[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für Abreisswalzen einer
Kämmmaschine, mit einem über einen Hauptmotor antreibbaren Getriebe, wobei das Getriebe
einen Abreisswalzen-Antriebsstrang zur Pilgerschrittbewegung von Abreisswalzen, einen
Rundkamm-Antriebsstrang zum ungleichförmigen Antreiben eines Rundkammes, und einen
Zangen-Antriebsstrang zur Hin- und Herbewegung eines Zangenaggregates aufweist, und
wobei - im eingebauten Zustand - eine Wirkverbindung zwischen dem Hauptmotor und den
Antriebssträngen besteht.
[0002] Bei einer Kämmmaschine mit einer Vielzahl von Kämmstellen, wie aus der
EP 1 043 430 A1 bekannt, werden jedem Zangenaggregat, welches eine untere Zangenplatte und eine daran
drehbar gelagerte Oberzange aufweist, von einem Wattewickel jeweils ein Faserband
einem unterhalb des Zangenaggregates angeordneten Rundkamm zur Auskämmung vorgelegt.
Während eines Kämmspiels bewegt sich das Zangenaggregat von einer hinteren offenen
Stellung in eine vordere geschlossene Stellung, während dieser Hin- und Herbewegung
des Zangenaggregates öffnet und schliesst sich die Oberzange, wobei im geschlossenen
Zustand des Zangenaggregates die untere Zangenplatte mit der Oberzange einen Klemmpunkt
ausbildet und dabei einen heraushängenden Faserbart einem Kämmsegment des Rundkamms
vorlegt. Nach Auskämmung mit dem Rundkamm öffnet sich das Zangenaggregat, in dem sich
die Oberzange von der unteren Zangenplatte abhebt und der ausgekämmte Faserbart wird
über einen im Zangenaggregat drehbar gelagerten Speisezylinder einem nachgeschalteten
Abreisswalzenpaar zur Verlötung der ausgekämmten Faserbänder zugeführt. Die an den
einzelnen Kämmstellen gebildeten ausgekämmten Faserbänder werden dann auf einem Fördertisch
nebeneinander zu einem nachfolgenden Streckwerk überführt, in welchem sie verstreckt
werden und anschliessend zu einem gemeinsamen Kämmmaschinenband zusammengefasst werden.
Das beim Streckwerk erzeugte Faserband wird danach über ein Trichterrad in eine Kanne
abgelegt.
[0003] Der Lötvorgang an den Abreisswalzen ist von der Stellung des Zangenaggregates und
der Position der Abreisswalzen abhängig. Während des Lötvorgangs bewegt sich die Abreisswalze
zuerst in Richtung des Zangenaggregates und dann in entgegengesetzter Richtung, um
ein bereits ausgekämmtes und von den Abreisswalzen eingeklemmtes Faserende mit einem
vom Rundkamm ausgekämmten Faserende zu verlöten. Jener Abstand, der nicht dachziegelartig
aufgelegt und verlötet ist, wird als Lötabstand bezeichnet und kann durch die Bewegung
der Abreisswalzen definiert werden.
[0004] Das Verlöten der Faserpakete zum gewünschten Faservlies hat insbesondere die Anforderung,
dass die dachziegelartig aufeinander gelegten Faserpakete ein gleichmässiges Ergebnis
aufweisen. Diese Gleichmässigkeit des Faserbandes wird in der Praxis durch die kapazitive
Messung am Band ermittelt, wobei die Schichtung der einzelnen Faserpäckchen gemessen
wird. Ein Nachteil für die Garnqualität ist das Umlegen der Faserspitzen durch Einstellung
einer Steuerscheibe an einer bekannten Kämmmaschine. Dies hat jedoch zur Folge, dass
messtechnisch zwar tiefe Ungleichmässigkeiten (CV-Wert) im Band gemessen werden, jedoch
mit diesem Ergebnis eine Garnqualität vorliegt, die für die Weiterverarbeitung nicht
zu empfehlen ist.
[0005] Eine weitere Anforderung an das Faservlies ist die Masseverteilung im Faservlies
und die Schnittigkeit. Es sollte beim Löten der Faserpakete darauf geachtet werden,
dass geringe Masseschwankungen im Faservlies vorliegen, da dies die Gleichmässigkeit
beträchtlich beeinflussen würde.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Kämmmaschine mit einer Antriebsvorrichtung
für Abreisswalzen zu schaffen, die es ermöglicht, die Gleichmässigkeit des Faserbandes
hinsichtlich des Lötvorgangs derart zu optimieren, so dass die Garnqualität für eine
breite Auswahl an vorgelegten Fasermassen eingehalten wird.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Kämmmaschine mit einer Antriebsvorrichtung für
Abreisswalzen einer mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1. Vorgeschlagen
wird eine Kämmmaschine mit einer Antriebsvorrichtung mit einem über einen Hauptmotor
angetriebenen Getriebe, wobei das Getriebe einen Abreisswalzen-Antriebsstrang zur
Pilgerschrittbewegung von Abreisswalzen, einen Rundkamm-Antriebsstrang zum ungleichförmigen
Antreiben eines Rundkammes, und einen Zangen-Antriebsstrang zur Hin- und Herbewegung
eines Zangenaggregates aufweist, und wobei eine Wirkverbindung zwischen dem Hauptmotor
und den Antriebssträngen besteht.
[0008] Erfindungsgemäss weist der Abreisswalzen-Antriebsstrang eine Abreisswalzen-Hilfswelle
auf, auf der drehfest ein erstes Antriebszahnrad sitzt, der Rundkamm-Antriebsstrang
weist eine Rundkamm-Hilfswelle auf, auf der drehfest ein zweites Antriebszahnrad sitzt,
und der Zangen-Antriebsstrang weist eine Zangen-Hilfswelle auf, auf der drehfest ein
drittes Antriebszahnrad sitzt, so dass die Wirkverbindung zwischen dem Hauptmotor
und dem ersten Antriebszahnrad sowie zwischen dem zweiten Antriebszahnrad und dem
ersten Antriebszahnrad sowie zwischen dem dritten Antriebszahnrad und dem zweiten
Antriebszahnrad vorgesehen ist, wobei eine Vorrichtung zur Trennung der Wirkverbindung
zwischen dem zweiten Antriebszahnrad und dem ersten Antriebszahnrad durch eine Verschiebung
des zweiten Antriebszahnrades oder der Rundkamm-Hilfswelle in Richtung einer Längsachse
der Rundkamm-Hilfswelle vorgesehen ist.
[0009] Die Trennung der Wirkverbindung hat den Vorteil, dass die Abreisswalzen-Antriebswelle
gegenüber der Rundkamm-Antriebswelle und der Zangen-Antriebswelle entkoppelt werden
kann, um eine Phasenverschiebung der Abreisswalzen-Bewegung vorzunehmen. Dies bedeutet,
dass die Abreisswalzen-Bewegung entweder früher oder später dem ausgekämmten Faserbart
zum Verlöten vorgelegt wird. Auf diese Art und Weise ist es möglich jede Art von vorgelegter
Faserlänge hinsichtlich der Gleichmässigkeit für das Faservlies mit der Trennvorrichtung
einzustellen. Auch sind Massenschwankungen im Faservlies optimal einstellbar und der
Anteil an umgelegten Faserspitzen während des Lötvorgangs wird reduziert.
[0010] Bevorzugt ist eine Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle gegenüber der Rundkamm-Hilfswelle
durch den Hauptmotor nach Trennung der Wirkverbindung zwischen dem zweiten Antriebszahnrad
und dem ersten Antriebszahnrad vorgesehen.
[0011] Besonders bevorzugt ist die Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle in Schritten
von 0,9° bis 4,5° vorgesehen.
[0012] Weiter bevorzugt sind das zweite Antriebszahnrad und das dritte Antriebszahnrad derart
ausgebildet, so dass die Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades oder der Rundkamm-Hilfswelle
kein Lösen der Wirkverbindung zwischen dem dritten Antriebszahnrad und dem zweiten
Antriebszahnrad bewirkt.
[0013] Bevorzugt weist die Vorrichtung zur Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades oder
der Rundkamm-Hilfswelle einen hydraulischen, elektrischen oder mechanischen Antrieb
auf.
[0014] Besonders bevorzugt ist als hydraulischer Antrieb ein Hydraulikzylinder vorgesehen,
welcher mit der Rundkamm-Hilfswelle oder dem zweiten Antriebszahnrad verbunden.
[0015] Weiter bevorzugt sind ein erster Drehwinkelsensor auf der Abreisswalzen-Hilfswelle
und ein zweiter Drehwinkelsensor auf der Zangen-Hilfswelle vorgesehen. Die Drehwinkelsensoren
sind dazu ausgelegt die Drehwinkelposition der jeweiligen Antriebswelle bzw. Hilfswelle
zu überwachen.
[0016] Besonders bevorzugt ist eine Steuereinheit vorgesehen, welche mit dem Hauptmotor
und der Vorrichtung zur Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades oder der Rundkamm-Hilfswelle
und den Drehwinkelsensoren verbunden. Die Steuereinheit überwacht die Drehwinkelposition
der jeweiligen Antriebswelle bzw. Hilfswelle und ermöglicht die Regelung der Verschiebung
des zweiten Antriebszahnrades und die Verdrehung der Abreisswalzen-H ilfswel le.
[0017] Weiter bevorzugt ist die Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle um einen vorgegebenen
Wert durch die Steuereinheit in Verbindung mit dem Hauptmotor vorgesehen, wobei über
die Steuereinheit ein Vergleich des ersten Drehwinkelsensors mit dem zweiten Drehwinkelsensor
vorgesehen ist.
[0018] Besonders bevorzugt weist die Steuereinheit in einem Speicher Referenzdaten für den
zweiten Drehwinkelsensor und/oder für die Verdrehung auf. Die gespeicherten Referenzdaten,
welche dem zweiten Drehwinkelsensor zugeordnet sind, können über die Steuereinheit
mit aktuell gemessenen Daten vom ersten Drehwinkelsensor verglichen werden, um die
genaue Position der Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle zu ermitteln.
[0019] Überdies betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Einstellung einer Kämmmaschine
mit einer Antriebsvorrichtung mit einem über einen frequenzgesteuerten Hauptmotor
angetriebenen Getriebe mit einem Abreisswalzen-Antriebsstrang zur Pilgerschrittbewegung
einer Abreisswalze mit einem ersten Antriebszahnrad auf einer Abreisswalzen-Hilfswelle,
mit einem Rundkamm-Antriebsstrang zum ungleichförmigen Antreiben eines Rundkammes
mit einem zweiten Antriebszahnrad auf einer Rundkamm-Hilfswelle und einem Zangen-Antriebsstrang
zur Hin- und Herbewegung eines Zangenaggregates mit einem dritten Antriebszahnrad
auf einer Zangen-Hilfswelle, wobei eine Wirkverbindung zwischen dem Hauptmotor und
den Antriebszahnrädern besteht, wodurch das erste Antriebszahnrad durch den Hauptmotor
und das zweite Antriebszahnrad durch das erste Antriebszahnrad und das dritte Antriebszahnrad
durch das zweite Antriebszahnrad angetrieben werden.
[0020] Erfindungsgemäss sind folgende Verfahrensschritte vorgesehen:
- Stillsetzen der Antriebsvorrichtung,
- Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades auf der Rundkamm-Hilfswelle oder der Rundkamm-Hilfswelle
in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle zur Trennung der Wirkverbindung
zwischen dem ersten Antriebszahnrad und dem zweiten Antriebszahnrad,
- Verdrehen der Abreisswalzen-Hilfswelle gegenüber der Rundkamm-Hilfswelle und der Zangen-Hilfswelle
mit dem Hauptmotor,
- Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades auf der Rundkamm-Hilfswelle oder der Rundkamm-Hilfswelle
in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle zur Wiederherstellung der Wirkverbindung
zwischen dem ersten Antriebszahnrad und dem zweiten Antriebszahnrad.
[0021] Bevorzugt wird bei der Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades auf der Rundkamm-Hilfswelle
oder der Rundkamm-Hilfswelle in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle
die Wirkverbindung zwischen dem zweiten Antriebszahnrad und dem dritten Antriebszahnrad
nicht getrennt.
[0022] Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand eines nachfolgend beschriebenen und gezeigten
Ausführungsbeispiels zu entnehmen.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Kämmmaschine;
- Fig. 2
- eine Kombination von drei Getriebe-Modulen mit einem gemeinsamen Antriebsmotor;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung;
- Fig. 4
- eine graphische Darstellung einer Abreisswalzen-Bewegung;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer Zangen-Kurvenscheiben-Vorrichtung;
- Fig. 6
- eine graphische Darstellung einer Zangen-Bewegung;
- Fig. 7
- eine graphische Darstellung der Abreisswalzen-Bewegung gemäss Fig. 4 und der Zangen-Bewegung
gemäss Fig. 6 sowie phasenverschobene Abreisswalzen-Bewegungen;
- Fig. 8
- eine schematische Veranschaulichung der Enden eines Faservlieses an den Abreisswalzen
in Abhängigkeit der phasenverschobenen Abreisswalzen-Bewegung;
- Fig. 9
- eine erfindungsgemässe Trennvorrichtung zur Phasenverschiebung der Abreisswalzen-Bewegung;
- Fig. 10
- eine Einstellvorrichtung zur manuellen Verdrehung einer Abreisswalzen-Kurvenscheibe
gegenüber einer Abreisswalzen-Hilfswelle mittels einer Hülse;
- Fig. 11
- eine vergrösserte Darstellung der Einstellvorrichtung gemäss Fig. 10;
- Fig. 12
- eine vergrösserte Darstellung einer alternativen Ausführung einer Eistellvorrichtung.
[0024] Fig. 1 zeigt schematisch einen Querschnitt einer Kämmstelle 2 einer Kämmmaschine
4. In der Praxis sind acht derartiger Kämmstellen 2 nebeneinander angeordnet. Jede
Kämmstelle 2 besteht aus einem Zangenaggregat 10 (kurz: Zange genannt), welches über
Vorderschwingen 12 und Hinterschwingen 14 eine Hin- und Herbewegung der Zange 10 ausführt.
Die Vorderschwingen 12 (nur eine gezeigt) sind drehbeweglich auf einer Rundkamm-Welle
16 und an einer vorderen Zangenachse 18 der Zange 10 gelagert. Die Hinterschwinge
14, welche drehbeweglich an einer hinteren Zangenachse 20 der Zange 10 gelagert ist,
ist drehfest mit einer angetriebenen Zangenwelle 22 verbunden. Einem Speisezylinder
24, der drehbeweglich innerhalb der Zange 10 gelagert ist, wird eine Watte 26 zugeführt.
Die Watte 26 wird von einem nicht gezeigten Wattewickel abgewickelt, welcher auf ebenfalls
nicht gezeigten Wickelwalzen für den Abrollvorgang aufliegt.
[0025] In der in Fig. 1 gezeigten Stellung ist die Zange 10 geöffnet, d.h. eine Oberzange
11 ist gegenüber einer Unterzange 13 über eine Oberzangenwelle 27 schwenkbar gelagert
und somit von der Unterzange 13 abgehoben und die Zange 10 befindet sich in einer
vorderen Position, in welcher der aus der Zange 10 herausragende Faserbart 28 an ein
Faserende 30 eines bereits gebildeten Faservlieses 32 angesetzt und mit diesem verlötet
wird. Das Faservlies 32 wird dabei von einem Abreisswalzenpaar 34 gehalten, welches
für den Löt- und Abreissvorgang eine mit den Pfeilen gekennzeichnete Drehbewegung
ausführen und damit das Faservlies 32, bzw. dessen Faserende 30 in Transportrichtung
T bewegt.
[0026] In einer hinteren nicht gezeigten Endlage der Zange 10 ist diese geschlossen, wobei
der aus der Zange 10 herausragende Faserbart 28 von einem Kämmsegment 36, bzw. von
einer Kämmgarnitur eines drehbar gelagerten Rundkammes 38 ausgekämmt wird. Das Kämmsegment
36 befindet sich während des Kämmvorganges in einer oberen Stellung. Das Kämmsegment
36 ist üblicherweise mit Garniturzähnen versehen, welche während dem Kämmvorgang in
den Faserbart 28 eingreifen.
[0027] Der Rundkamm 38, welcher drehbar über die Rundkamm-Welle 16 im Maschinengestell gelagert
ist, befindet sich innerhalb eines im Wesentlichen rund um geschlossenen Absaugschachtes
40, welcher in einen Kanal 42 mündet. Der Kanal 42 ist, wie schematisch gezeigt, mit
einer Unterdruckquelle 44 in Verbindung, mittels welcher das abgeschiedene Gut einer
nicht dargestellten Sammelstelle zugeführt wird.
[0028] Bei dem abgeschiedenen Gut handelt es sich um Kurzfasern, Schalenteile, und sonstige
Verunreinigungen, welche beim Kämmvorgang durch das Kämmsegment 36 aus dem Faserbart
28 ausgekämmt werden. Ein Teil des ausgekämmten Gutes wird durch den angelegten Unterdruck
über die Unterdruckquelle 44 und die daraus entstehende Luftströmung direkt zum Kanal
42 überführt. Der übrige Teil, insbesondere die ausgekämmten Fasern verbleibt im Kämmsegment
36, bzw. setzt sich zwischen den Garniturzähnen ab und wird durch die Drehbewegung
des Rundkammes 38 nach unten in die in Fig. 1 gezeigte Stellung befördert. Dabei gelangt
das Kämmsegment 36 in den Wirkungsbereich einer ebenfalls im Absaugschacht 40 über
eine Bürsten-Welle 46 drehbar gelagerte Bürste 48, welche auf ihrem Umfang mit verteilt
angeordneten Borsten 50 ausgestattet ist.
[0029] In Fig. 2 ist eine Kombination 51 aus einem ersten Getriebe 52 zur Erzeugung einer
Pilgerschrittbewegung für die Abreisswalzen 34 (siehe Fig. 1), einem zweiten Getriebe
54 zum ungleichförmigen Antreiben des Rundkamms 38 (siehe Fig. 1) und einem dritten
Getriebe 56 zur Hin- und Herbewegung der Zange 10 (siehe Fig. 1) vorgesehen. Die drei
Getriebe 52, 54, 56 sind in einer Modul-Bauweise vorgesehen, wobei die Kombination
51 der drei Getriebe-Module 52, 54, 56 von einem Gehäuse 60 umschlossen ist.
[0030] Das erste Getriebe-Modul 52 weist einen ersten Antriebsstrang 62 mit einer ersten
Antriebswelle 64 auf, welche über ein Differentialgetriebe 66 eine kontinuierliche
Drehbewegung auf ein Hohlrad 74 überträgt. Das Getriebe-Modul 52 weist zudem einen
zweiten Antriebsstrang 68 mit einer Abreisswalzen-Hilfswelle 70 auf, auf welcher eine
Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 72 zur Erzeugung einer Vor- und Zurückbewegung
angeordnet ist.
[0031] Das Differentialgetriebe 66 ist als Planetengetriebe ausgebildet, wobei der erste
Antriebsstrang 62 über ein Hohlrad 74 in Verbindung mit Planentenrädern 76 ein Sonnenrad
78 antreibt, um die kontinuierliche Drehbewegung des Differentialgetriebes 66 auf
die Abreisswalzen 34 zu übertragen. Unabhängig davon ist die Vor- und Zurückbewegung
durch die Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 72 ausgebildet, wobei die Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung
72 zwei auf der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 drehfest angeordnete Abreisswalzen-Kurvenscheiben
80 aufweist, die in Wechselwirkung mit zwei Abreisswalzen-Kurvenrollen 82 zusammenwirken.
Die beiden Abreisswalzen-Kurvenrollen 82 sind über einen Abreisswalzen-Kipphebel 84
mit einem Planententräger 86 des Differentialgetriebes 66 verbunden, so dass die Vor-
und Zurückbewegung der Abreisswalzen-Kurvenscheiben 80 über den Planetenträger 86
mit der kontinuierlichen Drehbewegung des Hohlrades 74 überlagert wird, um eine Pilgerschrittbewegung
auf die Abreisswalzen 34 zu übertragen.
[0032] Das zweite Getriebe-Modul 54 weist eine Rundkamm-Hilfswelle 92 auf, die über eine
Unrundzahnradstufe 94 aus zwei ineinandergreifenden Unrundzahnrädern 96a, 96b mit
der Rundkammwelle 16 verbunden ist, wobei die Unrundzahnradstufe 94 eine kontinuierliche
Drehbewegung der Rundkamm-Hilfswelle 92 in eine ungleichförmige Drehbewegung für die
Rundkammwelle 16 umwandelt.
[0033] An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Durchmesser der Rundkammwelle gemäss dem Stand
der Technik bei 30 mm und 35 mm liegt. Durch Erhöhung der Kämmmaschinendrehzahl überlagern
sich die Vielfachen der Eigenfrequenz mit der Kämmmaschinendrehzahl, so dass eine
unerwünschte Resonanz der Rundkammwellen angeregt wird. Um dies zu verhindern wird
vorgeschlagen, die Eigenfrequenz durch Versteifung der Rundkammwellen zu minimieren.
Daher wird idealerweise vorgeschlagen, einen Rundkammwellen-Durchmesser von 35 mm
bis 45 mm, bevorzugt von 40 mm, auszuwählen.
[0034] Das dritte Getriebe-Modul 56 ist für die Hin- und Herbewegung der Zange 10 mit einer
Zangen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 98 ausgebildet, wobei im Ausführungsbeispiel gemäss
Fig. 2 die Zangen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 98 zwei auf einer Zangen-Hilfswelle 100
drehfest angeordnete Zangen-Kurvenscheiben 102 (nur eins gezeigt) aufweist, die in
Wechselwirkung mit zwei Zangen-Kurvenrollen 104 (nur eins gezeigt) zusammenwirken.
Die beiden Zangen-Kurvenrollen 104 sind über einen Zangen-Kipphebel 106 mit der angetriebenen
Zangenwelle 22 (siehe Fig. 1) verbunden, so dass das Bewegungsprofil, insbesondere
die Hin- und Herbewegung der Zangen-Kurvenscheiben 102 auf die Zange 10 (siehe Fig.
1) übertragen wird.
[0035] Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 ist die Kombination 51 von Getriebe-Modulen
52, 54, 56 durch einen gemeinsamen Motor 128 angesteuert. Auf der Abreisswalzen-Hilfswelle
70 des zweiten Antriebsstranges 68 sitzt drehfest ein Abreisswalzen-Antriebszahnrad
130, auf der Rundkamm-Hilfswelle 92 sitzt drehfest ein Rundkamm-Antriebszahnrad 132
und auf der Zangen-Hilfswelle 100 sitzt drehfest ein Zangen-Antriebszahnrad 134, wobei
alle Antriebszahnräder 130, 132, 134 die gleiche Grösse aufweisen und miteinander
in Eingriff stehen. Durch die Ausbildung der Antriebszahnräder 130, 132, 134 mit der
gleichen Abmessung, wird über den gemeinsamen Motor 128 die gleiche Drehzahl auf alle
Getriebe-Module übertragen. Ein Zwischenzahnrad 136, welches mit dem Abreisswalzen-Antriebszahnrad
130 in Eingriff steht, ist drehfest auf einer Motor-Hilfswelle 138 befestigt und die
Motor-Hilfswelle 138 ist durch das Gehäuse 60 nach Aussen geführt und dort sitzt drehfest
ein Motor-Zwischenzahnrad 140. Das Motor-Zwischenzahnrad 140 ist über einen Zahnriemen
142 mit einem Motor-Zahnrad 144 antriebsverbunden, wobei das Motor-Zahnrad 144 drehfest
auf einer Motorwelle 146 des gemeinsamen Motors 128 befestigt ist.
[0036] Alternativ kann anstelle der Antriebszahnräder 130, 132, 134 ein Zahnriemenantrieb
verwendet werden.
[0037] Auf einer Welle (z.B. 70, 92, 100) mit konstanter Kämmmaschinendrehzahl kann mindestens
ein Sensor in Form eines Drehzahlgebers (inkremental mit Referenz oder absolut) ausserhalb
des Gehäuses 60 angebracht sein. Gemäss Fig. 3 ist rein schematisch die Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung
72 wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 2 besprochen gezeigt. Auf der Abreisswalzen-Hilfswelle
70 sitzen drehfest zwei Abreisswalzen-Kurvenscheiben 80a, 80b. Der rein schematisch
dargestellte Abreisswalzen-Kipphebel 84 weist zwei Abreisswalzen-Kurvenrollen 82a,
82b auf, die in einem Winkel α voneinander beabstandet sind, wobei die erste Abreisswalzen-Kurvenscheibe
80a mit der ersten Abreisswalzen-Kurvenrolle 82a und die zweite Abreisswalzen-Kurvenscheibe
80b mit der zweiten Abreisswalzen-Kurvenrolle 80b zusammen wirkt. Die zweite Abreisswalzen-Kurvenrolle
82b verhindert das Abheben der ersten Abreisswalzen-Kurvenrolle 82a von der ersten
Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80a. Die Abreisswalzen-Kurvenrollen 82a, 82b weisen einen
Durchmesser von 90 mm auf und die Abreisswalzen-Kurvenscheiben 80a, 80b haben jeweils
eine Scheibenbreite von 15 mm bis 30 mm, bevorzugt 20 mm. Die Lagerung der Abreisswalzen-Kurvenscheiben
80 kann entweder über Wälzlager oder Gleitlager erfolgen. Bei Verwendung von Wälzlagern
liegen deren Durchmesser im Bereich von 90 mm bis 120 mm. Bei der Verwendung von Gleitlagern
liegen deren Durchmesser bevorzugt im Breich von 60 mm bis 90 mm. Insebsondere bei
geringen Platzverhältnissen wird vorzugsweise auf die Verwendung von Gleitlagern zugegriffen.
[0038] Die Abreisswalzen-Kurvenscheiben 80a, 80b haben jeweils einen spezifischen Aussenumfang,
auf dem die jeweilige Abreisswalzen-Kurvenrolle 82a, 82b aufliegt. Durch die mechanische
Verbindung der jeweiligen Kurven-Rolle 82a, 82b mit der Abreisswalzen-Hilfswelle 70,
wird eine Vor- und Zurückbewegung 87 der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 auf die Abreisswalzen
34 übertragen, wie im Zusammenhang mit Fig. 2 im Detail ausgeführt und in Fig. 4 rein
schematisch gezeigt.
[0039] In Fig. 4 ist auf der Abszissenachse (horizontale X-Achse) eine einzige Umdrehung,
also von 0° bis 360°, der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 und auf der Ordinatenachse
(vertikale Y-Achse) ein Kurvenscheiben-Auslenkwinkel von 0° bis 35° für die Abreisswalzen-Kurvenscheibe
80 dargestellt. Die durchgezogene Linie ist das Vor- und Zurückbewegungsprofil 87
wie im Zusammenhang mit Fig. 2 und Fig. 3 erläutert. Von 0° bis etwa 60° ist ein negativer
Bewegungsverlauf vorgesehen, zwischen etwa 60° und 110° gibt es keine Änderung des
Bewegungsverlaufs, von etwa 110° bis etwa 290° stellt sich ein positiver Bewegungsverlauf
ein und von 290° bis 360° ist wieder ein negativer Bewegungsverlauf vorgesehen. Dieser
Abreisswalzen-Bewegungsverlauf entspricht der Vor- und Zurückbewegung 87 für die Abreisswalzen,
welche durch die Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 72 gemäss Fig. 3 hervorgerufen
wird.
[0040] Gemäss Fig. 5 ist rein schematisch die Zangen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 98 gezeigt.
Auf der Zangen-Hilfswelle 100 sitzen drehfest zwei Zangen-Kurvenscheiben 102a, 102b.
[0041] Der rein schematisch dargestellte Zangen-Kipphebel 106 weist zwei Zangen-Kurvenrollen
104a, 104b auf, die in einem Winkel β voneinander beabstandet sind, wobei die erste
Zangen-Kurvenscheibe 102a mit der ersten Zangen-Kurvenrolle 104a und die zweite Zangen-Kurvenscheibe
102b mit der zweiten Zangen-Kurvenrolle 104b zusammen wirkt. Die zweite Zangen-Kurvenrolle
104b verhindert das Abheben der ersten Zangen-Kurvenrolle 104a von der ersten Zangen-Kurvenscheibe
102a. Die Zangen-Kurvenrollen 104a, 104b weisen einen Durchmesser von 90 mm auf und
die Zangen-Kurvenscheiben 102a, 102b haben jeweils eine Scheibenbreite von 15 mm bis
30 mm, bevorzugt 20 mm. Die Lagerung der Zangen-Kurvenscheiben 102 kann entweder über
Wälzlager oder Gleitlager erfolgen. Bei Verwendung von Wälzlagern liegen deren Durchmesser
im Bereich von 90 mm bis 120 mm. Bei der Verwendung von Gleitlagern liegen deren Durchmesser
bevorzugt im Breich von 60 mm bis 90 mm. Insebsondere bei geringen Platzverhältnissen
wird vorzugsweise auf die Verwendung von Gleitlagern zugegriffen.
[0042] Die Zangen-Kurvenscheiben 102a, 102b haben jeweils einen spezifischen Aussenumfang,
auf dem die Zangen-Kurvenrollen 104a, 104b aufliegen. Durch die mechanische Verbindung
der Zangen-Kurvenrollen 104a, 104b mit der Zangenwelle 22, wird ein Zangen-Bewegungsprofil
134 der Zangen-Kurvenscheiben 102 auf die angetriebene Zangenwelle 22 übertragen,
wie im Zusammenhang mit Fig. 2 im Detail ausgeführt und in Fig. 6 rein schematisch
gezeigt.
[0043] In Fig. 6 ist auf der Abszissenachse (horizontale X-Achse) eine einzige Umdrehung,
also von 0° bis 360°, der Zangen-Kurvenscheibe 102 und auf der Ordinatenachse (vertikale
Y-Achse) ein Kurvenscheiben-Auslenkwinkel von 0° bis 35° für die Zange-Kurvenscheibe
102 dargestellt. Bei etwa 150° ist wie in Fig. 1 beschrieben die Zange 10 in der vorderen
Stellung und die Oberzange 11 sitzt auf der Unterzange 13 und ist geschlossen. Bei
0° und bei 360° ist die Zange 10 in der hinteren Stellung mit einem Zangen-Auslenkwinkel
von etwa 31°.
[0044] In Fig. 7 sind die Vor- und Zurückbewegung 87 gemäss Fig. 4 und die Zangen-Bewegung
134 gemäss Fig. 6 übereinander gelegt. Durch eine Phasenverschiebung der Vor- und
Zurückbewegung 87 ausgehend vom Zustand gemäss Fig. 4, wie in Fig. 7 mit einem Doppelpfeil
darstellt, kann der optimale Zeitpunkt ermittelt werden, wann die Abreisswalzen 34
das Faservlies 32 in Richtung der Zange 10 zurück (Pilgerschritt) bewegen, um den
Lötvorgang mit dem ausgekämmten Faserbart 28, wie in Fig. 1 beschrieben auszuführen.
Dieser Sachverhalt hat den Vorteil, dass zwischen den einzelnen Faserpaketen weniger
Masseschwankungen und weniger Schnittigkeit für das gebildete Faservlies 32 auftreten
und beim Lötvorgang liegen weniger umgelegte Faserspitzen vor.
[0045] In Fig. 8 ist vergrössert die Zange 10 und nachgeschaltet das Abreisswalzenpaar 34
gemäss Fig. 1 gezeigt, wobei in bekannter Art und Weise das ausgekämmte Faserbart
28 über den Speisezylinder 24 dem Abreisswalzenpaar 34 zugeführt wird, um den Lötvorgang
mit dem Ende 30 des bereits gebildeten Faservlieses 32 durch die Abreisswalzen-Bewegung
87 wie in Fig. 2 beschrieben und in Fig. 7 schematisch dargestellt auszuführen. Das
Abreisswalzenpaar 34 führt für den Abreissvorgang und den Lötvorgang bei der Kämmmaschine
die sogenannte Pilgerschrittbewegung durch, d.h., vor einem weiteren Abreissvorgang
wird das bereits gebildete Faservlies 32 um einen Schritt in Richtung der Zange 10
zurückbefördert, um das stirnseitig vom Abreisswalzenpaar 34 hervorstehende Ende 30
mit dem ausgekämmten Faserende 28 zu verbinden und dann wird das Faservlies 32 wieder
um zwei Schritte in Förderrichtung T vorwärts bewegt. Mit Bezug auf Fig. 7 kann durch
die Phasenverschiebung der Abreisswalzen-Bewegung 87 dem ausgekämmten Faserbart 28
ein kürzeres Ende (gestrichelte Linie) des Faservlieses oder ein längeres Ende (strichpunktierte
Linie) des Faservlieses für den Lötvorgang vorgelegt werden. Entsprechend kann der
Überlappungsbereich zwischen dem freien Ende des Faservlieses 30 am stirnseitigen
Ende der Abreisswalzen 34 und dem ausgekämmten Faserbart 28 optimal auf die jeweilig
vorgelegte Faserlänge eingestellt werden, wodurch, wie oben bereits ausgeführt, die
Faserpakete im Faservlies 32 weniger Masseschwankungen aufweisen.
[0046] Eine technische Umsetzung zur Phasenverschiebung der Vor- und Zurückbewegung 87 erfolgt
entweder über eine erfindungsgemässe Trennvorrichtung wie in Fig. 9 beschrieben oder
manuelle über eine nicht erfindungsgemässe Hülse wie in Fig. 10 beschrieben.
[0047] Wie aus Fig. 9 erkennbar, ist im Unterschied zu Fig. 2, die Abreisswalzen-Hilfswelle
70 des zweiten Antriebsstranges 68 durch das Gehäuse 60 nach Aussen geführt und weist
ausserhalb des Gehäuses 60 an einem stirnseitigen Ende der Abreisswalzen-Hilfswelle
70 einen ersten Drehwinkelsensor 148a auf. Auch die Zangen-Hilfswelle 100 ist durch
das Gehäuse 60 nach Aussen geführt und weist ausserhalb des Gehäuses 60 an einem stirnseitigen
Ende der Zangen-Hilfswelle 100 einen zweiten Drehwinkelsensor 148b auf. Der gemeinsame
Motor 128a ist über einen ersten Frequenzumrichter 129a angesteuert und der Frequenzumrichter
129a sowie die beiden Drehwinkelsensoren 148a, 148b sind mit einer Steuereinheit 131
verbunden.
[0048] In Fig. 9 ist weiter zu erkennen, dass das Rundkamm-Antriebszahnrad 134 in einem
dem Abreisswalzen-Antriebszahnrad 130 zugewandten Endbereich eine Stufe 133 aufweist,
so dass lediglich ein Teilbereich der stirnseitigen Aussenfläche des Abreisswalzen-Antriebszahnrades
130 mit dem Rundkamm-Antriebszahnrad 132 zusammenwirkt, während das Rundkamm-Antriebszahnrad
132 mit dem Zangen-Antriebszahnrad 134 über die gesamte stirnseitige Aussenfläche
zusammenwirkt.
[0049] Um die Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 72 gegenüber der Zangen-Kurvenscheiben-Vorrichtung
98 zu verdrehen, wird über eine Vorrichtung eine Trennung der Wirkverbindung zwischen
dem Abreisswalzen-Antriebszahnrad 130 und dem Zangen-Antriebszahnrad 132 durch eine
Verschiebung des Zangen-Antriebszahnrades 132 in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle
92 vorgesehen. Die Verschiebung ist in Fig. 9 mit einem Doppelpfeil kenntlich gemacht.
In vorliegender Ausführung erfolgt die Verschiebung des Zangen-Antriebszahnrades 132
mit Hilfe eines Hydraulikzylinders 150. Der Hydraulikzylinder 150 ist über ein Wegeventil
154 aus zwei Durchflusswegen mit einer Hydraulikpumpe 152 und einem Reservoir 156
verbunden. Die Steuereinheit 131 regelt über einen Ventilregler 155 die beiden Durchflusswege
des Wegeventils 154 für das Reservoir 156 und die Hydraulikpumpe 152. Die Hydraulikpumpe
152 ist mit einem Pumpen-Antriebszahnrad 158 verbunden, wobei das Pumpen-Antriebszahnrad
158 mit einem Bürsten-Antriebszahnrad 160 und einem Motor-Antriebszahnrad 162 über
eine Riemen 164 in Wirkverbindung steht. Ein zweiter Frequenzumrichter 129b ist mit
einem zweiten Motor 128b verbunden und treibt so die Hydraulikpumpe 152 und die Bürste
48 an. Der zweite Frequenzumrichter 129b und der Ventilregler 155 sind zusammen mit
den beiden Drehwinkelsensoren 148a, 148b und dem ersten Frequenzumrichter 129a mit
der Steuereinheit 131 verbunden.
[0050] Die Funktionsweise der vorliegenden erfindungsgemässen Trennung der Wirkverbindung
zwischen der Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 72 und der Zangen-Kurvenscheiben-Vorrichtung
98 erfolgt derart, dass die Steuereinheit 131 die Hydraulikpumpe 152 und den Ventilregler
155 aktiviert, so dass das Reservoir 156 den Hydraulikzylinder 150 bewegt und dieser
das erste Unrundzahnrad 96a zusammen mit der Rundkamm-Hilfswelle 92, auf der das Rundkamm-Antriebszahnrad
132 drehfest sitzt, in Richtung der Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle 92 verschiebt,
so dass das Rundkamm-Antriebszahnrad 132 nicht mehr mit dem Abreisswalzen-Antriebszahnrad
130 in Eingriff steht, aber weiterhin mit dem Zangen-Antriebszahnrad 134. Somit ist
die Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 72 vom zweiten Getriebe-Modul 54 und
dritten Getriebe-Modul 56 entkoppelt und kann verdreht werden. Die Verdrehung der
Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung 72 erfolgt über den ersten Frequenzumrichter
129a in Verbindung mit dem gemeinsamen Motor 128a, in der Weise, dass die Abreisswalzen-Hilfswelle
70 in Schritten von 0,9° bis 4,5° verdreht wird. Der erste Drehwinkelsensor 148a ist
dazu da, den Drehwinkelzustand der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 zu erfassen und mit
dem unveränderten Drehwinkelzustand der Zangen-Hilfswelle 100 zu vergleichen. Bei
Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 vergleicht die Steuereinheit 131 die Werte
des ersten Drehwinkelsensors 148a mit den unveränderten Werten des zweiten Drehwinkelsensors
148b und kann so bestimmen, um wieviel Grad die Verdrehung mit dem gemeinsamen Motor
128a erfolgt ist. Erst wenn die gewünschte Verdrehung mit dem gemeinsamen Motor 128a
eingestellt ist, gibt die Steuereinheit 131 wieder ein Signal an den zweiten Frequenzumrichter
129b und den Ventilregler 155, um den Hydraulikzylinder 150 zu aktivieren, so dass
das Rundkamm-Antriebszahnrad 132 wieder mit dem Abreisswalzen-Antriebszahnrad 130
in Eingriff steht. Im Ergebnis ist die Abreisswalzen-Bewegung 87 nun gegenüber der
Zangen-Bewegung 134 zeitlich verschoben, wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 7 und
Fig. 8 erläutert.
[0051] Gemäss eines nicht erfindungsgemässen Ausführungsbeispiels, wie aus Fig. 10 erkennbar,
ist im Unterschied zu Fig. 2, die Abreisswalzen-Hilfswelle 70 des zweiten Antriebsstranges
68 mit einer Einstellvorrichtung 165 versehen. Die Einstellvorrichtung 165 weist eine
Hülse 166 auf, welche auf der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 drehfest angebracht und
mit der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 lösbar verbunden ist. Die Hülse 166 ist mit der
Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 über eine Schleppmitnahme verbunden. Die Einstellvorrichtung
165 ist ausserhalb des Gehäuses 60 angeordnet.
[0052] In Fig. 11 ist eine vergrösserte Darstellung der Einstellvorrichtung 165 gemäss Fig.
10 gezeigt. Das Gehäuse 60 ist lediglich durch die strichpunktierte Linie vereinfacht
dargestellt. Für die Schleppmitnahme der Hülse 166 mit der Abreisswalzen-Kurvenscheibe
80 ist ein der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 zugewandtes Ende der Hülse 166 als ringförmiger
Absatz ausgebildet, worin radial aussen eine Vielzahl Aufnahmen 168 eingebracht sind.
Die Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 weist eingesetzte Zapfen 170 auf, die mit den Aufnahmen
168 zusammenwirken.
[0053] Die Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 ist mit der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 über ein
Federelementpacket 174 gekoppelt, wobei eine Klemmwirkung entsteht, wenn die Hülse
166 über die Abreisswalzen-Hilfswelle 70 in axialer Richtung gespannt ist, indem ein
an der Hülse 166 vorstehender Dorn 176 das in der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 eingesetzte
Federelementpacket 174 derart in eine Querstellung verlagert, so dass über das Federelementpacket
174 die Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 gegen die Abreisswalzen-Hilfswelle 70 drückt.
Die Hülse 166 ist mit Schraubverbindungen 178 mit der Abreisswalzen-Hilfswelle 70
verbunden, wobei ein der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 abgewandtes Ende der Hülse
166 sacklochartige Löcher 180 aufweist, wodurch die Schraubverbindungen 178 hindurchgreifen.
[0054] Am der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 abgewandten Ende der Hülse 166 ist eine ringförmige
Aufnahme 182 ausgebildet, an der eine Verstellscheibe 184 lösbar angeordnet ist. Dies
bewirkt ein Verdecken der Schraubverbindungen 178, welche in die sacklochartigen Löcher
180 eingedreht sind. Die Verstellscheibe 184 weist am Umfang einen Zeiger 186 auf,
der dazu dient, die Position der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 gegenüber der Abreisswalzen-Hilfswelle
70 mittels einer am Gehäuse 60 angebrachten Skala 188 anzuzeigen.
[0055] Zur Überwachung der Anwesenheit der Verstellscheibe 184 auf der Hülse 166 ist am
Gehäuse 60 ein Sensor 190, vorzugsweise ein Reed-Kontakt-Sensor, vorgesehen. Dieser
ist mit einer nicht dargestellten Steuereinheit verbunden und gibt somit dem Betreiber
der Kämmmaschine an, ob die Verstellscheibe 184 nach der Einstellung entfernt wurde
[0056] In Fig. 12 ist eine alternative nicht erfindungsgemässe Ausführung der Einstellvorrichtung
165 gezeigt, wobei die Hülse 166 mit der Abreisswalzen-Kurvenscheibe 80 über Schraubverbindungen
178 verbunden ist. Die Schleppmitnahme der Hülse 166 mit der Abreisswalzen-Kurvenscheibe
80 und die Befestigung der Hülse 166 an der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 sind in gleicher
Art und Weise, wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 11 erläutert, ausgeführt. Auch
die Montage der Verstellscheibe 184 an der Hülse 166 und der Zeiger 186 am Umfang
der Verstellscheibe 184 für die Angabe der Verdrehung der Abreisswalzen-Kurvenscheibe
80 gegenüber der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 über die Skala 188 sind gleich ausgebildet.
Ebenso ist der Sensor 190 am Gehäuse 60 angeordnet, um das Vorhandensein der Verstellscheibe
184 zu erfassen.
[0057] Alternativ kann bei einer weiteren nicht erfindungsgemässen Ausführung die Abreisswalzen-Kurvenscheibe
80 mit Hilfe eines hydraulischen Spannsatzes an der Abreisswalzen-Hilfswelle 70 lösbar
befestigt sein. Hierzu könnte beispielsweise eine Schrumpfscheibe vom Typ HYD von
der Firma STÜWE zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang weist die Schrumpfscheibe
HYD eine Druckkammer auf, worin über eine Hydraulikpumpe ein Hydrauliköl eingebracht
werden kann, um ein Spannen bzw. Lösen der Schrumpfscheibe zwischen der Abreisswalzen-Kurvenscheibe
und der Abreisswalzen-Hilfswelle zu ermöglichen.
Legende
[0058]
- 2
- Kämmstelle
- 4
- Kämmmaschine
- 10
- Zangenaggregat (kurz Zange)
- 11
- Oberzange
- 12
- Vorderschwinge
- 13
- Unterzange
- 14
- Hinterschwinge
- 16
- Rundkammwelle
- 18
- Vordere Zangenwelle
- 20
- Hintere Zangenwelle
- 22
- Angetriebene Zangenwelle
- 24
- Speisezylinder
- 26
- Watte
- 27
- Oberzangenwelle
- 28
- Faserbart
- 30
- Faserende
- 32
- Faservlies
- 34
- Abreisswalzenpaar
- 36
- Kämmsegment
- 38
- Rundkamm
- 40
- Absaugschacht
- 42
- Kanal
- 44
- Unterdruckquelle
- 46
- Bürstenwelle
- 48
- Bürste
- 50
- Borsten
- 51
- Kombination von Getriebe-Modulen
- 52
- Erstes Getriebe-Modul
- 54
- Zweites Getriebe-Modul
- 56
- Drittes Getriebe-Modul
- 58
- Viertes Getriebe-Modul
- 60
- Gehäuse
- 62
- Erster Antriebsstrang
- 64
- Erste Antriebswelle
- 66
- Differentialgetriebe (Planentengetriebe)
- 68
- Zweiter Antriebsstrang
- 70
- Abreisswalzen-Hilfswelle
- 72
- Abreisswalzen-Kurvenscheiben-Vorrichtung
- 74
- Hohlrad
- 76
- Planetenrad
- 78
- Sonnenrad
- 80
- Abreisswalzen-Kurvenscheibe
- 82
- Abreisswalzen-Kurvenrolle
- 84
- Abreisswalzen-Kipphebel
- 86
- Planetenträger
- 87
- Vor- und Zurückbewegung
- 92
- Rundkamm-Hilfswelle
- 94
- Rundkamm-Differentialgetriebe
- 96
- Unrundzahnrad
- 98
- Zangen-Kurvenscheiben-Vorrichtung
- 100
- Zangen-Hilfswelle
- 102
- Zangen-Kurvenscheibe
- 104
- Zangen-Kurvenrolle
- 106
- Zangen-Kipphebel
- 128
- Gemeinsamer Motor, Antriebsmotor
- 129
- Frequenzumrichter
- 130
- Abreisswalzen-Antriebszahnrad
- 131
- Steuereinheit
- 132
- Rundkamm-Antriebszahnrad
- 133
- Stufe
- 134
- Zangen-Antriebszahnrad
- 136
- Zwischen-Zahnrad
- 138
- Motor-Hilfswelle
- 140
- Motor-Zwischenzahnrad
- 142
- Zahnriemen
- 144
- Motor-Zahnrad
- 146
- Motorwelle
- 148
- Drehwinkelsensor
- 150
- Hydraulikzylinder
- 152
- Hydraulikpumpe
- 154
- Wegeventil
- 155
- Ventilregler
- 156
- Reservoir
- 158
- Pumpen-Antriebszahnrad
- 160
- Bürsten-Antriebszahnrad
- 162
- Motor-Antriebszahnrad
- 164
- Riemen
- 165
- Einstellvorrichtung
- 166
- Hülse
- 168
- Aufnahme
- 170
- Zapfen
- 174
- Federelementpacket
- 176
- Dorn
- 178
- Schraubverbindungen
- 180
- sacklochartige Löcher
- 182
- ringförmige Aufnahme
- 184
- Verstellscheibe
- 186
- Zeiger
- 188
- Skala
- 190
- Sensor
1. Kämmmaschine mit einer Antriebsvorrichtung mit einem über einen Hauptmotor (128A)
antreibbares Getriebe (51), wobei das Getriebe (51) einen Abreisswalzen-Antriebsstrang
zur Pilgerschrittbewegung von Abreisswalzen (34), einen Rundkamm-Antriebsstrang zum
ungleichförmigen Antreiben eines Rundkammes (16), und einen Zangen-Antriebsstrang
zur Hin- und Herbewegung eines Zangenaggregates (10) aufweist, und wobei - im montierten
Zustand - eine Wirkverbindung zwischen dem Hauptmotor (128a) und den Antriebssträngen
(70, 92, 100) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Abreisswalzen-Antriebsstrang eine Abreisswalzen-Hilfswelle (70) aufweist, auf
der drehfest ein erstes Antriebszahnrad (130) sitzt, der Rundkamm-Antriebsstrang eine
Rundkamm-Hilfswelle (92) aufweist, auf der drehfest ein zweites Antriebszahnrad (132)
sitzt, und der Zangen-Antriebsstrang eine Zangen-Hilfswelle (100) aufweist, auf der
drehfest ein drittes Antriebszahnrad (134) sitzt, so dass - im montierten Zustand
- die Wirkverbindung zwischen dem Hauptmotor (128a) und dem ersten Antriebszahnrad
(130) sowie zwischen dem zweiten Antriebszahnrad (132) und dem ersten Antriebszahnrad
(130) sowie zwischen dem dritten Antriebszahnrad (134) und dem zweiten Antriebszahnrad
(132) vorgesehen ist, wobei eine Vorrichtung zur Trennung der Wirkverbindung zwischen
dem zweiten Antriebszahnrad (132) und dem ersten Antriebszahnrad (130) durch eine
Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades (132) oder der Rundkamm-Hilfswelle (92)
in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle (92) vorgesehen ist, um nach
Trennung der Wirkverbindung zwischen dem zweiten Antriebszahnrad (132) und dem ersten
Antriebszahnrad (130) die Pilgerschrittbewegung von Abreisswalzen (34) mittels des
Hauptmotors (128a) in Verbindung mit dem Abreisswalzen-Antriebsstrang zu modifizieren.
2. Kämmmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle (70) gegenüber der Rundkamm-Hilfswelle
(92) durch den Hauptmotor (128a) nach Trennung der Wirkverbindung zwischen dem zweiten
Antriebszahnrad (132) und dem ersten Antriebszahnrad (130) vorgesehen ist.
3. Kämmmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle (70) in Schritten von 0,9° bis 4,5° vorgesehen
ist.
4. Kämmmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Antriebszahnrad (132) und das dritte Antriebszahnrad (134) derart ausgebildet
sind, dass die Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades (132) oder der Rundkamm-Hilfswelle
(92) kein Lösen der Wirkverbindung zwischen dem dritten Antriebszahnrad (134) und
dem zweiten Antriebszahnrad (132) bewirkt.
5. Kämmmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades (132) oder der Rundkamm-Hilfswelle
(92) einen hydraulischen, elektrischen oder mechanischen Antrieb aufweist.
6. Kämmmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als hydraulischer Antrieb ein Hydraulikzylinder (150) vorgesehen ist, welcher mit
der Rundkamm-Hilfswelle (92) oder dem zweiten Antriebszahnrad (132) verbunden ist.
7. Kämmmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Drehwinkelsensor (148a) auf der Abreisswalzen-Hilfswelle (70) und ein
zweiter Drehwinkelsensor (148b) auf der Zangen-Hilfswelle (100) vorgesehen ist.
8. Kämmmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (131) vorgesehen ist, welche mit dem Hauptmotor (128a) und der
Vorrichtung zur Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades (132) oder der Rundkamm-Hilfswelle
(92) und den Drehwinkelsensoren (148a, 148b) verbunden ist.
9. Kämmmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehung der Abreisswalzen-Hilfswelle (70) um einen vorgegebenen Wert durch
die Steuereinheit (131) in Verbindung mit dem Hauptmotor (128a) vorgesehen ist, wobei
über die Steuereinheit (131) ein Vergleich des ersten Drehwinkelsensors (148a) mit
dem zweiten Drehwinkelsensor (148b) vorgesehen ist.
10. Kämmmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (131) in einem Speicher Referenzdaten für den zweiten Drehwinkelsensor
(148b) und/oder für die Verdrehung aufweist.
11. Verfahren zur Einstellung einer Kämmmaschine mit einer Antriebsvorrichtung mit einem
über einen frequenzgesteuerten Hauptmotor (128a) angetriebenen Getriebe (51) mit einem
Abreisswalzen-Antriebsstrang zur Pilgerschrittbewegung einer Abreisswalze (34) mit
einem ersten Antriebszahnrad (130) auf einer Abreisswalzen-Hilfswelle (70), mit einem
Rundkamm-Antriebsstrang zum ungleichförmigen Antreiben eines Rundkammes (16) mit einem
zweiten Antriebszahnrad (132) auf einer Rundkamm-Hilfswelle (92) und einem Zangen-Antriebsstrang
zur Hin- und Herbewegung eines Zangenaggregates (10) mit einem dritten Antriebszahnrad
(134) auf einer Zangen-Hilfswelle (100), wobei eine Wirkverbindung zwischen dem Hauptmotor
(128a) und den Antriebszahnrädern (130, 132, 134) besteht, wodurch das erste Antriebszahnrad
(130) durch den Hauptmotor (128a) und das zweite Antriebszahnrad (132) durch das erste
Antriebszahnrad (130) und das dritte Antriebszahnrad (134) durch das zweite Antriebszahnrad
(132) angetrieben werden,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- Stillsetzen der Antriebsvorrichtung,
- Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades (132) auf der Rundkamm-Hilfswelle (92)
oder der Rundkamm-Hilfswelle (92) in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle
(92) zur Trennung der Wirkverbindung zwischen dem ersten Antriebszahnrad (130) und
dem zweiten Antriebszahnrad (132),
- Verdrehen der Abreisswalzen-Hilfswelle (70) gegenüber der Rundkamm-Hilfswelle (92)
und der Zangen-Hilfswelle (100) mit dem Hauptmotor (128a),
- Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades (132) auf der Rundkamm-Hilfswelle (92)
oder der Rundkamm-Hilfswelle (92) in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle
(92) zur Wiederherstellung der Wirkverbindung zwischen dem ersten Antriebszahnrad
(130) und dem zweiten Antriebszahnrad (132).
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verschiebung des zweiten Antriebszahnrades (132) auf der Rundkamm-Hilfswelle
(92) oder der Rundkamm-Hilfswelle (92) in Richtung einer Längsachse der Rundkamm-Hilfswelle
(92) die Wirkverbindung zwischen dem zweiten Antriebszahnrad (132) und dem dritten
Antriebszahnrad (134) nicht getrennt wird.
1. A drive apparatus for a combing machine having a gear (51a) driven by a main motor
(128a), wherein the gear (51) has a detaching roller drive train for the reciprocal
movement of detaching rollers (34), a circular comb drive train for variable drive
of a circular comb (16) and a nipper drive train for the back-and-forth movement of
a nipper unit (10), and wherein there is an operative connection between the main
motor (128a) and the drive trains (70, 92, 100), characterized in that the detaching roller drive train has a detaching roller auxiliary shaft (70), on
which a first drive gear (130) sits in a rotationally fixed mount, the circular comb
drive train has a circular comb auxiliary shaft (92), on which a second drive gear
(132) sits in a rotationally fixed mount, and the nipper drive train has a nipper
auxiliary shaft (100) on which a third drive gear (134) sits in a rotationally fixed
mount, so that the operative connection is provided between the main motor (128a)
and the first drive gear (130) as well as between the second drive gear (132) and
the first drive gear (130) as well as between the third drive gear (134) and the second
drive gear (132), wherein a device is provided for separating the operative connection
between the second drive gear (132) and the first drive gear (130) by shifting the
second drive gear (132) or the circular comb auxiliary shaft (92) in the direction
of a longitudinal axis of the circular comb auxiliary shaft (92) such as to modify
the reciprocating movement of detaching rollers (34) by means of the main motor (128a)
in combination with the detaching roller drive train after the separation of the operative
connection between the second drive gear (132) and the first drive gear (130).
2. The drive apparatus according to claim 1, characterized in that rotation of the detaching roller auxiliary shaft (70) with respect to the circular
comb auxiliary shaft (92) is provided by the main motor (128a) after separation of
the operative connection between the second drive gear (132) and the first drive gear
(130).
3. The drive apparatus according to claim 2, characterized in that the rotation of the detaching roller auxiliary shaft (70) in increments of 0.9° to
4.5° is provided.
4. The drive apparatus according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the second drive gear (132) and the third drive gear (134) are designed so that the
shift of the second drive gear (132) or the circular comb auxiliary shaft (92) does
not cause the operative connection between the third drive gear (134) and the second
drive gear (132) to be released.
5. The drive apparatus according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the device for shifting the second drive gear (132) or the circular comb auxiliary
shaft (92) has a hydraulic, electric or mechanical drive.
6. The drive apparatus according to claim 5, characterized in that a hydraulic cylinder (150) is provided as the hydraulic drive and is connected to
the circular comb auxiliary shaft (92) or to the second drive gear (132).
7. The drive apparatus according to any one of claims 1 to 6, characterized in that a first angle of rotation sensor (148a) is provided on the detaching roller auxiliary
shaft (70), and a second angle of rotation sensor (148b) is provided on the nipper
auxiliary shaft (100).
8. The drive apparatus according to claim 7, characterized in that a control unit (131) which is connected to the main motor (128a) and the device for
shifting the second drive gear (132) or the circular comb auxiliary shaft (92) and
the angle of rotation sensors (148a, 148b), is provided.
9. The drive apparatus according to claim 8, characterized in that rotation of the detaching roller auxiliary shaft (70) by a predetermined amount is
provided by the control unit (131) in combination with the main motor (128a) is provided,
wherein the first angle of rotation sensor (148a) is compared with the second angle
of rotation sensor (148b) by the control unit (131).
10. The drive apparatus according to claim 9, characterized in that the control unit (131) has reference data for the second angle of rotation sensor
(148b) and/or for the rotation in a memory.
11. A method for adjusting a combing machine having a drive apparatus with a gear (51)
driven by a frequency-controlled main motor (128a), with a detaching roller drive
train for the reciprocating movement of a detaching roller (34), having a first drive
gear (130) on a detaching roller auxiliary shaft (70), with a circular comb drive
train for variable drive of a circular comb (16), having a second drive gear (132)
on a circular comb auxiliary shaft (92) and a nipper drive train for back-and-forth
movement of a nipper unit (10), having a third drive gear (134) on a nipper auxiliary
shaft (100), wherein there is an operative connection between the main motor (128a)
and the drive gears (130, 132, 134), so that the first drive gear (130) is driven
by the main motor (128a), and the second drive gear (132) is driven by the first drive
gear (130), and the third drive gear (134) is driven by the second drive gear (132)
characterized by the following method steps:
- stopping the drive apparatus,
- shifting the second drive gear (132) to the circular comb auxiliary shaft (92) or
shifting the circular comb auxiliary shaft (92) in the direction of the longitudinal
axis of the circular comb auxiliary shaft (92) to separate the operative connection
between the first drive gear (130) and the second drive gear (132),
- rotation of the detaching roller auxiliary shaft (70) with respect to the circular
comb auxiliary shaft (92) and rotation of the nipper auxiliary shaft (100) with the
main motor (128a),
- shifting the second drive gear (132) to the circular comb auxiliary shaft (92) or
shifting the circular comb auxiliary shaft (92) in the direction of the longitudinal
axis of the circular comb auxiliary shaft (92) to restore the operative connection
between the first drive gear (130) and the second drive gear (132).
12. The method according to claim 12, characterized in that the operative connection between the second drive gear (132) and the third drive
gear (134) is not disconnected in the shifting of the second drive gear (132) on the
circular comb auxiliary shaft (92) or in shifting of the circular comb auxiliary shaft
(92) in the direction of the longitudinal axis of the circular comb auxiliary shaft
(92).
1. Peigneuse comportant un dispositif d'entraînement comportant une transmission (51)
pouvant être entraînée par l'intermédiaire d'un moteur principal (128A), dans laquelle
la transmission (51) présente une chaîne cinématique de cylindres arracheurs pour
le mouvement à pas de pèlerin de cylindres arracheurs (34), une chaîne cinématique
de peigne circulaire pour l'entraînement de manière non uniforme d'un peigne circulaire
(16) et une chaîne cinématique de pince pour le mouvement d'avant en arrière d'un
ensemble pince (10), et dans laquelle, à l'état monté, une liaison fonctionnelle existe
entre le moteur principal (128a) et les chaînes cinématiques (70, 92, 100), caractérisée en ce que la chaîne cinématique de cylindres arracheurs présente un arbre auxiliaire de cylindres
arracheurs (70) sur lequel est placée de manière solidaire en rotation une première
roue dentée d'entraînement (130), la chaîne cinématique de peigne circulaire présente
un arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) sur lequel est placée de manière solidaire
en rotation une deuxième roue dentée d'entraînement (132) et la chaîne cinématique
de pince présente un arbre auxiliaire de pince (100) sur lequel est placée de manière
solidaire en rotation une troisième roue dentée d'entraînement (134), de sorte que,
à l'état monté, la liaison fonctionnelle est prévue entre le moteur principal (128a)
et la première roue dentée d'entraînement (130) et entre la deuxième roue dentée d'entraînement
(132) et la première roue dentée d'entraînement (130) et entre la troisième roue dentée
d'entraînement (134) et la deuxième roue dentée d'entraînement (132), dans laquelle
un dispositif est prévu pour la séparation de la liaison fonctionnelle entre la deuxième
roue dentée d'entraînement (132) et la première roue dentée d'entraînement (130) au
moyen d'un déplacement de la deuxième roue dentée d'entraînement (132) ou de l'arbre
auxiliaire de peigne circulaire (92) en direction d'un axe longitudinal de l'arbre
auxiliaire de peigne circulaire (92) afin de modifier, après la séparation de la liaison
fonctionnelle entre la deuxième roue dentée d'entraînement (132) et la première roue
dentée d'entraînement (130), le mouvement à pas de pèlerin de cylindres arracheurs
(34) au moyen du moteur principal (128a) en liaison avec la chaîne cinématique de
cylindres arracheurs.
2. Peigneuse selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une rotation de l'arbre auxiliaire de cylindres arracheurs (70) par rapport à l'arbre
auxiliaire de peigne circulaire (92) par le moteur principal (128a) est prévue après
la séparation de la liaison fonctionnelle entre la deuxième roue dentée d'entraînement
(132) et la première roue dentée d'entraînement (130).
3. Peigneuse selon la revendication 2, caractérisée en ce que la rotation de l'arbre auxiliaire de cylindres arracheurs (70) est prévue par pas
de 0,9° à 4,5°.
4. Peigneuse selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la deuxième roue dentée d'entraînement (132) et la troisième roue dentée d'entraînement
(134) sont formées de telle sorte que le déplacement de la deuxième roue dentée d'entraînement
(132) ou de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) ne provoque pas le desserrage
de la liaison fonctionnelle entre la troisième roue dentée d'entraînement (134) et
la deuxième roue dentée d'entraînement (132).
5. Peigneuse selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le dispositif permettant le déplacement de la deuxième roue dentée d'entraînement
(132) ou de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) présente un entraînement
hydraulique, électrique ou mécanique.
6. Peigneuse selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'un vérin hydraulique (150) est prévu comme entraînement hydraulique, lequel est relié
à l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) ou à la deuxième roue dentée d'entraînement
(132).
7. Peigneuse selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'un premier capteur d'angle de rotation (148a) est prévu sur l'arbre auxiliaire de
cylindres arracheurs (70) et un second capteur d'angle de rotation (148b) est prévu
sur l'arbre auxiliaire de pince (100).
8. Peigneuse selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'une unité de commande (131) est prévue, laquelle est reliée au moteur principal (128a)
et au dispositif permettant le déplacement de la deuxième roue dentée d'entraînement
(132) ou de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) et aux capteurs d'angle de
rotation (148a, 148b).
9. Peigneuse selon la revendication 8, caractérisée en ce que la rotation de l'arbre auxiliaire de cylindres arracheurs (70) d'une valeur prédéfinie
est prévue par l'unité de commande (131) en liaison avec le moteur principal (128a),
dans laquelle, par l'intermédiaire de l'unité de commande (131), une comparaison du
premier capteur d'angle de rotation (148a) avec le second capteur d'angle de rotation
(148b) est prévue.
10. Peigneuse selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'unité de commande (131) présente dans une mémoire des données de référence pour
le second capteur d'angle de rotation (148b) et/ou pour la rotation.
11. Procédé permettant de régler une peigneuse comportant un dispositif d'entraînement
comportant une transmission (51) entraînée par l'intermédiaire d'un moteur principal
(128a) commandé en fréquence, laquelle transmission comporte une chaîne cinématique
de cylindres arracheurs pour le mouvement à pas de pèlerin d'un cylindre arracheur
(34) qui comporte une première roue dentée d'entraînement (130) sur un arbre auxiliaire
de cylindres arracheurs (70), comporte une chaîne cinématique de peigne circulaire
pour l'entraînement de manière non uniforme d'un peigne circulaire (16) qui comporte
une deuxième roue dentée d'entraînement (132) sur un arbre auxiliaire de peigne circulaire
(92), et une chaîne cinématique de pince pour le mouvement d'avant en arrière d'un
ensemble pince (10) qui comporte une troisième roue dentée d'entraînement (134) sur
un arbre auxiliaire de pince (100), dans lequel une liaison fonctionnelle existe entre
le moteur principal (128a) et les roues dentées d'entraînement (130, 132, 134), moyennant
quoi la première roue dentée d'entraînement (130) est entraînée par le moteur principal
(128a) et la deuxième roue dentée d'entraînement (132) est entraînée par la première
roue dentée d'entraînement (130) et la troisième roue dentée d'entraînement (134)
est entraînée par la deuxième roue dentée d'entraînement (132),
caractérisé par les étapes de procédé suivantes :
- mise à l'arrêt du dispositif d'entraînement,
- déplacement de la deuxième roue dentée d'entraînement (132) sur l'arbre auxiliaire
de peigne circulaire (92) ou de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) en direction
d'un axe longitudinal de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) pour séparer
la liaison fonctionnelle entre la première roue dentée d'entraînement (130) et la
deuxième roue dentée d'entraînement (132),
- rotation de l'arbre auxiliaire de cylindres arracheurs (70) par rapport à l'arbre
auxiliaire de peigne circulaire (92) et à l'arbre auxiliaire de pince (100) à l'aide
du moteur principal (128a),
- déplacement de la deuxième roue dentée d'entraînement (132) sur l'arbre auxiliaire
de peigne circulaire (92) ou de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) en direction
d'un axe longitudinal de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) pour rétablir
la liaison fonctionnelle entre la première roue dentée d'entraînement (130) et la
deuxième roue dentée d'entraînement (132).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que, lors du déplacement de la deuxième roue dentée d'entraînement (132) sur l'arbre auxiliaire
de peigne circulaire (92) ou de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92) en direction
d'un axe longitudinal de l'arbre auxiliaire de peigne circulaire (92), la liaison
fonctionnelle entre la deuxième roue dentée d'entraînement (132) et la troisième roue
dentée d'entraînement (134) n'est pas séparée.