[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät umfassend wenigstens einen Garraum
mit wenigstens einer Garraumöffnung zum Befüllen des Garraumes, wenigstens eine Verschlusseinrichtung
zum Verschließen der Garraumöffnung, wenigstens eine Unterdruckeinrichtung in Wirkverbindung
zu dem Garraum und wenigstens eine Heizeinrichtung. Weiterhin betrifft die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Gargeräts.
[0002] Es gibt eine Vielzahl von Gargeräten, welche spezielle Funktionen aufweisen, um einem
Benutzer optimal bei bestimmten Garvorgängen zu unterstützen bzw. geeignete Funktionalitäten
bereitzustellen.
[0003] Dabei gibt es je nach Garvorgang unterschiedliches Kochgeschirr wie Töpfe, Pfannen
und dergleichen, welche je nach Anwendung mit oder auch ohne Deckel unterschiedliche
Garergebnisse liefern.
[0004] Auch bei Gargeräten sind verschiedene Funktionen bzw. Heizmethoden verfügbar, welche
unterschiedliche Garergebnisse liefern. Solche Gargeräte sind in Regel als Standardeinbaugeräte
ausgeführt, wodurch je nach Anzahl der gewünschten Geräte relativ viel Platz in der
Küche benötigt wird.
[0005] Nachteilig ist weiterhin, dass eine Kombination der Gareigenschaften von verschiedenem
Kochgeschirr und/oder Gargeräten nur durch einen Wechsel des Geräts oder des Kochgeschirrs
erreicht werden soll.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät zur Verfügung zu
stellen, welches flexibel einsetzbar ist, insbesondere auch die Funktion eines Backofens
bereitstellt, und zudem einen geringen Platzbedarf hat.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
durch ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Gargerätes mit den Merkmalen des Anspruchs
10. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
[0008] Das erfindungsgemäße Gargerät umfasst wenigstens einen Garraum mit wenigstens einer
Garraumöffnung zum Befüllen des Garraumes, wenigstens eine Verschlusseinrichtung zum
Verschließen der Garraumöffnung, wenigstens eine Unterdruckeinrichtung in Wirkverbindung
zu dem Garraum und wenigstens eine Heizeinrichtung. Der Garraum ist dabei als Schublade
ausgebildet, welche wenigstens zwischen einer Betriebsstellung und einer Beladestellung
verfahrbar ist, wobei die Garraumöffnung nur in der Beladestellung zugänglich ist.
[0009] Mit dem erfindungsgemäßen Gargerät wird somit ein Garraum bzw. ein Gargerät im Schubladenformat
bereitgestellt, welches somit besonders wenig Bauraum benötigt. Insbesondere kann
ein derartiges Gargerät, welches als Schublade ausgebildet ist, für eine 14 Zentimeter
hohe Einbaunische vorgesehen sein, sodass ein derartiges Gargerät unter anderem auch
als zusätzliches Gargerät in einer Küche eingesetzt werden kann, ohne viel Bauraum
zu benötigen.
[0010] Vorzugsweise umfasst das erfindungsgemäße Gargerät auch eine Dampffunktion, sodass
neben dem Betrieb des Gargerätes mit der Heizeinrichtung, welche vorzugsweise eine
Strahlungsheizeinrichtung und/oder eine Mikrowellenquelle ist, auch alleine oder in
Kombination der Heizeinrichtung mit Dampf gegart werden kann.
[0011] Die Garraumöffnung zum Befüllen des Garraumes ist in der Beladestellung insbesondere
nach oben hin geöffnet. Die Verschlusseinrichtung stellt dann die Garraumtür zur Verfügung,
wobei die Garraumtür bzw. die Verschlusseinrichtung im geschlossenen Zustand die Garraumdecke
darstellt.
[0012] Vorzugsweise ist eine Dichtung zwischen der Verschlusseinrichtung und dem Garraum
bzw. der Garraumöffnung vorgesehen, sodass besonders effektiv und effizient ein Unterdruck
in dem Garraum erzeugt werden kann. Insbesondere ist das Erzeugen eines Unterdrucks
im mbar-Bereich bzw. von wenigen mbar bevorzugt. Eine Evakuierung des Garraumes zum
Erreichen eines Unterdrucks von ca. 200 mbar kann vorteilhaft sein. Durch den Unterdruck
sinkt der Siedepunkt von Wasser je nach Unterdruck auf Raumtemperatur. So kann mit
besonders niedrigen Temperaturen im Unterdruck gegart werden.
[0013] Das erfindungsgemäße Gargerät bietet viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist,
dass durch das erfindungsgemäße Gargerät ein Garraum zu Verfügung gestellt wird, welcher
vielseitig und flexibel für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden kann. Dies
wird dadurch verstärkt, dass der Garraum als Schublade ausgebildet ist und somit auch
in kleinen Einbausituationen verwendet werden kann.
[0014] Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Unterdruckeinrichtung in dem Garraum angeordnet
ist. Vorzugsweise ist die im Garraum angeordnete Unterdruckeinrichtung durch die Entfeuchtungseinrichtung
bereitgestellt. Wird mittels der Entfeuchtungseinrichtung dem Garraum Feuchtigkeit
entzogen, beispielsweise durch gezielte Kondensation, dann verringert sich der statische
Luftdruck in dem luftdicht geschlossenen Garraum. Die interne Unterdruckeinrichtung
wirkt dem durch verdampfende Flüssigkeit geringer werdenden Unterdruck durch Kondensation
entgegen. Vorteilhaft ist, dass nicht zwingend Geräusche entstehen, wenn z.B. mit
einem Peltier-Element gekühlt wird.
[0015] Gemäß einer Ausführungsform werden, beispielsweise während des Garprozesses, die
Heizeinrichtung und die Entfeuchtungseinrichtung zeitgleich betrieben. Hierdurch kann
der Feuchtigkeitsgehalt in der Garraumatmosphäre und der Druck in der Garraumatmosphäre
geregelt werden, ohne dass ein Fluidaustausch mit der Umgebung des Garraumes erforderlich
ist. Somit werden insbesondere Emissionen von Wasserdampf an die Umgebung vermieden
und der energetische Bedarf des Gargerätes verbessert.
[0016] Ein Aspekt des vorliegenden Gargerätes ist es, dass das Gargerät zwei Unterdruckeinrichtungen
aufweist. Dabei ist die eine Unterdruckeinrichtung in dem Garraum angeordnet und vorzugsweise
durch die Entfeuchtungseinrichtung bereitgestellt. Eine zweite Unterdruckeinrichtung
ist außerhalb des Garraums vorgesehen und steht mit dem Garraum in einer fluidischen
Verbindung. Diese fluidische Verbindung kann eine Verschlusseinrichtung aufweisen,
mittels welcher der Garraum gegenüber seiner Umgebung luftdicht verschließbar ist.
Die Verschlusseinrichtung kann ein, in zwei Richtungen schaltbar zu öffnendes Ventil
und/oder ein, nur in eine Richtung öffnendes Ventil aufweisen.
[0017] Die zweite, externe Unterdruckeinrichtung ist vorzugsweise durch eine Pumpe gebildet.
[0018] Bei einem Gargerät mit zwei Unterdruckeinrichtungen ist vorgesehen, dass in einem
kalten Garraum ohne nennenswerte Feuchtigkeit dieser mittels der externen Unterdruckeinrichtungen
evakuiert wird. Mit der zweiten, externen Unterdruckeinrichtungen wird ein Unterdruck
erzeugt, indem in dem Luft aus dem Garraum nach außen gepumpt wird. Die interne Unterdruckeinrichtung
wird während des Garprozesses betrieben. Diese wirkt dem durch verdampfende Flüssigkeit
geringer werdenden Unterdruck durch Kondensation entgegen.
[0019] Mittels der internen Unterdruckeinrichtung ist es möglich, dass der Feuchtigkeitsgehalt
bzw. Druck im Garraum während eines Garprozesses ohne fluidische Verbindung zur Umgebung
geregelt, eingestellt, gehalten wird. Die internen Unterdruckeinrichtung, welche vorzugsweise
durch die Entfeuchtungseinrichtung als Kondensationseinrichtung ausgebildet ist, regelt
den im Behandlungsraum herrschenden Druck, und hat den Vorteil, dass eine Vakuumpumpe
keinen Wasserdampf abführen muss. Wasserdampf mit einer Vakuumpumpe abzuführen ist
nachteilig, weil der Dampf vom Öl der Vakuumpumpe aufgenommen und damit die Wirksamkeit
der Pumpe herabgesetzt wird.
[0020] Weiterhin kann ein derartiges Gargerät auch als Vakuumiergerät, insbesondere als
Vakuumierschublade dienen. Ein Vakuumiergerät dient dazu, bei in Folie oder Gefäßen
verpackten Lebensmitteln die enthaltene Luft aus dem Behälter zu entfernen und anschließend
den Behälter, insbesondere einen Beutel aus Folie, luftdicht zu verschließen. Bei
einer derartigen Ausgestaltung hat das Gargerät eine Schlaucheinrichtung zur Verbindung
der Unterdruckeinrichtung mit einem Behälter und/oder eine Verschweißeinrichtung zum
Verschließen des Behälters. Eine derartige Ausgestaltung hat den Vorteil, dass ein
Lebensmittel für ein Sous Vide Garen in dem Gargerät vorbereitet, also vakuumiert,
und anschließend gegart werden kann. Eine Handhabung des Lebensmittels, insbesondere
ein Wechsel des Gerätes ist nicht erforderlich, was den gesamten Garprozess komfortabler
macht.
[0021] Das zuvor beschriebene Gargerät bzw. in dem Garraum des Gargerätes kann beispielsweise
die Garsituationen einer Pfanne mit Deckel nachgestellt werden, wobei das Garen in
einem geschlossenen Raum und somit nahezu emissionslos erfolgt. Je nach Ausgestaltung
des Gargeräts können aber auch andere Garsituationen sehr genau nachgestellt werden.
Weitere Varianten werden nachfolgend noch beschrieben.
[0022] Bevorzugt ist die Garraumwandung wenigstens abschnittsweise von einer reflektierenden
Schicht überzogen und/oder mit einer reflektierenden Schicht beschichtet und/oder
aus einem reflektierenden Material gebildet ist. Eine derart reflektierende Schicht
kann beispielsweise auch eine Isolierung des Garraumes beinhalten oder durch die Isolierung
des Garraumes zur Verfügung gestellt werden. Über eine solche reflektierende Schicht
kann eine gerichtete Wärmeabgabe auf das Gargut im Garraum erfolgen, wodurch eine
besonders effiziente Beheizung des Garguts erfolgen kann. Ein reflektierendes Material
kann blankes Metall, insbesondere Edelstahl sein.
[0023] Besonders bevorzugt ist wenigstens eine Entfeuchtungseinrichtung für den Garraum
vorgesehen. Wenn der Garraum im Garbetrieb entfeuchtet wird, kann ein Schubladenbackofen
zur Verfügung gestellt werden, welcher die Gareigenschaften eines konventionellen
Backofens aufweist. Dies wird dadurch erreicht, dass die im Garraum vorherrschende
oder entstehende Feuchte abgeführt bzw. abgefangen wird. So kann beispielsweise je
nach Grad der Entfeuchtung bzw. ob überhaupt entfeuchtet wird das Garen in einer Pfanne,
das Garen in einer Pfanne mit Deckel oder das Garen in einem Backofen simuliert bzw.
nachgebildet werden. Somit ist das erfindungsgemäße Gargerät extrem vielseitig einsetzbar.
[0024] In vorteilhaften Weiterbildungen umfasst die Entfeuchtungseinrichtung wenigstens
eine Kondensationseinrichtung mit wenigstens einer Kondensationsfläche und/oder wenigstens
einer Unterdruckeinrichtung. Dabei kann die Unterdruckeinrichtung eine separate Unterdruckeinrichtung
sein oder durch die Unterdruckeinrichtung, welche zum Erzeugen eines Unterdrucks im
Garraum gebildet wird, zur Verfügung gestellt werden.
[0025] Bevorzugt umfasst die Kondensationseinrichtung wenigstens einen Kondensationsfinger
und/oder wenigstens einen Kältespeicher. Bei einer derartigen Ausgestaltung wird eine
Wärmesenke bzw. eine Kühlfalle zur Verfügung gestellt, welche in dem Garraum vorherrschende
Feuchtigkeit bzw. entstehende Feuchtigkeit bzw. Kondensat abfängt, sodass Feuchtigkeit
nicht an dem Gargut kondensiert, was zu einem ungünstigen Wärmeübergang und/oder zu
qualitativen Verlusten führen könnte. Ein Kondensationsfinger bzw. Kältefinger ist
insbesondere durch die Garraumwandung durchgeführt, wobei der Kältefinger vorzugsweise
die Kondensationsfläche innerhalb des Garraumes zur Verfügung stellt. Eine Abkühlung
des Kältefingers kann beispielsweise durch eine Wärmepumpe und/oder durch ein Peltier-Element
erreicht werden. Der Kondensationsfinger weist dann vorzugsweise eine Temperatur auf,
welche geringer ist als die Temperatur des Lebensmittels, sodass der Kältefinger bzw.
die Kondensationsfläche des Kältefingers Feuchtigkeit abfängt und zur Kondensation
bringt, sodass Feuchtigkeit nicht an dem Lebensmittel kondensiert.
[0026] Um die an dem Kondensationsfinger kondensierende Feuchtigkeit aufzunehmen bzw. abzufangen,
umfasst der Kondensationsfinger bzw. Kondensationseinrichtung bevorzugt wenigstens
eine Aufnahme für Kondensat. Dann kann beispielsweise der Kondensationsfinger bzw.
die Kondensationsfläche des Kondensationsfingers geneigt in dem Garraum angeordnet
sein, wobei an dem unteren Ende der Kondensationsfläche die Aufnahme für Kondensat
vorgesehen ist. So läuft an der Kondensationsfläche des Kondensationsfingers kondensierende
Feuchtigkeit entlang in die Aufnahme für Kondensat. Somit ist die Feuchtigkeit effektiv
aus dem Garraum abgefangen.
[0027] Besonders bevorzugt weist die Garraumwandung des Garraumes wenigstens eine erste
Schale und wenigstens eine zweite Schale auf. Dabei ist wenigstens eine zweischalige
Bauweise bzw. eine doppelwandige Bauweise des Garraumes bzw. der Garraumwandung bevorzugt.
[0028] Besonders bevorzugt ist zwischen der ersten Schale und der zweiten Schale wenigstens
abschnittsweise wenigstens ein Hohlraum gebildet, welcher evakuierbar ist. Dann kann
ein solcher Hohlraum beispielsweise eine Stärke von 1 bis 5 mm oder auch kleiner oder
größer sein. Bevorzugt kann dann mittels der vorhandenen Unterdruckeinrichtung zwischen
den beiden Schalen ein Unterdruck erzeugt werden, sodass in dem Hohlraum ein Vakuum
gebildet wird. So kann eine gute thermische Isolierung des Garraumes erreicht werden.
Es kann auch eine separate Unterdruckeinrichtung zur Erzeugung eines Vakuums in dem
Hohlraum vorgesehen sein. Bevorzugt wird mit der vorhandenen Unterdruckeinrichtung
die externe Unterdruckeinrichtung verstanden. Diese wird während des Garverfahrens
nicht zur Evakuierung des Garraumes gebraucht und kann dann für eine Evakuierung des
Hohlraumes genutzt werden.
[0029] Vorzugsweise ist in dem Garraum wenigstens ein thermisch isolierter Lebensmittelhalter
angeordnet. Hierdurch kann eine thermische Entkopplung des Lebensmittels zur Garraumwandung
erreicht werden, was bei einem Garvorgang vorteilhafte Auswirkungen haben kann.
[0030] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes, wie es zuvor
beschrieben wurde, werden die folgenden Schritte in geeigneter Reihenfolge durchgeführt.
Die nachfolgende Aufzählung dieser Schritte stellt eine Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens dar. Zunächst wird der Garraum beladen. Anschließend wird ein Unterdruck
in dem Garraum erzeugt. Danach wird der Garraum beheizt. Wie zuvor schon ausgeführt,
können diese Schritte in beliebiger geeigneter Reihenfolge einzeln oder auch mehrfach
durchgeführt werden.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet viele Vorteile. Es wird ein Verfahren zum Betreiben
eines Gargerätes bereitgestellt, mit welchem die flexiblen und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
des erfindungsgemäßen Gargerätes genutzt werden können.
[0032] Bevorzugt wird der nachfolgende Schritt an geeigneter Stelle einmal oder mehrfach
ausgeführt. Dabei wird der Garraum mittels der Entfeuchtungseinrichtung wenigstens
zeitweise entfeuchtet. So können je nachdem ob und in welchem Maße der Garraum entfeuchtet
wird unterschiedliche Garsituationen in unterschiedlichen Garvorgängen oder sogar
in einem einzigen Garvorgang erzeugt bzw. simuliert werden. So kann beispielsweise
das Braten in einer Pfanne mit Deckel simuliert werden, wenn keine Entfeuchtung stattfindet.
In einem weiteren Garvorgang oder im gleichen Garvorgang kann aber auch durch das
Entfeuchten des Garraumes beispielsweise das Backen in einem Backofen simuliert werden.
[0033] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
[0034] Die Figur zeigt:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätes in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 2
- eine weitere rein schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Gargerätes gemäß
Figur 1;
- Figur 3
- eine rein schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Gargerätes gemäß der Figuren
1 und 2 in seitlichen Schnittansichten;
- Figur 4
- eine rein schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargerätes in einer Schnittansicht;
- Figur 5
- eine rein schematische Darstellung eines nächsten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargerätes in einer Schnittansicht; und
- Figur 6
- eine rein schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargerätes in einer Schnittansicht.
[0035] In Figur 1 ist rein schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gargerätes
1 dargestellt, wobei der Garraum 2 des Gargerätes 1 bzw. das gesamte Gargerät 1 als
Schublade 100 ausgebildet ist. So ist es insbesondere möglich, das erfindungsgemäße
Gargerät 1 in einen Möbelkorpus platzsparend zu integrieren, wobei hier ein 14er Einschub
für die Schublade 100 vorgesehen ist.
[0036] In Figur 1 ist dabei das Gargerät 1 bzw. der Garraum 2 in einer Betriebsstellung
6 dargestellt, in welcher die Schublade 100 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
vollständig eingeschoben ist, sodass eine flächenbündige Front entsteht.
[0037] In Figur 2 ist die in Figur 1 gezeigte Darstellung erneut abgebildet, wobei das Gargerät
1 bzw. der Garraum 2 in der Beladestellung 7 vorliegt, wozu die Schublade 100 herausgezogen
ist. In dieser Stellung ist es einem Benutzer möglich, den Garraum 2 zu beladen.
[0038] Der Garraum 2 weist dazu zu eine Garraumöffnung 3 auf, welche in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel in der Beladestellung 7 nach oben ausgerichtet ist. Die Garraumöffnung
3 kann mittels einer Verschlusseinrichtung 4 verschlossen werden, wobei die Verschlusseinrichtung
4 hier als Deckel 16 ausgebildet ist, welcher im hinteren Bereich der Schublade 100
gelenkig angebracht ist, sodass der Deckel 16 nach oben aufgeschwenkt werden kann,
wenn die Schublade 100 bzw. der Garraum 2 in der Beladestellung 7 vorliegt. Es kann
auch ein abnehmbarer Deckel 16 vorgesehen werden.
[0039] Das erfindungsgemäße Gargerät 1 kann verschiedene Heizmethoden umfassen. In dem hier
gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Strahlungsheizeinrichtung als Heizeinrichtung
70 vorgesehen, welcher hier an der Unterseite der Verschlusseinrichtung 4 angeordnet
ist. Es ist auch möglich, eine solche Heizeinrichtung 70 an anderen Stellen des Garraumes
2 zusätzlich oder ausschließlich vorzusehen. Weiterhin umfasst das hier gezeigte Gargerät
1 eine Dampffunktion, mittels welcher in den Garraum 2 eingebrachte Lebensmittel bzw.
Gargut 300 schonend gegart werden kann.
[0040] Insbesondere beim Betrieb mit Dampf ist die gezeigte Ausgestaltung mit dem verschwenkbaren
Deckel 16 vorteilhaft, da beim Öffnen des Garraumes 2 noch in dem Garraum 2 vorhandener
Dampf über den nach oben abstehenden Deckel 16 vom Möbelkorpus bzw. von der Möbelfront
ferngehalten wird, sodass eine Kontamination des Möbelkorpus verhindert wird.
[0041] Erfindung gemäß umfasst das Gargerät 1 eine Unterdruckeinrichtung 5, mittels welcher
der Garraum 2 evakuiert werden kann. Um einen abgeschlossenen Garraum 2 zur Verfügung
zu stellen, welcher effektiv und effizient evakuiert werden kann, ist in dem Bereich
der Garraumöffnung 3 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine Dichtungseinrichtung
17 vorgesehen, über welche ein im Wesentlichen fluiddichter Garraum 2 bei geschlossener
Verschlusseinrichtung 4 erreicht wird.
[0042] Weiterhin ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel eine Entfeuchtungseinrichtung
50 vorgesehen, welche hier eine Kondensationseinrichtung 51 mit einer Kondensationsfläche
52. An einer solchen Kondensationsfläche 52 kann in dem Garraum 2 vorliegende oder
entstehende Feuchtigkeit kondensiert und somit abgefangen werden, sodass eine Kondensation
der Feuchtigkeit an dem Gargut verhindert wird.
[0043] Eine derartige Entfeuchtungseinrichtung 50 kann je nach Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Gargerätes 1 vorhanden sein bzw. genutzt werden oder nicht. Allgemein kann mit einem
erfindungsgemäßen Gargerät 1 je nach Ausgestaltung das Frischhalten von Lebensmitteln
bzw. Gargut 300 vor dem Start eines Garvorgangs erreicht werden. Dies resultiert dadurch,
dass mittels Unterdruckeinrichtung 5 ein Unterdruck in dem Garraum 2 erzeugt wird.
Wird dieser auf wenige mbar evakuiert, beispielsweise ein einen Unterdruck von ca.
200 mbar erzeugt, sinkt dementsprechend der Siedepunkt von Wasser je nach Unterdruck
auf Raumtemperatur, sodass durch dieses Phänomen dem Gargut 300 Wärme entzogen wird.
[0044] So wird es möglich, Gargut 300 schon längere Zeit vor dem Garprozess in den Garraum
2 einzulegen, sodass beispielsweise der Garprozess zu einem späteren Zeitpunkt vorzugsweise
automatisch gestartet werden kann. Da das Lebensmittel durch den Unterdruck in den
Garraum 2 frisch gehalten wird, können auch verderbliche bzw. eingefrorene oder sensible
Lebensmittel ohne qualitative Verluste längere Zeit in den Garraum 2 frisch gehalten
werden.
[0045] Das Frischhalten von Gargut 300 in den Garraum 2 wird durch die Verwendung einer
Entfeuchtungseinrichtung 50 noch begünstigt. Durch das Abfangen von Feuchtigkeit bzw.
durch das Verhindern der Kondensation von Feuchtigkeit an dem Gargut 300 wird ein
ungünstiger Wärmeübergang zu dem Gargut 300 und zudem eine Veränderung des Lebensmittels
bzw. des Garguts 300 verhindert.
[0046] Unter Verwendung einer Strahlungsheizeinrichtung als Heizeinrichtung 70 kann mit
dem erfindungsgemäßen Gargerät 1 beispielsweise die Garsituation in einer Pfanne mit
Deckel nachgestellt werden. Durch das Erzeugen eines Unterdrucks kann bereits mit
sehr geringen Temperaturen gegart werden. Ist keine Entfeuchtungseinrichtung 50 vorgesehen,
wird also die Fertigkeit aus dem Garraum nicht abgefangen, bewirkt die in dem Garraum
2 dann befindliche oder entstehende Feuchte, dass ein Garprozess ähnlich zu dem Garprozess
in einer Pfanne mit einem Deckel in dem Garraum 2 stattfindet.
[0047] Wird die Entfeuchtungseinrichtung 50 verwendet bzw. ist eine Entfeuchtungseinrichtung
50 vorgesehen, kann die in dem Garraum 2 bei einem Garprozess entstehende Feuchtigkeit
mittels der Entfeuchtungseinrichtung 50 abgefangen werden. Dadurch kann ein Garprozess
analog zu einem Backofen simuliert werden bzw. nachgeahmt werden, obwohl in den Garraum
2 durch den Unterdruck mit geringeren Temperaturen gegart wird und die Feuchtigkeit
aus dem Garraum 2 nicht wie bei einem Backofen entweicht, sondern mittels der Entfeuchtungseinrichtung
50 abgefangen wird.
[0048] In Figur 3 ist das zuvor schon beschriebene Gargerät 1 in einer seitlichen Schnittansicht
dargestellt. Auch hier erkennt man, dass in dem hinteren Bereich der Schublade 100
eine Unterdruckeinrichtung 5 vorgesehen ist, welche den Garraum 2 evakuieren kann
bzw. dort einen Unterdruck erzeugt.
[0049] Weiterhin ist rein schematisch angedeutet, dass die Entfeuchtungseinrichtung 50 in
dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als Kondensationsfinger 53 ausgebildet ist,
wobei der Kondensationsfinger 53 eine Kondensationsfläche 52 umfasst, welche in den
Garraum 2 hineingeführt ist. Die aus dem Garraum 2 herausragende Komponente der Kondensationseinrichtung
51 bzw. des Kondensationsfingers 53 kann man beispielsweise an eine Wärmepumpe und/oder
ein Peltier-Element anschließen, sodass die Kondensationsfläche 52 des Kondensationsfingers
kälter ist als das in den Garraum 2 eingebrachte Lebensmittel 300.
[0050] Somit dient die Kondensationseinrichtung 51 als Wärmesenke bzw. als Kühlfalle, sodass
die in dem Garraum 2 befindliche Feuchtigkeit bzw. entstehende Freudigkeit nicht an
dem Gargut 300, sondern an der Kondensationseinrichtung 51 kondensiert.
[0051] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargerätes
1 rein schematisch dargestellt. Auch hier wird der Garraum 2 mittels einer nicht dargestellten
Unterdruckeinrichtung 5 evakuiert.
[0052] In Figur 4 ist angedeutet, dass die Garraumwandung 8 eine erste Schale 12 und eine
zweite Schale 13 aufweist. Durch einen derartigen Schichtaufbau bzw. mehrschaligen
Aufbau kann eine besonders gute thermische Isolierung des Garraumes 2 erreicht werden,
was insbesondere beim Frischhalten von Lebensmitteln vor einem Garvorgang Vorteile
hat.
[0053] Dabei ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zwischen der ersten Schale 12 und
der zweiten Schale 13 ein Hohlraum 14 vorgesehen, welcher hier eine Stärke von ca.
3 mm aufweist. Allgemein ist eine Stärke von 1 bis 5 mm bevorzugt, wobei auch andere
Stärken vorteilhaft eingesetzt werden können.
[0054] Dabei ist der Hohlraum 14 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel evakuierbar ausgebildet.
Beispielsweise unter der Verwendung der Unterdruckeinrichtung 5 kann ein Vakuum zwischen
den beiden Schalen 12, 13 erzeugt werden, sodass eine besonders gute thermische Isolation
des Garraumes 2 erfolgt. Die zuvor beschriebene mehrschalige Ausgestaltung der Garraumwandung
8 kann in jeder Ausführung der vorliegenden Erfindung vorteilhaft eingesetzt werden.
[0055] In Figur 4 ist weiterhin dargestellt, dass das Gargut 3 auf einem thermisch isolierten
Lebensmittelhalter 15 angeordnet ist. Auch hierdurch kann insbesondere beim Frischhalten
von Lebensmitteln vor einem Garvorgang eine gute thermische Entkopplung zwischen Garraum
2 bzw. Garraumwandung 8 und Gargut 300 erreicht werden.
[0056] Weiterhin umfasst die Garraumwandung 8 bzw. der Garraum 2 eine reflektierende Schicht
11, die einerseits beim Frischhalten von Gargut 300 vor dem Beginn eines Garprozesses
der thermischen Isolierung bzw. dem Frischhalten des Garguts 300 zugutekommt. Bei
der Verwendung einer Strahlungsheizeinrichtung als Heizeinrichtung 70 wird die dadurch
entstehende Wärme mittels der reflektierenden Schicht 11 zudem vorteilhaft auf das
Gargut 300 reflektiert, sodass eine besonders gleichmäßige und gute Erhitzung des
Garguts erfolgen kann. Auch die reflektierende Schicht 11 kann in allen Ausgestaltungen
vorteilhaft eingesetzt werden.
[0057] In Figur 4 ist auch dargestellt, dass die Kondensationseinrichtung 51 bzw. die Entfeuchtungseinrichtung
50 eine Aufnahme 55 zur Aufnahme bzw. zum Auffangen von Kondensat aufweisen kann.
In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Kondensationseinrichtung 51 als
Kondensationsfinger 53 ausgebildet, wobei die Kondensationsfläche 52 des Kondensationsfingers
53 leicht geneigt in Richtung der Aufnahme 55 angeordnet ist. So läuft an der Kondensationsfläche
52 entstehendes Kondensat in eine Aufnahme 55 ist somit sicher aufgefangen.
[0058] In Figur 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargerätes
1 rein schematisch in einer Schnittansicht dargestellt, wobei der Grundaufbau den
zuvor beschriebenen Ausgestaltungen entspricht.
[0059] Im Unterschied zu der zuvor gezeigten Ausführungsform ist die Entfeuchtungseinrichtung
50 nicht als Kondensationsfinger 53 ausgebildet, sondern wird durch einen Kältespeicher
54 zur Verfügung gestellt. Dabei umfasst der Kältespeicher 54 in dem hier gezeigten
Ausführungsbeispiel eine Schale 61, in welche Eis 62 als Kältespeicher 54 aufgenommen
ist.
[0060] Das Eis 62 stellt dabei die Kondensationsfläche 52 des Kältespeichers 54 zur Verfügung.
Neben dem Einbringen von Kälte durch den Kältespeicher 54 dient das Eis 62 bzw. die
Kondensationsfläche 20 dazu, das Frischhalten von Lebensmitteln in den Garraum 2 vor
dem Beginn eines Garprozesses zu begünstigen.
[0061] Um einen schnellen Übergang zwischen Frischhalten und Garen zu ermöglichen, ist dem
hier gezeigten Ausführungsbeispiel dem Kältespeicher 54 eine Heizeinrichtung 56 zugeordnet,
wobei diese in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel induktiv den Kältespeicher 54
bzw. das Eis 62 erwärmen bzw. abtauchen kann. So kann der Kältespeichert 54 schnell
ausgeschaltet werden, sobald der Garprozess beginnen soll.
[0062] In Figur 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Gargerätes
1 rein schematisch dargestellt. Hier ist angedeutet, dass der Garraum 2 des Gargerät
1 auch eine Schleuseneinrichtung 57 aufweisen kann, mittels welcher in dem Garraum
2 vorliegendes Kondensat bzw. Flüssigkeit abgeführt werden kann. Solches Kondensat
kann z. B. beim Frischhalten entstehen, Flüssigkeiten können aber auch bei einem Garprozess
oder durch das Auftauen eines Kältespeichers 54 entstehen.
[0063] Dabei ist die Schleuseneinrichtung 57 hieran der tiefsten Stelle 18 des Garraumbodens
10 vorgesehen. Die Schleuseneinrichtung 57 umfasst ein inneres Ventil 58 und äußeres
Ventil 59, wobei zwischen den beiden Ventilen 58, 59 ein Zwischenraum 60 vorgesehen
ist. Wie bei einer klassischen Schleuse kann nun die Flüssigkeit aus dem Garraum 2
durch das Öffnen des inneren Ventils 58 in den Zwischenraum 60 überführt werden. Nach
dem Schließen des inneren Ventils 58 kann das äußere Ventil 59 geöffnet werden, um
die Flüssigkeit aus dem Zwischenraum 60 aus dem Gargerät 1 abzuführen.
[0064] Durch das Vorsehen einer solchen Schleuse kann Flüssigkeit aus dem Garraum 2 entfernt
werden, ohne den Unterdruck in dem Garraum 2 wesentlich zu verändern. Sollte eine
besonders konstante Beibehaltung des Unterdrucks in dem Garraum 2 bevorzugt sein oder
nötig sein, kann der Zwischenraum 60 auch evakuierbar ausgebildet sein, sodass vor
dem Öffnen des inneren Ventils 58 der Zwischenraum 60 mit dem gleichen Unterdruck
versehen wird, welcher im Garraum 2 vorliegt.
[0065] Alternativ oder auch zusätzlich kann das innere Ventil 58 beim Erzeugen des Unterdrucks
in dem Garraum 2 auch geöffnet werden, sodass auch der Zwischenraum 60 dann den gleichen
Unterdruck wie der Garraum 2 aufweist. Anschließend kann das innere Ventil dann geschlossen
werden oder auch erst, nachdem Flüssigkeit in den Zwischenraum 60 gelaufen ist.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Gargerät
- 2
- Garraum
- 3
- Garraumöffnung
- 4
- Verschlusseinrichtung
- 5
- Unterdruckeinrichtung
- 6
- Betriebstellung
- 7
- Beladestellung
- 8
- Garraumwandung
- 9
- tiefste Stelle
- 10
- Garraumboden
- 11
- reflektierende Schicht
- 12
- erste Schale
- 13
- zweite Schale
- 14
- Hohlraum
- 15
- thermisch isolierter Lebensmittelhalter
- 16
- Deckel
- 17
- Dichtungseinrichtung
- 18
- tiefste Stelle
- 50
- Entfeuchtungseinrichtung
- 51
- Kondensationseinrichtung
- 52
- Kondensationsfläche
- 53
- Kondensationsfinger
- 54
- Kältespeicher
- 55
- Aufnahme
- 56
- Heizeinrichtung
- 57
- Schleuseneinrichtung
- 58
- inneres Ventil
- 59
- äußeres Ventil
- 60
- Zwischenraum
- 61
- Schale
- 62
- Eis
- 70
- Heizeinrichtung
- 100
- Schublade
- 300
- Gargut/Lebensmittel
1. Gargerät (1) umfassend wenigstens einen Garraum (2) mit wenigstens einer Garraumöffnung
(3) zum Befüllen des Garraumes (2), wenigstens eine Verschlusseinrichtung (4) zum
Verschließen der Garraumöffnung (3), wenigstens eine Unterdruckeinrichtung (5) in
Wirkverbindung zu dem Garraum (2) und wenigstens eine Heizeinrichtung (70),
dadurch gekennzeichnet,
dass der Garraum (2) als Schublade (100) ausgebildet ist, welche wenigstens zwischen einer
Betriebstellung (6) und einer Beladestellung (7) verfahrbar ist, wobei die Garraumöffnung
(3) nur in der Beladestellung (7) zugänglich ist.
2. Gargerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Garraumwandung (8) wenigstens abschnittweise von wenigstens einer reflektierenden
Schicht (11) überzogen und/oder mit einer reflektierenden Schicht (11) beschichtet
und/oder aus einem reflektierenden Material gebildet ist.
3. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Entfeuchtungseinrichtung (50) für den Garraum (2) vorgesehen ist.
4. Gargerät (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfeuchtungseinrichtung (50) wenigstens eine Kondensationseinrichtung (51) mit
wenigstens einer Kondensationsfläche (52) und/oder wenigstens eine Unterdruckeinrichtung
(5) umfasst.
5. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Entfeuchtungseinrichtung
(50) eine interne Unterdruckeinrichtung (5) bereitstellt, welche in dem Garraum ausgebildet
ist und bei im Betrieb der Unterdruckeinrichtung (5) vorzugsweise keine Verbindug
mit der Umgebung des Garraums aufweist, und/oder das Gargerät (1) eine externe Unterdruckeinrichtung
aufweist, welche zum Erzeugen eines Unterdrucks im Garraum mittels einer Fluidleitung
mit dem Garraum verbunden ist.
6. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kondensationseinrichtung wenigstens einen Kondensationsfinger (53) und/oder wenigstens
einen Kältespeicher (54) umfasst.
7. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensationsfinger (53) wenigstens eine Aufnahme (55) für Kondensat umfasst.
8. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Garraumwandung (8) wenigstens eine erste Schale (12) und wenigstens eine zweite
Schale (13) aufweist.
9. Gargerät (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Schale (12) und der zweiten Schale (13) wenigstens abschnittsweise
wenigstens ein Hohlraum (14) gebildet ist, welcher evakuierbar ist.
10. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Garraum wenigstens ein thermisch isolierter Lebensmittelhalter (15) angeordnet
ist.
11. Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Schritte in geeigneter Reihenfolge:
- Beladen des Garraumes (2)
- Erzeugen eines Unterdrucks in dem Garraum (2)
- Beheizen des Garraumes.
12. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
gekennzeichnet durch den folgenden zusätzlichen Schritt an geeigneter Stelle:
- wenigstens zeitweises Entfeuchten des Garraumes (2) mittels der Entfeuchtungseinrichtung
(50).
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Entfeuchten und das Beheizen
während eines Garprozesses, insbesondere gleichzeitig, erfolgt.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gargerät (1) während
des Garprozesses mit einem gegenüber der Umgebung geringeren Druck in dem Garraum
(2) betreiben wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Erzeugen eines Unterdrucks
im Garraum (2) vor einem Garprozess mittels einer externen Unterdruckeinrichtung durchgeführt
wird und das Regeln des Unterdrucks im Garraum während des Garprozesses mit einer
internen Unterdruckeinrichtung durchgeführt wird.