[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umsetzung von Wasserstoff und Luftsauerstoff
zu Wasser oder HHO-Gas zu Wasser in einem Verbrennungsofen, wobei der Verbrennungsraum
von einem Kühlmantel, in dem eine Wärmeträgerflüssigkeit zirkuliert wird, umgeben
ist. Ferner betrifft die Erfindung einen Verbrennungsofen zur Umsetzung von Wasserstoff
und Sauerstoff zu Wasser oder HHO-Gas zu Wasser mit einem Verbrennungsraum mit wenigstens
einer Gaszufuhrleitung mit Austrittsdüse, durch die das zu verbrennende Gas zugeführt
wird, und einem den Verbrennungsraum umschließenden Kühlmantel mit einer darin zirkulierenden
Wärmeträgerflüssigkeit. Dabei bedeutet HHO-Gas eine Mischung von Wasserstoff und Sauerstoff
genau in dem atomaren Verhältnis zweimal H zu einmal O, wie es als Reaktionsprodukt
bei der Elektrolyse von Wasser entsteht.
[0002] Die Erzeugung und Verwendung von Wasserstoff (H
2) hat eine lange Tradition. Wasserstoff (H
2) wurde und wird vor allem in der chemischen und Erdöl-Industrie zur Reduktion von
chemischen Verbindungen, zur Hydrierung von ungesättigten Kohlenwasserstoffen, Gewinnung
von hochwertigem Benzin u.a. verwendet.
[0003] In neuerer Zeit gewinnt die Herstellung von Wasserstoff (H
2) und dessen Verwendung zusätzlich an Bedeutung im Zusammenhang mit der Nutzung elektrischer
Energie aus Windstrom- und Solarstromanlagen. Wasserstoff (H
2) kann damit ökologisch aus Wasser (H
2O) mittels elektrischer Energie durch Elektrolyse erzeugt werden. Der so gewonnene
Wasserstoff (H
2) kann
- einerseits als chemischer Energiespeicher, dessen Energie im Bedarfsfall durch Umsetzung
mit Luftsauerstoff (O2) zu Wasser (H2O) mit angeschlossener Stromgewinnung abgerufen und benutzt werden oder
- andererseits in Gasleitungen den Verbrauchern zugeführt werden.
[0004] Dabei ist die Verbrennung des Wasserstoffs (H
2) mit Luftsauerstoff (O
2) sowie die Umsetzung von HHO-Gas aus der Wasser-Elektrolyse insofern mit Problemen
behaftet, dass die Reaktionswärme der Wasser-Bildungs-Reaktion aus Wasserstoff (H
2) sowie aus HHO-Gas sehr hoch ist, was zu Materialschäden in den Verbrennungsöfen
bzw. bei Absenkung der Verbrennungstemperaturen zur Unterbrechung der Verbrennungsreaktion
und zur Absenkung des energetischen Wirkungsgrades führen kann.
[0005] Während bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen Reaktionstemperaturen, die
materialtechnisch sowohl das Ofenmaterial selbst als auch die in der Regel im Inneren
der Öfen liegenden Wärmetauscher-Rohrbündel aus Stahl belasten, von ca. 900 bis 1300
°C erreicht und beherrscht werden, ergibt sich bei der Verbrennung von Wasserstoff
(H
2) mit Sauerstoff (O
2) als auch bei der Verbrennung von HHO-Gas ein anderes Bild.
[0006] Bekannt sind auch die H
2-Verbrennungsöfen der Fa. Xerion Advanced Heating GmbH, die im Reaktorraum Graphitelemente
enthalten, die dazu dienen, die Verbrennungsreaktion elektronisch anheizen zu können.
Diese Öfen dienen der Herstellung von speziellen Stählen und Keramiken sowie zu Forschungszwecken,
wobei die Standzeiten der Graphit-Elektroden durch Abbrandreaktionen sehr begrenzt
sind.
[0007] In
DE 20 2013 005411 U1 ist die H
2-Verbrennung im Wirbelschicht-Verfahren beschrieben, die der Aufwirbelung von metalloxidhaltigen
Substanzen bedarf; hierbei wird der Wirkungsgrad der Wärmegewinnung mit > 80% beschrieben.
Bekannt ist auch die Eigenschaft von Wasserstoff (H
2), bei höheren Temperaturen und Drücken durch Stahl zu diffundieren, was die Handhabung
von Wasserstoff (H
2) unter solchen Bedingungen erschwert bzw. verhindert.
[0008] In
DE 10 2006 047222 A1 wird die Verbrennung von Wasserstoff (H
2), der durch Thermolyse von Wasser (H
2O) gewonnen wird, genannt. Die dafür erforderliche Brennervorrichtung wurde nicht
näher beschrieben. Ein energetischer Wirkungsgrad wird nicht angegeben. Die Thermolyse
des Wassers (H
2O) wird durch Einspritzen von Wasser (H
2O) unter Druck auf einen Hohlkörper, der durch vorherige chemische Reaktionen auf
ca. 2000 - 3000 °C erhitzt worden ist, erreicht.
[0009] Aus der
US 2004/013988 A1 ist ein Verfahren zur Umsetzung von Wasserstoff und Luftsauerstoff zu Wasser oder
HHO-Gas zu Wasser in einem Verbrennungsofen bekannt, bei der ein Verbrennungsofen
mit einer Wärmeträgerflüssigkeit gekühlt wird und Wasserstoff und Luftsauerstoff oder
HHO-Gas bei Temperaturen von 1300 °C oder höher im Bereich von hülsenförmig angeordneten
Keramikelementen zu entstehendem Reaktionswasser umgesetzt werden.
[0010] Ferner ist in der
KR 10 2000 0040478 A ein Brenner für das Verbrennen von HHO-Gas beschrieben, bei dem neben dem in der
Düse zugeführten HHO-Gas zusätzlich komprimierte Luft der Verbrennung zugeführt wird.
[0011] Aus der
US 5 190 453 A ist eine gestufter Verbrennungsofen bekannt, der ein Gehäuse, eine erste Verbrennungsstufe,
die in dem Gehäuse enthalten ist, um eine brennstoffreiche Mischung aus H
2 und einem Oxidationsmittel (O
2) zu verbrennen. Ferner sind in dem Gehäuse eine Vielzahl von nacheinander angeordneten
sekundären Verbrennungsstufen enthalten und stromabwärts der ersten Stufe angeordnet,
wobei jede der mehreren sekundären Verbrennungsstufen Mittel zur Aufnahme von Sekundärströmen
des Oxidationsmittels zum Verbrennungsabgas, das von der ersten Verbrennungsstufe
erzeugt wird, aufweisen, wobei die allmähliche Erhöhung der Oxidationsmittel/Brennstoff-Verhältnisse
eine resultierende, im Wesentlichen stöchiometrische Verbrennung bereitstellt. Die
Verbrennungsstufen weisen Katalysatorbettkammern auf, um die Verbrennung in kontrollierter
Weise zu fördern, wobei eine erste der Katalysatorbettkammern die erste Verbrennungsstufe
bereitstellt. Ferner sind Mittel zum Kühlen der Verbrennungsstufen vorgesehen, die
Kühlmittelkanäle umfassen. Das Gehäuse umfasst Dampfeinlassmittel an einem vorderen
Ende davon zum Einführen eines Stroms von Kühlmitteldampf in die Kühlmittelkanäle,
eine Oxidationsmittel-Einlasseinrichtung zum Einleiten von O
2 in die mehreren Brennkammer, eine Brennstoffeinlasseinrichtung zum Einführen von
H
2 in die Mehrzahl der Katalysatorbettkammern und einen Auslass an einem hinteren Ende
zum Ablassen eines kombinierten Stroms von Verbrennungsprodukten und Kühlmitteldampf.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung für eine spezifische
Implementierung in Bezug auf die Umsetzung von Wasserstoff (H
2) und Luftsauerstoff (O
2) bzw. HHO-Gas zu Wasser (H
2O) anzugeben.
[0013] Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Verfahren zur Umsetzung von Wasserstoff und Luftsauerstoff
bzw. HHO-Gas zu Wasser gemäß Anspruch 1 und einem Verbrennungsofen dafür gemäß Anspruch
6.
[0014] Wenn Wasserstoff und Luftsauerstoff oder HHO-Gas in den Verbrennungsofen eingedüst
und gezündet wird und in Gegenwart von pulverförmigen und/oder grobkörnig strukturierten,
metalloxidhaltigen Erden als Katalysator bei Temperaturen bis 2600 °C zu entstehendem
Reaktionswasser umgesetzt werden, wobei der Wasserstoff und Luftsauerstoff oder das
HHO-Gas mit Luft vermischt wird, die Verbrennungsflamme direkt auf die metalloxidhaltigen
Erden gerichtet wird und der Abstand des Eindüsungspunktes der Gaszufuhr zu den metalloxidhaltigen
Erden zur Steuerung des Verbrennungsprozesses verändert wird, kann eine effiziente
und dauerhafte Verbrennung der Mischung aus Wasserstoff und Sauerstoff (oder HHO-Gas
entstanden aus Elektrolyse von Wasser) mit einer hohen Wärmeenergieausbeute erreicht
werden. Die Temperaturen bis 2600 °C treten unmittelbar im Reaktionsbereich an den
metalloxidhaltigen Erden auf. Ferner wird der intensive Kontakt der Verbrennungsgase
mit dem als Katalysator wirkenden metalloxidhaltigen Erden erreicht. Dabei sind die
metalloxidhaltigen Erden bevorzugt pulverförmig und/oder grobkörnig strukturiert (grob
kristallin). Entsprechend groß ist die wirksame Oberfläche des Katalysators, der mit
den Verbrennungsgasen in Kontakt tritt. Weiter kann der Einfluss des Katalysators
auf die Verbrennungsreaktion gesteuert werden. Unter anderem kann mit dieser Verstellbarkeit
der Austrittsdüse zur Gaszufuhr relativ zu den im Verbrennungsraum abgelegten metalloxidhaltigen
Erden die Verbrennungstemperatur in einem Bereich von vorzugsweise 1800 °C bis max.
2600 °C gesteuert werden. Dabei erfolgt die Steuerung der Position der Austrittsdüse
(Verbrennungsdüse im Verbrennungsraum) durch eine nach außen reichende Mechanik, mit
der der Wirkungsgrad der Reaktionswärme und der Wärmeübertragung an den Kühlmantel
optimiert werden kann.
[0015] Entsprechend wird die Aufgabe vorrichtungsgemäß gelöst in einem Verbrennungsofen
mit einem Verbrennungsraum mit wenigstens einer Gaszufuhrleitung mit Austrittsdüse,
durch die das zu verbrennende Gas zugeführt wird, wobei im Verbrennungsraum metalloxidhaltige
Erden als Katalysator angeordnet sind. Eine Luftzufuhrleitung mit einer Hilfsdüse
ist im Verbrennungsraum vorgesehen, die unmittelbar neben der Austrittsdüse für die
zu verbrennenden Gase Wasserstoff und Sauerstoff bzw. HHO-Gas im Verbrennungsraum
angeordnet ist, womit den zu verbrennenden Gasen direkt Luft zugemischt werden kann,
um die Verbrennungstemperatur im gewünschten Bereich zu halten. Da, wie bereits vorangehend
erläutert, die max. Reaktionstemperatur von bis zu 2600 °C nur im Bereich des Katalysators
(metalloxidhaltige Erden) auftritt, kann diese Verbrennungsreaktion in einem Verbrennungsofen
durchgeführt werden, der beispielsweise aus Edelstahl, geeignet gegen Wasserstoff-Versprödung,
beispielsweise der
[0016] Werkstoff Nr. 1.4438 317 L oder anderen geeigneten Stählen durchgeführt werden. Der
bei solchen Verbrennungsräumen üblicherweise vorgesehene umschließende Kühlmantel
wird dabei durch das darin zirkulierende Wärmeträgermedium auf einer Temperatur deutlich
unterhalb der Schmelztemperatur des Stahlwerkstoffs von beispielsweise 1400 °C gehalten.
Daneben können in dem Verbrennungsofen auch keramische Bestandteile enthalten sein,
die eine höhere Temperaturbeständigkeit aufweisen. Das zu verbrennende Gas, zumindest
Wasserstoff und Sauerstoff im Gemisch, werden über eine Gaszufuhrleitung mit Austrittsdüse
in den Verbrennungsraum des Verbrennungsofens eingedüst und entzündet. Dabei sind
die metalloxidhaltigen Erden auf einer massiven, die Verbrennungstemperatur widerstehenden
Grundplatte im Zentrum des Verbrennungsofens angeordnet. Somit können die als Katalysator
wirkenden metalloxidhaltigen Erden im Zentrum des Verbrennungsofens bereitgestellt
werden, ohne dass eine unmittelbare Beeinflussung der Brennofenaußenwände und damit
eine dort evtl. entstehende thermische Überlastung entstehen könnte.
[0017] Um eine ausreichende Reaktionsmasse einerseits und andererseits eine nicht zu große,
nicht mehr beherrschbare Reaktion hervorzurufen, werden bei der Verbrennung 1000 bis
5000 l/h Wasserstoff und Luftsauerstoff oder HHO-Gas und 200 bis 5000 l/h Luft zugeführt.
[0018] Ferner werden die metalloxidhaltigen Erden mit Wasser in einem Massenverhältnis bis
zu 33 % der metalloxidhaltigen Erden-Masse gemischt, um die katalytische Wirkung der
metalloxidhaltigen Erden weiter zu verbessern.
[0019] Als weiteres Mittel zur Steuerung der Verbrennungstemperatur auf 1800 °C bis max.
2600 °C zur Erzielung einer optimalen Wärmegewinnung im Kühlmantel des Verbrennungsofens
wird Wasser während der Verbrennung in den Verbrennungsofen eingespritzt. Bevorzugt
wird destilliertes, entionisiertes Wasser oder auch Meerwasser verwendet. Alternativ
wird ein Teil des entstandenen Reaktionswassers während der Verbrennung in den Verbrennungsofen
zurückgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass bei einem Durchsatz von Verbrennungsgas
von 1000 bis 5000 l/h eine Wassereinspritzung bis zu 1,5 l/h besonders bevorzugt ist.
[0020] Weiter kann zur Steuerung der Verbrennung und damit auch der Verbrennungstemperatur
das Verbrennungsgas Wasserstoff und Luftsauerstoff oder das HHO-Gas neben Luft mit
gasförmigem Stickstoff oder gasförmigen Kohlendioxid vermischt werden. Diese zusätzlichen
gasförmigen Stoffe werden bevorzugt über eine gesonderte Hilfsdüse unmittelbar neben
der Austrittsdüse für die zu verbrennenden Gase Wasserstoff und Sauerstoff bzw. HHO-Gas
im Verbrennungsraum angeordnet.
[0021] Dass der Verbrennungsraum bei einem Gasdurchsatz von 1000 bis 5000 l/h ein Volumen
von 4 bis 25 I, bevorzugt 6 bis 12 I und besonders bevorzugt 8 I aufweist, wird für
den bevorzugten Gasdurchsatz ein vom Volumen her idealer Verbrennungsraum bereitgestellt.
Beispielsweise kann der Verbrennungsraum kubisch oder kugelförmig ausgebildet sein.
Ein besonders bevorzugter Verbrennungsraum weist Innenmaße von 200 × 200 × 200 mm
3, also 8 l in kubischer Ausprägung auf.
[0022] Dadurch, dass das Verfahren so gesteuert wird, dass der im Reaktionswasser natürlich
vorkommende Deuterium-Gehalt im Verlaufe des Verfahrens bei Reaktionstemperaturen
über 2000 °C abnimmt, wird vermutlich erreicht, dass bei der Verbrennung neben der
chemischen Reaktion eine partielle Kernreaktion abläuft, da möglicherweise eine Kernfusion
von Deuterium unter erheblicher Energieabgabe innerhalb der Verbrennungsreaktion auftritt.
[0023] Entsprechend wird der Wärmeenergieertrag so gesteuert, dass er die Energie der Wasserbildungsreaktion
aus HHO-Gas deutlich übersteigt, da somit das Verbrennungsverfahren so abläuft, dass
die Wahrscheinlichkeit von Kernfusionen innerhalb der Verbrennungsreaktion zunimmt.
[0024] Um ein zu starkes Absinken des Deuterium-Gehalts zu vermeiden, ist es bevorzugt frisches
Wasser statt Reaktionswasser in den Verbrennungsprozess einzuspritzen. Damit wird
erreicht, dass der Deuterium-Gehalt für eine gleichbleibend hohe Energieausbeute im
Wesentlichen stabil gehalten wird. Beim Einspritzen von Meerwasser kann der Deuterium-Gehalt
sogar leicht gesteigert werden. Somit kann über das zur Einspritzung verwendete Wasser
auch die Verbrennungstemperatur beeinflusst werden.
[0025] Wenn bei der Verbrennungsreaktion die metalloxidhaltigen Erden, insbesondere bei
Verwendung von Al
2O
3, Edelsteine mit einer Mohshärte von 8 bis 10 entstehen, können als Nebenprodukt der
Verbrennungsreaktion Edelsteine hergestellt werden, die beispielsweise für industrielle
Zwecke verwertet werden können. Insgesamt ist die Verwendung von Aluminiumoxid Al
2O
3 als Katalysator für eine möglichst optimale Umsetzung der Verbrennungsgase Wasserstoff
und Sauerstoff zu Wasser bei den Verbrennungstemperaturen von 1800 °C bis max. 2600
°C bevorzugt. Der Katalysator wird dabei in den Verbrennungsraum des Verbrennungsofens
auf der massiven Grundplatte aufgelegt, wobei sich der Katalysator im kontinuierlichen
Betrieb des Verbrennungsofens kaum verbraucht. Bei entsprechenden Wartungsinterwallen
von mehreren Wochen oder Monaten kann dann der Katalysator ergänzt oder ausgetauscht
sowie die entstandenen Edelsteine entnommen werden.
[0026] Mit dem Anmeldungsgegenstand ist es somit möglich, einen sehr hohen Wirkungsgrad
der Wärmegewinnung im Wärmeträgerflüssigkeitskreislauf von > 95 % bezogen auf die
Energie zur Erzeugung von Wasserstoff bei der Wasser-Elektrolyse zu erreichen. Dies
scheint insbesondere durch die Kombination von Wärmeleitung und Wärmestrahlung möglich
zu sein. Dabei wird der hohe Wirkungsgrad der Wärmegewinnung durch ein Verbrennungsverfahren
ohne Wirbelschicht erreicht.
[0027] Die anfallende thermische Energie kann entsprechend dem Stand der Technik in verschieden
hohen Niveaus erzeugt werden und direkt als solche spezifisch für Heiz- und Kühlprozesse
genutzt oder nach klassischem Verfahren über Turbine und Generator in Strom umgewandelt
werden. Somit läge der Wirkungsgrad bei Kraftwärmekopplung bei ca. 90 % ohne Berücksichtigung
von Elektrolyseverlusten, die bei der Zerlegung von Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff
auftreten.
[0028] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
detailliert beschrieben.
[0029] Darin zeigt:
- Fig. 1
- schematisch den Aufbau eines Verbrennungsofens und
- Fig. 2
- ein Verfahrensschema der Verbrennungsreaktion.
[0030] In Fig. 1 ist ein Verbrennungsofen 1 schematisch dargestellt. Der Verbrennungsofen
1 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Verbrennungsraum 11 mit einem kubischen
Volumen von beispielsweise 200 × 200 × 200 mm
3 = 8 I auf. Die kubische Wandung 10 des Verbrennungsofens 1 enthält einen Kühlmantel
2, der eine Vielzahl von Kanälen zum Durchfluss einer Wärmeträgerflüssigkeit enthält.
Die Wärmeträgerflüssigkeit wird in einem Zirkulationssystem von einer hier nicht dargestellten
Pumpe zirkuliert, wobei außerhalb des Verbrennungsofens 1 eine entsprechende Wärmesenke
zur Abgabe der thermischen Energie und Weiternutzung für Heizzwecke oder zur Stromerzeugung
vorzusehen ist. Diese Anlagenteile sind hier in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellt.
[0031] Zum Zuführen der zu verbrennenden Gase, hier Wasserstoff und Sauerstoff, ist eine
Gaszufuhrleitung 3 mit einer Austrittsdüse 31 innerhalb des Verbrennungsraumes 11
angeordnet. Optional sind noch weitere Gaszufuhrleitungen, beispielsweise eine Luftzufuhrleitung
32 mit einer entsprechenden Hilfsdüse 33 im Verbrennungsraum 11 angeordnet.
[0032] Über die Gaszufuhrleitung 3 wird von außen Wasserstoff und Sauerstoff in vermischter
Form zugeführt und unter Druck durch die Austrittsdüse 31 in den Verbrennungsraum
11 eingedüst. Optional wird, so wie schematisch in Fig. 2 dargestellt, Luft über die
Luftzufuhrleitung 32 und Hilfsdüse 33 in den Verbrennungsraum eingedüst. Neben der
Zuführung von Luft kann auch gasförmiges CO
2 und/oder gasförmiges Stickstoff in den Verbrennungsraum 11 zugeführt werden.
[0033] Innerhalb des Verbrennungsraumes 11 ist im Zentrum eine massive, die Verbrennungstemperatur
widerstehende Grundplatte 5 vorgesehen. Die Grundplatte 5 besteht beispielsweise aus
Keramik. Auf der Oberseite der Grundplatte 5 sind als Katalysator metalloxidhaltige
Erden 4 aufgelegt. Ferner ist an geeigneter Stelle im Verbrennungsraum 11 ein Abgasausgang
6 vorgesehen, durch den die "Abgase", im Wesentlichen bestehend aus Wasserdampf, entweichen
können.
[0034] In einem Versuchsaufbau wurde in einem derartigen Verbrennungsofen 1 ein Wasser-Aluminiumoxid-Gemisch
bis zur Sättigung, sodass kein freies Wasser vorhanden ist, als Katalysator 4 auf
die im Verbrennungsraum 11 im Zentrum angeordnete Grundplatte 5 gefüllt. Anschließend
wurde HHO-Gas aus einer Wasser-Elektrolysevorrichtung bei geöffneter Gaszufuhrleitung
3 und geöffnetem Abgasausgang 6 im Verbrennungsraum 11 elektrisch gezündet. Die Zündanlage
ist in Fig. 1 nicht gesondert dargestellt.
[0035] Durch die Wasserbildungsreaktion steigt die Temperatur im flammennahen Bereich auf
ca. 1000 bis 1300 °C. Nun werden Luftzufuhrleitung 32 mittels Hilfsdüse/-ventil 33
und Abgasabgang 6 mit zugeordnetem Regelventil 6 auf ca. 50 % gedrosselt, sodass die
Temperatur im Verbrennungsraum auf ca. 1500 °C steigt. Über den Abgasausgang 6 abgehender
Wasserdampf wird auf das als Katalysator 4 wirkende Aluminiumoxid Al
2O
3 gerichtet, indem es über eine entsprechende Zufuhrleitung und Hilfsdüse in den Verbrennungsraum
rückgeführt wird. Entsprechend wird nun durch Zirkulation der Wärmeträgerflüssigkeit
im Kühlmantel 2 die Temperatur des Verbrennungsofens 1 so gesteuert, dass eine Überhitzung
der Wandung 10 des Verbrennungsofens 1 vermieden wird.
[0036] Durch Erhöhung der Luftzufuhr über Luftzufuhrleitung 32 und Hilfsdüse/-ventil 33
wird die Temperatur im Zentrum des Verbrennungsraums 11 nunmehr auf 1800 °C bis max.
2600 °C erhöht. Bei dieser Temperatur erfolgt der Dauerbetrieb. Dabei ist zu berücksichtigen,
dass die Temperatur von 1800 °C bis max. 2600 °C nur im zentralen Bereich des Verbrennungsraumes
11 auftritt, nämlich unmittelbar im Bereich der als Katalysator wirkenden metalloxidhaltigen
Erden 4, hier Aluminiumoxid Al
2O
3, wobei dieser Katalysator auf einer temperaturbeständigen Grundplatte 5, beispielsweise
aus Keramik, bereitgehalten wird.
[0037] Nach einem längeren Dauerbetrieb, beispielsweise von 4 Wochen, haben sich am als
Katalysator wirkenden Aluminiumoxid-Pulver edelsteinartige Kristallstrukturen mit
einer mohsschen Härte von ca. 9,5 gebildet. Diese Edelsteine können beispielsweise
für industrielle Anwendungen verwendet werden.
[0038] Während des Dauerbetriebes wurde der Wärme-Gewinnungs-Wirkungsgrad bezogen auf die
für die Wasser-Elektrolyse eingesetzte Energie zur Erzeugung des HHO-Gases gemessen.
Der Wirkungsgrad betrug 98 %. Die Temperatur der Abgase direkt am Abgasausgang 6 betrugen
ca. 500 °C. Es ist daher davon auszugehen, dass auch die sonstige Wandung 10 des Verbrennungsraumes
11 Temperaturen von wenig mehr als 1000 °C erreichen. Hier konnten bei dem bisher
durchgeführten Versuchen noch keine Messwerte erzielt werden.
[0039] Darüber hinaus waren in den Abgasen keine Stickoxide und keine Kohlenwasserstoffverbindungen
enthalten. Die CO- und CO
2-Werte lagen bei jeweils 0,00 ppm. Das Verfahren zeichnet sich somit durch sehr geringe
Schadstoffimmissionen gegenüber herkömmlichen Energiegewinnungs-Verfahren auf Basis
fossiler Brennstoffe aus.
[0040] Besonderes Augenmerk ist auf die Abnahme des Deuterium-Gehalts im Reaktionswasser
der Versuchsanlage zu richten. Die natürliche Häufigkeit des Isotops Deuterium in
Wasserstoff beträgt 0,015 %. Am Anfang einer Messserie konnte dieser Anteil verifiziert
werden. Im Laufe des Betriebes, bei dem die Verbrennungstemperatur am Katalysator
stets über 2000 °C und unterhalb von 2600 °C gehalten wurde, konnte eine Abnahme des
Deuterium-Gehalts nachgewiesen werden. Bei diesem Versuch konnte festgestellt werden,
dass der Wärmeenergieertrag die Energie der Wasserbildungsreaktion aus HHO-Gas deutlich
übersteigt. Unter Zugrundelegung der herkömmlichen Berechnung des Wirkungsgrades nämlich
der Wärmegewinnung im Kühlkreislauf bezogen auf die Energie zur Erzeugung von Wasserstoff
und Sauerstoff mittels Wasser-Elektrolyse konnte somit ein Wirkungsgrad von deutlich
über 100 %, nämlich ca. 120 % ermittelt werden. Dieser eigentlich physikalisch nicht
mögliche Wirkungsgrad lässt sich nur durch eine in der Verbrennungsreaktion stattfindende,
spontane Kernfusion erklären. Als Indiz für das tatsächliche Auftreten von vereinzelten
Kernfusionsreaktionen kann dabei der sinkende Deuterium-Gehalt im Reaktionswasser
dienen.
[0041] Es ist daher bevorzugt, dass die chemische Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff
im Verbrennungsofen so gesteuert wird, dass der Wärmeenergieertrag die Energie der
Wasserbildungsreaktion aus dem zu verbrennenden Gas übersteigt. Damit kann eine zusätzliche
Energiequelle aus der vermuteten, partiell ablaufenden Kernfusion in einem apparativ
relativ einfachen und ökonomisch durchführbaren Verfahren ausgenutzt werden.
[0042] Hinsichtlich der Langlebigkeit des Verbrennungsofens 1 sei darauf hingewiesen, dass
die gewünschte Verbrennungsreaktion bei Temperaturen von 1800 °C bis max. 2600 °C,
insbesondere unter Berücksichtigung einer möglichen (kalten) Kernfusion über 2000
°C zu halten ist. Dabei ist die Flammengeometrie eng begrenzt auf das Zentrum des
Verbrennungsraumes 11, in dem das als Katalysator 4 dienende Aluminiumoxid auf der
beispielsweise keramischen Grundplatte 5 aufliegt. Die Verbrennungsflamme wird dabei
direkt auf diesen Katalysator und somit allenfalls auf die Grundplatte 5 gerichtet.
Die Wandungen 10 des Verbrennungsraumes 11 werden jedoch nicht direkt von der Flamme
berührt. Entsprechend ist es möglich, die Wandung 10 des Verbrennungsraumes 11 auf
Temperaturen < 1250 °C auch im Dauerbetrieb halten zu können. Für solche Temperaturen
sind geeignete Stähle im Stand der Technik bekannt. Beispielsweise kann Edelstahl
mit dem Werkstoff Nr. 1.4438 317 L verwendet werden, das einen Schmelzpunkt von über
1400 °C hat und zudem resistent gegen Wasserstoff-Versprödung ist.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Verbrennungsofen
- 10
- Wandung
- 11
- Verbrennungsraum
- 2
- Kühlmantel
- 3
- Gaszufuhrleitung
- 31
- Austrittsdüse
- 32
- Luftzufuhrleitung
- 33
- Hilfsdüse/-ventil
- 4
- metalloxidhaltige Erden; Katalysator
- 5
- Grundplatte
- 6
- Abgasausgang
- 61
- Regelventil
1. Verfahren zur Umsetzung von Wasserstoff und Luftsauerstoff zu Wasser oder HHO-Gas
zu Wasser in einem Verbrennungsofen (1), wobei
- der Verbrennungsofen (1) mit einer Wärmeträgerflüssigkeit gekühlt wird, bei der
ein Verbrennungsraum (10) von einem Kühlmantel (2), in dem die Wärmeträgerflüssigkeit
zirkuliert wird, umgeben ist,
- Wasserstoff und Luftsauerstoff oder HHO-Gas in den Verbrennungsofen (1) eingedüst
und gezündet wird und in Gegenwart von metalloxidhaltigen Erden (4) bei Temperaturen
bis 2600 °C zu entstehendem Reaktionswasser umgesetzt werden, und
- der Wasserstoff und Luftsauerstoff oder das HHO-Gas mit Luft vermischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die metalloxidhaltigen Erden pulverförmig und/oder grobkörnig strukturiert als Katalysator
vorliegen dass die Verbrennungsflamme direkt auf die metalloxidhaltigen Erden (4)
gerichtet wird und dass der Abstand des Eindüsungspunktes der Gaszufuhr zu den metalloxidhaltigen
Erden (4) zur Steuerung des Verbrennungsprozesses verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verbrennung 1000 bis 5000 l/h Wasserstoff und Luftsauerstoff oder HHO-Gas
und 200 bis 5000 l/h Luft zugeführt werden.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Wasser, bevorzugt bis zu 1,5 l/h, während der Verbrennung in den Verbrennungsofen
(1) eingespritzt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstoff und Luftsauerstoff oder das HHO-Gas mit gasförmigem Stickstoff oder
gasförmigen Kohlendioxid vermischt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die metalloxidhaltigen Erden (4) mit Wasser in einem Massenverhältnis bis zu 33 %
der Masse der metalloxidhaltigen Erden (4) gemischt werden.
6. Verbrennungsofen (1) zur Umsetzung von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser oder HHO-Gas
zu Wasser mit einem Verbrennungsraum (11) mit wenigstens einer Gaszufuhrleitung (3)
mit Austrittsdüse (31), durch die das zu verbrennende Gas zugeführt wird, und einem
den Verbrennungsraum (11) umschließenden Kühlmantel (2) mit einer darin zirkulierenden
Wärmeträgerflüssigkeit, wobei eine Luftzufuhrleitung (32) mit einer Hilfsdüse (33)
im Verbrennungsraum (11) vorgesehen ist, die unmittelbar neben der Austrittsdüse (31)
für die zu verbrennenden Gase Wasserstoff und Sauerstoff bzw. HHO-Gas im Verbrennungsraum
(11) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Verbrennungsraum (11) metalloxidhaltige Erden als Katalysator (4) pulverförmig
und/oder grob-kristallin angeordnet sindund dass die metalloxidhaltigen Erden (4)
auf einer massiven, die Verbrennungstemperatur widerstehenden Grundplatte (5) im Zentrum
des Verbrennungsofens (1) angeordnet sind.
7. Verbrennungsofen (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbrennungsraum (11) bei einem Gasdurchsatz von 1000 bis 5000 l/h ein Volumen
von 4 bis 25 I, bevorzugt 6 bis 12 I und besonders bevorzugt 8 I aufweist.
8. Verbrennungsofen (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbrennungsraum (11) kubisch oder kugelförmig ausgebildet ist.
1. A method for converting hydrogen and atmospheric oxygen to water, or HHO gas to water,
in a combustion furnace (1), wherein
- the combustion furnace (1) is cooled using a heat transfer fluid, where a combustion
chamber (10) is surrounded by a cooling jacket (2) in which the heat transfer fluid
is circulated,
- hydrogen and atmospheric oxygen or HHO gas is injected into the combustion furnace
(1) and ignited and converted to water of reaction that forms in the presence of metal-oxide-containing
earths (4) at temperatures of up to 2600°C, and
- the hydrogen and atmospheric oxygen or the HHO gas is mixed with air, characterised in that the metal-oxide-containing earths (4) are present in powdered form and/or with a
coarse-grained structure as a catalyst, in that the combustion flame is directed directly on to the metal-oxide-containing earths
(4), and in that the distance from the injection point of the gas supply to the metal-oxide-containing
earths (4) is varied to control the combustion process.
2. The method according to claim 1, characterised in that during the combustion, 1000 to 5000 l/h hydrogen and atmospheric oxygen or HHO gas
and 200 to 5000 l/h air are supplied.
3. The method according to one of the preceding claims, characterised in that water, preferably up to 1.5 l/h, is injected into the combustion furnace (1) during
the combustion.
4. The method according to one of the preceding claims, characterised in that the hydrogen and atmospheric oxygen or the HHO gas is mixed with gaseous nitrogen
or gaseous carbon dioxide.
5. The method according to one of the preceding claims, characterised in that the metal-oxide-containing earths (4) are mixed with water in a mass ratio of up
to 33% of the mass of the metal-oxide-containing earths (4).
6. A combustion furnace (1) for converting hydrogen and oxygen to water or HHO gas to
water, having a combustion chamber (11) with at least one gas supply line (3) with
an outlet nozzle (31), through which the gas to be combusted is supplied, and a cooling
jacket (2) surrounding the combustion chamber (11) with a heat transfer fluid circulating
therein, wherein an air supply line (32) is provided in the combustion chamber (11)
with an auxiliary nozzle (33), which is arranged in the combustion chamber (11) immediately
adjacent to the outlet nozzle (31) for the gases to be combusted, hydrogen and oxygen
or HHO gas, characterised in that metal-oxide-containing earths in powdered and/or coarsely crystalline form are arranged
in the combustion chamber (11) as the catalyst (4), and in that the metal-oxide-containing earths (4) are arranged on a solid base plate (5), which
is resistant to the combustion temperature, in the centre of the combustion furnace
(1).
7. The combustion furnace (1) according to claim 6, characterised in that the combustion chamber (11) has a volume of 4 to 25 I, preferably 6 to 12 I and particularly
preferably 8 I with a gas throughput of 1000 to 5000 l/h.
8. The combustion furnace (1) according to claim 7, characterised in that the combustion chamber (11) is of cubic or spherical configuration.
1. Procédé pour convertir de l'hydrogène et de l'oxygène atmosphérique en eau ou du gaz
HHO en eau dans un four de combustion (1), dans lequel :
- le four de combustion (1) est refroidi avec un fluide caloporteur, dans lequel une
chambre de combustion (10) est entourée d'une enveloppe de refroidissement (2) dans
laquelle circule le fluide caloporteur,
- de l'hydrogène et de l'oxygène atmosphérique, ou du gaz HHO, sont injectés dans
le four de combustion (1) et enflammés, et réagissent en présence de terres contenant
des oxydes métalliques (4) à des températures allant jusqu'à 2 600 °C pour former
de l'eau de réaction, et
- l'hydrogène et de l'oxygène de l'air, ou le gaz HHO, sont mélangés avec de l'air,
caractérisé en ce que les terres contenant des oxydes métalliques sont présentes en tant que catalyseur
sous forme de poudre et/ou de structure à gros grains, en ce que la flamme de combustion est dirigée directement sur les terres contenant des oxydes
métalliques (4), et en ce que la distance entre le point d'injection de l'alimentation en gaz et les terres contenant
des oxydes métalliques (4) est modifiée afin de contrôler le processus de combustion.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que 1 000 à 5 000 l/h d'hydrogène et d'oxygène atmosphérique, ou de gaz HHO, et 200 à
5 000 l/h d'air sont introduits pendant la combustion.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que de l'eau est injectée dans le four de combustion (1) pendant la combustion, de préférence
jusqu'à 1,5 l/h.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'hydrogène et l'oxygène atmosphérique, ou le gaz HHO, sont mélangés avec de l'azote
gazeux ou du dioxyde de carbone gazeux.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les terres contenant des oxydes métalliques (4) sont mélangées à de l'eau dans un
rapport massique allant jusqu'à 33 % de la masse des terres contenant des oxydes métalliques
(4).
6. Four de combustion (1) pour la transformation d'hydrogène et d'oxygène en eau, ou
de gaz HHO en eau, comprenant une chambre de combustion (11) avec au moins une conduite
d'alimentation en gaz (3) muni d'une buse de sortie (31) à travers laquelle est amené
le gaz à brûler, et une enveloppe de refroidissement (2) entourant la chambre de combustion
(11) avec un fluide caloporteur circulant dans celle-ci, une conduite d'alimentation
en air (32) munie d'une buse auxiliaire (33) étant prévue dans la chambre de combustion
(11), laquelle est disposée dans la chambre de combustion (11) directement à côté
de la buse de sortie (31) pour les gaz à brûler hydrogène et oxygène, ou le gaz HHO,
caractérisé en ce que des terres contenant des oxydes métalliques sont disposées sous forme de poudre et/ou
de gros cristaux dans la chambre de combustion (11) en tant que catalyseur (4), et
en ce que les terres contenant des oxydes métalliques (4) sont disposées au centre du four
de combustion (1) sur une plaque de base (5) solide et résistante à la température
de combustion.
7. Four de combustion (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la chambre de combustion (11) présente un volume de 4 à 25 I, de préférence de 6
à 12 I et particulièrement de préférence de 8 l, pour un débit de gaz compris entre
1 000 et 5 000 l/h.
8. Four de combustion (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que la chambre de combustion (11) est cubique ou sphérique.