[0001] Die Erfindung betrifft Packungen für Zigaretten mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1.
[0002] Dichtpackungen für Zigaretten bestehen aus einem Dichtblock als Innenpackung und
einer Außenpackung, insbesondere in der Ausführung als Klappschachtel. Der Dichtblock
ist mit einer Öffnungshilfe versehen, bei der eine mehrfach benutzbare, durch geeigneten
Kleber fixierte Verschlusslasche durch Abziehen in die Öffnungsstellung und danach
wieder in die Schließstellung gebracht werden kann. In der Öffnungsstellung ist eine
Entnahmeöffnung des Dichtblocks freigelegt.
[0003] Bekannt sind auch bereits Packungen, bei denen die Verschlusslasche mit einem Betätigungslappen
an der Innenseite eines Deckels - Deckel-Vorderwand - einer Klappschachtel fixiert
ist. Beim Öffnen des Deckels der Außenpackung wird demnach die Verschlusslasche (selbsttätig)
mit in die Öffnungsstellung bewegt. Beim Schließen des Deckels wird so auch die Verschlussstellung
geschaffen (
WO 2013/120913).
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Technologie hinsichtlich des Aufbaus, der Funktionalität
und der Herstellung von Dichtpackungen für Zigaretten weiterzuentwickeln und zu verbessern,
insbesondere hinsichtlich der Struktur der Öffnungshilfe.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Packung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 ausgebildet.
[0006] Eine Besonderheit der Innovation besteht demnach darin, dass die Entnahmeöffnung
nicht beim erstmaligen Öffnen der Packung durch Entfernen eines Öffnungsstücks bzw.
einer Öffnungslasche des Dichtblocks entsteht. Vielmehr wird der Dichtblock mit einer
vorgefertigten Entnahmeöffnung versehen. Vorzugsweise wird diese - wenn der Dichtblock
aus einem Folienzuschnitt gefertigt ist - im Bereich einer (fortlaufenden) Folienbahn
für die Herstellung von Zuschnitten für den Dichtblock angebracht, und zwar durch
Schneiden oder Stanzen in einer Position, die der packungsgemäßen Stellung entspricht.
[0007] Die Öffnung bzw. Entnahmeöffnung ist (vollständig) von einer Verschlusslasche abgedeckt.
Überdeckungsränder sind mittels Dauerkleber, vorzugsweise Pressure Sensitive Adhesives
(PSA-Kleber) mit einem die Öffnung umgebenden Rand der Folie verbunden ist. Vorzugsweise
wird die Verschlusslasche ebenfalls im Bereich der Folienbahn positionsgerecht angebracht,
und zwar alternativ vor oder nach dem Herstellen der (Entnahme-)Öffnung. Besonders
vorteilhaft ist ein Verfahren, bei dem zuerst die Verschlusslasche in packungsgerechter
Position an der Folienbahn angebracht und sodann im Bereich der Verschlusslasche eine
die Entnahmeöffnung der Packung bildende Öffnung hergestellt wird durch Stanzen oder
durch Laser.
[0008] Gemäß einer weiteren (eigenständigen) Erfindung ist die Öffnungshilfe für den Dichtblock
in die aus mindestens zwei Lagen bzw. Einzelfolien bestehende (Laminat-)Folie integriert.
Von den überwiegend vollflächig miteinander (durch Leim) verbundenen Lagen bzw. Folien,
bildet eine Lage bzw. Einzelfolie (an der Außenseite des Folienblocks) eine Verschlusslasche,
die andere (innenliegende) Lage bzw. Einzelfolie bildet die Entnahmeöffnung. Insbesondere
ist durch entsprechende Stanzung im Bereich der inneren Lage bzw. Einzelfolie eine
Öffnungslasche gebildet, die aufgrund Verbindung mit der Verschlusslasche der anderen
Einzelfolie bei Betätigen der Öffnungshilfe in eine Öffnungsstellung gebracht wird
und so die Entnahmeöffnung schafft bzw. frei gibt. Eine Besonderheit bei dieser Ausführung
ist die ausgewählte Positionierung von Leimfeldern, insbesondere in einer U-förmigen
Flächenstruktur, zur (lösbaren) Verbindung von Elementen der Öffnungshilfe miteinander.
[0009] Eine Besonderheit der Öffnungshilfe besteht darin, dass eine vorzugsweise sich über
die volle Breite der Verschlusslasche erstreckende end- bzw. randseitige Griff- oder
Betätigungslasche frei von Kleber und vorzugsweise einlagig ausgebildet ist. Die Betätigungslasche
ist insbesondere über eine Leimverbindung an der Innenseite einer Deckel-Vorderwand
einer Klappschachtel fixiert, sodass beim Öffnen des Deckels die Verschlusslasche
in eine Öffnungsstellung gelangt.
[0010] Ausführungsbeispiele der Packungen, von Verpackungsmaterial sowie Verfahren und Vorrichtungen
werden nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Folienblock bzw. Dichtblock mit Zigaretten in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine komplette (Zigaretten-)Packung in geöffneter Stellung, ebenfalls in Perspektive,
- Fig. 3
- einen stirnseitigen Teilbereich der Packung gemäß Fig. 2 im Vertikalschnitt III-III,
bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 4
- eine Darstellung analog Fig. 3 für ein anderes Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5
- einen ausgebreiteten Zuschnitt für einen Folienblock gemäß Fig. 1 in der Ausführung
gemäß Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Querschnitt VI-VI des Zuschnitts in Fig. 5, bei vergrößertem Maßstab,
- Fig. 7
- einen Zigaretten-(Dicht-)Block einer anderen Ausführungsform in Perspektive,
- Fig. 8
- eine (Zigaretten-)Packung mit Klappschachtel in geöffneter Stellung in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 9
- einen Zuschnitt für eine Innen-Packung bzw. einen Folienblock in der Ausführung gemäß
Fig. 7,
- Fig. 10
- einen Querschnitt X-X des Zuschnitts gemäß Fig. 9, in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 11
- eine weitere Ausführungsform einer (Zigaretten-)Packung bei geöffnetem Deckel einer
Außenpackung in Perspektive,
- Fig. 12
- einen Vertikalschnitt eines deckelseitigen Bereichs der Packung gemäß Fig. 11 in der
Schnittebene XII-XII in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 13
- einen Zuschnitt für eine Innenpackung bzw. einen Folienblock in der Ausführung gemäß
Fig. 11, Fig. 12,
- Fig. 14
- einen Querschnitt XIV-XIV durch den Zuschnitt gemäß Fig. 13 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 15
- einen Ausschnitt einer Einrichtung zum Fertigen von Folienbahnen für die Herstellung
von Zuschnitten gemäß Fig. 5 in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 16
- einen Ausschnitt analog Fig. 15 mit einer Fertigungsalternative,
- Fig. 17
- einen Ausschnitt einer Fertigungseinrichtung für Zuschnitte mit den Merkmalen der
Fig. 4,
- Fig. 18
- eine weitere Ausführung einer Einrichtung zum Vorbereiten von Folienbahnen in schematischer
Seitenansicht,
- Fig. 19
- einen Ausschnitt XIX der Vorrichtung gemäß Fig. 18 in vergrößertem Maßstab.
[0011] Die Ausführungsbeispiele der Zeichnungen befassen sich mit der Gestaltung von Packungen
für Zigaretten 10. Eine formierte, nämlich aus (mehreren) Reihen bestehende Zigarettengruppe
ist Inhalt einer Innenpackung, nämlich eines als Folienblock ausgebildeten Dichtblocks
11.
[0012] Dieser besteht vorliegend aus vorzugsweise einem Zuschnitt 12 aus Folie, insbesondere
aus einer feuchtigkeits- und aromadichten Folie. Die Gruppe der Zigaretten 10 wird
vorzugsweise vollständig, d. h. an allen Seiten, von dem Zuschnitt umhüllt, bildet
demnach einen Dichtblock mit Innen-Vorderwand 13, Innen-Rückwand 14, Innen-Seitenwänden
15, Innen-Bodenwand 16 und Innen-Stirnwand 17. Der Zuschnitt 12 ist so ausgebildet
bzw. um die Gruppe der Zigaretten 10 herumgefaltet, dass die Innen-Stirnwand 17 frei
von Faltungen ist, also eine durchgehend geschlossene Wandung bildet. In diesem Bereich
ist eine Öffnungshilfe 18 angebracht, die den leichten, insbesondere selbsttätigen
Zugang zum Packungsinhalt ermöglicht. Der Folienblock 11 bildet zu diesem Zweck eine
Entnahmeöffnung 19 im stirnseitigen Bereich. Vorzugsweise erstreckt sich die Entnahmeöffnung
19 im Bereich der Innen-Stirnwand 17 und einem anschließenden, stirnseitigen Teilstück
der Innen-Vorderwand 13. Die Entnahmeöffnung 19 ist vorzugsweise mittig angeordnet,
mit (deutlich) geringerer Breite als der Folienblock 11.
[0013] Die Entnahmeöffnung 19 ist - bei geschlossener Packung - überdeckt von einem Verschlussmittel,
insbesondere einer Verschlusslasche 20. Diese überdeckt die Entnahmeöffnung 19 vorzugsweise
vollständig und bildet vorzugsweise ringsherum einen streifenförmigen Überstand mit
Längsstreifen 21 und Querstreifen 22. Ein Verankerungsstreifen 23 ist dauerhaft mit
dem Folienblock 11 verbunden, insbesondere als Schenkel der Verschlusslasche 20 im
Bereich der Innen-Rückwand 14. Die vorgenannten Randstreifen 21, 22, 23 sind durch
Klebung mit dem Folienblock 11 verbunden, jeweils in einem die Entnahmeöffnung 19
umgebenden Randstreifen. Mindestens die Längsstreifen 21 und der Querstreifen 22 sind
mit lösbarem und mehrfach wirkendem Kleber fixiert, insbesondere PSA-Kleber.
[0014] Die Verschlusslasche 20 ist in einem Endbereich, nämlich im Bereich eines in die
Innen-Vorderwand 13 ragenden Schenkels mit einer Griff- bzw. Betätigungslasche 24
versehen.
[0015] Diese ist mindestens an der der Innen-Vorderwand 13 zugekehrten Seite leimfrei und
kann dadurch erfasst werden. Die Betätigungslasche 24 erstreckt sich vorzugsweise
über die volle Breite der Verschlusslasche 20 als Randstreifen derselben.
[0016] Eine Besonderheit besteht darin, dass die Betätigungslasche 24 bei den gezeigten
Ausführungsbeispielen mit einem bewegbaren Teil einer Außenpackung 25 verbunden ist.
Die Außenpackung ist hier eine Klappschachtel mit Schachtelteil 26 und Deckel 27.
Dieser ist im Bereich einer Schachtel-Rückwand 28 mit einer Deckel-Rückwand 29 über
ein Liniengelenk 30 schwenkbar mit dem Schachtelteil 26 verbunden.
[0017] Die Verschlusslasche 20 ist mit dem Deckel 27 verbunden, derart, dass beim Öffnen
desselben die Verschlusslasche 20 ebenfalls in Öffnungsstellung gelangt (Fig. 3, Fig.
4). Zu diesem Zweck ist die Betätigungslasche 24 der Verschlusslasche 20 mit dem Deckel,
nämlich mit einer Deckel-Vorderwand 31, verbunden. Insbesondere durch Leim bzw. durch
einen sich in Längsrichtung der Betätigungslasche 24 erstreckenden Leimstreifen 32.
Dieser ist an der Außenseite der Betätigungslasche 24 angebracht. Bei der Herstellung
der Packung bzw. beim Einführen des Folienblocks 11 in die Außenpackung 25 wird in
der Schließstellung des Deckels 27 die Verbindung mit der Betätigungslasche 24 über
den Leimstreifen 32 hergestellt. Vorzugsweise ist an der Innenseite der Deckel-Vorderwand
31 ein Deckel-Innenlappen 33 angebracht. Mit diesem ist die Betätigungslasche 24 (dauerhaft)
verbunden. Beim Schließen des Deckels 27 kehrt auch die Verschlusslasche 20 in die
Schließstellung (Fig. 1) zurück.
[0018] Der Folienblock 11 bzw. Dichtblock ist gemäß Fig. 1 mit einer Kuvertfaltung im Bereich
der Innen-Seitenwände 15 ausgebildet. Auch im Bereich der Bodenwand 16 sind einander
überdeckende Faltlappen, vorzugsweise als Kuvertfaltung, gebildet. Die Faltlappen
sind durch thermisches Siegeln dicht miteinander verbunden. Weiterhin ist innerhalb
des Folienblocks 11 ein Stützorgan angeordnet, insbesondere ein Tray 34 bekannter
Ausführung, vorzugsweise mit Vorderwand, Seitenlappen und Bodenwand.
[0019] Eine Besonderheit besteht darin, dass die Entnahmeöffnung 19 mindestens teilweise
frei ist, also ohne den bei der Vorbereitung des Zuschnitts 12 im Bereich der Entnahmeöffnung
19 liegenden Öffnungslappen 35. Dieser ist Teil der Folie im Bereich der Entnahmeöffnung
19. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis Fig. 3 ist der Öffnungslappen 35
vollständig beseitigt. Der Zuschnitt ist demnach mit einer Ausnehmung versehen, die
bei der fertigen Packung - Folienblock 11 - die Entnahmeöffnung 19 bildet. Zu diesem
Zweck wird im Bereich des ungefalteten Zuschnitts, vorzugsweise im Bereich einer fortlaufenden
Folienbahn 36 zum Herstellen der Zuschnitte 12 ein exakt auf die Gestaltung des Folienblocks
11 ausgerichtete Stanzung angebracht, und zwar bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.
1 bis 3 eines ringerherum geschlossene Stanzung, die zu einer im Wesentlichen rechteckigen
Ausnehmung entsprechend der Entnahmeöffnung 19 führt, insbesondere mit leicht konvergierenden
- zur Betätigungslasche 24 - Rändern. Der Öffnungslappen 35 fällt demnach als Zuschnittteil
an und wird beseitigt.
[0020] Alternativ (Fig. 4, Fig. 5, Fig. 6) wird eine U-förmige Stanzung im Zuschnitt 12
bzw. der Folienbahn 36 angebracht zur Bildung einer Öffnung. Der entstehende Öffnungslappen
35 bleibt entlang einer Kante 37 in Verbindung mit dem Zuschnitt 12. Der Öffnungslappen
35 wird hier aus dem Bereich der Entnahmeöffnung 19 herausgefaltet und an eine Wandung
des Folienblocks 11 angelegt, vorliegend (Fig. 4, Fig. 5) an die Innenseite der Innen-Rückwand
14. Auch hier ist demnach eine freie Öffnung gebildet als Entnahmeöffnung 19. Der
Öffnungslappen 35 wird vorzugsweise mit der Wandung des Folienblocks 11 verbunden,
insbesondere durch Verklebung und/oder durch thermisches Siegeln, vorliegend mit zwei
Siegelstreifen 38.
[0021] Eine (eigenständige) Besonderheit ist die Ausbildung der Leimbereiche bzw. des Leimbildes
zum (lösbaren) Verbinden der Verschlusslasche 20 mit dem Folienblock 11. Wie insbesondere
aus Fig. 5 ersichtlich, ist die Verschlusslasche 20 mit einem rahmenartig ausgebildeten,
die Entnahmeöffnung 19 umgebenden Leimbild versehen. Dieses kann bei der Herstellung
an der (aus einem gesonderten Zuschnitt bestehenden) Verschlusslasche 20 und/oder
am Zuschnitt 12 angebracht sein.
[0022] Das Leimbild (vorzugsweise PSA-Kleber), insbesondere mit Längsstreifen 21, Querstreifen
22 und Verankerungsstreifen 23, ist mit unterschiedlicher Haftwirkung ausgebildet,
entsprechend der Beanspruchung beim Öffnen und beim Schließen des Folienblocks 11.
Vorzugsweise ist mindestens der Querstreifen 22 mit geringerer Haftwirkung ausgebildet
als die übrigen Abschnitte des Leimbildes. Vorliegend sind auch Anfangsschenkel 39
der Längsstreifen 21 mit geringerer Haftwirkung ausgebildet, sodass insbesondere die
Einleitung des Öffnungsvorgangs für die Verschlusslasche 20 erleichtert ist. Die weiteren
Teile des Leimbildes, nämlich die Längsstreifen 21 und der Querstreifen 22, sind mit
höherer Haltkraft ausgebildet, vorzugsweise durchgängig mit derselben Haltekraft.
Alternativ kann der Verankerungsstreifen 23 mit nochmals erhöhter Haltekraft ausgebildet
sein, um die dauerhafte Fixierung der Öffnungslasche 20 am Folienblock 11 zu gewährleisten.
[0023] Die unterschiedlichen Halte- bzw. Verbindungswirkungen der Bereiche des Leimbildes
können durch entsprechende Auswahl unterschiedlicher Leimarten bewirkt werden und/oder
durch unterschiedliche Schichtdicken und/oder durch unterschiedliche Strukturen des
Querstreifens 22 einerseits und der Längsstreifen 21 andererseits erreicht werden.
[0024] Diese Gestaltung der Leimverbindung der Verschlusslasche 20 mit dem Folienblock 11
kann auch bei herkömmlichen (Dicht-)Packungen und bei Packungen entsprechend Fig.
11 bis Fig. 14 angewendet werden. Bei den angesprochenen herkömmlichen Packungen kann
es sich um solche handeln, bei denen der Öffnungslappen 35 in der Ausgangsstellung
bleibt und mit der Verschlusslasche 20 verbunden ist.
[0025] Bei dem Folienblock 11 gemäß Fig. 1, Fig. 2 und dem hierzu passenden Zuschnitt 12
gemäß Fig. 5 sind die Innen-Seitenwände 15 durch trapezförmige Faltlappen gebildet.
Fig. 7 bis Fig. 10 befasst sich mit einer Alternative hinsichtlich der Ausbildung
der Öffnungshilfe 18, aber auch hinsichtlich der Ausbildung des Folienblocks 11. Dieser
weist im Bereich der Innen-Seitenwände 15 Verbindungsnähte in der Ausführung als Flossennaht
auf. Des Weiteren ist hier die Innen-Bodenwand 16 frei von Faltungen. Eine Quernnaht
40 befindet sich im Bereich einer Innen-Rückwand 14, insbesondere in der Ausführung
als Flossennaht.
[0026] Die Öffnungshilfe 18 ist bei diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass der
Zuschnitt 12 (Fig. 9) eine ringsherum freie Entnahmeöffnung 19 erhält. Es wird demnach
- im Bereich der Folienbahn 36 - eine komplette Stanzung angebracht unter Erzeugung
einer (Entnahme-)Öffnung 19. Der dabei entstehende Öffnungslappen 35 wird als Abfallstück
entsorgt. Es bleibt eine freie Öffnung, insbesondere mit zur Seite der Betätigungslasche
24 konvergierenden Öffnungsrändern.
[0027] Bei den Ausführungsbeispielen mit einer Verschlusslasche 20 aus gesondertem Zuschnitt
ist vorzugsweise der (PSA-)Kleber an der Innenseite der Verschlusslasche 20 angebracht.
Vorzugsweise wird ein Leimbild in der Ausführung eines geschlossenen Rahmens geschaffen
mit den Schenkeln bzw. Streifen 21, 22, 23. Ein mittlerer Bereich der Verschlusslasche
20 ist leimfrei und vorzugsweise mit einer Bedruckung 61 versehen. Die Leimfelder
bzw. -streifen sind gegenüber der (Entnahme-)Öffnung 19 geringfügig zurückgesetzt,
sodass ein schmaler, leimfreier Streifen vorzugsweise ringsherum entsteht, etwa von
1,5 mm Breite.
[0028] Im Bereich eines leimfreien Teils der Verschlusslasche 20, nämlich im Bereich der
Betätigungslasche 24, sind die Leimbilder angebracht zum Verbinden der Betätigungslasche
24 mit der Innenseite der Deckel-Vorderwand 31. Es sind zwei Alternativen gezeigt:
Es kann ein geschlossener, durchgehender Leimstreifen 32 angebracht sein. Alternativ
ist eine Anzahl von nebeneinander liegenden Leimpunkten 41.
[0029] Eine hinsichtlich des Dichtblocks bzw. Folienblocks 11 und insbesondere im Bereich
der Öffnungshilfe 18 besondere Ausführung ist in Fig. 11 bis Fig. 13 dargestellt.
Die Folie für den Folienblock 11 ist mehrlagig ausgebildet, besteht insbesondere aus
zwei Lagen bzw. Einzelfolien 42 und 43 (Fig. 14). Diese Lagen bzw. Folien 42, 43 sind
- überwiegend - vollflächig durch eine Leimschicht 44 aus vorzugsweise nicht lösbarem
Leim miteinander verbunden, sodass in diesem Bereich die Einzelfolien 42, 43 eine
nicht trennbare Folieneinheit bilden.
[0030] Vorzugsweise ist mindestens eine der Einzelfolien 42, 43, vorliegend die innenseitige
Einzelfolie 43, als aroma- und feuchtigkeitsdicht ausgebildet, vorzugsweise durch
eine durch Aufdampfen angebrachte (metallische) Sperrschicht 45. Diese liegt hier
innerhalb der mehrlagigen Folie. Die Leimschicht 44 verbindet demnach die Einzelfolien
42, 43 im Bereich der Sperrschicht 45.
[0031] Die in beschriebener Weise ausgebildete mehrlagige Folie kann mit einer Öffnungshilfe
18 versehen sein, die den bisherigen Ausführungsbeispielen entspricht. Die Struktur
der Folie ermöglicht aber eine in besonderer Weise ausgebildete Öffnungshilfe 18,
die in die Folie unter Nutzung der Einzelfolien 42, 43 integriert ist.
[0032] Die Verschlusslasche 20 wird durch die außenliegende Einzelfolie 42 gebildet. Die
innenliegende Einzelfolie 43 ist so bearbeitet, dass sie entweder eine bei der Fertigung
angebrachte Öffnung als Entnahmeöffnung 19 oder eine mit Hilfe der Verschlusslasche
20 beim Öffnungsvorgang heraustrennbare Öffnungslasche bzw. einen Öffnungslappen 35
bildet. Dieser ist, wie gezeigt, durch vorzugsweise vollflächige Klebung (innenseitig)
mit der Verschlusslasche 20 verbunden.
[0033] Die Öffnungshilfe 18 wird bei dieser Packung im Bereich des Zuschnitts 12 (Fig. 13),
vorzugsweise aber bei der Herstellung der (mehrlagigen) Folie - Folienbahn 36 - hergestellt,
und zwar durch gezielte Anbringung unterschiedlicher Leimtypen, durch Bildung von
leimfreien Bereichen zwischen den Einzelfolien 42, 43 und durch gezieltes Anbringen
von Trennlinien in den einzelnen Lagen 42, 43.
[0034] Die Anbringung der Öffnungshilfe 18 ist in den Herstellungsprozess der Folie bzw.
der Folienbahn 36 integriert. Vorzugsweise werden beim Zusammenfügen der Lagen bzw.
Einzelfolien 42, 43 Flächen ausgespart bzw. zeitgleich oder versetzt mit Leim versehen,
die zur Funktionalität der Öffnungshilfe 18 erforderlich sind. Bei dem vorliegenden
Beispiel ist eine vorzugsweise U-förmige Fläche zwischen den Einzelfolien 42, 43 mit
lösbarem Leim (PSA-Kleber) versehen, analog zu dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
zur Bildung von Längsstreifen 21, Querstreifen 22. Alternativ kann eine Teil- oder
Vollbeschichtung mit Leim angebracht sein. Des Weiteren ist hinsichtlich der Anbringung
der Leimschicht 44 eine - streifenförmige, rechteckige - Freizone 46 geschaffen. In
diesem Bereich befindet sich kein Leim, also weder die Leimschicht 44 noch der (PSA-)Leim
der Öffnungshilfe 18. Hier befindet sich die Griff- bzw. Betätigungslasche 24.
[0035] Zur Bildung von Verschlusslasche 20 und/oder Öffnungslappen 35 werden Trennschnitte
bzw. -linien im Bereich der herzustellenden Öffnungshilfe 18 angebracht, vorzugsweise
in der hinsichtlich der Lagen 42, 43, 44, 45 fertiggestellten Folie. Die lediglich
im Bereich einer Lage angebrachten Trennlinien werden vorzugsweise durch Laser hergestellt
und dadurch hinsichtlich der Wirksamkeit auf die betreffende Lage beschränkt.
[0036] Die Außenkontur der Verschlusslasche 20 besteht aus einer vorzugsweise durchgehenden,
also ununterbrochenen, im Wesentlichen U-förmigen Schnittlinie 47 (nur) im Bereich
der äußeren Lage, also der Einzelfolie 42. Diese Schnittlinie erstreckt sich mit vorzugsweise
etwa parallelen Schenkeln im Bereich der Innen-Stirnwand 17 (mindestens teilweise)
und einem anschließenden, stirnseitigen Bereich der Innen-Vorderwand 13. Bei dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 13 verläuft die Schnittlinie 47 mit einem Endstück im Bereich der Innen-Rückwand
14. Ein quergerichteter Schenkel erstreckt sich in der Innen-Vorderwand 13 und begrenzt
die Betätigungslasche 24. Die Schnittlinie 47 bestimmt die Außenkontur der Verschlusslasche
20.
[0037] Die innenliegende Einzelfolie 43 bildet die Entnahmeöffnung 19 durch Beseitigen der
von der Einzelfolie 43 gebildeten Öffnungslappen, der bei dem vorliegenden Beispiel
mit der Verschlusslasche 20 verbunden ist, vorzugsweise durch die entsprechend angeordnete
Leimschicht 44. Die Kontur des Öffnungslappens 35 wird durch eine vorzugsweise ebenfalls
etwa U-förmige Schwächungslinie 48 bestimmt, die durch Anwendung entsprechender Technologien
(Laser) auf die Einzelfolie 43 (einschließlich der dünnen Sperrschicht 45) begrenzt
ist. Die Schwächungslinie 48 kann als Perforation - mit Restverbindungen -, vorzugsweise
aber als durchgehende Schnittlinie ausgebildet sein.
[0038] Vorliegend ist die Anordnung so getroffen, dass die Enden der Schnittlinie 47 einerseits
und der Schwächungslinie 48 andererseits - im Bereich der Innen-Rückwand 14 - benachbart
zueinander enden.
[0039] Das Leimbild der Öffnungshilfe 18, also das U-förmige Leimbild mit Längsstreifen
21 und Querstreifen 22, ist hinsichtlich der Leimstärke in der beschriebenen Weise
(Fig. 5) ausgebildet. Die Leimstreifen 21, 22 sind so bemessen, dass die Schnittlinie
47 und die Schwächungslinie 48 - letztere komplett - im Bereich des Leimbildes 21,
22 liegen, natürlich mit Ausnahme der Kontur für die Betätigungslasche 24. Das Leimfeld
aus vorzugsweise PSA-Kleber ist, wie aus Fig. 13 und Fig. 14 ersichtlich, geringfügig
breiter als der Abstand zwischen den Schnittlinien 47 und Schwächungslinien 48, sodass
in diesem Bereich die Trennlinien durch den lösbaren Kleber überdeckt sind.
[0040] Die so ausgebildete Öffnungshilfe kann von Hand betätigt werde (durch Erfassen der
Betätigungslasche 24). Bei dem vorliegenden Beispiel ist die Betätigungslasche 24
in der beschriebenen Weise mit der Innenseite des Deckels 27 einer als Klappschachtel
ausgebildeten Außenpackung 25 verbunden, sodass ein selbsttätiges Öffnen und Schließen
gewährleistet ist. Wie insbesondere aus Fig. 12 ersichtlich, wird beim Öffnungsvorgang
im Bereich der herzustellenden Entnahmeöffnung 19 die (mehrlagige) Folie komplett
aus dem Verbund herausgetrennt.
[0041] Die Außenpackungen 25 sind vorzugsweise als Hartpackungen ausgebildet, insbesondere
als Klappschachtel. Diese kann ohne Kragen, alternativ aber auch mit einem üblichen
Kragen 49 versehen sein (Fig. 8). Der Kragen ist mit einer frontseitigen Ausnehmung
50 versehen, die im Bereich der Frontseite durch seitliche Kragenstege 51 begrenzt
ist. Vorzugsweise ist die Ausnehmung 50 - zwischen den Kragenstegen 51 - so ausgebildet,
dass sie sich bis zu einer Schließkante 52 der Packung bzw. des Schachtelteils 26
erstreckt. In diesem Bereich - zwischen den Kragenstegen 51 - befindet sich die Verschlusslasche
20 und insbesondere die Betätigungslasche 24.
[0042] Bei Packungen mit einer Fixierung der Betätigungslasche 24 der Öffnungshilfe 18 an
der Innenseite der Deckel-Vorderwand 31 wird vorzugsweise nach Komplettierung der
Packung ein Anpressdruck auf die Außenseite der Deckel-Vorderwand 31 ausgeübt, vorzugsweise
im Bereich einer Vorrichtung (insbesondere Trockenrevolver). Der Druck wird durch
ein besonderes Druckstück gezielt auf die Deckel-Vorderwand 31 im Bereich der Verbindung
mit der Betätigungslasche 24 - bei geschlossenem Deckel 27 - übertragen. Bei einer
Packung mit Kragen 49 im Bereich zwischen den Kragenstegen 51.
[0043] Dadurch ist es möglich, bei den Klappschachteln als Außenpackung 25 einen Deckel-Innenlappen
33 einzusetzen, der sich vorzugsweise über die volle (Quer-)Abmessung der Deckel-Vorderwand
31 erstreckt. Eine gewisse Verformung der Deckel-Vorderwand 31 wird durch die Rückstellkräfte
des Materials nach Beendigung der Druckbelastung aufgehoben.
[0044] Die Öffnungshilfe wird vorzugsweise komplett im Bereich einer fortlaufenden Folienbahn
36 hergestellt. Fig. 15 und Fig. 16 betreffen unterschiedliche Konzepte für eine Öffnungshilfe
gemäß Fig. 4, Fig. 5, also mit am Zuschnitt 12 hängenden Öffnungslappen 35. Gemäß
Fig. 15 bleibt eine verkürzte (Rest-)Verbindung des durch Stanzung 53 gebildeten Lappens
35 mit der Folienbahn 36, also eine verkürzte Kante 37. Der Öffnungslappen 35 wird
während des Transports der Folienbahn 35 erfasst, abgehoben und umgelegt bis zur Anlage
an der Folienbahn außerhalb des Bereichs der geschaffenen Entnahmeöffnung 19. Hierzu
wird im Bereich einer Umlenkung - Umlenkwalze 54 - hinsichtlich einer frontseitigen
Kante angehoben. Der Öffnungslappen 35 kann nun von einem Huborgan erfasst werden,
vorliegend von einer (gekrümmten) spitz zulaufenden Hubschiene 55. Durch den Transport
der Folienbahn 36 wird der Lappen 35 angehoben und schließlich umgelegt. Es entsteht
dadurch im Bereich der Bahn die positionsgenau liegende Entnahmeöffnung 19.
[0045] Nachfolgend wird - im Bereich eines vertikalen Transportabschnitts der Folienbahn
36 - die Verschlusslasche 20 im Bereich der Entnahmeöffnung 19 unter exakter Ausrichtung
auf die Folienbahn 36 aufgebracht. Die Verschlusslasche 20 wird als gesonderter Zuschnitt
von einer Trägerbahn 56 im Bereich einer spitzwinkligen Umlenkung an die Folienbahn
36 angedrückt, und zwar auf der zu der Lasche 35 gegenüberliegenden (äußeren) Seite
der Folienbahn. Danach gelangt die Folienbahn 35 in den Bereich einer Trennstation
57. Hier werden die Zuschnitte 12 durch quergerichtete Trennmesser 58 nacheinander
von der Bahn 36 abgetrennt. Alternativ kann die Folienbahn 36 um eine Folge von Zigarettengruppen
herumgefaltet werden unter Bildung einer fortlaufenden, schlauchförmigen Umhüllung,
von denen durch Querschnitt (insbesondere in Verbindung mit einer Siegelnaht) Packungen
- Folienblock 11 - abgetrennt werden, insbesondere in der aus
WO 2014/195016 entnehmbaren Weise.
[0046] Eine Besonderheit liegt darin, dass die Arbeiten an der Folienbahn 36 und insbesondere
die exakte Positionierung von Elementen der Öffnungshilfe 18 durch Überwachungsorgane
kontrolliert werden. So sind Sensoren, insbesondere optoelektronische Sensoren 59
vorzugsweise im Bereich der vertikalen Transportstrecke der Folienbahn 36 im Bereich
einer Kontrollstation positioniert. Diese Sensoren 59 sind so ausgebildet, dass sie
das Vorhandensein der (Entnahme-)Öffnung 19 erfassen, und zwar sowohl hinsichtlich
der korrekten Relativstellung als auch hinsichtlich der korrekten Ausbildung (Abmessung,
Kontur). Nach Passieren der Sensoren 59 besteht Sicherheit über die korrekte Anordnung
der Öffnung 19.
[0047] Im Anschluss an die Übergabestation für die Verschlusslaschen 20 ist eine weitere
(ortsfeste) Prüfstation mit Sensoren 60 zu beiden Seiten der Bahn 36 installiert.
Auch diese (elektrooptischen) Sensoren erkennen das Vorhandensein der Verschlusslasche
20 in der korrekten Relativstellung. Die freie Seite der Verschlusslasche 20 ist vorzugsweise
mit einer Bedruckung 61 versehen, nämlich an der Innenseite der Verschlusslasche 20,
mit werbenden und/oder informativen Hinweisen, die von den Sensoren 60 erfasst werden
können.
[0048] Der Trennschnitt zum Herstellen der Zuschnitte 12 wird vorzugsweise durch Druckmarken
62 gesteuert.
[0049] Der Folienbahn 36 ist auch ein Siegelorgan 63 zum Anbringen der Siegelstreifen 38
zugeordnet. Es handelt sich vorliegend um ein drehbares Siegelrad mit mehreren längs
des Umfangs angeordneten (parallelen) Siegelbacken 64. Auch dieses Organ kann erforderlichenfalls
durch die Sensoren 59 gesteuert werden.
[0050] Die Ausführung gemäß Fig. 16 unterscheidet sich von dem vorstehenden Ausführungsbeispiel
dadurch, dass die Verschlusslaschen 20 bereits in einer vorverlegten Übergabestation
an der Bahn 36 angebracht werden - im Bereich der Stanzung 53, die insbesondere zuerst
angebracht wird. Danach vollzieht sich der bereits beschriebene Vorgang zum Abheben
des Öffnungslappens 35 und zum Umlegen dieses Lappens 35. Der Folienbahn sind auch
bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 16 Kontrollorgane (Sensoren) zugeordnet, die
insbesondere das Vorhandensein und die korrekte Ausbildung der Öffnung 19 und das
Vorhandensein der Verschlusslasche 20 prüfen.
[0051] Die Vorrichtung gemäß Fig. 17 ist darauf ausgerichtet, dass der Öffnungslappen 35
entfernt wird, sodass eine allseits freie (Entnahme-)Öffnung 19 entsteht. Hierzu ist
vorzugsweise im Bereich einer horizontalen Transportstrecke der Folienbahn 36 ein
Stanzaggregat 65 vorgesehen, welches vorliegend aus einer Stanzwalze 66 mit Stanzmesser
67 und einer Gegenwalze 68 besteht. Das Stanzmesser 67 ist als ringsherum geschlossenes,
annähernd rechteckiges Messer ausgebildet, welches eine entsprechende Öffnung 19 positionsgenau
in der Bahn 36 anbringt.
[0052] Danach wird die Bahn umgelenkt. Im Bereich eines vertikalen Förderabschnitts sind
Prüf- bzw. Kontrollorgane der beschriebenen Ausführung positioniert und auch eine
Übertragungsstation zum Anbringen der Verschlusslasche 20 im Bereich der Öffnungen
19. Die in der Stanzstation durch das Stanzaggregat 65 entstehenden Materialstücke
entsprechend der Öffnung 19 werden beseitigt, vorliegend durch einen Auffangtrichter
69, insbesondere mit Absaugwirkung.
[0053] Eine besondere Fertigungstechnologie für die Vorbereitung der Folienbahn 36 zum Herstellen
von Zuschnitten der Folienpackungen ist in Fig. 18 und Fig. 19 dargestellt. Die (Dicht-)Folienbahn
36 wird vorzugsweise entlang aufrechter und quergerichteter Transportbahnen bewegt.
Ein erster (aufrechter) Bahnabschnitt 70 ist für eine aufwärts gerichtete Bewegung
der Bahn 36 vorgesehen. Diese wird über Umlenkwalzen 71, 72 in einen vorzugsweise
horizontalen Bahnabschnitt 73 und danach zurück in einen vorzugsweise abwärts gerichteten
Bahnabschnitt 74 umgelenkt. Die Verschlusslasche 20 wird vorzugsweise dem vertikalen
Bahnabschnitt 70 zugeführt und auf die Folienbahn 36 packungsgerecht aufgebracht,
und zwar vorzugsweise an der Bahnaußen- bzw. oberseite. Vorzugsweise im Bereich des
horizontalen Bahnabschnitts 73 befindet sich ein besonderes Stanzaggregat 65 mit einer
Stanzwalze 66, die vorzugsweise unterhalb der (horizontalen) Folienbahn 36 wirkt.
Eine Gegenwalze 68 ist oberhalb der Bahn 36 gelagert.
[0054] Die Zuschnitte der Verschlusslaschen 20 sind vorzugsweise dicht an dicht auf einer
fortlaufenden Trägerbahn 56 angeordnet. Diese wird von einer Bobine 75 abgezogen.
Die Trägerbahn 56 wird einer Übertragungsstation 76 zugeführt. In deren Bereich erfolgt
die Abnahme der Verschlusslaschen 20 von der Trägerbahn 56 und die präzise Übertragung
an die Folienbahn 36. Die Trägerbahn 56 wird zu diesem Zweck um ein spitzwinkliges
Umlenkorgan 77 herumgeführt, wodurch die klebend an der Trägerbahn 56 haftende Verschlusslasche
20 abgeschält und an die unter einem spitzen Winkel zu einem Schenkel der Trägerbahn
56 laufende Folienbahn 36 übergeben. Die Verschlusslasche 20 wird in der exakten Position
durch eine Andrückwalze 78 fixiert. Der Andrückwalze 78 liegt ein Gegenorgan gegenüber,
vorliegend eine Stützplatte 79.
[0055] In der nachfolgenden Stanz- bzw. Trennstation bzw. im Stanzaggregat 65 wird an der
freien (unteren) Seite der Folienbahn 36 im Bereich der jeweiligen Verschlusslasche
20 eine vorzugsweise geschlossene Trennlinie angebracht, vorzugsweise durch Stanzen,
die ein der Öffnung (Entnahmeöffnung 19) entsprechendes Folienstück - Öffnungslappen
35 - heraustrennt. Das Stanzaggregat 65 wird exakt gesteuert, derart, dass die Öffnung
in genauer Ausrichtung auf die Verschlusslasche 20 außerhalb der Beleimung hergestellt
wird, und zwar durch Trennschnitt ausschließlich im Bereich der Folienbahn 36.
[0056] Die Stanzwalze 66 ist längs des Umfangs mit vorzugsweise mehreren, insbesondere mit
zwei Stanzeinheiten versehen, also entsprechenden Gruppen von Stanzmessern 80. Diese
sind vorzugsweise als geschlossener Messerrahmen ausgebildet zur Erzeugung einer geschlossenen
Trennlinie in der Folienbahn 36.
[0057] Der Öffnungslappen 35 wird durch Absaugen abgefördert. Vorzugsweise ist die Stanzwalze
66 im Bereich der Stanzmesser 80 mit Saugbohrungen 81 versehen. Diese (mehreren) Saugbohrungen
liegen innerhalb des Flächenbereichs des Öffnungslappens 35, sodass dieser bei Beaufschlagung
mittels Unterdruck am Umfang der Stanzwalze 66 fixiert und bei der Drehung derselben
mitgenommen wird. Durch Entlüften wird der Öffnungslappen 35 freigegeben und kann
entsorgt werden.
[0058] Hierfür ist eine besondere Maßnahme vorgesehen: An der Unterseite der Stanzwalze
66 bzw. unterhalb derselben befindet sich ein Absaugaggregat 82. Die Saugbohrungen
81 der Stanzwalze 66 sind vorzugsweise so gesteuert, dass im unteren Bereich der Drehbewegung
eine Umschaltung auf Druckluft stattfindet. Über die Saugbohrungen 81 wird demnach
Druckluft übertragen, die zu einem Abheben des Öffnungslappens 35 und zur Übergabe
an das Absaugaggregat 82 führen. Dieses übernimmt das Folienstück 35 in einem Absaugkanal
83.
[0059] Die so vorbereitete Folienbahn wird in der beschriebenen Weise einer Trennstation
zum Herstellen der Zuschnitte oder von Folienpackungen zugeführt.
[0060] Die von den Verschlusslaschen 20 befreite Trägerbahn 56 wird zurückgeführt und von
einer Sammelbobine 84 aufgenommen. Der Antrieb der Trägerbahn 56 erfolgt in diesem
Bereich ohne Verschlusslaschen 20 durch eine Antriebswalze 85. Die Trägerbahn 56 wird
demnach über das Umlenkorgan 77 gezogen.
[0061] Wichtig sind Überwachungs- bzw. Kontrollorgane für korrekte Positionierung von Verschlusslasche
20 und/oder Öffnung 19 in der vorzugsweise kontinuierlich angetriebenen Folienbahn
36. Als erstes wird die positionsgenaue Übertragung der Verschlusslasche von der Trägerbahn
56 auf die Folienbahn 36 durch Sensoren (nicht gezeigt) überwacht und gesteuert, vorzugsweise
in Verbindung mit Druckmarken an der Folienbahn 36. Sodann wird bei fortgesetztem
(kontinuierlichen) Transport der Folienbahn 36 ein erster (optoelektronischer) Sensor
86 wirksam, vorzugsweise im Bereich des aufrechten Bahnabschnitts 17, und zwar auf
der Seite der Anordnung der Verschlusslasche 20. Der Sensor 86 ist so angeordnet und
wirksam, dass mindestens eine vorzugsweise quergerichtete Kante der Verschlusslasche
20 erfasst wird. Hieraus wird ein Signal für die Steuerung des Stanzaggregats 65 abgeleitet,
nämlich hinsichtlich einer präzisen Anbringung der Trennlinie für die Herstellung
der Öffnung 19.
[0062] Ein weiterer Sensor 87 ist im Anschluss an das Stanzaggregat 65 wirksam, und zwar
an der Innenseite der Folienbahn 36 - vorzugsweise im Bereich des abwärts gerichteten
Bahnabschnitts 74 - zur Erfassung der gebildeten Ausstanzung bzw. Öffnung. Dieser
Sensor 87 erfasst auch das Vorhandensein der Verschlusslasche 20 in exakter Relativstellung
zur (Entnahme-)Öffnung 19. Zu diesem Zweck ist die freie Innenseite der Verschlusslasche
20 mit Markierungen und/oder Einfärbungen versehen, die eine schnelle, zuverlässige
Erfassung durch den Sensor 87 gegenüber der abweichend gestalteten Folienbahn 36 gewährleisten.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Zigarette |
49 |
Kragen |
| 11 |
Folienblock |
50 |
Ausnehmung |
| 12 |
Zuschnitt |
51 |
Kragensteg |
| 13 |
Innen-Vorderwand |
52 |
Schließkante |
| 14 |
Innen-Rückwand |
53 |
Stanzung |
| 15 |
Innen-Seitenwand |
54 |
Umlenkwalze |
| 16 |
Innen-Bodenwand |
55 |
Hubschiene |
| 17 |
Innen-Stirnwand |
56 |
Trägerbahn |
| 18 |
Öffnungshilfe |
57 |
Trennstation |
| 19 |
Entnahmeöffnung |
58 |
Trennmesser |
| 20 |
Verschlusslasche |
59 |
Sensor |
| 21 |
Längsstreifen |
60 |
Sensor |
| 22 |
Querstreifen |
61 |
Bedruckung |
| 23 |
Verankerungsstreifen |
62 |
Druckmarke |
| 24 |
Betätigungslasche |
63 |
Siegelorgan |
| 25 |
Außenpackung |
64 |
Siegelbacke |
| 26 |
Schachtelteil |
65 |
Stanzaggregat |
| 27 |
Deckel |
66 |
Stanzwalze |
| 28 |
Schachtel-Rückwand |
67 |
Stanzmesser |
| 29 |
Deckel-Rückwand |
68 |
Gegenwalze |
| 30 |
Liniengelenk |
69 |
Auffangtrichter |
| 31 |
Deckel-Vorderwand |
70 |
Bahnabschnitt |
| 32 |
Leimstreifen |
71 |
Umlenkwalze |
| 33 |
Deckel-Innenlappen |
72 |
Umlenkwalze |
| 34 |
Tray |
73 |
Bahnabschnitt |
| 35 |
Öffnungslappen |
74 |
Bahnabschnitt |
| 36 |
Folienbahn |
75 |
Bobine |
| 37 |
Kante |
76 |
Übertragungsstation |
| 38 |
Siegelstreifen |
77 |
Umlenkorgan |
| 39 |
Anfangsschenkel |
78 |
Andrückwalze |
| 40 |
Quernaht |
79 |
Stützplatte |
| 41 |
Leimpunkt |
80 |
Stanzmesser |
| 42 |
Einzelfolie |
81 |
Saugbohrung |
| 43 |
Einzelfolie |
82 |
Absaugaggregat |
| 44 |
Leimschicht |
83 |
Absaugkanal |
| 45 |
Sperrschicht |
84 |
Sammelbobine |
| 46 |
Freizone |
85 |
Antriebswalze |
| 47 |
Schnittlinie |
86 |
Sensor |
| 48 |
Schwächungslinie |
87 |
Sensor |
1. Packung für Zigaretten (10) oder andere Raucherartikel mit einer Außenpackung (25),
vorzugsweise in der Ausführung als Klappschachtel/Hinge-Lid-Packung mit Schachtelteil
(26) und Deckel (27) sowie mit einer Innenpackung in der Ausführung als Dichtblock
mit einem eine Zigarettengruppe vorzugsweise allseitig umgebenden Zuschnitt (12),
wobei der Dichtblock (11) eine Öffnungshilfe (18) aufweist, vorzugsweise im stirnseitigen
Bereich einer Innen-Vorderwand (13) des Dichtblocks (11) und mindestens in einem Teilbereich
einer Innen-Stirnwand (17), wobei die Öffnungshilfe (18) ein vorzugsweise an der Außenseite
des Dichtblocks angebrachtes Verschlussmittel - Verschlusslasche (20) - aufweist,
die mittels lösbarer Verklebung am Dichtblock (11) befestigt ist und zum Öffnen des
Dichtblocks (11) mindestens teilweise von diesem abgezogen wird und dadurch eine Entnahmeöffnung
(19) mindestens teilweise frei legt,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der Dichtblock (11) ist mit einer bei der Fertigung hergestellten, freien Öffnung
- Entnahmeöffnung - versehen,
b) die Verschlusslasche (20) überdeckt die Öffnung (19) in Schließstellung vollständig
und allseitig, vorzugsweise mit einem ringsherum laufenden Überdeckungsrand bzw. -streifen
(21, 22, 23),
c) die Verschlusslasche (20) ist im Bereich der Öffnung (19) frei von Klebemitteln,
d) vorzugsweise im Bereich der Innen-Vorderwand (13) weist die Verschlusslasche (20)
eine leimfreie Betätigungslasche (24) auf.
2. Packung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schaffung der (offenen) Entnahmeöffnung (19) ein Zuschnitt (12) mit einer durch
vorzugsweise Stanzung gebildeten Entnahmeöffnung (19) versehen ist, wobei ein ggf.
durch die Stanzung entstehender Öffnungslappen (35) vollständig entfernt ist oder
über eine (randseitige) Verbindung Teil des Zuschnitts (12) bleibt und durch Umfalten
aus dem Bereich der Entnahmeöffnung (19) herausbewegt ist.
3. Packung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Zuschnitt (12) verbundene Öffnungslappen (35) gegen eine Wandung des
Dichtblocks (11) gefaltet ist, insbesondere gegen die Innenseite einer Innen-Rückwand
(14), wobei der Öffnungslappen (35) in der Faltstellung fixiert ist, vorzugsweise
durch thermisches Siegeln und/oder durch Klebung.
4. Packung (insbesondere) nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die insbesondere an der Innenseite der Verschlusslasche (20) angebrachte Beleimung
bzw. die Leimfelder (21, 22, 23) zur Verbindung der Verschlusslasche (20) mit dem
Dichtblock (11) Bereiche unterschiedlicher Intensität bzw. Stärke der Haftung aufweist,
insbesondere derart, dass in einem Bereich des Öffnungsbeginns beim Betätigen der
Verschlusslasche (20) eine Klebezone - Querstreifen (22) - mit vergleichsweise schwächerer
Klebewirkung, anschließend ein Bereich - Längsstreifen (21) - mit vergleichsweise
stärkerer Klebewirkung und ein weiterer Bereich - Verankerungsstreifen (23) ebenfalls
mit höherer Klebewirkung ausgebildet ist.
5. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusslasche (20) bzw. deren Betätigungslasche (24) (dauerhaft) mit der Innenseite
einer Deckel-Vorderwand (31) der Außenpackung (25) verbunden ist, vorzugsweise über
einen Leimstreifen (32) und/oder Leimpunkte (41) an der freien Außenseite der Betätigungslasche
(24).
6. Packung (insbesondere) nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der Zuschnitt (12) für den Dichtblock (11) besteht aus mindestens zwei flächig
und dauerhaft miteinander verbundenen Lagen bzw. Einzelfolien (42, 43), von denen
vorzugsweise mindestens eine Lage bzw. eine Einzelfolie (42, 43) als Dichtfolie ausgebildet
ist, vorzugsweise durch (einseitige) Metallbedampfung,
b) die Lagen bzw. Einzelfolien (42, 43) sind zur Bildung einer Öffnungshilfe (18)
mit Teil- bzw. Trennschnitten versehen, insbesondere derart, dass eine (äußere) Einzelfolie
(42) auf die betreffende Einzelfolie (42) begrenzte Schnittlinien (47) aufweist zur
Begrenzung der Außenkontur der (ausschließlich) durch die Einzelfolie (42) gebildeten
Verschlusslasche (20),
c) die andere (innere) Einzelfolie (43) ist mit gegenüber den Schnittlinien (47) der
Einzelfolie (42) versetzt angebrachten Schnitt- bzw. Schwächungslinien (48) versehen
zur Begrenzung eines als Teil der (inneren) Einzelfolie (43) ausgebildeten Öffnungslappens
(35).
7. Packung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise durchgehende Schnittlinie (47) zur Begrenzung der Verschlusslasche
(20) in der (äußeren) Einzelfolie (42) U-förmig ausgebildet ist und vorzugsweise auch
die leimfreie Betätigungslasche (24) als Teil der Einzelfolie (42) begrenzt und dass
vorzugsweise die innerhalb der U-förmigen Schnittlinie (47) angeordnete Schnitt- oder
Schwächungslinie (48) der Einzelfolie (43) etwa U-förmig ausgebildet ist zur Begrenzung
(an drei Seiten) des Öffnungslappens (35).
8. Packung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die flächige Verleimung der Einzelfolien (42, 43) mittels durchgehender Leimschicht
aus dauerhaft wirkendem Leim im Bereich der Öffnungshilfe (18) unterbrochen ist, vorzugsweise
derart, dass im Bereich der Schnittlinien (47) und der Schwächungslinien (48) ein
vorzugsweise etwa U-förmiges Leimbild mit Längsstreifen (21) und Querstreifen (22)
aus lösbarem (PSA-)Leim gebildet ist zur lösbaren Fixierung der Verschlusslasche (20)
außerhalb des Bereichs des Öffnungslappens (35).
9. Packung nach Anspruch 6 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die innere Einzelfolie (43) gebildete Öffnungslappen (35) - vollflächig
- mit der durchgehenden Leimschicht (44) an der Innenseite der durch die Einzelfolie
(42) gebildeten Verschlusslasche (20) befestigt ist.
10. Packung nach Anspruch 1 oder einem der weiteren Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der leimfreie Bereich der Verschlusslasche (20) (geringfügig) größer ist als der
Bereich bzw. die Fläche der Öffnung (19), insbesondere unter Bildung eines ringsherumlaufenden,
die Öffnung (19) umgebenden leimfreien Streifens von etwa 1,5 mm Breite.