GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung umfassend zumindest ein Paar
aus einer Schiene und einem Schlitten und ein an dem zumindest einen Schlitten angeordnetes
Hubelement.
STAND DER TECHNIK
[0002] Gattungsgemäße Hubvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt, weisen jedoch
verbesserungsbedürftige Führungsschienen, Zugseilanordnungen und Antriebseinrichtungen
auf. So ist aus der deutschen Patentanmeldung
DE 34 30 948 A1 eine Hubplattform zum Abstellen von Zweirädern oder zum Lagern von Gegenständen in
Garagen bekannt. Die aus dieser Patentanmeldung bekannte Hubplattform wird zwischen
zwei links und rechts der Hubplattform angeordneten Schienen geführt, welche an einer
Wand befestigt sind. Als Antriebseinrichtung ist eine handbetriebene Seilwinde vorgesehen,
welche auf einer Höhe angeordnet ist, in der sie von einem Nutzer bequem mit der Hand
angetrieben werden kann. Es kann jedoch auch eine motorbetriebene Seilwinde, eine
Kettenwinde oder eine hydraulische Hubeinrichtung vorgesehen sein. Soweit eine Seil-
oder Kettenwinde vorgesehen ist, wird das Seil oder die Kette über Umlenkrollen zunächst
oberhalb der Hubplattform geführt, von dort bis zu ihrer Mitte und dann in der Mitte
der Hubplattform an dieser befestigt. Dadurch erfolgt die Einwirkung der Hubkraft
in der Mitte der Hubplattform, wodurch ein Verkanten derselben in den Führungsschienen
vermieden werden soll.
[0003] Nachteilig an dieser Hubplattform ist jedoch, dass es bei asymmetrischer Belastung
der Hubplattform gleichwohl zu einem Verkanten zwischen den Führungsschienen kommen
kann. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass eine ruhige Führung der Hubplattform in
den Führungsschienen bei großer Belastung, d. h. großen zu hebenden Massen, nicht
gegeben ist, was sich insbesondere bei einer asymmetrischen Verteilung der zu hebenden
Masse bemerkbar macht.
[0004] Außerdem ist die Funktion der Hubplattform auf das Anheben von Gegenständen beschränkt,
die auf der Hubplattform gelagert sind.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Hubvorrichtung zu schaffen,
welche aufgrund ihrer Konstruktion für vielfältige Anwendungen verwendet werden kann.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0006] Die oben genannte Aufgabe wird durch eine Hubvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Die erfindungsgemäße Hubvorrichtung umfasst mindestens eine Schiene und mindestens
einen Schlitten, der in der Schiene auf und ab bewegt werden kann. Vorzugsweise sind
zwei Schienen mit jeweils einem verfahrbaren Schlitten vorgesehen. Weiterhin weist
die Hubvorrichtung mindestens ein Hubelement auf, welches mit dem oder den Schlitten
verfahrbar ist. Entsprechend ist das Hubelement mit dem oder den Schlitten verbunden.
Beidseitig der Mitte des Hubelementes kann mindestens jeweils ein Zugelement angeordnet
sein, wobei die Zugelemente ohne Umlenkung in Richtung des anderen Zugelementes mit
einer motorisch angetriebenen Winde verbunden sein können, auf die die Zugelemente
aufwickelbar sind. Die Zugelemente können hierbei an dem oder den Schlitten und/oder
dem oder den Hubelementen angeordnet sein. Hierbei kommt dem Merkmal, dass die Zugelemente
ohne Umlenkung in Richtung des jeweils anderen Zugelementes mit einer Winde verbunden
sind, die Bedeutung zu, dass keine das Hubelement querende Umlenkung der Zugelemente
erfolgt, wodurch die Konstruktion im Vergleich zum aus dem Stand der Technik bekannten
Vorrichtungen mit entsprechenden Umlenkrollen vereinfacht ist und beide Zugelemente
die gleiche Länge aufweisen. Dadurch, dass die Zugelemente beidseitig der Mitte des
Hubelementes die Kraft in die bewegliche Baueinheit aus Schlitten und Hubelement einleiten,
wird ein Verkanten verhindert und eine ruhige Führung des Hubelementes auch bei asymmetrischer
Lastverteilung ermöglicht.
[0008] Weiterhin können ferner beide Zugelemente mit einer Winde verbunden sein und beim
Heben des Hubelementes auf diese aufgewickelt werden. Daraus ergibt sich zwangsläufig
eine synchrone Wicklung der Zugelemente und damit eine ruhige und verkantungsfreie
Führung des Hubelementes. Die Winde kann beispielsweise durch einen in die Winde integrierten
Wellenmotor mit hohem Drehmoment angetrieben werden. Es können jedoch auch separate
Antriebsmotoren, beispielsweise in Form von in die Winde integrierten Wellenmotoren,
vorhanden sein, um ein größeres Drehmoment zu erreichen, wobei der Synchronlauf beider
Antriebsmotoren durch eine entsprechend ausgebildete Steuerung der Antriebsmotoren
sichergestellt sein kann.
[0009] Weiter kann die Hubvorrichtung vorzugsweise zwei Schienen und zwei Schlitten umfassen,
wobei dann das Hubelement an beiden Schlitten befestigt ist und zwischen den Schienen
geführt werden kann. Die Schlitten können sich auf den Schienen, aber auch in den
Schienen bewegen.
[0010] Die Anzahl der Zugelemente ist im Übrigen nicht auf zwei begrenzt. So kann ein weiteres,
zum Beispiel in der Mitte des Hubelementes angeordnetes Zugelement vorhanden sein,
wodurch die Maximallast der Hubvorrichtung gesteigert werden kann.
[0011] Bei dem Hubelement handelt es sich um eine Arbeitsplatte, wobei das Hubelement oder
Teile davon austauschbar ausgebildet sind, sodass mit der Hubvorrichtung in einfacher
Weise verschiedene Hubelemente oder Teile davon anhebbar und absenkbar sind. Entsprechend
können auch andere Hubelemente sinnvoll verwendet werden. So kann das Hubelement etwa
durch eine vertikal verlaufende Platte mit einer oder mehreren Anhängekupplungen zur
Aufnahme von Fahrradträgern, die an Anhängekupplungen von Kraftfahrzeugen befestigt
werden können, gebildet sein. Darüber hinaus können auch andere Hubelemente verwirklicht
sein, die aus Fahrradhaltern oder Radbefestigungen für die Räder von Rasentraktoren
oder Motorrädern gebildet sind oder diese umfassen. Ferner kann das Hubelement Stützarme
zum Anheben eines Personenkraftwagens oder Motorrads umfassen, sodass mit Hilfe der
erfindungsgemäßen Hubvorrichtung Arbeiten an der Unterseite eines Fahrzeuges vorgenommen
werden können. Das Hubelement kann somit in einem einfachen Fall durch eine Plattform,
also eine im Betriebszustand der Hubvorrichtung horizontal orientierte Arbeitsplatte
und/oder eine im Betriebszustand der Hubvorrichtung vertikal orientierte Platte gebildet
sein oder diese umfassen.
[0012] Eine solche horizontale Arbeitsplatte kann als Lagerfläche für verschiedenste Gegenstände,
aber auch als Tischplatte dienen, während eine im Wesentlichen vertikal orientierte
Platte an der horizontal ausgerichteten Arbeitsplatte und/oder dem Schlitten bzw.
den Schlitten befestigt sein kann und auf der Arbeitsplatte gelagerte Gegenstände
gegen eine seitliche Bewegung sichern kann. Wird auf der Arbeitsplatte beispielsweise
ein Motorrad gelagert, kann dieses gegen die vertikal orientierte Platte gelehnt oder
an dieser mittels Gurten befestigt werden. Außerdem kann das Hubelement als Behälter
mit Seitenwänden und/oder Deckel ausgebildet sein. Die Seitenwände können abnehmbar
ausgebildet sein und beispielsweise durch einfache Steckverbindungen mit der horizontalen
Arbeitsplatte verbunden sein. Beispielsweise kann die Arbeitsplatte an den Rändern
Nuten aufweisen, in die Seitenwände einsteckbar sind.
[0013] Auf diese Weise kann die Hubvorrichtung sehr variabel genutzt werden. Beispielsweise
könnte das Hubelement im Sommer durch eine Halterung oder eine Aufnahmeplattform für
ein Boot oder Motorrad gebildet sein oder diese umfassen, während im Winter das Hubelement
eine Halterung für Ski oder Schneeräumer sein kann oder dieses umfassen kann.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Hubelement sich in Richtung
der Schiene erstreckende Aufhängelemente aufweisen, welche endseitig hakenförmig ausgebildet
oder gekrümmte Ausnehmungen aufweisen können, wobei ferner an dem Schlitten zumindest
ein korrespondierend ausgebildeter Bolzen angeordnet sein kann, an welchem das Hubelement
über die Aufhängelemente aufhängbar ist. In dieser Ausgestaltung muss das Hubelement
an dem Schlitten nicht etwa durch Schrauben befestigt werden oder ist gar an diesem
angeformt, sondern wird an den Schlitten oder, sofern mehrere Schlitten vorhanden
sind, an die Schlitten angehängt. Durch die Hakenform wird einerseits verhindert,
dass sich das Hubelement von dem Schlitten unbeabsichtigt löst, da das Hubelement
dazu zunächst angehoben und seitlich verlagert werden müsste. Andererseits kann das
Hubelement durch diese Ausgestaltung leicht und schnell ausgetauscht werden, sodass
die erfindungsgemäße Hubvorrichtung schnell an unterschiedliche Anwendungszwecke angepasst
werden kann. Die Aufhängelemente können beispielsweise als Platten ausgebildet sein,
deren oberer Endabschnitt wie ein Haken geformt ist. Alternativ kann in den Platten
jeweils eine Ausnehmung ausgebildet sein, die wie der Innenbereich eines Hakens geformt
ist, sodass diese ebenfalls dazu dienen können, das Hubelement über die Aufhängelemente
an korrespondierend ausgebildeten und an einem Schlitten angeordneten Bolzen aufzuhängen.
[0015] Im Weiteren kann vorgesehen sein, dass das Hubelement bodenseitig abnehmbare Rollenanordnungen
aufweist. Dadurch, dass die Rollenanordnungen abnehmbar sind, sind sie insbesondere
austauchbar, sodass Rollen unterschiedlicher Größe an das Hubelement montiert werden
können. Hierdurch kann das Hubelement, sobald es von der Hubvorrichtung getrennt ist,
auf unterschiedlichstem Grund, wie beispielsweise Beton, Fließen oder Rasen gerollt
werden. Ein Gegenstand kann somit entfernt von der Hubvorrichtung zunächst auf das
Hubelement geladen oder gefahren werden und dieses dann zusammen mit dem Gegenstand
zu der Hubvorrichtung gerollt werden. Dort kann dann das Hubelement mit den Schlitten
und/oder den Zugelementen verbunden werden, um angehoben werden zu können.
[0016] Bei den Zugelementen handelt es sich bevorzugt um ein hochstabiles Gurtband, das
beispielsweise aus Fasergewebe besteht. Gurtbänder weisen den Vorteil auf, dass sie
in mehreren Lagen übereinander gewickelt werden können, was eine besonders ruhige
Führung des Hubelementes an der zumindest einen Schiene zur Folge hat. Bei den Zugelementen
kann es sich jedoch auch um Seile aus hochstabilen Fasern, Stahlseile oder Zugdrähte
handeln. Auch Ketten sind denkbar.
[0017] In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die Winde oberhalb der zumindest einen
Schiene angeordnet sein, was zur Folge hat, dass sich das Hubelement auch in seiner
höchsten Position nicht oberhalb der Winde befindet. Dadurch können Umlenkrollen gänzlich
entfallen, was die Herstellungskosten aber auch die Fehleranfälligkeit der erfindungsgemäßen
Hubvorrichtung reduziert. In dem Fall, dass zwei Schienen vorhanden sind, kann beispielsweise
eine Winde vorgesehen sein, welche am oberen Ende der Schienen angeordnet ist und
sich zwischen beiden Schienen erstreckt, wobei die Zugelemente im Bereich des linken
Endes und des rechten Endes der Winde aufgewickelt werden. Ergänzend können weitere
Zugelemente vorhanden sein, etwa eines, welches mittig an dem Hubelement befestigt
ist und in der Mitte der Winde aufgewickelt wird, wodurch die Maximallast der Hubvorrichtung
noch einmal erhöht werden kann. Die Winde kann ferner zur Aufnahme der gewickelten
Zugelemente entsprechend geformte Nuten aufweisen.
[0018] Weiterhin können an dem zumindest einen Schlitten wenigstens ein, vorzugsweise zwei
Paar Laufrollen angeordnet sein, deren Laufflächen von Führungsabschnitten der jeweiligen
Schiene umfasst werden, oder es sind an der zumindest einen Schiene mehrere Laufrollen
angeordnet, deren Laufflächen von Führungsabschnitten des jeweiligen Schlittens umfasst
werden. Die Laufrollen eines Paares befinden sich dabei vorzugsweise an gegenüberliegenden
Seiten des Schlittens. Bevorzugt weist ein Schlitten zwei Paar Laufrollen auf.
[0019] Die Ausgestaltung der Laufrollenführung ist ein Aspekt der vorliegenden Erfindung,
für den selbstständig und in Kombination mit anderen Merkmalen der Erfindung Schutz
begehrt wird. Von besonderer Bedeutung ist, dass die Laufflächen der Laufrollen von
den Führungsabschnitten, welche an Schlitten oder Schiene ausgebildet sein können,
umfasst werden. Der Begriff "umfassen" meint hierbei, dass die Führungsabschnitte
nicht nur eine ebene Auflagefläche für die Laufflächen der Laufrollen bilden, sondern
so geformt sind, dass sie sich beidseitig der Laufrollen in deren Radialrichtung erstrecken,
wodurch auch unter hoher Belastung eine besonders sichere und ruhige Führung des Schlittens
entlang der Schiene ermöglicht wird. So können die Führungsabschnitte im Querschnitt
beispielsweise kreissegmentförmig, dabei vorzugsweise halbkreisförmig, ausgebildet
sein und sich etwa über 180 Grad erstrecken, was sich anbietet, wenn die Laufflächen
der Laufrollen entsprechend gekrümmt sind. Im Allgemeinen ist das Merkmal, dass die
Führungsabschnitte die Laufflächen der Laufrollen umfassen zumindest dann verwirklicht,
wenn Endbereiche der Führungsabschnitte in Richtung der Achse der Laufrollen gebogen
sind. Für eine einwandfreie Führung der Laufrollen durch die Führungsabschnitte kann
die Querschnittsform der Führungsabschnitte an die Form der Laufflächen der Laufrollen
angepasst sein. Ferner werden die Laufrollen vorzugsweise zwischen zwei einander zugewandten
und in entsprechendem Abstand zueinander angeordneten Führungsabschnitten geführt,
wobei der Abstand zwischen den beiden Führungsabschnitten von dem Durchmesser der
Laufrollen abhängt.
[0020] Die Laufrollen können an Laufrollenelementen angeordnet sein, die einen Stift und
eine Hülse umfassen, wobei an dem Stift jeweils eine Laufrolle drehbar gelagert sein
kann und die Hülse an dem Stift befestigt sein kann, wobei sich der Stift durch eine
Wandung der Schiene oder des Schlittens erstrecken kann und ferner auf einer Seite
der Wandung das Laufrollenelement und auf einer anderen Seite der Wandung die Hülse
derart angeordnet sein können, dass der Stift an der Wandung befestigt ist. Die Laufrollenelemente
können mehrteilig ausgebildet sein, wobei die Anordnung der Laufrollen an einer Schiene
oder einem Schlitten dadurch erfolgen kann, dass sich der Stift durch eine Wandung
des Schlittens oder der Schiene erstreckt und auf dem Stift sodann eine Hülse angeordnet
wird. Die Hülse kann beispielsweise auf den Stift geschraubt sein. Alternativ kann
die Hülse auf den Stift gesteckt und an diesem mittels einer Schraube befestigt sein.
Bei letzterer Ausgestaltung ist eine Lösung der Verbindung zwischen Stift und Hülse
und damit eine Lösung der Befestigung der Laufrollenelemente an dem Schlitten oder
der Schiene nahezu ausgeschlossen. Zugleich können bei dieser Ausgestaltung einzelne
Laufrollenelemente, sofern dies erforderlich sein sollte, leicht ausgetauscht werden.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Schlitten im Querschnitt U-förmig sein.
Bei dieser Ausgestaltung befindet sich die Schiene im Innenbereich des U-förmig ausgebildeten
Schlittens, sodass der Schlitten die Schiene von drei Seiten umgibt. Diese Ausgestaltung
ist von einfacher Geometrie und ermöglicht eine einfache Befestigung des Hubelementes
an dem Schlitten einerseits, aber auch der Laufrollen an dem Schlitten andererseits.
[0022] Weiter kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Schiene einen Kern aufweist,
von dem sich die Führungsabschnitte und Befestigungsabschnitte seitlich erstrecken.
Diese Ausgestaltung der Schiene korrespondiert zu der im Querschnitt U-förmigen Ausgestaltung
des Schlittens, wobei die Laufrollen an den beiden sich im Querschnitt gegenüberliegenden
Abschnitten des Schlittens angeordnet sind und zwischen den sich seitlich von dem
Kern der Schiene erstreckenden Führungsabschnitten laufen. Die sich ebenfalls von
dem Kern seitlich erstreckenden Befestigungsabschnitte dienen der Befestigung der
Schiene an einer Wand, wozu die Befestigungsabschnitte Durchbrüche aufweisen können,
sodass die Schiene mittels Schrauben an einer Wand befestigt werden kann.
[0023] Bei einer Ausführungsform können sich jeweils zwei Führungsabschnitte und ein Befestigungsabschnitt
von voneinander abgewandten Seiten des Kerns erstrecken, wobei die auf der gleichen
Seite befindlichen Führungsabschnitte derart angeordnet sein können, dass ihre die
Laufflächen der Laufrollen kontaktierenden Flächen einander zugewandt sein können.
[0024] Weiter können die Schienen so ausgebildet sein, dass der Querschnitt des Kerns aus
zwei Abschnitten gebildet sein kann, von denen derjenige, von welchem sich die Führungsabschnitte
erstrecken, rechteckförmig sein kann, und derjenige, von welchem sich die Befestigungsabschnitte
erstrecken, trapezförmig sein kann.
[0025] Weiter kann vorgesehen sein, dass der zumindest eine Schlitten und/oder die zumindest
eine Schiene als Hohlprofile ausgebildet sind. Besonders bewährt haben sich Aluminium-Strangpressprofile,
da diese schnell und vergleichsweise kostengünstig hergestellt werden können, ausreichend
mechanisch belastbar sind und zugleich eine geringe Masse haben. Letztere Eigenschaft
ermöglicht insbesondere eine einfache Montage der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung.
[0026] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Hubvorrichtung zumindest ein Sicherungselement
aufweist, welches beweglich mit dem Schlitten verbunden ist und welches ein Kontaktelement
aufweist, das an einem Zugelement anliegt, wobei das Sicherungselement bei einer Unterbrechung
des Kontakts zwischen dem Kontaktelement einerseits und dem Zugelement andererseits
bzw. bei einem Reißen oder dem Verlust der Zugspannung des Zugelements das Kontaktelement
derart verlagert wird, dass das Sicherungselement eine Relativbewegung zwischen der
Schiene und dem Schlitten durch Reibschluss oder Formschluss zwischen dem Sicherungselement
und der Schiene blockiert. Somit kann ein Sicherungselement vorgesehen sein, das mittels
des Kontaktelementes, welches an einem Zugelement anliegt, in einer solchen Stellung
gehalten wird, dass es der Relativbewegung zwischen Schlitten und Schiene nicht hinderlich
ist. Sollte nun das Zugelement reißen und damit der Kontakt zwischen dem Kontaktelement
und dem Zugelement unterbrochen werden, so bewegt sich das Sicherungselement automatisch,
beispielsweise aufgrund der Schwerkraft oder eines Federelementes, in eine Stellung,
in welcher es die Relativbewegung zwischen dem Schlitten und der Schiene blockiert.
Diese Blockierung kann durch Reibschluss erfolgen, wozu das Sicherungselement auch
eine spezielle Beschichtung aufweisen kann, aber auch durch Formschluss, wobei das
Sicherungselement derart an der Schiene zur Anlage kommt, dass eine weitere Relativbewegung
zwischen der Schiene und dem Schlitten blockiert wird.
[0027] Das Sicherungselement kann an dem Schlitten kippbar gelagert sein und wenigstens
ein Eingreifelement aufweisen, wobei ferner die Schiene mehrere voneinander in Bewegungsrichtung
des Schlittens beabstandete Ausnehmungen aufweisen kann, in welche das Eingreifelement
eingreifen kann, wenn der Kontakt zwischen dem Kontaktelement und dem Zugelement unterbrochen
ist. Bei dieser Ausgestaltung kommt es zwischen dem Sicherungselement und der Schiene
zu einem Formschluss, wenn der Kontakt zwischen dem Kontaktelement und dem Zugelement
unterbrochen ist. Dazu können an dem Sicherungselement ein Eingreifelement und in
der Schiene entsprechende Ausnehmungen ausgebildet sein, die in Bewegungsrichtung
des Schlittens auf der Schiene voneinander beabstandet sind. Kommt es zu einer Unterbrechung
des Kontaktes zwischen dem Kontaktelement und dem Zugelement, kippt das Sicherungselement
in Richtung der Schiene, wodurch das Eingreifelement - jedenfalls alsbald - in eine
Ausnehmung der Schiene eingreift. Sobald das Eingreifelement an dem unteren Rand der
Ausnehmung angelangt ist, verhindert der dadurch entstehende Formschluss zwischen
dem Eingreifelement und dem unteren Rand der Ausnehmung - und damit zwischen dem Eingreifelement
und der Schiene - eine weitere Abwärtsbewegung des Schlittens und folglich des an
diesem befestigten Hubelementes. Die Kippbewegung des Sicherungselementes kann durch
ein Federelement oder durch das Eigengewicht des Sicherungselementes, wozu dieses
beispielsweise entsprechend geformt oder mit entsprechenden Gewichten versehen sein
kann, erfolgen.
[0028] Ferner kann vorgesehen sein, dass das Sicherungselement zwei sich in Richtung der
Schiene erstreckende erste Abschnitte und einen die ersten Abschnitte verbindenden
und sich quer zur Schiene erstreckenden zweiten Abschnitt aufweist, wobei das Eingreifelement
an der der Schiene zugewandten Fläche des zweiten Abschnittes und das Kontaktelement
an der dem Gurt zugewandten Fläche eines ersten Abschnittes angeordnet sein können.
Diese Ausgestaltung des Sicherungselementes kann in Verbindung mit einem im Querschnitt
U-förmigen Schlitten zur Anwendung kommen.
[0029] Schließlich kann das Kontaktelement als Kontaktbolzen ausgebildet sein, was den Vorteil
hat, das auf Grund des kreisrunden Querschnitts des Kontaktbolzens seine das Zugelement
kontaktierende Fläche und damit die Reibung zwischen Kontaktbolzen und Zugelement
sehr gering ist.
[0030] Ferner ist vorgesehen, dass an einem Schlitten oder einem Hubelement ein Teleskoparm
schwenkbar angeordnet ist. Der Teleskoparm ermöglicht weitere Funktionalitäten der
erfindungsgemäßen Hubvorrichtung. So kann an dem Teleskoparm eine Aufnahmeeinrichtung
für eine PKW- Dachbox, ein Surfbrett oder ein Boot, wie beispielsweise ein Kajak,
ein Kanu oder andere Ruderboote, angeordnet sein. Hierdurch können Gegenstände leicht
auf das Dach auch eines größeren PKW, wie eines sogenannten SUV, verbracht werden,
und zwar von einer einzigen Person, wodurch die erfindungsgemäße Hubvorrichtung besonders
vielseitig anwendbar ist, insbesondere in der Garage von Privatpersonen.
[0031] Alle in den Patentansprüchen genannten Merkmale können zugleich erfüllt sein. Jedoch
können auch nur die in mehreren oder nur die in einzelnen Patentansprüchen genannten
Merkmale erfüllt sein. Auch die in mehreren nebengeordneten Patentansprüchen genannten
Merkmale können zugleich erfüllt sein.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0032] Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung
anhand der Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Hubvorrichtung,
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht eines Schlittens und einer Schiene des ersten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausgestaltung des Hubelementes,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht des Sicherungselementes des ersten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 5
- eine Einzelteildarstellung eines Laufrollenelementes des ersten Ausführungsbeispiels
und
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Hubvorrichtung.
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0033] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Hubvorrichtung 1. Die Hubvorrichtung 1 umfasst ein Hubelement in
Form einer Arbeitsplatte 2, zwei Schienen 3, zwei Schlitten 4 und eine Winde 5. Die
Schlitten sind mit der Winde 5 über zwei Zugelemente 6 in Form von Gurtbändern verbunden,
welche auf die Winde 5 aufgewickelt werden, wenn das Hubelement 2 von der Hubvorrichtung
1 angehoben wird. Die Winde 5 ist ein Hohlkörper, in dessen Innenraum ein nicht gezeigter
Wellenmotor mit einem hohen Drehmoment angeordnet ist. Die Schienen 3 sind an einer
vertikalen Wand beispielsweise einer Garage befestigt. Dazu weisen die Schienen 3
Befestigungsabschnitte 7 auf, welche sich beidseitig jeder Schiene 3 erstrecken. In
den Befestigungsabschnitten 7 sind Durchbrüche 8 ausgebildet. In einigen der Durchbrüche
8 sind Schrauben 9 angeordnet, welche sich in die Wand erstrecken und dort, beispielsweise
mittels eines Dübels, verankert sind. Die Schienen 3 weisen ferner in Bewegungsrichtung
des jeweiligen Schlittens voneinander beabstandete Ausnehmungen 10 auf, welche dazu
vorgesehen sind, ein Widerlager für ein Eingreifelement von mit den Schlitten 4 verbundenen
Sicherungselementen 11 zu bilden. Die Arbeitsplatte weist ferner Aufhängelemente 12
auf, welche an den seitlichen Kanten der Arbeitsplatte 2 befestigt sind und sich in
Richtung der Schienen 3 erstrecken. Endseitig sind die Aufhängelemente 12 als Haken
ausgebildet, welche jeweils in einen an den Schlitten 4 angeordneten Bolzen 13 eingreifen.
Das Hubelement umfasst ferner eine vertikal orientierte Platte 14, welche zwischen
den Schlitten angeordnet ist.
[0034] Die Gurtbänder 6 sind beidseitig der Mitte der vertikal orientierten Platte 14 angeordnet,
sodass eine ruhige Führung der Arbeitsplatte 2 mittels der sich auf den Schienen 3
bewegenden Schlitten 4 auch bei einer hohen und strak asymmetrischen Lastverteilung
gegeben ist. Dadurch dass beide Gurtbänder 6 auf die gleiche Winde aufgewickelt werden
und gleich lang sind, ist auch stets ein Synchronlauf beider Gurtbänder gegeben, was
ebenfalls zu einem ruhigen und verkantungsfreien Lauf der Schlitten 4 auf den Schienen
3 beiträgt. Schließlich weist dieses Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung
1 keinerlei Umlenkrollen auf, was diese sehr zuverlässig, vergleichsweise kostengünstig
in der Herstellung und einfach in der Montage macht. Die Sicherungselemente 11 bewirken
zudem eine ausreichende Betriebssicherheit. Ferner kann die Arbeitsplatte 2 dank der
Hakenverbindung zwischen den Aufhängelementen 12 und den Schlitten 4 leicht von der
Hubvorrichtung 1 gelöst werden, um sie beispielsweise durch ein anderes Hubelement
auszutauschen oder an einem anderen Ort zu beladen.
[0035] Figur 2 zeigt eine Querschnittsansicht einer Schiene 3 und eines Schlittens 4 des
ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Hubvorrichtung 1. Sowohl die Schiene
3 als auch der Schlitten sind als Aluminium-Hohlprofile ausgebildet, welche im Strangpressverfahren
hergestellt worden sind. Die Schiene 3 weist einen Kern 20 auf, von dem sich zum einen
Führungsabschnitte 21 und zum anderen die Befestigungsabschnitte 7 erstrecken. Die
Führungsabschnitte 21 umgreifen die Laufflächen der Laufrollen 22 der Laufrollenelemente
23, d. h. dass die Endbereiche der Führungsabschnitte 21 in Richtung der Achsen der
Laufrollen 22 gebogen sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Führungsabschnitte
21 im Querschnitt im Wesentlichen kreissegmentförmig ausgebildet, da die Laufflächen
der Laufrollen 22 entsprechend gekrümmt sind. Die Anpassung der Form der Führungsabschnitte
21 an die Form der Laufrollen 22 und das Umgreifen der Laufflächen der Laufrollen
22 durch die Führungsabschnitte 21 tragen ebenfalls zu einer ruhigen und verkantungsfreien
Führung der Schlitten 4 auf den Schienen 3 auch bei hoher und asymmetrischer Lastverteilung
bei. Außerdem umgreifen die Führungsabschnitte 21 die Laufrollen so weit, dass die
Führungsrollen nicht seitlich die Führungsschiene verlassen können, sondern lediglich
an den axialen Enden. Die Ausbildung der Schienen 3 und Schlitten 4 als Hohlprofile
sowie die Wahl des Herstellungsmaterials Aluminium verringern ferner vorteilhaft die
Masse der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung 1, sodass diese leicht, insbesondere händisch
auch von Privatpersonen montiert werden kann.
[0036] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausgestaltung der Arbeitsplatte
30 einer erfindungsgemäßen Hubvorrichtung. Neben Aufhängelementen 31 weist die Arbeitsplatte
30 abnehmbare Rollenanordnungen 32 auf, welche ein Rollen der Arbeitsplatte 30 auf
einem Untergrund ermöglichen, nachdem die Arbeitsplatte 30 von den Schlitten 4 der
Hubvorrichtung 1 gelöst worden ist. An der äußeren Seite des Aufhängelements 31 ist
eine Hebelanordnung drehbar befestigt, die dazu dient, die Arbeitsplatte von einem
Untergrund anzuheben, um die lösbaren Rollenanordnungen 32 anbringen oder entfernen
zu können.
[0037] Durch die Ausbildung der Aufhängelemente 31 mit Haken zum einfachen Einhängen in
Bolzen, die von den Schlitten 4 hervorstehen, ist ein einfacher Austausch der Arbeitsplatte
30 möglich. Zudem lassen sich verschiedene Anbauteile einfach an der Hubvorrichtung
anbringen.
[0038] Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des Sicherungselementes 11 des ersten
Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung 1. Das Sicherungselement
11 umfasst einen Rahmen 40, an dem ein Kontaktbolzen 41 angeordnet ist. Der Kontaktbolzen
befindet sich in Kontakt mit einem Zugelement 6 in Form eines Gurtbandes. An den Rahmen
40 des Sicherungselementes 11 ist ferner ein Eingreifelement 42 angeformt, welches
in eine Ausnehmung 10 der Schiene 3 eingreift, wenn der Kontakt zwischen dem Kontaktbolzen
41 und dem Zugelement 6 unterbrochen wird, wenn also das Zugelement reißt. Dann nämlich
wird der Rahmen 40 des Sicherungselementes 11 in Richtung der Schiene 3 verlagert,
sodass sich das Eingreifelement 42 in eine der in der Schiene 3 ausgebildeten Ausnehmungen
10 bewegt. Da das Sicherungselement 11 mit dem Schlitten 4 verbunden ist, wird eine
weitere Abwärtsbewegung des Schlittens 4 und damit des Hubelementes verhindert.
[0039] Figur 5 zeigt eine Einzelteildarstellung eines Laufrollenelementes 23 des ersten
Ausführungsbeispiels, welches neben einer Laufrolle 22 einen Stift 24, eine Hülse
25 und eine Schraube 26 umfasst. Der Stift 24 wird durch einen entsprechenden Durchbruch
in einer Wandung des Schlittens 4 gesteckt und weist eine sich über seinen Umfang
erstreckende Erhebung 27 auf, welche an der Wandung des Schlittens 4 zur Anlage kommt.
Die Laufrolle 28 wird auf einen ersten Endabschnitt 28 des Stiftes 24 gesteckt. Die
Hülse 25 wird auf einen zweiten Endabschnitt 29 des Stiftes 24 gesteckt und dort mittels
der Schraube 26, welche in die Axialfläche des zweiten Endabschnittes 29 des Stiftes
24 geschraubt wird, fixiert. Nach dem Einbau des Laufrollenelementes 23 liegt die
Erhebung 27 an einer Seite der Wandung des Schlittens 4 und die Hülse 25 an der anderen
Seite dieser Wandung an, sodass das Laufrollenelement 23 an der Wandung fixiert ist,
wobei die Wandung zwischen der Erhebung 27 des Stiftes 24 und der Hülse 25 eingeklemmt
ist. Der gegenüber der Laufrolle 22 an der anderen Seite der Schlittenwand vorstehende
Teil des Laufrollenelements 23 dient zur Befestigung des Gurts zum Antrieb des Schlittens
4.
[0040] Figur 6 zeigt eine perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung 50, welche neben den bereits in Zusammenhang
mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen Komponenten eine an einem Schlitten
52 befestigte, jedoch schwenkbare Teleskopvorrichtung 53 in Form eines Krans umfasst.
Die Teleskopvorrichtung 52 umfasst eine Hülse 54, welche an dem Schlitten 52 befestigt
ist und in welcher ein Teleskoparm 53 schwenkbar gelagert ist, sodass der Teleskoparm
von einer Stellung, in der er parallel zu der die Schlitten verbindenden vertikalen
Platte angeordnet ist, in eine Stellung verdrehbar ist, in der der Teleskoparm 53
von den Schlitten bzw. Schienen weg zeigt. An dem Teleskoparm ist eine Aufnahmeeinrichtung
55 zur Aufnahme einer Last, beispielsweise einer PKW-Dachbox 56 angeordnet, sodass
die PKW-Dachbox 56 mittels der Hubvorrichtung 50 leicht auch von einer einzigen Person
auf das Dach eines Personenkraftwagens verbracht und dort befestigt werden kann. Durch
die Teleskopfunktion, mit der der Teleskoparm 53 in seiner Länge verändert werden
kann, können Lasten wie eine Dachbox auch in weiter von der Hubvorrichtung entfernten
Bereichen angehoben werden, wobei durch die Drehbarkeit des Teleskoparms um eine vertikale
Achse ein kreissektorförmiger Bereich von der Aufnahmeeinrichtung 55 erreicht werden
kann. Die Aufnahmeeinrichtung 55 kann dabei für die Aufnahme von unterschiedlichsten
Gegenständen ausgebildet sein. Neben der Anordnung des Teleskoparms 53 über die Hülse
54 an einem Schlitten 4 kann der Teleskoparm auch an der Arbeitsplatte oder einem
der Aufhängelemente angeordnet sein.
[0041] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele detailliert beschrieben
worden ist, ist es für den Fachmann selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf
diese Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern dass vielmehr Abwandlungen in der
Weise möglich sind, dass einzelne Merkmale weggelassen oder andersartige Kombinationen
von Merkmalen verwirklicht werden können, sofern der Schutzbereich der beigefügten
Ansprüche nicht verlassen wird. Die vorliegende Offenbarung schließt sämtliche Kombinationen
der vorgestellten Einzelmerkmale mit ein.
1. Hubvorrichtung zum Anheben von Gegenständen und zur Positionierung und/oder Lagerung
der Gegenstände in einer angehobenen Position, wobei die Hubvorrichtung mindestens
ein Paar aus einer Schiene und einem Schlitten und ein an dem zumindest einen Schlitten
angeordnetes Hubelement umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hubelement lösbar an dem oder den Schlitten angeordnet ist und das Hubelement
eine im Wesentlichen horizontal orientierte Arbeitsplatte als Lagerfläche für verschiedenste
Gegenstände umfasst, wobei an dem mindestens einen Schlitten oder dem Hubelement ein
Teleskoparm verschwenkbar angeordnet ist, wobei an dem Teleskoparm eine Aufnahmeeinrichtung
zur Aufnahme einer Last angeordnet ist, sodass ein Kran ausgebildet ist.
2. Hubvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Schlitten wenigstens ein Paar Laufrollen angeordnet ist, deren Laufflächen
von Führungsabschnitten der Schiene umfasst werden,
oder dass an der Schiene mehrere Laufrollen angeordnet sind, deren Laufflächen von
Führungsabschnitten des Schlittens umfasst werden.
3. Hubvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zugelemente Gurtbänder sind und/oder die Winde oberhalb des Hubelementes angeordnet
ist.
4. Hubvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlitten im Querschnitt U-förmig ist und / oder die Laufrollen in dem vom Schlitten
umschlossenen Innenraum angeordnet sind.
5. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Querschnittsform der Führungsabschnitte an die Form der Laufflächen angepasst
ist, insbesondere die Führungsabschnitte im Querschnitt halbkreisförmig sind.
6. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schiene einen Kern aufweist, von dem sich die Führungsabschnitte und / oder Befestigungsabschnitte
zur Befestigung der Schiene seitlich erstrecken.
7. Hubvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich jeweils zwei Führungsabschnitte und ein Befestigungsabschnitt von voneinander
abgewandten Seiten des Kerns erstrecken, wobei die auf der gleichen Seite befindlichen
Führungsabschnitte derart angeordnet sind, dass ihre die Laufflächen der Laufrollen
kontaktierenden Flächen einander zugewandt sind.
8. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Querschnitt des Kerns aus zwei Abschnitten besteht, von denen derjenige, von welchem
sich die Führungsabschnitte erstrecken, rechteckförmig ist, und derjenige, von welchem
sich die Befestigungsabschnitte erstrecken, trapezförmig ist.
9. Hubvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlitten und / oder die Schiene Hohlprofile sind.
10. Hubvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hubelement sich in Richtung der Schiene erstreckende Aufhängelemente und/oder
eine oder mehrere Anhängekupplungen, einen oder mehrere Fahrradhalter, eine oder mehrere
Reifenbefestigungen oder Stützarme zum Anheben eines Personenkraftwagens aufweist,
wobei die Aufhängelemente endseitig hakenförmig ausgebildet sind oder gekrümmte Ausnehmungen
aufweisen und an dem Schlitten zumindest ein korrespondierend zu dem Aufhängelement
ausgebildeter Bolzen angeordnet ist, an welchem das Hubelement über die Aufhängelemente
aufhängbar ist.
11. Hubvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hubelement bodenseitig abnehmbare Rollenanordnungen aufweist.
12. Hubvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmeeinrichtung eine Aufnahmeeinrichtung für eine PKW-Dachbox, ein Surfbrett
oder ein Ruderboot ist.
13. Hubvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hubvorrichtung zumindest ein Sicherungselement aufweist, welches beweglich mit
dem Schlitten verbunden ist und welches ein Kontaktelement aufweist, das an einem
Zugelement anliegt, wobei das Sicherungselement bei einer Unterbrechung des Kontakts
zwischen dem Kontaktelement einerseits und dem Zugelement andererseits derart verlagert
wird, dass das Sicherungselement eine Relativbewegung zwischen der Schiene und dem
Schlitten durch Reibschluss oder Formschluss zwischen dem Sicherungselement und der
Schiene blockiert, wobei das Kontaktelement insbesondere als Kontaktbolzen ausgebildet
ist.
14. Hubvorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement an dem Schlitten kippbar gelagert ist und wenigstens ein Eingreifelement
aufweist, wobei ferner die Schiene mehrere voneinander in Bewegungsrichtung des Schlittens
beabstandete Ausnehmungen aufweist, in welche das Eingreifelement eingreift, wenn
der Kontakt zwischen dem Kontaktelement und dem Zugelement unterbrochen ist und/oder
dass das Sicherungselement zwei sich in Richtung der Schiene erstreckende erste Abschnitte
und einen die ersten Abschnitte verbindenden und sich quer zur Schiene erstreckenden
zweiten Abschnitt aufweist, wobei das Eingreifelement an der der Schiene zugewandten
Fläche des zweiten Abschnittes und das Kontaktelement an der dem Gurt zugewandten
Fläche eines ersten Abschnittes angeordnet ist.
15. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
beidseitig der Mitte des Hubelements jeweils ein Zugelement angeordnet ist, wobei
die Zugelemente ohne Umlenkung in Richtung des anderen Zugelementes mit einer motorisch
angetriebenen Winde verbunden sind, auf die die Zugelemente aufwickelbar sind.