[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Profilschiene und Befestigungsmittel zur
Befestigung der Profilschiene auf einer Verschalung zur zumindest teilweisen Einbettung
der Profilschiene in Beton und ein Verfahren dazu.
[0002] Bekannte Profilschienen, die auch Ankerschienen, Profilankerschienen oder Montageschienen
zur Verankerung in Beton genannt werden können, sind entlang einer Profilschienen-Längsachse
meist C-förmig mit einem Schienenrücken, zwei seitlichen Schenkeln mit jeweils davon
abgewinkelten Flügelabschnitten ausgebildet, wobei die Flügelabschnitte sich jeweils
zueinander soweit erstrecken, dass ein Schienenschlitz mit einer Schienenschlitzweite
dazwischen offen bleibt. Der Schienenschlitz hat die Bewandtnis, dass darin eine oder
mehrere Schrauben eingebracht sein können, um andere Teile an der Profilschiene festschrauben
zu können. Bevorzugt können die Schrauben an beliebigen Stellen entlang des Schienenschlitzes
montiert werden und Kräfte bevorzugt quer zur Schienenlängsachse übertragen. Eine
besondere Ausführungsform weist dabei eine Verzahnung innen an den Flügelabschnitten
auf, um durch die Verzahnung auch Kräfte parallel zur Profilschienenlängsachse übertragen
zu können. Mit dem Schienenrücken sind bevorzugt mehrere Anker, wie beispielsweise
Profilanker oder Rundanker, verbunden, oder diese können damit verbunden werden, um
in einem in Beton eingegossenen Zustand eine bessere formschlüssige Verankerung der
Profilschiene im Beton zu bewirken. Der Begriff "Beton" steht auch stellvertretend
für jegliche andere Vergussmasse, wie beispielsweise Zement oder Beton- oder Baumaterial-Gemische,
die zu einem Eingießen oder Einbetten der Profilschiene geeignet sind.
[0003] In dem Schienenrücken sind oder werden bevorzugt entlang einer Mittellinie mehrere
Löcher eingebracht, durch die die Profilschiene auf die Verschalung bevorzugt aufgenagelt
werden kann. Vor einem Eingießen der Profilschiene in Beton wird die Profilschiene
auf der Seite mit dem Schienenschlitz temporär mit der Verschalung so verbunden, dass
die Profilschiene mit dem Schienenschlitz dicht auf der Verschalung, die flächig ist,
sitzt und damit verbunden wird. Das Anbringen der Profilschiene an oder auf der Verschalung
erfolgt im Allgemeinen durch Aufnageln oder Aufschrauben auf eine übliche Holz- oder
Kunststoffverschalung. Dabei wird die Profilschiene mit der Verschalung durch Stifte
oder Nägel, die durch die Löcher in die Verschalung eingetrieben werden, oder durch
Schrauben, die durch die Löcher in die Verschalung eingeschraubt oder durchgeschraubt
und gekontert werden, verbunden. Die Löcher haben dabei einen Lochdurchmesser oder
Lochquerschnitt, der auf die Stifte, Nägel oder Schrauben abgestimmt ist. Die Anordnung
der Anker entlang dem Schienenrücken muss häufig individuell vorgenommen werden, wobei
die Profilschienen, die standardisierte Profilschienen sind, nachträglich entsprechend
den Anforderungen am individuellen Bauvorhaben mit Zeitaufwand individuell geändert
und angepasst werden müssen.
[0004] Alternativ werden bei einer weit verbreiteten Ausführungsform der Profilschiene in
etwa regelmäßigen Abständen Löcher im Schienenrücken eingebracht, deren Durchmesser
das Durchdringen des Nagelschaftes aber nicht des -kopfes erlaubt. Diese Nagellöcher
müssen als Teil des Produktionsprozesses oder in einem gesonderten Arbeitsgang in
den Schienenrücken eingebracht werden, z.B. durch Bohren oder Stanzen; dieser Vorgang
ist zeit- und kostentreibend.
[0005] DE 10 2007 040 279 A1 offenbart verschiedene Möglichkeiten, wie die Profilschiene auch mit Draht umbunden
mit der Verschalung verbunden werden kann, durch die die beiden Drahtenden geführt,
gezogen und vor der Verschalung arretiert werden, um die Profilschiene gegen die Verschalung
zu ziehen und zu halten.
[0006] Nach dem Aushärten des Betons werden Schalungsseitenwände und die Verschalung, die
mit der Profilschiene verbunden ist, entfernt, sodass zur weiteren Befestigung vorgesehene
Seiten von in Beton eingegossenen Einlegeteilen in einer Betonoberfläche frei liegen.
Danach kann die Schalung gereinigt und an anderer Stelle wiederverwendet werden. Nachteilig
können dabei nun aus der Profilschiene herausstehende Nagelenden oder Schraubenenden
sein, die üblicherweise mühsam und verletzungsgefährdend abgeschliffen oder mit Hilfe
eines Meißels abgeschlagen werden müssen. Erst nach solchen zeitaufwändigen Arbeiten
steht die Profilschiene zur Nutzung mit entsprechenden Spezialschauben (Hammer- oder
Hakenkopf) zur Verfügung.
[0007] DE 20 2015 003 443 U1 offenbart eine Profilschiene, in der in einem Profilschieneninnenraum, der zwischen
den Schenkeln und dem Schienenrücken gebildet wird, ein jeweiliges Halteelement mit
der Profilschiene verbunden ist, gegen das die Verschalung über eine Schraubverbindung
gezogen und arretiert wird. Dieses Verfahren erübrigt ein Abschleifen oder Umbiegen
der Nagelenden oder Schraubenenden, aber es ist vom Materialaufwand und der Installation
her gesehen teurer.
[0008] DE 9 108 942 U1 offenbart eine in c-profilierter Querschnittsform ausgebildete Profilschiene mit
im Schienenrücken vorgesehenen Löchern, durch die Haltenägel bis zum jeweiligen Schalungsbrett,
auf dem die Profilschiene liegt, ein- und durchgeschlagen werden können. In einem
den Löchern gegenüberliegenden Öffnungsspalt sind Füllstreifen zu einem Verschließen
des Öffnungsspalts vorgesehen. Nach einem abgeschlossenen Eingießen der Profilschiene
müssen in einem nachfolgenden Schritt, nachdem das Schalungsbrett abgezogen worden
ist, die herausstehenden Haltenägel beispielsweise umgeschlagen oder abgezwickt werden,
wobei immer noch Enden der Haltenägel vorhanden und sichtbar sind.
[0009] CH 379 734 A offenbart die Profilschiene mit den im Schienenrücken vorgesehenen Löchern und Haltenägel,
die so ausgebildet sind, dass ein Haltenagelkopf über ein Gewinde auf einen jeweiligen
Haltenageldorn aufgeschraubt ist. Mit dem aufgeschraubten Haltenagelkopf kann der
Haltenagel zunächst in das Schalungsbrett eingeschlagen werden. Nach einem abgeschlossenen
Eingießen der Profilschiene kann in einem nachfolgenden Schritt das Schalungsbrett
abgezogen und die herausstehenden Haltenägel einfach umgebogen und herausgedreht werden.
Nachteilig ist hierbei, dass das Gewinde im Haltenagel beim Hineinschlagen des Haltenagels
in das Schalungsbrett oft beschädigt wird und das nachträgliche Entfernen des Haltenageldorns
dadurch noch mehr erschwert wird.
[0011] Passende Spezialschrauben, die in der Profilschiene eingesetzt und durch den Schienenschlitz
geführt sind, werden anhand von Planungs- und Zulassungsunterlagen entsprechend der
Profilschienengröße und ihrer Verwendungsart (Zug, Querzug, etc.) ausgewählt. Ein
Anwender identifiziert die Profilschiene im Allgemeinen anhand einer schieneninnenseitigen
Kennzeichnung oder Prägung. Aus
DE29903167 geht hervor, dass eine Prägung auch Teil eines Ankers sein kann. Oder die Prägung
kann als eigener Prozess in den Fertigungsablauf eingebaut werden. Beide Techniken
sind kostenintensiv. Alternativ werden Beschriftungen aufgebracht, deren Witterungsbeständigkeit
von Anwendern oft in Zweifel gezogen wird.
[0012] Profilschienen werden anwendungsbezogen in unterschiedlichen Längen, im Allgemeinen
zwischen 100mm und 6m, benötigt und produziert.
DE19907475 offenbart ein Verfahren, bei der Anker durch Ankerlöcher in Senkungen im Schienenrücken
einer Profilschiene hindurchgeführt und durch Materialumformung verliersicher befestigt
werden. Diese Ankerlöcher werden i.a. mittels eines Stanzprägewerkzeugs zugleich mit
den Löchern für die Nägel oder Schrauben und den jeweiligen Senkungen hergestellt.
Nach einem Einsetzen und Befestigen der Anker kann Korrosionsschutz aufgebracht werden.
Aus
EP2388382 ist bekannt, dass Stopfen in den Löchern für die Nägel oder Schrauben dazu genutzt
werden können eine ungeschützte Oberfläche im Lochbereich durch Verschließen gegen
Korrosion zu schützen. Dies löst jedoch nicht das Problem des mangelnden Korrosionsschutzes
der größeren Ankerlöcher, in denen ein Anker gehalten wird. Daher ist es i.a. üblich
den Korrosionsschutz erst nach allen Arbeiten, die die Oberfläche verletzen können,
aufzubringen. Das spätere Setzen eines zusätzlichen Ankers ist i.a. nicht vorgesehen.
[0013] Die derzeit übliche Verkettung der Fertigungsprozesse einschließlich der Korrosionsschutzmaßnahmen
erfordert eine aufwändige und teure Logistik.
[0014] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile aus dem Stand
der Technik zu beseitigen und eine Profilschiene bereitzustellen, die über Verbindungsmittel
möglichst einfach und zeit- und kostensparend mit einer Verschalung für einen Beton-Verguss
verbindbar ist und von der die Verschalung wieder lösbar ist, insgesamt mit möglicherweise
überstehenden Verbindungsmitteln, und es soll ein dementsprechendes Verfahren dazu
bereitgestellt werden.
[0015] Die vorstehende Aufgabe wird von einer Profilschiene zur Befestigung auf einer Verschalung
zur zumindest teilweisen Einbettung in Beton gemäß den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 und durch ein Verfahren zu einer Montage der Profilschiene auf der Verschalung
gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 12 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0016] Erfindungsgemäß wird eine Profilschiene zur Befestigung auf einer Verschalung zur
zumindest teilweisen Einbettung in Beton bereitgestellt, wobei
- die Profilschiene entlang einer Profilschienen-Längsachse im Wesentlichen C-förmig
ausgebildet ist durch einen Schienenrücken mit zwei seitlich davon winkelig abstehenden
gegenüberliegenden Schenkeln, wobei die Schenkel an ihren dem Schienenrücken gegenüberliegenden
Kanten jeweilige davon zueinander abgewinkelte Flügelabschnitte aufweisen, wobei der
jeweilige Flügelabschnitt jeweils eine Außenkante, die mit dem jeweiligen Schenkel
verbunden ist, und eine Innenkante aufweist, so dass die beiden zueinander verlaufenden
Innenkanten einen parallelen Schienenschlitz und die beiden Flügelabschnitte eine
unterste Ebene bilden, um mit der untersten Ebene an der Verschalung anzuliegen,
wobei im Schienenrücken eine erste Vielzahl von Löchern mit einem jeweiligen Lochquerschnitt
ausgebildet sind;
- eine zweite Vielzahl an Stopfen in der ersten Vielzahl von Löchern verteilt eingesetzt
sind,
- wobei der jeweilige Stopfen entlang einer zentrischen Stopfenlängsachse einen Kappenabschnitt
und einen daran anschließenden Durchgangsabschnitt aufweist, wobei der Kappenabschnitt
eine erste Stirnseite und einen ersten äußeren Querschnitt hat, der größer als der
Lochquerschnitt ist, so dass der Kappenabschnitt bei einem Einführen des Durchgangsabschnitts
in das jeweilige Loch am Schienenrücken anschlägt und zurückgehalten wird, wobei der
Durchgangsabschnitt eine zweite Stirnseite, die der ersten Stirnseite gegenüber liegt
und einen zweiten äußeren Querschnitt hat, der durch das jeweilige Loch soweit durchführbar
oder darin einpressbar ist, dass der Kappenabschnitt am Schienenrücken anschlägt;
- wobei der jeweilige Stopfen in Richtung der Stopfenlängsachse für ein jeweiliges längliches
Verbindungselement einen Durchführungsbereich aufweist, der ausgebildet ist, um von
dem Verbindungselement manuell durchstoßbar zu sein und das Verbindungselement dabei
zu führen;
- wobei das Verbindungselement als ein Nagel oder eine Schraube mit einem Kopf und einem
Schaft mit einer Länge ausgebildet ist, die ausreicht, um den Stopfen mit der Verschalung
und mit der Profilschiene dazwischen zu verbinden.
[0017] Besonders vorteilhaft bei der vorliegenden Erfindung ist die Einführung der Stopfen
zwischen der Profilschiene und dem Verbindungselement, da die Stopfen an in der Profilschiene
vorgefertigten beliebigen Stellen einsetzbar und davon wieder lösbar sind, um an den
Stellen mit den jeweiligen Stopfen über ein jeweiliges Verbindungselement eine Verbindung
zwischen der Profilschiene und der Verschalung herzustellen. Das Verbindungselement
hat dabei keinen direkten Kontakt zur Profilschiene und schädigt dieses oder einen
Korrosionsschutz auf der Profilschiene, die mit den vorgefertigten Löchern bevorzugt
insgesamt korrosionsgeschützt ist, nicht. Bevorzugt ist der Stopfen ein Kunststoffstopfen,
der die weiteren Vorteile hat, dass er, da er bevorzugt elastisch ist, einfach in
die Profilschiene einsetzbar ist, bevorzugt abdichtet und kostengünstig ist. Im Vergleich
zum Verbindungselement, wie beispielsweise einem Nagel, hat der Stopfen einen größeren
äußeren Querschnitt und dementsprechend bei gleicher Druckkraft eine kleinere Flächenpressung
zur Profilschiene hin.
[0018] Bevorzugt sind die vorgefertigten Löcher so ausgebildet, dass darin sowohl ein Stopfen
als auch ein Anker eingesetzt werden kann, so dass die entsprechende Auswahl direkt
Vorort an der Baustelle vorgenommen werden kann. Dies spart auch viel Zeit und Kosten
oder eine aufwendige und viel kostspieligere Vorausplanung.
[0019] Bevorzugt ist der Stopfen so ausgebildet, dass wenn er in der Profilschiene sitzt
und das Verbindungselement zu einer Montage der Profilschiene auf der Verschalung
mit der Verschalung verbunden wird, der Stopfen durch das Verbindungselement bis zu
einer ersten Zugkraft durch den Schienenschlitz hindurch zur Verschalung gezogen wird,
und der Stopfen dabei das Verbindungselement hält. Zudem ist der Stopfen bevorzugt
so ausgebildet, dass nachdem die Verschalung später abgenommen worden ist, der Stopfen
das Verbindungselement ab einer zweiten Zugkraft in Richtung vom Stopfen zum Schienenschlitz
hin freigibt, durchrutschen oder herausbrechen lässt. Bevorzugt ist die zweite Zugkraft
größer als die erste Zugkraft. Bevorzugt ist der Stopfen zumindest im Durchführungsbereich
für das Verbindungselement genügend elastisch ausgebildet oder weist eine Sollbruchstelle
auf, so dass das Verbindungselement ab der zweiten Zugkraft vom Loch der Profilschiene
durch den Schienenschlitz herausziehbar ist. Bevorzugt bricht die Sollbruchstelle
dann, wenn im Bereich der Sollbruchstelle ein Material des Stopfens herausgezogen
werden kann, um die Sollbruchstelle durch eine Materialverdünnung zu bilden. Beispielsweise
kann das Material, das herausgezogen werden soll, mit einer Lasche verbunden sein,
die in montiertem Zustand des Stopfens in der Profilschiene auf der Seite des Durchgangsbereichs
und vom Schienenschlitz aus zugänglich angeordnet ist.
[0020] Indem auf den Stopfen bevorzugt eine für die Profilschiene relevante Kennung oder
Identifizierung aufgebracht ist, bevorzugt auf der ersten Stirnseite und/oder auf
der gegenüberliegenden zweiten Stirnseite, braucht diese wichtige Kennung für die
Profilschiene, die auch in Beton eingegossenem Zustand nachträglich jederzeit erkennbar
sein muss, nicht mit viel höherem Aufwand in die Profilschiene selbst eingeschlagen
oder eingraviert zu werden. Ein Einschlagen oder Eingravieren der Kennung in die Profilschiene
selbst ist hinsichtlich eines Korrosionsschutzauftrags problematisch, wenn der Korrosionsschutz
dabei teils abgefräst oder abgetragen würde oder wenn nachträglich eine Antikorrosionsschicht
aufgetragen würde und die Kennung dabei schlecht leserlich machen würde. Ein Farbauftrag
kann beim Baugeschehen auch leicht abgekratzt werden; diese Probleme gibt es bei einer
Einprägung in dem Stopfen nicht.
[0021] Bevorzugte Ausführungsformen gemäß der vorliegenden Erfindung sind in nachfolgenden
Zeichnungen und in einer detaillierten Beschreibung dargestellt, sie sollen aber die
vorliegende Erfindung nicht ausschließlich darauf begrenzen.
[0022] Es zeigen
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Ansicht einen Ausschnitt einer ersten Ausführungsform einer
Profilschiene, die entlang einer Profilschienenlängsachse C-förmig mit einem Schienenrücken,
zwei seitlichen Schenkeln und zwei unten zueinander abgewinkelten Flügelabschnitten,
die einen Schienenschlitz dazwischen bilden, ausgebildet ist, und die an einem Schienenrücken
Löcher, in denen bevorzugt nicht dargestellte Anker oder Stopfen einsetzbar sind,
aufweist;
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Ansicht einen Ausschnitt der ersten Ausführungsform der
Profilschiene aus Fig. 1, die nach oben drei Anker aufweist, die Profilanker und mit
der Profilschiene verbunden sind, wobei zwischen den Ankern die Stopfen eingesetzt
sind; in zwei der Stopfen ist jeweils in einem Durchführungsbereich ein Nagel als
ein Verbindungselement teilweise eingebracht;
- Fig. 3
- in einer perspektivischen Ansicht einen Ausschnitt einer zweiten Ausführungsform der
Profilschiene, die entlang der Profilschienenlängsachse C-förmig ausgebildet ist und
seitlich nach oben zwei Anker aufweist, die Rundanker und mit der Profilschiene verbunden
sind, wobei zwischen den Ankern die Stopfen angeordnet sind, und in einem der Stopfen
in dem Durchführungsbereich der Nagel teilweise eingebracht ist;
- Fig. 4
- eine Seitenschnittansicht in Richtung der Profillängsachse der Profilschiene aus Fig.
3 mit einem darin eingesetzten entlang einer gemeinsamen Schnittebene geschnittenen
Stopfen, der in das Loch eingesetzt ist, wobei die Profilschiene auf eine Verschalung
aufgelegt ist;
- Fig. 5
- eine Seitenschnittansicht in Richtung der Profillängsachse der Profilschiene aus Fig.
1 mit einem darin eingesetzten entlang der Schnittebene geschnittenen Stopfen, der
in das Loch eingesetzt ist, wobei die Profilschiene auf die Verschalung aufgelegt
ist und mit dem Nagel zwischen dem Stopfen und der Verschalung mit der Verschalung
verbunden ist;
- Fig. 6
- eine Seitenschnittansicht in Richtung der Profillängsachse der Profilschiene aus Fig.
1 mit einem darin eingesetzten entlang der Schnittebene geschnittenen anderen Stopfen,
der in das Loch eingesetzt ist, wobei die Profilschiene im Schienenschlitz ein darin
eingepresstes Abdichtprofil aufweist, auf die Verschalung aufgelegt ist und mit dem
Nagel zwischen dem Stopfen und der Verschalung mit der Verschalung verbunden ist;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht in Richtung der Profillängsachse einer weiteren Ausführungsform
der Profilschiene, deren zwei untere zueinander abgewinkelte Flügelabschnitte von
einer jeweiligen unteren Außenkante nach innen zu einer jeweiligen Innenkante hin
nach oben verläuft, wobei die jeweiligen Schenkel mit den jeweiligen Flügelabschnitten
spitz abgewinkelt sind;
- Fig. 8
- eine Seitenschnittansicht in Richtung der Profillängsachse der Profilschiene aus Fig.
5 mit einem darin eingesetzten entlang der Schnittebene geschnittenen anderen Stopfen,
der in das Loch eingesetzt ist, wobei ein Innenabschnitt des Stopfens mit dem Nagel
nicht mehr vorhanden ist, und wobei eine Profilschraube mit einem Schraubenkopf in
die Profilschiene eingesetzt ist und mit einem Gewindeteil durch den Schienenschlitz
hindurch steht, an dem eine Platte verschraubt ist;
- Fig. 9
- eine Seitenschnittansicht des Stopfens in einer ersten Ausführungsform, wie beispielsweise
auch in Fig. 4 und 5 gezeigt, wobei der Stopfen einen Kappenabschnitt und einen Durchgangsabschnitt
mit einer Rastnase aufweist; eine Stopfenlängsachse ist strichpunktiert dargestellt;
- Fig. 10
- eine Seitenschnittansicht des Stopfens in einer zweiten Ausführungsform, der den Kappenabschnitt
und den Durchgangsabschnitt aufweist, wobei der Durchgangsabschnitt außen um eine
Stopfenlängsachse bombiert ausgebildet ist, um im jeweiligen Loch besser festklemmen
zu können;
- Fig. 11
- eine Seitenschnittansicht des Stopfens in einer dritten Ausführungsform, der den Kappenabschnitt
und den Durchgangsabschnitt aufweist, wobei der Durchgangsabschnitt außen um die Stopfenlängsachse
ringförmig lamellenartig ausgebildet ist, um im jeweiligen Loch besser festklemmen
zu können;
- Fig. 12
- links im Bild in einer ersten perspektivischen Ansicht von oben und einer Seite den
Stopfen der ersten Ausführungsform aus Fig. 9, der an einer oberen, äußeren ersten
Stirnseite eine erste Kennung trägt, und rechts im Bild in einer zweiten perspektivischen
Ansicht von unten und der Seite den Stopfen der ersten Ausführungsform aus Fig. 9,
der an einer unteren inneren zweiten Stirnseite eine zweite Kennung trägt.
Detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0023] Fig. 1 zeigt eine Profilschiene 2 einer bevorzugten Ausführungsform, die zu einer
zumindest teilweisen Einbettung in Beton bestimmt ist, wie auch eingangs erwähnt.
Bevorzugt wird eine solche Profilschiene 2, die auch Ankerschiene oder Montageschiene
genannt wird, mit einem oder mehreren Ankern 3 versehen oder ist schon mit den Ankern
3 versehen, die fest mit der Profilschiene 2 verbunden sind, um einen besseren Halt
der Profilschiene 2 im Beton zu bewirken. Fig. 2 und Fig. 3 zeigen solche Profilschienen
2, die mit Ankern 3 versehen sind, die die jeweilige Profilschiene 2 in einem späteren
Zustand, in dem die Profilschiene 2 mit dem Beton umgossen ist, fest darin arretieren
oder "verankern". Wie eingangs schon erwähnt wird die Profilschiene 2 in praxi zunächst
auf einer Verschalung 5 mit Verbindungselementen 4 befestigt, um dann mit dem Beton
umgossen zu werden. Anschließend wird die Verschalung 5 wieder abgenommen, so dass
ein Schienenschlitz der Profilschiene 2 sichtbar wird.
[0024] Die Profilschiene 2 ist entlang einer Profilschienen-Längsachse im Wesentlichen C-förmig
ausgebildet durch einen Schienenrücken 21 mit zwei seitlich davon winkelig abstehenden
gegenüberliegenden Schenkeln 20, wobei die Schenkel 20 an ihren dem Schienenrücken
21 gegenüberliegenden Kanten jeweilige davon zueinander abgewinkelte Flügelabschnitte
22 aufweisen. Der jeweilige Flügelabschnitt 22 weist jeweils eine Außenkante 22a,
die mit dem jeweiligen Schenkel 20 verbunden ist, und eine gegenüberliegende bevorzugt
dazu parallele Innenkante 22b auf, wobei der jeweilige Flügelabschnitt 22 vom jeweiligen
damit verbundenen Schenkel 20 so abgewinkelt oder abgebogen ist, dass die beiden zueinander
verlaufenden Innenkanten 22b der beiden Flügelabschnitte 22 einen parallelen Schienenschlitz
23 bilden. Zugleich bilden die beiden Flügelabschnitte 22 eine unterste Ebene, die
dem Schienenrücken gegenüberliegt, wobei die unterste Ebene vorbestimmt ist, um an
der Verschalung 5 anzuliegen. Zwischen den Schenkeln 20 und dem Schienenrücken 21
und den Flügelabschnitten 22 wird ein Profilschieneninnenraum gebildet, der bei einem
Umgießen der Profilschiene 2 mit dem Beton möglichst vom Beton frei bleiben soll,
um darin bevorzugt später noch mindestens eine Profilschienenschraube 6 einbringen
zu können, um durch die Profilschienenschraube 6 beispielsweise eine Platte 8 mit
der Profilschiene 2 verbinden zu können, wie in Fig. 8 dargestellt ist. Im Übrigen
ist in Fig. 8 das Verbindungselement 4 schon herausgezogen oder herausgebrochen worden,
nachdem die Profilschiene 2 mit dem Beton umgossen worden ist, der durch die breite
Streifung markiert ist.
[0025] Der Schienenrücken 21 weist eine erste Vielzahl von Löchern 24 mit einem jeweiligen
Lochquerschnitt auf, in die erfindungsgemäß teilweise eine zweite Vielzahl an Stopfen
1 eingesetzt sind. Bevorzugt sind die Löcher 24 entlang einer Mittellinie des Schienenrückens
21 angeordnet. Alternativ bevorzugt können die Löcher 24 auch anders im Schienenrücken
21 angeordnet sein. Denkbar ist auch eine zusätzliche Anordnung weiterer gleicher
Löcher 24 seitlich in einem oder beiden Schenkeln 20.
[0026] Der jeweilige Stopfen 1 weist dabei entlang einer zentrischen Stopfenlängsachse einen
Kappenabschnitt 12 und einen daran anschließenden Durchgangsabschnitt 10 auf, die
integral miteinander verbunden sind. Fig. 9 - Fig. 11 zeigen Ausführungsformen der
Stopfen 1. Der Kappenabschnitt 12 weist dabei eine erste Stirnseite 12a mit einem
ersten äußeren Querschnitt auf, der größer als der Lochquerschnitt ist, so dass der
Kappenabschnitt 12 bei einem Einführen des Durchgangsabschnitts 10 in das jeweilige
Loch 24 am Schienenrücken 21 anschlägt und zurückgehalten wird. Bevorzugt ist der
Kappenabschnitt 12 so ausgebildet, dass zumindest sein um die Stopfenlängsachse verlaufender
äußerer Randabschnitt auch mit Kraftaufwand nicht durch das Loch 24 gezogen werden
kann. Der Durchgangsabschnitt 10 weist eine zweite Stirnseite 10a auf, die der ersten
Stirnseite 12a gegenüberliegt und eine zweiten äußeren Querschnitt hat, der durch
das jeweilige Loch 24 soweit durchführbar oder darin bei einem Einsetzen einpressbar
ist, bis der Kappenabschnitt 12 am Schienenrücken 21 anschlägt. Der Stopfen 1 weist
in Richtung der Stopfenlängsachse einen Durchführungsbereich 13 auf, durch den ein
jeweiliges längliches Verbindungselement 4 manuell hindurchgeführt oder hindurchgestoßen
oder hindurch geschraubt werden kann. Dabei ist der Durchführungsbereich 13 ausgebildet
das Verbindungselement 4 in Richtung der Stopfenlängsachse zu führen. Bevorzugt ist
der Durchführungsbereich 13 dabei zentrisch entlang der Stopfenlängsachse angeordnet.
Bevorzugt ist das Verbindungselement 4 dabei ein Nagel oder eine Schraube oder ein
Stift und weist einen Kopf und einen Schaft auf. Der Kopf des Verbindungselements
4 ist dabei zumindest so groß und der Durchführungsbereich 13 so klein ausgebildet,
dass der Kopf bei einer Montage oder Befestigung der Profilschiene 2 auf der Verschalung
5 vom Stopfen 1 zurückgehalten wird, bevorzugt einen Anschlag erfährt und nicht durch
den Durchführungsbereich 13 rutscht. Der Schaft des Verbindungselements 4 weist dabei
eine Länge auf, die ausreicht, um mit der Verschalung 5 verbunden werden zu können.
Mit anderen Worten muss bei Verwendung eines Nagels oder einer Schaube als dem Verbindungselement
4 der Nagel oder die Schraube bevorzugt bis in oder durch die Verschalung 5 reichen,
um eine genügend feste Verbindung herstellen zu können. Denkbar ist dabei natürlich
auch eine Steckmutter durch die Verschalung, die bewirkt, dass die Schraube nicht
ganz bis zur Verschalung 5 reichen müsste, und ähnliches. Denkbar ist auch, dass der
Stopfen 1 bevorzugt mit zwei oder mehreren Durchführungsbereichen 13 ausgebildet ist,
durch die dann bevorzugt jeweils ein Verbindungselement 4 zur Verschalung 5 hin eingetrieben
werden kann. Auf diese Weise kann der Halt zwischen dem Stopfen 1 und der Verschalung
5 vergrößert werden. Der jeweilige Durchführungsbereich 13 im Stopfen 1 kann beispielsweise
als ein Loch oder als ein Sackloch mit einer durchstoßbaren Deckelwand oder als ein
Bereich mit einem zylindrischen Hohlraum entlang einer Durchführungsachse für das
Verbindungselement 4 ausgebildet sein. Dabei kann der Hohlbereich auch mit einem weicheren
oder dünnwandigeren Material gebildet sein. Der Durchführungsbereich 13 kann auch
durch eine Materialverdünnung im Kappenabschnitt 12 oder im Durchgangsabschnitt 10
gebildet sein. Bei der Montage werden jeweilige Verbindungselemente 4 durch die Stopfen
1, die in der Profilschiene 2 eingebracht sind, geführt, geschraubt oder gestoßen
und mit der Verschalung verbunden, so dass die Profilschiene 2 auf der Verschalung
5 fest anliegt und gehalten wird. Dabei werden die Verbindungselemente 4 durch den
jeweiligen Stopfen 1 bevorzugt soweit zur Verschalung hin getrieben bis entlang der
Stopfenlängsachse eine erste Zugkraft auf den jeweiligen Stopfen 1 zur Verschalung
5 hin wirkt. Dadurch wird die Profilschiene 2 zwischen dem Stopfen 1 und der Verschalung
5 an der jeweiligen Stelle des Verbindungselements 4 bis zu der ersten Zugkraft mit
der Verschalung 5 verbunden.
[0027] Bevorzugt kann das jeweilige Verbindungselement 4 ab einer zweiten Zugkraft an dessen
Schaft in Richtung vom Stopfen zum Schienenschlitz 23, die bevorzugt höher als die
erste Zugkraft ist, dann durch den jeweiligen Stopfen 1 oder durch das Loch 24 gezogen
werden. Bevorzugt wirkt die erste Zugkraft entlang der Stopfenlängsachse vom Kappenabschnitt
12 zum Schienenschlitz 23 hin. Zur Klarheit wirkt die erste Zugkraft des Schafts des
Verbindungselements 4 auf den Stopfen 1 in Richtung zur Verschalung 5, nach der Montage
der Profilschiene 2 auf der Verschalung 5.
[0028] Bevorzugt weist der jeweilige Stopfen 1 um die Stopfenlängsachse herum eine Sollbruchstelle
14 auf, die zwischen einem Innenabschnitt 19a mit dem Durchführungsbereich 13 und
einem Außenabschnitt 19b, der um die Stopfenlängsachse herum außerhalb des Innenabschnitts
19a herum verbleibt, ausgebildet ist. In Fig. 9, Fig. 10 und Fig. 11 sind bevorzugte
Ausführungsformen der Sollbruchstellen 14 strichliert markiert dargestellt. Dabei
weist der Innenabschnitt 19a einen Querschnitt auf, der kleiner als der Lochquerschnitt
ist, um bei einem Brechen der Sollbruchstelle 14 zusammen mit dem Verbindungselement
4 durch das Loch 24 gezogen werden zu können. Bevorzugt bricht die Sollbruchstelle
14 ab der zweiten Zugkraft des Verbindungselements 4 in Richtung vom Stopfen 1 zum
Schienenschlitz 23. Bevorzugt wird die Sollbruchstelle 14 durch eine ringförmige Materialwandverdünnung
um die Stopfenlängsachse herum gebildet. Bevorzugt ist die Sollbruchstelle 14 ausgebildet,
bis zu der ersten Zugkraft des Verbindungselements 4 am Stopfen 1 in Richtung der
Verschalung 5 zu halten und nicht zu reißen. Zur Klarheit ist mit der Richtungsangabe
"zur Verschalung hin" gemeint: vom Stopfen 1 zum Schienenschlitz 23 hin. Dabei kann
bevorzugt auch eine Schwenkkraft oder ein Schwenkmoment ein Brechen der Sollbruchstelle
begünstigen, so dass dabei die zweite Zugkraft auch bevorzugt kleiner als die erste
Zugkraft werden kann. Dadurch wird die Profilschiene 2 durch das jeweilige Verbindungselement
4 und den Stopfen an der Stelle des jeweiligen Verbindungselements 4 mit bis zu der
ersten Zugkraft gegen die Verschalung gezogen. Bevorzugt ist die Sollbruchstelle 14
ausgebildet, ab der zweiten Zugkraft des Verbindungselements 4 am Stopfen 1 in Richtung
zum Schienenschlitz 23 hin zu reißen, um das jeweilige Verbindungselement 4 mit der
zweiten Zugkraft aus dem Stopfen herausziehen zu können.
[0029] Bevorzugt wird die ringförmige Materialwandverdünnung durch ein aus einem Bereich
der Sollbruchstelle 14 herausziehbaren Material, das mit einer Zuglasche 15 verbunden
ist, gebildet. Dabei ist die Zuglasche 15 in montiertem Zustand des Stopfens 1 in
der Profilschiene 2 bevorzugt auf der Seite des Durchgangsbereichs 10 und vom Schienenschlitz
23 aus zugänglich angeordnet. Die Zuglasche 15 ist beispielartig in den Figuren 4,
5 und 9 - 12 dargestellt.
[0030] Bevorzugt ist der jeweilige Stopfen 1 im Durchführungsbereich 13 so elastisch ausgebildet,
dass bei der Montage der Profilschiene 2 auf der Verschalung 5 das Verbindungselement
4 mit dem Kopf bis zur ersten Zugkraft im Durchführungsbereich 13 des Stopfen 1 gehalten
wird, um die Profilschiene 2 an der Stelle des Verbindungselements 4 bis zu der ersten
Zugkraft auf der Verschalung 5 zu halten. Der Durchführungsbereich 13 gibt dabei in
einem Bereich des Kopfes des Verbindungselements 4 ab der zweiten Zugkraft in Richtung
zum Schienenschlitz 23 hin nach, so dass das Verbindungselement 4 mit dessen Kopf
durch den Durchführungsbereich 13 hindurchgezogen wird. Bevorzugt ist die zweite Zugkraft
höher als die erste Zugkraft. Der Stopfen 1 kann aber auch ausgebildet sein, dem Kopf
des Verbindungselements 4 nach einer Schwenkbewegung oder einer Schwenkkraft, bei
der das Verbindungselement beispielsweise entlang dem Schienenschlitz 23 geschwenkt
oder gekippt wird, schneller nachzugeben, wobei die zweite Zugkraft dadurch kleiner
als die erste Zugkraft werden kann.
[0031] Zur Klarheit versteht es sich, dass sich die Zugkräfte jedes Verbindungselements
4 zur Verschalung 5 hin summieren und eine entsprechend höhere Gesamtkraft gebildet
wird, mit der die Profilschiene 2 zur Verschalung 5 hingezogen wird.
[0032] Bevorzugt kann die Sollbruchstelle 14 ausgebildet sein, durch eine Torsionsbewegung
ab einem vorbestimmten Torsionsmoment zu brechen. Bevorzugt kann die Sollbruchstelle
14 ausgebildet sein, insbesondere durch eine Schwenkbewegung ab einem vorbestimmten
Schwenkmoment oder einer vorbestimmten Schwenkkraft zu brechen.
[0033] Alternativ ausgebildete Sollbruchstellen 14 oder elastische Bereiche, die das Verbindungselement
4 bis zur ersten Zugkraft im Stopfen 1 halten und ab der zweiten Zugkraft freigeben
oder ausbrechen lassen, können beispielsweise auch als Schlitze, Kreuzschlitze oder
anders ausgebildet sein.
[0034] Bevorzugt umfasst die Profilschiene 2 zudem ein Abdichtprofil 7, wie beispielartig
in Fig. 6 dargestellt, das entlang der Profilschienenlängsachse mit einem Abdichtprofilquerschnitt
und einer Elastizität ausgebildet ist, um mit dem Abdichtprofilquerschnitt in den
Schienenschlitz 23, der eine Schienenschlitzbreite hat, hineinpressbar zu sein und
diesen dabei zu einem Profilschieneninnenraum hin zu verschließen. Durch das Abdichtprofil
7 wird der Profilschieneninnenraum vor einem seitlichen und unteren Eindringen des
Betons beim Umgießen der Profilschiene 2 mit dem Beton geschützt und abgedichtet.
Bevorzugt weist der Stopfen 1 dabei eine solche Länge auf, dass die zweite Stirnseite
10a des Durchgangsabschnitts 10 bis mindestens zum Abdichtprofil 7, das in der Profilschiene
2 eingesetzt ist, reicht, wodurch das Abdichtprofil 7 zum Profilschieneninnenraum
hin abgestützt wird.
[0035] Bevorzugt weist das Abdichtprofil 7, wie beispielartig in Fig. 6 dargestellt, in
Richtung zum Profilschieneninnenraum hin eine Nut oder eine Vielzahl von becherartigen
Aussparungen mit einer Nuttiefe oder Bechertiefe und einem dazu senkrechten Nut- oder
Becherquerschnitt auf. Dabei ist die Nuttiefe oder Bechertiefe kleiner als eine Höhe
des Abdichtprofils 7 und der Nut- oder Becherquerschnitt in Bezug zu einem unteren
äußeren Querschnitt des Durchgangsabschnitt 10 an der zweiten Stirnseite 10a um so
viel kleiner, so dass der Durchgangsabschnitt 10 mit dem unteren äußeren Querschnitt
in den Becherquerschnitt einführbar, hineinpressbar und/oder darin einrastbar ist.
Bevorzugt sind die Nuttiefe, der Nutquerschnitt und der Durchgangsabschnitt 10 so
ausgebildet, dass der Durchgangsabschnitt 10 mit dem unteren äußeren Querschnitt im
Nutquerschnitt einpressbar ist und das Abdichtprofil 7 durch Reibung hält. Alternativ
bevorzugt sind die Bechertiefe, der Becherquerschnitt und der Durchgangsabschnitt
10 so ausgebildet, dass der Durchgangsabschnitt 10 mit dem unteren äußeren Querschnitt
im Becherquerschnitt einpressbar ist und das Abdichtprofil 7 durch Reibung hält. Bevorzugt
ist der untere äußere Querschnitt des Durchgangsabschnitts 10, der in die Nut oder
in die jeweilige becherartige Aussparung passt, Teil des Innenabschnitts 19a der Sollbruchstelle
14, der aus dem Kappenabschnitt 12 des Stopfens 1 herausbrechbar ist.
[0036] Bevorzugt weist der Stopfen 1 auf der ersten Stirnseite 12a eine erste Kennung 17
auf und alternativ oder zusätzlich auf der zweiten Stirnseite 10a eine zweite Kennung
18 auf, wie in Fig. 12 dargestellt. Die jeweilige erste 17 und/oder zweite Kennung
18 umfasst dabei bevorzugt einen Identifikations-Code für die Profilschiene 2. Vorteilhafterweise
ist die zweite Kennung 18 an einer Unterseite des Stopfens 1 so angeordnet, dass die
zweite Kennung in einem in der Profilschiene 2 eingesetzten Zustand von unten durch
den Schienenschlitz 23 erkennbar ist und auch erkennbar ist, nachdem die Profilschiene
2 umgossen ist und die Verschalung 5 abgenommen ist.
[0037] Bevorzugt haben die Löcher 24 der Profilschiene 2 für die Stopfen 1 den gleichen
Lochquerschnitt, wie für die darin einsetzbare Anker 3, wie beispielsweise die Profil-
oder Rundanker. Mit anderen Worten sind dann bevorzugt die Löcher 24, die hier für
die Stopfen 1 passen, gleich wie Ankerlöcher, in die die Anker 3 einsetzbar sind.
Dabei kann ein jeweiliger Anker 3 durch das jeweilige Loch 24 mit der Profilschiene
2 beispielsweise durch ein Verschrauben oder ein Verschweißen eingesetzt und verbunden
werden. Besonders vorteilhaft ist dabei auch, dass die Profilschiene 2 in größeren
Mengen als ein Standardmodell produziert werden kann und anschließend einfach auf
einen individuellen Bau individuell angepasst werden kann, ohne dass dabei anschließend
eine zusätzliche spezielle Verzinkung oder ähnliches zu erfolgen braucht.
[0038] Bevorzugt ist der jeweilige Stopfen 1 ausgebildet, in einem in der Profilschiene
2 montierten Zustand wieder von der Profilschiene 2 lösbar und herausnehmbar zu sein,
so dass in einem Loch 24, aus dem der jeweilige Stopfen 1 entnommen wurde, der Anker
3 einsetzbar ist, und bevorzugt umgekehrt.
[0039] Bevorzugt weist der Stopfen 1 um die Stopfenlängsachse herum in einem Bereich des
Kappenabschnitts 12 und um den Durchführungsbereich 13 herum eine konkave Aussparung
13a auf, die so ausgebildet ist, dass der Kopf des Verbindungselements 4 darin entlang
der Stopfenlängsachse voll eintauchen kann, wie in Fig. 9 - Fig. 11 dargestellt, worin
die Stopfenlängsachse strichpunktiert dargestellt ist.
[0040] Bevorzugt ist der Schienenrücken 21 in einem jeweiligen Bereich der Löcher 24 jeweils
nach außen konvex gewölbt, so dass darin nach außen konvexe Senkungen 21a oder Dellen
gebildet sind, wie in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt.
[0041] Bevorzugt ist die Profilschiene 2 eine Ankerschiene oder Profilankerschiene. Fig.
7 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Profilschiene 2, bei der die Flügelabschnitte
22 von den Schenkeln 20 mit jeweils einem spitzen Winkel abgewinkelt oder abgebogen
sind.
[0042] Bevorzugt ist die erste Vielzahl der Löcher 24 größer oder gleich der zweiten Vielzahl
der Stopfen 1.
[0043] Bevorzugt sind der Lochquerschnitt der Löcher 24 und der Durchgangsabschnitt 10 des
Stopfens 1 so ausgebildet, dass der Durchgangsabschnitt 10 in einem Klemmbereich,
der nahe oder angrenzend an den Kappenabschnitt 12 ist, soweit elastisch und breiter
als der Lochquerschnitt ist, so dass der Stopfen mit dem Durchgangsabschnitt 10 voran
bis zum Kappenabschnitt 12 in das Loch 24 pressbar ist und darin klemmt und daraus
wieder manuell lösbar und herausnehmbar ist.
[0044] Bevorzugt ist der Durchführungsbereich 13 des Stopfens 1 in einem Zustand bevor das
Verbindungselement 4 hindurch gestoßen worden ist, für flüssigen Beton im Wesentlichen
dicht.
[0045] Bevorzugt ist der Durchgangsabschnitt 10 des Stopfens 1 mit einer Rastnase 11 ausgebildet,
wie beispielartig in Fig. 9 und in Fig. 4 - Fig. 6 dargestellt, die so ausgebildet
und angeordnet ist, dass sie in einem montierten Zustand des Stopfens 1 in der Profilschiene
2 von einer Hinterseite gegen die Profilschiene 2 drückt, und bis zu einer vordefinierten
Zugkraft gegen ein Herausziehen des Stopfens 1 aus der Profilschiene 2 arretiert.
[0046] Alternativ bevorzugt ist der Durchgangsabschnitt 10 des Stopfens 1, wie in Fig. 10
beispielartig dargestellt, in einem Bereich der Profilschiene 2 im montierten Zustand
entlang der Stopfenlängsachse nach außen bombiert ausgebildet, um ein Einpressen in
das Loch 24 und eine Klemmung besser zu ermöglichen, als es möglich wäre, wenn der
Durchgangsabschnitt 10 im Bereich der Profilschiene 2 zylindrisch verlaufen würde.
Alternativ bevorzugt kann der Durchgangsabschnitt 10 des Stopfens 1, wie in Fig. 11
beispielartig dargestellt, im Bereich der Profilschiene 2 entlang der Stopfenlängsachse
lamellenartig ausgebildet sein.
[0047] Bevorzugt ist der Durchgangsabschnitt 10 des Stopfens 1 mit einem Gewinde ausgebildet,
das so ausgebildet und angeordnet ist, dass es in einem montierten Zustand des Stopfens
in der Profilschiene 2 mit einer Mutter von hinten Im Profilschieneninnenraum gegen
die Profilschiene 2 arretierbar ist.
[0048] Bevorzugt ist der Stopfen 1 aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet und das Kunststoffmaterial
elastisch mit einer Shore-Härte von bevorzugt 30 - 60 Shore oder weiter bevorzugt
von 60 - 80 Shore oder noch weiter bevorzugt von 80 -100 Shore. Alternativ bevorzugt
ist der Stopfen 1 aus einem Metall.
[0049] Bevorzugt sind die Stopfen aus einem Kunststoff, wie beispielsweise aus Polyamid,
Polystyrol, Polyäthylen, Polypropylen, PVC oder einem ähnlichen Thermoplast oder einem
Duromer oder aus einem Elastomer oder sie umfassen einen solchen Kunststoff oder ein
Gemisch davon. Bevorzugt weist der Stopfen im Durchführungsbereich 13 oder im Kappenbereich
ein Einsatzteil auf, wie beispielsweise ein Einsatzteil aus einem Metall oder einem
härteren Kunststoff als der Rest des Stopfens.
[0050] Bevorzugt ist ein Kopfdurchmesser des Verbindungselements 4 kleiner als der Lochquerschnitt
der Löcher 24, so dass der Kopf der Verbindungselements 4 ab der zweiten Zugkraft
durch das jeweilige Loch 24 ziehbar ist.
[0051] Bevorzugt ist die Profilschiene 2 aus Stahl, Eisen, Gusseisen oder einem anderen
harten Metall mit einer zumindest so großen Härte wie Eisen.
[0052] Bevorzugt ist sind die Flügelabschnitte 22 zum Profilschieneninnenraum hin entweder
glatt, wie beispielartig in Fig. 1, 2, 5, 6, 7 oder 8 dargestellt. Alternativ bevorzugt
weisen die Flügelabschnitte 22 zum Profilschieneninnenraum hin eine Zahnung 22c entlang
der Profilschienenlängsachse auf, die es ermöglicht, dass die Profilschienenschraube
6, die eine entsprechende, passende Zahnung aufweist, sicher gegen ein Verrutschen
in der Profilschiene 2 montierbar ist.
[0053] Bevorzugt sind die Flügelabschnitte 22 zum Schienenschlitz 23 hin mit einer im Wesentlichen
gleichen Dicke ausgebildet, wie beispielartig in Fig. 3, Fig. 4 und Fig. 7 dargestellt.
Alternativ bevorzugt sind die Flügelabschnitte 22 zum Schienenschlitz 23 hin mit einer
zunehmenden Dicke ausgebildet, die eine Nase 22d darstellt, wie beispielartig in Fig.
1, 2, 5, 6 und 8 dargestellt. Zur Klarheit sind die Flügelabschnitte 22 auch unter
der Bezeichnung Profillippen oder Schienenlippen bekannt.
[0054] Bevorzugt ist die Verschalung 5 aus Holz oder aus einem Kunststoff oder aus einem
Metall.
[0055] Ein bevorzugtes Verfahren zur Montage der Profilschiene 2 auf der Verschalung 5,
zum Ausgießen mit dem Beton und zur anschließenden Demontage, indem die Verschalung
5 von der Profilschiene 2 abgezogen wird, ist wie folgt:
- a) Bereitstellen der Profilschiene 2, die entlang einer Profilschienen-Längsachse
im Wesentlichen C-förmig ausgebildet ist durch den Schienenrücken 21 mit den zwei
seitlich davon winkelig abstehenden gegenüberliegenden Schenkeln 20, wobei die Schenkel
20 an dem Schienenrücken 21 jeweils gegenüberliegenden Kanten die jeweiligen zueinander
abgewinkelten Flügelabschnitte 22 aufweisen, wobei der jeweilige Flügelabschnitt 22
jeweils die Außenkante 22a, die mit dem jeweiligen Schenkel 20 verbunden ist, und
die Innenkante 22b aufweist, so dass die beiden zueinander verlaufenden Innenkanten
22b einen parallelen Schienenschlitz 23 und die beiden Flügelabschnitte 22 die unterste
Ebene bilden, um mit der untersten Ebene an der Verschalung 5 anzuliegen, wobei im
Schienenrücken 21 die erste Vielzahl von Löchern 24 mit dem jeweiligen Lochquerschnitt
ausgebildet sind;
- b) Einsetzen der zweiten Vielzahl von Stopfen 1 in die Löcher 24, wobei der jeweilige
Stopfen 1 entlang der zentrischen Stopfenlängsachse den Kappenabschnitt 12 und den
daran anschließenden Durchgangsabschnitt 10 aufweist, wobei der Kappenabschnitt 12
die erste Stirnseite 12a und den ersten äußeren Querschnitt hat, der größer als der
Lochquerschnitt ist, so dass der Kappenabschnitt 12 bei einem Einführen des Durchgangsabschnitts
10 in das jeweilige Loch 24 am Schienenrücken 21 anschlägt und zurückgehalten wird,
wobei der Durchgangsabschnitt 10 die zweite Stirnseite 10a, die der ersten Stirnseite
12a gegenüber liegt, und den zweiten äußeren Querschnitt hat, der durch das jeweilige
Loch 24 soweit durchführbar oder darin einpressbar ist, dass der Kappenabschnitt 12
am Schienenrücken 21 anschlägt;
wobei der jeweilige Stopfen 1 entlang der Stopfenlängsachse für das jeweilige längliche
Verbindungselement 4 den Durchführungsbereich 13 aufweist, der ausgebildet ist, um
von dem Verbindungselement 4 manuell durchstoßbar zu sein und das Verbindungselement
4 dabei zu führen;
- c) Auflegen der Profilschiene 2 mit der untersten Ebene auf der Verschalung 5;
- d) Einführen des Verbindungselements 4, das vom Schienenrücken bis mindestens zur
Verschalung 5 reicht, durch den Durchführungsbereich 13 in den Stopfen 1 bis zur Verschalung
5 und Verbinden der Profilschiene 2 mit der Verschalung 5 durch
- e) Einbetonieren oder Einzementieren der Profilschiene 2 bis zur Verschalung 5 und
Warten bis zur Erstarrung des Betons oder des Zements;
- f) Abziehen der Verschalung 5 von der Profilschiene 2; und
- g) Herausziehen der Verbindungselemente 4 aus der Profilschiene 2 durch den Schienenschlitz
23 hindurch mit der zweiten Zugkraft,
- h) Durch Ziehen mit der zweiten Zugkraft:
entweder Verformen und Öffnen des Stopfens 1 um den Durchführungsbereich 13 herum,
so weit, dass der Kopf des Verbindungselements 4 durch den Stopfen 1 gezogen wird,
oder durch Brechen der Sollbruchstelle 14 zwischen dem Innenbereich 19a mit dem Verbindungselement
4 und dem darum herum liegenden Außenbereich 19b des Durchgangsabschnitts 10 des Stopfens
1, wobei der Innenbereich 19a mit dem Verbindungselement 4 aus dem Schienenschlitz
23 gezogen wird.
[0056] Bevorzugt erfolgt das Verbinden der Profilschiene 2 mit der Verschalung 5 durch Einschlagen
eines Nagels oder Eindrehen einer Schraube, als dem jeweiligen Verbindungselement
4, durch den Durchführungsbereich 13 des Stopfens bis in die Verschalung 5 hinein.
Alternativ bevorzugt erfolgt das Verbinden der Profilschiene 2 mit der Verschalung
5 durch ein Anschweißen eines Stiftes, als dem Verbindungselement 4, auf eine metallische
Schalungsoberfläche der Verschalung 5.
[0057] Zur Klarheit werden in dieser Beschreibung unter den Merkmalen "oben" und "unten"
relative Ortsangaben in senkrechter Richtung verstanden, so wie in den Figuren dargestellt.
Für die Ortsangaben "rechts", links" gilt entsprechend das Gleiche.
[0058] Zur Klarheit wird angemerkt, dass hierin allgemein unter einem Anker ein Profilanker,
ein Rundanker oder auch andere Anker verstanden werden, wenn nicht ausdrücklich anders
spezifiziert, der dafür geeignet und bekannt ist, in Verbindung mit der Profilschiene
in Beton eingegossen zu werden.
[0059] Zur Klarheit wird angemerkt, dass hierin allgemein unter dem Merkmal "Beton" jeder
Stoff wie beispielsweise Beton, Zement oder eine andere Vergussmasse verstanden werden
kann, die im Baugewerbe zum Eingießen von Profilschienen in einer Verschalung bekannt
ist.
[0060] Zur Klarheit wird angemerkt, dass hierin allgemein unter der Profilschiene auch eine
Ankerschiene, eine Profilankerschiene oder dergleichen verstanden wird, die als Synonyme
für die Profilschiene gelten und im Baugewerbe entsprechend zum Eingießen in Beton
und an einer Verschalung bekannt sind. Dabei kann die Profilschiene beispielsweise
Anker tragen oder erst später mit Ankern versehen werden.
[0061] Zur Klarheit sei angemerkt, dass unbestimmte Artikel in Verbindung mit einem Gegenstand
oder Zahlenangaben, wie beispielsweise "ein" oder "eine" einen Gegenstand nicht auf
zahlenmäßig einen Gegenstand begrenzt, sondern dass damit gemeint ist, dass mindestens
"ein" Gegenstand damit gemeint ist, dabei kann es beispielsweise auch zusätzlich einen
zweiten oder mehrere solche Gegenstände geben. Dies gilt für alle unbestimmten Artikel
wie beispielsweise "ein", "eine" usw.
[0062] Weitere mögliche Ausbildungsformen sind in den folgenden Ansprüchen beschrieben.
Insbesondere können auch die verschiedenen Merkmale der oben beschriebenen Ausführungsformen
miteinander kombiniert werden, soweit sie sich nicht technisch ausschließen.
[0063] Die In den Ansprüchen genannten Bezugszeichen dienen nur der besseren Verständlichkeit
und beschränken die Ansprüche in keiner Weise auf die in den Figuren dargestellten
Formen.
Bezuaszeichenliste
[0064]
- 1
- Stopfen, auch unter der Bezeichnung Nagel- oder Schraubenstopfen bekannt
- 10
- Durchgangsabschnitt
- 10a
- zweite Stirnseite
- 11
- Rastnase
- 12
- Kappenabschnitt
- 12a
- erste Stirnseite
- 13
- Durchführungsbereich
- 13a
- konkave Aussparung
- 14
- Sollbruchstelle
- 15
- Zuglasche
- 16
- Trennaussparung
- 17
- erste Kennung
- 18
- zweite Kennung
- 19a
- Innenabschnitt
- 19b
- Außenabschnitt
- 2
- Profilschiene, synonym: Ankerschiene, Profilankerschiene, Montageschiene
- 20
- Schenkel
- 21
- Schienenrücken
- 21a
- Senkung oder Delle
- 22
- Flügelabschnitt
- 22a
- Außenkante
- 22b
- Innenkante
- 22c
- Zahnung
- 22d
- Nase
- 23
- Schienenschlitz
- 24
- Loch
- 3
- Anker, wie beispielsweise Rundanker oder Profilanker
- 4
- Verbindungselement
- 5
- Verschalung
- 6
- Profilschienenschraube
- 7
- Abdichtprofil
- 8
- Platte
1. Profilschiene (2) zur Befestigung auf einer Verschalung (5) zur zumindest teilweisen
Einbettung in Beton, wobei
a) die Profilschiene (2) entlang einer Profilschienen-Längsachse im Wesentlichen C-förmig
ausgebildet ist durch einen Schienenrücken (21) mit zwei seitlich davon winkelig abstehenden
gegenüberliegenden Schenkeln (20), wobei die Schenkel (20) an ihren dem Schienenrücken
(21) gegenüberliegenden Kanten jeweilige davon zueinander abgewinkelte Flügelabschnitte
(22) aufweisen, wobei der jeweilige Flügelabschnitt (22) jeweils eine Außenkante (22a),
die mit dem jeweiligen Schenkel (20) verbunden ist, und eine Innenkante (22b) aufweist,
so dass die beiden zueinander verlaufenden Innenkanten (22b) einen parallelen Schienenschlitz
(23) und die beiden Flügelabschnitte (22) eine unterste Ebene bilden, um mit der untersten
Ebene an der Verschalung (5) anzuliegen,
wobei im Schienenrücken (21) eine erste Vielzahl von Löchern (24) mit einem jeweiligen
Lochquerschnitt ausgebildet sind;
gekennzeichnet durch
b) eine zweite Vielzahl an Stopfen (1), die in der ersten Vielzahl von Löchern (24)
verteilt eingesetzt sind,
c) wobei der jeweilige Stopfen (1) entlang einer zentrischen Stopfenlängsachse einen
Kappenabschnitt (12) und einen daran anschließenden Durchgangsabschnitt (10) aufweist,
wobei der Kappenabschnitt (12) eine erste Stirnseite (12a) und einen ersten äußeren
Querschnitt hat, der größer als der Lochquerschnitt ist, so dass der Kappenabschnitt
(12) bei einem Einführen des Durchgangsabschnitts (10) in das jeweilige Loch (24)
am Schienenrücken (21) anschlägt und zurückgehalten wird, wobei der Durchgangsabschnitt
(10) eine zweite Stirnseite (10a), die der ersten Stirnseite (12a) gegenüber liegt
und einen zweiten äußeren Querschnitt hat, der durch das jeweilige Loch (24) soweit
durchführbar oder darin einpressbar ist, dass der Kappenabschnitt (12) am Schienenrücken
(21) anschlägt;
d) wobei der jeweilige Stopfen (1) in Richtung der Stopfenlängsachse für ein jeweiliges
längliches Verbindungselement (4) einen Durchführungsbereich (13) aufweist, der ausgebildet
ist, um von dem Verbindungselement (4) manuell durchstoßbar zu sein und das Verbindungselement
(4) dabei zu führen;
e) wobei das Verbindungselement (4) als ein Nagel oder eine Schraube mit einem Kopf
und einem Schaft mit einer Länge ausgebildet ist, die ausreicht, um den Stopfen (1)
mit der Verschalung (5) und mit der Profilschiene (2) dazwischen zu verbinden.
2. Profilschiene (2) gemäß Anspruch 1, wobei der jeweilige Stopfen (1) eine Sollbruchstelle
(14) zwischen einem Innenabschnitt (19a), der den Durchführungsbereich (13) aufweist,
und einem Außenabschnitt (19b), der um die Stopfenlängsachse außen außerhalb des Innenabschnitts
(19a) herum verbleibt, ausgebildet ist, wobei der Innenabschnitt (19a) einen Querschnitt
ausweist, der kleiner als der Lochquerschnitt ist, um bei einem Brechen der Sollbruchstelle
(14) zusammen mit dem Verbindungselement (4) durch das Loch (24) gezogen werden zu
können.
3. Profilschiene (2) gemäß Anspruch 2, wobei die Sollbruchstelle (14) durch eine ringförmige
Materialwandverdünnung gebildet wird; und/oder
wobei die Sollbruchstelle ausgebildet ist, bis zu einer ersten Zugkraft des Verbindungselements
(4) am Stopfen (1) in Richtung der Verschalung (5) zu halten, um die Profilschiene
(2) durch das jeweilige Verbindungselement (4) und den Stopfen an der Stelle des jeweiligen
Verbindungselements (4) bis zu der ersten Zugkraft gegen die Verschalung zu ziehen,
und wobei die Sollbruchstelle ausgebildet ist, ab einer zweiten Zugkraft zwischen
dem Verbindungselement (4) und dem Stopfen (1) in Richtung zum Schienenschlitz (23)
hin zu reißen, um das jeweilige Verbindungselement (4) mit der zweiten Zugkraft aus
dem Stopfen oder aus dem Loch (24) herausziehen zu können.
4. Profilschiene (2) gemäß Anspruch 3, wobei die ringförmige Materialwandverdünnung durch
ein aus einem Bereich der Sollbruchstelle (14) herausziehbaren Material, das mit einer
Zuglasche (15) verbunden ist, gebildet wird, wobei die Zuglasche (15) in montiertem
Zustand des Stopfens (1) in der Profilschiene (2) auf der Seite des Durchgangsbereichs
(10) und vom Schienenschlitz (23) aus zugänglich angeordnet ist.
5. Profilschiene (2) gemäß Anspruch 1, wobei der jeweilige Stopfen (1) im Durchführungsbereich
(13) so elastisch ausgebildet ist, dass das Verbindungselement (4) bei einer Montage
der Profilschiene (2) auf der Verschalung (5) mit dem Kopf bis zu einer ersten Zugkraft
genügend fest im Durchführungsbereich (13) des Stopfen (1) gehalten wird, um die Profilschiene
(2) auf der Verschalung (5) zu halten, und dass der Durchführungsbereich (13) ab einer
zweiten Zugkraft des Verbindungselements (4) in Richtung des Schienenschlitzes (23)
dem Kopf nachgibt, so dass das Verbindungselement (4) mit dessen Kopf durch den Durchführungsbereich
(13) hindurchgezogen wird.
6. Profilschiene (2) gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, zudem ein
Abdichtprofil (7) umfassend, das entlang der Profilschienenlängsachse mit einem Abdichtprofilquerschnitt
und einer Elastizität ausgebildet ist, um mit dem Abdichtprofilquerschnitt in den
Schienenschlitz (23) hineinpressbar zu sein und diesen dabei zu einem Profilschieneninnenraumabzudichten,
wobei der Stopfen (1) eine solche Länge aufweist, dass die zweite Stirnseite (10a)
des Durchgangsabschnitts (10) bis mindestens zum Abdichtprofil (7), das in der Profilschiene
(2) eingesetzt ist, reicht, und dass dadurch das Abdichtprofil (7) zum Profilschieneninnenraum
hin abgestützt wird.
7. Profilschiene (2) gemäß Anspruch 6, wobei das Abdichtprofil (7) eine Nut oder eine
Vielzahl von becherartigen Aussparungen in Richtung zum Profilschieneninnenraum hin
mit einer Nuttiefe oder Bechertiefe und einem dazu senkrechten Nut- oder Becherquerschnitt
aufweist, wobei die Nuttiefe oder Bechertiefe kleiner als eine Höhe des Abdichtprofils
(7) ist und der Nut- oder Becherquerschnitt in Bezug zu einem unteren äußeren Querschnitt
des Durchgangsabschnitts (10) an der zweiten Stirnseite (10a) um so viel kleiner ist,
so dass der Durchgangsabschnitt (10) mit dem unteren äußeren Querschnitt in den Becherquerschnitt
hineinpressbar und/oder darin einrastbar ist.
8. Profilschiene (2) gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, wobei der
Stopfen (1) auf der ersten Stirnseite (12a) eine erste Kennung (17) aufweist; und/oder
wobei der Stopfen (1) auf der zweiten Stirnseite (10a) eine zweite Kennung (18) aufweist.
9. Profilschiene (2) gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, wobei die
Löcher (24) der Profilschiene (2) für die Stopfen (1) den gleichen Lochquerschnitt
haben, wie für darin einsetzbare Anker (3), wie beispielsweise Profil- oder Rundanker;
und/oder
wobei der jeweilige Stopfen (1) ausgebildet ist, in einem in der Profilschiene (2)
montierten Zustand wieder von der Profilschiene (2) lösbar und herausnehmbar zu sein,
so dass in einem Loch (24), aus dem der jeweilige Stopfen (1) entnommen wurde, der
Anker (3) einsetzbar ist.
10. Profilschiene (2) gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, wobei der
Schienenrücken (21) in einem jeweiligen Bereich der Löcher (24) jeweils nach außen
konvex gewölbt ist; und/oder
wobei die Profilschiene (2) eine Ankerschiene oder Profilankerschiene ist; und/oder
wobei die erste Vielzahl der Löcher (24) größer oder gleich der zweiten Vielzahl der
Stopfen (1) ist; und/oder
wobei der Lochquerschnitt der Löcher (24) und der Durchgangsabschnitt (10) des Stopfens
(1) so ausgebildet sind, dass der Durchgangsabschnitt (10) in einem Klemmbereich,
der nahe oder angrenzend an den Kappenabschnitt (12) ist, so weit elastisch und breiter
als der Lochquerschnitt ist, so dass der Stopfen mit dem Durchgangsabschnitt (10)
voran bis zum Kappenabschnitt (12) in das Loch (24) pressbar ist und darin klemmt
und daraus wieder manuell lösbar und herausnehmbar ist; und/oder
wobei der Durchführungsbereich (13) des Stopfens (1) in einem Zustand bevor das Verbindungselement
(4) hindurch gestoßen worden ist, für flüssigen Beton im Wesentlichen dicht ist; und/oder
wobei der Durchgangsabschnitt (10) des Stopfens (1) mit einer Rastnase (11) ausgebildet
ist, die so ausgebildet und angeordnet ist, dass sie in einem montierten Zustand des
Stopfens in der Profilschiene (2) von einer Hinterseite gegen die Profilschiene (2)
drückt, und bis zu einer vordefinierten Zugkraft gegen ein Herausziehen des Stopfens
(1) aus der Profilschiene arretiert; und/oder
wobei der Durchgangsabschnitt (10) des Stopfens (1) mit einem Gewinde ausgebildet
ist, das so ausgebildet und angeordnet ist, dass es in einem montiertem Zustand des
Stopfens in der Profilschiene (2) mit einer Mutter von hinten gegen die Profilschiene
(2) arretierbar ist.
11. Profilschiene (2) gemäß einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, wobei der
Stopfen (1) aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet ist und das Kunststoffmaterial
elastisch ist mit einer Shore-Härte von bevorzugt 30 - 60 Shore oder weiter bevorzugt
von 60 - 80 Shore oder noch weiter bevorzugt von 80 -100 Shore; und/oder
wobei ein Kopfdurchmesser des Verbindungselements (4) kleiner als der Lochquerschnitt
der Löcher (24) ist, so dass der Kopf der Verbindungselements (4) durch das jeweilige
Loch (24) ziehbar ist; und/oder
wobei die Verschalung (5) aus Holz oder aus einem Kunststoff oder aus einem Metall
ist.
12. Verfahren zur Montage einer Profilschiene (2) auf einer Verschalung (5), zum Ausgießen
mit Beton und zur anschließenden Demontage der Verschalung (5) von der Profilschiene
(2), folgen Schritte umfassend:
a) Bereitstellen der Profilschiene (2), die entlang einer Profilschienen-Längsachse
im Wesentlichen C-förmig ausgebildet ist durch einen Schienenrücken (21) mit zwei
seitlich davon winkelig abstehenden gegenüberliegenden Schenkeln (20), wobei die Schenkel
(20) an ihren dem Schienenrücken (21) jeweils gegenüberliegenden Kanten jeweilige
zueinander abgewinkelte Flügelabschnitte (22) aufweisen, wobei der jeweilige Flügelabschnitt
(22) jeweils eine Außenkante (22a), die mit dem jeweiligen Schenkel (20) verbunden
ist, und eine Innenkante (22b) aufweist, so dass die beiden zueinander verlaufenden
Innenkanten (22b) einen parallelen Schienenschlitz (23) und die beiden Flügelabschnitte
(22) eine unterste Ebene bilden, um mit der untersten Ebene an der Verschalung (5)
anzuliegen, wobei im Schienenrücken (21) eine erste Vielzahl von Löchern (24) mit
einem jeweiligen Lochquerschnitt ausgebildet sind;
b) Einsetzen einer zweiten Vielzahl von Stopfen (1) in die Löcher (24),
wobei der jeweilige Stopfen (1) entlang einer zentrischen Stopfenlängsachse einen
Kappenabschnitt (12) und einen daran anschließenden Durchgangsabschnitt (10) aufweist,
wobei der Kappenabschnitt (12) eine erste Stirnseite (12a) und einen ersten äußeren
Querschnitt hat, der größer als der Lochquerschnitt ist, so dass der Kappenabschnitt
(12) bei einem Einführen des Durchgangsabschnitts (10) in das jeweilige Loch (24)
am Schienenrücken (21) anschlägt und zurückgehalten wird, wobei der Durchgangsabschnitt
(10) eine zweite Stirnseite (10a), die der ersten Stirnseite (12a) gegenüber liegt,
und einen zweiten äußeren Querschnitt hat, der durch das jeweilige Loch (24) soweit
durchführbar oder darin einpressbar ist, dass der Kappenabschnitt (12) am Schienenrücken
(21) anschlägt;
wobei der jeweilige Stopfen (1) in Richtung der Stopfenlängsachse für ein jeweiliges
längliches Verbindungselement (4) einen Durchführungsbereich (13) aufweist, der ausgebildet
ist, um von dem Verbindungselement (4) manuell durchstoßbar zu sein und das Verbindungselement
(4) dabei zu führen;
c) Auflegen der Profilschiene (2) mit der untersten Ebene auf der Verschalung (5);
d) Einführen des Verbindungselements (4), das vom Schienenrücken bis mindestens durch
den Durchführungsbereich (13) des Stopfens (1) zur Verschalung (5) reicht, und Verbinden
der Profilschiene (2) mit der Verschalung (5) durch
e) Einbetonieren oder Einzementieren der Profilschiene (2) bis zur Verschalung (5)
und Warten bis zur Erstarrung des Betons oder des Zements;
f) Abziehen der Verschalung (5) von der Profilschiene (2); und
g) Ziehen der Verbindungselemente (4) aus der Profilschiene (2) durch den Schienenschlitz
(23) hindurch mit einer vorbestimmten Zugkraft;
h) Durch die vorbestimmte Zugkraft:
entweder Verformen und Öffnen des Stopfens (1) um den Durchführungsbereich (13) herum,
so weit, dass ein Kopf des Verbindungselements (4) durch den Stopfen (1) gezogen wird;
oder Brechen einer Sollbruchstelle (14) zwischen einem Innenbereich (19a) mit dem
Verbindungselement (4) und einem darum herum liegenden Außenbereich (19b) des Durchgangsabschnitts
(10) des Stopfens (1), wobei der Innenbereich (19a) mit dem Verbindungselement (4)
aus dem Schienenschlitz (23) gezogen wird.
13. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch 11, wobei das Verbinden der Profilschiene
(2) mit der Verschalung (5) durch Einschlagen eines Nagels oder Eindrehen einer Schraube,
als dem jeweiligen Verbindungselement (4), durch den Durchführungsbereich (13) des
Stopfens bis in die Verschalung (5) hinein erfolgt.
14. Verfahren nach dem vorstehenden Anspruch 11, wobei das Verbinden der Profilschiene
(2) mit der Verschalung (5) durch Anschweißen eines Stiftes, als dem Verbindungselement
(4), auf eine metallische Schalungsoberfläche der Verschalung (5) erfolgt.