beiden Halbelemente in Richtung aufeinander zu möglich ist und so eine Entlastung
des über das Verschlussmittel geführten Abfallbeutels und somit eine Entnahme desselben.
Darüber hinaus ist es auch bereits bekannt, das Verschlussmittel so auszugestalten,
dass die beiden Halbelemente aufeinander zu liegen kommen und mittels Verschlusselementen
miteinander verrastet werden. Die aus dem Stand der Technik bekannten derartigen Verschlussmittel
sind oftmals schlecht greifbar, also unhandlich. Es wurde zudem festgestellt, dass
die beiden Halbelemente oftmals nur unter Einsatz beider Hände zusammengeklappt und
verschlossen werden können. Jedoch gibt es häufig Situationen, in denen dem Nutzer
oder auch dem Anreicher eines mit einem solchen Verschlussmittel ausgestatteten Beutels
nicht beide Hände zur Verfügung stehen.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Verschlussmittel für Beutel, insbesondere
Abfallbeutel der eingangs genannten Art, wobei hierbei erfindungsgemäß vorgesehen
ist, dass mindestens ein Halbelement im Bereich des ersten Randes mindestens eine
in radialer Richtung nach innen weisende Einbuchtung aufweist und/oder mindestens
ein Halbelement ausgehend vom zweiten Rand mindestens eine sich in axialer Richtung
erstreckende Aussparung aufweist.
[0008] Hierdurch wird erreicht, dass mittels einer Einbuchtung und/oder einer Aussparung
an dem jeweiligen Rand eingebrachten Konturierung innerhalb eines an sich kontinuierlichen
Verlaufes eines Halbelements das Verschlussmittel vorteilhaft ergonomisch handhabbarer
ausgestaltet wird, was auch eine Reduzierung an Kraftaufwand bei der Verschließführung
von der ersten Position in die zweite Position bewirkt.
[0009] Die in radialer Richtung nach innen weisenden Einbuchtungen dienen dem Ergreifen
des Verschlussmittels zum einen bei Verwendung eines derartigen Verschlussmittels
für einen Beutel, insbesondere Abfallbeutel während des Gebrauchs, wobei der Beutel,
insbesondere Abfallbeutel am Verschlussmittel gehalten werden kann und Finger in die
Einbuchtungen eingreifen können und so den Halt verbessern. Darüber hinaus dienen
diese Einbuchtungen, die als Griffmulden dienen können, auch dazu das Überführen des
Verschlussmittels von der ersten in die zweite Position zu erleichtern, da hierdurch
Angriffspunkte für die Finger einer Hand gegeben sind.
[0010] Weiter vorzugsweise können wenigstens zwei, weiter vorzugsweise wenigstens drei und
weiter vorzugsweise vier Einbuchtungen an einem Halbelement vorgesehen sein.
[0011] Grundsätzlich können die Einbuchtungen je nach gewünschtem ergonomischen Gesichtspunkt
verschiedene Größen und Anzahl aufweisen.
[0012] Die ausgehend vom zweiten Rand sich in axialer Richtung erstreckende Aussparung dient
insbesondere dazu, ein Ergreifen des Verschlussmittels von der Unterseite zu ermöglichen
und insbesondere eine Aufnahme der Hand und eine Führung der Hand in ergonomischer
Weise beim Überführen von der ersten in die zweite Position und beim Zusammenführen
von Verschlusselementen, wie beispielsweise beim Einführen von Rastnasen in entsprechende
Öffnungen, zu ermöglichen. Das Schließen der beiden Halbelemente aufeinander und das
Verrasten der beiden Halbelemente miteinander wird so deutlich erleichtert. Diese
Aussparungen dienen insbesondere dazu, nach einem ersten Ergreifen und Halten des
Verschlussmittels durch Finger im Bereich des ersten Randes während der Benutzung
ein Umgreifen zu ermöglichen und dann ein sicheres Überführen von der ersten in die
zweite Position und ein Verrasten mit geringstmöglichem Kraftaufwand. Die mit einer
Aussparung eingebrachte Reduktion der Höhe der Wandung des Halbelements ermöglicht
je nach Ausführung, dass das Verschlussmittel gut mit einer Hand gehandhabt werden
kann.
[0013] Grundsätzlich können die Aussparungen je nach gewünschtem ergonomischen Gesichtspunkt
verschiedene Größen und Anzahl aufweisen.
[0014] Der erste Rand ist dabei in der Gebrauchsposition mit einem Beutel der obere, die
eigentliche Öffnung definierende Rand des Verschlussmittels.
[0015] Der zweite Rand ist dabei die dem ersten Rand gegenüberliegende Begrenzung der Wandung.
[0016] Unter ringartig soll hierbei eine Gestaltung verstanden werden, bei der sich die
beiden Halbelemente unter Einschluss eines Hohlraums ergänzen, den sie mantel- oder
manschettenartig umschließen. Dabei kann die ringartige Gestaltung eine runde oder
ovale Form aufweisen. Denkbar sind aber auch beliebige andere Formen, bei der die
Ränder und/oder Wandungen gekrümmt und/oder gerade sein können und bei der die Ränder
oder Wandungen mit Knicken/Ecken oder ohne diese ausgebildet sein können. Dabei kann
die Form des ersten Randes von der Form des zweiten Randes abweichen bei einer Draufsicht
in axialer Richtung. Darüber hinaus kann die Form der Wandung, die die beiden Ränder
verbindet ebenfalls bei Draufsicht in axialer Richtung von der Form eines oder beider
Ränder abweichen.
[0017] Die axiale Richtung versteht sich hierbei als die Richtung parallel zur Mittelpunktsachse,
die durch den Mittelpunkt, der die Scharniere verbindenden Geraden, eines Verschlussmittels
in dessen geöffneter, gespreizter Konfiguration in einer ersten Position verläuft.
[0018] Die radiale Richtung versteht sich hierbei als die senkrecht zur axialen Richtung
verlaufende Richtung, des Verschlussmittels in dessen geöffneter, gespreizter Konfiguration
in einer ersten Position.
[0019] Vorzugsweise sind die Scharniere im Bereich des ersten Randes, insbesondere am ersten
Rand angeordnet.
[0020] Weiterhin bevorzugt kann vorgesehen sein, dass vorzugsweise beide Halbelemente im
Bereich des ersten Randes mindestens eine in radialer Richtung nach innen weisende
Einbuchtung aufweisen. Weiter vorzugsweise können an beiden Halbelementen wenigstens
zwei, weiter vorzugsweise wenigstens drei und weiter vorzugsweise wenigstens vier
Einbuchtungen vorhanden sein.
[0021] Denkbar als Ausführung an zumindest einem Halbelement, vorzugsweise an beiden Halbelementen,
ist dabei beispielsweise eine größere Einbuchtung bezüglich des ersten Randes des
Halbelements als relativ zentrale einzige Einbuchtung.
[0022] Darüber hinaus können auch zwei, drei oder vier Einbuchtungen an einem Halbelement
vorgesehen sein.
[0023] Denkbar ist auch eine Anordnung am ersten Rand mit einer kleineren Einbuchtung sowie
einer größeren Einbuchtung. In die größere Einbuchtung können dann beispielsweise
der Mittelfinger, Ringfinger und der kleine Finger eingreifen, während der Zeigefinger
in die kleinere Einbuchtung eingreift.
[0024] Alternativ sind auch zumindest an einem Halbelement, vorzugsweise an beiden Halbelementen,
zwei kleinere Einbuchtungen möglich. Hierbei können vorzugsweise dann Zeigefinger
und Ringfinger in die Einbuchtungen des einen Halbelements eingreifen.
[0025] Sofern zumindest an einem Halbelement, vorzugsweise an beiden Halbelementen, drei
Einbuchtungen vorgesehen sind, kann vorgesehen sein, zwei kleinere Einbuchtungen an
einem Halbelement für den Zeigefinger und den kleinen Finger vorzusehen sowie eine
größere mittige Einbuchtung für Mittel- und Ringfinger.
[0026] Vorzugsweise sind die Einbuchtungen gleichmäßig über das Halbelement verteilt.
[0027] Vorzugsweise können die Einbuchtungen jedoch auch für jedes Halbelement in Größe
und Anzahl verschieden sein.
[0028] Die Anordnung der Einbuchtung lässt sich an die gewünschten ergonomischen Aspekte
anpassen und hängt u.a. auch von der Größe des Verschlussmittels ab, da sich mit der
Größe des Verschlussmittels sowie dem Anwendungsfall die Anforderungen an ein Greifen
und Halten des Verschlussmittels ändern. So wird beispielsweise ein Verschlussmittel
für einen Abfallbeutel, der dazu dient als Reisekrankheitsbeutel eingesetzt zu werden,
andere Abmaße haben und anders gehalten als beispielsweise ein Verschlussmittel für
einen Abfallbeutel, der erheblich größer ist und z.B. in Arztpraxen und Krankenhäusern
zur Aufnahme von kontaminierten Verbandmitteln eingesetzt wird.
[0029] Mit Blick auf die Aussparung ist es besonders bevorzugt, wenn beide Halbelemente
eine Aussparung am zweiten Rand aufweisen.
[0030] Es können zwei, drei oder vier Aussparungen an einem Halbelement vorgesehen sein.
[0031] Besonders bevorzugt ist dabei die Vorsehung einer einzigen Aussparung an einem Halbelement.
In der Ausführung einer einzigen Aussparung erstreckt sich diese insbesondere über
einen Großteil des Umfangs des jeweiligen Halbelements. In einer solchen Aussparung
können beispielsweise drei Finger bzw. der Daumenballen aufgenommen werden. Dabei
kann weiterhin vorzugsweise vorgesehen sein, wenn in dieser Position der Daumen weiterhin
in einer der Einbuchtungen des ersten Randes zu liegen kommt.
[0032] Der Rand bzw. die Kante der Aussparung kann dabei konturiert oder unkonturiert gestaltet
sein. Dabei kann die Konturierung beispielsweise in Erhebungen und Vertiefungen bestehen.
Ein konturierter Rand der Aussparung trägt dazu bei, die Ergonomie weiter zu verbessern.
Unter einer konturierten Ausgestaltung der Aussparung im Gegensatz zu beispielsweise
zwei oder mehr Aussparungen ist zu verstehen, wenn die Kante der Aussparung nicht
wieder auf das Niveau des zweiten Randes, von der die Aussparung ausgeht, zurückkehrt,
sondern die Erhebungen und Vertiefungen hinsichtlich ihres Niveaus dem Verlauf der
jeweiligen Aussparung folgen.
[0033] Besonders bevorzugt ist ein Verschlussmittel, bei dem beide Halbelemente im Bereich
des ersten Randes mindestens eine in radialer Richtung nach innen weisende Einbuchtung
und/oder ausgehend vom zweiten Rand mindestens eine sich in axialer Richtung erstreckende
Aussparung aufweisen.
[0034] Weiter ist besonders bevorzugt ein Verschlussmittel, darin beide Halbelemente jeweils
eine gleiche Anzahl an Einbuchtungen und eine gleiche Anzahl an Aussparungen aufweisen.
[0035] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform eines Verschlussmittels weist jedes
Halbelement jeweils nur eine einzige Aussparung und vorzugsweise jeweils eine, zwei,
drei oder vier Einbuchtungen auf.
[0036] Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die Einbuchtungen und/oder die Aussparungen
des einen Halbelements an einer die Scharniere verbindenden imaginären geraden Achse
achsengespiegelt in Position, Kontur und/oder Größe im anderen Halbelement angeordnet
sind. Durch eine derart achsensymmetrische Anordnung ist eine universale Anwendung,
so beispielsweise unabhängig ob der Anwender ein Rechtshänder oder Linkshänder ist,
möglich.
[0037] Zum Verrasten der Halbelemente aufeinander in der zweiten Position sind Verschlusselemente
vorgesehen. Die Verschlusselemente umfassen vorzugsweise erste Verschlusselemente
und korrespondierende zweite Verschlusselemente.
[0038] Vorzugsweise sind die ersten und/oder zweiten Verschlusselemente auf dem jeweiligen
Halbelement, vorzugsweise im Bereich des ersten Randes, jeweils alternierend mit den
Einbuchtungen angeordnet.
[0039] Eine alternierende Anordnung an Verschlusselementen und Einbuchtungen trägt vorteilhaft
zu einer einfacheren Handhabung im Verschließvorgang im Bereich des ersten Randes
bei.
[0040] Insbesondere bevorzugt sind die ersten Verschlusselemente jeweils nur auf einem Halbelement
und die zweiten Verschlusselemente nur auf dem anderen Halbelement angeordnet. Dies
kann vorteilhaft zu einer Verschießkraftführung in einer Richtung beitragen
[0041] Alternativ ist aber auch möglich, dass die ersten bzw. zweiten Verschlusselemente
zumindest alternierend auf je einem Halbelement angeordnet sind. Eine solche Anordnung
der Verschlusselemente kann dazu beitragen, dass die Verbindung beim Verrasten schwerer
lösbar bzw. stabiler wird, da Kräfteeinwirkung aus unterschiedlichen Richtungen besser
ausgeglichen werden können.
[0042] Beispiele für erste Verschlusselemente sind Vorsprünge, Rastnasen, Haken und für
korrespondierende zweite Verschlusselemente Öffnungen, Ösen oder Kanten, hinter die
die ersten Verschlusselemente eingreifen können.
[0043] Als insbesondere bevorzugt ist die Ausführung eines Verschlussmittels, bei dem zumindest
eine Aussparung eines Halbelements derart angeordnet ist, dass ein Wendebereich bzw.
Wendepunkt der Aussparung im Verlauf des Halbelements mittig zwischen den Scharnieren
angeordnet ist. Hierbei ist in der Überführung von der ersten in die zweite Position
insbesondere ein Umgreifen mit einer einhändigen Führung und Schließung möglich. Dabei
soll unter Wendepunkt der Punkt der Aussparung verstanden werden, zwischen welchem
und dem ersten Rand der Abstand am kürzesten ist. Unter Wendebereich wird ein Bereich
oder Abschnitt der Aussparung verstanden, der sich ergibt, wenn nicht ein Punkt, sondern
eine Mehrzahl benachbarter Punkte der Aussparung, wie eine Linie, den kürzesten Abstand
zum ersten Rand besitzt. Sofern mehr als ein Punkt, die aber nicht unmittelbar benachbart
sind, und daher keine Linie ausbilden, den gleichen kürzesten Abstand zum ersten Rand
aufweisen, so bildet der Bereich zwischen den beiden äußeren dieser Punkte den Wendebereich
aus. Sind mehrere Aussparungen vorgesehen, so kann jede der Aussparungen entsprechend
gestaltet sein.
[0044] Insbesondere bevorzugt ist auf Höhe eines Wendebereichs, insbesondere mittig bezüglich
des Wendebereichs bzw. Wendepunkts der Aussparung, insbesondere bei deren mittigen
Anordnung im Verlauf des Halbelements zwischen den Scharnieren, mindestens ein Verschlusselement,
insbesondere im Bereich des ersten Randes, angeordnet. Damit kann bei dem ergonomischen
Greifen bei der Überführung in die zweite Position und dann in der zweiten Position
eine Primärfixierung und Verriegelung der Halbelemente zueinander zumindest in diesem
Abschnitt erreicht werden. Eine weiter bevorzugte Ausführung kann vorsehen, dass die
Halbelemente entlang des ersten Randes ein erstes bzw. ein zweites Führungsmittelelement
aufweisen, welche in der zweiten Position zur Bildung eines Führungsmittels ineinander
eingreifen können.
[0045] Weiterhin ist einer bevorzugten Ausführung vorgesehen, dass eines der Halbelemente
an seinem ersten Rand ein erstes Führungsmittelelement, insbesondere in Form einer
in axialer Richtung offenen ersten Nut aufweist und das andere Halbelement an seinem
ersten Rand ein zweites Führungsmittelelement, insbesondere in Form seines ersten
Randes oder einer Rippe aufweist und die beiden Führungsmittelelemente in der zweiten
Position zur Bildung eines Führungsmittel ineinandergreifen können. Alternativ können
beide Führungsmittelelemente als Nut, als erste und zweite Nut ausgebildet sein, mit
die Nuten begrenzenden Rippen, wobei eine Rippe je Nut dann in die jeweils andere
Nut eingreift.
[0046] Insbesondere in Zusammenschau mit einer Nut eines Halbelements, in die eine Rippe
oder der Teil einer anderen Nut des anderen Halbelements aufgenommen wird, um ein
Führungsmittel bereitzustellen, kann zusätzlich ein labyrinthartiger Verschluss erzielt
werden, der einen sicheren Einschluss der im Beutel, insbesondere Abfallbeutel aufgenommenen
Inhalte, insbesondere Abfälle unter Klemmung des Beutels, insbesondere Abfallbeutels
erzielt.
[0047] Dabei ist es insbesondere bevorzugt, wenn die Einbuchtungen im Verlauf des ersten
und/oder zweiten Führungsmittelelements angeordnet sind und insbesondere darin eingebracht
sind. Die durch das Einbringen von Einbuchtungen bedingten Winkeländerungen im Verlauf
des ersten und/oder zweiten Führungsmittelelements tragen zum verbesserten Einklemmvorgang
des Beutels bei und verstärken ein durch die Führungsmittel bedingten labyrinthartigen
Verschluss und tragen so weiter zur Dichtigkeit des Verschlusses bei.
[0048] Die Verschlusselemente umfassen vorzugsweise als erste Verschlusselemente Rastnasen,
die in die zweiten Verschlusselemente in Form von korrespondierenden Öffnungen eingreifen.
[0049] Dabei sind vorzugsweise an einem der Halbelemente Rastnasen angebracht, die Öffnungen
im zweiten Halbelement durchgreifen und dort verrasten.
[0050] Weiter vorzugsweise können die Verschlusselemente Rastnasen umfassen, wobei die Rastnasen
in axialer Richtung über den ersten Rand der Halbelemente, insbesondere einer Rippe
eines Halbelements hinausragen. Hierdurch wird erreicht, dass lediglich eine Kraftkomponente
in axialer Richtung notwendig ist, wenn die Halbelemente von der ersten in die zweite
Position überführt werden.
[0051] Diese bevorzugte Ausführung mit über den ersten Rand hinausragenden Rastnasen ist
somit besonders vorteilhaft gegenüber Rastnasen, die ausschließlich unterhalb des
ersten Randes verlaufen und nach innen weisen: Solchenfalls ist es nachteilig, dass
es beim Zusammenklappen der beiden Halbelemente aufeinander und beim Verschließen
es zu einer Krafteinwirkung kommt, die nicht rein axial gerichtet ist.
[0052] Besonders bevorzugt sind die Öffnungen zum Eingriff der Rastnasen im ersten und/oder
zweiten Führungsmittelement, insbesondere in der ersten Nut oder zweiten Nut angeordnet.
[0053] Insbesondere bevorzugt ist es dabei, wenn eines der Halbelemente an seinem ersten
Rand eine in axialer Richtung offene Nut als Führungsmittel aufweist, in die das andere
Halbelement mit seinem ersten Rand, insbesondere mit einer Rippe, in der zweiten Position
eingreift. Dabei kann besonders bevorzugt sein, dass die Rastnasen im Bereich der
Rippe, insbesondere am oberen freien Ende der Rippe, vorgesehen sind und die Öffnungen
zum Eingriff der Rastnasen in der Nut, vorzugsweise im Nutgrund, vorgesehen sind.
Hierdurch kann der Vorgang des Verschließens, also des Überführens des Verschlussmittels
von der ersten in die zweite Position, sicherer geführt werden und es kommt weniger
als im Stand der Technik zu einem Verkanten der beiden Halbelemente zueinander, wodurch
der sichere Eingriff der Rastnasen in die Öffnungen verbessert wird. Die Anzahl der
Rastnasen und der zugehörigen Öffnungen kann variieren von eins bis drei, vier oder
mehr und wird u.a. durch die Größe des Verschlussmittels beeinflusst.
[0054] In einer besonders bevorzugten Ausführung des Verschlussmittels weist die Wandung
der Halbelemente im Bereich des ersten Randes eine nach radial außen weisende Schulter
auf. Insbesondere ist der erste Rand am Ende der Schulter angeordnet, bzw. bildet
das Ende der Schulter. Durch diese Schulter kann erreicht werden, dass ein Beutel,
insbesondere Abfallbeutel sicher durch das Verschlussmittel aufgespannt werden kann,
insbesondere unter Verformung des Beutels bzw. Abfallbeutels, wodurch der Beutel bzw.
Abfallbeutel sicher auf dem Verschlussmittel gehalten ist. Zudem unterstützt eine
derartige Ausführung insbesondere die Stapelbarkeit der Verschlussmittel vorteilhaft.
[0055] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Halbelemente
Kunststoffe umfassen, insbesondere aus Kunststoff bestehen.
[0056] Insbesondere bevorzugt sind die Halbelemente, insbesondere das Verschlussmittel aus
Kunststoff als Spritzgussteile ausgebildet. Bei einer derartigen Ausbildung stellt
die Anordnung der Rastnasen in der in axialer Richtung über den ersten Rand hinausstehenden
Form einen besonderen Vorteil bezüglich der Entformbarkeit des Spritzgussteils aus
dem Werkzeug dar.
[0057] Die beiden Halbelemente in ihrer verbundenen Gestaltung der ersten Position können
als solche als Spritzgussteil hergestellt werden.
[0058] Die Scharniere, über die die beiden Halbelemente miteinander verbunden sind, können
dann insbesondere als Filmscharniere ausgebildet sein. Die Scharniere sind bevorzugt
auf beiden Seiten der Halbelemente vorgesehen. Unter Filmscharnier wird eine Gestaltung
verstanden, bei der das Scharnier oder Gelenk einstückig ohne weitere mechanische
Elemente mit den zu verbindenden Teilen, insbesondere den Halbelementen ausgebildet
ist. Solche Scharniere bestehen im Wesentlichen aus einer dünnwandigen Verbindung,
die durch ihre Biegsamkeit eine gewisse Drehbewegung der verbundenen Teile ermöglicht.
Filmscharniere gehen in der Regel mit Wanddickensprüngen einher, d.h. das Filmscharnier
weist eine geringere Wanddicke auf, als die zu verbindenden Teile.
[0059] Besonders bevorzugt ist dabei, das Verschlussmittel wegwerfbar zu gestalten. Grundsätzlich
sind jedoch auch wiederverwertbare Gestaltungen des Verschlussmittels denkbar.
[0060] Zur Stabilisierung des Verschlussmittels kann vorgesehen sein, dass die Halbelemente
im Bereich des zweiten Randes, insbesondere den Scharnieren gegenüberliegend, in der
ersten Position über eine zerstörbare Materialbrücke miteinander verbunden sind, die
in der zweiten Position zerstört ist. Bei einer derartigen Materialbrücke kann es
sich insbesondere um eine fadenartige Verbindung zwischen den beiden Halbelementen
handeln. Die Materialbrücke muss dabei auf der einen Seite hinreichend stabil sein,
um ein ungewolltes "Zusammenklappen", d.h. ein Überführen von der ersten in die zweite
Position, zu einem ungewünschten Zeitpunkt zu verhindern, insbesondere während der
Verwendung des Verschlussmittels mit einem Beutel, insbesondere Abfallbeutel und auf
der anderen Seite leicht genug zu zerstören, um ohne großen Kraftaufwand ein Überführen
von der ersten in die zweite Position zu ermöglichen.
[0061] Eine solche Gestaltung lässt sich bei einem Spritzgussteil vergleichsweise einfach
realisieren.
[0062] Das Halbelement, insbesondere das Verschlussmittel umfasst vorzugsweise Kunststoff
oder ist daraus gebildet. Insbesondere sind dabei Kunststoffe eingesetzt, die den
Thermoplasten zugeordnet werden, wie insbesondere Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol,
Polyester, Polyamid, Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polyoxymetylen (POM), Polycarbonat.
[0063] Besonders bevorzugt ist die Verwendung von thermoplastischen Kunststoffen für die
Ausfertigung der Halbelemente bzw. des Verschlussmittels als Spritzgussteil.
[0064] Besonders bevorzugt ist dabei, wenn die Verriegelung der beiden Halbelemente aufeinander,
also die Verbindung der Verschlusselemente in der zweiten Position unlösbar ausgestaltet
ist. Eine solche Ausgestaltung wird in der Regel bei wegwerfbaren Verschlussmittelen
vorgesehen. Die Verriegelung kann jedoch auch lösbar gestaltet sein, insbesondere
bei wiederverwertbaren Verschlussmittel bzw. Set-Systemen.
[0065] Vorzugsweise weisen die Halbelemente wenigstens im Bereich ihrer ersten Ränder eine
korrespondierende Form auf, d.h. über den gesamten Bereich der ersten Ränder. In diesem
Fall kann erreicht werden, dass die Halbelemente insbesondere über ihre gesamte Länge
gegeneinander anliegen und so ein sicherer Verschluss eines durch das Verschlussmittel
aufgenommenen Abfallbeutels erreicht wird.
[0066] Die Halbelemente weisen vorzugsweise eine ringartige, insbesondere exakt halbkreisförmige
oder kreisabschnittsförmige oder eine halbovalförmige Form auf. Andere Formen, die
insbesondere nicht durchgehend gerundet oder gar nicht gerundet sind oder Knicke/Ecken
aufweisen, sind durchaus denkbar, wenngleich mit Blick auf ergonomische Handhabung
eine gerundete Kontur bevorzugt wird.
[0067] Weiterhin besonders bevorzugt ist, wenn die sich zwischen dem ersten und dem zweiten
Rand erstreckende Wandung zu mindestens 50% der Fläche, vorzugsweise zu mindestens
70% und vorzugsweise zu mindestens 90%, weiter vorzugsweise zu 100% geschlossen ausgebildet
ist. Hierdurch kann die Stabilität erhöht werden.
[0068] Sofern der zweite Rand Aussparungen in axialer Richtung aufweist, soll die Fläche,
die betrachtet wird, die Fläche sein, die zwischen dem zweiten Rand bzw. der Kante
der zweiten Einbuchtung und dem ersten Rand ausgebildet ist.
[0069] Insbesondere weiter bevorzugt ist entlang des zweiten Randes eine Verdickung der
Wandung in Form einer Materialverstärkung, insbesondere bevorzugt in der Ausführung
mit verrundeten Kanten vorgesehen. Dies unterstützt die Stabilität der Wandung im
Anwendungsfall, vor allem während der Überführung der Halbelemente von der ersten
in die zweite Position, als auch für den Anwender damit eine komfortable Griffigkeit
und damit eine ergonomische Handbarkeit der Halbelemente bzw. des Verschlussmittels
bereitgestellt wird.
[0070] Die Erfindung betrifft nun weiterhin ein Behältnis mit einem Beutel, insbesondere
ein Entsorgungsbehältnis mit einem Abfallbeutel, wobei der Beutel, insbesondere Abfallbeutel
umlaufende Seitenwände aufweist, sowie ein unteres geschlossenes Ende und ein oberes
offenes Ende, wobei der Beutel bzw. Abfallbeutel durch Umlegen des oberen offenen
Endes von innen nach außen über den ersten Rand an einem Verschlussmittel festlegbar
ist, wobei das Verschlussmittel wie vorstehend beschrieben ausgestaltet ist.
[0071] Ebenfalls umfasst ist ein Set aus einem Beutel, insbesondere einem Abfallbeutel,
der wie vorstehend beschrieben ausgebildet ist mit umlaufenden Seitenwänden sowie
einem unteren geschlossenen und einem oberen offenen Ende sowie einem Verschlussmittel
wie vorstehend beschrieben, wobei der Beutel bzw. Abfallbeutel durch Umlegen des oberen
offenen Endes von innen nach außen über den ersten Rand an dem Verschlussmittel festlegbar
ist, wobei das Zusammenfügen von Beutel bzw. Abfallbeutel und Verschlussmittel erst
unmittelbar vor der Anwendung erfolgt und im verpackten und zum Vertrieb konfektionierten
Zustand Beutel bzw. Abfallbeutel und Verschlussmittel separat sind. Eine solche Anordnung
ist besonders wünschenswert, sofern der Verschlussmittel mehrfach verwendbar ausgebildet
ist. Eine solche Anordnung ist auch wünschenswert, wenn bedarfs- oder situationsabhängig
definierte Ausführungen an Beuteln zur Auswahl stehen bzw. gestellt werden sollten.
[0072] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Anmeldungsunterlagen.
Die Merkmale sind dabei alleine oder in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich.
[0073] Die Erfindung soll im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert werden.
[0074] Dabei zeigen:
Figur 1 ein Verschlussmittel in einer Draufsicht auf einen ersten Rand in einer ersten
Position;
Figur 2 das Verschlussmittel gemäß Figur 1 in einer Draufsicht auf den zweiten Rand;
Figur 3 das Verschlussmittel während einer Überführung von einer ersten in eine zweite
Position;
Figur 4a) - 4d) das Verschlussmittel in einer zweiten Position;
Figur 5 einen Ausschnitt aus Figur 1;
Figur 6 einen Ausschnitt aus Figur 4;
Figuren 7a) - 7f) schematisch verschiedene Ausführungen von Einbuchtungen am ersten
Rand eines Verschlussmittels in einer ersten Position;
Figur 8 ein Behältnis, insbesondere Entsorgungsbehältnis mit einem Verschlussmittel
gemäß Figur 1;
Figur 9 ein Behältnis, insbesondere Entsorgungsbehältnis mit einem Verschlussmittel
gemäß Figur 3 in der Überführung von erste in zweite Position;
Figur 10 zwei gestapelte Verschlussmittel vom zweiten Rand her betrachtet.
[0075] Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Verschlussmittels für Beutel,
insbesondere Abfallbeutel gemäß der vorliegenden Erfindung, dabei das Verschlussmittel
in seiner Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist. Das Verschlussmittel weist
einen ersten Rand 12 auf sowie einen zweiten Rand 14. Zwischen dem ersten 12 und dem
zweiten Rand 14 erstreckt sich eine Wandung 16. Das Verschlussmittel 10 umfasst dabei
zwei Halbelemente 18 und 20. Die beiden Halbelemente 18, 20 bilden zusammen, über
zwei Scharniere 22, hier bevorzugt über Filmscharniere 22 verbunden, das Verschlussmittel
10. Die Filmscharniere 22 sind dabei im Bereich des ersten Randes 12 angeordnet. In
einer in Figur 1 dargestellten ersten Position sind die Halbelemente 18, 20 im Bereich
des zweiten Randes 14 über eine Materialbrücke 24 miteinander verbunden. Die Materialbrücke
24 stabilisiert die in Figur 1 gezeigte erste Position und wirkt einer Verschwenkung
um die Filmscharniere 22 entgegen. Die Materialbrücke 24 ist dabei so ausgebildet,
dass sie eine hinreichende Stabilität bei Verwendung eines gezeigten Verschlussmittels
10 in der ersten Position ermöglicht, jedoch leicht genug zerstört werden kann, um
ohne größeren Kraftaufwand das Verschlussmittel von einer ersten in eine zweite Position
zu überführen. Die Wandung 16 eines jeden Halbelements 18, 20 zwischen dem ersten
Rand 12 und dem zweiten Rand 14 ist im Wesentlichen vollflächig ausgebildet. Im Bereich
der Filmscharniere 22 ist zwischen dem Filmscharnier 22 und der Materialbrücke 24
ein Spalt 28 zwischen den beiden Halbelemente 18, 20 vorgesehen.
[0076] Durch die im Übrigen vollflächige Gestaltung der Wandung 16 wird die Stabilität des
Verschlussmittels verbessert. Im Bereich des ersten Randes 12 weist der Verschlussmittel
10 je Halbelement 18, 20 zwei sich radial nach innen erstreckende Einbuchtungen 30
auf. Diese Einbuchtungen dienen zum Ergreifen und sicheren und ergonomischen Halten
des Verschlussmittels. So kann beim Halten mit einer Hand beispielsweise der Daumen
in einer Einbuchtung 30, die als Griffmulde des einen Halbelements dient, zu liegen
kommen, und je nach Handgröße und Anordnung die weiteren Finger derselben Hand bei
einhändigem Festhalten in die übrigen Einbuchtungen 30 des zweiten Halbelements eingreifen.
Hierdurch kann die Handhabbarkeit auch mit einer Hand besser gewährleistet werden.
[0077] Darüber hinaus weist das Verschlussmittel 10 je Halbelement 18, 20 eine Aussparung
am zweiten Rand 14 auf, die in axialer Richtung verläuft. Die Aussparungen sind hier
mit dem Bezugszeichen 32 versehen. Diese Aussparungen 32 kommen dann ergonomisch zum
Tragen, wenn das Verschlussmittel 10 von Seiten des zweiten Randes 14 her ergriffen
wird, insbesondere beim Überführen von der ersten in die zweite Position, insbesondere
wenn der Verschwenkvorgang um das Scharnier, insbesondere Filmscharnier 22 bereits
teilweise erfolgt ist. Um die beiden Halbelemente 18, 20 in einer zweiten Position
aufeinander fixieren zu können, sind Verschlusselemente, insbesondere erste Verschlusselemente
33a und korrespondierende zweite Verschlusselemente 33b vorgesehen. Vorzugsweise umfassen
die ersten Verschlusselemente 33a Rastnasen 34 und wobei sich die Rastnasen 34 in
axialer Richtung über den ersten Rand 12 erheben.
[0078] In der Wandung 16 sind unmittelbar unterhalb der Rastnasen 34 Öffnungen 36 vorgesehen.
Diese Öffnungen 36 können Ausweich- und Entlastungsfreiräume für den Beutel darstellen.
[0079] Darüber hinaus weist das erste Halbelement 18 am ersten Rand 12 eine sich vorzugsweise
über die gesamte Abschnittslänge des Halbelements erstreckende Rippe 38 auf, die sich
in axialer Richtung aus dem Verschlussmittel 10 erhebt. Im Gegensatz hierzu weist
das zweite Halbelement 20 eine Nut 40 auf, die durch zwei Rippen 42 und 44 begrenzt
ist, wobei am Nutgrund Öffnungen 46 als Teil des Verschlusselements als zweite Verschlusselemente
33b vorgesehen sind, die mit den Rastnasen 34 als erstes Verschlusselement 33a korrespondieren
und die durch die Rastnasen 34 durchgriffen werden, so dass die Rastnasen 34 rastend
festgelegt werden.
[0080] Durch das Eingreifen der Rippe 38 in die Nut 40 wird eine Art Labyrinthdichtung ausgebildet.
Da das Eingreifen der Rippe 38 in die Nut 40 bereits erfolgt, wenn die Verschwenkbewegung
von der ersten in die zweite Position noch nicht vollständig abgeschlossen ist, dient
die Nut 40 mit ihren Rippen 42 und 44 als erstes Führungsmittelelement 39a für die
Rippe 38 als zweites Führungsmittelelement 39b und stellt so sicher, dass die Rastnasen
34 ohne großen Kraftaufwand in die Öffnungen 46 eingeführt werden können und richtig
zu diesen positioniert sind.
[0081] Die Rastnasen 34 erstrecken sich dabei, wie ausgeführt, in axialer Richtung über
den ersten Rand 12 des einen Halbelements 18, wobei die freien rastenden Abschnitte
48 nach radial innen weisen.
[0082] Figur 2 zeigt nun eine Gestaltung des Verschlussmittels 10 vom zweiten Rand 14 her
und zeigt insbesondere auch die Aussparungen 32 des zweiten Randes 14. Darüber hinaus
lässt sich, ebenso wie in Figur 1 ersehen, dass das Verschlussmittel 10 im Bereich
des ersten Randes 12 eine nach radial außen weisende Schulter 50 aufweist. Der erste
Rand 12 ist vorzugsweise am Ende der Schulter 50 angeordnet. Diese radial nach außen
weisende Schulter dient zur sicheren Festlegung eines Beutels, insbesondere eines
Abfallbeutels, der mit seiner Öffnung durch das Innere des Verschlussmittels 10 geführt
wird und dann über den ersten Rand 12 herübergelegt wird unter Verformung des Beutels
bzw. Abfallbeutels. Im Gegensatz zu radial nach außen weisenden Rastnasen 34 besteht
dabei bei den axial nach oben weisenden Rastnasen 34 gemäß der Erfindung beim Herüberstülpen
des Abfallbeutels über den Verschlussmittel 10 ein geringeres Risiko, dass der Abfallbeutel
10 insbesondere vor oder während des Gebrauchs zerrissen wird.
[0083] Figur 3 zeigt nun eine Situation, in der die beiden Halbelemente 18, 20, um die Scharniere
22 bereits von der ersten in die zweite Position überführt werden. Hierzu kann ein
Umgreifen von den Einbuchtungen 30 in die Aussparungen 32 erfolgen, die vorzugsweise
als einzige Aussparung 32 jeweils mittig an einem der Halbelemente 18, 20 angeordnet
sind und ein einfaches Halten und Führen des Verschlussmittels 10 mit einer Hand ermöglichen.
Während der Schließbewegung greift die Rippe 38 in die Nut 40 ein, so dass es zu einem
Führen des Halbelements 18 bezüglich des Halbelements 20 kommt, wodurch die Positionierung
der Rastnasen 34 in den in Figur 3 nicht gezeigten Öffnungen erleichtert wird. Die
Verschwenkbewegung erfolgt dabei in Pfeilrichtung 52. Ebenfalls ist zu erkennen, dass
bei der Verschwenkbewegung um die Scharniere 22 die Materialbrücke 24 bereits zerstört
ist. Ebenfalls ist erkennbar, dass die Einbuchtungen 30 im Verlauf der Nut 40 als
dem ersten Führungsmittelelement 39a und im Verlauf der Rippe 38 als dem zweiten Führungsmittelelement
39b angeordnet und darin eingebracht sind.
[0084] Figur 4a) zeigt nun ein Verschlussmittel in einer vollständig geschlossenen Konfiguration,
also in der zweiten Position, wobei die Rastnasen 34 des einen Halbelements 18 die
Öffnungen in der Nut des Halbelements 20 durchgreifen. Durch die Aussparungen 32 ist
nun das Verschlussmittel 10 in der Höhe der Wandung reduziert, so dass es bzw. die
Halbelemente 18, 20 auch gut mit einer Hand zu handhaben ist.
[0085] Die Aussparungen 32 sind dabei unkonturiert ausgebildet und sind jeweils mittig zwischen
den Scharnieren 22 angeordnet und zwar derart, dass ihr Wendepunkt 35 der Punkt des
kürzesten Abstandes zum ersten Rand 12 im Verlauf des Halbelements 18, 20 ebenso mittig
zwischen den Scharnieren (22) angeordnet ist. Aufgrund der gleichmäßigen Kreisbogenform
der Aussparung 32 in Figur 4a weist nur ein Punkt einen kürzesten Abstand auf. Vorteilhafterweise
ist, wie in Figur 4a gezeigt, auf Höhe eines Wendebereichs bzw. Wendepunkts 35 der
Aussparung 32, insbesondere bei deren mittigen Anordnung im Verlauf des Halbelements
18, 20, mindestens ein Verschlusselement 33a, 33b, insbesondere im Bereich des ersten
Randes, angeordnet.
[0086] Die Konfiguration der Rastnasen 34 mit den Öffnungen 36 sowie der Rippe 38 ist in
Figur 5 noch einmal in vergrößerter Darstellung gezeigt.
[0087] Die Figuren 4b) bis 4d) zeigen alternative Ausgestaltungen des Verschlussmittels
hinsichtlich der Ausgestaltung der Aussparungen 32. Dabei zeigt Figur 4b) eine Gestaltung,
bei der anstelle einer großen mittig zwischen den Scharnieren 22 angeordneten Aussparung
zwei kleinere Aussparungen vorgesehen sind, die auf beiden Halbelementen 18, 20 gleichermaßen,
also symmetrisch zu der die Scharniere 22 verbindenden Achse angeordnet sind. Bezogen
auf das jeweilige Halbelement 18,20 sind beide Aussparungen 32 von gleicher Größe
und Geometrie und mit dem gleichen Abstand zu den Scharnieren 22 vorgesehen.
[0088] Die Figuren 4c) und 4d) zeigen Ausgestaltungen, bei denen die Aussparung 32 eine
konturierte Kantenform aufweist. Hierbei sind in der Kante der Aussparung 32 Vertiefungen
32v und Erhebungen 32e vorgesehen. Diese sind alternierend in Wellenform angeordnet,
wobei insbesondere eine ungerade Zahl von Erhebungen 32e und Vertiefungen 32v vorgesehen
ist. Die Figuren 4c) und 4d) unterscheiden sich dabei durch die Anzahl und die Höhe
der Vertiefungen 32v und Erhebungen 32e. Durch eine solche Konturierung kann die Handhabbarkeit
und die Ergonomie weiter verbessert werden.
[0089] Figur 6 zeigt in vergrößerter Darstellung die zweite Position und hier den Eingriff
der Rastnasen 34 des Halbelements 18 in die Öffnungen 46 des Halbelements 20. Dabei
kann das Eintauchen der Rippe 38 am ersten Rand 12 mit den Rastnasen 34 in die Nut
40, gebildet aus den beiden Rippen 42 und 44, und der Eingriff in die Öffnungen 46
deutlich erkannt werden. Die Verrastung erfolgt hierbei im Wesentlichen unlösbar,
d.h., nur unter voraussichtlicher Zerstörung eines der Bauteile. Das Verschlussmittel
10, wie er in den vorstehenden Figuren gezeigt ist, ist vorzugsweise als Spritzgussteil
hergestellt. Aufgrund der nach oben weisenden Rastnasen ist eine besonders einfache
und gute Entformbarkeit gegeben. Die beiden Halbelemente 18, 20 weisen eine korrespondierende
Form, im Wesentlichen eine gerundete Form auf, die zum einen ermöglicht, dass die
beiden Halbelemente bezüglich ihrer ersten Ränder 12 vollständig aufeinander zu liegen
kommen und die Rippe 38 des einen Halbelements in das Führungsmittelelement der Nut
40 des anderen Halbelements eingreift. Zum anderen wird hierdurch eine Stapelbarkeit
der Verschlussmittel 10 erreicht, die in Figur 10 gezeigt ist. Die Lagerhaltung wird
so vereinfacht.
[0090] In den Figuren 7a) - 7f) sind schematisch verschiedene denkbare Anordnungen von Einbuchtungen
30 im Bereich des ersten Randes 12 in einer Draufsicht dargestellt.
[0091] Für eine universale Einsetzbarkeit und Anwendbarkeit ist es insbesondere von Vorteil,
wenn die Einbuchtungen 30 an beiden Halbelemente 18, 20 an einer die beiden Scharniere
22 verbindende geradlinige Achse 19 achsensymmetrisch angeordnet sind, und sich in
vorteilhafterweise auch in Kontur und Größe gleichen.
[0092] So können vorzugsweise wenigstens eine (Fig. 7a), weiter vorzugsweise zwei (Fig.
7b, Fig. 7c), weiter vorzugsweise drei (Fig. 7d, Fig. 7e) und weiter vorzugsweise
vier Einbuchtungen (Fig. 7f) an je einem Halbelement vorgesehen sein.
[0093] Die Verschlusselemente, insbesondere als erste Verschlusselemente 33a und als korrespondierende
zweite Verschlusselemente 33b, die zum Verrasten und Verriegeln der beiden Halbelemente
18, 20 in der zweiten Position vorgesehen sind, sind vorzugsweise am jeweiligen ersten
Rand 12 eines jeweiligen Halbelementes 18, 20 alternierend mit den Einbuchtungen 30
angeordnet. In einer insbesondere bevorzugten Ausführung sind die ersten Verschlusselemente
dabei nur an dem einen Halbelement 18 und die zweiten Verschlusselemente nur an dem
anderen Halbelement 20 vorgesehen, wie es schematisch in den Figuren 7a) - 7e) für
die ersten Verschlusselemente mit dem Bezugszeichen 33a und für die zweiten Verschlusselemente
mit dem Bezugszeichen 33b angedeutet ist. Die ersten Verschlusselemente 33a können
vorzugsweise als Rastnasen, die zweiten Verschlusselemente 33b können vorzugsweise
als Öffnungen ausgebildet sein.
[0094] Figur 8 zeigt nun ein Behältnis, insbesondere ein Entsorgungsbehältnis bzw. ein zusammengefügtes
Set aus Beutel bzw. Abfallbeutel 60 sowie Verschlussmittel 10. Der Beutel bzw. Abfallbeutel
60 weist dabei eine umlaufende Wandung 62 sowie ein unteres verschlossenes Ende 64
und ein oberes offenes Ende 66 auf. Mit dem oberen offenen Ende wird der Beutel bzw.
Abfallbeutel 60 durch die Mitte des Verschlussmittels 10 hindurchgeführt und insbesondere
unter Verformung von innen nach außen über den ersten Rand 12 des Verschlussmittels
10 herumgelegt, wobei dies insbesondere unter elastischer und/oder plastischer Verformung
des Beutels bzw. Abfallbeutels 60 erfolgt, so dass der Beutel bzw. Abfallbeutel 60
reib- und formschlüssig am Verschlussmittel 10 gehalten ist. Ein solcher Beutel bzw.
Abfallbeutel 60 zusammen mit einem Verschlussmittel 10 in der ersten Position zeigt
Figur 8.
[0095] Figur 9 zeigt eine Gestaltung, bei der der Verschlussmittel 10 sich in einer Position
analog Figur 3 befindet, d.h., zwischen einer ersten und einer zweiten Position, wobei
die Materialbrücke 24 zerstört wurde und eine Verschwenkung um das Scharnier 22 erfolgt.
[0096] Treten die Rastnasen 34 nun in die Öffnungen 46 ein, so erfolgt je nach Elastizität
des Beutels bzw. Abfallbeutels 60 ein Durchstoßen des Beutels 60 in diesem Bereich
oder eine weitere elastische oder plastische Verformung.
[0097] Der Beutel bzw. Abfallbeutel 60 mit dem darin aufgenommenen Inhalt, insbesondere
Abfall wird dann sicher verschlossen und kann einer weiteren Entsorgung zugeführt
werden.
1. Verschlussmittel (10) für Beutel, insbesondere Abfallbeutel (60) umfassend zwei Halbelemente
(18, 20) mit je einem ersten (12) und einem zweiten (14) in axialer Richtung beabstandeten
Rand und mit einer sich in axialer Richtung zwischen dem ersten (12) und dem zweiten
Rand (14) erstreckenden Wandung (16) und, wobei die Halbelemente (18, 20) über Scharniere
(22) miteinander verbunden sind und sich zur Bildung einer aufgespreizten Konfiguration
des Verschlusselements (10) in einer ersten Position ringartig ergänzen und so um
die Scharniere (22) verschwenkbar sind, dass in einer zweiten Position die Halbelemente
(18, 20) mit ihrem ersten Rand (12) aufeinander zu liegen kommen, und wobei Verschlusselemente
(33a, 33b) vorgesehen sind, die die Halbelemente (18, 20) in der zweiten Position
aufeinander verriegeln, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Halbelement (18, 20) ausgehend vom zweiten Rand (14) mindestens eine
sich in axialer Richtung erstreckende Aussparung (32) aufweist und/oder dass mindestens
ein Halbelement (18, 20) im Bereich des ersten Randes (12) mindestens eine in radialer
Richtung nach innen weisende Einbuchtung (30) aufweist.
2. Verschlussmittel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtungen (30) und/oder die Aussparungen (32) des einen Halbelements (18)
an einer die Scharniere (22) verbindenden imaginären geraden Achse (19) achsengespiegelt
in Position, Kontur und/oder Größe im anderen Halbelement (20) angeordnet sind.
3. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusselemente erste und zweite Verschlusselemente (33a, 33b) umfassen, wobei
die ersten und/oder zweiten Verschlusselemente auf dem jeweiligen Halbelement (18,
20), vorzugsweise im Bereich des ersten Randes, jeweils alternierend mit den Einbuchtungen
(30) angeordnet sind.
4. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Aussparung (32) eines Halbelements (18, 20) derart angeordnet
ist, dass ein Wendebereich bzw. Wendepunkt (35) der Aussparung (32) im Verlauf des
Halbelements (18, 20) mittig zwischen den Scharnieren (22) angeordnet ist.
5. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf Höhe eines Wendebereichs bzw. Wendepunkts (35) der Aussparung (32) mindestens
ein Verschlusselement (33a, 33b), insbesondere im Bereich des ersten Randes, angeordnet
ist.
6. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbelemente (18, 20) entlang des ersten Randes (12) ein erstes bzw. ein zweites
Führungsmittelelement (39a, 39b) aufweisen, welche in der zweiten Position zur Bildung
eines Führungsmittels ineinander eingreifen können.
7. Verschlussmittel (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Halbelemente (18, 20) an seinem ersten Rand (12) eine in axialer Richtung
offene erste Nut (40) als erstes Führungsmittelelement (39a) aufweist, in die das
andere Halbelement (18, 20) mit seinem ersten Rand (12) oder einer Rippe (38) oder
einer in axialer Richtung offenen zweiten Nut als zweites Führungsmittelelement (39b)
in der zweiten Position zur Bildung eines Führungsmittels eingreift oder zusammenwirkt.
8. Verschlussmittel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtungen (30) im Verlauf des ersten und/oder zweiten Führungsmittelelements
(39a, 39b) angeordnet sind.
9. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusselemente (33a, 33b) als erste Verschlusselemente (33a) Rastnasen (34)
umfassen, die in zweite Verschlussmittel (33b) in Form von korrespondierenden Öffnungen
(46) eingreifen, wobei die Rastnasen (34) in axialer Richtung über den ersten Rand
(12) der Halbelemente (18, 20), insbesondere einer Rippe (38) eines Halbelements (18,
20) hinausragen.
10. Verschlussmittel (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (46) zum Eingriff der Rastnasen (34) im ersten und/oder zweiten Führungsmittelement
(39a, 39b), insbesondere in der ersten Nut (40) oder zweiten Nut angeordnet sind.
11. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung (16) der Halbelemente (18, 20) im Bereich des ersten Randes (12) eine
radial nach außen weisende Schulter (50) ausbildet, und dabei insbesondere der erste
Rand (12) am Ende der Schulter (50) angeordnet ist.
12. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbelemente (18, 20) Kunststoff umfassen, insbesondere aus Kunststoff bestehen
und insbesondere die Halbelemente, weiter insbesondere das Verschlussmittel als Spritzgussteil
ausgebildet sind.
13. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbelemente (18, 20) im Bereich des zweiten Randes (14), insbesondere den Scharnieren
(22) gegenüberliegend, in der ersten Position über eine zerstörbare Materialbrücke
(24) miteinander verbunden sind, die in der zweiten Position zerstört ist.
14. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Verschlusselemente (33a, 33b) in der zweiten Position lösbar oder
unlösbar ausgebildet ist.
15. Verschlussmittel (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die sich zwischen dem ersten (12) und dem zweiten Rand (14) erstreckende Wandung
(16) zu mindestens 50% der Fläche, vorzugsweise zu mindestens 70%, vorzugsweise zu
mindestens 90% und weiter vorzugsweise zu 100% geschlossen ausgebildet ist.
16. Behältnis mit einem Beutel, insbesondere Entsorgungsbehältnis mit einem Abfallbeutel
(60), wobei der Beutel, insbesondere Abfallbeutel umlaufende Seitenwände (62) aufweist
sowie ein unteres geschlossenes Ende (64) und ein oberes offenes Ende (66), wobei
der Beutel, insbesondere Abfallbeutel (60) durch Umlegen des oberen offenen Endes
(66)von innen nach außen über den ersten Rand (12) an einem Verschlussmittel (10)
festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussmittel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 ausgestaltet ist.
17. Set aus einem Beutel, insbesondere einem Abfallbeutel (60), der umlaufende Seitenwände
(62) sowie ein unteres geschlossenes Ende (64) und ein oberes offenes Ende (66) aufweist
und einem Verschlussmittel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei der Beutel,
insbesondere der Abfallbeutel (60) durch Umlegen des oberen offenen Endes (66) von
innen nach außen über den ersten Rand (12) an dem Verschlussmittel (10) festlegbar
ist.