[0001] Die Erfindung betrifft eine Zuhaltung, eine Sicherheitseinrichtung mit einer Zuhaltung
und ein Verfahren zum Verriegeln einer Zuhaltung. Insbesondere betrifft die Erfindung
eine Zuhaltung, bei der zwischen einem Betätigerteil und einem Zuhaltungsteil zwei
Bolzenelemente wirken, die zwischen einer Rückzugsposition und einer Verschlussposition
verschiebbar sind.
[0002] Für einen einfachen Verschluss für das Staufach eines Kraftfahrzeugs ist aus der
DE 10 2008 041724 B4 eine Vorrichtung bekannt, bei der zwei Zahnstangenelemente im Eingriff mit einem
Zahnrad stehen. An den Enden der Zahnstangenelemente sind Arretierelemente fixiert.
Jedes Zahnstangenelement wird von einer Feder in Richtung einer Verriegelungsposition
beaufschlagt, bei der die Arretierelemente in entsprechende Aussparungen eingreifen.
Ein Elektromagnet lässt sich über einen Betätigungsschalter aktivieren, wodurch das
Zahnrad so bewegt wird, dass die Zahnstangenelemente entgegen der Rückstellkräfte
der Federn bewegt werden, wobei die Arretierungselemente aus einer Verriegelungsposition
in eine Entriegelungsposition bewegbar sind.
[0003] Unter einer Zuhaltung wird generell jede Form eines Mechanismus verstanden, der dazu
geeignet ist, eine trennende Einrichtung wie bspw. eine Tür in einer geschlossenen
Position zu halten. Bevorzugtes Anwendungsgebiet der relevanten Zuhaltung ist die
Sicherheitstechnik, insbesondere im Maschinen- und Anlagenbereich. Dort sind Gefahrenbereiche
gesichert durch beweglich trennende Schutzeinrichtungen, z. B. Schwenk- oder Schiebetüren.
An diesen sind sicherheitstechnische Zuhaltungen vorgesehen, insbesondere um den Zugang
zu Gefahrenbereichen an Maschinen und Anlagen so lange zu verhindern, bis gefährliche
Maschinenbewegungen gestoppt sind.
[0004] Es kann als Aufgabe der Erfindung angesehen werden, eine Zuhaltung vorzuschlagen,
die insbesondere als sicherheitstechnische Zuhaltung geeignet ist und bei geringer
Baugröße eine hohe Haltekraft ermöglicht.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Zuhaltung gemäß Anspruch 1, eine Sicherheitseinrichtung
gemäß Anspruch 14 und ein Verfahren zum Verriegeln einer Zuhaltung gemäß Anspruch
15. Abhängige Ansprüche beziehen sich auf vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
[0006] Die erfindungsgemäße Zuhaltung umfasst ein Betätigerteil und ein Zuhaltungsteil,
die zur Anbringung an zwei voneinander getrennten, gegeneinander beweglichen Teilen
vorgesehen sind. Betätigerteil und Zuhaltungsteil können bspw. am beweglichen sowie
am festen Teil einer trennenden Schutzeinrichtung, bspw. an einem beweglichen Türteil
und feststehenden Rahmen- oder Anschlagteil angebracht werden. Dabei ist bevorzugt
das Betätigerteil zur Anbringung am beweglichen Teil einer trennenden Schutzeinrichtung,
bspw. Schutztür, vorgesehen und hierfür besonders bevorzugt autonom ausgebildet, d.
h. ohne drahtgebundene elektrische Zuleitung. Das Zuhaltungsteil ist bevorzugt zur
Anbringung am feststehenden Teil einer trennenden Schutzeinrichtung vorgesehen und
kann, wie nachfolgend näher erläutert wird, eine drahtgebundene Zuleitung für elektrische
Versorgung, Übermittlung von Daten über den Zustand der Zuhaltung und/oder zum Empfang
von Steuerbefehlen aufweisen, insbesondere Ansteuerung zum Freigeben oder Verriegeln
der Zuhaltung.
[0007] Das Betätigerteil der Zuhaltung weist erfindungsgemäß zwei einander gegenüberliegende
Aufnahmen auf, während das Zuhaltungsteil zwei Bolzenelemente aufweist, die entlang
einer gemeinsamen Bewegungsachse verschiebbar sind. In einer ausgefahrenen Verschlussposition
sind die Bolzenelemente in mindestens einer, bevorzugt beiden Aufnahmen aufgenommen.
In einer inneren Rückzugsposition befinden sich die Bolzenelemente außerhalb der Aufnahmen.
Somit befinden sich die Bolzenelemente in der Verschlussposition im Eingriff mit den
Aufnahmen, wodurch die Zuhaltung geschlossen ist, d.h. Betätigerteil und Zuhaltungsteil
gegeneinander festgelegt sind. Bei Anbringung der Zuhaltung an einer trennenden Schutzeinrichtung
ist dann der Zugang, bspw. zu einem Gefahrenbereich, versperrt.
[0008] Die Aufnahmen sind bevorzugt im Abstand voneinander angeordnet, wobei der Abstand
bevorzugt nur um ein geringes Maß größer ist als die Breite eines die Bolzenelemente
aufnehmenden Gehäuseteils des Zuhaltungsteils. Die Aufnahmen können bspw. als Hohlräume,
Vertiefungen, Öffnungen ausgebildet sein und nehmen ein Bolzenelement bevorzugt so
auf, dass es durch den gebildeten Eingriff in mindestens einer, bevorzugt in allen
zur Bewegungsachse quer verlaufenden Richtungen gegen Bewegungen gesperrt ist. Wie
nachfolgend im Zusammenhang mit bevorzugten Ausführungsformen näher erläutert wird,
können die Aufnahmen bevorzugt als Mulden ausgebildet sein.
[0009] Die Bolzenelemente sind entlang der gemeinsamen Bewegungsachse bevorzugt unabhängig
voneinander beweglich gelagert. Sie können insbesondere einen Kopfteil aufweisen,
der in der Verschlussposition aus einem Gehäuse des Zuhaltungsteils herausragt sowie
einen daran anschließenden Schaftteil, der stets innerhalb eines Gehäuses des Zuhaltungsteils
verbleibt. Bevorzugt sind die Bolzenelemente aus Metall ausgebildet. Die Bolzenelemente
sind bevorzugt länglich, d.h. ihre Erstreckung in Richtung der Bewegungsachse ist
größer als in Querrichtung. Für die Bolzenelemente sind verschiedene Querschnittsformen
möglich, bspw. rechteckige oder polygonale Querschnitte, wobei besonders eine runden
Querschnittsform bevorzugt ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist zumindest ein Federelement vorgesehen, um die Bolzenelemente
in Richtung der Verschlussposition zu beaufschlagen. Dabei kann auch an jedem der
Bolzenelemente jeweils ein separates Federelement vorgesehen sein, dessen Federkraft
nach außen wirkt. Bevorzugt sind dabei am Zuhaltungsteil Anschläge für die Bolzenelemente
gebildet, so dass diese nur bis zu einer Anschlagposition nach außen geschoben werden
können und in der Anschlagposition gehalten werden.
[0011] Weiter ist erfindungsgemäß zumindest ein Verriegelungselement vorgesehen. Das Verriegelungselement
ist beweglich zumindest zwischen einer Freigabeposition, in der die Bolzenelemente
beweglich sind und insbesondere von der Verriegelungsposition in die Rückzugsposition
verschoben werden können, und einer Verriegelungsposition, in der die Bolzenelemente
in der Verschlussposition verriegelt sind, d.h. bevorzugt durch das Verriegelungselement
blockiert sind. Dabei können, wie nachfolgend näher erläutert wird, separate Verriegelungselemente
für die beiden Bolzenelemente vorgesehen sein, oder die beiden Bolzenelemente werden
durch ein gemeinsames Verriegelungselement verriegelt.
[0012] Die erfindungsgemäße Zuhaltung eignet sich besonders für eine sehr kompakte Anordnung.
[0013] Besondere Vorteile ergeben sich in diesem Zusammenhang durch die Kombination der
in Richtung der Verschlussposition federbelasteten Bolzenelemente mit einem Verriegelungselement.
So kann eine für die Bewegung der Bolzen benötigte Kraft bevorzugt zumindest überwiegend
oder sogar vollständig durch das Federelement aufgebracht werden, so dass kein Aktor,
motorischer Antrieb oder ähnliches erforderlich ist, um diese Bewegung der Bolzenelemente
hervorzurufen. Die reine Verriegelung der bereits in der Verschlussposition befindlichen
Bolzenelemente erfordert deutlich weniger Aufwand und Kräfte als die Bewegung der
Bolzenelemente, insbesondere wenn die Verriegelung passiv erfolgt, d.h. nur für eine
Verlagerung des Verriegelungselements eine Bewegung mittels eines Aktors genutzt wird,
während das Verriegelungselement in der Verriegelungsposition selbsthemmend positioniert
ist, so dass für den Verbleib in der Verriegelungsposition kein Einwirkung durch einen
Aktor notwendig ist.
[0014] Zudem ergibt sich durch die beidseitige Verriegelungswirkung von zwei in entgegengesetzten
Richtungen wirkenden Bolzenelementen eine besonders hohe Haltekraft der Zuhaltung.
Kräfte, die in der Verschlussposition zwischen Betätigerteil und Zuhaltungsteil aufgebracht
werden, bspw. beim Versuch der Öffnung einer Tür, verteilen sich durch die beidseitige
Wirkung der Bolzenelemente günstig, wobei Verwindungen und Verkantungen weitgehend
vermieden werden können.
[0015] Als eine Weiterbildung der Erfindung ist ein ansteuerbarer Antrieb für das Verriegelungselement
vorgesehen. Dieser kann besonders bevorzugt einen elektromechanischen Aktor, wie bspw.
einen Elektromotor, Elektromagneten etc. umfassen. Mit dem ansteuerbaren Antrieb kann
durch einen Steuerbefehl das Verriegelungselement zwischen Verschlussposition und
Rückzugsposition aktiv bewegt werden. Wie bereits ausgeführt, ist das Verriegelungselement
bevorzugt selbsthemmend angeordnet, so dass es auch ohne aktive Kraftwirkung durch
den Aktor in der Verriegelungsposition bleibt.
[0016] Gemäß einer ersten, bevorzugten Ausführungsform kann das Verriegelungselement als
Gewindeelement ausgebildet sein. Es ist dann möglich, durch Drehung des Gewindeelements
gegenüber einem Eingriffselement das Gewindeelement zwischen der Freigabeposition
und der Verriegelungsposition zu bewegen. Insbesondere kann die Kopplungsvorrichtung
durch das Gewinde dabei selbsthemmend ausgebildet sein, so dass von den Bolzenelementen
auf das Verriegelungselement wirkende Kräfte nicht zu einer Drehung und damit Bewegung
des Verriegelungselements führen.
[0017] Eine Drehung des Verriegelungselements kann bspw. durch einen ansteuerbaren Antrieb
erfolgen. Besonders bevorzugt können sowohl ein erstes als auch ein zweites Gewindeelement
als Verriegelungselemente vorgesehen sein, die bspw. jeweils den zwei Bolzenelementen
zugeordnet sind. Ein Antrieb für die Drehung der Gewindeelemente kann dann bevorzugt
zwischen den Gewindeelementen angeordnet sein, wobei bevorzugt mit einem Antrieb beide
Gewindeelemente gleichzeitig angetrieben werden können, bevorzugt synchron.
[0018] Die Gewindeelemente können dabei bevorzugt so angeordnet und ausgebildet sein, dass
sie durch Drehung um eine Drehachse, die der Bewegungsachse der Bolzenelemente entspricht
oder zu dieser zumindest parallel ist, in Richtung der Bewegungsachse bewegbar sind.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann das Gewindeelement über ein Außengewinde
verfügen und an einem Gehäuse, das die Bolzenelemente zumindest in der Rückzugsposition
umgibt, als Eingriffselement ein passendes Innengewinde gebildet sein. Das Innengewinde
kann bspw. einstückig mit dem Gehäuse vorgesehen sein, um einen besonders belastbaren
Aufbau zu bilden. Ein Gewindeelement mit Außengewinde erlaubt eine relativ große Gewindefläche
zur Übertragung größerer Kräfte bei weiterhin kompaktem Aufbau.
[0020] Alternativ oder zusätzlich zur bevorzugten Ausführung eines Verriegelungselements
mit Gewinde sind andere Verriegelungsmaßnahmen möglich. In einer weiteren Ausführungsform
kann bspw. ein Eingriff an den Bolzenelementen vorgesehen sein, bspw. eine Kerbe,
Bohrung, etc. Der Eingriff kann aber auch durch eine Mulde, Kante etc. gebildet sein.
Ein Verriegelungselement kann quer zur Bewegungsachse der Bolzenelemente beweglich
angeordnet sein und in der Verriegelungsposition in den Eingriff eingreifen, um so
die Verriegelung herzustellen. Besonders bevorzugt können die Bolzenelemente in der
Verschlussposition über fluchtende Eingriffe verfügen, so dass mit einem einzigen
Verriegelungselement beide Bolzenelemente in der Verschlussposition verriegelt werden
können.
[0021] Das Betätigerteil kann in einer bevorzugten Ausführungsform als Klammer ausgebildet
sein mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Klammerbacken, in denen die Aufnahmen
gebildet sind. Bevorzugt ist ein Verbindungsteil vorgesehen, das sich zwischen den
Klammerbacken erstreckt und diese verbindet. Klammerbacken und Verbindungsteil können
dabei auch einstückig ausgebildet sein, um auf besonders einfache Weise eine für die
Aufnahme von hohen Kräften geeignete Vorrichtung zu schaffen.
[0022] Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn zumindest eines der Bolzenelemente, bevorzugt
beide Bolzenelemente, am vorderen, in Richtung einer Aufnahme angeordneten Ende eine
Abrundung oder Abschrägung aufweisen. Ebenso ist es vorteilhaft, wenn am Betätigerteil
eine Abrundung oder Abschrägung an mindestens einem die Aufnahmen umgebenden Randbereich
gebildet ist, wobei besonders bevorzugt Abrundungen bzw. Abschrägungen im Randbereich
der Aufnahmen sowohl innen als auch außen vorzusehen sind. Derartige Abschrägungen
bzw. Abrundungen sind bevorzugt so angeordnet, dass bei einer Bewegung von Betätigerteil
und Zuhaltungsteil in Querrichtung zur Bewegungsachse der Bolzenelemente ein Zusammenwirken
zwischen der Umrandung der Aufnahmen und den Bolzenelementen dazu führt, dass die
Bolzenelemente in Richtung der Rückzugsposition gegen die Kraft des Federelements
eingedrückt werden. So kann auf besonders einfache Weise eine relative Positionierung
von Betätigerteil und Zuhaltungsteil mit Aufnahme der Bolzenelemente in den Aufnahmen
erzielt werden. Bevorzugt sind dabei Abschrägungswinkel gegenüber der Bewegungsachse
von bevorzugt mehr als 15°, weiter bevorzugt 30° oder mehr. Im Fall einer Abrundung
kann es ausreichend sein, wenn die genannten Abschrägungswinkel zumindest abschnittsweise
durch die entsprechende Tangente erzielt werden.
[0023] Am Zuhaltungsteil ist bevorzugt ein Gehäuse vorgesehen, in dem die Bolzenelemente
verschiebbar angeordnet sind, wobei das Gehäuse an gegenüberliegenden Enden Öffnungen
zum Austritt der Bolzenelemente aufweist. Innerhalb des Gehäuses ist bevorzugt auch
das Federelement vorgesehen sowie weiter bevorzugt ein Antrieb für die Bewegung des
Verriegelungselements. An dem Gehäuse kann ein Anschluss für ein Kabel zur elektrischen
Leistungsversorgung und/oder Steuerung vorgesehen sein.
[0024] Weiter kann an der Zuhaltung, bevorzugt am Zuhaltungsteil, ein Sensor für die Stellung
mindestens eines der Bolzenelemente und/oder des Verriegelungselements vorgesehen
sein. Der Sensor ist bevorzugt ausgebildet, um mit einem elektrischen Signal eine
Position des jeweiligen Elements zu signalisieren, insbesondere, ob sich die Bolzenelemente
in der Verschlussposition befinden. Als Sensor können verschiedene Vorrichtungen verwendet
werden, insbesondere Taster oder andere Kontaktvorrichtungen. Bevorzugt sind kontaktlose
Sensorvorrichtungen, bspw. nach optischem, kapazitivem und/oder induktivem Sensorprinzip.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann an den Aufnahmen eine Spule vorgesehen
sein, deren Induktivität sich durch die Aufnahme eines metallischen Bolzenelements
innerhalb der Aufnahme ändert und zu einem geänderten Sensorwert führt, so dass bevorzugt
bei beidseitig in den Aufnahmen aufgenommenen Bolzenelementen ein Freigabesignal abgegeben
werden kann, um bspw. den Betrieb einer Maschine oder Anlage zu ermöglichen.
[0025] Die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung umfasst eine trennende Schutzeinrichtung,
um den Zugang zu einer Maschine oder Anlage zu blockieren. Zuhaltungsteil und Betätigerteil
sind an einem beweglichen und einem feststehenden Teil der Schutzeinrichtung angeordnet,
wobei jede Anordnung möglich ist, aber die Anordnung des Betätigerteils am beweglichen
Teil bevorzugt wird.
[0026] Die Zuhaltung ist direkt oder indirekt mit einer Steuerung für die Maschine oder
Anlage verbunden. Durch entsprechende Ausbildung der Steuerung kann so erreicht werden,
dass eine Öffnung der Zuhaltung nur bei einer sicheren Betriebsart der Maschine oder
Anlage möglich ist. Insbesondere kann bei Signalisation eines Zugangswunsches - bspw.
durch einen manuellen Auslöser - die geschlossene Zuhaltung zunächst verriegelt bleiben,
eine sichere Betriebsart aktiviert und erst nach Erreichen der sicheren Betriebsart
durch Entriegelung das Öffnen der Zuhaltung ermöglicht werden.
[0027] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung anhand von Zeichnungen näher beschrieben.
Dabei zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine erste Ausführungsform einer Zuhaltung
mit Anordnung von Zuhaltungsteil und Betätigerteil an einer Schutzeinrichtung;
Fig. 2 die Zuhaltung aus Fig. 1 mit voneinander getrennten Zuhaltungs- und Betätigerteilen;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht von Elementen der Zuhaltung aus Fig. 1, Fig. 2
ohne das Gehäuse eines Zuhaltungsteils;
Fig. 4 eine Schnittansicht der Zuhaltung aus Fig. 1, Fig. 2;
Fig. 5 eine perspektivische Explosionsdarstellung von Elementen der Zuhaltung aus
Fig. 1 bis 4;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der Zuhaltung aus Fig. 1, 2 mit geöffnetem Gehäuse;
Fig. 7a - d eine schematische Darstellung von Elementen der ersten Ausführungsform
einer Zuhaltung in verschiedenen Positionen,
Fig. 8a-c in schematischer Schnittansicht eine zweite Ausführungsform einer Zuhaltung.
[0028] Fig. 1 zeigt eine Zuhaltung 10, die ein Zuhaltungsteil 12 und ein Betätigerteil 14
umfasst. Zur Bildung einer Sicherheitseinrichtung ist die Zuhaltung 10 an Teilen 16,
18 einer trennenden beweglichen Schutzeinrichtung für eine Maschine oder Anlage (nicht
dargestellt) angebracht. Bspw. kann das Betätigerteil 14 am beweglichen Teil 16, z.
B. einer Tür, und das Zuhaltungsteil 12 am feststehenden Teil 18, z. B. einem Türanschlag
oder Rahmen einer beweglichen, trennenden Schutzeinrichtung angebracht sein.
[0029] Während die Zuhaltung 10 in Fig. 1 im geschlossenen Zustand gezeigt ist, bei dem
sich Zuhaltungsteil 12 und Betätigerteil 14 im Eingriff befinden und gegeneinander
gesperrt sind, zeigt Fig. 2 die Zuhaltung 10 im geöffneten Zustand, bei dem das Zuhaltungsteil
12 vom Betätigerteil 14 getrennt ist.
[0030] Im geschlossenen Zustand wird der Eingriff zwischen Betätigerteil 14 und Zuhaltungsteil
12 durch Bolzen 20a, 20b hergestellt die aus dem Gehäuse 24 des Zuhaltungsteils 12
hervorragen und formschlüssig in Aufnahmemulden 22a, 22b am Betätigerteil 14 eingreifen.
[0031] Das Betätigerteil 14 hat, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, einen klammerartigen
Aufbau mit zwei im Abstand angeordneten Backen 26a, 26b und einem sich dazwischen
erstreckenden Verbindungsteil 28.
[0032] Der innere Aufbau des Zuhaltungsteils 12 und die Zusammenwirkung der Bolzen 20a,
20b mit dem Betätigerteil 14 sind insbesondere aus Fig. 3 bis 6 gut ersichtlich. Wie
insbesondere aus der Schnittdarstellung in Fig. 4 deutlich wird, weist das Gehäuse
24 des Zuhaltungsteils 12 beidseitig Öffnungen 32 zur Aufnahme und Führung der Bolzen
20a, 20b auf. Dabei sind die Bolzen 20a, 20b entlang einer gemeinsamen Bewegungsachse
A innerhalb des Gehäuses 24 unabhängig voneinander beweglich. Durch Federn 30a, 30b
sind die Bolzen 20a, 20b nach Außen beaufschlagt und werden in der äußeren Position
durch Ringe 34a, 34b als Anschläge gehalten.
[0033] Innerhalb des Gehäuses 24 ist weiter ein Motor 40 vorgesehen, der die Verriegelungselemente
50a, 50b antreibt.
[0034] Die Verriegelungselemente 50a, 50b weisen jeweils Außengewinde auf, die im Eingriff
stehen mit Innengewinde-Abschnitten 42 des Gehäuses 24, so dass durch eine Drehung
der Verriegelungselemente 50a, 50b diese in Richtung der Achse A bewegt werden können.
[0035] Die Kopplung zwischen dem Motor 40 und den Verriegelungselementen 50b erfolgt dabei
in der beispielhaft gezeigten Ausführung über Mitnehmer 44 von nicht-rundem, hier
bspw. rechteckigem Querschnitt, die in passenden Bohrungen 46 in den Verriegelungselementen
50a, 50b formschlüssig und somit drehfest, dabei aber axial verschieblich aufgenommen
sind.
[0036] Durch Drehung der zu beiden Seiten hervorstehenden Welle des Motors 40 drehen sich
auch die beidseitig angeordneten Mitnehmer 44 und treiben somit die Verriegelungselemente
50a, 50b drehend an, so dass sich diese in Axialrichtung bewegen, und zwar je nach
Drehrichtung entweder nach Außen oder nach Innen.
[0037] Die Funktionsweise der Verriegelung zwischen den Aufnahmen 22a, 22b am Betätigerteil
14 und den Bolzenelementen 20a, 20b des Zuhaltungsteils ist aus den Prinzipdarstellungen
verschiedener Positionen in Fig. 7a bis 7d ersichtlich, wobei zur Vereinfachung nur
ein Bolzenelement 20a gezeigt ist, wobei sich durch den symmetrischen Aufbau die Darstellung
auch auf das andere Bolzenelement übertragen lässt.
[0038] In Fig. 7a ist die Zuhaltung zunächst geöffnet; Betätigerteil und Zuhaltungsteil
sind quer zur Achse A beabstandet.
[0039] In der dargestellten Lage ist das Bolzenelement 20a durch die Feder 30a bis an den
Anschlag 34a gedrückt, so dass der Kopf des Bolzenelements 24a aus dem Gehäuse 24
hervorsteht. Das Verriegelungselement 50a befindet sich in einer inneren, zurückgezogenen
Rückzugsposition, so dass das Bolzenelement 20a gegen die Kraft der Feder 30a in den
Innenraum 32 des Gehäuses 24 eingeschoben werden kann.
[0040] Ausgehend von der in Fig. 7a gezeigten Ausgangslage werden nun wie in Fig. 7b dargestellt
Betätigerteil und Zuhaltungsteil in Richtung quer zur Achse A ineinander geschoben.
Dabei gerät zunächst eine Abschrägung 46 an der äußeren Umrandung der Aufnahme 22a
in Kontakt mit der ebenfalls schräg zur Achse A verlaufenden, nämlich abgerundeten
Kopfabschnitt des Bolzenelements 20a, so dass es zu einer in Richtung der Achse A
wirkenden Kraft kommt, die gegen die Kraft der Feder 30a das Bolzenelement 20a in
das Gehäuse 24 einschiebt. Am anderen Ende des Gehäuses 24 erfolgt dasselbe zwischen
der Aufnahme 22b und dem Bolzenelement 20b (nicht dargestellt).
[0041] Nachdem der Kopf des Bolzenelements 20a die Umrandung der Aufnahme 22a überwunden
hat (Fig. 7b), wirkt bei weiterer Bewegung in Querrichtung die gerundete Kopfform
des Bolzenelements 20a mit der gerundeten Muldenform der Aufnahme 22a zusammen, so
dass wie in Fig. 7c gezeigt das Bolzenelement 20a wieder ausfährt und in der ausgefahrenen
Stellung in der Aufnahme 22a formschlüssig aufgenommen wird. Durch die Abrundung am
Kopf des Bolzenelements 20a und der Mulde 22a ergibt sich dabei automatisch eine Zentrierung.
[0042] Solange sich das Verriegelungselement 50a wie in Fig. 7c gezeigt noch in der hinteren
Rückzugsposition befindet, ist die Kopplung zwischen Zuhaltungsteil und Betätigerteil
zwar federbelastet eingerastet, wäre aber durch Aufbringen einer entsprechenden Kraft
in Querrichtung noch lösbar. Die Zuhaltung ist somit zunächst geschlossen, aber noch
nicht verriegelt.
[0043] Zur Herstellung einer Verriegelung wird durch entsprechende Ansteuerung der Motor
40 betrieben, so dass über den Mitnehmer 44 das Verriegelungselement 50a gegenüber
dem Gehäusegewinde 42 gedreht und so in eine äußere Verriegelungsposition (Fig. 7d)
gebracht wird. Dabei ist der Mitnehmer 40 in der inneren Bohrung 46 des Verriegelungselements
50a gleitgelagert.
[0044] In der Verriegelungsposition (Fig. 7d) befindet sich das Verriegelungselement 50a
unmittelbar hinter dem Bolzenelement 20a und verriegelt dieses somit in der ausgefahrenen
Verschlussposition.
[0045] Die Zuhaltung 10 ist dann geschlossen und verriegelt, so dass sie auch bei Aufbringen
einer Kraft auf Betätigerteil und Zuhaltungsteil nicht geöffnet werden kann. Der Eingriff
zwischen dem Gehäusegewinde 42 und dem Außengewinde des Verriegelungselements 50a
wirkt selbsthemmend, so dass bei einer resultierenden Kraft in Axialrichtung ohne
Drehung der Motorwelle keine Bewegung des Verriegelungselements 50a erreicht wird.
[0046] Dabei dient der Motor 40 nur zur Bewegung der Verriegelungselemente 50a, 50b, was
bei Positionierung der Bolzenelemente 20a, 20b in der Verschlussposition (Fig. 7c)
kraftfrei erfolgen kann. Der Motor 40 kann somit sehr klein dimensioniert werden,
da er weder eine Haltekraft aufbringt noch eine für das Einrasten der Zuhaltung benötigte
Kraft. Entsprechend klein kann die gesamte Anordnung ausgelegt sein.
[0047] Eine zweite Ausführungsform einer Zuhaltung 11 ist in Fig. 8a-c dargestellt. Die
zweite Ausführungsform entspricht dabei in vielen Details der ersten Ausführungsform,
so dass nachfolgend nur die Unterschiede näher erläutert werden. Dabei sind zwischen
den Ausführungsformen übereinstimmende Elemente mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0048] Die Zuhaltung 11 gemäß der zweiten Ausführungsform weist ebenso wie die Zuhaltung
10 gemäß der ersten Ausführungsform Bolzen 21a, 21b auf, die sich entlang der Achse
A unabhängig voneinander innerhalb einer Führung im Gehäuse 24 verschieben lassen.
Die Bolzen 21a, 21b stimmen in einem Kopfabschnitt mit den Bolzen 20a, 20b gemäß der
ersten Ausführungsform überein. In einem hinteren Schaftabschnitt weisen die Bolzen
21a, 21b allerdings jeweils Eingriffsöffnungen 25a, 25b zur Herstellung eines Eingriffs
mit einem Verriegelungselement 51 auf. Das Verriegelungselement wird durch einen Aktor,
der als Hubmagnet 41 ausgebildet und in einem separaten Abschnitt des Gehäuses 24
angeordnet ist, in einer Richtung quer zur Achse A verschoben.
[0049] Die Funktionsweise wie in Fig. 8a-c dargestellt ist wie bei der ersten Ausführungsform.
Solange das Verriegelungselement 51 in der hinteren zurückgezogenen Position angeordnet
ist (Fig. 8a, 8b), sind die Bolzen 21a, 21b frei beweglich und insbesondere gegen
die Kraft der Federn 30a, 30b einfahrbar. In der ausgefahrenen Verschlussposition
(Fig. 8c) fluchten die Eingriffe 25a, 25b. Durch Ansteuerung des Hubmagneten 41a wird
das Verriegelungselement 51a ausgefahren und greift in die Eingriffe 25a, 25b ein,
so dass die Bolzen 21a, 21b in der Verschlussposition verriegelt werden.
[0050] Die vorstehende Beschreibung von Ausführungsformen bezieht sich in erster Linie auf
mögliche Ausführungen der Zuhaltung mit Bolzen- und Verriegelungselementen. Dabei
sind sowohl Abweichungen und Änderungen bezüglich der Bolzen- und Verriegelungselemente
sowie auch zusätzliche Elemente möglich. Insbesondere können auch Elemente der einzeln
beschriebenen Ausführungen kombiniert werden, bspw. zusätzlich zur Verriegelung mit
einem Schraubelement 50a mittels des Motors 40 noch eine Verriegelung mittels eines
Hubmagneten vorgesehen sein.
[0051] Bevorzugt ist an der Zuhaltung eine Sensorvorrichtung vorgesehen zur Erkennung des
offenen bzw. geschlossenen Zustands der Zuhaltung und/oder für die Erkennung des verriegelten
bzw. freigegebenen Zustands. Insbesondere kann eine Sensorvorrichtung für die Stellung
der Bolzen 20a, 20b vorgesehen sein, bevorzugt eine induktive Sensorvorrichtung.
[0052] Für eine Sicherheitseinrichtung, bei der die Zuhaltung an einer trennenden Schutzeinrichtung
angeordnet ist, ist bevorzugt eine elektrische (Signal-) Verbindung mit einer Maschinen-
oder Anlagensteuerung (nicht dargestellt) vorgesehen, mit der sichergestellt werden
kann, dass eine Maschine oder Anlage (ebenfalls nicht dargestellt), deren Zugang durch
die beweglich trennende Sicherheitseinrichtung in der Schließstellung blockiert wird,
bei geöffneter Zuhaltung nur in einem sicheren Betriebsmodus betrieben oder abgeschaltet
wird, und/oder umgekehrt eine Öffnung der Zuhaltung nur in einem sicheren Betriebsmodus
(oder bei abgeschalteter Maschine bzw. Anlage) ermöglicht wird.
1. Zuhaltung, mit
- einem Betätigerteil (14) mit zwei einander gegenüberliegenden Aufnahmen (22a, 22b),
- und einem Zuhaltungsteil (12) mit zwei Bolzenelementen (20a, 20b), die entlang einer
gemeinsamen Bewegungsachse (A) jeweils verschiebbar sind zumindest zwischen einer
inneren Rückzugsposition, in der sich die Bolzenelemente (20a, 20b) außerhalb der
Aufnahmen (22a, 22b) befinden und einer äußeren Verschlussposition, in der die Bolzenelemente
(20a, 20b) in zumindest einer der Aufnahmen (22a, 22b) aufgenommen sind,
- wobei mindestens ein Federelement (30a, 30b) vorgesehen ist, um die Bolzenelemente
(20a, 20b) in Richtung der Verschlussposition zu beaufschlagen,
- und wobei mindestens ein Verriegelungselement (50a, 50b) beweglich ist zumindest
zwischen einer Freigabeposition, in der die Bolzenelemente (20a, 20b) zwischen der
Verschlussposition und der Rückzugsposition beweglich sind, und einer Verriegelungsposition,
in der die Bolzenelemente (20a, 20b) in der Verschlussposition verriegelt sind.
2. Zuhaltung gemäß Anspruch 1, bei der
- ein ansteuerbarer Antrieb (40) für das Verriegelungselement (50a, 50b) vorgesehen
ist.
3. Zuhaltung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
- das Verriegelungselement (50a, 50b) ein Gewindeelement ist, das durch Drehung zwischen
der Freigabeposition und der Verriegelungsposition bewegbar ist.
4. Zuhaltung gemäß Anspruch 3, bei der
- ein erstes und ein zweites Gewindeelement (50a, 50b) als Verriegelungselemente vorgesehen
sind,
- und zwischen den Gewindeelementen (50a, 50b) ein Antrieb (40) zur Drehung der Gewindeelemente
angeordnet ist.
5. Zuhaltung gemäß Anspruch 4, bei der
- zwischen dem Antrieb (40) und den Gewindeelementen (50a, 50b) eine drehfeste Gleitkupplung
gebildet ist.
6. Zuhaltung gemäß einem der Ansprüche 3 bis 5, bei der
- das Gewindeelement (5a, 50b) über ein Außengewinde verfügt,
- und eine an einem Gehäuse (24), das die Bolzenelemente (20a, 20b) zumindest in der
Rückzugposition umgibt, ein passendes Innengewinde gebildet ist.
7. Zuhaltung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
- die Bolzenelemente (20a, 20b) mindestens einen Eingriff (25a, 25b) aufweisen,
- und das Verriegelungselement (41) quer zu der Bewegungsachse der Bolzenelemente
beweglich ist, wobei das Verriegelungselement (41) in der Verriegelungsposition in
den Eingriff (25a, 25b) eingreift.
8. Zuhaltung gemäß Anspruch 7, bei der
- der Eingriff (25a, 25b) als Kerbe oder Bohrung ausgebildet ist.
9. Zuhaltung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
- die Bolzenelemente (20a, 20b) unabhängig voneinander beweglich gelagert sind.
10. Zuhaltung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
- der Betätiger (14) als Klammer ausgebildet ist mit zwei im Abstand ausgebildeten
Klammerbacken (26a, 26b), in denen die Aufnahmen (22a, 22b) gebildet sind,
- und mit einem Verbindungsteil (28), das sich zwischen den Klammerbacken (26a, 26b)
erstreckt.
11. Zuhaltung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
- mindestens eines der Bolzenelemente (20a, 20b) am vorderen, in Richtung einer Aufnahme
(22a, 22b) angeordneten Ende eine Abrundung oder Abschrägung aufweist.
12. Zuhaltung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
- die Bolzenelemente (20a, 20b) in einem gemeinsamen Gehäuse (24) verschiebbar angeordnet
sind, wobei das Gehäuse (24) an gegenüberliegenden Enden Öffnungen zum Austritt der
Bolzenelemente (20a, 20b) aufweist.
13. Zuhaltung gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, bei der
- eine Sensorvorrichtung für die Stellung mindestens eines der Bolzenelemente (20a,
20b, 21a, 21b) und/oder des Verriegelungselements (50a, 50b, 51) vorgesehen ist.
14. Sicherheitseinrichtung mit einer Zuhaltung (10) gemäß einem der vorangehenden Ansprüche,
mit
- einem beweglichen Teil (16) und einem festen Teil (18) einer trennenden Schutzeinrichtung,
wobei jeweils eines von Zuhaltungsteil (12) und Betätigerteil (14) am beweglichen
Teil (16) und das andere am festen Teil (18) der Schutzeinrichtung angebracht ist,
- wobei die trennende Schutzeinrichtung angeordnet ist, um den Zugang zu einer Maschine
oder Anlage zu blockieren,
- und wobei eine Steuerung für die Maschine oder Anlage mit der Zuhaltung (10) verbunden
und so ausgebildet ist, dass eine Öffnung der Zuhaltung (10) nur bei einer sicheren
Betriebsart der Maschine oder Anlage erfolgt.
15. Verfahren zum Verriegeln einer Zuhaltung, bei dem
- an einem Betätigerteil (14) zwei einander gegenüberliegenden Aufnahmen (22a, 22b)
angeordnet sind,
- und ein Zuhaltungsteil (12) zwei Bolzenelemente (20a, 20b) aufweist, die entlang
einer gemeinsamen Bewegungsachse (A) jeweils verschiebbar sind zumindest zwischen
einer inneren Rückzugsposition, in der sich die Bolzenelemente (20a, 20b) außerhalb
der Aufnahmen (22a, 22b) befinden und einer äußeren Verschlussposition, in der die
Bolzenelemente (20a, 20b) in zumindest einer der Aufnahmen (22a, 22b) aufgenommen
sind, wobei mindestens ein Federelement (30a, 30b) vorgesehen ist, um die Bolzenelemente
(20a, 20b) in Richtung der Verschlussposition zu beaufschlagen,
- wobei zum Schließen der Zuhaltung (10) die Bolzenelemente (20a, 20b) unter Wirkung
des Federelements (30a, 30b) in die Verschlussposition bewegt werden,
- und zum Verriegeln der Zuhaltung (10) mindestens ein Verriegelungselement (50a,
50b) aus einer Freigabeposition, in der die Bolzenelemente (20a, 20b) zwischen der
Verschlussposition und der Rückzugsposition beweglich sind, in eine Verriegelungsposition
bewegt wird, in der die Bolzenelemente (20a, 20b) in der Verschlussposition verriegelt
sind.