[0001] Die Erfindung betrifft eine Vereinzelungsvorrichtung für ein Stück eines Stückguts
sowie ein Verfahren zur Vereinzelung eines Stücks aus einer Stückgutanzahl.
[0002] Die
US 2012/0111883 A1 sowie die daraus hervorgegangene
US 8,967,428 B2 beschreiben eine gattungsgemäß ausgebildete Vereinzelungsvorrichtung zur Ausgabe
oder Abgabe eines einzelnen Stückguts aus einem Aufnahmeraum der Vereinzelungsvorrichtung.
Diese umfasst einen Aufnahmebehälter mit einer Behälterwand und einem Behälterboden,
in welchem eine Aufnahmeöffnung ausgebildet ist, und eine Vereinzelungseinheit mit
einem becherförmigen Basisteil und einem vom Basisteil aufragenden Vereinzelungsteil.
Der Vereinzelungsteil ist in der Aufnahmeöffnung aufgenommen und ragt zumindest teilweise
in einen Aufnahmeraum des Aufnahmebehälters hinein, in welchem auch das Stückgut zur
Vereinzelung aufgenommen ist. Weiters umfasst die Vereinzelungsvorrichtung auch noch
einen den Aufnahmebehälter verschließenden Behälterdeckel. Der Behälterdeckel umfasst
in fluchtender Ausrichtung bezüglich des aufragenden Vereinzelungsteils eine mit einem
Schwenkdeckel verschlossene Ausgabeöffnung auf. In der zusammengeschobenen Grundstellung
von Vereinzelungseinheit und Aufnahmebehälter ist die Ausgabeöffnung vom Schwenkdeckel
verschlossen. Zur Vereinzelung eines Stücks aus dem Stückgut sind der Aufnahmebehälter
und die Vereinzelungseinheit in eine weiter voneinander distanzierte Selektierstellung
zu verlagern. Dabei wird der vom Basisteil distanziert angeordnete Endbereich des
Vereinzelungsteils in Richtung auf den Behälterboden verstellt. An seinem dem Behälterdeckel
zugewendeten Endbereich ist am Vereinzelungsteil eine Auflagemulde ausgebildet, auf
welcher das zu selektierend Stückgut nach dem Selekiervorgang lose zur Auflage kommt.
Zur Ausgabe werden die Vereinzelungseinheit und der Aufnahmebehälter wieder aufeinander
zu bewegt und das am Vereinzelungsteil aufliegende Stückgut kann durch die Ausgabeöffnung
und damit durch den Behälterdeckel hindurch an seine Oberseite zur Entnahme verlagert
werden. Nachteilig dabei ist, dass bei geöffnetem Schwenkdeckel Verunreinigungen auf
die Auflagemulde sowie auch noch in den Aufnahmeraum des Aufnahmebehälters gelangen
können. Weiters kann bei einer geringfügigen Verstellung von Aufnahmebehälter und
Vereinzelungseinheit zueinander sowie bei bereits geöffnetem Schwenkdeckel das Stückgut
aus dem Aufnahmeraum durch die Ausgabeöffnung im Behälterdeckel unkontrolliert austreten.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und eine Vereinzelungsvorrichtung sowie ein Verfahren zur kontrollierten
Einzelausgabe zur Verfügung zu stellen, mittels derer ein Benutzer eine sichere Einzelausgabe
oder eine Vereinzelung von Stückgut unter hygienischen Bedingungen vornehmen kann.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Vereinzelungsvorrichtung und ein Verfahren zur Vereinzelung
eines Stücks aus einer Stückgutanzahl gemäß den Ansprüchen gelöst.
[0005] Die erfindungsgemäße Vereinzelungsvorrichtung dient zur Vereinzelung eines Stücks
zumeist aus einer Vielzahl von Stückgütern und der nachfolgenden einzelnen Abgabe
des Stücks aus der Vereinzelungsvorrichtung. Die erfindungsgemäß dazu vorgesehene
Vereinzelungsvorrichtung umfasst:
- einen Aufnahmebehälter mit
- einer Behälterwand, welche Behälterwand sich von einem offenen ersten Ende zu einem
zweiten Ende erstreckt und eine Längsachse definiert,
- einem Behälterboden, welcher Behälterboden gemeinsam mit der Behälterwand einen Aufnahmeraum
für das Stückgut umgrenzt, und mit
- einer Aufnahmeöffnung, wobei die Aufnahmeöffnung den Behälterboden in paralleler Ausrichtung
bezüglich der Längsachse durchsetzt,
- eine Vereinzelungseinheit mit
- einem Basisteil und
- einem Vereinzelungsteil, wobei der Vereinzelungsteil rohrförmig ausgebildet ist und
einen ersten Endbereich und einen vom Basisteil beabstandet angeordneten zweiten Endbereich
umfasst, und der Vereinzelungsteil in paralleler Ausrichtung bezüglich der Längsachse
vom Basisteil aufragt sowie an diesem gehalten ist, und wobei der Vereinzelungsteil
in der Aufnahmeöffnung des Behälterbodens aufgenommen ist, sowie zumindest teilweise
in den Aufnahmeraum hineinragt,
- einen Behälterdeckel, welcher Behälterdeckel eine Deckelwand umfasst und am offenen
ersten Ende der Behälterwand des Aufnahmebehälters angeordnet und mittels einer Verbindungsanordnung
daran gehalten ist, und
- wobei die Vereinzelungseinheit und der Aufnahmebehälter relativ zueinander in Richtung
der Längsachse von einer zusammengeschobenen Grundstellung in eine weiter voneinander
distanzierte Selektierstellung verlagerbar sind, und wobei in der Selektierstellung
ein Stück aus dem zu vereinzelnden Stückgut im zweiten Endbereich des Vereinzelungsteils
anordenbar ist, und dabei
- die Vereinzelungseinheit weiters eine Haltevorrichtung mit zumindest einem Halteelement
umfasst,
- das zumindest eine Halteelement der Haltevorrichtung im Bereich des zweiten Endbereichs
des Vereinzelungsteils angeordnet ist,
- das zumindest eine Halteelement an einer Innenfläche des rohrförmig ausgebildeten
Vereinzelungsteils angeordnet oder ausgebildet ist und von der Innenfläche in Richtung
auf die Längsachse vorragt, und schließlich
- der rohrförmig ausgebildete Vereinzelungsteil einen Ausgabekanal für das zu vereinzelnde
Stückgut bildet.
[0006] Der dadurch erzielte Vorteil liegt darin, dass durch das Vorsehen einer eigenen Haltevorrichtung
mit einem oder mehreren Halteelementen an dem vom Basisteil abgewendeten zweiten Endabschnitt
oder zweiten Endbereich des Vereinzelungsteils eine zeitlich bedingte Rückhalterung
eines selektierten Stücks des Stückguts erzielbar ist. Das oder die Halteelemente
verschließen das Innere des rohrförmigen Vereinzelungsteils nicht vollständig, sondern
ermöglichen eine Abgabe des selektierten Stücks durch den vom Vereinzelungsteil definierten
oder ausgebildeten Ausgabekanal in seinem Inneren. Damit kann der Behälterdeckel einen
vollständigen Verschluss des Aufnahmeraums im Bereich des offenen ersten Endes der
Behälterwand des Aufnahmebehälters ausbilden. Die Ausgabe oder Abgabe des selektierten
Stücks erfolgt erst nach Freigabe desselben von der Haltevorrichtung durch den Ausgabekanal
hindurch. Der vom Basisteil aufragende Vereinzelungsteil endet bei aufrechter Gebrauchsstellung
der Vereinzelungsvorrichtung in einem unteren Bodenabschnitt oder einem Seitenwandabschnitt
des Basisteils der Vereinzelungseinheit. Damit kann eine unbeabsichtigte Ausgabe des
im Aufnahmeraum bevorrateten Stückguts sicher verhindert werden, da der Behälterdeckel
einen vollständigen Abschluss des offenen Endes des Aufnahmebehälters ausbildet und
auch eine Abgabe des selektierten Stückguts erst nach Entriegelung der Halteelemente
durch den Ausgabekanal hindurch erfolgen kann.
[0007] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn das zumindest eine Halteelement von einem
Stirnende des Vereinzelungsteils in Richtung auf den ersten Endbereich beabstandet
angeordnet ist. Damit kann das Innere des Vereinzelungsteils in seinem zweiten Endbereich
eine sichere Rückhalterung und Positionierung für das Stückgut bis zum Zeitpunkt der
Abgabe und Entriegelung der Halteelemente gewährleisten.
[0008] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Halteelemente
vorgesehen sind und die Halteelemente über den Umfang des Vereinzelungsteils verteilt
angeordnet sind. Durch das Vorsehen mehrerer Halteelemente kann so eine noch bessere
und höhere Rückhaltekraft bis hin zum Freigabevorgang des selektierten Stückguts durch
den Ausgabekanal sichergestellt werden.
[0009] Eine weitere mögliche Ausführungsform hat die Merkmale, dass die Vereinzelungseinheit
weiters zumindest ein Anschlagelement umfasst, welches zumindest eine Anschlagelement
am Vereinzelungsteil angeordnet oder ausgebildet ist und eine Außenfläche des Vereinzelungsteils
auf die von der Längsachse abgewendete Seite überragt. Durch das Überragen des Anschlagelements
kann eine vollständige und unbeabsichtigte Trennung des Aufnahmebehälters von der
Vereinzelungseinheit verhindert werden. Darüber hinaus kann so aber auch eine Anschlagbegrenzung
für die gegenseitige und in entgegengesetzter Richtung erfolgte Verstellbewegung hin
zur Selektierstellung erzielt werden.
[0010] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass der Vereinzelungsteil mehrere Haltearme umfasst
und die Haltearme im zweiten Endbereich des Vereinzelungsteils angeordnet oder ausgebildet
sind. Durch das Vorsehen mehrerer Haltearme kann aufgrund von deren elastischen Verformungseigenschaften
einfach eine Freigabe des selektierten Stückguts durch eine radiale Verformung der
einzelnen Haltearme auf die von der Längsachse abgewendeten Seite erzielt werden.
Damit kann einfach die Freigabe von den Halteelementen auch durch das abzugebende
Stückgut selbst eingeleitet werden, indem eine Druckkraft auf das Stückgut in Richtung
des Ausgabekanals ausgeübt wird. So können die Haltearme aufgespreizt und der Abgabevorgang
eingeleitet werden.
[0011] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Haltearme über den
Umfang des Vereinzelungsteils verteilt angeordnet sind und jeder der Haltearme in
seiner unverformten Haltestellung eine parallele Ausrichtung bezüglich der Längsachse
aufweist. Damit kann eine einfache Herstellung des Vereinzelungsteils mit den daran
befindlichen Haltearmen ermöglicht werden. Darüber hinaus kann so aber auch eine ausreichende
Begrenzung des im Inneren des Vereinzelungsteils ausgebildeten Ausgabekanals erzielt
werden.
[0012] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der vom
Vereinzelungsteil gebildete Ausgabekanal auf einer vom Behälterboden des Aufnahmebehälters
abgewendeten Seite des Basisteils der Vereinzelungseinheit ins Freie mündet. Damit
kann eine sichere Abgabe eines selektierten Stücks des Stückguts in eine nach oben
geöffnete Hand des Benutzers einer derartigen Vereinzelungsvorrichtung durchgeführt
werden.
[0013] Eine weitere mögliche und gegebenenfalls alternative Ausführungsform hat die Merkmale,
dass der Basisteil weiters eine Bodenwand umfasst und der Vereinzelungsteil mit der
Bodenwand verbunden ist sowie von dieser aufragt. Damit kann eine kompakt ausgebildete
Vereinzelungseinheit geschaffen werden, wobei mittels des Basisteils eine Verstellbewegung
der gesamten Vereinzelungseinheit einfach ermöglicht wird.
[0014] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn der Behälterboden des Aufnahmebehälters vom
zweiten Ende der Behälterwand in Richtung auf das offene erste Ende der Behälterwand
beabstandet angeordnet ist und von der Behälterwand in Richtung auf die Längsachse
sowie das zweite Ende abfallend ausgebildet ist. Damit kann bei aufrechtstehender
Vereinzelungsvorrichtung ein selbsttätiges Hingleiten oder Hinrollen der einzelnen
Stücke des Stückguts in Richtung auf das Zentrum des Behälterbodens sicher gestellt
werden. So kann auch bei einer bereits geringen Anzahl an Stückgütern im Aufnahmeraum
stets eine sichere Aufnahme eines selektierten Stücks an dem dafür vorgesehenen Endabschnitt
des Vereinzelungsteils erzielt werden.
[0015] Eine weitere Ausbildung sieht vor, dass der Behälterdeckel weiters ein Entriegelungselement
umfasst, wobei das Entriegelungselement an der Deckelwand sowie an jener dem Aufnahmeraum
zugewendeten Seite angeordnet oder ausgebildet ist und in einer zueinander fluchtenden
Ausrichtung bezüglich des rohrförmigen Vereinzelungsteils angeordnet ist. Durch das
Vorsehen zumindest eines Entriegelungselementes an der Deckelwand kann so eine noch
sicherere Freigabe des selektierten Stücks aus der Stückgutanzahl von der Haltevorrichtung
sichergestellt werden.
[0016] Eine andere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Entriegelungselement
ausgehend von der Behälterwand in paralleler Richtung bezüglich der Längsachse eine
abnehmende Querschnittsabmessung in einer in normaler Ausrichtung bezüglich der Längsachse
ausgerichteten Ebene aufweist. Damit kann ein gegenseitiges Verklemmen des Verriegelungselementes
mit dem am Vereinzelungsteil positioniert gehaltenen Stückgut verhindert werden. Darüber
hinaus kann durch das Entriegelungselement bei der aufeinander zugerichteten gegenseitigen
Verstellbewegung des Aufnahmebehälters und der Vereinzelungseinheit eine sichere Freigabe
des Stückguts von dem oder den Haltelementen erzielt werden. Bei einem ersten Kontakt
des zu selektierten Stücks des Stückguts mit dem Entriegelungselement und einer weiter
durchgeführten Aufeinanderzubewegung des Aufnahmebehälters und der Vereinzelungseinheit
erfolgt die Freigabe des Stücks von der Haltevorrichtung in den Abgabekanal oder Ausgabekanal
hinein.
[0017] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement
in der zusammengeschobenen Grundstellung im zweiten Endbereich endet oder teilweise
in den zweiten Endbereich des rohrförmig ausgebildeten Vereinzelungsteils hineinragt.
Damit kann in Abhängigkeit von der Axiallage und Anordnung des oder der Halteelemente
am Vereinzelungsteil einerseits eine sichere positionierte Halterung bis zur Freigabe
erzielt werden und andererseits ein gesicherter Freigabevorgang durchgeführt werden.
[0018] Es kann auch noch vorgesehen sein, dass der Behälterdeckel weiters eine Abweisschürze
umfasst, welche Abweisschürze zumindest abschnittsweise das Entriegelungselement umgibt
und in einer radialen Distanz vom Entriegelungselement angeordnet ist. Damit kann
insbesondere bei vollgefülltem Aufnahmebehälter ein Anordnen von Stückgut in der unmittelbaren
Nachbarschaft des Entriegelungselements verhindert werden. Weiters kann damit aber
auch eine gesicherte Einzelabgabe ermöglicht werden.
[0019] Eine weitere mögliche Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, wenn eine Verriegelungsvorrichtung
mit zumindest einem ersten Verriegelungselement und zumindest einem damit in der Verriegelungsstellung
zusammenwirkenden zweiten Verriegelungselement zwischen der Vereinzelungseinheit und
dem Aufnahmebehälter vorgesehen ist, sodass in der Verriegelungsstellung eine Axialverstellung
von der zusammengeschobenen Grundstellung in die Selektierstellung von der Verriegelungsvorrichtung
verhindert ist. Damit kann eine Öffnungsbewegung und damit verbunden ein Selektiervorgang
solange verhindert oder unterbunden werden, bis eine durch den Benutzer bewusst durchgeführte
Entriegelungsbewegung durchgeführt wird. Weiters kann damit aber auch ein ungewolltes
Verstellen zwischen dem Aufnahmebehälter und der Vereinzelungseinheit verhindert werden.
[0020] Vorteilhaft kann es sein, wenn der Ausgabekanal in einer in einem umfänglichen Seitenwandabschnitt
des Basisteils angeordnet Ausgabeöffnung ins Freie mündet. Damit kann eine bessere
Übersichtlichkeit beim Ausgabevorgang erzielt und eine ungewollte Abgabe durch den
freien Fall verhindert werden.
[0021] Schließlich kann noch vorgesehen sein, dass ein Durchbruch in der Behälterwand des
Aufnahmebehälters im Bereich des bodenseitigen zweiten Endes angeordnet ist und der
Durchbruch für die Ausgabe des Stückguts in eine überdeckende Lage mit der Ausgabeöffnung
des Ausgabekanals bringbar ist. Damit kann in der zusammengeschobenen Grundstellung
eine Abdeckung der Ausgabeöffnung des Ausgabekanals erzielt werden. Weiters kann damit
aber auch ein Eindringen von Gegenständen in den ansonsten nicht abgedeckten Ausgabekanal
verhindert werden.
[0022] Eine andere alternative Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass der Basisteil
im Axialschnitt gesehen eine gestuft ausgebildete Umfangswand mit einem ersten Umfangswandabschnitt,
einem zweiten Umfangswandabschnitt und eine die beiden Umfangswandabschnitte miteinander
verbindende Verbindungswand umfasst, wobei der erste Umfangswandabschnitt eine Außenabmessung
aufweist, welche gleich oder geringfügig kleiner ausgebildet ist als eine Innenabmessung
der Behälterwand in ihrem zweiten Ende. Damit kann in der zusammengeschobenen Grundstellung
eine gegenseitige Zentrierung des Basisteils und der Behälterwand des Aufnahmebehälters
erzielt werden.
[0023] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass der Basisteil
der Vereinzelungseinheit, insbesondere der Vereinzelungsteil, auf der vom Aufnahmeraum
abgewendeten Seite von einer Verschlussvorrichtung vollständig abgedeckt und verschlossen
ist. Damit kann einerseits ein sicherer Verschluss vor der Erstöffnung erzielt werden
und weiters eine Originalitätssicherung darstellen. Darüber hinaus kann so aber auch
ein hygienischer und sicherer Abschluss des Aufnahmeraums und damit auch des in diesem
aufgenommenen Stückguts erzielt werden.
[0024] Die Aufgabe der Erfindung wird aber unabhängig davon auch durch ein Verfahren zur
Vereinzelung eines Stücks aus einer Stückgutanzahl dadurch gelöst, dass nachfolgende
Schritte durchgeführt werden:
- Bereitstellen eines Aufnahmebehälters mit
- einer Behälterwand, welche Behälterwand sich von einem offenen ersten Ende zu einem
zweiten Ende erstreckt und eine Längsachse definiert,
- einem Behälterboden, welcher Behälterboden gemeinsam mit der Behälterwand einen Aufnahmeraum
für das Stückgut umgrenzt, und mit
- einer Aufnahmeöffnung, wobei die Aufnahmeöffnung den Behälterboden in paralleler Ausrichtung
bezüglich der Längsachse durchsetzt,
- Bereitstellen einer Vereinzelungseinheit mit
- einem Basisteil,
- einem Vereinzelungsteil, wobei der Vereinzelungsteil rohrförmig ausgebildet ist und
einen ersten Endbereich und einen vom Basisteil beabstandet angeordneten zweiten Endbereich
umfasst, und der Vereinzelungsteil in paralleler Ausrichtung bezüglich der Längsachse
vom Basisteil aufragt sowie an diesem gehalten ist, und mit
- einer Haltevorrichtung mit zumindest einem Halteelement, wobei das zumindest eine
Halteelement der Haltevorrichtung im Bereich des zweiten Endbereichs des Vereinzelungsteils
angeordnet ist, und das zumindest eine Halteelement an einer Innenfläche des rohrförmig
ausgebildeten Vereinzelungsteils angeordnet oder ausgebildet ist und von der Innenfläche
in Richtung auf die Längsachse vorragt, und der rohrförmig ausgebildete Vereinzelungsteil
einen Ausgabekanal für das zu vereinzelnde Stückgut bildet,
- Zusammenbauen des Aufnahmebehälters mit der Vereinzelungseinheit und dabei der Vereinzelungsteil
der Vereinzelungseinheit in der Aufnahmeöffnung des Behälterbodens aufgenommen ist,
sowie zumindest teilweise in den Aufnahmeraum hineinragt,
- wobei die Vereinzelungseinheit und der Aufnahmebehälter derart ausgebildet und aneinander
geführt sind, dass die Vereinzelungseinheit und der Aufnahmebehälter relativ zueinander
in Richtung der Längsachse von einer zusammengeschobenen Grundstellung in eine weiter
voneinander distanzierte Selektierstellung verlagerbar sind,
- Bereitstellen des zu vereinzelnden Stückguts und Einbringen des Stückguts in Aufnahmeraum,
- Bereitstellen eines Behälterdeckels mit einer Deckelwand, und verschließen des ersten
offenen Endes der Behälterwand durch Anordnen und Halten des Behälterdeckels am ersten
offenen Ende der Behälterwand des Aufnahmebehälters,
- Verlagern der Vereinzelungseinheit und des Aufnahmebehälter relativ zueinander in
Richtung der Längsachse von der zusammengeschobenen Grundstellung in die weiter voneinander
distanzierte Selektierstellung,
- Aufnehmen eines Stücks des Stückguts im zweiten Endbereich des Vereinzelungsteils
und positioniertes Halten des aufgenommenen Stücks mittels der Haltevorrichtung,
- Zusammenschieben der Vereinzelungseinheit und des Aufnahmebehälters relativ zueinander
ausgehend von der Selektierstellung in Richtung auf den Behälterdeckel hin zu einer
Vereinzelungsstellung,
- Entriegeln der Haltevorrichtung in der Vereinzelungsstellung und Abgabe des einen
von der Haltevorrichtung gehaltenen Stücks durch den Ausgabekanal.
[0025] Vorteilhaft ist bei den hier gewählten Verfahrensschritten, dass durch das Bereitstellen
einer eigenen Haltevorrichtung mit einem oder mehreren Halteelementen an dem vom Basisteil
abgewendeten zweiten Endabschnitt oder zweiten Endbereich des Vereinzelungsteils eine
zeitlich bedingte Rückhalterung eines selektierten Stücks des Stückguts erzielbar
ist. Das oder die Halteelemente verschließen das Innere des rohrförmigen Vereinzelungsteils
nicht vollständig, sondern ermöglichen eine Abgabe des selektierten Stücks durch den
vom Vereinzelungsteil definierten oder ausgebildeten Ausgabekanal hindurch. Damit
kann vom Behälterdeckel ein vollständiger Verschluss des Aufnahmeraums im Bereich
des offenen ersten Endes der Behälterwand des Aufnahmebehälters erfolgen. Das selektierte
Stück wird erst nach Freigabe desselben von der Haltevorrichtung durch den Ausgabekanal
hindurch abgegeben oder ausgegeben. Der vom Basisteil aufragende Vereinzelungsteil
endet bei aufrechter Gebrauchsstellung der Vereinzelungsvorrichtung in einem unteren
Bodenabschnitt oder einem Seitenwandabschnitt des Basisteils der Vereinzelungseinheit.
Damit kann eine unbeabsichtigte Ausgabe des im Aufnahmeraum bevorrateten Stückguts
sicher verhindert werden, da der Behälterdeckel einen vollständigen Abschluss des
offenen Endes des Aufnahmebehälters ausbildet und auch erst eine Abgabe nach Entriegelung
der Halteelemente durch den Ausgabekanal hindurch erfolgen kann. So kann bei unbetätigter
und unverstellter Vereinzelungsvorrichtung kein Stück des Stückguts abgegeben werden.
Es ist auf alle Fälle zuerst eine Verstellbewegung durchzuführen, um ein Stück zu
selektieren, welches erst nach der Freigabe von der Haltevorrichtung in den Abgabekanal
hinein bewegt wird.
[0026] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0027] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Vereinzelungsvorrichtung in einer Explosionsdarstellung sowie im Axialschnitt;
- Fig. 2
- die Vereinzelungsvorrichtung nach Fig. 1, in deren kompakten und zusammengeschobenen
Grundstellung, ohne darin aufgenommenem Stückgut, im Axialschnitt;
- Fig. 3
- die Vereinzelungsvorrichtung nach den Fig. 1 und 2, mit einem selektierten und gehaltenen
Stückgut, unmittelbar vor der Freigabe von der Haltevorrichtung in den Ausgabekanal,
im Axialschnitt;
- Fig. 4
- eine weitere mögliche Ausbildung der Vereinzelungsvorrichtung in deren zusammengeschobenen
Grundstellung und bei entferntem Behälterdeckel, im Axialschnitt sowie schaubildlicher
Darstellung;
- Fig. 5
- die Vereinzelungsvorrichtung nach Fig. 4, in deren Selektierstellung, im Axialschnitt
sowie schaubildlicher Darstellung;
- Fig. 6
- die Vereinzelungsvorrichtung nach den Fig. 4 und 5, im Radialschnitt gemäß den Linien
VI-VI in der Fig. 4, in der verschwenkten Verschlussstellung des Aufnahmebehälters
und der Vereinzelungseinheit.
[0028] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0029] Der Begriff "insbesondere" wird nachfolgend so verstanden, dass es sich dabei um
eine mögliche speziellere Ausbildung oder nähere Spezifizierung eines Gegenstands
oder eines Verfahrensschritts handeln kann, aber nicht unbedingt eine zwingende, bevorzugte
Ausführungsform desselben oder eine zwingende Vorgehensweise darstellen muss.
[0030] In den Fig. 1 bis 3 ist eine Vereinzelungsvorrichtung 1 für ein vereinfacht angedeutetes
Stückgut 2 in unterschiedlichen Ansichten sowie unterschiedlichen relativen Stellungen
zueinander gezeigt. Bei dem Stückgut 2 kann es sich z.B. um Dragees, Kaugummi, Tabletten,
Pillen, Süßstoff, Seifenstücke, Normteile (Schrauben, Muttern, Nieten oder dergleichen),
Waschtabs, Suppenwürfel, Chlor-Salztabletten, Bastelperlen, Teil eines Spieles (Kinder
und/oder Brettspiel) handeln. Die Raumform des Stückguts 2 kann unterschiedlichst
gewählt werden, wobei aber bevorzugt nur gleichartig ausgebildete Stückgüter 2 jeweils
in einer Vereinzelungsvorrichtung 1 aufgenommen werden und aus dieser mittels eines
Vereinzelungssystems aus dieser einzeln abgegeben werden können.
[0031] Die Vereinzelungsvorrichtung 1 dient dazu, aus einer losen Anzahl von jeweils bevorzugt
gleichartigen Stückgütern 2 ein Stück davon zu selektieren und aus der Vereinzelungsvorrichtung
1 abzugeben. Bevorzugt weist die Vereinzelungsvorrichtung 1 eine handhabbare Größe
oder Abmessung auf und ist zur Betätigung und Bedienung von einer Bedienperson vorgesehen.
[0032] Die Vereinzelungsvorrichtung 1 umfasst bei diesem Ausführungsbeispiel einen Aufnahmebehälter
3, eine Vereinzelungseinheit 4 und einen Behälterdeckel 5. Der Aufnahmebehälter 3
umfasst seinerseits eine Behälterwand 6, einen Behälterboden 7 sowie eine den Behälterboden
7 durchsetzende Aufnahmeöffnung 8. Die Behälterwand 6 erstreckt sich zwischen einem
offenen ersten Ende 9 und einem davon distanziert angeordneten zweiten Ende 10 und
definiert dabei eine Längsachse 11. Es wird für jeden der Bauteile die gemeinsame
Längsachs 11 als mögliche Bezugslinie, insbesondere Mittellinie oder Mittelachse,
verwendet. Je nach gewählter Querschnittsform des Aufnahmebehälters 3 kann die Längsachse
11 auch eine Mittelachse oder Zentrumsachse bilden. Weiters umgrenzt die Behälterwand
6 gemeinsam mit dem Behälterboden 7 einen Aufnahmeraum 12 für das Stückgut 2. Das
zu vereinzelnde Stückgut 2 wird in den Aufnahmeraum 12 in einer gewissen Anzahl oder
Stückzahl eingefüllt und steht somit zur Abgabe oder Ausgabe nur eines Stücks davon
bereit.
[0033] Es ist hier noch vorgesehen, dass der Behälterboden 7 des Aufnahmebehälters 3 vom
zweiten Ende 10 der Behälterwand 6 in Richtung auf das offene erste Ende 9 der Behälterwand
6 beabstandet angeordnet ist. Weiters ist der Behälterboden 7 ausgehend von der Behälterwand
6 in Richtung auf die Längsachse 11 sowie in Richtung auf das zweite Ende 10 der Behälterwand
6 abfallend ausgebildet. Damit kann eine Trichterwirkung erzielt werden, wodurch die
Stückgüter 2 hin zu dem im Zentrum, insbesondere in der Längsachse 11 verlaufend,
angeordneten Vereinzelungsteil 14 bevorzugt selbsttätig gelangen können.
[0034] Die zuvor beschriebene Aufnahmeöffnung 8 im Behälterboden 7 durchsetzt diesen in
einer parallelen Ausrichtung bezüglich der Längsachse 11.
[0035] Die Vereinzelungseinheit 4 umfasst zumindest einen Basisteil 13, einen Vereinzelungsteil
14 und eine Haltevorrichtung 15 für je ein Stückgut 2. Der Vereinzelungsteil 14 ist
rohrförmig ausgebildet und umfasst einen ersten Endbereich 16 und einen vom Basisteil
13 beabstandet angeordneten zweiten Endbereich 17. Der Vereinzelungsteil 14 ist mit
dem Basisteil 13 verbunden oder daran gehalten und ragt in paralleler Ausrichtung
bezüglich der Längsachse 11 vom Basisteil 13 auf. Bevorzugt können die beiden Teile,
gegebenenfalls mit der Haltevorrichtung 15 einen einstückigen Bauteil ausbilden. In
der gefügten Stellung des Aufnahmebehälters 3 mit der Vereinzelungseinheit 4 ist der
Vereinzelungsteil 14 in der Aufnahmeöffnung 8 des Behälterbodens 7 aufgenommen. Weiters
ragt der Vereinzelungsteil 14 zumindest teilweise in den Aufnahmeraum 12 hinein.
[0036] Die Vereinzelungseinheit 4 und der Aufnahmebehälter 3 sind relativ zueinander in
Richtung der Längsachse 11 von einer zusammengeschobenen Grundstellung in eine weiter
voneinander distanzierte Selektierstellung verlagerbar. Dazu kann der Vereinzelungsteil
14 in der Aufnahmeöffnung 8 und gegebenenfalls in einem am Behälterboden 7 angeordneten
Führungsansatz 18 geführt sein. Der Führungsansatz 18 ragt bevorzugt auf die vom Aufnahmeraum
12 abgewendete Seite oder Richtung vom Behälterboden 7 in Richtung auf den Basisteil
13 vor.
[0037] Die Haltevorrichtung 15 dient dazu, ein aus der Stückgutanzahl selektiertes Stückgut
2 im zweiten Endbereich 17 des Vereinzelungsteils 14 bis zum Abgabevorgang aus der
Vereinzelungsvorrichtung 1 positioniert zu halten. Dazu umfasst die Haltevorrichtung
15 zumindest ein Halteelement 19. Das zumindest eine Halteelement 19 ist an einer
Innenfläche 20 des rohrförmig ausgebildeten Vereinzelungsteils 14 daran angeordnet
oder ausgebildet. Weiters ragt das zumindest eine Halteelement 19 von der Innenfläche
20 in Richtung auf die Längsachse 11 vor. Damit kann der lichte Querschnitt des rohrförmig
ausgebildeten Vereinzelungsteils 14 soweit verkleinert werden, dass ein Stück des
Stückguts 2 in Richtung auf den Behälterdeckel 5 verlagert werden kann. Weiters kann
das zumindest eine Halteelement 19 von einem Stirnende 21 des Vereinzelungsteils 14
in Richtung auf den ersten Endbereich 16 beabstandet angeordnet sein.
[0038] Um eine gleichmäßigere, bessere Rückhalterung und positionierte Anordnung eines Stücks
des Stückguts 2 bis zu dessen Abgabevorgang zu erzielen, können auch mehrere Halteelemente
19 vorgesehen sind, welche über den Umfang des Vereinzelungsteils 14 verteilt angeordnet
sein können.
[0039] Um ein unbeabsichtigtes, vollständiges Auseinanderziehen von Aufnahmebehälter 3 und
Vereinzelungseinheit 4 zu vermeiden, kann die Vereinzelungseinheit 4 zumindest ein
Anschlagelement 22, bevorzugt jedoch mehrere Anschlagelemente 22, umfassen. Das Anschlagelement
22 kann oder die Anschlagelemente 22 können am Vereinzelungsteil 14 angeordnet oder
ausgebildet sein und eine Außenfläche 23 des Vereinzelungsteils 14 auf die von der
Längsachse 11 abgewendete Seite überragen.
[0040] Zur Erzielung einer ausreichend sicheren Halterung bis zur Abgabe und weiters eine
kontrollierte Abgabe eines aus der Menge selektierten Stückguts 2 zu gewährleisten,
kann das oder können die zuvor beschriebenen Halteelemente 19 elastisch verformbar
ausgebildet sein.
[0041] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist jedoch vorgesehen, dass der Vereinzelungsteil
14 mehrere Haltearme 24 umfasst oder diese ausbildet und die Haltearme 24 im zweiten
Endbereich 17 des Vereinzelungsteils 14 angeordnet oder ausgebildet sind. Dabei sind
die Haltearme 24 bevorzugt gleichmäßig über den Umfang des Vereinzelungsteils 14 verteilt
angeordnet. Je nach Querschnittsform des rohrförmigen Vereinzelungsteils 14 kann die
Anordnung sowie Anzahl der Haltearme 24 frei gewählt werden. Die Querschnittsform
des Vereinzelungsteils 14 kann z.B. kreisrund, elliptisch, mehreckig oder dergleichen
gewählt werden. Weiters kann bevorzugt in jedem Endabschnitt eines jeden Haltearms
24 auch ein Halteelement 19 angeordnet oder ausgebildet sein. Die Halteelemente 19
können dabei jeweils Bestandteil der Haltearme 24 sein und starr daran ausgebildet
sein. In Umfangsrichtung gesehen ist zwischen unmittelbar benachbart angeordneten
Haltearmen 24 jeweils ein Schlitz oder eine Freistellung ausgebildet oder angeordnet.
Aufgrund der elastischen Eigenschaften des Werkstoffs, insbesondere des Vereinzelungsteils
14, bilden die Haltearme 24 selbsttätig rückstellbare Federarme aus. In der unverformten
Haltestellung weisen die Haltearme 24 eine parallele Ausrichtung bezüglich der Längsachse
11 auf.
[0042] Der rohrförmig ausgebildete Vereinzelungsteil 14 bildet in seinem Inneren einen Ausgabekanal
25 für das zu vereinzelnde Stückgut 2. Grundsätzlich ist der Vereinzelungsteil 14
bis auf die vorragenden Halteelemente 19, welche auch als Arretierelemente bezeichnet
werden können, zwischen den beiden Endbereichen 16, 17 durchgängig offen ausgebildet.
Bevorzugt ist der lichte innere Querschnitt zwischen den beiden Endbereichen 16, 17
gleich ausgebildet.
[0043] Der Ausgabekanal 25 dient dazu, das selektierte Stückgut 2 nach der Freigabe von
der Haltevorrichtung 15 im Bodenbereich der Vereinzelungsvorrichtung 1 an eine Bedienperson
abzugeben. Dazu mündet der vom Vereinzelungsteil 14 gebildete Ausgabekanal 25 auf
einer vom Behälterboden 7 des Aufnahmebehälters 3 abgewendeten Seite des Basisteils
13 der Vereinzelungseinheit 4 ins Freie. Weiters kann noch vorgesehen sein, dass nur
der Ausgabekanal 25 an seinem freien offenen Endbereich 16, welcher das Ausgabeende
bildet, oder der gesamte bodenseitige Abschnitt des Basisteils 13 und somit die Vereinzelungseinheit
4 mit einer Verschlussvorrichtung 38 verschließbar ist, welche auch als Verschlusselement
bezeichnet werden kann. Die Verschlussvorrichtung 38 kann z.B. durch einen Deckel,
eine Schwenkklappe, eine Kappe oder auch ein abziehbares Etikett oder dergleichen
gebildet sein.
[0044] Es ist nur in der Fig. 2 beispielhaft ein Etikett als Verschlussvorrichtung 38 angedeutet,
welches auch gleichzeitig ein Originalitätsanzeigemittel darstellen kann. Die als
Etikett ausgebildete Verschlussvorrichtung 38 kann auch als Hygieneschutzelement dienen.
So kann die Verschlussvorrichtung 38 z.B. den gesamten Bodenabschnitt der Vereinzelungseinheit
4, insbesondere deren Basisteil 13, oder nur den freien offenen Endbereich 16 des
Ausgabekanals 25 abdecken. Als Abziehhilfe kann eine Betätigungslasche vorgesehen
sein. Die Befestigung kann mittels Siegeln, Kleben oder einem anderen Verbindungsvorgang
erfolgen. Ist einmal die Verbindungsstelle der als Etikett ausgebildeten Verschlussvorrichtung
38 zumindest teilweise aufgetrennt und somit teilweise geöffnet, stellt dies einen
eindeutigen Hinweis für einen Verbraucher dar, dass die Vereinzelungsvorrichtung 1
sich nicht mehr im Originalzustand befindet und der Inhalt, insbesondere das Stückgut
2, nach dem Verschließen mit der äußeren Umgebungsluft in Kontakt gekommen ist und
so möglicherweise Verunreinigungen in den Aufnahmeraum 12 eingedrungen sein können.
[0045] Um in der zusammengeschobenen, kompakten Grundstellung zwischen der Behälterwand
6 des Aufnahmebehälters 3 und dem Basisteil 13 der Vereinzelungseinheit 4 eine gegenseitige
Zentrierung und Ausrichtung zu erzielen, umfasst der Basisteil 13 eine im Axialschnitt
gesehen gestuft ausgebildete Umfangswand 26. So umfasst die Umfangswand 26 einen ersten
Umfangswandabschnitt 27, einen zweiten Umfangswandabschnitt 28 und eine die beiden
Umfangswandabschnitte 27, 28 miteinander verbindende Verbindungswand 29. Die Verbindungswand
29 bildet die Stufe aus, wobei ausgehend von dieser die beiden Umfangswandabschnitte
27, 28 in einer zueinander entgegengesetzten Ausrichtung von der Verbindungswand 29
vorragen. Der erste Umfangswandabschnitt 27 weist eine Außenabmessung 30 auf, welche
gleich oder geringfügig kleiner ausgebildet ist als eine Innenabmessung 31 der Behälterwand
6 in ihrem zweiten Ende 10. Bei Aufstellung der Vereinzelungsvorrichtung 1 auf einer
horizontal ausgerichteten Aufstellfläche weist die Längsachse 11 eine lotrechte Ausrichtung
bezüglich dieser auf. In dieser Stellung bildet der zweite Umfangswandabschnitt 28
an seinem von der Haltevorrichtung 15 abgewendeten Ende eine Aufstellbasis für die
gesamte Vereinzelungsvorrichtung 1 aus. Zur Vergrößerung der Aufstellbasis kann noch
ein Basisflansch 39 vorgesehen sein, welcher in radialer Richtung von der Umfangswand
26 vorragend ausgebildet ist. Der Basisflansch 39 kann auch noch dazu dienen, eine
Verbindungsfläche für die zuvor beschriebene Verschlussvorrichtung 38 zu bilden, insbesondere
wenn diese als Etikett ausgebildet ist.
[0046] Der Basisteil 13 umfasst weiters eine Bodenwand 32, welche mit der Umfangswand 26
verbunden ist. Bevorzugt ist die Bodenwand 32 im Bereich der Verbindungswand 29 mit
der Umfangswand 26 verbunden. Weiters ist der Vereinzelungsteil 14 ebenfalls mit der
Bodenwand 32 verbunden und ragt von dieser in Richtung der Längsachse 11 auf.
[0047] Der Behälterdeckel 5 dient zum bedarfsweise Verschließen des offenen ersten Endes
9 des Aufnahmebehälters 3 und umfasst eine Deckelwand 33. Zwischen dem offenen ersten
Ende 9 des Aufnahmebehälters 3 und dem Behälterdeckel 5 kann auch noch eine Verbindungsanordnung
34 vorgesehen sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist diese durch eine Schnappverbindung
oder Rastverbindung gebildet. Es könnte aber auch eine Gewindeanordnung, ein Bajonettverschluss
oder dergleichen eingesetzt werden.
[0048] Wie zuvor beschrieben, ist der Aufnahmebehälter 3 und die Vereinzelungseinheit 4
relativ zueinander in Richtung der Längsachse 11 verstellbar. Werden die beiden Bauteile
in die weiter voneinander distanzierte Selektierstellung verlagert, wird ein Stück
des Stückguts 2 im zweiten Endbereich 17 des Vereinzelungsteils 14 aufgenommen. Zur
Abgabe durch den Ausgabekanal 25 ist die Haltevorrichtung 15 zu lösen oder zu entriegeln,
um damit das Stückgut 2 freizugeben. Für diesen Vorgang der Freigabe und Abgabe sind
der Aufnahmebehälter 3 und die Vereinzelungseinheit 4 relativ zueinander derart zu
verlagern, dass die Vereinzelungseinheit 4 und damit auch das daran gehaltene Stückgut
2 in Richtung auf den Behälterdeckel 5 verstellt wird. Durch den Kontakt des Stückguts
2 mit dem Behälterdeckel 5 kann bereits das Stückgut 2 über die Halteelemente 19 in
Richtung des Basisteils 13 gedrückt werden, um in den Ausgabekanal 25 zu gelangen.
[0049] Um eine sichere Freigabe des Stückguts 2 zu erzielen, kann der Behälterdeckel 5 ein
Entriegelungselement 35 umfassen. Das Entriegelungselement 35 ist hier an der Deckelwand
33 sowie an jener dem Aufnahmeraum 12 zugewendeten Seite angeordnet oder ausgebildet.
Weiters befindet sich das Entriegelungselement 35 in einer zueinander fluchtenden
oder koaxialen Ausrichtung bezüglich des rohrförmigen Vereinzelungsteils 14. Ausgehend
von der Behälterwand 6 weist das Entriegelungselement 35 in paralleler Richtung bezüglich
der Längsachse 11 sowie in einer in normaler Ausrichtung bezüglich der Längsachse
11 ausgerichteten Ebene eine abnehmende Querschnittsabmessung auf. Somit bildet sich
ein Kegelstumpf oder Pyramidenstumpf oder dergleichen aus. Weiters weist das Entriegelungselement
35 an seiner dem Behälterboden 7 zugewendeten Seite eine Stirnwand mit einer Stirnfläche
36 auf, welche zur Kontaktierung mit dem abzugebenden Stückgut 2 vorgesehen ist. In
der zusammengeschobenen Grundstellung kann das Entriegelungselement 35 teilweise in
den zweiten Endbereich 17 des rohrförmig ausgebildeten Vereinzelungsteils 14 hineinragen
oder endet an diesem.
[0050] Weiters kann an der Deckelwand 33 des Behälterdeckels 5 im Umfangsbereich um das
Entriegelungselement 35 herum zumindest abschnittsweise eine Abweisschürze 37 angeordnet
oder ausgebildet sein. Diese kann dazu dienen, bei einem voll mit Stückgut 2 befüllten
Aufnahmebehälter 3 oder Aufnahmeraum 12 das Entriegelungselement 35 abzuschirmen und
eine sichere Vereinzelung sowie Abgabe zu ermöglichen. Die Abweisschürze 37 ragt ausgehend
von der Deckelwand 33 in Richtung auf den Behälterboden 7 vor. In radialer Richtung
ist zwischen dem Entriegelungselement 35 und der Abweisschürze 37 ein Abstand unter
Ausbildung eines Spaltes vorgesehen.
[0051] In den Fig. 4 bis 6 ist eine mögliche und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform
der Vereinzelungsvorrichtung 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 bis 3 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Fig. 1 bis 3 hingewiesen bzw. Bezug genommen. Der grundsätzliche
Aufbau der Vereinzelungsvorrichtung 1 entspricht jenem, wie dieser bereits zuvor beschrieben
worden ist. Es wurde hier der besseren Übersichtlichkeit halber auf die Darstellung
des Behälterdeckels 5 verzichtet. Weiters können alle zuvor beschriebenen Details
und Merkmale mit dieser hier beschriebenen Ausführungsform der Vereinzelungsvorrichtung
1 kombiniert werden.
[0052] Wie bereits zuvor als mögliche Variante angedeutet, ist bei dieser Ausführungsform
der Vereinzelungsvorrichtung 1 der Ausgabekanal 25 nicht unmittelbar bodenseitig im
Basisteil 13 und durchgängig geradlinig verlaufend ausgebildet, sondern der Ausgabekanal
25 weist im Axialschnitt gesehen, einen abgewinkelten oder gekrümmt verlaufenden Längsverlauf
auf. Damit mündet seine Ausgabeöffnung 40 in einem umfänglichen Seitenwandabschnitt
41 des Basisteils 13, welcher auch als Umfangswand oder Umfangswandabschnitt bezeichnet
werden. Befindet sich die Vereinzelungsvorrichtung 1 in der zusammengeschobenen Grundstellung,
mündet die Ausgabeöffnung 40 des Ausgabekanals 25 auch im hier unten dargestellten
zweiten Ende 10 der Behälterwand 6 des Aufnahmebehälters 3. In der Grundstellung ist
bereits die Entriegelung des selektierten Stückguts 2 aus der Haltevorrichtung 15
der Vereinzelungseinheit 4 erfolgt.
[0053] Die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Vereinzelungsvorrichtung 1 umfasst wiederum
den Aufnahmebehälter 3 mit der Behälterwand 6 und dem Behälterboden 7 mit der darin
befindlichen Aufnahmeöffnung 8. Die Vereinzelungseinheit 4 umfasst ihrerseits den
Basisteil 13 und den vom Basisteil 13 aufragend angeordneten Vereinzelungsteil 14.
Der Behälterdeckel 5 wurde nicht dargestellt und kann analog ausgebildet sein, wie
dies zuvor bereits beschrieben worden ist. Die Vereinzelungseinheit 4 umfasst weiters
die Haltevorrichtung 15 mit zumindest einem daran befindlichen Halteelement 19, welche
am Vereinzelungsteil 14 angeordnet oder ausgebildet sind. Das zumindest eine Halteelement
19 ist an der Innenfläche 20 des rohrförmig ausgebildeten Vereinzelungsteils 14 angeordnet
oder ausgebildet und ragt von der Innenfläche 20 in Richtung auf die Längsachse 11
vor.
[0054] Da zur Entriegelung des selektierten Stückguts 2 die Vereinzelungsvorrichtung 1 in
ihre zusammengeschobene Grundstellung zwischen dem Aufnahmebehälter 3 und der Vereinzelungseinheit
4 verstellt werden muss, ist zur seitlichen Abgabe oder Ausgabe des selektierten Stückguts
2 im bodenseitigen zweiten Ende 10 der Behälterwand 6 ein Durchbruch 42 oder eine
die Behälterwand 6 durchsetzende Ausnehmung vorzusehen. Dies deshalb, da der Basisteil
13 bei sich in der Grundstellung befindlicher Vereinzelungsvorrichtung 1 im bodenseitigen
zweiten Ende 10 des Aufnahmebehälters 3 innerhalb diesem aufgenommen ist. Als Originalitäts-Anzeigemittel
kann ein den Durchbruch 42 vor der Erstöffnung verschließendes oder abdeckendes Verschlusselement
43 vorgesehen sein. Das Verschlusselement 43 ist in der Fig. 4 noch dargestellt, wobei
dieses in der Fig. 5 bereits zur Freigabe des Durchbruchs 42 entfernt worden ist.
Anbindungsstellen sind noch ersichtlich.
[0055] Um eine Abdeckung der Ausgabeöffnung 40 bei der sich in der zusammengeschobenen Grundstellung
befindlichen Vereinzelungsvorrichtung 1 zu ermöglichen, kann noch eine relative zusätzliche
gegenseitige Verdrehbewegung zwischen dem Aufnahmebehälter 3 und der Vereinzelungseinheit
4 durchzuführen zu sein. Diese Verdrehbewegung oder Verschwenkbewegung um die Längsachse
11 ist in der Fig. 4 mit einem Doppelpfeil angedeutet. Der Doppelpfeil stellt die
Öffnungsbewegung und die Schließbewegung des Aufnahmebehälters 3 relativ bezüglich
der Vereinzelungseinheit 4 dar. Eine axiale Verschiebung zwischen den beiden Bauteilen
ist während der Verdrehbewegung noch nicht vorgesehen. Die verschwenkte Stellung,
bei welcher die Ausgabeöffnung 40 des Ausgabekanals 25 von der Behälterwand 6 abgedeckt
ist, wird als Verschlussstellung bezeichnet. Befinden sich die Ausgabeöffnung 40 und
der Durchbruch 42 in deren überdeckenden oder übergreifenden Stellung, wird diese
als die Grundstellung oder Ausgabestellung bezeichnet.
[0056] Befindet sich die Vereinzelungsvorrichtung 1 in ihrem ungeöffneten Originalzustand,
ist der Durchbruch 42 in der Behälterwand 6 noch vom dort entfernbar angeordneten
Verschlusselement 43 abgedeckt. Zusätzlich kann der Durchbruch 42 vor der Erstöffnung
noch umfänglich versetzt bezüglich der Ausgabeöffnung 40 des Ausgabekanals 25 angeordnet
sein. Am entfernbar an der Behälterwand 6 gehaltenen Verschlusselement 43 kann zwischen
diesem und dem Basisteil eine Arretiervorrichtung 49 vorgesehen sein, welche eine
Rotationsbewegung oder Drehbewegung um die Längsachse 11 bis zur Entriegelung derselben
verhindert. Die Arretiervorrichtung 49 ist am besten aus der Fig. 6 zu ersehen.
[0057] Nach dem Entfernen des Verschlusselements 43 werden die zusammenwirkenden Arretierelemente
der Arretiervorrichtung entriegelt und es kann die Ausgabeöffnung 40 des Ausgabekanals
25 mit dem Durchbruch 42 in eine einander zumindest bereichsweise überdeckende Lage
durch eine Schwenkbewegung um die Längsachse 11 verbracht werden. Ist dies erfolgt,
können die Vereinzelungseinheit 4 und der Aufnahmebehälter 3 gegeneinander in die
weiter voneinander befindliche Selektierstellung in Richtung der Längsachse relativ
zueinander verlagert werden, wie dies bereits zuvor beschrieben worden ist.
[0058] Um eine gegenseitige Längsverstellung der Vereinzelungseinheit 4 und des Aufnahmebehälters
3 noch vor der gegenseitigen Verdrehbewegung zwischen diesen Bauteilen zu verhindern,
kann noch eine Verriegelungsvorrichtung 44 vorgesehen sein. Die Verriegelungsvorrichtung
dient dazu, nur in einer vorbestimmten Stellung der Vereinzelungseinheit 4 und des
Aufnahmebehälters 3 zueinander, die relative Längsverstellung in Richtung der Längsachse
11 zu verhindern. Dazu ist außenseitig am rohrförmigen Vereinzelungsteil 14 zumindest
ein erstes Verriegelungselement 45 vorgesehen. Hier ist das zumindest eine erste Verriegelungselement
45 als Längssteg ausgebildet und erstreckt sich entlang des Vereinzelungsteils 14.
In der zusammengeschobenen Grundstellung liegt das zumindest eine erste Verriegelungselement
45 an der dem Aufnahmeraum 12 zugewendeten Seite des Behälterbodens 7 an oder endet
unmittelbar davor. Das zweite Verriegelungselement 46 ist hier durch den Behälterboden
7 gebildet.
[0059] Um die Längsverstellung in Richtung der Längsachse 11 hin in die Selektierstellung
durchführen zu können, ist zuerst eine relative Drehbewegung gemäß eingetragenem Doppelpfeil
- im vorliegenden Beispiel den Aufnahmebehälter 3 entgegen dem Uhrzeigersinn bezüglich
der als ortsfest betrachteten Vereinzelungseinheit 4 - durchzuführen. Ist dies erfolgt,
kommt das zumindest eine erste Verriegelungselement 45 in eine in Axialrichtung betrachtete
überdeckende Lage mit einer im Behälterboden 7 angeordneten oder ausgebildeten Durchsetzung
47. In dieser Stellung oder Position kann die Axialverstellung von der zusammengeschobenen
Grundstellung in die Selektierstellung durchgeführt werden. Nach erfolgtem Selektiervorgang
und dem nachfolgenden Abgabevorgang des Stückguts 2 aus dem Ausgabekanal 25 sind die
beiden Verriegelungselemente 45, 46 in ihre gegenseitige Verriegelungsstellung zu
verbringen. Dies erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel durch eine im Uhrzeigersinn
durchgeführte Dreh- oder Schwenkbewegung des Aufnahmebehälters 3 bezüglich der Vereinzelungseinheit
4.
[0060] Zur Erzielung einer sicheren und korrekten Ausrichtung zwischen der Vereinzelungseinheit
4 und dem Aufnahmebehälter 3 vor deren Fügevorgang zueinander, sind hier noch mehrere
Verriegelungselemente 45 vorgesehen. So sind hier zwei der Verriegelungselemente 45
unmittelbar in Umfangsrichtung nebeneinander und ein einzelnes derselben diametral
bezüglich der Längsachse 11 gegenüberliegend dazu angeordnet. Die zugehörigen Durchsetzungen
47 sind an die jeweilige äußere Umfangsabmessung der jeweiligen Verriegelungselemente
45 anzupassen. So können die beiden in Umfangsrichtung unmittelbar nebeneinander angeordneten
Verriegelungselemente 45 nur in jene Durchsetzung 47 mit der größeren Umfangsabmessung
eingesetzt werden.
[0061] Das zuvor beschriebene Anschlagelement 22, welches zur Begrenzung des Verstellwegs
zwischen dem Aufnahmebehälter 3 und der Vereinzelungseinheit 4 dient, ist hier am
zumindest einen ersten Verriegelungselement 45 angeordnet oder ausgebildet. Das Anschlagelement
22 ragt auf die von der Längsachse 11 abgewendete Seite vor und kommt in der vollständig
voneinander distanzierten Selektierstellung entweder mit dem Behälterboden 7 und/oder
einem in der Durchsetzung 47 angeordneten Vorsprung oder Ansatz 48 in Kontakt.
[0062] Um bei der in den Fig. 4 bis 6 beschriebenen Vereinzelungsvorrichtung 1, in welcher
ebenfalls in deren Aufnahmeraum 12 eine Mehrzahl von zu vereinzelnden Stückgütern
2 aufgenommen sind, einen Selektiervorgang durchführen zu können, ist zuerst das den
Durchbruch 42 in der Behälterwand 6 verschließende Verschlusselement 43 zu entfernen.
Da an der dem Basisteil 13 zugewendeten Seite des Verschlusselements 43 eine mit dem
Basisteil 13 zusammenwirkende Arretiervorrichtung vorgesehen ist, kann bis zum Entfernen
des Verschlusselements 43 auch keine relative Dreh- oder Schwenkbewegung zwischen
dem Aufnahmebehälter 3 und der Vereinzelungseinheit 4 um die Längsachse 11 durchgeführt
werden. Die Arretiervorrichtung stellt damit eine Originalitäts-Sicherungsvorrichtung
dar. Die Arretiervorrichtung kann eine Drehbewegung in beide Drehrichtungen unterbinden
oder nur eine Drehrichtung sperren und mit der später noch beschriebenen Begrenzungsvorrichtung
50 zusammenwirken, welche in der Verschlussstellung eine gegenläufig Drehrichtung
verhindert. Eine relative Verstellbewegung zwischen dem Aufnahmebehälter 3 und der
Vereinzelungseinheit 4 in Richtung der Längsachse 11 ist noch durch die Verriegelungsvorrichtung
44 mit ihren zusammenwirkenden Verriegelungselementen 45, 46 unterbunden.
[0063] Wurde das Verschlusselement 43 entfernt und damit der Durchbruch 42 freigegeben,
kann die relative Dreh- oder Schwenkbewegung zwischen dem Aufnahmebehälter 3 und der
Vereinzelungseinheit 4 um die Längsachse 11 durchgeführt werden. Ist dies erfolgt,
befinden sich der Durchbruch 42 und die Ausgabeöffnung 40 des Ausgabekanals 25 in
einer zum überwiegenden Anteil einander überdeckenden Lage. Weiters befinden sich
in dieser Stellung auch die zuvor noch zusammenwirkenden Verriegelungselementen 45,
46 der Verriegelungsvorrichtung 44 außer Eingriff und es kann der Selektiervorgang
begonnen und durchgeführt werden. Dabei werden der Aufnahmebehälter 3 und die Vereinzelungseinheit
4 in Richtung der Längsachse 11 in die weiter voneinander distanziert angeordnete
Selektierstellung relativ zueinander verlagert. Ist ein Stückgut 2 am Vereinzelungsteil
14 und der dort befindlichen Haltevorrichtung 15 positioniert gehalten, kann der Abgabevorgang
durchgeführt werden. Durch das Zusammenschieben in die Grundstellung wird das selektierte
Stückgut 2 gegen den Behälterdeckel 5 gedrückt und bei Kontakt mit diesem, insbesondere
dessen Entriegelungselement 35, erfolgt die Freigabe des selektierten Stückguts 2
von der Haltevorrichtung 15 und wird dieses durch den Ausgabekanal 25 der Vereinzelungsvorrichtung
1 abgegeben. In der zusammengeschobenen Grundstellung ist anschließend eine erneute
Dreh- oder Schwenkbewegung zwischen dem Aufnahmebehälter 3 und der Vereinzelungseinheit
4 um die Längsachse 11 durchzuführen, um die Verriegelungselemente 45, 46 der Verriegelungsvorrichtung
44 wieder miteinander in Eingriff zu bringen. In dieser Stellung deckt auch ein Teilabschnitt
der Behälterwand 6 des Aufnahmebehälters 3 die seitlich bzw. umfänglich angeordnete
Ausgabeöffnung 40 des Ausgabekanals 25 ab.
[0064] Wie nun noch besser aus der Fig. 6 zu ersehen ist, befindet sich hier die Vereinzelungsvorrichtung
1 in deren ungeöffneten Originalzustand und damit in der Verschlussstellung. Zuerst
ist das Verschlusselement 43 von der Behälterwand 6 abzutrennen. Damit wird die zuvor
beschriebene relative Dreh- oder Schwenkbewegung um die Längsachse 11 zwischen dem
Aufnahmebehälter 3 und der Vereinzelungseinheit 4 erst möglich, da die zusammenwirkenden
Arretierelemente der Arretiervorrichtung außer Eingriff kommen. Zur Begrenzung des
Verschwenkwinkels bzw. des Verschwenkwegs um die Längsachse 11 kann noch zumindest
eine Begrenzungsvorrichtung 50 vorgesehen sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind zwei diametral einander gegenüberliegende Begrenzungsvorrichtungen 50 vorgesehen.
Am Basisteil 13 der Vereinzelungseinheit 4 ist bei der Begrenzungsvorrichtung 50 ein
Begrenzungsanschlag 51 ausgebildet, welcher den Basisteil 13 in radialer Richtung
überragt. Ein zusätzliches Abdeckelement 52 kann sich in Umfangsrichtung ausgehend
vom Begrenzungsanschlag 51 in Umfangsrichtung erstrecken. Zwischen dem Abdeckelement
52 und dem Basisteil 13 ist ein Radialspalt ausgebildet, in welchem die Behälterwand
6 aufgenommen ist. In der Behälterwand 6 ist eine Aussparung 53 vorgesehen, in welche
der Begrenzungsanschlag 51 hineinragt. Die Aussparung 53 ist bodenseitig in der Behälterwand
6 angeordnet oder ausgebildet. Der mögliche Verschwenkweg des Begrenzungsanschlags
51 innerhalb der Aussparung 53 in der Behälterwand 6 ist mit einem Maßpfeil kotiert.
Bezogen auf die Behälterwand 6 ist jedoch eine zum Maßpfeil gegenläufige Drehrichtung
zu wählen.
[0065] Um dem Benutzer zumindest das Erreichen der ordnungsgemäßen Verschlussstellung am
Ende des Verschwenkwegs auch akustisch signalisieren zu können, kann eine erste Signalisierungsvorrichtung
54 vorgesehen sein. Die erste Signalisierungsvorrichtung 54 umfasst zumindest ein
erstes Signalisierungselement 55, welches am Basisteil angeordnet ist und den Basisteil
13 in radialer Richtung hin auf die Behälterwand 6 überragt. An der Behälterwand 6
ist zumindest ein zweites Signalisierungselement 56 vorgesehen, welches von der Behälterwand
6 in Richtung auf die Längsachse 11 vorragend angeordnet oder ausgebildet ist. In
der gezeigten Verschlussstellung befindet sich das erste Signalisierungselement 55
bezogen auf die Drehrichtung des Aufnahmebehälters 3 (hier im Uhrzeigersinn) mit dem
dort befindlichen zweiten Signalisierungselement 56 gegenüber der als ortsfest angenommenen
Vereinzelungseinheit 4 vorgeordnet. In der Grundstellung oder Ausgabestellung ist
jedoch das erste Signalisierungselement 55 bezogen auf die Drehrichtung des Aufnahmebehälters
3 für die Drehrichtung in die Verschlussstellung diesem nachgeordnet.
[0066] Wird der Aufnahmebehälter 3 von seiner Grundstellung oder Ausgabestellung in die
Verschlussstellung gemäß dem eingetragenen Richtungspfeil zurückverschwenkt, wird
das zweite Signalisierungselement 56 des Aufnahmebehälters 3 in Umfangsrichtung hier
entgegen dem Uhrzeigersinn an dem als ortsfest angesehenen ersten Signalisierungselement
55 vorbeibewegt und dabei die Behälterwand 6 minimal in radialer Richtung aufgeweitet.
Um einen "klick"-Effekt zu erzielen, kann auch noch ein drittes Signalisierungselement
57 am Basisteil 13 vorgesehen sein, welches in der Verschlussstellung sowie in Umfangsrichtung
gesehen auf der dem zweiten Signalisierungselement 56 zugewendeten Seite des ersten
Signalisierungselements 55 sowie beabstandet von diesem angeordnet ist.
[0067] Sind sowohl das erste Signalisierungselement 55 als auch das dritte Signalisierungselement
57 am Basisteil 13 vorgesehen, kommt bei der Öffnungsbewegung gemäß dem eingetragenen
Richtungspfeil das zweite Signalisierungselement 56 zuerst mit dem dritten Signalisierungselement
57 in Kontakt, wird dann an diesem in Umfangsrichtung vorbeibewegt, wobei dann das
zweite Signalisierungselement 56 zwischen dem dritten und dem ersten Signalisierungselement
57, 55 angeordnet ist. Bei weiterer Verdrehbewegung wird das zweite Signalisierungselement
56 auch am ersten Signalisierungselement 55 vorbeibewegt. Bei der Rückstellbewegung
erfolgt der dazu gegenläufige Verstellvorgang.
[0068] Es ist auch noch möglich, eine zweite Signalisierungsvorrichtung 58 vorzusehen, welche
ebenfalls zusammenwirkende, jedoch nicht mehr näher bezeichnete Signalisierungselemente
umfasst. Die zweite Signalisierungsvorrichtung 58 kann dazu dienen, nach der Durchführung
des Verdrehvorgangs ausgehend von der Verschlussstellung in die Grundstellung oder
Ausgabestellung das Erreichen derselben dem Benutzer zu signalisieren. Anschließend
kann der Selektiervorgang durchgeführt werden.
[0069] Das Verfahren zur Vereinzelung eines Stücks aus einer Stückgutanzahl von im Aufnahmeraum
12 aufgenommen Stückgütern 2 kann insbesondere unter Verwendung einer der zuvor beschriebenen
Vereinzelungsvorrichtungen 1 durchgeführt werden. Bevorzugt werden dabei stets Stückgüter
2 mit den zueinander gleichen Abmessungen und/oder Raumformen im Aufnahmeraum 12 zur
Vereinzelung derselben aufgenommen, wobei zumindest folgende Schritte zur Abgabe eines
Stücks vorgesehen sein können:
- Bereitstellen des Aufnahmebehälters 3 mit
- der Behälterwand 6, wobei sich die Behälterwand 6 von dem offenen ersten Ende 9 zu
dem zweiten Ende 10 erstreckt und die Längsachse 11 definiert,
- dem Behälterboden 7, wobei der Behälterboden 7 gemeinsam mit der Behälterwand 6 den
Aufnahmeraum 12 für das Stückgut 2 umgrenzt, und mit
- der Aufnahmeöffnung 8, wobei die Aufnahmeöffnung 8 den Behälterboden 7 in paralleler
Ausrichtung bezüglich der Längsachse 11 durchsetzt,
- Bereitstellen der Vereinzelungseinheit 4 mit
- dem Basisteil 13,
- dem Vereinzelungsteil 14, wobei der Vereinzelungsteil 14 rohrförmig ausgebildet ist
und den ersten Endbereich 16 und den vom Basisteil 13 beabstandet angeordneten zweiten
Endbereich 17 umfasst, wobei der Vereinzelungsteil 14 in paralleler Ausrichtung bezüglich
der Längsachse 11 vom Basisteil 13 aufragt sowie an diesem gehalten ist, und mit
- der Haltevorrichtung 15 mit dem zumindest einen Halteelement 19, wobei das zumindest
eine Halteelement 19 der Haltevorrichtung 15 im Bereich des zweiten Endbereichs 17
des Vereinzelungsteils 14 angeordnet ist, und das zumindest eine Halteelement 19 an
der Innenfläche 20 des rohrförmig ausgebildeten Vereinzelungsteils 14 angeordnet oder
ausgebildet ist und von der Innenfläche 20 in Richtung auf die Längsachse 11 vorragt,
wobei der rohrförmig ausgebildete Vereinzelungsteil 14 den Ausgabekanal 25 für das
zu vereinzelnde Stückgut 2 bildet,
- Zusammenbauen oder Fügen des Aufnahmebehälters 3 mit der Vereinzelungseinheit 4, wobei
dabei der Vereinzelungsteil 14 der Vereinzelungseinheit 4 in der Aufnahmeöffnung 8
des Behälterbodens 7 aufgenommen wird, und zumindest teilweise in den Aufnahmeraum
12 hineinragt,
- wobei die Vereinzelungseinheit 4 und der Aufnahmebehälter 3 derart ausgebildet und
aneinander geführt sind, dass die Vereinzelungseinheit 4 und der Aufnahmebehälter
3 relativ zueinander in Richtung der Längsachse 11 von einer zusammengeschobenen Grundstellung
in eine weiter voneinander distanzierte Selektierstellung verlagerbar sind,
- Bereitstellen des zu vereinzelnden Stückguts 2 und Einbringen des Stückguts 2 in Aufnahmeraum
12,
- Bereitstellen des Behälterdeckels 5 mit einer Deckelwand 33, anschließende verschließen
des offenen ersten Endes 9 der Behälterwand 6 durch Anordnen und Halten des Behälterdeckels
5 am offenen ersten Ende 9 der Behälterwand 6 des Aufnahmebehälters 3,
- Verlagern der Vereinzelungseinheit 4 und des Aufnahmebehälter 3 relativ zueinander
in Richtung der Längsachse 11 von der zusammengeschobenen Grundstellung in die weiter
voneinander distanzierte Selektierstellung,
- Aufnehmen eines Stücks des Stückguts 2 im zweiten Endbereich 17 des Vereinzelungsteils
14 und positioniertes Halten des aufgenommenen Stücks mittels der Haltevorrichtung
15,
- Zusammenschieben der Vereinzelungseinheit 4 und des Aufnahmebehälters 3 relativ zueinander
ausgehend von der Selektierstellung in Richtung auf den Behälterdeckel 5 hin zu einer
Vereinzelungsstellung,
- Entriegeln der Haltevorrichtung 15 in der Vereinzelungsstellung und Abgabe des einen
von der Haltevorrichtung 15 gehaltenen Stücks durch den Ausgabekanal 25.
[0070] Durch die am Beginn in gegensinniger Verstellrichtung zueinander durchgeführte Verstellbewegung
der Vereinzelungseinheit 4 und des Aufnahmebehälters 3 wird der zweite Endbereich
17 des Vereinzelungsteils 14 in Richtung des Behälterbodens 7 verlagert. Dadurch kann
im zweiten Endbereich 17 an der dort befindlichen Haltevorrichtung 15 ein Stückgut
2 aufgenommen und solange gehalten werden, bis die Freigabe von der Haltevorrichtung
15 erfolgt. Durch die nachfolgende Verstellbewegung in der aufeinander zugerichtete
Verstellrichtung wird das Stückgut 2 bis an den Behälterdeckel 5 herangeführt und
bei einem Kontakt mit diesem, insbesondere bei einem Kontakt mit dem Entriegelungselement
35, aus der Haltevorrichtung 15 herausgedrückt und es erfolgt die Abgabe durch den
Ausgabekanal 25 und wird somit aus- oder abgegeben.
[0071] Einzelne oder auch alle der zuvor beschriebenen Bauteile oder Bauteilkomponenten
können aus einem Kunststoffmaterial oder Kunststoffwerkstoff gebildet sein. Die Herstellung
kann z.B. in einem Spritzgussprozess, mittels Extrusionsblasen, Spritzstreckblasen
oder Tiefziehvorgang erfolgen. Es wären aber auch Werkstoffe denkbar, welche in einem
der zuvor genannten Herstellverfahren verarbeitbar sind, aber z.B. aus einem biologisch
abbaubaren Material oder einer Materialmischung daraus bestehen.
[0072] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle
bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf
diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0073] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen
aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können
für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen
Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
[0074] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0075] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
| 1 |
Vereinzelungsvorrichtung |
30 |
Außenabmessung |
| 2 |
Stückgut |
31 |
Innenabmessung |
| 3 |
Aufnahmebehälter |
32 |
Bodenwand |
| 4 |
Vereinzelungseinheit |
33 |
Deckelwand |
| 5 |
Behälterdeckel |
34 |
Verbindungsanordnung |
| 6 |
Behälterwand |
35 |
Entriegelungselement |
| 7 |
Behälterboden |
36 |
Stirnfläche |
| 8 |
Aufnahmeöffnung |
37 |
Abweisschürze |
| 9 |
erstes Ende |
38 |
Verschlussvorrichtung |
| 10 |
zweites Ende |
39 |
Basisflansch |
| 11 |
Längsachse |
40 |
Ausgabeöffnung |
| 12 |
Aufnahmeraum |
41 |
Seitenwandabschnitt |
| 13 |
Basisteil |
42 |
Durchbruch |
| 14 |
Vereinzelungsteil |
43 |
Verschlusselement |
| 15 |
Haltevorrichtung |
44 |
Verriegelungsvorrichtung |
| 16 |
erster Endbereich |
45 |
erstes Verriegelungselement |
| 17 |
zweiter Endbereich |
46 |
zweites Verriegelungselement |
| 18 |
Führungsansatz |
47 |
Durchsetzung |
| 19 |
Halteelement |
48 |
Ansatz |
| 20 |
Innenfläche |
49 |
Arretiervorrichtung |
| 21 |
Stirnende |
50 |
Begrenzungsvorrichtung |
| 22 |
Anschlagelement |
51 |
Begrenzungsanschlag |
| 23 |
Außenfläche |
52 |
Abdeckelement |
| 24 |
Haltearm |
53 |
Aussparung |
| 25 |
Ausgabekanal |
54 |
erste Signalisierungsvorrichtung |
| 26 |
Umfangswand |
55 |
erstes Signalisierungselement |
| 27 |
erster Umfangswandabschnitt |
56 |
zweites Signalisierungselement |
| 28 |
zweiter Umfangswandabschnitt |
57 |
drittes Signalisierungselement |
| 29 |
Verbindungswand |
58 |
zweite Signalisierungsvorrichtung |
1. Vereinzelungsvorrichtung (1) für Stückgut (2), umfassend
- einen Aufnahmebehälter (3) mit
- einer Behälterwand (6), welche Behälterwand (6) sich von einem offenen ersten Ende
(9) zu einem zweiten Ende (10) erstreckt und eine Längsachse (11) definiert,
- einem Behälterboden (7), welcher Behälterboden (7) gemeinsam mit der Behälterwand
(6) einen Aufnahmeraum (12) für das Stückgut (2) umgrenzt, und mit
- einer Aufnahmeöffnung (8), wobei die Aufnahmeöffnung (8) den Behälterboden (7) in
paralleler Ausrichtung bezüglich der Längsachse (11) durchsetzt,
- eine Vereinzelungseinheit (4) mit
- einem Basisteil (13) und
- einem Vereinzelungsteil (14), wobei der Vereinzelungsteil (14) rohrförmig ausgebildet
ist und einen ersten Endbereich (16) und einen vom Basisteil (13) beabstandet angeordneten
zweiten Endbereich (17) umfasst, und der Vereinzelungsteil (14) in paralleler Ausrichtung
bezüglich der Längsachse (11) vom Basisteil (13) aufragt sowie an diesem gehalten
ist, und wobei der Vereinzelungsteil (14) in der Aufnahmeöffnung (8) des Behälterbodens
(7) aufgenommen ist, sowie zumindest teilweise in den Aufnahmeraum (12) hineinragt,
- einen Behälterdeckel (5), welcher Behälterdeckel (5) eine Deckelwand (33) umfasst
und am offenen ersten Ende (9) der Behälterwand (6) des Aufnahmebehälters (3) angeordnet
und daran mittels einer Verbindungsanordnung (34) gehalten ist, und
- wobei die Vereinzelungseinheit (4) und der Aufnahmebehälter (3) relativ zueinander
in Richtung der Längsachse (11) von einer zusammengeschobenen Grundstellung in eine
weiter voneinander distanzierte Selektierstellung verlagerbar sind, und wobei in der
Selektierstellung ein Stück aus dem zu vereinzelnden Stückgut (2) im zweiten Endbereich
(17) des Vereinzelungsteils (14) anordenbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Vereinzelungseinheit (4) weiters eine Haltevorrichtung (15) mit zumindest einem
Halteelement (19) umfasst,
- dass das zumindest eine Halteelement (19) der Haltevorrichtung (15) im Bereich des zweiten
Endbereichs (17) des Vereinzelungsteils (14) angeordnet ist,
- dass das zumindest eine Halteelement (19) an einer Innenfläche (20) des rohrförmig ausgebildeten
Vereinzelungsteils (14) angeordnet oder ausgebildet ist und von der Innenfläche (20)
in Richtung auf die Längsachse (11) vorragt, und
- dass der rohrförmig ausgebildete Vereinzelungsteil (14) einen Ausgabekanal (25) für das
zu vereinzelnde Stückgut (2) bildet.
2. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Halteelement (19) von einem Stirnende (21) des Vereinzelungsteils
(14) in Richtung auf den ersten Endbereich (16) beabstandet angeordnet ist.
3. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Halteelemente (19) vorgesehen sind und die Halteelemente (19) über den Umfang
des Vereinzelungsteils (14) verteilt angeordnet sind.
4. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelungseinheit (4) weiters zumindest ein Anschlagelement (22) umfasst,
welches zumindest eine Anschlagelement (22) am Vereinzelungsteil (14) angeordnet oder
ausgebildet ist und eine Außenfläche (23) des Vereinzelungsteils (14) auf die von
der Längsachse (11) abgewendete Seite überragt.
5. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vereinzelungsteil (14) mehrere Haltearme (24) umfasst und die Haltearme (24)
im zweiten Endbereich (17) des Vereinzelungsteils (14) angeordnet oder ausgebildet
sind.
6. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltearme (24) über den Umfang des Vereinzelungsteils (14) verteilt angeordnet
sind und jeder der Haltearme (24) in seiner unverformten Haltestellung eine parallele
Ausrichtung bezüglich der Längsachse (11) aufweist.
7. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Vereinzelungsteil (14) gebildete Ausgabekanal (25) auf einer vom Behälterboden
(7) des Aufnahmebehälters (3) abgewendeten Seite des Basisteils (13) der Vereinzelungseinheit
(4) ins Freie mündet.
8. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisteil (13) weiters eine Bodenwand (32) umfasst und der Vereinzelungsteil
(14) mit der Bodenwand (32) verbunden ist sowie von dieser aufragt.
9. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterboden (7) des Aufnahmebehälters (3) vom zweiten Ende (10) der Behälterwand
(6) in Richtung auf das offene erste Ende (9) der Behälterwand (6) beabstandet angeordnet
ist und von der Behälterwand (6) in Richtung auf die Längsachse (11) sowie das zweite
Ende (10) abfallend ausgebildet ist.
10. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterdeckel (5) weiters ein Entriegelungselement (35) umfasst, wobei das Entriegelungselement
(35) an der Deckelwand (33) sowie an jener dem Aufnahmeraum (12) zugewendeten Seite
angeordnet oder ausgebildet ist und in einer zueinander fluchtenden Ausrichtung bezüglich
des rohrförmigen Vereinzelungsteils (14) angeordnet ist.
11. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (35) ausgehend von der Behälterwand (6) in paralleler Richtung
bezüglich der Längsachse (11) eine abnehmende Querschnittsabmessung in einer in normaler
Ausrichtung bezüglich der Längsachse (11) ausgerichteten Ebene aufweist.
12. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Entriegelungselement (35) in der zusammengeschobenen Grundstellung im zweiten
Endbereich (17) endet oder teilweise in den zweiten Endbereich (17) des rohrförmig
ausgebildeten Vereinzelungsteils (14) hineinragt.
13. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterdeckel (5) weiters eine Abweisschürze (37) umfasst, welche Abweisschürze
(37) zumindest abschnittsweise das Entriegelungselement (35) umgibt und in einer radialen
Distanz vom Entriegelungselement (35) angeordnet ist.
14. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verriegelungsvorrichtung (44) mit zumindest einem ersten Verriegelungselement
(45) und zumindest einem damit in der Verriegelungsstellung zusammenwirkenden zweiten
Verriegelungselement (46) zwischen der Vereinzelungseinheit (4) und dem Aufnahmebehälter
(3) vorgesehen ist, sodass in der Verriegelungsstellung eine Axialverstellung von
der zusammengeschobenen Grundstellung in die Selektierstellung von der Verriegelungsvorrichtung
(44) verhindert ist.
15. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgabekanal (25) in einer in einem umfänglichen Seitenwandabschnitt (41) des
Basisteils (13) angeordnet Ausgabeöffnung (40) ins Freie mündet.
16. Vereinzelungsvorrichtung (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Durchbruch (42) in der Behälterwand (6) des Aufnahmebehälters (3) im Bereich
des bodenseitigen zweiten Endes (10) angeordnet ist und der Durchbruch (42) für die
Ausgabe des Stückguts (2) in eine überdeckende Lage mit der Ausgabeöffnung (40) des
Ausgabekanals (25) bringbar ist.
17. Verfahren zur Vereinzelung eines Stücks aus einer Stückgutanzahl, insbesondere unter
Verwendung einer Vereinzelungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassen folgende Schritte:
- Bereitstellen eines Aufnahmebehälters (3) mit
- einer Behälterwand (6), welche Behälterwand (6) sich von einem offenen ersten Ende
(9) zu einem zweiten Ende (10) erstreckt und eine Längsachse (11) definiert,
- einem Behälterboden (7), welcher Behälterboden (7) gemeinsam mit der Behälterwand
(6) einen Aufnahmeraum (12) für das Stückgut (2) umgrenzt, und mit
- einer Aufnahmeöffnung (8), wobei die Aufnahmeöffnung (8) den Behälterboden (7) in
paralleler Ausrichtung bezüglich der Längsachse (11) durchsetzt,
- Bereitstellen einer Vereinzelungseinheit (4) mit
- einem Basisteil (13),
- einem Vereinzelungsteil (14), wobei der Vereinzelungsteil (14) rohrförmig ausgebildet
ist und einen ersten Endbereich (16) und einen vom Basisteil (13) beabstandet angeordneten
zweiten Endbereich (17) umfasst, und der Vereinzelungsteil (14) in paralleler Ausrichtung
bezüglich der Längsachse (11) vom Basisteil (13) aufragt sowie an diesem gehalten
ist, und mit
- einer Haltevorrichtung (15) mit zumindest einem Halteelement (19), wobei das zumindest
eine Halteelement (19) der Haltevorrichtung (15) im Bereich des zweiten Endbereichs
(17) des Vereinzelungsteils (14) angeordnet ist, und das zumindest eine Halteelement
(19) an einer Innenfläche (20) des rohrförmig ausgebildeten Vereinzelungsteils (14)
angeordnet oder ausgebildet ist und von der Innenfläche (20) in Richtung auf die Längsachse
(11) vorragt, und der rohrförmig ausgebildete Vereinzelungsteil (14) einen Ausgabekanal
(25) für das zu vereinzelnde Stückgut (2) bildet,
- Zusammenbauen des Aufnahmebehälters (3) mit der Vereinzelungseinheit (4) und dabei
der Vereinzelungsteil (14) der Vereinzelungseinheit (4) in der Aufnahmeöffnung (8)
des Behälterbodens (7) aufgenommen ist, sowie zumindest teilweise in den Aufnahmeraum
(12) hineinragt,
- wobei die Vereinzelungseinheit (4) und der Aufnahmebehälter (3) derart ausgebildet
und aneinander geführt sind, dass die Vereinzelungseinheit (4) und der Aufnahmebehälter
(3) relativ zueinander in Richtung der Längsachse (11) von einer zusammengeschobenen
Grundstellung in eine weiter voneinander distanzierte Selektierstellung verlagerbar
sind,
- Bereitstellen des zu vereinzelnden Stückguts (2) und Einbringen des Stückguts (2)
in Aufnahmeraum (12),
- Bereitstellen eines Behälterdeckels (5) mit einer Deckelwand (33), und verschließen
des offenen ersten Endes (9) der Behälterwand (6) durch Anordnen und Halten des Behälterdeckels
(5) am offenen ersten Ende (9) der Behälterwand (6) des Aufnahmebehälters (3),
- Verlagern der Vereinzelungseinheit (4) und des Aufnahmebehälter (3) relativ zueinander
in Richtung der Längsachse (11) von der zusammengeschobenen Grundstellung in die weiter
voneinander distanzierte Selektierstellung,
- Aufnehmen eines Stücks des Stückguts (2) im zweiten Endbereich (17) des Vereinzelungsteils
(14) und positioniertes Halten des aufgenommenen Stücks mittels der Haltevorrichtung
(15),
- Zusammenschieben der Vereinzelungseinheit (4) und des Aufnahmebehälters (3) relativ
zueinander ausgehend von der Selektierstellung in Richtung auf den Behälterdeckel
(5) hin zu einer Vereinzelungsstellung,
- Entriegeln der Haltevorrichtung (15) in der Vereinzelungsstellung und Abgabe des
einen von der Haltevorrichtung (15) gehaltenen Stücks durch den Ausgabekanal (25).