(19)
(11) EP 3 505 699 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.07.2019  Patentblatt  2019/27

(21) Anmeldenummer: 18213054.2

(22) Anmeldetag:  17.12.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04D 3/08(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 29.12.2017 DE 102017223873
29.12.2017 DE 202017006669 U

(71) Anmelder: Kneer, Ingo
88521 Ertingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Kneer, Ingo
    88521 Ertingen (DE)

(74) Vertreter: Isarpatent 
Patent- und Rechtsanwälte Behnisch Barth Charles Hassa Peckmann & Partner mbB Friedrichstrasse 31
80801 München
80801 München (DE)

   


(54) ÜBERDACHUNGSVORRICHTUNG


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft eine Überdachungsvorrichtung, insbesondere zur Terrassenüberdachung, mit: einem Sparrenhalter zur Halterung eines Sparrens an einem Längsträgerprofil; und einem Aufnahmeprofil, welches zur Aufnahme einer Ausfachung in einem an den Sparrenhalter anschließenden Bereich ausgebildet und an dem Sparrenhalter arretierbar ist; einer an dem Aufnahmeprofil arretierbaren Befestigungsleiste, welche zur Befestigung einer auf dem Aufnahmeprofil aufgenommenen Ausfachung ausgebildet ist; und einem Sparren, welcher an dem Sparrenhalter gelagert ist, wobei der Sparren einen unterhalb der Ausfachung angeordneten Entwässerungskanal aufweist, wobei an der Befestigungsleiste oberhalb der Ausfachung eine mit einer ersten Dichtung gebildete erste Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil vorgesehen ist, die in den Sparrenhalter übergeht, und wobei der Sparrenhalter eine erste Überleitung von der ersten Dichtebene zu dem Entwässerungskanal aufweist.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Überdachungsvorrichtung.

TECHNISCHER HINTERGRUND



[0002] Überdachungen werden für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt. Eine häufig anzutreffende Art von Überdachungen stellen sogenannte Terrassenüberdachungen dar.

[0003] Obwohl die vorliegende Erfindung und die ihr zugrunde liegende Problematik im Folgenden anhand einer Terrassenüberdachung beschrieben werden, sind sie darauf nicht begrenzt sondern auf vielfältige Arten von Überdachung übertragbar.

[0004] Terrassenüberdachung weisen oftmals ein als Wandanschlussprofil ausgebildetes Längsträgerprofil auf, welches mit Befestigungsmitteln, beispielsweise Bolzen, an einer Wand verankert wird. Aufgrund baulicher oder lokaler Gegebenheiten kann eine Montagehöhe eines derartigen Wandanschlussprofils variieren. An einer von der Wand abgewandten Seite wird die Terrassenüberdachung in der Regel mit einer von Pfosten abgestützten Pfette gelagert. Bei all diesen Komponenten handelt es sich in der Regel um vorgefertigte Teile, welche in Normgrößen vorproduziert werden. Es ist somit wünschenswert, bei der Montage einen Anstellwinkel der Sparren, welcher sich aus der Montagehöhe des Wandanschlussprofils und der Höhe der Pfosten ergibt, variieren zu können, um auf einfache Weise auf bauliche oder örtliche Gegebenheiten reagieren zu können.

[0005] Bei einer Variierbarkeit des Anstellwinkels der Sparren ergibt sich auch die Notwendigkeit der Variierbarkeit des Anstellwinkels der Dachpaneele oder Ausfachungen, welche üblicherweise an den Sparren gelagert sind.

[0006] Die Druckschrift US 4,998,389A beschreibt ein Dachsystem, welches mit einem Wandanschluss vorgesehen ist. An einem Wandanschlussprofil sind dazu Wandanschlussbeschläge vorgesehen, welche eine kreiszylinderförmige Ausnehmung aufweisen. Ein Sparrenhalter weist einen dazu korrespondierenden Sparrenhalterbeschlag auf, welcher einen in der Ausnehmung aufnehmbaren Kreiszylinder aufweist. Ferner weist der Sparrenhalterbeschlag einen Verschlussflansch auf. Auf diese Weise ist der Sparrenhalterbeschlag in einer waagrechten Stellung an dem Wandanschlussbeschlag ein- und aushängbar. Wird der ein Sparrenhalterbeschlag in eine Winkelanstellung verschwenkt, untergreift der Verschlussflansch den Wandanschlussbeschlag, sodass der Sparrenhalter darin gesichert ist. Ein Dachpanel liegt hier auf den Sparren auf. Zur Abdichtung ist an dem Wandanschlussprofil ein separater Steg vorgesehen, an welchem eine an dem Dachpanel anstehende Dichtung vorgesehen ist.

[0007] Nachteilig ist man bei der Montage mit einem derartigen System nicht völlig frei in der Wahl des Anstellwinkels der Sparren, da eine Mindestneigung notwendig ist, um eine Sicherung durch den Verschlussflansch zu gewährleisten. Ferner muss hier der Steg bzw. die Dichtung zur Abdichtung des Dachpanels auf den gewünschten Anstellwinkel ausgelegt bzw. bei der Montage daran angepasst werden.

[0008] Der Anmelder hat hierzu eine in der DE 20 2016 005 197 U1 beschriebene Lösung aufgefunden, welche einen Sparrenhalter zur Halterung eines Sparrens an einem Längsträgerprofil und ein an dem Sparrenhalter arretierbares Aufnahmeprofil, welches zur Aufnahme einer Ausfachung in einem längs des Längsträgerprofils an den Sparrenhalter anschließenden Bereich ausgebildet ist, vorsieht.

[0009] Bei der Montage von Terrassenüberdachungen wird eine Abdichtung von einzelnen Profilteilen zueinander oftmals mit Silikon oder vergleichbaren Dichtmassen vorgenommen. Diese sind jedoch oftmals nicht dauerhaft Witterungsbeständig oder können in Folge von Wärmedehnung oder Frost aufreißen, sodass es zu unerwünschtem Wassereintritt kommen kann. In der Folge kann es zu Langzeitschäden kommen, beispielsweise durch Frostsprengung oder Korrosion.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG



[0010] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Überdachungsvorrichtung anzugeben.

[0011] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Überdachungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

[0012] Demgemäß ist eine Überdachungsvorrichtung, insbesondere zur Terrassenüberdachung, vorgesehen, mit: einem Sparrenhalter zur Halterung eines Sparrens an einem Längsträgerprofil; und einem Aufnahmeprofil, welches zur Aufnahme einer Ausfachung in einem an den Sparrenhalter anschließenden Bereich ausgebildet und an dem Sparrenhalter arretierbar ist; einer an dem Aufnahmeprofil arretierbaren Befestigungsleiste, welche zur Befestigung einer auf dem Aufnahmeprofil aufgenommenen Ausfachung ausgebildet ist; und einem Sparren, welcher an dem Sparrenhalter gelagert ist, wobei der Sparren einen unterhalb der Ausfachung angeordneten Entwässerungskanal aufweist, wobei an der Befestigungsleiste oberhalb der Ausfachung eine mit einer ersten Dichtung gebildete erste Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil vorgesehen ist, die in den Sparrenhalter übergeht, und wobei der Sparrenhalter eine erste Überleitung von der ersten Dichtebene zu dem Entwässerungskanal aufweist.

[0013] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis besteht darin, dass neben einer äußeren Abdichtung von Profilteilen einer Überdachungsvorrichtung aufgrund des Kriechverhaltens von Wasser auch eine Abführung von trotz der vorhandenen Abdichtung, beispielsweise bei Schlagregen, eindringendem Wasser vorteilhaft ist, um eine silikonfreie Montage zu ermöglichen. Eine weitere Erkenntnis liegt darin, dass sich an eine Dichtebene gelangendes Wasser primär entlang der Dichtung bzw. entlang im Dichtungsstoß gebildeter Kanten fortbewegt.

[0014] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, an einer Befestigungsleiste zur Befestigung einer auf dem Aufnahmeprofil aufgenommenen Ausfachung eine eindringendes Wasser abhaltende Dichtebene zwischen der Befestigungsleiste und dem Aufnahmeprofil vorzusehen und in den an das Aufnahmeprofil angrenzenden Sparrenhalter fortzuführen, um etwaiges an der Dichtebene eintretendes Wasser mittels einer Überleitung des Sparrenhalters durch den Sparrenhalter in einen Entwässerungskanal des Sparrens abzuführen.

[0015] Die Dichtebene ist vorzugsweise durchgehend entlang der Befestigungsleiste vorgesehen. Dementsprechend erstreckt sich die Befestigungsleiste vorzugsweise in Längsrichtung über das Aufnahmeprofil hinweg bis auf den Sparrenhalter. In dem Sparrenhalter ist die Dichtung vorzugsweise derart aufgenommen, dass sich entlang der Dichtung fortbewegendes Wasser über die Überleitung in den Entwässerungskanal abgeführt wird.

[0016] Vorteilhaft ergibt sich dadurch erfindungsgemäß eine deutlich vereinfachte Montage, da keinerlei Silikonabdichtung im Stoßbereich zwischen Aufnahmeprofil, Befestigungsleiste und Sparren benötigt wird. Die silikonfreie Montage wird mit einer gezielten Entwässerung von der Dichtebene über den Sparrenhalter ermöglicht, welche im Bereich des Aufnahmeprofils unerwünscht eindringendes Wasser effektiv abführt. Eine völlig undurchdringliche Abdichtung, wie sie mit Silikonabdichtungen in der Regel erreicht werden soll, ist daher erfindungsgemäß nicht mehr nötig. Stattdessen kann im Ausnahmefall eindringendes Notwasser oder Restwasser abgeführt werden.

[0017] Erfindungsgemäß ist die Abführung mittels einer Überleitung des Sparrenhalters realisiert. Die Überleitung stellt den vorbestimmten Übergang des Wassers von der oberhalb der Ausfachung liegenden Dichtebene in den unterhalb der Ausfachung liegenden Entwässerungskanal des Sparrens sicher.

[0018] Unter einer Überleitung ist daher im Sinne der vorliegenden Anmeldung insbesondere kein einfacher Kreuzungsstoß zwischen einem Sparren und einer Befestigungsleiste zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um eine Überleitung von der Dichtebene über den im Entwässerungspfad zwischengeschalteten Sparrenhalter in den Entwässerungskanal des Sparrens.

[0019] Somit ist erfindungsgemäß eine Funktionsintegration in dem Sparrenhalter geschaffen, welchem so zusätzlich zu seiner primären mechanischen Funktion der Halterung eines Sparrens an einem Längsträgerprofil auch noch eine wichtige Rolle beim Wassermanagement zukommt.

[0020] Vorteilhaft ist auf diese Weise eine langfristige Dichtheit der Überdachungsvorrichtung gewährleistet, insbesondere weil es dafür nicht ausschließlich auf die Abgeschlossenheit äußerer Dichtungen ankommt, sondern im Falle von eindringendem Wasser dieses über einen vorbestimmten Entwässerungspfad durch den Sparrenhalter in einen Entwässerungskanal abgeführt wird.

[0021] Der Sparrenhalter ist an einem Längsträgerprofil aufnehmbar, welches zur drehbaren Lagerung eines Sparrenhalters ausgebildet ist. Das Längsträgerprofil kann unterschiedliche Ausgestaltungen aufweisen, beispielsweise kann es als Wandanschlussprofil oder als Pfette ausgebildet sein.

[0022] Das Aufnahmeprofil, welches im Bereich zwischen zwei Sparrenhaltern als Rückwand dient, kann sich zur Arretierung an dem Sparrenhalter insbesondere zusätzlich an dem Längsträgerprofil abstützen. Das Aufnahmeprofil ist somit längs des Längsträgerprofils in einem an den Sparrenhalter anschließenden Bereich angeordnet. Dabei ist erfindungsgemäß eine flexible Einstellung des Anstellwinkels das Sparrenhalters samt dem Aufnahmeprofil relativ zum Längsträgerprofil ermöglicht. Die Funktion der Dichtebene bleibt dabei gewährleistet. Das Aufnahmeprofil kann dazu beispielsweies an dem Längsträgerprofil abgleiten und somit samt der Befestigungsleiste und der Dichtung bei einer Veränderung des Anstellwinkels in gleicher Weise wie der Sparrenhalter mit verschwenkt werden.

[0023] Die erfindungsgemäße Überdachungsvorrichtung kann somit in unterschiedlichsten Konfigurationen verwirklicht werden, ohne dass dazu etwas an dem Dichtungs- und Abführkonzept, insbesondere an den Dichtungen selbst, angepasst werden muss.

[0024] Als Sparrenhalter ist ein zur Halterung eines Sparrens an einem Längsträgerprofil geeignet ausgebildeter Körper anzusehen, welcher eine Befestigungsseite zur Befestigung eines Sparrens, eine Lagerseite zur Lagerung an einem Längsträgerprofil und Mittel zur Überleitung von einer oberhalb einer Ausfachung liegenden Dichtebene zu einem unterhalb der Ausfachung liegenden Entwässerungskanal aufweist.

[0025] Unter einem Aufnahmeprofil ist ein zur Aufnahme einer Ausfachung geeignetes Profil zu verstehen. Insbesondere wird ein solches Aufnahmeprofil im Bereich zwischen zwei benachbarten Sparrenhaltern angeordnet.

[0026] Die erste Dichtebene ist insbesondere zwischen dem Aufnahmeprofil und der Befestigungsleiste gebildet. Beispielsweise kann entweder das Aufnahmeprofil oder die Befestigungsleiste die Dichtung aufnehmen.

[0027] Unter einer Befestigungsleiste ist ein zu Befestigung einer Ausfachung an dem Aufnahmeprofil ausgebildetes Profil zu verstehen, welches zur Bildung der ersten Dichtebene mit der ersten Dichtung kontaktiert ist. Ferner ist die erste Dichtung mit dem Aufnahmeprofil kontaktiert.

[0028] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.

[0029] Gemäß einer Ausführungsform weist die Befestigungsleiste oberhalb der Ausfachung und unterhalb der ersten Dichtebene eine mit einer zweiten Dichtung gebildete zweite Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil auf, die ebenfalls in den Sparrenhalter übergeht. Der Sparrenhalter weist eine zweite Überleitung von der zweiten Dichtebene zum dem Entwässerungskanal auf. Insbesondere reicht die erste Dichtebene in Längsrichtung weiter in Sparrenhalter als die zweite Dichtebene. Dementsprechend ist die erste Dichtung vorzugsweise in einem näher an dem Sparren liegenden Bereich des Sparrenhalters aufgenommen als die zweite Dichtung, welche in entsprechend einem unterhalb der ersten Dichtung und vorzugsweise weiter außen angeordneten Bereich des Sparrenhalters aufgenommen ist. Auf diese Weise ist vorteilhaft selbst bei Überwindung der ersten Dichtebene weiterhin die Dichtheit der Überdachungsvorrichtung gewährleistet. Es wird somit eine Redundanz geschaffen, welche eine zusätzliche Sicherheit gegen Feuchtigkeitsdurchtritt und somit insbesondere eine silikonfreie Montage erlaubt. Vorzugsweise handelt es sich bei der zweiten Überleitung um eine von der ersten Überleitung zumindest abschnittsweise separate Überleitung. Ferner handelt es sich bei der zweiten Dichtung vorzugsweise um eine von der ersten Dichtung räumlich getrennte Dichtung. Die zweite Dichtebene ist vorzugsweise ebenfalls zwischen der Befestigungsleiste und dem Aufnahmeprofil vorgesehen.

[0030] Gemäß einer Ausführungsform weist die Befestigungsleiste zur Arretierung an dem Aufnahmeprofil einen ersten Stützsteg auf, welcher zusammen mit der ersten Dichtung die erste Dichtebene bildet. Die Befestigungsleiste weist ferner einen zweiten Stützsteg auf, der zusammen mit der zweiten Dichtung die zweite Dichtebene bildet. Mit den beiden Stützstegen kann die Befestigungsleiste vorteilhaft eine an dem Aufnahmeprofil abgestützte Vorspannung auf die Ausfachung aufbringen. Dies ist insbesondere trotz einer werkzeugfreien Montage ermöglicht, da mit zwei Stützstegen eine Hebelwirkung zum Aufbringen der Vorspannung genutzt werden kann.

[0031] Gemäß einer Ausführungsform sind an dem Aufnahmeprofil ein erster Arretierungsabschnitt und ein zweiter Arretierungsabschnitt vorgesehen, an welchen der erste und der zweite Stützsteg mit dem Aufnahmeprofil zur Arretierung verrastbar sind. Auf diese Weise ist eine werkzeugfreie Montage der Befestigungsleiste unter Aufbringung einer Vorspannkraft auf die Ausfachung ermöglicht.

[0032] Gemäß einer Weiterbildung sind die erste Dichtung in dem ersten Arretierungsabschnitt und die zweite Dichtung in dem zweiten Arretierungsabschnitt angeordnet. Bei dem Arretieren der Befestigungsleiste gelangen somit der erste Stützabschnitt mit der ersten Dichtung und der zweite Stützabschnitt mit der zweiten Dichtung in Kontakt. Die jeweilige Dichtebene wird somit vorteilhaft auf einfache Weise direkt bei der Arretierung der Befestigungsleiste an dem Aufnahmeprofil gebildet.

[0033] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung sind die Arretierungsabschnitte und die Dichtungen durchgehend an dem Aufnahmeprofil vorgesehen. Der an dem ersten Arretierungsabschnitt gegen die erste Dichtung eingerastete erste Stützsteg bildet somit durchgehend die erste Dichtungsebene, welche eine äußere bzw. primäre Dichtungsebene darstellt. Der an dem zweiten Arretierungsabschnitt gegen die zweite Dichtung eingerastete zweite Stützsteg bildet die zweite Dichtungsebene, welche ebenfalls oberhalb der Ausfachung liegt. Etwaiges die erste Dichtebene überwindendes und in die Befestigungsleiste eindringendes Wasser kann somit an der zweiten Dichtebene abgefangen und über den Sparrenhalter abgeführt werden.

[0034] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bilden der erste und der zweite Stützsteg gemeinsam eine Rinne, entlang welcher die erste Dichtebene durchdringendes Wasser zusätzlich in den Entwässerungskanal abgeführt werden kann. Insbesondere bei hohen Anstellwinkeln, beispielsweise im Bereich >20°, insbesondere >30°, kann an die zweite Dichteebene gelangendes Wasser auch anstatt entlang der zweiten Dichtung in die Befestigungsleiste hinein fließen. Mittels der Rinne wird derart eindringendes Wasser von hinsichtlich eines Übertritts hinter das Aufnahmeprofil anfälligen Stellen, insbesondere im Stoßbereich zwischen Sparrenhalter und Aufnahmeprofil, vorteilhaft ferngehalten.

[0035] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung ist der zweite Stützsteg unterhalb des ersten Stützsteges angeordnet und relativ zum Aufnahmeprofil schräg abfallend angestellt. Eindringendes Wasser wird somit entlang der schrägen Fläche des zweiten Stütz Steges von dem Aufnahmeprofil weg in die Rinne geführt.

[0036] Gemäß einer Ausführungsform ist in einem Stoßbereich zwischen dem Sparrenhalter und dem Aufnahmeprofil ein den Stoßbereich überbrückendes Dichtkissen in die Befestigungsleiste eingesetzt, welches eine die Rinne lokal begrenzende Ausnehmung aufweist. Das Dichtkissen bildet einerseits im Stoßbereich eine Abdichtung des Spalts zwischen Sparrenhalter und Aufnahmeprofil und hält andererseits etwaiges sich in der Rinne befindliches Wasser in einem von dem Aufnahmeprofil entfernten Bereich der Befestigungsleiste. Auf diese Weise wird die Rinne im Bereich eines Übergangs zwischen der Befestigungsleiste und dem Sparrenhalter auf einen engen Querschnitt verjüngt. Vorteilhaft ist somit eine gezielte Ableitung des Wassers in den Entwässerungskanal des Sparrens gewährleistet. Des Weiteren ist auf diese Weise vorteilhaft ein Spalt zwischen dem Befestigungsleiste und dem Sparrenhalter überbrückt. Auf diese Weise wird effektiv ein Einsickern von Wasser im Spaltbereich zwischen den beiden Dichtebenen verhindert, auch wenn sich der Spalt aufgrund von Wärmedehnungseffekten oder anderweitigem Verzug öffnen sollte.

[0037] Die Befestigungsleiste erstreckt sich ferner vorzugsweise in Längsrichtung über das Aufnahmeprofil hinaus bis zu dem Sparren. Die Dichtungsebenen brauchen somit zur Abführung von in die Rinne eingedrungenem Wasser nicht durchdrungen zu werden. Stattdessen kann eingedrungenes Wasser innerhalb der Befestigungsleiste über die Rinne direkt dem Entwässerungskanal des Sparrens zugeführt werden.

[0038] Gemäß einer Ausführungsform ist die erste und/oder zweite Überleitung integral in dem Material des Sparrenhalters geformt ausgebildet. Beispielsweise können dazu geeignete Führungselemente in das Material des Sparrenhalters eingefräst sein. Vorteilhaft sind somit keinerlei zusätzliche Bauteile nötig.

[0039] Gemäß einer Ausführungsform ist der Sparren mit einem Sparrenprofil gebildet, in welchem der Entwässerungskanal integral ausgebildet ist. Die Form des Sparrenprofils korrespondiert zur Form einer Befestigungsseite, an welcher das Sparrenprofil an dem Sparrenhalter befestigt wird. Somit ist eine direkte Überleitung des Wassers aus der Rinne in den Entwässerungskanal ermöglicht. Vorzugsweise weist der Sparrenhalter dazu eine geeignete Führung auf, welche das Wasser gezielt von der Rinne zu dem Entwässerungskanal führt.

[0040] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist zusätzlich zu dem Entwässerungskanal ein parallel dazu verlaufender Notwasserkanal des Sparrens vorgesehen. Der Notwasserkanal kann beispielsweise unterhalb einer zur Aufnahme der Ausfachung vorgesehenen Auflagedichtung angeordnet sein. Der Sparrenhalter weist einen Überlauf von dem Entwässerungskanal zu dem Notwasserkanal auf. Auf diese Weise wird innerhalb der Überleitung des Sparrens das Wasser primär in dem Entwässerungskanal zugeführt und, sofern dieser hinsichtlich seiner Aufnahmekapazität voll ausgelastet ist, zusätzlich über den Notwasserkanal abgeführt. Auf diese Weise ist einerseits der Profilquerschnitt des Sparrens optimal ausgenutzt. Ferner kommt so einem oftmals unterhalb einer Auflagedichtung für eine Ausfachung, insbesondere Glasauflagedichtung, zu deren Aufnahme ohnehin vorgesehenen Nut eine zusätzliche Funktion als Notwasserkanal zu. Auch hierbei handelt es sich somit um eine Funktionsintegration.

[0041] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Sparrenhalter an einem Längsträgerprofil gelagert und weist eine erste Fläche und eine zweite Fläche zur Arretierung des Aufnahmeprofils auf, wobei die erste Fläche in einem Bereich oberhalb der ersten Dichtebene und die zweite Fläche in einem Bereich unterhalb der Ausfachung angeordnet ist. Vorteilhaft ist auf diese Weise das Aufnahmeprofil lediglich durch Einschieben an dem Sparrenhalter, insbesondere zwischen zwei benachbarten Sparrenhaltern, arretierbar. Das Aufnahmeprofil ist beispielsweise in einem längs des Längsträgerprofils an den Sparrenhalter anschließenden Bereich in einen zwischen dem Lagerprofilabschnitt und der ersten und zweiten Fläche vorgesehenen Zwischenraum einbringbar und durch Abstützung an dem Längsträgerprofil, der ersten Fläche und der zweiten Fläche zwischen dem Längsträgerprofil und dem Sparrenhalter arretierbar. Das Einschieben und Arretieren ist insbesondere lediglich in einem seitlichen Bereich des Aufnahmeprofils vorgesehen, da insbesondere dort die erste und zweite Fläche des Sparrenhalters vorgesehen sind. An zwei benachbarten Sparrenhaltern ist das Aufnahmeprofil vorzugsweise gleichermaßen eingeschoben und arretiert vorgesehen. An dem Längsträgerprofil stützt sich das Aufnahmeprofil insbesondere über seine gesamte Länge ab.

[0042] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die erste Fläche zumindest im Stoßbereich zwischen dem Sparrenhalter und dem Aufnahmeprofil mit einer Dichtung versehen. Auf diese Weise ist eine mechanische Arretierung des Aufnahmeprofils an dem Sparrenhalter geschaffen, welche in dem Stoßbereich abgedichtet ist. Auf diese Weise wird zusätzlich ein Einsickern von Wasser im Spaltbereich vermieden.

[0043] Vorzugsweise weist das Aufnahmeprofil eine in etwa gleiche Höhe wie der Sparrenhalter auf, sodass es an seiner oberen und unteren Seite durch die erste und zweite Fläche gestützt ist. Die erste und die zweite Fläche sind im montierten Zustand vorzugsweise zu dem Längsträgerprofil orientiert vorgesehen bzw. angeordnet. An dem Längsträgerprofil stützt sich das Aufnahmeprofil vorzugsweise in einem mittleren Bereich ab. Auf diese Weise wird das Aufnahmeprofil vorteilhaft sowohl im oberen Bereich als auch im unteren Bereich abgestützt.

[0044] Das Längsträgerprofil weist vorzugsweise zumindest abschnittsweise eine gerundete Oberfläche auf, an welcher die dem Längsträgerprofil zugewandte Seite des Aufnahmeprofils abgleiten kann und so gemeinsam mit dem Sparrenhalter in unterschiedlichen Anstellwinkeln zu dem Längsträgerprofil ausgerichtet werden kann. Auf diese Weise wird vorteilhaft eine Ausfachung, beispielsweise eine Glasausfachung, stets in der durch den Anstellwinkel des Sparrenhalters vorgegebenen Überdachungsneigung an dem Längsträgerprofil gelagert, ohne dass dazu zusätzliche Einstellungen oder Ausrichtarbeiten notwendig sind.

[0045] Gemäß einer Ausführungsform weist das Längsträgerprofil an einer oberen Seite einen sich oberhalb des Sparrenhalters erstreckenden Abdeckvorsprung auf. Der Abdeckvorsprung deckt den Bereich des Sparrenhalters zumindest überwiegend von oben ab. Unter einer oberen Seite des Längsträgerprofils ist eine im montierten Zustand himmelwärts orientierte Seite zu verstehen. Der Abdeckvorsprung bietet den großen Vorteil, dass die gesamte Mechanik des Sparrenhalters auf diese Weise vor Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen geschützt werden kann. Zusätzlich wird eine Dichtung vorgesehen, die zwischen Sparrenhalter bzw. Aufnahmeprofil dem Abdeckvorsprung angeordnet ist. Auf diese Weise ist auch ein Schutz vor eindringenden Insekten und dergleichen gewährleistet.

[0046] Gemäß einer Ausführungsform ist das Aufnahmeprofil von unten nach oben zwischen den Lagerprofilabschnitt und die erste Fläche einschiebbar. Insbesondere ist es schräg von unten nach oben einschiebbar. Durch das Einschieben gelangt das Aufnahmeprofil zumindest teilweise in den Zwischenraum, der sich insbesondere unter einem Abdeckvorsprung des Längsträgerprofils befindet. Anschließend ist das Aufnahmeprofil von oben nach unten zwischen den Lagerprofilabschnitt und die zweite Fläche derart verschiebbar, dass das Aufnahmeprofil an einer Seite von dem Lagerprofilabschnitt und an der anderen Seite von der ersten und zweiten Fläche abgestützt wird. Auf diese Weise wird das Aufnahmeprofil vollständig in den Zwischenraum aufgenommen und arretiert. Vorteilhaft ist somit eine einfache, insbesondere werkzeugfreie, und schnelle Montage des Aufnahmeprofils ermöglicht. Besonders vorteilhaft ist dies trotz eines fest mit dem Längsträgerprofil verbundenen Abdeckvorsprungs am oberen Ende des Längsträgerprofils ermöglicht.

[0047] Gemäß einer Ausführungsform verlaufen die erste und die zweite Fläche parallel zueinander. Das Aufnahmeprofil ist dementsprechend nach dem Einschieben schräg von unten nach oben und vor dem Verschieben von oben nach unten in eine zu der ersten und zweiten Fläche parallele Ausrichtung verschwenkbar. Durch das Verschieben nach dem Verschwenken stützt sich das Aufnahmeprofil dann an der zweiten Fläche ab, sodass die Arretierung erreicht wird. Das Verschieben erfolgt insbesondere lediglich in einer Richtung, die der Ausrichtung der ersten und zweiten Fläche entspricht.

[0048] Gemäß einer Ausführungsform ist die erste Fläche als eine Ebene und die zweite Fläche als Schenkel eines Aufnahmewinkels ausgebildet. Ein weiterer Schenkel des Aufnahmewinkels ist dabei zur unteren Abstützung des Aufnahmeprofils ausgebildet. Vorteilhaft ist das Aufnahmeprofil somit in dem Aufnahmewinkel nach dem Arretieren auch nach unten abgestützt. Dies ist insbesondere zur Lastabstützung für die in dem Aufnahmeprofil gelagerte Ausfachung, vor allem auch zur Abstützung von Schneelasten und dergleichen, vorteilhaft. Auf diese Weise kann eine hohe Traglast der Überdachungsvorrichtung gewährleistet werden.

[0049] Gemäß einer Ausführungsform weist das Längsträgerprofil einen Lagerprofilabschnitt auf, an welchem ein Umgreifabschnitt des Sparrenhalters formschlüssig lagerbar ist. Ferner stützt sich das Aufnahmeprofil in einem arretierten Zustand seitlich an dem Lagerprofilabschnitt ab. Die erste und zweite Fläche sind in Längsrichtung jeweils neben dem Umgreifabschnitt angeordnet. Auf diese Weise sind der Umgreifabschnitt und das Aufnahmeprofil im montierten Zustand längs des Längsträgerprofils nebeneinander angeordnet.

[0050] Als Umgreifabschnitt ist ein Abschnitt des Sparrenhalters zu verstehen, welcher zum Umgreifen des Lagerprofilabschnitts geeignet ist. Der Lagerprofilabschnitt wird bei einem Umgreifen zumindest teilweise, insbesondere zumindest an zwei gegenüberliegenden Seiten, derart gegriffen, dass eine formschlüssige gelenkige Kopplung des Sparrenhalters mit dem Längsträgerprofil besteht.

[0051] Gemäß einer Ausführungsform weist das Aufnahmeprofil eine zur Abstützung an dem Lagerprofilabschnitt ausgebildete Stütznase auf. Insbesondere ist die Stütznase zumindest abschnittsweise zu dem Lagerprofilabschnitt korrespondierend ausgebildet. Vorzugsweise sind sowohl der Lagerprofilabschnitt an einem Abschnitt, an welchem sich die Stütznase abstützt, als auch die Stütznase zumindest abschnittsweise gerundet ausgebildet, sodass sie, insbesondere rotatorisch, aneinander abgleiten können. Auf diese Weise ist eine einfache Einstellbarkeit unterschiedlicher Anstellwinkel des Aufnahmeprofils gemeinsam mit dem Sparrenhalter ermöglicht.

[0052] Gemäß einer Ausführungsform schließt die Stütznase den zwischen dem Lagerprofilabschnitt und der ersten Fläche vorgesehenen Zwischenraum dicht ab. Insbesondere schließt sie den Zwischenraum insektendicht ab. Auf diese Weise wird das Eindringen von Insekten wirkungsvoll verhindert. Beispielsweise wird auf diese Weise die Einnistung von nestbauenden Fluginsekten, wie Wespen, Hornissen oder dergleichen, verhindert.

[0053] Gemäß einer Ausführungsform weist das Aufnahmeprofil eine zur Abstützung an der ersten Fläche vorgesehene Stützfläche und eine zur Arretierung des Aufnahmeprofils durch Abstützung an der zweiten Fläche vorgesehene Arretierfläche auf. Die Stützfläche ist vorzugsweise zu der ersten Fläche korrespondierend ausgebildet und entlang der ersten Fläche verschiebbar ausgebildet. Die Arretierfläche ist insbesondere derart vorgesehen, dass sie durch Verschieben des Aufnahmeprofils entlang der ersten Fläche mit der zweiten Fläche in Eingriff bringbar ist.

[0054] Gemäß einer Ausführungsform ist das Aufnahmeprofil als Glasaufnahmeprofil zur Aufnahme einer Glasausfachung ausgebildet. Es weist dabei einen Glasdichtungsabschnitt auf, der in einem arretierten Zustand nach oben vor die zweite Fläche vorsteht. Auf diese Weise liegt eine Glasausfachung längs des Längsträgerprofils lediglich auf dem Glasdichtungsabschnitt des Aufnahmeprofils auf, sodass vorteilhaft eine beschädigungsfreie und abgedichtete Lagerung ermöglicht ist.

[0055] Gemäß einer Ausführungsform weisen der Sparrenhalter und das Aufnahmeprofil an ihrem oberen Ende eine Dichtungsaufnahme auf, welche in dem arretierten Zustand zur Aufnahme eines unteren Endes einer durchgehenden Dichtung fluchten. Insbesondere ist so die Aufnahme einer mit ihrem oberen Ende an dem Abdeckvorsprung gelagerten Schmutz- und Insektenschutzdichtung in der Dichtungsaufnahme ermöglicht. Vorteilhaft ist somit auf einfache Weise ein wirksamer Schutz vor eindringenden Insekten, insbesondere nestbauenden Fluginsekten wie Wespen oder Hornissen, ermöglicht. Ferner dient die Schmutz- und Insektenschutzdichtung auch dem Schutz vor sich im Hohlraum bzw. Zwischenraum ansammelndem Schmutz, beispielsweise Laub, Spinnweben oder dergleichen. Zusätzlich kann sie auch zur Verdrängung von Feuchtigkeit dienen.

[0056] Zur Montage wird ein Einbringen in den Zwischenraum und Arretieren des Aufnahmeprofils vorzugsweise durch Einschieben von unten nach oben zwischen den Lagerprofilabschnitt und die erste Fläche und anschließendes Verschieben des Aufnahmeprofils von oben nach unten zwischen den Lagerprofilabschnitt und die zweite Fläche vorgenommen. Vorzugsweise wird dies derart vorgenommen, dass das Aufnahmeprofil an einer Seite von dem Lagerprofilabschnitt und an der anderen Seite von der ersten und zweiten Fläche abgestützt wird. Eingebracht wird das Aufnahmeprofil vorzugsweise durch schräges Einschieben von unten nach oben. Auf diese Weise ist das Aufnahmeprofil auf einfache Weise zwischen dem Lagerprofilabschnitt und dem Sparrenhalter einbringbar und arretierbar, ohne dass dazu Werkzeuge benötigt werden. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung verlaufen die erste und die zweite Fläche parallel zueinander. Nach dem Einschieben schräg von unten nach oben und vor dem Verschieben von oben nach unten wird das Aufnahmeprofil daher in eine zu der ersten und zweiten Fläche parallele Ausrichtung verschwenkt. Vorteilhaft kann es auf diese Weise entlang der ersten und zweiten Fläche in die arretierte Position verschoben werden.

[0057] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung. Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.

INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG



[0058] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
Fig. 1
eine perspektivische Schnittdarstellung einer Überdachungsvorrichtung;
Fig. 2
eine Vorderansicht einer Überdachungsvorrichtung;
Fig. 3
eine Schnittansicht der Überdachungsvorrichtung nach Fig. 2 entlang der Schnittlinie A-A;
Fig. 4
eine Vorderansicht eines in einen Sparrenhalter eingesetzten Aufnahmeprofils;
Fig. 5
eine schematische Darstellung der Entwässerungspfade durch den Sparrenhalter;
Fig. 6
eine Detaildarstellung der Überleitungen des Sparrenhalters;
Fig. 7
eine Schnittansicht eines Aufnahmeprofils mit daran arretierter Befestigungsleiste;
Fig. 8
eine perspektivische Darstellung eines Dichtkissen;
Fig. 9
eine perspektivische Darstellung des Aufnahmeprofils nach Fig. 7 in einem an dem Sparrenhalter arretierten Zustand;
Fig. 10
eine perspektivische Darstellung der Überdachungsvorrichtung mit einem dritten Entwässerungspfad;
Fig. 11
eine perspektivische Darstellung eines Längsträgerprofils und eines daran zu lagernden Sparrens;
Fig. 12
eine perspektivische Darstellung der Lagerseite des Sparrenhalters und des Aufnahmeprofils,;
Fig. 13
eine Seitenansicht einer Überdachungsvorrichtung mit Anschlussdichtung zum Längsträgerprofil;
Fig. 14
eine perspektivische Darstellung einer Terrassen-überdachung mit Wandanschluss; und
Fig. 15
eine perspektivische Darstellung einer Terrassen-überdachung mit Firstpfette.


[0059] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu zueinander gezeigt.

[0060] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente, Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist - jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.

BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN



[0061] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung einer Überdachungsvorrichtung.

[0062] Die Überdachungsvorrichtung 1 ist hier mit einer Glasausfachung ausgebildet. Dargestellt ist ein Stoßbereich zwischen einem die Ausfachung 7 in Längsrichtung aufnehmenden Aufnahmeprofil 4 und einem die Ausfachung 7 in Querrichtung aufnehmenden Sparren 5.

[0063] In dem dargestellten Stoßbereich ist ein Sparrenhalter 3 vorgesehen, welcher in der gezeigten Darstellung aber weitgehend überdeckt ist.

[0064] An dem Sparrenhalter 3 ist der Sparren 5 befestigt. Der Sparrenhalter 5 dient zur Halterung des Sparrens 5 an einem hier nicht dargestellten Längsträgerprofil 2, beispielsweise im Falle einer Terrassenüberdachung einem Wandanschlussprofil. Weiterhin ist an dem Sparrenhalter 3 das Aufnahmeprofil 4 aufgenommen. Durch zusätzliche Abstützung an einem Längsträgerprofil ist das Aufnahmeprofil 4 an dem Sparrenhalter 3 arretierbar.

[0065] In der dargestellten Ausführungsform ist das Aufnahmeprofil 4 seitlich an dem Sparrenhalter eingehängt. Selbstverständlich sind andere Arretierungsarten, beispielsweise eine Verschraubung, ein Verrasten oder dergleichen, ebenso möglich.

[0066] Das Aufnahmeprofil 4 erstreckt sich über einen in Längsrichtung an den Sparrenhalter 3 anschließenden Bereich. Es existiert ein Stoßbereich 49 bzw. ein Spalt am Übergang zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4. Erfindungsgemäß wird insbesondere dieser für Wassereintritt an sich anfällige Spalt bei der Montage ebenfalls silikonfrei vorgesehen.

[0067] Zur Befestigung einer auf dem Aufnahmeprofil 4 aufnehmbaren Ausfachung 7 ist eine an dem Aufnahmeprofil 4 arretierbare Befestigungsleiste 6 vorgesehen. Von der Befestigungsleiste 6 zu dem Aufnahmeprofil 4 ist eine mit einer Dichtung 16 gebildete Dichtebene vorgesehen, welche hier mit einer gestrichelten dicken Linie symbolisiert und ebenfalls silikonfrei ausgebildet ist. Die Dichtebene ist über den zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4 vorgesehenen Stoßbereich 49 bzw. Spalt bis in den Sparrenhalter 3 fortgeführt. Die Befestigungsleiste 6 und die Dichtung 16 erstrecken sich somit entlang der Befestigungsleiste über das Aufnahmeprofil 4 hinweg bis in den Sparrenhalter 3.

[0068] Der an dem Sparrenhalter 3 befestigte Sparren 5 weist unterhalb der Ausfachung 7 einen Entwässerungskanal 8 auf. Der Entwässerungskanal verläuft entlang des gesamten Sparrens 5 und mündet beispielsweise in eine an dem hier nicht dargestellten anderen Ende des Sparrens 5 angebrachten Dachrinne.

[0069] Obwohl die Dichtung 16 in einem nicht exponierten Bereich angeordnet ist, dringt insbesondere bei starkem Niederschlag Wasser bis an die Dichtung 16. Dieses bewegt sich entlang der Dichtung bis in den Sparrenhalter 3. Zur Ableitung des Wassers ist in dem Sparrenhalter 3 eine hier von einem Dehnungsdichtstück abgedeckte Überleitung 9 von der ersten Dichtebene zu dem Entwässerungskanal 8 vorgesehen. Da die Überleitung 9 in der dargestellten Ansicht verdeckt ist, ist diese mit einem gestrichelten Pfeil symbolisiert.

[0070] Die mit dem Sparrenhalter 3 gebildete Überleitung 9 transferiert somit eindringendes Wasser von der oberhalb der Ausfachung 7 angeordneten ersten Dichtebene in den unterhalb der Ausfachung 7 angeordneten Entwässerungskanal 8

[0071] Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht einer Überdachungsvorrichtung 1.

[0072] Der hier in einer Draufsicht dargestellte Sparren 5 ist mit einem Sparrenprofil gebildet. Beispielhaft handelt es sich in der dargestellten Ausführungsform um ein Aluminiumstrangpressprofil. Je nach Stützlast kann dieses bei Bedarf mit einem Stahlkern versehen sein.

[0073] Das Sparrenprofil ist im Querschnitt im Wesentlichen T-förmig ausgebildet und weist am unteren Ende beidseitig jeweils einen zur Aufnahme der Ausfachung 7 ausgebildeten T-Arm 51 und einen mittigen T-Fuß auf. In dem T-Arm 51 ist dementsprechend eine gleichzeitig als Notentwässerungskanal 18 dienende Nut zur Aufnahme einer Glasauflagedichtung 44 vorgesehen. Daran angrenzend und zu dem T-Fuß 52 nach innen gewandt ist der Entwässerungskanal 8 in dem Sparrenprofil integral ausgebildet.

[0074] Darüber hinaus ist an dem Sparren 5 auch eine Sparren-Befestigungsleiste 50 zu Befestigung der Ausfachung 7 an dem Sparren vorgesehen. Da diese mit der Sparrenneigung parallel zum Entwässerungskanal verläuft und das Sparrenprofil geschlossen ist, wird hier keine besondere Abdichtung zum Sparrenprofil benötigt.

[0075] Zum Kontaktieren der Ausfachung 7 wird aber an der Unterseite der Befestigungsleiste 50 eine hier nicht dargestellte Glasdichtung vorgesehen.

[0076] Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht der Überdachungsvorrichtung nach Fig. 2 entlang der Schnittlinie A-A.

[0077] In dieser Darstellung ist Schnitt durch das Aufnahmeprofil 4 und die Befestigungsleiste 6 gezeigt. Erkennbar ist hier zusätzlich zu der ersten Dichtung 16 eine zweite Dichtung 17 zwischen dem Aufnahmeprofil 4 der Befestigungsleiste 6 vorgesehen ist. Dementsprechend weist die Befestigungsleiste 6 oberhalb der Ausfachung 7 und unterhalb der ersten Dichtebene eine mit der zweiten Dichtung 17 gebildete zweite Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil 4 auf.

[0078] In dieser Darstellung ist darüber hinaus auch die Arretierung des Aufnahmeprofils 4 am seitlichen Rand des Sparrenhalters 3, durch welchen sich die Schnittebene A-A ebenfalls erstreckt, erkennbar. Das Aufnahmeprofil 4 ist seitlich an dem Sparrenhalter 3 eingehängt, welcher an der Oberseite eine erste Fläche 38 und an der Unterseite einen hakenartigen Abschnitt mit einer zweiten Fläche 39 zur Abstützung des Aufnahmeprofils 4 aufweist. Im endmontierten Zustand kann sich das Aufnahmeprofil 4 rückseitig an einem hier nicht dargestellten Längsträgerprofil abstützen, an welchem auch der Sparrenhalter 3 gelagert wird.

[0079] Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht eines in einen Sparrenhalter 3 eingesetzten Aufnahmeprofils 4.

[0080] Mit gestrichelten dicken Linien sind schematisiert die mit der ersten und zweiten Dichtung 16, 17 gebildeten ersten und zweiten Dichtebenen dargestellt. Die mit der ersten Dichtung 16 gebildete erste Dichtebene erstreckt sich weiter ins Zentrum des Sparrenhalters 3 als die mit der zweiten Dichtung 17 gebildete zweite Dichtebene. Vorteilhaft treffen auf diese Weise von der ersten und zweiten Dichtebene abgeleitete Wassermengen erst in dem Entwässerungskanal 8 aufeinander. Die Überleitung von den jeweiligen Dichteebenen beeinflusst sich somit nicht gegenseitig, sondern ist unabhängig voneinander vorgesehen.

[0081] Weiterhin ist in einem Stoßbereich 49 zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4 zwischen der ersten Dichtebene der zweiten Dichteebene ein Dichtkissen 21 angeordnet. Dieses verhindert insbesondere ein rückwärtiges Eindringen von Feuchtigkeit zwischen den beiden Dichtebenen durch den im Stoßbereich 49 vorhandenen Spalt, welche sich beispielsweise durch Wärmedehnungseffekte weiten kann.

[0082] In einem unteren Bereich des Sparrenhalters gehen die Überleitungen 9, 10 in den Entwässerungskanal 8 über, welcher bereits im Sparrenhalter 3 beginnt.

[0083] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der Entwässerungspfade durch den Sparrenhalter 3.

[0084] Der Sparrenhalter 3 ist hier zusammen mit den beispielhaft als Dichtschnur ausgebildeten ersten und zweiten Dichtungen 16, 17 perspektivisch dargestellt.

[0085] Die erste Dichtung 16 ist in einer ersten Dichtungsaufnahme 53 des Sparrenhalters 3 aufgenommen und bis zu einer Sparrenaufnahme 30 geführt. Die Dichtungsaufnahme 53 endet auf gleicher Höhe mit dem Entwässerungskanal 8. Die erste Überleitung 9 erstreckt sich von der Dichtungsaufnahme 53 senkrecht nach unten zu dem Entwässerungskanal 8. Der erste Entwässerungspfad verläuft somit von der ersten Dichtung 16 entlang der ersten Überleitung 9 gerade nach unten in den Entwässerungskanal.

[0086] Die zweite Dichtung 17 erstreckt sich bis zu einem zwischen der ersten Überleitung 9 und einer zweiten Überleitung 10 angeordneten Führungselement 19. Von dem Führungselement 19 bis zum Rand des Sparrenhalters 3 ist eine zweite Dichtungsaufnahme 54 in dem Sparrenhalter 3 vorgesehen. Eine zweite Überleitung 10 erstreckt sich schräg nach unten von der zweiten Dichtungsaufnahme 54 zu dem Entwässerungskanal 8. Der zweite Entwässerungspfad verläuft somit von der zweiten Dichtung 16 entlang der zweiten Überleitung 10 schräg nach unten in den Entwässerungskanal 8.

[0087] Darüber hinaus ist einem Sparrenhalter eine Ausnehmung 33 zur Aufnahme eines hier nicht dargestellten elektrischen Anschlusssteckers für etwaige in dem Sparren geführte elektrische Leitungen bereitgestellt. Dieser ist von der gesamten Wasserführung, insbesondere von dem Entwässerungskanal 8, separiert.

[0088] Fig. 6 zeigt eine Detaildarstellung der Überleitungen 9, 10 des Sparrenhalters.

[0089] Es handelt sich um integral in dem Material des Sparrenhalters 3 geformte Überleitungen 9, 10.

[0090] Der Sparrenhalter ist beispielhaft als Spritzgussteil oder Druckgussteil ausgebildet, sodass die Dichtungsaufnahmen 53, 54, die Überleitungen 9, 10 sowie ein Anfang des Entwässerungskanals 8 und des Notwasserkanals 18 darin mit einer geeigneten Ausfräsung realisiert sind.

[0091] Der Notwasserkanal 18 ist zusätzlich zu dem Entwässerungskanal 8 parallel dazu verlaufend in dem Sparrenprofil des Sparrens 5 vorgesehen. Zur Speisung des Notwasserkanals, welcher in dem Sparrenprofil getrennt von dem Entwässerungskanal 8 verläuft, ist in dem Sparrenhalter 3, das heißt am Anfang des Entwässerungskanal 8, ein Überlauf 20 von dem Entwässerungskanal 8 zu dem Notwasserkanal 18 vorgesehen. Ist der Entwässerungskanal 8 daher insoweit ausgelastet, dass ein Wasserspiegel bis über den Überlauf 20 steigt, tritt das Wasser, wie mit dem gebogenen Fall schematisiert dargestellt, in den Notwasserkanal 18 über. Auf diese Weise kann der Notwasserkanal 18 bei sehr hohem Wasseraufkommen zusätzlich zu Entwässerung genutzt werden.

[0092] Fig. 7 zeigt eine Schnittansicht eines Aufnahmeprofils 4 mit daran arretierter Befestigungsleiste 6.

[0093] Aus dieser Ansicht ist die Kontur der Befestigungsleiste 6 im Detail erkennbar. Diese weist zur Arretierung an dem Aufnahmeprofil 4 einen ersten Stützsteg 11 auf, welcher zusammen mit der ersten Dichtung 16 die erste Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil 4 bildet. Die Befestigungsleiste weist ferner einen zweiten Stützsteg 12 auf, der zusammen mit der zweiten Dichtung 17 die zweite Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil 4 bildet.

[0094] Ferner weist die Befestigungsleiste 6 einen Befestigungssteg 13 auf, an welchem eine hier nicht dargestellte Glasdichtung anbringbar ist, welche im montierten Zustand die Ausfachung 7 kontaktiert.

[0095] An dem Aufnahmeprofil 4 sind ein erster Arretierungsabschnitt 14 und ein zweiter Arretierungsabschnitt 15 vorgesehen. Diese sind jeweils als Rastabschnitte ausgebildet, an welchen der erste und der zweite Stützsteg 11, 12 mit dem Aufnahmeprofil 4 zur Arretierung verrastbar sind. Die Stützstege 11, 12 weisen entsprechend zu den Arretierungsabschnitten 14, 15 korrespondierende Rastabschnitte auf, welche hier mit in dem Profil der Befestigungsleiste integrierten Stegen und Hinterschnitten gebildet sind.

[0096] An dem Aufnahmeprofil 4 sind die erste Dichtung 16 in dem ersten Arretierungsabschnitt 14 und die zweite Dichtung 17 in dem zweiten Arretierungsabschnitt 15 angeordnet. Das Aufnahmeprofil 4 weist dazu jeweils im Bereich eines Arretierungsabschnitts 14, 15 eine Dichtungsaufnahmenut auf, welche derart dimensioniert ist, dass die Stützstege 11, 12 im arretierten Zustand mit der jeweiligen Dichtung 16, 17 in Kontakt stehen, um so die erste und zweite Dichtebene zu bilden.

[0097] Im montierten Zustand liegen die Dichtungsaufnahmenuten des Aufnahmeprofils 4 ferner auf gleicher Höhe mit den in dem Sparrenhalter 3 vorgesehenen Dichtungsaufnahmen 53, 54, sodass die Dichtungen 16, 17 gerade über den Spalt im Stoßbereich 49 hinweg in den Sparrenhalter 3 geführt werden.

[0098] Die Arretierungsabschnitte 14, 15 und die Dichtungen 16, 17 sind in der hier im Querschnitt dargestellten Weise durchgehend an dem Aufnahmeprofil 4 vorgesehen. Die Befestigungsleiste 6 und die Dichtungen 16, 17 erstrecken sich jedoch über das Aufnahmeprofil 4 hinweg bis in den Sparrenhalter 3.

[0099] Wie in der dargestellten Ansicht erkennbar bilden der erste und der zweite Stützsteg 11, 12 ferner gemeinsam eine von dem Aufnahmeprofil 4 entfernte Rinne 23. Bei der dargestellten Ausführungsform ist dazu der zweite Stützsteg 12 nach abfallend bzw. schräg ausgebildet, sodass sich im Stoß zwischen dem ersten und zweiten Stützsteg 11, 12 eine keilförmige Rinne 23 bildet.

[0100] Entlang der Rinne 23 kann etwaiges die erste Dichtebene durchdringendes Wasser, welches sich beispielsweise bei sehr starkem Wasseraufkommen oder im Falle eines starken Anstellwinkels der Sparren, beispielsweise von 30°, zudem auch von der zweiten Dichtung 17 ablösen bzw. in Richtung Rinne wegbewegen kann, zusätzlich in den Entwässerungskanal 8 abgeführt werden. Auf diese Weise wird eindringendes Wasser stets von der hinsichtlich eines Übertritts hinter das Aufnahmeprofil anfälligen Stelle im Stoßbereich 49 zwischen Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4 fern gehalten.

[0101] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Darstellung eines in die Befestigungsleiste 6 einsetzbaren Dichtkissens 21.

[0102] Das Dichtkissen 21 weist im Wesentlichen die Form des zwischen der Befestigungsleiste 6 und der Aufnahmeprofil 4 gebildeten Hohlraums auf. Abweichend davon ist lediglich im Bereich der Rinne eine Ausnehmung 22 vorgesehen, welche einen Durchtritt von sich in der Rinne befindlichen Wasser in den Sparren 5 erlaubt.

[0103] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Darstellung des Aufnahmeprofils nach Fig. 7 in einem an dem Sparrenhalter arretierten Zustand.

[0104] In dieser Ansicht ist erkennbar, dass die Befestigungsleiste 6 in Längsrichtung über das Aufnahmeprofil 4 hinaus bis in den Sparrenhalter 3 verläuft. Im montierten Zustand ist das Befestigungsprofil 6 mit einem geringen, zur Überführung des Wassers aus der Rinne 23 ausreichenden Spalt bis an das Sparrenprofil geführt. Das Dichtkissen 21 ist in dem Stoßbereich 49 zwischen dem Sparrenhalter 3 und dem Aufnahmeprofil 4 in die Befestigungsleiste 6 eingesetzt und überbrückt somit den Stoßbereich 49 zwischen den beiden Dichtebenen.

[0105] Mit der Ausnehmung 22 wird die Rinne 23 lokal begrenzt, sodass die Rinne 23 direkt in den an dem Sparrenhalter 3 befestigten Sparren 5 mündet und austretendes Wasser in den Entwässerungskanal gelangt.

[0106] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Darstellung der Überdachungsvorrichtung 1 mit eingezeichnetem dritten Entwässerungspfad.

[0107] Um den Entwässerungspfad darzustellen ist die Befestigungsleiste 6 hier im Bereich des Sparrenhalters 3 ausgebrochen dargestellt. Tatsächlich ist die Befestigungsleiste in diesem Bereich aber, wie in Fig. 9 dargestellt, vollständig bis an den Sparren 5 fortgeführt.

[0108] Aus der Rinne 23 austretendes Wasser gelangt an dem Sparrenprofil nach unten in den Entwässerungskanal 8, wie mit den dicken Pfeilen symbolisiert dargestellt. Es handelt sich somit um einen von der ersten und zweiten Überleitung 9, 10 unabhängigen dritten Entwässerungsweg, welcher aber lediglich bei extremen Wassereintritten oder bei sehr starken Dachneigungen, beispielsweise >20°, zum Tragen kommt.

[0109] Bei üblichen Wassermengen und Dachneigungen bewegt sich eintretendes Wasser hingegen vorwiegend entlang der ersten und zweiten Dichtungen 16, 17 und wird durch die Überleitungen 9, 10 des Sparrenhalters 3 in den Entwässerungskanal 8 abgeführt.

[0110] Das gesamte Dichtungskonzept der dargestellten Ausführungsform lässt sich somit zusammenfassend wie folgt erläutern:
Die mit der ersten Dichtung 16 gebildete erste Dichtebene verhindert das Eindringen von Wasser hinter die Befestigungsleiste. Stattdessen wird das Wasser durch die erste Überleitung 9 des Sparrenhalters 3 abgeführt. Sollte dennoch, beispielsweise bei starkem Regen, eventuell Wasser die erste Dichtebene durchdringen und hinter die Befestigungsleiste eindringen, verhindert die mit der zweiten Dichtung 17 gebildete zweite Dichtebene eine Ansammlung des Wassers im unteren Teil des Aufnahmeprofils 4. Stattdessen wird das eingedrungene Wasser entlang der zweiten Dichtebene in den Sparrenhalter geleitet und mittels der zweiten Überleitung 10 abgeführt.

[0111] Sollte sich das Wasser zum Teil von der zweiten Dichtebene lösen, was nur bei hohen eindringenden Wassermengen, beispielsweise in Folge eines Defekts, oder bei sehr steilem Anstellwinkel der Überdachung beispielsweise bei 30°, zu erwarten wäre, ermöglicht die Rinne 23 eine Entwässerung über den dritten Entwässerungspfad. Das im Stoßbereich 49 in die Befestigungsleiste 6 eingesetzte Dichtkissen 21 ermöglicht dazu mit seiner Ausnehmung 22 bei Bedarf einen zusätzlichen Abfluss des Wassers im von dem Aufnahmeprofil 4 abgewandten Bereich der Befestigungsleiste 6 und verhindert gleichzeitig ein Einsickern im Stoßbereich 49.

[0112] Fig. 11 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Längsträgerprofils 2 und eines daran zu lagernden Sparrens 5.

[0113] Die Überdachungsvorrichtung 1 weist ein hier beispielhaft als Wandanschlussprofil ausgebildetes Längsträgerprofil 2 auf, an welchem der an seiner Lagerseite 32 zur Halterung bzw. Lagerung des Sparrens 5 an dem Längsträgerprofil 2 ausgebildete Sparrenhalter 3 aufnehmbar ist. Der Sparren 5 ist an der Befestigungsseite 31 des Sparrenhalters 3 befestigt.

[0114] Das Längsträgerprofil 2 weist einen zur Lagerung des Sparrenhalters 3 ausgebildeten Lagerprofilabschnitt 24 auf. Der Lagerprofilabschnitt 24 ist mit einer abschnittsweise runden Form, hier beispielhaft einer hohlen Kreiszylinderform, welche einteilig an einen Wandanschlussbereich des Wandanschlussprofils angebunden ist, gebildet.

[0115] Das Längsträgerprofil 2 ist beispielhaft als Strangpressprofil ausgebildet. Insbesondere enthält es Aluminium. Andere strangpressbare Werkstoffe, beispielsweise Kunststoffe, wären alternativ oder zusätzlich ebenfalls denkbar.

[0116] Das Längsträgerprofil 2 weist beispielhaft zwei Einführabschnitte 28 auf, welche beidseitig neben einem mit einem Rastmittel 29 versehenen Rastabschnitt 25 vorgesehen sind. In diesen Einführabschnitten 28 ist der Lagerprofilabschnitt 4 lokal ausgenommen, hier beispielhaft mit einer sekantenartigen Ausnehmung 27. Die Montage des Sparrenhalters 3 an dem Längsträgerprofil 2 ist somit beidseits des Rastabschnitts 25 möglich. Selbstverständlich würde für die Funktion des Einführens aber auch ein einzelner bzw. einseitig vorgesehener Einführabschnitt 28 ausreichen.

[0117] Nach dem Einführen ist der Sparrenhalter 3 durch seitliches Verschieben bzw. Längsverschieben in den Rastabschnitt formschlüssig an dem Lagerprofilabschnitt 24 befestigbar.

[0118] Ist der Sparrenhalter 3 mit dem Sparren 5 an dem Längsträgerprofil 2 befestigt, kann in einem längsseitig an den Sparrenhalter 3 anschließenden Bereich das Aufnahmeprofil 4 an dem Sparrenhalter 3 arretiert werden.

[0119] Ferner weisen der Sparrenhalter und das Längsträgerprofil eine Dichtungsaufnahme 48, 55 auf, an welchen eine den Spalt zwischen Sparrenhalter 3 und Längsträgerprofil 2 überbrückende Anschlussdichtung 36 anbringbar ist.

[0120] Fig. 12 zeigt eine perspektivische Darstellung der Lagerseite 32 des Sparrenhalters 3 und des Aufnahmeprofils 4.

[0121] Der Sparrenhalter 3 weist einen Umgreifabschnitt 26 mit einer zu dem Lagerprofilabschnitt 24 korrespondierenden Ausnehmung 27 auf. Dementsprechend handelt es sich bei der dargestellten Ausführungsform beispielhaft um eine kreiszylinderförmige Ausnehmung 27.

[0122] Der Umgreifabschnitt 26 mit seiner Ausnehmung 27 ist zur formschlüssigen Lagerung an dem Lagerprofilabschnitt 24 ausgebildet. Im montierten Zustand umgreift er dazu den Lagerprofilabschnitt 24 insoweit, dass eine schwenkbare formschlüssige Verbindung bereitgestellt ist.

[0123] Zur Arretierung des Aufnahmeprofils 4 sind die erste Fläche 38 und die zweite Fläche 39 parallel zueinander angeordnet, wobei die erste Fläche 38 in einem Bereich oberhalb der ersten Dichtebene und die zweite Fläche 39 in einem Bereich unterhalb der Ausfachung angeordnet ist. Zur Montage ist das Aufnahmeprofil 4 ist in einem längs des Längsträgerprofils 2 an den Sparrenhalter 3 anschließenden Bereich in einen zwischen dem Lagerprofilabschnitt 24 und der ersten und zweiten Fläche 38 vorgesehenen Zwischenraum 40 einbringbar und durch Abstützung an dem Längsträgerprofil 2, der ersten Fläche 38 und der zweiten Fläche 39 zwischen dem Längsträgerprofil 2 und dem Sparrenhalter 3 arretierbar. Das Einschieben und Arretieren ist in einem seitlichen Bereich des an den Sparrenhalter 3 anschließenden Aufnahmeprofils 4 vorgesehen, in welchem die erste und zweite Fläche 38, 39 des Sparrenhalters 3 angeordnet sind.

[0124] An zwei benachbarten Sparrenhaltern 3 ist das Aufnahmeprofil vorzugsweise gleichermaßen eingeschoben und arretiert vorgesehen. An dem Längsträgerprofil 2 stützt sich das Aufnahmeprofil 4, insbesondere über seine gesamte Länge, mit einer dazu vorgesehenen Stütznase 35 ab.

[0125] Um den Stoßbereichen 49 auch oberhalb der ersten Dichtebene gegen eindringendes Wasser zu schützen ist die erste Fläche 38 im Stoßbereich 49 mit einer Dichtung 34 versehen, welche zwischen die erste Fläche 38 und das Aufnahmeprofil 4 eingesetzt ist.

[0126] Fig. 13 zeigt eine Seitenansicht einer Überdachungsvorrichtung mit Anschlussdichtung 36 zum Längsträgerprofil 2.

[0127] Die Anschlussdichtung 36 ist als Schmutz- und Insektenschutzdichtung ausgebildet und wird mit ihrem unteren Ende in eine Dichtungsaufnahme 56 des Aufnahmeprofils 4 und die Dichtungsaufnahme 55 des Sparrenhalters 3 eingesetzt. An einem oberen Ende wird die Anschlussdichtung 36 in eine an einem Abdeckvorsprung des Längsträgerprofils 2 vorgesehene Dichtungsaufnahme 48 eingesetzt.

[0128] Die als Schmutz- und Insektenschutzdichtung ausgebildete Anschlussdichtung 36 dient insbesondere dem Schutz vor eindringenden nestbauenden Fluginsekten, Laub, Spinnweben oder dergleichen. Zusätzlich dient sie auch zur Verdrängung von Feuchtigkeit, beispielsweise bei extremem Niederschlag oder bei unter den Abdeckvorsprung 26 drückendem Wind, und unterstützt somit das gesamte Dichtungskonzept.

[0129] Die Anschlussdichtung 36 ist flexibel ausgebildet, sodass ein Verschwenken des Sparrenhalters 3 relativ zum Längsträgerprofil 2 dadurch nicht behindert ist.

[0130] Fig. 14 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Terrassenüberdachung mit Wandanschluss.

[0131] Bei der Terrassenüberdachung handelt es sich um eine Ausführungsform der Überdachungsvorrichtung 1, bei welcher das Längsträgerprofil 2 als an einer Wand 45 befestigtes Wandanschlussprofil ausgebildet ist.

[0132] In der dargestellten Ausführungsform weist die Überdachungsvorrichtung 1 eine Mehrzahl paralleler Sparren 5 auf, welche mittels Sparrenhalter 3 an dem Längsträgerprofil 2 gehaltert sind.

[0133] Zwischen den Sparren 5 verläuft eine Ausfachung 7, die beispielhaft als Glasausfachung ausgeführt ist. Alternativ oder Zusätzlich kann aber auch eine Ausfachung 7 in Form von andersartigen Platten, beispielsweise sogenannten Doppelstegplatten oder lichtundurchlässigen Platten vorgesehen sein. Die Ausfachung 7 ist mittels an den Sparren 5 und an den zwischen den Sparrenhalter an angeordneten Aufnahmeprofilen 4 vorgesehenen Glasauflagedichtungen aufgenommen und an der Oberseite der Ausfachung jeweils mit Befestigungsleisten 6, 50 befestigt.

[0134] An einem dem Längsträgerprofil 2 gegenüberliegenden Ende der Sparren 5 sind diese über ein Schwenklager an einer parallel zu dem Längsträgerprofil 2 verlaufenden Pfette 46 gelagert. Ein Anstellwinkel der Sparren 5 ist relativ zu der Wand 45 bzw. des daran fixierten Wandanschlussprofils positiv, sodass die Überdachungsvorrichtung 1 von dem Längsträgerprofil 2 aus zu der Pfette 46 hin abfällt. Die Pfette 46 bildet hier somit eine Fußpfette.

[0135] Die Pfette 46 wird von zwei endseitig daran angebrachten Pfosten 41 gestützt, welche in einem Boden 42 verankert sind.

[0136] Am dem Längsträgerprofil 2 abgewandten Ende der Sparren 5 ist ferner eine quer zu den Sparren 5 bzw. parallel zu der Pfette 46 verlaufende Dachrinne 43 mit zugehörigem Abflussrohr zur Aufnahme und Abführung von Niederschlag vorgesehen. Die Entwässerungskanäle 8 der Sparren 5 münden in die Dachrinne 43.

[0137] Darüber hinaus ist die Terrassenüberdachung mit in der DE 20 2016 005 197 U1 weiter im Detail beschriebenen weiteren Elementen aufgebaut.

[0138] Fig. 15 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Terrassenüberdachung mit Firstpfette.

[0139] Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß Fig. 14 ist die Überdachungsvorrichtung 1 hier nicht in Anschluss an eine Wand, sondern freistehend und beidseitig abfallend ausgebildet.

[0140] Das Längsträgerprofil 2 ist hier dementsprechend als Firstpfette ausgebildet und weist beidseitig je einen Lagerprofilabschnitt 24, sowie alle weiteren in Bezug auf die vorstehenden Figuren beschriebenen Elemente des Längsträgerprofils 2 auf. Das als Firstpfette ausgebildete Längsträgerprofil 2 ist mittels eines Schwenklagers gelenkig an einer parallel zu dem Längsträgerprofil 2 verlaufenden Pfette 46' gelagert, welche endseitig an mittleren Pfosten 41' gelagert ist.

[0141] Beidseitig sind hier an dem jeweils dem Längsträgerprofil 2 abgewandten Ende der Sparren 5 als Fußpfetten angeordnete Pfetten 46 und Dachrinnen 43 vorgesehen, die in gleicher Weise wie in Bezug auf Fig. 15 beschrieben ausgebildet sind.

[0142] Die Entwässerungskanäle 8 der Sparren 5 münden hier an beiden Seiten in die jeweilige Dachrinne 43.

[0143] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Art und Weise modifizierbar.

Bezugszeichenliste



[0144] 
1
Überdachungsvorrichtung
2
Längsträgerprofil
3
Sparrenhalters
4
Aufnahmeprofil
5
Sparren
6
Befestigungsleiste
7
Ausfachung
8
Entwässerungskanal
9
erste Überleitung
10
zweite Überleitung
11
erster Stützsteg
12
zweiter Stützsteg
13
Befestigungssteg
14
erster Arretierungsabschnitt
15
zweiter Arretierungsabschnitt
16
erste Dichtung
17
zweite Dichtung
18
Notwasserkanal
19
Führungselement
20
Überlauf
21
Dichtkissen
22
Ausnehmung
23
Rinne
24
Lagerprofilabschnitt
25
Rastabschnitt
26
Umgreifabschnitt
27
Ausnehmung
28
Einführabschnitt
29
Rastmittel
30
Sparrenaufnahme
31
Befestigungsseite
32
Lagerseite
33
Ausnehmung
34
Dichtung
35
Stütznase
36
Anschlussdichtung
37
Dehnungsdichtstück
38
erste Fläche
39
zweite Fläche
40
Zwischenraum
41. 41'
Pfosten
42
Boden
43
Dachrinne
44
Glasauflagedichtung
45
Wand
46
Pfette
47
Dichtungsaufnahme
48
Dichtungsaufnahme
49
Stoßbereich
50
Befestigungsleiste
51
T-Arm
52
T-Fuß
53
Dichtungsaufnahme
54
Dichtungsaufnahme
55
Dichtungsaufnahme
56
Dichtungsaufnahme



Ansprüche

1. Überdachungsvorrichtung (1), insbesondere zur Terrassenüberdachung, mit:

einem Sparrenhalter (3) zur Halterung eines Sparrens (5) an einem Längsträgerprofil (2);

einem Aufnahmeprofil (4), welches zur Aufnahme einer Ausfachung (7) in einem an den Sparrenhalter (3) anschließenden Bereich ausgebildet und an dem Sparrenhalter (3) arretierbar ist;

einer an dem Aufnahmeprofil (4) arretierbaren Befestigungsleiste (6), welche zur Befestigung einer auf dem Aufnahmeprofil (4) aufnehmbaren Ausfachung (7) ausgebildet ist; und

einem Sparren (5), welcher an dem Sparrenhalter (3) befestigt ist, wobei der Sparren (5) einen unterhalb einer Ausfachung (7) angeordneten Entwässerungskanal (8) aufweist,

wobei an der Befestigungsleiste (6) oberhalb der Ausfachung (7) eine mit einer ersten Dichtung (16) gebildete erste Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil vorgesehen ist, die in den Sparrenhalter übergeht, und wobei der Sparrenhalter eine erste Überleitung (9) von der ersten Dichtebene zu dem Entwässerungskanal (8) aufweist.
 
2. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsleiste (6) oberhalb der Ausfachung (7) und unterhalb der ersten Dichtebene eine mit einer zweiten Dichtung (17) gebildete zweite Dichtebene zu dem Aufnahmeprofil aufweist, die ebenfalls in den Sparrenhalter übergeht, wobei der Sparrenhalter (3) eine zweite Überleitung (10) von der zweiten Dichtebene zum dem Entwässerungskanal (8) aufweist.
 
3. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsleiste (6) zur Arretierung an dem Aufnahmeprofil (4)einen ersten Stützsteg (11), welcher zusammen mit der ersten Dichtung (16) die erste Dichtebene bildet, und einen zweiten Stützsteg (12), der zusammen mit der zweiten Dichtung (17) die zweite Dichtebene bildet, aufweist.
 
4. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Aufnahmeprofil (4) ein erster Arretierungsabschnitt (14) und ein zweiter Arretierungsabschnitt (15) vorgesehen sind, an welchen der erste und der zweite Stützsteg (11, 12) mit dem Aufnahmeprofil (4) zur Arretierung verrastbar sind.
 
5. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Dichtung (16) in dem ersten Arretierungsabschnitt (14) und die zweite Dichtung (17) in dem zweiten Arretierungsabschnitt (15) angeordnet sind.
 
6. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Arretierungsabschnitte (14, 15) und die Dichtungen (16, 17) durchgehend an dem Aufnahmeprofil (4) vorgesehen sind.
 
7. Überdachungsvorrichtung nach einem der Anspruche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und der zweite Stützsteg (11, 12) gemeinsam eine Rinne (23) bilden, entlang welcher die erste Dichtebene durchdringendes Wasser zusätzlich in den Entwässerungskanal (8) abgeführt werden kann.
 
8. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem Stoßbereich (49) zwischen dem Sparrenhalter (3) und dem Aufnahmeprofil (4) ein den Stoßbereich (49) überbrückendes Dichtkissen (21) in die Befestigungsleiste (6) eingesetzt ist, welches eine die Rinne (23) lokal begrenzende Ausnehmung (22) aufweist.
 
9. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und/oder zweite Überleitung (9; 10) integral in dem Material des Sparrenhalters (3) geformt ausgebildet ist.
 
10. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sparren (5) mit einem Sparrenprofil gebildet ist, in welchem der Entwässerungskanal (8) integral ausgebildet ist.
 
11. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzlich zu dem Entwässerungskanal (8) ein parallel dazu verlaufender Notwasserkanal (18) des Sparrens (5) vorgesehen ist, wobei der Sparrenhalter (3) einen Überlauf (20) von dem Entwässerungskanal (8) zu dem Notwasserkanal (18) aufweist.
 
12. Überdachungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sparrenhalteran einem Längsträgerprofil (2) gelagert ist und eine erste Fläche (38) und eine zweite Fläche (39) zur Arretierung des Aufnahmeprofils aufweist, wobei die erste Fläche (38) in einem Bereich oberhalb der ersten Dichtebene und die zweite Fläche (39) in einem Bereich unterhalb der Ausfachung angeordnet ist.
 
13. Überdachungsvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Fläche (38) zumindest im Stoßbereich (49) zwischen dem Sparrenhalter (3) und dem Aufnahmeprofil (4) mit einer Dichtung (34) versehen ist.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente