[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Magnetschlossvorrichtung zum Verschließen eines
einen Behältnisabschnitt und ein Deckelteil aufweisenden Behältnisses, mit einem Schieberteil,
an dem ein erstes Magnetschlossglied angeordnet ist und das eine vorgespannte Rasteinrichtung
aufweist, und einem länglichen Aufnahmeteil, das ein zweites Magnetschlossglied aufweist,
zwischen dem und dem schieberteilseitigen Magnetschlossglied eine Anziehungskraft
wirkt, wobei das Schieberteil und das längliche Aufnahmeteil mittels der zwischen
dem schieberteilseitigen Magnetschlossglied und dem aufnahmeteilseitigen Magnetschlossglied
wirkenden Anziehungskraft gegen die Vorspannung der schieberteilseitigen Rasteinrichtung
in Rasteingriff bringbar sind und wobei das Schieberteil am länglichen Aufnahmeteil
verschieblich ist.
[0002] Derartige Magnetschlossvorrichtungen bzw. deren Schieber- und Aufnahmeteile werden
üblicherweise aus einem geeigneten Werkstoff, insbesondere aus einem geeigneten Kunststoff
hergestellt. Die beiden Magnetschlossglieder dienen dazu, den Eingriff zwischen dem
Schieberteil und dem Aufnahmeteil zu realisieren, sobald ein vorgebbarer Abstand zwischen
dem Schieberteil einerseits und dem Aufnahmeteil andererseits erreicht bzw. unterschritten
wird.
[0003] Der Eingriff zwischen dem Schieberteil einerseits und dem Aufnahmeteil andererseits,
ohne dass hierzu von außen Kräfte aufgebracht werden müssten, wird bewerkstelligt,
indem durch entsprechende Auslegung sowohl der Rasteinrichtung als auch der Magnetschlossglieder
sichergestellt wird, dass die Anziehungskraft zwischen den beiden Magnetschlossgliedern
ausreichend ist, um den Eingriff gegen die Vorspannkraft der Rasteinrichtung zu bewerkstelligen.
[0004] Ausgehend von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Magnetschlossvorrichtung zum Verschließen
eines einen Behältnisabschnitt und ein Deckelteil aufweisenden Behältnisses derart
weiterzubilden, dass mit einem möglichst geringen technisch-konstruktiven Aufwand
und bei Sicherung eines dauerhaft zuverlässigen Betriebs der Magnetschlossvorrichtung
eine einfachere Handhabung derselben möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass sich das am länglichen Aufnahmeteil
angeordnete Magnetschlossglied über die gesamte oder nahezu die gesamte Längserstreckung
des länglichen Aufnahmeteils erstreckt und dass das längliche Aufnahmeteil eine sich
über seine gesamte oder nahezu gesamte Längserstreckung erstreckende Unterschneidungsvorrichtung
aufweist, mit der die schieberteilseitige Rasteinrichtung in Rasteingriff bringbar
ist. Aufgrund des sich über die gesamte oder nahezu die gesamte Längserstreckung des
länglichen Aufnahmeteils, dessen Längserstreckung im Vergleich zu der des Schieberteils
üblicherweise erheblich größer ist, ist es möglich, an jedem Längsabschnitt des Aufnahmeteils
den Eingriffzwischen aufnahmeteil einerseits und Schieberteil andererseits gegen die
auf die schieberteilseitige Rasteinrichtung wirkende Vorspannkraft zu realisieren.
Nach Herstellung des Eingriffs zwischen Schieberteil einerseits und Aufnahmeteil andererseits,
wobei dann die Rasteinrichtung mit der aufnahmeteilseitigen Unterschneidungsvorrichtung
in Rasteingriff sich befindet, kann dann durch Verschiebung des Schieberteils am Aufnahmeteil
die gewünschte Position zwischen dem Deckelteil und dem Behältnisabschnitt des Behältnisses
eingestellt werden.
[0006] Üblicherweise ist das Schieberteil am Deckelteil des Behältnisses, beispielsweise
des Schulranzens, angebracht, wobei das längliche Aufnahmeteil am Behältnisteil des
Behältnisses bzw. des Schulranzens od.dgl. befestigt ist.
[0007] Zur Reduzierung des technisch-konstruktiven Aufwands bei der Realisierung der erfindungsgemäßen
Magnetschlossvorrichtung ist es vorteilhaft, wenn das schieberteilseitige erste Magnetschlossglied
als Magnetglied und das aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied als metallisches
Gegenpolglied ausgebildet ist. Hierdurch lässt sich der werkstoffmäßige Aufwand für
die magnetischen Bauteile der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung reduzieren.
[0008] Bei bestimmten Anforderungsprofilen an die erfindungsgemäße Magnetschlossvorrichtung:
kann es zweckmäßig sein, das schieberteilseitige erste Magnetschlossglied als metallisches
Gegenpolglied und das aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied als Magnetglied
auszugestalten.
[0009] Selbstverständlich ist es auch möglich, sowohl das schieberteilseitige Magnetschlossglied
als auch das aufnahmeteilseitige Magnetschlossglied als Magnetglieder auszubilden.
[0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Rasteinrichtung der erfindungsgemäßen
Magnetschlossvorrichtung ist die am Schieberteil vorgesehene Rasteinrichtung mittels
einer Federeinrichtung, vorzugsweise einer Druckfeder, in Richtung auf den Rasteingriff
mit der aufnahmeteilseitigen Unterschneidungsvorrichtung vorgespannt.
[0011] Alternativ ist es möglich, die schieberteilseitige Rasteinrichtung mittels einer
Magnetvorrichtung in Richtung auf den Rasteingriff mit der aufnahmeteilseitigen Unterschneidungsvorrichtung
vorzuspannen.
[0012] Die schieberteilseitige Rasteinrichtung der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
ist mit einem vergleichsweise geringen technisch-konstruktiven Aufwand realisierbar,
wenn sie zwei Rasthebel mit jeweils einer Rastnase aufweist, die außer mit der aufnahmeteilseitigen
Unterschneidungsvorrichtung mit einer aufnahmeteilseitigen Verzahnung in Rasteingriff
bringbar und die mittels der Druckfeder bzw. der Magnetvorrichtung in Eingriffsrichtung
vorgespannt sind.
[0013] Zur Erleichterung bzw. zur Ermöglichung der Längsbewegung des Schieberteils am Aufnahmeteil
ist es vorteilhaft, wenn die Rasthebel der Rasteinrichtung der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
gegen die Vorspannung der Druckfeder bzw. der Magnetvorrichtung außer Eingriff mit
der aufnahmeteilseitigen Verzahnung bringbar sind, die sich über die gesamte oder
nahezu gesamte Längserstreckung des Aufnahmeteils erstreckt.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
sind die Rasthebel verschwenkbar angeordnet, wobei die Schwenkachsen senkrecht zu
einer Horizontalebene angeordnet sind, in der die Schwenkbewegung der Rasthebel und
die Längserstreckung des Aufnahmeteils verlaufen.
[0015] Die Rasteinrichtung kann in einfacher Weise dadurch realisiert werden, dass die Druckfeder
der schieberteilseitigen Rasteinrichtung zwischen den beiden Rasthebeln derselben
angeordnet ist. Hierdurch sind die Rasthebel stets in Richtung auf den Eingriff ihrer
Rastnasen mit der aufnahmeteilseitigen Unterschneidung bzw. der aufnahmeteilseitigen
Verzahnung vorgespannt.
[0016] Entsprechend können bei der Realisierung der Vorspannung der Rasteinrichtung mittels
der Magnetvorrichtung zwei Magnetelemente oder Ferroelemente vorgesehen sein, von
denen jeweils eines an den beiden Rasthebeln angebracht ist.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsformen unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
zum Verschließen eines einen Behältnisabschnitt und ein Deckelteil aufweisenden Behältnisses;
- Figur 2
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Ausführungsform der in Figur 1 gezeigten
erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung;
- Figur 3
- eine Seitenansicht der anhand von Figur 1 und Figur 2 gezeigten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung;
- Figur 4
- den Schnitt A - A in Figur 3, wobei eine Rasteinrichtung der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
unbeaufschlagt ist;
- Figur 5
- den Schnitt C - C in Figur 3;
- Figur 6
- den Schnitt A - A in Figur 3, wobei die Rasteinrichtung der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
beaufschlagt ist;
- Figur 7
- eine Draufsicht der anhand der Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Magnetschlossvorrichtung;
- Figur 8
- den Schnitt B - B in Figur 7;
- Figur 9
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der in Figur
1 gezeigten erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung;
- Figur 10
- eine Seitenansicht der anhand von Figur 1 und Figur 9 gezeigten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Maghetschlossvorrichtung;
- Figur 11
- den Schnitt A - A in Figur 10, wobei eine Rasteinrichtung der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
unbeaufschlagt ist;
- Figur 12
- den Schnitt C - C in Figur 10;
- Figur 13
- den Schnitt A - A in Figur 10, wobei die Rasteinrichtung der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
beaufschlagt ist;
- Figur 14
- eine Draufsicht der anhand der Figuren 1 und 9 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Magnetschlossvorrichtung; und
- Figur 15
- den Schnitt B - B in Figur 14.
[0019] Eine in Figur 1 anhand eines Ausführungsbeispiels dargestellte erfindungsgemäße Magnetschlossvorrichtung
1 dient zum Verschließen eines Behältnisses, beispielsweise einer Tasche, eines Schulranzens
od.dgl., wobei das in den Figuren nicht dargestellte Behältnis einen in den Figuren
ebenfalls nicht dargestellten Behältnisabschnitt und ein zum Behältnisabschnitt in
geeigneter Weise bewegliches, in den Figuren ebenfalls nicht dargestelltes Deckelteil
aufweist.
[0020] Zu der Magnetschlossvorrichtung 1 gehören ein Schieberteil 2, das am Deckelteil oder
am Behältnisabschnitt des Behältnisses befestigt ist, und ein Aufnahmeteil 3, das
entsprechend am Behältnisabschnitt bzw. am Deckelteil des Behältnisses angebracht
ist.
[0021] Mittels des Schieberteils 2 und des Aufnahmeteils 3 der Magnetschlossvorrichtung
1 werden das Deckelteil und der Behältnisabschnitt des Behältnisses in einer Schließstellung
desselben aneinander fixiert, wobei das Schieberteil 2 in Bezug auf das längliche
Aufnahmeteil 3 beweglich und daran fixierbar ist, so dass das Deckelteil in einer
das Behältnis schließenden Stellung am Behältnisabschnitt positioniert werden kann.
[0022] Im Falle der im Folgenden anhand der Figuren 2 bis 8 näher erläuterten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung 1 hat das Schieberteil 2 ein Grundteil
4, eine Rasteinrichtung 5 mit zwei Rasthebeln 6, 7, zwischen denen eine Druckfeder
8 angeordnet ist, ein erstes Magnetschlossglied 9, und ein Deckelteil 10.
[0023] Die beiden Rasthebel 6, 7 der Rasteinrichtung 5, die Druckfeder 8 und das erste Magnetschlossglied
9 sind zwischen dem Grundteil 4 und dem Deckelteil 10 des Schieberteils 2 gehaltert.
Hierzu sind am Grundteil 4 zwei Schwenkachsen 11, 12 ausgebildet, mittels denen die
beiden Rasthebel 6, 7 der Rasteinrichtung 5 zwischen dem Grundteil 4 und dem Deckelteil
10 verschwenkbar gehaltert sind.
[0024] Zwischen den beiden Rasthebeln 6, 7 ist die Druckfeder 8 an rasthebelseitigen Ansätzen
13, 14 gehaltert. Mittels der Druckfeder 8 werden die beiden Rasthebel 6, 7 so um
die Schwenkachsen 11, 12 gedreht, dass Rastnasen 15, 16, die an den den Ansätzen 13,
14 entgegengesetzten Enden der beiden Rasthebel 6, 7 angeordnet sind, aufeinander
zu bewegt werden.
[0025] An den die Ansätze 13, 14 aufweisenden Enden sind die Rasthebel 6, 7 des Weiteren
mit Handhaben 17, 18 ausgestaltet, mit denen die Rasthebel 6, 7 aus dem mittels des
Grundteils 4 und des Deckelteils 10 des Schieberteils 2 gebildeten Innenraum desselben
seitlich vorstehen, wie dies z.B. aus einer Zusammenschau der Figuren 1, 3 und 4 hervorgeht.
[0026] Mittels der Rastnasen 15, 16 der beiden Rasthebel 6, 7 ist das Schieberteil 2 der
Magnetschlossvorrichtung 1 am Aufnahmeteil 3 der Magnetschlossvorrichtung 1 fixierbar.
Das Aufnahmeteil 3 hat hierzu eine Unterschneidungsvorrichtung 19, die sich über die
gesamte Längserstreckung des Aufnahmeteils 3 erstreckt. Der Deutlichkeit halber sei
darauf hingewiesen, dass die Längserstreckung des Aufnahmeteils 3 üblicherweise erheblich
größer ist als die Längserstreckung des Schieberteils 2.
[0027] Parallel zu der Unterschneidungsvorrichtung 19 des länglichen Aufnahmeteils 3 erstreckt
sich eine Verzahnung 20, die ebenfalls mit den Rastnasen 15, 16 der Rasthebel 6, 7
der Rasteinrichtung 5 zusammenwirkt. Des Weiteren ist am Aufnahmeteil 3 ein zweites
Magnetschlossglied 21 angeordnet, welches sich über die gesamte oder nahezu die gesamte
Längserstreckung des Aufnahmeteils 3 erstreckt.
[0028] Dieses aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied 21 wirkt mit dem schieberteilseitigen
ersten Magnetschlossglied 9, wie im Folgenden beschrieben, zusammen. Wenn bei Annäherung
des Deckelteils und des Behältnisabschnitts des Behältnisses das Schieberteil 2 und
das Aufnahmeteil 3 der Magnetschlossvorrichtung 1 sich aneinander annähern, wirkt
zwischen dem schieberteilseitigen ersten Magnetschlossglied 9 und dem aufnahmeteilseitigen
zweiten Magnetschlossglied 21 eine magnetische Anziehungskraft.
[0029] Das erste Magnetschlossglied 9 und das zweite Magnetschlossglied 21 sind so ausgelegt,
dass die magnetische Anziehungskraft zwischen ihnen ab einem bestimmten Abstand zwischen
dem Schieberteil 2 einerseits und dem Aufnahmeteil 3 andererseits ausreichend ist,
um das Schieberteil 2 und das Aufnahmeteil 3 gegen die Vorspannkraft der federvorgespannten
Rasteinrichtung 5 miteinander in Eingriff zu bringen. Die magnetische Anziehungskraft
ist entsprechend ausreichend, um die Rastnasen 15, 16 und damit die Rasthebel 6, 7
gegen die Kraft der Druckfeder 8 um die Schwenkachsen 11, 12 zu verschwenken, bis
die Rastnasen 15, 16 die Unterschneidungsvorrichtung 19 des Aufnahmeteils 3 untergreifen.
Hierzu sind die Rastnasen 15, 16 entsprechend angeschrägt. Sobald die Rastnasen 15,
16 die Unterschneidungsvorrichtung 19 des Aufnahmeteils 3 untergreifen, geraten die
Rastnasen 15, 16 außer mit der Unterschneidungsvorrichtung 19 auch in Eingriff mit
der Verzahnung 20 des Aufnahmeteils 3. Die Rastnasen 15, 16 sind an ihren mit der
Verzahnung 20 zusammenwirkenden Außenflächen jeweils an einer Außenfläche angeschrägt,
wie dies am besten aus Figur 5 hervorgeht. Das Schieberteil 2 kann dann - durch Verschiebung
am Aufnahmeteil 3 in einer Richtung - in einer beliebigen Position am Aufnahmeteil
3 der Magnetschlossvorrichtung 1 positioniert werden. Die Herstellung des Eingriffs
zwischen dem Schieberteil 2 und dem Aufnahmeteil 3 ist an jedem Längsabschnitt des
Aufnahmeteils 3 möglich, da über die gesamte Längserstreckung des Aufnahmeteils 3
die gleiche magnetische Anziehungskraft zwischen dem Aufnahmeteil 3 einerseits und
dem Schieberteil 2 andererseits wirkt.
[0030] Die Aufhebung des Eingriffs zwischen der Verzahnung 20 des Aufnahmeteils 3 einerseits
und dem Schieberteil 2 andererseits wird realisiert, indem die Handhaben 17, 18 der
beiden Rasthebel 6, 7 gegen die Vorspannung der Druckfeder 8 zusammengedrückt werden,
wie dies am besten aus einer Zusammenschau der Figuren 4 und 6 hervorgeht.
[0031] Bei der im Vorstehenden beschriebenen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Magnetschlossvorrichtung
1 ist das schieberteilseitige erste Magnetschlossglied 9 als Magnetglied ausgebildet,
wohingegen das aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied 21 der Magnetschlossvorrichtung
1 als metallisches Gegenpolglied ausgebildet ist.
[0032] Alternativ ist es möglich, das schieberteilseitige erste Magnetschlossglied 9 als
metallisches Gegenpolglied und das aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied 21
als Magnetglied auszugestalten.
[0033] Bei bestimmten Anforderungsprofilen können auch sowohl das schieberteilseitige erste
Magnetschlossglied 9 als auch das aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied 21
als Magnetglieder ausgebildet sein.
[0034] Eine in den Figuren 9 bis 14 dargestellte weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Magnetschlossvorrichtung 1 unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform
derselben lediglich dadurch, dass anstelle der mittels der Druckfeder 8 realisierten
Federeinrichtung zur Vorspannung der Rasteinrichtung 5 eine Magnetvörrichtung 22 vorgesehen
ist. Zu dieser Magnetvorrichtung 22, die in der dargestellten Ausführungsform am Schieberteil
2 der Magnetschlossvorrichtung 1 angeordnet ist, gehören zwei Magnetelemente oder
Ferroelemente 23, 24, die so an den Rasthebeln 5, 6 angeordnet sind, dass sie aufgrund
der zwischen ihnen und dem Magnetschlossglied 21 des Aufnahmeteils 3 wirkenden magnetischen
Anziehungskraft die Rasteinrichtung 5 in Richtung auf deren Eingriffsstellung vorspannen.
[0035] Die zwischen den Magnetelementen oder Ferroelementen 23, 24 der Magnetvorrichtung
22 und dem Magnetschlossglied 21 des Aufnahmeteils 3 wirkende Anziehungskraft ist
niedriger als diejenige magnetische Anziehungskraft, die zwischen dem schieberteilseitigen
ersten Magnetschlossglied 9 und dem aufnahmeteilseitigen zweiten Magnetschlossglied
21 der Magnetschlossvorrichtung 1 wirkt, sobald ein vorgebbarer Abstand zwischen dem
Schieberteil 2 einerseits und dem Aufnahmeteil 3 andererseits erreicht bzw. unterschritten
wird.
1. Magnetschlossvorrichtung zum Verschließen eines einen Behältnisabschnitt und ein Deckelteil
aufweisenden Behältnisses, mit einem Schieberteil (2), an dem ein erstes Magnetschlossglied
(9) angeordnet ist und das eine vorgespannte Rasteinrichtung (5) aufweist, und einem
länglichen Aufnahmeteil (3), das ein zweites Magnetschlossglied (21) aufweist, zwischen
dem und dem schieberteilseitigen Magnetschlossglied (9) eine Anziehungskraft wirkt,
wobei das Schieberteil (2) und das längliche Aufnahmeteil (3) mittels der zwischen
dem schieberteilseitigen Magnetschlossglied (9) und dem aufnahmeteilseitigen Magnetschlossglied
(21) wirkenden Anziehungskraft gegen die Vorspannung der schieberteilseitigen Rasteinrichtung
(5) in Rasteingriff bringbar sind und wobei das Schieberteil (2) am länglichen Aufnahmeteil
(3) verschieblich ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich das am länglichen Aufnahmeteil (3) angeordnete Magnetschlossglied (21) über
die gesamte oder nahezu die gesamte Längserstreckung des länglichen Aufnahmeteils
(3) erstreckt und dass das längliche Aufnahmeteil (3) eine sich über seine gesamte
oder nahezu gesamte Längserstreckung erstreckende Unterschneidungsvorrichtung (19)
aufweist, mit der die schieberteilseitige Rasteinrichtung (5) in Rasteingriff bringbar
ist.
2. Magnetschlossvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das schieberteilseitige erste Magnetschlossglied
(9) als Magnetglied und das aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied (21) als
metallisches Gegenpolglied ausgebildet ist.
3. Magnetschlossvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das schieberteilseitige erste Magnetschlossglied
(9) als metallisches Gegenpolglied und das aufnahmeteilseitige zweite Magnetschlossglied
(21) als Magnetglied ausgebildet ist.
4. Magnetschlossvorrichtung nach Anspruch 1, bei der sowohl das schieberteilseitige Magnetschlossglied
(9) als auch das aufnahmeteilseitige Magnetschlossglied (21) als Magnetglieder ausgebildet
sind.
5. Magnetschlossvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die schieberteilseitige
Rasteinrichtung (5) mittels einer Federeinrichtung (8), vorzugsweise einer Druckfeder
(8), in Richtung auf den Rasteingriff mit der aufnahmeteilseitigen Unterschneidungsvorrichtung
(19) vorgespannt ist.
6. Magnetschlossvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die schieberteilseitige
Rasteinrichtung (5) mittels einer Magnetvorrichtung (22) in Richtung auf den Rasteingriff
mit der aufnahmeteilseitigen Unterschneidungsvorrichtung (19) vorgespannt ist.
7. Magnetschlossvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, deren schieberteilseitige
Rasteinrichtung (5) zwei Rasthebel (6, 7) mit jeweils einer Rastnase (15, 16) aufweist,
die außer mit der aufnahmeteilseitigen Unterschneidungsvorrichtung (19) mit einer
aufnahmeteilseitigen Verzahnung (20) in Rasteingriff bringbar und die mittels der
Druckfeder (8) bzw. der Magnetvorrichtung (22) in Eingriffsrichtung vorgespannt sind.
8. Magnetschlossvorrichtung nach Anspruch 7, deren Rasthebel (6, 7) gegen die Vorspannung
der Druckfeder (8) bzw. der Magnetvorrichtung (22) außer Eingriff mit der aufnahmeteilseitigen
Verzahnung (20) bringbar sind, die sich über die gesamte oder nahezu gesamte Längserstreckung
des Aufnahmeteils (3) erstreckt.
9. Magnetschlossvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, deren Rasthebel (6, 7) verschwenkbar
angeordnet sind, wobei die Schwenkachsen (11, 12) senkrecht zu einer Horizontalebene
angeordnet sind, in der die Schwenkbewegung der Rasthebel (6, 7) und die Längserstreckung
des Aufnahmeteils (3) verlaufen.
10. Magnetschlossvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 und 7 bis 9, bei der die Druckfeder
(8) der schieberteilseitigen Rasteinrichtung (5) zwischen den beiden Rasthebeln (6,
7) derselben angeordnet ist.
11. Magnetschlossvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei der die Magnetvorrichtung
(22) der schieberteilseitigen Rasteinrichtung (5) zwei Magnetelemente oder Ferroelemente
(23, 24) aufweist, von denen jeweils eines an den beiden Rasthebeln (6, 7) angebracht
ist.