[0001] Die Erfindung betrifft ein Montageset, eine Anordnung, ein Verfahren zum Montieren
eines Rahmens an einer Laibung und eine Verwendung.
[0002] Aufgrund steigender Energiekosten ist der Trend hin zu hoch wärmedämmenden Gebäuden
ungebrochen. Im Neubau und bei der Sanierung von Bestandsgebäuden kommen immer häufiger
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) zum Einsatz, die an der Außenseite von tragenden Wandschalen
angebracht werden.
[0003] Fenster können entweder mit Metallkonsolen oder Vorwandmontagesystemen, beispielsweise
aus einem Funktionswerkstoff auf Basis von Polyurethan-Hartschaum, im Bereich der
Dämmebene, d.h. vor der tragenden Wand, montiert werden.
[0004] Dabei kann mit Metallkonsolen ein gewisser Einbruchschutz erreicht werden. Bei Vorwandmontagesystemen
aus Funktionswerkstoff hingegen ist herkömmlich kein ausreichender Einbruchschutz
gewährleistet.
[0005] Auf der anderen Seite ist mit Vorwandmontagesystemen aus Funktionswerkstoff aber
eine saubere Montagefläche zur Abdichtung erreichbar. Fenster können bei Bedarf problemlos
ausgetauscht werden, was bei Metallkonsolen nicht der Fall ist.
[0006] Darüber hinaus sind herkömmliche Metallkonsolen in der Montage aufwendig, da sie
aus vielen Teilen bestehen. Zur Erreichung einer ausreichenden Einbruchhemmung wird
herkömmlich eine größere Anzahl an Metallkonsolen benötigt, um den in den Prüfungen
notwendigen Einbruchschutz gewährleisten zu können. Die Abdichtung der Konsolen bezüglich
Feuchtigkeit ist sehr aufwendig.
[0007] Ein Nachteil einer herkömmlichen Fenstermontage mittels eines Funktionswerkstoffes
steht im Zusammenhang mit der geringen Rohdichte zum Erreichen eines guten Wärmdämmwerts.
Denn die daraus resultierende geringe Festigkeit gegen mechanische Angriffe macht
eine herkömmliche Rahmenmontage unter Verwendung eines Funktionswerkstoffs anfällig
für Einbrüche. Ein solches Material hält zum Beispiel einem in der Einbruchskategorie
RC2 verwendeten Schraubendreher nur rund 5 Sekunden stand und ist damit in der Einbruchhemmung
ungeeignet.
[0008] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Montieren eines Rahmens an einer
Laibung mit vertretbarem Aufwand zu ermöglichen und gleichzeitig einen besseren Einbruchsschutz
zu schaffen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände gemäß den unabhängigen Patentansprüchen
gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0010] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Montageset zum
Montieren eines Rahmens an einer Laibung einer Wand geschaffen, wobei das Montageset
einen Funktionswerkstoff, der entlang zumindest einem Abschnitt der Laibung an der
Wand so zu befestigen ist, dass der Rahmen mittels des Funktionswerkstoffs an der
Laibung der Wand anbringbar ist, mindestens ein erstes Befestigungselement zum Durchführen
durch den Rahmen und zum Einführen in den Funktionswerkstoff und eine Blockiereinrichtung
aufweist, die im Bereich des Funktionswerkstoffs derart anbringbar und von dem ersten
Befestigungselement zumindest teilweise derart durchdringbar ist, dass die Blockiereinrichtung
bei einem Beschädigen des Funktionswerkstoffs ein Herausnehmen des Rahmens blockiert.
[0011] Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel ist eine Anordnung bereitgestellt, die eine
Wand mit einer Laibung, ein Montageset mit den oben beschriebenen Merkmalen und einen
Rahmen aufweist, wobei der Funktionswerkstoff entlang zumindest einem Abschnitt der
Laibung an der Wand befestigt ist, wobei der Rahmen über den Funktionswerkstoff an
der Laibung der Wand angebracht ist, indem das erste Befestigungselement durch den
Rahmen durchgeführt und in den Funktionswerkstoff eingeführt ist, und wobei die Blockiereinrichtung
im Bereich des Funktionswerkstoffs derart angebracht und von dem ersten Befestigungselement
zumindest teilweise derart durchdrungen ist, dass die Blockiereinrichtung bei einem
Beschädigen des Funktionswerkstoffs ein Herausnehmen des Rahmens blockiert.
[0012] Gemäß noch einem anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zum Montieren eines Rahmens an einer Laibung einer Wand bereitgestellt, wobei bei
dem Verfahren ein Funktionswerkstoff entlang zumindest einem Abschnitt der Laibung
an der Wand befestigt wird, der Rahmen mittels des Funktionswerkstoffs an der Laibung
der Wand mittels Durchführens mindestens eines ersten Befestigungselements durch den
Rahmen und mittels Einführens des ersten Befestigungselements in den Funktionswerkstoff
angebracht wird, und eine Blockiereinrichtung im Bereich des Funktionswerkstoffs derart
angebracht wird, dass die Blockiereinrichtung von dem ersten Befestigungselement zumindest
teilweise derart durchdrungen wird, dass die Blockiereinrichtung bei einem Beschädigen
des Funktionswerkstoffs ein Herausnehmen des Rahmens blockiert.
[0013] Gemäß noch einem anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird ein
Montageset mit den oben beschriebenen Merkmalen, insbesondere eine Mehrzahl von Montagesets
mit den oben beschriebenen Merkmalen, zum Verbessern der Einbruchssicherheit eines
Fensters oder einer Tür, das oder die an dem Rahmen angebracht ist, verwendet.
[0014] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "Laibung" insbesondere eine Schnittfläche
in einem Strukturkörper (zum Beispiel einer Wand eines Mauerwerks) verstanden werden,
die an einer Öffnung (insbesondere einer Fensteröffnung oder einer Türöffnung) eine
innere, der Öffnung zugewandte Begrenzungsfläche des Strukturkörpers bildet. Unter
einer Laibung kann also insbesondere die innere, der Öffnung zugewandte Wandfläche
(insbesondere Mauerfläche) für einen Rahmen, insbesondere einen Tür- oder einen Fensterrahmen,
verstanden werden.
[0015] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "Rahmen" insbesondere ein zumindest
abschnittsweise starres und eine zumindest teilweise umlaufende Struktur aufweisenden
Bauteil verstanden werden, das an oder in einen von einer Laibung begrenzten Aufnahmehohlraum
in einem Strukturkörper (wie zum Beispiel einer Wand) eingesetzt werden kann. Beispiele
für solche Rahmen sind Fensterrahmen oder Türrahmen.
[0016] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wird unter dem Begriff "Funktionswerkstoff"
insbesondere ein Werkstoff verstanden, der an der Außenfläche der Wand angebracht
wird und die Laibung teilweise oder vollständig rahmenartig umgibt. Ein solcher Funktionswerkstoff
kann zum Beispiel ein Hartschaum, ein Holzkunststoffkomposit oder ein anderer Leichtbaustoff
sein, der für den Rahmen eine Haltefunktion bereitstellt und hierfür als Bindeglied
zwischen Rahmen und Wand an der Wand anbringbar ist. Ein solcher Funktionswerkstoff
kann zum Bereitstellen einer Wärmedämmung eine geringe Dichte aufweisen, zum Beispiel
eine Dichte von höchstens 1,4 g/cm
3, insbesondere von höchstens 1,0 g/cm
3, weiter insbesondere von höchstens 0,7 g/cm
3. Insbesondere kann die Dichte des Funktionswerkstoffs geringer als die Dichte des
Materials (zum Beispiel Ziegel) der Wand sein.
[0017] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wird unter dem Begriff "Blockiereinrichtung"
insbesondere ein Körper oder eine Mehrzahl von Körpern verstanden, der oder die zur
Ertüchtigung des Funktionswerkstoffs montiert wird und bei einer (insbesondere durch
einen Einbruchsversuch hervorgerufenen) Beschädigung des Funktionswerkstoffs ein nachfolgendes
Abnehmen des Rahmens von der Wand hemmt oder verzögert. Zu diesem Zweck wird das erste
Befestigungselement (zum Beispiel eine Schraube) zum Beispiel teilweise durch einen
Körper der Blockiereinrichtung gefädelt oder geführt. Wenngleich mittels einer Blockiereinrichtung
lediglich eine teilweise Ertüchtigung des Funktionswerkstoffs erfolgt, so ist ein
Einbruch verzögert und eine solche Blockiereinrichtung erreicht einen verbesserten
Einbruchschutz.
[0018] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein Montageset
bereitgestellt, das eine Montage eines Rahmens an einer Laibung einer Wand mit verbesserter
Einbruchssicherung und geringem Aufwand dadurch bewerkstelligt, dass der Rahmen nicht
lediglich durch Einführen eines ersten Befestigungselements in einen Funktionswerkstoff
befestigt wird, sondern dass zusätzlich eine Blockiereinrichtung (vorzugsweise angrenzend
an den Funktionswerkstoff) zur Ertüchtigung des Funktionswerkstoffs montiert wird.
Die Blockiereinrichtung wird von dem ersten Befestigungselement zumindest teilweise
durchdrungen und ertüchtigt dabei den Funktionswerkstoff dergestalt, dass bei dem
Versuch des gewaltsamen Herausbrechens eines Teils des Funktionswerkstoffs im Bereich
des ersten Befestigungselements der Rahmen nachfolgend nicht einfach aus der Laibung
herausgehebelt werden kann. Vielmehr muss hierfür ein Einbrecher noch eine Demontage
der Blockiereinrichtung vornehmen. Ein Einbrecher wird beim Herauslösen der Blockiereinrichtung
aus dem ersten Befestigungselement und beim Abnehmen der Blockiereinrichtung von der
Wand somit weitere Zeit verlieren, welche den Einbruchsversuch zeitlich zumindest
verzögert. Dadurch kann mit einfachen Mitteln ein Funktionswerkstoff zum Erhöhen der
Einbruchssicherheit ertüchtigt werden, ohne dass ein Montieren eines Rahmens (zum
Beispiel im Bereich der Dämmebene eines Bauwerks) beeinträchtigt wird oder hierfür
ein hoher montagetechnischer oder materieller Aufwand erforderlich wäre.
[0019] Ein exemplarisches Ausführungsbeispiel der Erfindung ermöglicht es insbesondere,
Vorwandmontagesysteme unter Verwendung von Funktionswerkstoff so zu ertüchtigen, dass
diese auch im Bereich der Einbruchhemmung in der Klasse RC 2 eingesetzt werden können.
Ziel im Bereich der Einbruchhemmung ist es, den Einbrecher möglichst lange aufzuhalten,
in der Einbruchsklasse RC 2 sind es beispielsweise 3 Minuten. Durch Ergänzung eines
Vorwandmontagsystems um eine Blockiereinrichtung, zum Beispiel in Form einer an der
Laibung befestigten Profilleiste (beispielsweise aus Metall oder faserverstärktem
Kunststoff), in welcher der Rahmen (insbesondere ein Fensterrahmen) zusätzlich zu
dem Funktionswerkstoff befestigt (insbesondere festgeschraubt) wird, kann eine ausreichende
Widerstandszeit erreicht werden. Rahmen samt Fenster oder Tür können bei Bedarf trotzdem
mit geringem Aufwand getauscht werden. Vorwandmontagesysteme können damit unabhängig
von dem verwendeten Funktionswerkstoff einbruchhemmend ertüchtigt werden.
[0020] Im Weiteren werden zusätzliche Ausführungsbeispiele des Montagesets, der Anordnung,
des Verfahrens und der Verwendung beschrieben.
[0021] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung relativ zu dem Funktionswerkstoff
und dem Rahmen derart angeordnet sein oder werden, dass das erste Befestigungselement
erst durch den Rahmen und dann durch die Blockiereinrichtung und nachfolgend in den
Funktionswerkstoff einbringbar ist. Gemäß einer solchen Ausgestaltung kann die Blockiereinrichtung
räumlich zwischen dem Rahmen und dem Funktionswerkstoff zwischengeordnet werden, so
dass das zum Beispiel als Schraube ausgebildete erste Befestigungselement zuerst durch
den Rahmen, dann durch die Blockiereinrichtung und schließlich in den Funktionswerkstoff
hineingeführt wird. Dies erlaubt eine einfache Montage der Blockiereinrichtung durch
einen Benutzer, ohne dass im Vergleich zu einer herkömmlichen Montage des Rahmens
hierbei ein wesentlich erhöhter Montageaufwand anfallen würde. Ein solches Ausführungsbeispiel
ist zum Beispiel in Figur 1 dargestellt und kann von einem Benutzer besonders einfach
und intuitiv montiert werden.
[0022] Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung relativ zu dem
Funktionswerkstoff und dem Rahmen derart anordbar sein oder werden, dass das erste
Befestigungselement erst durch den Rahmen und dann durch den Funktionswerkstoff sowie
schließlich in die Blockiereinrichtung einbringbar ist. Gemäß einer solchen Ausgestaltung
wird das erste Befestigungselement von einem Monteur zuerst durch den Rahmen, dann
durch den Funktionswerkstoff und erst anschließend in die Blockiereinrichtung eingeführt.
Ein solches Ausführungsbeispiel ist in Figur 2 dargestellt und erlaubt auch eine einfache
Befestigung der Blockiereinrichtung an der Außenfläche der Wand.
[0023] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Montageset ein zweites Befestigungselement
aufweisen, wobei die Blockiereinrichtung relativ zu dem Funktionswerkstoff, dem Rahmen
und der Wand anordbar ist oder angeordnet wird, dass das zweite Befestigungselement
durch die Blockiereinrichtung in die Wand einbringbar ist. Gemäß einem solchen bevorzugten
Ausführungsbeispiel wird die Blockiereinrichtung nicht nur mit dem Funktionswerkstoff
verbunden, sondern kann diese zusätzlich an der Wand befestigt werden. Dadurch ist
es für einen Einbrecher vor dem Heraushebeln des Rahmens aus der Wand nach Zerstören
des Funktionswerkstoffs zusätzlich erforderlich, die Blockiereinrichtung auch von
der Wand zu demontieren.
[0024] Wird das erste Befestigungselement zuerst durch den Rahmen, dann durch die Blockiereinrichtung
und erst nachfolgend in den Funktionswerkstoff eingebracht (wie vorangehend beschrieben),
kann das zweite Befestigungselement durch die Blockiereinrichtung direkt in die Laibung
eingebracht werden, was den Montageaufwand bei weiterer Erhöhung der Einbruchssicherheit
gering hält. Wird hingegen (wie oben ebenfalls beschrieben) das erste Befestigungselement
zuerst durch den Rahmen, dann durch den Funktionswerkstoff und erst nachfolgend in
die Blockiereinrichtung eingeführt, kann die Montage der Blockiereinrichtung an der
Wand mittels des zweiten Befestigungselements im Bereich der vertikalen Außenfläche
der Wand erfolgen.
[0025] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung eine Platte (insbesondere
mit mindestens einem Durchgangsloch) aufweisen oder daraus bestehen. Das Ausbilden
der Blockiereinrichtung als starre Platte ist äußerst kostengünstig und einfach und
erlaubt dennoch mit geringem montagetechnischem Zusatzaufwand eine signifikante Erhöhung
der Einbruchssicherheit .
[0026] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Platte eine ebene Platte (insbesondere eine
Profilschiene oder Rechteckplatte) oder ein Winkelstück (insbesondere ein L-förmiges
Winkelstück) aufweisen oder daraus bestehen. Die Konfiguration der Platte als ebene
Platte ist zum Beispiel in dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel vorteilhaft,
in dem das erste Befestigungselement zuerst durch den Rahmen, dann durch die Blockiereinrichtung
und erst nachfolgend in den Funktionswerkstoff geführt wird. Hingegen ist die Konfiguration
mit einem plattenartigen Winkelstück besonders vorteilhaft, wenn das erste Befestigungselement
zuerst durch den Rahmen, dann durch den Funktionswerkstoff und erst nachfolgend in
die Blockiereinrichtung eingeführt wird.
[0027] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung ein erstes Durchgangsloch
zum Durchführen des ersten Befestigungselements aufweisen. Wenn die Blockiereinrichtung
bereits vor der Montage mit einem ersten Durchgangsloch versehen ist, ist für einen
Benutzer intuitiv ersichtlich, an welcher Stelle das erste Befestigungselement durch
die Blockiereinrichtung gesetzt werden soll. Alternativ kann die Blockiereinrichtung
auch vorbohrungsfrei ausgebildet werden, und zum Beispiel von einem Benutzer an einer
beliebig frei wählbaren Position mit einer vorbohrungsfrei montierbaren Schraube oder
dergleichen zum Montieren der Blockiereinrichtung an dem Funktionswerkstoff durchdrungen
werden.
[0028] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung ein zweites Durchgangsloch
zum Durchführen des zweiten Befestigungselements aufweisen. Wenn die Blockiereinrichtung
bereits vor der Montage mit dem zweiten Durchgangsloch versehen ist, kann auch ein
Benutzer ohne Spezialkenntnisse ohne Weiteres erkennen, an welcher Stelle das zweite
Befestigungselement zum Montieren der Blockiereinrichtung an der Wand (insbesondere
an deren Laibung oder an deren Außenfläche) gesetzt werden soll. Alternativ kann aber
auch das zweite Befestigungselement vorbohrungsfrei durch einen Monteur gesetzt werden,
um das zweite Befestigungselement (zum Beispiel eine vorbohrungsfrei setzbare Schraube)
durch die Blockiereinrichtung in die Wand einzuführen.
[0029] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung eine Fixierstruktur
(insbesondere eine Mutter oder eine Lasche mit Durchgangsloch) zum Montieren auf oder
an einem Endabschnitt des ersten Befestigungselements aufweisen, der den Funktionswerkstoff
durchdrungen hat. Um den Aufwand für einen Einbrecher zum Demontieren der Blockiereinrichtung
weiter zu erhöhen, kann ein freies Ende des ersten Befestigungselements mit einer
mechanischen Fixierstruktur zusätzlich fixiert werden. Zum Beispiel kann auf dieses
freie Ende eine Kontermutter aufgesetzt bzw. aufgedreht werden, wenn das freie Ende
des ersten Befestigungselements mit einem entsprechenden Außengewinde versehen ist.
Alternativ oder ergänzend zum Vorsehen einer solchen Mutter ist es auch möglich, eine
zusätzliche Lasche oder Platte mit einem weiteren Durchgangsloch vorzusehen und das
freie Ende des Befestigungselements nach Durchdringen des Funktionswerkstoffs durch
dieses weitere Durchgangsloch hindurchzuführen. Bei der zuletzt beschriebenen Ausgestaltung
kann mit Vorteil die Blockiereinrichtung mehrkomponentig ausgebildet sein, insbesondere
als Platte auf oder nahe einer Hauptfläche des Funktionswerkstoffs und zusätzlich
als Lasche oder Mutter auf der gegenüberliegenden anderen Hauptfläche des Funktionswerkstoffs.
Ein Einbrecher muss dann zunächst die Fixierstruktur entfernen, bevor er das erste
Befestigungselement aus der Platte der Blockiereinrichtung herausfädeln kann. Dies
erhöht weiter die Einbruchssicherheit bzw. verzögert den Einbruchsvorgang.
[0030] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung eine Klebstoffverstärkung
aufweisen, die ein Volumen im Inneren des Funktionswerkstoffs ausfüllt, das von dem
ersten Befestigungselement zu durchdringen ist. In dem zum Beispiel als PU-Schaumplatte
ausgebildeten Funktionswerkstoff mit spröden Materialeigenschaften kann zum Beispiel
ein ausreichend großes Durchgangsloch erstellt werden und mit flüssigem Klebstoff
oder Mörtel, fungierend als Art chemischer Dübel, ausgefüllt werden. Nachfolgend kann
der Klebstoff ausgehärtet werden und bildet dabei einen Stabilitätsbereich in dem
Funktionswerkstoff. Mittels Bildens eines Durchgangslochs in der Klebstoffverstärkung
kann dann ein Durchführen des ersten Befestigungselements durch diesen Bereich den
Kraftaufwand zum Zerstören des Funktionswerkstoffs durch einen Einbrecher mit Vorteil
weiter erhöht werden. Dadurch kann ein Einbruchsversuch weiter verzögert werden.
[0031] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Montageset eine erste Justageeinrichtung
(zum Beispiel gemäß
DE 102017114722) zum Anbringen an dem Rahmen und eine zweite Justageeinrichtung zum Anbringen an
zumindest einem Teil der Blockiereinrichtung oder an dem Funktionswerkstoff aufweisen,
wobei die erste Justageeinrichtung und die zweite Justageeinrichtung derart korrespondierend
zueinander ausgebildet sind, dass mittels Verbindens von Verbindungsstrukturen der
ersten Justageeinrichtung und der zweiten Justageeinrichtung und mittels Relativbewegens
der ersten Justageeinrichtung und der zweiten Justageeinrichtung eine Gesamthöhe der
verbundenen ersten und zweiten Justageeinrichtungen und somit ein Abstand zwischen
dem Rahmen und dem Funktionswerkstoff in einer Axialrichtung der Justageeinrichtungen
justierbar ist. Dabei kann sich insbesondere mit Vorteil zumindest ein Teil der Blockiereinrichtung
zumindest teilweise durch ein sich quer zu der Axialrichtung in zumindest einer der
Justageeinrichtungen gebildeten Aussparung erstrecken. Die beschriebenen Justageeinrichtungen
ermöglichen es einem Benutzer, mit geringem Aufwand den Abstand zwischen dem Rahmen
und dem Funktionswerkstoff präzise einzustellen. Gemäß der beschriebenen Ausgestaltung
kann die Aussparung in einer der Justageeinrichtungen simultan dazu dienen, einen
Körper der Blockiereinrichtung einzuschieben und dadurch eine zusätzliche Befestigung
der Blockiereinrichtung an der Anordnung zu erreichen. Bei einem gewaltsamen Herausbrechen
des Funktionswerkstoffs ist ein Einbrecher daher genötigt, die Blockiereinrichtung
auch aus den miteinander verbundenen Justageeinrichtungen herauszunehmen.
[0032] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das erste Befestigungselement und/oder das zweite
Befestigungselement eine Schraube sein. Besonders bevorzugt ist es, wenn das erste
Befestigungselement und/oder das zweite Befestigungselement einen Kerndurchmesser
von jeweils mindestens 6 mm, bevorzugt von mindestens 8 mm, weiter bevorzugt von mindestens
10 mm aufweist oder aufweisen. Andere erste Befestigungselemente sind möglich, zum
Beispiel ein Nagel oder ein Niet.
[0033] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das erste Befestigungselement eine Verdrehsicherung
aufweisen (insbesondere einen gegenüber einem Schaft seitlich verbreiterten Kopf),
die ein Durchdrehen des ersten Befestigungselements durch den Rahmen verhindert. Durch
diese Verdrehsicherung kann verhindert werden, dass das zum Beispiel als Schraube
ausgebildete Befestigungselement bei einem Einbruchsversuch durch den Rahmen und den
Funktionswerkstoff von unten durchgedreht werden kann, wodurch der Fensterrahmen entfernt
werden könnte. Eine Durchdrehsicherung zum Verunmöglichen des Durchdrehens des ersten
Befestigungselements von unten (zum Beispiel durch einen aufgeweiteten Schraubenkopf
des ersten Befestigungselements) verhindert diese Einbruchsvariante. Alternative oder
ergänzende Verdrehsicherungen sind beispielsweise das Ausbilden einer Klebestelle
oder Schweißstelle zum Immobilisieren des ersten Befestigungselements in dem Rahmen
und/oder in dem Funktionswerkstoff.
[0034] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Funktionswerkstoff aus einer Gruppe ausgewählt
sein, die besteht aus einem Dämmstoff und einem Schaum, insbesondere einem Hartschaum,
weiter insbesondere einem Polyurethan-Hartschaum. Ein solches sprödes und leichtes
Material ist mit geringem Aufwand rahmenartig und zum Beispiel mit L-Profil um die
Laibung herumführbar und an der Außenfläche der Wand befestigbar, um im Zusammenwirken
mit dem ersten Befestigungselement und der Blockiereinrichtung dem Rahmen Halt an
der Wand zu geben.
[0035] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung ein Metall und/oder
einen faserverstärkten Kunststoff aufweisen oder daraus bestehen. Mittels dieser Materialien
kann die Blockiereinrichtung einfach und kostengünstig hergestellt werden und gleichzeitig
eine wirksame Verbesserung des Einbruchsschutzes ermöglichen.
[0036] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das zweite Befestigungselement mit oder ohne
Dübel in die Wand eingebracht sein oder werden. Zum Beispiel kann die Verwendung eines
Dübels in Kombination mit einer Schraube als zweites Befestigungselement dann gewählt
werden, wenn die Wand makroskopische Hohlräume aufweist und eine Schraube ohne Dübel
allein nicht die erforderlichen Befestigungskräfte bewerkstelligen kann. Ist hingegen
die Wand aus einem Material ohne solche makroskopischen Hohlräume gebildet, kann eine
Schraube als zweites Befestigungselement auch ohne Dübel einen ausreichenden Halt
bewerkstelligen.
[0037] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Rahmen ein Fensterrahmen oder ein Türrahmen
sein. Im Falle eines Fensters wird die Laibung in der Wand durch vier miteinander
ringförmig verbundene ebene Flächenabschnitte gebildet. Bei einer Tür hingegen wird
die Laibung durch drei miteinander verbundene Wandflächenabschnitte und einen Bereich
des Bodens abgegrenzt.
[0038] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Funktionswerkstoff an der Wand mittels eines
dritten Befestigungselements, insbesondere einer Schraube, befestigt sein oder werden.
Hierbei kann der Funktionswerkstoff von dem als Schraube ausgebildeten dritten Befestigungselement
auch vorbohrungsfrei durchdrungen werden, da der Funktionswerkstoff häufig eine sehr
geringe Festigkeit aufweist. Auf diese Weise kann ein Monteur den aus einem oder mehreren
Plattenelementen gebildeten und zum Beispiel rahmenförmigen Funktionswerkstoff mit
einfachen Mitteln an der Außenfläche der Wand montieren.
[0039] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Funktionswerkstoff an der Wand verklebt
sein oder werden. Alternativ oder ergänzend zum Ausgestalten des dritten Befestigungselements
als Schraube ist es also auch möglich, den Funktionswerkstoff an der Wand mittels
einer Klebebefestigung zu montieren. Hierfür wird ein Klebstoffkörper zwischen der
Außenfläche der Wand und einer angrenzenden Gegenfläche des Funktionswerkstoffs aufgebracht.
[0040] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Rahmen zumindest teilweise vor der tragenden
Wand im Bereich einer Dämmebene angeordnet sein oder werden. Durch das Montieren des
Rahmens an dem Funktionswerkstoff und somit nur mittelbar im Bereich der Laibung der
Wand kann mit Vorteil der Rahmen in einem Abstand zu der Laibung montiert werden,
mithin mittels Abstandsmontage. Auf diese Weise ist es zum Beispiel möglich, den Rahmen
in der Dämmebene der Wand vorzusehen, das heißt im Bereich von Dämmplatten, die beim
Gebäudebau außenseitig auf die Wand aufgesetzt werden. Für das Beispiel eines als
Fensterrahmen ausgebildeten Rahmens kann dadurch mehr Licht in das Gebäude eindringen
und kann der Innenraum des Gebäudes vergrößert werden. Die herkömmlich mit der beschriebenen
Vorwandmontage bestehenden Probleme eines fehlenden Einbruchsschutzes bzw. eines hohen
Montageaufwands können durch die Blockiereinrichtung reduziert werden.
[0041] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Verfahren ein Anbringen mindestens einer
weiteren Blockiereinrichtung im Bereich des Funktionswerkstoffs derart aufweisen,
dass die mindestens eine weitere Blockiereinrichtung von mindestens einem weiteren
ersten Befestigungselement zumindest teilweise derart durchdrungen wird, dass die
mindestens eine weitere Blockiereinrichtung bei einem Beschädigen des Funktionswerkstoffs
ein Herausnehmen des Rahmens blockiert. Gemäß der beschriebenen Ausgestaltung ist
es möglich, in Umfangsrichtung des zu montierenden Rahmens mehrere Montagesets bzw.
mehrere Blockiereinrichtungen vorzusehen, um den Aufwand eines Einbrechers vor dem
Heraushebeln des Rahmens weiter zu erhöhen.
[0042] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die Blockiereinrichtung in einer ersten Richtung
(insbesondere in vertikaler Richtung) zwischen dem Rahmen und dem Funktionswerkstoff
angeordnet sein und mindestens eine der mindestens einen weiteren Blockiereinrichtung
in einer zweiten Richtung (insbesondere in horizontaler Richtung) zwischen dem Rahmen
und dem Funktionswerkstoff angeordnet sein. Gemäß der beschriebenen Ausgestaltung
kann sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung eine Ertüchtigung des
Funktionswerkstoffs durch das Vorsehen entsprechender Blockiereinrichtungen erreicht
werden.
[0043] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Blockiereinrichtung und mindestens eine
der mindestens einen weiteren Blockiereinrichtung in derselben (insbesondere horizontalen
oder vertikalen) Richtung zwischen dem Rahmen und dem Funktionswerkstoff angeordnet
sein. Auch in einer Richtung können mehrere Blockiereinrichtungen bzw. Montagesets
nebeneinander verbaut werden, um die Zeit zum Herausnehmen des Rahmens durch einen
Einbrecher weiter zu erhöhen.
[0044] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Rahmen mittels Vorwandmontage montiert werden.
Gemäß einem solchen Ausführungsbeispiel ist eine Montage eines Fensters außerhalb
einer Wand, insbesondere in einer Dämmebene, ermöglicht, ohne dass aufwendige Konsolen
erforderlich sind oder aufgrund der alleinigen Verwendung eines Funktionswerkstoffs
die Einbruchssicherheit mangelhaft ist. Durch das Kombinieren von Funktionswerkstoff
und Blockiereinrichtung kann eine einfache Vorwandmontage mit einem hohen Einbruchsschutz
kombiniert werden.
[0045] Im Folgenden werden exemplarische Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
mit Verweis auf die folgenden Figuren detailliert beschrieben.
Figur 1 zeigt eine Anordnung aus einer Wand mit einer Laibung, einem Rahmen und einem
Montageset gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 2 zeigt eine Anordnung aus einer Wand mit einer Laibung, einem Rahmen und einem
Montageset gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 3 zeigt, wie ein als Fensterprofil ausgebildeter Rahmen mittels Vorwandmontage
unter Verwendung einer Abstandsmontageschraube als Befestigungselement, einer Blockiereinrichtung
und eines Funktionswerkstoffs gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung
montiert wird.
Figur 4 zeigt eine Anordnung aus einer Wand mit einer Laibung, einem Rahmen und mehreren
Blockiereinrichtungen gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 5 zeigt ein Herausbrechen eines Funktionswerkstoffs an einem herkömmlich montierten
Fenster.
Figur 6 zeigt ein an einem Funktionswerkstoff an einer Laibung einer Wand montiertes
Fenster gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 7 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer Anordnung aus einer Wand mit einer
Laibung, einem Rahmen und einem Montageset gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Figur 8 bis Figur 10 zeigen Montagesets gemäß exemplarischen Ausführungsbeispielen
der Erfindung.
Figur 11 zeigt eine Anordnung aus einer Wand mit einer Laibung, einem Rahmen und einem
Montageset gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0046] Gleiche oder ähnliche Komponenten in unterschiedlichen Figuren sind mit gleichen
Bezugsziffern versehen.
[0047] Bevor bezugnehmend auf die Figuren exemplarische Ausführungsbeispiele beschrieben
werden, sollen einige grundlegende Überlegungen zusammengefasst werden, basierend
auf denen exemplarische Ausführungsbeispiele der Erfindung abgeleitet worden sind.
[0048] In einer Wand (zum Beispiel aus gemauerten Steinen) findet sich eine Laibung für
einen Rahmen (insbesondere eines Fensters), d.h. ein rechteckiges Loch in der Wand.
Um die Laibung kann gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung von
außen, d.h. der Außenwand, zum Beispiel vollumfänglich Funktionswerkstoff gesetzt
werden (zum Beispiel festgeklebt oder festgeschraubt werden). Der Funktionswerkstoff
ragt dabei vorzugsweise nicht in die Laibung hinein, sondern bildet eine rahmenartige
Struktur um die Laibung herum. In diese Struktur kann der Rahmen gesetzt werden, sodass
darin ein Fenster oder dergleichen befestigt werden kann.
[0049] Herkömmlich wird nun durch den Fensterrahmen eine Schraube in den Funktionswerkstoff
geschraubt, um das Fenster im selbigen zu befestigen. Daraus resultieren die oben
beschriebenen Nachteile im Zusammenhang mit einem nicht ausreichenden Einbruchschutz.
[0050] Um einen Einbruchschutz bzw. eine Einbruchshemmung zu erreichen, kann gemäß einem
exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Blockiereinrichtung - zum Beispiel
in Form eines Verstärkungsstreifens mit einem Loch zwischen dem Fensterrahmen und
dem Funktionswerkstoff - derart angeordnet werden, dass eine Fenstermontageschraube
(oder ein anderes Befestigungselement) durch den Fensterrahmen und durch die Blockiereinrichtung
(zum Beispiel durch das Loch in dem Verstärkungsstreifen) in den Funktionswerkstoff
geschraubt (oder in anderer Weise eingebracht) wird. Anschließend kann der Verstärkungsstreifen
oder eine in anderer Weise ausgebildete Blockiereinrichtung in oder an der Laibung
oder an anderer Stelle der Wand befestigt (beispielsweise gedübelt) werden. Gemäß
exemplarischen Ausführungsbeispielen der Erfindung ist es hierbei nicht zwingend notwendig,
dass die Fenstermontageschraube oder ein anderes Befestigungselement in dem Verstärkungsstreifen
oder in einer anderen Blockiereinrichtung greift. Dies kann in bestimmten Konstellationen
sogar hinderlich sein, da dann ein eventuell störender Zwangsvorschub des als Schraube
ausgebildeten Befestigungselements in dem Streifen entstehen könnte. Es kann vielmehr
ausreichend sein, dass die Fenstermontageschraube (oder ein anderes Befestigungselement)
durch den Verstärkungsstreifen (oder eine andere Blockiereinrichtung) geführt ist.
In anderen Ausführungsbeispielen kann jedoch ein solches Greifen des Befestigungselements
auch in der Blockiereinrichtung erfolgen.
[0051] Im Falle eines Einbruchs mit einem Stemmeisen oder Schraubendreher greift ein Einbrecher
zum Beispiel am Rahmen oder am Funktionswerkstoff an und versucht, den Rahmen aus
dem Funktionswerkstoff heraus zu hebeln. In der Regel wird dabei der Funktionswerkstoff
zerstört (zum Beispiel teilweise herausgebrochen). Anschließend kann ein Einbrecher
den Rahmen bei herkömmlicher Rahmenmontage mittels eines Funktionswerkstoffs heraushebeln.
[0052] Auch gemäß exemplarischen Ausführungsbeispielen der Erfindung kann bei einem Einbruchsversuch
der Funktionswerkstoff als erstes zerstört werden, da dieser aufgrund seiner vorzugsweise
wärmedämmenden Eigenschaften eine niedrige Dichte und somit eine eher geringe mechanische
Stabilität hat. Jedoch ist der Rahmen (bzw. das Fenster) noch durch den Verstärkungsstreifen
oder die in anderer Weise ausgebildete Blockiereinrichtung in der Laibung und/oder
an der Wand und/oder an einem ertüchtigten Funktionswerkstoff gehalten und kann nicht
so einfach herausgehebelt werden. Ein Einbrecher muss daher die Blockiereinrichtung
zunächst aufwendig demontieren. Durch den damit verbundenen Zeitverlust des Einbrechers
können die zeitlichen Anforderungen von 3 Minuten für die Sicherheitsklasse RC2 erfüllt
werden und dadurch mit Vorteil eine Einbruchshemmung erreicht werden. Bei dem Einbruchsversuch
kann das zum Beispiel als Fenstermontageschraube ausgebildete Befestigungselement
auch nicht aus dem Funktionswerkstoff bzw. der zum Beispiel als Verstärkungsstreifen
ausgebildeten Blockiereinrichtung axial herausgezogen werden, da der Rahmen bzw. das
Fenster dies verhindert. Das Befestigungselement wird beim Einbruchsversuch daher
nahezu ausschließlich auf Biegung belastet. Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung kann der Rahmen somit mit Vorteil doppelt gehalten werden: Zum einen
durch das Befestigungselement in dem Funktionswerkstoff und zum anderen durch die
Blockiereinrichtung an der Wand selbst.
[0053] Zum Beispiel kann eine als Verstärkungsstreifen ausgebildete Blockiereinrichtung
aus Metall oder einem faserverstärkten Kunststoff hergestellt werden. Eine solche,
als Verstärkungsstreifen ausgebildete Blockiereinrichtung kann zum Beispiel eine Rechteckform
aufweisen, wobei andere Formen auch möglich sind. Die Befestigung der zum Beispiel
als Verstärkungsstreifen ausgebildeten Blockiereinrichtung in der Laibung kann beispielsweise
durch eine Kombination aus einem Dübel und einer Schraube verwirklicht sein (zum Beispiel
bei einem Material wie Holz). Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die als Verstärkungsstreifen
ausgebildete Blockiereinrichtung so lang und abgewinkelt vorgesehen werden, dass der
Winkelabschnitt an der Innenseite der Gebäudewand befestigt werden kann.
[0054] Figur 1 zeigt eine Querschnittsansicht eines Teils einer Anordnung 120 aus einer Wand 106
(zum Beispiel aus Beton, Ziegel, Stein, Holz und/oder einem Kompositwerkstoff) mit
einer Laibung 104, einem Rahmen 102 (zum Beispiel aus Holz und/oder Kunststoff) und
einem Montageset 100 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0055] Bei der Anordnung 120 kann ein zum Beispiel als Hartschaum ausgebildeter Funktionswerkstoff
108 des Montagesets 100 entlang zumindest einem Abschnitt der Laibung 104 an der Wand
106 befestigt werden, bevorzugt vollumfänglich um die Laibung 104 herum an einer vertikalen
Außenfläche 177 der Wand 104 angebracht werden. Dies ist gemäß Figur 1 mittels einer
Klebeschicht 179 zwischen dem Funktionswirkstoff 108 und der vertikalen Außenfläche
177 der Wand 104 bewerkstelligt.
[0056] Der zum Beispiel als Fensterrahmen ausgebildete Rahmen 102 kann über den Funktionswerkstoff
108 indirekt bzw. mittelbar an der Laibung 104 der Wand 106 angebracht sein. Hierfür
kann ein zum Beispiel als Fenstermontageschraube ausgebildetes erstes Befestigungselement
110a durch den Rahmen 102 durchgeführt und in den Funktionswerkstoff 108 eingeführt
werden. Das erste Befestigungselement 110a bildet ebenfalls einen Teil des Montagesets
100. Figur 1 ist zu entnehmen, dass der Rahmen 102 räumlich vor der tragenden Wand
106 im Bereich einer Dämmebene angeordnet wird, d.h. in Vorwandmontagetechnik montiert
ist. Eine Dämmstoffplatte 181, welche die Dämmebene definiert, ist in Figur 1 schematisch
dargestellt.
[0057] Darüber hinaus ist eine in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als ebene Lochplatte
aus Metall ausgebildete Blockiereinrichtung 112 des Montagesets 100 im Bereich des
Funktionswerkstoffs 108 derart angebracht und von dem ersten Befestigungselement 110a
derart durchdrungen, dass die Blockiereinrichtung 112 bei einem Beschädigen des Funktionswerkstoffs
108 durch einen Einbrecher ein Herausnehmen des Rahmens 102 blockiert. Mit anderen
Worten kann selbst bei einem Einbruchsversuch, bei dem ein Einbrecher den Funktionswerkstoff
108 im Bereich des ersten Befestigungselements 110a herausbricht, ein einfaches Herausnehmen
des Rahmens 102 durch die Blockiereinrichtung 112 mechanisch unterbunden werden. Das
Montageset 100 kann also vorteilhaft zum Verbessern der Einbruchssicherheit eines
Fensters oder einer Tür dienen, das oder die an dem Rahmen 102 montiert wird.
[0058] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Blockiereinrichtung
112 zwischen dem Funktionswerkstoff 108 und dem Rahmen 102 angeordnet. Anders ausgedrückt
ist die Blockiereinrichtung 112 relativ zu dem Funktionswerkstoff 108 und dem Rahmen
102 derart angeordnet, dass das erste Befestigungselement 110a zunächst durch den
Rahmen 102, dann durch die Blockiereinrichtung 112 und erst nachfolgend in den Funktionswerkstoff
108 eingebracht wird.
[0059] Gemäß Figur 1 ist die Blockiereinrichtung 112 eine ebene metallische Platte mit zwei
Durchgangslöchern 114a, 114b. Das erste Durchgangsloch 114a ist zum Durchführen des
ersten Befestigungselements 110a vorgesehen, wohingegen das zweite Durchgangsloch
114b zum Durchführen eines zweiten Befestigungselements 110b eingesetzt wird. Dieses
zweite Befestigungselement 110b des Montagesets 100 kann zum Beispiel als weitere
Schraube ausgebildet sein, die nur durch die Blockiereinrichtung 112 hindurch direkt
in die Wand 106 eingebracht ist. Wahlweise kann das zweite Befestigungselement 110b
mit oder ohne Dübel in die Wand 106 eingebracht werden. Ein Dübel kann dabei von Vorteil
sein, wenn die Wand 106 makroskopische Hohlräume aufweist, die ein direktes Greifen
des zweiten Befestigungselements 110b in der Wand 106 hemmen. Wenn die Wand 106 hingegen
ausreichend fest ist und insbesondere von makroskopischen Hohlräumen frei ist, kann
das zweite Befestigungselement 110b auch ohne Dübel in der Wand 106 montiert werden,
wie in Figur 1 dargestellt. Die Blockiereinrichtung 112 wird relativ zu dem Funktionswerkstoff
108, dem Rahmen 102 und der Laibung 104 gemäß Figur 1 derart angeordnet, dass das
zweite Befestigungselement 110b durch die Blockiereinrichtung 112 in die Laibung 104
der Wand 106 eingebracht wird.
[0060] Bei der Anordnung 120 gemäß Figur 1 kann zunächst der Funktionswerkstoff 108 rahmenartig
um die Laibung 104 herum an der vertikalen Außenfläche 177 der Wand 106 mittels der
Klebeschicht 179 befestigt werden. Dann kann (zum Beispiel mittels eines Schraubendrehers
oder eines Akkuschraubers, nicht gezeigt) das zum Beispiel als Fenstermontageschraube
ausgebildete erste Befestigungselement 110a durch den hier als Fensterrahmen ausgebildeten
Rahmen 102, durch die als ebene Metallplatte ausgebildete Blockiereinrichtung 112
sowie durch den Funktionswerkstoff 108 hindurchgeführt werden. Dies kann vorbohrungsfrei
oder mittels eines ersten Durchgangslochs 114a in der metallischen Blockiereinrichtung
112 erfolgen. Auf diese Weise ist der Rahmen 102 mittels des Funktionswerkstoffs 108
an der Wand 106 bzw. im Bereich der Laibung 104 montiert. Nun kann das zum Beispiel
als Schraube ausgebildete zweite Befestigungselement 110b mit oder ohne Vorbohrung
(siehe zweites Durchgangsloch 114b der Blockiereinrichtung 112) in die Laibung 104
der Wand 106 eingeführt werden, um die Blockiereinrichtung 112 zusätzlich an der Wand
106 zu verankern.
[0061] Der beschriebene Montagevorgang ist für einen Benutzer selbst ohne Spezialkenntnisse
einfach und intuitiv möglich, da der Benutzer während der Montage die ebene Metallplatte
als Blockiereinrichtung 112 auf die Laibung 104 auflegen kann und bedarfsweise leicht
verschieben kann, während das erste Befestigungselement 110a durch den Rahmen 102
und das erste Durchgangsloch 114a in der Blockiereinrichtung 112 in den Funktionswerkstoff
108 gesetzt wird. Auch der Bereich des zweiten Durchgangslochs 114b, mittels welchem
die Blockiereinrichtung 112 durch Durchführung des zweiten Befestigungselements 110b
an der Wand 106 befestigt wird, ist sichtbar und für einen Benutzer gut zugänglich.
[0062] Ein Einbrecher muss zum Herausnehmen des Rahmens 102 zunächst den Funktionswerkstoff
108 im Bereich des ersten Befestigungselements 110a herausbrechen und dadurch das
erste Befestigungselement 110a freilegen. Herkömmlich könnte ein Einbrecher nun den
Rahmen 102 einfach aus der Laibung 104 heraushebeln. Dies ist erfindungsgemäß dadurch
verunmöglicht, dass die Blockiereinrichtung 112 von dem ersten Befestigungselement
110a durchdrungen ist und vorzugsweise zusätzlich noch an der Wand 106 mittels des
zweiten Befestigungselements 110b befestigt ist. Der Einbrecher muss also die Blockiereinrichtung
112 von dem Befestigungselement 110a trennen und verliert hierfür Zeit. Dadurch wird
der Einbruchsvorgang verzögert und die Einbruchssicherheit durch die beschriebene
Ertüchtigung des Funktionswerkstoffs 108 mittels der Blockiereinrichtung 112 erhöht.
[0063] Bevorzugt haben das erste Befestigungselement 110a und das zweite Befestigungselement
110b in einem jeweiligen Schaftbereich einen Kerndurchmesser von mindestens 6 mm,
besonders bevorzugt von mindestens 10 mm. Dies stellt eine hohe Befestigungskraft
sicher. Es ist weiter bevorzugt, dass das erste Befestigungselement 110a eine Verdrehsicherung
aufweist, die gemäß Figur 1 als gegenüber dem Schaft seitlich verbreiterter Schraubenkopf
ausgebildet ist, der auf einer Stirnfläche des Rahmens 102 aufsitzt. Dadurch ist ein
Durchdrehen des ersten Befestigungselements 110a durch den Rahmen 102 verhindert,
wenn ein Einbrecher das erste Befestigungselement 110a gemäß Figur 1 von unten durch
den Rahmen 102 und durch den Funktionswerkstoff 108 hindurchdrehen möchte.
[0064] Figur 2 zeigt eine Anordnung 120 aus einer Wand 106 mit einer Laibung 104, einem Rahmen 102
und einem Montageset 100 gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der
Erfindung.
[0065] Anders als bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 ist bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 2 die Blockiereinrichtung 112 relativ zu dem Funktionswerkstoff 108 und
dem Rahmen 102 derart angeordnet, dass das erste Befestigungselement 110a bei der
Rahmenmontage erst durch den Rahmen 102, anschließend durch den Funktionswerkstoff
108 und erst nachfolgend in die Blockiereinrichtung 112 eingebracht wird. Anschaulich
ist gemäß Figur 2 der Funktionswerkstoff 108 zwischen dem Rahmen 102 und der Blockiereinrichtung
112 angeordnet. Ferner ist gemäß Figur 2 das zweite Befestigungselement 110b in eine
vertikale Außenfläche 177 der Wand 104 eingebracht. Die Blockiereinrichtung 112 ist
gemäß Figur 2 als metallische Winkelplatte mit zwei (allerdings optionalen) Durchgangslöchern
114a, 114b ausgebildet, die von außen auf den abgewinkelten Funktionswerkstoff 108
aufgesetzt und dann mittels der Befestigungselemente 110a, 110b in der Wand 106 oder
dem Funktionswerkstoff 108 befestigt werden kann.
[0066] Figur 2 zeigt ferner, dass der Funktionswerkstoff 108 an der Wand 106 mittels eines
dritten Befestigungselements 110c befestigt ist, das zum Beispiel als Schraube ausgebildet
sein kann. Allgemein kann das dritte Befestigungselement 110c alternativ oder ergänzend
zu der Klebeschicht 179 vorgesehen sein.
[0067] Gemäß Figur 2 kann zunächst wiederum der Funktionswerkstoff 108 an der Außenfläche
177 der Wand 106 befestigt werden, was gemäß Figur 2 mittels des dritten Befestigungselements
110c bewerkstelligt wird. Das als Schraube ausgebildete dritte Befestigungselement
110c wird durch den Funktionswerkstoff 108 in die Außenfläche 177 der Wand 106 eingebracht.
Danach kann das erste Befestigungselement 110a zunächst durch den Rahmen 102, dann
durch den Funktionswerkstoff 108 und erst nachfolgend durch die Blockiereinrichtung
112 durchgeführt werden und tritt mit seiner Spitze aus der Blockiereinrichtung 112
aus. Zur zusätzlichen Fixierung der Blockiereinrichtung 112 an der Außenfläche 177
der Wand kann nun das zweite Befestigungselement 110b zunächst durch die Blockiereinrichtung
112 und dann durch den Funktionswerkstoff 108 in die Außenfläche 177 der Wand 106
eingeführt werden.
[0068] Aufgrund der unterschiedlichen geometrischen Verhältnisse in Figur 1 und Figur 2
ist gemäß Figur 1 die Blockiereinrichtung 112 als ebene Platte und gemäß Figur 2 als
Winkelplatte ausgeführt.
[0069] Figur 3 zeigt, wie ein als Fensterprofil ausgebildeter Rahmen 102 mittels Vorwandmontage
unter Verwendung einer Abstandsmontageschraube als Befestigungselement 110a, einer
ebenen und gelochten Blockiereinrichtung 112 und eines Funktionswerkstoffs 108 mit
L-Profil gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung montiert wird.
Figur 3 zeigt also nochmals eine Konfiguration ähnlich Figur 1 und veranschaulicht,
dass die beschriebene Montagearchitektur eine Montage des Rahmens 102 mit einem vorgebbaren
Abstand L zu dem Funktionswerkstoff 108 (mit zwischengeordneter Blockiereinrichtung
112) ermöglicht.
[0070] Figur 4 zeigt eine Anordnung 120 aus einer Wand 106 mit einer Laibung 104, einem Rahmen 102
und einem Montageset 100 mit einem Funktionswerkstoff 108, mehreren Blockiereinrichtungen
112, 112' sowie mehreren ersten Befestigungselementen 110a, 110a' gemäß einem anderen
exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0071] Gemäß Figur 4 werden zusätzlich zu der Blockiereinrichtung 112 weitere Blockiereinrichtungen
112' im Bereich des Funktionswerkstoffs 108 derart montiert, dass eine jeweilige der
weiteren Blockiereinrichtungen 112' von einem jeweiligen weiteren ersten Befestigungselement
110a' derart durchdrungen wird, dass die jeweilige weitere Blockiereinrichtung 112'
bei einem Beschädigen eines entsprechenden Bereichs des Funktionswerkstoffs 108 ein
Herausnehmen des Rahmens 102 blockiert. Die weiteren Blockiereinrichtungen 112' können
hierbei wiederum als gelochte oder ungelochte ebene Platten ausgebildet sein, zum
Beispiel wie in Figur 1. Die weiteren ersten Befestigungselemente 110a' können hierbei
wiederum als Schrauben ausgebildet sein, zum Beispiel wie in Figur 1.
[0072] Gemäß Figur 4 ist die Blockiereinrichtung 112 in einer vertikalen Richtung zwischen
dem Rahmen 102 und dem Funktionswerkstoff 108 angeordnet. Ein Teil der weiteren Blockiereinrichtungen
112' ist dagegen in horizontaler Richtung zwischen dem Rahmen 102 und dem Funktionswerkstoff
108 angeordnet. Ein anderer Teil der weiteren Blockiereinrichtungen 112' ist ebenfalls
in vertikaler Richtung zwischen dem Rahmen 102 und dem Funktionswerkstoff 108 angeordnet.
Anschaulich sind gemäß Figur 4 also mehrere Blockiereinrichtungen 112, 112' zwischen
dem Rahmen 102 und dem Funktionswerkstoff 108 zwischengeordnet und zum Verbessern
des Einbruchschutzes an dem Rahmen 102, dem Funktionswerkstoff 108 und vorzugsweise
auch an der Laibung 104 befestigt.
[0073] Figur 4 stellt also dar, dass sowohl in horizontaler Richtung als auch in vertikaler
Richtung mehrere Blockiereinrichtungen 112, 112' vorgesehen werden können, um anschaulich
den Ringspalt zwischen Rahmen 102 und Funktionswerkstoff 108 mehrfach mit einem jeweiligen
Einbruchsschutz zu versehen. Die Zeit, die ein Einbrecher zum Entfernen der mehreren
umfänglich angeordneten Blockiereinrichtungen 112, 112' benötigt, skaliert mit der
Anzahl der umfänglich montierten Blockiereinrichtungen 112, 112'. In der Darstellung
gemäß Figur 4 nicht zu erkennen ist die Befestigung der Blockiereinrichtungen 112,
112' an der Wand 106 mittels der zweiten Befestigungselemente 110b.
[0074] Figur 5 zeigt ein Herausbrechen eines Funktionswerkstoffs 108 an einem herkömmlich montierten
Fenster. Figur 5 veranschaulicht, dass ein Einbrecher den Rahmen 102 aus der Laibung
104 herausnehmen kann, wenn keine erfindungsgemäße Blockiereinrichtung 112 vorgesehen
ist. Hierfür zerstört der Einbrecher zunächst im Bereich der ersten Befestigungselemente
110a den Funktionswerkstoff 108. Dies ist aufgrund des spröden Charakters und der
eher moderaten Stabilität des Materials des Funktionswerkstoffs 108 durch ein Stemmeisen
oder dergleichen mit geringem Kraft- und Zeitaufwand möglich. Nach diesem Herausbrechen
eines Teils des Funktionswerkstoffs 108 kann der Einbrecher den Rahmen 102 mit geringem
Kraft- und Zeitaufwand aus der Laibung 104 heraushebeln.
[0075] Figur 6 zeigt einen an einem Funktionswerkstoff 108 an einer Laibung 104 einer Wand 106 montierten
Rahmen 102 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0076] Figur 6 stellt im Vergleich zu Figur 5 dar, wie gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Einbruchsschutz verbessert werden kann. Im Unterschied zu Figur 5 ist gemäß Figur
6 nunmehr ähnlich der in Figur 2 dargestellten Weise eine als Winkelplatte ausgebildete
Blockiereinrichtung 112 vorgesehen. Erste Befestigungselemente 110a sind von der Innenseite
des Gebäudes her durch den Rahmen 102, dann durch den Funktionswerkstoff 108 und schließlich
durch die Blockiereinrichtung 112 geführt. Mittels in Figur 6 nicht dargestellter
zweiter Befestigungselemente 110b kann eine zusätzliche Befestigung der Blockiereinrichtung
112 mittels Durchführens der zweiten Befestigungselemente 110b zunächst durch die
Blockiereinrichtung 112, dann durch den Funktionswerkstoff 108 und schließlich in
die vertikale Außenfläche 177 der Wand 106 erreicht werden. Bricht ein Einbrecher
nun in der in Figur 5 gezeigten Weise einen Teil des Funktionswerkstoffs 108 im Bereich
der ersten Befestigungselemente 110a heraus, muss er vor dem Herausnehmen des Rahmens
102 noch aufwendig die Blockiereinrichtung 112 demontieren und verliert hierbei Zeit.
Dies verbessert den Einbruchsschutz.
[0077] Figur 7 zeigt eine dreidimensionale Ansicht einer Anordnung 120 aus einer Wand 106 mit einer
Laibung 104, einem Rahmen 102 und einem Montageset 100 gemäß einem exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0078] In der räumlichen Darstellung gemäß Figur 7 sind die als ebene Platte ausgebildeten
Blockiereinrichtungen 112 teils sichtbar und im nicht sichtbaren Bereich gestrichelt
dargestellt. Die an sich zumindest teilweise nicht sichtbaren Befestigungselemente
110a, 110b sind zum besseren Verständnis in Figur 7 dargestellt. Auch die dritten
Befestigungselemente 110c sind in Figur 7 zu erkennen. Die Konfiguration gemäß Figur
7 ist ähnlich zu jener gemäß Figur 1.
[0079] Figur 8 bis Figur 10 zeigen Montagesets 100 gemäß weiteren exemplarischen Ausführungsbeispielen
der Erfindung.
[0080] Bezugnehmend auf
Figur 8 weist die Blockiereinrichtung 112 eine Fixierstruktur 160 auf, die als Mutter 162
ausgebildet ist. Die Mutter 162 wird beim Montieren der Blockiereinrichtung 112 auf
einen Endabschnitt 168 des ersten Befestigungselements 110a aufgeschraubt, der den
Funktionswerkstoff 108 durchdrungen hat.
[0081] Figur 8 zeigt schematisch in einer Seitenansicht, dass der Einbruchsschutz besonders
wirksam verbessert werden kann, wenn das erste Befestigungselement 110a zunächst durch
den Rahmen 102, dann durch eine Lochplatte der Blockiereinrichtung 112 und nachfolgend
durch den Funktionswerkstoff 108 hindurchgeführt werden kann. Eine durch den Funktionswerkstoff
108 hindurchtretende freie Endspitze des ersten Befestigungselements 110a wird dann
gemäß Figur 8 mit einer nach dem Prinzip einer Kontermutter ausgebildeten Mutter 162
als Fixierstruktur 162 zusätzlich befestigt. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, das
freie Ende 168 des ersten Befestigungselements 110a mit einem Außengewinde zu versehen.
Anschaulich ist die Blockiereinrichtung 112 gemäß Figur 8 durch die linksseitig des
Funktionswerkstoffs 108 angeordnete ebene Lochplatte und durch die als Mutter 162
ausgebildete Fixierstruktur 160 gebildet. Dadurch ist für einen Einbrecher ein weiter
erhöhter Demontageaufwand erforderlich, wenn nach Herausbrechen eines Bereichs des
Funktionswerkstoffs 108 der Einbrecher das erste Befestigungselement 110a von der
Blockiereinrichtung 112 lösen möchte. Gemäß Figur 8 ist die Blockiereinrichtung 112
also zweikomponentig gebildet.
[0082] Bezugnehmend auf
Figur 9 wird eine andere Fixierstruktur 160 der Blockiereinrichtung 112 dargestellt. Gemäß
Figur 9 ist die Fixierstruktur 160 als metallische Lasche 164 mit einem Durchgangsloch
166 ausgebildet, die zum Montieren der Blockiereinrichtung 112 auf einem Endabschnitt
168 des ersten Befestigungselements 110a aufgesetzt wird, der den Funktionswerkstoff
108 durchdrungen hat.
[0083] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9 unterscheidet sich von jenem gemäß Figur 8
dadurch, dass die als Mutter 162 ausgebildete Fixierstruktur 160 gemäß Figur 9 als
weitere ebene Lochplatte ausgebildet ist. Mit anderen Worten ist gemäß Figur 9 die
Blockiereinrichtung 112 wiederum durch zwei Komponenten gebildet, nämlich die ebene
Lochplatte linksseitig des Funktionswerkstoffs 108 und die weitere ebene Lochplatte
rechtsseitig des Funktionswerkstoffs 108.
[0084] Bezugnehmend auf
Figur 10 wird die Blockiereinrichtung 112 mit einer Klebstoffverstärkung 170 versehen, die
ein Volumen 172 im Inneren des Funktionswerkstoffs 108 ausfüllt, das von dem ersten
Befestigungselement 110a zu durchdringen ist.
[0085] Gemäß Figur 10 ist in dem Funktionswerkstoff 108 also ein größeres Durchgangsloch
gebildet, das mit der Klebstoffstruktur 170 ausgefüllt wird. Die Klebstoffstruktur
170 kann zum Beispiel mittels eines Epoxyklebers oder eines Mörtels, allgemeiner mittels
eines chemischen Dübels, ausgefüllt werden. Nach Bohren eines Durchgangslochs in der
Klebstoffstruktur 170 kann das zum Beispiel als Schraube ausgebildete erste Befestigungselement
110a durch dieses Durchgangsloch durchgeschraubt werden und kann dadurch mit einer
erhöhten Befestigungskraft in dem Funktionswerkstoff 108 montiert sein. Der Demontageaufwand,
den ein Einbrecher leisten muss, bevor er den Rahmen 102 aus der Laibung 104 der Wand
106 herausnehmen kann, ist dadurch weiter erhöht.
[0086] Figur 11 zeigt eine Anordnung 120 aus einer Wand 106 mit einer Laibung 104, einem Rahmen 102
und einem Montageset 100 gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der
Erfindung.
[0087] Gemäß Figur 11 ist eine erste Justageeinrichtung 176 (als Mutter mit Außengewinde
als Verbindungsstruktur 182) zum Anbringen an dem Rahmen 102 und eine zweite Justageeinrichtung
108 (als Mutter mit Innengewinde als Verbindungsstruktur 184) zum Anbringen an der
plattenartigen Blockiereinrichtung 112 und zum Verschrauben mit der ersten Justageeinrichtung
178 vorgesehen. Somit sind die erste Justageeinrichtung 176 und die zweite Justageeinrichtung
178 derart korrespondierend zueinander ausgebildet, dass mittels Verbindens der Verbindungsstrukturen
182, 184 der ersten Justageeinrichtung 176 und der zweiten Justageeinrichtung 178
und mittels daraus resultierenden Relativbewegens der ersten Justageeinrichtung 176
und der zweiten Justageeinrichtung 178 eine Gesamthöhe D der verbundenen ersten und
zweiten Justageeinrichtungen 176, 178 und somit ein Abstand zwischen dem Rahmen 102
und dem Funktionswerkstoff 108 in einer Axialrichtung 180 der Justageeinrichtungen
176 ,178 justierbar ist. Anders ausgedrückt können die Justageeinrichtungen 176, 178
soweit ineinander verschraubt werden, bis ein gewünschter Abstand D eingestellt ist.
Mit Vorteil erstreckt sich gemäß Figur 11 ein weiteres Teil der Blockiereinrichtung
112 durch ein sich quer zu einer Axialrichtung 180 in einer der Justageeinrichtungen
176 ,178 gebildeten Aussparung 186. Dies verzögert einen Einbruchsversuch weiter.
[0088] Mittels relativen Drehens der beiden Justageeinrichtungen 176, 178 relativ zueinander
kann also der Abstand zwischen dem Rahmen 102 und dem Funktionswerkstoff 108 justiert
werden. Das erste Befestigungselement 110a kann durch den Rahmen 102, durch die beiden
Justageeinrichtungen 176, 178 und durch die Blockiereinrichtung 112 in den Funktionswerkstoff
108 sowie ggf. weiter in eine Dämmstoffplatte 181 eingedreht werden. Wenn senkrecht
zu der Papierebene von Figur 11 ein zusätzlicher Körper der Blockiereinrichtung 112
in die zum Beispiel als Durchgangsloch ausgebildete Aussparung 186 der Justageeinrichtung
178 durchgeführt wird, ist eine zusätzliche Befestigung geschaffen, die von einem
Benutzer überwunden werden muss, bevor der Rahmen 102 aus der Laibung 104 herausgenommen
werden kann.
[0089] Mit dem Montageset gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung können auch die
Anforderungen zur Personensicherung beim Einbau von Fenstern erfüllt werden (Anpralllast
und Holmlast). Zum Beispiel kann eine schwere Person mit einem Gewicht von zum Beispiel
100 kg gegen ein entsprechend montiertes Fenster prallen, ohne dass das Fenster gelöst
wird. Damit kann mittels Vorsehens einer Blockiereinrichtung auch eine hohe Betriebssicherheit
erreicht werden.
[0090] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "aufweisend" keine anderen Elemente oder Schritte
ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten
anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen
in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Montageset (100) zum Montieren eines Rahmens (102) an einer Laibung (104) einer Wand
(106), wobei das Montageset (100) aufweist:
einen Funktionswerkstoff (108), der entlang zumindest einem Abschnitt der Laibung
(104) an der Wand (106) so zu befestigen ist, dass der Rahmen (102) mittels des Funktionswerkstoffs
(108) an der Laibung (104) der Wand (106) anbringbar ist;
mindestens ein erstes Befestigungselement (110a) zum Durchführen durch den Rahmen
(102) und zum Einführen in den Funktionswerkstoff (108);
eine Blockiereinrichtung (112), die im Bereich des Funktionswerkstoffs (108) derart
anbringbar und von dem ersten Befestigungselement (110a) zumindest teilweise derart
durchdringbar ist, dass die Blockiereinrichtung (112) bei einem Beschädigen des Funktionswerkstoffs
(108) ein Herausnehmen des Rahmens (102) blockiert.
2. Montageset (100) gemäß Anspruch 1, das Folgendes aufweist:
wobei die Blockiereinrichtung (112) relativ zu dem Funktionswerkstoff (108) und dem
Rahmen (102) derart anordbar ist, dass das erste Befestigungselement (110a) durch
den Rahmen (102) und durch die Blockiereinrichtung (112) in den Funktionswerkstoff
(108) einbringbar ist; und/oder
wobei die Blockiereinrichtung (112) relativ zu dem Funktionswerkstoff (108) und dem
Rahmen (102) derart anordbar ist, dass das erste Befestigungselement (110a) durch
den Rahmen (102) und durch den Funktionswerkstoff (108) in die Blockiereinrichtung
(112) einbringbar ist; und/oder
wobei das Montageset (100) ein zweites Befestigungselement (110b) aufweist und die
Blockiereinrichtung (112) relativ zu dem Funktionswerkstoff (108), dem Rahmen (102)
und der Wand (106) derart anordbar ist, dass das zweite Befestigungselement (110b)
durch die Blockiereinrichtung (112) in die Wand (106), insbesondere in die Laibung
(104) der Wand (106) oder in eine vertikale Außenfläche (177) der Wand (106), einbringbar
ist; und/oder
wobei die Blockiereinrichtung (112) eine Platte, insbesondere mit mindestens einem
Durchgangsloch (114a, 114b), aufweist oder daraus besteht; und/oder
wobei die Platte eine ebene Platte, insbesondere eine Profilschiene oder Rechteckplatte,
oder ein Winkelstück, insbesondere ein L-förmiges Winkelstück, aufweist oder daraus
besteht; und/oder
wobei die Blockiereinrichtung (112) ein erstes Durchgangsloch (114a) zum Durchführen
des ersten Befestigungselements (110a) aufweist; und/oder
wobei die Blockiereinrichtung (112) ein zweites Durchgangsloch (114b) zum Durchführen
des zweiten Befestigungselements (110b) aufweist; und/oder
wobei die Blockiereinrichtung (112) eine Fixierstruktur (160), insbesondere eine Mutter
(162) oder eine Lasche (164) mit Durchgangsloch (166), zum Montieren auf einem Endabschnitt
(168) des ersten Befestigungselements (110a) aufweist, der den Funktionswerkstoff
(108) durchdrungen hat.
3. Montageset (100) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Blockiereinrichtung (112) eine
Klebstoffverstärkung (170) aufweist, die ein Volumen (172) im Inneren des Funktionswerkstoffs
(108) ausfüllt, das von dem ersten Befestigungselement (110a) zu durchdringen ist.
4. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3,
aufweisend eine erste Justageeinrichtung (176) zum Anbringen an dem Rahmen (102) und
eine zweite Justageeinrichtung (178) zum Anbringen an zumindest einem Teil der Blockiereinrichtung
(112) oder an dem Funktionswerkstoff (108);
wobei die erste Justageeinrichtung (176) und die zweite Justageeinrichtung (178) derart
korrespondierend zueinander ausgebildet sind, dass mittels Verbindens von Verbindungsstrukturen
(182, 184) der ersten Justageeinrichtung (176) und der zweiten Justageeinrichtung
(178) und mittels Relativbewegens der ersten Justageeinrichtung (176) und der zweiten
Justageeinrichtung (178) eine Gesamthöhe (D) der verbundenen ersten und zweiten Justageeinrichtungen
(176, 178) und somit ein Abstand zwischen dem Rahmen (102) und dem Funktionswerkstoff
(108) in einer Axialrichtung (180) der Justageeinrichtungen (176 ,178) justierbar
ist;
wobei sich insbesondere zumindest ein Teil der Blockiereinrichtung (112) zumindest
teilweise durch ein sich quer zu der Axialrichtung (180) in zumindest einer der Justageeinrichtungen
(176 ,178) gebildeten Aussparung (186) erstreckt.
5. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das erste Befestigungselement
(110a) und/oder das zweite Befestigungselement (110b) eine Schraube ist, wobei insbesondere
das erste Befestigungselement (110a) und/oder das zweite Befestigungselement (110b)
einen Kerndurchmesser von mindestens 6 mm, bevorzugt von mindestens 8 mm, weiter bevorzugt
von mindestens 10 mm aufweist.
6. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, das Folgendes aufweist:
wobei das erste Befestigungselement (110a) eine Verdrehsicherung, insbesondere einen
gegenüber einem Schaft seitlich verbreiterten Kopf, aufweist, die ein Durchdrehen
des ersten Befestigungselements (110a) durch den Rahmen (102) verhindert; und/oder
wobei der Funktionswerkstoff (108) aus einer Gruppe ausgewählt ist, die besteht aus
einem Dämmstoff und einem Schaum, insbesondere einem Hartschaum, weiter insbesondere
einem Polyurethan-Hartschaum; und/oder
wobei die Blockiereinrichtung (112) ein Metall und/oder einen faserverstärkten Kunststoff
aufweist oder daraus besteht.
7. Anordnung (120), aufweisend:
eine Wand (106) mit einer Laibung (104);
ein Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6; und
einen Rahmen (102);
wobei der Funktionswerkstoff (108) entlang zumindest einem Abschnitt der Laibung (104)
an der Wand (106) befestigt ist;
wobei der Rahmen (102) über den Funktionswerkstoff (108) an der Laibung (104) der
Wand (106) angebracht ist, indem das erste Befestigungselement (110a) durch den Rahmen
(102) durchgeführt und in den Funktionswerkstoff (108) eingeführt ist;
wobei die Blockiereinrichtung (112) im Bereich des Funktionswerkstoffs (108) derart
angebracht und von dem ersten Befestigungselement (110a) zumindest teilweise derart
durchdrungen ist, dass die Blockiereinrichtung (112) bei einem Beschädigen des Funktionswerkstoffs
(108) ein Herausnehmen des Rahmens (102) blockiert.
8. Anordnung (120) gemäß Anspruch 7, die Folgendes aufweist:
wobei die Anordnung (120) ein zweites Befestigungselement (110b) aufweist, das durch
die Blockiereinrichtung (112) in die Wand (106) eingebracht ist; und/oder
wobei das zweite Befestigungselement (110b) mit oder ohne Dübel in die Wand (106),
insbesondere in die Laibung (104) der Wand (106) oder in eine vertikale Außenfläche
(177) der Wand (106), eingebracht ist; und/oder
wobei zumindest ein Abschnitt der Blockiereinrichtung (112) zwischen dem Funktionswerkstoff
(108) und dem Rahmen (102) angeordnet ist; und/oder
wobei zumindest ein Abschnitt des Funktionswerkstoffs (108) zwischen dem Rahmen (102)
und der Blockiereinrichtung (112) angeordnet ist; und/oder
wobei der Rahmen (102) ein Fensterrahmen oder ein Türrahmen ist.
9. Verfahren zum Montieren eines Rahmens (102) an einer Laibung (104) einer Wand (106),
wobei das Verfahren aufweist:
Befestigen eines Funktionswerkstoffs (108) entlang zumindest einem Abschnitt der Laibung
(104) an der Wand (106);
Anbringen des Rahmens (102) mittels des Funktionswerkstoffs (108) an der Laibung (104)
der Wand (106) mittels Durchführens mindestens eines ersten Befestigungselements (110a)
durch den Rahmen (102) und mittels Einführens des ersten Befestigungselements (110a)
in den Funktionswerkstoff (108);
Anbringen einer Blockiereinrichtung (112) im Bereich des Funktionswerkstoffs (108)
derart, dass die Blockiereinrichtung (112) von dem ersten Befestigungselement (110a)
zumindest teilweise derart durchdrungen wird, dass die Blockiereinrichtung (112) bei
einem Beschädigen des Funktionswerkstoffs (108) ein Herausnehmen des Rahmens (102)
blockiert.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, das Folgendes aufweist:
Durchführen eines zweiten Befestigungselements (110b) durch die Blockiereinrichtung
(112) in die Wand (106); und/oder
wobei der Funktionswerkstoff (108) an der Wand (106) mittels eines dritten Befestigungselements
(110c), insbesondere einer Schraube, befestigt wird; und/oder
wobei der Funktionswerkstoff (108) an der Wand (106) verklebt oder in anderer Form
befestigt wird; und/oder
wobei der Rahmen (102) zumindest teilweise vor der tragenden Wand (106) im Bereich
einer Dämmebene, insbesondere zumindest teilweise im Bereich einer Dämmstoffplatte
(181), angeordnet wird.
11. Verfahren gemäß Anspruch 9 oder 10, wobei das Verfahren ein Anbringen mindestens einer
weiteren Blockiereinrichtung (112') im Bereich des Funktionswerkstoffs (108) derart
aufweist, dass die mindestens eine weitere Blockiereinrichtung (112') von mindestens
einem weiteren ersten Befestigungselement (110a') zumindest teilweise derart durchdrungen
wird, dass die mindestens eine weitere Blockiereinrichtung (112') bei einem Beschädigen
des Funktionswerkstoffs (108) ein Herausnehmen des Rahmens (102) blockiert.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei die Blockiereinrichtung (112) in einer ersten Richtung,
insbesondere in vertikaler Richtung, zwischen dem Rahmen (102) und dem Funktionswerkstoff
(108) angeordnet ist, und mindestens eine der mindestens einen weiteren Blockiereinrichtung
(112') in einer zweiten Richtung, insbesondere in horizontaler Richtung, zwischen
dem Rahmen (102) und dem Funktionswerkstoff (108) angeordnet ist.
13. Verfahren gemäß Anspruch 11 oder 12, wobei die Blockiereinrichtung (112) und mindestens
eine der mindestens einen weiteren Blockiereinrichtung (112') in derselben, insbesondere
horizontalen oder vertikalen, Richtung zwischen dem Rahmen (102) und dem Funktionswerkstoff
(108) angeordnet sind.
14. Verwendung eines Montagesets (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, insbesondere
einer Mehrzahl von Montagesets (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, zum Verbessern
der Einbruchssicherheit eines Fensters oder einer Tür, das oder die an dem Rahmen
(102) angebracht ist.
15. Verwendung gemäß Anspruch 14, wobei der Rahmen (102) mittels Vorwandmontage montiert
wird.