[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalungsankeraufnahme für eine Betonschalungsankerung
in einem Betonschalungselement, ein Betonschalungselement sowie ein Verfahren zum
Herstellen einer Betonschalung gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Im Stand der Technik sind bereits Schalungsankerungen für Betonschalungen bekannt,
die dazu dienen, die Position der Wandschalungen beim Verfüllen des Zwischenraumes
zwischen den Schalungen mit Beton zu halten. Hierzu werden auf einem Schalungsanker
auf beiden Seiten Ankermuttern angeordnet. Diese Ankerstange wird nach Aushärten des
Betons im Zwischenraum zwischen den beiden Wandschalungen wieder entfernt. Üblicherweise
sind diese Schalungsankerungen fix in den Schalungselementen vorgesehen, sodass spezielle
Schalungselemente notwendig sind, sofern ein Zugriff auf die Ankerung nur von einer
Seite, möglich ist. Bei der Herstellung einer Betonschalung wird zunächst eine erste
Schalungswand positioniert, die Stellschalung. Die zweite Schalungswand wird als Schliessschalung
bezeichnet. Üblicherweise ist ein Zugang von beiden Schalungsseiten aus möglich, so
dass die Ankermuttern von beiden Seiten leicht befestigt werden können.
[0003] Aus der
EP 2 536 899 ist beispielswiese eine Schalungsankerung bekannt, die auf der Stellschalungsseite
angebracht im Element eingebaut ist und dann von der Schliessschalungsseite zugänglich
ist.
[0004] Nachteilig bei dieser Konstruktion ist jedoch der sehr komplizierte und aufwändige
Aufbau sowie die Notwendigkeit spezielle Schalungselemente zu verwenden, um einen
speziellen Schalungsanker überhaupt in der Betonschalung fixieren zu können. Dies
führt zu sehr hohen Kosten beim Bau.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden
und insbesondere eine Schalungsankeraufnahme, ein Betonschalungselement sowie ein
Verfahren zum Herstellen einer Betonschalung zu schaffen, welche einseitig bedienbares
Ankern erlauben, wobei weiterhin standardmässige Betonschalungselemente und standardmässige
Ankerstäbe verwendet werden können.
[0006] Die Aufgabe wird durch eine Schalungsankeraufnahme für eine Betonschalungsankerung
gelöst, die ein Ankergewinde zur Aufnahme eines Schalungsankers mit einer Ankergewindelängsachse
umfasst. Weiterhin umfasst die Schalungsankeraufnahme ein Befestigungselement zur
lösbaren Befestigung der Schalungsankeraufnahme an einem Schalungselement, sodass
eine axiale Verschiebung entlang der Ankergewindelängsachse durch Formschluss verhinderbar
ist. Die Schalungsankeraufnahme umfasst weiterhin eine Verdrehsicherung zur Verhinderung
von Drehung der Schalungsankeraufnahme beim Befestigen des Schalungsankers, wobei
das Befestigungselement derartig ausgebildet ist, dass es mit quer und/oder Längsstreben
und/oder Öffnungen in einer Querstrebe oder Längsstrebe des Schalungselements in Eingriff
bringbar ist.
[0007] Eine derartige Schalungsankeraufnahme lässt sich leicht an einem bestehenden Betonschalungselement
befestigen und ermöglich somit ein einseitiges Ankern mit Standardbetonschalungselementen.
[0008] Unter Formschluss wird im Sinne der Anmeldung verstanden, dass ausschliesslich ein
Formschluss vorliegt. Ein Gewinde in Ankergewindelängsachsenrichtung wird nicht unter
Formschluss verstanden.
[0009] Die Verdrehsicherung und das Befestigungselement können separate Elemente sein.
[0010] Somit erhöht sich die Flexibilität, und die beiden Elemente können dezidiert für
ihren Zweck ausgebildet werden.
[0011] Die Verdrehsicherung kann eine Verdrehsicherungsöffnung, insbesondere ein Langloch
umfassen, in welches das Befestigungselement einbringbar ist. Das Befestigungselement
ist insbesondere derartig in die Öffnung einbringbar, dass eine Einschubrichtung des
Befestigungselments sich von der Richtung der Ankergewindelängsachse unterscheidet.
Bevorzugt ist die Einschubrichtung des Befestigungselements im Wesentlichen senkrecht
zur Ankergewindelängsachse angeordnet.
[0012] Somit wirken die beiden Elemente Verdrehsicherung und Befestigungselement synergistisch
zusammen und führen so zu einer einfachen Ausführung des Bauteils. Eine Einschubrichtung
des Befestigungselementes, die sich von der Richtung der Ankergewindelängsachse unterscheidet,
führt dazu, dass ein echter Formschluss zwischen Befestigungselement und Langloch
erzielbar ist. Zur axialen Befestigung sind in diesem Fall keinerlei Reibungskräfte
notwendig.
[0013] Das Befestigungselement kann ein Sicherungselement zum Fixieren des Befestigungselementes
in einer Eingriffsposition umfassen.
[0014] Somit ist das Befestigungselement in seiner Position sicherbar, sodass ein eventuelles
versehentliches Lösen des Befestigungselementes verhindert wird. Insbesondere da der
Zugang von der Stellschalung, an dem das Schalungsankeraufnahmeelement angeordnet
ist, nicht mehr möglich ist, ist eine sichere Befestigung des Befestigungselementes
nützlich.
[0015] Das Befestigungselement ist bevorzugt derartig ausgebildet, dass es leicht durch
die Verdrehsicherungsöffnung einführbar ist und in einer Sperrposition ein herausrutschen
oder ziehen verunmöglicht. Insbesondere ist daher ein Bolzenelement mit einem Langloch
vorgesehen, welcher koaxial mit dem Befestigungselement einführbar ist und danach
in einem anderen Winkel, insbesondere im Wesentlichen senkrecht fixierbar ist.
[0016] Die Verdrehsicherung, insbesondere eine Kontaktfläche der Verdrehsicherung, die an
ein Schalungselement, insbesondere an eine Querstrebe eines Schalungselementes, anschlagbar
ist, kann im Wesentlichen parallel zur Ankergewindelängsachse ausgebildet sein.
[0017] Somit lässt sich an der Querstrebe oder auch an einer Längsstrebe eine einfache Verdrehsicherung
erzielen, in dem die Kontaktfläche an der Strebe anschlägt.
[0018] Die Kontaktfläche kann im Wesentlichen auf gleicher Höhe mit der Ankergewindelängsachse
ausgebildet sein oder es kann ein Abstand B zwischen Ankergewindelängsachse und Kontaktfläche
ausgebildet sein. Der Abstand B ist die minimale senkrechte Entfernung zwischen einer
Projektion der Ankergewindelängsachse und der Kontaktfläche.
[0019] Das Befestigungselement kann unverlierbar an der Schalungsankeraufnahme befestigt
sein.
[0020] Somit verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass das Befestigungselement verloren
geht und die Schalungsankeraufnahme ist immer vollständig und leicht an einem Schalungselement
zu befestigen.
[0021] Der minimale Abstand von der Ankergewindelängsachse senkrecht zur Ankergewindelängsachse
und der Öffnung kann 70mm bis 160mm betragen, bevorzugt 75mm bis 100mm, insbesondere
bevorzugt 80-85mm betragen.
[0022] In einem solchen Abstand lassen sich einerseits durch die Hebelwirkung eine einfache
Verdrehsicherung erzielen und andererseits lassen sich Öffnungen in den Querträgern
nutzen, die ebenfalls senkrecht zur Ankergewindelängsachse angeordnet sind, die bereits
in den Betonschalungselementen vorhanden sind. Mit diesen Löchern und der Öffnung
kann das Befestigungselement die Schalungsankeraufnahme an einem Schalungselement
befestigen.
[0023] Das Befestigungselement kann einen Bolzen umfassen, der in eine Öffnung eines Schalungselements
einbringbar ist.
[0024] Ein Bolzen ist leicht herstellbar und passt optimal in die Öffnung eines Schalungselements.
Somit lässt sich das Befestigungselement leicht und günstig herstellen.
[0025] Das Befestigungselement kann derartig ausgebildet sein, dass es mit der Verdrehsicherung
und einem Betonschalungselement gleichzeitig in Eingriff bringbar ist.
[0026] Somit kann das Befestigungselement die Verdrehsicherung in ihrer Position sichern,
axiale Verschiebungen der Schalungsankeraufnahme verhindern und somit einen synergistischen
Effekt zwischen beiden Elementen hervorrufen.
[0027] Die Schalungsankeraufnahme kann ein Gewinde zur Aufnahme des Ankerstabs aufweisen,
wobei das Gewinde einen Anschlag für den Ankerstab aufweist.
[0028] Durch einen Anschlag kann beim Montieren des Ankerstabes sicher festgestellt werden,
ob sich der Ankerstab an der richtigen Position befindet.
[0029] Der Anschlag kann beispielsweise ein separater Anschlag hinter dem Gewinde sein,
so dass zusätzlich per Sichtkontrolle die Position des Ankerstabes kontrolliert werden
kann.
[0030] Alternativ kann der Anschlag durch einen Lötpunkt oder ähnliches auf dem Gewindegang
gebildet werden.
[0031] Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Schalungselement mit mindestens einer Schalungsankeröffnung,
insbesondere einer Schalungsankeröffnung in einer Längsstrebe, und bevorzugt einer
Öffnung in einer Längs- oder Querstrebe gelöst, wobei die Öffnung in der Längs- oder
Querstrebe im Wesentlichen senkrecht zur Schalungsankeröffnung angeordnet ist. Eine
Schalungsankeraufnahme wie vorhergehend beschrieben ist mit dem Schalungselement in
Eingriff bringbar.
[0032] Die Anordnung der Öffnungen ist derartig, dass jeweils die Längsachse der Öffnung
in der Längs- oder Querstrebe und die Längsachse der Schalungsankeröffnung, also im
Fall von runden Öffnungen die Mittelachse der runden Öffnung, im Wesentlichen senkrecht
aufeinander angeordnet sind.
[0033] Somit lässt sich aus einem Standardschalungselement mit Hilfe der Schalungsankeraufnahme
ein Betonschalungselement zur einseitig bedienbaren Ankerung herstellen. Falls dasselbe
Betonschalungselement danach wieder als zugängliche Schliessschalung verwendet werden
soll, kann die Schalungsankeraufnahme einfach wieder demontiert werden.
[0034] Dies spart Kosten für zusätzliche Betonschalungselemente.
[0035] Das Befestigungselement kann die Verdrehsicherung in ihrer Eingriffsposition fixieren,
insbesondere kann das Befestigungselement durch eine Öffnung in der Verdrehsicherung
und durch eine Öffnung in einer Strebe des Schalungselements, bevorzugt eine Öffnung
in einer Querstrebe des
Betonschalungselements, befestigt sein.
[0036] Somit kann mit einem Befestigungsarbeitsschritt, nämlich dem Einführen des Befestigungselementes
in Verdrehsicherung und Schalungselementöffnung, die Schalungsankeraufnahme einfach
befestigt werden und auch einfach wieder demontiert werden.
[0037] Bevorzugt wird das Befestigungselement einfach einsteckbar ausgebildet, und umfasst
kein Gewinde sondern ausschliesslich eine Oberfläche, mit der sich keine Gewindesicherung
erzielen lässt. Auch die Öffnung in der Strebe des Schalungselements umfasst kein
Gewinde sondern entspricht der normalen Oberfläche der Streben.
[0038] Ein Abstand C zwischen Längsachse des Befestigungselementes und Ankergewindelängsachse
3 kann zwischen 100mm und 160 mm, bevorzugt 110mm bis 150mm, insbesondere bevorzugt
zwischen 120mm und 140mm liegen. Im Besonderen beträgt der Abstand C 125.5mm oder
140mm, je nachdem ob es sich um ein Grossschalungselement oder eine normales Schalungselement
handelt.
[0039] Zur Lösung der Aufgabe führt weiterhin ein Verfahren zum Herstellen einer Betonschalung,
welches die folgenden Schritte umfasst:
- Befestigung einer Schalungsankeraufnahme, insbesondere einer Schalungsankeraufnahme
wie vorhergehend beschrieben, an einem Betonschalungselement, wobei die Schalungsankeraufnahme
lösbar ausgebildet ist, insbesondere durch eine Steckverbindung lösbar ausgebildet
ist.
[0040] Somit kann die Schalungsankeraufnahme einfach an einem standardmässigen Betonschalungselement
befestigt werden, sofern ein einseitig bedienbares Ankern erwünscht ist. Falls zweiseitiges
Ankern möglich sein sollte, kann die Schalungsankeraufnahme einfach wieder von dem
Betonschalungselement entfernt werden, und das Betonschalungselement somit wie bisher
verwendet werden.
[0041] Das Betonschalungselement kann nach dem Befestigen der Schalungsankeraufnahme als
Stellschalung positioniert werden.
[0042] Somit ist eine Verwendung des Betonschalungselements als reine Stellschalung möglich.
Hierbei wird bevorzugt, dass die Schalungsankeraufnahme vor dem Positionieren des
Betonschalungselements an dem Betonschalungselement befestigt wird, um ein einseitige
bedienbares Ankern zu ermöglichen, da der Zugang nach der Positionierung als Stellschalung
schwierig sein kann.
[0043] Es kann eine Schliessschalung positioniert werden.
[0044] Durch das Positionieren einer Schliessschalung kann die Stellschalung mit der Schliessschalung
verankert werden, und eine Betonwand gegossen werden. Ein standardmässiger Schalungsanker
kann ausgehend von der Seite der Schliessschalung in der Schalungsankeraufnahme der
Stellschalung befestigt werden, ohne dass ein Zugang von der Stellschalungsseite aus
notwendig ist.
[0045] Dies führt zu günstigen Herstellkosten der Betonwand.
[0046] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren exemplarisch dargestellt. Hierbei
zeigen:
- Figur 1:
- Eine erfindungsgemässe Schalungsankeraufnahme in einer perspektivischen Darstellung,
- Figur 2:
- Eine erfindungsgemässe Schalungsankeraufnahme in einer alternativen perspektivischen
Darstellung,
- Figur 3:
- Eine Vorderansicht der Schalungsankeraufnahme gemäss Figur 1,
- Figur 4:
- Eine rückseitige Ansicht der Schalungsankeraufnahme aus Figur 1,
- Figur 5:
- Eine Seitenansicht der Figur 1,
- Figur 6:
- Eine Draufsicht auf eine Schalungsankeraufnahme nach Figur 1,
- Figur 7:
- Eine alternative Ausführungsform eine Schalungsankeraufnahme für Grosselemente,
- Figur 8:
- Eine zweite perspektivische Darstellung des Schalungsankeraufnahmeelementes aus Figur
7,
- Figur 9:
- Eine Vorderansicht der Schalungsankeraufnahme aus Figur 7,
- Figur 10:
- Eine rückseitige Ansicht der Schalungsankeraufnahme aus Figur 7,
- Figur 11:
- Eine Draufsicht auf eine Schalungsankeraufnahme aus Figur 7;
- Figur 12:
- Eine perspektivische Ansicht einer Schalungsankeraufnahme im Eingriff an einem Betonschalungselement;
- Figur 13:
- Eine perspektivische Ansicht einer Schalungsankeraufnahme im Eingriff an einem Betonschalungselement;
- Figur 14:
- Eine perspektivische Ansicht einer Schalungsankeraufnahme im Eingriff an einem Schalungsgrosselement;
- Figur 15:
- Eine perspektivische Ansicht einer Schalungsankeraufnahme im Eingriff an einem Schalungsgrosselement.
[0047] Figur 1 zeigt eine Schalungsankeraufnahme 1 mit einem Ankergewinde 2. Das Ankergewinde
2 wird in eine Öffnung eines Betonschalungselements eingeführt. Das Ankergewinde 2
weist eine Ankergewindelängsachse 3 auf. Die Schalungsankeraufnahme 1 weist ein Befestigungselement
4 in Form eines Bolzens auf. Der Bolzen ist unverlierbar am Schalungsankeraufnahmeelement
1 befestigt. In diesem Fall wird die unverlierbare Befestigung durch Kettenelemente
erzielt. Kettenelemente haben den Vorteil, dass das Befestigungselement 4 gleichzeitig
leicht beweglich ist. Das Befestigungselement 4 weist weiterhin ein Sicherungselement
10 auf, mit dem das Befestigungselement 4 in seiner Befestigungsposition fixierbar
ist. Weiterhin weist die Schalungsankeraufnahme 1 eine Verdrehsicherung 5 auf. Die
Verdrehsicherung 5 verhindert ein Drehen der Schalungsankeraufnahme 1 beim Befestigen
oder Lösen eines Ankers im Ankergewinde 2. Die Verdrehsicherung 5 weist weiterhin
eine Verdrehsicherungsöffnung 9 in Form eines Langlochs auf. Das Langloch dient der
Aufnahme des Befestigungselementes 4 und wird in einer Befestigungsposition oberhalb
einer Öffnung in einer Quer- oder Längsstrebe (8, nicht dargestellt) eines Betonschalungselements
positioniert. Das Befestigungselement 4 kann somit gleichzeitig die Verdrehsicherung
5 sowie die Schalungsankeraufnahme 1 am Betonschalungselement fixieren. Die Verdrehsicherung
5 weist eine Kontaktfläche 11 auf, die in der Befestigungsposition auf einer Quer-
oder Längsstrebe aufliegt. Der Abstand A zwischen der Verdrehsicherungsöffnung 9 und
der Ankergewindelängsachse 3, senkrecht zur Ankergewindelängsachse gemessen, beträgt
81.5mm. Die Schalungsankeraufnahme 1 ist bevorzugt aus Stahl oder Aluminium gefertigt.
Die einzelnen Teile sind bevorzugt verschweisst oder verschraubt oder auch wie beispielsweise
die Kette per Formschluss verbunden. Selbstverständlich ist es ebenfalls denkbar,
die Schalungsankeraufnahme zumindest teilweise einstückig herzustellen.
[0048] Figur 2 zeigt eine alternative Perspektive des Elements aus Figur 1. Für die einzelnen
Elemente wird daher auf die Beschreibung zur Figur 1 verwiesen.
[0049] Figur 3 zeigt eine Vorderansicht der Schalungsankeraufnahme gemäss Figur 1. Die Schalungsankeraufnahme
1 zeigt in der Vorderansicht das Ankergewinde 2 sowie die Verdrehsicherung 5. Die
Verdrehsicherung 5 weist die Kontaktfläche 1 auf, die in der Befestigungsposition
auf einer Quer- oder Längsstrebe einer Betonschalungswand aufliegt. Die Verdrehsicherung
5 und das Ankergewinde 2 sind durch eine Befestigungsplatte verbunden, die gleichzeitig
als Befestigung für das Befestigungselement 4 dient. Das Befestigungselement 4 ist
mit Hilfe einer Kette am Verbindungselement befestigt. Das Befestigungselement 4 weist
weiterhin ein Sicherungselement 10 auf, welches eine formschlüssige Sicherung des
Befestigungselements in einer Verdrehsicherungsöffnung 9 (siehe Figur 1) und einer
Öffnung einer Quer- oder Längsstrebe 8 (nicht dargestellt) ermöglicht.
[0050] Figur 4 zeigt die rückwärtige Ansicht der Schalungsankeraufnahme 1 aus Figur 1. Die
Verdrehsicherung 5 ist in einem Schlitz der Verbindungsplatte für das Ankergewinde
2 (siehe Figur 3) angeordnet.
[0051] Figur 5 zeigt eine Seitenansicht der Figur 1. Deutlich zu erkennen ist, dass das
Ankergewinde 2 und die Verdrehsicherung 5 sich auf einer Höhe befinden. Es gibt somit
keinen Abstand senkrecht zur Kontaktfläche 11 und der Ankergewindelängsachse 3 (siehe
Figur 1).
[0052] Figur 6 zeigt eine Draufsicht auf die Schalungsankeraufnahme 1 aus Figur 1. Erkennbar
ist der Abstand A zwischen Ankergewindelängsachse 3 und Verdrehsicherungsöffnung 9.
[0053] Figur 7 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Schalungsankeraufnahme 1 für
Grosselemente von Betonschalungswänden. Die Schalungsankeraufnahme 1 weist ein Ankergewinde
2 und ein Befestigungselement 4 auf. In das Ankergewinde 2, welches ein Innengewinde
ist, lässt sich ein standarmässiger Schalungsanker einschrauben. Die Schalungsankeraufnahme
1 wird einerseits durch Befestigungselement 4 und andererseits durch Verdrehsicherung
5 am Element befestigt. Hierzu wird das Befestigungselement 4 durch die Verdrehsicherungsöffnung
9 und durch eine Öffnung im Betonschalungselement hindurchgesteckt, so dass die Schalungsankeraufnahme
1 formschlüssig gegen Verdrehen und axiale Verschiebung gesichert ist. Das Befestigungselement
4 weist weiterhin ein Sicherungselement 10 auf, welches das Befestigungselement 4
in der Befestigungsposition in Verdrehsicherungsöffnung 9 und Öffnung 8 (nicht dargestellt)
der Betonschalungswand sichert. Ankergewinde 2 und Verdrehsicherung 5 sind durch ein
Verbindungselement verbunden, so dass ihr Abstand zueinander fixiert ist. Figur 8
zeigt eine alternative perspektivische Darstellung der Schalungsankeraufnahme 1 aus
Figur 7. Die einzelnen Elemente werden in Figur 8 nicht noch einmal beschrieben, sondern
hierfür wird auf Figur 7 verwiesen.
[0054] Figur 9 zeigt eine Vorderansicht der Schalungsankeraufnahme 1 aus Figur 7. Deutlich
erkennbar ist, dass zwischen Kontaktfläche 11 und Ankergewindelängsachse 3 (siehe
Figur 7) ein Abstand B vorhanden ist. Der Abstand B beträgt 124mm
[0055] Figur 10 zeigt eine rückseitige Ansicht der Schalungsankeraufnahme 1 aus Figur 7.
[0056] Figur 11 zeigt eine Draufsicht auf eine Schalungsankeraufnahme 1 aus Figur 7. Der
Abstand A zwischen Ankergewindelängsachse 3 und Verdrehsicherungsöffnung 9 beträgt
bei dieser alternativen Ausführungsform 81.5mm. Ein derartiges Schalungsankeraufnahmeelement
ist daher für grosse Betonschalungselemente geeignet.
[0057] Die Figuren 12-15 zeigen jeweils perspektivische Darstellungen einer Schalungsankeraufnahmen
1 im Eingriff in einem Betonschalungselement. Die Schalungsankeraufnahmen 1 sind mit
dem Ankergewinde 2 (siehe Figuren 1-11) in der jeweiligen Längsstrebe 7 des Betonschalungselementes
angeordnet. Die Verdrehsicherung 5 liegt jeweils auf einer Querstrebe 6 auf und ist
mit Befestigungselement 4 gesichert. Der Abstand C zwischen Längsachse des Befestigungselementes
4 und Ankergewindelängsachse 3 beträgt 125.5mm oder 140mm, je nach Anordnung der Öffnung
in der Querstrebe 6, durch die das Befestigungselement hindurchgeführt wird.
1. Schalungsankeraufnahme (1) für eine Betonschalungsankerung umfassend ein Ankergewinde
(2) zur Aufnahme eines Schalungsankers mit einer Ankergewindelängsachse (3), ein Befestigungselement
(4) zur lösbaren Befestigung der Schalungsankeraufnahme (1) an einem Schalungselement,
so dass eine axiale Verschiebung entlang der Ankergewindelängsachse (3) durch Formschluss
verhinderbar ist, eine Verdrehsicherung (5) zur Verhinderung von Drehung der Schalungsankeraufnahme
(1) beim Befestigen des Schalungsankers, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (4) derartig ausgebildet ist, dass es mit Quer- (6) und/oder
Längsstreben (7) und/oder Öffnungen (8) in einer Quer- (6) oder Längsstrebe (7) des
Schalungselements in Eingriff bringbar ist.
2. Schalungsankeraufnahme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (5) und das Befestigungselement (4) separate Elemente sind.
3. Schalungsankeraufnahme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (5) eine Verdrehsicherungsöffnung (9), insbesondere ein Langloch,
umfasst, in welches das Befestigungselement (4) einbringbar ist, wobei das Befestigungselement
(4) insbesondere derartig in die Verdrehsicherungsöffnung (9) einbringbar ist, dass
eine Einschubrichtung des Befestigungselements (4) sich von der Richtung der Ankergewindelängsachse
(3) unterscheidet.
4. Schalungsankeraufnahme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (4) ein Sicherungselement (10) zum Fixieren des Befestigungselementes
(4) in einer Eingriffsposition umfasst.
5. Schalungsankeraufnahme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (5), insbesondere eine Kontaktfläche (11) der Verdrehsicherung
(5), die an ein Schalungselement, insbesondere an eine Querstrebe (6) eines Schalungselements,
anschlagbar ist, im Wesentlichen parallel zur Ankergewindelängsachse (3) ausgebildet
ist.
6. Schalungsankeraufnahme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (4) unverlierbar an der Schalungsankeraufnahme (1) befestigt
ist.
7. Schalungsankeraufnahme (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der minimale Abstand von der Ankergewindelängsachse (3) senkrecht zur Ankergewindelängsachse
(3) und der Verdrehsicherungsöffnung (9) 125 mm beträgt und insbesondere maximal 140
mm beträgt.
8. Schalungsankeraufnahme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (4) einen Bolzen umfasst, der in eine Öffnung (8) eines Betonschalungselements
einbringbar ist.
9. Schalungsankeraufnahme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (4) derartig ausgebildet ist, dass es mit der Verdrehsicherung
(5) und einem Betonschalungselement gleichzeitig in Eingriff bringbar ist.
10. Betonschalungselement (12) mit mindestens einer Schalungsankeröffnung, insbesondere
einer Schalungsankeröffnung in einer Längsstrebe, und bevorzugt einer Öffnung (8)
in einer Längs- oder Querstrebe, wobei die Öffnung (8) in der Längs- oder Querstrebe
im Wesentlichen senkrecht zur Schalungsankeröffnung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schalungsankeraufnahme (1) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche mit dem
Betonschalungselement (12) in Eingriff ist.
11. Betonschalungselement (12) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (4) die Verdrehsicherung (5) in Ihrer Eingriffposition fixiert,
insbesondere das Befestigungselement (4) durch eine Verdrehsicherungsöffnung (9) in
der Verdrehsicherung (5) und durch eine Öffnung (8) in einer Strebe des Betonschalungselements
(12), bevorzugt einer Öffnung (8) in einer Querstrebe des Betonschalungselements (12),
befestigt ist.
12. Verfahren zum Herstellen einer Betonschalung umfassend die Schritte:
- Befestigen einer Schalungsankeraufnahme (1), insbesondere einer Schalungsankeraufnahme
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, an einem Betonschalungselement (12), wobei die
Schalungsankeraufnahme (1) lösbar ausgebildet ist, insbesondere durch eine Steckverbindung.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Befestigen der Schalungsankeraufnahme (1) das Betonschalungselement (12)
als Stellschalung positioniert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schliessschalung positioniert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schalungsanker ausgehend von der Seite der Schliessschalung in der Schalungsankeraufnahme
(1) der Stellschalung befestigt wird, ohne dass ein Zugang von der Stellschalungsseite
aus notwendig ist.