| (19) |
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(11) |
EP 3 516 124 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.08.2020 Patentblatt 2020/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.08.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/001024 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/041400 (08.03.2018 Gazette 2018/10) |
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| (54) |
ABLAUFGARNITUR FÜR EINEN WC-SPÜLKASTEN
DRAIN FITTING FOR A WC FLUSH TANK
GARNITURE D'ÉVACUATION CONÇUE POUR UN RÉSERVOIR DE CHASSE D'EAU DE W.C.
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
29.08.2016 DE 102016010335
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.2019 Patentblatt 2019/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Grohedahl Sanitärsysteme GmbH |
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32457 Porta Westfalica (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BURKHARDT, Jürgen
33415 Verl (DE)
- KOCH, Christian
32457 Porta Westfalica (DE)
- WÖHLER, Sven
32457 Porta Westfalica (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gilles, Caroline |
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GROHEDAL Sanitärsysteme GmbH
Patentwesen
Postfach 1361 58653 Hemer 58653 Hemer (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 719 846 ES-U- 1 010 179 US-A1- 2014 026 309
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WO-A1-2006/012650 US-A- 4 809 367
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ablaufgarnitur für einen WC-Spülkasten nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1. Eine solche Ablaufgarnitur ist in der Druckschrift
WO2006/012650A1 beschrieben.
[0002] Ein WC-Spülkasten weist in gängiger Praxis ein am Wasserversorgungsnetz angeschlossenes
Füllventil sowie ein Ablaufventil auf. Über das zum Beispiel schwimmergesteuerte Füllventil
kann der WC-Spülkasten bis auf einen vorgegebenen Füllstand mit Wasser gefüllt werden.
Das Ablaufventil ist üblicherweise aus einem am Spülkasten bodenseitig montierten
Ablaufstutzen und einem hubverstellbaren Überlaufrohr aufgebaut. Das Überlaufrohr
schließt in seiner Geschlossenstellung einen Strömungsdurchlass durch den Ablaufstutzen.
Durch eine nutzerseitige Druckbetätigung eines Drucktasters kann das Überlaufrohr
in seine Offenstellung hubverstellt werden, in der eine Spülwassermenge aus dem Ablaufstutzen
des WC-Spülkastens ausströmen kann. Der Drucktaster ist bei einem herkömmlichen WC-Spülkasten
über ein mechanisches Gestänge in Wirkverbindung mit dem Überlaufrohr.
[0003] Aus der
EP 1 719 846 A2 ist ferner eine gattungsgemäße Ablaufgarnitur bekannt, bei der der Drucktaster nicht
über ein mechanisches Gestänge, sondern über ein Pneumatiksystem mit dem Überlaufrohr
in Verbindung ist. Das Pneumatiksystem weist einem am Drucktaster positionierten ersten
Faltenbalg auf, der über eine Pneumatikleitung mit einem am Überlaufrohr positionierten
zweiten Faltenbalg verbunden ist. Bei einer Druckbetätigung des Drucktasters wird
der erste Faltenbalg komprimiert und somit ein Überdruck erzeugt, der auf den zweiten
Faltenbalg beaufschlagbar ist. Durch die Überdruck-Beaufschlagung expandiert der zweite
Faltenbalg, wodurch das Überlaufrohr in seine Offenstellung verstellt wird. Das obige
Pneumatiksystem ist sowohl bauraumintensiv als auch bauteilintensiv ausgeführt. Die
Realisierung des Pneumatiksystems ist daher mit einem hohen Kostenaufwand verbunden
sowie montagetechnisch aufwendig durchzuführen.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Ablaufgarnitur für einen WC-Spülkasten
bereitzustellen, die im Vergleich zum Stand der Technik bauraumreduziert sowie bauteilreduziert
realisierbar ist.
[0005] Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0006] In Abkehr vom obigen Stand der Technik wird gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches
1 im Pneumatiksystem auf einen Faltenbalg verzichtet, der bei einer Überdruck-Beaufschlagung
das Überlaufrohr hubverstellt. Vielmehr weist das erfindungsgemäße Pneumatiksystem
genau ein pneumatisches Stellglied auf, das zur Hubverstellung des Überlaufrohres
mit einem Unterdruck beaufschlagbar ist. Die Ablaufgarnitur weist zudem eine Unterdruckeinheit
auf, die mit dem pneumatischen Stellglied strömungstechnisch verbunden ist. Bei einer
nutzerseitigen Aktivierung erzeugt die Unterdruckeinheit einen auf das pneumatische
Stellglied wirkenden Unterdruck, um eine Hubverstellung des Überlaufrohres durchzuführen.
[0007] Das pneumatische System kann als ein Faltenbalg, eine Kolben-Zylinder-Einheit oder
als ein Membran-Hubsystem realisiert sein. Das Membran-Hubsystem kann beispielhaft
zumindest eine mit Unterdruck beaufschlagbare Arbeitskammer aufweisen, die von einer
verformbaren Membran begrenzt ist. Die verformbare Membran kann am Überlaufrohr angebunden
sein. Bei einer Unterdruck-Beaufschlagung der Arbeitskammer kann sich die Membran
verformen und entsprechend das Überlaufrohr hubverstellen. Im Hinblick auf eine besonders
einfache sowie funktionsfähige Ausführung kann das pneumatische Stellglied ein Faltenbalg
sein, der sich bei einer Unterdruck-Beaufschlagung ziehharmonikaartig zusammenzieht
und sich bei einer Unterdruck-Entlastung ziehharmonikaartig auseinanderzieht (das
heißt expandiert).
[0008] In einer technischen Umsetzung kann die Unterdruckeinheit eine elektrisch ansteuerbare
Vakuumpumpe oder eine wasserführende Unterdruckeinheit, das heißt eine Vakuumdüse
oder eine Wasserstrahlpumpe sein. Die Vakuumdüse/Wasserstrahlpumpe kann über eine
Unterdruckleitung mit dem pneumatischen Stellglied verbunden sein. Sofern die Vakuumdüse/Wasserstrahlpumpe
wasserdurchströmt ist, wird daher Luft aus dem pneumatischen Stellglied abgesaugt,
das heißt ein Unterdruck im pneumatischen Stellglied erzeugt.
[0009] Die obige wasserführende Unterdruckeinheit kann zwischen deren Wassereinlassseite
und deren Wasserauslassseite nach Art einer Venturidüse eine Drosselstelle mit einer
Strömungsquerschnitts-Verengung aufweisen. Die Unterdruckleitung kann bevorzugt an
der Drosselstelle in den Strömungskanal der Unterdruckeinheit münden.
[0010] Eine bauraumreduzierte sowie kompakte Anordnung des erfindungsgemäßen Pneumatiksystems
ist von Vorteil. Vor diesem Hintergrund kann das pneumatische Stellglied (das heißt
zum Beispiel der Faltenbalg) in der Ablaufgarnitur-Hochrichtung insbesondere in Flucht
oberhalb des Überlaufrohrs angeordnet sein. Das pneumatische Stellglied kann bevorzugt
über ein starres Verbindungselement am Überlaufrohr angebunden sein, das zum Beispiel
koaxial das Überlaufrohr nach oben verlängert. Alternativ und/oder zusätzlich kann
in der Ablaufgarnitur-Hochrichtung betrachtet die Unterdruckeinheit insbesondere in
Flucht oberhalb des pneumatischen Stellglieds angeordnet sein, wodurch eine besonders
bauraumreduzierte Ausführung des Pneumatiksystems erzielt wird.
[0011] Die wasserführende Unterdruckeinheit kann an ihrer Wassereinlassseite an einer Steuerleitung
angeschlossen sein, die mit dem Wasserversorgungsnetz verbindbar ist. Bevorzugt kann
die Steuerleitung von einer zu einem Füllventil des WC-Spülkastens führenden Versorgungsleitung
abzweigen. In diesem Fall wird der ohnehin vorhandene Leitungsdruck für die UnterdruckErzeugung
in der Unterdruckeinheit genutzt, ohne dass eine zusätzliche Fremdenergie (zum Beispiel
die Druckbetätigung des Nutzers oder elektrische Energie) erforderlich wäre. Die wasserführende
Unterdruckeinheit kann mit ihrer Wasserauslassseite direkt in den Innenraum des WC-Spülkastens
münden.
[0012] Die obige Ausführungsvariante ist insbesondere bei einer WC-Reparaturmaßnahme von
Vorteil, bei der zur Vorbereitung die Wasserzuleitung zum WC-Spülkasten an einem Eckventil
abgesperrt wird. In diesem Fall ist die Wasserversorgung zum WC-Spülkasten sowie zur
Unterdruckeinheit unterbrochen. Bei einem herkömmlichen WC-Spülkasten, bei dem der
Drucktaster über ein mechanisches Gestänge mit dem Ablaufventil verbunden ist, muss
der Installateur vor Reparatur-Beginn den WC-Spülkasten entleeren, um bei einer unbeabsichtigten
Drucktaster-Betätigung einen Wasserauslauf aus dem WC-Spülkasten zu vermeiden.
[0013] Erfindungsgemäß kann eine solche vorsorgliche Entleerung des WC-Spülkastens aus folgendem
Grund wegfallen: Aufgrund der Eckventil-Absperrung kann nämlich kein Wasser durch
die Steuerleitung geführt werden, so dass die Unterdruckeinheit keinen Unterdruck
erzeugen kann. Das Ablaufventil bleibt also auch bei einer unbeabsichtigten Betätigung
des Drucktasters zuverlässig geschlossen.
[0014] Wie bereits oben erwähnt, kann die Unterdruckeinheit nutzerseitig aktiviert werden.
Im Falle einer wasserführenden Unterdruckeinheit kann hierzu in der zur Unterdruckeinheit
führenden Steuerleitung, das heißt stromauf der wasserführenden Unterdruckeinheit
ein nutzerseitig betätigbares Steuerventil angeordnet sein. Durch eine nutzerseitige
Betätigung des Steuerventils kann der durch die Unterdruckeinheit geführte Wasser-Volumenstrom
eingestellt werden, der wiederum mit dem in der Unterdruckeinheit erzeugten Unterdruck
korreliert. Beispielhaft kann das Steuerventil ein zeitgesteuertes Betätigungsventil,
zum Beispiel ein sogenanntes Selbstschlussventil sein.
[0015] In einer technischen Umsetzung kann das Steuerventil einen, in einem Ventilgehäuse
hubverstellbaren Steuerkolben aufweisen. Der Steuerkolben kann mittels zumindest eines
nutzerseitig bedienbaren Drucktasters verstellt werden. In seiner nicht betätigten
Lage ist der Steuerkolben in eine Geschlossenstellung federvorgespannt, in der ein
Steuerkolben-Ventilteller in Dichtanlage mit einem gehäusenfesten Ventilsitz ist und
dadurch ein Strömungsweg durch das Steuerventil geschlossen ist. Bei einer Druckbetätigung
des Drucktasters über einen Tastenhubweg wird der Steuerkolben entgegen der Federvorspannkraft
in seine Offenstellung verstellt. In der Steuerkolben-Offenstellung ist der Strömungsweg
durch das Steuerventil freigegeben, wodurch die wasserführende Unterdruckeinheit mit
Wasser durchströmt ist. Bei einer Druckentlastung des Drucktasters wird dagegen der
Steuerkolben unter Wirkung der Federvorspannkraft über einen Rückstellhubweg wieder
in seine Geschlossenstellung rückgestellt.
[0016] Die Länge des obigen Tastenhubweges des Drucktasters korreliert mit einem Rückstell-Zeitintervall,
innerhalb dem der Steuerkolben nach einer Drucktaster-Entlastung wieder in seine Geschlossenstellung
rückgestellt wird. Innerhalb des Rückstell-Zeitintervalls ist die wasserführende Unterdruckeinheit
mit dem Wasservolumenstrom durchströmt und wird ein Unterdruck erzeugt, der auf das
pneumatische Stellglied wirkt. Das heißt, dass die Tastenhubweg-Länge einen unmittelbaren
Einfluss auf die aus dem WC-Spülkasten ausströmende Spülwassermenge hat. Zur Einstellung
eines maximal möglichen Tastenhubweges des Drucktasters und damit zur Einstellung
einer ausströmbaren Spülwassermenge kann dem nutzerseitig bedienbaren Drucktaster
ein Hubeinstellglied zugeordnet sein, der den maximalen Tastenhubweg des Drucktasters
und somit auch das Rückstell-Zeitintervall einstellt.
[0017] In einer technischen Ausführung kann die Ablaufgarnitur einen ersten Drucktaster,
bei dessen Betätigung eine große Spülwassermenge aus dem WC-Spülkasten ausströmt,
und einen zweiten Drucktaster aufweisen, bei dessen Betätigung eine kleine Spülwassermenge
aus dem WC-Spülkasten ausströmt. Je nach Betätigung des ersten oder zweiten Drucktasters
kann somit der Nutzer die Spülwassermenge festlegen.
[0018] Die beiden Drucktaster können kraftübertragend, insbesondere zum Beispiel unter Zwischenschaltung
einer Quertraverse, am Steuerkolben angebunden sein, und zwar so, dass bei der Druckbetätigung
des ersten Drucktasters der zweite Drucktaster in seiner Ruhelage verbleibt. Der von
einem der Drucktaster zurückgelegte Tastenhubweg ist somit identisch mit dem vom Steuerkolben
zurückgelegten Kolbenhubweg. Bevorzugt ist jedem der beiden Drucktaster jeweils ein
Hubeinstellglied zugeordnet, mit deren Hilfe die maximal möglichen Tastenhubwege des
ersten und zweiten Drucktasters unabhängig voneinander einstellbar sind. Durch ein
solches Steuerventil können unterschiedliche Spülwassermengen variabel eingestellt
werden.
[0019] Die vorstehend erläuterten vorteilhaften Aus- und/oder Weiterbildungen können - außer
zum Beispiel in den Fällen eindeutiger Abhängigkeiten oder unvereinbarer Alternativen
- einzeln oder aber auch in beliebiger Kombination miteinander zur Anwendung kommen.
[0020] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Aus- und Weiterbildungen sowie deren Vorteile
werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
[0021] Es zeigen:
- Figur 1
- in einer grob schematischen Teilschnittansicht einen WC-Spülkasten mit einem Füllventil
und einem Ablaufventil;
- Figur 2
- in einer Detailansicht eine Baueinheit aus einer Vakuumdüse und einem Faltenbalg;
- Figur 3
- eine Schnittdarstellung entlang der Schnittebene A-A aus der Figur 1;
- Figur 4 und 5
- jeweils Ansichten entsprechend der Figur 3 bei betätigtem ersten Drucktaster und bei
betätigtem zweiten Drucktaster;
- Figuren 6 und 7
- jeweils Ansichten, die das Pneumatiksystem bei einer UnterdruckBeaufschlagung des
Faltenbalgs zeigen;
- Figur 8
- ein Pneumatiksystem des WC-Spülkastens gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figuren 9 und 10
- Ansichten eines Ausführungsbeispiels mit einem dritten Drucktaster.
[0022] In der Figur 1 ist eine in einem WC-Spülkasten 1 verbaute Ablaufgarnitur mit zugehörigem
Pneumatiksystem 21 gezeigt. Die Ablaufgarnitur weist am Spülkastenboden einen Ablaufstutzen
5 auf, der in nicht gezeigter Weise in Strömungsverbindung mit einem WC-Becken ist.
Der Ablaufstutzen 5 liegt mit einer radial ausgeweiteten umlaufenden Ringschulter
7 auf dem Öffnungsrandbereich einer bodenseitigen Auslassöffnung des Spülkasten-Bodens
auf. Die Ringschulter 7 des Ablaufstutzens 5 ist nach oben mit einer daran angeformten
umlaufenden Gehäusewand 9 verlängert, in der Durchflussöffnungen 11 ausgebildet sind,
die in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt sind. Radial innerhalb sowie koaxial zu
der Gehäusewand 9 ist ein hubverstellbares Überlaufrohr 13 angeordnet, das mit seinem
radial äußeren Ventilteller 15 auf einem an der Ringschulter 7 ausgebildeten Ventilsitz
17 flüssigkeitsdicht aufliegt. Das Umlaufrohr 13 bildet zusammen mit dem Ablaufstutzen
5 ein Ablaufventil 19, das über das Pneumatiksystem 21 von Drucktastern 23, 25 betätigbar
ist, die in der Fig. 1 von einer Dekorplatte 26 umgrenzt sind und in einer Gebäudewand
28 installiert sind. Bei einer Druckbetätigung der Drucktaster 23, 25 wird das Umlaufrohr
13 mittels des Pneumatiksystems 21 von einer in der Figur 1 gezeigten Geschlossenstellung
in eine Offenstellung (Figur 6 und 7) hubverstellt.
[0023] Im WC-Spülkasten 1 ist außerdem ein Füllventil verbaut, mit dem der WC-Spülkasten
1 bis auf einen vorgegebenen Füllstand mit Wasser gefüllt wird. Das Füllventil ist
einlassseitig an einer zum Wasserversorgungsnetz führenden Versorgungsleitung 29 angeschlossen.
Zudem ist das Füllventil mittels eines Schwimmers 32 gesteuert, der an einem Einlaufrohr
34 höhenverstellbar angeordnet ist.
[0024] Wie aus der Figur 1 oder 2 weiter hervorgeht, weist das Pneumatiksystem 21 als pneumatisches
Stellglied 31 einen Faltenbalg sowie als Unterdruckeinheit eine Vakuumdüse 33 auf.
Die Vakuumdüse 33 ist nach Art einer Venturidüse aufgebaut und einlassseitig an einer
Steuerleitung 35 angeschlossen, die von der Versorgungsleitung 29 abzweigt. In der
Steuerleitung 35 ist ein Steuerventil 43 angeordnet, das über die nutzerseitig bedienbaren
Drucktaster 23, 25 betätigbar ist. Bei einer Drucktaster-Betätigung wird im Steuerventil
43 ein Wasser-Strömungsweg vom Versorgungsnetz zur Vakuumdüse 33 geöffnet und diese
mit einem Wasser-Volumenstrom ṁ (Fig. 3 oder 6) durchströmt. Auf diese Weise wird
in der Unterdruckleitung 37 ein Unterdruck erzeugt, mit dem der Faltenbalg 31 zusammengezogen
wird.
[0025] Auslassseitig mündet die Vakuumdüse 33 in den Innenraum des WC-Spülkastens 1. Die
Vakuumdüse 33 weist zwischen ihrer Wassereinlass- und Wasserauslassseite eine Drosselstelle
mit einer Strömungsquerschnitts-Verengung auf, an der eine Unterdruckleitung 37 in
den Düsenkanal der Vakuumdüse 33 einmündet. Die Vakuumdüse 33 und der Faltenbalg 31
sind unter Bildung einer Baueinheit B (Fig. 2) unmittelbar aneinander angebunden.
Hierzu weist die Vakuumdüse 33 in der Figur 2 einen Anschlussstutzen 39 auf, durch
den die Unterdruckleitung 37 führt. Auf den Anschlussstutzen 39 der Vakuumdüse 33
ist ein Rohransatz 41 des Faltenbalgs 31 aufgeschoben und gegebenenfalls mittels einer
nicht gezeigten Befestigungsschelle daran fixiert. Der Faltenbalg 31 ist in der Fig.
2 mit seinem vom Rohransatz 41 abgewandten Faltenbalg-Boden 45 an einer Verbindungsstange
47 angekoppelt, die wiederum am oberen Ende des Überlaufrohrs 13 befestigt ist.
[0026] Das in der Figur 3 gezeigte Steuerventil 43 bildet zusammen mit einem Tastengehäuse
49, in dem die beiden Drucktaster 23, 25 angeordnet sind, ebenfalls eine Baueinheit.
In der Figur 3 weist das Steuerventil 43 einen in einem Ventilgehäuse 51 hubverstellbaren
Steuerkolben 53 auf. Der Steuerkolben 53 ist unter Zwischenschaltung einer Quertraverse
55 kraftübertragend mit den beiden Drucktastern 23, 25 verbunden. In der, in der Figur
3 gezeigten Nichtgebrauchslage ist der Steuerkolben 53 mittels einer Spiralfeder 57
in eine Geschlossenstellung federvorgespannt. In der in der Figur 3 gezeigten Geschlossenstellung
ist der Steuerkolben 53 mit seinem Ventilteller 59 in Dichtanlage mit einem gehäusefesten
Ventilsitz 61, wodurch der Strömungsweg durch das Steuerventil 43 geschlossen ist.
[0027] Die ersten und zweiten Drucktaster 23, 25 sind über maximal mögliche Tastenhubwege
h
1, h
2 entgegen der von der Spiralfeder 57 erzeugten Federvorspannkraft in eine Offenstellung
verstellbar (Figur 4 oder 5). In der Offenstellung ist der Strömungsweg durch das
Steuerventil 43 freigegeben. Bei einer Druckentlastung des jeweils gedrückten Drucktasters
23, 25 wird der Drucktaster 23, 25 unter Wirkung der Federvorspannkraft der Spiralfeder
57 wieder in seine Geschlossenstellung rückgestellt.
[0028] Zur Einstellung der oben erwähnten Tastenhubwege h
1, h
2 weist das Steuerventil 43 zwei Hubeinstellglieder 63, 65 auf, die in einer Hubrichtung
verstellbar im Tastengehäuse 49 angeordnet sind. Jedes der Hubeinstellglieder 63,
65 ist jeweils einem der Drucktaster 23, 25 zugeordnet. Mit Hilfe der Hubeinstellglieder
63, 65 kann ein maximal möglicher Tastenhubweg h
1, h
2 des Drucktasters 23, 25 eingestellt werden. Die Hubeinstellglieder 63, 65 wirken
als Tiefenanschläge, die den Hubweg des jeweiligen Drucktasters 23, 25 begrenzen.
[0029] Bei einer nach der Drucktaster-Betätigung erfolgenden Drucktaster-Entlastung stellt
sich der Steuerkolben 53 unter Federkraft-Wirkung selbststätig wieder in seine Geschlossenstellung
zurück, und zwar innerhalb eines Rückstell-Zeitintervalls. Innerhalb des Rückstell-Zeitintervalls
bleibt der Strömungsweg durch das Steuerventil 43 weiter offen, so dass weiter ein
Wasservolumenstrom ṁ durch die Vakuumdüse 33 geleitet wird und dadurch ein Unterdruck
erzeugt wird. Die Länge des Rückstell-Zeitintervalls korreliert dabei mit einer Tastenhubweg-Länge.
Das heißt, dass bei einer großen Tastenhubweg-Länge die Rückstellung des Drucktasters
23, 25 länger dauert als bei einer kürzeren Tastenhubweg-Länge. Entsprechend kann
bei einer großen Tastenhubweg-Länge eine größere Spülwassermenge aus dem WC-Spülkasten
1 ausströmen als bei einer kleineren Tastenhubweg-Länge.
[0030] Durch voneinander separate Einstellungen der Hubeinstellglieder 63, 65 kann somit
jedem der Drucktaster 23, 25 jeweils eine eigene, aus dem WC-Spülkasten 1 ausströmende
Spülwassermenge zugeordnet werden. Beispielhaft kann bei Betätigung des ersten Drucktasters
23 eine kleine Spülwassermenge aus dem WC-Spülkasten 1 ausströmen. Demgegenüber kann
bei Betätigung des zweiten Drucktasters 25 eine größere Spülwassermenge aus dem WC-Spülkasten
1 ausströmen.
[0031] Im Hinblick auf eine kompakte, bauraumgünstige Ausgestaltung des Pneumatiksystems
21 ist gemäß den Figuren der Faltenbalg 31 in der Ablaufgarnitur-Hochrichtung in Flucht
oberhalb des Überlaufrohrs 31 positioniert. Zudem ist auch die Vakuumdüse 33 in etwa
in Flucht oberhalb des Faltenbalgs 31 positioniert.
[0032] In der Figur 8 ist eine Weiterentwicklung des in den vorangegangenen Figuren gezeigten
Pneumatiksystems 21 gezeigt. Im Unterschied zu den vorangegangenen Figuren ist in
der Figur 8 zusätzlich eine Faltenbalg-Führung 67 vorgesehen, um ein einwandfreies
Zusammenziehen und Auseinanderziehen des Faltenbalgs 31 zu gewährleisten. Die Faltenbalg-Führung
67 weist ein hohlzylindrisches, topfartiges Faltenbalg-Gehäuse 69 auf, das zu einer
Gehäusesachse G rotationssymmetrisch ausgebildet ist und mit seinem Topfboden 71 an
der Vakuumdüse 33 befestigt ist. Am Außenumfang des Faltenbalg-Gehäuses 69 sind Führungskanäle
73 angeformt, in denen Führungsstifte 75 achsparallel zur Gehäuseachse G geführt sind.
Die Führungsstifte 75 sind über Querstege 77 an der Verbindungsstange 47 befestigt.
[0033] In den Figuren 9 und 10 ist im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen
ein zusätzlicher dritter Drucktaster 26 bereitgestellt, der zusammen mit den beiden
anderen Drucktastern 23, 25 von der Dekorplatte 30 umgrenzt ist. Bei einer Druckbetätigung
des dritten Drucktasters 26 kann eine mittlere Spülwassermenge aus dem WC-Spülkasten
1 ausströmen. Der dritte Drucktaster 26 ist, wie auch die beiden anderen Drucktaster
23, 25, unter Zwischenschaltung der Quertraverse 55 kraftübertragend in Verbindung
mit dem Steuerkolben 53. Zudem ist auch dem dritten Drucktaster 26 ein nicht gezeigtes
Hubeinstellglied zugeordnet, mit dem der maximal mögliche Tastenhub des dritten Drucktasters
26 einstellbar ist.
[0034] Wie aus der Figur 10 hervorgeht, ist jedem der Hubeinstellglieder ein Verstellrad
79 zugeordnet, das vom Nutzer drehbetätigbar ist. Mittels einer Drehbetätigung kann
das jeweils zugeordnete Hubeinstellglied verstellt werden.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- WC-Spülkasten
- 5
- Ablaufstutzen
- 7
- Ringschulter
- 9
- Gehäusewand
- 11
- Durchflussöffnungen
- 13
- Überlaufrohr
- 15
- Ventilteller
- 17
- Ventilsitz
- 19
- Ablaufventil
- 21
- Pneumatiksystem
- 23, 25, 26
- Drucktaster28 Gebäudewand
- 29
- Versorgungsleitung
- 30
- Dekorplatte
- 31
- Faltenbalg
- 32
- Schwimmer
- 33
- Vakuumdüse
- 34
- Einlaufrohr
- 35
- Steuerleitung
- 37
- Unterdruckleitung
- 39
- Anschlussstutzen
- 41
- Rohransatz
- 43
- Steuerventil
- 45
- Faltenbalg-Boden
- 47
- Verbindungselement
- 49
- Tastengehäuse
- 51
- Ventilgehäuse
- 53
- Steuerkolben
- 55
- Quertraverse
- 57
- Spiralfeder
- 59
- Steuerkolben-Ventilteller
- 61
- gehäusefester Ventilsitz
- 63, 65
- Hubeinstellglieder
- ṁ
- Wasser-Volumenstrom
- G
- Gehäuseachse
- 67
- Faltenbalg-Führung
- 69
- Faltenbalg-Gehäuse
- 71
- Topfboden
- 73
- Führungskanäle
- 75
- Führungsstifte
- 77
- Querstege
- 79
- Verstellräder
1. Ablaufgarnitur für einen WC-Spülkasten (1), mit einem Ablaufventil (19), das aus einem
am Spülkasten (1) montierten Ablaufstutzen (5) und einem hubverstellbaren Rohr (13)
aufgebaut ist, das in seiner Geschlossenstellung einen Strömungsdurchlass durch den
Ablaufstutzen (5) schließt, und mit einem pneumatischen Stellglied (31), mit dem bei
einer Druckbeaufschlagung das Rohr (13) in seine Offenstellung verstellbar ist, in
der eine Spülwassermenge aus dem Ablaufstutzen (5) des WC-Spülkastens (1) ausströmbar
ist, wobei zur Hubverstellung des Rohres (13) in seine Offenstellung das pneumatische
Stellglied (31) mit einem Unterdruck beaufschlagbar ist, und wobei die Ablaufgarnitur
eine insbesondere wasserführende Unterdruckeinheit (33) aufweist, die mit dem pneumatischen
Stellglied (31) verbunden ist und bei einer nutzerseitigen Aktivierung einen auf das
pneumatische Stellglied (31) wirkenden Unterdruck erzeugt, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (13) ein Überlaufrohr (13) ist.
2. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das pneumatische Stellglied (31) als ein Faltenbalg, eine Kolben-Zylinder-Einheit
oder ein Membran-Hubsystem realisiert ist, wobei das Membran-Hubsystem zumindest eine
mit Unterdruck beaufschlagbare Arbeitskammer aufweist, die von einer verformbaren
Membran begrenzt ist, die in Verbindung ist mit dem Überlaufrohr (13).
3. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterdruckeinheit (33) eine wasserdurchströmbare Vakuumdüse oder Wasserstrahlpumpe
ist, die mit einer Unterdruckleitung (37) mit dem pneumatischen Stellglied (31) verbunden
ist, und dass bei wasserdurchströmter Vakuumdüse (33) oder Wasserstrahlpumpe Luft
aus dem pneumatischen Stellglied (31) absaugbar ist.
4. Ablaufgarnitur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterdruckeinheit (33) zwischen deren Wassereinlassseite und deren Wasserauslassseite
eine Drosselstelle mit einer Strömungsquerschnitts-Verengung aufweist, und dass die
Unterdruckleitung (37) an der Drosselstelle in den Strömungskanal der Unterdruckeinheit
(33) mündet.
5. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das pneumatische Stellglied (31) bei einer Unterdruck-Beaufschlagung in einer
Hubrichtung zusammenzieht unter Hubverstellung des Überlaufrohrs (13) in seine Offenstellung,
und dass sich das pneumatische Stellglied (31) bei einer Unterdruck-Entlastung auseinanderzieht
unter Hubverstellung des Überlaufrohrs (13) in seine Geschlossenstellung sowie insbesondere
unter Schwerkraftwirkung.
6. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das pneumatische Stellglied (31) in der Ablaufgarnitur-Hochrichtung, insbesondere
in Flucht, oberhalb des Überlaufrohrs (13) angeordnet ist, und dass insbesondere das
pneumatische Stellglied (31) mit einem Verbindungselement (47), insbesondere starr
am Überlaufrohr (13) angebunden ist.
7. Ablaufgarnitur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ablaufgarnitur-Hochrichtung die Unterdruckeinheit (33), insbesondere in Flucht,
oberhalb des pneumatischen Stellglieds (31) angeordnet ist.
8. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserführende Unterdruckeinheit (33) an ihrer Wassereinlassseite an eine Steuerleitung
(35) angeschlossen ist, die mit dem Wasserversorgungsnetz verbindbar ist.
9. Ablaufgarnitur nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuerleitung (35) ein nutzerseitig betätigbares Steuerventil (43) angeordnet
ist, und dass bei einer nutzerseitigen Betätigung des Steuerventils (43) der durch
die Unterdruckeinheit (33) geführte Wasser-Volumenstrom (ṁ) einstellbar ist, der
mit dem in der Unterdruckeinheit (33) erzeugten Unterdruck korreliert.
10. Ablaufgarnitur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der WC-Spülkasten (1) ein Füllventil aufweist, das einlassseitig an das Wasserversorgungsnetz
anschließbar ist und über das der WC-Spülkasten (1) mit Wasser gefüllt wird.
11. Ablaufgarnitur nach Anspruch 9 oder 10, insofern auf Anspruch 9 rückbezogen, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerventil (43) einen in einem Ventilgehäuse (51) hubverstellbaren Steuerkolben
(53) aufweist, der mittels zumindest eines nutzerseitig bedienbaren Drucktasters (23,
25, 26) verstellbar ist und in eine Geschlossenstellung federvorgespannt ist, in der
ein Steuerkolben-Ventilteller (59) in Dichtanlage mit einem gehäusefesten Ventilsitz
(61) ist und einen Strömungsweg durch das Steuerventil (43) schließt, und welcher
Steuerkolben (53) bei einer Druckbetätigung des Drucktasters (23, 25, 26) über einen
Tastenhubweg (h1, h2) entgegen der Federvorspannkraft in seine Offenstellung verstellt ist, in der der
Strömungsweg durch das Steuerventil (43) freigegeben ist, und bei einer Druckentlastung
des Drucktasters (23, 25, 26) unter Wirkung der Federvorspannkraft wieder in seine
Geschlossenstellung rückgestellt wird.
12. Ablaufgarnitur nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Tastenhubwegs mit der Länge eines Rückstell-Zeitintervalls korreliert,
innerhalb dem der Steuerkolben (53) nach einer Drucktaster-Entlastung wieder in seine
Geschlossenstellung rückgestellt wird, wobei innerhalb des Rückstell-Zeitintervalls
die Unterdruckeinheit (33) mit dem Wasservolumenstrom (ṁ) durchströmt ist und ein
Unterdruck erzeugt ist.
13. Ablaufgarnitur nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem nutzerseitig bedienbaren Drucktaster (23, 25, 26) des Steuerventils (43) ein
Hubeinstellglied (63, 65) zugeordnet ist, mit dem ein maximal möglicher Tastenhubweg
(h1, h2) des Drucktasters (23, 25, 26) und somit das Rückstell-Zeitintervall einstellbar
ist.
14. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein erster Drucktaster (23), bei dessen Betätigung eine kleine Spülwassermenge
aus dem WC-Spülkasten (1) ausströmt, und ein zweiter Drucktaster (25) bereitgestellt
ist, bei dessen Betätigung eine große Spülwassermenge aus dem WC-Spülkasten (1) ausströmt,
und dass insbesondere ein dritter Drucktaster (26) bereitgestellt ist, bei dessen
Betätigung eine mittlere Spülwassermenge aus dem WC-Spülkasten (1) ausströmt.
15. Ablaufgarnitur nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucktaster (23, 25, 26) kraftübertragend, insbesondere unter Zwischenschaltung
einer Quertraverse (55) am Steuerkolben (53) angebunden sind, und zwar so, dass bei
der Druckbetätigung eines Drucktasters (23) der zumindest eine weitere Drucktaster
(25, 26) in seiner Ruhelage verbleibt.
16. Ablaufgarnitur nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass jedem der Drucktaster (23, 25, 26) jeweils ein Hubeinstellglied (63, 65) zugeordnet
ist, mit deren Hilfe die maximal möglichen Tastenhubwege (h1,h2) des jeweiligen Drucktasters (23, 25, 26) unabhängig voneinander einstellbar sind.
1. A drain fitting for a toilet flush tank (1), having a drain valve (19), which is constructed
from a drain connection (5) mounted on the flush tank (1) and a stroke-adjustable
pipe (13), which in its closed position closes a flow passage through the drain connection
(5), and having a pneumatic actuator (31) with which, when pressure is applied, the
pipe (13) can be moved into its open position, in which a volume of flushing water
can flow from the drain connection (5) of the toilet flush tank (1), wherein for moving
the pipe (13) into its open position with a stroke adjustment, the pneumatic actuator
(31) can be subjected to a negative pressure, and wherein the drain fitting has an
in particular water-conducting vacuum unit (33), which is connected to the pneumatic
actuator (31) and, when activated by a user, generates a negative pressure acting
on the pneumatic actuator (31), characterized in that the pipe (13) is an overflow pipe (13) .
2. The drain fitting according to Claim 1, characterized in that the pneumatic actuator (31) is embodied as a bellows, as a piston-cylinder unit,
or as a diaphragm lifting system, wherein the diaphragm lifting system has at least
one working chamber capable of being subjected to negative pressure, which is delimited
by a deformable diaphragm, which diaphragm is connected to the overflow pipe (13).
3. The drain fitting according to Claim 1 or 2, characterized in that the vacuum unit (33) is a water-conducting vacuum nozzle or water jet pump, which
is connected to the pneumatic actuator (31) by a vacuum line (37), and that with a
water-conducting vacuum nozzle (33) or water jet pump, air can be suctioned out of
the pneumatic actuator (31).
4. The drain fitting according to Claim 3, characterized in that the vacuum unit (33) has a throttle point with a flow cross section constriction
between its water inlet side and its water outlet side, and that the vacuum line (37)
opens into the flow channel of the vacuum unit (33) at the throttle point.
5. The drain fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that the pneumatic actuator (31) contracts in a travel direction when negative pressure
is applied, moving the overflow pipe (13) into the its open position with a stroke
adjustment, and that the pneumatic actuator (31) expands when negative pressure is
relieved, moving the overflow pipe (13) into its closed position with a stroke adjustment
and in particular under the effect of gravity.
6. The drain fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that the pneumatic actuator (31) is arranged in the drain fitting vertical direction,
in particular in alignment, above the overflow pipe (13), and that in particular the
pneumatic actuator (31) is attached, in particular rigidly, to the overflow pipe (13)
by means of a connection element (47) .
7. The drain fitting according to Claim 6, characterized in that the vacuum unit (33) is arranged in the drain fitting vertical direction, in particular
in alignment, above the pneumatic actuator (31).
8. The drain fitting according to any one of Claims 3 to 7, characterized in that the water-conducting vacuum unit (33) is attached on its water inlet side to a control
line (35) which is connectable to the water supply network.
9. The drain fitting according to Claim 8, characterized in that a control valve (43) capable of being actuated by a user is arranged in the control
line (35), and that the water volume flow (m) conducted through the vacuum unit (33),
which correlates with the negative pressure generated in the vacuum unit (33), can
be adjusted when the control valve (43) is actuated by a user.
10. The drain fitting according to any one of the preceding claims, characterized in that the toilet flush tank (1) has a fill valve, which can be connected on the inlet side
to the water supply network and via which the toilet flush tank (1) is filled with
water.
11. The drain fitting according to Claim 9 or 10, insofar as related to Claim 9, characterized in that the control valve (43) has a control piston (53) of which the stroke can be adjusted
in a valve housing (51), which control piston can is movable by means of at least
one user-operated push button (23, 25, 26) and is springpretensioned in a closed position,
in which a control piston valve plate (59) abuts sealingly with a housingfixed valve
seat (61) and closes a flow path through the control valve (43), and which control
piston (53) is moved along a button travel path (h1, h2) against the spring pretensioning force into its open position in which the flow
path through the control valve (43) is unblocked when the push button (23, 25, 26)
is pressed, and is returned to its closed position under the action of the spring
pretensioning force when the push button (23, 25, 26) is released.
12. The drain fitting according to Claim 11, characterized in that the length of the button travel path correlates with the length of a reset time interval
during which the control piston (53) is returned to its closed position after the
push button is released, wherein the water volume flow (m) flows through the vacuum
unit (33) and a negative pressure is generated during the reset time interval.
13. The drain fitting according to Claim 12, characterized in that a stroke adjustment element (63, 65) is allocated to the user-operated push button
(23, 25, 26) of the control valve (43), with which a maximum possible button travel
path (h1, h2) of the push button (23, 25, 26), and thus the reset time interval, can be set.
14. The drain fitting according to any one of Claims 11 to 13, characterized in that at least one first push button (23) is provided, upon actuation of which a small
volume of flushing water flows from the toilet flush tank (1), and a second push button
(25) is provided, upon actuation of which a large volume of flushing water flows from
the toilet flush tank (1), and that in particular a third push button (26) is provided,
upon actuation of which a medium volume of flushing water flows from the toilet flush
tank (1).
15. The drain fitting according to Claim 14, characterized in that the push buttons (23, 25, 26) are force-transmittingly connected to the control piston
(53), in particular via interposition of a crosspiece (55), namely in such a way that
when a push button (23) is pressed, the at least one further push button (25, 26)
stays in its neutral position.
16. The drain fitting according to Claim 14 or 15, characterized in that in each case a travel adjustment element (63, 65) is assigned to each of the push
buttons (23, 25, 26), by means of which the maximum possible button travel paths (h1, h2) of the respective push buttons (23, 25, 26) are independently adjustable.
1. Garniture d'évacuation conçue pour un réservoir de chasse d'eau de WC (1) avec une
soupape d'évacuation (19), qui est constituée d'une tubulure d'évacuation (5) montée
sur un réservoir de chasse d'eau (1) et d'un tuyau (13) à course réglable, qui ferme
dans sa position de fermeture un passage d'écoulement par la tubulure d'évacuation
(5) et avec un organe pneumatique (31) avec lequel le tuyau (13) peut être réglé dans
sa position ouverte, dans laquelle une quantité d'eau de rinçage peut être évacuée
de la tubulure d'évacuation (5) du réservoir de chasse d'eau de WC (1), sachant que
pour le réglage de course du tuyau (13) dans sa position ouverte, l'actionneur pneumatique
(31) peut être sollicité par une dépression et sachant que la garniture d'évacuation
comporte une unité de dépression (33) spéciale gérant l'eau, qui est reliée à l'actionneur
pneumatique (31) et produit en cas d'activation par l'utilisateur, une dépression
agissant sur l'actionneur pneumatique (31), caractérisée en ce que le tuyau (13) est un tuyau de trop-plein (13).
2. Garniture d'évacuation selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'actionneur pneumatique (31) est réalisé sous la forme d'un soufflet, d'une unité
piston-vérin ou d'un système de levage à membrane, sachant que le système de levage
à membrane comporte au moins une chambre de travail pouvant être sollicitée par une
dépression, qui est délimitée par une membrane déformable, qui est en liaison avec
le tuyau de trop-plein (13).
3. Garniture d'évacuation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'unité de dépression (33) est une buse à vide pouvant être traversée par de l'eau
ou une pompe à jet d'eau, qui est reliée avec une conduite de dépression (37) à l'actionneur
pneumatique (31) et en ce que de l'air peut être aspiré à partir de l'actionneur pneumatique (31) lorsque la buse
à vide (33) ou la pompe à jet d'eau est traversée par de l'eau.
4. Garniture d'évacuation selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'unité de dépression (33) comporte un point d'étranglement entre son côté d'arrivée
d'eau et son côté de sortie d'eau avec un rétrécissement de la section d'écoulement
et en ce que la conduite de dépression (37) au point d'étranglement débouche dans le conduit d'écoulement
de l'unité de dépression (33).
5. Garniture d'évacuation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'actionneur pneumatique (31) se contracte dans une direction de course lors d'une
sollicitation par dépression en réglant la course du tuyau de trop-plein (13) dans
sa position ouverte et en ce que l'organe pneumatique (31) s'écarte lors d'un délestage de dépression en réglant la
course du tuyau de trop-plein (13) dans sa position de fermeture ainsi en particulier
que sous effet de la gravité.
6. Garniture d'évacuation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'actionneur pneumatique (31) est disposé dans la direction haute de la garniture
d'évacuation, en particulier en alignement, au-dessus du tuyau de trop-plein (13)
et en ce qu'en particulier l'actionneur pneumatique (31) est rattaché à un élément de liaison
(47), en particulier de façon rigide sur le tuyau de trop-plein (13).
7. Garniture d'évacuation selon la revendication 6, caractérisée en ce que dans la direction haute de la garniture d'évacuation, l'unité de dépression (33),
est disposée, en particulier en alignement, au-dessus de l'actionneur pneumatique
(31).
8. Garniture d'évacuation selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisée en ce que l'unité de dépression gérant l'eau (33) est raccordée sur son côté d'entrée d'eau
à une conduite de commande (35), qui peut être reliée au réseau d'alimentation d'eau.
9. Garniture d'évacuation selon la revendication 8, caractérisée en ce que dans la conduite de commande (35) est disposée une soupape de commande (43) pouvant
être actionnée par l'utilisateur et en ce que par actionnement de l'utilisateur de la soupape de commande (43), le débit volumétrique
d'eau (m) géré par l'unité de dépression (33) peut être réglé, qui est en corrélation
avec la dépression produite dans l'unité de dépression (33).
10. Garniture d'évacuation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le réservoir de chasse d'eau de WC (1) comporte une soupape de remplissage, qui peut
être raccordée côté arrivée au réseau d'alimentation d'eau et est rempli d'eau par
le biais du réservoir de chasse d'eau de WC (1).
11. Garniture d'évacuation selon la revendication 9 ou 10, si dépendante de la revendication
9, caractérisée en ce que la soupape de commande (43) comporte un piston de commande (53) à course réglable
dans un boîtier de soupape (51), qui peut être réglé au moyen d'au moins un bouton-poussoir
(23, 25, 26) pouvant être actionné par l'utilisateur et est précontraint par ressort
dans une position de fermeture dans laquelle un disque de soupape de piston de commande
(59) se trouve en appui étanche avec un siège de soupape (61) solidaire du boîtier
et ferme un chemin d'écoulement par la soupape de commande (43) et lequel piston de
commande (53) est réglé en actionnant par pression le bouton-poussoir (23, 25, 26)
sur une course de bouton-poussoir (h1,h2) en opposition à la force de précontrainte de ressort dans sa position ouverte, dans
laquelle le chemin d'écoulement est libéré par la soupape de commande (43) et est
replacée dans sa position de fermeture sous l'effet de la force de précontrainte de
ressort en relâchant la pression du bouton-poussoir (23, 25, 26).
12. Garniture d'évacuation selon la revendication 11, caractérisée en ce que la longueur de la course de bouton-poussoir est en corrélation avec la longueur d'un
intervalle de temps de retour à l'intérieur duquel le piston de commande (53) est
replacé après un délestage de bouton-poussoir à nouveau dans sa position de fermeture,
sachant qu'à l'intérieur de l'intervalle de temps de retour, l'unité de dépression
(33) est traversée par un débit volumétrique d'eau (m) et une dépression est produite.
13. Garniture d'évacuation selon la revendication 12, caractérisée en ce qu'un élément de réglage de course (63, 65) est respectivement attribué au bouton-poussoir
(23, 25, 26) actionnable par l'utilisateur de la soupape de commande (43) avec lequel
une course de bouton-poussoir maximale possible (h1,h2) du bouton-poussoir (23, 25, 26) et l'intervalle de temps de retour peut être de
ce fait réglé.
14. Garniture d'évacuation selon la revendication 11 à 13, caractérisée en ce qu'au moins un premier bouton-poussoir (23) est fourni lors de l'actionnement duquel
une petite quantité d'eau de rinçage s'écoule du réservoir de chasse d'eau de WC (1)
et un deuxième bouton-poussoir (25) lors de l'actionnement duquel une grosse quantité
d'eau de rinçage s'écoule du réservoir de chasse d'eau de WC (1) et en ce qu'en particulier un troisième bouton-poussoir (26) est fourni lors de l'actionnement
duquel une quantité d'eau de rinçage moyenne s'écoule du réservoir de chasse d'eau
de WC (1) .
15. Garniture d'évacuation selon la revendication 14, caractérisée en ce que les boutons-poussoirs (23, 25, 26) sont reliés par transmission de force, en particulier
en intercalant une entretoise (55) sur le piston de commande (53) et à savoir de telle
manière qu'en actionnant par pression un bouton-poussoir (23), au moins un autre bouton-poussoir
(25, 26) reste dans sa position de repos.
16. Garniture d'évacuation selon la revendication 14 ou 15, caractérisée en ce qu'un élément de réglage de course (63, 65) est respectivement attribué à chacun des
boutons-poussoirs (23, 25, 26) à l'aide duquel les courses de bouton-poussoir maximales
possibles (h1,h2) du bouton-poussoir respectif (23, 25, 26) peuvent être réglées indépendamment l'une
de l'autre.
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