[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schussfreigabeanzeige für elektronische Ziele
sowie einen Beschussrahmen für ein beschießbares Schießziel mit einer verbesserten
Anzeige.
[0002] Für Sportschützen wurden in der Vergangenheit bedruckte Schießziele verwendet. Diese
Technik wird jedoch allmählich durch elektronische Trefferanzeigen abgelöst.
[0003] Für sogenannten Schnellfeuerdisziplinen wurden Klappmechanismen verwendet, die Zielscheiben
um 90° drehen konnten. Wenn nun die Schussfreigabe erfolgte, wurden durch drehende
Scheiben die Schießscheiben für den Schützen für eine bestimmte Zeit freigegeben.
Nach dieser Zeit wurden die Scheiben wieder gedreht und dadurch für den Schützen nicht
mehr beschießbar gemacht.
[0004] Bei einer elektronischen Trefferanzeige wird eine sogenannte Ampel zur Verfügung
gestellt. Durch das optische Signal der Ampel wird dem Schützen mitgeteilt, wann Schüsse
abgegeben werden dürfen. Ohne Freigabe werden die Schüsse nicht ausgewertet und sind
für den Schützen verloren.
[0005] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Schussfreigabeanzeige
bzw. eine verbesserte Schussauswertungsanlage für elektronische Ziele bereitzustellen.
[0006] Zur Lösung der Aufgabe werden die Merkmale der unabhängigen Schutzansprüche vorgeschlagen.
Vorteilhafte Weiterbildungen finden sich in den Unteransprüchen.
[0007] Ein Beschussrahmen für ein entlang zumindest einer Schussrichtung beschießbares Ziel
kann eine Durchgangsöffnung und einen Rahmenkörper aufweisen. Der Rahmenkörper kann
zumindest eine Außenfläche aufweisen und zumindest teilweise aus einem transparenten
oder halbtransparenten Material bestehen. Es kann eine optische Anzeige vorgesehen
sein, welche entlang der Schussrichtung hinter (nach) der Außenfläche des Beschussrahmens
angeordnet ist. Diese Anordnung ermöglicht es, eine optische Anzeige vorzuschlagen,
welche hinter einer Außenfläche des Beschussrahmens angeordnet ist, sodass durch Verwendung
des transparenten oder halbtransparenten Materials für den Rahmenkörper ein Erkennen
der optischen Anzeige für den Schützen durch den Rahmenkörper hindurch ermöglicht
wird. Die optische Anzeige wird gleichzeitig vom Rahmenkörper geschützt, da dieser
vor der optischen Anzeige angeordnet ist und somit zwischen Schützen und optischer
Anzeige. Ein entlang der Schussrichtung abgegebenes Projektil trifft somit nicht direkt
auf die optische Anzeige, da der transparente oder halbtransparente Rahmenkörper vor
der optischen Anzeige angeordnet ist und diese somit vor dem Projektil schützt. Diese
vorteilhafte Anordnung ermöglicht einerseits den Schutz der optischen Anzeige und
andererseits die Bereitstellung einer einheitlichen Außenfläche des Rahmenkörpers,
welcher die optische Anzeige zumindest teilweise umgibt. Durch die transparente oder
halbtransparente Ausgestaltung des Rahmenkörpers wird gleichzeitig eine Ausgabe von
optischen Signalen der optischen Anzeige durch den Rahmenkörper hindurch ermöglicht,
sodass der Schütze eine Schuss-Freigabe erkennen kann.
[0008] Der Beschussrahmen kann zudem einen Rahmenkörper aufweisen, der eine Umrahmung einer
Durchgangsöffnung bildet. Der Beschussrahmen kann keine Beschussblende sein. Im Bereich
der Durchgangsöffnung ist der Zielbereich angeordnet.
[0009] Der Beschussrahmen kann ein außen liegender Rahmen oder Blende eines Messrahmens
zur Ermittlung einer Durchschussposition sein. Der Messrahmen kann dabei optische
Lichtschranken zum Abdecken des inneren Zielbereichs aufweisen. Zum Schutz des Messrahmens
kann der Rahmenkörper vorgesehen sein. Somit kann durch diese Ausgestaltung eine vorteilhafte
Schussfreigabeanzeige bereitgestellt werden, welche sich insbesondere für elektronische
Ziele eignet.
[0010] Die optische Anzeige kann vom transparenten oder halbtransparenten Material des Rahmenkörpers
zumindest teilweise abgedeckt werden. Durch diese Abdeckung der optischen Anzeige
wird ein Schutz der Anzeige vor Projektilen gewährleistet. Zudem kann das Signal der
optischen Anzeige durch das transparente oder halbtransparente Material des Rahmenkörpers
hindurch dringen, sodass ein optisches Signal von der optischen Anzeige auch in Richtung
der Außenfläche des Rahmenkörpers und somit in Richtung des Schützen abgegeben werden
kann. Durch diese vorteilhafte Anordnung wird gleichzeitig der Schutz der optischen
Anzeige zur Ausgabe von optischen Signalen ermöglicht.
[0011] Die optische Anzeige kann eine Lichtquelle umfassen, beispielsweise eine LED- oder
eine Signallampe zum Ausgeben eines optischen Signals an den Schützen, durch die Außenfläche
des Rahmenkörpers hindurch. Dies wird erreicht durch die Verwendung von transparentem
und/oder halbtransparentem Material für den Rahmenkörper, welcher die optische Anzeige
in Schussrichtung verdeckt.
[0012] Die optische Anzeige kann derart ausgestaltet sein, dass die Helligkeit der ausgegebenen
optischen Signale einstellbar ist, insbesondere stufenlos.
[0013] Die Außenfläche des Rahmenkörpers, welche direkt der Schützenposition gegenüber liegt,
kann eine plane Oberfläche sein, welche bohrungsfrei und ohne Kerben ausgestaltet
ist. Eine plane Oberfläche, als Außenfläche, hat den weiteren Vorteil, dass Querschläger
oder Abpraller von Geschossen, welche auf die Außenfläche des Rahmenkörpers aufprallen,
nicht mehr unkontrolliert abgelenkt werden, da die Außenfläche keine Einsenkungen
oder Ausbuchtungen an der Außenfläche aufweist. Die optische Anzeige kann derart eingerichtet
sein, dass diese in Richtung des Schützen zum Abgeben eines optischen Signals durch
den Rahmenkörper hindurch ausgerichtet ist. Insbesondere kann durch die optische Anzeige
somit ein Signal durch die Außenfläche des aus transparentem oder halbtransparentem
Material bestehenden Rahmenkörpers hindurch in Richtung des Schützen abgegeben werden
(in Richtung der Geschossabgabeposition).
[0014] Die Außenfläche des Beschussrahmens bzw. die Wand des Rahmenkörpers im Bereich der
Außenfläche muss beschusssicher ausgeführt sein, sodass bevorzugt eine Geschossaufprallenergie
von mindestens 7,5 Joule und weiter bevorzugt 10 Joule unbeschadet aufgenommen werden
kann. Weiter vorteilhaft kann der Rahmenkörper zumindest teilweise aus einer Verbundscheibe
oder einer Glaskeramik bestehen.
[0015] Die optische Anzeige kann vorteilhaft als Ampel ausgestaltet sein. Insbesondere kann
die optische Anzeige zumindest zwei verschiedene Farben als optisches Signal ausgeben.
Besonders vorteilhaft kann ein rot leuchtendes Signal und ein grün leuchtendes Signal
ausgegeben werden. Durch eine solche Ausgestaltung kann dem Schützen angezeigt werden,
wann Schüsse abgegeben werden dürfen. Insbesondere kann durch diese optische Anzeige
eine direkte Ausgabe des optischen Signals an den Schützen erreicht werden.
[0016] Die optische Anzeige kann ein optisches Signal zur Freigabe des Zielbereichs ausgeben.
Der Rahmenkörper kann im Bereich der Außenfläche zumindest teilweise ein transparentes
oder halbtransparentes Material umfassen, sodass transparente oder halbtransparente
Bereiche am Rahmenkörper vorliegen und die optische Anzeige in diesen Bereichen angeordnet
ist bzw. hinter diesen Bereichen angeordnet ist, ausgehend von der Schussrichtung.
Der Rahmenkörper kann vorteilhaft vollständig aus dem transparenten oder halbtransparenten
Material aufgebaut sein (bzw. aus diesem Material bestehen).
[0017] Die optische Anzeige kann vorteilhaft zwei verschiedene Farben durch den Rahmenkörper
hindurch ausgeben. Die optische Anzeige kann somit die Lichtsignale derart ausgeben,
dass diese durch den Rahmenkörper hindurch leuchten und somit für den Schützen erkennbar
sind.
[0018] Die Außenfläche des Beschussrahmens kann beschusssicher ausgestaltet sein. Die Außenfläche
kann zudem eine ebene Stirnfläche des Beschussrahmens bilden.
[0019] Der Rahmenkörper kann vorteilhaft ein rechteckiger Rahmen sein und insbesondere kann
die Außenfläche im Wesentlichen rechteckig ausgebildet sein. Vorteilhaft können dabei
zudem die Ecken abgerundet sein. Auch die Durchgangsöffnung kann vorteilhaft eine
rechteckige Form aufweisen.
[0020] Eine elektronische Schussauswertungsanlage mit einer elektronischen Trefferanzeige
kann einen Beschussrahmen aufweisen, der zumindest eines der oben genannten Merkmale
umfassen kann.
[0021] Die elektronische Schussauswertungsanlage kann vorteilhaft eine Zielscheibe aufweisen,
welche in Schussrichtung hinter der Durchgangsöffnung angeordnet ist.
[0022] Eine elektronische Schussauswertungsanlage kann einen Messrahmen zur berührungslosen
optischen Ermittlung einer Durchschussposition eines Geschosses durch eine Zielfläche
aufweisen und vorteilhaft kann ein Beschussrahmen als vollständige oder teilweise
Abdeckung oder Blende des Messrahmens ausgebildet sein.
[0023] Die elektronische Schussauswertungsanlage kann eine Zielscheibe aufweisen, welche
vom Schussrahmen umgeben wird.
[0024] Die Außenfläche des Rahmenkörpers ist bevorzugt durchschusssicher und rückprallsicher
ausgeführt bezüglich einer Geschossaufprallenergie von mindestens 7,5 und bevorzugt
10 Joule.
[0025] Der Rahmenkörper kann vorteilhaft eine transparente Scheibe aus Glaskeramik umfassen.
Der Rahmenkörper kann somit eine wuchteinwirkungsfeste Glaskeramik im Bereich der
Außenfläche aufweisen.
[0026] Der Rahmenkörper kann zudem zumindest eine Verbundscheibe (insbesondere als Außenfläche)
aufweisen, welche bevorzugt zumindest zwei Polykarbonat-Scheiben aufweist, die über
eine thermoplastische Polyurethanfolie miteinander verbunden sind.
[0027] Der Rahmenkörper kann zudem eine Verbundscheibe aufweisen, welche aus zumindest zwei
Kunststoffscheiben besteht, welche in einem Abstand zueinander angeordnet sind, sodass
zwischen den Kunststoffscheiben eine Gießharzschicht zur Verbindung der Scheiben vorliegt.
Zusätzlich oder alternativ kann der Rahmenkörper zudem ein Scheibenelement aufweisen,
welches lediglich eine Scheibe aufweist, welche beschichtet ist. Vorteilhaft ist diese
Scheibe eine Polykarbonat-Scheibe.
[0028] Der Rahmenkörper kann vorteilhaft eine Außenfläche aufweisen, welche eine Beschichtung
aufweist zur Erhöhung der Beschusssicherheit. Vorteilhaft kann die Außenfläche oder
Innenfläche des Rahmenkörpers zumindest teilweise mit einer Lackierung versehen sein.
[0029] Das transparente oder halbtransparente Material kann durchlässig sein für elektromagnetische
Strahlung im für den Menschen sichtbaren Spektralbereich.
[0030] Vorteilhafte Ausgestaltungen und weitere Details der vorliegenden Erfindung werden
im Folgenden anhand verschiedener Ausführungsbeispiele in Bezug auf die Figuren beschrieben.
- Figur 1.
- zeigt eine erste Ansicht des Beschussrahmens mit der Schussfreigabeanzeige für elektronische
Ziele;
- Figur 2.
- zeigt eine Seitenansicht des Beschussrahmens;
- Figur 3.
- zeigt eine weitere Ansicht des Beschussrahmens mit einem Ziel.
[0031] Im Folgenden werden verschiedene Beispiele der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme
auf die Figuren detailliert beschrieben. Gleiche bzw. ähnliche Elemente werden mit
gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf
die beschriebenen Merkmale begrenzt, sondern umfasst weiterhin Modifikationen von
Merkmalen verschiedener Beispiele im Rahmen des Umfangs der unabhängigen Schutzansprüche.
[0032] Schießstände und damit auch Auswertegeräte und Schießrahmen bzw. elektronische Scheiben
müssen von einem Schießstandsachverständigen abgenommen werden. Der Schießrahmen muss
dabei die Aufprallenergie des Geschosses, bei Luftdrucksportwaffen ist dies zumindest
z. B. 7,5 Joule, unbeschadet aufnehmen können. Deswegen wird die Messtechnik mit einer
sogenannten Blende (oder Beschussrahmen) abgedeckt. Diese Blende muss, wie beschrieben,
im Fall dass der Schütze sein Ziel nicht trifft, die Energie aufnehmen und die Rückprallenergie
des Geschosses begrenzen. Wird nun ein optisches Signal im Umfeld der Zielscheibe
angebracht, besteht die Gefahr, dass dieses durch Fehlschüsse zerstört wird und die
Schießstandanforderungen nicht erfüllt werden. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen,
dass zumindest die Beschussblende aus einem transparenten, vorzugsweise halbtransparenten
Material besteht, zumindest teilweise, und die optische Anzeige in Schussrichtung
hinter dem transparenten Material angeordnet wird.
[0033] In Figur 1 ist der Beschussrahmen 2 dargestellt. Der Beschussrahmen 2 ist als Beschussblende
ausgeführt und kann dabei Aufprallenergie eines Geschosses von mindestens 7,5 Joule
unbeschadet aufnehmen. Hinter dem Beschussrahmen 2 ist die optische Anzeige 3 angeordnet
(ausgehend von der Beschussrichtung B), welche zur Anzeige der Schussfreigabe dient.
Die optische Freigabe wird vorteilhaft über grüne und rote Signalleuchten realisiert.
Durch die transparente bzw. halbtransparente Ausgestaltung des Beschussrahmens 2 ist
es möglich, die optische Schussfreigabe der optischen Anzeige 3 durch den Beschussrahmen
2 hindurch auszugeben und dem Schützen somit anzuzeigen. Das Schießziel ist vorliegend
ein elektronisches Ziel. Somit wird eine elektronische Trefferanzeige ermöglicht.
[0034] Der Beschussrahmen 2 weist zudem eine Durchgangsöffnung 1 auf an der insbesondere
ein Zielbild angeordnet werden kann. Die obere Signalleuchte der optischen Anzeige
3 in Figur 1 weist bevorzugt eine andere Signalfarbe auf als die untere optische Anzeige
3. Der Rahmenkörper 2 ist bevorzugt aus transparentem oder teilweise transparentem
Material aufgebaut, sodass die Lichtsignale der optischen Anzeige 3 durch diesen Rahmenkörper
2 hindurch treten können, um dem Schützen ein Freigeben oder Blockieren des Schießziels
anzuzeigen.
[0035] In Figur 2 ist eine Seitenansicht eines Messrahmens mit dem Beschussrahmen 2 (Beschussblende)
als Blende dargestellt. Der Beschussrahmen 2 weist die Außenfläche A auf, welche in
Richtung des Schützen zeigt. Das Projektil fliegt daher bei Beschuss des Beschussrahmens
2 entlang der Beschussrichtung B. Der Beschussrahmen 2 schützt somit die dahinter
liegenden Rahmenteile und elektronischen Bauteile sowie den Messrahmen.
[0036] In Figur 2 weist die optische Anzeige eine obere Signallampe 3a und eine untere Signallampe
3b auf. Wie schematisch dargestellt, emittieren die Signallampen 3a und 3b optische
Signale durch den Beschussrahmen 2 hindurch in Richtung des Schützen, also entgegen
der Beschussrichtung B. Durch die transparente bzw. halbtransparente Ausgestaltung
des Beschussrahmens 2 wird somit ein Durchleuchten der optischen Signale der optischen
Anzeige 3 ermöglicht. Auf einfache Weise kann somit einerseits die optische Anzeige
3 geschützt werden und andererseits gleichzeitig auch eine optische Signalausgabe
zur Schussfreigabe erreicht werden, da der Beschussrahmen zumindest teilweise aus
dem transparenten bzw. halbtransparenten Material besteht.
[0037] Insbesondere besteht der Beschussrahmen im Bereich der optischen Anzeige 3 aus diesem
transparenten oder halbtransparenten Material. Der Beschussrahmen 2 kann einerseits
als flache Platte ausgestaltet sein oder auch als Rahmenelement mit einem flachen
Grundkörper und orthogonal zum flachen Grundkörper vorliegenden Seitenflächen zur
Ausbildung eines Hohlraums. In diesem Hohlraum kann der Messrahmen angeordnet werden.
Der Beschussrahmen umschließt somit den Messrahmen an einer Stirnfläche sowie zumindest
einer Seitenfläche.
[0038] In Figur 3 ist eine weitere Darstellung aus Sicht des Schützen in Richtung Beschussrahmen
2 dargestellt. Dabei ist beispielhaft im Zielbereich ein Ziel Z dargestellt. Das Ziel
Z befindet sich im Bereich der Durchgangsöffnung 1.
[0039] Die in Figur 1 und Figur 2 dargestellten optischen Anzeigen 3 sind jeweils mittig
an einer Oberseite bzw. an einer Unterseite des Beschussrahmens angeordnet. Der Beschussrahmen
ist dabei vorteilhaft quadratisch ausgeführt. In einer vorteilhaften Weiterbildung
können die optischen Anzeigen mehr als zwei LEDs umfassen bzw. auch als optische Displays
ausgestaltet sein zur Anzeige von Schriftzeichen oder ähnlichem. Vorteilhaft ermöglicht
dies die Ausgabe zusätzlicher Informationen an den Schützen.
[0040] Der Beschussrahmen kann eine Beschussblende für ein Schießziel sein. Der Beschussrahmen
kann eine einzelne Kunststoffscheibe oder eine Verbundscheibe umfassen. Die Verbundscheibe
kann zumindest zwei im Wesentlichen plane Kunststoffscheiben umfassen, die parallel
und mit einem Abstand zueinander angeordnet sind, sodass zwischen den Kunststoffscheiben
ein Zwischenraum zur Ausbildung einer Gießharzschicht verbleibt. Bevorzugt ist der
Bereich ca. 0,3 mm bis 5 mm. Der Zwischenraum kann beispielsweise mit einem Zweikomponenten-Polyurethan-Gießharz
befüllt werden zur Ausbildung einer Gießharzschicht und Verbindung der Scheiben. Zudem
ist es möglich, der Gießharzschicht Farben, insbesondere photochrome Farben oder IR-Absorber
etc. zuzusetzen. Alternativ kann auch eine thermoplastische Polyurethan-Folie zur
Verbindung der Scheiben verwendet werden. Die Verbundscheibe kann dabei aus Polykarbonat-Scheiben
aufgebaut sein.
[0041] Vorliegenden Merkmale, Komponenten und spezifische Details können ausgetauscht und/oder
kombiniert werden, um weitere Ausführungsformen in Abhängigkeit des geforderten Verwendungszwecks
zu erstellen. Etwaige Modifikationen, die im Bereich des Wissens des Fachmanns liegen,
werden in der vorliegenden Beschreibung implizit offenbart.
1. Vorrichtung mit einer optischen Anzeige (3) und einem Beschussrahmen, für ein entlang
zumindest einer Schussrichtung (B) beschießbares Schiessziel (Z), wobei
der Beschussrahmen eine Durchgangsöffnung (1) und einen Rahmenkörper (2) aufweist,
und der Rahmenkörper (2) zumindest eine Außenfläche (A) umfasst;
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenkörper (2) zumindest teilweise aus einem transparenten oder halbtransparenten
Material besteht und die optische Anzeige (3) entlang der Schussrichtung (B), hinter
der Außenfläche (A) des Beschussrahmens angeordnet ist und die optische Anzeige (3)
eine Schussfreigabeanzeige ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die optische Anzeige (3) eine Lichtquelle umfasst
zum Ausgeben eines optischen Signals an den Schützen, durch die Außenfläche (A) hindurch.
3. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Rahmenkörper
(2) zumindest im Bereich der optischen Anzeige (3) das transparente oder halbtransparente
Material aufweist sodass zur Schussfreigabe ein optisches Signal durch den Rahmenkörper
(2) hindurch an einen Schützen emittiert wird.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beschussrahmen
ein außenliegender Rahmen eines Messrahmens zur Ermittlung einer Durchschussposition
ist.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Beschussrahmen
eine Beschussblende ist.
6. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die optische
Anzeige (3) vom transparenten oder halbtransparenten Material des Rahmenkörpers zumindest
teilweise abgedeckt wird.
7. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Helligkeit
der optischen Anzeige (3) einstellbar ist, bevorzugt stufenlos.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Außenfläche
(A) eine plane Oberfläche ist.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Außenfläche
(A) des Beschussrahmens beschusssicher ausgeführt ist sodass bevorzugt eine Geschossaufprallenergie
von zumindest 7,5 Joule und weiter bevorzugt 10 Joule unbeschadet aufnehmbar ist.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die optische
Anzeige (3) eine Ampel ist um einem Schützen direkt anzuzeigen, wann Schüsse abgegeben
werden dürfen.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die optische
Anzeige (3) zumindest zwei verschiedene Farben ausgeben kann.
12. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Rahmenkörper
(2) vollständig aus transparentem oder halbtransparentem Material besteht.
13. Elektronische Schussauswertungsanlage mit einer elektronischen Trefferanzeige und
einem Beschussrahmen und einer optischen Anzeige nach zumindest einem der vorhergehenden
Ansprüche.
14. Elektronische Schussauswertungsanlage nach Anspruch 13, wobei die Schussauswertungsanlage
eine Zielscheibe aufweist welche, in Schussrichtung hinter der Durchgangsöffnung (1)
angeordnet ist.
15. Elektronische Schussauswertungsanlage, nach Anspruch 13 oder 14, wobei die Schussauswertungsanlage
einen Messrahmen zur berührungslosen optischen Ermittlung einer Durchschussposition
eines Geschosses durch eine Zielfläche aufweist und der Beschussrahmen als Abdeckung
oder Teil des Messrahmens ausgestaltet ist.