[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiteranschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse,
einer Klemmfeder zum Anklemmen eines elektrischen Leiters und einem Betätigungsdrücker,
der verschiebbar in dem Isolierstoffgehäuse gelagert ist und einen Betätigungsabschnitt
zur Beaufschlagung der Klemmfeder und einen von der Außenseite des Isolierstoffgehäuses
zugänglichen Betätigungsdrückerkopf mit einer Vertiefung zur Aufnahme eines Betätigungswerkzeuges
hat.
[0002] Solche Leiteranschlussklemmen sind in vielfältiger Form bekannt und werden bspw.
als Reihenklemmen verwendet.
[0003] DE 10 2015 120 063 B3 zeigt eine solche Leiteranschlussklemme mit einem Drücker, der einen Betätigungsschacht
zur Aufnahme eines Betätigungswerkzeuges hat. Der Betätigungsschacht mündet in einem
Aufnahmeschlitz aus. Der Betätigungsdrückerkopf hat auf diese Weise eine trichterförmige
Vertiefung, die im zentralen Bereich mit der Durchgangsöffnung zur Klemmfeder führt.
[0004] DE 10 2007 050 683 B4 offenbart eine Leiteranschlussklemme mit einem verkippbar in einem Führungskanal
gelagerten Betätigungsdrücker. Der Betätigungsdrücker hat an seinem Betätigungsdrückerkopf
eine Vertiefung zur Aufnahme des Betätigungswerkzeuges, die schlitzförmig oder kreuzschlitzförmig
ausgebildet ist. Der Boden der Vertiefung ist eben.
[0005] DE 10 2013 104 394 A1 zeigt eine Leiteranschlussklemme mit einem Betätigungsdrücker, der an seinem Betätigungsdrückerkopf
eine nutförmige Vertiefung hat, die an einer Seite in eine kugelförmige Vertiefung
übergeht.
[0006] DE 298 19 517 U1 zeigt eine Zugfederanschlussklemme mit einer Verriegelungsaufnahme, die eine nutförmige
Steckaufnahme mit einem an das freie Ende eines Schraubendrehers angepassten V-förmigen
Öffnungswinkel aufweist.
[0007] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Leiteranschlussklemme
zu schaffen, die eine zuverlässigere Führung des Betätigungsdrückers bei Beaufschlagung
mit einem Betätigungswerkzeug sicherstellt.
[0008] Die Aufgabe wird mit der Leiteranschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0009] Es wird vorgeschlagen, dass die Vertiefung am Betätigungsdrückerkopf eine vom zentralen
Bereich zu den Randbereichen zunehmende Tiefe hat. Damit wird die von dem Betätigungswerkzeug
auf den Betätigungsdrücker einwirkende Kraft im Wesentlichen in die Richtung der Längsachse
des Betätigungsdrückers gelenkt, auch wenn das Betätigungswerkzeug nicht exakt in
der Flucht des Betätigungsdrückers in Erstreckungsrichtung der Längsachse, sondern
schräg hierzu angesetzt wird. Damit wird verhindert, dass sich der Betätigungsdrücker
ungewollt zu stark schräg stellt und gegebenenfalls an Bauteilen der Leiteranschlussklemme,
wie bspw. einer Stromschiene anstößt.
[0010] Dies gelingt durch Schrägflächen des Bodens, d.h. durch Ausformung der Bodenebene
der Vertiefung mit der Folge, dass der zentrale Bereich der Vertiefung eine geringere
Tiefe als die Randbereiche der Vertiefung hat. Diese Flächen werden im Weiteren als
Bodenflächen oder Flächenabschnitte bezeichnet.
[0011] Die Vertiefung kann nutförmig sein (und bildet damit einen nutenförmigen Konturabschnitt
am Betätigungsdrücker). Der Nutgrund der Vertiefung ist dabei von den einander diametral
gegenüberliegenden Randbereichen der nutförmigen Vertiefung zum gemeinsamen zentralen
Bereich schräg zur Stirnseite des Betätigungsdrückerkopfes hin verlaufend ausgebildet.
Die nutförmige Vertiefung ist somit als Schlitz bzw. als Nut ausgeführt, dessen Nutgrund
nicht eben (d.h. horizontal plan) ist, sondern von den einander gegenüberliegenden
Randbereichen zum gemeinsamen zentralen Bereich hin schräg verlaufende Abschnitte
hat.
[0012] Der Betätigungsdrückerkopf kann zudem noch eine geformte Ausnehmung haben, die z.B.
zylinderförmig oder kegelstumpfförmig oder in anderer geeigneter Form gebildet ist,
die über den nutförmigen Konturabschnitt der Vertiefung hinausragt. Die Vertiefung
wird somit einerseits durch den Schlitz und andererseits durch die in den Schlitz
hineinführende und den Schlitz seitlich verbreiternde Ausnehmung gebildet. Mit einer
solchen zusätzlichen Ausnehmung wird zusätzlich die Betätigung durch ein im Querschnitt
rundes Betätigungswerkzeug, wie bspw. einen Kreuzschraubendreher ermöglicht. Die Ausnehmung
kann zentral sein und in der Flucht der Mittel- bzw. Zentralachse des Betätigungsdrückers
liegen.
[0013] Die Vertiefung kann eine konvex gewölbte Bodenebene haben. Die Bodenflächen der Bodenebene
sind dabei gekrümmt und nicht wie bei einem dreieck- oder trapezförmigen Querschnitt
geradlinig. Ein schräg angesetztes Betätigungswerkzeug kann damit nur an einem Punkt
der Bodenebene aufliegen, um auf diese Weise eine im möglichst spitzen Winkel zur
Längserstreckungsrichtung des Betätigungsdrückers wirkende Betätigungskraft auf den
Betätigungsdrücker sicherzustellen.
[0014] Die Vertiefung kann aber auch eine im Querschnitt trapezförmig oder dreieckförmig
zulaufende Bodenebene haben. Die im Querschnitt dreieckförmig zulaufende Bodenebene
läuft im zentralen Bereich relativ spitz aus. Die im Querschnitt trapezförmig zulaufende
Bodenebene hat hingegen im zentralen Bereich eine ebene Plattform, die quer zur Längserstreckungsrichtung
des Betätigungsdrückers steht. Beim Aufsetzen des Betätigungswerkzeuges auf diese
Plattform im zentralen Bereich wird die Betätigungskraft dann lotrecht zur Plattform
in Längserstreckungsrichtung des Betätigungsdrückers ausgeübt, sodass auf diese Weise
ein Verkippen des Betätigungsdrückers vermieden wird. Wenn das Betätigungswerkzeug
schräg auf die sich an die Plattform anschließenden Schrägflächen der im Querschnitt
trapezförmigen Vertiefung wirkt, dann wird die Betätigungskraft immer noch im Wesentlichen
in die Längserstreckungsrichtung des Betätigungsdrückers umgelenkt und ein zu starkes
Verkippen des Betätigungsdrückers im Vergleich zu einer insgesamt ebenen Bodenebene
verhindert.
[0015] Die Vertiefung kann aber auch einen zur Stirnseite des Betätigungsdrückerkopfes hin
pyramidenförmig, pyramidenstumpfförmig, kegelförmig, kegelstumpfförmig oder paraboloidförmig
abragenden Boden haben. Bei dieser Ausführungsform wird der zu den Randbereichen der
Vertiefung hin schräg verlaufende Boden nicht nur zweidimensional wie bei einer nutförmigen
Vertiefung, sondern dreidimensional bereitgestellt. Die Gefahr eines Verkippens oder
Verkantens des Betätigungsdrückers beim Verschieben in einem Drückerkanal des Isolierstoffgehäuses
wird auf diese Weise noch weiter verringert.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit den beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - Seitenansicht einer Leiteranschlussklemme mit Betätigungswerkzeug in der Schnittlinie
C-C;
- Figur 2
- - Schnittansicht der Leiteranschlussklemme aus Figur 1 im Schnitt C-C;
- Figur 3
- - Seitenansicht der Leiteranschlussklemme aus Figur 1 mit Betätigungswerkzeug in der
heruntergedrückten Stellung des Betätigungsdrückers in der Schnittlinie D-D;
- Figur 4
- - Schnittansicht der Leiteranschlussklemme aus Figur 3 im Schnitt D-D;
- Figur 5
- - Seitenansicht des Betätigungsdrückers für die Leiteranschlussklemme aus Figuren
1 bis 4 mit der Schnittlinie E-E;
- Figur 6
- - Schnittansicht des Betätigungsdrückers aus Figur 5 im Schnitt E-E;
- Figur 7
- - Perspektivische Darstellung des Betätigungsdrückers aus Figuren 5 und 6.
[0017] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer Leiteranschlussklemme 1 in Form einer Reihenklemme.
Die Leiteranschlussklemme 1 hat ein Isolierstoffgehäuse 2 mit Leiteranschlüssen zum
Anklemmen elektrischer Leiter. Diese werden in Leitereinführungskanäle des Isolierstoffgehäuses
2 zu einer Klemmstelle hin geführt, die aus einer Klemmfeder 3 und einer Stromschiene
4 gebildet ist. Die Stromschiene 4 hat Öffnungen zum Einstecken eines elektrischen
Leiters. Eine Klemmfeder 3 ist jeweils in einer dieser Öffnungen eingehängt, um mit
einem Klemmschenkel 6 einen in einen Leitereinführungskanal 5 eingesteckten elektrischen
Leiter an eine Klemmkante der Stromschiene 4 anzuklemmen.
[0018] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat die Stromschiene 4 im Bereich jeweils
einer Klemmfeder 3 einen sogenannten Materialdurchzug, bei dem Führungswände 7 an
der dem Leitereinführungskanal 5 diametral gegenüberliegenden Unterseite der Stromschiene
4 abragen. Damit wird ein Führungskanal für den elektrischen Leiter gebildet und der
Stromquerschnitt zum Ableiten des Stroms vom elektrischen Leiter über die Klemmstelle
in die Stromschiene 4 vergrößert.
[0019] Das Isolierstoffgehäuse 2 hat an der Unterseite beispielsweise einen Rastfuß 8, mit
dem das Isolierstoffgehäuse 2 auf eine Tragschiene (nicht dargestellt) aufgerastet
werden kann.
[0020] In dem Isolierstoffgehäuse 2 ist jeweils neben einem Leitereinführungskanal 5 ein
Betätigungskanal 9 eingebracht, der jeweils zu dem Klemmschenkel 6 eine Klemmfeder
3 führt bzw. dorthin ausmündet. In diesem Betätigungskanal 9 ist ein Betätigungsdrücker
10 verschiebbar in Längserstreckungsrichtung L des Betätigungsdrückers 10 gelagert.
Von dem Betätigungsdrücker 10 ist in der Seitenansicht nur ein zur Beaufschlagung
der Klemmfeder 3 auf dem Klemmschenkel 6 aufgelagerter Betätigungsabschnitt 11 zu
erkennen.
[0021] Der Betätigungsdrücker 10 ist von der Außenseite des Isolierstoffgehäuses 2 zugänglich,
so dass ein Betätigungswerkzeug 12 wie dargestellt auf den Betätigungsdrückerkopf
(nicht sichtbar) aufgesetzt werden kann. Durch eine in Längserstreckungsrichtung L
des Betätigungsdrückers 10 auf dem Betätigungsdrückerkopf wirkende Betätigungskraft
kann der Betätigungsdrücker 10 nun in Längserstreckungsrichtung L zur Stromschiene
4 hin verlagert werden. Damit wird der Betätigungsschenkel 6 der Klemmfeder 3 entgegen
der Federkraft der Klemmfeder 3 zum gegenüberliegenden Anlageschenkel 13 der Klemmfeder
3 bewegt und die zwischen dem Ende des Klemmschenkels 6 und der Klemmkante der Stromschiene
4 gebildete Klemmstelle zum Anklemmen eines elektrischen Leiters geöffnet. Hierdurch
kann ein elektrischer Leiter kraftfrei eingeführt und umgekehrt ein angeklemmter elektrischer
Leiter wieder entnommen und aus dem Leitereinführungskanal 5 des Isolierstoffgehäuses
2 herausgezogen werden.
[0022] Figur 2 zeigt eine Schnittansicht der Leiteranschlussklemme 1 aus Figur 1. Deutlich
wird nun, dass der Betätigungsdrücker 10 an seinem unteren Ende einen verjüngten Betätigungsabschnitt
11 hat. Dieser ist ausgebildet, um in die Leiteraufnahmeöffnung 14 der Stromschiene
4 einzutauchen, wenn der Klemmschenkel 6 der Klemmfeder 3 mit dem Betätigungsdrücker
10 in Längserstreckungsrichtung L des Betätigungsdrückers 10 nach unten ebenfalls
in die Leiteraufnahmeöffnung 14 hineingedrückt wird.
[0023] Deutlich wird, dass der Betätigungsdrücker 10 längsverschiebbar in einem Betätigungskanal
9 des Isolierstoffgehäuses 2 gelagert ist. Der Betätigungsdrücker 10 hat dabei im
Übergang des Betätigungsabschnitts 11 zum zentralen Abschnitt 16 des Betätigungsdrückers
Anschlagnasen 17, die zusammen mit dem Isolierstoffgehäuse 2 einen Anschlag bilden
und ein Herausgleiten des Betätigungsdrückers 10 aus dem Isolierstoff nach oben, d.h.
entgegengesetzt zur dargestellten Längserstreckungsrichtung L verhindert.
[0024] Deutlich wird, dass der Betätigungsdrücker 10 an seinem dem Betätigungsabschnitt
11 diametral gegenüberliegenden Ende einen Betätigungsdrückerkopf 18 aufweist. An
der Stirnseite des Betätigungsdrückerkopfes 18 ist eine Vertiefung 19 eingebracht,
in die das stirnseitige Ende eines Betätigungswerkzeuges 12, wie beispielsweise eines
Schlitzschraubendrehers, eintauchen kann.
[0025] Deutlich wird, dass die Vertiefung eine vom zentralen Bereich Z zu den diametral
gegenüberliegenden Randbereichen R der Vertiefung 19 zunehmende Tiefe hat. Der Boden
der Vertiefung 19 ist somit konvex gewölbt oder wie im dargestellten Beispiel präzise
im Querschnitt trapezförmig ausgestaltet. Der zentrale Bereich Z ist dabei als eine
quer zur Längserstreckungsrichtung L des Betätigungsdrückers 10 eben ausgebildete
Plattform 20 gestaltet. An diese ebene Plattform 20 schließen sich rechts und links
jeweils schräg abfallende Flächenabschnitte 21 an.
[0026] Die Vertiefung 19 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nutförmig, d.h. sie
ist im dargestellten Schnitt von links nach rechts länglich und quer zur dargestellten
Schnittrichtung relativ schmal mit geraden oder leicht schräg geneigten Seitenwänden.
[0027] Wenn nun das Betätigungswerkzeug 12 wie skizziert geneigt zur Längserstreckungsrichtung
in die Vertiefung 19 auf den Betätigungsdrückerkopf 18 aufgesetzt wird, dann wird
die Betätigungskraft des Betätigungswerkzeuges 12 immer noch in einem sehr geringen
spitzen Winkel zur Längserstreckungsrichtung L auf den Betätigungsdrücker 10 ausgeübt.
Dies führt dazu, dass das auf dem Betätigungsdrücker 10 wirksame Kippmoment wesentlich
stärker reduziert ist, als bei einer Vertiefung mit einem ebenen Boden.
[0028] Die geneigten, zum zentralen Bereich in Richtung der äußeren Stirnfläche des Betätigungsdrückerkopfes
hinlaufenden Schrägflächen des Bodens, d.h. die Flächenabschnitte 21, stellen sicher,
dass der Betätigungsdrücker 10 bei seiner Verlagerungen in Richtung der Stromschiene
4 wesentlich weniger aus der Längserstreckungsrichtung L heraus verkippt, als dies
ohne diese spezifische Kontur der Vertiefung 19 der Fall wäre. Dadurch wird sichergestellt,
dass der Betätigungsabschnitt 11 tatsächlich auch in die Leiteraufnahmeöffnung 14
der Stromschiene 4 eintaucht und nicht an der Stromschiene 4 verkantet.
[0029] Figur 3 zeigt eine Seitenansicht der Leiteranschlussklemme 1 aus Figur 1. Dabei ist
das Betätigungswerkzeug 12 nunmehr weiter in das Isolierstoffgehäuse 2 hineingedrückt,
um den Betätigungsdrücker 10 in Richtung der Stromschiene 4 zu verlagern und den Klemmschenkel
6 entgegenwirkend zur Federkraft der Klemmfeder 3 zum gegenüberliegenden Anlageschenkel
13 hin zu drücken. Dabei wird die Klemmstelle zum Anklemmen eines elektrischen Leiters
geöffnet.
[0030] Figur 4 zeigt eine Schnittansicht im Schnitt in dem in der Figur 3 skizzierten Schnitt
D-D. Es ist nun erkennbar, dass der Betätigungsdrücker 10 in Längserstreckungsrichtung
L zur Stromschiene 4 hin heruntergedrückt ist. Der Betätigungsabschnitt 11 taucht
nun in die Leiteraufnahmeöffnung 14 der Stromschiene 4 zusammen mit dem Klemmschenkel
6 der Klemmfeder 3 ein. Deutlich wird, dass der Betätigungsdrücker 10 hierbei leicht
zur Längserstreckungsrichtung L bzw. der Längsachse des Betätigungskanals 9 verkippt
ist. Diese unter anderem durch die Schrägstellung des Betätigungswerkzeuges 12 bezogen
auf die Längserstreckungsrichtung L des Betätigungsdrückers 10 bzw. die entsprechende
Längsachse des Betätigungskanals 9 bewirkten Kippmomente auf den Betätigungsdrücker
10 sind aber nicht so stark, dass der Betätigungsdrücker 10 bei seiner Verschiebung
nach unten in die Betätigungsstellung an der Stromschiene 4 anstößt.
[0031] Durch die Ausbildung der Vertiefung 19 mit einer konvex gewölbten Bodenebene, d.h.
mit den Flächenabschnitten 21, zusammen mit dem skizzierten trapezförmigem Querschnitt
der Bodenebene (Flächenabschnitte 21) werden die auf dem Betätigungsdrücker 10 wirkenden
Betätigungskräfte weitestgehend in Längserstreckungsrichtung L wirksam.
[0032] Figur 5 zeigt eine Seitenansicht des Betätigungsdrückers 10 der Leiteranschlussklemme
1 aus den vorbeschriebenen Figuren. Deutlich wird, dass der Betätigungsdrücker 10
einen Betätigungsdrückerkopf 18 mit einem Querschnitt hat, der sich vom Mittelabschnitt
16 des Betätigungsdrückers 10 ausgehend verbreitert. Damit weist der Betätigungsdrückerkopf
18 kragenartige Überstände auf, die in den entsprechend ausgeformten Betätigungskanal
9 des Isolierstoffgehäuses 2 hineingeführt werden können.
[0033] Diametral gegenüberliegend zum Betätigungsdrückerkopf 18 hat der Betätigungsdrücker
10 einen sich an den Mittelabschnitt 16 anschließenden Betätigungsabschnitt 11, der
zum freien Ende hin verjüngt. Erkennbar ist auch der stegartige Anschlag 17 an einer
Seite des Betätigungsdrückers 10. Auf der nicht sichtbaren gegenüberliegenden Seite
ist ebenfalls eine entsprechende stegartiger Anschlagnase 17 vorhanden.
[0034] Figur 6 zeigt eine Schnittansicht des Betätigungsdrückers 10 aus Figur 5 in der dort
dargestellten Schnittlinie E-E. Deutlich wird, dass sich der Betätigungsabschnitt
11 am freien Ende des Betätigungsdrückers 10 konisch zulaufend verjüngt. Weiterhin
sind im Übergang zwischen dem Betätigungsabschnitt 11 und dem Mittelabschnitt 16 seitlich
vorstehende Anschlagnasen 17 vorhanden, die sich in Blickrichtung stegartig erstrecken.
[0035] Erkennbar ist auch der Betätigungsdrückerkopf 18 auf der dem Betätigungsabschnitt
11 diametral gegenüberliegenden Seite des Betätigungsdrückers 10. Der Betätigungsdrückerkopf
18 hat an seiner oberen Stirnseite eine nutförmig sich in dem Schnitt E-E von links
nach rechts schlitzartig erstreckende Vertiefung 19. Im zentralen Bereich der Vertiefung
19 ist zusätzlich eine kegelstumpfförmige zentrale Ausnehmung 22 eingebracht, die
wie skizziert in Blickrichtung über die nutförmige Kontur der Vertiefung 19 hinausragt.
Die Vertiefung 19 ist somit im zentralen Bereich Z im Wesentlichen durch die kegelstumpfförmige
Ausnehmung 22 und in den Randbereichen R durch die nutförmige Kontur mit schräg zu
den Randbereichen R hin abfallenden Bodenebenen ausgebildet. Im zentralen Bereich
Z der Vertiefung 19 ist eine ebene Plattform 20 vorhanden. Die Ebene der Plattform
20 steht dabei quer zur Längserstreckungsrichtung L des Betätigungsdrückers 10. Eine
dort einwirkende Betätigungskraft wirkt somit im Wesentlichen in Längserstreckungsrichtung
L auf die Zentralachse M des Betätigungsdrückers 10.
[0036] Durch die zu den Randbereichen R hin schräg zur Zentralachse M gestellten Flächen
der Bodenebene 21 der Vertiefung 19 folgt eine dort aufgebrachte Betätigungskraft
im spitzen Winkel zur Zentralachse M des Betätigungsdrückers 10. Damit wird ein Kippmoment
auf den Betätigungsdrücker 10 im Vergleich zu einer Situation reduziert, bei der die
Bodenebene (d.h. die Flächenabschnitte 21) plan ist und lotrecht zur Zentralachse
M steht. Eine in diesem Fall versetzt zur Zentralachse M auf die Bodenebene (d.h.
die Flächenabschnitte 21) wirkende Kraft führt dann zu einem größeren Kippmoment,
als dieses durch die Schrägstellung zur Zentralachse M auftritt.
[0037] Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht des Betätigungsdrückers 10 aus Figuren
5 und 6. Deutlich wird, dass die Vertiefung 19 nutförmig ist und einen sich im Betätigungsdrückerkopf
18 quer erstreckenden Schlitz hat. Im zentralen Bereich hat die Vertiefung 19 zudem
die kegelstumpfförmige Ausnehmung 22, welche die nutförmige Kontur der Vertiefung
19 seitlich aus dem Schlitz heraus verbreitert. Diese zentrale Ausnehmung 22 ragt
somit über den nutförmigen Konturabschnitt der Vertiefung 19 seitlich beidseits heraus
und geht im Übrigen in die schlitzförmige Nut über.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Leiteranschlussklemme
- 2
- Isolierstoffgehäuse
- 3
- Klemmfeder
- 4
- Stromschiene
- 5
- Leitereinführungskanal
- 6
- Klemmschenkel
- 7
- Führungswände
- 8
- Rastfuß
- 9
- Betätigungskanal
- 10
- Betätigungsdrücker
- 12
- Betätigungswerkzeug
- 11
- Betätigungsabschnitt
- 13
- Anlageschenkel
- 14
- Leiteraufnahmeöffnung
- 16
- Zentraler Abschnitt
- 17
- Anschlagnasen
- 18
- Betätigungsdrückerkopf
- 19
- Vertiefung
- 20
- Plattform
- 21
- Flächenabschnitte
- 22
- Bohrung
- L
- Längserstreckungsrichtung
- R
- Randbereiche
- Z
- zentraler Bereich
1. Leiteranschlussklemme (1) mit einem Isolierstoffgehäuse, einer Klemmfeder (3) zum
Anklemmen eines elektrischen Leiters und einem Betätigungsdrücker (10), der verschiebbar
in dem Isolierstoffgehäuse (2) gelagert ist und einen Betätigungsabschnitt (11) zur
Beaufschlagung der Klemmfeder (3) und einen von der Außenseite des Isolierstoffgehäuses
zugänglichen Betätigungsdrückerkopf (18) mit einer Vertiefung (19) zur Aufnahme eines
Betätigungswerkzeuges (12) hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (19) eine vom zentralen Bereich (Z) zu den Randbereichen (R) zunehmende
Tiefe hat.
2. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (19) nutförmig ist und einen zu den einander diametral gegenüberliegenden
Randbereichen (R) der nutförmigen Vertiefung (19) zum gemeinsamen zentralen Bereich
(Z) schräg zur Stirnseite des Betätigungsdrückerkopfes (18) hin verlaufenden Nutgrund
hat.
3. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsdrückerkopf (18) eine Ausnehmung (22) hat, die über den nutförmigen
Konturabschnitt der Vertiefung (19) hinausragt.
4. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (19) eine konvex gewölbte Bodenebene (Flächenabschnitt 21) hat.
5. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (19) eine im Querschnitt trapezförmig oder dreieckförmig zulaufende
Bodenebene (Flächenabschnitt 21) hat.
6. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (19) eine zur Stirnseite des Betätigungskopfes hin pyramidenförmig,
pyramidenstumpfförmig, kegelförmig, kegelstumpfförmig oder paraboloidförmig abragenden
Bodenebene (Flächenabschnitt 21) hat.