[0001] Die folgende Erfindung betrifft eine Feststellvorrichtung zum Feststellen eines Türflügels
in einer Feststellposition zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition.
Ferner betrifft die Erfindung einen entsprechenden Türschließer.
[0002] Feststellvorrichtungen für Türflügel, die über zumindest teilweise automatisierte
Türschließer verfügen, sind grundsätzlich bekannt. In Kombination mit einem Türschließer
wird zumeist entweder ein Gestänge oder eine Gleitschiene verwendet. Bei einem Gestänge
sind Feststellvorrichtungen bekannt, die in das Gestänge integriert sind, um die entsprechenden
Hebel innerhalb des Gestänges bei einer bestimmten Winkelposition zueinander festzuhalten.
Solche Feststellvorrichtungen sind allerdings kompliziert aufgebaut und sind daher
kostspielig. Zudem sind solche Feststellvorrichtungen ein fester Bestandteil des Gestänges,
was ein nachträgliches Nachtrüsten solcher Feststellvorrichtungen ausschließt. Bei
einer Gleitschiene sind Feststellvorrichtungen bekannt, die direkt in der Gleitschiene
verbaut werden. Diese Feststellvorrichtungen sind jedoch zumeist nicht überfahrbar,
sodass nur eine Position des Türflügels festgestellt werden kann. Zudem weisen auch
diese Feststellvorrichtungen einen komplizierten Aufbau auf, was die Feststellvorrichtungen
kostspielig macht. Bei beiden Arten der Feststellvorrichtungen ist es nachteilig,
dass die Feststellvorrichtungen nur mit dem Gestänge oder nur mit der Gleitschiene
verwendet werden können.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
bei einer Feststellvorrichtung zum Feststellen eines Türflügels in einer Feststellposition
zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition zumindest zum Teil zu überwinden.
Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Feststellvorrichtung
zum Feststellen eines Türflügels in einer Feststellposition zwischen einer Öffnungsposition
und einer Schließposition bereitzustellen, die einfach und mit wenigen Bauteilen aufgebaut
ist, die eine kostengünstige und einfache Montage der Feststellvorrichtung an unterschiedlichen
Türanlagen, sei es mit Gestänge oder mit Gleitschiene, erlaubt, und die eine erweiterte
Funktionalität aufweist. Zudem ist es Aufgabe der Erfindung, dass die Feststellvorrichtung
direkt an einen Türschließer adaptierbar ist. Vorzugsweise an der Achse bzw. Türschließerwelle.
Abschließend ist es Aufgabe der Erfindung einen entsprechenden Türschließer bereitzustellen.
[0004] Voranstehende Aufgabe wird durch eine Feststellvorrichtung mit den Merkmalen des
unabhängigen Anspruches 1 und durch einen korrespondierenden Türschließer mit den
Merkmalen des unabhängigen Anspruches 14 gelöst. Weitere Merkmale und Details der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung
beschrieben sind, selbstverständlich auch in Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Türschließer und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen
Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0005] Die Erfindung stellt eine Feststellvorrichtung zum Feststellen eines Türflügels in
einer definierten (d. h. gezielt einstellbaren) Feststellposition zwischen einer Öffnungsposition
und einer Schließposition bereit, wobei die Feststellvorrichtung an einem Türschließer
anbringbar ist, wobei der Türschließer zum zumindest teilweise automatischen Betätigen
des Türflügels bei einer Bewegung zwischen der Öffnungsposition und der Schließposition
ausgeführt ist, und wobei der Türschließer eine Antriebswelle zum Unterstützen der
Bewegung des Türflügels aufweist. Die Feststellvorrichtung weist dabei folgende Merkmale
auf: ein Halteelement zum Abstützen der Feststellvorrichtung am Türschließer, wobei
das Halteelement einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung an einer Türzarge oder
am Türflügel und einen Funktionsabschnitt zur Befestigung am Türschließer aufweist,
und ein Sicherungselement zum Arretieren der Antriebswelle gegenüber dem Türschließer,
wobei das Sicherungselement eine Rastgeometrie aufweist, um mindestens eine definierte
(d. h. gezielt aus mehreren möglichen auswählbare) Winkelposition der Antriebswelle
zum Türschließer zu fixieren, und wobei das Sicherungselement am Funktionsabschnitt
des Halteelementes abgestützt ist.
[0006] Erfindungsgemäß kann die Feststellvorrichtung sowohl mit einem Gestänge als auch
mit einer Gleitschiene kombiniert werden.
[0007] Das Gestänge kann mit zwei Hebelelementen ausgebildet sein, wobei ein Hebelelement
an einer Zargen-Drehachse und ein weiteres Hebelelement an einer Türflügel-Drehachse
drehbar gelagert sein können. Je nachdem an welcher Seite der Türschließer angebracht
ist, an der Zargenseite oder an der Türflügelseite, kann die Zargen-Drehachse oder
die Türflügel-Drehachse die Antriebswelle des Türschließers darstellen. Bei einer
Überführung des Türflügels von der Öffnungsposition in die Schließposition oder umgekehrt
werden die beiden Hebelelemente um ein Gelenk, bspw. Ein Drehgelenk, miteinander verbunden,
sodass diese beiden Hebelelemente in der Öffnungsposition des Türflügels einen größeren
Winkel zueinander bilden als in der Schließposition des Türflügels.
[0008] Die Gleitschiene kann linear beweglich eine Gleitdrehachse aufnehmen. Wenn der Türschließer
am Türflügel angebracht ist, dann ist die Gleitschiene an der Türzarge positioniert.
Zwischen der Gleitschiene und dem Türschlier ist ein Hebelelement drehbar um die Antriebswelle
am Türschließer und sowohl drehbar um die Gleitdrehachse als auch linear verschieblich
mit der Gleitdrehachse entlang der Gleitschiene geführt.
[0009] Als Türschließer sind dabei mechanische, teilautomatisierte oder sogar vollautomatisierte
Türschließer denkbar.
[0010] Der Erfindungsgedanke liegt dabei darin, dass eine universelle Feststellvorrichtung
bereitgestellt wird, die am Türschließer angeordnet wird, der sowohl in Kombination
mit einem Gestänge als auch mit einer Gleitschiene kombiniert werden kann. Die erfindungsgemäße
Feststellvorrichtung dient dazu, die Bewegung der Antriebswelle des Türschließers,
egal ob eines rein mechanischen oder eines zumindest teilweise automatisierten Türschließers,
bei einer bestimmten Winkelposition der Antriebswelle zum Türschließer anzuhalten
und diese Winkelposition der Antriebswelle zumindest vorübergehend festzuhalten. Wenn
die Antriebswelle des Türschließers nun arretiert ist, ist der Türflügel in der korrespondierenden
Feststellposition festgestellt, zumindest solange keine ausreichende Überlastkraft
am Türflügel angelegt wird, um die Arretierung der Antriebswelle aufzuheben. Hierbei
ist es unbeachtlich, in welche Richtung am Türflügel gezogen wird, da die erfindungsgemäße
Feststellvorrichtung in jede Richtung aktiviert oder deaktiviert werden kann. Je nachdem,
wo der Türschließer positioniert wird, am Türflügel oder an der Türzarge, kann die
erfindungsgemäße Feststellvorrichtung entweder am Türflügel oder an der Türzarge abgestützt
werden. Hierzu ist das Halteelement vorgesehen. Das Halteelement weist zwei Abschnitte
auf, die bei der Montage der Feststellvorrichtung von einer Seite am Türflügel oder
an der Türzarge und von der anderen Seite am Türschließer abgestützt werden, um eine
stabile Anordnung der Feststellvorrichtung zu realisieren und die Schließkräfte, die
am Türflügel wirken, zuverlässig von der Antriebswelle über den Türschließer in den
Türflügel bzw. in die Türzarge abzuleiten. Am Halteelement wird wiederum das Sicherungselement
abgestützt, das mithilfe einer speziellen Rastgeometrie die Antriebswelle, zumindest
mittelbar, bspw. Über ein Adapterelement, in einer definierten Winkelposition arretieren
kann. Vorteilhafterweise wird somit eine einfache, rein mechanische Feststellvorrichtung
mit nur wenigen Bauteilen bereitgestellt, die eine kostengünstige und einfache Montage
der Feststellvorrichtung an unterschiedlichen Türanlagen, sei es mit Gestänge oder
mit Gleitschiene, erlaubt. Außerdem kann die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung
an bestehenden Türanlagen, sogar nachträglich eingebaut werden, um die Türanlagen
aufzurüsten. Ferner kann das Sicherungselement in einer variablen Winkelposition zum
Halteelement an diesem abgestützt sein, so dass verschiedene Öffnungswinkel des Türflügels
mithilfe ein und derselben Feststellvorrichtung festgestellt werden können. Des Weiteren
kann die Rastgeometrie am Sicherungselement mehrere Rastelemente für unterschiedliche
Winkelpositionen der Antriebswelle aufweisen, um mithilfe nur einer Feststellvorrichtung
unterschiedliche Öffnungswinkel des Türflügels feststellen zu können. Gleichwohl ist
es bei der erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung vorteilhaft, dass die festgestellte
Winkelposition der Antriebswelle bzw. die festgestellte Position des Türflügels sowohl
in eine als auch in eine andere Richtung überfahrbar sein kann. Somit kann die Funktionalität
der Feststellvorrichtung erweitert werden.
[0011] Ferner kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorsehen, dass das Halteelement
in Form eines Haltewinkels ausgebildet ist. Denkbar ist dabei, dass der Befestigungsabschnitt
des Halteelementes zum Funktionsabschnitt abgewinkelt sein kann. Mithin kann der Vorteil
erreicht werden, dass die Feststellvorrichtung einerseits am Türflügel oder Türzarge
und andererseits am Türschließer abgestützt werden kann. Aufgrund der Aufhängung des
Türflügels und seines eigenen Gewichts kann am Türflügel bereits eine Schließkraft
wirken. Zusätzliche Schließkraft kann am Türflügel durch den Türschließer angelegt
werden. Zudem kann ein Benutzer durch Ziehen am Türflügel eine Überlastkraft zum Schließen
oder Öffnen des Türflügels bereitstellen. Durch die Schließkraft und/oder die Überlastkraft
kann ein Moment an der Antriebswelle des Türschließers wirken. Dieses Moment kann
mithilfe einer winkeligen Ausbildung des Halteelementes auf eine vorteilhafte Weise
vom Türschließer in den Türflügel oder in die Türzarge umgeleitet werden.
[0012] Weiterhin kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorsehen, dass das Sicherungselement
verdrehbar und/oder verschiebbar am Funktionsabschnitt des Halteelementes angeordnet
ist. Durch Verdrehen des Sicherungselementes zum Halteelement kann die Feststellposition
des Türflügels mithilfe ein und derselben Feststellvorrichtung flexibel eingestellt
werden. Mithilfe einer verschiebbaren Anordnung des Sicherungselementes zum Halteelement
kann das Sicherungselement in einem einstellbaren Abstand zum Türflügel oder zur Türzarge
positioniert werden. Dies kann mit unterschiedlichen Türschließermodellen von Vorteil
sein, die unterschiedliche Abstände der Antriebswelle zum Türflügel oder zur Türzarge
aufweisen können. Somit können die Funktionalität und die Einsatzmöglichkeiten der
Feststellvorrichtung erheblich erweitert werden.
[0013] Des Weiteren kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorsehen, dass der
Funktionsabschnitt des Halteelementes eine Aufnahmeführung für das Sicherungselement
aufweist, wobei die Aufnahmeführung insbesondere eine Längserstreckung und/oder ein
Mehrkantprofil aufweist, um die Aufnahme des Sicherungselementes zu erleichtern und
eine definierte Winkelposition sowie einen bestimmten Abstand des Sicherungselementes
zum Halteelement einzustellen. Durch die Aufnahmeführung kann das Sicherungselement
einfach und bequem am Halteelement eingesetzt werden. Durch eine Längserstreckung
der Aufnahmeführung lässt sich der Abstand des Sicherungselementes zum Türflügel bzw.
zur Türzarge variieren. Ein Mehrkantprofil an der Kontur der Aufnahmeführung kann
vorteilhafterweise mehrere Winkelpositionen definieren, in welchen das Sicherungselement
am Halteelement eingesetzt werden kann.
[0014] Zudem kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorsehen, dass das Sicherungselement
in Form einer Steckscheibe ausgebildet ist, um das Sicherungselement koaxial zur Antriebswelle
anzuordnen und am Halteelement abzustützen. Hierbei ist es denkbar, dass das Sicherungselement
einen Steckabschnitt zu einer drehbaren Aufnahme der Antriebswelle und einen Auflageabschnitt
zur Auflage am Halteelement aufweisen kann. Somit können sowohl der Zusammenbau als
auch die Montage der Feststellvorrichtung am Türschließer vereinfacht werden. Hierzu
wird die Feststellvorrichtung mithilfe der Steckscheibe an der Antriebswelle positioniert
und einfach am Halteelement abgestützt, welches wiederum einerseits am Türschließer
und andererseits am Türflügel bzw. an der Türzarge befestigt wird.
[0015] Außerdem kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorsehen, dass der Steckabschnitt
des Sicherungselementes hülsenförmig ausgebildet ist, um den Steckabschnitt koaxial
zur Antriebswelle anzuordnen, wobei der Steckabschnitt insbesondere ein zylindermantelförmiges,
innenliegendes Verbindungsprofil aufweist, um ein Adapterelement für die Antriebswelle
drehbar aufzunehmen, wobei der Steckabschnitt des Sicherungselementes bevorzugt ein
außenliegendes Mehrkantprofil aufweist, um eine definierte Winkelposition des Sicherungselementes
zum Halteelement einzustellen. Ein hülsenförmiger Steckabschnitt kann einfach koaxial
zum Adapterelement für die Antriebswelle angeordnet werden. Mithilfe eines außenliegenden
Mehrkantprofils kann die Winkelposition des Sicherungselementes zum Halteelement auf
eine einfache Art und Weise eingestellt werden. Hierzu kann das Mehrkantprofil am
Sicherungselement mit dem Mehrkantprofil innerhalb der Aufnahmeführung am Halteelement
zusammenwirken.
[0016] Ferner kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorsehen, dass der Auflageabschnitt
des Sicherungselementes kragenförmig zum Steckabschnitt ausgebildet ist, um eine Auflagefläche
für das Sicherungselement am Halteelement herzustellen, wobei die Rastgeometrie insbesondere
am Auflageabschnitt des Sicherungselementes ausgebildet ist, um mindestens eine definierte
Winkelposition der Antriebswelle zum Sicherungselement zu fixieren, wobei die Rastgeometrie
des Sicherungselementes bevorzugt für mindestens eine definierte Winkelposition der
Antriebswelle zum Sicherungselement zumindest ein Rastelement, bspw. In Form einer
Rastöffnung, aufweist. Zudem kann die Rastgeometrie zwei, insbesondere gegenüberliegende
Rastelemente, bspw. In Form von Rastöffnungen, aufweisen, um die Arretierwirkung der
Feststellvorrichtung zum Arretieren der Antriebswelle durch das Sicherungselement
zu stabilisieren und zu verstärken. Ein kragenförmiger Auflageabschnitt des Sicherungselementes
bietet sich auf einer vorteilhaften Weise zum Ausbilden der Rastgeometrie für unterschiedliche
Drehpositionen der Antriebswelle des Türschließers relativ zum Sicherungselement.
[0017] Weiterhin kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung ein Adapterelement für
die Antriebswelle vorsehen, welches drehfest mit der Antriebswelle befestigbar und
welches frei drehbar im Sicherungselement aufgenommen ist. Zudem ist es denkbar, dass
das Adapterelement insbesondere einen Profilabschnitt zur drehfesten Aufnahme der
Antriebswelle, einen Befestigungsabschnitt zur Aufnahme eines Befestigungsmittels
und einen Stützabschnitt zum Abstützen des Adapterelementes in einem Abdeckelement
aufweisen kann. Somit kann ein dreistufiges Adapterelement bereitgestellt werden.
Auf der ersten Stufe kann der Profilabschnitt zur drehfesten Aufnahme der Antriebswelle
dienen. Auf der zweiten Stufe kann ein stabiler Befestigungsabschnitt zur Aufnahme
eines Befestigungsmittels hergestellt werden, über welches die drehfeste Verbindung
des Adapterelementes zur Antriebswelle abgesichert wird. Auf der dritten Stufe kann
der Stützabschnitt zum Abstützen des Adapterelementes in einem Abdeckelement dienen,
welches zum Abdecken des Adapterelementes dienen kann. Das Adapterelement kann somit
zuverlässig und drehfest mit der Antriebswelle befestigt werden. Das Adapterelement
kann wiederum drehbar im Sicherungselement aufgenommen werden. Beim Aktivieren der
Feststellvorrichtung wird das Adapterelement gegen eine Drehung relativ zum Sicherungselement
auf eine vorteilhafte Weise, bspw. Mithilfe eines Feststellelementes, arretiert werden.
Somit kann die Antriebswelle in der ausgewählten Winkelposition zum Türschließer angehalten
und arretiert werden.
[0018] Des Weiteren kann die Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorsehen, dass der
Profilabschnitt des Adapterelementes ein innenliegendes Mehrkantprofil zur drehfesten
Aufnahme der Antriebswelle aufweist, wobei der Befestigungsabschnitt des Adapterelementes
insbesondere einen, bspw. Massiven, zylinderförmigen Befestigungskörper aufweist,
um ein Befestigungsmittel, bspw. In Form einer Schraube, form- und/oder kraftschlüssig
aufzunehmen, welches das Adapterelement mit der Antriebswelle verbindet, wobei der
Stützabschnitt des Adapterelementes bevorzugt kragenförmig zum Befestigungsabschnitt
ausgebildet ist, um eine Auflagefläche für das Adapterelement in einem Abdeckelement
herzustellen. Das Adapterelement kann mithilfe des Mehrkantprofils einfach und bequem
an der Antriebswelle aufgesteckt werden. Der massive Befestigungskörper kann wiederum
als eine Schraubaufnahme zur Antriebswelle dienen. Ein kragenförmiger Stützabschnitt
sorgt für eine Stabilität innerhalb der Feststellvorrichtung, insbesondere unterhalb
des Abdeckelementes.
[0019] Zudem kann im Rahmen der Erfindung ein Feststellelement für das Sicherungselement
vorgesehen sein, welches zumindest in einer definierten Winkelposition der Antriebswelle
zum Sicherungselement mit dem Sicherungselement in eine form- und/oder kraftschlüssige
Wirkverbindung bringbar ist, um die Antriebswelle zu arretieren, wobei das Feststellelement
insbesondere drehfest und/oder axial verschiebbar zur Antriebswelle innerhalb eines
Abdeckelementes aufgenommen sein kann. Das Feststellelement bildet somit ein bewegliches
Teil der Feststellvorrichtung, welches mit der Antriebswelle des Türschließers rotiert.
Durch Verrasten mit dem Sicherungselement, insbesondere mit der Rastgeometrie des
Sicherungselementes, welches unbeweglich am Türflügel oder an der Türzarge abgestützt
ist, kann nun die Antriebswelle des Türschließers zuverlässig arretiert werden.
[0020] Außerdem kann im Rahmen der Erfindung bei einer Feststellvorrichtung vorgesehen sein,
dass das Feststellelement in Form eines Nockenrings ausgebildet ist, welcher mit der
Rastgeometrie des Sicherungselementes in eine form- und/oder kraftschlüssige Wirkverbindung
bringbar ist, um eine definierte Winkelposition der Antriebswelle zum Sicherungselement
zu fixieren, wobei der Nockenring insbesondere für mindestens eine definierte Winkelposition
der Antriebswelle zum Sicherungselement zumindest einen Nocken aufweist, der mit der
Rastgeometrie des Sicherungselementes in eine Wirkverbindung bringbar ist. Je nachdem
wie viele Rastelemente die Rastgeometrie aufweist, kann eine entsprechende Anzahl
an Nocken am Nockenring bereitgestellt werden, um eine bestimmte oder mehrere bestimmte
Winkelpositionen der Antriebswelle zum Sicherungselement und somit zum Türschließer
feststellen zu können. Ein Nockenring schafft vorteilhafterweise eine stabile und
dennoch lösbare Feststellung der Antriebswelle. Ferner ist es denkbar, dass der bzw.
jeder Nocken mindestens eine Überlastschräge aufweisen kann, um eine Wirkverbindung
zwischen dem Feststellelement und dem Sicherungselement durch ein Anlegen einer Überlastkraft
am Türflügel aufzuheben und die Antriebswelle für eine Drehung freizugeben. Über die
Überlastschräge kann der Nocken einfach und gleichmäßig bzw. ruckfrei aus einer entsprechenden
Rastöffnung an der Rastgeometrie herausgedrückt werden.
[0021] Ferner kann die Erfindung einen Sicherungsring für ein Feststellelement vorsehen,
um das Feststellelement verliersicher in einem Abdeckelement abzusichern. Insbesondere
in einem kappenförmigen Abdeckelement kann der Sicherungsring vorteilhafterweise dafür
sorgen, dass das Feststellelement aus dem Abdeckelement nicht herausfällt.
[0022] Weiterhin kann ein Federelement, bspw. In Form einer Druckfeder, zwischen einem Abdeckelement
und einem Feststellelement vorgesehen sein, um das Feststellelement in den Eingriff
mit dem Sicherungselement mit einer Federkraft zu beaufschlagen. Somit kann erreicht
werden, dass beim Drehen der Antriebswelle das Feststellelement mit seinen Nocken
am Sicherungselement mit der Rastgeometrie federbelastet gleiten kann, bis die Nocken
über den Rastöffnungen liegen und aufgrund der Federkraft in den Rastöffnungen versinken
können. Somit kann auf eine einfache und zuverlässige Art und Weise eine form- und/oder
kraftschlüssige und dennoch lösbare Verbindung zwischen dem Feststellelement (zusammen
mit der Antriebswelle) und dem Sicherungselement (und somit zum Türschließer) bereitgestellt
werden. Durch Anlegen einer Überlastkraft können die Nocken des Feststellelementes
auf eine einfache Weise aus den Rastöffnungen der Rastgeometrie herausgedrückt werden.
Somit kann das Feststellelement (zusammen mit der Antriebswelle) gegenüber einer Drehung
relativ zum Sicherungselement (und somit relativ zum Türschließer) freigegeben werden.
[0023] Des Weiteren kann im Rahmen der Erfindung ein Abdeckelement zur Aufnahme eines Adapterelementes
für die Antriebswelle und/oder eines Feststellelementes für das Sicherungselement
und/oder eines Sicherungsringes für das Feststellelement und/oder eines Federelementes
zum Beaufschlagen des Feststellelementes mit einer Federkraft vorgesehen sein, welches
am Halteelement über dem Sicherungselement aufsetzbar ist. Mithilfe des Abdeckelementes
können Elemente der erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung geschützt aufgenommen werden.
[0024] Außerdem kann mithilfe des Abdeckelementes ein ansprechendes und vorzugsweise unauffälliges
Erscheinungsbild der erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung bereitgestellt werden.
[0025] Ferner wird die erfindungsgemäße Aufgabe durch einen Türschließer zum zumindest teilweise
automatischen Betätigen eines Türflügels bei einer Bewegung zwischen einer Öffnungsposition
und einer Schließposition gelöst, aufweisend: eine Antriebswelle zum Unterstützen
der Bewegung des Türflügels, und eine Feststellvorrichtung zum Feststellen eines Türflügels
in zumindest einer definierten Feststellposition zwischen der Öffnungsposition und
der Schließposition, wobei die Feststellvorrichtung wie oben beschrieben ausgebildet
sein kann, um eine definierte Winkelposition der Antriebswelle zum Türschließer zu
arretieren. Mithilfe des erfindungsgemäßen Türschließers mit vorinstallierter Feststellvorrichtung
werden die gleichen Vorteile erreicht, die oben im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Feststellvorrichtung beschrieben wurden, auf die vorliegend vollumfänglich Bezug genommen
wird.
[0026] Weiterhin ist es denkbar, dass die Feststellvorrichtung lösbar am Türschließer angebracht
ist. Somit kann der Vorteil erreicht werden, dass die Feststellvorrichtung nachträglich
an bestehenden Türschließern angebracht werden kann und/oder zwecks Wartung oder einer
Korrektur der Feststellposition des Türflügels vom Türschließer abgenommen werden
kann.
[0027] Des Weiteren kann die Feststellvorrichtung dazu ausgebildet sein, den Türflügel in
mehreren definierten Feststellpositionen zwischen der Öffnungsposition und der Schließposition
festzustellen. Somit kann der Vorteil erreicht werden, dass der Türflügel in mehreren
definierten Feststellpositionen festgestellt werden kann. Dadurch kann der Bedienungskomfort
des Türflügels erhöht werden.
[0028] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend mit der Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Dabei ist
zu beachten, dass die Figuren nur einen beschreibenden Charakter haben und nicht dazu
gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Feststellvorrichtung mit einem Halteelement und einem Sicherungselement
in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Feststellvorrichtung in der Draufsicht auf einen Funktionsabschnitt
des Halteelementes,
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Feststellvorrichtung in einer Schnittdarstellung vor dem Zusammenbau,
- Fig. 4
- eine erfindungsgemäße Feststellvorrichtung in einer Schnittdarstellung nach dem Zusammenbau,
- Fig. 5
- eine erfindungsgemäße Feststellvorrichtung in einer Schnittdarstellung nach der Montage
an einem Türschließer, und
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Feststellvorrichtung nach der
Montage an einem Türschließer, welcher an einem Türflügel befestigt ist.
[0029] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile der Feststellvorrichtung 100
und des Türschließers 101 stets mit denselben Bezugszeichen versehen, weshalb diese
in der Regel nur einmal beschrieben werden.
[0030] Die Figuren 1 bis 5 zeigen eine erfindungsgemäße Feststellvorrichtung 100, die zum
Feststellen eines Türflügels 1 in einer Feststellposition zwischen einer Öffnungsposition
und einer Schließposition dient, der in der Figur 5 zu einem Teil angedeutet und der
Figur 6 schematisch gezeigt ist. Die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung 100 wird
an einem Türschließer 101 angeordnet, der mithilfe mechanischer und/oder elektrischer
Komponenten zum zumindest teilweisen Überführen des Türflügels 1 zwischen der Öffnungsposition
und der Schließposition dienen kann. Der Türschließer 101 weist eine Antriebswelle
102 auf, an welcher ein Hebelelement 103 rotatorisch gelagert ist (s. Figuren 5 und
6). Das Hebelelement 103 kann sowohl ein Teil eines Gestänges als auch ein Übertragungsglied
zu einer Gleitschiene bilden, da die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung 100 sowohl
in Kombination mit einem Gestänge als auch mit einer Gleitschiene direkt am Türschließer
101 eingesetzt werden kann.
[0031] In der Ansicht der Figur 1 ist es erkennbar, dass die Feststellvorrichtung 100 folgende
Elemente aufweist: ein Halteelement 10 zum Abstützen der Feststellvorrichtung 100
am Türschließer 101, wobei das Halteelement 10 einen Befestigungsabschnitt 11 zur
Befestigung an einer Türzarge oder am Türflügel 1 und einen Funktionsabschnitt 12
zur Befestigung am Türschließer 101 aufweist, und ein Sicherungselement 20 zum Arretieren
der Antriebswelle 102 gegenüber dem Türschließer 101, wobei das Sicherungselement
20 eine Rastgeometrie R aufweist, um mindestens eine definierte Winkelposition der
Antriebswelle 102 zum Türschließer 101 zu fixieren, und wobei das Sicherungselement
20 am Funktionsabschnitt 12 des Halteelementes 10 abgestützt ist.
[0032] Aufgrund dessen, dass die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung 100 am Türschließer
101 angeordnet wird, bildet sie eine universelle Feststellvorrichtung 100, die sowohl
in Kombination mit einem Gestänge als auch mit einer Gleitschiene kombiniert werden
kann. Die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung 100 setzt an der Antriebswelle 102
des Türschließers 101 ein, um die Bewegung der Antriebswelle 102 bei einer bestimmten
Winkelposition der Antriebswelle 102 zum Türschließer 101 anzuhalten und diese Winkelposition
der Antriebswelle 102 zumindest vorübergehend festzuhalten. Wenn sich die Antriebswelle
102 des Türschließers 101 nicht bewegt, bewegt sich auch der Türflügel 1 nicht. Der
Türflügel 1 ist somit in einer korrespondierenden Feststellposition festgestellt,
die der Winkelposition der Antriebswelle 102 im arretierten Zustand entspricht.
[0033] Um den Türflügel 1 für eine Bewegung wieder freizugeben, reicht es aus, am Türflügel
1 mit einer Überlastkraft zu ziehen, die auf die Antriebswelle 102 des Türschließers
101 übertragen wird und dort die Feststellvorrichtung 100 deaktiviert. Vorteilhafterweise
ist es unbeachtlich, in welche Richtung am Türflügel 1 gezogen wird, da die erfindungsgemäße
Feststellvorrichtung 100 in jede Richtung aktiviert oder deaktiviert werden kann.
[0034] Im Rahmen der Erfindung kann der Türschließer 101 entweder am Türflügel 1 oder an
der Türzarge angeordnet sein. Somit kann auch die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung
100 entweder am Türflügel 1 oder an der Türzarge abgestützt werden. Hierzu dient das
Halteelement 10 mit seinem Befestigungsabschnitt 11. Mit dem Funktionsabschnitt 12
wird das Halteelement 10 am Türschließer 101 abgestützt.
[0035] Wie es aus der Figur 1 sowie in der Schnittdarstellung der Figuren 3 bis 5 entlang
einer Erstreckungsachse A der Antriebswelle 102 erkennbar ist, ist das Halteelement
10 in Form eines Haltewinkels ausgebildet. Somit kann eine stabile Anordnung der Feststellvorrichtung
100 einerseits am Türflügel 1 bzw. an der Türzarge und andererseits am Türschließer
101 realisiert werden. Zudem können durch ein winkeliges Halteelement 10 die Schließkräfte,
die am Türflügel 1 einwirken, zuverlässig von der Antriebswelle 102 über den Türschließer
101 in den Türflügel 1 bzw. in die Türzarge abgeleitet werden.
[0036] Wie es die Figuren 1 und 2 mit den Doppelpfeilen r, L andeuten, kann das Sicherungselement
20 verdrehbar (in azimutale Richtung r) und/oder verschiebbar (entlang einer Längserstreckung
L der Aufnahmeführung 13) am Funktionsabschnitt 12 des Halteelementes 20 angeordnet
sein. Durch Verdrehen des Sicherungselementes 20 zum Halteelement 10 kann eine gewünschte
Feststellposition des Türflügels 1 mithilfe ein und derselben Feststellvorrichtung
100 flexibel eingestellt werden. Mithilfe einer verschiebbaren Anordnung des Sicherungselementes
20 zum Halteelement 10 kann das Sicherungselement 20 in einem einstellbaren Abstand
d zum Türflügel 1 oder zur Türzarge positioniert werden. Somit kann die erfindungsgemäße
Feststellvorrichtung 100 mit unterschiedlichen Türschließermodellen eingesetzt werden,
die unterschiedliche Abstände zwischen der Antriebswelle 102 und dem Türflügel 1 bzw.
der Türzarge aufweisen können.
[0037] Wie es die Figuren 1 und 2 weiterhin zeigen, weist der Funktionsabschnitt 12 des
Halteelementes 10 eine Aufnahmeführung 13 für das Sicherungselement 20 auf. Die Aufnahmeführung
13 weist vorteilhafterweise eine Längserstreckung L und/oder ein Mehrkantprofil M1
auf, um die Aufnahme des Sicherungselementes 20 einerseits zu erleichtern und andererseits
eine definierte Winkelposition des Sicherungselementes 20 zum Halteelement 10 sowie
einen bestimmten Abstand d zwischen dem Sicherungselement 20 und dem Türflügel 1 einstellen
zu können.
[0038] Wie es weiterhin die Figur 3 zeigt, kann das Sicherungselement 20 in Form einer Steckscheibe
ausgebildet sein, um das Sicherungselement 20 koaxial zur Antriebswelle 102 anzuordnen
und am Halteelement 10 abzustützen. Hierzu weist das Sicherungselement 20 einen Steckabschnitt
21 auf, der koaxial zur Antriebswelle 102 positioniert wird. Im montierten Zustand
der Feststellvorrichtung 100 am Türschließer 101, der in der Figur 5 gezeigt ist,
ist die Antriebswelle 102 frei drehbar im Steckabschnitt 21 des Sicherungselementes
20 aufgenommen (solange die Feststellvorrichtung 100 deaktiviert ist). Zudem weist
das Sicherungselement 20 einen Auflageabschnitt 22 zur Auflage am Halteelement 10
auf.
[0039] In der Ansicht der Figur 1 ist es erkennbar, dass der Steckabschnitt 21 des Sicherungselementes
20 hülsenförmig ausgebildet ist. Dabei weist der Steckabschnitt 21 ein zylindermantelförmiges,
innenliegendes Verbindungsprofil V1 auf, um ein Adapterelement 30 für die Antriebswelle
102 drehbar aufzunehmen. Außenseitig weist der Steckabschnitt 21 ein Mehrkantprofil
M2 auf, um eine definierte Winkelposition des Sicherungselementes 20 zum Halteelement
10 einzustellen. Hierzu wirkt das Mehrkantprofil M2 am Sicherungselement 20 mit dem
Mehrkantprofil M1 innerhalb der Aufnahmeführung 13 am Halteelement 10 zusammen.
[0040] Wie ferner aus der Ansicht der Figur 3 erkennbar ist, erstreckt sich der Auflageabschnitt
22 des Sicherungselementes 20 kragenförmig zum Steckabschnitt 21 und bildet eine Auflagefläche
für das Sicherungselement 20 am Halteelement 10.
[0041] In der Figur 2 sowie in den Figuren 3 bis 5 ist es erkennbar, dass die Rastgeometrie
R am Auflageabschnitt 22 des Sicherungselementes 20 ausgebildet ist. Die Rastgeometrie
R des Sicherungselementes 20 kann für mindestens eine definierte Winkelposition der
Antriebswelle 102 zum Sicherungselement 20 ein Rastelement R1, bspw. in Form einer
Rastöffnung, oder zwei, vorzugsweise gegenüberliegende Rastelemente R1, R2, bspw.
in Form von Rastöffnungen, aufweisen. Durch gegenüberliegende Rastelemente R1, R2
kann die Arretierwirkung der Feststellvorrichtung 100 zum Arretieren der Antriebswelle
102 in einer eingestellten Winkelposition zum Sicherungselement 20 stabilisiert und
sogar verstärkt werden. Gleichwohl ist es aber auch denkbar, dass in der Rastgeometrie
mehrere Rastelemente R1, R2 oder mehrere Paare an Rastelementen R1, R2 vorgesehen
sein können, um mehreren Winkelpositionen der Antriebswelle 102 mit nur einer Feststellvorrichtung
100 feststellen zu können.
[0042] In der Ansicht der Figur 2 sowie in den Figuren 3 bis 5 ist ein Adapterelement 30
für die Antriebswelle 102 erkennbar, welches drehfest mit der Antriebswelle 102 befestigt
und frei drehbar im Sicherungselement 20 aufgenommen werden kann. Vorteilhafterweise
kann das Adapterelement 30 einen Profilabschnitt 31 zur drehfesten Aufnahme der Antriebswelle
102, einen Befestigungsabschnitt 32 zur Aufnahme eines Befestigungsmittels 70, bspw.
in Form einer Schraube, und einen kragenförmigen Stützabschnitt 33 zum Abstützen des
Adapterelementes 30 in einem Abdeckelement 80 aufweisen. Innenliegend am Profilabschnitt
31 des Adapterelementes 30 kann ein Mehrkantprofil M3 ausgebildet sein, welches an
die Form der Antriebswelle 102 angepasst werden kann. Im dargestellten Beispiel der
Figur 2 ist das Mehrkantprofil M3 des Adapterelementes 30 als ein Vierkant ausgebildet.
[0043] Zum Zusammenwirken mit dem Sicherungselement 20 zeigen die Figuren 3 bis 5 ein Feststellelement
40, welches zumindest in einer definierten Winkelposition der Antriebswelle 102 zum
Sicherungselement 20 mit dem Sicherungselement 20 verrastbar ist, um die Antriebswelle
102 zu arretieren. Wie es die Figuren 3 bis 5 außerdem zu erkennen geben, ist das
Feststellelement 40 drehfest und axial verschiebbar im Abdeckelement 80 aufgenommen.
Das Feststellelement 40 bildet somit ein bewegliches Teil der Feststellvorrichtung
100, welches sich mit der Antriebswelle 102 des Türschließers 101 gegenüber dem Sicherungselement
20 und dem Halteelement 10 verdrehen kann. Durch das Verrasten mit dem Sicherungselement
20 sorgt das Feststellelement 40 für ein Arretieren der Antriebswelle 102 des Türschließers
101. Das Feststellelement 40 kann in Form eines Nockenrings ausgebildet sein, welcher
korrespondierend mit der Rastgeometrie R des Sicherungselementes 20 ausgebildet sein
kann. Das Feststellelement 40 kann somit in eine form- und/oder kraftschlüssige Wirkverbindung
mit der Rastgeometrie R gebracht werden. Der Nockenring kann für jeweils eine bestimmte
Winkelposition der Antriebswelle 102 zum Sicherungselement 20 einen Nocken N1 oder
zwei, vorzugsweise gegenüberliegende Nocken N1, N2 aufweisen, der/die mit entsprechenden
Rastelementen R1, R2 der Rastgeometrie R am Sicherungselement 20 verrasten kann/können.
Für eine ausgewählte Anzahl der Rastelemente R1, R2 im Rahmen der Rastgeometrie R
kann eine entsprechende Anzahl an Nocken N1, N2 am Nockenring bereitgestellt werden.
Denkbar ist dabei, dass für jede Winkelposition der Antriebswelle 102, die mithilfe
der Feststellvorrichtung 100 festgestellt wird, jeweils ein Paar von gegenüberliegenden
Rastelementen R1, R2, bspw. in Form von Rastöffnungen, und ein Paar von gegenüberliegenden
Nocken N1, N2 vorgesehen sein können. Die Nocken N1, N2 können vorteilhafterweise
abgerundet sein bzw. eine, bspw. umlaufende Überlastschräge aufweisen, um ein ruckfreies
Herausdrücken der Nocken N1, N2 aus der Rastgeometrie R zu ermöglichen.
[0044] Wie es die Figuren 3 bis 5 im Weiteren zeigen, kann ein Sicherungsring 50 für das
Feststellelement 40 vorgesehen sein, um ein Herausfallen des Feststellelementes 40
aus dem Abdeckelement 80 zu verhindern.
[0045] Wie es die Figuren 3 bis 5 des Weiteren zeigen, kann ein Federelement 60, bspw. in
Form einer Druckfeder, zwischen dem Abdeckelement 80 und dem Feststellelement 40 vorgesehen
sein, um das Feststellelement 40 in den Eingriff mit dem Sicherungselement 20 mit
einer Federkraft zu beaufschlagen. Das Federelement 60 ist schematisch als eine Druckfeder
gezeigt.
[0046] Wie es schließlich die Figur 5 zeigt, dient das Abdeckelement 80 zur Aufnahme des
Adapterelementes 30, des Feststellelementes 40, des Sicherungsringes 50 für das Feststellelement
40 sowie des Federelementes 60 zum Beaufschlagen des Feststellelementes 40 mit einer
Federkraft. Das Abdeckelement 80 dient somit zum geschützten Aufnehmen dieser Elemente
und für ein ansprechendes und vorzugsweise unauffälliges Erscheinungsbild der erfindungsgemäßen
Feststellvorrichtung 100.
[0047] Vorteilhafterweise wird mithilfe der Erfindung eine einfache, rein mechanische Feststellvorrichtung
100 mit nur wenigen Bauteilen bereitgestellt, die eine kostengünstige und einfache
Montage der Feststellvorrichtung 100 an unterschiedlichen Türanlagen, sei es mit Gestänge
oder mit Gleitschiene, ermöglicht. Außerdem kann die erfindungsgemäße Feststellvorrichtung
100 einfach und bequem an bestehenden Türanlagen sogar nachträglich aufgerüstet werden,
wie es bspw. die Figur 6 zeigt.
[0048] Die voranstehende Beschreibung der Figuren 1 bis 6 beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern es technisch sinnvoll ist, frei miteinander kombiniert
werden, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Türflügel
- 100
- Feststellvorrichtung
- 101
- Türschließer
- 102
- Antriebswelle
- 103
- Hebelelement
- 10
- Halteelement
- 11
- Befestigungsabschnitt
- 12
- Funktionsabschnitt
- 13
- Aufnahmeführung
- 20
- Sicherungselement
- 21
- Steckabschnitt
- 22
- Auflageabschnitt
- 30
- Adapterelement
- 31
- Profilabschnitt
- 32
- Befestigungsabschnitt
- 33
- Stützabschnitt
- 40
- Feststellelement
- 50
- Sicherungsring
- 60
- Federelement
- 70
- Befestigungsmittel
- 80
- Abdeckelement
- d
- Abstand zum Türflügel
- r
- azimutale Richtung zum Verstellen des Sicherungselementes
- A
- Erstreckungsachse der Antriebswelle
- L
- Längserstreckung der Aufnahmeführung
- M1
- Mehrkantprofil der Aufnahmeführung
- M2
- Mehrkantprofil des Sicherungselementes
- M3
- Mehrkantprofil des Adapterelementes zur Aufnahme der Antriebswelle
- N1
- Nocken
- N2
- Nocken
- R
- Rastgeometrie
- R1
- Rastelement
- R2
- Rastelement
- V1
- Verbindungsprofil
1. Feststellvorrichtung (100) zum Feststellen eines Türflügels (1) in zumindest einer
definierten Feststellposition zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition,
wobei die Feststellvorrichtung (100) an einem Türschließer (101) anbringbar ist,
wobei der Türschließer (101) zum zumindest teilweise automatischen Betätigen des Türflügels
(1) bei einer Bewegung zwischen der Öffnungsposition und der Schließposition ausgeführt
ist,
und wobei der Türschließer (101) eine Antriebswelle (102) zum Unterstützen der Bewegung
des Türflügels (1) aufweist,
die Feststellvorrichtung (100) aufweisend:
ein Halteelement (10) zum Abstützen der Feststellvorrichtung (100) am Türschließer
(101),
wobei das Halteelement (10) einen Befestigungsabschnitt (11) zur Befestigung an einer
Türzarge oder am Türflügel (1) und einen Funktionsabschnitt (12) zur Befestigung am
Türschließer (101) aufweist,
und ein Sicherungselement (20) zum Arretieren der Antriebswelle (102) gegenüber dem
Türschließer (101),
wobei das Sicherungselement eine Rastgeometrie (R) aufweist, um mindestens eine definierte
Winkelposition der Antriebswelle (102) zum Türschließer (101) zu fixieren,
und wobei das Sicherungselement (20) am Funktionsabschnitt (12) des Halteelementes
(10) abgestützt ist.
2. Feststellvorrichtung (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (10) in Form eines Haltewinkels ausgebildet ist,
und/oder dass der Befestigungsabschnitt (11) des Halteelementes (10) zum Funktionsabschnitt
(12) abgewinkelt ist.
3. Feststellvorrichtung (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (20) verdrehbar und/oder verschiebbar am Funktionsabschnitt
(12) des Halteelementes (10) angeordnet ist.
4. Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Funktionsabschnitt (12) des Halteelementes (10) eine Aufnahmeführung (13) für
das Sicherungselement (20) aufweist,
wobei die Aufnahmeführung (13) insbesondere eine Längserstreckung (L) und/oder ein
Mehrkantprofil (M1) aufweist, um die Aufnahme des Sicherungselementes (20) zu erleichtern
und eine definierte Winkelposition sowie einen bestimmten Abstand des Sicherungselementes
(20) zum Halteelement (10) einzustellen.
5. Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherungselement (20) in Form einer Steckscheibe ausgebildet ist, um das Sicherungselement
(20) koaxial zur Antriebswelle (102) anzuordnen und am Halteelement (10) abzustützen,
und/oder dass das Sicherungselement (20) einen Steckabschnitt (21) zu einer drehbaren
Aufnahme der Antriebswelle (102) und einen Auflageabschnitt (22) zur Auflage am Halteelement
(10) aufweist.
6. Feststellvorrichtung (100) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Steckabschnitt (21) des Sicherungselementes (20) hülsenförmig ausgebildet ist,
um den Steckabschnitt (21) koaxial zur Antriebswelle (102) anzuordnen,
wobei der Steckabschnitt (21) insbesondere ein zylindermantelförmiges, innenliegendes
Verbindungsprofil (V1) aufweist, um ein Adapterelement (30) für die Antriebswelle
(102) aufzunehmen,
wobei der Steckabschnitt (21) des Sicherungselementes (20) bevorzugt ein außenliegendes
Mehrkantprofil (M2) aufweist, um eine definierte Winkelposition des Sicherungselementes
(20) zum Halteelement (10) einzustellen.
7. Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Auflageabschnitt (22) des Sicherungselementes (20) kragenförmig zum Steckabschnitt
(21) ausgebildet ist, um eine Auflagefläche für das Sicherungselement (20) am Halteelement
(10) herzustellen,
wobei die Rastgeometrie (R) insbesondere am Auflageabschnitt (22) des Sicherungselementes
(20) ausgebildet ist, um mindestens eine definierte Winkelposition der Antriebswelle
(102) zum Sicherungselement (20) zu fixieren,
wobei die Rastgeometrie (R) des Sicherungselementes (20) bevorzugt für mindestens
eine definierte Winkelposition der Antriebswelle (102) zum Sicherungselement (20)
zumindest ein Rastelement (R1, R2) aufweist.
8. Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Adapterelement (30) für die Antriebswelle (102) vorgesehen ist, welches drehfest
mit der Antriebswelle (102) befestigbar und welches frei drehbar im Sicherungselement
(20) aufgenommen ist,
und wobei das Adapterelement (30) insbesondere einen Profilabschnitt (31) zur drehfesten
Aufnahme der Antriebswelle (102), einen Befestigungsabschnitt (32) zur Aufnahme eines
Befestigungsmittels (70) und einen Stützabschnitt (33) zum Abstützen des Adapterelementes
(30) in einem Abdeckelement (80) aufweist.
9. Feststellvorrichtung (100) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Profilabschnitt (31) des Adapterelementes (30) ein innenliegendes Mehrkantprofil
(M3) zur drehfesten Aufnahme der Antriebswelle (102) aufweist,
wobei der Befestigungsabschnitt (32) des Adapterelementes (30) insbesondere einen
zylinderförmigen Befestigungskörper aufweist, um ein Befestigungsmittel (70) form-
und/oder kraftschlüssig aufzunehmen, welches das Adapterelement (30) mit der Antriebswelle
(102) verbindet,
wobei der Stützabschnitt (33) des Adapterelementes (30) bevorzugt kragenförmig zum
Befestigungsabschnitt (32) ausgebildet ist, um eine Auflagefläche für das Adapterelement
(30) in einem Abdeckelement (80) herzustellen.
10. Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Feststellelement (40) für das Sicherungselement (20) vorgesehen ist, welches
zumindest in einer definierten Winkelposition der Antriebswelle (102) zum Sicherungselement
(20) mit dem Sicherungselement (20) in eine form- und/oder kraftschlüssige Wirkverbindung
bringbar ist, um die Antriebswelle (102) zu arretieren,
wobei das Feststellelement (40) insbesondere drehfest und/oder axial verschiebbar
in einem Abdeckelement (80) aufgenommen ist.
11. Feststellvorrichtung (100) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Feststellelement (40) in Form eines Nockenrings ausgebildet ist, welcher mit
der Rastgeometrie (R) des Sicherungselementes (20) in eine form- und/oder kraftschlüssige
Wirkverbindung bringbar ist, um eine definierte Winkelposition der Antriebswelle (102)
zum Sicherungselement (20) zu fixieren,
wobei der Nockenring insbesondere für mindestens eine definierte Winkelposition der
Antriebswelle (102) zum Sicherungselement (20) zumindest einen Nocken (N1, N2) aufweist,
der mit der Rastgeometrie (R) des Sicherungselementes (20) in eine Wirkverbindung
bringbar ist,
wobei der Nocken (N1, N2) bevorzugt mindestens eine Überlastschräge (U) aufweist,
um eine Wirkverbindung zwischen dem Feststellelement (40) und dem Sicherungselement
(20) durch ein Anlegen einer Überlastkraft am Türflügel (1) aufzuheben und die Antriebswelle
(102) für eine Drehung freizugeben.
12. Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Sicherungsring (50) für ein Feststellelement (40) vorgesehen ist, um das Feststellelement
(40) verliersicher in einem Abdeckelement (80) abzusichern,
und/oder dass ein Federelement (60) zwischen einem Abdeckelement (80) und einem Feststellelement
(40) vorgesehen ist, um das Feststellelement (40) in den Eingriff mit dem Sicherungselement
(20) mit einer Federkraft zu beaufschlagen.
13. Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Abdeckelement (80) zur Aufnahme eines Adapterelementes (30) für die Antriebswelle
(102) und/oder eines Feststellelementes (40) für das Sicherungselement (20) und/oder
eines Sicherungsringes (50) für das Feststellelement (40) und/oder eines Federelementes
(60) zum Beaufschlagen des Feststellelementes (40) mit einer Federkraft vorgesehen
ist, welches am Halteelement (10) über dem Sicherungselement (20) aufsetzbar ist.
14. Türschließer (101) zum zumindest teilweise automatischen Betätigen eines Türflügels
(1) bei einer Bewegung zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition,
aufweisend:
eine Antriebswelle (102) zum Unterstützen der Bewegung des Türflügels (1), und
einer Feststellvorrichtung (100) zum Feststellen eines Türflügels (1) in zumindest
einer definierten Feststellposition zwischen der Öffnungsposition und der Schließposition,
wobei die Feststellvorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet
ist, um eine definierte Winkelposition der Antriebswelle (102) zum Türschließer (101)
zu arretieren.
15. Türschließer (101) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feststellvorrichtung (100) lösbar am Türschließer (101) angebracht ist,
und/oder dass die Feststellvorrichtung (100) dazu ausgebildet ist, den Türflügel (1)
in mehreren definierten Feststellpositionen zwischen der Öffnungsposition und der
Schließposition festzustellen.