(19)
(11) EP 3 511 134 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.07.2019  Patentblatt  2019/29

(21) Anmeldenummer: 18206172.1

(22) Anmeldetag:  14.11.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B26D 3/26(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 21.12.2017 DE 202017006550 U

(71) Anmelder: GEFU-Küchenboss GmbH & Co. KG
59889 Eslohe (DE)

(72) Erfinder:
  • Schillheim, Rudolf
    59889 Eslohe (DE)

(74) Vertreter: Ostriga Sonnet Wirths & Vorwerk 
Patentanwälte Friedrich-Engels-Allee 430-432
42283 Wuppertal
42283 Wuppertal (DE)

   


(54) VORRICHTUNG ZUM ZERTEILEN VON GEMÜSE, WIE KAROTTEN, ZUCCHINI, GURKE


(57) Dargestellt und beschrieben ist eine Vorrichtung zum Zerteilen von Gemüse, wie Karotten, Zucchini, Gurke, bestehend aus einem zylinderförmigen Gehäuse in dem nahe eines ersten Endbereichs eine Schneideinrichtung angeordnet ist, wobei das Gehäuse an seiner Innenumfangsfläche angeformte Führungsrippen aufweist, die vom zweiten Endbereich des Gehäuses bis zur Schneidvorrichtung verlaufen, sodass ein Schneidstößel, der mit den Führungsrippen korrespondierende Führungsspalte aufweist, vom zweiten Endbereich des Gehäuses bis zur Schneidvorrichtung einschiebbar ist, wobei die im Gehäuse angeordnete Schneideinrichtung aus einem ersten, feststehenden Schneidmesser und mindestens einem zweiten, drehbaren Schneidmesser gebildet wird, die wenigstens eine miteinander fluchtende und eine nichtfluchtende Stellung zueinander einnehmen können.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerteilen von Gemüse, wie Karotten, Zucchini, Gurke, bestehend aus einem zylinderförmigen Gehäuse in dem nahe eines ersten Endbereichs eine Schneideinrichtung angeordnet ist, wobei das Gehäuse an seiner Innenumfangsfläche angeformte Führungsrippen aufweist, die vom zweiten Endbereich des Gehäuses bis zur Schneidvorrichtung verlaufen, sodass ein Schneidstößel, der mit den Führungsrippen korrespondierende Führungsspalte aufweist, vom zweiten Endbereich des Gehäuses bis zur Schneidvorrichtung einschiebbar ist.

[0002] Aus dem druckschriftlich nicht belegbaren Stand der Technik ist bereits eine derartige Vorrichtung zum Zerteilen von Gemüse bekannt. Die grundsätzlich vorteilhafte Vorrichtung weist jedoch den Nachteil auf, dass der Einsatzbereich relativ klein ist.

[0003] Ausgehend davon besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine neue Vorrichtung zum Zerteilen von Gemüse wie Karotten, Zucchini, Gurke zu schaffen, welche einfach aufgebaut und herzustellen ist, und einen größeren Einsatzbereich aufweist.

[0004] Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 1:
Vorrichtung zum Zerteilen von Gemüse, wie Karotten, Zucchini, Gurke, bestehend aus einem zylinderförmigen Gehäuse in dem nahe eines ersten Endbereichs eine Schneideinrichtung angeordnet ist, wobei das Gehäuse an seiner Innenumfangsfläche angeformte Führungsrippen aufweist, die vom zweiten Endbereich des Gehäuses bis zur Schneidvorrichtung verlaufen, sodass ein Schneidstößel, der mit den Führungsrippen korrespondierende Führungsspalte aufweist, vom zweiten Endbereich des Gehäuses bis zur Schneidvorrichtung einschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die im Gehäuse angeordnete Schneideinrichtung aus einem ersten, feststehenden Schneidmesser und mindestens einem zweiten, drehbaren Schneidmesser gebildet wird, die wenigstens eine miteinander fluchtende und eine nichtfluchtende Stellung zueinander einnehmen können.

[0005] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist den wesentlichen Vorteil auf, dass man mit ihr insbesondere "stangenartiges" Gemüse in einem Schneidvorgang nicht nur in vier, sondern auch in acht Streifen wunschgemäß schneiden kann, wodurch der Einsatzbereich der Vorrichtung deutlich vergrößert ist.

[0006] Grundsätzlich wird die erfindungsgemäße Vorrichtung mit der einen Hand oberhalb eines Aufnahmegefäßes gehalten, während man mit der anderen Hand das Gemüse oder den Schneidstempel in das Gehäuse drückt.

[0007] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird die Schneideinrichtung aus drei feststehenden, im rechten Winkel zueinander angeordneten Schneidmessern und zwei drehbaren, im rechten Winkel zueinander angeordneten Schneidmessern gebildet.

[0008] Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse am ersten Endbereich mit einer lösbaren Gehäuseverlängerung versehen ist. Dies hat den Vorteil, dass es möglich ist, - in Abweichung zu der oben genannten Betätigungsweise - die Vorrichtung auch auf eine Arbeitsplatte zu stellen, beispielweise mit der linken Hand festzuhalten und mit der rechten Hand den Schneidstößel in Richtung Arbeitsfläche zu bewegen.

[0009] Letztlich umfasst die Erfindung auch eine Vorrichtung, bei der zwischen der Innenumfangsfläche des Gehäuses und dem Schneidstempel eine Zentriereinrichtung für kleineres Rundgemüse, wie Kirschtomaten, Pilze, herausnehmbar angeordnet ist.

[0010] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung zum Zerteilen von Gemüse,

Fig. 2 eine Explosionsdarstellung der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung,

Fig. 3 und 4 Darstellungen verschiedener Schneidmesserstellungen der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in Unteransicht,

Fig. 5a und 5b Darstellungen eines Einsatzfalles der Vorrichtung ohne Schneidstempel bei einem länglichen Gemüse,

Fig. 6a und 6b Darstellungen des Einsatzfalles der Vorrichtung mit Schneidstempel bei einem länglichen Gemüse und

Fig. 7 Darstellung des Arbeitseinsatzes unter Verwendung einer Zentriereinrichtung bei kleinerem Rundgemüse.



[0011] In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zum Zerteilen von Gemüse wie Karotten, Zucchini, Gurke insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.

[0012] In der Fig. 1 ist die Vorrichtung 10 in einer Diagonalansicht dargestellt. In Zusammenschau mit der Fig. 2 erkennt man, dass die Vorrichtung 10 aus einem Gehäuse 11 mit einem ersten Endbereich 12 und einem zweiten Endbereich 13 versehen ist. Der erste Endbereich 12 ist als Drehring 14 ausgestaltet und weist in seinem Innenraum zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete Schneidmesser 15 auf (s. Fig. 3/4).

[0013] Benachbart des Drehringes 14 sowie der Schneidmesser 15 ist darüber hinaus das Gehäuse 11 zusätzlich mit zwei ebenfalls im rechten Winkel zueinander angeordneten Schneidmessern 16 versehen (s. Fig. 3 und 4).

[0014] Ausgehend vom zweiten Endbereich 13 des Gehäuses 11 weist Letzteres an der Innenumfangsfläche angeformte Führungsrippen 17 (s. Fig. 2) auf, die bis in die vorbeschriebene Schneidmesseranordnung 15, 16 hinein verlaufen.

[0015] Ein Schneidstempel 18 mit einer Betätigungsfläche 19 weist ebenfalls jeweils um 90° versetzt Rippen 20 auf, die mit Längsspalten 21 versehen sind, die mit den Führungsrippen 17 des Gehäuses 11 korrespondieren.

[0016] Zusätzlich ist in der Explosionszeichnung gemäß Fig. 2 eine Zentriereinrichtung 22 für kleines rundes Gemüse zu erkennen, welche nur optional vor dem Zerteilen eingesetzt wird.

[0017] Letztlich sind am Drehring 14 sowie der Außenumfangsfläche des Gehäuses 11 Markierungen 23 angeordnet, aus denen man erkennen kann, in welchen der beiden Schneidstellungen (4fach-Teilung, 8fach-Teilung) sich die Vorrichtung 10 befindet. Diese Schneidstellungen der Vorrichtung 10 sind in den Figuren 3 und 4 dargestellt.

[0018] In den Fig. 3 und 4 sind die Unteransichten der Fig. 1 zu erkennen. Die Vorrichtung 10 weist miteinander fluchtende Schneidmesser 15 und 16 auf, so dass beim Einführen eines länglichen Gemüses 24 vier streifenförmige Gemüseteile 24x (Fig. 6a und 6b) geschnitten würden. Durch das Verdrehen des Drehringes 14 entgegen dem Uhrzeigersinn ausgehend von der in der Fig. 1 dargestellten Stellung, ergibt sich die wiederum in Unteransicht in Fig. 3 dargestellte Situation bei der die Schneidmesser 15 des Drehringes 14 um 45° versetzt zu den Schneidmessern 16 des Gehäuses 11 angeordnet sind. Im Ergebnis werden somit bei einem solchen Schneidvorgang insgesamt 8 stangenförmige Gemüseteile geschnitten.

[0019] In der Fig. 5a und 5b ist in der Seitenansicht die Vorrichtung 10 ohne den Einsatz des Schneidstempels 18 dargestellt. Gemäß Fig. 5 wird längliches Gemüse 24 zunächst per Hand so weit durch die Vorrichtung 10 geschoben, bis es vollständig in das Gehäuse 11 eintaucht. In Teilschnitt Fig. 5b erkennt man, dass dann das längliche Gemüse 24 von den Schneidmessern 16/15 in vier oder acht Gemüseteile 24x zerteilt wird.

[0020] Danach ergibt sich die in Fig. 6 dargestellte Situation. Der Schneidstempel 18 wird so über dem Gehäuse 11 positioniert, dass die Führungsrippen 17 in die Längsspalte 21 des Schneidstempels 18 eingeführt werden. Danach wird durch Druck auf die Betätigungsfläche 19 der Schneidstempel 18 in Richtung zu den Schneidmessern 15, 16 bewegt und damit zugleich das längliche Gemüse 24 durch die Schneideinrichtung 16, 15 gedrückt.

[0021] Letztlich zeigt die Fig. 7 in der Draufsicht auf den zweiten Endbereich 13 der Vorrichtung 10 den Einsatz der Zentriereinrichtung 22 im Zusammenhang mit dem Zerteilen eines kleinen Rundgemüses 25. Die Zentriereinrichtung 22 hat - wie der Name schon sagt - nur das Ziel, dass das kleine Rundgemüse 25 zentral im Gehäuse 11 gehalten wird. Auf nicht dargestellte Weise muss nun der Schneidstempel 18 in das Gehäuse 11 eingeführt werden und drückt das kleine Rundgemüse 25 durch die Schneidvorrichtung 16, 15, so dass dann vier oder acht Teile entstehen.

Bezugszeichenliste



[0022] 
10
Vorrichtung
11
Gehäuse
12
erster Endbereich
13
zweiter Endbereich
14
Drehring
15
Schneidmesser von 14
16
Schneidmesser von 11
17
Führungsrippen
18
Schneidstempel
19
Betätigungsfläche
20
Rippen
21
Führungsspalt
22
Zentriereinrichtung
23
Markierungen Schneidstellungen
24
längliches Gemüse
24x
Gemüseteile
25
Rundgemüse



Ansprüche

1. Vorrichtung (10) zum Zerteilen von Gemüse, wie Karotten, Zucchini, Gurke, bestehend aus einem zylinderförmigen Gehäuse (11) in dem nahe eines ersten Endbereichs (12) eine Schneideinrichtung angeordnet ist, wobei das Gehäuse (11) an seiner Innenumfangsfläche angeformte Führungsrippen (17) aufweist, die vom zweiten Endbereich (13) des Gehäuses (11) bis zur Schneidvorrichtung verlaufen, sodass ein Schneidstößel, der mit den Führungsrippen (17) korrespondierende Führungsspalte (21) aufweist, vom zweiten Endbereich (13) des Gehäuses (11) bis zur Schneidvorrichtung einschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die im Gehäuse (11) angeordnete Schneideinrichtung aus einem ersten, feststehenden Schneidmesser (16) und mindestens einem zweiten, drehbaren Schneidmesser (15) gebildet wird, die wenigstens eine miteinander fluchtende und eine nichtfluchtende Stellung zueinander einnehmen können.
 
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung aus zwei feststehenden, im rechten Winkel zueinander angeordneten Schneidmessern (16) und zwei drehbaren, im rechten Winkel zueinander angeordneten Schneidmessern (15) gebildet wird.
 
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) am ersten Endbereich (12) mit einer lösbaren Gehäuseverlängerung versehen ist.
 
4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Innenumfangsfläche des Gehäuses (11) und dem Schneidstempel (18) eine Zentriereinrichtung (22) für kleineres Rundgemüse (25), wie Kirschtomaten, Pilze, herausnehmbar angeordnet ist.
 




Zeichnung




























Recherchenbericht









Recherchenbericht