[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Turbine mit einem Turbinenrad, wie sie beispielsweise
als Antrieb für aktive Ölabscheider verwendet werden, sowie einen Flüssigkeitsabscheider
mit einer derartigen Turbine.
[0002] In derartigen aktiven Ölabscheidern wird oftmals ein Abscheideelement verwendet,
das in Drehung versetzt wird, um einen ausreichenden Abscheidegrad einer Flüssigkeit
aus einem Gas, beispielsweise von Ölnebel oder Öltröpfchen aus Blow-By-Gasen eines
Verbrennungsmotors zu gewährleisten.
[0003] Derartige Turbinen weisen ein Turbinenrad auf, das mit einem fluidischen Antriebsmittel
angetrieben wird. Bei Ölabscheidern in Entlüftungssystemen von Verbrennungsmotoren,
insbesondere bei Fahrzeugen, wird für den Antrieb des Turbinenrades oftmals der Öldruck
des Motoröls verwendet. Beispielsweise betrifft das Gebrauchsmuster
DE2020 07009913U1 einen Abscheider zum Abscheiden von Ölnebel aus dem Kurbelgehäuseentlüftungsgas einer
Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges, mit einem in einem Gasreinigungsraum angeordneten
Zentrifugaltrotor.
[0004] Andere Rotoren sind in
EP 1 782 888 A1 offenbart, wie beispielsweise ein zweiteiliger Rotor mit Rückstoßdüsen, einem Antriebsteil,
der einen Bauteil der Zentrifuge darstellt, und einem austauschbaren Schmutzfangteil.
Aber auch bei stationären Ölabscheidern kann ein hydraulischer Antrieb zum Einsatz
kommen.
[0005] Ein derartiges Turbinenrad ist mit einer Welle gekoppelt bzw. zentral auf einer Welle
gelagert und treibt diese Welle an, die ihrerseits mit einem drehbaren Abscheideelement
gekoppelt ist. Bei im Stand der Technik üblichen aktiven Ölabscheidern, bei denen
mittels des Öldrucks ein Turbinenrad angetrieben wird, wird das Antriebsfluid über
eine Mittelbohrung in der Welle bis zum Turbinenrad geführt und dort in das Turbinenrad
eingeleitet. Das Turbinenrad weist an seinem Rand eine ungefähr in tangentialer Richtung
gerichtete Düse auf, über die das fluidische Antriebsmittel ausgestoßen wird. Dadurch
wird das Turbinenrad in Drehung versetzt. Typisch sind dabei Drehzahlen bis zu 20.000
rpm.
[0006] Der Begriff Turbinenrad ist dabei nicht auf ein näherungsweise kreisrundes Element
beschränkt, sondern umfasst auch andere Formen rotationsfähiger Körper.
[0007] Derartige Turbinenräder im Stand der Technik sind üblicherweise aus Edelstahl gefertigt.
Dies macht das Turbinenrad schwer und insbesondere aufwändig und teuer in der Herstellung.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Turbinenrad sowie einen Flüssigkeitsabscheider
zur Verfügung zu stellen, die kostengünstig, mit stabiler Außenkontur und präzise
hergestellt werden können und ein geringes Gewicht aufweisen. Insbesondere soll die
Komplexität der Herstellung verringert, das Integrationspotential erhöht und die Montage
der erfindungsgemäßen Turbine vereinfacht werden. Weiterhin soll ein Flüssigkeitsabscheider
zur Verfügung gestellt werden, der eine derartige erfindungsgemäße Turbine aufweist.
[0009] Erfindungsgemäß weist die Turbine nun ein Turbinenrad auf, das einen längs der Drehachse
des Turbinenrads verlaufenden ersten Kanal aufweist. Dieser erste Kanal kann entweder
als zentrale Aufnahme einer Welle, so dass die Welle an dem Turbinenrad befestigt
werden kann, dienen oder in Verlängerung der Aufnahme einer solchen Welle verlaufen.
Beispielsweise kann die Turbine auf eine Welle aufgespritzt werden, die üblicherweise
zumindest abschnittsweise aus Stahl besteht. In einer anderen Variante ist es auch
möglich, die Turbine mit einer Aufnahmegeometrie für eine metallische Welle zu versehen.
Ebenso ist es möglich, die Welle in das Turbinenrad einzubetten, beispielsweise warm
einzubetten. Zusätzlich kann in diesem Bereich auch ein Lager für die Welle vorgesehen
sein.
[0010] Das erfindungsgemäße Turbinenrad weist weiterhin einen im Wesentlichen in radialer
Richtung verlaufenden zweiten Kanal zum Führen des fluidischen Antriebsmittels, beispielsweise
Motoröl, mit einem Einlass und einem Auslass für das fluidische Antriebsmittel auf.
Der Einlass steht dabei in fluidischer Verbindung mit dem ersten Kanal. Der Auslass
ist im Wesentlichen in eine tangentiale Richtung des Turbinenrads gerichtet. In Einzelfällen
kann es jedoch vorteilhaft sein, wenn die Austrittsrichtung einen Winkel von 85 bis
95° zur Richtung des ersten Kanals aufweist, d.h. einen geringen Vektoranteil in Achsrichtung
der Welle aufweist. Dies gilt insbesondere bei sehr hohen Drehzahlen.
[0011] Die Verwendung von metallischen oder keramischen Einsatzelementen ermöglichen zumindest,
dass an den entscheidenden Stellen die Bauteile hochpräzise und äußerst formstabil
sind.
[0012] Es ist besonders vorteilhaft, wenn das erfindungsgemäße Turbinenrad genau einen zweiten
Kanal aufweist, da somit das gesamte Antriebsfluid dem Auslass dieses einen zweiten
Kanals zur Verfügung steht.
[0013] Die erfindungsgemäße Turbine weist weiterhin im Auslass eine Fluiddüse auf. Anstelle
einer einzigen Fluiddüse können aber auch mehrere Fluiddüsen nebeneinander angeordnet
sein, die alle im Wesentlichen dieselbe Auslassrichtung aufweisen. Unabhängig von
der genauen Anzahl Düsen ergibt sich eine Fluidführung, die allenfalls bezüglich eines
Querschnitts durch die Mittelebene der Turbine symmetrisch, sonst aber unsymmetrisch
ausgeführt ist.
[0014] Zusätzlich ist in mindestens einem Abschnitt einer Wand des ersten und/oder zweiten
Kanals eine Metall- und/oder Keramikverstärkung angeordnet.
[0015] Diese erfindungsgemäße Turbine mit dem erfindungsgemäßen Turbinenrad zeigt ein einfaches
und kostengünstiges Design. Dadurch, dass lediglich das Turbinenrad mit seinen zwei
Kanälen zu fertigen und die Metallverstärkung zu integrieren ist, ist die Teilezahl
der zur Herstellung des Turbinenrades erforderlichen Einzelteile sehr gering. Dadurch,
dass das Turbinenrad insbesondere entweder auf die Welle aufgeschrumpft, direkt an
die Welle angespritzt werden kann oder die Welle in das Turbinenrad eingebettet werden
kann, je nachdem, ob der erste Kanal eine Metallverstärkung aufweist oder nicht, wird
die Montagezeit verkürzt, wobei hierdurch auch die Montagekosten verringert werden.
[0016] Der Einlass des zweiten Kanals kann beispielsweise benachbart zu der Welle in dem
Durchgang der Welle durch das Turbinenrad vorgesehen sein, so dass das Antriebsfluid
über eine Mittelbohrung der Welle bis in den Durchlassbereich geführt und von dort
über eine seitliche Bohrung in der Welle und den erfindungsgemäßen Einlass in das
Turbinenrad eingebracht werden kann.
[0017] Der zweite Kanal ist vorzugsweise gekrümmt oder gewinkelt ausgeführt.
[0018] Der Auslass ist vorzugsweise am Umfangsrand des Turbinenrades angeordnet. Die im
Auslass angeordnete Fluiddüse kann dabei einteilig mit dem zweiten Kanal ausgebildet
sein, so dass das Turbinenrad die Fluiddüse als integrales Bauelement enthält. Alternativ
kann die Fluiddüse als separates Bauteil im Bereich des Auslasses in den zweiten Kanal
eingefügt, beispielsweise eingeschraubt, eingebettet oder eingespritzt sein und ein
Metall und/oder eine Keramik enthalten oder daraus bestehen. Es ist auch möglich,
diese Fluiddüse als Einsatzteil zu gestalten, die im Auslass befestigt wird. Hierzu
kann diese Fluiddüse in den Auslass eingesetzt und mit einer Verliersicherung gesichert
werden. Als Verliersicherung kommen hierzu beispielsweise quer zur Längsrichtung des
Kanals eingesetzte Schwerter oder Schieber in Frage. Um das Einsetzen der Fluiddüse
zu erleichtern kann der Auslass konisch ausgestaltet sein. Insbesondere kann die Fluiddüse
derart im Auslass angeordnet sein, dass eine Austrittsrichtung des fluidischen Antriebsmittels
aus der Fluiddüse im Wesentlichen senkrecht zum ersten und/oder zweiten Kanal verläuft.
Die Fluiddüse kann ein Metall, eine Keramik oder einen hochwertigen Kunststoff enthalten
oder daraus bestehen.
[0019] Insbesondere sind bei einer ersten Variante lediglich das einstückige Turbinenrad
und eine entsprechende, insbesondere metallische oder keramische Fluiddüse erforderlich.
[0020] Bei der vorliegenden Erfindung weist die Wand des ersten Kanals und/oder des zweiten
Kanals vollständig eine Metallverstärkung aufweis. Insbesondere bildet die Metallverstärkung
die Innenwandung mindestens eines Kanals oder der Düse. Dies ermöglicht eine besonders
einfache Herstellung. Zudem tritt an einer metallischen Innenwand eine geringere Abrasion
auf als an einer Kunststoff-Innenwand.
[0021] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Metallverstärkung des ersten und/oder zweiten
Kanals als ein Metallrohr ausgebildet ist, das von einem Kunststoff zumindest abschnittsweise
umgeben, insbesondere umspritzt ist.
[0022] Weiterhin die Metallverstärkung im ersten Kanal in einem Verbindungsbereich mit dem
zweiten Kanal eine Aussparung aufweist, in welche die Metallverstärkung für den zweiten
Kanal eingefügt ist und/oder in welcher die Metallverstärkung für den zweiten Kanal
mit der Metallverstärkung im ersten Kanal insbesondere mediendicht verschweißt, verlötet
oder vercrimpt ist. Die Metallverstärkungen oder die Metallrohre für den ersten und
zweiten Kanal können auch schon vor der Herstellung des Turbinenrades mediendicht
miteinander verschweißt, verlötet, vercrimpt oder gegebenenfalls unter Zuhilfenahme
von O-Ringen oder ähnlichen Abdichtelementen ineinander gesteckt werden. Das Turbinenrad
kann dann anschließend auf die verbundenen Metallverstärkungen oder Metallrohre aufgespritzt
werden. Alternativ können die Metallverstärkungen oder Metallrohre auch zunächst lediglich
entsprechend zueinander ausgerichtet und fixiert werden und anschließend gemeinsam
in das Material des Turbinenrades, wie z.B. Kunststoff, eingebettet werden.
[0023] In einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung können sich der
erste und der zweite Kanal, mit Ausnahme des Auslasses, im Wesentlichen geradlinig
erstrecken. Dies ist insbesondere vorteilhaft bei der Herstellung des Turbinenrads
im Spritzguss-, Spritzpräge- und/oder Pressverfahren.
[0024] In das erfindungsgemäße Turbinenrad kann problemlos eine Vielzahl von Zusatzfunktionen
integriert werden. Beispielsweise ist es möglich, auf der Oberseite des Turbinenrades
einen Stutzen vorzusehen, der die Welle abschnittsweise aufnimmt, so dass eine verbesserte
Halterung der Welle in dem Turbinenrad bewirkt wird. Dieser Stutzen kann einteilig
mit dem Turbinenrad gefertigt, insbesondere einteilig gespritzt werden.
[0025] Ebenso ist es möglich, auf der Ober- und/oder Unterseite des Turbinenrades einen
Stutzen vorzusehen, der die Lagerung der rotierenden Bauteile ermöglicht oder die
Welle zumindest abschnittsweise aufnimmt und/oder führt. Hierbei ist es besonders
vorteilhaft, wenn zwischen der Welle und dem ersten Kanal der Turbine eine Trennwand,
insbesondere eine integral mit der Turbine gefertigte Trennwand vorgesehen ist, so
dass kein Antriebsöl zur Welle gelangen kann. Ist eine solche Trennwand vorgesehen,
ist der erste Kanal dann insbesondere nicht zur Aufnahme der Welle ausgebildet, sondern
verläuft in Verlängerung der Welle. Das Antriebsöl wird durch einen Leitungsabschnitt
in dem Stutzen dem ersten Kanal und weiter dem zweiten Kanal zugeführt.
[0026] Insbesondere ist es vorteilhaft, dass das Turbinenrad im Leichtbau hergestellt werden
kann. Hierzu können beispielsweise das Turbinenrad und/oder sein Gehäuse überwiegend
oder vollständig aus Kunststoff bestehen. Als thermoplastische Kunststoffe kommen
Polyphenylensulfid (PPS), Polyetherimid (PEI), Polyimide (PI), Polyphthalamide (PPA),
Polyetheretherketon (PEEK), Polyamid (PA), Polypropylen (PP), Polyamidimid (PAI),
Polysulfon (PSU) und/oder Liquid-Crystal Polymer (LCP) oder Kombinationen der vorgenannten
Materialien besonders vorteilhaft in Frage. Sie können weiterhin mittels Fasern, wie
Aramidfasern, Kohlefasern oder Glasfasern und/oder sonstigen Füllstoffen, beispielsweise
partikulären Füllstoffen, wie etwa Glaskugeln oder Partikeln auf Mineralbasis verstärkt
sein. Als Füllstoffe kommen insbesondere Calciumcarbonat, Calciumsulfat, Kaolin, Glimmer,
Talkum und Quarz in Betracht. Ebenso können duroplastische Kunststoffe, wie Polyesterharze
(UP), Vinylesterharze (VE), Epoxidharze (EP), Phenolharze (PF), MelaminFormaldehyd-Harze
(MF) eingesetzt werden. Ein derartiges Turbinenrad kann besonders einfach hergestellt
werden, beispielsweise mittels Spritzguss, Spritzpräge- oder in einem Pressverfahren.
Wird das Turbinenrad aus einem duroplastischen Werkstoff hergestellt, kann dies auch
mittels Spritzpressen bewerkstelligt werden. Weiterhin ist auch eine Herstellung aus
Metallen, vorzugsweise Leichtmetallen, beispielsweise aus Aluminium möglich, Hierzu
kann beispielsweise Sintermaterial mittels 3-D-Druck verarbeitet werden.
[0027] Zur einfachen Gestaltung des Werkzeuges bietet sich an, den zweiten Kanal derart
vorzusehen, dass dieser vom einen Umfangsrand zum anderen Umfangsrand des Turbinenrades
durchgeht und so am Umfangsrand des Turbinenrades zwei gegenüberliegende Öffnungen
aufweist. Die für die Fluidführung nicht benötigte Öffnung auf einer Seite des Kanals
kann dann mit einem Verschlussmittel verschlossen werden. Als Verschlussmittel eignen
sich beispielsweise Stopfen, die in der Öffnung verpresst, mit einem Schwert oder
einem Schieber gesichert werden können. Es ist dabei vorteilhaft, wenn das Schwert
oder der Schieber von der bzw. durch die Ober- oder Unterseite der Turbine eingeführt
und seitlich und/oder in der der Einführungsseite gegenüberliegenden Wandung zumindest
abschnittsweise in einer Nut geführt wird. Ein solches Schwert oder ein solcher Schieber
kann auch Teil eines anderen zur Turbine benachbarten Bauteils oder als integraler
Fortsatz eines solchen ausgebildet sein. Alternativ ist ein Verschweißen des Stopfens
möglich, dies kann ggf. mit anderen Schweißvorgängen zur Herstellung der Turbine kombiniert
werden. Auch ein Schraubverschluss, ein Bajonettverschluss oder eine im Presssitz
eingebrachte Kugel kann zum Verschluss einer Öffnung des Kanals dienen. Dieser Verschluss
sollte vorteilhafterweise fluiddicht sein, so dass ein geschlossener Fluidweg vom
Einlass zum Auslass zur Verfügung gestellt wird. Hierzu kann das Verschlussmittel
mit einem geeigneten Abdichtmittel kombiniert werden, etwa mit einem O-Ring oder einem
Flüssigdichtmittel.
[0028] Wenn das Turbinenrad aus Kunststoff hergestellt ist, können verschiedene vorteilhafte
Ausgestaltungen des Turbinenrades realisiert werden.
[0029] So kann das Turbinenrad beispielsweise aus mehreren Teilen, insbesondere aus zwei
Halbschalen, ausgebildet werden. Die Halb- oder Teilschalen können entweder zwei Hälften
des Turbinenrades über jeweils 180° des Umfangsrandes des Turbinenrades oder auch
die Oberseite und die Unterseite eines Turbinenrades sein. Die beiden Halbschalen
müssen keinesfalls baugleich oder spiegelverkehrt zueinander gefertigt sein. Es kann
sich auch um Teilschalen handeln, die unterschiedliche Gewichts- bzw. Volumenanteile
am gesamten Turbinenrad ausmachen, es handelt sich also ggf. nur um eine Teilschale,
wobei es vorteilhaft ist, wenn lediglich zwei Teilschalen zu einem Turbinenrad verbunden
werden. Im Extremfall handelt es sich bei einer Halbschale nur um einen flächigen
Deckel, der eine Öffnung in der anderen Halbschale verschließt. Zwischen den einzelnen
Teilen, insbesondere zwischen den beiden Halbschalen des Turbinenrades kann vorteilhafterweise
eine Dichtung, beispielsweise eine Gummiformdichtung und/oder ein O-Ring angeordnet
werden. Diese wird zwischen den beiden Teilen verpresst, indem beispielsweise die
zwei Halbschalen miteinander verschraubt, verschweißt, verclipst, verklebt oder anderweitig
verbunden werden, beispielsweise analog zu einem Bajonett-Verschluss.
[0030] Das Turbinenrad kann weiterhin ein Gehäuse aufweisen, innerhalb dessen unter anderem
die Kanäle (bzw. deren Wände) und weitere Versteifungsstrukturen, beispielsweise Versteifungsstege
oder Aussteifungsrippen angeordnet sein können. Das Gehäuse kann dabei einteilig mit
dem Turbinenrad ausgebildet sein. Es ist auch möglich, auf das Gehäuse zu verzichten
und das Turbinenrad ausschließlich aus den Wänden der Kanäle und ggf. derartigen Versteifungsstrukturen
herzustellen. Die Außenwände der Kanäle, die Versteifungsstrukturen als auch das Gehäuse
dienen sämtlich unter anderem auch der Versteifung des Turbinenrades, der Einstellung
der richtigen Gewichtsverteilung (Auswuchten des Turbinenrades) und beispielsweise
auch der Ölführung. Gehäuse, Versteifungsstrukturen und Kanäle bzw. deren Wände können
folglich je nach Auslegung unterschiedlich bezüglich ihrer Lage, ihrer Dicke und Form
und dergleichen ausgelegt werden. Insbesondere kann die Ausgestaltung der Versteifungsstege
oder der Aussteifungsrippen dem Design bezüglich Geräuschen, Schwingungen und Wärmeverteilung
dienen (NVH, d.h. Noise Vibration Harshness-Optimierung). Zudem begünstigt eine Rippenstruktur
das Agglomerieren und Ablaufen von Öl, insbesondere von Spritzöl.
[0031] Das Gehäuse kann jedoch auch als Halbschale ausgebildet werden, beispielsweise als
Boden oder auch Deckel (Unterteil und auch als Oberteil) des Turbinenrades. Das Gehäuse
kann dabei vorteilhafterweise eine glatte und/oder geschlossene Oberfläche aufweisen.
Ebenso ist es möglich, auf einer Oberfläche des Turbinenrades Funktionsbauteile aufzubringen,
beispielsweise ein Flügelrad zur Unterdruckerzeugung und/oder ein Dichtelement.
[0032] Insbesondere bei Verwendung eines Turbinenrades aus Kunststoff oder im Wesentlichen
aus Kunststoff können weitere Funktionselemente, wie beispielsweise ein Magnet in
das Turbinenrad eingebettet werden. Mittels eines derartigen eingebetteten Magnetes
kann beispielsweise die Drehzahl des Turbinenrades erfasst werden. Weiterhin kann
in das Turbinenrad ein Gleitlager eingegossen werden, so dass das Turbinenrad gemeinsam
oder auch getrennt von der Welle reibungsarm in einem Ölabscheider gelagert werden
kann. Die Verwendung von Kunststoff ermöglicht es auch, das Turbinenrad unmittelbar
auf der Welle anzuspritzen, beispielsweise mediendicht auf einer Stahlwelle anzuspritzen.
Zusätzlich oder alternativ ist eine Abdichtung mittels zusätzlicher Dichtelementen
wie z.B. O-Ringen möglich.
[0033] Im Folgenden werden einige Beispiele erfindungsgemäßer Turbinen und erfindungsgemäßer
Flüssigkeitsabscheider gegeben. Dabei weisen die folgenden Beispiele neben den nach
Anspruch 1 erforderlichen Merkmalen eine Vielzahl von optionalen Weiterbildungen auf,
die einzeln für sich oder auch in beliebiger Kombination und auch in Kombination mit
einzelnen oder einer Vielzahl von optionalen Merkmalen anderer Beispiele zur Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Turbine und des erfindungsgemäßen Flüssigkeitsabscheiders dienen
können.
[0034] Im Folgenden werden für die einzelnen Beispiele für gleiche oder ähnliche Bauelemente
gleiche oder ähnliche Bezugszeichen verwendet, so dass deren Beschreibung nicht immer
wiederholt wird. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemäßen Flüssigkeitsabscheider,
- Figur 2
- einen Horizontalschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Turbine,
- Figur 3A
- einen Horizontalschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Turbine von einer Oberseite,
- Figur 3B
- einen Vertikalschnitt durch das zweite Ausführungsbeispiel,
- Figur 3C
- eine Ansicht der Turbine gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel von einer Unterseite,
- Figur 4A
- einen Horizontalschnitt durch eine erfindungsgemäße Turbine gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Figur 4B
- einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Turbine gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel,
- Figur 5A
- einen Horizontalschnitt durch eine erfindungsgemäße Turbine gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Figur 5B
- einen Vertikalschnitt durch eine Turbine gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel,
- Figur 6A
- einen Horizontalschnitt durch eine Turbine gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel,
- Figur 6B
- einen Vertikalschnitt durch eine Turbine gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel,
- Figur 7
- einen Horizontalschnitt durch eine Turbine gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel
- Figur 8A
- einen Horizontalschnitt durch eine Turbine gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel
- Figur 8B
- einen Vertikalschnitt durch eine Turbine gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel und
- Figur 9
- eine Aufsicht auf eine Turbine gemäß einem achten Ausfüh rungsbeispiel.
[0035] Figur 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch einen erfindungsgemäßen Flüssigkeitsabscheider
1. Der Flüssigkeitsabscheider 1 weist ein Gehäuse 4 auf, das in eine Antriebskammer
7 und eine Abscheidekammer 5 unterteilt ist. Antriebskammer 7 und Abscheidekammer
5 sind durch eine Trennwand 6 voneinander getrennt. In der Abscheidekammer 5 ist ein
Tellerseparator 2 angeordnet, der eine Vielzahl an übereinander gestapelten Tellern
3 als Abscheideelemente aufweist. Der Tellerseparator 2 ist in seiner Rotationsachse
auf einer Welle 8 befestigt. Die Welle 8 erstreckt sich durch eine Öffnung in der
Trennwand 6 bis in die Antriebskammer 7. In der Antriebskammer 7 ist die Welle 8 drehbar
auf einem Lager 9 gelagert. In der Antriebskammer 7 ist ferner eine Turbine 10 auf
der Welle 8 befestigt. Die Turbine 10 treibt den Tellerseparator 2 mittels eines Antriebsfluids,
wie z.B. Motoröl, an. Beim Betrieb des Flüssigkeitsabscheiders 1 als Ölabscheider
in einem Verbrennungsmotor fließt Motoröl als Antriebsfluid durch eine Mittelbohrung
8b im Inneren der Welle 8. Der Pfeil 38 deutet die Zufuhrrichtung des Motoröls an.
Im Bereich der Turbine 10 tritt das Motoröl über eine seitliche Bohrung 8a in der
Welle 8 aus der Welle 8 in die Turbine 10 ein, wird aufgrund der Rotation des Turbinenrades
zum Umfangsrand der Turbine 10 geführt und wird durch eine in etwa in eine tangentiale
Richtung gerichtete Fluiddüse 14 wieder ausgestoßen. Hierdurch wird das Turbinenrad
in Rotation versetzt und dadurch der über die Welle 8 fest mit der Turbine 10 verbundene
Tellerseparator 2 angetrieben.
[0036] Figur 2 zeigt einen Horizontalschnitt durch eine Turbine 10 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel.
Die Turbine 10 weist ein in etwa rotationssymmetrisches Turbinenrad 10a auf, das entlang
seiner Mittelachse einen ersten Kanal 11 zur Aufnahme einer Welle aufweist. Von dem
ersten Kanal 11 führt in etwa in radialer Richtung ein zweiter Kanal 13 zum Führen
des Antriebsfluids zum Umfangsrand des Turbinenrades 10a. Der zweite Kanal 13 weist
einen Einlass 13a am ersten Kanal 11 und einen Auslass 25 am Umfangsrand des Turbinenrades
10a auf. Im Bereich des Umfangsrandes weist der zweite Kanal 13 eine in etwa rechtwinklige
Biegung auf, sodass der Auslass in etwa in eine tangentiale Richtung gerichtet ist.
Entlang des Umfangsrandes sowie entlang der Wände des ersten und zweiten Kanals 11
und 13 weist die Turbine eine Kunststoffummantelung 15 auf. Ferner ist innerhalb des
ersten Kanals 11 in der Kunststoffummantelung 15 kanalseitig eine Metallverstärkung
17 angeordnet, die unmittelbar an die Kunststoffummantelung 15 angrenzt. Innerhalb
des gesamten zweiten Kanals 13, einschließlich der Fluiddüse 14, ist auf der Oberfläche
der Kunststoffummantelung 15 ein Metallrohr 12 angeordnet. Im Bereich des Einlasses
13a des zweiten Kanals 13 weist die Metallverstärkung 17 eine Aussparung 11a auf,
in welche das Metallrohr 12 eingefügt ist. Zum Auslass 25 hin verjüngt sich das Metallrohr
12 konisch und bildet so eine Fluiddüse 14, die somit einteilig mit dem Turbinenrad
10a in das Turbinenrad 10a eingeformt ist.
[0037] Figuren 3A, 3B und 3C zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Turbine 10. Figur 3A zeigt einen Horizontalschnitt durch die Turbine 10. In diesem
Ausführungsbeispiel weist der zweite Kanal 13 zwei in etwa diametral angeordnete,
in unterschiedliche Richtungen weisende Öffnungen 24 und 25 am Umfangsrand 16 auf.
Die zweite Öffnung 24 ergibt sich durch das Herstellungsverfahren, da der zweite Kanal
13 durch ein Kanalformwerkzeug geformt worden ist, dass nach der Formung des Turbinenrades
10a durch die zweite Öffnung 24 wieder herausgezogen worden ist. Die zweite Öffnung
24 ist mit einem Stopfen 21 als Verschlusselement mit einer Dichtung 22 sowie einem
Schieber 23 als Sicherungselement für den Stopfen 21, das den Stopfen 21 gegen ein
Herausdrücken sichert, verschlossen. Der Schieber 23 greift dabei durch die obere
Wandung des Kanals 13 hindurch in eine kleine schlitzartige Verbreiterung des zweiten
Kanals 13 ein. Durch das Verschlusselement 21 ist der zweite Kanal 13 an der zweiten
Öffnung 24 fluiddicht verschlossen. In etwa diametral gegenüberliegend ist als erste
Öffnung der Auslass 25 des zweiten Kanals 13 in etwa in eine tangentiale Richtung
abgewinkelt angeordnet. In den Auslass 25 ist ein metallisches Gewindebauteil 18 mit
einer Fluiddüse 14 in das Turbinenrad 10a eingeschraubt. Das Außengewinde 19 der Fluiddüse
14 ist in das Metall des Gewindebauteils 18 eingeformt. Das Innengewinde 20 kann direkt
in die Kunststoffummantelung 15 eingeformt sein oder sich beim Einschrauben des Außengewindes
19 der Fluiddüse 14 ausbilden. Auf der Oberseite der Turbine sind Zentrier- und Befestigungseinrichtungen
50 zur Befestigung eines Flügelrades 49 angeordnet.
[0038] Figur 3B zeigt eine Ansicht der Turbine 10 aus Figur 3A entlang der Linie A-A. Auf
der Oberseite der Turbine ist ein Flügelrad 49 angeordnet, beispielsweise zur Erzeugung
eines Unterdrucks und/oder als Element des Abdichtsystems. Der Schieber 23 ist hier
einteilig mit dem Flügelrad 49 ausgebildet. Das Flügelrad 49 ist an den Zentrier-
und Befestigungseinrichtungen 50 befestigt. Weiterhin ist auf der Oberseite der Turbine
10 mittig ein Stutzen 40 angeordnet, der zur Führung und vereinfachten Aufnahme der
Welle vorgesehen ist.
[0039] Figur 3C zeigt eine Ansicht von einer Unterseite der Turbine des zweiten Ausführungsbeispiels.
Das Turbinenrad 10a weist gitterartig angeordnete Längs- und Querrippen 35 sowie eine
Rippe 34 entlang des Umfangsrandes 16 zur Versteifung und Verstärkung des Turbinenrades
10a auf. Alternativ zur der hier gezeigten gleichmäßigen Anordnung der Rippen 35 ist
auch eine unregelmäßige Anordnung möglich. Durch eine bestimmte unregelmäßige Rippenanordnung
kann die Turbine beispielsweise richtig ausgewuchtet werden. Ferner können die Rippen
34 und 35 auch zur Ölableitung oder Reduktion der Geräuschentwicklung genutzt werden.
[0040] Figuren 4A und 4B zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Turbine
10 in einer horizontalen Schnittansicht (4A) und einer vertikalen Schnittansicht (4B).
Die horizontale Schnittansicht verläuft ungefähr auf halber Höhe des zweiten Kanals
13. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel der Figur 2 verläuft der zweite Kanal 13
lediglich radial vom ersten Kanal 11 überwiegend geradlinig zum Umfangsrand 16. Am
Umfangsrand 16 ist der Auslass 25 senkrecht, also in tangentialer Richtung, vom übrigen
Teil des zweiten Kanals 13 abgewinkelt. In den Auslass 25 ist ebenfalls eine metallische
Fluiddüse 18 eingeschraubt, wobei das Gegengewinde 20 direkt in die Kunststoffummantelung
15 eingeformt ist. Der Bereich zwischen der Wandung 16a am Umfangsrand 16 und der
Wandung der Kanäle 11, 13 ist überwiegend als Hohlraum ausgeführt, auf die Darstellung
von Versteifungsrippen, die zum Auswuchten des Gewichts des Turbinenrades 10a notwendig
sind, wurde verzichtet.
[0041] Die Welle 8 reicht hier nicht wie in Figur 1 durch die Turbine 10 hindurch, sondern
endet in einem Stutzen 40 auf der Oberseite des Turbinenrades 10a. Die Welle 8 ist
somit durch eine Trennwand 41 vom ersten Kanal 11 getrennt. Die Lagerung der Turbine
10 erfolgt über einen auf der Unterseite vorstehenden Stutzen 42. Der Öleintritt in
den ersten Kanal 11 erfolgt durch eine Öffnung 11a auf der Unterseite des Turbinenrades
10a, die mittig zum Stutzen 42 angeordnet ist.
[0042] Figuren 5A und 5B zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Turbine 10 in einer horizontalen (5A) und einer vertikalen Schnittansicht (5B). Bei
diesem Ausführungsbeispiel ist, im Unterschied zum dritten Ausführungsbeispiel, die
Turbine 10 in eine Oberschale 26 und eine Unterschale 27 horizontal geteilt. Zwischen
den Schalen ist ein Dichtelement 28 entlang des Umfangrandes 16 und entlang der Wände
des ersten und zweiten Kanals 11 und 13 angeordnet. Ferner ist im Inneren des Turbinenrades
10a ein Hohlraum 37 angeordnet. Dieser Hohlraum dient der Reduktion des Gesamtgewichts
der Turbine 10 und/oder dem Auswuchten der Turbine 10. Versteifungsrippen, die die
genaue Auswuchtung ergeben, sind hier nicht dargestellt.
[0043] Figur 6A und 6B zeigen ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Turbine
10. Figur 6A zeigt einen Horizontalschnitt durch die Turbine 10. Wie im dritten und
vierten Ausführungsbeispiel verläuft der zweite Kanal 13 geradlinig radial vom ersten
Kanal 11 zum Umfangsrand 16, wo der Auslass 25 in tangentialer Richtung senkrecht
zum übrigen Teil des zweiten Kanals 13 abgewinkelt ist. Der erste und zweite Kanal
11 und 13 weisen wie im ersten Ausführungsbeispiel Metallverstärkungen 12 und 17 auf,
wobei die Metallverstärkung 12 des zweiten Kanals 13 ein Metallrohr ist, das im Bereich
des Einlasses 13a in eine Öffnung und Aussparung 11a der Metallverstärkung 17 eingefügt
ist. In den Auslass 25 ist eine Fluiddüse 14 eingeschraubt. Im Unterschied zu den
vorhergehenden Ausführungsbeispielen ist das Gegengewinde 29 für die Fluiddüse nicht
in die Kunststoffummantelung 15, sondern in das Metallrohr 12 eingeformt.
[0044] Figur 6B zeigt einen Vertikalschnitt durch die Turbine 10 entlang der Linie C-C.
Die Turbine des fünften Ausführungsbeispiels ist ebenfalls in eine Oberschale 26 und
eine Unterschale 27 unterteilt. Die beiden Schalen 26, 27 sind mittels eines Rastverschlusses
verbindbar. Der Rastverschluss weist an der Unterschale 27 angeordnete Rastnasen 30
und an der Oberschale 26 angeordnete Eingriffe 31 auf, hinter welche die Rastnasen
30 greifen, wenn die Unterschale 27 und die Oberschale 26 zusammengesetzt werden.
[0045] Figur 7 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Turbine 10
in einer horizontalen Schnittansicht. Im Gegensatz zu den bisherigen Ausführungsbeispielen
ist das Turbinenrad 10a nicht rotationssymmetrisch um die Rotationsachse 39, sondern
weist lediglich auf einer Halbseite derTurbine 10 einen zweiten Kanal 13 auf, der
wie im fünften Ausführungsbeispiel ausgebildet ist. Auf der dem zweiten Kanal 13 gegenüberliegenden
Halbseite der Turbine 10 weist das Turbinenrad 10a lediglich einen Ausgleichskörper
36 als Gegengewicht zum zweiten Kanal 13 bzw. zur Anpassung der Unwucht auf. Der erste
Kanal 11 ist ebenfalls wie im fünften Ausführungsbeispiel ausgebildet.
[0046] Figuren 8A und 8B zeigen ein siebtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Turbine 10 in einer horizontalen Schnittansicht (8A) und einer vertikalen Schnittansicht
(8B). Auch hier ist das Turbinenrad 10a wie schon im sechsten Ausführungsbeispiel
nicht rotationssymmetrisch bezüglich der Rotationsachse 39 ausgebildet. Auf der dem
zweiten Kanal 13 gegenüberliegenden Halbseite der Turbine weist das Turbinenrad 10a
lediglich Ausgleichskörper 36 auf, wobei der Ausgleichskörper 36 hier so geschnitten
ist, dass der in ihm vorhandene Hohlraum ersichtlich ist. Zudem ist der Ausgleichskörper
36 in Figuren 8A und 8B bezüglich seiner Außenmaße kleiner als jener in Figur 7, da
hier die Halbseite, welche den zweiten Kanal 13 einschließt, ein geringeres Gewicht
aufweist und daher auf der gegenüberliegenden Seite ein geringeres Ausgleichsgewicht
zur Anpassung der Unwucht notwendig ist. Der zweite Kanal 13 ist hier wie im zweiten
Ausführungsbeispiel ausgebildet, d.h. lediglich mit einer Kunststoffummantelung 15,
jedoch ohne Metallverstärkung. Die Fluiddüse ist hier in einem Keramikelement 18 ausgebildet,
das in den Kunststoffkörper des Turbinenrades 10a eingeschraubt ist.
[0047] Die Welle 8 ist hier unmittelbar in den Kunststoffkörper 15 eingespritzt bzw. vom
Kunststoffkörper 15 umspritzt und somit im ersten Kanal 11 aufgenommen. Dabei weist
die Welle 8 auf ihrer Aussenfläche im Bereich des Turbinenrades 10a zwei ringförmig
umlaufende Nuten 45a, 45b auf, in denen jeweils ein O-Ring 44a, 44b aufgenommen ist.
Beim Umspritzen wurden die Nuten 45a, 45b nicht nur verfüllt, sondern auf die O-Ringe
verpresst, so dass eine dichte Verbindung zwischen dem Turbinenrad 10a und der Welle
gegeben ist. Hier ist nun auch die Mittelbohrung 8b der Welle dargestellt, durch die
das Motoröl in Richtung 38 eingeführt wird. Über die Öffnung 8a in der Seitenwand
der Welle tritt das Motoröl in den zweiten Kanal 13 ein.
[0048] Fig. 9 zeigt ein achtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Turbine 10 in
einer axialen Aufsicht.
[0049] Die Außenkontur der Turbine 10 weicht in diesem Ausführungsbeispiel von der Außenkontur
der Ausführungsbeispiele der Figuren 2 bis 6 ab. Während in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
abgesehen von der Aussparung am Ausgang der Düse 14 eine im Wesentliche kreisrunde
Außengeometrie gewählt wurde, wird hier nun eine spiralförmige Außengeometrie verwendet,
d. h. die Außenumfangslinie der Turbine 10 läuft spiralförmig nach innen. Hierdurch
ergibt sich auch eine außermittige Anordnung der Welle 8 bzw. des ersten Kanals 11.
1. Turbine (10) mit einem Turbinenrad (10a), wobei das Turbinenrad (10a) einen längs
einer Drehachse (39) des Turbinenrads (10a) verlaufenden ersten Kanal (11) und einen
im Wesentlichen in radialer Richtung verlaufenden zweiten Kanal (13) zum Führen des
fluidischen Antriebsmittels mit einem Einlass (13a) und einem Auslass (25) für das
fluidische Antriebsmittel, wobei der Einlass (13a) in fluidischer Verbindung mit dem
ersten Kanal (11) steht und der Auslass (25) im Wesentlichen in eine tangentiale Richtung
des Turbinenrads (10a) gerichtet ist, aufweist, wobei die Turbine (10) im Auslass
(25) eine Fluiddüse (14) aufweist, und dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem Abschnitt einer Wand des ersten und/oder zweiten Kanals eine
Metall- und/oder Keramikverstärkung angeordnet ist, wobei
die Wand des ersten Kanals (11) und/oder des zweiten Kanals (13) vollständig eine
Metallverstärkung (12, 17) aufweist und die Metallverstärkung (17) im ersten Kanal
(11) in einem Verbindungsbereich mit dem zweiten Kanal (13) eine Aussparung (11a)
aufweist, in welche die Metallverstärkung (12) des zweiten Kanals (13) eingefügt ist
und/oder in welcher die Metallverstärkung (12) des zweiten Kanals (13) mit der Metallverstärkung
(17) im ersten Kanal verschweißt, verlötet oder vercrimpt ist.
2. Turbine (10) nach einem der Ansprüche 1, wobei die Fluiddüse (14) einteilig mit dem
zweiten Kanal (13) ausgebildet ist.
3. Turbine (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Fluiddüse (14) als separates
Bauteil im Bereich des Auslasses (25) in den zweiten Kanal (13) eingefügt ist und
ein Metall und/oder eine Keramik enthält oder daraus besteht.
4. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Kanal (11) zur
Aufnahme einer Welle (8) oder in Verlängerung der Aufnahme einer Welle ausgebildet
ist.
5. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Metallverstärkung
(12, 17) eine Innenwand des ersten Kanals (11) und/oder zweiten Kanals (13) und/oder
der Fluiddüse (14) bildet.
6. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich der erste Kanal (11)
und der zweite Kanal (13) mit Ausnahme des Auslasses (25) jeweils Wesentlichen geradlinig
erstrecken.
7. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Turbinenrad (10a)
aus zwei Halbschalen (26, 27) ausgebildet ist, die längs einer Ebene quer zur Drehachse
(39) des Turbinenrades (10a) oder quer zur Richtung des Auslasses (25) zum Turbinenrad
zusammengefügt sind.
8. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei auf einer Oberseite des
Turbinenrades (10) weitere funktionelle Bauteile, beispielsweise ein Flügelrad (49)
oder ein Dichtelement, angeordnet sind.
9. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Versteifungsstege und/oder
Aussteifungsrippen (35) außerhalb der Kanäle (11, 13) angeordnet sind.
10. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Turbinenrad (10a)
ein Gehäuse aufweist, wobei gegebenfalls innerhalb des Gehäuses Versteifungsstrukturen,
beispielsweise Versteifungsstege und/oder Aussteifungsrippen (34, 35), angeordnet
sind.
11. Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Turbinenrad (10a),
insbesondere eine obere und/oder untere Oberfläche des Turbinenrads, und/oder sein
Gehäuse aus Kunststoff, insbesondere aus faserverstärktem oder mit Füllstoffen gefülltem
Kunststoff bestehen oder diesen enthalten.
12. Turbine (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Metall- und/oder Keramikverstärkung
(12, 17, 18) in das Turbinenrad (10a) eingebettet ist.
13. Flüssigkeitsabscheider (1) zur Abscheidung von Flüssigkeitströpfchen und/oder -nebel,
insbesondere von Öltröpfchen und/oder -nebel, aus einem Gas, insbesondere Blow-By-Gasen
eines Verbrennungsmotors, mit einem drehbar gelagerten Abscheideelement (2) und einem
Antriebselement zum drehbaren Antrieb des Abscheideelementes, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement eine Turbine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist.
1. Turbine (10) comprising a turbine wheel (10a), wherein the turbine wheel (10a) having
a first channel (11) running along an axis of rotation (39) of the turbine wheel (10a)
and a second channel (13) running substantially in a radial direction, for guiding
of the fluidic drive medium having an inlet (13a) and an outlet (25) for the fluidic
drive medium, wherein the inlet (13a) is in fluidic connection with the first channel
(11) and the outlet (25) is directed substantially in a tangential direction of the
turbine wheel (10a), wherein the turbine (10) has a fluid nozzle (14) in the outlet
(25), characterized in that a metal and/or ceramic reinforcement is arranged in at least one section of a wall
of the first and/or second channel, and the entire wall of the first channel (11)
and/or of the second channel (13) has a metal reinforcement (12, 17) and the metal
reinforcement (17) in the first channel (11) has a recess (11a) in a connection area
with the second channel (13) into which the metal reinforcement (12) of the second
channel (13) is inserted and / or in which the metal reinforcement (12) of the second
channel (13) is welded, soldered or crimped to the metal reinforcement (17) in the
first channel.
2. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein the fluid nozzle (14)
is formed in one piece with the second channel (13).
3. Turbine (10) according to one of claims 1 or 2, wherein the fluid nozzle (14) is inserted
as a separate component in the region of the outlet (25) in the second channel (13)
and contains or is made of a metal and / or a ceramic.
4. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein the first channel (11)
is designed for receiving a shaft (8) or as an extension of the receptacle for a shaft.
5. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein the metal reinforcement
(12, 17) forms an inner wall of the first channel (11) and / or second channel (13)
and / or of the fluid nozzle (14).
6. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein the first channel (11)
and the second channel (13) with the exception of the outlet (25) each extend substantially
rectilinearly.
7. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein the turbine wheel (10a)
is formed from two half-shells (26, 27) which are joined together along a plane transverse
to the axis of rotation (39) of the turbine wheel (10a) or transverse to the direction
of the outlet (25 ).
8. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein further functional
components, for example an impeller (49) or a sealing element, are arranged on an
upper side of the turbine wheel (10).
9. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein reinforcing webs and
/ or stiffening ribs (35) are arranged outside of the channels (11, 13).
10. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein the turbine wheel (10a)
has a housing, wherein reinforcing structures, for example reinforcing webs and /
or stiffening ribs (34, 35), are optionally arranged within the housing.
11. Turbine (10) according to one of the preceding claims, wherein the turbine wheel (10a),
in particular an upper and / or lower surface of the turbine wheel, and / or its housing
are made of or contain plastic, in particular made of fiber- reinforced or filler-filled
plastic.
12. Turbine (10) according to the preceding claim, wherein the metal and / or ceramic
reinforcement (12, 17, 18) is embedded in the turbine wheel (10a).
13. Liquid separator (1) for separating liquid droplets and / or liquid mist, in particular
oil droplets and / or oil mist, out of a gas, in particular blow-by gases of an internal
combustion engine, comprising a rotatably mounted separation element (2) and a drive
element for the rotatably driving the separating element, characterized in that the drive element comprises a turbine (10) according to one of the preceding claims.
1. Turbine (10) comprenant une roue de turbine (10a), dans laquelle la roue de turbine
(10a) présentant un premier canal (11) s'étendant le long d'un axe de rotation (39)
de la roue de turbine (10a) et un deuxième canal (13) s'étendant sensiblement dans
une direction radiale, pour guider le milieu d'entraînement fluidique, comportant
une entrée (13a) et une sortie (25) pour le milieu d'entraînement fluidique, l'entrée
(13a) étant en connexion fluidique avec le premier canal (11) et la sortie (25) est
dirigée sensiblement dans une direction tangentielle à la roue de turbine (10a), dans
lequel la turbine (10) présente une buse de fluide (14) dans la sortie (25), caractérisé en ce qu'un renfort métallique et/ou céramique est disposé dans au moins une section d'une paroi
du premier et/ou du deuxième canal, et la totalité de la paroi du premier canal (11)
et/ou du deuxième canal (13) présente un renfort métallique (12, 17) et le renfort
métallique (17) dans le premier canal (11) présente un évidement (11a) dans une zone
de liaison avec le deuxième canal (13) dans laquelle est inséré le renfort métallique
(12) du deuxième canal (13) et/ou dans laquelle le renfort métallique (12) du deuxième
canal (13) est soudé, brasé ou serti au renfort métallique (17) dans le premier canal.
2. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la buse fluide
(14) est formée d'une seule pièce avec le deuxième canal (13).
3. Turbine (10) selon l'une des revendications 1 ou 2, dans laquelle la buse de fluide
(14) est insérée en tant que composant distinct au niveau de la sortie (25) dans le
deuxième canal (13) et contient ou est constituée de un métal et/ou une céramique.
4. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le premier
canal (11) est conçu pour recevoir un arbre (8) ou comme prolongement du réceptacle
pour un arbre.
5. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le renfort
métallique (12, 17) forme une paroi interne du premier canal (11) et/ou du deuxième
canal (13) et/ou de la buse fluide (14).
6. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le premier
canal (11) et le deuxième canal (13) à l'exception de la sortie (25) s'étendent chacun
sensiblement de manière rectiligne.
7. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la roue de
turbine (10a) est formée de deux demi-coquilles (26, 27) qui sont réunies selon un
plan transversal à l'axe de rotation (39) de la roue de turbine (10a) ou transversalement
à la direction de la sortie (25).
8. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle d'autres composants
fonctionnels, par exemple une roue (49) ou un élément d'étanchéité, sont disposés
sur une face supérieure de la roue de turbine (10).
9. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle des âmes de
renfort et/ou des nervures de rigidification (35) sont disposées à l'extérieur des
canaux (11, 13).
10. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la roue de
turbine (10a) présente un carter, dans lequel des structures de renfort, par exemple
des âmes de renfort et/ou des nervures de rigidification (34, 35), sont éventuellement
disposées à l'intérieur du carter.
11. Turbine (10) selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle la roue de
turbine (10a), notamment une surface supérieure et/ou inférieure de la roue de turbine,
et/ou son carter sont réalisés en ou contiennent du plastique, notamment en plastique
renforcé de fibres ou rempli de charges.
12. Turbine (10) selon la revendication précédente, dans laquelle le renfort métallique
et/ou céramique (12, 17, 18) est noyé dans la roue de turbine (10a).
13. Séparateur de liquide (1) pour séparer des gouttelettes de liquide et/ou un brouillard
de liquide, en particulier des gouttelettes d'huile et/ou un brouillard d'huile, d'un
gaz, en particulier des gaz de soufflage d'un moteur à combustion interne, comprenant
un élément de séparation monté rotatif (2) et un élément d'entraînement pour entraîner
en rotation l'élément de séparation, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement comprend une turbine (10) selon l'une des revendications
précédentes.