[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Überdachungsvorrichtung.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Überdachungen werden für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt. Eine häufig anzutreffende
Art von Überdachungen stellen sogenannte Terrassenüberdachungen dar.
[0003] Obwohl die vorliegende Erfindung und die ihr zugrunde liegende Problematik im Folgenden
anhand einer Terrassenüberdachung beschrieben werden, sind sie darauf nicht begrenzt
sondern auf vielfältige Arten von Überdachung übertragbar.
[0004] Terrassenüberdachung weisen oftmals ein als Wandanschlussprofil ausgebildetes Längsträgerprofil
auf, welches mit Befestigungsmitteln, beispielsweise Bolzen, an einer Wand verankert
wird. Aufgrund baulicher oder lokaler Gegebenheiten kann eine Montagehöhe eines derartigen
Wandanschlussprofils variieren. An einer von der Wand abgewandten Seite wird die Terrassenüberdachung
in der Regel mit einer von Pfosten abgestützten Pfette gelagert. Bei all diesen Komponenten
handelt es sich in der Regel um vorgefertigte Teile, welche in Normgrößen vorproduziert
werden. Es ist somit wünschenswert, bei der Montage einen Anstellwinkel der Sparren,
welcher sich aus der Montagehöhe des Wandanschlussprofils und der Höhe der Pfosten
ergibt, variieren zu können, um auf einfache Weise auf bauliche oder örtliche Gegebenheiten
reagieren zu können.
[0005] Bei einer Variierbarkeit des Anstellwinkels der Sparren ergibt sich auch die Notwendigkeit
der Variierbarkeit des Anstellwinkels der Dachpaneele oder Ausfachungen, welche üblicherweise
an den Sparren gelagert sind.
[0006] Die Druckschrift
US 4,998,389A beschreibt ein Dachsystem, welches mit einem Wandanschluss vorgesehen ist. An einem
Wandanschlussprofil sind dazu Wandanschlussbeschläge vorgesehen, welche eine kreiszylinderförmige
Ausnehmung aufweisen. Ein Sparrenhalter weist einen dazu korrespondierenden Sparrenhalterbeschlag
auf, welcher einen in der Ausnehmung aufnehmbaren Kreiszylinder aufweist. Ferner weist
der Sparrenhalterbeschlag einen Verschlussflansch auf. Auf diese Weise ist der Sparrenhalterbeschlag
in einer waagrechten Stellung an dem Wandanschlussbeschlag ein- und aushängbar. Wird
der ein Sparrenhalterbeschlag in eine Winkelanstellung verschwenkt, untergreift der
Verschlussflansch den Wandanschlussbeschlag, sodass der Sparrenhalter darin gesichert
ist. Ein Dachpanel liegt hier auf den Sparren auf. Zur Abdichtung ist an dem Wandanschlussprofil
ein separater Steg vorgesehen, an welchem eine an dem Dachpanel anstehende Dichtung
vorgesehen ist.
[0007] Nachteilig ist man bei der Montage mit einem derartigen System nicht völlig frei
in der Wahl des Anstellwinkels der Sparren, da eine Mindestneigung notwendig ist,
um eine Sicherung durch den Verschlussflansch zu gewährleisten. Ferner muss hier der
Steg bzw. die Dichtung zur Abdichtung des Dachpanels auf den gewünschten Anstellwinkel
ausgelegt bzw. bei der Montage daran angepasst werden.
[0008] Der Anmelder hat hierzu eine in der
DE 20 2016 005 197 U1 beschriebene Lösung aufgefunden, welche einen Sparrenhalter zur Halterung eines Sparrens
an einem Längsträgerprofil und ein an dem Sparrenhalter arretierbares Aufnahmeprofil,
welches zur Aufnahme einer Ausfachung in einem längs des Längsträgerprofils an den
Sparrenhalter anschließenden Bereich ausgebildet ist, vorsieht.
[0009] Bei der Montage von Terrassenüberdachungen wird eine Abdichtung von einzelnen Profilteilen
zueinander oftmals mit Silikon oder vergleichbaren Dichtmassen vorgenommen. Diese
sind jedoch oftmals nicht dauerhaft Witterungsbeständig oder können in Folge von Wärmedehnung
oder Frost aufreißen, sodass es zu unerwünschtem Wassereintritt kommen kann. In der
Folge kann es zu Langzeitschäden kommen, beispielsweise durch Frostsprengung oder
Korrosion.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0010] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte Überdachungsvorrichtung anzugeben.
[0011] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Überdachungsvorrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0012] Demgemäß ist eine Überdachungsvorrichtung, insbesondere zur Terrassenüberdachung,
vorgesehen, mit: einem Sparrenhalter zur Halterung eines Sparrens an einem Längsträgerprofil;
und einem Aufnahmeprofil, welches zur Aufnahme einer Ausfachung in einem an den Sparrenhalter
anschließenden Bereich ausgebildet und an dem Sparrenhalter arretierbar ist; einer
an dem Aufnahmeprofil arretierbaren Befestigungsleiste, welche zur Befestigung einer
auf dem Aufnahmeprofil aufgenommenen Ausfachung ausgebildet ist; und einem Sparren,
welcher an dem Sparrenhalter gelagert ist, wobei der Sparren einen unterhalb der Ausfachung
angeordneten Entwässerungskanal aufweist, wobei an der Befestigungsleiste oberhalb
der Ausfachung eine mit einer ersten Dichtung gebildete erste Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil
vorgesehen ist, die in den Sparrenhalter übergeht, und wobei der Sparrenhalter eine
erste Überleitung von der ersten Dichtebene zu dem Entwässerungskanal aufweist.
[0013] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis besteht darin, dass neben
einer äußeren Abdichtung von Profilteilen einer Überdachungsvorrichtung aufgrund des
Kriechverhaltens von Wasser auch eine Abführung von trotz der vorhandenen Abdichtung,
beispielsweise bei Schlagregen, eindringendem Wasser vorteilhaft ist, um eine silikonfreie
Montage zu ermöglichen. Eine weitere Erkenntnis liegt darin, dass sich an eine Dichtebene
gelangendes Wasser primär entlang der Dichtung bzw. entlang im Dichtungsstoß gebildeter
Kanten fortbewegt.
[0014] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, an einer Befestigungsleiste
zur Befestigung einer auf dem Aufnahmeprofil aufgenommenen Ausfachung eine eindringendes
Wasser abhaltende Dichtebene zwischen der Befestigungsleiste und dem Aufnahmeprofil
vorzusehen und in den an das Aufnahmeprofil angrenzenden Sparrenhalter fortzuführen,
um etwaiges an der Dichtebene eintretendes Wasser mittels einer Überleitung des Sparrenhalters
durch den Sparrenhalter in einen Entwässerungskanal des Sparrens abzuführen.
[0015] Die Dichtebene ist vorzugsweise durchgehend entlang der Befestigungsleiste vorgesehen.
Dementsprechend erstreckt sich die Befestigungsleiste vorzugsweise in Längsrichtung
über das Aufnahmeprofil hinweg bis auf den Sparrenhalter. In dem Sparrenhalter ist
die Dichtung vorzugsweise derart aufgenommen, dass sich entlang der Dichtung fortbewegendes
Wasser über die Überleitung in den Entwässerungskanal abgeführt wird.
[0016] Vorteilhaft ergibt sich dadurch erfindungsgemäß eine deutlich vereinfachte Montage,
da keinerlei Silikonabdichtung im Stoßbereich zwischen Aufnahmeprofil, Befestigungsleiste
und Sparren benötigt wird. Die silikonfreie Montage wird mit einer gezielten Entwässerung
von der Dichtebene über den Sparrenhalter ermöglicht, welche im Bereich des Aufnahmeprofils
unerwünscht eindringendes Wasser effektiv abführt. Eine völlig undurchdringliche Abdichtung,
wie sie mit Silikonabdichtungen in der Regel erreicht werden soll, ist daher erfindungsgemäß
nicht mehr nötig. Stattdessen kann im Ausnahmefall eindringendes Notwasser oder Restwasser
abgeführt werden.
[0017] Erfindungsgemäß ist die Abführung mittels einer Überleitung des Sparrenhalters realisiert.
Die Überleitung stellt den vorbestimmten Übergang des Wassers von der oberhalb der
Ausfachung liegenden Dichtebene in den unterhalb der Ausfachung liegenden Entwässerungskanal
des Sparrens sicher.
[0018] Unter einer Überleitung ist daher im Sinne der vorliegenden Anmeldung insbesondere
kein einfacher Kreuzungsstoß zwischen einem Sparren und einer Befestigungsleiste zu
verstehen. Vielmehr handelt es sich um eine Überleitung von der Dichtebene über den
im Entwässerungspfad zwischengeschalteten Sparrenhalter in den Entwässerungskanal
des Sparrens.
[0019] Somit ist erfindungsgemäß eine Funktionsintegration in dem Sparrenhalter geschaffen,
welchem so zusätzlich zu seiner primären mechanischen Funktion der Halterung eines
Sparrens an einem Längsträgerprofil auch noch eine wichtige Rolle beim Wassermanagement
zukommt.
[0020] Vorteilhaft ist auf diese Weise eine langfristige Dichtheit der Überdachungsvorrichtung
gewährleistet, insbesondere weil es dafür nicht ausschließlich auf die Abgeschlossenheit
äußerer Dichtungen ankommt, sondern im Falle von eindringendem Wasser dieses über
einen vorbestimmten Entwässerungspfad durch den Sparrenhalter in einen Entwässerungskanal
abgeführt wird.
[0021] Der Sparrenhalter ist an einem Längsträgerprofil aufnehmbar, welches zur drehbaren
Lagerung eines Sparrenhalters ausgebildet ist. Das Längsträgerprofil kann unterschiedliche
Ausgestaltungen aufweisen, beispielsweise kann es als Wandanschlussprofil oder als
Pfette ausgebildet sein.
[0022] Das Aufnahmeprofil, welches im Bereich zwischen zwei Sparrenhaltern als Rückwand
dient, kann sich zur Arretierung an dem Sparrenhalter insbesondere zusätzlich an dem
Längsträgerprofil abstützen. Das Aufnahmeprofil ist somit längs des Längsträgerprofils
in einem an den Sparrenhalter anschließenden Bereich angeordnet. Dabei ist erfindungsgemäß
eine flexible Einstellung des Anstellwinkels das Sparrenhalters samt dem Aufnahmeprofil
relativ zum Längsträgerprofil ermöglicht. Die Funktion der Dichtebene bleibt dabei
gewährleistet. Das Aufnahmeprofil kann dazu beispielsweies an dem Längsträgerprofil
abgleiten und somit samt der Befestigungsleiste und der Dichtung bei einer Veränderung
des Anstellwinkels in gleicher Weise wie der Sparrenhalter mit verschwenkt werden.
[0023] Die erfindungsgemäße Überdachungsvorrichtung kann somit in unterschiedlichsten Konfigurationen
verwirklicht werden, ohne dass dazu etwas an dem Dichtungs- und Abführkonzept, insbesondere
an den Dichtungen selbst, angepasst werden muss.
[0024] Als Sparrenhalter ist ein zur Halterung eines Sparrens an einem Längsträgerprofil
geeignet ausgebildeter Körper anzusehen, welcher eine Befestigungsseite zur Befestigung
eines Sparrens, eine Lagerseite zur Lagerung an einem Längsträgerprofil und Mittel
zur Überleitung von einer oberhalb einer Ausfachung liegenden Dichtebene zu einem
unterhalb der Ausfachung liegenden Entwässerungskanal aufweist.
[0025] Unter einem Aufnahmeprofil ist ein zur Aufnahme einer Ausfachung geeignetes Profil
zu verstehen. Insbesondere wird ein solches Aufnahmeprofil im Bereich zwischen zwei
benachbarten Sparrenhaltern angeordnet.
[0026] Die erste Dichtebene ist insbesondere zwischen dem Aufnahmeprofil und der Befestigungsleiste
gebildet. Beispielsweise kann entweder das Aufnahmeprofil oder die Befestigungsleiste
die Dichtung aufnehmen.
[0027] Unter einer Befestigungsleiste ist ein zu Befestigung einer Ausfachung an dem Aufnahmeprofil
ausgebildetes Profil zu verstehen, welches zur Bildung der ersten Dichtebene mit der
ersten Dichtung kontaktiert ist. Ferner ist die erste Dichtung mit dem Aufnahmeprofil
kontaktiert.
[0028] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform weist die Befestigungsleiste oberhalb der Ausfachung
und unterhalb der ersten Dichtebene eine mit einer zweiten Dichtung gebildete zweite
Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil auf, die ebenfalls in den Sparrenhalter übergeht.
Der Sparrenhalter weist eine zweite Überleitung von der zweiten Dichtebene zum dem
Entwässerungskanal auf. Insbesondere reicht die erste Dichtebene in Längsrichtung
weiter in Sparrenhalter als die zweite Dichtebene. Dementsprechend ist die erste Dichtung
vorzugsweise in einem näher an dem Sparren liegenden Bereich des Sparrenhalters aufgenommen
als die zweite Dichtung, welche in entsprechend einem unterhalb der ersten Dichtung
und vorzugsweise weiter außen angeordneten Bereich des Sparrenhalters aufgenommen
ist. Auf diese Weise ist vorteilhaft selbst bei Überwindung der ersten Dichtebene
weiterhin die Dichtheit der Überdachungsvorrichtung gewährleistet. Es wird somit eine
Redundanz geschaffen, welche eine zusätzliche Sicherheit gegen Feuchtigkeitsdurchtritt
und somit insbesondere eine silikonfreie Montage erlaubt. Vorzugsweise handelt es
sich bei der zweiten Überleitung um eine von der ersten Überleitung zumindest abschnittsweise
separate Überleitung. Ferner handelt es sich bei der zweiten Dichtung vorzugsweise
um eine von der ersten Dichtung räumlich getrennte Dichtung. Die zweite Dichtebene
ist vorzugsweise ebenfalls zwischen der Befestigungsleiste und dem Aufnahmeprofil
vorgesehen.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform weist die Befestigungsleiste zur Arretierung an dem Aufnahmeprofil
einen ersten Stützsteg auf, welcher zusammen mit der ersten Dichtung die erste Dichtebene
bildet. Die Befestigungsleiste weist ferner einen zweiten Stützsteg auf, der zusammen
mit der zweiten Dichtung die zweite Dichtebene bildet. Mit den beiden Stützstegen
kann die Befestigungsleiste vorteilhaft eine an dem Aufnahmeprofil abgestützte Vorspannung
auf die Ausfachung aufbringen. Dies ist insbesondere trotz einer werkzeugfreien Montage
ermöglicht, da mit zwei Stützstegen eine Hebelwirkung zum Aufbringen der Vorspannung
genutzt werden kann.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform sind an dem Aufnahmeprofil ein erster Arretierungsabschnitt
und ein zweiter Arretierungsabschnitt vorgesehen, an welchen der erste und der zweite
Stützsteg mit dem Aufnahmeprofil zur Arretierung verrastbar sind. Auf diese Weise
ist eine werkzeugfreie Montage der Befestigungsleiste unter Aufbringung einer Vorspannkraft
auf die Ausfachung ermöglicht.
[0032] Gemäß einer Weiterbildung sind die erste Dichtung in dem ersten Arretierungsabschnitt
und die zweite Dichtung in dem zweiten Arretierungsabschnitt angeordnet. Bei dem Arretieren
der Befestigungsleiste gelangen somit der erste Stützabschnitt mit der ersten Dichtung
und der zweite Stützabschnitt mit der zweiten Dichtung in Kontakt. Die jeweilige Dichtebene
wird somit vorteilhaft auf einfache Weise direkt bei der Arretierung der Befestigungsleiste
an dem Aufnahmeprofil gebildet.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung sind die Arretierungsabschnitte und die Dichtungen
durchgehend an dem Aufnahmeprofil vorgesehen. Der an dem ersten Arretierungsabschnitt
gegen die erste Dichtung eingerastete erste Stützsteg bildet somit durchgehend die
erste Dichtungsebene, welche eine äußere bzw. primäre Dichtungsebene darstellt. Der
an dem zweiten Arretierungsabschnitt gegen die zweite Dichtung eingerastete zweite
Stützsteg bildet die zweite Dichtungsebene, welche ebenfalls oberhalb der Ausfachung
liegt. Etwaiges die erste Dichtebene überwindendes und in die Befestigungsleiste eindringendes
Wasser kann somit an der zweiten Dichtebene abgefangen und über den Sparrenhalter
abgeführt werden.
[0034] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bilden der erste und der zweite Stützsteg
gemeinsam eine Rinne, entlang welcher die erste Dichtebene durchdringendes Wasser
zusätzlich in den Entwässerungskanal abgeführt werden kann. Insbesondere bei hohen
Anstellwinkeln, beispielsweise im Bereich >20°, insbesondere >30°, kann an die zweite
Dichteebene gelangendes Wasser auch anstatt entlang der zweiten Dichtung in die Befestigungsleiste
hinein fließen. Mittels der Rinne wird derart eindringendes Wasser von hinsichtlich
eines Übertritts hinter das Aufnahmeprofil anfälligen Stellen, insbesondere im Stoßbereich
zwischen Sparrenhalter und Aufnahmeprofil, vorteilhaft ferngehalten.
[0035] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung ist der zweite Stützsteg unterhalb des ersten
Stützsteges angeordnet und relativ zum Aufnahmeprofil schräg abfallend angestellt.
Eindringendes Wasser wird somit entlang der schrägen Fläche des zweiten Stütz Steges
von dem Aufnahmeprofil weg in die Rinne geführt.
[0036] Gemäß einer Ausführungsform ist in einem Stoßbereich zwischen dem Sparrenhalter und
dem Aufnahmeprofil ein den Stoßbereich überbrückendes Dichtkissen in die Befestigungsleiste
eingesetzt, welches eine die Rinne lokal begrenzende Ausnehmung aufweist. Das Dichtkissen
bildet einerseits im Stoßbereich eine Abdichtung des Spalts zwischen Sparrenhalter
und Aufnahmeprofil und hält andererseits etwaiges sich in der Rinne befindliches Wasser
in einem von dem Aufnahmeprofil entfernten Bereich der Befestigungsleiste. Auf diese
Weise wird die Rinne im Bereich eines Übergangs zwischen der Befestigungsleiste und
dem Sparrenhalter auf einen engen Querschnitt verjüngt. Vorteilhaft ist somit eine
gezielte Ableitung des Wassers in den Entwässerungskanal des Sparrens gewährleistet.
Des Weiteren ist auf diese Weise vorteilhaft ein Spalt zwischen dem Befestigungsleiste
und dem Sparrenhalter überbrückt. Auf diese Weise wird effektiv ein Einsickern von
Wasser im Spaltbereich zwischen den beiden Dichtebenen verhindert, auch wenn sich
der Spalt aufgrund von Wärmedehnungseffekten oder anderweitigem Verzug öffnen sollte.
[0037] Die Befestigungsleiste erstreckt sich ferner vorzugsweise in Längsrichtung über das
Aufnahmeprofil hinaus bis zu dem Sparren. Die Dichtungsebenen brauchen somit zur Abführung
von in die Rinne eingedrungenem Wasser nicht durchdrungen zu werden. Stattdessen kann
eingedrungenes Wasser innerhalb der Befestigungsleiste über die Rinne direkt dem Entwässerungskanal
des Sparrens zugeführt werden.
[0038] Gemäß einer Ausführungsform ist die erste und/oder zweite Überleitung integral in
dem Material des Sparrenhalters geformt ausgebildet. Beispielsweise können dazu geeignete
Führungselemente in das Material des Sparrenhalters eingefräst sein. Vorteilhaft sind
somit keinerlei zusätzliche Bauteile nötig.
[0039] Gemäß einer Ausführungsform ist der Sparren mit einem Sparrenprofil gebildet, in
welchem der Entwässerungskanal integral ausgebildet ist. Die Form des Sparrenprofils
korrespondiert zur Form einer Befestigungsseite, an welcher das Sparrenprofil an dem
Sparrenhalter befestigt wird. Somit ist eine direkte Überleitung des Wassers aus der
Rinne in den Entwässerungskanal ermöglicht. Vorzugsweise weist der Sparrenhalter dazu
eine geeignete Führung auf, welche das Wasser gezielt von der Rinne zu dem Entwässerungskanal
führt.
[0040] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist zusätzlich zu dem Entwässerungskanal
ein parallel dazu verlaufender Notwasserkanal des Sparrens vorgesehen. Der Notwasserkanal
kann beispielsweise unterhalb einer zur Aufnahme der Ausfachung vorgesehenen Auflagedichtung
angeordnet sein. Der Sparrenhalter weist einen Überlauf von dem Entwässerungskanal
zu dem Notwasserkanal auf. Auf diese Weise wird innerhalb der Überleitung des Sparrens
das Wasser primär in dem Entwässerungskanal zugeführt und, sofern dieser hinsichtlich
seiner Aufnahmekapazität voll ausgelastet ist, zusätzlich über den Notwasserkanal
abgeführt. Auf diese Weise ist einerseits der Profilquerschnitt des Sparrens optimal
ausgenutzt. Ferner kommt so einem oftmals unterhalb einer Auflagedichtung für eine
Ausfachung, insbesondere Glasauflagedichtung, zu deren Aufnahme ohnehin vorgesehenen
Nut eine zusätzliche Funktion als Notwasserkanal zu. Auch hierbei handelt es sich
somit um eine Funktionsintegration.
[0041] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Sparrenhalter an einem Längsträgerprofil
gelagert und weist eine erste Fläche und eine zweite Fläche zur Arretierung des Aufnahmeprofils
auf, wobei die erste Fläche in einem Bereich oberhalb der ersten Dichtebene und die
zweite Fläche in einem Bereich unterhalb der Ausfachung angeordnet ist. Vorteilhaft
ist auf diese Weise das Aufnahmeprofil lediglich durch Einschieben an dem Sparrenhalter,
insbesondere zwischen zwei benachbarten Sparrenhaltern, arretierbar. Das Aufnahmeprofil
ist beispielsweise in einem längs des Längsträgerprofils an den Sparrenhalter anschließenden
Bereich in einen zwischen dem Lagerprofilabschnitt und der ersten und zweiten Fläche
vorgesehenen Zwischenraum einbringbar und durch Abstützung an dem Längsträgerprofil,
der ersten Fläche und der zweiten Fläche zwischen dem Längsträgerprofil und dem Sparrenhalter
arretierbar. Das Einschieben und Arretieren ist insbesondere lediglich in einem seitlichen
Bereich des Aufnahmeprofils vorgesehen, da insbesondere dort die erste und zweite
Fläche des Sparrenhalters vorgesehen sind. An zwei benachbarten Sparrenhaltern ist
das Aufnahmeprofil vorzugsweise gleichermaßen eingeschoben und arretiert vorgesehen.
An dem Längsträgerprofil stützt sich das Aufnahmeprofil insbesondere über seine gesamte
Länge ab.
[0042] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die erste Fläche zumindest im Stoßbereich
zwischen dem Sparrenhalter und dem Aufnahmeprofil mit einer Dichtung versehen. Auf
diese Weise ist eine mechanische Arretierung des Aufnahmeprofils an dem Sparrenhalter
geschaffen, welche in dem Stoßbereich abgedichtet ist. Auf diese Weise wird zusätzlich
ein Einsickern von Wasser im Spaltbereich vermieden.
[0043] Vorzugsweise weist das Aufnahmeprofil eine in etwa gleiche Höhe wie der Sparrenhalter
auf, sodass es an seiner oberen und unteren Seite durch die erste und zweite Fläche
gestützt ist. Die erste und die zweite Fläche sind im montierten Zustand vorzugsweise
zu dem Längsträgerprofil orientiert vorgesehen bzw. angeordnet. An dem Längsträgerprofil
stützt sich das Aufnahmeprofil vorzugsweise in einem mittleren Bereich ab. Auf diese
Weise wird das Aufnahmeprofil vorteilhaft sowohl im oberen Bereich als auch im unteren
Bereich abgestützt.
[0044] Das Längsträgerprofil weist vorzugsweise zumindest abschnittsweise eine gerundete
Oberfläche auf, an welcher die dem Längsträgerprofil zugewandte Seite des Aufnahmeprofils
abgleiten kann und so gemeinsam mit dem Sparrenhalter in unterschiedlichen Anstellwinkeln
zu dem Längsträgerprofil ausgerichtet werden kann. Auf diese Weise wird vorteilhaft
eine Ausfachung, beispielsweise eine Glasausfachung, stets in der durch den Anstellwinkel
des Sparrenhalters vorgegebenen Überdachungsneigung an dem Längsträgerprofil gelagert,
ohne dass dazu zusätzliche Einstellungen oder Ausrichtarbeiten notwendig sind.
[0045] Gemäß einer Ausführungsform weist das Längsträgerprofil an einer oberen Seite einen
sich oberhalb des Sparrenhalters erstreckenden Abdeckvorsprung auf. Der Abdeckvorsprung
deckt den Bereich des Sparrenhalters zumindest überwiegend von oben ab. Unter einer
oberen Seite des Längsträgerprofils ist eine im montierten Zustand himmelwärts orientierte
Seite zu verstehen. Der Abdeckvorsprung bietet den großen Vorteil, dass die gesamte
Mechanik des Sparrenhalters auf diese Weise vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen
geschützt werden kann. Zusätzlich wird eine Dichtung vorgesehen, die zwischen Sparrenhalter
bzw. Aufnahmeprofil dem Abdeckvorsprung angeordnet ist. Auf diese Weise ist auch ein
Schutz vor eindringenden Insekten und dergleichen gewährleistet.
[0046] Gemäß einer Ausführungsform ist das Aufnahmeprofil von unten nach oben zwischen den
Lagerprofilabschnitt und die erste Fläche einschiebbar. Insbesondere ist es schräg
von unten nach oben einschiebbar. Durch das Einschieben gelangt das Aufnahmeprofil
zumindest teilweise in den Zwischenraum, der sich insbesondere unter einem Abdeckvorsprung
des Längsträgerprofils befindet. Anschließend ist das Aufnahmeprofil von oben nach
unten zwischen den Lagerprofilabschnitt und die zweite Fläche derart verschiebbar,
dass das Aufnahmeprofil an einer Seite von dem Lagerprofilabschnitt und an der anderen
Seite von der ersten und zweiten Fläche abgestützt wird. Auf diese Weise wird das
Aufnahmeprofil vollständig in den Zwischenraum aufgenommen und arretiert. Vorteilhaft
ist somit eine einfache, insbesondere werkzeugfreie, und schnelle Montage des Aufnahmeprofils
ermöglicht. Besonders vorteilhaft ist dies trotz eines fest mit dem Längsträgerprofil
verbundenen Abdeckvorsprungs am oberen Ende des Längsträgerprofils ermöglicht.
[0047] Gemäß einer Ausführungsform verlaufen die erste und die zweite Fläche parallel zueinander.
Das Aufnahmeprofil ist dementsprechend nach dem Einschieben schräg von unten nach
oben und vor dem Verschieben von oben nach unten in eine zu der ersten und zweiten
Fläche parallele Ausrichtung verschwenkbar. Durch das Verschieben nach dem Verschwenken
stützt sich das Aufnahmeprofil dann an der zweiten Fläche ab, sodass die Arretierung
erreicht wird. Das Verschieben erfolgt insbesondere lediglich in einer Richtung, die
der Ausrichtung der ersten und zweiten Fläche entspricht.
[0048] Gemäß einer Ausführungsform ist die erste Fläche als eine Ebene und die zweite Fläche
als Schenkel eines Aufnahmewinkels ausgebildet. Ein weiterer Schenkel des Aufnahmewinkels
ist dabei zur unteren Abstützung des Aufnahmeprofils ausgebildet. Vorteilhaft ist
das Aufnahmeprofil somit in dem Aufnahmewinkel nach dem Arretieren auch nach unten
abgestützt. Dies ist insbesondere zur Lastabstützung für die in dem Aufnahmeprofil
gelagerte Ausfachung, vor allem auch zur Abstützung von Schneelasten und dergleichen,
vorteilhaft. Auf diese Weise kann eine hohe Traglast der Überdachungsvorrichtung gewährleistet
werden.
[0049] Gemäß einer Ausführungsform weist das Längsträgerprofil einen Lagerprofilabschnitt
auf, an welchem ein Umgreifabschnitt des Sparrenhalters formschlüssig lagerbar ist.
Ferner stützt sich das Aufnahmeprofil in einem arretierten Zustand seitlich an dem
Lagerprofilabschnitt ab. Die erste und zweite Fläche sind in Längsrichtung jeweils
neben dem Umgreifabschnitt angeordnet. Auf diese Weise sind der Umgreifabschnitt und
das Aufnahmeprofil im montierten Zustand längs des Längsträgerprofils nebeneinander
angeordnet.
[0050] Als Umgreifabschnitt ist ein Abschnitt des Sparrenhalters zu verstehen, welcher zum
Umgreifen des Lagerprofilabschnitts geeignet ist. Der Lagerprofilabschnitt wird bei
einem Umgreifen zumindest teilweise, insbesondere zumindest an zwei gegenüberliegenden
Seiten, derart gegriffen, dass eine formschlüssige gelenkige Kopplung des Sparrenhalters
mit dem Längsträgerprofil besteht.
[0051] Gemäß einer Ausführungsform weist das Aufnahmeprofil eine zur Abstützung an dem Lagerprofilabschnitt
ausgebildete Stütznase auf. Insbesondere ist die Stütznase zumindest abschnittsweise
zu dem Lagerprofilabschnitt korrespondierend ausgebildet. Vorzugsweise sind sowohl
der Lagerprofilabschnitt an einem Abschnitt, an welchem sich die Stütznase abstützt,
als auch die Stütznase zumindest abschnittsweise gerundet ausgebildet, sodass sie,
insbesondere rotatorisch, aneinander abgleiten können. Auf diese Weise ist eine einfache
Einstellbarkeit unterschiedlicher Anstellwinkel des Aufnahmeprofils gemeinsam mit
dem Sparrenhalter ermöglicht.
[0052] Gemäß einer Ausführungsform schließt die Stütznase den zwischen dem Lagerprofilabschnitt
und der ersten Fläche vorgesehenen Zwischenraum dicht ab. Insbesondere schließt sie
den Zwischenraum insektendicht ab. Auf diese Weise wird das Eindringen von Insekten
wirkungsvoll verhindert. Beispielsweise wird auf diese Weise die Einnistung von nestbauenden
Fluginsekten, wie Wespen, Hornissen oder dergleichen, verhindert.
[0053] Gemäß einer Ausführungsform weist das Aufnahmeprofil eine zur Abstützung an der ersten
Fläche vorgesehene Stützfläche und eine zur Arretierung des Aufnahmeprofils durch
Abstützung an der zweiten Fläche vorgesehene Arretierfläche auf. Die Stützfläche ist
vorzugsweise zu der ersten Fläche korrespondierend ausgebildet und entlang der ersten
Fläche verschiebbar ausgebildet. Die Arretierfläche ist insbesondere derart vorgesehen,
dass sie durch Verschieben des Aufnahmeprofils entlang der ersten Fläche mit der zweiten
Fläche in Eingriff bringbar ist.
[0054] Gemäß einer Ausführungsform ist das Aufnahmeprofil als Glasaufnahmeprofil zur Aufnahme
einer Glasausfachung ausgebildet. Es weist dabei einen Glasdichtungsabschnitt auf,
der in einem arretierten Zustand nach oben vor die zweite Fläche vorsteht. Auf diese
Weise liegt eine Glasausfachung längs des Längsträgerprofils lediglich auf dem Glasdichtungsabschnitt
des Aufnahmeprofils auf, sodass vorteilhaft eine beschädigungsfreie und abgedichtete
Lagerung ermöglicht ist.
[0055] Gemäß einer Ausführungsform weisen der Sparrenhalter und das Aufnahmeprofil an ihrem
oberen Ende eine Dichtungsaufnahme auf, welche in dem arretierten Zustand zur Aufnahme
eines unteren Endes einer durchgehenden Dichtung fluchten. Insbesondere ist so die
Aufnahme einer mit ihrem oberen Ende an dem Abdeckvorsprung gelagerten Schmutz- und
Insektenschutzdichtung in der Dichtungsaufnahme ermöglicht. Vorteilhaft ist somit
auf einfache Weise ein wirksamer Schutz vor eindringenden Insekten, insbesondere nestbauenden
Fluginsekten wie Wespen oder Hornissen, ermöglicht. Ferner dient die Schmutz- und
Insektenschutzdichtung auch dem Schutz vor sich im Hohlraum bzw. Zwischenraum ansammelndem
Schmutz, beispielsweise Laub, Spinnweben oder dergleichen. Zusätzlich kann sie auch
zur Verdrängung von Feuchtigkeit dienen.
[0056] Zur Montage wird ein Einbringen in den Zwischenraum und Arretieren des Aufnahmeprofils
vorzugsweise durch Einschieben von unten nach oben zwischen den Lagerprofilabschnitt
und die erste Fläche und anschließendes Verschieben des Aufnahmeprofils von oben nach
unten zwischen den Lagerprofilabschnitt und die zweite Fläche vorgenommen. Vorzugsweise
wird dies derart vorgenommen, dass das Aufnahmeprofil an einer Seite von dem Lagerprofilabschnitt
und an der anderen Seite von der ersten und zweiten Fläche abgestützt wird. Eingebracht
wird das Aufnahmeprofil vorzugsweise durch schräges Einschieben von unten nach oben.
Auf diese Weise ist das Aufnahmeprofil auf einfache Weise zwischen dem Lagerprofilabschnitt
und dem Sparrenhalter einbringbar und arretierbar, ohne dass dazu Werkzeuge benötigt
werden. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung verlaufen die erste und die zweite Fläche
parallel zueinander. Nach dem Einschieben schräg von unten nach oben und vor dem Verschieben
von oben nach unten wird das Aufnahmeprofil daher in eine zu der ersten und zweiten
Fläche parallele Ausrichtung verschwenkt. Vorteilhaft kann es auf diese Weise entlang
der ersten und zweiten Fläche in die arretierte Position verschoben werden.
[0057] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0058] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- eine perspektivische Schnittdarstellung einer Überdachungsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht einer Überdachungsvorrichtung;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht der Überdachungsvorrichtung nach Fig. 2 entlang der Schnittlinie
A-A;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht eines in einen Sparrenhalter eingesetzten Aufnahmeprofils;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Entwässerungspfade durch den Sparrenhalter;
- Fig. 6
- eine Detaildarstellung der Überleitungen des Sparrenhalters;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht eines Aufnahmeprofils mit daran arretierter Befestigungsleiste;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung eines Dichtkissen;
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung des Aufnahmeprofils nach Fig. 7 in einem an dem Sparrenhalter
arretierten Zustand;
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung der Überdachungsvorrichtung mit einem dritten Entwässerungspfad;
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung eines Längsträgerprofils und eines daran zu lagernden
Sparrens;
- Fig. 12
- eine perspektivische Darstellung der Lagerseite des Sparrenhalters und des Aufnahmeprofils,;
- Fig. 13
- eine Seitenansicht einer Überdachungsvorrichtung mit Anschlussdichtung zum Längsträgerprofil;
- Fig. 14
- eine perspektivische Darstellung einer Terrassen-überdachung mit Wandanschluss; und
- Fig. 15
- eine perspektivische Darstellung einer Terrassen-überdachung mit Firstpfette.
[0059] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0060] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist - jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0061] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung einer Überdachungsvorrichtung.
[0062] Die Überdachungsvorrichtung 1 ist hier mit einer Glasausfachung ausgebildet. Dargestellt
ist ein Stoßbereich zwischen einem die Ausfachung 7 in Längsrichtung aufnehmenden
Aufnahmeprofil 4 und einem die Ausfachung 7 in Querrichtung aufnehmenden Sparren 5.
[0063] In dem dargestellten Stoßbereich ist ein Sparrenhalter 3 vorgesehen, welcher in der
gezeigten Darstellung aber weitgehend überdeckt ist.
[0064] An dem Sparrenhalter 3 ist der Sparren 5 befestigt. Der Sparrenhalter 5 dient zur
Halterung des Sparrens 5 an einem hier nicht dargestellten Längsträgerprofil 2, beispielsweise
im Falle einer Terrassenüberdachung einem Wandanschlussprofil. Weiterhin ist an dem
Sparrenhalter 3 das Aufnahmeprofil 4 aufgenommen. Durch zusätzliche Abstützung an
einem Längsträgerprofil ist das Aufnahmeprofil 4 an dem Sparrenhalter 3 arretierbar.
[0065] In der dargestellten Ausführungsform ist das Aufnahmeprofil 4 seitlich an dem Sparrenhalter
eingehängt. Selbstverständlich sind andere Arretierungsarten, beispielsweise eine
Verschraubung, ein Verrasten oder dergleichen, ebenso möglich.
[0066] Das Aufnahmeprofil 4 erstreckt sich über einen in Längsrichtung an den Sparrenhalter
3 anschließenden Bereich. Es existiert ein Stoßbereich 49 bzw. ein Spalt am Übergang
zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4. Erfindungsgemäß wird insbesondere
dieser für Wassereintritt an sich anfällige Spalt bei der Montage ebenfalls silikonfrei
vorgesehen.
[0067] Zur Befestigung einer auf dem Aufnahmeprofil 4 aufnehmbaren Ausfachung 7 ist eine
an dem Aufnahmeprofil 4 arretierbare Befestigungsleiste 6 vorgesehen. Von der Befestigungsleiste
6 zu dem Aufnahmeprofil 4 ist eine mit einer Dichtung 16 gebildete Dichtebene vorgesehen,
welche hier mit einer gestrichelten dicken Linie symbolisiert und ebenfalls silikonfrei
ausgebildet ist. Die Dichtebene ist über den zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem
Aufnahmeprofil 4 vorgesehenen Stoßbereich 49 bzw. Spalt bis in den Sparrenhalter 3
fortgeführt. Die Befestigungsleiste 6 und die Dichtung 16 erstrecken sich somit entlang
der Befestigungsleiste über das Aufnahmeprofil 4 hinweg bis in den Sparrenhalter 3.
[0068] Der an dem Sparrenhalter 3 befestigte Sparren 5 weist unterhalb der Ausfachung 7
einen Entwässerungskanal 8 auf. Der Entwässerungskanal verläuft entlang des gesamten
Sparrens 5 und mündet beispielsweise in eine an dem hier nicht dargestellten anderen
Ende des Sparrens 5 angebrachten Dachrinne.
[0069] Obwohl die Dichtung 16 in einem nicht exponierten Bereich angeordnet ist, dringt
insbesondere bei starkem Niederschlag Wasser bis an die Dichtung 16. Dieses bewegt
sich entlang der Dichtung bis in den Sparrenhalter 3. Zur Ableitung des Wassers ist
in dem Sparrenhalter 3 eine hier von einem Dehnungsdichtstück abgedeckte Überleitung
9 von der ersten Dichtebene zu dem Entwässerungskanal 8 vorgesehen. Da die Überleitung
9 in der dargestellten Ansicht verdeckt ist, ist diese mit einem gestrichelten Pfeil
symbolisiert.
[0070] Die mit dem Sparrenhalter 3 gebildete Überleitung 9 transferiert somit eindringendes
Wasser von der oberhalb der Ausfachung 7 angeordneten ersten Dichtebene in den unterhalb
der Ausfachung 7 angeordneten Entwässerungskanal 8
[0071] Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht einer Überdachungsvorrichtung 1.
[0072] Der hier in einer Draufsicht dargestellte Sparren 5 ist mit einem Sparrenprofil gebildet.
Beispielhaft handelt es sich in der dargestellten Ausführungsform um ein Aluminiumstrangpressprofil.
Je nach Stützlast kann dieses bei Bedarf mit einem Stahlkern versehen sein.
[0073] Das Sparrenprofil ist im Querschnitt im Wesentlichen T-förmig ausgebildet und weist
am unteren Ende beidseitig jeweils einen zur Aufnahme der Ausfachung 7 ausgebildeten
T-Arm 51 und einen mittigen T-Fuß auf. In dem T-Arm 51 ist dementsprechend eine gleichzeitig
als Notentwässerungskanal 18 dienende Nut zur Aufnahme einer Glasauflagedichtung 44
vorgesehen. Daran angrenzend und zu dem T-Fuß 52 nach innen gewandt ist der Entwässerungskanal
8 in dem Sparrenprofil integral ausgebildet.
[0074] Darüber hinaus ist an dem Sparren 5 auch eine Sparren-Befestigungsleiste 50 zu Befestigung
der Ausfachung 7 an dem Sparren vorgesehen. Da diese mit der Sparrenneigung parallel
zum Entwässerungskanal verläuft und das Sparrenprofil geschlossen ist, wird hier keine
besondere Abdichtung zum Sparrenprofil benötigt.
[0075] Zum Kontaktieren der Ausfachung 7 wird aber an der Unterseite der Befestigungsleiste
50 eine hier nicht dargestellte Glasdichtung vorgesehen.
[0076] Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht der Überdachungsvorrichtung nach Fig. 2 entlang
der Schnittlinie A-A.
[0077] In dieser Darstellung ist Schnitt durch das Aufnahmeprofil 4 und die Befestigungsleiste
6 gezeigt. Erkennbar ist hier zusätzlich zu der ersten Dichtung 16 eine zweite Dichtung
17 zwischen dem Aufnahmeprofil 4 der Befestigungsleiste 6 vorgesehen ist. Dementsprechend
weist die Befestigungsleiste 6 oberhalb der Ausfachung 7 und unterhalb der ersten
Dichtebene eine mit der zweiten Dichtung 17 gebildete zweite Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil
4 auf.
[0078] In dieser Darstellung ist darüber hinaus auch die Arretierung des Aufnahmeprofils
4 am seitlichen Rand des Sparrenhalters 3, durch welchen sich die Schnittebene A-A
ebenfalls erstreckt, erkennbar. Das Aufnahmeprofil 4 ist seitlich an dem Sparrenhalter
3 eingehängt, welcher an der Oberseite eine erste Fläche 38 und an der Unterseite
einen hakenartigen Abschnitt mit einer zweiten Fläche 39 zur Abstützung des Aufnahmeprofils
4 aufweist. Im endmontierten Zustand kann sich das Aufnahmeprofil 4 rückseitig an
einem hier nicht dargestellten Längsträgerprofil abstützen, an welchem auch der Sparrenhalter
3 gelagert wird.
[0079] Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht eines in einen Sparrenhalter 3 eingesetzten Aufnahmeprofils
4.
[0080] Mit gestrichelten dicken Linien sind schematisiert die mit der ersten und zweiten
Dichtung 16, 17 gebildeten ersten und zweiten Dichtebenen dargestellt. Die mit der
ersten Dichtung 16 gebildete erste Dichtebene erstreckt sich weiter ins Zentrum des
Sparrenhalters 3 als die mit der zweiten Dichtung 17 gebildete zweite Dichtebene.
Vorteilhaft treffen auf diese Weise von der ersten und zweiten Dichtebene abgeleitete
Wassermengen erst in dem Entwässerungskanal 8 aufeinander. Die Überleitung von den
jeweiligen Dichteebenen beeinflusst sich somit nicht gegenseitig, sondern ist unabhängig
voneinander vorgesehen.
[0081] Weiterhin ist in einem Stoßbereich 49 zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil
4 zwischen der ersten Dichtebene der zweiten Dichteebene ein Dichtkissen 21 angeordnet.
Dieses verhindert insbesondere ein rückwärtiges Eindringen von Feuchtigkeit zwischen
den beiden Dichtebenen durch den im Stoßbereich 49 vorhandenen Spalt, welche sich
beispielsweise durch Wärmedehnungseffekte weiten kann.
[0082] In einem unteren Bereich des Sparrenhalters gehen die Überleitungen 9, 10 in den
Entwässerungskanal 8 über, welcher bereits im Sparrenhalter 3 beginnt.
[0083] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der Entwässerungspfade durch den Sparrenhalter
3.
[0084] Der Sparrenhalter 3 ist hier zusammen mit den beispielhaft als Dichtschnur ausgebildeten
ersten und zweiten Dichtungen 16, 17 perspektivisch dargestellt.
[0085] Die erste Dichtung 16 ist in einer ersten Dichtungsaufnahme 53 des Sparrenhalters
3 aufgenommen und bis zu einer Sparrenaufnahme 30 geführt. Die Dichtungsaufnahme 53
endet auf gleicher Höhe mit dem Entwässerungskanal 8. Die erste Überleitung 9 erstreckt
sich von der Dichtungsaufnahme 53 senkrecht nach unten zu dem Entwässerungskanal 8.
Der erste Entwässerungspfad verläuft somit von der ersten Dichtung 16 entlang der
ersten Überleitung 9 gerade nach unten in den Entwässerungskanal.
[0086] Die zweite Dichtung 17 erstreckt sich bis zu einem zwischen der ersten Überleitung
9 und einer zweiten Überleitung 10 angeordneten Führungselement 19. Von dem Führungselement
19 bis zum Rand des Sparrenhalters 3 ist eine zweite Dichtungsaufnahme 54 in dem Sparrenhalter
3 vorgesehen. Eine zweite Überleitung 10 erstreckt sich schräg nach unten von der
zweiten Dichtungsaufnahme 54 zu dem Entwässerungskanal 8. Der zweite Entwässerungspfad
verläuft somit von der zweiten Dichtung 16 entlang der zweiten Überleitung 10 schräg
nach unten in den Entwässerungskanal 8.
[0087] Darüber hinaus ist einem Sparrenhalter eine Ausnehmung 33 zur Aufnahme eines hier
nicht dargestellten elektrischen Anschlusssteckers für etwaige in dem Sparren geführte
elektrische Leitungen bereitgestellt. Dieser ist von der gesamten Wasserführung, insbesondere
von dem Entwässerungskanal 8, separiert.
[0088] Fig. 6 zeigt eine Detaildarstellung der Überleitungen 9, 10 des Sparrenhalters.
[0089] Es handelt sich um integral in dem Material des Sparrenhalters 3 geformte Überleitungen
9, 10.
[0090] Der Sparrenhalter ist beispielhaft als Spritzgussteil oder Druckgussteil ausgebildet,
sodass die Dichtungsaufnahmen 53, 54, die Überleitungen 9, 10 sowie ein Anfang des
Entwässerungskanals 8 und des Notwasserkanals 18 darin mit einer geeigneten Ausfräsung
realisiert sind.
[0091] Der Notwasserkanal 18 ist zusätzlich zu dem Entwässerungskanal 8 parallel dazu verlaufend
in dem Sparrenprofil des Sparrens 5 vorgesehen. Zur Speisung des Notwasserkanals,
welcher in dem Sparrenprofil getrennt von dem Entwässerungskanal 8 verläuft, ist in
dem Sparrenhalter 3, das heißt am Anfang des Entwässerungskanal 8, ein Überlauf 20
von dem Entwässerungskanal 8 zu dem Notwasserkanal 18 vorgesehen. Ist der Entwässerungskanal
8 daher insoweit ausgelastet, dass ein Wasserspiegel bis über den Überlauf 20 steigt,
tritt das Wasser, wie mit dem gebogenen Fall schematisiert dargestellt, in den Notwasserkanal
18 über. Auf diese Weise kann der Notwasserkanal 18 bei sehr hohem Wasseraufkommen
zusätzlich zu Entwässerung genutzt werden.
[0092] Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht eines Aufnahmeprofils 4 mit daran arretierter Befestigungsleiste
6.
[0093] Aus dieser Ansicht ist die Kontur der Befestigungsleiste 6 im Detail erkennbar. Diese
weist zur Arretierung an dem Aufnahmeprofil 4 einen ersten Stützsteg 11 auf, welcher
zusammen mit der ersten Dichtung 16 die erste Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil 4 bildet.
Die Befestigungsleiste weist ferner einen zweiten Stützsteg 12 auf, der zusammen mit
der zweiten Dichtung 17 die zweite Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil 4 bildet.
[0094] Ferner weist die Befestigungsleiste 6 einen Befestigungssteg 13 auf, an welchem eine
hier nicht dargestellte Glasdichtung anbringbar ist, welche im montierten Zustand
die Ausfachung 7 kontaktiert.
[0095] An dem Aufnahmeprofil 4 sind ein erster Arretierungsabschnitt 14 und ein zweiter
Arretierungsabschnitt 15 vorgesehen. Diese sind jeweils als Rastabschnitte ausgebildet,
an welchen der erste und der zweite Stützsteg 11, 12 mit dem Aufnahmeprofil 4 zur
Arretierung verrastbar sind. Die Stützstege 11, 12 weisen entsprechend zu den Arretierungsabschnitten
14, 15 korrespondierende Rastabschnitte auf, welche hier mit in dem Profil der Befestigungsleiste
integrierten Stegen und Hinterschnitten gebildet sind.
[0096] An dem Aufnahmeprofil 4 sind die erste Dichtung 16 in dem ersten Arretierungsabschnitt
14 und die zweite Dichtung 17 in dem zweiten Arretierungsabschnitt 15 angeordnet.
Das Aufnahmeprofil 4 weist dazu jeweils im Bereich eines Arretierungsabschnitts 14,
15 eine Dichtungsaufnahmenut auf, welche derart dimensioniert ist, dass die Stützstege
11, 12 im arretierten Zustand mit der jeweiligen Dichtung 16, 17 in Kontakt stehen,
um so die erste und zweite Dichtebene zu bilden.
[0097] Im montierten Zustand liegen die Dichtungsaufnahmenuten des Aufnahmeprofils 4 ferner
auf gleicher Höhe mit den in dem Sparrenhalter 3 vorgesehenen Dichtungsaufnahmen 53,
54, sodass die Dichtungen 16, 17 gerade über den Spalt im Stoßbereich 49 hinweg in
den Sparrenhalter 3 geführt werden.
[0098] Die Arretierungsabschnitte 14, 15 und die Dichtungen 16, 17 sind in der hier im Querschnitt
dargestellten Weise durchgehend an dem Aufnahmeprofil 4 vorgesehen. Die Befestigungsleiste
6 und die Dichtungen 16, 17 erstrecken sich jedoch über das Aufnahmeprofil 4 hinweg
bis in den Sparrenhalter 3.
[0099] Wie in der dargestellten Ansicht erkennbar bilden der erste und der zweite Stützsteg
11, 12 ferner gemeinsam eine von dem Aufnahmeprofil 4 entfernte Rinne 23. Bei der
dargestellten Ausführungsform ist dazu der zweite Stützsteg 12 nach abfallend bzw.
schräg ausgebildet, sodass sich im Stoß zwischen dem ersten und zweiten Stützsteg
11, 12 eine keilförmige Rinne 23 bildet.
[0100] Entlang der Rinne 23 kann etwaiges die erste Dichtebene durchdringendes Wasser, welches
sich beispielsweise bei sehr starkem Wasseraufkommen oder im Falle eines starken Anstellwinkels
der Sparren, beispielsweise von 30°, zudem auch von der zweiten Dichtung 17 ablösen
bzw. in Richtung Rinne wegbewegen kann, zusätzlich in den Entwässerungskanal 8 abgeführt
werden. Auf diese Weise wird eindringendes Wasser stets von der hinsichtlich eines
Übertritts hinter das Aufnahmeprofil anfälligen Stelle im Stoßbereich 49 zwischen
Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4 fern gehalten.
[0101] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Darstellung eines in die Befestigungsleiste 6 einsetzbaren
Dichtkissens 21.
[0102] Das Dichtkissen 21 weist im Wesentlichen die Form des zwischen der Befestigungsleiste
6 und der Aufnahmeprofil 4 gebildeten Hohlraums auf. Abweichend davon ist lediglich
im Bereich der Rinne eine Ausnehmung 22 vorgesehen, welche einen Durchtritt von sich
in der Rinne befindlichen Wasser in den Sparren 5 erlaubt.
[0103] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Darstellung des Aufnahmeprofils nach Fig. 7 in
einem an dem Sparrenhalter arretierten Zustand.
[0104] In dieser Ansicht ist erkennbar, dass die Befestigungsleiste 6 in Längsrichtung über
das Aufnahmeprofil 4 hinaus bis in den Sparrenhalter 3 verläuft. Im montierten Zustand
ist das Befestigungsprofil 6 mit einem geringen, zur Überführung des Wassers aus der
Rinne 23 ausreichenden Spalt bis an das Sparrenprofil geführt. Das Dichtkissen 21
ist in dem Stoßbereich 49 zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4 in
die Befestigungsleiste 6 eingesetzt und überbrückt somit den Stoßbereich 49 zwischen
den beiden Dichtebenen.
[0105] Mit der Ausnehmung 22 wird die Rinne 23 lokal begrenzt, sodass die Rinne 23 direkt
in den an dem Sparrenhalter 3 befestigten Sparren 5 mündet und austretendes Wasser
in den Entwässerungskanal gelangt.
[0106] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Darstellung der Überdachungsvorrichtung 1 mit
eingezeichnetem dritten Entwässerungspfad.
[0107] Um den Entwässerungspfad darzustellen ist die Befestigungsleiste 6 hier im Bereich
des Sparrenhalters 3 ausgebrochen dargestellt. Tatsächlich ist die Befestigungsleiste
in diesem Bereich aber, wie in Fig. 9 dargestellt, vollständig bis an den Sparren
5 fortgeführt.
[0108] Aus der Rinne 23 austretendes Wasser gelangt an dem Sparrenprofil nach unten in den
Entwässerungskanal 8, wie mit den dicken Pfeilen symbolisiert dargestellt. Es handelt
sich somit um einen von der ersten und zweiten Überleitung 9, 10 unabhängigen dritten
Entwässerungsweg, welcher aber lediglich bei extremen Wassereintritten oder bei sehr
starken Dachneigungen, beispielsweise >20°, zum Tragen kommt.
[0109] Bei üblichen Wassermengen und Dachneigungen bewegt sich eintretendes Wasser hingegen
vorwiegend entlang der ersten und zweiten Dichtungen 16, 17 und wird durch die Überleitungen
9, 10 des Sparrenhalters 3 in den Entwässerungskanal 8 abgeführt.
[0110] Das gesamte Dichtungskonzept der dargestellten Ausführungsform lässt sich somit zusammenfassend
wie folgt erläutern:
Die mit der ersten Dichtung 16 gebildete erste Dichtebene verhindert das Eindringen
von Wasser hinter die Befestigungsleiste. Stattdessen wird das Wasser durch die erste
Überleitung 9 des Sparrenhalters 3 abgeführt. Sollte dennoch, beispielsweise bei starkem
Regen, eventuell Wasser die erste Dichtebene durchdringen und hinter die Befestigungsleiste
eindringen, verhindert die mit der zweiten Dichtung 17 gebildete zweite Dichtebene
eine Ansammlung des Wassers im unteren Teil des Aufnahmeprofils 4. Stattdessen wird
das eingedrungene Wasser entlang der zweiten Dichtebene in den Sparrenhalter geleitet
und mittels der zweiten Überleitung 10 abgeführt.
[0111] Sollte sich das Wasser zum Teil von der zweiten Dichtebene lösen, was nur bei hohen
eindringenden Wassermengen, beispielsweise in Folge eines Defekts, oder bei sehr steilem
Anstellwinkel der Überdachung beispielsweise bei 30°, zu erwarten wäre, ermöglicht
die Rinne 23 eine Entwässerung über den dritten Entwässerungspfad. Das im Stoßbereich
49 in die Befestigungsleiste 6 eingesetzte Dichtkissen 21 ermöglicht dazu mit seiner
Ausnehmung 22 bei Bedarf einen zusätzlichen Abfluss des Wassers im von dem Aufnahmeprofil
4 abgewandten Bereich der Befestigungsleiste 6 und verhindert gleichzeitig ein Einsickern
im Stoßbereich 49.
[0112] Fig. 11 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Längsträgerprofils 2 und eines
daran zu lagernden Sparrens 5.
[0113] Die Überdachungsvorrichtung 1 weist ein hier beispielhaft als Wandanschlussprofil
ausgebildetes Längsträgerprofil 2 auf, an welchem der an seiner Lagerseite 32 zur
Halterung bzw. Lagerung des Sparrens 5 an dem Längsträgerprofil 2 ausgebildete Sparrenhalter
3 aufnehmbar ist. Der Sparren 5 ist an der Befestigungsseite 31 des Sparrenhalters
3 befestigt.
[0114] Das Längsträgerprofil 2 weist einen zur Lagerung des Sparrenhalters 3 ausgebildeten
Lagerprofilabschnitt 24 auf. Der Lagerprofilabschnitt 24 ist mit einer abschnittsweise
runden Form, hier beispielhaft einer hohlen Kreiszylinderform, welche einteilig an
einen Wandanschlussbereich des Wandanschlussprofils angebunden ist, gebildet.
[0115] Das Längsträgerprofil 2 ist beispielhaft als Strangpressprofil ausgebildet. Insbesondere
enthält es Aluminium. Andere strangpressbare Werkstoffe, beispielsweise Kunststoffe,
wären alternativ oder zusätzlich ebenfalls denkbar.
[0116] Das Längsträgerprofil 2 weist beispielhaft zwei Einführabschnitte 28 auf, welche
beidseitig neben einem mit einem Rastmittel 29 versehenen Rastabschnitt 25 vorgesehen
sind. In diesen Einführabschnitten 28 ist der Lagerprofilabschnitt 4 lokal ausgenommen,
hier beispielhaft mit einer sekantenartigen Ausnehmung 27. Die Montage des Sparrenhalters
3 an dem Längsträgerprofil 2 ist somit beidseits des Rastabschnitts 25 möglich. Selbstverständlich
würde für die Funktion des Einführens aber auch ein einzelner bzw. einseitig vorgesehener
Einführabschnitt 28 ausreichen.
[0117] Nach dem Einführen ist der Sparrenhalter 3 durch seitliches Verschieben bzw. Längsverschieben
in den Rastabschnitt formschlüssig an dem Lagerprofilabschnitt 24 befestigbar.
[0118] Ist der Sparrenhalter 3 mit dem Sparren 5 an dem Längsträgerprofil 2 befestigt, kann
in einem längsseitig an den Sparrenhalter 3 anschließenden Bereich das Aufnahmeprofil
4 an dem Sparrenhalter 3 arretiert werden.
[0119] Ferner weisen der Sparrenhalter und das Längsträgerprofil eine Dichtungsaufnahme
48, 55 auf, an welchen eine den Spalt zwischen Sparrenhalter 3 und Längsträgerprofil
2 überbrückende Anschlussdichtung 36 anbringbar ist.
[0120] Fig. 12 zeigt eine perspektivische Darstellung der Lagerseite 32 des Sparrenhalters
3 und des Aufnahmeprofils 4.
[0121] Der Sparrenhalter 3 weist einen Umgreifabschnitt 26 mit einer zu dem Lagerprofilabschnitt
24 korrespondierenden Ausnehmung 27 auf. Dementsprechend handelt es sich bei der dargestellten
Ausführungsform beispielhaft um eine kreiszylinderförmige Ausnehmung 27.
[0122] Der Umgreifabschnitt 26 mit seiner Ausnehmung 27 ist zur formschlüssigen Lagerung
an dem Lagerprofilabschnitt 24 ausgebildet. Im montierten Zustand umgreift er dazu
den Lagerprofilabschnitt 24 insoweit, dass eine schwenkbare formschlüssige Verbindung
bereitgestellt ist.
[0123] Zur Arretierung des Aufnahmeprofils 4 sind die erste Fläche 38 und die zweite Fläche
39 parallel zueinander angeordnet, wobei die erste Fläche 38 in einem Bereich oberhalb
der ersten Dichtebene und die zweite Fläche 39 in einem Bereich unterhalb der Ausfachung
angeordnet ist. Zur Montage ist das Aufnahmeprofil 4 ist in einem längs des Längsträgerprofils
2 an den Sparrenhalter 3 anschließenden Bereich in einen zwischen dem Lagerprofilabschnitt
24 und der ersten und zweiten Fläche 38 vorgesehenen Zwischenraum 40 einbringbar und
durch Abstützung an dem Längsträgerprofil 2, der ersten Fläche 38 und der zweiten
Fläche 39 zwischen dem Längsträgerprofil 2 und dem Sparrenhalter 3 arretierbar. Das
Einschieben und Arretieren ist in einem seitlichen Bereich des an den Sparrenhalter
3 anschließenden Aufnahmeprofils 4 vorgesehen, in welchem die erste und zweite Fläche
38, 39 des Sparrenhalters 3 angeordnet sind.
[0124] An zwei benachbarten Sparrenhaltern 3 ist das Aufnahmeprofil vorzugsweise gleichermaßen
eingeschoben und arretiert vorgesehen. An dem Längsträgerprofil 2 stützt sich das
Aufnahmeprofil 4, insbesondere über seine gesamte Länge, mit einer dazu vorgesehenen
Stütznase 35 ab.
[0125] Um den Stoßbereichen 49 auch oberhalb der ersten Dichtebene gegen eindringendes Wasser
zu schützen ist die erste Fläche 38 im Stoßbereich 49 mit einer Dichtung 34 versehen,
welche zwischen die erste Fläche 38 und das Aufnahmeprofil 4 eingesetzt ist.
[0126] Fig. 13 zeigt eine Seitenansicht einer Überdachungsvorrichtung mit Anschlussdichtung
36 zum Längsträgerprofil 2.
[0127] Die Anschlussdichtung 36 ist als Schmutz- und Insektenschutzdichtung ausgebildet
und wird mit ihrem unteren Ende in eine Dichtungsaufnahme 56 des Aufnahmeprofils 4
und die Dichtungsaufnahme 55 des Sparrenhalters 3 eingesetzt. An einem oberen Ende
wird die Anschlussdichtung 36 in eine an einem Abdeckvorsprung des Längsträgerprofils
2 vorgesehene Dichtungsaufnahme 48 eingesetzt.
[0128] Die als Schmutz- und Insektenschutzdichtung ausgebildete Anschlussdichtung 36 dient
insbesondere dem Schutz vor eindringenden nestbauenden Fluginsekten, Laub, Spinnweben
oder dergleichen. Zusätzlich dient sie auch zur Verdrängung von Feuchtigkeit, beispielsweise
bei extremem Niederschlag oder bei unter den Abdeckvorsprung 26 drückendem Wind, und
unterstützt somit das gesamte Dichtungskonzept.
[0129] Die Anschlussdichtung 36 ist flexibel ausgebildet, sodass ein Verschwenken des Sparrenhalters
3 relativ zum Längsträgerprofil 2 dadurch nicht behindert ist.
[0130] Fig. 14 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Terrassenüberdachung mit Wandanschluss.
[0131] Bei der Terrassenüberdachung handelt es sich um eine Ausführungsform der Überdachungsvorrichtung
1, bei welcher das Längsträgerprofil 2 als an einer Wand 45 befestigtes Wandanschlussprofil
ausgebildet ist.
[0132] In der dargestellten Ausführungsform weist die Überdachungsvorrichtung 1 eine Mehrzahl
paralleler Sparren 5 auf, welche mittels Sparrenhalter 3 an dem Längsträgerprofil
2 gehaltert sind.
[0133] Zwischen den Sparren 5 verläuft eine Ausfachung 7, die beispielhaft als Glasausfachung
ausgeführt ist. Alternativ oder Zusätzlich kann aber auch eine Ausfachung 7 in Form
von andersartigen Platten, beispielsweise sogenannten Doppelstegplatten oder lichtundurchlässigen
Platten vorgesehen sein. Die Ausfachung 7 ist mittels an den Sparren 5 und an den
zwischen den Sparrenhalter an angeordneten Aufnahmeprofilen 4 vorgesehenen Glasauflagedichtungen
aufgenommen und an der Oberseite der Ausfachung jeweils mit Befestigungsleisten 6,
50 befestigt.
[0134] An einem dem Längsträgerprofil 2 gegenüberliegenden Ende der Sparren 5 sind diese
über ein Schwenklager an einer parallel zu dem Längsträgerprofil 2 verlaufenden Pfette
46 gelagert. Ein Anstellwinkel der Sparren 5 ist relativ zu der Wand 45 bzw. des daran
fixierten Wandanschlussprofils positiv, sodass die Überdachungsvorrichtung 1 von dem
Längsträgerprofil 2 aus zu der Pfette 46 hin abfällt. Die Pfette 46 bildet hier somit
eine Fußpfette.
[0135] Die Pfette 46 wird von zwei endseitig daran angebrachten Pfosten 41 gestützt, welche
in einem Boden 42 verankert sind.
[0136] Am dem Längsträgerprofil 2 abgewandten Ende der Sparren 5 ist ferner eine quer zu
den Sparren 5 bzw. parallel zu der Pfette 46 verlaufende Dachrinne 43 mit zugehörigem
Abflussrohr zur Aufnahme und Abführung von Niederschlag vorgesehen. Die Entwässerungskanäle
8 der Sparren 5 münden in die Dachrinne 43.
[0137] Darüber hinaus ist die Terrassenüberdachung mit in der
DE 20 2016 005 197 U1 weiter im Detail beschriebenen weiteren Elementen aufgebaut.
[0138] Fig. 15 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Terrassenüberdachung mit Firstpfette.
[0139] Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß Fig. 14 ist die Überdachungsvorrichtung
1 hier nicht in Anschluss an eine Wand, sondern freistehend und beidseitig abfallend
ausgebildet.
[0140] Das Längsträgerprofil 2 ist hier dementsprechend als Firstpfette ausgebildet und
weist beidseitig je einen Lagerprofilabschnitt 24, sowie alle weiteren in Bezug auf
die vorstehenden Figuren beschriebenen Elemente des Längsträgerprofils 2 auf. Das
als Firstpfette ausgebildete Längsträgerprofil 2 ist mittels eines Schwenklagers gelenkig
an einer parallel zu dem Längsträgerprofil 2 verlaufenden Pfette 46' gelagert, welche
endseitig an mittleren Pfosten 41' gelagert ist.
[0141] Beidseitig sind hier an dem jeweils dem Längsträgerprofil 2 abgewandten Ende der
Sparren 5 als Fußpfetten angeordnete Pfetten 46 und Dachrinnen 43 vorgesehen, die
in gleicher Weise wie in Bezug auf Fig. 15 beschrieben ausgebildet sind.
[0142] Die Entwässerungskanäle 8 der Sparren 5 münden hier an beiden Seiten in die jeweilige
Dachrinne 43.
[0143] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar.
Bezugszeichenliste
[0144]
- 1
- Überdachungsvorrichtung
- 2
- Längsträgerprofil
- 3
- Sparrenhalters
- 4
- Aufnahmeprofil
- 5
- Sparren
- 6
- Befestigungsleiste
- 7
- Ausfachung
- 8
- Entwässerungskanal
- 9
- erste Überleitung
- 10
- zweite Überleitung
- 11
- erster Stützsteg
- 12
- zweiter Stützsteg
- 13
- Befestigungssteg
- 14
- erster Arretierungsabschnitt
- 15
- zweiter Arretierungsabschnitt
- 16
- erste Dichtung
- 17
- zweite Dichtung
- 18
- Notwasserkanal
- 19
- Führungselement
- 20
- Überlauf
- 21
- Dichtkissen
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Rinne
- 24
- Lagerprofilabschnitt
- 25
- Rastabschnitt
- 26
- Umgreifabschnitt
- 27
- Ausnehmung
- 28
- Einführabschnitt
- 29
- Rastmittel
- 30
- Sparrenaufnahme
- 31
- Befestigungsseite
- 32
- Lagerseite
- 33
- Ausnehmung
- 34
- Dichtung
- 35
- Stütznase
- 36
- Anschlussdichtung
- 37
- Dehnungsdichtstück
- 38
- erste Fläche
- 39
- zweite Fläche
- 40
- Zwischenraum
- 41. 41'
- Pfosten
- 42
- Boden
- 43
- Dachrinne
- 44
- Glasauflagedichtung
- 45
- Wand
- 46
- Pfette
- 47
- Dichtungsaufnahme
- 48
- Dichtungsaufnahme
- 49
- Stoßbereich
- 50
- Befestigungsleiste
- 51
- T-Arm
- 52
- T-Fuß
- 53
- Dichtungsaufnahme
- 54
- Dichtungsaufnahme
- 55
- Dichtungsaufnahme
- 56
- Dichtungsaufnahme
1. Überdachungsvorrichtung (1), insbesondere zur Terrassenüberdachung, mit:
einem Sparrenhalter (3) zur Halterung eines Sparrens (5) an einem Längsträgerprofil
(2);
einem Aufnahmeprofil (4), welches zur Aufnahme einer Ausfachung (7) in einem an den
Sparrenhalter (3) anschließenden Bereich ausgebildet und an dem Sparrenhalter (3)
arretierbar ist;
einer an dem Aufnahmeprofil (4) arretierbaren Befestigungsleiste (6), welche zur Befestigung
einer auf dem Aufnahmeprofil (4) aufnehmbaren Ausfachung (7) ausgebildet ist; und
einem Sparren (5), welcher an dem Sparrenhalter (3) befestigt ist, wobei der Sparren
(5) einen unterhalb einer Ausfachung (7) angeordneten Entwässerungskanal (8) aufweist,
wobei an der Befestigungsleiste (6) oberhalb der Ausfachung (7) eine mit einer ersten
Dichtung (16) gebildete erste Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil vorgesehen ist, die
in den Sparrenhalter übergeht, und wobei der Sparrenhalter eine erste Überleitung
(9) von der ersten Dichtebene zu dem Entwässerungskanal (8) aufweist.
2. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsleiste (6) oberhalb der Ausfachung (7) und unterhalb der ersten Dichtebene
eine mit einer zweiten Dichtung (17) gebildete zweite Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil
aufweist, die ebenfalls in den Sparrenhalter übergeht, wobei der Sparrenhalter (3)
eine zweite Überleitung (10) von der zweiten Dichtebene zum dem Entwässerungskanal
(8) aufweist.
3. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsleiste (6) zur Arretierung an dem Aufnahmeprofil (4)einen ersten
Stützsteg (11), welcher zusammen mit der ersten Dichtung (16) die erste Dichtebene
bildet, und einen zweiten Stützsteg (12), der zusammen mit der zweiten Dichtung (17)
die zweite Dichtebene bildet, aufweist.
4. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Aufnahmeprofil (4) ein erster Arretierungsabschnitt (14) und ein zweiter Arretierungsabschnitt
(15) vorgesehen sind, an welchen der erste und der zweite Stützsteg (11, 12) mit dem
Aufnahmeprofil (4) zur Arretierung verrastbar sind.
5. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Dichtung (16) in dem ersten Arretierungsabschnitt (14) und die zweite Dichtung
(17) in dem zweiten Arretierungsabschnitt (15) angeordnet sind.
6. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arretierungsabschnitte (14, 15) und die Dichtungen (16, 17) durchgehend an dem
Aufnahmeprofil (4) vorgesehen sind.
7. Überdachungsvorrichtung nach einem der Anspruche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und der zweite Stützsteg (11, 12) gemeinsam eine Rinne (23) bilden, entlang
welcher die erste Dichtebene durchdringendes Wasser zusätzlich in den Entwässerungskanal
(8) abgeführt werden kann.
8. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Stoßbereich (49) zwischen dem Sparrenhalter (3) und dem Aufnahmeprofil (4)
ein den Stoßbereich (49) überbrückendes Dichtkissen (21) in die Befestigungsleiste
(6) eingesetzt ist, welches eine die Rinne (23) lokal begrenzende Ausnehmung (22)
aufweist.
9. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und/oder zweite Überleitung (9; 10) integral in dem Material des Sparrenhalters
(3) geformt ausgebildet ist.
10. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sparren (5) mit einem Sparrenprofil gebildet ist, in welchem der Entwässerungskanal
(8) integral ausgebildet ist.
11. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzlich zu dem Entwässerungskanal (8) ein parallel dazu verlaufender Notwasserkanal
(18) des Sparrens (5) vorgesehen ist, wobei der Sparrenhalter (3) einen Überlauf (20)
von dem Entwässerungskanal (8) zu dem Notwasserkanal (18) aufweist.
12. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sparrenhalteran einem Längsträgerprofil (2) gelagert ist und eine erste Fläche
(38) und eine zweite Fläche (39) zur Arretierung des Aufnahmeprofils aufweist, wobei
die erste Fläche (38) in einem Bereich oberhalb der ersten Dichtebene und die zweite
Fläche (39) in einem Bereich unterhalb der Ausfachung angeordnet ist.
13. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Fläche (38) zumindest im Stoßbereich (49) zwischen dem Sparrenhalter (3)
und dem Aufnahmeprofil (4) mit einer Dichtung (34) versehen ist.