[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verdichterwalze, insbesondere für einen Bodenverdichter
mit wenigstens einer in Richtung einer Walzendrehachse geteilten Walze, umfassend
einen eine Walzendrehachse umgebenden und in Richtung der Walzendrehachse langgestreckten
Walzenmantel und in dem vom dem Walzenmantel umgebenen Walzeninnenraum wenigstens
eine mit dem Walzenmantel an seiner Innenumfangsfläche verbundene Walzenscheibe.
[0002] Bei Bodenverdichtern mit geteilten Walzen, also Walzen, welche in Richtung einer
Walzendrehachse aufeinanderfolgend wenigstens zwei um eine gemeinsame Walzendrehachse
drehbare Verdichterwalzen umfassen, besteht insbesondere dann, wenn derartigen Verdichterwalzen
Systeme zugeordnet sind, mit welchen der Drehbewegung dieser Verdichterwalzen um ihre
Walzendrehachse eine Oszillationsbewegung, also eine periodische Hin- und Her-Bewegung
bzw. - Beschleunigung in Umfangsrichtung überlagert werden kann, die Gefahr, dass
das Betriebsverhalten beeinträchtigende Schwingungen der beiden Verdichterwalzen bezüglich
einander, insbesondere Schwingungen um eine Längsachse bzw. eine Höhenachse eines
mit derartigen Verdichterwalzen aufgebauten Bodenverdichters, erzeugt werden. Derartige
Schwingungen können zu einem gegenseitigen Anstoßen der Verdichterwalzen aneinander
mit entsprechender Geräuschentwicklung und auch zu Beschädigungen der Verdichterwalzen
bzw. von Aufhängungsbauteilen für die Verdichterwalzen führen.
[0003] Ein Bodenverdichter mit zwei derartigen in Richtung der Walzendrehachse aufeinanderfolgend
angeordneten Verdichterwalzen ist aus der
EP 0 945 187 A2 bekannt. Die beiden Verdichterwalzen weisen jeweils einen rohrartigen Walzenmantel
auf, an dessen Innenumfangsfläche zwei in axialem Abstand zueinander angeordnete,
im Wesentlichen gleich gestaltete bzw. gleich dimensionierte Walzenscheiben angebunden
sind. In ihrem radial inneren Bereich sind die beiden Walzenscheiben durch ein die
Walzendrehachse umgebendes bzw. dazu konzentrisch angeordnetes Nabenrohr miteinander
verbunden. Alle im Inneren der beiden Verdichterwalzen vorzusehenden Baugruppen müssen
in dem von den beiden Nabenrohren umgebenen Innenraum untergebracht werden.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verdichterwalze, insbesondere
für einen Bodenverdichter mit wenigstens einer in Richtung einer Walzendrehachse geteilten
Walze, vorzusehen, bei welcher bei einfacher konstruktiver Ausgestaltung das Auftreten
eines ungünstigen Schwingungsverhaltens vermieden wird.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Verdichterwalze, insbesondere
für einen Bodenverdichter mit wenigstens einer in Richtung einer Walzendrehachse geteilten
Walze, umfassend einen eine Walzendrehachse umgebenden und in Richtung der Walzendrehachse
langgestreckten Walzenmantel und in dem vom dem Walzenmantel umgebenen Walzeninnenraum
wenigstens eine mit dem Walzenmantel an seiner Innenumfangsfläche verbundene Walzenscheibe.
[0006] Diese Verdichterwalze zeichnet sich dadurch aus,
- dass in Zuordnung zu der Walzenscheibe eine Versteifungsanordnung mit einem im Walzeninnenraum
in axialem Abstand zu der Walzenscheibe angeordneten, mit dem Walzenmantel an seiner
Innenumfangsfläche verbundenen Versteifungsring und einer mit der Walzenscheibe und
dem Versteifungsring verbundenen Versteifungsbaugruppe vorgesehen ist,
und
- dass die Versteifungsbaugruppe wenigstens eine bezüglich der Walzendrehachse exzentrisch
angeordnete erste Versteifungsplatte umfasst, wobei die wenigstens eine erste Versteifungsplatte
in einem ersten axialen Endbereich mit der Walzenscheibe verbunden ist und in einem
zweiten axialen Endbereich mit dem Versteifungsring verbunden ist.
[0007] Durch das Bereitstellen einer Versteifungsanordnung mit einem Versteifungsring und
einer diesen mit der Walzenscheibe verbindenden Versteifungsbaugruppe bei einer für
andere Systembereiche im Inneren der Verdichterwalze ausreichend Bauraum belassenden
Ausgestaltung das Auftreten von zu Schwingungen führenden Verformungen der Verdichterwalze
unterbunden werden.
[0008] Eine derartige erste Versteifungsplatte kann in einfacher Art und Weise in den Innenraum
der Verdichterwalze integriert werden und kann aufgrund ihrer inhärenten Steifigkeit
Verformungen der Verdichterwalze entgegenwirken.
[0009] Eine unter Berücksichtigung der Notwendigkeit, die Verdichterwalze an eine Aufhängung
anbinden zu müssen, und der Notwendigkeit, im Inneren einer derartigen Verdichterwalze
Bauraum für weitere Systembereiche, beispielsweise einer zur Erzeugung einer Oszillationsbewegung
vorgesehenen Unwuchtmassenanordnung, zu belassen, ausreichende Steifigkeit der erfindungsgemäß
aufgebauten Verdichterwalze kann dadurch erreicht werden, dass die Walzenscheibe einen
ringartigen Scheibenkörper aufweist, wobei der Scheibenkörper sich in radialer Richtung
über wenigstens 50%, vorzugsweise wenigstens 60%, der Radialerstreckung der Walzenscheibe
erstreckt, oder/und dass der Versteifungsring einen Ringkörper aufweist, wobei der
Ringkörper eine kürzere Radialerstreckung aufweist, als ein Scheibenkörper der Walzenscheibe,
oder/und sich über weniger als 50%, vorzugsweise weniger als 30%, der Radialerstreckung
des Versteifungsrings erstreckt.
[0010] Zur Erhöhung der Steifigkeit kann der Ringkörper in wenigstens zwei bezüglich der
Walzendrehachse einander gegenüberliegenden ersten Umfangsbereichen eine größere Radialerstreckung
aufweisen, als in zwischen zwei ersten Umfangsbereichen liegenden zweiten Umfangsbereichen.
[0011] Die Walzenscheibe kann eine Dicke von wenigstens 40 mm aufweisen. Durch das Bereitstellen
einer vergleichsweise dicken Walzenscheibe wird die Verdichterwalze in sich versteift,
so dass das Entstehen von zu Schwingungen führenden Verformungen einer derartigen
Verdichterwalze weitestgehend vermieden wird.
[0012] Zur Verbindung einer derartigen ersten Versteifungsplatte mit dem Versteifungsring
kann die wenigstens eine erste Versteifungsplatte in ihrem zweiten axialen Endbereich
in ihren beiden radialen Endbereichen jeweils einen mit dem Versteifungsring verbundenen
Verbindungssteg umfassen.
[0013] Die Steifigkeit einer erfindungsgemäß aufgebauten Verdichterwalze kann dadurch weiter
erhöht werden, dass die wenigstens eine erste Versteifungsplatte in ihren radialen
Endbereichen mit dem Walzenmantel an seiner Innenumfangsfläche verbunden ist.
[0014] Das Auftreten von Unwuchten im Rotationsbetrieb einer Verdichterwalze kann dadurch
verhindert werden, dass die Versteifungsbaugruppe zwei erste Versteifungsplatten umfasst,
wobei die ersten Versteifungsplatten beidseits der Walzendrehachse und zueinander
im Wesentlichen parallel vorgesehen sind. Es wird somit bezüglich der Walzendrehachse
eine im Wesentlichen symmetrische Anordnung der Komponenten der Versteifungsbaugruppe
ermöglicht.
[0015] Die Steifigkeit einer erfindungsgemäß aufgebauten Verdichterwalze kann weiter dadurch
erhöht werden, dass die Versteifungsbaugruppe eine mit der Walzenscheibe verbundene
zweite Versteifungsplatte umfasst, wobei die zweite Versteifungsplatte nicht mit dem
Walzenmantel oder/und dem Versteifungsring verbunden ist, oder/und wobei die zweite
Versteifungsplatte die Walzendrehachse schneidet. Dabei kann die zweite Versteifungsplatte
zwischen den ersten Versteifungsplatten angeordnet sein.
[0016] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner einen Bodenverdichter, umfassend wenigstens
eine, vorzugsweise zwei in Richtung der Walzendrehachse aufeinanderfolgende Verdichterwalzen
mit erfindungsgemäßem Aufbau.
[0017] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Verdichterwalze;
- Fig. 2
- eine Walzenscheibe mit Versteifungsplatten;
- Fig. 3
- die Baugruppe der Fig. 2 in Verbindung mit einem Versteifungsring;
- Fig. 4
- eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer nicht erfindungsgemäßen Ausgestaltungsart
einer Verdichterwalze;
- Fig. 5
- eine Walzenscheibe mit Versteifungsstreben;
- Fig. 6
- die Baugruppe der Fig. 5 in Verbindung mit einem Versteifungsring.
[0018] Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine erste Ausgestaltungsart einer Vedichterwalze, die bei
einem selbstfahrenden Bodenverdichter mit wenigstens einer in Richtung einer Walzendrehachse
geteilten Walze eingesetzt werden kann.
[0019] Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Verdichterwalze 10 umfasst einen ring- bzw.
rohrartigen Walzenmantel 12, der eine Walzendrehachse A konzentrisch umgibt und in
Richtung der Walzendrehachse A langgestreckt ist. In einem von dem Walzenmantel 12
umgebenden Walzeninnenraum 14 ist nahe einem axialen Endbereich 16 des Walzenmantels
12 eine Walzenscheibe 18, allgemein auch als Ronde bezeichnet, angeordnet. Die in
den Fig. 2 und 3 deutlich erkennbare Walzenscheibe 18 weist einen ringartigen Scheibenkörper
20 mit einer zentralen Öffnung 22 auf. Der Walzenkörper 20 weist ausgehend von seinem
Außenumfangsbereich 24, mit welchem dieser beispielsweise durch Verschweißung an eine
Innenumfangsfläche 26 des Walzenmantels 12 angebunden ist, bis zur zentralen Öffnung
22 eine Radialerstreckung auf, welche wenigstens 50%, vorzugsweise wenigstens 60%
des Radius der im Allgemeinen mit kreisartiger Außenumfangskontur bereitgestellten
Walzenscheibe 18 beträgt.
[0020] Um die Verdichterwalze 10 mit ausreichend hoher Steifigkeit bereitzustellen, weist
die Walzenscheibe 18, welche, ebenso wie im Wesentlichen alle anderen Bauteile bzw.
Baugruppen der in den Figuren dargestellten Verdichterwalze 10, vorzugsweise aus Stahlmaterial
aufgebaut ist, eine Dicke von wenigstens 40 mm auf. Eine derart große Dicke der Walzenscheibe
18, über welche die Verdichterwalze 10 an einen Walzenantrieb angebunden sein kann,
führt selbst dann, wenn nur in einem einem axialen Endbereich 16 des Walzenmantels
12 nahe liegenden Bereich der Verdichterwalze 10 eine derartige Walzenscheibe 18 vorgesehen
ist, zu einer derart hohen Steifigkeit, dass im Drehbetrieb unter den insbesondere
bei Auftreten von durch einen entsprechenden Mechanismus erzeugten Oszillationsbewegungen
hervorgerufenen Kräften eine Verformung der Verdichterwalze 10 im Wesentlichen ausgeschlossen
werden kann.
[0021] Um die Verdichterwalze 10 mit ausreichend hoher Steifigkeit bereitzustellen, kann
alternativ oder zusätzlich im Walzeninnenraum 14 eine allgemein mit 28 bezeichnete
Versteifungsanordnung vorgesehen sein. In dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausgestaltungsbeispiel
umfasst die Versteifungsanordnung 28 einen Versteifungsring 30, der näher an einem
axialen Endbereich 32 des Walzenmantels 12 angeordnet, ist als an dem axialen Endbereich
16, in dessen Nähe die Walzenscheibe 18 positioniert ist. Dies wiederum bedeutet,
dass die Walzenscheibe 18 einen größeren Axialabstand zum axialen Endbereich 32 des
Walzenmantels 12 aufweist, als zum axialen Endbereich 16 desselben.
[0022] Der Versteifungsring 30 umfasst einen Ringkörper 34, der an zwei bezüglich der Walzendrehachse
A einander gegenüberliegenden ersten Umfangsbereichen 36, ausgehend von seinem Außenumfangsbereich
38, eine größere Radialerstreckung nach radial innen aufweist, als in zwischen den
ersten Umfangsbereichen 36 liegenden zweiten Umfangsbereichen 40. Auch in diesen ersten
Umfangsbereichen 36 mit größerer Radialerstreckung ist der Ringkörper 34 mit einer
Radialerstreckung ausgebildet, die kleiner ist, als die Radialerstreckung des Scheibenkörpers
20 der Walzenscheibe 18, insbesondere kleiner ist als 50% des Radius des Versteifungsrings
30, vorzugsweise kleiner ist als 30% dieses Radius. Man erkennt, dass die in der Walzenscheibe
18 ausgebildete zentrale Öffnung 22, ausgehend von der Walzendrehachs A, eine deutlich
kleinere Radialerstreckung aufweist, als eine im Versteifungsring 30 ausgebildete
zentrale Öffnung 42.
[0023] Der Versteifungsring 30 ist mit seinem Außenumfangsbereich 40 beispielsweise durch
Verschweißung an die Innenumfangsfläche 26 des Walzenmantels 12 angebunden.
[0024] Zwischen der Walzenscheibe 18 und dem Versteifungsring 30 ist eine allgemein mit
44 bezeichnete Versteifungsbaugruppe vorgesehen. Diese umfasst zwei beidseits der
Walzendrehachse A angeordnete, in Richtung dieser Walzendrehachse A sich parallel
zueinander erstreckende und zur Walzendrehachse A im Wesentlichen den gleichen Abstand
aufweisende erste Versteifungsplatten 46. Jede der ersten Versteifungsplatten 46 ist
in einem ersten axialen Endbereich 48 derselben an die Walzenscheibe 18 beispielsweise
durch Verschweißung angebunden, wobei die beiden radialen Endbereiche 50, 52 der ersten
Versteifungsplatten 46 im Bereich des Außenumfangsbereichs 24 der Walzenscheibe 18
liegen. Somit erstrecken sich diese radialen Endbereiche 50, 52 der ersten Versteifungsplatten
46 in Richtung der Walzendrehachse A im Wesentlichen parallel zu dieser entlang der
Innenumfangsfläche 26 des Walzenmantels 12 und sind an diesen durch Verschweißung
angebunden.
[0025] In ihren an den Versteifungsring 30 anschließenden zweiten axialen Endbereichen 54
weisen die ersten Versteifungsplatten 46 in ihren beiden radialen Endbereichen 50,
52 jeweils einen Verbindungssteg 56, 58 auf. Jeder der Verbindungsstege 56, 58 weist
näherungsweise eine Breite auf, die der radialen Erstreckung des Versteifungsrings
30 in seinen zweiten Umfangsbereichen 40 entspricht. Mit den beiden Verbindungsstegen
56, 58 sind die ersten Versteifungsplatten 46 an den Versteifungsring 30 durch Verschweißung
angebunden. Es sei hier darauf hingewiesen, dass vorzugsweise dort, wo die ersten
Versteifungsplatten 46 mit ihren axialen Endbereichen 48, 54 an der Walzenscheibe
18 bzw. dem Versteifungsring 30 anliegen, jeweils entlang des gesamten Anlagebereichs
eine Schweißverbindung hergestellt ist, beispielsweise bereitgestellt durch im Wesentlichen
unterbrechungsfrei durchlaufende Schweißnähte oder mit Abstand zueinander angeordnete
Schweißnahtabschnitte oder Schweißpunkte. Auch dort, wo die ersten Versteifungsplatten
46 mit ihren radialen Endbereichen 50, 52 an der Innenumfangsfläche 26 des Walzenmantels
12 anliegen bzw. damit verbunden sind, ist vorzugsweise über die gesamte axiale Erstreckung
der ersten Versteifungsplatten 46 eine Schweißverbindung hergestellt.
[0026] Zwischen den beiden ersten Versteifungsplatten 46 ist eine zweite Versteifungsplatte
60 vorgesehen. Diese weist sowohl in radialer Richtung, als auch in axialer Richtung
eine deutlich kürzere Erstreckung auf, als die ersten Versteifungsplatten 46, so dass
sie im Wesentlichen nur an der Walzenscheibe 18 anliegend positioniert ist und in
diesem Bereich mit der Walzenscheibe 18 durch Verschweißung verbunden ist. Die zweite
Versteifungsplatte 60, welche auch als Balken ausgebildet sein könnte, berührt somit
weder den Versteifungsring 30, noch den Walzenmantel 12 und ist vorzugsweise derart
angeordnet, dass sie zur Herbeiführung einer optimalen Versteifung der Walzenscheibe
18 die Drehachse A schneidet.
[0027] Durch das Bereitstellen der beiden ersten Versteifungsplatten 46 sowie der zweiten
Versteifungsplatten 60 und des Versteifungsrings 30 im Walzeninnenraum 26 wird bei
einer substantiellen Versteifung der Verdichterwalze 10 ausreichend Bauraum belassen
für Systembereiche, die im Walzeninnenraum 26 anzuordnen sind. Derartige Systembereiche
können sowohl Komponenten umfassen, die dem Drehantrieb der Verdichterwalze 10 dienen,
als auch Komponenten, die zur Erzeugung einer Oszillationsbewegung oder einer Vibrationsbewegung
der Verdichterwalze 10 eingesetzt werden können.
[0028] Eine nicht erfindungsgemäße Ausgestaltungsart der Verdichterwalze 10 ist in den Fig.
4 bis 6 gezeigt. Komponenten, welche vorangehend beschriebenen Komponenten hinsichtlich
Aufbau bzw. Funktion entsprechen, sind mit dem gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0029] Auch bei der in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Verdichterwalze 10 kann die Walzenscheibe
18 derselben mit einer Dicke von mehr als 40 mm aufgebaut sein, um bereits dadurch
eine substantielle Versteifung der Verdichterwalze 10 zu erzeugen. Die für eine weitere
Versteifung vorgesehene Versteifungsanordnung 28 umfasst wieder den näher am axialen
Endbereich 32 des Walzenmantels 12 angeordneten Versteifungsring 30. Die den Versteifungsring
30 mit der Walzenscheibe 18 verbindende Versteifungsbaugruppe 44 umfasst eine Mehrzahl
von in Umfangsrichtung um die Walzendrehachse A mit vorzugsweise im Wesentlichen gleichem
Abstand zueinander angeordneten Versteifungsstreben 62.
[0030] Jede dieser Versteifungsstreben 62 kann beispielsweise als Rohr ausgebildet sein.
Mit einem jeweiligen ersten Endbereich 64 sind die Versteifungsstreben 62 an die Walzenscheibe
18 beispielsweise durch Verschweißung angebunden. Mit einem zweiten Endbereich 66
sind die Versteifungsstreben 62 an den Versteifungsring 30, optional auch an die Innenumfangsfläche
26 des Walzenmantels 12, durch Verschweißung angebunden. Dabei ist in Fig. 6 zu erkennen,
dass die Anbindung an die Walzenscheibe 18 nahe einem Innenumfangsbereich 68 derselben
erfolgt, so dass die Versteifungsstreben 62 sich ausgehend von der Walzenscheibe 18
in Richtung auf den Versteifungsring 30 zu axial und nach radial außen erstrecken.
Die Versteifungsstreben 62 weisen somit zur Walzendrehachse A nicht parallele, diese
vorzugsweise jedoch schneidende Strebenlängsachsen S auf. Auch bei der in den Fig.
4 bis 6 dargestellten Ausgestaltungsform wird somit bei einer in sich sehr steif ausgebildeten
Verdichterwalze 10 im Walzeninnenraum 14 ausreichend Bauraum für dort anzuordnende
Baugruppen belassen.
[0031] Eine an einem Bodenverdichter vorzusehende geteilte Walze kann zwei derartige in
den Fig. 1 bis 6 dargestellte, vorzugsweise zueinander jeweils baugleiche Verdichterwalzen
10 in Richtung einer gemeinsamen Walzendrehachse A aufeinander folgend und mit geringem
gegenseitigem Abstand angeordnet umfassen. Im Walzeninnenraum 14 dieser beiden Verdichter
10 können Teile des diesen beiden Verdichterwalzen 10 zugeordneten Walzenantriebs
sich befinden, wobei dieser für jede der beiden Verdichterwalzen 10 einen eigenständig
betreibbaren Walzenantriebsbereich umfassen kann, so dass jede der beiden Verdichterwalzen
10 vorzugsweise unabhängig von der anderen Verdichterwalze zur Drehung antreibbar
ist und dass weiterhin vorzugsweise jede der beiden Verdichterwalzen unabhängig von
der jeweils anderen Verdichterwalze in eine Oszillationsbewegung oder/und eine Vibrationsbewegung
versetzbar ist. Aufgrund der in sich sehr steifen Bauweise der erfindungsgemäß aufgebauten
Verdichterwalzen 10 besteht dabei im Wesentlichen keine Gefahr einer übermäßigen Verformung
der Verdichterwalzen.
1. Verdichterwalze, insbesondere für einen Bodenverdichter mit wenigstens einer in Richtung
einer Walzendrehachse geteilten Walze, umfassend einen eine Walzendrehachse (A) umgebenden
und in Richtung der Walzendrehachse (A) langgestreckten Walzenmantel (12) und in dem
vom dem Walzenmantel (12) umgebenen Walzeninnenraum (14) wenigstens eine mit dem Walzenmantel
(12) an seiner Innenumfangsfläche (26) verbundene Walzenscheibe (18), wobei
- in Zuordnung zu der Walzenscheibe (18) eine Versteifungsanordnung (28) mit einem
im Walzeninnenraum (14) in axialem Abstand zu der Walzenscheibe (18) angeordneten,
mit dem Walzenmantel (12) an seiner Innenumfangsfläche (26) verbundenen Versteifungsring
(30) und einer mit der Walzenscheibe (18) und dem Versteifungsring (30) verbundenen
Versteifungsbaugruppe (44) vorgesehen ist,
und
- die Versteifungsbaugruppe (44) wenigstens eine bezüglich der Walzendrehachse (A)
exzentrisch angeordnete erste Versteifungsplatte (46) umfasst, wobei die wenigstens
eine erste Versteifungsplatte (46) in einem ersten axialen Endbereich (48) mit der
Walzenscheibe (18) verbunden ist und in einem zweiten axialen Endbereich (54) mit
dem Versteifungsring (30) verbunden ist.
2. Verdichterwalze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenscheibe (18) einen ringartigen Scheibenkörper (20) aufweist, wobei der
Scheibenkörper (20) sich in radialer Richtung über wenigstens 50%, vorzugsweise wenigstens
60%, der Radialerstreckung der Walzenscheibe (18) erstreckt, oder/und dass der Versteifungsring
(30) einen Ringkörper (34) aufweist, wobei der Ringkörper (34) eine kürzere Radialerstreckung
aufweist, als ein Scheibenkörper (20) der Walzenscheibe (18), oder/und sich über weniger
als 50%, vorzugsweise weniger als 30%, der Radialerstreckung des Versteifungsrings
(30) erstreckt.
3. Verdichterwalze nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (34) in wenigstens zwei bezüglich der Walzendrehachse (A) einander
gegenüberliegenden ersten Umfangsbereichen (36) eine größere Radialerstreckung aufweist,
als in zwischen zwei ersten Umfangsbereichen (36) liegenden zweiten Umfangsbereichen
(40).
4. Verdichterwalze einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenscheibe (18) eine Dicke von wenigstens 40 mm aufweist.
5. Verdichterwalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine erste Versteifungsplatte (46) in ihrem zweiten axialen Endbereich
(54) in ihren beiden radialen Endbereichen (50, 52) jeweils einen mit dem Versteifungsring
(30) verbundenen Verbindungssteg (56, 58) umfasst.
6. Verdichterwalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine erste Versteifungsplatte (46) in ihren radialen Endbereichen
(50, 52) mit dem Walzenmantel (12) an seiner Innenumfangsfläche (26) verbunden ist.
7. Verdichterwalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsbaugruppe (44) zwei erste Versteifungsplatten (46) umfasst, wobei
die ersten Versteifungsplatten (46) beidseits der Walzendrehachse (A) und zueinander
im Wesentlichen parallel vorgesehen sind.
8. Verdichterwalze nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsbaugruppe (44) eine mit der Walzenscheibe (18) verbundene zweite
Versteifungsplatte (60) umfasst, wobei die zweite Versteifungsplatte (60) nicht mit
dem Walzenmantel (12) oder/und dem Versteifungsring (30) verbunden ist, oder/und wobei
die zweite Versteifungsplatte (60) die Walzendrehachse (A) schneidet.
9. Verdichterwalze nach Anspruch 7 und Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Versteifungsplatte (60) zwischen den ersten Versteifungsplatten (46) angeordnet
ist.
10. Bodenverdichter, umfassend wenigstens eine, vorzugsweise zwei in Richtung der Walzendrehachse
(A) aufeinanderfolgende Verdichterwalzen (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche.